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Ökologische Vorrangflächen
Ecological Focus Area (EFA)
(Flächennutzung im Umweltinteresse
gemäß Art. 46 VO (EU) Nr. 1307/2013)
Ökologische Vorrangflächen müssen sich, außer bei Niederwald im Kurzumtrieb (KUP) und Aufforstungsflächen, auf dem Ackerschlag
des Betriebes befinden. Bei Landschaftselementen und Pufferstreifen ist es ausreichend, wenn sie an den Ackerschlag angrenzen.
Flächige EFA-Elemente
Ökologische Vorrangflächen
Brachliegende Flächen
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a
VO (EU) Nr. 1307/2013
Niederwald im Kurzumtrieb
(KUP)
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe g
VO (EU) Nr. 1307/2013
Aufforstungsflächen gem.
Art. 32 Abs. 2 Buchstabe b
Ziffer ii VO (EU) Nr. 1307/2013
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe h
VO (EU) Nr. 1307/2013
Zwischenfrüchte/ Gründecke
EFACode
062
Gewichtung
1,0
059
0,3
061
1,0
052
0,3
Auflagen
Rechtsgrundlagen
 Keinerlei landwirtschaftliche Erzeugung vom 1. Januar bis 31. Dezember des
Antragsjahres
 Selbstbegrünung oder Begrünung durch gezielte Ansaat (insbes. Gräser/Blühmischungen1).
 Kein chem. Pflanzenschutz zulässig.
 Keine N-Düngung zulässig aufgrund fachrechtlicher Vorschriften (keine
landw. Erzeugung).
 Vom 01.04.-30.06. kein Zerkleinern oder Mähen des Aufwuchses.
 Ab 01.08. ist der Anbau einer Folgekultur für die Ernte des nächsten Jahres
mit dem erforderlichen Pflanzenschutz und der erforderlichen Düngung
zulässig.
 Falls kein Anbau einer Folgekultur: jährlich mind. 1x Aufwuchs zerkleinern
und ganzflächig verteilen; alternativ: Mähen und Abfahren des Mähguts, aber
keine landwirtschaftliche Verwertung (z. B. Futter, Biogas)
 Kein Mineraldünger und kein Pflanzenschutz zulässig.
 Kulturen gemäß Anlage 1 DirektZahlDurchfV.
 Art. 45 Abs. 2
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 §§ 2, 25
DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV


Im Jahr 2008 muss für die Fläche Anspruch auf Gewährung der
Betriebsprämie bestanden haben.
Verpflichtung der Erstaufforstungsförderung muss noch andauern.

Zwischenfrüchte/ Gründecke:
Seite 1 von 6
 Art. 45 Abs. 8
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 § 30 DirektZahlDurchfV
 Art. 45 Abs. 9
oder Grasuntersaat
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe i
VO (EU) Nr. 1307/2013

053


Leguminosen
(Stickstoffbindende Pflanzen)
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe j
VO (EU) Nr. 1307/2013
060
0,7




Kulturpflanzenmischung aus mindestens 2 Arten gemäß Anlage 3
DirektZahlDurchfV; keine Art mit mehr als 60 % Anteil an Samen der
Mischung. Gräser jedoch insges. max. 60 %.
 Aussaat der Kulturpflanzenmischung nach Ernte der Vorkultur:
frühestens am 16. Juli bis spätestens 1. Oktober.
 Nach Zwischenfrucht muss im Folgejahr wiederum eine Hauptkultur
folgen.
Grasuntersaat in Hauptkultur:
 Nur Gräser zulässig (keine Kleegräser), aber keine Vorgaben zu Arten.
 Die Grasuntersaat darf im Folgejahr als Hauptkultur genutzt werden,
dann aber nicht mehr als EFA.
Beide:
 Zwischenfrüchte und Begrünungen müssen bis 15.02. des Folgejahres
auf der Fläche belassen werden. Walzen/Häckseln/Schlegeln ist
zulässig.
 Im Antragsjahr nach Vorkultur: Kein mineralischer N-Dünger, kein
chemischer Pflanzenschutz, kein Klärschlamm, Nutzung nur als Weide
für Schafe, Ziegen. Im Folgejahr ist auch das Beweiden mit anderen
Tierarten (z.B. Rindern) erlaubt. Nach dem 15.02. ist jegliche Nutzung
des Aufwuchses möglich.
Es dürfen nur stickstoffbindende Pflanzen (auch Mischungen) gemäß
Anlage 4 DirektZahlDurchfV angebaut werden. Die Beimengung anderer
Kulturen ist nicht zulässig.
Großkörnige Leguminosen müssen sich mindestens vom 15.05. bis 15.08.
und kleinkörnige Leguminosen mindestens vom 15.05. bis 31.08. auf der
Fläche befinden.2
Eine mit Leguminosen bebaute Fläche kann mehrere Jahre hintereinander
als ökologische Vorrangfläche Typ Leguminosen angegeben werden, soweit
die stickstoffbindende Kultur weiterhin vorherrscht
Nach Beendigung des Anbaus der stickstoffbindenden Pflanzen im
Antragsjahr ist der Nachbau einer Winterkultur oder
Winterzwischenfrucht erforderlich. Die Winterkultur oder
Winterzwischenfrucht muss bis 15.02. des Folgejahres auf der Fläche
belassen werden. Eine Beweidung des Aufwuchses sowie ein
Walzen/Häckseln/Schlegeln sind erlaubt. Nach dem 15.02. ist jegliche
Nutzung zulässig.
Seite 2 von 6
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 § 18 Abs. 3
DirektZahlDurchfG
 § 31 DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV
 Art. 45 Abs. 10
Delegierte VO(EU) Nr.
639/2014
 § 18 Abs. 4
DirektzahlDurchfG
 § 32 DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV
streifenförmige EFA-Elemente
Ökologische Vorrangflächen
Feldränder
(Feldrandstreifen)
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe c
VO (EU) Nr. 1307/2013
Pufferstreifen (am Gewässer)
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe d
VO (EU) Nr. 1307/2013
EFACode
058
056
(AL),
057
(GL)
Gewichtung
1,5
1,5
Auflagen
Rechtsgrundlagen
 Breite 1-20 m, am Rande des Ackerschlages befindlich
 Selbstbegrünung oder Begrünung durch gezielte Ansaat (insbes. Gräser/Blühmischungen1).
 Keinerlei landwirtschaftliche Erzeugung während des gesamten
Antragsjahres.
 Kein chem. Pflanzenschutz zulässig.
 Keine N-Düngung zulässig aufgrund fachrechtlicher Vorschriften (keine
landwirtschaftliche Erzeugung).
 Vom 01.04.-30.06. kein Zerkleinern oder Mähen des Aufwuchses.
 Ab 01.08. ist der Anbau einer Folgekultur für die Ernte des nächsten Jahres
mit dem erforderlichen Pflanzenschutz und der erforderlichen Düngung
zulässig.
 Falls kein Anbau einer Folgekultur: jährlich mind. 1x Aufwuchs zerkleinern
und ganzflächig verteilen; alternativ: Mähen und Abfahren des Mähguts aber
keine landwirtschaftliche Verwertung (z. B. Futter, Biogas)
 Breite: 1-20 m, gemessen ab Böschungsoberkante des Gewässers. Entlang
von Wasserläufen können sie auch Ufervegetationsstreifen mit einer Breite
von max. 10 m umfassen. Ist die Ufervegetation breiter als 10 m, dann ist in
diesem Bereich kein Pufferstreifen möglich.
 Liegt keine Verfügungsberechtigung für die Ufervegetation vor, so kann
dieser Teil nicht mit als ökologische Vorrangfläche angerechnet werden,
beeinflusst aber trotzdem die zulässige Breite des (Gesamt)- Pufferstreifens,
da sich die Gesamtbreite des Pufferstreifens aus der Summe der
Ufervegetation + Breite des Pufferstreifens ergibt und 20 Meter nicht
überschreiten darf
 Die Längsseiten müssen grundsätzlich parallel zum Rand eines Wasserlaufs
oder eines anderen Gewässers verlaufen.
 Selbstbegrünung oder Begrünung durch gezielte Ansaat (insbes. Gräser/Blühmischungen1).
 Pufferstreifen können auch Dauergrünland sein, wenn der Pufferstreifen auf
GL auf der einen Seite unmittelbar an das Gewässer oder die Ufervegetation
und auf der anderen Seite an die Ackerfläche angrenzt.
 Verbot der landwirtschaftlichen Erzeugung vom 01.01. bis 31.12.
 Ausnahmen:
 Art. 45 Abs. 4
Buchstabe e
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 §§ 2, 27
DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV
Seite 3 von 6
 Art. 45 Abs. 5
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 §§ 2, 28
DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV





Streifen am Waldrand - ohne
Produktion
Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe f
VO (EU) Nr. 1307/2013
054
1,5










eine Beweidung oder Schnittnutzung ist zulässig, sofern der
Pufferstreifen vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar bleibt
Kein chem. Pflanzenschutz zulässig.
Keine N-Düngung zulässig aufgrund fachrechtlicher Vorschriften (keine
landwirtschaftliche Erzeugung)
Vom 01.04.-30.06. kein Zerkleinern oder Mähen des Aufwuchses.
 Beweidung zw. 01.04.-30.06. durch Wanderschäfer ist zulässig aber
keine Koppelschafhaltung und auch kein nächtliches Einpferchen der
Wanderschafe
wenn auf der Fläche im Folgejahr eine Erzeugung stattfinden soll, kann ab
dem 01.8. eine Aussaat oder Pflanzung, die nicht bis 31.12. zur Ernte führt,
vorbereitet und durchgeführt werden
Falls keine Schnittnutzung, Beweidung oder Folgekultur: jährlich mind. 1x
Aufwuchs zerkleinern und ganzflächig verteilen;
Breite 1-10 m.
Achtung! Hier handelt es sich um Streifen beihilfefähigen Ackerlandes an
Waldrändern ohne Produktion
Direkte Verbindung zum Wald muss gegeben sein (keine trennenden
Elemente – Weg, Graben, Waldsaum – zwischen Ackerschlag und Wald)
Selbstbegrünung oder Begrünung durch gezielte Ansaat (insbes. Gräser/Blühmischungen1).
Verbot der landwirtschaftlichen Erzeugung vom 01.01. bis 31.12.
 Ausnahmen:
eine Beweidung oder Schnittnutzung ist zulässig, sofern der
Pufferstreifen vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar bleibt
Kein chem. Pflanzenschutz zulässig.
Keine N-Düngung zulässig aufgrund fachrechtlicher Vorschriften (keine
landwirtschaftliche Erzeugung)
Vom 01.04.-30.06. kein Zerkleinern oder Mähen des Aufwuchses.
 Beweidung zw. 01.04.-30.06. durch Wanderschäfer ist zulässig aber
keine Koppelschafhaltung und auch kein nächtliches Einpferchen der
Wanderschafe
wenn auf der Fläche im Folgejahr eine Erzeugung stattfinden soll, kann ab
dem 1.8. eine Aussaat oder Pflanzung, die nicht bis 31.12. zur Ernte führt,
vorbereitet und durchgeführt werden
Falls keine Schnittnutzung, Beweidung oder Folgekultur: jährlich mind. 1x
Aufwuchs zerkleinern und ganzflächig verteilen;
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 Art. 45 Abs. 7
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 §§ 2, 29
DirektZahlDurchfV
 § 5 AgrarZahlVerpflV
punktförmige EFA-Elemente - CC-Landschaftselemente (Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe c VO (EU) Nr. 1307/2013)
EFAÖkologische Vorrangflächen
Gewichtung Auflagen
Code
070
2,0
 Hecken
 Mindestlänge 10 m, Durchschnittsbreite von bis zu 15 m.
 Pflegeverbot während der Brut- und Nistzeit vom 01.03.-30.09.
071
2,0
 Baumreihen
 Mind. 5 nicht landwirtschaftlich genutzte Bäume auf mind. 50 m Länge.
 Pflegeverbot während der Brut- und Nistzeit vom 01.03.-30.09.
072
1,5
 Feldgehölz
 Mind. 50 m2, Höchstgrenze 0,2 ha.
 Pflegeverbot während der Brut- und Nistzeit vom 01.03.-30.09.
073
1,0
 Feuchtgebiete
 Biotope, die nach § 30 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 BNatSchG oder § 21
SächsNatSchG geschützt und über die Biotopkartierung erfasst sind.
 Tümpel, Sölle, Dolinen und andere vergleichbare Feuchtgebiete.
 Höchstgrenze 0,2 ha.
074
1,5
 Einzelbäume
 Naturdenkmäler nach § 28 BNatSchG.
 Umrechnungsfaktor: 20 m2 je Baum.
 Pflegeverbot während der Brut- und Nistzeit vom 01.03.-30.09.
076
1,0
 Trocken- und Naturstein Mauern aus mit Erde oder Lehm verfugten oder nicht verfugten Feld- oder
mauern / Lesesteinwälle
Natursteinen von mehr als 5 Metern Länge, die nicht Bestandteil einer
Terrasse sind.
 Aufschüttungen von Lesesteinen von mehr als 5 Metern Länge.
077
1,0
 Fels- oder Steinriegel,
 Fels- und Steinriegel sowie naturversteinte Flächen mit einer Größe von
naturversteinte Flächen
höchstens 0,2 ha.
078
1,5
 Feldraine über 2 m Breite
 überwiegend mit gras- und krautartigen Pflanzen bewachsene, schmale, lang
gestreckte Flächen mit einer Gesamtbreite von mehr als 2 Metern, die
innerhalb von oder zwischen landwirtschaftlichen Nutzflächen liegen oder an
diese angrenzen und auf denen keine landwirtschaftliche Erzeugung
stattfindet.
 Kein chemischer Pflanzenschutz.
080
1,0
 CC-Terrassen
 Von Menschen unter Verwendung von Hilfsmaterialien angelegte, linearArtikel 46 Absatz 2
vertikale Strukturen in der Agrarlandschaft, die dazu bestimmt sind, die
Buchstabe b VO (EU) Nr.
Hangneigung von Nutzflächen zu verringern.
1307/2013
 Beseitigungsverbot nach CC.
 Umrechnungsfaktor: Länge (m) x 2 = m2
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Rechtsgrundlagen
 Art. 45 Abs. 4
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 § 27
DirektZahlDurchfV
 § 8 AgrarZahlVerpflV
 § 21 SächsNatSchG
 Art. 45 Abs. 3
Delegierte VO (EU) Nr.
639/2014
 § 8 AgrarZahlVerpflV
Hinweise:
1)
eine gezielte Begrünung zur Produktion (z. B. Wintergetreide-Reinsaat) ist nicht zulässig.
2)
Großkörnige Leguminosen:
 Sojabohne, alle Linsenarten, Weiße Lupine, Blaue Lupine, Schmalblättrige Lupine, Gelbe Lupine, Ackerbohne, Gartenbohne, Erbse.
 Der Zeitraum beginnt mit dem Tag der Aussaat. Die Pflanzen befinden sich nicht mehr auf der Fläche ab dem Tag nach der Ernte der
Früchte oder Körner oder dem Mähen, Schlegeln oder Beweiden des Aufwuchses oder einer mechanischen Bodenbearbeitung oder einer
Behandlung mit einem Herbizid, die zu einer Zerstörung des Aufwuchses der stickstoffbindenden Pflanzen führen.
Tritt die Erntetreife der Früchte oder Körner vor dem 15. August eines Jahres ein, dürfen die Körner oder Früchte abweichend vor dem
15. August geerntet werden, soweit der Betriebsinhaber die Ernte spätestens drei Tage vor deren Beginn dem FBZ/ISS angezeigt hat.
Kleinkörnige Leguminosen:
 Alle anderen nach Anlage 4 DirektZahlDurchfV zulässige stickstoffbindende Pflanzen.
 Der Zeitraum beginnt mit dem Tag der Aussaat. Die Pflanzen befinden sich nicht mehr auf der Fläche ab dem Tag nach einer mechanischen
Bodenbearbeitung oder einer Behandlung mit einem Herbizid, die zu einer Zerstörung des Aufwuchses der stickstoffbindenden Pflanzen
führt. Eine Schnittnutzung (auch zur Samengewinnung) vor dem 31. August ist möglich.
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