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Korneuburger Pfarrblatt

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Korneuburger
Pfarrblatt
St. Ägyd
farre Korneuburg
Ausgabe 2/2015 (März/April)
Wie du vom Tod erstanden
bist, lass uns erstehen,
Herr Jesu Christ!
In dieser Ausgabe:
Worte des Stadtpfarrers
(Seite 2)
Kreuzestod und
Auferstehung Jesu Christi
(Seite 2 - 3)
Termine März/April
(Seiten 4 - 5)
Fusswallfahrt Mariazell
2015
(Seite 6)
Weltgebetstag der Frauen
(Seite 6)
Serie Orden:
Die Benediktiner (Seite 7)
Hochmusikalisches
Gotteslob:
das Wirken unseres Chorleiters Peter Peinstingl
(Seite 8)
St. Ägyd
farre Korneuburg
Ausgabe 2/2015 (März/April)Seite 2
Erlöst sein
Die
Frage
nach
dem
Leiden
ist
eine
seit
Jahrtausenden gestellte.
Warum muss
der Mensch
leiden? Die
Antwort,
dass es in der
Freiheit des
Menschen
liegt, Heil oder Unheil zu wirken,
greift zu kurz. Was ist mit jenen,
die unverschuldet Leid erfahren
müssen? Das biblische Buch Hiob
befasst sich mit diesem Thema: Der
gerechte Hiob verliert seinen Besitz,
seine Familie und seine Gesundheit.
Drei Freunde bezichtigen ihn der
Sünde; ein anderer empfiehlt ihm,
Gott zu verfluchen, um sterben zu
können. Beide Empfehlungen gehen
am Problem vorbei und werden dem
leidenden Hiob nicht gerecht. Die –
vorläufige – Antwort des Verfassers
lautet: Der Sinn des Leidens liegt in
der Weisheit Gottes. Ich gebe zu,
dass diese Antwort für aufgeklärte
Menschen unbefriedigend ist. Der
Mensch wird darauf verwiesen, dass
er unvollkommen ist. Das schmerzt.
Es schmerzt zudem, dass ich mich
bei allem Wissen und Können nicht
selbst erlösen kann.
Die (Er-)Lösung, die Gott für mich
bereithält, ist sein Sohn. Jesus Christus ist gesandt, um ein für alle Mal
Leid, Tod und Sünde aus der Welt
zu schaffen. Das feiern wir in den
heiligen drei Tagen vom Abend des
Gründonnerstags bis Ostersonntag.
Ich darf mich als Mensch getrost in
die Hände des auferstandenen Jesus
begeben. Nicht nur weil Jesus jene
Menschen besonders liebt, die ihre
seelischen oder körperlichen Grenzen erfahren müssen, weil für Jesus
jeder Mensch wertvoll ist (und er
nicht zwischen wertem und unwertem Leben unterscheidet). Wir feiern das Erlöst-Sein durch den leidenden und auferstandenen Jesus
Christus.
Ich wünsche Ihnen gesegnete und
erfüllte österliche Tage, vor allem
das Gefühl des erlösten Menschen.
Pfarrer Stefan CanReg.
Kreuzestod und Aufersteh
Ostern, das Hochfest unserer Erlösung
Mitglieder unserer Pfarre diskutieren darüber, wie wir die
Osterbotschaft Christi an unsere Mitmenschen weitergeben
können.
Aschermittwoch, Fastenzeit, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag. Mit
einer atemberaubenden Vielfalt an Messliturgie und Lesungen aus der Heiligen
Schrift, an Zeremonien und Andachten
feiert die Kirche das Hochfest Ostern.
Und unterstreicht damit die zentrale Bedeutung, die das Erlösungswerk unseres
Heilands Jesus Christus, sein Kreuzestod und seine Auferstehung für unseren
Glauben und unsere religiöse Gemeinschaft hat. Aber wie reagiert der moderne Mensch auf dieses Mega-Angebot an
Verkündigung von Glaubensgeheimnissen, Ermahnungen zur Buße, Frohbotschaften der Hoffnung? Viele verbinden
mit der Fastenzeit den Vorsatz, ein paar
Kilos abzunehmen und mit dem Osterfest
die Freude über das Wiedererwachen der
Natur. Und manche kramen dann noch
im Schatzkästlein ihrer Kindheitserinnerungen: „Als ich klein war, glaubte ich am
Gründonnerstag, am Himmel die Glocken zu sehen, wie sie nach Rom fliegen“.
Wenn Sie einen Blick auf den Veranstaltungskalender unserer Pfarrgemeinde
werfen, können Sie feststellen: Für uns
Korneuburger Christen bedeuten Fastenzeit, Karwoche und Osterfest viel, viel
mehr als religiöses Brauchtum. Als lebendige Pfarrgemeinde überlassen wir das
Riesenpensum an vorösterlichen und österlichen Zeremonien nicht ausschließlich
dem kirchlichen „Stammpersonal“ bestehend aus Pfarrer, Kaplan, Mesner und
Ministranten. Sondern wir feiern mit,
wir beten mit und wir reflektieren, welche
Bedeutung und welche Konsequenzen der
Erlösertod und die Auferstehung Christi
für unser persönliches Leben haben..
Am ersten Fastensonntag, nach der Zehn
Uhr-Messe, traf sich in der Pfarrkanzlei
ein kleiner Kreis von Pfarrangehörigen,
Priester und Laien, Damen und Herren, jüngere und ältere Semester zu einer
Art Brainstorming über das Thema: Was
sagt uns Ostern? Was können wir mit der
Botschaft vom Erlösertod des Jesus von
Nazareth anfangen? Und wieviel Kraft
zur Gestaltung unseres irdischen Daseins
schöpfen wir aus dem Glauben an ein
Leben nach dem Tod? Auf die schwierige Frage, warum Jesus den Kreuzestod
erleiden musste, hat Kaplan Basilius
eine theologisch schlüssige Antwort parat: Gott ist Mensch geworden, weil der
Mensch sich von Gott entfernt hat. Die
Erlösungstat Jesu für uns besteht darin,
dass er als Mensch vorbildlich und bedingungslos nach dem Willen des Vaters lebte. Im Johannesevangelium ist nachzulesen, dass Jesus die Jünger liebte und Gott
Vater die Jünger durch Jesus liebte. So
ist die uneingeschränkte Liebe zwischen
Gott und den Menschen Angelpunkt der
Erlösungstat unseres Heilands.
Karl Litschauer, Landesbeamter im Ruhestand, hat als praktizierender Christ
die Erfahrung gemacht, dass man seinen
Glauben gegenüber einer meist religiös
gleichgültigen, manchmal auch kirchenfeindlichen Umwelt nicht durch theologische Dispute, sondern durch ein christliches Verhalten im Alltag bezeugt. Indem
man beispielsweise die Fastenzeit nutzt,
um mit sich selbst und in der Beziehung
zu seinen Mitmenschen ins Reine zu
kommen. Kleine, persönliche Opfer zu
bringen, und dadurch anderen Menschen
zu helfen, auch damit beweist der Christ,
dass er die Botschaft des Heilands verstanden und verinnerlicht hat. Die Fastenzeit lädt uns ein, Verzicht zu üben und
mit dem Geld, das man sich dabei erspart
hat, Gutes zu tun. Litschauer: „Das ist
Labsal für die Seele“. Und wenn zu Fasten und Almosen (als Übung der Barmherzigkeit) auch noch das Gebet hinzutritt, dann ist diese Triade, wie Basilius
anmerkt, die perfekte Vorbereitung und
Einstimmung auf das österliche Halleluja.
Eva Gaunerstorfer, die an der Handelsakademie Korneuburg Jugendliche im
Alter von 14 bis 19 Jahre in Wirtschafts-
Seite 3 Korneuburger Pfarrblatt
hung Jesu Christi
Foto: Wolfgang Frühlinger
kunde unterrichtet, erlebt es immer wieder als spannende Herausforderung, mit
jungen Menschen über Glaubensfragen
zu reden. Die Jungen an der Schwelle
zum Erwachsenenalter seien durchaus
bereit, tiefgründige Gespräche über den
Sinn des Lebens zu führen. Was sie, die
sich in unserer Pfarre unter anderem bei
der Jugendbetreuung und den Firmvorbereitungen engagiert, ihrer „Zielgruppe“
als religiöses Leitmotiv mit auf den Weg
geben will? „Gott hat uns mit Christus
jemand geschickt, mit dem wir uns voll
identifizieren können!“ Und in der Nachfolge Christi, sollten wir das Leidenskreuz, das wir zu tragen haben, als Chance betrachten, selbst daran zu wachsen.
Solcherart steckt im Leiden eine positive
Kraft, ein tieferer Sinn.
Es mag für traditionsverhaftete Katholiken bestürzend sein, was Barbara Stadler, Volksschullehrerin in Bisamberg über
die Verbannung des Religiösen aus den
Klassenzimmern zu berichten weiß. Das
Kreuz wurde schon lang aus den Unterrichtsräumen entfernt. Vor einigen Jahren
wurde auch das Singen von Weihnachtsliedern abgeschafft, weil einzelne Eltern
dagegen Protest einlegten. Ein Trost für
sangesfreudige Kids aus einem katholischem Elternhaus: In der Schola und bei
den rhythmischen Messen unserer Pfarre
können sie unter Anleitung von Barbara Stadler nachholen, was ihnen in der
Schule verwehrt wird. Abgesehen vom
Gesang: Es gibt auch andere Anknüpfungspunkte, um sich mit den Sechs- bis
Zehnjährigen über Glaubensfragen zu
unterhalten. Etwa dann, wenn ein Kind
traurig berichtet, dass die geliebte Oma
gestorben ist, mag ein Hinweis auf das
Wiedersehen beim lieben Gott im Himmel Trost spenden. Das Glaubensbekenntnis der Kirche macht ja deutlich,
dass die Auferstehung und Himmelfahrt
Christi der Garant unserer eigenen Auferstehung und unseres ewigen Lebens bei
Gott ist. Basilius drückt es sehr anschaulich aus: „Auch die Gestorbenen sind Teil
der Kirche Jesu Christi“.
Ja, „mit dem Glauben an die Auferstehung des gekreuzigten Jesus“, sagt Karl
Litschauer, „steht und fällt unsere Religion. Sie ist die einzige unter den Weltreligionen, die die Auferstehung konsequent
verkündet.“ Aber „glauben heißt nicht
wissen“, sagt der Volksmund, und so ist
das Prinzip Hoffnung, das Vertrauen in
die Existenz Gottes und seiner grenzenlosen Liebe zu uns Menschen unverzichtbarer Bestandteil unserer Religion. Wie
aber darüber mit Agnostikern und religiös Desinteressierten reden? Pfarrer Stefan:
„Es bleibt am Ende immer ein Problem,
wenn man in menschlicher Sprache über
Göttliches reden will. “Das trifft auch auf
die Frage nach dem Sinn des Leidens zu.
Mehr zu diesem Thema im Leitartikel unseres Stadtpfarrers (Seite 2).
Theologische Probleme zu wälzen, ist,
wenn wir ehrlich sind, auch für aktive
Christen bisweilen eine mühsame Sache.
„Über religiöse Gefühle zu reden, ist in
erster Linie Frauensache, Männer tun
sich damit wesentlich schwerer“, wirft
Wolfgang Frühlinger ein. Als Christen
sollten wir auch unsere Augen vor der
wachsenden Kluft zwischen Arm und
Reich nicht verschließen, sonder dagegen mit Wort und Tat ankämpfen, wie es
unser Papst schon oft getan hat. Frühlinger zählt als Spross einer Korneuburger
Mesner-Dynastie seit seiner Jugend zu
den aktiven und engagierten Mitgliedern
unserer Pfarrgemeinde. Als Fotograf mit
Profi-Qualitäten hält er seit vielen Jahren
die Höhepunkte des Kirchenjahres und
unseres Pfarrlebens im Bild fest.
So facettenreich wie das Programm unserer Glaubensgemeinschaft im Jahreskreis
ist auch das Ostergeheimnis, Hauptkapitel unseres christlichen Glaubens. Man
könnte endlos darüber nachdenken, sich
aus der Lektüre der Heiligen Schrift
Anregungen holen, sich darüber in der
Familie und mit Freunden austauschen.
In einem Punkt ist sich unsere kleine
Gesprächsrunde einig: Gerade „in Zeiten wie diesen“, da das Entsetzen über
pseudoreligiösen Fanatismus die Medien
beherrscht und viele oberflächlich denkende Mitmenschen veranlasst über alle
Religionen den Stab zu brechen, sind wir
Christen mehr denn je gefordert, durch
Taten der Nächstenliebe die Frohbotschaft des Evangeliums glaubwürdig zu
bezeugen.
Hanspeter Madlberger
Impressum:
Herausgeber:
Pfarre Korneuburg St. Ägyd
Röm. kath. Pfarre der Stadt Korneuburg
Kirchenplatz 1
2100 Korneuburg
Tel.: +43 22 62 74520
email: pfarrkanzlei@pfarre-korneuburg.at
Web: www.pfarre-korneuburg.at
Facebook: www.facebook.com/pfarre-korneuburg
DVR:0029874(10907)
Redaktion:
Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit
Fotos:
Archiv Pfarre Korneuburg St. Ägyd
Satz: Erik Mikura
Hovengasse 5/2/13
2100 Korneuburg
Druck:
Druckerei Fuchs
Kreuzensteinerstraße 51
2100 Korneuburg
Druckfehler und Änderungen vorbehalten
St. Ägyd
farre Korneuburg
Ausgabe 2/2015 (März/April)
Gleichbleibende
Gottesdienste
in der Stadtpfarrkirche St. Ägyd:
Montag, Donnerstag, Freitag
8:00 Uhr Heilige Messe
Dienstag, Samstag, Feiertag
19:00 Uhr Heilige Messe
Mittwoch
8:00 Uhr Wort-Gottes-Feier
Sonn- und Feiertag
9:00 Uhr Heilige Messe
10:00 Uhr Heilige Messe
Augustinerkirche
Sonntag
19:00 Uhr Heilige Messe
NÖ Landespflegeheim
(Augustinerheim)
Dienstag
15:00 Uhr Heilige Messe
Kapelle des Landesklinikums Korneuburg
Freitag
17:45 Uhr Heilige Messe
Termine
Mittwoch, 4. März
Eucharistische Anbetung zur Fastenzeit:
19:00 (Pfarrkirche)
Wallfahrt nach Pöchlarn und Weißenkirchen:
Abfahrt 8:00 Hl. Messe in Ybbs/Donau;
Kreuzweg in Wösendorf bei Weißenkirchen
Donnerstag, 5. März
10:00 - 11:00 Uhr, Pfarrmäuse
(Pfarrheim)
19:00 Bibelstammtisch
(Pfarrbibliothek)
Freitag, 6. März
16:00, Weltgebet für Kinder (Pfarrheim)
17:00 Uhr,Ökumenischer Weltgebetstag der
Frauen (Pfarrkirche)
19:00, Kreuzwegandacht (Pfarrkirche)
Sonntag, 8. März
9:00 Uhr, Hl. Messe mit Schola und Kommunionkindern (Pfarrkirche)
Dienstag, 10. März
11:00 Uhr, Wanderung von Hagenbrunn
nach Strebersdorf:
1. und 2. Gruppe: Treffpunkt 10.55 Uhr
Hauptplatz Kbg . Wir fahren um 11:05 mit
dem Regionalbus 233 nach Hagenbrunn.
Möglichkeit für einen kürzeren (1:00 Std)
Weg für die 2. Gruppe. Möglichkeit für
Mittagsmenü im Treffpunkt „Gasthaus
Weinbeißer“.
Seite 4
3. Gruppe: mit eigenem PKW, Treffpunkt
ca. 12:30 „Gasthaus Weinbeißer“. Dr.
Nekowitsch-Str 1.
Auch mit dem Autobus 32A ab Strebersdorf
erreichbar. (Abf. Bahnhof Kbg 11:30 Uhr)
Bitte um Anmeldung bei Christl und Rudi
Röhricht (02262 73477).
12:45 Uhr, Abfahrt Bhf Kbg
Besuch mit Führung ORF Radiokulturhaus,
1040 Wien, Argentinier Straße 30a,
anschl. Kaffeehausbesuch.
Mittwoch, 11. März
19:00 Uhr, Eucharistische Anbetung zur
Fastenzeit: (Pfarrkirche)
Karwoche
Donnerstag, 12. März
15:00 – 17:00 Uhr, Spielerunde (ÖVPHeim)
Freitag, 13. März
19:00 Uhr, Kreuzwegandacht (Pfarrkirche)
Sonntag, 15. März
9:30 Uhr, Wort-Gottes-Feiern für Kleinkinder: (Pfarrheim)
Dienstag, 17. März
14:30 Uhr, Seniorenrunde
(Landesjugendheim)
Mittwoch, 18. März
19:00 Uhr, Eucharistische Anbetung zur
Fastenzeit (Pfarrkirche)
Freitag, 27. März
19:00 Uhr, Kreuzwegandacht (Pfarrkirche)
Palmsonntag 29. März
9:00 Uhr, Prozession und Hl. Messe
(Segnung der Palmzweige vor der Handelsakademie; Hl. Messe in der Pfarrkirche)
10:00 – 11:30 Uhr, Ostergrußaktion der
Jungschar: (Augustinerheim)
Mittwoch, 1. April
19:00 Uhr, Bußgottesdienst mit Beichtgelegenheit bei fremden Priestern: (Pfarrkirche)
Gründonnerstag, 2. April
16:00 Uhr, Abendmahlfeier für Kinder:
(Pfarrheim)
19:00 Uhr, Abendmahlfeier: (Pfarrkirche)
22:00 Uhr, Nachtgebet der Jugend: (Marienkapelle)
Donnerstag, 19. März
10:00 – 11:00 Uhr, Pfarrmäuse (Pfarrheim)
Karfreitag, 3. April
8:00 Uhr, Laudes: (Marienkapelle)
Kinderkreuzweg: Fr, 20. März; 16:00 (Pfarrkirche)
15:00 Uhr, Andacht zur Todesstunde Christi (“letzte Worte Jesu”): (Pfarrkirche)
Freitag, 20. März
19:00 Uhr, Ökumenischer Jugendkreuzweg
mit Musikgruppe D´Accord (Pfarrkirche)
15:00 Uhr, Kinderkreuzweg: (Pfarrheim)
Sonntag, 22. März
10:00 Uhr, Messe mit Spendung des Sakraments der Krankensalbung (Pfarrkirche)
Samstag, 21. und Sonntag, 22. März
nach den Hl. Messen, Minibrotaktion
vor und nach den Hl. Messen, Ostermarkt
der Senioren; Verkauf von Palmbuschen
und Kerzen (Pfarrkirche)
19:00 Uhr, Feier vom Leiden und Sterben
Jesu: (Pfarrkirche)
Karsamstag, 4. April
8:00 Uhr, Laudes: (Marienkapelle)
21:00 Uhr, Osternachtsfeier: (Pfarrkirche)
Ostersonntag, 5. April
9:00 Uhr, Familienmesse: (Pfarrkirche)
10:00 Uhr, Hochamt: (Pfarrkirche)
Dienstag, 24. März
19:45 Uhr, Pfarrgemeinderatssitzung
(Pfarrheim)
Ostermontag, 6. April
9:00 Uhr, Hl. Messe mit D´Accord: (Pfarrkirche)
Mittwoch, 25. März
12:00 Uhr, Abfahrt beim Kirchenpark
Halbtagesfahrt der Senioren mit “Kreuzweg
im Freien” in Großhöflein, Waldkreuzweg
Bitte um Anmeldung bei Gerta Bösmüller,
Tel. 02262/64021
Mittwoch, 8. April
8:00 Uhr, Wallfahrt nach St. Peter in der Au
und Sonntagberg:
Hl. Messe: St. Peter in der Au
Andacht: Basilika Sonntagsberg
15:00 Uhr, Märchenlesestunde
(Pfarrbibliothek)
Donnerstag, 9. April
10:00 – 11:00 Uhr, Pfarrmäuse: (Pfarrheim)
19:00 Uhr, Eucharistische Anbetung zur
Fastenzeit (Pfarrkirche)
15:00 – 17:00 Uhr, Spielerunde: (Pfarrheim)
Donnerstag, 26. März
8:00 Uhr, Geburtstagsmesse für alle, die im
März ihren Geburtstag feiern,
Geburtstagsfrühstück findet infolge
der Umbauarbeiten im Pfarrheim nicht
statt.
Aktuelle Termine sind unter
www.pfarre-korneuburg.at/termine
nachzulesen
Seite 5 Korneuburger Pfarrblatt
Dienstag, 14. April
11:00 Uhr, Frühlingswanderung der Senioren:
1. und 2. Gruppe: Treffpunkt 11.00 Uhr
Donaustrasse (Minnich).
3. Gruppe: Treffpunkt ca. 13:00 „Gasthaus
Barenth“
Bitte um Anmeldung bei Gerta Bösmüller,
Tel. 02262/640 21
Donnerstag, 16. April
19:00 Uhr, Bibelstammtisch: (Bibliothek)
Samstag, 18. – Sonntag, 19. April
Pfarrwallfahrt nach St. Wolfgang:
Sonntag, 19. April
9:00 Uhr, Familienmesse mit Schola
Dienstag, 21. – Freitag, 24. April
Kultur- und Fitnesstage im Schlosshotel
Oth in Baden b. Wien
19:30 Uhr, Elternabend für die feierliche
Kommunion
Samstag, 25. April - Sonntag, 26. April
Firmwochenende
Sonntag, 26. April
9:30 Uhr, Wort-Gottes-Feier für Kleinkinder: (Pfarrheim)
Dienstag, 28. April
14:30 Uhr, Seniorenrunde: (Landesjugendheim, Veranstaltungssaal, Stockerauerstraße 80)
Reisevortrag Margit Straka „Südafrikanische Republik“
Donnerstag, 30. April
8:00 Uhr, Geburtstagsmesse: (Pfarrkirche)
Vorankündigungen:
Dienstag, 16.06.2015
Verbindliche Anmeldung mit Bezahlung
der Gesamtkosten bis spätestens 20. April
2015 bei Geerta Bösmüller, Tel. 02262/640
21. Bitte, gültiges Reisedokument (Führerschein zählt nicht!) nicht vergessen.
Dienstag 8. 9.– Dienstag 15. 9.
Wanderwoche: Altenmarkt im Yspertal
Bitte um Anmeldung oder Rückfragen bei
Christl und Rudi Röhricht (02262 73477).
Regelmässige
Senioren Termine
Jeden Montag abwechselnd:
Seniorengymnastik
um 14:00 Uhr, Sportunion, Laaerstraße 40
Seniorentanz
um 16:00 Uhr ÖVP-Heim, Chimanigasse 2
Jahreskulturausflug – Brünn
Busreise nach Brünn,
Stadtbesichtigung,
Abendessen (3-Gangmenü, 1 Gratisgetränk),
Besuch der Opernaufführung
„Don Giovanni“,
Gesamtkosten € 95,--.
Jeden Montag
von 08.00 bis 08.30 Uhr
Heil- und Atemgymnastik, Pfarr-Bibliothek
Aufgenommen
in die Kirche wurden
Wir gedenken unserer
Verstorbenen
Jänner 2015
Mateo Molzer
Paula Wiesenhofer
Jänner 2015
Johanna Lenitz
Brigitte Eßbüchl
Annemarie Schumacher-Kastner
Franziska Holzapfel
Renate Lentsch
Frieda Freisinger
Wolfgang Pfeiler
Februar 2015
Erna Guggenberger
Christian Neumayer
Adolf Kreiger
Stefanie Mörth
Mittwoch, 22. April
15:00 Uhr, Märchenlesestunde: (Pfarrbibliothek)
Donnerstag, 23. April
10:00 – 11:00 Uhr, Pfarrmäuse: (Pfarrheim)
12:45 Uhr, Bhf Kbg; Besuch der Schatzkammer im Kunsthistorischen Museum
„Schätze der Habsburger“
Februar 2015
Cristiano Wimmer
Lina Jazvic
Jeden Montag
von 09.00 bis 11.00 Uhr
Werkstube (Handarbeiten, Pfarr-Bibliothek
Jeden Freitag
von 08.45 bis 10.00 Uhr
Heiteres und bewegtes Gedächtnistraining,
Sportunion, Laaerstraße 40
Aufgrund gegenwärtiger Datenschutzbestimmungen ist es uns nicht erlaubt, persönliche Daten (wie etwa Geburtstage) ohne
ausdrücklicher Zustimmung des Betroffenen
zu veröffentlichen.
Sollte eine persönliche Nennung erwünscht
sein, bitten wir Sie, sich in der Pfarrkanzlei
zu melden.
St. Ägyd
farre Korneuburg
Ausgabe 2/2015 (März/April)
Seite 6
28. Fusswallfahrt nach
Mariazell
Donnerstag, 6. 8. – Sonntag, 9. 8.2015
Die Pfarre Korneuburg veranstaltet auch
heuer eine Fußwallfahrt nach Mariazell.
Die Wanderung beginnt in Furth bei
Weissenbach a.d. Triesting und führt über
Rohr im Gebirge und St. Aegyd am Neuwald nach Mariazell wo wir am Samstag
an einer Lichterprozession teilnehmen
und am Sonntag eine Hl. Messe in der Basilika feiern.
Anmeldungen sind bis Mitte Mai in der
Pfarrkanzlei möglich.
Die Anmeldegebühr beträgt 25 € pro
Person.
Gedanken zum
Weltgebetstag
der Frauen, 6. März 2015
Die Liturgie für den diesjährigen Weltgebetstag kommt aus den Bahamas.
Assoziationen von Urlaubsparadies und
Kreuzfahrten werden wach. Der Inselstaat
ist ein Ort von wunderbarer Schönheit.
Die leuchtenden Farben der Natur
spiegeln sich sowohl im Titelbild, als auch
in der Liturgie.
Die Künstlerin Chantal E.Y. Bethel, hat
ihr Bild “Blessed” (gesegnet) genannt.
“Es illustriert die Bahamas durch unseren
National-Vogel, den Flamingo, und auch
unsere Segnung, die wir mit der Welt jenseits des Ozeans teilen.”
In der Liturgie laden die Stimmen aus
den verschiedenen Inseln ein, in Gottes
unendlich fließenden Ozean der Gnade
einzutauchen und die Schönheit des Lebens in ihren vielfältigen Ausdrucksformen
wahrzunehmen.
Unsere Schwestern vom WDP-Komitee
auf den Bahamas stellen die grenzenlose
und allumfassende Liebe Gottes in den
Mittelpunkt mit der Bibelstelle Joh.13.
Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße
gewaschen hatte, fragte er sie: “Begreift
ihr, was ich für euch getan habe?”
“Meist wird hier der Dienst am Nächsten
in der Nachahmung der Liebe Jesu be-
Weitere Auskünfte in der Pfarrkanzlei
Tel.: 02262 74520
tont. Die Gefahr ist groß, dass das starke
Zeichen der Fußwaschung vor allem in
einer Moral des “Tun Müssens”, interpretiert wird”, so Prof. Dr. Ulrike Bechmann
in der Einleitung zu ihrer Bibelarbeit.
Wir können nur weitergeben, was wir
zuvor bekommen haben. Sind wir bereit
uns beschenken, uns die Füße waschen zu
lassen? Wenn wir also dem Beispiel Jesu
folgen wollen, uns seine Liebe und Güte
haben schenken lassen, dann sind wir aufgerufen, diese Geste der Liebe auf den Bahamas, wie auch in unseren eigenen Gemeinschaften fortzuführen. So dreht sich
die Spirale von informiertem Beten und
betendem Handeln rund um die Erde.
Die Weltgebetstagsschwestern auf den
Bahamas zeigen in der Liturgie auch Bereiche, wo es besonders notwendig ist
“Füße zu waschen”. Vergessen wir nicht
die Forderung nach einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung
Gottes, egal ob es die Schönheit des
türkisfarbenen Wassers der Bahamas ist,
oder die Besonderheit um “die Ecke”, im
eigenen Land. Vergessen wir nicht die
hohe Gewalt-Rate im familiären Umfeld
und die Probleme von Teenager-Müttern.
Vergessen wir nicht die vielen Frauen mit
Brustkrebs-Diagnose und Menschen mit
HIV und AIDS. Jesus hat uns ein Beispiel
gegeben.
Regionalität ist unsere Stärke.
Hauptplatz 28, 2100 Korneuburg
mit Filialen in Bisamberg,
Ernstbrunn, Gerasdorf,
Hagenbrunn, Kapellerfeld,
Langenzersdorf, Leobendorf,
Stetten, Landesklinikum
Weinviertel Korneuburg und
neu: G3 Shopping Resort
Gerasdorf
Wir sind da, wo unsere Kunden sind.
Seite 7 Korneuburger Pfarrblatt
Teil 2 unserer Serie:
Orden muss sein
benediktinischen Stundengebets, das Brevier (brevis, lat.: kurz).
Benediktiner: Beten, arbeiten
und die Heilige Schrift lesen
Papst Gregor der Große (geb. 604) verfasste eine Biographie Benedikts und würdigte
als dessen besondere Leistung, dass er mit
der Klostergründung von Montecassino
die Abkehr der Mönche vom Eremitentum (Einsiedelei) und die Hinwendung
zur Ordensgemeinschaft einleitete und
festschrieb. Dass sich im Laufe der Geschichte das Römische Reich zum christlichen Abendland hin entwickelte, ist zu
einem erheblichen Teil auf das Entstehen
der Mönchsklöster zurückzuführen.
P a p s t
Franziskus I. rief
das Jahr
2015 zum
Jahr der
O rd e n
aus. Das
Pfarrblatt
nimmt
diese Initiative
des Heiligen Vaters zum
Pater Dr. Sebastian
Anlass,
seinen Lesern in einer Serie die interessantesten Orden vorzustellen. Nach den
Augustiner Chorherren sind diesmal die
Benediktiner an der Reihe. Kein anderer
Orden hat die Entwicklung des abendländischen Mönchstums im Laufe der
Jahrhunderte so nachhaltig geprägt. Benediktinerpater Sebastian Hacker, Doktor
der Theologie, Mitglied des Wiener Schottenstiftes, Pfarrer in Enzersfeld und Provisor in Kleinengersdorf war so freundlich,
uns die Besonderheiten seines Ordens und
dessen vielfältiges Wirken gestern und
heute zu erläutern.
Gründer und Namensgeber des Benediktinerordens war der Heilige Benedikt
(Benedikt von Nursia) geboren um 480,
gestorben im Jahr 547. Er gründete das
Kloster Montecassino und verfasste die
nach ihm benannte Regula Benedicti (Benediktsregel). Sie lautet: Ora et labora et
lege! Auf Deutsch: Bete und arbeite und
lies die Heilige Schrift! Und sie regelt auch
Inhalt, Umfang und zeitlichen Ablauf des
mönchischen Gebets (Stundengebet). Benediktiner waren ursprünglich angehalten, alle 150 Psalmen des Alten Testaments
(daher spricht man auch vom Psalmgebet)
innerhalb einer Woche zu beten,. Später
wurde die Benediktsregel gelockert und
auf einen Zweiwochen-Rhythmus umgestellt. Zahlreiche Orden haben die Regel
übernommen und variiert. So wird beispielsweise von den Zisterziensern (Gründer: Bernhard von Clairvaux, 1090 bis
1153) das Psalmgebet in Form des Chorgebet besonders gepflegt, die Mönche des
Stiftes Heiligenkreuz brachten es damit
vor ein paar Jahren zu medialer Berühmtheit. Weltpriester beten eine Kurzform des
Einen herausragenden Beitrag zur Christianisierung unserer Heimat leisteten irische Benediktinermönche, hierzulande
bekannt unter der Bezeichnung „Schotten“. Babenbergerherzog Heinrich II. Jasomirgott berief die Schotten nach Wien,
wo er „am Hof “ seine Residenz hatte.
1155 gründete er in nächster Nähe zu seinem Herrschersitz das Schottenstift, es ist
somit das älteste Kloster Wiens. Dass die
Mönche, die aus Irland kamen, bei uns
„Schotten“ heißen, erklärt sich aus dem
Umstand, dass im Mittelalter das heutige Irland die Bezeichnung „Scottia maior“ (größeres Schottland) trug, während
das heutige Schottland „Scottia minor“
(kleineres Schottland) genannt wurde.
1418 verließen die keltisch sprechenden iroschottischen Mönche das Wiener
Schottenstift in Richtung Regensburg und
wurden, auf Anweisung von Papst Martin
V., von deutschsprachigen Benediktinern,
die aus dem Stift Melk kamen, abgelöst.
Der Benediktinerorden breitete sich im
Lauf der Jahrhunderte zunächst europaweit und später weltweit aus. In den Benediktinerklöstern ist heute Platz für eine
erstaunliche Vielfalt von mönchischen
Lebensentwürfen. Je nach dem Schwerpunkt ihres Wirkens unterscheidet man
zwischen drei Richtungen:
• Die monastisch-pastoral ausgerichteten
Benediktinerklöster widmen sich vorrangig der Seelsorge. Im habsburgischen
Österreich fand das pastorale Mönchtum
besonders günstige Voraussetzungen
vor. Klosterauflösungen, wie sie in anderen Ländern zu Zeiten Napoleons stattfanden, bleiben ihnen weitgehend erspart.
Das erlaubte Jahrhunderte hindurch die
kontinuierliche Seelsorgearbeit. Heute
sind dem Wiener Schottenstift 11 Pfarren
in Wien und Niederösterreich inkorporiert. Eine davon ist, seit 1540 (!) die Pfarre
Kleinengersdorf. Das Schottenstift wid-
mete sich neben der pastoralen Tätigkeit
dem Schulunterricht und der Pflege der
Wissenschaft. Das Schottengymnasium
machte sich als Eliteschule einen Namen,
die humanistische Bildung mit den Sprachen Griechisch und Latein hat hier bis
heute ihre Heimstätte. Eng ist auch die
Zusammenarbeit zwischen dem Stift und
der Katholisch-Theologischen Fakultät an
der Universität Wien, die wenige hundert
Meter entfernt am Schottenring (!) ihren
Sitz hat.
• Benediktinerklöster, die der monastischkontemplativen Richtung zuzuzählen sind,
findet man vor allem in Deutschland. Die
Kloster Beuron und Münsterschwarzach
sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Benediktinerpater Anselm Grün aus
Münsterschwarzach ist ein prominenter
Vertreter der mystisch-kontemplativen
Richtung, seine auf Spiritualität fokussierten Lebensratgeber erzielen Millionenauflagen. Auch manche Frauenklöster sind
kontemplativ ausgerichtet. So etwa die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim, wo das Andenken an die Heilige
Hildegard von Bingen, Mystikerin, Kirchenlehrerin, Komponistin und Begründerin der Klosterkräuter-Naturmedizin
besonders gepflegt wird.
• Andere Benediktinerstifte sehen ihre
Hauptaufgabe im monastisch-missionarischen Wirken. Hervorzuheben ist hier die
Erzabteil St. Ottilien. Deren gegenwärtiger Erzabt, Notger Wolf ist Abtprimas der
Congregation des Benediktinerordens mit
Sitz in Rom und als solcher weltweit tätiger Missionsbenediktiner. Als Buchautor
und gefragter Gast bei gesellschaftspolitischen TV-Talkrunden ist Pater Notger
zumindest ebenso medienpräsent wie
sein esoterisch angehauchter Mitbruder
Anselm. Aber da gibt es noch einen Unterschied: Während Anselm Grün von
der Stille der Natur angetan ist, outet sich
Notger Wolf als begeisterter Rockmusiker,
dabei spielt er virtuos auf der Querflöte.
Unter anderem auch Coverversionen von
Hits der Rockband AC/DC. Denn „in
diesen Liedern ist der Aufstand gegen das
Establishment sehr nah am Evangelium.“
Benediktusregel, Kap. 48,1
Gürten wir uns also mit Glauben und
Treue im Guten,
und gehen wir unter der Führung des
Evangeliums seine Wege,
damit wir ihn schauen dürfen, der uns
in sein Reich gerufen hat
St. Ägyd
farre Korneuburg
Ausgabe 2/2015 (März/April)
Hochmusikalisches
Gotteslob
Chorleiter Peter Peinstingl
fügt der Kirchenmusik unserer Pfarre viele neue Akkorde
hinzu
Das Ganze begann mit einer Notiz am
Schwarzen Brett der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien im
Jahr 2012 „Katholische Pfarrgemeinde
Korneuburg sucht Chorleiter“, stand da
zu lesen. „Dass wäre doch was für mich“,
dachte sich der aus Silian in Osttirol stammende Musikstudent Peter Peinstingl, Geburtsjahrgang 1988. Er besprach sich mit
seiner Studienkollegin Fiona Pollak aus
Wien, die beiden verbindet unter anderem die Begeisterung für das Orgelspiel,
das sie virtuos beherrschen. Rasch kam
es zu einem Gespräch mit Pfarrer Stefan
und im Nu war man handelseins. Die
Pfarre Korneuburg hatte ein kniffeliges
Problem vom Hals und das akademische
Jungmusiker-Duo einen künstlerisch wie
finanziell maßgeschneiderten Nebenjob.
Innerhalb kürzester Zeit hat Peinstingl
mit viel künstlerischem Gestaltungswillen eine sanfte aber umso nachhaltigere
Erneuerung und Weiterentwicklung der
Korneuburger Kichenmusik herbeigeführt. Erfolgsbeweis Nummer eins: Als er
sein Amt als Chorleiter antrat, zählt unser Kirchenchor gerade zwölf Mitglieder,
heute sind es 30 Damen und Herren, die
sich freudig dem Dirigat des aufstrebenden Tonkünstlers unterwerfen. Das Repertoire an Orgelmessen wurde beträchtlich erweitert, neben den Messen der
Wiener Klassik (Mozart, Haydn, Schubert) werden auch Werke von Komponisten des 20. Jahrhunderts aufgeführt.
Zuletzt brachte der Chor eine Messe des
oberösterreichischen Komponisten Gerhard Schacherl zur Aufführung.
Musica Sacra,
das junge Festival
Weit über die Grenzen unserer Pfarrgemeinde hinaus findet das Festival Musica Sacra Beachtung, das auf Initiative von
Peter Peinstingl ins Leben gerufen wurde.
Mit der Gründung des Vereins Musica
Sacra wurde ein solides finanzielles Fundament für das Festival geschaffen. Engagierte Obfrau des Vereins ist Christine
Franke, sie zeichnet für die Organisation
und damit für den reibungslosen Ablauf
des Festivals verantwortlich. Im Mittel-
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punkt des Festivals steht jeweils ein großes Werk geistlicher Musik. Zum Auftakt
erklang im Herbst 2013 in der Augustinerkirche das Mozart Requiem. Vielbejubelter Höhepunkt der Musica Sacra 2014
war die Aufführung des Josef HaydnOratoriums „Die Schöpfung“ mit Solisten, großem Chor und großem Orchester,
insgesamt über hundert Mitwirkenden
Am Dirigentenpult Peter Peinstingl, der
damit in die Fußstapfen seines Lehrers,
des weltweit berühmten Meisterorganisten und Dirigenten Martin Haselböck
trat. Im kommenden Herbst steht „Der
Messias“ von Georg Friedrich Händel auf
dem Programm. Auf diesen Kunstgenuss
dürfen wir uns jetzt schon freuen.
Zuvor aber wartet auf „unseren“ Kirchenchor-Maestro noch eine besondere
Aufgabe: Am 3. Juni um 18.00 Uhr dirigiert er in der Kirche St. Ursula (Wien1.,
Seilerstätte 26) im Rahmen des Abschlusskonzerts der diesjährigen Absolventen
der Musik-Uni Wien die Uraufführung
seiner kompositorischen Master-Arbeit,
der Kantate „Habakuk“ Vorlage für dieses
Opus ist das Buch dieses Propheten aus
dem Alten Testament. Gott weist Habakuk zurecht, weil dieser sich bei ihm beklagt, er sehe der zunehmenden Gesetzlosigkeit im Volk untätig zu.
Die Kirchenmusik hat im Laufe der
Jahrhunderte viele Stile durchlaufen.
Die Anfänge finden sich im Gregorianischen Choral, wie er heute noch von den
Mönchsorden gepflegt wird. Daraus entwickelten sich die Messen für das gläubige
Volk als jene musikalische Gattung, der
die liturgischen Texte der Heiligen Messe
zugrunde liegen. Der gemeinsame Name,
der des Gottesdienstes und seiner musikalischen Begleitung, leitet sich aus dem
Schlusswort „Ite, missa est“ (Geht, Ihr
seid entlassen) ab. Viele bedeutende Komponisten wie Mozart, Haydn, Beethoven
oder Verdi haben große und kleine Messen (diese werden Motetten genannt) zu
den entsprechenden lateinischen Texten
der Liturgie komponiert. Einen Markstein
der Kirchenmusik setzt Franz Schubert
mit seiner „Deutschen Messe“, denn mit
der „Übersetzung“ der Messlieder in die
Sprache des Volkes war das gesungene
Gotteslob nicht mehr ausschließlich Sache des Priesters und des Chores sondern
der gesamten, am Gottesdienst teilnehmenden Gemeinschaft
Unser junger Chorleiter sieht sich ganz
dieser Tradition der katholischen Kirchenmusik verbunden. Den Messen von
Franz Schubert und Anton Bruckner gilt
seine ganz besondere Liebe und Wertschätzung. Mit Jazzmessen hat nicht viel
am Hut, sein musikalisches Herz hängt
auch nicht an den Rhythmischen Messen, made in Germany. Beim jüngsten
Trend in der Sakralmusik , der unter dem
Schlagwort NGL (Neues Geistliches Lied)
auch Eingang in das neue „Gotteslob“
finden soll, spitzt er kritisch die Ohren.
NGL käme allzu poppig daher, meint er
und da bestünde halt die Gefahr der Verkitschung und des Verlustes an musikalischer Qualität.
Der Osttiroler Peinstingl als Gestriger
und Hinterwäldler? Nein, ganz und gar
nicht. Als Sportler hat er es immerhin
bis zum österreichischen Jugendmeister
im Brustschwimmen (100 und 200m) gebracht. Vielleicht liegt darin die Ursache,
dass er das fast zweistündige Dirigat der
„Schöpfung“ auch konditionell so bravourös bestand. Nutznießer seiner Vielseitigkeit ist unsere Pfarre St. Ägyd. Denn,
wenn das Festival Musica Sacra, finanziell unterstützt vom Land Niederösterreich, vom Stift Klosterneuburg, der Stadt
Korneuburg und von Sponsoren aus der
Wirtschaft floriert, dann profitiert davon
auch unser Kirchenchor. Durch die Mitwirkung bei den Aufführungen, die vielen
künstlerischen Impulse, die sich aus der
Zusammenarbeit mit den Gästen ergeben
und durch die Möglichkeit, Musiker
des Festival-Ensembles auch als „Verstärkung“ für das eine oder andere Hochamt
in der Pfarrkirche zu gewinnen..
Im Dom zu Brixen begann die Kirchenmusiker-Karriere des talentierten Osttirolers, sie führte ihn über das Salzburger Mozarteum nach Wien, wo er sein
Hochschulstudium absolviert und weiter
nach Korneuburg, wo er von Anfang an
viel Praxiserfahrung in der Chorleitung
sammeln konnte. Mittlerweile hat er sein
zweites berufliches Standbein als Leiter
des Kirchenchores in der altehrwürdigen
Kirche St. Peter in der Wiener Innenstadt.
St. Peter und St. Ägyd, auch das eine geglückte kirchenmusikalische Symbiose.
Kirchenchöre zu leiten, zählt nicht gerade
zu jenen Sparten musikalischer Berufsausübung, die besonders üppig bezahlt
werden und das trifft in noch größerem
Ausmaß auf das Komponieren von Sakralmusik zu. Aber in dieser Frage hält es
Peter Peinstingl wohl mit seinem großen
Vorbild Anton Bruckner. Dessen einziger
Ehrgeiz bestand bekanntlich darin, der
Musikant Gottes zu sein.
Hanspeter Madlberger
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