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Begreift ihr meine Liebe? - Katholische Kirchengemeinde Zierenberg

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6. März 2015: Weltgebetstag der
Frauen von den Bahamas
„Begreift ihr meine Liebe?“
Die Liturgie zum internationalen
Weltgebetstag 2015 stammt von
christlichen
Frauen
von
den
Bahamas. Der Gottesdienst steht
unter dem Titel: „Begreift ihr meine
Liebe?“ Passend zur Passionszeit
greift dieser Titel die Erzählung von
der Fußwaschung der Jünger aus
dem
Johannesevangelium
auf.
Nachdem Jesus seinen Jüngern die
Füße gewaschen hat, heißt es dort:
Jesus sagt: „Begreift ihr, was ich für
euch getan habe?“ In der Liturgie für
den Weltgebetstag spielt die Fußwaschung eine zentrale Rolle. In dieser
Symbolhandlung erleben einige Frauen stellvertretend für viele, wie sich
Lebenssituation und gesellschaftliche Verhältnisse durch gemeinsames
Engagement zum Besseren verändern können.
Die Bahamas – deren Wappentier der Flamingo ist; auf der Insel Inagua leben
mehr als 80.000 der Tiere – sind in unseren Breitengraden zunächst als
traumhaftes Reiseparadies im Bewusstsein. Der Inselstaat zwischen den
USA, Kuba und Haiti besteht aus 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind.
Seine rund 372.000 Bewohnerinnen und Bewohner sind zu 85 Prozent
Nachfahren der ehemals aus Afrika versklavten Menschen. Die Bahamas sind
ein christlich geprägtes Land: Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören einer
Kirche an. Die Bahamas sind das reichste karibische Land und gehören zu
den hoch entwickelten Ländern weltweit. In der sozialen Entwicklung und bei
der Gleichstellung von Frauen und Männern schneiden sie im internationalen
Vergleich recht gut ab. Zugleich gibt es aber auch gravierende soziale
Probleme: Rund 10 Prozent der Bevölkerung sind arm, es herrscht hohe
Arbeitslosigkeit und gut Ausgebildete wandern ins Ausland ab. Erschreckend
hoch sind die Zahlen zu häuslicher und sexueller Gewalt gegen Frauen und
Kinder.
Die
Bahamas
haben
eine
der
weltweit
höchsten
Vergewaltigungsraten. In kaum einem anderen Land der Welt haben
Teenager so früh Sex; jede vierte Mutter auf den Bahamas ist jünger als 18
Jahre.
1
19. März: Fest des heiligen Josef
Am 19. März feiert die Kirche den heiligen Josef – ein Mann im
Hintergrund, der in der Heilsgeschichte dennoch eine große Rolle
einnimmt: als Mann, der für Maria und Jesus sorgt und Verantwortung
trägt. Sein Fest am 19. März ist seit 850 belegt, seit 1479 ist er
offizieller Festtag. 1870 ernannte Papst Pius IX. Josef zum Patron der
katholischen Kirche. In Bayern war der Josefstag bis 1968 ein
Feiertag. Die Mädchen bekamen Blumenkränze, die ihre
Jungfräulichkeit bewahren sollten oder Blumensträuße, die beim
Finden eines Bräutigams helfen sollten. Jungverheiratete steckten sich
Josefsringe an, um gegen Versuchungen gefeit zu sein. In den
meisten Ländern ist der Josefstag auch der Vatertag; man gibt den
Vätern Geschenke.
2
Einladung zum bratenfreien Sonntag
Der weltweite Hunger ist immer noch ein zentrales
Problem unserer Zeit. Unser Eintopfessen am
MISEREOR-Sonntag
setzt
ein
Zeichen
der
Solidarität. Und wenn Sie das eingesparte Geld des
Sonntagsbratens spenden, leisten Sie zugleich
praktische Hilfe. Im Rahmen des gemeinsamen
Essens informieren wir Sie gerne über die
MISEREOR-Aktion „Neu denken! Veränderung
wagen“.
Neu denken!
Veränderung wagen
Am Beispiel von Fischerfamilien an den Küsten der
Philippinen macht das kirchliche Hilfswerk MISEREOR
in der Fastenaktion 2015 auf
die weltweiten Auswirkungen
des sich verändernden
Klimas aufmerksam. Die
Entwicklungen des Klimas
müssen uns zu „neuem Denken“ anregen. Es ist höchste
Zeit, Veränderungen zu
wagen. Unterstützen Sie die
MISEREOR-Fastenaktion
2015!
3
5. Fastensonntag, 22. März, MISEREOR Gemeindetag
Neu denken! Veränderung wagen.
09.15 Uhr: Hl. Messe
Anschließend „Fairer Handel“ in der Kirche.
10.30 Uhr: Verschiedene Kurz – Vorträge zum MISEREOR Thema:
„Neu denken! Veränderung wagen“ in der Altentagesstätte.
Unter anderem von Energie 2000 e.V. Herrn Schaub. Mit
anderen Organisationen stehen wir noch in Kontakt!
12.00 Uhr: Fastenessen in der Altentagesstätte
Ursachen und Folgen des Klimawandels
Das Klima der Erde hat sich schon immer geändert, auch ohne
menschlichen Einfluss. Dieser Klima-Wandel ist z.B. auf Veränderungen der Aktivität der Sonne, des Abstandes zwischen Erde und
Sonne sowie des Winkels der Erde zur Umlaufbahn der Sonne
zurückzuführen. Auch Vulkanausbrüche haben das globale
Klimageschehen beeinflusst. Seit Beginn der Industrialisierung ist die
globale Durchschnitts-temperatur der Atmosphäre um 0,8Grad Celsius
angestiegen. Laut Weltklimarat (IPCC) lassen sich diese
Entwicklungen nicht durch die natürlichen Ursachen für klimatische
Veränderungen erklären. Natürliche interne Schwankungen und
natürliche äußere antriebe (z.B. die Sonne) haben zur Erwärmung seit
1950 laut IPCC mit nur ± 0,1Grad beigetragen.
4
Der Klimawandel der Neuzeit verläuft im Vergleich zu den erdgeschichtlichen Veränderungen rasant. Diese Erwärmung trifft heute auf
eine Weltbevölkerung von 7Milliarden, im Jahr 2050 auf bis zu
9Milliarden Menschen, die zu einem Großteil in den wirtschaftlich
wachsenden, aber risikoreichen Küstengebieten leben.
In der Dekade von 2000-2010 hat sich die durchschnittliche
Temperatur der oberflächennahen Luft auf sehr hohem Niveau fast
unverändert gehalten. Der vierte Sachstandbericht des IPCC von 2007
hatte jedoch einen Anstieg der Temperaturen erwartet, weshalb vielfach
von einer „Erwärmungspause“ die Rede ist. Diese „Pause“ liegt jedoch
durchaus im Rahmen der natürlichen Schwankungen. Die letzten
30Jahre zählen weiterhin zu den wärmsten seit mindestens 1400Jahren.
Die Erwärmung fand weniger in der Luft, sondern in den tieferen
Wasserschichten der Ozeane statt.
KLIMAWANDEL UND MISEREOR
Für die Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika ist der
Klimawandel bereits heute täglich spürbar. Immer häufiger und heftiger
treten Klimabedingte Naturkatastrophen wie Wirbelstürme und damit
einhergehende Starkregenfälle und Überflutungen auf. Andernorts
werden Menschen von vermehrten Hitzewellen und Dürren geplagt. In
der Folge davon werden Ernten vernichtet, Wohnraum zerstört und
Entwicklungschancen zunichte gemacht. Betroffen sind vor allem arme
Bevölkerungsgruppen wie Indigene, Kleinbauern oder Slumbewohner.
Beim Klimawandel geht es deshalb um mehr als reinen Umweltschutz,
sondern auch um Armutsbekämpfung und globale Gerechtigkeit –
Themen, für die sich MISEREOR bereits seit über 50 Jahren im
Rahmen seiner Arbeit einsetzt. MISEREOR engagiert sich zusammen
mit seinen Partnerorganisationen vor Ort, sowie auch auf
internationaler Ebene für eine klimafreundliche Entwicklung, um den
Klimawandel zu begrenzen und seine Folgen zu vermindern. Zugleich
geht es in der konkreten Projektarbeit im Süden darum, den Menschen
die Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen, z.B. durch
angepasste Landwirt-schaftsmethoden oder Katastrophenvorsorge.
In der Kirche am Schriftenstand liegt das MISEREOR Magazin „Mut
zu Taten“ kostenlos aus. Viele interessante Artikel erwarten Sie! Wenn
Sie es gelesen haben können Sie es auch gerne wieder zurück in die
Kirche legen, anstatt es weg zu werfen.
5
Fastenzeit
Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen,
die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch
zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen
Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu
bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen. (Jesaja 58,6-7)
Der alttestamentliche Prophet Jesaja weist uns darauf hin, was Fasten auch
bedeutet: Nicht nur der Blick auf mich selbst; auf das, was in meinem Leben
nicht in Ordnung ist, sondern der Blick auf die Gesellschaft, auf die
Benachteiligten, auf die, die an den Rand gedrängt werden. Fasten beim
Propheten Jesaja hat eine gesellschaftliche, eine politische Dimension.
Fasten soll nicht nur mich selbst verändern, sondern die Welt, in der wir
leben. Was sich heute vielleicht fremd anhört, ist eigentlich eine
Selbstverständlichkeit: Ich kann mich selbst ehrlich nur ändern, wenn ich
zugleich versuche, das zu verändern, was nicht in Ordnung ist. Ich kann Gott
nur in den Blick nehmen, wenn ich zugleich die Augen vor den Leidenden
nicht verschließe. Wie soll eine Fastenzeit für mich „bereichernd“ sein, wenn
sie den Armen nicht hilft? Ein anderer Name für die Fastenzeit lautet
Passionszeit, weil die Leiden Jesu in dieser Zeit in den Vordergrund rücken –
und mit ihnen die Leiden aller Menschen. Das Leiden Jesu zu bedenken,
ohne die Leiden der Menschen zu lindern oder es zumindest zu versuchen –
kann das gehen?
6
Gottesdienste
2. Fastensonntag
Sa. 28.02. - 17.00 Beichtgelegenheit
18.00 Vorabendmesse
So. 01.03. - 9.15 Familiengottesdienst mit KOKI
18.00 Kreuzwegandacht
Opferstock in der Fastenzeit für MISEREOR
Mo. 02.03. - 20.00 PGR-Sitzung
Di. 03.03. - 15.30 Erstkommunion-Vorbereitung
16.30 Kinderandacht
Mi. 04.03. - 8.30 Hl. Messe
Do. 05.03. - 9.30 Frauenfrühstück
Frau Marga Viehmann -Naturheilpraktikerin„Wann ist es Vergesslichkeit, wo beginnt Demenz?“
Vorbeugung und Vorsorge nach Hildegard
von Bingen
15.00 Hl. Messe für alle im März verstorbenen
Gemeindeglieder, anschl. Senioren-Nachmittag
HERZ-JESU-FREITAG
Hl. Fridolin von Säckingen, Mönch
Fr. 06.03. - ab 9.00 Krankenkommunion
18.00 Kreuzwegandacht, anschl. hl. Messe
19.30 Weltgebetstag in der Ev. Stadtkirche Zbg,
unter dem Motto: „Begreift ihr meine Liebe.“
3. Fastensonntag
HERZ-MARIÄ-SAMSTAG
Hll. Perpetua und Felizitas, Märt.
Sa. 07.03. - 17.00 Beichtgelegenheit
18.00 Vorabendmesse
So. 08.03. - 9.15 Hl. Messe
18.00 Kreuzwegandacht
Kollekte für die Priesterausbildung
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Di. 10.03 - 15.30 Erstkommunion-Vorbereitung
16.30 Kinderandacht
Mi. 11.03.- 8.30 Hl. Messe
Do. 12.03. - 15.00 Hl. Messe, anschl. Senioren-Nachmittag
Hl. Paulina, Ordfr.
Fr. 13.03. - 18.00 Kreuzwegandacht, anschl. hl. Messe
4. Fastensonntag (Laetare)
Hl. Mathilde, Königin
Sa. 14.03. - 17.00 Beichtgelegenheit
18.00 Vorabendmesse
So. 15.03. - 9.15 Hl. Messe
18.00 Kreuzwegandacht
Opferstock in der Fastenzeit für MISEREOR
Hl. Gertrud von Nivelles, Ordfr.
Di. 17.03. - 15.30 Erstkommunion-Vorbereitung
16.30 Kinderandacht
Hl. Cyrill v. Jerusalem, Bi., Kl.
Mi. 18.03. - 8.30 Hl. Messe
Hl. Josef, Bräutigam der Gottesmutter Maria,
Schutzpatron der Kirche, Hochfest
Do. 19.03. - 15.00 Hl. Messe, anschl. Senioren-Nachmittag
Fr. 20.03. - 18.00 Kreuzwegandacht, anschl. hl. Messe
„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein;
wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.“
Am Ende des Lebens kommt heraus, was es ist.
Dann entscheidet sich, worauf sich das Vertrauen im
Leben gründete. Bei Jesus finden wir diesen Weg ins
Leben, das mehr ist als ein Leben in dieser Welt. Ein
Leben, nicht auf sich selbst bezogen, sondern „außer
sich“. Außer sich – in Gott. Außer sich – für andere
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5. Fastensonntag
Sa. 21.03. - 17.00 Beichtgelegenheit
18.00 Vorabendmesse
So. 22.03. - 9.15 Hl. Messe
Int. für Otto Podlaha
10.30 Vortrag
12.00 Fastenessen
18.00 Kreuzwegandacht
Opferstock in der Fastenzeit für MISEREOR
Fastenopfer der Kinder
Di. 24.03. - 15.30 Erstkommunion-Vorbereitung
17.00 Kerzenverzieren der KOKI
Verkündigung des Herrn, Hochfest
Mi. 25.03. - 18.00 Hl. Messe
Do. 26.03. - 15.00 Hl. Messe, anschl. Senioren-Nachmittag
18.00 Jugendkreuzwegandacht / Zbg.
Fr. 27.03. - 18.00 Kreuzwegandacht, anschl. hl. Messe
Palmsonntag vom Leiden des Herrn
-WeltjugendtagSa. 28.03. - 17.00 Beichtgelegenheit
18.00 Vorabendmesse
So. 29.03. - 9.15 Hl. Messe
18.00 Kreuzwegandacht
Kollekte für das Heilige Land
Aushalten ist Liebe
Es ist vermutlich das Schlimmste, was einer Mutter geschehen
kann. Ihr Kind stirbt. Maria, die Mutter Jesu, sieht ihren Sohn
sterben, wie die Evangelien erzählen. . Am Karfreitag scheint
Jesus für immer verloren zu gehen. So muss seine Mutter Maria
es empfinden. Darin gleicht sie den Jüngern. Aber Maria macht
doch etwas anders als die Jünger. Sie bleibt. Sie hält aus.
Aushalten ist Liebe. Festhalten ist Liebe. Durchhalten ist Liebe. Ertragen, was eigentlich
nicht zu ertragen ist: Den, den sie vor dreißig Jahren als Säugling im Arm hielt, jetzt als
Leichnam zu halten – und nach drei Tagen bei ihm Halt zu finden.
9
Solo Dios basta:
Zum 500. Geburtstag von
Teresa von Ávila
„Nichts soll dich ängstigen, nichts dich
erschrecken. Alles vergeht. Nur Gott
bleibt derselbe. Lebt Gott in dir, was
brauchst du noch weiter? Gott allein
genügt (Solo Dios basta).“ Starke
Worte
voller
Leidenschaft,
Gelassenheit und Liebe. Gesprochen
hat
sie
die
Karmelitin
und
Kirchenlehrerin Teresa von Ávila, an
deren 500. Geburtstag am 28. März
(1515; gestorben am 4. Oktober 1582)
wir in diesem Monat denken. Die
zitierten Worte sind Ausdruck eines
Gottvertrauens, das uns bis heute Ermutigung und Vorbild sein kann.
Ein ruhiges Gewissen macht stark
„Wie schön und gut würden die Menschen
sein, wenn sie sich jeden Abend vor dem
Einschlafen vor Augen führten, was gut und
was schlecht gewesen ist. Unwillkürlich
probiert man jeden Tag wieder von Neuem,
sich zu bessern, und nach Ablauf einer
gewissen Zeit ist dann auch etwas erreicht.
Dieses Mittel kann jeder gebrauchen, es
kostet nichts und ist jedem erreichbar. Denn
wer es nicht weiß, muss es lernen und
erfahren: Ein ruhiges Gewissen macht stark.“
Diese Worte schrieb Anne Frank am 6. Juli
1944 in ihr Tagebuch – und uns heute immer
noch ins Stammbuch. Anne Frank, die im
März 1945 – vor siebzig Jahren – zusammen
mit
ihrer
Schwester
Margot
im
10
Konzentrationslager Bergen-Belsen an Typhus gestorben ist – vermutlich am
12. März 1945. Sie ist eines von eineinhalb Millionen jüdischen Kindern, die
im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden. Ein ruhiges Gewissen – ist das
möglich angesichts dieser Vergangenheit; auch wenn nur noch wenige leben,
die direkt oder indirekt beteiligt waren. Doch auch ein Blick in die Gegenwart
hilft kaum, ein ruhiges Gewissen zu erhalten: Laut dem ersten
Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages aus dem Jahre 2012 sind
latent antisemitische Einstellungen „in erheblichem Umfang“ bis „in die Mitte
der Gesellschaft“ verankert. Bei etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung gebe
es diesen latenten Antisemitismus, konstatierten die Verfasser des Berichts.
An der Tagesordnung sind Vorurteile, Fremdenhass, Denken in Klischees und
Stereotypen wie zum Beispiel die Zuschreibung angeblich typisch jüdischer
Eigenschaften. Hinzu kommt der sogenannte sekundäre Antisemitismus in
Deutschland, der Ausdruck des Wunsches ist, sich nicht länger mit dem
Nationalsozialismus, der Geschichte der Opfer und der deutschen Täterschaft
auseinandersetzen zu müssen. Charakteristisch für den sekundären
Antisemitismus sind Aussagen, die die Schuld der Deutschen kleinzureden
versuchen und unterstellen, „Juden würden aus der Vergangenheit immer
noch ihren Vorteil suchen“.
Angesichts dieser Entwicklungen heißt es, wachsam zu sein. Einen
allerersten, kleinen Schritt legt uns Anne Frank selbst ans Herz: Uns jeden
Abend vor dem Einschlafen vor Augen zu führen, was gut und was schlecht
gewesen ist – und uns zu bessern.
Eucharistiefeiern in unserem Verbund an jedem Wochenende
Ort
Vorabendmesse (Samstag)
Sonntagsmesse
Naumburg
18.00 Uhr
10.45 Uhr
Volkmarsen
18.00 Uhr
10.00 Uhr
Wolfhagen
----------11.15 Uhr
Zierenberg
18.00 Uhr
9.15 Uhr
In unserer Umgebung gibt es noch Sonntagabend zwei
Eucharistiefeiern
Kassel St. Bonifatius
18.00 Uhr
Dom in Fritzlar
18.00 Uhr
11
Der da oben, sagt er
„Der da oben“, sagt er und zeigt mit dem
Finger in den Himmel. Dann greift er in die
Tasche und holt ein Taschentuch heraus, weil
ihm ein paar Tränen kommen. Er arbeitet gern
als Hausmeister. Der da oben, sagt er dann
und erzählt von seiner Frau, die vor drei
Jahren gestorben ist. 39 Jahre war sie. Er war
dann alleine mit dem kleinen Sohn. Die
Großeltern waren weit weg. Was alles
passiert, sagt er und lässt den Satz in der Luft
hängen. Dann bricht es aus ihm heraus. Die
Arbeit hier ist mein Glück, sagt er. Eine
Berufung. Der da oben hat sicher gedacht:
Nach dem Elend muss es jetzt eine Freude für
mich geben. Und bekomme die Arbeit. Gehe
zu diesem und jenem, helfe hier und dort.
Wenn ich weggehe, ist ein Problem gelöst. Im
Gehen sagt er noch etwas und zeigt wieder mit dem Finger in den Himmel:
Der da oben weiß schon, was er tut.
Man muss sich sein Leben erzählen. Die Schrecken und die Freuden. Einfach
hinnehmen, geht nicht. Im Erzählen dann fragen, was das Leben zu tun hat
mit dem, der Himmel und Erde gemacht hat. Nur wer fragt, findet etwas oder
bekommt Antwort. Meist nicht sofort, aber später. Geduld muss man schon
haben mit dem da oben. Er denkt anders, handelt oft nicht nach Wunsch. Das
ist schlimm, manchmal. Oder auch Glück. Ich muss nicht alles haben, was ich
will. Ich bekomme auch, womit ich nie gerechnet hätte, in kühnsten Träumen
nicht. Dann bin ich fassungslos, was ich ihm wert bin. Oder betrübt, wenn
alles gegen mich läuft, scheinbar.
Man muss sich sein Leben erzählen. Man versteht nur, was man sich erzählt.
Richtig erzählt. Als gebe es ihn da oben. Als habe er Macht, jedes Leben
recht zu machen, ganz gleich, was er schickt. Als ergebe alles einen Sinn.
Um dann, wie der Hausmeister, zu sagen: Der da oben weiß schon, was er
tut. Könnte doch sein, dass es so ist.
Michael Becker
So tief einer in der Buße steht, steht er auch in der Gnade.
Jochen Klepper
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Kinder- und Jugendseite
Die Kirche erkunden
Die Kanzel
Eine Kanzel ist ein erhöhter Platz in
Kirchen, von dem aus der Pfarrer
oder die Pfarrerin während des
Gottesdienstes das Wort Gottes
verkündigt und/oder predigt. Das
Wort kommt aus der lateinischen
Sprache von dem Wort „cancelli“,
das heißt „Gitter, Schranken“, da
am Anfang des Christentums vom
Ambo gepredigt wurde, der in der
Nähe des Gitters stand, das den
Chorraum (Platz, wo der Altar
steht) und das Kirchenschiff
voneinander trennte. Im Laufe des
Mittelalters wurde die Kanzel der
Ort, von dem gepredigt wurde. Die
Kanzel sieht oft wie ein großer
Kasten aus, der an einer Säule
oder an einer Wand befestigt ist.
Predigen bedeutet ganz allgemein, etwas auszurufen oder zu verkünden. In
der Kirche predigt der Pfarrer/die Pfarrerin während des Gottesdienstes –
nachdem er/sie einen Bibeltext vorgelesen hat. Jeden Sonntag wird eine
andere Stelle aus dem Alten oder dem Neuen Testament vorgelesen, über
die der Pfarrer/die Pfarrerin dann predigt. Er/sie legt den Text aus oder
einfacher gesagt, sie erklären allen Gottesdienstbesuchern das, was Gott uns
mit seinen Worten sagen möchte.
Eine Kanzel besteht aus drei Teilen: dem Kanzelkorpus, das ist der Teil, der
aussieht wie ein Kasten, der Treppe und einem Dach, das Schalldeckel
genannt wird. Durch den Schalldeckel kann man die Worte, die in der Kanzel
gesprochen werden, überall in der Kirche besser verstehen.
Eine Kanzel besteht meist aus Holz oder Stein. Sie ist immer schön verziert.
Wird eine Kanzel aus Holz gefertigt, können wir an ihrem Korpus und auch an
ihrem Dach schöne Holzschnitzereien bewundern. Meist sind dies Figuren
aus der Bibel oder Heiligengestalten.
13
Heute wird in der Regel in katholischen Kirchen nicht mehr von der Kanzel
gepredigt, hier predigt der Pfarrer vom Ambo aus.
Das Taufbecken
Das Taufbecken, auch Taufstein
genannt, dient der Taufe. Die Taufe ist
die Aufnahme eines Menschen in die
Gemeinschaft der Christen. Das
Taufbecken finden wir oft am Eingang
der Kirche, in einer kleinen Nische oder
in einer Taufkapelle, die auch
Baptisterium genannt wird.
Früher wurden die Menschen durch
Untertauchen in fließendes Wasser
getauft. Zum Beispiel im Meer. Bei
diesem Ritual wurden sie dreimal
untergetaucht. Später baute man dafür
eigene Kapellen in oder an einer Kirche,
in denen Taufbecken standen, die so groß waren, dass die Täuflinge ganz
darin untergetaucht werden konnten.
Da sich das Christentum immer weiter verbreitete, und dadurch auch immer
mehr Säuglinge getauft wurden, änderte sich das Ritual. Die Säuglinge
wurden dreimal mit Wasser begossen. So wie es auch heute gemacht wird.
Das dreimalige Begießen mit Wasser soll an die drei Tage erinnern, die Jesus
vor seiner Auferstehung im Grab lag.
Früher wurde nur in der Osternacht getauft, das ist heute nicht mehr so.
Heute werden die Kinder immer häufiger in einem Gottesdienst getauft, was
die Aufnahme in die christliche Gemeinde besser zum Ausdruck bringt.
Das Taufbecken ist meist aus einem großen Stein gefertigt. Es steht oft auf
einem viereckigen Sockel. Die vier Ecken sollen an die vier
Himmelsrichtungen erinnern.
Meist haben Taufbecken zwölf oder acht Ecken. Die zwölf Ecken erinnern an
die zwölf Apostel, die acht Ecken an die Arche Noah (nach der Sintflut wurden
acht Menschen gerettet).
In der modernen Zeit gibt es auch einige wenige dreieckige Taufbecken, die
drei Ecken stehen für die Dreieinigkeit von Gottvater, Sohn und Heiligem
Geist.
14
Wie geht eigentlich …
…Glauben?
Eins ist zunächst mal klar: Für den Glauben gibt es keine Betriebsanleitung in
dem Sinne, dass ich nur dies oder das machen müsste und – schwupp – ich
glaube. Manchmal wünsche ich mir, es wäre so, wenn es mir schwerfällt zu
glauben, doch ich weiß auch, dass so ein „Automatenglaube“ kein richtiger
Glaube wäre. Vielleicht kann man die Frage „Wie geht eigentlich glauben?“ so
gar nicht beantworten, denn glauben zu können, ist – vermute ich – ein
Geschenk oder, wie man es religiös ausdrücken kann, eine Gnade. Aber ich
kann etwas dafür tun, dass ich glaube. Indem ich mich zunächst einmal offen
halte, das heißt, ich will nicht nur das glauben, was ich sehen und verstehen
kann. Ich kann Berührungspunkte zum Glauben schaffen, zum Beispiel, wenn
ich in die Kirche gehe, wenn ich in der Bibel lese oder wenn ich bete. Ich kann
auch andere Menschen fragen, von denen ich weiß, dass sie glauben und bei
denen ich es auch in ihrem Verhalten erkenne.
Im ersten Korintherbrief schreibt der Apostel Paulus von dem Glauben, der
Hoffnung und der Liebe. Diese drei Dinge gehören zusammen, das Wichtigste
ist die Liebe. Wenn ich versuche, die Menschen in meiner Umgebung zu
lieben (auch die, die ich vielleicht gar nicht so gut leiden kann), und wenn ich
mir immer wieder vor Augen führe, dass ich auch geliebt werde, dann habe
ich einen großen Schritt zum Glauben getan.
15
Credo: Daran
glaube ich
Nicht um uns zu
richten,
sondern
um uns zu retten,
ist Jesus in die
Welt gekommen.
Nicht um uns zu
richten,
sondern
um
von
uns
gerichtet
zu
werden, damit wir
gerettet werden.
Wir gedenken unserer Verstorbenen
im Gottesdienst am 05.03.2015
Helmut Proksch, Alois J. Beißel, Franz J. Klement,
Juliane Rödig, Ute Fischbach, Anna Schmidt, Wendelin
Toischer, Wendelin Gebhart, Maria A. Nikolini, Norbert V. Geßlauer, Franz
Seidl, Josef Schmid, Paula Prokop, Axel Ledderhose, Josef Rosner, Marie
Studener, Jakob Czerny, Klementine Kämpf, Vietor Lyb, Maria A. Roller,
Emma Riedl, Max Primas, Anna M. Beißel, Therese Köhler, Josefine
Rosenkranz, Otto Podlaha, Engelbert Lerch, Konstantin Raabe, Otto Meyer,
Werner Eberhard, Elisabeth Krusche, Thomas Hölzl, Gertrude Sohr, Marie
Wiesinger, Ingeburg Wiederer, August Jeschner, Johann Schmid, Rita Tiller,
Josef Arbter, Agnes Weis, Peter Finger, Franz Bayer, Minna Klara Wrede,
Maria Hanak, Gertrud Seidel, Jana Meißner, Anna Gasz, Elisabeth
Zierenberg, Karl Ledel, Else Himmen, Marie Smrczek, Heinz G. Skripietz,
Werner K. Heinz, Ludmilla Helmer, Horst A. Leck, Anna Proksch, Franz
Langer, Emilie Flittner, Frank Pieczonka, Katharina Jonas, Dr. Theda
Clausnizer-Russell, Gertrud Höhle, Dorothea Schöbel., Jakob Müller, Franz
Sacher, Maria Klaus, Alfred Finken, Gertrud Liebeck, Willi Wollschläger
16
Fußwallfahrt auf der Bonifatiusroute
Vom 20. Mai bis 24. Mai von Mainz nach Fulda
„Heilige Räume – Tankstellen am Weg“. Unter diesem Leitwort steht
die Fußwallfahrt die Diakon Günther Hejl zum zweiten mal durchführt
Die Fußstrecke wird in vier Tagen zurückgelegt. Ein Kleinbus begleitet
die Gruppe, er transportiert das Gepäck und steht zur Verfügung wenn
die Beine oder Füße mal nicht mehr wollen. Übernachtet wird in
einfachen Hotels, Gasthöfen, Pensionen und in Fulda im Kloster auf
dem Frauenberg. Die einzelnen Tage
werden bestimmt von Gebet, Gesang
und Stille und natürlich vom Weg auf
dem man sich befindet. Die Gruppe
wird täglich in zwei bis drei Kirchen zu
Gast sein. Dort werden dann
Gottesdienste und Andachten gefeiert.
Die
Gruppe
setzt
sich
aus
unterschiedlichen Personen zusammen.
Die Kosten betragen 200 Euro für
Übernachtung mit Frühstück und für die Getränke unterwegs, die
Zugfahrt nach Mainz und die Rückfahrt nach Kassel sind ebenfalls
enthalten. Anmeldeschluss ist der 22. Februar. Weitere Informationen
im Pfarrbüro Herz Mariä (Tel.: 05606-3500) oder per eMail an Diakon
Günther Hejl guenther.hejl@pastoral.bistum-fulda.de
17
GOTTES SEGEN zum Geburtstag
Gertrud Degener, Bärenbergstr. 3
Rolf Schmidt, L.-Müller-Str. 24
Gertrude Rohde, Wolfhager Str. 68
Renate Gronewold, Diemelweg 1 A
Ludwig Schinko, Stiegweg1
Manfred Krause, Dörnbergstr. 9
Anneliese Wagner, Schützengarten 10
Siglinde Thöne, Am Kratzenbusch 1
Terezia Steingart, Burghasunger Str. 1
Theresia Englert, Blumensteiner Str. 28
Käthe Fritz, Feriendorf Str. 6
Ewald Bogdon, Ringstr. 3
Helga Reichmann, Teichstr. 1
Herbert Hennig, Kuhnen 13
Johann Amort, Dörnbergstr. 8
Hildegard Wolf, Gothaer Str. 13
Concetta Lo Vecchio, Helfensteiner Str. 21
Ingrid Flemming, Rheinstraße 21
Josef Körner, Altenhasunger Weg 3
Heinz Josef Arenz, L.-Müller-Str. 1
Wilhelm Knierim, Lindenstr. 6
Ruta Kleiner, Bahnhofstraße 22
Karin Hornbostel, Steinweg 1
Ilona Göttlicher, Falkenweg 11
Oskar Kraus, Bärenbergstr. 3
Gerhard Leinweber, Elfbuchenstraße 12
Karin Marscheider, Oelshäusr Str. 13
Martha Jesche, Wolfhager Str. 98
Margarete Seligmann, Bergfeldstr. 17
Alfons Nutt, Stiegweg 15
Berta Stöhr, Eschebergstr. 7
Dr. Ernst Reinhardt, Sudetenstr. 16
18
OE.
Burgh.
Dbg.
Ehl.
Zbg.
Ehl.
Zbg.
Zbg.
Zbg.
Dbg.
Zbg.
Mthg.
Oelsh.
Dbg.
Zbg.
Zbg.
Zbg.
Ehl.
Zbg.
Burgh.
Zbg.
OE.
Mthg.
Zbg.
OE.
Dbg.
Zbg.
Dbg.
OE.
Zbg.
Zbg.
Ehl.
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02.03.
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04.03.
04.03.
05.03.
06.03.
07.03.
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11.03.
14.03.
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