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BRIEFE/MEDIEN
schaftsdienst acht Stunden abgezogen
werden. Wo gibt es das in der Arbeitswelt
sonst noch, dass der arbeitsrechtlich vorgeschriebene Zeitausgleich nach Dienst
selbst erwirtschaftet werden muss? Was
sind das für Verhandler, die zulassen, dass
Kolleginnen und Kollegen, die im höchstbelasteten Bereich eines Krankenhauses,
nämlich auf der Intensivstation, Schichtdienst leisten, dafür Einkommenseinbußen
im Vergleich zum Bereitschaftsdienst-Modell von 500 bis 800 Euro pro Monat in
Kauf nehmen müssen? Wie soll ich unter
diesen Bedingungen die Kolleginnen und
Kollegen für die Arbeit auf der Intensivstation motivieren? Der Realitätsverlust
von Arbeitgebern und Gewerkschaft hinsichtlich der Lebenswirklichkeit der Ärztinnen und Ärzte hat mittlerweile ein groteskes Ausmaß angenommen: Da werden
rückwirkend zum 1. Januar 2014 drei zusätzliche Urlaubstage eingepflegt, die Anzahl der Bereitschaftsdienste wird immer
weiter heruntergesetzt – mit welcher Konsequenz? Dass die Kolleginnen und Kollegen dann in den überreichlich zur Verfügung stehenden Urlaubs- und Freizeittagen freiberufliche Nebentätigkeiten wie
zum Beispiel Noteinsatzfahrzeug-Dienste,
leisten, um auf ein adäquates Gehalt zu
kommen, ist wohl noch keinem der Interessenvertreter in den Tarifkommissionen
aufgefallen. Mit Freizeitausgleich kann
offensichtlich keine Familie gegründet
oder ernährt werden! Ganz abgesehen davon, dass in meiner Abteilung mit 22 Vollkräften dank des Tarifvertrages rückwirkend 102 Tage zusätzlicher Urlaub für
2014 in 2015 genommen werden muss,
selbstverständlich ohne Leistungseinbußen im OP und auf der Intensivstation . . .
Daher:
● Abschaffung des Zeitabzuges für Freizeit nach Bereitschaftsdienst und so Herstellen einer realistischen Gehaltssituation
und
● Beseitigung der Einkommensverluste
im Schichtdienst durch tariflich festgelegte Ausgleichszahlungen für Schichtdienstleistende auf der Grundlage ihres letzten
Monatsgehaltes inklusive der Bereitschaftsdienste.
Prof. Dr. med. Hans-Bernd Hopf, Chefarzt der Abteilung für
Anästhesie und Perioperative Medizin, Asklepios Klinik
Langen, 63225 Langen
Leserbriefe per E-Mail richten Sie bitte an leserbriefe
@aerzteblatt.de, Briefe an das Deutsche Ärzteblatt,
Ottostraße 12, 50859 Köln. Die Redaktion wählt Briefe
zur Veröffentlichung aus und behält sich Kürzungen vor.
Deutsches Ärzteblatt | Jg. 112 | Heft 10 | 6. März 2015
PATIENTENWEBSITE
Krebsratgeber
Mit Krebsratgeber.de hat das Pharmaunternehmen Janssen eine Online-Plattform für Krebspatienten
und deren Angehörige gelauncht.
Die Website umfasst ein breites
Spektrum an Themen, die Patienten, ihre Familien und Freunde beschäftigen können: Neben verständlich aufbereiteten medizinischen und psychologischen Inhalten werden auch rechtliche und finanzielle Themen vorgestellt. Abgerundet wird das Informationsangebot durch ein Verzeichnis onkologischer Praxen, in das sich Ärzte
mit wenigen Klicks kostenfrei eintragen können.
Krebsratgeber.de versteht sich
als Lotse durch den Informationsdschungel im Netz. Dazu verlinkt
die Website auch themenbezogen
auf gute, bereits bestehende Online-
Angebote. Die Struktur der Website
orientiert sich an Online-Nachrichtenmagazinen. Statt die Inhalte in
eine feste hierarchische Struktur zu
pressen, sind die einzelnen Beiträge
flexibel miteinander verknüpft –
unter anderem über Kontextlinks
und Tag-Clouds. Inhaltlich wird die
Website von einem medizinischen
Expertenrat begleitet.
Onkologisch tätige Ärzte können
sich kostenfrei in dem bundesweiten Verzeichnis für deutsche Krebsarztpraxen registrieren. Das seit
vielen Jahren unter Krebsarztpra
xen.de betriebene Verzeichnis onkologischer Praxen wurde in die
neue Website integriert. Die Daten
der dort verzeichneten Praxen bleiben vollständig erhalten und sind
nun im Verzeichnis der neuen Website zu finden.
EB
Das Onlineportal
für Patienten befasst
sich mit vielen verschiedenen Aspekten
einer Krebserkrankung.
ONLINE-PORTAL
Hilfe bei der Krankenhausrecherche
Das Online-Portal kliniken.de bietet Unterstützung bei der Suche
nach dem richtigen Krankenhaus
an. Dazu bereitet das Portal Daten
und Informationen aus den Qualitätsberichten aller deutschen Krankenhäuser für den individuellen Gebrauch neu auf. Die Berichte umfassen inzwischen 289 Indikatoren,
die die Krankenhäuser jährlich angeben müssen.
Der Nutzer des Portals kann die
Leistungen der Krankenhäuser einfach vergleichen, indem er auf der
Website den ICD-10- oder DRGCode eingibt, der sich auf dem
Krankenschein für die Krankenkasse befindet. Anschließend zeigt das
Portal an, in welchem Krankenhaus
der gesuchte Fall behandelt wurde
und wie Patienten über die Klinik
berichten. So kann sich der künftige
Besucher sein eigenes Bild machen.
Die Qualitätsberichte beinhalten
Daten zu Struktur, zum Management und Informationen zum Angebot der jeweiligen medizinischen
Einrichtung.
EB
A 421
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