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Foto: Anne-Sophie Hußler | Verlagsbeilage | Februar 2015 | DRS

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Foto: Anne-Sophie Hußler | Verlagsbeilage | Februar 2015 | DRS
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www.zukunft-in-sachsen.de
Aus der Traum?
Katrin Unger, Berufsberaterin der
Agentur für Arbeit Dresden,
gibt Tipps, wie man den Abbruch
einer Ausbildung verhindern kann.
Immer wieder hört man, dass ein großer Teil der
Jugendlichen die Ausbildung vorzeitig beendet. Wo
liegen die Ursachen?
Auch in Dresden kommt es immer wieder zu Ausbildungsabbrüchen, wobei das nicht die Regel ist. Vielmehr handelt es sich
um Einzelfälle. Die Gründe sind dabei sehr unterschiedlich:
3 Falsche Berufswahl: Hier stellt sich meist heraus, dass die
jungen Leute falsche Erwartungen an das Berufsbild hatten,
zuvor unzureichend Informationen gesammelt haben und somit enttäuscht sind vom Arbeitsalltag. Diese Abbrüche erfolgen meist im ersten Ausbildungsjahr.
3 Kündigung in der Probezeit: Zum Ende der Probezeit
kommt es immer wieder vor, dass Jugendliche eine Kündigung erhalten. Manchmal ist der Kündigungsgrund bekannt,
aber nicht immer. Bei Kündigungen während der Probezeit
müssen jedoch auch keine Gründe genannt werden.
3 Kündigung aufgrund von Pflichtverletzungen: Das
sind Kündigungen, die die Betroffenen selbst zu verantworten haben. So führen versäumte Krankmeldungen, verspätete
Abgabe von Krankenscheinen, Nichtvorlage des Berichtsheftes, Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen oder
schwerwiegendere Gründe zu fristlosen Kündigungen.
3 Kündigung aufgrund von Problemen in der Firma:
Auch hier handelt es sich um Einzelfälle. Es werden Mobbing,
unzureichende Vermittlung von Ausbildungsinhalten, Verstöße gegen die Arbeitszeitregelungen usw. als Kündigungsgründe benannt. Diese Kündigungen erfolgen fast immer
durch die Jugendlichen.
Foto: www.fotolia.com © K.- P. Adler
Einen Job mit Spaß und Perspektive.
Kann mir eine Krankenkasse den bieten?
Reine Lernschwierigkeiten sind als Abbruchgründe nicht relevant. Hier sind bei betrieblichen Ausbildungen Unterstützungsmöglichkeiten in Form von Ausbildungsbegleitenden Hilfen
(AbH) möglich. Viele Firmen wissen darüber Bescheid und tragen dafür Sorge, dass die Azubis diese Hilfe in Anspruch nehmen. Unentschuldigtes Fehlen in der Berufsschule kann allerdings sehr wohl zu einer Kündigung führen.
Was passiert nach einem Ausbildungsabbruch? Kann
der Betreffende sofort eine neue Lehre beginnen, oder
muss er pausieren?
In jedem Fall muss sich der Jugendliche Gedanken machen, wie
er sein Leben weiter gestalten möchte. Soweit er die Ausbildung
im gleichen Beruf fortsetzen möchte, ist es sinnvoll, vor der
Kündigung nach einem neuen Unternehmen zu suchen. Hier
können die Kammern oder Innungen im Einzelfall unterstützend tätig werden. Grundsätzlich ist das Fortsetzen der Ausbildung möglich, jedoch nur innerhalb bestimmter Fristen. Bei
Unterbrechungen muss durch die Kammer geprüft und entschieden werden, ob eine Fortsetzung noch möglich ist.
Wenn der Jugendliche eine andere Ausbildung beginnen möchte, ist dies im laufenden Jahr kaum möglich. Aufgrund des Berufsschulturnus‘ beginnen Ausbildungen zumeist im August
oder September. Im Ausnahmefall kann auch ein späterer Einstieg - meist bis Oktober - erfolgen. Dann entscheiden Unternehmen und Kammer, ob dies sinnvoll und realistisch ist, ob etwa der versäumte Unterrichtsstoff nachgeholt werden kann.
Bei der Suche nach einem neuen Ausbildungsplatz kann auch
die Hilfe und Unterstützung der Berufsberatung in Anspruch
genommen werden. Durch die Beratungsfachkräfte werden gemeinsam mit dem Jugendlichen die neuen Perspektiven erarbeitet oder besprochen und eine Vermittlungsunterstützung
kann erfolgen. Hier gilt es zu beachten, dass die Agentur für Arbeit hinsichtlich der dualen, also betrieblichen, oder gleichgestellten Berufe tätig werden kann. Bei schulischen Ausbildungen können wir lediglich beraten.
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Mechatroniker/ -in
Mikrotechnologe/ -in
3
www.zukunft-in-sachsen.de
Wie kann man den richtigen Beruf finden, damit das
sprichwörtliche Kind gar nicht erst in den Brunnen fällt?
Um einen Ausbildungsabbruch zu vermeiden, ist es wichtig, sich
bereits im Vorfeld umfassend über die eigenen persönlichen Voraussetzungen und Erwartungen im Klaren zu sein. Weiterhin
sind Informationen über den angestrebten Beruf erforderlich.
Dafür stehen viele Medien zur Verfügung: z. B.. Beruf Aktuell,
BerufeNet, Berufe TV. Außerdem bietet sich ein Praktikum im
gewünschten Beruf an, um Ansprüche und Realität miteinander
abgleichen zu können. An dieser Stelle liegen durchaus Defizite
vor, denn Praktika werden immer wieder auf „den letzten Drücker“ oder wenig zielgerichtet gesucht. Dann landet man schnell
in einem Bereich, der uninteressant ist, und vergibt die Möglichkeit einer realistischen Einschätzung für einen möglichen
Wunschberuf.
Zum Austesten der Interessen bieten sich ebenso Überbrückungsmöglichkeiten wie beispielsweise Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr
oder die Einstiegsqualifizierung an. Hier erfolgen über einen
Zeitraum von bis zu 12 Monaten Einsätze in einem fest umrissenen Arbeitsgebiet, und die Entscheidung für oder gegen den jeweiligen Beruf wird untermauert. Diese Möglichkeiten sind außerdem gute Plattformen, um ein umfassendes Zeugnis zu erhalten und eventuell im Unternehmen eine Ausbildung beginnen zu
können. Wenn sich im Praktikum oder ähnlichen Einsätzen herausstellt, dass der Beruf doch nicht der Richtige ist, ist das auch
ein Erfolg. Denn durch den Abgleich von Erwartungen und Berufsalltag können Fehlentscheidungen und somit auch Ausbildungsabbrüche vermieden werden.
Welche Unterstützung kann man in der Agentur für
Arbeit bekommen?
Durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit kann die Berufswahl mitgestaltet werden. Wir stehen allen Dresdner Jugendlichen, die eine Ausbildung anstreben, zur Verfügung - und das
kostenfrei. Wir können bei der Entscheidung für oder gegen einen Beruf helfen. Dabei nutzen wir unsere Kenntnisse über den
Arbeits- und Ausbildungsmarkt, die Inhalte der Ausbildungen
und Berufe und stellen unsere Medien in Print- und Onlineformaten zur Verfügung. Auch spezielle Testverfahren können die
Berufswahl unterstützen. Dazu zählen etwa der Berufswahltest
und die Leistungsfeststellung durch den Berufspsychologischen
Service.
In jedem Fall bieten wir Hilfe zur Selbsthilfe an. Wer sie in Anspruch nehmen möchte, kann dies jederzeit tun. Jedoch sollte jeder das fortschreitende Jahr im Auge behalten. Für einige Berufe
und Laufbahnen gibt es feste Bewerbungsfristen. Wenn man die
verpasst, kann man sich erst ein Jahr später wieder bewerben
und muss sich Gedanken zu einer Überbrückung machen.
Also heißt es: rechtzeitig beginnen! Persönliche Kontakte zu Firmen auf Messen, im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen, an Tagen der offenen Tür und bei Betriebserkundungen
dienen der Informationsbeschaffung über Berufe und deren Inhalte sowie über die Anforderungen seitens der ausbildenden
Unternehmen. Und die schulischen Leistungen spielen bei der
Entscheidung für einen Beruf und die damit verbundenen Chancen auf eine Ausbildungsstelle eine wichtige Rolle. Wer Probleme
in Mathematik hat, der sollte sich genau überlegen, ob ein Beruf
wie Bankkaufmann/-frau oder Steuerfachangestellte/r das Richtige ist.
Interview: Sylvia Schmidt
Vielfältige Medien in Print- und Onlineformaten gibt es im Berufsinformationszentrum (BiZ).
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Im Dienst des Patienten
Die Tätigkeit als Gesundheits- und Krankenpfleger/in ist abwechslungsreich, anspruchsvoll und erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen. Als Azubi sollten Sie daher Freude an der Begleitung und
Betreuung von Menschen in besonderen Lebenssituationen haben und
sich bei der Patientenversorgung gern mit einem hohen persönlichen
Einsatz engagieren.
Bewerben Sie sich bei uns! Im September jeden Jahres starten 36
Azubis ihre praktische Ausbildung in Pirna und Freital.
Der Theorieunterricht findet an der Medizinischen Berufsfachschule
am Städtischen Klinikum Dresden-Friedrichstadt statt.
Wir erwarten:
· Abitur bzw. guter bis sehr guter Realschulabschluss
· gesundheitliche Eignung
· menschliche Eignung für diesen Beruf, Zuverlässigkeit,
Belastbarkeit, Flexibilität und Teamfähigkeit
Wir empfehlen vor der Ausbildung ein Praktikum im Pflegebereich.
Ein abwechslungsreicher Beruf mit Perspektive!
Wir bilden aus zum examinierten Altenpfleger (m/w)
Wir bieten  Fachkundige Begleitung durch erfahrene Praxisanleiter(innen)
 Praktische Ausbildung in einem unserer sieben Altenpflegeheime
in Dresden und Umgebung
 Vergütung nach AVR DW
EKD,Deutschland
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Diakonie
Fassung Sachsen
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung (bevorzugt per E- Mail):
Diakonisches Werk-Stadtmission Dresden e.V. | Abteilung Personal | Glacisstraße 44 | 01099 Dresden | E-Mail: abteilung.personal@diakonie-dresden.de |
Tel: (0351) 8172-350
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HELIOS Klinikum Pirna
Sabine Hesse
Pflegedienstleiterin
Struppener Straße 13, 01796 Pirna
Tel. (03501) 71 18-12 83
sabine.hesse@helios-kliniken.de
HELIOS Weißeritztal-Kliniken
Petra Vitzthum
Pflegedienstleiterin
Bürgerstraße 7, 01705 Freital
Tel. (0351) 646-66 45
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Foto: BA
4
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Franziska Hoffmann (26),
Kauffrau für Verkehrsservice
bei der DB Regio Südost in
Leipzig, 3. Lehrjahr:
Wer Info-Veranstaltungen besucht und
Praktika absolviert,
wird im Ausbildungsalltag dann
selten enttäuscht.
Foto: Fotolia/Goodluz
Gut informiert –
Erwartungen erfüllt
Junge Leute aus verschiedenen Unternehmen berichten, wie ihr Berufswunsch zustande kam, wie sie ihren
Ausbildungsplatz fanden und ob sich
sich der Alltag jetzt so anfühlt, wie sie
es sich bei der Bewerbung vorgestellt
hatten.
Texte und Fotos: Simone Burig
Als größter Druckkonzern Europas mit Standorten in Ahrensburg, Dresden, Liverpool und
Nürnberg ist die internationale Unternehmensgruppe Prinovis auf maßgeschneiderte Kommunikationslösungen rund um die Kernkompetenz Druck spezialisiert.
Neben höchster Qualität im Druck und in der Weiterverarbeitung bietet das
Unternehmen seinen Kunden aktuell Dienstleistungen im Bereich Medienkreation und Mobile Solutions an.
An unserem Standort in Dresden bieten wir für das Jahr 2015 Ausbildungen mit folgenden Berufszielen an:
› Medientechnologen Druck (m/w)
Der Medientechnologe fertigt seine Druckerzeugnisse bei Prinovis auf Rotationstiefdruck- bzw.
Offsetdruckmaschinen. Während des Druckvorganges überwachen sie alle Maschinenfunktionen sowie die Einhaltung des Qualitätsstandards.
› Mechatroniker (m/w)
Auszubildende, die den Beruf des Mechatronikers ergreifen, erlernen das erforderliche Wissen
zur Inbetriebnahme und zum Bedienen von mechatronischen Anlagen. Auch Servicetätigkeiten
an diesen Maschinen gehören zu ihrem Aufgabengebiet.
Hast du Lust bei uns in die Praxis einzusteigen und den Grundstein für deine berufliche Zukunft
zu legen? Dann nutze die Möglichkeit einer Online-Bewerbung unter www.prinovis.com/de/karriere/
oder sende deine Bewerbung an:
Prinovis Ltd. & Co. KG, Betrieb Dresden
Personalabteilung I Meinholdstraße 2 I 01129 Dresden
gabriele.heyde@prinovis.com
Ich wollte einen Beruf mit Perspektive ergreifen, einen Beruf, in dem ich mich ständig
weiterbilden kann und bei
dem ich auch einen guten Verdienst habe.
Außerdem bin ich zu 60 Prozent schwerbehindert, kann
seit einem Autounfall meine
rechte Hand nicht mehr bewegen. Das machte die Suche
nach einer Ausbildung nicht
Franziska Hoffmann
leicht. Aber bei der Bahn habe
ich meine Chance bekommen.
Ich betreue derzeit die Kunden im Nahverkehr, kontrolliere die Fahrkarten und mache
Lautsprecherdurchsagen. Der Kontakt zu den Kunden macht
mir viel Spaß.
Dass ich auch Schichten arbeiten muss, ist manchmal hart.
Aber ich in froh, dass ich mit 26 überhaupt noch mal die Chance auf eine Ausbildung bekommen habe. Ich will danach auf
jeden Fall im Unternehmen bleiben.
Jette Müller (18),
Mikrotechnologin im
Bereich Mikrosystemtechnik
bei der Microelectronic
Packaging Dresden GmbH,
2. Lehrjahr:
Ursprünglich wollte ich eine
Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin machen. Ich ging zur
Messe „KarriereStart“, um
mich darüber zu informieren.
Dann bin ich am Stand von
Microelectronic Packaging gelandet. Dort hat mir ein damaJette Müller mit Christian
liger Azubi von seiner Lehre
Böhme, Ausbilder und Leiter
erzählt, was ich spannend
der Fertigungsausführung
fand.
Ich habe mich beworben und
bin mittlerweile im zweiten
Lehrjahr. Wir stellen hauptsächlich Sensoren her, was großen
Spaß macht. Wir arbeiten dafür im Reinraum, müssen also immer einen Overall, Handschuhe und eine Haube tragen. Daran
gewöhnt man sich aber schnell.
Vielleicht mache ich nach der Ausbildung noch einen Technikerlehrgang oder den Meister. Das würde die Firma sogar fördern.
5
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Olga Weimär (23),
Kauffrau für Spedition und
Logistikdienstleistung bei der
Rieck Logistik-Gruppe,
2. Lehrjahr:
Ich habe zunächst in einem Lager bei einem Versandhandel
gearbeitet. Oft hatten die Kunden ihre Ware schon einen Tag
später. Und ich habe mich immer gefragt, wie das alles funktioniert mit der Lagerung, der
Kundenbestellung und dem
Versand.
Eine Freundin machte bei der
Olga Weimär
Rieck Logistik-Gruppe diese
Ausbildung und hat sie mir
empfohlen. Es macht riesigen
Spaß, und meine Erwartungen an die Ausbildung haben sich erfüllt.
Ob ich übernommen werde, weiß ich jetzt noch nicht. Aber ich
kann mich auf jeden Fall noch weiter spezialisieren und mich beispielsweise zur Verkehrsfachwirtin weiterbilden. Das überlege ich
mir, wenn es so weit ist.
Rudolph Fritsche (20),
Werkzeugmechaniker bei der
VEM Sachsenwerk GmbH,
3. Lehrjahr:
Nach dem Abitur wollte ich zunächst praktische Erfahrungen
sammeln. Und weil ich schon
immer etwas in Richtung Metallbearbeitung machen wollte,
habe ich mich für diese Ausbildung entschieden.
Was jetzt alles zu meinen Aufgaben gehört, hat meine Erwartungen komplett übertroffen.
Ich habe einen Allroundberuf
Rudolph Fritsche
mit Fräsen, Sägen, Schleifen,
Schweißen ergriffen. Es ist die
Königsklasse unter den Metallberufen und macht mir großen Spaß.
Wenn ich meine Ausbildung besser als mit 3,0 abschließe, bekomme ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Das ist eine gute
Perspektive. Vielleicht studiere ich danach auch noch oder mache den Techniker. Das Unternehmen würde mich dabei sogar
unterstützen.
Florian Wölk (19),
Zerspanungsmechaniker bei
der VEM Sachsenwerk
GmbH, 2. Lehrjahr:
Ich bin nicht so der Theoretiker,
vielmehr der Praktiker. Deshalb
habe ich während meiner
Schulzeit ein Praktikum in einem Stahlwerk absolviert.
Dabei habe ich gemerkt, dass
mir eine solche Arbeit liegt und
großen Spaß macht. Außerdem
hat mein Opa als Zerspanungsmechaniker gearbeitet, war
selbst Meister und Ausbilder.
Im Sachsenwerk habe ich mich
Florian Wölk
beworben, weil mir Bekannte
erzählt hatten, dass das Unternehmen eine solide Ausbildung
mit guten Bedingungen bietet. Außerdem wird an neuen Maschinen gearbeitet.
Meine Erwartungen an die Ausbildung haben sich bisher voll und
ganz erfüllt. Sie ist sehr abwechslungsreich und macht mir viel
Spaß.
Rico Beyer (19),
Zerspanungsmechaniker
bei der Theegarten-Pactec
GmbH & Co KG,
3. Lehrjahr:
Vor meiner Bewerbung hatte
ich im Metallbereich bereits ein
Praktikum gemacht, das mir
sehr gut gefallen hat. Deshalb
wollte ich gern den Beruf des
Zerspanungsmechanikers erlernen.
Mein Bruder hat dieselbe Ausbildung bei der TheegartenPactec GmbH & Co KG absolviert und mich daraufhin erRico Beyer
muntert, mich ebenfalls in diesem Unternehmen zu bewerben. Mein Ausbildungsalltag
dort gefällt mir sehr gut. Er ist genauso, wie ich ihn mir vorgestellt
hatte.
Unter anderem fräsen wir verschiedene Bauteile und schleifen
Schrägen, wir bohren und erlernen sogar die CNC-Programmierung.
Erik Förster
Erik Förster (19),
Fluggerätemechaniker bei
den Elbe Flugzeugwerken,
2. Lehrjahr:
Mich hat die Luftfahrt schon
immer interessiert – und vor
allem die Technik dahinter.
Weil ich aber gerne in meiner Heimat Dresden bleiben
wollte, habe ich mich umgehört, wo ich hier in diesem
Bereich eine Ausbildung machen kann. Verwandte haben mir dann die Elbe Flugzeugwerke empfohlen, weil
es ein wirtschaftlich gut aufgestellter Betrieb ist, der eine anspruchsvolle Ausbildung anbietet. Diese macht
mir großen Spaß, weil ich in
vielen Bereichen des Unternehmens eingesetzt werde.
Ich war schon als Maler unterwegs und habe im Lager
gearbeitet. Und sogar ich als
Auszubildender kann in der
Produktion, also direkt am
Flieger, arbeiten. Damit habe
ich meine Traumausbildung
gefunden, ich kann mich
nicht beschweren. Außerdem bietet das Unternehmen viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Vielleicht
werde ich nach der Lehre
auch noch studieren.
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Ausbildu
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Info
Weitere Informatio
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Theresa Schraps (21,
links), die eine Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin macht, lackiert ihrer Mitschülerin Sina Räubig (21)
die Nägel. Auch professionelle Schminktechniken sind Teil
der Ausbildung an der
Privaten Schule IBB.
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Berufsfachschule
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Schauspiel, bafögberechtigt, Ausbildungsort Zinnowitz
(Usedom). Erste Vorsprechen 21./22. März.
Theaterakademie Vorpommern, Heringsdorfer Weg 1,
17454 Zinnowitz, Tel. 038377/3680
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Willkommen zum
TAG DER OFFENEN TÜR
am 28.02.2015 von 12:30 – 16:00 Uhr
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Antwort auf die aktuellen und zukünftigen
Anforderungen des Gesundheitswesens
sowie auf die Bedürfnisse einer sich rasch
verändernden Gesellschaft.
Wir garantieren eine theoretische und
praxisnahe hochqualifizierte Ausbildung
unter der Leitung von erfahrenen Lehrkräften und Praxisanleitern in den Kliniken Bavaria in Kreischa und bei kooperierenden Einrichtungen.
Die 3-jährige Ausbildung erfolgt nach
dem bundeseinheitlichen Rahmenlehrplan und der Prüfungsordnung für die
jeweilige Ausbildungsrichtung und endet nach erfolgreicher Prüfung mit einer
staatlich anerkannten Berufserlaubnis.
Mit diesen Abschlüssen erhalten unsere
Absolventinnen und Absolventen eine
fundierte Fach- und Handlungskompetenz in ihrem Beruf.
Berufsfachschulen der Klinik Bavaria Kreischa
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PHYSIOTHERAPEUT/-IN
Kontakt:
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info@physiotherapie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 6 - 4311 *
ERGOTHERAPEUT/-IN
Kontakt:
Theresa macht eine Ausbildung zur
Europäischen Wellnesskosmetikerin und ist von der Vielseitigkeit des
Berufes begeistert.
S
chon als kleines Mädchen liebte es Theresa
Schraps (21), sich vor dem Spiegel zu
schminken und die Nägel zu lackieren.
Nach dem Abitur schnupperte sie mit einem
Praktikum in den Beruf der Kosmetikerin hinein.
Dabei wurde ihr schnell klar, dass eine Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin an
der Privaten Schule IBB in Dresden genau das
Richtige für sie wäre.
„Während meines fünfwöchigen Praktikums in
einem Kosmetikstudio in Österreich konnte ich
bereits viele Aufgaben selbstständig übernehmen
und einen Einblick in die verschiedenen Bereiche
der Kosmetik gewinnen“, erzählt die junge Frau
aus Gera. So durfte Theresa kleinere Behandlungen wie Gesichtsreinigung oder Fußpflege ausführen. „Die Abwechslung in diesem Berufsfeld
hat mir sehr gut gefallen, und mir wurde bewusst, dass ich eher ein praktischer Typ bin und
mich ein trockenes Studium auf Dauer nicht
glücklich machen würde“, berichtet Theresa. Auf
„Später könnte ich mir
gut vorstellen, mich
selbstständig zu machen.“
gen, Grundlagen der Anatomie, Orthopädie, Dermatologie, Trainings-, Bewegungs- und Ernährungslehre, Psychologie und Mentalwellness sowie die Fremdsprachen Englisch und Spanisch
unterrichtet werden.
Vom ersten Jahr an praktische
Erfahrungen sammeln
Als Theresa ihre Ausbildung im November des
letzten Jahres als „Späteinsteigerin“ begann, war
sie positiv überrascht: „Ich dachte, im ersten Jahr
lernen wir zunächst einmal nur die theoretischen
Grundlagen und kommen erst später dazu, sie
www.ergotherapie-schule-kreischa.de
info@ergotherapie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 6 - 4311 *
LOGOPÄDE/-IN
Kontakt:
den Rat einer Bekannten hin bewarb sich Theresa Schraps an der Privaten Schule IBB in Dresden, da hier nicht nur klassische Gesichtskosmetik, sondern auch Hand- und Fußpflege, Wellnessanwendungen wie verschiedene Massagetechniken, beispielsweise Kräuterstempel-, Hot
Stone-, Aromatherapie- sowie Ayurvedamassa-
www.logopaedie-schule-kreischa.de
info@logopaedie-schule-kreischa.de
Tel. 035206 5 - 5426 *
* Ausbildungsbeginn: 01.09.2015
In Kooperation bilden wir zusätzlich aus:
KÖCHIN/KOCH
Kontakt: www.klinik-bavaria.de
sylke.knechtel@klinik-bavaria.de
Klinik Bavaria | An der Wolfsschlucht 1 – 2 | 01731 Kreischa | Tel.: 035206 6-4355
AU S
W I R B I L D E N ran
tfachfrau/-mann
Fleischer /-in
n
zum /zur Fachverkäufer/-i
zum /zur Koch/ Köchin
zum /zur
Außerdem stellen wir ein:
Kellner/-in
Köche/Köchinnen
Restau
zum /zur Konditor/-in
zur/zum
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wichtig! Dann freuen wir uns sehr darauf, Sie kennenzulernen!
Sprechen Sie uns an oder schicken Sie Ihre vollständige
Bewerbung an folgende Postanschrift:
Ernst Schulze Fleischerei & Feinkost GmbH
Kesselsdorfer Straße 38, 01159 Dresden
oder per E-Mail: info@fleischereischulze.de
www.fleischereischulze.de
Kontakt:
Der Job für
ewige Schönheit
und Jugend
7
www.zukunft-in-sachsen.de
auch anzuwenden. Aber die Ausbildung bietet wirklich sehr viele
Möglichkeiten, das Gelernte gleich praktisch auszuprobieren“,
sagt Theresa. Anders als sie erwartet hatte, trainieren die Auszubildenden die neu erlernten Techniken und Kniffe ab dem ersten
Lehrjahr nicht nur in den zahlreichen Praxisstunden an ihren
Mitschülerinnen, sondern stellen auch bei den regelmäßig stattfindenden Kundentagen ihr erlerntes Fachwissen unter Beweis.
Mehrere Praktika im In- und Ausland vervollständigen die Ausbildung an der IBB. Zuletzt durften die Azubis aller drei Ausbildungsjahre sogar die Debütantinnen und Debütanten auf dem
SemperOpernball schminken.
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Theresa übt eine Hot Stone-Massage an einer Mitschülerin.
Fotos (3): MEDIENKONTOR/Franziska Märtig
Auf der Suche nach den Spezialisten der Zukunft
Die Glatfelter Dresden GmbH ist ein Tochterunternehmen des in den USA börsennotierten
Glatfelterkonzerns mit Hauptsitz in York/Pennsylvania. Glatfelter ist ein weltweit führender
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Glatfelter Dresden produziert an seinem Standort in Heidenau, nahe Dresden, TEMPERA®
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A US B IL DUNG
„Viele unterschätzen die Ausbildung und denken, wir üben hier
nur, wie man schminkt und Nägel lackiert. Aber wir haben unter
anderem auch Anatomieunterricht und lernen dabei viele lateinische Fachbegriffe aus der Medizin. Das ist sicher nicht jedermanns Sache – genauso wenig wie beispielsweise Fußbehandlungen. Aber für mich ist die abwechslungs- und umfangreiche Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin genau die richtige Entscheidung gewesen. Der Beruf dient nicht ausschließlich
der äußeren Schönheit, sondern zugleich der Gesundheitsprophylaxe. Deshalb steht eine ganzheitliche Behandlung der Kunden im Vordergrund, um einen gesunden Lebensstil zu fördern“,
erläutert Theresa. Daher gehören zur Ausbildung unter anderem
auch Ayurveda, Fitness- und Bewegungs- sowie Ernährungslehre.
Zudem bietet die Schule die Möglichkeit, sich in diversen Wochenendkursen weiterbilden und zertifizieren zu lassen, etwa zu
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der Ausbildung zur Europäischen Wellnesskosmetikerin an der
Privaten Schule IBB haben die Absolventinnen beste Chancen auf
dem Arbeitsmarkt. „Da die Beauty- und Wellnessbranche europaweit seit Jahren ein ungebremstes Wachstum verzeichnet, bietet dieser Beruf sehr gute Jobchancen. Bis zu 99 Prozent unserer
Absolventen finden sofort im In- oder Ausland einen Arbeitsplatz“, berichtet Dagmar Mager, Geschäftsführerin der Privaten
Schule IBB gGmbH. Und auch Theresa hat sich schon so ihre Gedanken über die Zukunft gemacht: „Erst mal werde ich sicher in
einem Kosmetikstudio angestellt sein, aber später könnte ich mir
gut vorstellen, mich auch selbstständig zu machen“, so die junge
Frau.
(sy/fm)
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jungen Leuten eine Ausbildungschance mit Zukunftspotential.
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Arno K. „Ich bereue es nicht, meine Ausbildung bei Glatfelter
absolviert zu haben. Mir wird bei jedem Problem geholfen und
ich weiß, dass ich immer ein starkes Team im Rücken habe,
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Franz S. „Im Anschluss an die theoretische Ausbildung konnte
ich meine bereits erworbenen Grundkenntnisse bei Glatfelter
Dresden unter Beweis stellen. Die Ausbildung ist abwechslungsreich, umfangreich und daher sehr zu empfehlen.“
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Vom ersten Regalmeter an
Vom Azubi zum Hausleiter: Antonio Pispa
kennt den Weg vom Azubi zur Führungskraft
im Kaufland ziemlich gut.
A
ntonio Pispa ist ein groß gewachsener Mann. Der dunkle
Anzug sitzt perfekt, doch der krawattenlose Hals sorgt
dafür, dass es nicht zu businessmäßig wirkt. Schließlich
muss Antonio Pispa auch etwas Zugängliches und Offenes verströmen, wenn er mit Bauarbeitern, Supermarktangestellten und
Kunden spricht.
Antonio Pispa ist Hausleiter bei Kaufland, oder genauer: Hausleiter
„mit Zusatzaufgaben“. „Ich bin praktisch eine Schnittstelle“, erklärt
er. „Eine Schnittstelle zwischen dem Vertrieb, der Zentrale und dem
Baubereich.“ Das heißt, Antonio Pispa kümmert sich um die Umgestaltung und Modernisierung von Kaufland-Märkten, die beginnt
bei der Organisation und Planung der einzelnen Umbauabschnitte,
seien es nun neue Theken oder ein Backshop, geht weiter über eine
veränderte Anordnung der Regale und hört bei der Installation moderner Kassen noch lange nicht auf. All das hat der 29-Jährige im
Auge – momentan in zwei Kaufland-Märkten, in Dresden-Weixdorf
und in Bayreuth. Dass man mit noch nicht einmal 30 Jahren so viel
Verantwortung hat, ist nicht unüblich bei Kaufland, wo „einem viele Türen offen stehen“, wie Antonio Pispa sagt.
Dabei wollte der jetzige Hausleiter ganz am Anfang, mit 16 Jahren,
gar nicht in den Handel – sondern zur Polizei. Doch für Ordnungshüter war er damals noch zu jung. Etwas zur Überbrückung
musste her, dachte sich Antonio Pispa und griff zur Zeitung,
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Hausleiter Antonio Pispa studiert Umbaupläne für den Kaufland-Markt.
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e
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Tagtäglich kommt jeder Mensch moderner Gesellschaftssysteme mit galvanisch behandelten Gegenständen in
Berührung, ohne es zu wissen. Vom Brillengestell über
Leiterplatten und Steckverbindern in der Kaffeemaschine, von der verchromten Wasserarmatur am
Waschtisch bis zu verzinkten Elementen im Auto –
überall sind galvanische Schichten im Spiel.
Dabei gewinnt neben der Veredlung von Metallen
das Galvanisieren von Kunststoffen immer mehr an
Bedeutung. Oder hättest du gedacht, dass dein Brausekopf heutzutage in aller Regel aus Kunststoff besteht,
obwohl er doch so schön metallisch glänzt?
Aber auch die Dünnschichttechnik (das Beschichten im
Vakuum auf physikalischer oder chemischer Basis) und
das Feuerverzinken (Beschichten im schmelzflüssigen
Zink) sind Teilgebiete der Ausbildung.
In diesem Beruf erlernst du das Beschichten mit Metallen,
die Oberflächenumwandlung für funktionelle und
dekorative Zwecke. Notwendig dafür sind Kenntnisse
der Mathematik zum Berechnen von Oberflächen,
Volumen und Stromstärken. Längenmesstechnik, physikalische Messmethoden und chemische Nachweise
werden dir im Laufe der Lehrzeit nahegebracht.
Sämtliche Vor- und Nachbehandlungsverfahren sowie
das Interpretieren von technischen Zeichnungen sind
ebenfalls Bestandteile der Ausbildung.
Der Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz hat einen
hohen Stellenwert bei der Ausübung dieses Berufes.
Auch das Überprüfen, Warten und Pflegen von
Produktionsanlagen gehören zu deinen Aufgaben.
Jeden Tag warten neue interessante Aufgaben auf dich,
ob an einer kleinen Handanlage oder an einem großen
Galvanisierungsautomaten. Das Beschichten von
Präzisionsteilen oder das Aufarbeiten von Oldtimern
bergen ständig neue Herausforderungen.
Vielleicht entscheidest du dich nach der Ausbildung
auch zur Weiterbildung zum Techniker oder Meister.
Foto: Sylvia Miskowiec
durchsuchte Annoncen, telefonierte, schrieb Bewerbungen. Und
landete mitten im Dezember 2002 im Kaufland im Elbepark Dresden. Dort wurden noch Azubis gesucht, die Einzelhandelskaufmann beziehungsweise -frau werden wollten. Antonio Pispa unterschrieb – und der die Entwicklungsreise begann.
Wie jeder Auszubildende räumte auch er Regale ein, durchlief die
verschiedenen Stationen vom Getränkehandel bis zur Kasse. Im
dritten Jahr spezialisierte er sich auf die Obst- und Gemüseabteilung. Und bemerkte schon früh, dass ihm Führungsarbeit Spaß
macht. „Kaufland überträgt allen Auszubildenden während ihrer
Ausbildung im sogenannten Azubiprojekt vier Wochen lang die
Verantwortung über einen gesamten Markt“, erinnert sich Antonio Pispa. Das heißt: Die jungen Menschen müssen einmal selbst
die Geschicke in die Hand nehmen. Antonio Pispa wurde zusammen mit einem Mit-Azubi zum Hausleiter ernannt.
Antonio Pispa machte seine Sache offenbar gut. Nach seinem Abschluss blieb er bei Kaufland. „Es ist bei Kaufland aber generell
das Ziel, dass Azubis nach der Ausbildung fest übernommen werden sollen“, versucht Antonio Pispa etwas zu beschwichtigen.
Doch was folgt, ist recht beispiel„Führungsverlos: Über mehrere Stationen und
antwortung und
verschiedene Märkte hinweg arKundenkontakt
beitet sich das Jungtalent nach
machen einoben, hat die richtigen Chefs, die
fach jeden Tag
an ihn glauben und ihn unterstützen, und er hat das richtige Credo:
anders und
„Ich schiele nicht nach oben, wospannend.“
hin ich vielleicht noch gelangen
könnte. Ich erledige meinen aktuellen Job mit Hingabe und Spaß.“
Das rät er auch allen anderen Auszubildenden.
Antonio Pispa wird schnell Warenbereichsleiter, sechs Jahre nach
Beginn seiner Ausbildung ist er das erste Mal Hausleiter. Eine
steile Karriere, doch rückblickend sagt Antonio Pispa bescheiden:
„Manchmal wäre ich gern noch länger in einer Position geblieben, einfach, um mehr lernen zu können.“ Doch er lernt auch so
viel dazu, oft auch aus Fehlern, etwa, als er mitten in der Weihnachtszeit falsch disponiert und zu wenig Obst und Gemüse ordert. „Da habe ich mich dann selbst in den Markt gestellt und
mich persönlich beim verärgerten Kunden entschuldigt.“ Es sei
diese Mischung aus Führungsverantwortung und Kundenkontakt, die jeden Tag anders und spannend mache. Antonio Pispa
wird seinem Job von daher treubleiben, wie er versichert: „Der
Handel hat mich verhaftet.“
Sylvia Miskowiec
9
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Die Welt im Sucher
David Pinzer hat geschafft, wovon viele träumen: Der Fotograf tut auch beruflich das, was er privat am liebsten macht.
E
s war eine innere Befreiung.“ David Pinzer hat mit Anfang
30 so einiges hinter sich gelassen: das Studium, die Festanstellung. Er hat sich auf
eigene Beine gestellt, das gemacht, was er seit seiner Jugend ganz gut kann: Bilder.
Heute, knapp drei Jahre später, hat er einen Namen,
nicht nur in der Dresdner
Fotografenszene. Seine Fotos schmücken Kalender,
Schaufenster, Kataloge. Und
David Pinzer kann es sich
leisten, auch mal einen Tag
rauszufahren und mit der
Kamera einfach das festzuhalten, was ihn ganz persönlich interessiert: Verfallene
Bauruinen, aber auch die
einzigartige Natur der Sächsischen Schweiz.
„Die Fotografie hat mich
schon lange fasziniert“, sagt
er. Mit der alten Praktica
seines Vaters hat es angefangen, das Bilder machen und auch selbst entwickeln.
Als Motiv musste alles herhalten: Freunde, Natur, „einfach besondere Momente“,
so David Pinzer. Einzig die
Finanzen haben den Nachwuchs-Fotografen damals
eingeschränkt. „Zwei bis
drei Filmrollen habe ich pro
Monat verbraucht. Für jetzige Verhältnisse ist das wenig, aber damals war’s teuer.“ Sich mit der Knipserei
seinen Lebensunterhalt zu
verdienen, daran dachte David Pinzer als Jugendlicher
aber noch lange nicht. „Das
war höchstens ein ferner
Traum.“ Der ihn aber beständig begleitete, egal wohin.
Denn Reisen entpuppte sich
als zweite große Leidenschaft des Dresdners – natürlich immer mit der Kamera im Gepäck. Nach dem
Abitur ging es nach Indien
und Nepal. Die Erinnerungen an diese Reise sind auf
rund 50 Dia-Filmen gebannt. „Ich möchte mit meinen Bildern Geschichten erzählen, für die Worte einfach manchmal nicht mehr
ausreichen“, sagt David Pinzer.
Nichtsdestotrotz glaubt er
auch nach kleineren Ausstellungen und Vorträgen
noch nicht an eine Fotografen-Karriere und beginnt zu
studieren, fotografiert hin
und wieder kleinere Aufträ-
Leidenschaft Fotografieren: David Pinzer in Aktion.
Foto: David Pinzer
ge, eher für Freunde: Hochzeiten,
Porträts. Auf der anderen Seite stehen Philosophie, Kunstgeschichte
und Neuere Geschichte. David Pinzer schließt sein Studium ab, hängt
sogar noch ein Doktorandenstudium dran. Doch dann war sie wieder da, die Lust nach mehr. „Die
Uni, das Studium, alles ist voller
Bücher – irgendwo fehlte mir die
Arbeit mit Menschen, vieles war
einfach zu blutleer.“
2010 merkte David Pinzer, dass
ihm die Fotografie wichtiger ist.
und er entscheidet sich für die
Selbstständigkeit. „Ich bin relativ
naiv an die Sache rangegangen“,
erinnert er sich. Gründer-Seminare, Ratgeber wälzen? Fehlanzeige.
„Aber vielleicht hat mich genau
diese Naivität davor gerettet, alles
wieder zu zerdenken.“ Die erste
Zeit ist schwer, doch nach und
nach baut sich David Pinzer Kontakte auf.
Doch wer glaubt, ein Fotograf
verbringe die meiste Zeit mit
hübschen Models, der irrt. „Vieles ist Computerarbeit“, sagt David Pinzer. So fotografiert er etwa
einen halben Tag für einen Kunden, nimmt sein mobiles Studio
dafür mit. Und sitzt danach noch
einmal genauso lange vor dem
Bildschirm – das ist der Fluch
und Segen der digitalen Fotografie. „Für Portraits etwa kann ich
pro Bild schon mal zwei Stunden
für die Retusche brauchen.“
Wenn David Pinzer die Bilder von
früher betrachtet, sieht er zwar,
dass er sich weiterentwickelt hat
und was er heute verbessern
würde. Doch Angst vor einem
vernichtenden Urteil des Fotografen brauche niemand haben,
meint David Pinzer lächelnd:
„Auch ein Schnappschuss hat seine Daseinsberechtigung.“
Sylvia Miskowiec
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(22), Hotelfachfrau-Azubi
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Fotos (3) : MEDIENKONTOR
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der Gäste steht für
sie an erster Stelle
Charlotte macht eine Ausbildung
zur Hotelfachfrau und hat sich darauf mit mehreren Praktika perfekt
vorbereitet.
Ausbildung auf mich zukommen wird und war
perfekt vorbereitet“, berichtet die junge Frau.
Durch ihre Tätigkeit in beiden Betrieben war
Charlotte bereits an lange Arbeitszeiten und den
in der Gastronomie üblichen Schichtbetrieb gewöhnt. „Außerdem habe ich schnell gemerkt,
dass mir die abwechslungsreichen Einsatzmögharlotte Müller (22) kommuniziert gerne lichkeiten in einem Hotel besser gefallen als die
mit Menschen, ist zuvorkommend und Arbeit nur in einem Restaurant. Darum habe ich
hilfsbereit. Nach dem Abitur beschloss mich entschieden, eine Ausbildung als Hoteldie junge Frau, eine Ausbildung zu machen. Sie fachfrau zu machen, da man mit einem solchen
sammelte erste Berufserfahrungen in der Gastro- Abschluss nach der Ausbildung in allen Bereinomie und Hotellerie und merkte dabei schnell, chen eines Hotels arbeiten kann, also natürlich
dass ihr die Arbeit am Gast besonders viel Spaß auch im Restaurant. Dadurch kann ich mir für
macht. Darum entschied sie sich für eine Ausbil- den späteren Berufsweg mehr Möglichkeiten ofdung zur Hotelfachfrau
fen halten“, erklärt Charim renommierten Hotel
lotte Müller.
INNSIDE by Meliá DresDas Hotel INNSIDE by
den in bester Lage unmit„Ich wusste schon vorher Meliá Dresden war eines
telbar an der Frauenkirsehr gut, was in der der ersten Hotels, das auf
Bewerbung geantche. Mittlerweile ist sie
Ausbildung auf mich ihre
wortet hat. „Nach einem
dort bereits im zweiten
zukommen wird.“ ersten persönlichen GeLehrjahr.
spräch war ich so überGerade in der Hotellerie
zeugt, dass ich gleich am
und Gastronomie gibt es
jedes Jahr viele Azubis, die ihre Ausbildung ab- nächsten Tag zugesagt habe“, erzählt Charlotte.
brechen, da sie vorher keine konkreten Vorstel- Die dreijährige Ausbildungszeit zur Hotelfachlungen vom Alltag in der Branche hatten. Nicht frau sieht vor, dass die Azubis alle Bereiche des
so jedoch Charlotte Müller: „Um mir sicher zu Hotels durchlaufen, also sowohl die Arbeit an der
werden, dass eine Ausbildung in der Hotellerie Rezeption, im Restaurant als auch im sogenannoder Gastronomie das Richtige für mich ist, habe ten Housekeeping, der Abteilung, die die Reiniich in meiner Heimatstadt bei Bonn zunächst gung und Instandhaltung insbesondere der Gäsacht Monate lang in einem Restaurant in Vollzeit tezimmer absichert. „Ich bin am liebsten im Resgearbeitet und danach noch ein viermonatiges taurant im Spätdienst eingeteilt, denn da ist alles
Praktikum in einem Hotel in der Region ange- weniger hektisch als im Frühdienst. Morgens
hängt. Dadurch wusste ich schon gut, was in der sind die Gäste oft noch müde und wollen mög-
C
11
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lichst schnell ihr Frühstück. Abends haben sie mehr Zeit und
wollen auch gerne beraten werden. Da kann man besser auf den
einzelnen Gast eingehen, und das macht mir besonders viel
Spaß“, verrät Charlotte. Aber auch in den anderen Bereichen des
Hotels findet sie sich mittlerweile gut zurecht. „Zu Beginn meiner
Ausbildung war ich im Housekeeping. Da habe ich mich in den
ersten zwei, drei Wochen öfter mal im Haus verirrt“, schmunzelt
sie. Seit einer Woche arbeitet Charlotte in der sechsten Etage des
Hotels in der „TWIST-Skybar“ mit traumhaftem Blick auf die
Kuppel der Frauenkirche. Hier lernt die Auszubildende neben
dem perfekten Gästeservice beim Team um Barchef René Förster,
der zu den Top-Bartendern in Deutschland zählt, wie man Cocktails professionell mixt.
Die Entscheidung, für die Ausbildung alleine in eine fremde
Stadt zu ziehen, hat Charlotte noch keinen Tag bereut. Seit anderthalb Jahren ist sie jetzt schon in Dresden und hat sich, trotz
anfänglichen Heimwehs, sehr gut eingelebt. Einer der Hauptgründe dafür ist sicherlich, dass sie im Hotelteam wie in einer Familie aufgenommen wurde. Anders als oft in der Branche üblich,
werden persönliche Wünsche auch von den Azubis fast immer
bei der Dienstplanung berücksichtigt. Zudem erhält jeder Azubi
zur Eingewöhnung in
eine neue Abteilung einen Paten vom Hotel an
Die dreijährige Ausbildie Seite gestellt. In
dung zur Hotelfachfrau
Charlottes Fall ist das
Nadine Koch, die im
sieht vor, dass die Azubis
hauseigenen Restaurant
alle Bereiche durchlaufen:
als Chef de Rang tätig
Rezeption, Restaurant
ist und somit nach dem
und Housekeeping.
Restaurantleiter
und
dessen Stellvertreter die
höchste Führungsposition inne hält und über große Berufserfahrungen verfügt. Nadine
Koch ist für Charlotte stets mit Rat und Tat zur Stelle. Aber nicht
nur mit dem „Paten-Programm“ unterstützt das Hotel die Azubis. So finden beispielsweise regelmäßig interne Schulungen
statt, bei denen verschiedene Fachkräfte Seminare zu Themen
halten, die aktuell in der Berufsschule auf dem Stundenplan stehen oder die den Lehrlingen gerade besonders wichtig sind. Zudem können die beliebten „Inhouse Experiences“ von den jungen Mitarbeitern in Anspruch genommen werden. Hierbei dürfen sie das Hotel einen Tag lang vom Frühstück über Wellness
bis hin zum Abendessen als Gast erleben. „Dadurch bekommt
man ganz unterschiedliche Einblicke. Man merkt, worauf es dem
Gast ankommt und wo man selbst noch an sich feilen muss“, sagt
Charlotte.
Für die Zukunft ist sich Charlotte sicher, dass sie in der Hotellerie bleiben möchte. Dabei kann sie sich durchaus vorstellen, vom
operativen in den administrativen Bereich zu wechseln und beispielsweise Aufgaben im Marketing, Verkauf oder F&B, also der
Abteilung Speisen und Getränke, zu übernehmen. „Aber alles
step by step. Erst mache ich meine Ausbildung fertig, und dann
sehen wir weiter“, so die ehrgeizige junge Frau.
(JL/sy)
Auch die Arbeit im Housekeeping gehört zur Ausbildung zur
Hotelfachfrau.
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D
as zierliche blonde Mädchen mit den blauen Augen
kann man sich gut vor der Kamera vorstellen. Doch Vanessa zieht es nicht ins Rampenlicht. „Ich wollte zwar
immer irgendetwas mit Medien machen, habe aber eher an Medientechnik gedacht“, erklärt die 16-Jährige. Bei einer Projektarbeit in der achten Klasse hat sie ihre ersten Erfahrungen gesammelt und einen eigenen Film gedreht. Nur wenige Jugendliche in
Vanessas Alter wissen genau, was sie später einmal werden wollen. Die meisten schwanken zwischen verschiedenen Berufen
oder haben noch gar keine Ahnung. Deshalb macht es Sinn, etwa
zwei Jahre vor dem avisierten Schulabschluss mit der Suche nach
dem passenden Beruf zu starten.
Bereits mit 14 Jahren hat sich Vanessa die ersten Gedanken über
ihre berufliche Zukunft gemacht. Sie hat mit der Familie, mit
Freunden und Bekannten gesprochen und viel im Internet recherchiert. Der entscheidende Tipp kam von einer Nachbarin.
„Sie hat mir vom Girls Day erzählt und welche Möglichkeiten er
bietet“, erinnert sich die Gymnasiastin. Ziel der Veranstaltung ist
es, Mädchen Zugang zu Berufen zu verschaffen, die sie noch zu
wenig im Blick haben. Dazu gehören vor allem technische und
naturwissenschaftliche Bereiche, aber auch Forschung und IT.
Da der Girls Day ganz ohne Jungs stattfindet, können die Teilnehmerinnen ihre individuellen Stärken zeigen.
Auch die Lehrer erzählen vom
Girls Day und versprechen, an
diesem Tag keinen neuen Lehrstoff einzuführen. Eine von den
„Ich fand den
Eltern unterschriebene FreistelTag super. Vor
lung von der Schule genügt, und
allem,
dass wir
Vanessa kann zum Girls Day gedie
Studentinhen. „Ich habe mir die Staatliche
nen direkt vor
Studienakademie in der HansGrundig-Straße angeschaut, um
Ort fragen
mehr über das duale Studiensyskonnten“, fasst
tem und die dort angebotenen
Vanessa den
Medien-Studiengänge zu erfahGirls
Day zuren“, erzählt sie. „Viele meiner
sammen.
Freundinnen sind auch zum Girls
Day gegangen, haben sich aber alle für etwas anderes interessiert.“
An der Studienakademie erhält Vanessa ein kleines Willkommensgeschenk. Dann gibt es eine Führung durch das Haus, ehe
die Mädchen an einer richtigen Vorlesung teilnehmen. Nach dem
gemeinsamen Mittagessen in der Mensa werden die modernen
Labore besichtigt. „Ich fand den Tag super. Vor allem, dass wir
die Studentinnen direkt vor Ort fragen konnten“, bringt Vanessa
ihre Erlebnisse auf den Punkt.
Nach dem Girls Day will sie ein Praktikum machen. Deshalb bewirbt sie sich an der SAEK – dem Förderwerk für Rundfunk und
neue Medien gGmbH. Ihre Aufgabe: die Produktion einer 45-minütigen Radiosendung. Vanessa bekommt die technischen und
journalistischen Grundlagen der Hörfunkproduktion erläutert.
Für die Ablaufplanung für Jingles, Moderationen, einzuspielende
Beiträge und die Musik ist sie selbst verantwortlich. „Das Praktikum war zwar ganz anders als der Filmdreh, aber ich habe mich
die ganze Zeit alleingelassen gefühlt.“ Dazu kommen Langeweile
und Unterforderung. „Damit war das Thema Medientechnik irgendwie vom Tisch“, so Vanessa.
Ein duales Studium an der Berufsakademie möchte die Schülerin
trotzdem machen. „Ich will danach in Richtung Management gehen“, beschreibt die Blondine ihre Pläne. Im Grundstudium gibt
es jede Menge Mathe und Statistik. Weil sie sich jedoch nicht
ganz sicher ist, ob sie in Mathe gut genug ist, besucht sie gemeinsam mit ihren Eltern eine Berufsberatung. Der Tipp: ein betriebswirtschaftliches Studium im Bereich Handel oder Industrie. „Um
ganz sicher zu gehen, möchte ich noch ein Praktikum machen“,
hofft Vanessa auf Klarheit.
Trotz der Erkenntnis, dass Medientechnik nicht das Richtige für
sie ist, empfindet Vanessa den Girls Day als einen vollen Erfolg.
Sie weiß jetzt definitiv, was sie will - und was sie erwartet. Für eine ihrer Freundinnen hat sich der Girls Day ebenfalls gelohnt.
Nach einer Führung durch die Gläserne Manufaktur hat sie sich
bei Volkswagen in Dresden beworben und beginnt dort im
Herbst eine Ausbildung.
Anika Böhme
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www.zukunft-in-sachsen.de
Neue Perspektiven kennenlernen
Beim Girls- und Boys Day werden Berufe vorgestellt, für die
sich Jugendliche üblicherweise nicht entscheiden.
D
er Anteil der Frauen bei Anlagenmechanikern liegt bei einem Prozent. Bei den Berufskraftfahrern
sind es vier. Besser sieht es in der Forstund Holzwirtschaft aus. Dort sind es immerhin 32 Prozent. Obwohl junge Frauen
in Deutschland über eine besonders gute
Schulbildung verfügen, entscheiden sich
die meisten Mädchen für „typisch weibliche“ Berufsfelder oder Studienfächer. Naturwissenschaftlich-technische sind fast
nie darunter. Dabei sind gerade diese Berufe oft sehr abwechslungsreich und bieten spannende Karrieremöglichkeiten.
Hier schafft der Girls Day Abhilfe: Am 23.
April 2015 öffnen Unternehmen, Betriebe
und Hochschulen in ganz Deutschland ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse.
Dann können die Mädchen wieder verschiedene Berufe und Studienrichtungen
aus IT, Handwerk, Naturwissenschaften
Naturwissenschaftlich-technische Berufe sind oft sehr abwechslungsreich und bieten
spannende Karrieremöglichkeiten. Foto: Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
und Technik kennenlernen. Neben Unternehmensführungen erleben die Teilnehmerinnen, wie vielfältig die Arbeit in den
Laboren, Werkstätten und Büros sein
kann. In Workshops und bei Aktionen erproben sie die eigenen Fähigkeiten. Ganz
nebenbei lassen sich beim Girls Day auch
die ersten Kontakte zu den Firmen knüpfen. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001
haben mehr als 1,5 Millionen Mädchen am
Girls Day teilgenommen. Mit großem Erfolg. Jedes dritte Mädchen kann sich vorstellen, in dem am Girls Day kennengelernten Beruf ein Praktikum oder eine
Ausbildung zu machen.
Parallel zum Girls Day findet der Boys Day
statt. Hier erhalten die Jungen Informationen zu sozialen und pädagogischen Einrichtungen und können sich mit den entsprechenden Berufen vertraut machen. Bei
beiden Veranstaltungen geht es vor allem
darum, den Jugendlichen neue Möglichkeiten abseits der typischen Frauen- und
Männerjobs zu eröffnen. Die Aktionstage
sind mittlerweile ein fester Bestandteil der
Unternehmen und Organisationen, wenn
es um die Förderung von kompetentem
Nachwuchs geht.
(ab)
14
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Karriere nach dem
zweiten Anlauf
Kaufleute im Groß- und Außenhandel können es weit bringen – Christian Malinowski hat es geschafft
und ist mit seiner Berufswahl absolut zufrieden.
C
Christian Malinowski an seinem Arbeitsplatz bei der Firma HTI – Dinger & Hortmann KG in Klipphausen. Foto: MEDIENKONTOR/Franziska Märtig
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ren kann. Man kann nach der Ausbildung auch
in Richtung Buchhaltung, Verkauf oder Marketing gehen – je nachdem, wie das Profil des dualen Ausbildungspartners und die Spezialisierung
in der Ausbildung aussehen“, erläutert Malinowski. So können Azubis an der AFBB beispielsweise diverse Wahlfächer wie etwa Qualitätsmanagement, Kundenkommunikation und
Beschwerdemanagement oder auch Stenografie
und Maschineschreiben belegen.
hristian Malinowski (32) hat als Einkäufer von Industrietechnik sowie als Ausbildungsverantwortlicher bei der HTI
Dinger & Hortmann KG in Klipphausen nahe Gute Englischkenntnisse sind
Dresden Karriere gemacht. Seinen Erfolg ver- hilfreich für den Joballtag
dankt der junge Mann seiner Ausbildung zum Einer der Gründe für die Bandbreite der EinsatzKaufmann im Groß- und Außenhandel an der fähigkeit von Kaufleuten im Groß- und AußenAkademie für berufliche Bildung gGmbH (AFBB) handel ist neben den Schwerpunkten in der
schulischen Ausbildung natürlich auch, dass die
in Dresden.
Auszubildenden
beim
Wie viele junge Menschen
Praxispartner alle Abteihat auch Christian Malilungen eines Unternehnowski eine Weile gebraucht, bis er für sich
„Man muss natürlich mens durchlaufen: „Ich
wollte immer einkaufen,
den richtigen Berufsweg
alle Prozesse kennenlernen, aber natürlich muss man
gefunden hat. Nach dem
um ein guter Kaufmann alle Prozesse kennenlerAbitur hatte er zunächst
zu werden.“ nen, um ein guter Kaufein Jura- und dann ein
mann zu werden. Ich haPolitikstudium begonnen,
be dabei jedoch schnell
bis ihm klar wurde, dass
seine Stärken ganz woanders liegen: „Ich wollte gemerkt, dass Buchhaltung und Tätigkeiten im
eigentlich am liebsten verhandeln, Konditionen Lagerbereich nicht so mein Ding sind“, so der
vereinbaren, Verträge aufsetzen. Da habe ich ein- Kaufmann.
fach mal Berufe mit diesen Schwerpunkten re- Womit viele Jugendliche möglicherweise auch
cherchiert und bin dabei auf den Beruf des Kauf- nicht rechnen ist, dass ein Großteil der täglichen
manns im Groß- und Außenhandel gestoßen“, Arbeit auf Englisch vonstattengehen kann, je
nach Tätigkeitsfeld und Unternehmen natürlich.
erzählt Christian Malinowski.
„Da hatte ich anfangs schon ein bisschen BamDuale Ausbildung, um die eigenen
mel. Größtenteils läuft der Kontakt jedoch
Stärken verwirklichen zu können
schriftlich, man bespricht nur ab und an einige
Kurz nachdem er die Entscheidung getroffen hat- Kleinigkeiten am Telefon. Aber da wächst man
te, bewarb sich Christian Malinowski bei der auch rein. Die wichtigsten Vokabeln und RedeAkademie für berufliche Bildung gGmbH (AFBB) wendungen bekommt man im Berufsschulunterin Dresden für eine duale Ausbildung in dem Be- richt mit auf den Weg, der Rest ist ein wenig
ruf. Die AFBB übernahm den theoretischen Teil Small Talk und Improvisationskunst“, sagt
und schlug mehrere Praxispartner vor, bei denen Christian Malinowski und lacht. Um sein Engsich die Azubis dann auf dem kurzen Dienstweg lisch zu verbessern, halfen ihm auch der intensifür den praktischen Ausbildungsteil bewerben. ve Business-Englisch-Kurs und das vierwöchige
„Ich habe mich für die Firma HTI Dinger & Hort- Auslandspflichtpraktikum der AFBB.
mann KG in Klipphausen entschieden. Das Unternehmen ist ein technischer Fachgroßhandel, Nach der Ausbildung gleich eine
der Materialien für Trink- und Abwassersysteme, Weiterbildung draufgesattelt
Gasleitungen und zur Fernwärme- und Strom- Nach seiner erfolgreichen Ausbildung wurde
versorgung sowie für den Kanal- und Straßenbau Christian Malinowski bei HTI fest angestellt. Anvertreibt. Daneben hat HTI auch Komponenten schließend ließ er sich an der AFBB zum Ausbilfür die Automobilzulieferer-, chemische und Le- der weiterbilden und sattelte dann noch an der
bensmittelindustrie sowie den industriellen Abendschule den Fachkaufmann für Einkauf und
Rohrleitungsbau im Angebot“, berichtet Christi- Logistik oben drauf. Mittlerweile ist Malinowski
bei HTI als Einkäufer für den Bereich Industrielle
an Malinowski.
Kunststoffe zuständig und darüber hinaus AusWaren ein- und verkaufen sowie
bildungsverantwortlicher im Betrieb sowie Anden Markt beobachten
sprechpartner für die AusbildungsverantwortliIn der Ausbildung war Malinowski ziemlich chen aller fünf weiteren Niederlassungen der HTI
überrascht: „Dieser Beruf ist vielfältiger als zu- Dinger und Hortmann KG in Sachsen und Sachnächst erwartet. Kaufleute im Groß- und Außen- sen-Anhalt. „Ich bin mit meiner Berufswahl auch
handel kaufen Waren bei verschiedenen Herstel- im Nachhinein betrachtet absolut zufrieden.
lern ein und verkaufen sie an Unternehmen in Auch wenn es ein typischer Bürojob ist, bietet er
Handwerk und Industrie weiter. Sie beobachten durch regelmäßige Werksbesuche, sich ständig
den Markt, erschließen neue Zulieferer, beraten verändernde Waren und Märkte und auch das
die Käufer und führen Einkaufsverhandlungen. ein oder andere Mittag- oder Abendessen mit
Ich hatte den Beruf nur von der Einkäuferseite Lieferanten genau das Maß an Abwechslung und
aus betrachtet, aber er bietet eine solide Grundla- Freiraum, was ich brauche“, so Christian Mali(sy/fm)
ge für allerlei Tätigkeiten, die man später ausfüh- nowski.
15
www.zukunft-in-sachsen.de
Messe mit Speed-Dating
Am 14. März informieren
regionale Unternehmen über
freie Lehrstellen, und
Unis, Fachhochschulen sowie
die Berufsakademien präsentieren ihre Studienangebote.
A
lle Jahre wieder und nun bereits
zum sechsten Mal in Folge führt
die Agentur für Arbeit Dresden
auch 2015 eine große Messe im Stadion
durch, die den Jugendlichen in kompakter
Form die Möglichkeit bietet, sich rund um
das Thema Ausbildungs- und Studienwahl
umfassend zu informieren.
Informationen zu
Ausbildung und
Studium aus erster
Hand im Stadion
Dresden: Für Besucher ist die
Messe kostenfrei,
und eine Anmeldung ist ebenfalls
nicht erforderlich.
Ausbildung finden oder in
Sachsen studieren
Neben den zahlreichen regionalen Unternehmen, die ihre aktuellen Ausbildungsstellen präsentieren, werden angesehene
Studieneinrichtungen vor Ort sein und
Wissenswertes zu Studiengängen, Voraussetzungen und den Zulassungsverfahren
bieten. Die Ausbildungsexperten der
Agentur für Arbeit Dresden, des regionalen Jobcenters sowie der IHK und HWK
erwarten die Besucher ebenfalls mit einer
Vielzahl von Ausbildungsstellen der Firmen, die nicht persönlich vor Ort sein
können. Zudem stehen die Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit sowie die Abiturientenberater der Dresdner
Arbeitsagentur allen Studien- und Auslandsinteressierten beratend zur Seite.
Fachvorträge mit wertvollen Tipps rund
um das für die persönliche Zukunft so
wichtige Thema der Berufswahl bezie-
Impressum
Foto: Agentur für Arbeit
Dresden
hungsweise des Studienweges gewährleisten ein abwechslungsreiches Programm:
3 10.30 Uhr
Die Bewerbung - so punkten Sie in den
Unternehmen; Bewerbungstipps für Ausbildungssuchende von der Berufsberatung
Dresden
3 11.30 Uhr
Berufe mit Perspektiven; Infos zu den Ausbildungen von Notar-, Rechtsanwalts- und
Steuerfachangestellten - abwechslungsreich, krisensicher und mit besten Entwicklungsmöglichkeiten
3 12.30 Uhr
„Wo sich Sport und Management treffen!“
Referenten: Prof. Bär, Studiengangleiter,
und Ex-Fußballprofi Maik Wagefeld von
der BA Riesa
3 13.30 Uhr
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Leben; Infos und Tipps von „kulturweit“,
einem Projekt der Deutschen UNESCOKommission in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt; geplante Vortragszeit ca. 30
Minuten; anschließend besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen
Büro muss nicht langweilig sein!
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Druck:
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Layout:
Rita Schönberger-Gay, Anett Hahn
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3 Speed-Dating:
Neu und erstmalig in diesem Jahr findet
ein Speed-Dating statt: 15 Firmen stehen
für interessierte Jugendliche zum 10-Minuten-Gespräch zur Verfügung. So können
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bewerben sich mit vollständigen Unterlagen.
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16
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Die Veranstaltungsübersicht
gibt Tipps, wo und wann man
sich informieren kann.
Agentur für Arbeit Bautzen:
(alle Veranstaltungen im BiZ)
3 04.03.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 05.03.2015 Büroberufe neu geordnet
3 10.03.2015 Werbung in eigener Sache – Schülerseminar für die Bewerbung in Unternehmen
3 16.03.2015 Karriere bei der Bundeswehr – mit
und ohne Uniform
3 21.03.2015 18. Hochschulmesse im BiZ
3 26.03.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten vor
3 27.03.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 07.04.2015 Werbung in eigener Sache – Schülerseminar für die Bewerbung in Unternehmen
3 13.04.2015 Karriere bei der Bundeswehr – mit
und ohne Uniform
3 15.04.2015 Jobbörse & Co. – Kurzseminar zum
Umgang mit den Onlineportalen
3 21.04.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten vor
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/
bautzen‚ Link zur Veranstaltungsdatenbank
Agentur für Arbeit Dresden:
3 10.03.2015, 16.00 Uhr – 18.00 Uhr, „Die Grünen 14“; Es werden vierzehn Berufe im Agrarbereich ausführlich vorgestellt.
3 14.03.2015, 10.00 – 15.00 Uhr, Messe für Ausbildung und Studium im Stadion Dresden. Messe der Agentur für Arbeit Dresden, die den Jugendlichen in kompakter Form die Möglichkeit
bietet, sich rund um das Thema Ausbildungsund Studienwahl umfassend zu informieren. Ne-
ben einer Vielzahl regionaler Unternehmen, die
ihre aktuellen Ausbildungsstellen präsentieren,
werden sächsische Studieneinrichtungen vor Ort
sein und Wissenswertes zu Studiengängen, Voraussetzungen und den Zulassungsverfahren
bieten. Fachvorträge mit wertvollen Tipps rund
um das alles bestimmende Thema gewährleisten
ein abwechslungsreiches Programm.
3 07.04.2015, 10.00 – 14.00 Uhr, Tag der Uniform, Informationen zu Laufbahnchancen bei
Bundespolizei, Landespolizei, Berufsfeuerwehr,
Zoll und Bundeswehr
3 09.04.2015, 10.30 – 12.00 und 13.00 – 14.30
Uhr, Bewerbungstipps im BiZ, Informationen
rund um das Thema Bewerbung wie z.B. Bewer-
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rund um die Hydraulik. Für unseren Geschäftsbereich Sonderrohr-/
Armaturenfertigung in 01108 Dresden-Weixdorf und 01458 Ottendorf-Okrilla suchen wir zum 01.09.2015 Auszubildende zur/ zum
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der Agentur für Arbeit Dresden öffnet seine Türen
zum Girls `& Boys Day und gibt geschlechtsuntypische Tipps zur Berufswahl. In der zweistündigen Veranstaltung kann man seine Stärken checken, eine Schnupperführung durch das neue
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man sich noch bis zum 20. April anmelden.
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/dresden‚
Veranstaltungen vor Ort
Agentur für Arbeit Pirna:
3 03.03.2015, 14.00 Uhr: Einstellungsberatung
der Bundespolizei (BiZ)
3 18.03.2015, 18.30 Uhr: Regionale Betriebe zu
Gast im BiZ – Möbelwerk Heidenau – Informationen zu Arbeit, Ausbildung und Karriere im Unternehmen
3 24.03.2015, 17.00 Uhr: Ausbildung zum/zur
Staatlich geprüfte Krankenpflegehelfer/in und
Sozialassistent/in (BiZ)
3 26.03.15 + 23.04.15 Karriereberatung der
Bundeswehr (BiZ)
3 23. April 2015, 09.00 – 13.00 Uhr: Girls & Boys
Day, Agentur für Arbeit Pirna, Seminarstr. 9. Regionale Unternehmen und Ausbildungseinrichtungen präsentieren verschiedene Berufe aus
dem Gast- und Baugewerbe, Handwerk und
dem sozialen Bereich zum Anfassen und Ausprobieren. Beim mechanisch-technischen Verständnistests können die Mädchen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Im Workshop vom
Jugendring e.V. können die vielen neuen Informationen und Erfahrungen des Girls- und Boys
Day ausgetauscht werden. Gleich anmelden
über die Aktionslandkarten! www.girls-day.de
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----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/pirna‚ Veranstaltungen vor Ort‚ Link zur zentralen Veranstaltungsdatenbank
Agentur für Arbeit Riesa
3 05.03.2015 Bundespolizei stellt Karrieremöglichkeiten im BiZ vor
3 07.03.2015 Ausbildung LIVE zum Erleben, Ausbildungsbörse im Gewerbegebiet Klipphausen,
Zentraler Anlaufpunkt: Sächsische Haustechnik
Dresden KG, Bremer Straße 2
3 10.03.2015 Ausbildungsmarkt im Kulturzentrum
Großenhain
3 14.03.2015 „Radebeul JOBBT“ – Tag der offenen Tür im BSZ Meißen-Radebeul mit über 50
Firmen aus der Region
3 17.03.2015 JOB-TOUR 2014/2015 der Agentur
für Arbeit Riesa und des Jobcenters Landkreis
Meißen macht Station im Ratssaal des Rathauses der Stadt Riesa – Freie Ausbildungs- und Arbeitsstellen in der Stadt Riesa
3 18.03.2015 Special Studium 2015 – Hochschultag im BiZ
Hochschulen aus Sachsen und Brandenburg
stellen sich und ihre Studienmöglichkeiten vor,
und Experten beantworten Fragen rund ums
Studium. In Vorträgen werden einige Studiengänge im Detail vorgestellt:
15.00 Uhr: Mittleres Management in sächsischen
Behörden und Justiz
15.45 Uhr: Studium an der Berufsakademie sowie der Studiengang Energie- und Umwelttechnik
16.30 Uhr: Lehramt in Sachsen
Des Weiteren haben alle Interessenten die Möglichkeit, um 15.00 Uhr einen studienfeldbezogenen Beratungstest zu absolvieren, um herauszufinden, ob der angestrebte Studiengang den eigenen Fähigkeiten entspricht.
----------------------------------------------------------Alle weiteren Informationen und Veranstaltungen
im Internet unter www.arbeitsagentur.de/riesa ’Veranstaltungen vor Ort‚ BiZ-Kalender
18
www.zukunft-in-sachsen.de
Dezent kommt immer gut
Zum Vorstellungsgespräch
sollte man zwar nicht aufgetakelt, aber auch nicht
oberlässig erscheinen.
3 Tabu sind knallrote, pinke, gelbe Kleidung, Neonfarben und wilder Mustermix.
Auch zu viel Schmuck, Parfüm oder Aftershave wirken störend.
3 Unbedingt vermeiden, was nachlässig
wirkt: ungeputzte Schuhe, abgelaufene Absätze, fettige Haare oder ungepflegte Fingernägel.
3 Lange Haare stehen vielen Frauen gut.
Sie sollten beim ersten Vorstellungstermin
D
ie Einladung zum Bewerbungsinterview ist durchaus ein erster
Erfolg. Doch wer glaubt, er hätte
den Ausbildungsplatz jetzt schon in der
Tasche, der irrt. Das Gespräch soll dem
Arbeitgeber einen ersten Eindruck von Ihnen vermitteln – es dient ihm als Entscheidungshilfe. Natürlich ist es kein „Verhör“,
das Sie bestehen müssen. Aber es ist auch
kein nettes Plauderstündchen. Für Sie
heißt es jetzt: Fettnäpfchen vermeiden:
3 Vorbereitet sein: Am besten lesen Sie nochmals Ihre schriftliche Bewerbung durch, damit es bei dem Gespräch nicht zu Ungereimtheiten kommt. Üben Sie doch vorher mit
Freunden oder Eltern und achten Sie dabei
auf Haltung, Sprache und Auftreten.
3 Pünktliches Erscheinen: lieber etwas
früher als zu spät; allerdings nicht schon
eine halbe Stunde vor dem Termin ungeduldig an der Bürotür klopfen. Doch planen Sie eine Pufferzeit ein; sie dient Ihrer
eigenen Beruhigung und beugt Unwägbarkeiten (z. B. Stau, Bus ausgefallen) vor.
Sich fünf bis zehn Minuten vor dem Termin als anwesend zu melden, gilt als ideal.
3 Kleider machen Leute: Sie gehen nicht
zu einer Party oder in die Disko! Und der
erste Eindruck entscheidet zwar nicht alles, doch schon sehr viel. Am besten zu der
Garderobe greifen, die Sie auch auf Ihrem
Bewerbungsfoto getragen haben. Das steigert den Wiedererkennungswert.
3 Greifen Sie zu gedeckten Farben wie
Dunkelgrün, Dunkelblau, kombiniert mit
frischen Tönen, etwa mit einem weißen
Hemd oder einer hellen Bluse.
Der allererste
Eindruck entscheidet
zwar nicht alles,
doch schon sehr viel.
Für das Gespräch muss man sich nicht so verkleiden, dass man sich unwohl fühlt.
Foto: www.fotolia.com © Mike
Aber Tattoos und Piercings deckt man besser ab.
aber gebunden getragen werden. Lange
Haare bei Männern gehen gar nicht.
3 Piercings besser herausnehmen, Tattoos
möglichst mit der Kleidung überdecken.
Körperschmuck ist bei Personalchefs wenig beliebt. Ebenso sollten Sie ausgefallene
Accessoires (z. B. extravagante Brille) weglassen.
3 Kleiner Begrüßungsknigge: Mit guten
Manieren kann man kaum verlieren - nach
diesem Motto sollten Sie…
… mit einem festen Händedruck Ihr Gegenüber begrüßen und ihm dabei in die
Augen schauen.
… sich für die Einladung bedanken.
… sich erst nach Aufforderung setzen und
vor allem erst, nachdem Ihr Gegenüber
Platz genommen hat.
… die ersten Unsicherheitsmomente ruhig
weglächeln. Ein Lächeln kann jede Situation entspannen.
… unbedingt gerade, aufrecht und ruhig
auf dem Stuhl sitzen.
(BA/sy)
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punkten will, sollte die Firma, bei
der er sich vorstellt, kennen“,
empfiehlt der Bewerbungsguide
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der Hochschulzeitung haben in
der Broschüre den Rat von Experten und eigene Erfahrungen
rund um die Bewerbung zusammengefasst. Wissen die jungen
Leute doch noch genau, wie
aufgeregt man bei einem Vorstellungsgespräch ist. Eine gute
Vorbereitung und ein gesundes Selbstbewusstsein können da helfen.
Die praktische Anleitung für Berufseinsteiger
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empfohlen.
Die Broschüre, die sich neben dem ersten
Arbeitsvertrag auch der Selbstständigkeit
als berufliche Option widmet, richtet sich an
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A
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Der Sommer kommt. Und mit
ihm das Abschlusszeugnis. Und
dann die bangen Fragen: Gibt es ein Leben
nach der Schule? Wie soll es weitergehen?
Eine Ausbildung? Aber was und wo? Und
wie sieht dann die beste Bewerbung aus?
Wen diese Fragen umtreiben, der findet
Antworten auf zukunft-in-sachsen.de. Das
gemeinsame Ausbildungsportal der Sächsischen Zeitung, Dresdner Handwerkskammer, der Agentur für Arbeit und Unternehmen in Sachsen begleitet Schüler
auf dem Weg in die Berufsausbildung.
Ganz leicht kann man sich durch den
Fahrplan der nächsten Jahre navigieren.
Selbst (noch) Ratlose finden Hilfe: Ein interaktiver Test des Partners Allianz zeigt,
welche Ausbildungsberufe überhaupt infrage kommen. Der Test offenbart, wo persönliche Stärken und Schwächen liegen
und welcher Job gut passen würde.
Auf der Suche nach Übersichten wird man auf zukunft-insachsen.de ebenfalls fündig.
Ob Augenoptiker, Mechatroniker, Bäcker oder Schornsteinfeger – alle Jobs werden
von A bis Z kurz vorgestellt.
Die Message dahinter ist: Eine
Ausbildung in Sachsen ist für
jeden möglich. Für die Suche
nach einem passenden Ausbildungsplatz lohnt sich zudem auf jeden Fall ein Blick
ins Online-Branchenbuch.
Dort finden sich erste Infos
zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Freistaat
Sachsen. Und wer gleich
noch wissen will, wie viel er
am Monatsende aufs Konto
bekommen könnte, für den
hält das Portal eine Übersicht über aktuelle Vergütungen in einigen
Berufsgruppen parat.
Ist letztlich klar, in welche Branche und
welchen Beruf es gehen soll, führt kein
Weg an der Suche nach einem Ausbildungsplatz vorbei. User haben es einfach
Grips:
Mission
Tipps helfen, um letztlich die
begehrte Ausbildung zu bekommen.
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det, man müsse dies bereits in den Schulen thematisieren. „Einige Firmen bieten ja mittlerweile
einen Auslandsaufenthalt während der Ausbildung an, um gute Lehrlinge zu werben“, weiß er.
Aber die Initiative müsse auch von den Azubis
selbst kommen. „Sie könnten bereits beim Bearolin war vier Wochen in Spanien, Mar- werbungsgespräch in die Offensive gehen und
kus flog nach Finnland. Die beiden ken- nach einem solchen Angebot fragen“, so Horst
nen sich nicht, hatten aber das gleiche Rindfleisch. Er rate jedoch, sich vorab zu inforZiel: Sie wollten als Azubi erstens ihre Sprach- mieren, beispielsweise bei „Berufsbildung ohne
kenntnisse verbessern und zweitens ganz prakti- Grenzen“, einem deutschlandweiten Netzwerk
sche Erfahrungen in ihrem Lehrberuf sammeln. von Mobilitätsberater/innen der Industrie- und
Carolin und Markus bekamen noch etwas Weite- Handelskammern und Handwerkskammern. „Da
res dazu: einen Schub in ihrer persönlichen Ent- gibt es staatlich geförderte Programme, bei welwicklung. „Das ist bei fast allen Azubis so, die ins chem beispielsweise Fahrt- oder OrganisationsAusland gehen“, weiß Horst Rindfleisch von der kosten übernommen werden.“
Internetplattform
„bilEin Auslandspraktikum,
dungsdoc“. „Sie gehen
so sagt Tamara Moll, Leiweg, um in der Sprache
terin der Mobilitätsberaund im künftigen Beruf
„Sie gehen, um in der Spra- tung beim Deutschen Indazu zugewinnen. Und
che und im künftigen Beruf dustrie- und Handelskommen mit einer großen
kammertag e.V., sei eine
dazu zugewinnen. Und kom- gute Möglichkeit für eiPortion Selbstvertrauen
men mit einer großen Portion nen Perspektivwechsel,
zurück.“ Denn unterm
Selbstvertrauen zurück.“ wie Bildung in anderen
Strich sei solch ein Auslandsaufenthalt nichts anLändern funktioniere. „Je
deres als pure Persönlichnach erwünschtem Lernkeitsentwicklung.
ergebnis und Möglichkeit werden die AuszubilDoch wie stellt man es an, nach Spanien, Finn- denden in entsprechende Partnerorganisationen
land oder anderswohin zu kommen? „Was weni- vermittelt.“ Davon profitiere letztlich nicht nur
ge wissen: Maximal 25 Prozent der Ausbildungs- der Azubi, sondern auch der Betrieb und schließzeit kann man im Ausland absolvieren“, sagt lich die gesamte Wirtschaft. „Das BeraternetzHorst Rindfleisch. „Und viele Programme unter- werk bietet hier individuelle Beratung und Unstützen dies.“ Auf der bildungsdoc-Homepage terstützung bei der Organisation.“
sind allein neun solcher Programme aufgelistet, Es gebe allerdings noch zu viele Firmen, welche
darunter „ERASMUS+ Praktika“, „Erasmus+ für die Möglichkeiten eines Auslandspraktikums
Berufsbildung“, „AuslandsBAföG“ fürs Prakti- nicht kennen, weiß Horst Rindfleisch. „Dabei
kum oder das EU-Portal für Stipendien, welches profitieren die Betriebe durch gesteigerte MotiStipendien vom Auslandssemester bis zum Aus- vation, Fremdsprachenkenntnisse, erste Kontaklandspraktikum vermittelt. Es gibt die DAAD- te ins Ausland, Selbstvertrauen und PersönlichPraktikavermittlung und die Haniel-Stiftung. keitsentwicklung ihrer Mitarbeiter, die so fit werBeide fördern Auslandspraktika.
den für die globalisierten Märkte.“ Es sei für alle
Jugendliche sollten anrufen und einen Termin drei Parteien – für Lehrling, Ausbildungsbetrieb
mit einem Bildungsberater vereinbaren, sagt der und ausländischen Praktikumsbetrieb – eine
Mann, der die Plattform einst gegründet hat und Win-Win-Situation. Also genaugenommen sogar
Thessa Wolf
sich so stark fürs „Auslandlernen“ macht. Er fin- eine Win-Win-Win-Situation.
C
21
www.zukunft-in-sachsen.de
Auf Mission Grips
Medienkompetenz gehört in immer
mehr Unternehmen wie den Oberlausitz-Kliniken zur Ausbildung dazu. Das hilft auch im Job weiter,
sagen die Azubis.
D
en Sportteil liest Charlotte Altmann
gern, ebenso die Seiten mit dem politischen oder lokalen Teil. Warum gehen
immer weniger Menschen wählen, schließen sich
stattdessen Protestbewegungen an? Das ist so eine Frage, die die 19-Jährige beschäftigt. „Junge
Leute sollten wissen, was um sie herum passiert“,
sagt die angehende Hebamme im ersten Lehrjahr. Das erfahre man im Internet. Jedoch fehle
ihr im Schichtdienst die Zeit, nach Informationen zu googeln. Auch sei deren Verlässlichkeit
dort nicht unbedingt gegeben. Dafür umso mehr
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Unternehmen schickt seine Azubis auf die „Mission
Grips“ der Sächsischen Zeitung. OLK-Geschäftsführer Reiner E. Rogowski schaut berufsbedingt häufig
in die Online-Ausgabe, auf die gedruckte Zeitung
möchte er dennoch nicht verzichten.
Statistisch gesehen sei 2013 jeder dritte Einwohner des Landkreises Bautzen in den Einrichtungen des Klinikverbunds gewesen. Über die Anschaffung neuer Technik wie des Herzkatheters
zum Beispiel informiert das Unternehmen in der
SZ. In der Zeitung spiegelt sich ebenso die Resonanz der Menschen auf Entscheidungen wie den
Bau der neuen Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie für Frauenheilkunde und Geburtshilfe oder zur Übernahme von Arztpraxen
wider, sagt Reiner E. Rogowski. Dass sich die
Azubis regelmäßig darüber wie auch über die
großen gesundheits- und sozialpolitischen Themen informieren, das sei sehr wichtig. Die OLK
bieten 89 Ausbildungsplätze in fünf Berufen an,
davon allein 75 für Gesundheits- und Krankenpfleger. Dazu drei Plätze für BA-Studenten. Zehn
angehende Ärzte werden in ihrem praktischen
Jahr in den Krankenhäusern in Bautzen und Bischofswerda ausgebildet. Seit 2001 lege man großen Wert auf die Ausbildung in den eigenen
Häusern, so Reiner E. Rogowski. Nach seiner Ansicht könne ein rundum informierter Berufsnachwuchs nur gut sein fürs Unternehmen. Es
beteiligt sich daher erneut an der „Mission
Grips“. Begleitet wird das SZ-Projekt vom Institut für Kommunikationswissenschaften der TU
Dresden. Wissenstests mit den Teilnehmern belegen einen Wissenszuwachs bei denen, die ein
Jahr lang regelmäßig in die Zeitung schauen.
Politik, Sport, Kultur oder Medizin – Azubis sind
durch das Zeitunglesen informierter. Das kommt
ihrem Job zugute. Lisbeth Übermuth hat das
schon selbst festgestellt. Die 20-Jährige im ersten
Lehrjahr möchte Gesundheits- und Krankenpflegerin werden. Aus der Zeitung erfahre sie, was
aktuell ist. So könne sie viel besser mitreden,
wenn ältere Patienten sich über Ereignisse unterhalten oder das Klinikpersonal darauf ansprechen. Lisbeth Übermuth und Charlotte Altmann
finden die „Mission Grips“ super. Je nach Schicht
schauen die beiden jungen Frauen täglich morgens oder am Nachmittag in die Zeitung. Davon
haben sie selbst etwas – und ihr Ausbildungsbetrieb ebenfalls.
Constanze Knappe
----------------------------------------------------------3 Kontakt:
Sächsische Zeitung
Elisabeth Olshausen
Olshausen.elisabeth@dd-v.de
Telefon: 0351 4864-2684
Checkliste zum Ausbildungsbeginn
Den Traumjob gefunden, den Ausbildungsvertrag unterschrieben? Nun wird es aber auch Zeit für einige Formalitäten. Hier eine
kleine Checkliste, woran man alles denken sollte:
3 Ein Gehaltskonto einrichten. Der Arbeitgeber braucht zudem
die IBAN, um termingerecht die Ausbildungsvergütung überweisen zu können. Viele Geldinstitute haben insbesondere für
junge Menschen spezielle Konditionen. Manche locken etwa
mit einem gebührenfreien Konto, andere wiederum spendieren
ein Startguthaben. Ganz wichtig: Wer noch nicht volljährig ist,
benötigt für die Kontoeröffnung das Einverständnis der Eltern.
3 Eine Lohnsteuerkarte beim Finanzamt beantragen.
3 Den Sozialversicherungsausweis für den Arbeitgeber kopieren.
Jeder Arbeitgeber zahlt in der Regel neben der Lohnsteuer
auch Sozialbeiträge für Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und
Arbeitslosenversicherung.
3 Nachweis der Krankenversicherung anfordern.
3 Bei Bedarf eine ärztliche Bescheinigung einreichen.
3 Wenn nötig, frühzeitig nach einem polizeilichen Führungszeugnis fragen – für manche Jobs ist das Bedingung.
3 Vermögenswirksame Leistungen beim Arbeitgeber erfragen. Eine Chefs unterstützen ihre Azubis beim Sparen mit vermögenswirksamen Leistungen (VL), das heißt: Man spart einen Teil des
Verdienstes und bekommt zur Belohnung noch etwas oben
drauf. Grundsätzlich kann man beim geförderten VL-Sparen
zwischen Anlagen in Vermögensbeteiligungen wie Investmentfonds oder in wohnwirtschaftlichen Anlagen wie einen Bausparvertrag wählen. Diese Geldleistung seitens des Arbeitgebers ist
im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag vereinbart.
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Lisbeth Übermuth (li.) und Charlotte Altmann schauen täglich in die SZ. Gut informiert zu sein, hilft
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den Azubis der Oberlausitz-Kliniken auch in Patienten-Gesprächen weiter.
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Facebook, Twitter, Mails & Co.
Darf man in der Arbeitszeit
oder Pause privat im Internet
surfen oder besser nicht?
E
ine Pizza bestellen, den Kontostand abrufen, schnell mal dem
Kumpel ein Foto von der Vorabend-Fete schicken: In Zeiten des Internets ist per PC, Smartphone oder Tablet
alles möglich. Man kann sich seine geschäftlichen E-Mails auf sein Handy schicken lassen. Alles soweit ok! Aber darf
man während der Arbeitszeit oder in der
Pause am Firmen-PC schnell mal bei Facebook „reinschauen“ – oder kann das eine
Abmahnung geben? Was ist erlaubt, was
nicht? Dazu gibt es aktuelle Urteile, die
man kennen sollte.
Blick in die
Betriebsvereinbarung
Manche Chefs sehen die Sache locker, andere dagegen überhaupt nicht. Zwischen
den Geschäftsmails mal kurz einen Blick
auf die eigenen, privaten Nachrichten werfen, schnell mal online nach einem Urlaubsschnäppchen suchen: Manche Firmen dulden das, wenn es in Maßen gemacht wird. Allerdings nicht offiziell, sie
drücken halt ein Auge zu. Denn tatsächlich
gilt der Firmen-PC als Arbeitsmaterial, das
vom Unternehmen nur für Arbeitszwecke
zur Verfügung gestellt wird. Und die private Nutzung ist daher nicht erlaubt. Einige Firmen lassen sich diese Betriebsvereinbarung auch bei der Einstellung des Mitarbeiters schriftlich bestätigen. Es kann also
ins „Auge“ gehen, wenn man vom Firmenschreibtisch ins private Netz geht. In leichteren Fällen kann es zur Abmahnung, im
schlimmsten Fall sogar zur Kündigung
führen.
Nur der Arbeitgeber darf entscheiden, ob und in welchem Umfang er die private
Foto: Fotolia – Petr Ciz
Internetnutzung im Betrieb erlaubt.
Urteile von Arbeitsgerichten
3 Wird der private Internetgebrauch eindeutig untersagt, drohen dem Angestellten
bei Zuwiderhandlung umgehend Konsequenzen. Allerdings darf nicht bereits
nach dem ersten Verstoß eine Kündigung
ausgesprochen werden. Selbst dann nicht,
wenn er eine Art Verzichtserklärung im
Vorfeld unterschrieben hatte. Die Nutzung
muss jedoch nur kurzfristig und auch nur
für unverfängliche Zwecke erfolgt sein. So
urteilte das Landesarbeitsgericht Rhein-
land-Pfalz, Az. 6 Sa 682/09 und berief sich
dabei auf ein Grundsatz-Urteil vom Bundesarbeitsgericht, Az. 2 AZR, 386/05. Kurzum: Wer privat surft, kann zunächst erst
einmal abgemahnt werden. Lässt er es
trotz Abmahnung nicht, kann er gekündigt werden.
3 Auch wenn der Chef das private Surfen
grundsätzlich erlaubt, kann dies heikel
werden. Ist man während der Arbeitszeit
mehr privat als geschäftlich im WWW unterwegs, ist das ein Kündigungsgrund
(Bundesarbeitsgericht, Az. 2 AZR 581/04)
Die Arbeitsrichter sehen in einer intensiven Nutzung des Internets für private
Zwecke während der Arbeitszeit eine Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten.
3 Es gibt aber auch juristisch mildere Auslegungen in Sachen Privatnutzung des Firmenrechners: Wenn der Vorgesetzte weiß,
dass seine Mitarbeiter auch privat im Netz
sind, er aber nichts dagegen unternimmt,
kann der Arbeitgeber nicht aus heiterem
Himmel eine Kündigung aussprechen. Erst
ist eine Abmahnung fällig.
3 Gleiches gilt für Privat-Mails vom Firmen PC. Auch, wenn die Mitarbeiter per
Rundmail darüber informiert wurden,
dass der private E-Mail-Verkehr strikt untersagt ist, darf bei einem Verstoß nicht
sofort die Kündigung erfolgen. Im Regelfall muss zuerst eine Abmahnung ausgesprochen werden. So entschied das Landesarbeitsgericht Hessen, Az. 5 Sa 987/01.
3 Unerbittlich sind die Gerichte, wenn
man in sozialen Netzwerken wie Facebook
oder Twitter seinen Chef als „Ausbeuter“
und „Menschenschinder“ tituliert und damit beleidigt. Dem Verfasser dieser Beleidigung droht eine schnelle Kündigung. Besonders dann, wenn der Mitarbeiter eine
Vertrauensposition innehatte – so das
Landesarbeitsgericht Hamm, Az. 3 Sa
644/12.
(sy/BA)
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ichtig Druck machen, das kann nicht jeder,
heißt es so schön. Gedruckt wird seit Johannes Gutenberg – das ist jetzt über 500 Jahre
her. Doch die Einführung modernster Drucktechnologien hat auch das Berufsbild im Druckereiwesen stark gewandelt. Hantierte der Schriftsetzer bis Anfang der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts noch mit Bleilettern, nutzte der Facharbeiter für Satztechnik bereits Computer, die inzwischen Einzug gehalten hatten. Die Maschinen
waren moderner geworden.
Heute liegt die Verantwortung für den Druckvorgang in der Hand des Medientechnologen Druck.
„Als Medientechnologe Druck solltest du ein gutes Auge für Farben haben und dich auch nicht
davor scheuen, an großen Maschinen zu arbeiten. Treffen diese Eigenschaften auf dich zu, sind
das gute Voraussetzungen für diesen Beruf“, ermuntert Ijad Nestler, Produktionsleiter im
Druckhaus Dresden, einem Traditionsbetrieb
mit über 100-jähriger Erfahrung. Drucker richten
nicht nur die Maschinen ein, sie überwachen zudem den gesamten Druckprozess, um so die
Qualität des gesamten Endproduktes sicherzustellen. Natürlich darf bei aller Exaktheit die
Kreativität nicht verloren gehen. Medientechnologen beraten den Kunden direkt an der Maschine und können ihm den Unterschied zwischen
Farbtiefe, Kontrast und Schieben sowie Duplieren erklären.
Doch mit dem gedruckten Papier ist es noch
nicht getan. Hier setzt der Medientechnologe
Druckverarbeitung an. Er gibt Büchern und
Druck-Erzeugnissen den letzten Schliff. „Während der Ausbildung erlernst du alles zum Berechnen der Maße des Umschlags bis zur Entscheidung über die angemessene Bindungsart“,
erläutert Ijad Nestler. Während der Bindung sind
unterschiedlichste Maschinen zu bedienen und
einige Schritte auch von Hand durchzuführen.
Der Umgang mit Falzmaschinen gehört wie das
korrekte Einrichten des Sammelhefters dazu.
----------------------------------------------------------3 Fazit: Nur Medientechnologen, die ihr Handwerk gelernt haben, können richtig Druck machen.
(mnow)
23
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tig, das man sich nach und nach
aneignet. Natürlich sind Kundenberatung und aktives Verkaufen
wichtige Aspekte im Beruf.
Vielen Jugendlichen fällt es
schwer zu entscheiden, was sie
später einmal beruflich machen
wollen. Was sie wissen sollten:
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größten Arbeitgeber in Deutschland. Rund 4.000 Auszubildende
in dreizehn Berufen hat REWE.
Einer von ihnen ist Sascha K., 22,
aus Hannover.
Warum eine Ausbildung
bei REWE?
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übernehmen und ihnen KarriereChancen zu bieten. Das hat mich
erst auf den Einzelhandel gebracht. Und REWE bildet ja in
vielen Berufen aus. So bin ich auf
deren Internetseite auf den Kaufmann im Einzelhandel mit der
Fachrichtung Feinkost gestoßen.
Mit frischen Lebensmitteln arbeiten und direkten Kundenkontakt
haben - genau das ist, was ich gesucht habe.
Probieren geht über Studieren: Feinkost-Experte Sascha K. erfährt im Dialog mit den Kunden schnell,
was ankommt und was nicht.
Wie sieht ein typischer
Arbeitstag aus?
Es kommt ganz darauf an, wo ich
eingesetzt werde - im Servicebereich für Fleisch, Wurst oder Käse oder im Backshop. Egal, in
welcher Abteilung man ist, ich
habe dafür zu sorgen, dass alle
angebotenen Lebensmittel frisch
und verfügbar sind und optisch
schön präsentiert werden. Ich
kann meiner Kreativität freien
Lauf lassen, was die Bestückung
der jeweiligen Abteilungen an-
geht. Zum Job gehören auch die
täglichen Bestellungen: Welche
Ware wird gebraucht? Welche
läuft aktuell gut und wonach haben Kunden gefragt, was ich neu
ins Sortiment aufnehmen könnte? Da ist Fingerspitzengefühl nö-
Was war die größte
Herausforderung?
Ich wollte von Anfang an Gas geben und alles lernen. Ich hatte
Glück, dass ich einen sehr guten
Chef hatte, der mir vom ersten
Ausbildungstag an vollstes Vertrauen schenkte. Er hat mir alles
Stück für Stück beigebracht. Ich
war dadurch bereits im zweiten
Ausbildungsjahr so gut vorbereitet, dass ich zeitweise die Feinkost-Abteilung geleitet habe. Das
heißt: Drei Wochen der Chef zu
sein. Alles zu managen und für
alles die Verantwortung zu tragen. Ware zu bestellen und genau
zu kalkulieren. Natürlich machte
ich Fehler. Aber daraus lernte
ich, es beim nächsten Mal besser
zu machen.
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und gibt Tipps, wie man sich optimal online bewerben, passende
Dateiformate wählen und repräsentative E-Mails versenden kann.
Checklisten und Übungsaufgaben helfen bei der Umsetzung. (sy)
Hightech mit Zukunft vom Handwerker von heute: Auch Solaranlagen sind ein Fall für
Foto: HF.Redaktion
den Dachdecker.
„Dächer gibt’s
auch ohne Rezept“
Eine zukunftssichere Ausbildung
ist im Dachdeckerhandwerk Sachsen möglich – auch ohne Abitur
sprung eines ausgelernten Dachdeckers gegenüber einem Studierenden am Ende seiner Ausbildung kann sich durchaus im sechsstelligen Bereich bewegen. Und dabei ist der Arbeitsalltag
des Dachdeckers alles andere als eintönig. Seine
enn in Deutschland vom Fachkräfte- Aufgabenbereiche erstrecken sich von der Funmangel die Rede ist, sind damit damentabdichtung bis zur Dachgestaltung –
meist die akademischen Berufe ge- auch mit Solartechnik und Begrünung „on top“ –
meint. „Ohne Abitur sinken die Chancen für Er- und von der energetischen Optimierung der Gefolge im Arbeitsleben“, betonen viele Bildungs- bäudehülle bis zur Gestaltung und Ausführung
experten und Politiker. Entsprechend groß ist von Fassaden. Die Materialvielfalt reicht von
der Zulauf auf die GymHolz
über
Keramik,
nasien. Seit dem Jahr 2000
Kunststoff, Bitumen bis
ist laut Statistischem Bunzu Beton und einer VielGrundsolide undbeständige zahl von Metallen. Bei der
desamt der Anteil von
Handarbeit ist der Schlüssel Entwicklung neuer BauSchulabschlüssen
mit
zum Erfolg im Beruf. stoffe sind Dachdecker als
Fachhochschuloder
Hochschulreife um rund 7
Praktiker ebenso involProzent gestiegen. Das
viert wie bei der DefinitiAbitur muss sein, heißt die Devise – selbst wenn on neuer Normen.
es nur mittels acht- oder neunjähriger Nachhilfe Die Art des Schulabschlusses ist für die Ausbilgerade so gelingt.
dung im Dachdeckerhandwerk eher zweitrangig.
„Dabei sind gute Fachkräfte gerade im Handwerk Gefragt sind Menschen mit Spaß an Sport, Teamgesucht - und das gerne auch ohne Abitur“, be- geist und praktischem Verständnis sowie dem
tont ein Sprecher des Dachdeckerhandwerks in Willen, mit eigenen Händen Ideen zu verwirkliSachsen. „Denn auch Universitäten, Arztpraxen chen. Übrigens: Auch wer seine Karriere im
und Anwaltskanzleien brauchen – wie jeder Dachdeckerhandwerk mit einem Haupt- oder
Mensch - ein dichtes Dach über dem Kopf und Mittelschulabschluss begonnen hat, ist nicht
energetisch optimierte Gebäude“.
nach bestandener Gesellenprüfung am HöheEine zukunftssichere Ausbildung ist also auch – punkt seiner Laufbahn angelangt. Zusatzqualifioder vielleicht sogar gerade – im Handwerk mög- kationen wie etwa zum Energieberater machen
lich. Weitgehend unabhängig von oft nur kurzle- seine sichere Zukunft noch sicherer. Und die
bigen Technik-Trends und angesagten Hypes, ist Meisterprüfung eröffnet Dachdeckern nicht nur
hier grundsolide und beständige Handarbeit der die Chance zur Betriebsleitung oder BetriebsSchlüssel zum Erfolg und der Garant für einen gründung, sondern auch die Türen zu vielen
Fachhochschulen und Studiengängen.
(SZ)
Beruf mit Perspektiven.
„Gerade die Dachdecker sind es, die keine Billig- ------------------------------------------------------------Massenware wie so manche Ingenieure entwi- 3 Mehr Infos zu den Berufsperspektiven
ohne Abitur gibt es im Internet unter
ckeln und auf den Markt werfen, sondern Unikawww.DachdeckerDeinBeruf.de
te planen und erstellen“, so der Sprecher des
www.dachdecker-in-sachsen.de
Dachdeckerhandwerks. Handarbeit, die sich
und bei den regionalen Dachdecker-Innungen.
durchaus lohnt. Denn der Einkommensvor-
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Philosoph mit
grünem Daumen
Es war einmal ein junger Ostfriese,
den es von Emden nach Sachsen
zog. Seine Wahl fiel auf Dresden
sowie auf das Studium der Philosophie. Doch dann kam alles anders.
masteuerung und die Ebbe-Flut-Bewässerung.
Auch die Zusammenstellung und Verteilung der
Lieferungen für den Großmarkt und die beiden
weiteren firmeneigenen Endverkaufsstellen stehen auf seinem Plan. Zusätzliche Einsatzbereiche
sind der Pflanzenverleih auf Festen und Messen,
die Innenraumbegrünung und der Pflanzenüberwinterungs-Service.
ier Semester später fand Keno Kratzel Wenn im März die Hauptsaison beginnt, ändern
die Ortswahl immer noch ok, fragte sich sich auch die Tagesinhalte. Dann rollt Keno Krataber immer häufiger: „Was mache ich zel früh zuerst mit den Containern durch den
hier eigentlich? Wofür ist das gut? Und warum Verkaufstrakt, füllt die Bestände auf und steht
gibt es eigentlich nie einen richtigen Feier- später den Kunden beratend zur Seite. „Neben
abend?“ Die Inhalte gefielen ihm zwar nach wie der inhaltlichen Abwechslung genieße ich auch
vor, aber gleichzeitig fehlte ihm immer stärker die körperliche Bewegung sehr. Früher saß ich
eine verlässliche Tagesstruktur mit einer Ab- den ganzen Tag und musste mir extra noch eine
grenzung zwischen Arbeit
sportliche Betätigung suund Freizeit, Arbeitstagen
chen. Das ist jetzt nicht
und Wochenende.
mehr nötig.“
Allmählich wurde der
„Allmählich fange ich an, den Aller zwei Wochen holt
Wunsch nach einer berufZyklus des Jahres bewusst sich der 24-Jährige an der
lichen Alternative stärker
Berufsschule in Dresdenwahrzunehmen.“ Naußlitz
und damit auch die Frage:
das theoretische
Lieber ungelernt jobben
Rüstzeug und freut sich
oder eine richtige Ausbildort schon wieder auf die
dung? Zu Pflanzen hatte er schon immer ein be- Praxis, in der er angeregt wird, auftauchende
sonderes Verhältnis – und nach zwei Tagen Pro- Probleme selber zu lösen und nicht gleich nach
bearbeit im Sommer 2013 bei der Gartenbaufirma Hilfe zu rufen, wenn ein Schlauch kaputt ist oder
Rülcker waren die Würfel für eine Lehre im Gar- die Schattierung klemmt. „Unsere Chefs orientietenbau gefallen.
ren uns stark darauf, uns selber einen Kopf zu
Im Februar 2015 topft Keno Kratzel im Gewächs- machen.“, sagt Keno Kratzel und ist darüber
haus eine Jungpflanze nach der anderen ein, sichtbar froh.
Topf für Topf, Reihe für Reihe: 1 500 Pelargonien Was ihm außerdem gefällt? „Ich lerne viel über
und 3 000 Begonien sind es am Ende. Das be- die Pflanzen als Lebewesen und über die Bedinwährte Tandem mit seiner Ausbilderin Jutta Ul- gungen, die sie brauchen. Allmählich fange ich
brich und die maschinelle Unterstützung erleich- an, den Zyklus des Jahres bewusst wahrzunehtern die Arbeit zwar, aber irre spannend sieht das men. Ganz wichtig ist mir auch die freundliche
trotzdem nicht aus. Keno Kratzel lacht: „Ehrlich, Atmosphäre in unserer Firma und zwischen den
Langeweile habe ich hier noch nie erlebt! Im Ge- Kollegen. Und ich bin sehr dankbar, dass wir
genteil, ich kann mir nichts Abwechslungsreiche- ganz individuell gefördert werden – je nachdem,
res vorstellen.“ Zu den Aufgaben des künftigen wo unsere jeweiligen Interessen liegen.“
Gärtners gehört nicht nur der Einsatz in der Bereut hat er seine Entscheidung, das Studium
Pflanzenproduktion, sondern auch das wachsen- gegen eine Lehre zu tauschen, keinen Augende Verständnis für die Anforderungen an Nähr- blick. „Wer sich hier unterfordert fühlt, macht
stoffe, Düngemittel und Pflanzenschutzmittel so- was verkehrt.“, so sein überzeugtes Resümee.
wie die Bedienung der modernen technischen Selbst für die Philosophie hat er jetzt noch Zeit –
Anlagen. Zu diesen zählen die energiesparenden abends beim Bier mit früheren Kommilitonen.
Susanne Voigt
Gewächshausschirme, die rechnergestützte Kli-
V
Keno Kratzel hat mit dem Beruf des Gärtners gleichzeitig auch seine
Foto: Susanne Voigt
Berufung gefunden.
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Bäume und Sträucher, Wege- und Terrassenbau, Maschinen- und Teamarbeit. Natur
soweit das Auge reicht: All das gehört zum
Beruf „Grün“. Grüne Berufe sind allerdings
nichts für Stubenhocker, sondern für fitte
Leute, die zupacken können. Die Branche
heißt: Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, kurz: GaLaBau. Leute, die in diesem Bereich arbeiten, nennt man Landschaftsgärtner. Außer dem GaLaBau gibt es
noch sechs andere Fachrichtungen im grünen Bereich:
3 Baumschulen: Hier werden Bäume, Hecken und Sträucher produziert
3 Friedhofsgärtnerei: ... weil Friedhöfe ohne Bäume, gepflegtem Rasen und bunte
Blumen leider einfach nur trist und grau
wären.
3 Gemüsebau: Anbau von knackigem Gemüse im Freiland und unter Glas
3 Obstbau: Äpfel, Birnen, Erdbeeren – Süßes für den Früchteverkauf
3 Staudengärtnerei: Vermehrung und Anzucht von mehrjährigen Staudenpflanzen
3 Zierpflanzenbau: Von hier stammen die
vielen Blumensträuße und Blumentöpfe,
die es im Handel zu kaufen gibt.
In Deutschland gibt es mehr als 16 500
Landschaftsgärtner-Fachbetriebe mit mehr
als 103 000 Mitarbeitern, dazu kommen
noch mehr als 6 700 Auszubildende. Mehr
Infos gibt es unter: www.galabau.de.
27
www.zukunft-in-sachsen.de
Zwischen
Nelken und
Narzissen
Egal, ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter:
Blumen und Pflanzen spielen immer eine wichtige Rolle für Linda Kinzel.
B
lumen und Pflanzen mochte Linda Kinzel bereits als kleines Schulkind. „In der Grundschule habe ich das schon
auf diese Steckbriefe geschrieben, auf denen man seinen
Berufswunsch notieren sollte.“, erinnert sie sich. „Wir hatten einen großen Garten zu Hause, und meine Tante führt einen Blumenladen. Da gab es automatisch eine starke Verbindung.“
In der 10. Klasse verschickte sie zwar insgesamt drei Bewerbungen zur Ausbildung als Floristin und Industriekauffrau. Die beiden anderen spielten aber keine Rolle mehr, nachdem sie probeweise bei der Firma Rülcker gearbeitet und die ungewöhnliche
Vielfalt an Arbeitsbereichen und Aufgaben kennengelernt hatte.
Auch der Arbeitgeber entschied sich für sie; von da an wurde sie,
wie schon viele Lehrlinge vor ihr, sorgsam und bedacht an die
neuen Anforderungen herangeführt.
„Ich war im ersten Lehrjahr in unserem Hauptgeschäft sowie in
den beiden Läden auf der Karcherallee und auf der Räcknitzhöhe
fast ausschließlich mit der Ladenpflege betraut. Dadurch hatten
die Facharbeiterinnen den Rücken für das Binden der Sträuße
und die Kundenbedienung frei“, weiß die 18-Jährige noch. Sie
überprüfte das Blumenwasser und
die vorhandenen Sträuße, bereitete die Blumen für die neuen
Sträuße vor und wischte Regale
„Ich freue mich
und Laden aus. Ganz nebenbei
darüber, die
bekam sie beim Zuschauen und
Pflanzen wach-hören jede Menge nützlicher Insen zu sehen.“
formationen für den Umgang mit
Menschen und Pflanzen mit. Erste
Anleitungen für die ansprechende
Gestaltung eines Geschäftes folgten und die Ermutigung, einen
eigenen kleinen Strauß aus Alpenveilchen zu binden – „weil die
so gut zu handhaben sind“, erinnert sich Linda Kinzel.
Auch die Umstellung auf den neuen Lebensrhythmus ist ihr noch
gut im Gedächtnis: „Im ersten Jahr hatte ich nur Frühschicht und
musste jeden Tag zwischen 4.00 und 4.30 Uhr aufstehen, um
pünktlich 6.30 Uhr da zu sein. Nach der Arbeit war ich derartig
k.o., dass ich nur noch gegessen habe und ins Bett gegangen bin.
Das war zwar hart, aber mir macht die Arbeit großen Spaß. Zum
Beispiel freue ich mich daran, dass ich den Weg vom Samen über
die Jungpflanze bis zur erwachsenen Pflanze miterlebe.“
Inzwischen ist Linda Kinzel im 3. Lehrjahr und wechselt wie ihre
Kolleginnen zwischen Früh- und Spätschichten. Auch ihre Aufgaben sind umfangreicher geworden. „Am Morgen nehme ich zuerst die frischgebundenen, bestellten Sträuße mit in den Laden,
schaue nach den vorhandenen und fange an, im Kundenauftrag
neue zu binden. Den größten Spaß macht mir der persönliche
Kontakt zu Kunden und die Beratung.“
Das theoretische Fundament vermittelte die Berufsschule, die
Floristinnen und Gärtner gemeinsam unterrichtet. Dort standen
Fächer wie Pflanzenkunde, Farblehre, Informatik und Ladengestaltung auf dem Plan, ebenso wie Bindetechniken und die Ansprüche an einen Strauß. Beim Wettbewerb „Juniorflorist“ konnte Linda Kinzel dieses Wissen gut gebrauchen. Mit ihrem Brautstrauß, einem normalen Strauß und einer bepflanzten Schale hat
sie die Generalprobe für die Abschlussprüfung im April bereits
bravourös bestanden. Ihre praktische Ausbildung bei der Firma
Rülcker wird sie mit einem liebgewonnenen Ritual beenden: An
ihrem letzten Tag als Azubine wird sie zusammen mit den anderen Lehrlingen kurz vor Feierabend die Schubkarre voller Blätter
und Blüten zum Komposthaufen schieben.
Susanne Voigt
Die angehende Floristin Linda Kinzel wusste schon als kleines
Kind, welchen Beruf
sie einmal erlernen
will.
Foto: Susanne Voigt
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