close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

1 Änderungsstand 3 Datum: 23.01.2012 Seite Hdz. QMB Bearbeitet

EinbettenHerunterladen
Nr. 42 | 13. Oktober 2014
EXTRA
GESUNDHEIT
Bild: Jos Schmid
Check it out, man!
Pablo Silva Tys lässt jedes Jahr sein Blut testen. Welche Check-ups sind
für welches Alter wichtig? Die grosse Übersicht. | 6
EXTRA
2 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Wechselfieber im Herbst:
Die Qual der Wahl
Andrej Abplanalp,
Leiter Produktion
Das Transferfenster im Profifussball ist
längst geschlossen. Wechselwillige Spieler
haben den Club gewechselt und ihren alten
Spind geräumt. Es ist Herbst. Im Gesundheitswesen geht die grosse Wechslerei erst jetzt
richtig los: Nachdem die Einheitskasse bachab
geschickt worden ist, hat man bis spätestens
Ende November wieder die Qual der Wahl bei
der Grundversicherung.
Theoretisch spielt es keine Rolle, welche
Krankenkasse man wählt. Die Leistungen der
Grundversicherung sind staatlich vorgeschrieben und damit überall dieselben. Was
hingegen immer wieder für rote Köpfe sorgt,
ist die Frage, was hineingehört und was
nicht. Werden zum Beispiel Therapien bei
Übergewicht finanziert? Wie viel Alternativmedizin gehört in die Grundversicherung? Und
lohnt sich die Erhöhung der Franchise? Diese
pikanten Fragen beantwortet Versicherungsexperte Paul Rhyn im grossen Krankenkassenbericht auf Seite 16.
Müssen Extremsportler mehr zahlen als
Faulenzer, weil sie sich höheren Risiken
aussetzen? Das Solidaritätsprinzip verbietet
dies. Trotzdem, gerade bei jungen Männern
zwischen 20 und 30 ist der Sport der häufigste
Kostenverursacher. Ab Seite 6 gibt Fachärztin
Barbara Grüter Vorsorgetipps für sechs
Altersgruppen. Darüber hinaus fasst sie
die häufigsten Erkrankungen und wichtige
Präventionsmassnahmen zusammen.
Es ist Herbst, der Winter naht und mit
ihm die erste Erkältung. Mein Tipp: viel Sport,
heisser Tee und ab und zu ein Schnäpschen.
Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen des
Extras und stets gute Gesundheit.
Impressum Sonderheft
Gesundheit
Migros-Magazin Nr. 42 /2014,
www.migrosmagazin.ch
Auflage: 1 558 467 Exemplare
(WEMF 2013)
Chefredaktor: Hans Schneeberger
Redaktion: Corinne Bünzli, Evelin
Hartmann, Silja Kornacher, Sabine
Müller, Reto Vogt Koordination:
Gerda Portner Produktion: Susi Zihler Layout:
Doris Oberneder Bildredaktion: Lea Truffer
Druck: Cl Lausanne, 1030 Bussigny
Anzeige
Es gibt nicht den Schnupfen.
Es gibt nicht den Kunden.
Deshalb sind wir keine Krankenversicherung für Kunden.
Sondern für Menschen. Wir sind mit kostenloser
medizinischer Beratung rund um die Uhr für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten. In einer der
120 Agenturen, per Telefon unter 0844 277 277
oder auf www.css.ch. Ganz persönlich.
Versicherung
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
4 Wintertage
Heuschnupfenprophylaxe, Kieferbäder,
Gemüsebücher – ein bunter Newsmix zum
nahenden Winter.
6 Check-ups
Der Kluge sorgt vor: Empfehlenswerte
Check-ups für sechs Altersgruppen.
Krankenkassen
Übergewicht, Zahnspange, Brille:
Welche Kosten übernimmt die
Krankenkasse? Ein Experte
beantwortet die wichtigsten Fragen
zu den Versicherungsleistungen.
|
GESUNDHEIT
| 3
28
Bild: Keystone/Gallery Stock lllustration: illumueller.ch
14 Kolumne
Arzt und TV-Kabarettist Eckart von
Hirschhausen über Medizin und Magie.
22 Apps
Doktor App – die nützlichsten Tools rund
ums Thema Gesundheit.
Keime
Wie unhygienisch
ist die Schweiz?
Das Migros-Magazin
hat den Test
gemacht.
24
Zehn Dinge
16
Originelle Ideen, um in der kalten Jahreszeit
mit wenig Aufwand in Schwung zu bleiben.
Anzeige
multiVit
Sticks
hochdosiert mit Fruchtpulver
13 Vitamine, 10 Mineralstoffe und Fruchtpulver
Axamine Vitality multiVit Sticks enthalten hochdosierte Vitamine,
Mineralstoffe und Spurenelemente in Kombination mit Fruchtpulver
aus Banane, Ananas, Passionsfrucht, Aprikose und Pfirsich. Mit
organischem Magnesium, Calcium, Zink, Kupfer und Mangan.
Die tägliche Einnahme eines Sticks trägt zu folgendem bei:
•
•
•
•
•
•
Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
einer normalen Funktion des Nerven- und Immunsystems
einem normalen Energiestoffwechsel
normale psychische Funktion
normale Herzfunktion
Erhaltung normaler Haut, Schleimhäute, Haare, Nägel,
Knochen und Zähne sowie Sehkraft
• Erhaltung einer normalen Muskelfunktion
nur 1 Stick täglich!
Gabriela Zalanda
schreit vor Freude über ihren
täglichen Vitaminschub.
Erhältlich in grösseren Migros-Filialen
www.axanova.ch
Axamine gibts in Ihrer Migros
EXTRA
4 |
|
GESUNDHEIT
Gar kein Kabis!
Pflanzenfachfrau und Slow-FoodKöchin Meret Bissegger
präsentiert in ihrem neuen
Kochbuch die Vielfalt der
einheimischen Wintergemüse
und reichert sie mit 150 Rezepten
an. In Erntereportagen gibt
sie Einblick in die schweizerische
Gemüseproduktion.
|
Der Winter
kann
kommen
Wieso es jetzt schon Zeit ist, gegen Heuschnupfen
vorzusorgen, und was an nasskalten
Tagen für gute Laune sorgt.
Meret Bissegger: «Meine Gemüseküche
für Herbst und Winter», AT Verlag,
bei Ex Libris für Fr. 50.90
Masernfrei
Im Jahr 2013 wurden in der
Schweiz 180 Masernfälle
gemeldet. Von diesen
Patienten …
… waren 45 Prozent
15-jährig oder älter.
… waren 9 Prozent jünger
als 5 Jahre.
… mussten 10 Prozent
hospitalisiert werden.
Die WHO hat sich
zum Ziel gesetzt, Europa
bis 2015 masernfrei zu
machen.
Infos zu Krankheit und Impfung:
www.stopmasern.ch
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
INTERVIEW
«Der Hasel blüht
bereits im Januar»
Sereina Maibach, Beraterin bei
der Stiftung «aha! Allergiezentrum Schweiz», über frühzeitige
Heuschnupfenvorsorge.
Wann startet man idealerweise mit der
Prophylaxe gegen Heuschnupfen?
Bei einer ganzjährigen
Therapie sollte man in
der Herbstzeit mit der
Immuntherapie beginnen. Der Körper muss
sich langsam an die
verabreichten Allergene
Sereina Maibach gewöhnen. Typischerweise beginnt man die
Therapie mit tiefen Dosen, die erhöht
werden. Nach rund 16 Wochen, zu Beginn
der Pollensaison, sollte man die sogenannte Erhaltungsdosis erreicht haben.
Wie läuft eine Immuntherapie ab, und was
bringt sie?
Ab in die Wanne!
Draussen ist es trüb, und Sie wollen gar
nicht erst vor die Haustür? Dann holen Sie
sich die Natur ins Badezimmer!
Die Badekristalle Waldspaziergang von
Kneipp duften nach Kiefer und Tanne und
pflegen Ihre Haut mit naturreinem
Thermalsolesalz. Damit Sie danach nicht ins
Schwitzen kommen, legen Sie sich einen
kühlen Lappen in den Nacken und tauchen
Ihre Beine kurz in einen kalten Eimer.
Kneipp Badekristalle Waldspaziergang,
Fr. 1.80, erhältlich in grösseren Migros-Filialen.
In der Regel macht man bei einem Allergologen Vorabklärungen. Bei ihm wird
die Therapie gestartet. Die weiteren
Termine kann man auch beim Hausarzt
wahrnehmen. Anfangs bekommt man
normalerweise wöchentlich eine Spritze
in den Oberarm, später werden die
Besuche seltener. Dabei kann der Arm
leicht anschwellen, sonst sind aber wenig Nebenwirkungen bekannt. Wirklich
symptomfrei ist man erst nach drei bis
fünf Jahren. Nebst der Spritzentherapie
gibt es auch andere Behandlungsformen,
beispielsweise mittels Tabletten oder
Tropfen. Je nach Therapie unterscheiden
sich Dauer und Rhythmus.
Ab wann sind die ersten Pollen unterwegs?
Der Haselstrauch blüht bereits im
Januar. Je nach Verlauf des Winters kann
es auch schon im Dezember zu ersten
Beschwerden kommen.
Texte: Silja Kornacher
Anzeige
Erhältlich
Bio-Fachgin Ihrem
eschäft
HOLUNDER MIT HONIG
stärkt Sie für die kalte Jahreszeit.
Holderhof Produkte AG
Ufhofen, CH-9203 Niederwil
Tel. +41 (0)71 387 40 40, Fax +41 (0)71 387 40 30
info@holderhof.ch, www.holderhof.ch
Vertrieb Bio-Fachhandel
Somona GmbH, CH-4657 Dulliken
Tel. +41 (0)62 285 46 46, Fax +41 (0)62 285 46 64
info@somona.ch, www.somona.ch
Suchen Sie einen sinnvollen Beruf mit viel menschlichem Kontakt?
Werden Sie Arztsekretärin
Ein Beruf, auf den Sie stolz sein werden
Aussagen ehemaliger Schülerin:
Lernen, wann und wo Sie wollen
„Für mich war die Schule eine Bereicherung in meinem
Leben. Es hat mir Freude gemacht zu lernen und ich
würde die Schule gleich nochmals machen. Ein grosses
Dankeschön an Frau S.A. für ihre Hilfe, sie war super.
Ich kann die Schule nur weiterempfehlen.”
Erlernen Sie diesen interessanten Beruf mittels Fernkurs. Die
Ausbildung ist ab dem 18. Lebensjahr zugänglich (oder mit
Zustimmung der Eltern ab dem 16. Lebensjahr). Ein ausgewähltes
Team von qualifizierten Fachkräften begleitet und berät Sie.
Therese H., 4654 Lostorf
Die qualitativ hochstehende Weiterbildung der
eduQua-zertifizierten Schule Kultur und Ausbildung
wird eidgenössisch anerkannt. Die von SQS zertifizierte
Schule erfüllt die schweizerischen Anforderungen im
Bildungswesen.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.eduqua.ch und www.sqs.ch.
Eine qualifizierte und anerkannte Ausbildung
Die konkreten und praxisnahen Kurse bereiten Sie ideal auf Ihren
zukünftigen Beruf vor. Unser Diplom ermöglicht Ihnen eine Anstellung
in Arztpraxen, Krankenhäusern, Spitälern,Altersheimen usw. Überall
dort, wo Menschen mit der Medizin in Kontakt kommen.
Diese Ausbildung ist auch für Männer zugänglich
Ich bitte um weitere unverbindliche und kostenlose Auskünfte betreffend der
Fernkursausbildung zur/zum ArztsekretärIn
KULTUR UND AUSBILDUNG
Sind Sie interessiert? Dann informieren Sie sich:
Per SMS:
Name, Vorname:
Geben Sie KA MIG und folgende Angaben ein: NAME, Vorname,
Adresse, Telefonnummer, Handynummer
Beispiel: KA MIG MUELLER Anna, Bahnhofstrasse 26, 8000 Zürich,
044.789.56.34, 079.334.74.75
Senden an die Nummer 9889 (Fr. 0.20/SMS) Max. 160 Buchstaben
Per Telefon: 026 347 47 47
Per Internet:
Bd de Pérolles 26, 1700 Freiburg
Frau ■ Herr ■
www.kultur-ausbildung.ch
Strasse:
PLZ, Ort:
Telefon / Handy:
Geburtsdatum:
Beruf/Ausbildung:
E-Mail:
MIGROS-WELL 10/14 KARn
EXTRA
6 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Früh erkannt,
früh gebannt
Brustkrebs, Diabetes, Herzinfarkt – im Laufe unseres Lebens steigt das Risiko
für eine ernsthafte Erkrankung stetig. Dabei können viele Leiden schon früh entdeckt
und schlimmere Folgen verhindert werden. Doch wann ist welcher Check-up
angesagt? Fachärztin Barbara Grüter gibt Vorsorgetipps für sechs Altersgruppen.
Texte: Evelin Hartmann Bilder: Jos Schmid
CHECK-UPS
Bei ihren Empfehlungen
geht Barbara Grüter
(Interview Seite 13)
von Menschen aus,
die keiner speziellen
Risikogruppe angehören. Auch Personen,
die familiär vorbelastet
sind, müssen zum
Teil die jeweiligen Untersuchungen öfter
beziehungsweise früher
durchführen lassen.
Falls ein Check-up in
einem Lebensjahrzehnt
erwähnt wird, im darauffolgenden aber nicht,
kann er trotzdem
weiterhin wichtig sein.
Entscheidend ist die
Anzahl an Wiederholungen, die in Klammern
erwähnt wird.
Beispiel: Mammografie
(ab 45 bis 70, alle fünf
Jahre). Ist der Check-up
ergebnisauffällig,
findet die Kontrolle in
der Regel engmaschiger
statt. Das ist mit
dem behandelnden Arzt
zu besprechen.
20 bis 30 Jahre: Wie verhüte ich?
Lebenssituation:
Barbara Grüter: «Dieses Jahrzehnt ist eine sehr aktive Zeitspanne im Leben. Frauen wie Männer müssen
den Jobeinstieg finden und sich behaupten. Gleichzeitig sind sie aber auch in ihrer Freizeit aktiv, treiben
Outdoorsport, reisen viel, oft mit noch kleinem Budget als Backpacker oder mit dem Campingbus. Anders
als noch vor einigen Jahren findet die Familiengründungsphase im Durchschnitt jenseits der 30 statt.
Insbesondere für Frauen ist deshalb Verhütung – und damit der Gang zum Gynäkologen – ein wichtiges
Thema. Bei Männern gibt es in diesem Alter keine Vorsorgeuntersuchungen, die dringend zu empfehlen
sind. Es sei denn, sie gehören einer Risikogruppe an oder sind familiär vorbelastet.»
Typische Erkrankungen:
Frauen:
Meist Erkältungs- und Magen-Darm-Infekte
Männer:
Erkältungs- und Magen-Darm-Infekte;
Beinbrüche, Rippenprellungen,
Sprunggelenkverletzungen etc. als Folgen von
Sport- und Verkehrsunfällen
Häufigste Todesursache:
Vor allem bei Männern, aber auch
bei Frauen:
Verkehrs- und Sportunfälle, Suizide
Wichtige Check-ups und Impfungen:
Frauen:
Empfängnisverhütung spielt eine wichtige
Rolle: Der Gynäkologe prüft, ob beispielsweise
die Spirale richtig sitzt, fragt, ob die Pille
gut vertragen wird.
Gebärmutterhals-Krebsabstrich (PAP-Test),
Brustabtasten zur Brustkrebskontrolle,
Blutdruckmessung (jeweils alle zwei Jahre).
Eisentest mittels Blutabnahme (bei Frauen,
die über Erschöpfungszustände, Konzentrationsschwäche und Müdigkeit klagen).
HPV-Impfung: Für junge Frauen, die nicht
bereits als Teenager geimpft wurden und noch
nicht an den krebsverursachenden Humanen
Papillomaviren erkrankt sind.
Männer:
keine
Beide:
Hautkrebskontrolle: Wer sehr viele Leberflecke
hat, sollte diese vom Hautarzt kontrollieren
lassen (alle fünf bis zehn Jahre, bei auffälligem
Ergebnis öfter).
Falls im Kindesalter noch nicht stattgefunden:
Basisimpfung Masern, Mumps, Röteln (MMR)
nachholen.
Auffrischimpfung gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf (Tetanus, alle zehn Jahre).
Impfung gegen Zeckenenzephalitis (FSME)
für Menschen, die viel im Wald unterwegs sind
(Wandern, Joggen) und in Endemiegebieten
leben.
Hepatitis A und B: Impfung für diejenigen,
die in ferne Länder reisen und in ihren Unterkünften etc. geringe hygienische Standards
vorfinden.
|
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Maria Baer (29),
Polygrafin
Was tun Sie täglich für
Ihre Gesundheit?
Ich fahre mit dem Velo
zur Arbeit, trinke viel
Wasser und geniesse
das Leben.
Gehen Sie regelmässig
zum Arzt, und
was lassen Sie kontrollieren?
Nein, ich bin so gut wie
nie krank.
Haben Sie einen
persönlichen Gesundheitstipp?
Positiv denken, das
beugt viel Schlechtem
vor.
EXTRA
|
GESUNDHEIT
| 7
EXTRA
8 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
30 bis 40 Jahre: Jetzt ist das Herz dran
Typische
Erkrankungen:
Frauen:
Infektionskrankheiten, Depressionen (meist
aus Überlastung),
erste Tumorerkrankungen
(Brust-,
Eierstockkrebs,
Leukämie)
Männer:
Infektionskrankheiten, Depressionen (meist aus
Überlastung),
erste Tumorerkrankungen
(Hodenkrebs,
Leukämie), erste
Herzerkrankungen (Gefässverengung, das
Herzinfarktrisiko
steigt)
Pablo Silva Tys (34),
Grafikdesigner
Was tun Sie täglich für
Ihre Gesundheit?
Über den Mittag mache ich einen Marsch
von 30 Minuten,
am Abend 50 Minuten
Cardiotraining.
Gehen Sie regelmässig
zum Arzt, und
was lassen Sie kontrollieren?
Ein Mal pro Jahr lasse
ich beim Arzt mein
Blut auf alle möglichen
Krankheiten untersuchen.
Haben Sie einen
persönlichen Gesundheitstipp?
Bewegt euch!
Lebenssituation:
Barbara Grüter: «Mit Anfang
30 werden viele Frauen zum ersten
Mal Mutter, nicht selten folgen weitere
Schwangerschaften. Immer mehr
Mütter gehen nach einer kurzen Auszeit zurück in den Job, sind der Doppelbelastung aus Familie und Beruf
ausgesetzt. Auch den Männern wird
Häufigste
Todesursache:
Frauen: Krebs,
Suizid
Männer:
Verkehrsunfälle,
Krebs, Suizid
einiges abverlangt. Wer Karriere machen will, muss in diesem Lebensjahrzehnt viel leisten. Gleichzeitig wird
von den Vätern erwartet, dass sie sich
aktiv ins Familienleben einbringen.
Die Freizeit steht in diesem Lebensjahrzehnt ganz im Zeichen der Familie
und wird aktiv gestaltet: wandern,
Velo fahren, schwimmen. Kinderlose
Paare führen meist ebenfalls ein aktives Leben, wollen im Beruf vorankommen, sind sportlich aktiv, reisen
viel. Wer ohne Partner bleibt, läuft
nicht selten Gefahr, sich zurückzuziehen und seine Freizeit passiv zu
verbringen.»
Wichtige
Check-ups
und Impfungen:
Frauen:
Gynäkologische
Vorsorgeuntersuchung:
PAP-Test
(Gebärmutterhalskrebs),
Brust abtasten
(Brustkrebs),
Blutdruckmessung
Männer:
Wer erst jetzt
anfängt, regelmässig Sport
zu treiben, sollte
seine Leistungsfähigkeit
checken lassen:
Herz-KreislaufEKG, Cholesterin-, Blutdruckmessung.
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
|
GESUNDHEIT
| 9
40 bis 50 Jahre: Keine Chance dem Krebs!
Typische Erkrankungen:
Frauen: Infektionskrankheiten, Depressionen
(meist aus Überlastung),
Tumorerkrankungen
Männer: Infektionskrankheiten, Depressionen
(meist aus Überlastung),
Tumorerkrankungen, HerzKreislauf-Überlastung,
Sportverletzungen
Häufigste Todesursache:
Frauen: Krebs (Brust-,
Lungen-, Dickdarmkrebs),
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfälle
Männer: Krebs (Lungen-,
Dickdarm-, Leberkrebs),
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Unfälle
Andrea Hinteregger
De Mayo (45),
Galeristin
Was tun Sie täglich für
Ihre Gesundheit?
Lachen, zufrieden sein,
Velo fahren.
Gehen Sie regelmässig
zum Arzt,
und was lassen Sie
kontrollieren?
Alle zwei Jahre mache
ich einen Totalcheck.
Haben Sie einen
persönlichen Gesundheitstipp?
Tanzen und nie aufhören, offen für Neues
zu sein.
Lebenssituation:
Barbara Grüter: «Die Kinder
werden selbständiger, und so steht
bei Frauen dieses Lebensjahrzehnt
ganz im Zeichen der Neuorientierung. Wer es nun schafft, im Beruf
wieder durchzustarten, sich interessante Hobbys sucht und Sport treibt,
kann sich ein recht erfülltes Leben
organisieren. Ungleich schwerer
haben es Frauen, die nach einer
Trennung für den Lebensunterhalt
ihrer Kinder allein aufkommen
müssen. Die Anforderungen an den
Mann sind nach wie vor hoch, im
Beruf wird viel verlangt, junge Kollegen kommen nach, erhöhen den
Leistungsdruck. Zu Hause steigen
die finanziellen Forderungen der
nun halbwüchsigen Kinder. Die
sogenannte Midlifecrisis macht sich
bemerkbar. Männer treiben wieder
viel Sport, um leistungsfähig zu
bleiben. Geschieht dies in Massen,
ist dies eine positive Entwicklung.»
Wichtige Check-ups
und Impfungen:
Frauen:
Zusätzlich zur gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung: Mammografie
zur Brustkrebsfrüherkennung (ab 45 bis 70,
alle fünf Jahre)
Blutzuckermessung (ab
45, alle drei bis fünf Jahre)
Cholesterinmessung
(ab 45 bis 65, alle drei bis
fünf Jahre)
Blutdruckmessung,
Herz-Kreislauf-Kontrolle
(ab 45, alle fünf Jahre)
Bei starken Rauchern:
Lungenröntgenbild
Augendruckmessung
(alle drei Jahre, beim
Augenarzt)
Bei übergewichtigen
Menschen lohnen sich diese
Check-ups schon ab dem
40. Geburtstag.
Männer:
Blutzuckermessung
(ab 40, alle drei Jahre)
Cholesterinmessung (ab
40 bis 65, alle drei Jahre)
Blutdruckmessung,
Herz-Kreislauf-Kontrolle
(ab 40, alle drei Jahre)
Bei starken Rauchern:
Lungenröntgenbild
Augendruckmessung
(alle drei Jahre,
beim Augenarzt)
EXTRA
10 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
50 bis 60 Jahre: Der Dickdarm im Fokus
Typische Erkrankungen:
Frauen: Infektionskrankheiten,
Tumorerkrankungen,
Lebererkrankungen
(bei überdurchschnittlichem Alkoholkonsum
in den letzten Jahren)
Männer: Infektionskrankheiten, Tumorerkrankungen, Herz-Kreislaufsowie Lungen- und Lebererkrankungen
Brigit Karrer (53),
Biobäuerin
Was tun Sie täglich für
Ihre Gesundheit?
Ich ernähre mich vegetarisch, trinke viel
Wasser und bewege
mich häufig in der
freien Natur. Ein Mal
pro Woche mache ich
Tai-Chi, und ich sorge
für genügend Schlaf.
Vor zehn Jahren habe
ich mit dem Rauchen
aufgehört.
Gehen Sie regelmässig
zum Arzt,
und was lassen Sie
kontrollieren?
Ich gehe regelmässig
zum Zahnarzt.
Sonstige Kontrollen
nur, wenn ich das
Gefühl habe, dass
etwas nicht stimmt.
Haben Sie einen
persönlichen Gesundheitstipp?
Viel lachen und versuchen, unbeschwert zu
leben. Sich nicht zu
sehr um die eigene Befindlichkeit kümmern.
Lebenssituation:
Barbara Grüter: «In diesem
Jahrzehnt setzt sich fort, was ab
40 schon begonnen hat: Die Kinder
lösen sich immer weiter von den
Eltern. Für Alleinerziehende
kann der finanzielle und emotionale Druck weiterhin hoch sein.
Häufigste Todesursache:
Frauen und Männer:
Krebs, Herz-KreislaufErkrankungen
Wer beruflich den Sprung in eine
Kaderposition geschafft hat, steht
nach wie vor unter Leistungsdruck, ob Mann oder Frau. Für andere stellt sich in beruflicher Hinsicht nicht selten eine gewisse
Routine ein. Je nach Typ kann das
frustrieren oder dazu führen, dass
man seine Erfüllung im Privaten
sucht. Frauen kann die Menopause
zu schaffen machen, die zum Teil
Schlaflosigkeit, Hitzewallungen
und depressive Verstimmungen
mit sich bringt.»
Wichtige Check-ups
und Impfungen:
Frauen:
Weiterhin regelmässige
gynäkologische Kontrollen
Grosser Check-up (medizinische Untersuchung von
Herz, Lungen, Abdomen,
eventuell der Gelenke,
Hüfte, Knie und Füsse,
des Rückens, generell der
Beweglichkeit, Muskellängen. Dann ein Ruheund ein Belastungs-EKG,
Grosses Labor (Eisen,
Vitamin D und B12),
Schilddrüse
Mammografie (Brustkrebs)
Männer:
PSA-Bestimmung (Prostata)
Grosser Check-up (medizinische Untersuchung von
Herz, Lungen, Abdomen,
eventuell der Gelenke,
Hüfte, Knie und Füsse, des
Rückens, generell der Beweglichkeit, Muskellängen.
Dann ein Ruhe- und ein
Belastungs-EKG, Grosses
Labor (Eisen, Vitamin D und
B12), Schilddrüse
Beide:
Dickdarmspiegelung
(alle fünf bis zehn Jahre,
bis 70)
Ultraschalluntersuchungen
des Bauchs (alle fünf bis
zehn Jahre)
Blutdruck-, Blutzuckermessung
Diabetes-Screening
(alle drei Jahre)
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
|
GESUNDHEIT
| 11
60 bis 70 Jahre: Gegen Grippe impfen!
Typische
Erkrankungen:
Frauen und Männer:
Arthrose (Knie- und
Hüftgelenkbeschwerden),
Herz-KreislaufErkrankungen, Diabetes,
Lungenleiden wie
chronische Bronchitis,
Rückenbeschwerden
Häufigste Todesursache:
Frauen und Männer:
Krebs, Herz-KreislaufErkrankungen
Wichtige Check-ups
und Impfungen:
Frauen:
Gynäkologische
Kontrolle (Brust
abtasten,
PAP-Abstrich,
Blutdruckmessung)
Beide:
Blutzuckermessung
Herz-KreislaufKontrolle
Grippeimpfung
(ab jetzt ein Mal
jährlich im Herbst)
Hanspeter Städler (70), pensionierter Controller
Was tun Sie täglich für Ihre
Gesundheit?
Velo fahren, fotografieren, Enkelkinder, Gartenarbeit, reisen.
Gehen Sie regelmässig
zum Arzt, und was lassen Sie
kontrollieren?
Selten bis nie.
Haben Sie einen persönlichen
Gesundheitstipp?
Viel Bewegung und geistig aktiv
bleiben.
Lebenssituation:
Barbara Grüter:
«Egal ob Mann oder Frau:
Wer in den letzten Jahrzehnten gesund gelebt,
nicht geraucht, Alkohol
in Massen genossen und
regelmässig Sport getrieben hat, profitiert im
Optimalfall nun davon,
bleibt lange fit und kann
seinen Ruhestand geniessen. War das nicht der
Fall, gehört bei vielen
der Arztbesuch und die
Medikamenteneinnahme
bereits zum Alltag.
Wer kinderlos geblieben
ist, kann sich über den
engen Freundes- und
Bekanntenkreis freuen,
den er sich über die
letzten Jahrzehnte aufgebaut hat. Falls nicht,
leiden diese Senioren
eher unter Vereinsamung
als diejenigen, die Kinder
und Enkel haben.»
Publireportage
So scharf sehen wie in Full-HD-Qualität
Die neue DNEye ®-Technologie bei Kochoptik –
jetzt schon eine Erfolgsgeschichte
Perfektes Sehen wie in
Full-HD-Qualität – immer
mehr schwören auf HighPerformance-Brillengläser
von Kochoptik für absolut
scharfes Sehen.
Neuste Technologie
Seit Kochoptik den revolutionären
DNEye® Scanner eingeführt hat,
setzen immer mehr auf die neuen
Brillengläser des bekannten
Schweizer Optikers. Denn mit
diesem cleveren Scanner werden
die präzisesten Messwerte aller
Zeiten erzielt. Das Ergebnis: die
besten und individuellsten Brillengläser, die es je gab – sozusagen
für scharfes Sehen wie in FullHD-Qualität.
Schnell und unkompliziert
Der DNEye® Scanner erstellt per
Scan einen «digitalen Fingerabdruck» der Augen – denn wie ein
Fingerabdruck ist auch jedes
Auge in seiner Struktur einzigartig. Der Scan dauert nur kurz, ist
absolut schmerzfrei und selbstverständlich vollkommen ungefährlich. Dafür ist das Resultat
umso beeindruckender – ob für
Gleitsicht-, Einstärken- oder
Arbeitsplatzbrillen. Im Praxistest
bestätigen Brillenträger deutliche
Verbesserungen ihrer Sehleistung im Vergleich zu ihrer alten
Sehlösung. Vor allem Menschen
mit einer Gleitsichtbrille profitieren vom besseren Seherlebnis.
Weitere Vorteile
Neben einem schärferen Sehen
bestechen die neuen Brillengläser durch ein breiteres Sehfeld
und einer höheren Kontrastwahrnehmung. Letztere wirkt sich vor
allem auf die Sicherheit im Strassenverkehr sehr positiv aus.
Doch auch vor dem Computer
oder in der Freizeit zeichnen sich
die neuen High-PerformanceBrillengläser von Kochoptik durch
einen noch nie dagewesenen
Sehkomfort aus.
Technik ist nicht alles
Kochoptik ist sich bewusst: Wie
fortschrittlich und intelligent eine
Technologie auch sein mag, so
kann sie doch nie einen guten
Service ersetzen. Darum stehen
auch in Zukunft eine individuelle
Beratung und ein Top-Service an
erster Stelle. Geht es um die
Wahl einer geeigneten Fassung
oder Korrekturgläser, werden
Kunden bei Kochoptik immer von
einem ausgebildeten Augenoptiker beraten. Mit der längsten
Erfahrung bei der Anpassung
individueller Gläser in der
Schweiz, umfassenden Garantien
und Serviceleistungen bietet
Kochoptik seinen Kunden höchste Kompetenz und verlässliche
Sicherheit.
Schweizer Qualität
Kochoptik ist ein Schweizer
Optiker, dessen erstes Geschäft
1909 an der Zürcher Bahnhofstrasse eröffnet wurde und
mittlerweile mit 23 Geschäften im
Raum Zürich, Basel, Fribourg
und Bern zu den führenden
Optikern in der deutschsprachigen Schweiz zählt. Diese Erfolgsgeschichte verdankt Kochoptik
vor allem seinen hohen Qualitätsansprüchen.
✃
Gutschein
für eine kostenlose Messung mit dem DNEye® Scanner.
Bitte vereinbaren Sie mit uns einen Termin.
Gültig bis 15.12.2014
www.kochoptik.ch
Gratisnummer 0800 33 33 10
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Ab 70 Jahren: Hauptthema Prostata
|
GESUNDHEIT
| 13
«Ärzte empfehlen mehr,
als sie selbst machen»
Barbara Grüter, Sie empfehlen Ihren Patienten regelmässige Check-ups. Wie halten Sie
es mit der eigenen Vorsorge?
Ich gehe alle zwei Jahre zum Gynäkologen,
lasse eine Mammografie machen und
mein Blut regelmässig
kontrollieren. Da ich
familiär vorbelastet
bin, messe ich regelBarbara Grüter
mässig meinen Blutdruck, habe alle Basisimpfungen und lasse mich jeden Herbst
gegen Grippe impfen.
Das hört sich vorbildlich an.
Schön wärs. Die Darmspiegelung, die
mit 50 ansteht, habe ich nicht machen
lassen – und drei Jahre später die Quittung für meine Nachlässigkeit erhalten.
Das heisst?
Mit 53 wurde ich mit unerträglichen
Bauchschmerzen ins Spital eingeliefert.
Nach einigen Untersuchungen wurde
ein Darmdurchbruch diagnostiziert.
Ein lebensbedrohlicher Zustand. Ich
musste sofort notoperiert werden, es
wurde ein Stück des Darms entfernt.
Daher rate ich unbedingt zu dieser
Vorsorgeuntersuchung, die frühzeitig
vieles erkennen lässt. Mir selbst wäre
viel erspart geblieben, aber ich dachte
immer, ich bin fit und gesund, bei mir ist
alles in Ordnung. Ein Trugschluss.
Wie halten es Mediziner im Allgemeinen mit
Vorsorgeuntersuchungen, wenn es um die
eigene Gesundheit geht?
Man spricht unter Kollegen nicht darüber. Aber ich fürchte, Ärzte empfehlen
mehr, als sie selbst machen.
Max Leimgruber (83), pensionierter Gipser
Was tun Sie täglich für
Ihre Gesundheit?
Ich mache jeden Morgen
Frühturnen.
Gehen Sie regelmässig zum
Arzt, und was lassen Sie
kontrollieren?
Blutdruck, 2 bis 3 Mal jährlich.
Lebenssituation:
Barbara Grüter: «Viele Menschen
leiden in ihren letzten Lebensjahrzehnten
unter sogenannten Zivilisationskrankheiten
wie Diabetes, Bluthochdruck und Krebs
und befinden sich regelmässig in ärztlicher
Behandlung.»
Haben Sie einen persönlichen
Gesundheitstipp?
Viel Bewegung, normal essen,
alles mit Mass.
Wichtige Check-ups und Impfungen:
Frauen:
Gynäkologische Kontrolle
(PAP-Abstrich, Brust abtasten, alle drei Jahre,
bis ins hohe Alter)
Männer:
Urologische Kontrolle (Blasenkrebs, Prostata)
Kinder von Medizinern bemängeln ja auch oft,
dass ihre Krankheiten von Vater oder Mutter
nicht ernst genommen werden. Ganz nach
dem Motto: Stell dich nicht so an, es wird
schon nicht so schlimm sein.
Ich habe meine beiden Buben immer
ernst genommen – sowohl, als sie noch
klein waren, als auch heute noch. Wobei,
ihr Impfbuch würde ich schon manchmal gern kontrollieren. Der Jüngere
raucht, das bricht mir als Ärztin natürlich das Herz. Ich hoffe, er lässt zu
gegebener Zeit die nötigen Vorsorgeuntersuchungen machen.
Barbara Grüter (60) ist Allgemein- und Sportmedizinerin bei Medbase in Zürich.
EXTRA
14 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Kolumne
Wie erklärt sich das Unerklärliche?
W
enn ich als Kind aufs Knie gefallen
war und heulte, nahm mich meine
Mutter in den Arm und pustete.
Dazu sprach sie die magischen Worte «Schau,
da fliegt das Aua durchs Fenster!» Mein ganzes Medizinstudium habe ich darauf gewartet,
dass mir mal ein Professor erklärt, wie «Aua»
fliegen kann. Denn ich wusste, dass es geht,
aus tiefster, eigener Erfahrung. Stattdessen
hörte ich viel über Nervenleitung, Hirnregionen und Opiate. Alles andere wurde
abgetan als «nur Placeboeffekt». Selbst wenn
ein Erwachsener nicht an die Flugfähigkeit
von Schmerzen glaubt, wäre es sinnvoller,
aus lauter Klugscheisserei nicht zu pusten?
Nein – es wäre dem leidenden Kind gegenüber
eine unterlassene Hilfeleistung.
Mehr Humor braucht die Medizin!
Die Wissenschaft hat die Magie aus der Medizin vertrieben, aber nicht aus uns Menschen.
Und deshalb, glaube ich, ist es höchste Zeit,
mehr Magie zu wagen und mehr Wissenschaft
und mehr Humor! Es tobt ein unerbittlicher
Glaubenskrieg in Europa: Schulmedizin oder
Alternativmedizin, sag mir, auf welcher Seite
stehst du? Was ist da in den letzten 50 Jahren
schiefgelaufen? Wer hat etwas davon, dass es
so ist, wie es ist? Und wie kommen wir aus
diesem lähmenden Dilemma ohne grösseren
Schaden wieder raus? Die Spaltung der Medizinwelten spiegelt eine Spaltung in uns. Wir
haben Sehnsüchte und spirituelle Bedürfnisse
und gleichzeitig Anspruch auf Perfektion und
Garantieverlängerung auf 100 Jahre. In jedem
Interview werde ich gefragt, wie ich auf die
verrückte Idee gekommen bin, aus der Medizin
in den Unterhaltungsbereich zu wechseln.
Meine Gegenfrage lautet: Wer sagt, dass es
sich um zwei verschiedene Bereiche handelt?
Voltaire meinte schon: «Medizin ist die Kunst,
dem Patienten die Zeit zu vertreiben, die der
Körper braucht, um sich selbst zu helfen.»
Lange bevor ich daran dachte, Arzt zu werden,
also schon als Kind, war ich begeistert von der
Zauberei. Später hatte ich auch parallel zur
Ausbildung Auftritte. Vor vielen Jahren hatte
mir ein Arzt in einer Kinderklinik eine Beobachtung geschildert, die er während einer
meiner Zaubershows machte: Ein Junge war
schon wochenlang in Behandlung mit elektivem Mutismus, einer seelischen Störung,
bei der Kinder aufhören zu sprechen. Dieser
Junge war Teil einer Gruppe in meiner Show,
alle Kinder wurden involviert, mussten laut
zählen, pusten. Der Junge «vergass» seine
Störung und machte munter mit. Ich bilde mir
nicht ein, dass der Humor allein geheilt hat,
dazu hat es viele Bausteine gebraucht. Aber
vielleicht war es genau der Anstoss, der noch
fehlte, um seine Heilung voranzubringen.
Seitdem nehme ich die Rolle von positiven
Gruppenerlebnissen durch Musik, Kunst
und anderen Wegen, uns zu «verzaubern»,
in ihrer Bedeutung für die Heilung viel ernster.
Dieses Erlebnis liess mich die Stiftung
«Humor hilft heilen» aufbauen, das deutsche
Pendant zur «Fondation Théodora» in der
Schweiz. Als Arzt und «Halbgott» wird man
automatisch Teil einer Inszenierung. Warum
nur lernt man darüber nichts?
Auch Traubenzucker kann verzaubern
Eine der ungewöhnlichsten Placebostudien
stammt von Ted Kaptchuk, einem schrägen
Professor der Harvard Medical School. Er gab
Patienten mit Reizdarmsyndrom Placebotabletten mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass
es sich um nichts anderes handelt als um wirkungslose Scheinmedikamente. Keine Täuschung, keine Irreführung. Und das Irre: Über
50 Prozent der Patienten fühlten sich trotzdem
besser! Mir hat diese Studie die Augen geöffnet, dass wir mehr Rituale brauchen, die es
gestatten, uns drei Mal täglich Gutes zu wünschen. Und ob man dazu Traubenzucker aus
der Medikamentenschachtel, Milchzucker
aus dem Glasröhrchen, seinen speziellen Tee
oder sein Salz verwendet, ist das nicht letztlich Wurscht? Oder Tofu? Ärzte müssten viel
EXTRA
|
GESUNDHEIT
| 15
Biotin-Biomed forte
Bei Haar- und Nagelwachstumsstörungen
®
Bild: Frank Eidel Illustration: Svenja Plaas
als Folge von Biotinmangel.
besser darin ausgebildet werden, die begleitenden Worte zu einem Medikament genauso
sorgsam zu wählen. Denn damit können sie
die Wirkung massiv verstärken – oder kaputtreden. Ein anderes Ergebnis der Placeboforschung: Wir Deutschen lieben Zäpfchen.
Jedem die Zuwendung, die er braucht!
Wenn Ärzte mehr Verständnis für die irrationale Seite unserer Seele kultivierten, könnten sie Vertrauen zurückgewinnen. Wieder ein
bisschen mehr reden als röntgen, mehr pusten
als sich aufpusten, mehr dem Patienten auf die
Schulter klopfen als sich selber. Mehr Magie
und mehr Wissenschaft zu wagen, schliesst
sich nicht aus. Selbstheilung funktioniert oft
auch, wenn wir nicht daran glauben. Machen
Sie, liebe Leser, doch gleich mal den Test.
Nehmen Sie aus der Heftmitte die Klammer,
machen Sie sich damit einen kleinen Kratzer
in die Haut. Nach drei Tagen ist diese kleine
Wunde geheilt. Einfach so. Sie müssen nichts
dazu tun. Wir sind alle kleine Wunderheiler!
Zur Kontrolle machen Sie den gleichen Kratzer
in das Auto des Nachbarn. Da können Sie
lange warten, da tut sich nix. Wir bewundern
Jesus, dass er Wasser in Wein verwandelt
hat. Aber ist es nicht mindestens so erstaunlich, dass unser Körper in der Lage ist, aus
dem ganzen Wein über Nacht wieder Wasser
Text: Eckart von Hirschhausen
zu machen?
biotin.ch
1 x täglich 1 Tablette
Der Autor
Eckart von Hirschhausen (47) hat
Medizin und Wissenschaftsjournalismus
studiert. Seine Spezialität: medizinische
Inhalte in humorvoller
Art und Weise zu
vermitteln. Der Frankfurter hat mehrere
Bestseller verfasst,
zieht mit seinen
Kabarettprogrammen
durch die Lande und
führt durch diverse
TV-Shows, darunter
«Hirschhausens
Quiz des Menschen»
auf ARD.
• Vermindert den Haarausfall
• Verbessert die Haar- und Nagelqualität
• Erhöht die Haar- und Nageldicke
Bitte lesen Sie die Packungsbeilage.
Erhältlich in Apotheken und Drogerien.
Biomed AG, 8600 Dübendorf
© Biomed AG. All rights reserved.
EXTRA
16 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
1
Mein Kind ist übergewichtig.
Kommt die Krankenkasse für eine
Therapie auf?
Immer mehr Kinder sind übergewichtig, oft noch bevor
sie die Pubertät erreichen. Ihre Eltern
müssen sich also sehr früh damit auseinandersetzen. Mittlerweile gibt es
entsprechende Therapien. Paul Rhyn:
«Die Kosten werden übernommen,
wenn folgende Voraussetzungen erfüllt
sind: Der BMI (Body Mass Index) ist
grösser als 97 Perzentile, das heisst,
97 Prozent der Kinder sind leichter als
dieses Gewicht; dann spricht man
von einer Adipositas. Bezahlt wird eine
Therapie auch, wenn mindestens
eine Krankheit vorliegt, deren Prognose
sich durch das Übergewicht verschlechtert oder die eine Folge des
Übergewichts ist, wie Hypertonie oder
Diabetes mellitus Typ 2.» Weiter werden
auch die Kosten für ärztlich geleitete
Gruppenprogramme mit multiprofessionellem Therapieansatz übernommen,
wenn diese von der Kommission
der Schweizerischen Gesellschaft für
Pädiatrie (SGP) anerkannt sind.
2
Übernimmt die Versicherung
die Zahnspange meines
Kindes?
Viele Eltern fangen hektisch
zu rechnen an, wenn sie das
Stichwort Zahnspange hören. «Die
obligatorische Krankenversicherung vergütet Zahnbehandlungskosten nur, wenn
eine schwere Erkrankung des Kausystems auftritt, im Zusammenhang mit
einer schweren Allgemeinerkrankung
(bei Leukämie, Herzklappenersatz) oder
wenn nach Unfällen keine andere Versicherung die Behandlungskosten deckt»,
so Paul Rhyn. «Die Kosten für gewöhnliche Zahnfüllungen bei Karies oder die
Korrektur von Zahnstellungen wie eben
durch Zahnspangen werden bei Kindern
nicht übernommen.» Eine Zahnversicherung könnte gerade bei grösseren zu
erwartenden Ausgaben Abhilfe schaffen,
sie sind ein Teil der Zusatzversicherung.
Bei schweren Fällen gibt es eventuell
eine Leistung der IV, falls bestimmte
Kriterien erfüllt sind. Rhyns Tipp: «Zahnversicherungen sollten bereits im Kleinkindalter abgeschlossen werden, wenn
die Notwendigkeit einer Zahnspangenbehandlung noch nicht ersichtlich ist.»
Später würden die Versicherer möglicherweise eine Begutachtung verlangen
oder Vorbehalte anbringen.
Augenlasern,
Übergewicht:
Mit der richtigen
Versicherung
ist man auch bei
höheren Therapiekosten gedeckt.
3
Allgemein, halbprivat oder
privat – lohnt sich ein
Klassenwechsel für mich?
Selbst kerngesunde, aktive
Menschen beschäftigen sich
zusehends mit der Frage, ob man nicht
besser die «Klasse wechselt», um bei
einer möglichen Krankheit oder einem
Spitalaufenthalt besser behandelt zu
werden. Paul Rhyn realistisch: «Man
sollte nicht vergessen, dass ein Wechsel
schwieriger wird, wenn man ins Alter
kommt. Die Krankenversicherer verlangen eine Gesundheitserklärung und
unter Umständen gar Auskünfte vom
Hausarzt.» Die Versicherer könnten
Vorbehalte anbringen oder Krankheiten
gar ausschliessen. «Es besteht weder
ein Aufnahmezwang, noch müssen die
Versicherer eine Ablehnung begründen.»
Wo die
Kassen
klasse sind
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
|
GESUNDHEIT
| 17
5
Wann sind alternative
Heilmethoden und
kosmetisch-medizinische
Eingriffe gedeckt?
Noch vor 30 Jahren haben
Patienten fast ausschliesslich auf die
Schulmedizin vertraut. Alternative Heilmethoden wurden belächelt und als
unseriös abgetan. Das hat sich geändert,
und auch Mediziner wissen längst, dass
die Schulmedizin nicht allwissend ist.
Heute wird es den Patienten überlassen,
ob sie sich einer schulmedizinischen
Therapie unterziehen oder alternative
Heilmethoden ausprobieren wollen.
Bei einer Schmerztherapie beispielsweise
haben die Krankenversicherer klare
Bestimmungen. «Für die Behandlung
des Schmerzes gibt es, je nach Diagnose,
viele Ansätze und Möglichkeiten.
Schmerzen können sowohl mit kassenpflichtigen als auch mit nicht kassenpflichtigen Therapiemethoden behandelt werden», erklärt Paul Rhyn. «Medizinische Behandlungen sind grundsätzlich
dann kassenpflichtig, wenn sie wirtschaftlich, wirksam und zweckmässig
sind und von einem KVG-Leistungserbringer durchgeführt werden, der für
die Behandlung zugelassen ist.»
Bilder: Keystone/Gallery Stock/James Day
Brustverkleinerungen werden
von der Kasse unterstützt
Übernimmt die Krankenkasse die
Therapiekosten für meinen
übergewichtigen Sohn? Und lohnt
sich für mich ein Klassenwechsel?
Paul Rhyn, Kommunikationschef
von Santésuisse, dem Dachverband
der Schweizer Krankenversicherer,
beantwortet acht brennende Fragen
zu den Kassenleistungen.
4
Krank oder Unfall im Ausland
– wer zahlt?
Herr und Frau Schweizer
verreisen gern. An vieles wird
dabei gedacht, nur mögliche
Kosten bei einem Unfall oder bei
schweren Krankheiten blenden viele aus.
Dabei kann gerade ein Krankheitsfall im
Ausland richtig teuer werden. «Man
sollte sich vor Abreise über den genauen
Versicherungsschutz erkundigen»,
gibt Paul Rhyn zu bedenken. «Die Grundversicherung übernimmt die Kosten von
Behandlungen, die in Notfällen im Ausland erbracht werden. Ein Notfall liegt
vor, wenn Versicherte bei einem vorübergehenden Auslandaufenthalt einer
medizinischen Behandlung bedürfen
und die Rückreise in die Schweiz nicht
angemessen ist.»
Seit 2012 übernimmt die obligatorische
Krankenversicherung ärztliche Leistungen der anthroposophischen und
der traditionellen chinesischen Medizin,
der ärztlichen Homöopathie sowie
der Physiotherapie. Eine alternative
Schmerzbehandlung wird, wenn
sie nicht im Katalog der Komplementärmedizin enthalten ist, von der Grundversicherung nicht übernommen.
Dafür ist die Zusatzversicherung zuständig. «Immer direkt den betreffenden
Versicherer fragen, sofern eine Zusatzversicherung besteht», empfiehlt Rhyn.
Viele Menschen sind mit ihrem Aussehen nicht zufrieden und lassen sich
zum Beispiel die Nase korrigieren. Es gibt
auch Frauen, die unter ihren schweren
Brüsten leiden. Während die Kasse bei
kosmetischen Eingriffen nicht zahlt,
leistet sie bei Brustverkleinerungen
finanzielle Hilfe. «Die Operationskosten
werden übernommen, wenn körperliche
oder psychische Beschwerden vorliegen», so Rhyn. «Vor jedem Eingriff sollte
man die Leistungspflicht mit der Kasse
abklären. Bei Komplikationen übernimmt sie die Kosten der Nachbehandlung nur, wenn trotz der Behandlung
des Arztes eine Gesundheitsstörung auftritt, die ihrerseits Krankheitswert hat.»
EXTRA
18 |
|
GESUNDHEIT
6
Laserkorrektur, neue Brille,
Kataraktoperation (Grauer
Star) – was wird vergütet?
Auch wenn heute modische
Brillen im Handel erhältlich
sind, gibt es immer noch Menschen,
die aus ästhetischen oder praktischen
Gründen auf eine Brille verzichten und
sich lieber die Augen lasern lassen –
obwohl die Kosten für eine Laserkorrektur ganz schön happig sind. Pro Auge
können sie leicht 8000 Franken betragen.
Auch hier gibt es bei einer etwaigen
Kostenübernahme klare Vorschriften, so
Rhyn. «Laserkorrekturen, die zur Verbesserung der Sehschärfe dienen, sind nicht
kassenpflichtig. Diesbezügliche Kosten
übernimmt allenfalls eine bestehende
Zusatzversicherung. Im Zusatzbereich
ist jeder Krankenversicherer frei, Art und
Umfang der Leistungen zu definieren.»
Anders sieht es bei der sogenannten
refraktiven Chirurgie aus. Eine Behandlung der Hornhaut ist dann leistungspflichtig, «wenn ein durch Brillengläser
|
nicht korrigierbarer Unterschied der
Augen von mehr als drei Dioptrien und
eine dauerhafte Kontaktlinsenunverträglichkeit vorliegt. Dasselbe gilt für die
Korrektur der Sehschärfe mittels einer
künstlichen Linse», so der Experte.
Bis 18 gibts für eine neue Brille
jährlich 180 Franken
Nicht alle setzen auf eine Laserkorrektur
und greifen lieber auf die altbewährte
Brille zurück. Auch hier gibt es bei
der Kostenübernahme durch die Krankenkasse klare Vorgaben. «Für eine neue
Brille erhält man bis zum vollendeten
18. Lebensjahr 180 Franken im Jahr, wenn
ein ärztliches Rezept vorliegt. Eventuell
unterjährige Folgeanpassungen können
durch Augenoptiker erfolgen», erklärt
Rhyn. Ebenfalls 180 Franken pro Jahr
bekommen alle anderen Altersgruppen –
jedoch nur in Spezialfällen, beispielsweise bei krankheitsbedingten Refraktionsänderungen. «Brillenversicherungen werden von den Kassen in Form
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
von entsprechenden Zusatzversicherungen angeboten, deshalb sollte man
immer direkt den Versicherer fragen»,
rät der Experte weiter.
Augeneingriffe wie zum Beispiel
die Kataraktoperation (im Volksmund
Grauer Star genannt) sind für ältere
Menschen sowohl mental als auch
körperlich anstrengend. Deshalb lassen
sich viele ältere Patienten oft stationär
behandeln, was mit Zusatzkosten
verbunden ist. Rhyn: «Die Kataraktoperation stellt grundsätzlich eine kassenpflichtige Leistung dar. Offenbar kann es
mit den Krankenversicherern Probleme
geben, wenn ein stationärer Eingriff
geplant ist. Ob dieser nötig ist, wird von
den Krankenkassen unterschiedlich
beurteilt», sagt der Experte. Auch hier
rät er, vor dem Eingriff beim zuständigen
Krankenversicherer die Kostenübernahme abzuklären. «Falls nötig, sollte
man sogar an den Ombudsmann beziehungsweise die Ombudsfrau der sozialen
Krankenversicherer gelangen.»
Anzeige
Zur Nahrungsergänzung.
Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie.
Biomed AG, 8600 Dübendorf, www.biomed.ch © Biomed AG. All rights reserved.
Das Magnesium für
eine aktive Freizeit
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
7
Bis wann kann ich meine
Franchise anpassen?
Und was passiert bei finanziellen Engpässen?
Die Krankenkassenprämie
hängt unter anderem von der Höhe der
Franchise ab. Sparen kann man zum
Beispiel, indem man eine höhere Franchise, also einen höheren Selbstbehalt,
wählt. Sollte sich die Einkommenssituation verändern, kann die Franchise
angepasst werden. Rhys: «Der Wechsel
zu einer tieferen Franchise ist jeweils
auf Beginn eines Kalenderjahrs möglich.
Die Meldung muss bis zum letzten
Werktag im November, das heisst, in
diesem Jahr bis Freitag, 28. November
2014, schriftlich beim Versicherer
eingetroffen sein.»
Wer seine Prämie nicht mehr bezahlen
kann, sollte sich bei seiner Wohngemeinde informieren. Personen mit
bescheidenem Einkommen erhalten vom
Kanton Verbilligungsbeiträge, damit die
Grundversicherung gedeckt ist.
8
Kann ich gleichzeitig bei einer
Kasse grund- und bei einer
anderen zusatzversichert
sein? Und wie oft darf ich den
Hausarzt wechseln?
Es gibt Menschen, die sich einen Sport
daraus machen, die Grundversicherung
jedes Jahr zu kündigen, meist mit der
Absicht, zu einer «billigeren Kasse»
zu wechseln. Die Zusatzversicherung
aber lassen sie bei der alten Krankenkasse bestehen. Dass zwei Rechnungen
an verschiedene Kassen gehen, ist
in der Regel problemlos. Unklarheiten
können meistens mit einer Rückfrage
beim Krankenversicherer bereinigt
werden. «Bei Streitigkeiten sollte man
an die Ombudsfrau der sozialen Krankenversicherung gelangen. Weiter sollte
man die AVB der jeweiligen Krankenkasse gut durchlesen, denn die Versicherer sind im Zusatzversicherungsbereich grundsätzlich frei in der Gestaltung ihrer Produkte.» Mit der Krankenversicherung sollte man auch sprechen,
wenn sowohl die Kasse als auch der
Patient die Rechnung des Arztes bezahlt
haben und der Arzt in den Ruhestand
getreten ist, ohne die Rückvergütung
auszulösen. «Im ambulanten Bereich ist
der übliche Zahlungsmodus der
sogenannte Tiers Garant. Wenn nichts
anderes vereinbart war, haben Sie sich
korrekt verhalten. Falls notwendig,
wenden Sie sich auch hier an die Ombudsfrau», rät Experte Paul Rhyn.
Wer mit seinem Arzt nicht mehr
zufrieden ist, denkt meist über einen
Wechsel nach. Im sogenannten Hausarztmodell kann man ein oder zwei Mal
den Hausarzt wechseln. Doch auch
hierfür müssen Regeln beachtet werden,
wie Paul Rhyn abschliessend erklärt.
«Generell ist ein Arztwechsel unter
Einhaltung der in den Versicherungsbedingungen festgehaltenen Fristen
möglich. Ein geplanter Wechsel
muss mit dem bisherigen Arzt und der
Krankenkasse unbedingt im Voraus
abgesprochen werden.»
|
GESUNDHEIT
| 19
Noch Fragen?
Alles zum Thema
Leistungen der
Krankenversicherer
finden Sie unter
www.bag.admin.ch/
themen/
krankenversicherung.
Die KrankenpflegeLeistungsverordnung
(KLV) und die Mittelund GegenständeListe (MiGeL) befinden sich im Untermenü «Rechts- und
Vollzugsgrundlagen».
Anzeige
PUBLIREPORTAGE
Shiatsu bei Burnout
Was ist Burnout?
Der Begriff Burnout Syndrom umschreibt einen emotionalen, geistigen und körperlichen Erschöpfungszustand. Betroffene leiden unter Antriebs- und Leistungsschwäche, welche typischerweise am Ende
eines monatelang andauernden «Teufelskreises» aus
Überarbeitung und Überforderung stehen. Es treten
Symptome wie Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden, Kopf- und Rückenschmerzen
bis hin zu Atemnot und Herzkreislaufprobleme aber
auch seelische Nöte wie Angstzustände, Depressionen
und Apathie auf. Kennzeichnend ist weiter der soziale
Rückzug und in einer fortgeschrittenen Phase der komplette Wahrnehmungsverlust für die eigene Person.
Wie wirkt Shiatsu bei Burnout?
Die nährende Arbeit am Körper hilft Burnout-Patienten, zu ihrer Selbstwahrnehmung zurück zu finden.
Nerven, Muskeln und Atmung können entspannen.
Der Körper balanciert sich energetisch neu aus und
gewinnt seine natürliche Fähigkeit zur Selbstregulation zurück. Sinneswahrnehmungen und Gedanken
beruhigen sich und kommen in Einklang, was das
Vertrauen in sich selbst und den eigenen Weg stärkt.
Shiatsu erweckt ein nachklingendes Gefühl von Weite, Raum und Ganzheit. Der Geist findet Ruhe, Klarheit und Gelassenheit. In dieser tiefen Entspannung
können Burnout-Betroffene ihre ureigensten Bedürfnisse wieder spüren, welches ein erster Schritt ist, um
für sich selbst zu sorgen. Shiatsu unterstützt in diesem
Prozess die Fähigkeit, die eigenen Kräfte in der für
die Betroffenen bestmöglichen Art einzusetzen, indem der Fokus auf die Ressourcen und das Potenzial
gerichtet ist.
Im begleitenden Gespräch kann die TherapeutIn stärkende Körperübungen vermitteln und helfen, Stressmuster und Lebenssituation zu erkennen und reflektieren.
Die Kosten für Stressfolgen
sind enorm und belaufen
sich gemäss dem Schweizer
Expertennetzwerk für Burnout
auf 4,2 Milliarden Franken
pro Jahr. Die Wirksamkeit von
Shiatsu bei Burnout wurde
2007 in einer internationalen
Studie der Englischen Universität Leeds nachgewiesen. In
der angelegten Studie zeigen
Zahlen aus einer österreichischen Probandengruppe, dass
über 90 % der Probanden sich
nach der Behandlung ruhiger
und entspannter fühlten,
54 % schliefen besser nach
der Shiatsu-Behandlung.
Wer mehr wissen möchte,
findet die englische Studie
unter:
http://shiatsu.hu/pdf/
shiatsu_final_report.pdf
Wo finden Sie Zusatzinformationen und qualifizierte
TherapeutInnen?
Shiatsu Gesellschaft Schweiz
Tel. 056 427 15 73
www.shiatsuverband.ch
EIN GESUNDER
LEBENSSTIL ZAHLT
SICH JETZT AUS.
Sie und wir verfolgen ein gemeinsames Ziel: Ihre beste Gesundheit. Darum unterstützen wir Sie in
Ihrem aktiven und gesunden Lebensstil mit Beiträgen von bis zu CHF 800.– für Bewegung, Ernährung und Entspannung. Mit dem neuen BENEVITA Bonusprogramm profitieren Sie zusätzlich von
bis zu 15 % Prämien-Rabatt bei Zusatzversicherungen. Zum BENEVITA Bonusprogramm gehört
das digitale Gesundheitsdossier, bei dem Sie medizinische Informationen wie Blutgruppe, Impfungen, behandelnde Ärzte und vieles mehr einfach und sicher hinterlegen können. Sprechen Sie mit
uns über Ihren persönlichen Versicherungsschutz und wie sich ein gesundes Leben für Sie auszahlt.
Mehr Infos unter:
SWICA-BENEVITA.CH
Je mehr Sie für Ihre Gesundheit tun, desto mehr
profitieren Sie vom BENEVITA Bonusprogramm.
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
|
GESUNDHEIT
| 21
Gut versichert ist halb geboren
Versichern Sie Ihren Nachwuchs rechtzeitig – am besten schon vor der Geburt!
N
eugeborene müssen innerhalb
von drei Monaten bei einer Krankenkasse gegen Krankheit und
Unfall versichert werden. Wird diese
Frist eingehalten, gilt der Versicherungsschutz vom Zeitpunkt der Geburt an.
Auch wenn Ihr Baby krank wird oder
krank geboren wurde, müssen es die
Kassen der Grundversicherung ohne
Vorbehalte aufnehmen. Da die Leistungen aus der Grundversicherung bei allen
Krankenkassen gleich sind, ist ein Prämienvergleich empfehlenswert.
Alle Krankenkassen bieten Ihnen die
Möglichkeit, Ihr Kind schon vor der
Geburt prämienfrei zu versichern.
Nutzen Sie diese Chance, damit Ihr Kind
garantiert ab der Geburtsminute versichert ist. Sie ersparen sich damit
allenfalls spätere Diskussionen. Die
Grundversicherung bietet einen sehr
umfassenden Schutz, weil praktisch alle
notwendigen medizinischen Kosten
abgedeckt sind.
Zahnkorrekturversicherung ja,
Privatspitalzusatz nein
Angeboten werden aber auch mehr oder
weniger weitreichende Zusatzversicherungen, die in den meisten Fällen
ebenfalls bereits vor der Geburt abgeschlossen werden können – und sollten: Da bei nach der Geburt beantragten
Zusatzversicherungen eine Gesundheitsdeklaration ausgefüllt werden
muss, kann die Kasse Leistungsvorbehalte anbringen, falls es vor oder
während der Geburt zu Komplikationen
gekommen ist. In bestimmten Fällen
kann sogar keine Zusatzversicherung
mehr abgeschlossen werden. Aber: Nur
wenige der möglichen Zusatzversicherungen sind für Babys wirklich sinnvoll.
Eine davon ist die Zahnkorrekturversicherung (monatlich zwischen
5 und 30 Franken), die man unbedingt
spätestens kurz nach der Geburt abschliessen sollte, weil die Versicherer die
Kinder später kaum mehr aufnehmen.
Wenig sinnvoll ist hingegen eine Versicherung, die sich nur an den Kosten
der Zahnpflegeleistungen beteiligt,
nicht aber an den teuren Zahnstellungskorrekturen.
Auf andere Versicherungen wie den
Halbprivat- oder Privatspitalzusatz
kann getrost verzichtet werden, da es
in Schweizer Spitälern nur allgemeine
Kinderabteilungen gibt.
Texte: Corinne Bünzli
Anzeige
Publireportage
«MEHR BISS» DANK ZAHNIMPLANTATEN
Viele Menschen verlieren im Laufe ihres Lebens Zähne. Gründe dafür sind Unfälle, Karies oder Zahnbetterkrankungen. Implantate können als ästhetisch
und funktionell hochwertige Lösung fehlende Zähne
ersetzen und dafür sorgen, dass die Patienten wieder
unbeschwert lachen und kräftig zubeissen können.
nose der beiden Zähne klar verbessert. Im Fall einer
Totalprothese, die an den Implantaten befestigt wird
(z.B. mittels «Druckknopfsystem»), oder bei einer
implantatgestützten fest sitzenden Brücke (anstelle
einer abnehmbaren Teilprothese) wird zudem eine
deutlich bessere Kaufunktion erreicht.
Die Folgen fehlender Zähne können für Patienten
äusserst unangenehm sein: Zum einen ist ihre Kaufähigkeit oftmals eingeschränkt, zum anderen können aber auch die Mimik und die Ästhetik des Gesichts erheblich beeinträchtigt werden. Ausserdem
wird der Kieferknochen bei mangelnder Belastung
abgebaut. Aus diesen Gründen ist es ratsam, fehlende Zähne zu ersetzen.
Kräftig zubeissen
Die feste Verankerung bietet für Patienten den Vorteil, dass sie wieder alles essen können – knackige
Äpfel und Salate ebenso wie Brot mit fester Kruste.
Patienten empfinden Implantate in der Regel nicht
als Fremdkörper und schon bald haben sie das Gefühl, als würden sie wieder mit ihren eigenen Zähnen kauen, sprechen und lachen. Diesen Gewinn an Die Behandlungskosten können je nach Art und
Lebensqualität schätzen viele Patientinnen und Pa- Komplexität des Falls stark variieren. Für ein Einzelimplantat mit Krone ohne Knochenaufbau muss
tienten ganz besonders.
normalerweise mit einem finanziellen Aufwand
von 3500 bis 5000 CHF gerechnet werden. Wichtig
Knochen wird wieder belastet
Zahnimplantate können zudem den gefürchteten für die Patienten ist es, sich vor Behandlungsbeginn
Knochenschwund verhindern, der bei fehlender Be- vom Zahnarzt eine individuell berechnete Kostenlastung des Knochens ungehindert voranschreiten schätzung erstellen zu lassen und bei Unklarheiten
kann. Den eigenen Zahnwurzeln ähnlich übertragen allenfalls eine Zweitmeinung einzuholen.
Implantate die Kaukräfte auf den Kieferknochen und
regen dadurch dessen natürlichen Stoffwechsel an. Mehr Informationen: www.implantatstiftung.ch
Dieser Effekt ist ein wichtiger Reiz für den Erhalt des
Knochen- und Stützgewebes. Deshalb sollten Implantate möglichst bald nach dem Verlust oder dem
Entfernen eines Zahns verankert werden.
Sicheres Gefühl
Zahnimplantate können bei fehlenden Zähnen als
Behandlungsmöglichkeit infrage kommen. Mit Implantaten lässt sich sowohl ein einzelner Zahn als
auch eine grössere Zahnreihe ersetzen, eine verkürzte Zahnreihe ergänzen, eine ganze Brücke oder abnehmbare Prothese im zahnlosen Kiefer befestigen.
Im Gegensatz zu konventionellen Lösungen wird ein
Zahnimplantat fest im Kiefer des Patienten verankert;
dadurch erhalten die Patienten ein sicheres Gefühl.
Bei einer Einzelzahnlücke kann mit der implantatgetragenen Krone auf das Beschleifen gesunder Nachbarzähne verzichtet werden, was die Langzeitprog-
Kompetenter Zahnarzt
Bei der Implantatbehandlung ist die Wahl des behandelnden Zahnarztes entscheidend. Für den Patienten ist es ratsam, sich an einen gut ausgebildeten
Zahnarzt mit Erfahrung zu wenden. Fachzahnärzte
für Oralchirurgie, Parodontologie oder rekonstruktive
Zahnmedizin sowie Zahnärzte, die den neu geschaffenen Weiterbildungsausweis (WBA) für orale Implantologie der SSO (Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft) besitzen, verfügen über eine entsprechende
Ausbildung. Zudem gibt es viele qualifizierte Allgemeinzahnärzte, die sich spezifisch eine Kompetenz
in der zahnärztlichen Implantologie erworben haben.
EXTRA
22 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Fragen Sie Doktor App!
Notfall
Erste Hilfe des
Schweizerischen
Roten Kreuzes
Mit der Ersten
Hilfe ist es so eine Sache.
Besonders dann, wenns darum
geht, sie zu leisten. Viele
Menschen wissen nicht, wie sie
auf Blutungen, Bewusstlosigkeit
oder Zeckenbisse richtig reagieren
sollen. Die App liefert für
Notsituationen nützliche Anleitungen. Muss der Rettungsdienst
alarmiert werden, stellt das
Handy automatisch die Notrufnummer 144 ein.
MyViavac
Bei vielen liegt das Impfbüchlein
seit Jahren irgendwo herum, ist im
richtigen Moment aber garantiert
am falschen Ort. Das ändert sich
mit dem digitalen Impfnachweis
auf dem Smartphone: Nebst
dem aktuellen Stand empfiehlt
die ein Franken teure App, wann
Nachimpfungen fällig sind.
Bewährte Hausmittel
Kräuterwickel, Weissdorn und
mehr – diese App (gratis für Android, iOS Fr. 1.–) verrät, welche
Krankheiten mit welchen Hausmitteln bekämpft werden können.
Fitness
7-MinutenTrainingseinheit
Mehr als sieben
Umdrehungen des
Minutenzeigers braucht es nicht,
um fit zu werden, verspricht die
zwei Franken teure App. Männliche und weibliche Fitnesstrainer
turnen zwölf wissenschaftlich
ausgewählte Übungen vor, die
jeweils während 30 Sekunden mit
10 Sekunden Pause dazwischen
wiederholt werden.
Runkeeper
Joggen, walken oder Velo fahren:
Egal, wie Sie sich bewegen,
Hauptsache, Sie tun es. Wir
wissen alle, dass das anstrengend
ist und in der Regel wenig Spass
macht. Motivieren Sie sich
mit dieser App, die dank
GPS-Funktion Laufstrecken
aufzeichnet und Fortschritte
dokumentiert, die Sie
mit Freunden teilen können.
Lomoot
Berghasen aufgepasst! Sie suchen
neue Ideen für Wanderungen,
Velo- oder Mountainbiketouren?
Ausgehend von einem frei definierbaren Startort liefert die App
unter Angabe von Distanz, Dauer
und Fitnesszustand passende
Vorschläge mit Routeninformationen, Höhenprofil und Schwierigkeitsgrad.
Ernährung
Fatsecret
Chips, Hamburger,
Bier, Wein und
Pizza: Nicht gerade
das richtige Menü, um abzunehmen. Die Kalorienzähl-App
hilft, die Ernährung besser auf
den Diätplan oder das Zielgewicht
Anzeige
«Genussvoll
abnehmen»
Mit dem neuen, feinen Vanilla-Shake
InShape-Biomed® ohne Lactose*
Geschmack
VANILLE-JOGHURT
VANILLA-SHAKE
lactose-* und glutenfrei
Mahlzeit für eine gewichtskontrollierende Ernährung
www.InShapeBiomed.ch
Biomed AG, 8600 Dübendorf
© Biomed AG. All rights reserved.
Erhältlich in Ihrer Apotheke oder Drogerie
* Lactosegehalt <0.1g/100 ml bei der Zubereitung mit lactosefreier Milch
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
abzustimmen. Sie liefert ein
Tagebuch, das den Kalorienbedarf
berechnet und die Gewichtsentwicklung aufzeigt.
Codecheck
Wer auf die Ernährung achten
muss oder auf bestimmte Zutaten
allergisch ist, muss beim Einkaufen auf das Kleingedruckte
achten. Oder den Codechecker
benützen. Es genügt, die Smartphonekamera über den Strichcode
eines Produkts zu halten – innert
Sekunden werden Inhaltsstoffe
auf dem Bildschirm angezeigt.
EatSmarter
500 Kalorien. Mehr sollten es
für das Znacht nicht sein. Welche
Menüs sich für diese Vorgabe
eignen, zeigt diese Rezeptdatenbank. Sie enthält fast 2000 Kochanleitungen, durchsuchbar nach
Anzahl Kalorien.
Schlaf
Sleep Cycle
Für einen tiefen,
gesunden Schlaf
will dieser
Schlafphasenwecker sorgen.
Mit den ins Handy integrierten
Sensoren misst die App (Android
Fr. 2.–, iOS Fr. 1.–) Ihre Bewegungen im Schlaf und weckt Sie in
einem vordefinierten Zeitfenster
zum günstigsten Zeitpunkt auf.
dafür erscheint eine herrliche
Blumenwiese. Die App (nicht für
Android erhältlich) analysiert
das Schlafverhalten und spielt im
richtigen Moment inspirierende
Geräusche ab, welche die Träume
beeinflussen sollen.
Snore Lab
Schnarchen? Ich? Niemals! Die
vier Franken teure App (nicht für
Android verfügbar) beweist das
Gegenteil, nimmt Geräusche auf
und sagt, wie sie künftig zu
verhindern sind.
Allergien
Pollen-News
Die App des
Allergiezentrums
Schweiz stellt
Dream on
Dunkelheit und Monster verschwinden aus den Träumen,
|
GESUNDHEIT
| 23
aktuelle Pollenprognosen,
regionale Messungen und Tipps
im Umgang mit der Allergie
zur Verfügung.
E-Symptoms
Neurodermitis, Asthma oder
andere Allergien: Für Ärzte ist
eine Symptombeschreibung ganz
wichtig. Die App hilft, diese zu
dokumentieren.
Text: Reto Vogt
Wenn nicht anders erwähnt, sind die
Apps für Android und iOs erhältlich und
kostenlos verfügbar.
Sofort downloaden
Scannen Sie den QRCode mit Ihrem Smartphone und laden
Sie die Apps herunter.
Anzeige
GUTSCHEIN F
ÜR EINE REIS
EBERATUNG
Reiseberatun
g umfasst Info
rmationen fü
über die Mala
r Impfungen,
riaprophylax
Auskunft
e sowie Tipps
für Ihre Reise
Sie bekomme
apotheke.
n ein reiseme
nötigen Vorso
d
iz
in
is
c
h
e
s Dossier mit
rgemassnam
allen
en, Sicherheit
shinweisen, Im
sowie den pe
pfungen
rsönlichen Em
pfehlungen m
it nach Hause
Bitte bringen
.
Sie Ihren Imp
fausweis mit.
Gegen Abga
be dieses Gu
tscheins offe
Apotheken e
rieren wir Ihn
ine kostenlose
en in diesen
, medizinisch
e Reiseberatu
ng.
Ba hn ho fp la
BAHNHOF
A P O TH EK E
tz 3D , 50 00
Aa ra u
A P O TH EK
P A R FU M ERE D R O G ER IE
IE D EN Z LEER
So nn en ho f,
R
f 86 40
Ra pp er sw il
G ül tig bi s En
de Ap ril 20
15
BAHNHOF
A P O TH EK E
D R O G ER IE
Ba hn ho f Ba
se l SB B, 40 51
Ba se l
BAHNHO
D R O G ER IE F A P O TH EK E
P A R FÜ M ER
Ba hn ho fp la
IE
tz 5, 84 00
W in te rth ur
BAHNHOF
Im Ha up tb ah A P O TH EK E
nh of , 30 11
Be rn
Lim m at qu ai
O D EO N
A P O TH EK E
2, 80 01 Zü ric
h
M O N TA LI N
A P O TH EK E
Ri ng str as se
88 , 70 00 Ch
ur
ZUG
A P O TH EK E
Ba hn ho fp la
tz , 63 00 Zu
g
EXTRA
24 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Keim Problem!
Bancomat, WC, Bargeld: Überall lauern gefährliche Bakterien. So jedenfalls warnen
die Boulevardmedien. Ist die Hysterie angebracht? Das Migros-Magazin hat den Test
gemacht und kann beruhigen: Auf Sauberkeit achten ja, Angst haben nein.
S
pätestens seit der Schweinegrippe wissen die Schweizer:
In öffentlichen Verkehrsmitteln,
Einkaufscentern oder im Büro wimmelt
es nur so von Keimen und Bakterien.
2009 startete das Bundesamt für
Gesundheit mehrere Kampagnen, und
Komiker Beat Schlatter zeigte der Nation, wie man richtig Hände wäscht:
mehrmals täglich, mindestens 20 Sekunden. Seither ist die Bevölkerung sensibilisiert. Türklinken in öffentlichen
WCs werden mit den Ellbogen geöffnet,
im Tram hält man sich nicht mehr fest,
und wenn, dann höchstens mit dem
kleinen Finger. Stellt man die Tasche, die
schon auf dem Perron stand, auf den
Küchentisch, hört man sofort: «Wää,
weisch wie gruusig!» Frauen zücken
überall ihr Fläschchen und desinfizieren
sich eifrig die Hände. Alles nur Hysterie? Mikrobiologe Reinhard Zbinden
jedenfalls hält das ständige Desinfizieren für übertrieben: «Bei uns wurde ein
regelrechter Hygienewahn gezüchtet!»
In der Grippezeit ist
Händewaschen Pflicht
Wie unhygienisch ist die Schweiz also
wirklich? Das Migros-Magazin hat in
Zürich den Test gemacht und Proben an
verschiedenen heiklen Stellen des
öffentlichen Lebens genommen. Im
Fokus: WC-Griff, Geldautomat, Bargeld, Liftknopf, Rolltreppe. Die Proben
wurden von einem spezialisierten Labor
auf aerobe (entwickeln sich unter
normalen Luftbedingungen) und mesophile (mögen mittlere Temperaturen)
Keime, Enterobakterien (Stäbchenbakterien im Darm) und Escherichia coli
(Darmbakterien, die in Nahrungsmitteln gefährlich sein können) getestet.
Das Resultat: Alles halb so wild! An
WC-Griff und Bancomat gibt es zwar
Bakterien in höherer Dichte, gesundheitsgefährdend sind sie aber nicht.
Einzig in der Grippezeit ist erhöhte Vorsicht geboten: Regelmässiges Händewaschen ist jetzt Pflicht, wenn man sich
vor Viren schützen will.
Pièce de résistance:
An der Tür einer öffentlichen
Toilette in Zürich wird eine
Watteprobe genommen.
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Münz Der getestete Fünfliber
hat sich als quasi keimfrei
erwiesen. Von sämtlichen
Bakteriengruppen wurden
weniger als 10 KbE gefunden.
Der Grund: Von der Münze
entweichen Metalle in
die Umgebung, welche die
Bakterien hemmen.
Rolltreppe Ebenfalls sehr
reinlich ist der Handlauf
der untersuchten Rolltreppe.
Auch hier blieb der Wert bei
allen drei Bakteriengruppen
unter 10 KbE.
|
GESUNDHEIT
| 25
Öffentliches WC
Auf dem Türgriff zum stillen Örtchen
wurden die meisten Bakterien entdeckt.
Die aeroben mesophilen Keime (Bild unten)
schlagen hier mit 5400 koloniebildenden
Einheiten (KbE, Messwert bei Bakterienkulturen) deutlich zu Buche. Doch das
Labor gibt Entwarnung: «Die Werte bewegen sich
im absolut unbedenklichen Rahmen.
Und selbst bei massiv höherer Dichte wären sie
nicht gesundheitsgefährdend.»
Geldautomat Etwas mehr
ausgeschlagen hat der
Keimpegel bei der Tastatur
des Bancomaten: Hier haben
sich 380 KbE aerobe
mesophile Keime sowie
50 KbE Enterobakterien
eingenistet. Vielleicht hat
also tatsächlich jemand
mit schmutzigen Fingern
den Geldautomaten bedient.
«Trotzdem kein Grund zur
Sorge», so das Fazit
des Labors. Zum Vergleich:
Wirklich gefährlich wirds
bei den Enterobakterien erst
ab 100 000 KbE.
Lift Kaum Enterobakterien,
keine Escherichia coli und
lediglich 60 KbE aerobe
mesophile Keime – dies
das erfreuliche Resultat des
untersuchten Liftknopfs.
EXTRA
26 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Wussten Sie schon?
Es sind nicht Toiletten,
welche die höchste
Keimbelastung
aufweisen: Bürostühle,
Computermäuse,
Telefone und Tastaturen
sind Studien zufolge
deutlich stärker
belastet.
Auf einem Quadratzentimeter Haut leben
rund 1000 Bakterien.
Sie können dort bis zu
drei Stunden überleben.
In nur sieben
Sekunden kann sich
eine Bakterie
auf 2 097 152 Stück
vermehren.
Die panische Angst
vor Keimen und
Bakterien nennt
man Mysophobie.
Anzeige
Manchmal helfen schon
ganz kleine Bewegungen.
Zum Beispiel diese Nummer wählen: 0844 80 81 82
In Hotels sind die grössten
Bakterienschleudern
Fernsehbedienung und
Lichtschalter.
Auf wenigen Quadratzentimetern einer Handtasche
können sich bis zu
10 000 Bakterien befinden,
30 Prozent davon sind
Fäkalbakterien.
Bilder: istockphoto
Das Wort Hygiene stammt aus der
griechischen Mythologie: Hygiene ist
die Göttin der Gesundheit.
Wäscht man seine Hände
30 Sekunden lang unter
fliessendem Wasser (egal,
ob warm oder kalt) und
mit Flüssigseife, tötet das
99,9 Prozent der Erreger.
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
|
GESUNDHEIT
| 27
INTERVIEW
«Im Haushalt ist Sauberkeit wichtiger als Desinfektion»
Reinhard Zbinden, wie gefährlich sind die
Bakterien, die wir gefunden haben?
Reinhard Zbinden
ist Mikrobiologe
an der Universität
Zürich.
Ein durchschnittliches
Küchenschneidebrett
weist doppelt so viele
Escherichia coli auf wie
stehendes Toilettenspülwasser. Dagegen hilft
nur eines: Plastikbretter
regelmässig in der Geschirrspülmaschine reinigen.
Die meisten davon sind Bakterien, die
wir sowieso auf der Haut tragen. Beim
Berühren einer Oberfläche passiert es
in der Regel immer, dass sich Bakterien
von der Haut des Vorgängers auf die
eigene Haut übertragen. Normalerweise sind das nicht krankmachende
Bakterien. Im Verhältnis zu Erkältungsviren sind Bakterien recht harmlos.
Und wann steckt man sich richtig an?
Heikel sind vor allem die Erkältungsund Grippeviren im Winter. Wenn
jemand niest und eine Oberfläche
anfasst, können die Viren kurzfristig auf
einer Oberfläche überleben. Wenn dann
jemand anders die Oberfläche berührt
und anschliessend mit den Händen zum
Mund geht, kann er sich anstecken.
Was kann man tun, damit man sich nicht mit
einem Erkältungsvirus ansteckt?
Beim Händeschütteln
werden mehr Krankheitserreger übertragen als
beim Küssen. Der Grund:
Mit den Händen fasst man
sich ständig unbewusst
ins Gesicht. So können die
Erreger in Nase, Augen
oder Mund geraten.
Besonders im Winter ist es sehr wichtig,
dass man sich häufig die Hände wäscht.
Damit ist das Ansteckungsrisiko deutlich geringer.
Soll man sich die Hände auch desinfizieren?
Nein, das ist ausserhalb eines Spitals
nicht nötig. Man muss diesen Hygienewahn, der gezüchtet wurde, nicht noch
hochschaukeln.
In den USA kann man im Supermarkt den
Einkaufswagen mit einem Tüchlein desinfizieren. Empfehlen Sie das auch für die Schweiz?
Nein, das bringt nichts und reduziert das
Risiko einer Ansteckung unmerklich.
Sie haben den Hygienewahn angesprochen.
Wie verhält man sich im Haushalt? Sollte
man da immer die Oberflächen desinfizieren?
Auch das ist nicht nötig. Im Haushalt ist
Sauberkeit wichtiger als Desinfektion.
Herkömmliche Putzmittel reichen völlig
aus. Bakterienschleudern wie Schneidebretter oder Lappen müssen regelmässig
heiss gewaschen werden. Mit diesem
Desinfektionswahn richtet der Normalbürger eher Schaden an, als dass er
gesund bleibt: Bestimmte Desinfektionsmittel können zu Resistenzen gegen
Antibiotika führen. Man züchtet so
quasi in seinem Haushalt resistente
Bakterien heran.
Welche Keime halten Sie für wirklich gefährlich?
Viel heikler als Bakterien auf Haut und
Oberflächen sind Keime, die im Essen
vorkommen. Besonders in Geflügelfleisch befinden sich oft gefährliche
Bakterien. Campylobacter verursachen
Durchfall, wenn man das erhitzte Poulet
wieder mit kontaminierten Geräten in
Kontakt bringt. Man weiss dann, dass
man einen Fehler gemacht hat. Es gibt
aber viele resistente Bakterien in Nahrungsmitteln, die bei Fehlern im Umgang
mit dem erhitzten Poulet aufgenommen
werden. Diese Bakterien zeigen akut
keine Wirkung, können später aber zum
Beispiel Ursache von Harnwegsinfektionen bei Frauen sein, die nicht einfach
zu behandeln sind. Texte: Silja Kornacher
Anzeige
PUBLIREPORTAGE
Zukunftsweisende Entwicklung
Hören in brillanter Auflösung – mit Hörgeräten von Siemens
©Deutscher Zukunftspreis/bildschön
Am Mittwoch, den 28. November 2012, wurden die
Preisträger Dr. Torsten Niederdränk, Siemens AG, sowie Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier und Prof. Dr. Volker
Hohmann von der Universität Oldenburg vom Bundespräsidenten Joachim Gauck persönlich geehrt.
Das Forscherteam hat ein „binaurales Hörsystem“
entwickelt, das die Kommunikation zwischen den
Hörgeräten beider Ohren ermöglicht.
Erneut setzen Siemens Ingenieure
mit einer Innovation den Standard
der Zukunft für binaurales Hören,
dem Hören mit beiden Ohren. Seien
Sie gespannt auf eine wegweisende
Chiptechnologie, die in den neuen
Hörgeräten von Siemens zum Einsatz
kommt. Es ist die Weiterentwicklung
einer innovativen Technologie, für
deren Grundlagen Forscher von
Siemens und der Universität Oldenburg 2012 ausgezeichnet wurden.
Indem die beiden Hörsysteme des
Trägers noch besser miteinander
kommunizieren, konnten die Entwickler Richtungshören und Klangqualität in Situationen mit unterschiedlichen Umgebungsgeräuschen weiter optimieren.
Überzeugen Sie sich selbst:
Jetzt Gutschein für Probetragen
anfordern unter 0800-088 014.
www.siemens.ch/hoersysteme
Qualitätshörsysteme
EXTRA
28 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Narrenkastln
Wenigstens ein Mal im
Monat sollte man für
eine halbe Stunde ins
Narrenkastl schauen,
wie unsere österreichischen Nachbarn zu
sagen pflegen – und
träumen. Oder an nichts
denken. Tagträume
spornen die Kreativität
an. Wenn einem absolut
keine Lösung für ein
Problem einfällt, soll
man einer anspruchslosen, langweiligen
Tätigkeit nachgehen,
raten Wissenschaftler.
Für die Häufigkeit der
Tagträumerei gibt es
weder Vorschriften noch
Regeln. Man sollte es
tun, wenn einem danach
ist, und sich nicht davon
abhalten lassen.
2
Die Spiele sind eröffnet!
Warum immer vier Jahre warten?
Man kann vor Ort auch seine eigenen
Olympischen Spiele durchführen.
Je nach geografischer Gegebenheit
denkt man sich seine Disziplinen aus.
Das können verrückte Übungen sein:
Klimmzüge an einem dicken Ast
(vorher Stabilität testen).
Klettern über ein (Verbots-)Schild
oder über Zäune (vorher prüfen,
ob die Luft rein ist).
1
Ein Boxkampf mit einem Schneemann (den man sicher gewinnt).
Sich einen Hang hinunterkullern
lassen (alte Kleidung anziehen).
Einen Slalom um Bäume im Wald
rennen (auf konkurrierende Wildschweine achten).
Bälle auf ein Giebeldach werfen
und auffangen (Vorsicht Dachrinne).
Über Pfosten, Pfützen oder Gatter
springen (passende Schuhe tragen).
Einen Hügel oder einen Sandhaufen hoch- und wieder hinunterrennen (nicht stolpern).
Squash- oder Tennisbälle gegen
eine Hauswand schmettern
(nicht auf die Wand des Nachbarn).
Als Schläger kann übrigens auch eine
Bratpfanne dienen.
Der Fantasie sind also keine Grenzen
gesetzt. Aber auch hier gilt:
Mitmachen ist wichtiger als siegen.
Durchkneten
Ganz einfach lässt es sich mit der sogenannten
Massage à deux entspannen.
Das muss aber nicht zwingend im Duo
passieren – auch in der Gruppe machen
die Übungen Spass. Und sie sind auch für Laien
geeignet, denn die Griffe sind leicht
anzuwenden. Beispiel gefällig? Die «Energiedusche», bei der über den Kopf nach
unten gestrichen wird. Oder das «verrückte
Wetter», eine Massage, bei der man
auf dem Rücken einer Person Wetterlagen
wie Hagel, Sonne, Blitz oder Wind imitiert.
Statt Wetter können auch andere
Themen erfunden werden. Teig kneten,
Gartenarbeit – alles geht!
3
10 Dinge, die
man diesen
Herbst
und Winter
machen sollte
|
EXTRA
MIGROS-MAGAZIN | NR. 42, 13. OKTOBER 2014 |
Mit dem Feuer
spielen
Barfuss gehen, Federn
fangen oder einfach nur
vor sich hin träumen:
Zehn Ideen, wie Sie sich
in der kalten Jahreszeit
mit sehr wenig Aufwand,
aber umso mehr Spass
frisch halten können.
Text: Sabine Müller Illustrationen: illumueller.ch
4
Wer bei Kälte im Freien
grilliert, hat sicher bald
Gesellschaft. Denn wer wärmt
sich nicht gern die klammen
Finger über der heissen Glut?
Man kann das Ganze sehr
puristisch und ohne Fleisch
gestalten. Wie wärs zum
Beispiel mit feinen Bratäpfeln
mit Cantuccinifüllung? Das
Rezept dazu finden Sie in der
Box rechts. Aber auch Kastanien, Kartoffeln und Brote
lassen sich leicht auf dem Rost
braten. En Guete!
|
GESUNDHEIT
| 29
Bratäpfel mit Cantuccinifüllung
Zutaten:
8 mittlere Äpfel, 1 Vanilleschote,
100 g Cantuccini, 50 g Butter (weich),
2 EL Zucker, 2 EL Weinbeeren,
4 süssliche Äpfel, z. B. Gala
Zubereitung:
Vanilleschote halbieren, Mark herauskratzen. Cantuccini in einen verschliessbaren Plastiksack geben, mit
einem Wallholz grob zerkleinern. Cantuccinibrösel, Butter, Zucker, Weinbeeren und Vanillemark in einer Schüssel
vermischen. Von den Äpfeln einen
Deckel abschneiden. Mit einem Teelöffel das Kerngehäuse herausnehmen.
Das Loch mit der Cantuccinimasse
füllen. Deckel aufsetzen. Äpfel in Alufolie einpacken. Auf dem heissen Grill
oder in der Glut ca. 12 Minuten backen.
Rezept
EXTRA
30 |
|
GESUNDHEIT
|
NR. 42, 13. OKTOBER 2014 | MIGROS-MAGAZIN |
Den Rückwärtsgang einlegen
Haben Sie gewusst, dass Rückwärtslaufen 30 Prozent mehr
Energie verbraucht als der Gang
nach vorne? In der Rückwärtsbewegung kann der Fuss nämlich
nicht wie gewohnt abrollen.
Dadurch muss der Körper sein
Gewicht länger halten. Ausserdem
sind mehr Muskeln beteiligt als
beim Vorwärtslaufen. Um den
Effekt wirklich komplett zu nutzen,
muss man schnell laufen. Kollisionen vermeiden Sie, indem Sie
sich zu zweit einhaken: Einer geht
vorwärts, der andere rückwärts,
dann wird abgewechselt.
5
Kneippen im Schnee
Jeder hat davon gehört, doch wer hat
Kneippen wirklich schon mal ausprobiert? So gehts: Am Morgen
barfüssig zwei bis drei Minuten über
taufrisches Gras beziehungsweise
20 bis 30 Sekunden durch frisch
gefallenen Schnee gehen. Anschliessend die Socken anziehen und herumgehen, bis die Füsse warm sind. Das
stärkt das Immunsystem, kräftigt die
Fussmuskulatur und hilft erst noch
bei Kopfschmerzen. Auch für Anfänger geeignet – Ausreden gelten nicht!
6
Übers Eis schweben
Wenigstens ein Mal sollten Sie eislaufen gehen! Das ist
leicht zu lernen, stellt minimale Anforderungen an
die körperliche Fitness und schult Gleichgewichtssinn
und Körperkoordination. Beim Gleiten übers Eis
können Sie auf die faule Art etwas für Ihre Ausdauer
tun. Während Sie sich lautlos fortbewegen, trainieren
Sie nämlich ganz nebenbei und ohne grossen Kraftaufwand Ihre Kondition. Eislaufen ist deshalb der ideale
winterliche Ersatz für Joggen. Am schönsten läuft es
sich auf Natur- oder Kunsteisbahnen unter freiem
Himmel. Davon gibt es einige in der Schweiz. Aber Achtung: keinesfalls zugefrorene Seen betreten, die nicht
freigegeben sind!
7
Lustwandern
Eine Winterwanderung soll Freude
bereiten und nicht Überwindung
kosten! Wenn man sicher sein kann,
dass ein Ausflug nicht länger als
zwei Stunden dauert, läuft jeder gern
und lustvoll los. Die Schweizer
Wanderwege und Schweiz Tourismus
liefern einige geeignete Routen.
8
www.wandern.ch und www.myswitzerland.ch
EXTRA
|
GESUNDHEIT
| 31
RISIKO-CHECK
JETZT.
Kraftvoll
reinbeissen
Machen Sie
viel Federlesens!
Eine meditative Tätigkeit, die
auch den Sammlerinstinkt wecken
kann. Dazu brauchen Sie ein
Schmetterlingsnetz und etwas
Ruhe beim Blick übers Wasser.
Und plötzlich entdecken Sie auf der
Oberfläche überall Federn in allen
Grössen und Farben, welche die
Wasservögel beim Putzen verloren
haben. Am besten von einem Steg
aus mit dem Schmetterlingsnetz
einsammeln. Wer keins hat, nimmt
ein Passiersieb und bindet einen
Stecken daran. Zu Hause legen Sie
die Federn für 20 Minuten bei mindestens 65 Grad in den Backofen,
damit sie keimfrei werden. Für die
anschliessende Verarbeitung sind
Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sieb in der Spülmaschine zu
waschen nicht vergessen.
9
An apple a day keeps the doctor
away – endlich kann man
wieder täglich richtig in Äpfel
reinbeissen, um gesund zu
bleiben. Denn ab Spätsommer
gibt es sie wieder, die einheimischen Vitaminspender: Boskop,
Cox Orange, Elstar, Idared, Jonagold und Gala, um nur ein paar
Sorten zu nennen. Das Zauberwort heisst Flavonoid Quercetin.
Diese Substanz in der Frucht
kann Krankheiten vorbeugen.
Und: unbedingt unverarbeitet
mit Schale verspeisen, auch
mal mit Kerngehäuse. Dass sich
die Kerne im Blinddarm
ansammeln sollen, ist nämlich
ein Ammenmärchen.
10
Masern sind eine hochansteckende
Krankheit. Sie können besonders bei Erwachsenen
schwerwiegende Folgen haben. Auch in der Schweiz
kommt es immer wieder zu Masernausbrüchen.
Sind Sie genügend geschützt? Machen Sie jetzt den
Risiko-Check auf www.stopmasern.ch.
www.stopmasern.ch
PUBLIREPORTAGE
Nationale Aktion
für gutes Hören.
t!
k
n
e
h
Gesc
*–
.
0
0
bis CHF 7
zu
eräte.
rg
auf Hö de 2014.
Mehr Lebensfreude mit dem
einmaligen Angebot von Amplifon.
M
Bis En
it rund 60 Jahren Erfahrung
in der Hörgeräteakustik bietet
Amplifon beste Betreuung rund
ums Thema Hören. Amplifon möchte
die Hörqualität der Schweizerinnen und
Schweizer verbessern und führt jetzt
eine Aktion für gutes Hören durch: Bis
Ende 2014 schenken wir Ihnen bis zu
CHF 700.–* für neue Hörgeräte.
wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Bereits nach kurzer Tragezeit von Hörgeräten hatte die Mehrheit der Studienteilnehmer mehr Spass an Aktivitäten mit
Freunden und fühlte sich wohler beim
Kommunizieren im Alltag. Dies bestätigten sogar jene Testpersonen, die
im Vorfeld angaben, kein Hörgerät zu
benötigen.
Als nationaler Marktführer für Hörberatung wissen wir: Besser hören bedeutet
entscheidend mehr Lebensqualität. Dies
konnte in unserer nationalen Hörstudie
Hörtest und Probetragen –
kostenlos
Nehmen Sie jetzt an der Nationalen Aktion
für gutes Hören teil und entdecken Sie
<wm>10CAsNsjY0MDQx0TU2MzU0MAEAwTXeAA8AAAA=</wm>
<wm>10CFXKqw6AMAwF0C_q0na960YlmSMIgp8haP5f8XCI486yBBJ_5r7ufQthMaNcIGyBpslMorKn6hbctOgTJkF2hbdfJzOXzDzeQtxIyxBQBqGOAqTrOG-Yxw2ycQAAAA==</wm>
Gut hören in 4 Schritten:
1. Vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch und kommen Sie zu uns ins
Fachgeschäft.
2. Führen Sie bei Amplifon eine kostenlose, professionelle Höranalyse durch.
(ab VP CHF 883.– pro Hörgerät)
(ab VP CHF 583.– pro Hörgerät)
* Rabatt für den Kauf von zwei
Hörgeräten. Bei einem Hörgerät halbiert sich der Rabattbetrag. Pro Person ist nur
ein Gutschein einlösbar. Die
Gutscheine können nicht bar
ausgezahlt werden. Sie sind
nicht mit anderen Aktionen
und Rabatten kombinierbar.
* Rabatt für den Kauf von zwei
Hörgeräten. Bei einem Hörgerät halbiert sich der Rabattbetrag. Pro Person ist nur
ein Gutschein einlösbar. Die
Gutscheine können nicht bar
ausgezahlt werden. Sie sind
nicht mit anderen Aktionen
und Rabatten kombinierbar.
* Rabatt für den Kauf von zwei
Hörgeräten. Bei einem Hörgerät halbiert sich der Rabattbetrag. Pro Person ist nur
ein Gutschein einlösbar. Die
Gutscheine können nicht bar
ausgezahlt werden. Sie sind
nicht mit anderen Aktionen
und Rabatten kombinierbar.
Einzulösen bis 31.12.2014.
Einzulösen bis 31.12.2014.
MM_P
(ab VP CHF 1635.50 pro Hörgerät)
MM_P
Jetzt CHF 150.–*
sparen beim
Kauf von neuen
Hörgeräten.
Einzulösen bis 31.12.2014.
MM_P
4. Beim Kauf von Hörgeräten bis
Ende 2014 schenken wir Ihnen
bis zu CHF 700.–.*
Jetzt CHF 300.–*
sparen beim
Kauf von neuen
Hörgeräten.
Beste Beratung und vielfältige
Auswahl
An rund 80 Standorten in der ganzen
Schweiz werden Sie von unseren qualifizierten Hörakustikern kompetent beraten
und betreut. Wir bieten Ihnen eine grosse
Auswahl verschiedener Marken und Modelle – vom Basishörgerät ab CHF 435.–
bis zum modernsten High-End-Hörgerät.
So finden Sie genau die Hörlösung, die
zu Ihrem Leben und individuellen Anforderungen passt.
Profitieren Sie von unserem einmaligen Angebot. Vereinbaren Sie jetzt
einen persönlichen Beratungstermin
im Amplifon-Fachgeschäft in Ihrer
Nähe unter der kostenlosen Kundenservicenummer ✆ 0800 800 881
oder besuchen Sie uns auf unserer
Website: www.gutes-hoeren.ch
3. Testen Sie ganz unverbindlich und
kostenlos hochwertige Hörgeräte.
Jetzt CHF 700.–*
sparen beim
Kauf von neuen
Hörgeräten.
mit den hochwertigen Hörgeräten von
Amplifon ein ganz neues Lebensgefühl.
Lassen Sie Ihr aktuelles Hörvermögen in
einem unserer Fachgeschäfte kostenlos
und professionell testen. Falls Sie Hörgeräte benötigen, können Sie bei uns die
neusten Modelle bis zu vier Wochen
kostenlos und unverbindlich probetragen.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
29
Dateigröße
1 888 KB
Tags
1/--Seiten
melden