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LiteraturSeiten München März 2015

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LiteraturSeiten
März 2015
Über Bücher, Autoren & Veranstaltungen
uuu
Lyrik, Hybris
L
yrik, ach, wo bleibt dein Frühling! Der
Frost krallt sich in die Erde bis tief
hinein in den März, und auch das zarte Pflänzchen Lyrik wagt sich zwischen
den Eisplatten von Krimis und Thrillern,
der Lava dröger, dickleibiger Prosa kaum
ans Licht. Poesie spreizt sich aber auch,
ist pubertär, abweisend, streitlustig und
will nicht immer verstanden werden.
Aber: Lyrik ist auch, was im Ohr hängen
bleibt, gesungen, geschmalzt, geträllert.
Wer wusste das besser, als der Großlyriker Udo Bockelmann alias Jürgens, de
mortuis nil nisi: „Siebzehn Jahr, blondes Haar...“, ist das nicht eigentlich ein
verkapptes Frühlingspoem? Kaum ein
anderer oder wagen wir zu sagen: Kein
anderer hat es geschafft, derart viele lyrische Ohrwürmer in unsere Gehirne
zu pflanzen, wie der ewige große Junge, der nach Konzerten im weißen Bademantel vom Podium herunter Jung
und Alt die Hände reichte und reichen
wollte bis in alle Ewigkeit – 60 Jahre Erfolg auf Erfolg . Über 100 Millionen Tonträger verkauft. Und doch, der Zweifel
nagt: Musste er seine Tournee mit 80
Jahren „Mitten im Leben“ nennen? War
das nicht klassische Lyriker-Hybris, wie
sie seit eh und jäh bestraft wird?
Hans Magnus Enzensberger (links)
besucht mehrmals in der Woche
seine Lieblingsbuchhandlung
Lehmkuhl.
Fotos: Felix König / Creative Commons; Matthis Kneppeck
Kolumne
Der legendäre Flügel der
Buchhandlung Lehmkuhl in der
Leopoldstraße (unten).
Sonntag, 1. März
Schwabinger Schaumschläger (Lesebühne)
mit Svenja Gräfen, Frank Klötgen, Dominik
Erhard und Benedikt Maria Kramer
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
Montag, 2. März
19:00 Uhr
„Dionysos als Gott der Tragödie“ – Vortrag
von Renate Schlesier. Info: 0176 41754062
oder info@nietzsche-forum-muenchen.de
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
20:00 Uhr
Der Münchner Autor Richard Lorenz stellt
seinen Roman „Amerika-Plakate“ vor
(Musik: Carl-Ludwig Reichert). 8/7 €
→→ Cafe Ruffini, Carl-Orffstr. 22 – 24
– Anzeige
Schwabinger Kaffeebohnen
Die „Kuhle“ ist Kult: Hans Magnus Enzensberger
und sein Lieblingsbuchladen Lehmkuhl
von
Michael Kunze & Sylvester Levay
auf der Basis der Originalproduktion
der Vereinigten Bühnen Wien
Er darf, er soll sein Schiff verlieren. Am
besten in jedem Gedicht. Aufbrechen,
Risiko, das Gewohnte verlassen usw. Michael Krüger hat Recht, wenn er, wie
jetzt auf der Poetica 1 in Köln sich zur Poesie bekennt: Sie kann spannend sein,
existentiell, geheimnisvoll, umwerfend.
Aber eben auch siebzehn Jahr blondes
Haar; oder um es mit Enzensberger auf
den Punkt zu bringen: „Lyrik nervt“.
WH.
Kalender März
19:30 Uhr
„Lehmkuhl geht’s gut“, sagt Hans Magnus Enzensberger über
seine Lieblingsbuchhandlung. Da schluckt man erstmal. Meint
– Anzeige
der Mann das wirklich? Das große Lamento über Amazon, macht
Der Welterfolg wieder in München
der Branche die Kunden abspenstig, und da soll es einer Buchhandlung gutgehen? – „Amazon, die ignorieren wir einfach“,
redet Enzensberger fröhlich weiter. Die Furcht mancher Autoren,
sie könnten wegen Negativaussagen im Rating des Internetriesen herabgestuft werden, schüttelt ihn nicht. Der agile 85jährige
sucht die „Kuhle“ oft mehrmals wöchentlich auf. –„Ist ja so praktisch für mich. Sie liegt über die Straße, die Buchhändlerinnen
dort wissen Bescheid, kennen ihre Kunden, man kann die Bücher
26.03.15 - 07.06.15
in die Hand nehmen, das sind paradiesische Zustände.“ – Mehr
TICKETS: 089 – 55 234 444
www.deutsches-theater.de
gibt es für ihn nicht zu sagen, und knapper und besser hätte man
auch nicht auf den Punkt bringen können, was eine BuchhandHölderlin, null Tonträger, hatte übermülung von einem Onlineladen unterscheidet.
tig 1798, weh mir wo nehm ich, 11.02.2015
wenn
es12:13:31
Literaturseiten_02_2015_elisabeth_51x51mm_layout.indd
1
Winter ist, die „Hälfte des Lebens“ besungen, wohl in der Annahme, die zweite läge noch vor ihm und erlitt damit
Schiffbruch, weil er schon wenige Jahre danach (manche sagen, schon während) in geistige Umnachtung geholt
wurde – von den Göttern, ganz offenbar,
wo er mit ihnen im Dunklen diese zweite Halbzeit spielen musste. Hängen wir
den weißen Bademantel von Udo J.
nur einmal probeweise um die Schultern des Nürtingers Friedrich H., so wird
schnell deutlich, dass dieser wohl noch
nicht einmal in der nächtlichen Hälfte seines Lebens derart albernweiß ummäntelt auf den Gedanken verfallen
wäre, seine Fans zu verabschieden, wobei andererseits er eben nie in die Verlegenheit des Händeschüttelns – Schiffbruch? Wenn das nicht das eigentliche
Thema des Dichters ist, was dann?
www.literaturseiten-muenchen.de
M
ichael Lemling, Geschäftsführer
von Lehmkuhl, sieht das genauso. Er kann sich in seinem Stuhl zurückund an eine über 100jährige Geschichte
anlehnen. 1903 von Georg Steinicke gegründet, 1913 von Fritz Lehmkuhl übernommen, von 1934 bis 2005 im Besitz
der Familie Schumacher, gehört der Laden heute den Verlegern Wolfgang und
Hans-Dieter Beck. Ein Glücksfall. Eine
Schwabinger literarische Buchhandlung
in den Händen eines großen Schwabinger Traditionshauses. „Wir konnten vom
Konzept her intakt bleiben, jenseits der
Branchenentwicklung, mussten uns
keine neuen Flächenkonzepte einfallen lassen, keine neuen Warengruppen
aufnehmen. Wir sind die Stadtteil-Buchhandlung geblieben, die wir immer waren, traditionell und traditionsreich.“
So betritt man den Laden auch nach
dem Umbau in Sommer 2012 mit Heimatgefühlen. Nach wie vor präsentiert er sich als langer Schlauch, mit
einer großzügigen Ausbuchtung im Eingangsbereich, dem mit Büchern beladenen Flügel – Lehmkuhls Leitmotiv
– und der Kassentheke, mit zwei kleineren Ausbuchtungen weiter hinten. Hier
herrscht die Literatur, die schöngeistige
und die unterhaltende, das Arsenal der
Krimis und Thriller, die Kunst- und Fotobände, die Hörbücher und auch der Tolino, der eBook-Reader der Buchhandlungen. „Wir haben nichts gegen eBooks“,
sagt Lemling. „Die Offenheit für die Digitalisierung muss sein. Das ist nicht der
Untergang des Abendlandes und wird
das gedruckte Buch nicht von der Bildfläche verschwinden lassen. Es sind ja
beileibe nicht nur die Jungen, eher die
50plus-Leser, die sich dafür interessieren und sich von uns vor allem auch
technisch beraten lassen.“
Im ersten Stock dominieren die Sachbücher, die Sprach- und Reiseführer, MusikCDs und die Kinder und Jugendliteratur.
Damit aus kleinen Lesern beizeiten große werden, widmet sich ihnen das Label Lehmcool mit einem besonderen Programm zum Bücher erleben, Autoren
kennenlernen, Spaß haben. Dazwischen
nicht zu vergessen die berühmte Treppe.
Bei Lesungen, die zu organisieren in dem
schmalen Laden ein wahres Kunststück
ist, reißen sich manche Leute um einen
Platz darauf. Dass Lesungen rückläufig
sein sollen konnte Lemling bisher nicht
wahrnehmen, im Gegenteil, der Bedarf
an ihnen sei gewachsen. „Vielen Men-
BUDAPESTER OPERETTENTHEATER
EMMERICH KÁLMÁN
schen ist die Tuchfühlung mit den Autoren eben wichtig und bei uns möglich.
80 Leute passen in den Laden, das ist eine angenehme Zahl. Aber einmal im Jahr
machen wir die große Nummer, mieten
das Audimax, tun uns mit den Kammerspielen und dem Residenztheater zusammen. Da zeigen wir, dass wir dazu auch
fähig sind.“
Die Csárdásfürstin
MIT RALPH MORGENSTERN
ALS BUTLER MISKA
11.06.15 - 14.06.15
TICKETS: 089 – 55 234 444
www.deutsches-theater.de
Der Autor Enzensberger hingegen
Dienstag, 3. März
wehrt, auf Lesungen angesprochen, ab.
Selber liest er nicht, nicht einmal aus
Literaturseiten_02_2015_elisabeth_51x51mm_layout.indd
11.02.2015
2
13:38:06
19:00 Uhr
seinem im Vorjahr so erfolgreichen auLorenz S. Beckhardt präsentiert sein Buch
tobiographischen Rückblick „Tumult“. Er
„Der Jude mit dem Hakenkreuz. Meine
zieht es vor, andere zu empfehlen, wenideutsche Familie“. Beckhardt, Jahrgang
ger bekannte Kollegen vorzustellen.
1961, erfuhr erst als 18-jähriger von seiner
Michael Lemling wechselte 2006 von Carolus in Frankfurt zu „Münchens renommiertester Buchhandlung“ (laut Merian).
Über das, was sich unter seiner Leitung
seitdem getan hat, berichtet er mit Understatement. Etwa über 5plus, die seit 2009
bestehende Kooperation von anfangs fünf
Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die inzwischen auf
acht angewachsen ist. Das Kundenmagazin erscheint zweimal im Jahr gratis, mit
Beiträgen namhafter Autoren und Buchempfehlungen der Mitarbeiter, Lesetipps
par excellence. Dazu gibt es jährlich eine
Art Jahresgabe, ein besonderes Stück Literatur in einer exklusiv edierten Ausgabe.
Erweitert hat Lemling den Weihnachtsladen im Gartenhaus auf November und
Dezember, festgehalten hat er an Traditions-Veranstaltungen wie Kundenfeste, Fahrten zu den Büchermessen, Bücherflohmärkte u.a. Lehmkuhl ist Mitglied des
Vereins Buy Local und setzt sich damit für
den unabhängigen Einzelhandel ein.
Mit einem Einkauf bei Lehmkuhl rettet
man nicht gleich die Welt, heißt es in der
Werbung, aber die Vielfalt Schwabings.
Dass die Selbstbedienungs-Kaffeemaschine, die neben der gemütlichen Sitzgruppe im Hintergrund des Ladens steht, mit
Bohnen aus einer Kaffeerösterei ums Eck
gefüttert wird, ist so eine Geste.
K at r i n a B e h r e n d L e s c h
In unserer Reihe „Meine Lieblingsbuchhandlung“ stellten die „LiteraturSeiten
München“ in der ersten Folge den
Münchner Autor Christoph Poschenrieder und „Buch & Bohne“ vor.
jüdischen Herkunft. Er spannt einen Bogen
deutsch-jüdischer Geschichte von seinem
Großvater, einem hochdekorierten Soldaten aus dem 1. Weltkrieg bis zu seiner ganz
persönlichen Konsequenz. Moderation:
Armand Presser. Res.: 089-202400-491 und
Abendkasse
→→ Jüdisches Gemeindezentrum,
St.-Jakobs-Platz 18
19:00 Uhr
„Kafkas Kleider“ – ein Vortrag von Mark M.
Anderson (New York/Berlin), der mit seiner
Dissertation „Kafkas Clothes: Ornament
and Aestheticism in the Habsburg Fin
de Siècle“ schlagartig als Kafka-Kenner
bekannt wurde.
→→ Adalbert Stifter Verein im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8
20:00 Uhr
Renate Schmidt stellt ihr Therese-GiehseBuch vor. Schmidt, die mit Giehse befreundet war und nach deren Tod zu ihrer
Nachlassverwalterin eingesetzt wurde,
legt, auf der Grundlage der 43 Tagebücher
der Schauspielerin, deren erste umfassende Biografie vor. Res.: 089-189 100 96
→→ Buchhandlung Lentner, Balanstr. 14
20:00 Uhr
Schwabinger Poetry Slam
→→ Lustspielhaus, Occamstr. 8
20:00 Uhr
„Spielt weiter! Mein Leben für das
Theater“ – Dieter Dorn liest aus seiner
Autobiografie und diskutiert anschließend
mit dem Publikum. 10/5 €. Mitglieder frei.
Info: www.literarische.de
→→ Bürgerhaus Gräfelfing am
Bahnhofsplatz
Weiter auf Seite 2 uuu
März 2015
Donnerstag, 5. März
Kalender (Fortsetzung)
19:30 Uhr
20:00 Uhr
Preis der Leipziger Buchmesse 2015: Die
Nominierten sind… Ein Abend mit den
Autoren der Shortlist: Ursula Ackrill, Teresa
Präauer, Norbert Scheuer, Jan Wagner und
Michael Wildenhain; Moderation: Sigrid
Brinkmann & Gerwig Epkes. 9/7 €
→→ Literaturhaus München, Salvatorpl. 1
Mittwoch, 4. März
17:00 Uhr
LesArt – Reden über Bücher: „Der Hals der
Giraffe“ von Judith Schalansky. 4 €
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
19:30 Uhr
Eröffnung der Stefan-ZweigAusstellung „Wir brauchen einen
ganz anderen Mut!“ mit Klemens
Renoldner und Udo Wachtveitl.
(siehe auch nebenstehenden
Artikel). 12/8 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
20:00 Uhr
Münchner Reden zur Poesie XIV:
„Die fünfte Dimension“ mit Ulrike
Draesner. Moderation: Frieder von
Ammon. 7/5 €. Mitglieder frei
→→ Lyrik Kabinett, Amalienstr.
83 Rgb.
„Ruth Drexel – eine Frau mit Eigensinn“.
Lesung mit Gunna Wendt. 8/5 €
Res.: 089-54 80 47 25
→→ buch.laden, Lothringer Str. 17
20:00 Uhr
„Montecristo“ – von und mit Martin Suter.
Das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals. Moderation: RoseMaria Gropp. 15/6 €
→→ Kammerspiele, Schauspielhaus,
Maximilianstr. 26
20:10 Uhr
Im Rahmen des Literaturfestival „Wortspiele“ lesen um 20.10 – 20.30 Uhr Teresa
Präauer aus „Johnny und Jean“, um 20.30
– 20.50 Uhr Maruan Paschen aus „Kai“,
11:30 Uhr
„Das letzte Fest des alten Europa. Anna
Sacher und ihr Hotel“ – Monika Czernin
hat dieses Zitat an den Anfang ihres neuen
Buches über das Hotel Sacher gestellt.
Buchvorstellung zusammen mit Sunnyi
Melles , die Passagen daraus lesen wird.
12/8 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
11:30 Uhr
Maria-Jolanda Boselli liest am Weltfrauentag Texte von Sappho, Catull und Homer, in
denen es um starke Frauen geht.
→→ Antikensammlung am Münchner
Königsplatz
19:00 Uhr
„Im Reime atmet jene Liebe“ – Zum 125.
Geburtstag von Boris Pasternak (1890–
1960). Mit Tatjana Lukina, Karin Wirz und
Arthur Galiandin. 12/10 €
Res.: 089-351 69 87.
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
19:30 Uhr
Schwabinger Schaumschläger (Lesebühne)
mit Hosea Ratschiller, Matthias Kiefersauer, Claas Triebel, Lucas
Lyrische Kostprobe
Fassnacht und Zuckerklub
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
muss das blenden sein, schlag ins gesicht, wenn ich mir
überschüssiges licht aus den augen wische. brennt sich aus,
20:00 Uhr
verfolgt die bestückte sicht: farbe als schale über dem tisch.
gruppieren sich stühle daneben, um lücken im zimmer, die
„Amortisation“ – Musikalische
Lesung von Tobias Hainer mit
Gedichten von Edgar Allan Poe
→→ iRRland, Bergmannstr. 8
immer weit ins holz verreist sind, bis jemand kommt und
sie verschiebt. steht auf der stelle am boden ihr vergangenes
stehen. und wieder lücken dazwischen, kriechen richtungen
raus, suchen fluchtwinkel zur untermiete für den blick. als
gälte es, sich von selbst bis blind zu verstehen, bricht in die
statik der farbe schwerkraft ein, wirft schatten aufs parkett,
20:00 Uhr
20:00 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)
25 Jahre „Substanz“: Poetry
Slam. Wie immer treten fünf
lokale Poeten aus München und
Umgebung gegen fünf Cracks der
nationalen und internationalen
Slam-Szene an. Für die passende
Slamstimmung sorgt DJ Misanthrop. 6 €
→→ Substanz, Ruppertstr. 28
sichtreste. und sammelt sie ein: haufen aus blendflecken als
geschichte des blicks, im dunkeln, beim schälen des tischs.
Goethe im Gasteig – Zur Modernität eines deutschen Klassikers.
Tristan Marquardt
Eckhard Henscheid spricht zum
(aus: „das amortisiert sich nicht“, kookbooks 2013)
Thema: „Goethe unter Frauen –
ein wankelmütiger Liebhaber?“
20/12 €
Montag, 9. März
→→ Gasteig, Black Box, Rosenheimer Str. 5
um 20.50 – 21.10 Uhr Franziska Hauser aus
11:00 Uhr
„Sommerdreieck“, um 21.30 – 21.50 Uhr
20:00 Uhr
Für Kinder ab 6: Rose Lagercrantz liest aus
Verena Boos aus „Blutorangen“, um 21.50
„Über Pop-Musik“ – Lesung und Gespräch
„Alles soll wie immer sein“. Als Dunne
– 22.10 Uhr Benjamin Lebert aus „Mittermit Diedrich Diederichsen. Pop, sagt der
morgens zur Schule geht, ist noch alles
nachtsweg“ und um 22.10 – 22.30 Uhr
Autor, ist gar keine Musik. Pop ist ein
wie immer. Aber dann wird ihr glückliches
Victor Witte aus „Hier bin ich“. 12 €
Hybrid aus Vorstellungen, Wünschen, VerLeben plötzlich erschüttert: Ihr Papa ist
→→ Muffathalle, Zellstraße 4
sprechungen. Ein Feld für Posen und Pakte,
von einem Auto angefahren worden. Jetzt
für Totems und Tabubrüche. 9/5 €
liegt er im Krankenhaus … 5 €, SchulFreitag, 6. März
→→ Kammerspiele, Werkraum,
klassen 3.50 € p. P. Res.: 089 – 380 150-0
Hildegardstr. 1
19:30 Uhr
→→ Buchhandlung Lehmkuhl, Gartenhaus,
Leopoldts.r 45
Offener Abend wie an jedem ersten
20:10 Uhr
Freitag im Monat. Jeder kann Prosa oder
19:00 Uhr
Im Rahmen des Literaturfestivals „WortLyrik bis zu 10 Minuten vorlesen ohne Anspiele“ (bis incl. 6. März) lesen um 20.10 –
Der Historiker Dietz Bering stellt sein Buch
meldung! Eintritt frei! Das Publikum wählt
20.30 Uhr Nadine Kegele aus „Bei Schlecht„War Luther Antisemit? Das deutschden Abendsieger. Aus den Abendsiegern
wetter bleiben Eidechsen zu Hause“, um
jüdische Verhältnis als Tragödie der Nähe“
wird im Finale der Haidhauser Werkstatt20.30 – 20.50 Uhr Jens Eisel aus „Hafenlichvor. Moderation: Ellen Presser.
preis ermittelt.
ter“, um 20.50 – 21.10 Uhr Anne Köhler aus
Res.: 089-202400-491 und Abendkasse
→→ Münchner Literaturbüro, Milchstr. 4
„Ich bin gleich da“, um 21.30 – 21.50 Uhr
→→ Jüdisches Gemeindezentrum,
Madeleine Prahs aus „Nachbarn“, um 21.50
20:00 Uhr
St.-Jakobs-Platz 18
– 22.10 Uhr Lisa Kränzler aus „Lichtfang“
Lesung mit den drei Adalbert-von-Chamis19:00 Uhr
und um 22.10 – 22.30 Uhr Xaver Bayer
so-Preisträgern 2015 Sherko Fatah, Olga
aus „Geheimnisvolles Knistern aus dem
„David und Bathseba – Eine GeschichGrjasnowa und Martin Kordić. 8/6 €
Zauberreich“. 12 €. (Weitere Lesungen am
te von Liebe und Macht“. Vortrag von
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
5. und 6. März)
Rabbiner Jonathan Magonet. 8/7 €. Anm.
20:10 Uhr
→→ Muffathalle, Zellstr. 4
erforderlich bis 2.3. 089-54 90 27-0 oder
info@evstadtakademie.de
Im Rahmen des Literaturfestivals „Wort→→ Liberale Jüdische Gemeinde München
spiele“ lesen um 20.10 – 20.30 Uhr Lilian
Loke aus „Gold in den Straßen“, um 20.30 –
Beth Shalom
20.50 Uhr Jan Himmelfarb aus „Sterndeu19:00 Uhr
tung“, um 20.50 – 21.10 Uhr Julia Wolf aus
„Alles ist jetzt“, um 21.30 – 21.50 Uhr Ursula Rolf Hosfeld hält einen Vortrag über „Tod
in der Wüste. Der Völkermord an den
ünchner Literaturbüro – MLB:
Ackril“ aus „Zeiden, im Januar“, um 21.50
Armeniern“. Auftaktvortrag zur Veranstal– 22.10 Uhr Michael Fehr aus „Simeliberg“
Ein offener Treffpunkt für alle,
tungsreihe „Der Genozid an den Armeniund um 22.10 – 22.30 Uhr Kristof Magnusdie gute Prosa oder Lyrik schreiben
ern“ in Zusammenarbeit mit der Evang.
son
aus
„Arztroman“.
12
€
und ihre eigenen Texte gerne mal
Stadtakademie München. 7 €
→→ Muffathalle, Zellstraße 4
öffentlich vortragen wollen.
→→ Vortragssaal der Bibliothek im
Gasteig, Kellerstraße 6
Samstag,
7.
März
Jeden Freitag von 19:30 bis 22 Uhr
lesen in Haidhausen, Milchstrasse 4,
19:30 Uhr
9:00 Uhr
direkt hinterm Gasteig Autorinnen
„Gegenspiel“ – Stephan Thome liest
Die 9. Münchner Bücherschau Junior lockt
und Autoren und bekommen im
aus seinem Roman: Lissabon nach der
kleine Leseratten vom 7. bis zum 15. März in
Nelkenrevolution, die Hausbesetzerszene
Gespräch mit dem Publikum direkte
das Stadtmuseum und weitere Veranstalin Westberlin, die deutsche Provinz vor und
Resonanz. Wer lesen möchte, trägt
tungsorte. Mit Bücherausstellung, Autorennach der Wende. 7/5 €
sich vorher im Lesekalender ein.
lesungen und Aktionen soll der Nachwuchs
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
für das Medium Buch begeistert werden
Endlich Eigenes
Lesen!
M
Haidhauser Werkstattpreis: Am ersten Freitag im Monat kann jeder
Autor einen eigenen 10-minütigen
Text lesen, keine Anmeldung erforderlich. Das Publikum wählt den besten Beitrag; er nimmt am Finale im
Gasteig teil, das einmal im Jahr stattfindet. Der Sieger wird mit Wein und
Preisgeld belohnt!
(täglich von 9 bis 19 Uhr). Infos unter www.
muenchner-buecherschau-junior.de
→→ Stadtmuseum, Jakobsplatz 1
20:00 Uhr
„Geliebter Lügner“ – Briefwechsel zwischen Beatrice Stella Campbell und George
Bernard Shaw, gelesen von Ingrid Storz
und Peter Weiß. Res.: 089-12 73 71 35.
→→ La Cantina, Elisabethstr. 53
20:00 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)
„Poetry in Motion“ – Die Slam PoetryNacht mit Volker Strübing (Berlin), Dominique Macri (Darmstadt) und Johannes
Berger (Hannover). Moderation: Ko
Bylanzky. An den Turntables: Poetry DJ Rayl
Patzak. 7/5 €. Mitglieder frei.
→→ Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83 Rgb.
Ausstellung
„Wir brauchen einen ganz anderen Mut!“
Stefan-Zweig-Ausstellung im
Literaturhaus noch bis 7. Juni
I
tion in Tinte oder Bleistift zum erstenmal irdischen Niederschlag fand, in alle Ewigkeit reicht“, heißt es in seinen
autobiografischen Erinnerungen. Man
kann ermessen, wie
schmerzhaft es für ihn
war, die Sammlung
aufzugeben, als er Österreich 1934 verlassen musste. Einen Teil
schenkte er der Theatersammlung der Nationalbibliothek, das
Theatermuseum zeigt
einige dieser wertvollen Stücke erstmals.
Auch Manuskripte
und Typoskripte aus
Archiven in den USA
und Israel sind zum
ersten Mal zu sehen.
n der neuen Ausstellung im Literaturhaus München
spricht Stefan Zweig
aus dem Exil zu uns.
Im Fokus stehen seine beiden Werke „Die
Welt von gestern“ und
„Schachnovelle“. „Wir
brauchen einen ganz
anderen Mut! Stefan
Zweig – Abschied von
Europa“ heißt die Dokumentation, die vom
Theatermuseum Wien
übernommen worden
ist. Kurator ist Klemens
Renolder, seit 2008
Direktor des Stefan
Zweig Centre der Uni- Stefan Zweig (stehend) mit seinem
Bruder Alfred in Wien, um 1900
versität Salzburg.
Das Ausstellungskonzept ist schon in Wien auf Begeisterung gestoßen, zieht es doch den Betrachter direkt in die großen Themen
des Schriftstellers in seinen letzten Jahren hinein: in den Terror der Nazis und
in die Situation des Exils. Ein Hotelambiente dient zwei Mal als Kulisse für die
Ausstellungsobjekte, einmal versehen
mit allen Merkmalen des Wiener Fin de
Siècle, das Stefan Zweig so geliebt hat
und das er nun für eine Schiffsreise ins
Ungewisse endgültig hinter sich lassen
muss, das andere Mal umgebaut zum
Hauptquartier der Gestapo, die eine Folterkammer aus dem ehemals dem Luxus geweihten Haus macht. Hier hängen die schwarzen Mäntel der Folterer
an den Wänden, und die fürchterlichen
Erinnerungen des Dr. B. aus der „Schachnovelle“ werden zum Leben erweckt.
Wo die Kisten gepackt, die Bilder von
den Wänden genommen und die Teppiche aufgerollt sind, werden Zweigs geliebte Autografen ausgestellt. In München ist alles weitgehend nachgebaut
worden.
Stefan Zweig beschreibt in „Die Welt
von Gestern“ ausführlich seine Begeisterung für Autographen, der er bereits in Jugendjahren verfiel und die er
über die Jahre noch ausbaute. „Ich suchte also von einem Dichter nicht nur die
Handschrift eines seiner Gedichte, sondern eines seiner schönsten Gedichte
und womöglich eines jener Gedichte,
das von der Minute an, da die Inspira-
Stefan Zweig, geboren 1881 in Wien als
Sohn eines Textilindustriellen, hat zahlreiche Werke verfasst, die weltweit gelesen wurden. Er war oft und lange auf
Reisen, auch zu Recherchezwecken für
seine Bücher, er hat Freundschaften gepflegt zu Hermann Hesse, Romain Rolland, Joseph Roth, Frans Masereel und
Walther Rathenau und vielen anderen.
Frieden und Völkerverständigung standen Zeit seines Lebens ganz oben auf
seiner Wunschliste, er war überzeugter Europäer, ja Kosmopolit. Doch zu seinem Leben gehörten auch zwei Weltkriege, die öffentliche Verbrennung
seiner Bücher, die Isolation des Exils zunächst in England, dann in die USA und
in Südamerika, wo er sich, gemeinsam
mit seiner Frau, in der Nacht vom 22. auf
den 23. Februar 1942 das Leben nahm.
Die Ausstellung hat diese Seite seines
Lebens im Blick und gewinnt mit dem
Fokus auf Emigration, Fremdheit und
Verlust der Sprache eine ganz aktuelle Brisanz. Das Literaturhaus will in seinem umfangreichen Begleitprogramm
mit Führungen und Lesungen deshalb
auch nicht nur den letzten Lebensabschnitt dieses großen Autors beleuchten, sondern Brücken bauen zur JetztU r s ul a S au t m a n n
zeit. Die Ausstellung „Wir brauchen einen
ganz anderen Mut!“ ist vom 4. März bis
zum 7. Juni 2015 geöffnet (Mo bis Fr 11 bis
19 Uhr und Sa/So/Feiertag 10 bis 18 Uhr).
Der Katalog hat den Titel „Stefan Zweig –
Abschied von Europa“ (Christian Brandstätter Verlag/Theatermuseum).
Dirk Heißerer spricht zum Thema „Thomas
Mann in der Karikatur“. Mitglieder des
Thomas-Mann-Forums gratis, Gäste sind
willkommen. 10 €
→→ Bibliothek Literaturhaus Salvatorplatz
Jerábková (Mährisches Landesmuseum
Brünn/Brno). Lesung von Texten EbnerEschenbachs durch die Münchner Schauspielerin Zisan Licht
→→ Adalbert Stifter Verein im Sudetendeutschen Haus, Hochstr. 8
20:00 Uhr
20:00 Uhr
20:00 Uhr
„Otis“ – Blumfeld-Sänger Jochen Distelmeyer präsentiert seinen Debüt-Roman. Im
Berlin der Gegenwart treffen Männer und
Frauen, Dichter und Dartspieler, Mythos
und Politik aufeinander, verbinden sich alte
Lieder mit Gesängen von heute. 18 €
→→ Volkstheater, Briennerstr. 50
Dienstag, 10. März
19:00 Uhr
„Who the Fuck is Kafka” – Lesung und
Gespräch mit der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und ihrer Übersetzerin
Mirjam Pressler. Ausgangspunkt ist der
jüngste Roman der Bestsellerautorin, die
während einer Friedenskonferenz in Rom
den arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim kennen lernte. Res.:
089-202400-491und karten@ikg-m.de .
→→ Jüdisches Gemeindezentrum,
St.-Jakobs-Platz 18
19:00 Uhr
Die Spuren der Marie von Ebner-Eschenbach in Mähren – Vortrag von Eleonora
Susanne Kippenberger stellt ihr Buch „Das
rote Schaf der Familie – Jessica Mitford
und ihre Schwestern“ vor. In Großbritannien sind die Mitfords so bekannt wie bei
uns die Familie Mann. Nur noch berüchtigter. Kippenberger, 1957 geboren, wuchs als
jüngste der vier Schwestern des Künstlers
Martin Kippenberger in Essen auf. 7 €.
Res.: 089 –380 150-0
→→ Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldtsr. 45
20:00 Uhr
Der niederländische Bestsellerautor
Herman Koch präsentiert seinen neuen
Roman „Sehr geehrter Herr M.“. Lesung der
deutschen Textpassagen: Johannes Steck
Moderation: Eberhard Falcke. Veranstaltung in niederländischer und deutscher
Sprache. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Saal, Salvatorplatz 1
20:00 Uhr
Schwedische Kriminacht mit dem Autorenduo Erik Axl Sund und ihren neuen
Büchern „Krähenmädchen“, „Narbenkind“
und „Schattenschrei“. Moderation: Günter
Foto: Kunst Salon Pictzner/Creative Commons
www.literaturseiten-muenchen.de
LiteraturSeiten
Sonntag, 8. März
20:30 Uhr
Autoren stellen sich mit ihren Texten
der Diskussion mit einem sachkundigen
Publikum.
→→ Münchner Literaturbüro, Milchstr. 4
„Hass“ – Arne Dahl liest und signiert.
10 €. Res.: In der Filiale
oder www.hugendubel.com
→→ Hugendubel, Marienplatz 22
20:00 Uhr
Wine & Crime mit Michael Böckler. 9 €.
Res.: 089-18 91 00 96.
→→ BücherCafé Lentner, Balanstr. 14
Samstag, 14. März
19:30 Uhr
Carl Nissen liest bei seiner Vernissage
Gedichte und Texte. Eintritt frei.
→→ Werkhaus, Leonrodstr. 19
20:00 Uhr
300 Tonspuren zu Orten
des NS-Terrors in München
1933–1945
www.memoryloops.net
Keil. Deutsche Stimme: Nina Petri. 10 €.
Res.: textfactory@t-online.de
→→ Institut für Rechtsmedizin, Sektionssaal, Nußbaum-/Ecke Schillerstr.
20:00 Uhr
VideoLyrix – offene Lesebühne trifft
Kurzfilmkino. 5 €
→→ Stemmerhof, Plinganserstr. 6
Mittwoch, 11. März
19:30 Uhr
„Das wunderbare Überleben“ – Aus den
Erinnerungen von Wladyslaw Szpilman,
Protagonist des Films „Der Pianist“ von Roman Polanski. Lesung und Gesang: Bozena
Zolynska. Klavier: Aleksandra Mikulska. 8/6 €
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
19:30 Uhr
Chigozie Obioma, 1986 in Nigeria geboren,
stellt das Buch „Der dunkle Fluss“ vor.
Lesung der deutschen Texte: Hardy Scharf,
Münchner Turmschreiber. Moderation:
Laura Freisberg, Bayerischer Rundfunk
→→ EineWelthaus, Schwanthalerstr. 80
Donnerstag, 12. März
18:30 Uhr
Schwabinger Schreibwerkstatt: Ad hocTexte zu einem vorgegebenen Thema
schreiben, anschließend gemeinsam lesen
und diskutieren. 4 €. Auch am 26. 3.
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
19:00 Uhr
„Literarische Erkundungen zu Marc Chagalls
Schtetl-Bildern „Der Geiger auf dem Dach“.
Vortrag: Brigitte van Kann, Lesung:
Leo van Kann. Res.: 089-202400-491 oder
karten@ikg-m.de
→→ Jüdisches Gemeindezentrum,
St.-Jakobs-Platz 18
19:30 Uhr
Der Berliner Autor Fil stellt sein autobiographisches Buch „Pullern im Stehn“ vor.
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
19:30 Uhr
Friederike Hausmann liest aus ihrer
Biografie über Maria Carolina, Königin
von Neapel „Herrscherin im Paradies der
Teufel“. 8 €
→→ Literaturhandlung Moths,
Rumfordstr. 48
20:00 Uhr
Der Grimm – von Aal bis Zypressenzweig.
Eine Erzählexpedition in den Wörterwald
mit den „Schwestern Grimm“ Gabi Altenbach, Cordula Gerndt und Katharina Ritter.
13/10 €
→→ Stemmerhof, Plinganserstr. 6
Freitag, 13. März
18:00 Uhr
Norbert Horst liest aus seinem neuen
Krimi „Mädchenware“. 9 €.
Res.: krimifestival@t-online.de
→→ Polizeipräsidium, Rapportsaal, Ettstr. 2
19:00 Uhr
Peter Oliver Loew liest „Wir Unsichtbaren“.
→→ Polnisches Kulturzentrum am Generalkonsulat der Rep. Polen, Prinzregentenstr. 7
25. Haidhauser Literaturbox1 mit Andreas
Heckmann und Martin Lickleder. Heckmann ist literarischer Übersetzer und liest
u. a. Kurzprosa. Lickleder wird u. a. aus dem
Buch „Im Reich der Verlorenen Dinge“
vortragen, für das er 2003 das Literaturstipendium der Stadt München erhielt. Die
Haidhauser Literaturbox1 ist eine Bühne
für Autoren, Kleinverlage und Literaturzeitschriften, die Prosa, Lyrik, Experimentelles,
Theatralisches vortragen wollen. Jeden
zweiten Samstag im Monat treten zwei
AutorInnen auf.
Alle Bewerbungen mit
Textproben – max. 20 Normseiten – an
Petra Lang, hlb1@maliku.de 5 €
→→ KIM Kino im „Einstein Kultur“, Einsteinstr. 42 UG
20:00 Uhr
Peter Gräfen liest aus seiner Kriminalgeschichte „Agricole und die Wanderin“.
Res.: 089-12 73 71 35
→→ La Cantina, Elisabethstr. 53
Online-Shoppen
und dabei lokale
Buchhändler
unterstützen
W
er auf die Bequemlichkeit des
Online-Shoppings nicht verzichten will, kann beim Buchkauf dennoch
seinen lokalen Buchhändler unterstützen. Das geht ganz leicht mit einer in
München entwickelten App namens
LChoice der Firma MChoice AG. Das
„L“ im Namen dieser App steht für „local“, weil die Bestellung, die man mit
der App von seinem Smartphone aus,
rund um die Uhr und von überall tätigen kann, nicht irgendwo eingeht,
sondern direkt beim nächsten Buchhändler vor Ort. Dort kann der Kunde
das Buch dann, meistens am nächsten
Tag, persönlich abholen oder es sich
per Post nach Hause schicken lassen.
In jedem Fall kostet die Abwicklung
über LChoice den Kunden keinen Cent
mehr und geht genauso schnell oder
sogar schneller als der Online-Einkauf
bei anderen Plattformen wie zum Beispiel Amazon. Der große Vorteil ist,
dass man auf diese Weise den niedergelassenen Buchhändler unterstützt
und dem Sterben kleiner (und auch
großer) Buchhandlungen entgegenwirkt, denen der Einkauf per Mausklick ansonsten die Lebensgrundlage
entzieht.
Die LChoice-App ist kostenlos im AppStore jedes Smartphones herunterzuladen. Um sich anzumelden, genügt
die Postleitzahl, die E-Mail-Adresse
und ein Passwort. Nun kann man jedes Buch entweder nach dem Titel,
dem Autor oder der ISBN-Nummer
suchen oder mit einem integrierten
Scanner den QR- oder Barcode eines
Buches einlesen. Mit wenigen Klicks
ist so ganz schnell ein Buch geordert,
auf das man im Regal eines Freundes
gestoßen ist oder das der Sitznachbar in der S-Bahn liest. Die App hat
Zugriff auf das VLB, das Verzeichnis
lieferbarer Bücher, mit rund 1,7 Millionen Titeln. Rund 150 Buchhändler arbeiten bisher mit LChoice zusammen.
Wer seinen Buchhändler noch nicht
als LChoice-Partner in der App findet,
kann ihm direkt aus der App heraus
eine Einladung zukommen lassen.
S i m o n e K ay s e r
Sonntag, 15. März
14:00 Uhr
„Märchen von Menschen und Tieren“
– dargeboten von Erzählerinnen des MärchenKreisMünchen. Musikalisch begleitet
von Barbara Blankenburg. 10/8 €
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
15:30 Uhr
Im Rahmen der Balkantage lesen die
Autoren Jovan Nikolić, Dotschy Reinhardt
und Nedjo Osman. Moderation: Denijen
Pauljević
→→ Gasteig, Raum 0.131., Rosenheimer
Str. 5
17:00 Uhr
„Rituelle Distanz. Israels deutsche Frage“ –
Buchpräsentation mit Dan Diner.
Moderation: Rachel Salamander. 9/7 €.
Res.: ReserviX
→→ Literaturhaus, Saal, Salvatorplatz 1
19:30 Uhr
Schwabinger Schaumschläger (Lesebühne) mit Wehwalt Koslowsky, Tobi Kunze,
Rupprecht Mayer, Kaleb Erdmann und
Zwoa Bier
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
Montag, 16. März
20:00 Uhr
„3000 Euro“ – Thomas Melle erzählt von
einer Liebe am unteren Rand der Gesellschaft und stellt die Frage, was dreitausend Euro wert sein können. 12 €
→→ Volkstheater, Briennerstr. 50
20:00 Uhr
Axel Hacke liest aus „Das kolumnistische
Manifest“ – das Beste aus 1001 Kolumnen
→→ Lustspielhaus, Occamstr. 8
20:00 Uhr
„Kruzitürken“ – Su Turhan präsentiert
seinen neuen Krimi. Musikalisch begleitet
von Duetto. 15 €. Res. ab 10.3.: 089-16 11 60
→→ Café Ruffini, Orffstr. 22-24
Dienstag, 17. März
20:00 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)
Isar Slam – Poetry Slam mit Ko Bylanzky
und Pierre Jarawan. 6 €
→→ Ampere, Zellstr. 4
20:00 Uhr
„Aus meinem politischen Leben“ –
Christian Ude liest aus seinen Satiren.
Anschließend Diskussion mit dem
Publikum. 10/5 €. Mitglieder frei. Info:
www.literarische.de
→→ Literarische Gesellschaft, Bürgerhaus
Gräfelfing am Bahnhofsplatz
20:00 Uhr
Der Katalane Albert Sánchez Piñol präsentiert seinen Roman v„Der Untergang
Barcelonas“. Das Gespräch mit Piñol
moderiert und übersetzt die Autorin und
Regisseurin Elena Álvarez. Lesung der
deutschen Textpassagen: Helmut Becker.
Veranstaltung in spanischer und deutscher Sprache. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Saal, Salvatorplatz 1
20:15 Uhr
„Dein finsteres Herz“ – Tony Parsons liest
und signiert. Moderation: Anette Lippert.
Deutsche Stimme: Dietmar Wunder. 10 €.
Res.: Nur in der Filiale
→→ Hugendubel, Fünf Höfe,
Theatinerstr. 11
20:30 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Kurzgeschichte
I
ch fahr nicht gern mit der U-Bahn“,
sagte Philip. „Aber wenn mein Auto
streikt, bleibt mir nichts anderes übrig.
Da hock ich dann und seh mir die Leute
an, mit ihren Handys und Smartphones
und Tablets, die sich für nichts anderes
interessieren, und frag mich ernsthaft,
was aus der Menschheit mal werden
soll. Vor allem über die mit den E-Books
wunder ich mich. So ein Teil ist doch sowas von seelenlos. Während ein Buch,
das hat für mich was Sinnliches. Ein
Buch hat für mich eine Seele.“
„Du bist absolut von gestern“, lachte
Hannes. „Den E-Books gehört die Zukunft. Buchläden werden überflüssig,
Hugendubel kann dichtmachen. Und ich
überlege mir auch, so ein
Teil anzuschaffen.“
Philip seufzte. Und dann
wurde er lebhaft: „Hab ich dir
eigentlich mal erzählt, wie
ich Steffi kennengelernt
hab? Ich bin in der U6.
Neben mich setzt sich
eine, die zieht aus ihrem Rucksack ein Buch.
Der Distelfink von Donna
Tartt. Ich bin sofort begeistert von der Frau. Den gleichen Roman habe ich nämlich in meiner Tasche. Ich
kram ihn raus, sie sieht es,
guckt mich an, als wär ich von einem andern Stern. Wir fangen an zu lachen. Und
da sah ich, die Frau ist wunderschön. Wir
sind gleich ins Gespräch gekommen, wie
genial der Roman wär. Wenn jeder nur in
sein E-Book gestarrt hätte, wär das nicht
passiert, sie wäre an der nächsten Station ausgestiegen, und mein Glück mit ihr.
Ich hab sie dann ins Rischart zu einem
Cappuccino eingeladen. Und das war
der Anfang. Wetten, dass du null Chance
hast, eine Frau kennenzulernen, die sich
nur für ihr elektronisches Teil interessiert? Ich setze einen Kasten Bier.“
Hannes nahm die Wette an. Da er selbst
gern Krimis las, entschied er sich, um seine Charmeoffensive zu starten, für Arne
Dahls Falsche Opfer. Am nächsten Tag
fuhr er mit der U6, sah sich nach einem
Opfer um und hatte es schnell entdeckt:
Ein junges Mädchen, das sich über ihr
E-Book beugte. Hannes setzte sich ihr gegenüber und ließ seinen Rucksack auf ihre Füße fallen. „Entschuldigung, das war
keine Absicht.“ – „Hä?“, machte sie, sah
kurz auf und starrte wieder auf ihr Teil.
„Verzeihung, darf ich fragen, was Sie gerade lesen?“ – „Dürfen Sie nicht. Frage ich
Sie vielleicht, was sie heute Morgen gefrühstückt haben?“
„Dürfen Sie gerne.“ Hannes zog seinen
Krimi heraus. „Arne Dahl. Hab ich zu
meinem Kaffee verschlungen, irre spannend. Das sollten Sie unbedingt ...“ – „Sie
nerven“, sagte sie, ohne aufzusehen.
„Das war nicht meine Absicht. Aber darf
ich raten, was Sie so fasziniert? Ich tippe
auf den Distelfink von Donna Tartt. Das
mit Thomas Koebner, der die ReitzBiografie „Chronist deutscher Sehnsucht“
geschrieben hat. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Bibliothek,
Salvatorplatz 1
„Harte Hunde“ – Buchpremiere mit Harry
Kämmerer, Musik: Reinhard Soll. 12 €.
Res.: textfactory@t-online.de
→→ Drehleier, Rosenheimer Str. 123
20:00 Uhr
20:30 Uhr
20:30 Uhr
Die fabelhaften Couchpoeten (Moderation Uli Mauk & Roland Fritsch) mit
Heike Duken (Nürnberg), die 2014 den
21. Haidhauser Werkstattpreis des Münchner Literaturbüros gewann. 7 €
→→ Stemmerhof, Plinganserstr. 6
Wetten dass …?
Pullacher Kriminacht mit Ursula Poznanski. 7 €. Res.: 089-74 44 00 11
→→ Bürgerhaus Pullach, Heilmannstr. 2
Friesische Kriminacht mit Krischan Koch.
10 €. Res.: textfactory@t-online.de
→→ Theater im Fraunhofer, Fraunhoferstr. 9
20:30 Uhr
20:00 Uhr
Albert Ostermaier liest aus seinem Gedichtband „Außer mir“ und aus seinem Roman
„Seine Zeit zu sterben“. Einführung in die
Lesung: Gudrun Bouchard. Eintritt frei.
→→ Autoren Galerie 1, Pündterplatz 6/IV
Der Filmregisseur Edgar Reitz im Gespräch
20:30 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr)
Mittwoch, 18. März
soll ja ein ganz fantastischer Roman
sein.“ – „Lassen Sie mich in Ruhe.“
Ihr giftiger Blick suggerierte ihm die Vorstellung von zwölf Flaschen Bier, die gerade in Philips Kühlschrank verschwanden. Aber noch gab er nicht auf.
„Eine letzte Frage“, er lächelte charmant,
„warum lesen Sie nicht ein richtiges
Buch? Eins zum Anfassen. Das ist doch
viel sinnlicher.“ – „Mit Ihrer Sinnlichkeit
gehen Sie mir auf den Geist. Außerdem
sind Bücher von gestern. Und jetzt hören
Sie auf mit Ihrem Gelaber.“
„Vielleicht haben Sie recht. Bücher sind
von gestern. Aber Arne Dahl ist nicht von
gestern.“ – „Krimis interessieren mich
nicht. Ich lese Klassiker, Dostojewski und
Tolstoi, wenn Ihnen das
ein Begriff ist.“ Sie schaltete ihr E-Book aus und verstaute es in ihrer Tasche.
„Arne Dahl ist ein Klassiker“,
sagte Hannes. „Der Klassiker
unter den Krimiautoren.
Ich würd es Ihnen gern
mal leihen.“
Sie nahm das Buch
und beäugte es. „Sind
Sie vom Meinungsforschungsinstitut? Oder warum sind Sie so lästig?“
„Nein“, beteuerte er. „Ich
finde es einfach nur toll,
dass Sie sich für Klassiker
interessieren. Deswegen würde ich Sie
gern näher kennenlernen.“
Sie stand auf. „Ich muss raus. Da haben
Sie Ihr Buch!“
Hannes winkte ab. „Ich schenke es Ihnen.
Wollen wir uns morgen im Rischart treffen? Und Sie sagen mir, ob Sie vielleicht
Ihre Meinung geändert haben? Um ehrlich zu sein, ich würde Sie einfach gern
wiedersehen.“
Jetzt lächelte sie. Hannes triumphierte
innerlich und holte im Geiste seine Bierflaschen wieder zurück.
„Morgen um zwölf im Rischart? Sie kommen?“ – „Ja“, sagte sie, „ich komme.“
„Wie heißen Sie?“ – „Das verrat ich Ihnen
morgen.“
Sie stieg aus, lächelte ihm durch die
Scheibe zu und ging beschwingt den
Bahnsteig hinunter. Er sah ihr nach, wie
sie das Tuch fester um ihre Schultern zog.
Wie sie sich mit jemandem unterhielt.
Weiterging. Plötzlich stoppte. Umkehrte.
Hannes’ Herz machte einen Sprung.
Dann sah er, wie sie den Krimi aus ihrer Tasche zog, ihn über einen Papierkorb
hielt. Wie sie zögerte. Und ihn kurz entschlossen fallen ließ.
Hannes sprang auf, um seine falschen
Opfer zu retten. Aber da schloss sich die
Tür und die U-Bahn fuhr los. Er fluchte.
Die Wette hatte er verloren. Und die Anschaffung eines E-Books würde er sich
auf jeden Fall nochmal überlegen. Sonst
würde er immer, wenn er das Ding in der
Hand hatte, an seinen eben erlittenen
Misserfolg denken. Und das musste nun
wirklich nicht sein.
Gudrun Golch
„Der Tod greift nicht daneben“ –
Der siebte Krimi von Jörg Maurer. 15 €.
Res.: www.theater-drehleier.de
→→ Drehleier, Rosenheimer Str. 123
Donnerstag, 19. März
19:00 Uhr
Elisabeth Hermann liest aus ihrem Krimi
„Der Schneegänger“. Moderation: Günter
Keil. 10 €. Res.: buch@kokon.com
→→ Kokon Lenbach-Palais, Lenbachplatz 3
20:00 Uhr
„Der kleine Prinz“ – Eine musikalische
Lesung von und mit August Zirner. 15 €.
→→ Volkstheater, Briennerstr. 50
20:00 Uhr
„Lese. Freude. Weltliteratur.“ – Aus den 50
großen Romanen der SZ-eBibliothek lesen
Ensemblemitglieder. 9 €.
→→ Marstall, Marstallplatz 4
Illustration: liravega / iStockphoto
19:30 Uhr
März 2015
Kalender (Fortsetzung)
20:00 Uhr
„Mach dich nicht so klein, du bist nicht so
groß!“ – Der jüdische Humor als Weisheit,
Witz und Waffe. Mit Josef Joffe und Hellmuth Karasek. 12/6 €
→→ Kammerspiele Schauspielhaus, Maximilianstr. 26
20:00 Uhr
Nadifa Mohamed stellt ihren Roman
„Black Mamba Boy” vor, der im Jemen und
im vom Kolonialismus und Faschismus
verwüsteten Ostafrika der 1940er Jahre
spielt. Deutsche Stimme: Murali Perumal.
7€. Res.: 089 – 380 150-0
→→ Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldtr. 45
Freitag, 20. März
19:00 Uhr
Wieland Grommes liest aus seinem Buch
„Vermessungen / Vermessenheiten“ –
Kartografische Fragmente. Eintritt frei
→→ Werkhaus, Leonrodstr. 19
19:30 Uhr
Simon Muff liest Commedia Divina Germania, mit Goethe als „germanischem Vergil“
durch die Unterwelt – Dantes göttliche
Komödie aus deutscher Sicht neu erzählt.
→→ Münchner Literaturbüro, Milchstr. 4
19:30 Uhr
Unter dem Motto „Fremde Heimat“ stellen
die „Grägs“ (Gräfelfinger GelegenheitsschreiberInnen) eigene Texte vor.
→→ EineWelthaus, Schwanthalerstr. 80
Lesung: Stefan Hunstein. Moderation: Julia
Encke (FAS). Veranstaltung in französischer
und deutscher Sprache. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Samstag, 21. März
9:30 Uhr
Krimi-Frühstück mit Jessica Kremser. 12 €
inkl. Frühstück. Res.: 089-75 96 98 90
→→ Stadtbibliothek Fürstenried,
Forstenrieder Allee 61
15:00 Uhr
„Lyrik des Anthropozäns“ – Zum Welttag
der Poesie kooperiert das Lyrik Kabinett
mit dem Deutschen Museum, um zu
zeigen: Gedichte sollen die Menschen in
unerwarteten Kontexten ansprechen und
bereichern. In der Ausstellung „Willkommen im Anthropozän. Unsere Verantwortung für die Zukunft der Erde“ lesen Lydia
Daher, Karin Fellner, Sabina Lorenz, Tristan
Marquardt, Àxel Sanjosé und Nikolai Vogel.
Konzept und Gedichtauswahl: Anja Bayer.
8,50/3 €. Mitglieder Lyrik Kabinett ab
14 Uhr 4 €
→→ Deutsches Museum, Sonderausstellungsraum 1. OG
18:00 Uhr
Wiener Kaffeehaus-Lesung – Andreas
Pittler präsentiert historische Kriminalgeschichten. 9 €. Res.: 089-18 91 00 96
→→ BücherCafé Lentner, Balanstr. 14
Sonntag, 22. März
11:00 Uhr
James Ellroy live in München mit seinem
neuen Roman „Perfidia“. Moderation:
Günter Keil. Deutsche Stimme: Heiko
Deutschmann. 12 €. Res.: krimifestival@
t-online.de
→→ Amerikahaus, Karolinenplatz 3
Für Kinder ab 10: Sandra Hüller (Münchner Kammerspiele) liest von Finn-Ole
Heinrich „Die erstaunlichen Abenteuer der
Maulina Schmitt – Ende des Universums“.
Maulen ist eine Lebenseinstellung. Findet
zumindest Maulina Schmitt, die frechste
Maulerin. 5 €. Res.: 089-380 150-0
→→ Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldtsr. 45
20:00 Uhr
11:30 Uhr
20:00 Uhr
Frédéric Beigbeder liest aus seinem neuen
Roman „Oona und Salinger“. Deutsche
Friedrich von Thun liest aus „Die Welt von
gestern“ von Stefan Zweig. 12/8 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Lesung zum Gedenken an Georg Elser mit
Hubert Mulzer. 10/8 €
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
15:00 Uhr
Jussi Adler-Olson live in München. Moderation: Margarete von Schwarzkopf.
Deutsche Stimme: Peter Lohmeyer. 14 €.
Res.: textfactory@t-online.de
→→ BMW Welt / Auditorium, Am Olympiapark 1
18:00 Uhr
„Wunderpferdchen und die Anderen“ – Ein
Märchen-Festival anlässlich des 200. Geburtstages von Peter Jerschow (1815–1869).
12/10 €. Res: 089-351 69 87
→→ Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b
19:30 Uhr
Schwabinger Schaumschläger (Lesebühne)
mit Lucie Mackert, Johannes Berger, Ahne,
Baasztian und Christian Lex
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
Montag, 23. März
15:00 Uhr
Gerhard Salz liest Gedichte und Geschichten von Christian Morgenstern,
Karl Valentin, Joachim Ringelnatz, Heinz
Erhardt, Hermann Hesse u.a. Eintritt frei.
Res.: 089-891 68 170
→→ ASZ Seniorenzentrum Obermenzing,
Packenreiterstraße 48
18:00 Uhr
„Schattenboxer“ – Horst Eckert liest aus
seinem neuen Krimi. Moderation: Sabine
Thomas. 9 €. Res.: krimifestival@t-online.de
→→ Polizeipräsidium / Pressezentrum,
Augustinerstr. 2
19:00 Uhr
„Reden, bevor es zu spät ist. Lebensbericht
einer ehemaligen Nationalsozialistin“
– Ein (auto)biografischer Roman. Eva
Madelung im Gespräch mit Alexandra
Senfft. 8/7 €.
→→ Evangelische Stadtakademie, HerzogWilhelm-Str. 24
19:00 Uhr
Pegasus – Verein für kreatives Schreiben,
Autorenstammtisch, Textvorstellung mit
Besprechung. Gäste willkommen
→→ Münchner Frauenforums, Rumfordstr. 25
19:00 Uhr
Das literarische Kabinett – Frühlings-
Rezension
Cinderella Rockefeller
schen Präsidenten: „Hier“, sagt Rockefeller zu Kirn, „ruf George an“.
W
as taugt besser für einen Roman
als die Wirklichkeit? Im August
2013 verhängt der Los Angeles County
Superior Court eine Strafe von mindestens 27 Jahren für Christian Karl Gerhartsreiter, bekannt geworden unter
seinem frei erfundenen Namen Clark
Rockefeller, wegen eines Mordes, den
er 1985 begangen hatte. Der amerikanische Schriftsteller und Journalist Walter Kirn ist 1998 durch eine Geschichte
an Clark Rockefeller geraten, die zu erfinden er sich nicht hätte trauen dürfen. Eine strenggläubige Bankenerbin
aus Montana bietet im Internet einen
verkrüppelten Hund zur Adoption an.
Der Hund ist inkontinent und vegetiert in einem spezialgefertigten Hunderollstuhl vor sich hin. Aus New York
meldet sich Clark Rockefeller, er möchte das Tier adoptieren und gibt sich
nebenbei als Spezialist für tiermedizinische Akupunktur zu erkennen. Er
verspricht, den Hund aufzupäppeln,
bis er fit sei für die Eichhörnchenjagd. Der mit der Hundebesitzerin befreundete Schriftsteller Walter Kirn
– damals mitten in einer Lebenskrise und vielleicht auch wegen allerlei
Aufputschmittel etwas durcheinander – erklärt sich bereit, den behinderten Vierbeiner mit seinem Pick-up von
Montana nach New York zu fahren. Als
er in New York endlich ankommt, trifft
er auf einen Mann, der – wie Kirn findet – „auf Anhieb nervig“ ist, „ein putziger kleiner Hobbit, der sich selbst für
so amüsant hielt, dass er etwas Wahnhaftes hatte“.
erwachen. Texte zum Frühling mit der
Literaturwissenschaftlerin Birgit Monz.
Res.: literaturprojekte@Birgit-Monz.de und
Abendkasse
→→ Görreshof, Görrestr.38
20:00 Uhr
Lyrik vs. Prosa: ein Kräftemessen. Mit Nico
Bleutge, Ina Hartwig und Ernst-Wilhelm
Händler. 7/5 €. Mitglieder frei
→→ Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83 Rgb.
20:00 Uhr
Goethe im Gasteig – Zur Modernität eines
deutschen Klassikers. Wolfgang Frühwald
spricht zum Thema: „Es ist doch mein
bestes Buch“ – Goethes Wahlverwandtschaften. 20/12 €
→→ Gasteig, Black Box, Rosenheimer Str. 5
20:00 Uhr
Lea Singer stellt ihren Roman „Anatomie
der Wolken“ vor, der sich Goethe und
Caspar David Friedrich widmet. Florian
Stetter, der im Dominik-Graf-Film „Geliebte
Schwestern“ als Schiller zu sehen war,
liest Auszüge aus diesem Roman voller
Poesie und Bilder. Moderation: Reinhard G.
Wittmann. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Dienstag, 24. März
20:00 Uhr
Rachel Kushner präsentiert ihren neuen
Roman „Flammerwerfer“. Das Buch löste
ein fulminantes Echo unter Rezensenten
und Autoren aus. „Ich habe den Eindruck,
Kushner kommt von einem Ort, wo jungen
Frauen niemals vorgeschrieben wurde,
was sie durften oder nicht“, schrieb Jonathan Franzen. Lisa Wagner liest die deutschen Textpassagen. Moderation: Tobias
Döring (LMU) .Veranstaltung in englischer
und deutscher Sprache. 9/7 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Mittwoch, 25. März
14:00 Uhr
Gerhard Salz liest Gedichte und Geschichten von Christian Morgenstern,
Karl Valentin, Joachim Ringelnatz, Heinz
Erhardt, Hermann Hesse u.a. Eintritt frei.
Res. 089-759 5511
→→ Seniorenzentrum Fürstenried,
Züricher Str. 80.
18:30 Uhr
„Graf Rumford und die Verteidigung Münchens“ – Vortrag von Manfred Heimers.
Eintritt frei.
→→ Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1
19:00 Uhr
Foto: Beowulf Sheehan
www.literaturseiten-muenchen.de
LiteraturSeiten
14:00 Uhr
Der Autor Walter Kirn
Alle seltsamen Marotten – der harte deutsche Akzent, das permanente
Nichtbezahlen des angeblich schwerreichen Mannes – halten Walter Kirn
nicht davon ab, dem Hochstapler auf
den Leim zu gehen wie schon so viele vor ihm. Von da an beginnt zwischen
den beiden Männern eine Freundschaft,
die nur eine Richtung kennt – von Walter zu Clark. Zunächst das erste Essen im
Sky Club des Met-Life-Hochhauses, von
wo sogar die Skyline von Manhattan einen mickrigen Eindruck macht. Dann
die Kunstsammlung in Rockefellers unscheinbarem Privat-Appartement: Rockefeller weist auf einen Blutfleck auf
der Rückseite eines Gemäldes von Mark
Rothko hin, Rothko hatte sich die Pulsadern aufgeschlitzt. Jean Luc-Picards
Kommandosessel, den der Star Trek-Fan
Rockefeller bei einer konspirativen Privatauktion erstanden haben will. Die
vielen Freunde, die ihn angeblich auf
seinem Landgut in New Hampshire besuchen: Britney Spears, „Du hast sie
knapp verpasst“. Kanzler Kohl, „reist mit
dem Auto an.“ Die über den Tisch geschobene Privatnummer des amerikani-
Das Ende der Männerfreundschaft
kommt im Jahr 2013, als das Gericht in
L. A. Clark Rockefeller wegen Mordes an
John Sohus anklagt. Kirn reagiert wie
eine betrogene Ehefrau: Er nimmt Rache an Rockefeller/Gerhartsreiter, der
ihm nicht nur die Freundschaft geraubt
hatte, sondern – was viel schlimmer ist
– in Kirn die ewige Sucht nach Reichtum und Glamour, den uramerikanischen Traum, geweckt hat. Gerade er als
Autor hätte genauer hinsehen müssen.
Doch er hat alle Unstimmigkeiten nicht
wahrhaben wollen, da er Rockefeller als
Romanfutter sieht und ihn sogar dann
noch bei seine Kollegen verteidigt, als
die Aufdeckungen in der Presse schon
die Runde machen.
Kern rächt sich mit den Mitteln der
Schreibwerkzeuge, nicht mit einem Nudelholz. „Blut will reden. Eine wahre
Geschichte von Mord und Maskerade“
heißt Walter Kirns Buch, das kürzlich
bei C.H. Beck in München erschienen
ist und das sich so spannend liest wie
die besten Kriminalromane. Dabei ist es
witzig und stimmt einen nachdenklich,
da man ständig in sich hineinhorcht, ob
man nicht auch so geblendet worden
Michael Berwanger
wäre.
Walter Kern
Blut will reden. Eine wahre Geschichte
von Mord und Maskerade
Roman, 283 Seiten
C.H. Beck, München 2014
19,95 Euro
„Nachtgeschichte für die Teetasse“ von
Ludwig Steinherr. Eintritt frei.
→→ Juristische Bibliothek, Rathaus,
Marienplatz 8, Z. 366
19:30 Uhr
Dragana Oberst liest aus ihrem Buch
„Jenseits der weißen Linie“, das zwischen
Deutschland und dem Jugoslawien der
60er Jahre pendelt. 8/5 €
→→ Buch in der Au, Humboldtstr. 12
20:00 Uhr
Andreas Heusler spricht zum Thema
„Feuchtwanger und München – Ein
schwieriges Verhältnis“. 7/5 €
→→ Autorenbuchhandlung, Wilhelmstr. 41
20:00 Uhr
Allacher Kriminacht mit Rosemarie Bus.
7 €. Res.: 089-189 22 99 0
→→ Stadtbibliothek Allach,
Pfarrer-Grimm-Str. 1
Donnerstag, 26. März
20:00 Uhr
„Die Preisträger des Literarischen März
2015“. Einführung und Moderation:
Christian Döring. 7/5 €. Mitglieder frei
→→ Lyrik Kabinett, Amalienstr. 83 Rgb.
20:00 Uhr
Zwischen Buch und Box – Eine kleine Verlegerkonferenz über den Strukturwandel in
der Buchbranche. Mit: Jonathan Beck, Tanja
Graf und Jo Lendle. Eintritt frei. Res.: 089 –
380 150 -0 oder service@lehmkuhl.net
→→ Buchhandlung Lehmkuhl, Leopoldstr. 45
20:00 Uhr
„Fuck off, Amerika!“ – Der russische Dichter
und Tagedieb Edward Limonov emigriert
nach New York. Doch der american way of
life bringt ihm nicht die erhoffte Freiheit.
Mit Leon Pfannenmüller und der Band
HAUT. 8 €
→→ Volkstheater, Briennerstr. 50
20:00 Uhr
Ein Abend mit dem oscarprämierten
Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck. Moderation: Bettina Reitz (BR,
Fernsehdirektorin) 9/7 €
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
20:30 Uhr
Tegernseer Kriminacht mit Jörg Steinleitner, Victoria Mayer und Helmut Sinz
(Musik). 15 €. Res.: 089-26 78 50. Wiederholung: 27.3.
→→ Theater im Fraunhofer, Fraunhoferstr. 9
Freitag, 27. März
19:00 Uhr
Jürgen Todenhöfer liest aus „Du sollst
nicht töten“ ,7 €
→→ Ampere, Zellstr. 4
19:30 Uhr
27.3.15 19h30 – 22h
Rudolf Wicht liest aus „Mondmänner und
andere Blödmänner“.
→→ Münchner Literaturbüro, Milchstr. 4
Samstag, 28. März
20:30 Uhr
Chiemseer Kriminacht mit Thomas Bogenberger. 10 €. Res.: textfactory@t-online.de
→→ Theater im Fraunhofer, Fraunhoferstr. 9
Sonntag, 29. März
19:30 Uhr
Schwabinger Schaumschläger (Lesebühne)
mit Elena Anais, Martin Rastinger, Philipp
Moll und Hanns Christian Müller
→→ Vereinsheim, Occamstr. 8
20:00 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)
Ägypten im Fokus: Lesung, Gespräch,
Konzert. Die Nachwuchsautorinnen Areej
Gamal und Nahla Karam aus Kairo stellen
ihre Geschichten vor. Eintritt frei
→→ Ampere Zellstr. 4
Montag, 30. März
Friedrich Ani präsentiert seine Geschichten
von Gasthausbewohnern und Zimmerlingen. Mit Evi Keglmaier (Geige, Gesang) und
Maria Hafner (Bratsche, Gesang). 15/13 €
→→ Cafe Ruffini, Carl-Orff-Str. 22 bis 24
Dienstag, 31. März
20:00 Uhr
Peer Steinbrück spricht mit Kurt Kister (SZ)
über sein neues Buch „Vertagte Zukunft.
Die selbstzufriedene Republik“. 9/7 €.
Res.: 089-29 19 34-27 oder ReserviX
→→ Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Impressum
Herausgeber (zugleich Anschrift der Redaktion):
Münchner Literaturbüro e. V.,
Haidhauser Werkstatt (MLB)
Milchstraße 4, 81667 München,
www.muenchner-literaturbuero.de
LiteraturSeiten München
Tel. 089-189 753 50
www.literaturseiten-muenchen.de
Redaktion: Ina Kuegler (V.i.S.d.P.) /
redaktion@literaturseiten-muenchen.de
Anzeigen: Hellmuth Lang,Wolfram Hirche
0170-582 43 35
anzeigen@literaturseiten-muenchen.de
Preisliste: Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 5
www.literaturseiten-muenchen.de/mediadaten
MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Katrina Behrend Lesch, Michael Berwanger, Wlfram Hirche,
Simone Kayser, Ina Kuegler und Ursula Sautmann
Lyrische Kostprobe: Hans-Karl Fischer
Termine:
termine@literaturseiten-muenchen.de
Gestaltung/Realisierung:
Michael Berwanger/Tausendblauwerk
www.tausendblauwerk.de
Bankverbindung:
Münchner Literaturbüro,
Münchner Bank,
IBAN: DE60 7019 0000 0100 3347 07,
BIC: GENODEF1M01
Mit Förderung des Kulturreferats der
Landeshauptstadt München.
Landeshauptstadt
München
Kulturreferat
Titelvignette: YelenaYemchuk/iStockphoto
Redaktionsschluss für die Ausgabe April 2015:
18. März 2015
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