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LESESTOFF: KUBA – ZWEI WÄHRUNGEN, ZWEI WELTEN | ZEITGESCHEHEN
FreiePresse
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 3. März 2015
Einzelpreis 1,10 Euro
LOKALES
Samsung greift
Apple an
PLAUEN
Plastiktüten wird
Kampf angesagt
Die Technikwelt schaut seit
gestern nach Barcelona. Auf
der weltgrößten Mobilfunkmesse bringt sich die Branche
für den Wettbewerb in diesem Jahr in Stellung. Den Auftakt machte Samsung. Mit
neuen Versionen seines Handybestsellers Galaxy wollen
die Südkoreaner den US-Rivalen Apple wieder vom Smartphone-Thron stoßen. Im
Wirtschaftsteil lesen Sie, wie
Experten die Offensive von
Samsung bewerten.
Den bisher beim Einkauf meist
kostenlos erhältlichen Plastiktüten sagen in Plauen mehr und
mehr Einzelhändler und Filialisten den Kampf an. In vielen Geschäften ist für den Wegwerfmüll
ein Entgelt zu zahlen. Es gehe um
die Umwelt, so der Tenor. Gestern
ist seitens der Europäischen Union ein Gesetz verabschiedet worden. Die Mitgliedsstaaten dürfen
die Tüten künftig ganz verbieten.
Jeder Bürger in Europa soll bis
Ende 2025 im Schnitt nur noch
40 Beutel verbrauchen, bislang
sind es im Schnitt 176. (sasch)
Seite 9: Bericht
WEISCHLITZ
FOTO: ALBERT GEA/REUTERS
Sauberes Nest
erwartet Störche
Seite 13: Bericht
IN DIESER AUSGABE
Sachsen Ukraine-Krise
wirft seine Schatten auf den
Elbe Day in Torgau
Sport Dynamo Dresden
will im DFB-Pokal den
nächsten Favoriten stürzen
Kultur In Annaberg-Bucholz
hatte die Operette „Madame
Pompadour“ Premiere
Sachsen tragen ihren Protest
immer häufiger auf die Straße
Gestern wurde wieder in
Dresden, Leipzig und
Chemnitz demonstriert.
Politikforscher machen
dafür auch autoritäre Züge
im Regierungsstil im
Freistaat verantwortlich.
VON UWE KUHR
DRESDEN — So viele Demonstratio-
nen wie derzeit gab es in Sachsen
seit gut zehn Jahren nicht. Auch gestern Abend gingen in Dresden, Leipzig und Chemnitz wieder mehrere
Tausend Anhänger der islamkritischen Bewegungen von Pegida, Legida und Cegida auf die Straßen der
drei Großstädte. Ihnen stellten sich
erneut Gegendemonstranten in den
Weg. Immer dabei sind Polizei-Einheiten, die den friedlichen Verlauf
der Demonstrationen gewährleisten
sollen. Ein vergleichbares Ausmaß
erreichten die Proteste zuletzt 2004,
die sich gegen die Hartz-IV-Gesetze
der rot-grünen Bundesregierung
richteten.
Für Sachsen stellen die vielen Demonstrationen eine neue Qualität
dar. Über 2400 derartige Veranstaltungen registrierten die Versammlungsbehörden im Jahr 2014. Das
war ein Sprung um gut 50 Prozent
zum Vorjahr, als Bürger aus politischen Motiven 1600-mal auf die
Straße gingen. Auch diese Zahl stellte einen gehörigen Anstieg im Vergleich zu 2012 dar. Spitzenreiter
2014 war Dresden mit 620 Kundgebungen und Aufzügen, gefolgt von
Leipzig (550) und Chemnitz (400).
Im Landkreis Zwickau gab es 250
Demonstrationen, besagen die Statistiken des Innenministeriums.
Nach ersten Zahlen für 2015 bleiben
die Zeiten unruhig. In den Großstädten weist der Trend weiter steil nach
oben. Daran wird auch die Absage
des Leipziger Bündnisses „Willkommen in Leipzig“ wenig ändern, das
montags als Gegenpart zu den Legida-Demonstranten nicht mehr auf
die Straße gehen will.
Das aktuelle Demo-Geschehen
beende „politisch apathische Zeiten“, sagt Privatdozent Tom Thieme.
Für den kommissarischen Leiter des
Lehrstuhls für politische Systeme
der TU Chemnitz gilt als Auslöser
„ein zunehmender Verdruss mit der
parlamentarischen Demokratie“.
Vor allem die Kritik an der Zuwanderungspolitik und einer vermeintlichen Überfremdung habe zu einer
Politisierungswelle und stärkeren
Polarisierung der Gesellschaft beigetragen. Der Protestforscher Roland
Roth aus Berlin sieht die Protest-Zahlen im europäischen Trend. Der
sprunghafte Anstieg signalisiere jedoch: „Sachsen holt etwas nach“,
sagte er in einem Interview mit der
„Freien Presse“. Aus seiner Sicht bevormundet der Freistaat auf „eine
eher autoritäre“ Weise seine Bürger,
die unzureichend in politische Prozesse eingebunden würden. „Auf
Landesebene fehlt es bislang in
Sachsen an einer verlässlichen Politik des Gehörtwerdens“, sagte Roth.
Seite 4: Interview und Bericht
Innenminister geht Personaldebatte bei Polizei aus dem Weg
Die wachsende Anzahl an Demonstrationen zieht in Sachsen so viele
Polizeieinsätze nach sich, dass Engpässe beim Personal sichtbar werden.
Doch zu Forderungen der SPD und
aus der Polizeispitze nach mehr Personal, über die die „Freie Presse“ gestern berichtete, will sich das Innenministerium nicht positionieren.
„Die Personalstärke der Polizei
kann nicht in medialen Debatten be-
stimmt werden“, reagierte gestern
ein Sprecher von Innenminister Markus Ulbig (CDU) auf Nachfrage. Sein
Haus richte derzeit eine Fachkommission ein. Sie soll laut Vereinbarungen
im Koalitionsvertrag „die Polizeireform und die langfristige Lageentwicklung prüfen“, ließ er mitteilen.
Stefan Hartmann, innenpolitischer
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion,
hatte zuvor eine Beschleunigung dieses Prüfprozesses angeregt. (uk)
Wohlfühlfernsehen
Schauspielerin Diana Staehly bewährt sich in ihrer neuen Rolle im
ZDF als Hüttenwirtin und Schlichterin. Als Hanna Hellmann folgt
sie dem Ruf der Berge – doch es
ist kein klassischer Heimatfilm.
Mehr dazu heute in der „rtv“.
WETTER VOR ORT
6 Uhr 10 Uhr 14 Uhr 18 Uhr
-1°
2°
Morgen
4°
-1°
4°
4°
Übermorgen
3°
-1°
Ausführliches Wetter: Ratgeber
20010
Unzertrennlich
Jetzt gibt es einen neuerlichen
Fall herzzerreißender Hundeliebe.
Eine Hündin in Israel hat sich so
„Wach“-Hund im Krankenbett.
stark gegen eine Trennung von ihrem Herrchen gewehrt, dass sie sogar mit ihm im Krankenhaus aufge-
FOTO: AVI SCHOSCHAN/DPA
SPD-Spitze drängt auf
seinen Parteiaustritt
VERDEN — Mit einem Geständnis im
Kinderporno-Prozess hat der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy eine Verurteilung abgewendet. Gegen eine Geldauflage
von 5000 Euro stellte das Landgericht Verden das Verfahren gestern
ein. Edathy ist damit nicht vorbestraft. Der Beschluss ist rechtskräftig. Am zweiten Verhandlungstag
gab Edathy zu, Bilder und Videos besessen zu haben,
die laut Staatsanwaltschaft kinderund jugendpornografisch sind.
Der
SPD-Vorstand drängt den
früheren Abgeordneten
Sebastian
Edathy nach Abschluss des Prozesses zum raschen Austritt aus der Partei. Das Verhalten sei nicht mit den
Grundwerten der Sozialdemokratie
vereinbar, sagte der Vizevorsitzende
Thorsten Schäfer-Gümbel in Berlin.
„Wir sind fassungslos darüber, dass
Sebastian Edathy keinerlei Reue erkennen lässt und sich mit keinem
Wort an die Opfer wendet“, sagte
Schäfer-Gümbel. (dpa)
Seite 4: Leitartikel; Seite 5: Bericht
Hündin weicht ihrem Herrchen selbst im Krankenhaus nicht von der Seite
Dass Hunde für viele Menschen weit
mehr als ein Haustier sind, dafür
gibt es viele Beispiele. Ende vergangenen Jahres rührte diese Geschichte zu Tränen: Die „Siberian Times“
berichtete über eine Hündin, die jeden Morgen ins Bezirkskrankenhaus im sibirischen Nowosibirsk
kommt, um auf ihren Besitzer zu
warten. Der allerdings war bereits
vor mehr als einem Jahr gestorben.
Weil er sein Herrchen nicht alleine lassen wollte, fuhr im November
ein Hund im US-Bundesstaat Texas
32 Kilometer lang unbemerkt auf
dem Trittbrett eines Krankenwagens mit. Sein 85-jähriger Besitzer
hatte den Hund erst wenige Monate
zuvor aus dem Tierheim geholt.
Edathy legt
vor Gericht
Geständnis ab
FOTO: JULIAN STRATENSCHULTE/DPA
Die Weischlitzer Störche können
kommen. Ihr angestammtes Nest,
das auf dem Gelände der Firma
Laube-Automobile an der Uferstraße auf einem Stahlgittermast
steht, ist wieder picobello sauber.
Auf Initiative des Ruderitzer Vogelkundlers Werner Limmer wurden Erde und Grasnarbe entfernt,
die sich in der Vergangenheit dort
angesammelt hatten. Mit der
Rückkehr der Tiere wird schon in
wenigen Wochen gerechnet. (ts)
EU-BESCHLUSS
nommen wurde. Erst ließ sich der
Vierbeiner nicht abwimmeln, als
sein Herrchen nach einem Zusammenbruch in den Krankenwagen
gehoben wurde, dann wich das Tier
auch im Krankenhaus nicht von seiner Seite. Die Klinikleitung erlaubte
es der Mischlingshündin schließlich, neben ihrem Herrchen im Bett
zu liegen. Diese Praxis sei äußerst
ungewöhnlich, gab Sprecher Avi
Schoschan zu. „Aber sie war einfach
nicht bereit, zu gehen“, sagte er. „Wir
hatten keine andere Wahl.“ Auch
bei einer Untersuchung habe sie „ihren“ Patienten ständig bewacht. „Wir
waren zutiefst gerührt und hatten
Tränen in den Augen“, so der Kliniksprecher. (mit dpa)
Udo Lindner
Plastiktüten dürfen
verboten werden
BRÜSSEL — Die Europäische Union
(EU) sagt den Plastiktüten den
Kampf an. Um die Anzahl der umweltschädlichen Einwegtüten zu
senken, dürfen die EU-Staaten künftig die Beutel besteuern oder national sogar verbieten. Das beschlossen
die EU-Minister gestern. Zudem sollen sich die Staaten konkrete Ziele
setzen, damit die Menschen ihre
Einkäufe nicht mehr so häufig in
Plastiktaschen nach Hause tragen.
Jeder Bürger in Europa soll bis Ende
2025 im Schnitt nur noch 40 Beutel
verbrauchen. 2010 waren es noch
Seite 6: Bericht
176 Tüten. (dpa)
4 190932 901103
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 52, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
SERVICE-TELEFON: 0800 80 80 123
MONTAG BIS FREITAG: 6.00–18.00 Uhr | SAMSTAG: 6.00–13.00 Uhr
Telefonische Anzeigenannahme | Abo-Service | Ticket-Service
2 Freie Presse
SACHSEN
Dienstag, 3. März 2015
Blütenfest
mit dem alten
Sachsenkönig
NACHRICHTEN
LEHRERSTREIKS
Kritik von Sachsens
Schülerrat
Im Schloss Zuschendorf bei Pirna ha-
DRESDEN — Der Landesschülerrat in
ben Marion Riedel (links) und Sylvia Weling den Saal und die anderen Räume für ein „königliches Blütenfest“ dekoriert. Mittendrin eine
Figur des letzten Sachsenkönigs
Friedrich August III. (1865–1932)
vor einem Gewächshaus, dass er
selbst vor 100 Jahren in der Königlichen Hofgärtnerei Pillnitz einweihte. Das Schloss lädt in dieser Woche
zur XII. Deutschen Kamelienblütenschau ein. Besucher können dabei die schönste ausgestellte Blüte
wählen. Auch die Schauhäuser sind
geöffnet – auf einer Fläche von 1500
Quadratmetern kann die denkmalgeschützte Sächsische Kameliensammlung bewundert werden.
Sachsen sieht die angekündigten
Lehrerstreiks mit gemischten Gefühlen. „Streiken ist ein verbrieftes
Recht. Auch die Forderungen des öffentlichen Dienstes sind nachvollziehbar. Doch jetzt in der Vorprüfungs- und Prüfungszeit kommt der
zusätzliche Ausfall denkbar ungünstig“, erklärte Schülerratsvorsitzender Patrick Tanzer gestern. Auch
sonst gebe es bereits hohen Unterrichtsausfall. Das Ziel müsse sein,
dass der Arbeitskampf bald beendet
und eine Lösung in Verhandlungen
gesucht werde. Die Gewerkschaften
wollen am Donnerstag Details zu
den geplanten Streikaktionen in
Sachsen mitteilen. (dpa)
FOTO: WOLFGANG SCHMIDT
KONZERT-KRAWALLE
GEÖFFNET sind die Sammlungen im Landschloss Pirna-Zuschendorf täglich (außer
montags) von 10 bis 17 Uhr. Weitere Infos im
Internet:
» www.kamelienschloss.de
Staatsschutz nimmt
Ermittlungen auf
ALTMITTWEIDA — Nach den
Ausschreitungen bei einem Konzert in
Altmittweida (Landkreis Mittelsachsen) am Samstagabend hat der
polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Das sagte ein
Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz gestern. Details wollte er nicht
nennen. Der Staatsschutz beschäftigt sich vor allem mit der Bekämpfung politisch motivierter Straftaten. Zu dem Konzert der Böhse-Onkelz-Revival-Band Exituz 28 waren
rund 300 Besucher gekommen. Weil
es Auseinandersetzungen zwischen
einigen Gästen gab, wurde im Verlauf des Abends zweimal die Polizei
gerufen. Gegen 1.30 Uhr kam es
dann zu größeren Ausschreitungen.
Die Polizei rückte mit 50 Beamten
zum Einsatz an. (fpe/fp)
Torgau kürzt Programm beim Elbe Day
Vor 70 Jahren kam es an
der Elbe zur historischen
Begegnung zwischen amerikanischen und sowjetischen Soldaten. Doch
nun entzweit der Krieg
in der Ukraine Ost und
West. Ein historischer Militärkonvoi zum Jubiläum
wurde deshalb abgesagt.
STÄDTETAG
Mehr Geld für
Bildung gefordert
VON OLIVER HACH
DRESDEN — Der Sächsische Städte-
die Geschichtsbücher einging: Am
25. April 1945 reichten sich amerikanische und sowjetische Soldaten
auf der zerstörten Elbbrücke bei Torgau die Hände. Zum ersten Mal trafen die Alliierten aus Ost und West
auf deutschem Boden zusammen
und besiegelten das nahende Ende
des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Diktatur. Die symbolträchtige Begegnung machte Torgau in der ganzen Welt bekannt. In der Stadt wird
in jedem Jahr mit Gedenkfeiern an
den Elbe Day erinnert.
Doch ausgerechnet zum großen
Jubiläum wird das Festprogramm in
diesem Jahr kleiner ausfallen als zunächst geplant. Die Arbeitsgemeinschaft Militärhistorik Zeithain wollte einen Konvoi aus Militärfahrzeugen der Alliierten von Strehla über
Torgau und Wurzen nach Leipzig
fahren lassen – mit internationaler
Beteiligung. „Seit August vergangenen Jahres liefen die Planungen. Wir
und Gemeindetag (SSG) hat mehr
Geld für die Kommunen zum Ausbau von Schulen und Kitas gefordert. Vor allem angesichts steigender Schülerzahlen reichten die veranschlagten Mittel nicht aus, teilte
der SSG gestern mit. Lediglich bereits begonnene Maßnahmen könnten in den nächsten beiden Jahren
fortgeführt werden, hieß es. Der SSG
kritisierte die Kürzung der Investitionszuschüsse für die Kindergärten
und Horte. Waren 2014 noch 15 Millionen Euro veranschlagt, sollen diese im Doppelhaushalt 2015/16 wegfallen. Die Kommunen verfügten
nicht über ausreichend Eigenmittel
für den Bau von Kitas. (dpa)
STREIT
Taxifahrer
geschlagen
TORGAU — Es war ein Foto, das in
hatten auch Anmeldungen aus
Tschechien, Polen, Weißrussland –
und sogar aus Russland“, berichtet
Rüdiger Schwark, Vorsitzender des
Vereins von Oldtimer-Enthusiasten.
Einen solchen Konvoi mit Fahrzeugen wie dem legendären WillysJeep und dem GAZ-67 hatte es seit
1995 alle fünf Jahre gegeben. Doch
die Ukraine-Krise führte diesmal
zum Umdenken. Vor einigen Wochen, so berichtet Schwark, habe
man im Verein beschlossen, die historische Patrouille abzusagen. „Wir
können nicht so tun, als wäre Friede,
Freude, Eierkuchen“, sagt Schwark.
Als sich der Konflikt in der Ostukraine zuspitzte, habe man reagieren
müssen. „Unser Friedenskonvoi
könnte zu Missverständnissen führen und als Kriegsverherrlichung interpretiert werden.“
Aus der Stadt Torgau kommt Verständnis für die Entscheidung. „Wir
setzen uns natürlich auch mit der
aktuellen Lage auseinander und fragen: Kann man feiern wie immer?“,
sagt René Vetter. Der Pressesprecher
im Rathaus hält es nicht für sinnvoll, eine amerikanisch-russische
Militärschau zu veranstalten, während die USA überlegen, Waffen in
die Ukraine zu liefern.
Die traditionelle Gedenkfeier mit
einer szenischen Darstellung des
historischen Handschlags soll es
zum 70. Elbe Day dennoch geben.
Etwa 20 Darsteller werden dafür in
US-amerikanische und sowjetische
Uniformen schlüpfen, die Flaggen
mit Sternenbanner und Hammer
und Sichel schwenken. „Ein
Schwimmpanzer wird durch die Elbe fahren. Mit dem Boot wäre das bei
der starken Strömung schwierig“, er-
klärt René Vetter. Erwartet werden
zur Feier auch mindestens ein USVeteran sowie mehrere Angehörige
amerikanischer Soldaten. „Von russischer Seite kommt eine größere
Gruppe – zentral über Moskau gesteuert.“
Spannend wird es auch auf diplo-
matischer Ebene: Der US-Botschafter in Deutschland, John B. Emerson,
hat bereits seine Teilnahme zugesagt, der russische Botschafter ist angefragt. „Ich nehme an, er wird kommen“, sagt der Stadtsprecher.
Dank des historischen Treffens
von 1945 hat Torgau traditionell ei-
nen guten Draht zu beiden früheren
Alliierten. „Wir werden regelmäßig
zu Veranstaltungen in die Konsulate
und Botschaften eingeladen“, berichtet Vetter. Erst vor einer Woche
war er auf einer Feier zum „Tag des
Verteidigers des Vaterlandes“ in der
russischen Botschaft in Berlin.
Der Tag der Begegnung –
damals und heute
Der historische Handschlag auf der zerstörten Elbbrücke im April 1945.
Die nachgestellte Szene zur Gedenkfeier 2010.
FOTO: ARCHIV, STADT TORGAU/ARCHIV
Am 25. April 1945 überquerte ein
Aufklärungstrupp der US Army gegen
12 Uhr in einem Boot die Elbe von
Strehla nach Lorenzkirch. Am Ostufer
traf er auf sowjetische Soldaten
inmitten von Leichen deutscher
Flüchtlinge. Weil die Situation für geschichtsträchtige Bilder ungeeignet
erschien, wurden die Amerikaner zurückgeschickt. Ein zweites Aufeinandertreffen gab es in Kreinitz. Erst das
dritte Treffen bei Torgau wurde berühmt: Um 15.30 Uhr wurde eine
amerikanische Patrouille unter 2nd
Lieutenant William Robertson auf der
zerstörten Elbbrücke von Leutnant
Alexander Silwaschko und weiteren
sowjetischen Soldaten freudig empfangen. Das Foto wurde am nächsten
Tag mit anderen Soldaten gestellt.
Die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Elbe Day beginnen am 21. April mit der Eröffnung einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Torgau.
An den Folgetagen sind eine Lesung
und eine Podiumsdiskussion geplant.
Höhepunkt wird am Samstag, 25. April die Gedenkveranstaltung und die
szenische Nachgestaltung der historischen Begegnung (15–16 Uhr) auf den
» www.elbeday.de
Elbwiesen. (oha)
LEIPZIG — Nach einem Angriff auf ei-
nen Taxifahrer in der Nacht zu gestern ermittelt die Polizei gegen einen Fahrgast. Der Mann hatte sich
zunächst immer wieder wortreich
bei dem Chauffeur entschuldigt,
weil er ihn nur für eine kurze Strecke in Anspruch nahm. Dann legte
er Geld aufs Armaturenbrett. Der Taxifahrer wollte es aber nicht annehmen und verwies auf den vom Taxameter angezeigten Betrag, so die Polizei. Der Fahrgast hielt das wohl für
unhöflich, es kam zum Streit – und
schließlich schlug der Mann den
Fahrer und traf ihn am Hals. (fp)
Angeklagter: Ich bin niemals ein Mörder
DRESDEN — Bisher hat Detlev G. vor
Beginn. Er habe versucht, den Tod
von Wojciech S. zu verhindern.
Doch dessen Entschlossenheit habe
nichts anderes zugelassen. Nach
Darstellung von G. hat sich der Geschäftsmann im Keller der Pension
selbst erhängt – er habe sterben, geschlachtet und gegessen werden
wollen. Dafür habe S. den Angeklagten als Werkzeug benutzt. Die beiden Männer lernten sich im Internet
in einem Kannibalenforum kennen.
Gericht zum Geschehen am 4. November 2013 in seiner Pension im
Gimmlitztal bei Frauenstein (Kreis
Mittelsachsen) geschwiegen. Gestern äußerte sich der wegen Mordes
an einem Geschäftsmann aus Hannover sowie Störung der Totenruhe
angeklagte LKA-Beamte überraschend zu den Vorwürfen.
„Ich will mich nicht von Schuld
freisprechen. Es war der größte Fehler meines Lebens, aber ich bin
niemals ein Mörder“, erklärte der
57-jährige Kriminalkommissar zu
Kleine Dosis Crystal genommen
Nach Darstellung von G. trug sich
alles bis auf wenige Details so zu,
wie im Prozessverlauf geschildert.
„Ich habe ihn aber nicht mit einer
Seilwinde hochgezogen“, widersprach G. der Annahme der Staatsanwaltschaft. Der Geschäftsmann
habe auf einer schwarzen Schüssel
gestanden, auf der ein Brett lag. Er
habe sich die Schlinge selbst um den
Hals gelegt. G. sollte Wojciech S. den
Mund zukleben und die Hände auf
Im Gimmlitztal-Prozess
hat gestern der Beschuldigte Detlev G. gesprochen – und sich als Werkzeug des Toten bezeichnet.
VON ASTRID RING
JUGENDHILFEAUSSCHUSS
Schreiber ist neuer
Vorsitzender
DRESDEN — Der CDU-Politiker Pat-
rick Schreiber ist neuer Chef des
Landesjugendhilfeausschusses. Der
35-jährige
Landtagsabgeordnete
wurde gestern in das Amt gewählt.
Gemeinsam mit der Verwaltung bildet der Ausschuss das Landesjugendamt. Das Gremium beschäftigt
sich mit allen grundsätzlichen Fragen der Jugendhilfe und tagt mindestens viermal jährlich. (dpa)
dem Rücken verknoten. „Bevor ich
den Raum verlassen habe, gab ich
ihm das Bedienteil für das Seil in die
Hand“, so der Angeklagte. So hätte
der Geschäftsmann das Stahlseil
selbst wieder lockern können. Nach
seinen Schilderungen wollte G. das
Ganze abbrechen, wenn er zurück in
den Keller käme. Er sei in seine Küche gegangen, habe Kaffee getrunken und etwa 10 bis 20 Minuten später den Kellerraum wieder betreten.
Laut dem forensischen Psychiater Professor Andreas Marneros, der
gestern ebenso wie ein Kollege sein
psychiatrisches Gutachten über den
Angeklagten vorstellte, stand dieser
zur Zeit des Geschehens unter Drogen. „Er hat eine kleine Dosis Crystal
genommen. Da der Angeklagte
HIV-positiv ist, könnte die Droge organische Symptome wie Angstzustände hervorrufen“, sagte Marneros. Das habe er jedoch nicht festgestellt. Crystal in geringer Dosis habe
eine euphorisierende Wirkung.
Als G. nach eigenen Worten zurück in den Keller kam, habe Wojciech S. mit eingeknickten Beinen
im Seil gehangen. Was in der Zwischenzeit wirklich geschehen war,
liegt für das Gericht im Dunkeln,
denn auf einem Video, das der Angeklagte in der Nacht drehte, fehlt genau jene Sequenz. „Ich habe erst später gemerkt, dass die Kamera nicht
eingeschaltet war“, rechtfertigt sich
G. Er erklärt das – im Video festgehaltene – Zerstückeln der Leiche mit
„medizinischer Neugier“. Sexuelle
Befriedigung sei es nicht gewesen.
Gutachter: G. voll schuldfähig
Die beiden Gutachter kamen übereinstimmend zu dem Fazit, dass Detlev G. voll schuldfähig sei. Eine
krankhafte seelische Störung zur
Zeit des Geschehens habe bei ihm
nicht vorgelegen. G. habe eine „vielgestaltige“ Sexualität mit homosexuellen, sadomasochistischen und
kannibalistischen Aspekten.
SCHÜLERZEITUNGEN
Dresdner „Elbling“
ausgezeichnet
DRESDEN — Die Schülerzeitung der
Grundschule Elbtalkinder in Dresden gehört zu den besten Deutschlands. „Der Elbling“ gewann beim
Wettbewerb des Vereins Jugendpresse Deutschland den dritten Platz in
der Kategorie Grundschulen, wie die
Ausrichter gestern mitteilten. Als
Preisgeld gibt es 250 Euro. Ausgezeichnet werden die Preisträger am
19. Juni. Der Jugendpresse-Verein
hatte zum zwölften Mal herausragende Schülerzeitungern prämiert.
Die Jury beurteilte unter anderem,
wie altersgerecht und originell sie
gestaltet werden. Auch Stil und Layout zählten zu den Kriterien. Jedes
Bundesland hatte Zeitungen für den
Wettbewerb nominiert. (dpa)
ZUR INTERNETSEITE des
Wettbewerbs gelangen Sie,
wenn Sie den Code mit dem
Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/schuelerztg
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 3. März 2015
Freie Presse
Javier und das wahre Kuba
Sozialismus in der Karibik.
Der CUC, die harte Währung, hat das System
gerettet, aber den
Kubanern ihren Stolz
genommen. Der Tourismus
blüht, die Städte verfallen.
Jetzt klopfen die
Amerikaner an.
VON MICHAEL MEYEN
SANTIAGO DE CUBA — Margot und
Erich waren hier, irgendwann in
den Siebzigern. Schön muss es gewesen sein. Auf dem Foto lächelt Erich.
Jung und zufrieden. Horst Sindermann ist dabei und natürlich der
Hausherr, mit Bart und Uniform.
Vielleicht erzählt er gerade die Geschichte vom Brunnen und den
Waffen. So geschickt abgedeckt,
dass niemand die Verschwörer finden konnte, die dann am 26. Juli
1953 von hier aus zur Moncada fuhren. Der 26. Juli, der Tag, an dem alles
begann. Fidel Castro hat seine Gäste
gern nach Granjita Siboney geführt.
Kenneth Kaunda aus Sambia, Jassir
Arafat. Der Sozialismus wird siegen,
überall auf der Welt. Weil die Männer mit Bart und Uniform schlauer
sind als die Geldsäcke aus Amerika.
Vielleicht sogar diese Ostdeutschen
ohne Bart in ihren Sommeranzügen.
Javier kennt Erich und Margot
Honecker nicht, den Staatsratsvorsitzenden und seine Frau aus der
DDR. Auch Arafat und Kaunda
nicht. Politik, sagt er. Seine Augen ergänzen: Lassen wir das. Javier ist 30
und Touristenjäger. Jeden Morgen
ab acht lauert er vor dem Hotel Casa
Granda in Santiago. Hier muss jeder
vorbei, der die Stadt besucht. Einmal
wie Graham Greene auf der Terrasse
sitzen. Mojito für 2,50 CUC. Der britische Schriftsteller Greene hat Castros Rebellentrupp in der Sierra
Maestra Kleidung geschickt und
dann „Unser Mann in Havanna“ geschrieben. Seine Nachfolger auf der
Terrasse sprechen deutsch und tragen Bauch, Geldgürtel und Shorts.
Oder sie humpeln und halten eine
der Schönheiten aus, die für ein paar
CUC und ein gutes Essen alles erdulden. Sogar die Gegenwart des hässlichen weißen Mannes.
Javier sieht gut aus. Rastalocken,
T-Shirt, ein offenes Gesicht. Ein paar
Brocken Englisch. Das hilft bei der
Jagd. Germany? Ah, Germany! I have
a friend in Hannover. Jeder Kubaner
hat einen Freund in Hannover. Oder
wenigstens in Frankfurt. Ein Brückenkopf zum CUC, den der Tourist
in der Tasche hat. Nur der Tourist.
Kuba, im Februar 2015: ein Land, das
von zwei Stämmen bevölkert wird.
CUC und No-CUC. CUC, das ist der
Peso, der an den Dollar gekoppelt
und in Devisen umtauschbar ist.
No-CUC ist der zweite Peso, den die
Kubaner bekommen, im Inland nur
vier CUC-Cent wert und in der Welt
gar nichts.
Man kann auch für CUC nicht alles kaufen in diesem Land. Eigentlich nur Rum, Zigarren und CheGuevara-Shirts. Aber immerhin. Jeder Blick in einen No-CUC-Laden
sagt, warum Javier Touristen jagt,
warum seine Landsleute betteln
und warum sie nur noch für CUC
singen. Das beginnt mit den Schlangen. Ohne Schlange wüsste man gar
nicht, dass hinter dem Gitter ein Laden ist. Leere Regale. Das kennt der
Ostdeutsche, wenn er alt genug ist.
Aber nicht so. Nicht so leer. Und das,
was dort steht, will man nicht kaufen. Nach drei Stunden ist das Brot
steinhart, sagt Javier. Wenn man
überhaupt welches bekommt.
Selbst der Delikatessen-Shop in Havanna, wo man mit beiden Währungen zahlen kann, hat nur eine Kekssorte im Angebot, eine Bonbontüte
und eine Sache, die wie Schokoriegel aussieht. Gestern hat uns Javier
ein Restaurant empfohlen in Santiago. Empfohlen heißt: Er hat uns gebracht und dafür gesorgt, dass die
Wirtin das sieht. Lohn: eine Flasche
Ein Oldtimer vor dem Hotel Casa Granda in der Altstad von Santiago de Cuba. Hier muss jeder Tourist vorbei. Hier lauFOTO: R. SCHMID/HUBER
ert Javier jeden Morgen auf seine Kunden.
Das andere Kuba. Ein Blick von der Uferpromenade aus in verfallene Viertel Havannas.
Öl. Manchmal gibt es auch Zucker,
sagt er, oder ein paar Kilo Reis.
Der CUC hat den Fidelismus gerettet und den Kubanern den Stolz
geraubt. Als die Sowjetunion zusammenbrach, war das Land am Ende. Die Autobahn 1, gebaut mit Geld
aus Moskau, endet im Nirwana. Wobei auch das, was fertig ist, in
Deutschland nicht als Autobahn
durchgehen würde. Die Löcher,
okay. Kühe und Radfahrer, dafür keine Markierungen. Am Rand Män-
Oscar weiß nicht,
wie er sich den
Kapitalismus vorstellen soll. Mehr
Geld, das ja. Aber
sonst? Morgen früh
wird ihm ein
Österreicher seine
alten Wanderschuhe schenken. Das
ist wichtiger.
ner, die bei jedem Auto aufspringen
und Käse hochhalten oder Bananen.
Man weiß ja nie. Wenden über den
Mittelstreifen? Ausdrücklich erwünscht. Wegweiser? Nicht in Kuba. In Kuba radiert man Pfeile aus
und hofft, dass der Tourist in die Falle geht. CUC-CUC.
Fidel hat 1991 den Krieg im Frieden ausgerufen. Auf die Zähne beißen und alles Geld in den Tourismus. Varadero blüht und das Land
verfällt. Weiterleben in Ruinen. Bildung kostet nichts und der Arzt
auch nicht. Wie jeder Kubaner betet
das auch Javier sofort herunter. Seine Mutter ist Ärztin. Monatslohn:
22 CUC. Vater fährt Bus für 18. Javier
war zwei Jahre beim Militär und hätte dort auch Fahrer werden können.
Auf Mamas Wunsch hat er dann
Bergbau studiert, fünf lange Jahre.
Das ist kein Leben für 20 CUC, sagt
er. Jetzt zahlt er der Regierung 40 im
Monat für die Lizenz zur Touristenjagd. Fidel wollte erst nicht, dass wir
mit den Touristen reden, sagt er.
Jetzt rechnet es sich, für beide.
Die Zahlen täuschen natürlich.
Ein CUC ist zwar nur knapp ein
Euro, aber das sagt nicht viel. Für eine Kugel Eis zahlt der Kubaner umgerechnet fünf Cent und für ein
Brötchen mit Rührei zehn, Anstehen und Bangen inklusive. Vielleicht ist das Eis ja gerade alle und
FOTO: ANTJE MEYEN
das Brötchen steht nur so auf der
Karte. Die Wohnung am Rande Santiagos kostet Javiers Mutter nichts.
Ein Zimmer für sie und den Vater,
eins für den Bruder und seine Familie, eins für Javier, das Baby und die
Freundin. Das reicht, sagt er und
kann kaum die Augen offen halten.
Zufrieden ist Javier nicht. Kleidung,
sagt er. Reisen. Selbst entscheiden
können.
Javiers Held heißt Abel Santamaria. Er war bei der Moncada dabei,
hat aber die Revolution nicht mehr
erlebt. Heute ist die Kaserne halb
Schule und halb Museum. Abels Foto ist überall. Freiheit für alle habe er
gewollt, sagt Javier. Und Fidel? Der
auch. Vor dem Sieg. Wenn Javier
über den Maximo Lider spricht, über
Raúl oder über den Sozialismus,
dann flüstert er und schaut wie ein
Verschwörer. Wer Touristen führt,
muss werben, sagt er. Aber wir. Wir
haben ja ihn. Bei ihm gebe es das
wahre Kuba.
Auch diese Wahrheit wird von
den Männern diktiert, die dabei waren und dann ein Land formen
konnten, länger als ein halbes Jahrhundert. Ihre Wahrheit geht so:
Sturm auf die Kaserne Moncada in
Santiago 1953, völlig missglückt
und längst vergessen, wenn die Erfolgsgeschichte nicht hier beginnen
würde. Die meisten Beteiligten tot,
Fidel erst im Gefängnis, dann im
Exil in Mexiko. Rückkehr mit der
Jacht Granma 1956, wieder fast alle
tot. Fidel und Che Guevara in der Sierra Maestra, Guerillakampf. Ein
Zug mit Regierungssoldaten, den
Che im Dezember 1958 in Santa Clara entgleisen lässt. Sieg.
Javier kennt jedes Detail der Geschichte, die in jedem Museum erzählt wird. Fidels Entlassung aus
dem Gefängnis 1955: Wie oft haben
wir dieses Bild jetzt gesehen? Den
Menschen ging es schlecht vor der
Revolution, vor allem den Arbeitern
und den Kindern. Und José Marti. Eine Art Vor-Fidel. Auf den meisten
Plakaten sind beide verblasst. Die
Luft ist feucht und warm auf Kuba.
Selbst im Februar oft 30 Grad. Da haben es Losungen schwer. Was werden die Historiker schreiben, wenn
die Zeitzeugen tot sind?
Was werden sie vor allem über
Che sagen, der jeden Souvenirladen
dominiert und in Santa Clara ein
Monument bekommen hat, das für
eine ganze Heldenarmee gereicht
hätte?
Samuel lacht nur, als wir ihn
nach dem Kommunismus fragen.
Seine „casa particular“ in Santa Clara, eine kleine Pension, läuft auch so.
Vor fünf Jahren habe man höchstens
zwei Zimmer vermieten dürfen. Warum zwei, fragt Samuel. Keiner habe
ihm das sagen können. Heute sind es
fünf. Jeden Morgen muss er das Gästebuch zum Stempeln vorlegen. Name, Adresse, Reisetage. Niemand
weiß, welche Regel als Nächstes
kommt.
Dayama in Playa Larga an der
Schweinebucht hat trotzdem ihren
Job als Anwältin aufgegeben und
brät Fisch für die Touristen. 250 CUC
zahlt sie jeden Monat Steuern, egal
ob Gäste kommen oder nicht. So
will es das Gesetz. Mehr als 25 CUC
verdient sie trotzdem und irgendwann wird ihr Englisch so gut sein,
dass sie selbst zufrieden ist. Fidel habe gedacht, dass der Geist die Welt
regiert, sagt Samuel. Was aber sei eine Wirtschaft ohne Geld?
Kubas Wirtschaft fehlen auch die
Informationen. Der Touristenjäger
Javier in Santiago liest keine Zeitung. Wozu auch. Im Vergleich mit
dem Zentralorgan „Granma“ war
das „Neue Deutschland“ der SED ein
Qualitätsblatt. Vom Internet hat er
gehört, ja. Eine Stunde kostet fünf
CUC. Diese Stunde ist selbst da
schnell vorbei, wo man Netz hat, in
den Hotels zum Beispiel oder im Internetcafé, das es in jeder großen
Stadt gibt. Sechs, sieben PCs, alt, umlagert. Wie soll man da die Honeckers kennen und irgendetwas, was
nicht in der Schule erzählt wird oder
in den Revolutionsmuseen? Die Regale in den Buchläden sind nicht
viel besser als der Brotverkauf. Viel
Platz für jedes Buch.
Was kommt nach Raúl, dem jüngeren Bruder des alten Commandante, jetzt Staatschef, aber auch
schon 83? „Internet für alle“, sagt Oscar, der Besucher zur Commandantia in der Sierra Maestra bringt. Die
Amerikaner? Schweigen. „Die Blockade lebt“, sagt die Zeitung „Granma“, und die Plakate vergleichen die
Kuba-Politik der USA mit Völkermord. Immer noch. Im April soll in
Havanna wieder eine US-Botschaft
öffnen. 50 Jahre lang war Funkstille.
Oscar weiß nicht, wie er sich den
Kapitalismus vorstellen soll. Mehr
Geld, das ja. Aber sonst? Morgen
früh wird ihm ein Österreicher seine
alten Wanderschuhe schenken. Das
ist wichtiger. Oscars Eltern sind Bauern. Nicht einmal 10 CUC im Monat.
Lust zu arbeiten haben sie nicht, sagt
Oscar. Dass der Sitz der Rebellen
hoch oben im Dschungel genauso
aussieht wie vor mehr als 50 Jahren,
stört ihn nicht. Fidel, Che, Raúl. Das
muss doch gepflegt werden.
Margot und Erich waren vor dem
CUC in Kuba. Vielleicht konnte man
damals noch glauben, dass man die
Menschen zu ihrem Glück zwingen
kann. Dass sie ohne Anreiz fleißig
sind, einfach so, für die gute Sache.
In Varadero sieht jeder Tourist,
wann das Hotelpersonal freundlich
ist. Es muss sich lohnen, ganz persönlich.
3
Puppen
kratzen und
Widderchen
finden
Dresdner Forscher erhält
„Nobelpreis“
der Insektenkundler
VON UDO LEMKE
DRESDEN — Sie sind wunderschön,
sie sind giftig, und irgendwann hat
sich Thomas Keil in sie verliebt – so
ist er in den Iran gefahren, um sie zu
suchen. Die Rede ist von den Blutströpfchen oder Widderchen. Das
sind kleine Schmetterlinge mit Flügelspannweiten zwischen einem
und drei Zentimetern – in den Tropen können es auch schon mal
zwölf Zentimeter werden. Blutströpfchen heißen sie, weil viele Arten schwarze Flügel mit roten Flecken haben. Es gibt aber auch grüne
Falter, die metallisch glänzen, oder
solche, bei denen die roten Flecken
gelb umrandet sind.
Die Falter werden auch Widderchen genannt, weil ihre Fühler an
die eingedrehten Hörner von Schafböcken erinnern. Weltweit gibt es
mehr als 1000 Arten, in Europa sind
es 57 – zehn Arten weniger als im
Iran. Seit 1997 ist Thomas Keil 30mal in den Iran gefahren. Mehr als
100.000 Kilometer hat er im Iran zurückgelegt, und im Ergebnis ist ein
Buch entstanden, das keinen Vergleich scheuen muss. Alles nebenbei, denn im Leben jenseits der
Schmetterlinge steht der Unternehmer einer Firma für Medizinprodukte mit 150 Mitarbeitern vor.
Thomas Keil, 1956 in Dresden geboren, entdeckt als Achtjähriger seine Liebe zu den Insekten, genauer zu
den Tagfaltern. Auch als Abiturient
pflegte er sein Hobby. „Wenn die anderen von der Disco zurückgekommen sind, habe ich immer noch unter den Straßenlaternen Insekten gefangen.“ Oder er kratzt Puppen. „Das
hat nichts mit Mädchen zu tun, sondern damit, Schmetterlingspuppen
in der Erde zu suchen.“ Thomas Keil
lässt sich nicht beirren, auch wenn
er wegen des seltsamen Hobbys gehänselt wird. Seit 1983 hat er sich
dann auf die Schmetterlingsfamilie
der Widderchen spezialisiert. In
DDR-Zeiten kommt er auf der Suche
nach ihnen bis in den Kaukasus und
nach Kasachstan. 1997 folgt er den
Widderchen durch Wüsten und Gebirge im Iran, bis er sie alle hat – alle
67 Arten. Sechs davon entdeckt er
selbst und beschreibt sie in Fachzeitschriften. Keil besitzt eine der weltgrößten Sammlungen an Widderchen mit sage und schreibe 80.000
Exemplaren. Keil ist nicht nur Kenner der roten Widderchen – er ist
weltweit auch einer von wenigen
Spezialisten für grüne Widderchen,
einer zweiten Unterfamilie des
Nachtfalters.
Sein Buch „Die Widderchen des
Iran“ gilt als ein Wunderwerk. Es
gibt weltweit kaum ein anderes
Buch, das eine Insektenfamilie komplett beschreibt, und zwar nicht nur
die erwachsenen Tiere, sondern
auch ihre Eier, Raupen, Puppen, ihre
Nahrungspflanzen und ihre Lebensräume. Es gibt kein vergleichbares
Werk, für das der Autor jede Art
selbst vor Ort fotografiert hat. Gestern ist Keil in Frankfurt am Main
von der Deutschen EntomologenGesellschaft mit deren „Nobelpreis“,
der Fabricius-Medaille, geehrt worden. (sz)
Der Dresdner Insektenforscher Thomas Keil.
FOTO: ROBERT MICHAEL
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 3. März 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Und jetzt die
Aufklärung
Anklage gegen
Fitschen erhoben
ANTJE KLOPPENBURG
ÜBER DIE EINSTELLUNG
DES EDATHY-PROZESSES
Deutsche-Bank-Co-Chef verantwortet sich
wegen versuchten Betrugs im Kirch-Prozess
FOTO: BODO MARKS/DPA
4 Freie Presse
antje.kloppenburg@freiepresse.de
S
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Noch ’ne sanierungsbedürftige Brücke.
KARIKATUR: TOMICEK
Verfahren vor dem Oberlandesgericht München falsche Angaben gemacht zu haben, um Schadenersatz-Zahlungen an die Erben des verstorbenen
Medienunternehmers
Leo Kirch zu verhindern.
Im Duo mit dem Investmentbanker Anshu Jain steht der gebürtige
Niedersachse Fitschen seit Juni 2012
an der Spitze des größten deutschen
Geldhauses. Die Anklage gegen den
66-Jährigen dürfte Spekulationen
verstärken, wonach der Vorstandschef seinen Posten womöglich vor
dem offiziellen Auslaufen seines
Vertrags im Jahr 2017 aufgeben
könnte. Er gibt sich allerdings
kämpferisch. (dpa)
DAS THEMA: PROTESTE IN SACHSEN
Sachsen fehlt „Politik des Gehörtwerdens“
Pegida marschierte zum 17. Mal durch Dresden, während Flüchtlinge aus Protest vor der Semperoper campierten.
Ein Protestforscher geißelt den autoritären Mief im Freistaat, der demokratische Aufbrüche blockiere.
DRESDEN — Als Ausweg aus der aktu-
ellen Krise der repräsentativen Demokratie empfiehlt der Politikwissenschaftler Roland Roth vor allem
mehr Bürgerbeteiligung an der Politik. Der Protestforscher an der Hochschule Magdeburg-Stendal sieht im
Freistaat dabei große Versäumnisse.
Sachsen habe wenig dafür getan
und kaum ein Gefühl dafür entwickelt, sagt er. In manchen Belangen
seien die Kommunen bereits weiter.
Mit Roland Roth sprach Uwe Kuhr.
Freie Presse: Wird der als gemütlich geltende Sachse plötzlich
aufmüpfig?
Roland Roth: Die Zunahme bei den
sächsischen Protest-Zahlen passt in
den europaweiten Trend. Dass sie so
schnell anwachsen, zeigt nur: Sachsen holt etwas nach. Wir gehen allgemein davon aus, dass die Bürgerschaft selbstbewusster geworden ist,
sich kompetenter fühlt und stärker
den Wunsch verspürt, sich einmischen zu müssen. Das ist positiv.
Was wäre die Kehrseite?
Die repräsentativen Institutionen
wie Parteien und Parlamente haben
weiter an Integrationskraft verloren. So sind Wahlbeteiligung und
Mitgliedschaft in politischen Parteien deutlich zurückgegangen. Das
heißt, ein politischer Raum wird
frei, der durch Protestbewegungen
und Bürgerinitiativen gefüllt wird.
Was treibt den vom ruhigen König-Kurt-Regierungsstil
verwöhnten Sachsen auf die Straße?
In der Wendezeit waren Sachsen
und die neuen Bundesländer von
sehr großen Protestbewegungen ge-
prägt. Das brach später ab. Die Sachsen verfügen aber über die Protesterfahrung, dass man einmal ein Regime zum Straucheln brachte und
dabei etwas Positives bewirkt hat.
Wann kommt nun Kurt Biedenkopf ins Spiel?
Das Besondere an Sachsen ist seine
Freistaatenkultur, die eine große
Rolle im Nachwendeprozess gespielt hat. Diese Transformation haben „König Kurt“ und andere CDUKader gestaltet, sie ist im bundesdeutschen Spektrum stark konservativ geprägt. Dabei hat sich eine bestimmte Form von Demokratie verfestigt, die eine eher autoritäre, weniger auf Beteiligung setzende, sich
mehr auf Staatsmacht und Ordnung
stützende Variante von Demokratie
darstellt. Das beerbt die Traditionen
der DDR, wo Macht noch deutlich
autoritärer besetzt war. Pegida funktioniert ähnlich.
Das spricht für eine gehörige Distanz zwischen denen da oben und
denen da unten?
In Sachsen hat man für die beteiligungsorientierten, partizipativen
Formen der Demokratie wenig getan und auch kaum ein Gefühl dafür
entwickelt. Es ist alles schon ein
bisschen stärker nach rechts verschoben. Zugespitzt könnte man sagen, Dresden und Sachsen sind noch
ein Stück näher an der politischen
Kultur Osteuropas als an der des
Westens. Hier ist man doch noch etwas stärker im autoritären Mief gefangen. Manche demokratische Aufbrüche sind in vielerlei Hinsicht
noch blockiert. Es ist deshalb kein
Zufall, dass es mit Pegida einen Pro-
test gibt, der in anderen Regionen
nicht auf fruchtbaren Boden fällt.
Was hat das Ganze ausgelöst?
Es gibt eine neue Konfliktlinie, die
sich im Parteienspektrum nur unzureichend abbildet. Es ist die Frage
Öffnung oder Abschottung der Gesellschaft. Also Globalisierung und
Zulassung von Migration oder Abwehr und Angst vor kultureller
Überfremdung. Das Gros der Parteien in Deutschland von Links bis zu
den Regierungsparteien ist pro Globalisierung. Was unterschlagen
wird, sind die Gruppen, die nicht
profitieren und berechtigte oder
auch unberechtigte Ängste vor Benachteiligung haben. Sie befeuern
den rechtspopulistischen Protest.
Also ist Politik mitschuldig?
Diese Konfliktlinie „Öffnen – Schließen“ ist nicht einfach wegzudiskutieren. Sie würde eine andere, sozial
integrative Politik erfordern. Die aktuelle Auseinandersetzung um das
Freihandelsabkommen TTIP ist ein
Beispiel, wenn im Namen des globa-
len Wettbewerbs demokratische, soziale und ökologische Standards zur
Disposition gestellt werden. Die demokratische Gestaltung dieser Prozesse ist auch in Sachsen immer wieder verpasst worden. In der Integrationspolitik des Landes wird sehr
einseitig auf Nutzenmotive gesetzt.
Von Pegida hat sich ein Verein
Direkte Demokratie für Europa
abgespalten. Bietet dieses Prinzip die erhoffte Lösung?
Direkte Demokratie ist für sich genommen hochambivalent. Bürgerbegehren, Bürgerentscheide und
Volksbegehren sind zwar ein wichtiges Mittel im demokratischen Gestaltungsspektrum. Sie haben aber
nur begrenzten Einfluss. Man kann
nicht dauernd über alles abstimmen. Das hat die Piratenpartei probiert und ist jämmerlich gescheitert.
Es braucht weiterhin professionelle
Politik, repräsentative Strukturen
und dialogorientierte Formen der
Beteiligung. Direkte Demokratie –
deshalb sind wohl auch Pegida & Co.
Roland Roth
Bereits zum 17. Mal gingen gestern Anhänger der islamkritischen Pegida-Bewegung in Dresden auf die Straße.
FOTO: ARNO BURGI/DPA
Pegida-Chef hält Flüchtlingscamp für Provokation
Streit um Zelt-Protest vor Semperoper – Auch Ausländerbeauftragter Mackenroth lehnt Platzbesetzung ab
DRESDEN — Pegida-Chef Lutz Bach-
mann musste gestern Abend vor der
Frauenkirche nur mal kurz „Theaterplatz“ rufen – und dann bekam er
schon das zu hören, was er wohl erwartet hatte: ein gellendes Pfeifkonzert. Erneut waren mehrere Tausend
dem Aufruf von Pegida zum „Abendspaziergang“ gefolgt – dieses Mal
schienen es auch wieder deutlich
mehr zu sein als die 4800 vom Montag der Vorwoche.
Ob auch das Protestcamp von
Flüchtlingen auf dem Theaterplatz
den Zulauf befördert hat? Er sei „gespannt, was die Touristen zu diesem
bunten Fleck in unserer schönen
Stadt sagen“, rief Bachmann. Die Reaktion bewies, dass die Demonstranten sich in der Ablehnung einig
sind. Am Samstag war das Protestcamp nach einer Demonstration
von 3500 Menschen für mehr Rechte von Flüchtlingen direkt vor der
Semperoper errichtet worden. Einen Monat, so hieß es, wollten die
Organisatoren dort ausharren, um
für Asylbewerber die freie Wahl des
Wohnorts, Sprachkurse von Beginn
an und ein den Einheimischen „gleiches Recht zu arbeiten“ zu erreichen.
Pegida hält das Camp für eine „gesteuerte Provokation“, so war es gestern schon früh auf der FacebookSeite zu lesen. Vor den Demonstranten sprach Bachmann dann zwar
nicht wie Pegida vorher im Internet
vom „Dschungelcamp“, deren Hintermännern am Pegida-Tag zuzutrauen sei, „einen Vorfall zu inszenieren“. Aber er warf Linken und
Grünen vor, Ausländer gezielt für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
Tatsächlich äußerten sich beide Op-
dafür – kann auch eine autoritäre
Anrufung von Volksmehrheiten
sein, die demokratische Prozesse
nicht fördert. In Sachsen und den
meisten Bundesländern sind direktdemokratische Verfahren noch relativ unentwickelt.
Was empfehlen Sie?
Eine vielversprechende Forderung
heißt mehr Beteiligungsdemokratie,
um die Kluft zwischen wachsendem
Protest und nachlassender repräsentativer Demokratie zu schließen.
Diese Tendenz ist weltweit zu beobachten. In Deutschland wird das gegenwärtig am deutlichsten in Baden-Württemberg gelebt. Dort gibt
es unter Grün-Rot nicht nur eine
Staatsrätin für Bürgerbeteiligung
und Zivilgesellschaft, sondern vielfältige, verbindliche Richtlinien für
Bürgerbeteiligung. Bürgerhaushalte
„mit eigenem Geld“ haben inzwischen auch Chemnitz, Zwickau und
Plauen, aber auf Landesebene fehlt
es bislang an einer verlässlichen „Politik des Gehörtwerdens“.
Forschungen zu Protesten und sozialen Bewegungen sind Schwerpunkte
von Roland Roth,
Jahrgang 1949. Der
Professor, der sich
auch den Bürgerrechten verschrieben hat, arbeitet an
der Hochschule
Magdeburg-Stendal
und im Institut für
Demokratische Entwicklung und Soziale Integration Berlin (DESI). (uk)
FOTO: BASTIAN EHL
ebastian Edathy hat gestern
als freier und vor allem nicht
vorbestrafter Mann das Gericht im niedersächsischen Verden
verlassen. Damit ist der Fall juristisch zwar erledigt, viele Gemüter
wird das Ende dieses Kinderpornografie-Verfahrens aber sicher über
den gestrigen Tag hinaus bewegen.
Zum einen, weil die Geldauflage auf
den ersten Blick als viel zu milde erscheint. Doch: Diese Verfahrensweise ist nicht unüblich und wird in
ähnlichen Fällen hierzulande etliche Male tagtäglich angewendet.
Zum anderen wird viele Beobachter aufregen, dass Edathy erst seinen
Anwalt erklären lässt, die „Vorwürfe
seien zutreffend“ und er habe „lange
dazu gebraucht“, einzusehen, dass er
„einen Fehler begangen“ habe. Aber
nur wenige Stunden später auf seiner Facebookseite verbreitet, dass
sein Verfahren ohne Verurteilung
eingestellt und eine „Schuldfeststellung damit ausdrücklich nicht getroffen worden“ sei. Das ist zwar juristisch nicht zu beanstanden. Dass
ihm aber kein Wort der Entschuldigung oder des Bedauerns über die
Lippen kommt, zeigt unmissverständlich, wes Geistes Kind Edathy
wirklich ist: Er sieht sich nach wie
vor als Opfer. Die Einsicht in sein
Fehlverhalten ist damit kaum das
Papier wert, auf dem sie geschrieben
steht. Schlimmer noch: Er verhöhnt
mit seinem selbstgerechten Verhalten all die Kinder, die für die Fotos
und Videos, die im Internet vertrieben werden, missbraucht worden
sind. Das ist unerträglich. Dass der
einstige Hoffnungsträger der SPD
trotz des Deals vor den Scherben seiner politischen Karriere, ja gar vor
den Trümmern seines Lebens steht,
tröstet da nur wenig.
Doch nach der strafrechtlichen
Bewertung dieser unappetitlichen
Affäre steht nun die politische Aufarbeitung im Vordergrund. Insbesondere für die SPD kann das sehr
unangenehm werden. Ab sofort
wird sich der Fall Edathy nur noch
um die Frage drehen, ob die SPDSpitze die Wahrheit sagt, wenn sie
beteuert, ihren einstigen Star nicht
vor den Ermittlungen gewarnt zu
haben. Zumindest so lange der Verdacht nicht ausgeräumt werden
kann, dass eine Volkspartei ein Lügengebäude aufbaut – und dabei aus
Koalitionsräson vom Regierungspartner noch geschützt wird, nimmt
das Vertrauen in die Politik weiter
Schaden. Nur eine zweifelsfreie Aufklärung kann hier Abhilfe schaffen.
Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen muss sich vor Gericht verantworten. Das Landgericht München
habe die Anklage wegen versuchten
Betrugs im Kirch-Prozess gegen Fitschen und weitere Ex-Manager der
Bank in vollem Umfang zugelassen,
sagte eine Gerichtssprecherin gestern in München. Der Prozess soll
Ende April beginnen. Vor Gericht
verantworten müssen sich auch Fitschens Vorgänger Josef Ackermann
und Rolf Breuer, der ehemalige Aufsichtsratschef der Bank, Clemens
Börsig, und ein weiterer Ex-Vorstand
des größten deutschen Geldhauses.
Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft den Managern vor, im
positionsparteien solidarisch mit
den Anliegen der Betroffenen. Die
Linke-Europaabgeordnete Cornelia
Geert
Mackenroth
Ausländerbeauftragter
FOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
Ernst forderte die Staatsregierung zu
Verhandlungen auf. Dagegen äußerte sich die CDU deutlich ablehnend.
Landtagsvizefraktionschef Christian Piwarz sprach vom „falschen Instrument, um bei diesem Thema etwas zu erreichen“. Bei vielen Bürgern werde die Aktion auf Unverständnis stoßen. Auch der Ausländerbeauftragte Geert Mackenroth
(CDU), der am Morgen zusammen
mit Integrationsministerin Petra
Köpping (SPD) die Camper besucht
hatte, sagte: „Ich halte von Platzbesetzungen generell wenig.“ Einige
Forderungen seien rechtswidrig, „da
geht manches durcheinander“.
Die Zukunft des Camps ist unklar. Das Ordnungsamt hatte die
Auflage erteilt, auf Zelte und Toiletten zu verzichten, und das Nächtigen untersagt. Die Frist für den Abbau der Zelte bis gestern Abend ließen die Camper aber verstreichen.
Sie sagten, dass ohne Zelte ihre Sicherheit bedroht sei. Zugleich kündigten sie an, ihre Protestform zu ändern, sollte die Polizei das Lager räumen. Nach dem Ende der Demonstration kam es zu Rangeleien. Zwei
Dutzend Rechtsextreme versuchten
das Camp zu attackieren. (tz)
Asylstatus schnell klären
Etwa 70 Asylbewerber wollen am
Donnerstag in Freiberg demonstrieren und damit auf ihre Situation aufmerksam machen. Sie fordern eine
schnelle Klärung ihres Asylstatus. Unklar ist bisher noch die Uhrzeit des
„Streiks“, wie die Asylbewerber ihre
Kundgebung selbst nennen. Gestern
Abend sollten bei einem Treffen mit
dem Landratsamt einige Details besprochen werden.
Bundespräsident Joachim Gauck
hat eine europäische Antwort bei der
Rettung von Flüchtlingen aus dem
Mittelmeer angemahnt. „In einer Zeit,
die vieles in Unordnung geraten lässt,
müssen wir in Europa gemeinsame
Antworten finden. Das sind wir den
betroffenen Menschen schuldig, aber
auch unseren Werten und Überzeugungen“, sagte er gestern bei einem
Empfang zu Ehren des neuen italienischen Präsidenten Sergio Mattarella
in Berlin. (kok/dpa)
POLITIK
Dienstag, 3. März 2015
Freie Presse
5
Proteste in
Südkorea gegen
Militärmanöver
NACHRICHTEN
BETRUGSPROZESS
Ex-Fraktionschef
Schmid vor Gericht
In Südkoreas Hauptstadt Seoul protestierten gestern Demonstranten
gegen die jährlich stattfindenden
Militärmanöver mit den USA. Auf
Plakaten forderten sie „Stop War
Ecercises and Start Peace Talks!“
(Stoppt die Militärmanöver und beginnt Friedensgespräche). Als Reaktion auf die gemeinsamen Frühjahrsmanöver der Streitkräfte der
USA und Südkoreas ließ Nordkorea
die Muskeln spielen. Das Militär
feuerte gestern nach südkoreanischen Angaben zwei Kurzstreckenraketen in Richtung offenes Meer
ab. Zudem drohte die Volksarmee
mit „erbarmungslosen Schlägen“.
Beide koreanischen Staaten warfen
sich gegenseitig Provokationen vor.
Ungeachtet der Proteste aus Nordkorea begannen die USA und Südkorea wie geplant die fast zweimonatigen Feldübungen unter dem
Namen „Foal Eagle“ sowie die
zwölftägige Kommando-Schulung
„Key Resolve“. Sie hatten zuvor die
Vorwürfe Nordkoreas zurückgewiesen, ihre jährlichen Manöver dienten der Vorbereitung eines Angriff.
AUGSBURG — Der frühere CSU-Frak-
FOTO: PETER KNEFFEL/DPA
tionschef im bayerischen Landtag,
Georg Schmid, muss sich wegen Sozialbetrugs und Steuerhinterziehung in Höhe von
fast einer halben
Million Euro verantworten. Seit gestern steht der
61-Jährige vor dem
Amtsgericht Augsburg, nachdem es
zuvor keine Einigung
zwischen
Schmids Anwalt und dem Staatsanwalt auf ein Strafmaß gegeben hatte.
Die
Staatsanwaltschaft
wirft
Schmid vor, als Abgeordneter seine
Ehefrau von 1991 bis 2013 im Wahlkreisbüro als Scheinselbstständige
beschäftigt zu haben. (dpa)
FRAUENQUOTE
Koalition bessert
beim Gesetz nach
IRAK
Erste Erfolge bei
Offensive gegen IS?
BAGDAD — Nach dem Beginn der bis-
her größten Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) melden irakische Medien erste Erfolge.
Irakische Kräfte rücken auf die strategisch wichtige Stadt Tikrit vor. Die
Armee und schiitische Milizen griffen die Heimatstadt von Ex-Diktator
Saddam Hussein gestern aus mehreren Richtungen an, um sie aus der
Gewalt der sunnitischen Extremisten zu befreien. Nach Armeeangaben beteiligen sich 30.000 Mann an
der Offensive, auch Kämpfer sunnitischer Stämme. (dpa)
PAKISTAN
Impfverweigerer
festgenommen
ISLAMABAD — Knapp 500 Menschen
sind im pakistanischen Peshawar
festgenommen worden, weil sie ihre
Kinder nicht gegen Polio impfen lassen wollten. Gegen weitere 1000 Eltern erließen die Behörden Haftbefehle, wie der pakistanische Fernsehsender Geo TV gestern berichtete. Anderen Berichten zufolge misstrauen die Eltern den Gesundheitsbehörden und wollen deshalb nicht
zulassen, dass ihre Kinder die Tropfen gegen Kinderlähmung einnehmen. Gesundheitsministerin Saira
Afzal Tarar sagte, Impfverweigerung
werde nicht mehr toleriert. (dpa)
TÜRKEI
Ölsuche in Nordirak
angekündigt
ANKARA — Die Türkei will in der autonomen Kurdenregion im Nordirak nach Öl suchen. Die Erkundungen sollten auf den Feldern Hindirin
und Coman in den Ausläufern der
nordirakischen Kandil-Berge beginnen, sagte der türkische Energieminister Taner Yildiz gestern. Abkommen mit der Zentralregierung in
Bagdad und der Kurdenregion
machten dies möglich. Die KandilBerge gelten als Rückzugsgebiet der
in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. (dpa)
FOTO: JEON HEON-KYUN/DPA
Edathy vor Gericht ohne Reue
Der Kinderporno-Prozess
gegen Sebastian Edathy ist
vorbei. Edathy gesteht in
einer verlesenen Einlassung die Vorwürfe, dann
darf er das Gericht als
freier Mann verlassen.
VON MARCO HADEM UND SÖNKE MÖHL
VERDEN — Sebastian Edathy ist frei.
Zumindest juristisch. Keine 30 Minuten dauert es an diesem Montagmorgen, bis der Kinderporno-Prozess am Landgericht Verden nach
zwei Verhandlungstagen zu Ende
ist. „Die Vorwürfe treffen zu“, lässt
Edathy um kurz nach 10 Uhr über
seinen Anwalt Christian Noll verkünden. „Ich habe eingesehen, dass
ich einen Fehler begangen habe. Ich
habe dazu lange gebraucht.“ Während Noll die Erklärung verliest, ist
es mucksmäuschenstill im Saal.
Edathy selbst wirkt sehr konzentriert.
Unter den Zuhörern, meist Journalisten und Senioren, sorgen die
Worte für Überraschung und Gemurmel. Dagegen wirkt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge nur zufrieden. Kein Wunder, denn der Text ist
mit ihm abgesprochen. Seine Sprecherin Kathrin Söfker wird später
sagen, dass es der Staatsanwaltschaft
nie um ein Schuldeingeständnis
zum eigenen Vorteil oder zu Edathys
Nachteil gegangen sei, sondern darum, Rechtssicherheit zu erhalten –
auch mit Blick auf die Beseitigung
des öffentlichen Interesses an einer
Strafverfolgung.
Zurück zu Edathys Einlassung.
„Ich habe die in der Anklageschrift
genannten Punkte, die CD und den
Bildband in meinem Besitz gehabt.
Das gleiche gilt auch für die Logdateien. Ich habe sie heruntergeladen
und geöffnet, ich kenne die Inhalte“,
verliest Noll weitere Worte im Namen des Ex-SPD-Spitzenpolitikers.
Vor einer Woche hatte Klinge sie
an gleicher Stelle beim Prozessauftakt von Edathy eingefordert, wenn
dieser die Zustimmung zur Einstellung haben wolle. Jetzt, da Edathys
Worte auf dem Tisch liegen, sind
plötzlich alle zufrieden. Noll, weil er
seinem Mandanten eine Verurteilung ersparen konnte. Klinge, weil
er seiner viel gescholtenen Behörde
zumindest ein kleines Erfolgserlebnis mit nach Hannover zurückbringt. Und natürlich Edathy. Aber
was ist mit ihm geschehen? Outet er
sich nun, mehr als ein Jahr nach
dem Ende seiner politischen Karriere mit zahllosen Dementi, doch öffentlich als Pädophiler? Nolls Antworten auf diese Fragen klären etwas auf: „Er hat sich zu dem Inhalt
der Dateien nicht geäußert. Es hat also insbesondere nicht eingeräumt,
kinder- und jugendpornografische
Dateien besessen zu haben“, sagt der
Anwalt. Die Fortsetzung des Prozesses wäre aber unverhältnismäßig gewesen. Edathy habe sich daher entschlossen, dem zuzustimmen.
Damit wird die Taktik der Verteidigung klar. Nicht etwa Reue oder
ein Schuldverständnis bei Edathy
waren Grundlage für die Formulierung, sondern die Absicht und Überzeugungskraft des Anwalts, das Verfahren abkürzen zu wollen. Richter
Jürgen Seifert meidet in seinen wenigen abschließenden Worten das
Wort Schuld. „Die Kinder werden in
ihrer Würde und Entwicklung erheblich geschädigt“, sagt er. Zwar sei
Edathy nicht an der „Herstellung
von solchen Filmen“ beteiligt gewesen, „aber nur weil es einen Markt
und Konsumenten gibt“, würden
andere Menschen Kinder in Filmund Videoproduktionen missbrauchen. Edathy hat damit sein Minimalziel erreicht. Nach der monatelangen Berichterstattung zu dem
Fall mitsamt Vorverurteilungen
wird sich der 45-Jährige nicht die Illusion gemacht haben, seinen zerstörten Ruf vor Gericht wiederherstellen zu können. Der Gerichtsfall
Edathy dürfte damit abgeschlossen
sein. Die politische Affäre ist damit
aber keineswegs am Ende. Im Bundestag wird das Thema noch lange
auf der Tagesordnung eines Untersuchungsausschusses stehen. (dpa)
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auf der Seite 4 einen Leitartikel.
Einstellung von Verfahren
Ein Ermittlungsverfahren oder ein
Strafprozess kann mit Zustimmung aller Beteiligten unter anderem wegen
Geringfügigkeit oder gegen Auflagen
eingestellt werden. Geregelt ist das in
den Paragrafen 153 und 153a der
Strafprozessordnung.
Sebastian Edathy gestern vor der Urteilsverkündung. FOTO: F. BENSCH/REUTERS
Wenn die Klage erhoben ist, so
kann das Gericht nach Paragraf 153
mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft und des Angeschuldigten das
Verfahren unter anderem dann einstellen, wenn die Schuld des Täters
als gering anzusehen wäre. Gegen
Auflagen kann ein Prozess nach Paragraf 153a eingestellt werden, wenn
diese geeignet sind, das öffentliche
Interesse an der Strafverfolgung zu
beseitigen. Die Schwere der Schuld
darf dem nicht entgegenstehen.
Wenn ein Gericht nach Eröffnung
des Hauptverfahrens mit Zustimmung
der Staatsanwaltschaft und des Angeklagten ein Verfahren gegen Auflagen
einstellt, ist dieser Beschluss nicht
anfechtbar und damit rechtskräftig.
Die Angeklagten gelten dann als unschuldig.
Regierende
Partei siegt
in Estland
Taavi Rõivas verliert
aber absolute Mehrheit
TALLINN — Nach einem vom Konflikt
in der Ukraine überschatteten
Wahlkampf hat die Reformpartei
von Regierungschef Taavi Rõivas am
Sonntag die Parlamentswahl in Estland gewonnen. Jedoch hat das bisherige Regierungsbündnis von Reformpartei und Sozialdemokraten ihre absolute Mehrheit eingebüßt.
Nach der Auszählung aller Stimmen kommt die
wirtschaftsliberale
Reformpartei auf
30 von 101 Sitzen und bleibt trotz eines Verlusts von drei Mandaten im
Vergleich zu 2011 stärkste Kraft in
der Volksvertretung. Dahinter folgt
die linksgerichtete oppositionelle
Zentrumspartei (27 Sitze) vor den
mitregierenden Sozialdemokraten
(15 Sitze), die vier Mandate verloren.
Mit den Stimmenverlusten hat
die bisherige Mitte-Links- Regierung
keine absolute Mehrheit im Parlament mehr. Regierungschef Rõivas
sagte am Wahlabend im Fernsehen,
dass alle Optionen auf dem Tisch liegen. Einzig eine Kooperation mit der
Zentrumspartei schloss er aus. Deren Vorsitzender Edgar Savisaar hat
die größte Zustimmung in der russischen Minderheit, die etwa ein Viertel der rund 1,3 Millionen Einwohner ausmacht. (dpa)
FOTO: STEPHANIE LECOCQ/DPA
BERLIN — Die Große Koalition hat
den Gesetzentwurf für eine Frauenquote in Führungspositionen nach
Kritik juristischer Gutachter geändert. Wie die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Nadine Schön, mitteilte, einigten sich CDU/CSU und SPD gestern darauf, das bisher angestrebte
Ziel, alle Führungsgremien im öffentlichen Dienst zu jeweils 50 Prozent mit Männern und Frauen zu besetzen, zu streichen. „Männerförderung soll es nur geben, wenn eine
strukturelle Benachteiligung von
Männern existiert“, sagte Schön. Das
Gesetz sieht ab 2016 eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent in
den Aufsichtsräten börsennotierter,
Unternehmen vor. (dpa)
Sonderermittler soll Mord an Nemzow klären
Theorien im Mordfall
Nemzow gibt es viele:
Eine Spur führt Berichten
zufolge ins nationalistische
Milieu. Eine zwölfköpfige
Kommission soll zur Lösung des Falls beitragen.
VON ULF MAUDER
UND THOMAS KÖRBEL
MOSKAU — Nach dem kaltblütigen
Mord an dem russischen Oppositionellen Boris Nemzow haben die
Moskauer Behörden einen Sonderermittler eingesetzt. General Igor
Krasnow, ein Experte für die Aufklärung von Verbrechen mit nationalistischem Hintergrund, soll eine
zwölfköpfige Sonderkommission in
dem Fall leiten, wie russische Medien gestern berichteten. Kritiker
fürchten, dass die Tat nie aufgeklärt
wird – wie frühere Attentate auf andere Kremlgegner.
Die Personalie Krasnow dürfte
Hinweise auf die Stoßrichtung der
Ermittlungen geben, meinten Kommentatoren. Demnach könnte der
Fall Nemzow möglicherweise als Tat
von Nationalisten gesehen werden,
die aus Hass auf die prowestliche
Opposition gehandelt haben könnten. Eine offizielle Bestätigung dafür
gab es zunächst nicht. Nationalisten
hatten Nemzow wiederholt vorgeworfen, das Ansehen Russlands „im
Auftrag des Westens durch den
Dreck zu ziehen“. Andere Theorien
der Ermittler schließen einen Zusammenhang mit der Ukraine-Krise
oder eine Tat islamistischer Extre-
misten nicht aus. Die Stadt Moskau
wies Medienberichte zurück, nach
denen zahlreiche Kameras der Videoüberwachung zur Tatzeit abgeschaltet gewesen seien. Alle funktionierten, hieß es. Die Aufnahmen
würden ausgewertet. Zuständig dafür seien die Ermittlungsbehörden.
Für die Ergreifung des Täters setzten
die Behörden eine Belohnung von
drei Millionen Rubel (rund 45.000
Euro) aus.
Der 55-jährige Nemzow, ein Gegner von Präsident Wladimir Putin,
war am späten Freitagabend mit vier
Schüssen in den Rücken auf einer
Brücke in Kremlnähe getötet worden. Nemzow starb am Tatort. Der
Täter entkam unerkannt. Putin teilte mit, es werde alles für die Aufklärung des „zynischen Mordes“ getan.
Russlands Außenminister Sergej
Lawrow bezeichnete die Bluttat als
„verachtenswert“. „Es geht um ein
abscheuliches Verbrechen, das vollständig im Rahmen der Gesetze untersucht wird, um sicherzustellen,
dass die Täter vor Gericht kommen“,
sagte der Minister bei einem Besuch
in Genf. Nemzows 23-jährige Beglei-
Boris Nemzow
Ermordeter
Oppositioneller
FOTO: JACEK TURCZYK/DPA
terin, Anna Durizkaja, die bei dem
Attentat nicht verletzt wurde, gab
an, den Täter nicht gesehen zu haben, weil er von hinten geschossen
habe. Eine Tat aus Eifersucht schloss
die Ukrainerin aus. Durizkaja gab
Berichten zufolge an, Nemzow seit
drei Jahren gekannt zu haben. Nach
dem Mord forderte der Politiker
Wladimir Ryschkow im Gespräch
mit der Friedrich-Naumann-Stiftung einen effektiven Schutz aller
Bürger. „Das Problem sind nicht zu
schwache Sicherheitsorgane, sondern dass diese die konstitutionellen
Rechte und die Sicherheit der Bürger
nicht schützen“, meinte Ryschkow.
Heute wird Nemzow auf dem
Moskauer
Prominentenfriedhof
Trojekurowo beigesetzt. Zuvor haben Freunde und Anhänger von
Nemzow im Sacharow-Zentrum die
Gelegenheit, sich von dem Oppositionspolitiker zu verabschieden. (dpa)
EIN VIDEO, das Nemzows Ermordung zeigen soll, können
Sie aufrufen, wenn Sie den
Code mit dem Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/nemzow
6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
Dienstag, 3. März 2015
Protest vor
der Postbank
NACHRICHTEN
VITA COLA
Rekordabsatz im
vergangenen Jahr
Vor den in dieser Woche angesetzten
Tarifverhandlungen bei der Postbank hat Verdi zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Nach Angaben
der Gewerkschaft blieben zum Wochenbeginn rund 200 Postbank-Filialen – wie hier das Finanzcenter in
Chemnitz – geschlossen. Eine Postbank-Sprecherin sprach indes gestern von deutlich niedrigeren Zahlen. Bundesweit betreibt das Geldinstitut rund 1100 Filialen. Weitere
Aktionen gab es nach Verdi-Angaben unter anderem in den Verwaltungsbereichen der Postbank. Hintergrund sind zwei Tarifrunden für
die rund 9500 Beschäftigten bei der
Postbank Filialvertrieb und für die
rund 2700 Beschäftigten der Postbank AG, der Firmenkunden AG
und der BHW-Gruppe. Die beiden
separat geführten Tarifverhandlungen sollen am 4. und 5. März in
Bonn fortgesetzt werden.
ERFURT — Vita Cola hat im vergange-
nen Jahr mehr Getränke als jemals
zuvor verkauft. Die Marke aus
Schmalkalden in Thüringen setzte
2014 77,6 Millionen Liter Cola und
Limonade ab – ein Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit ein Rekordergebnis, teilte Vita
Cola gestern mit. Nach eigenen Angaben verkauft die Marke am zweitmeisten Cola in Ostdeutschland
und war Marktführer in Thüringen.
Deutschlandweit ist der US-Konzern Coca Cola nach wie vor der
Platzhirsch. Zufrieden zeigte sich Vita Cola mit dem 2010 gestarteten Limonaden-Segment, das mit seinen
fünf Geschmacksrichtungen rasant
wachse und damit zum Erfolg beitrage. (dpa)
FOTO: HAERTELPRESS
ALDI
Discounter erhöht
die Butterpreise
ESSEN — Der Discounter Aldi hat ges-
tern den Butterpreis deutlich erhöht. Der Preis für das 250-GrammStück stieg in den Filialen von Aldi
Nord von 85 Cent auf 99 Cent. Auch
Aldi Süd hatte zuvor eine Preisanhebung angekündigt. Der Butterpreis
war zuletzt im Herbst vergangenen
Jahres von 99 Cent auf 85 Cent gesunken. Beobachter rechnen damit,
dass auch andere Einzelhändler die
Butterpreise erhöhen werden. (dpa)
US-KONJUNKTUR
Wirtschaft verliert
an Schwung
NEW YORK — Die US-Industrie hat im
Februar an Schwung verloren. Der
Einkaufsmanagerindex sank auf
52,9 Punkte von 53,5 Zählern im Januar, wie aus einer gestern in der Öffentlichkeit vorgestellten Umfrage
des Institute for Supply Management unter Unternehmen hervorgeht. Dies war der tiefste Stand seit
Januar 2014. Ökonomen hatten in
etwa mit diesem Rückgang gerechnet. Das Barometer liegt nach wie
vor über der Wachstumsschwelle
von 50 Zählern. Helaba-Ökonom
Ralf Umlauf bezeichnete die Stimmung der Industrie als robust und
betonte, es gebe derzeit noch keinen
Anlass für „konjunkturelle Skepsis“. (rtr)
EU will weniger
Plastiktüten in der Eurozone
BRÜSSEL — Wer kennt das nicht: Man
mal die Plastikflut kontinuierlich
wächst. In der EU landen jährlich
acht Milliarden Beutel in der Landschaft oder im Meer, mit verheerenden Folgen. „Weggeworfene Kunststofftragetaschen können noch
Hunderte von Jahren überdauern“,
warnt die EU-Kommission. Sie
schätzt, dass 94 Prozent der Nordseevögel inzwischen Plastik im Bauch
haben.
Nun nimmt die EU den Kampf
gegen die Plastiktüten auf – doch
weniger radikal als zunächst geplant. So fand ein Vorstoß für ein europaweites Verbot keine Mehrheit
unter den EU-Staaten.
steht im Supermarkt an der Kasse
und hat seine Tasche vergessen.
„Und eine Tüte, bitte!“, sagt man
dann schnell. Oder greift zu den Beuteln, die verführerisch ausliegen.
Auch, wenn die Tüte 10 oder 15 Cent
kostet und das Umweltgewissen ein
bisschen plagt. In Drogeriemärkten,
Boutiquen und Elektrogeschäften
gibt es Beutel sogar meist noch gratis. Zu Hause landet die Tüte dann
oft im Müll. Das ist ein Problem, zu-
Freiwilligkeit greift nicht
Seit Jahren setzt Brüssel nun schon
auf freiwillige Selbstverpflichtungen des Handels, ohne dass der
Trend sich dreht. Nach jüngsten
Zahlen von 2010 nutzt jeder Europäer durchschnittlich 176 leichte Einwegtüten pro Jahr. Diese Zahl soll
nach dem Willen der EU bis zum
Jahr 2025 nun auf 40 sinken.
Beim Handel sind Plastiktüten,
Sie sind billig und praktisch – und schaden der
Umwelt. Jetzt will die EU
den Verbrauch drosseln.
Doch die neuen
Regeln haben Lücken. Ob
sie die Umwelt wirklich
vor der Tüte beschützen?
VON MARION TRIMBORN
die mit dem eigenen Logo bedruckt
werden, als Werbemittel sehr beliebt, wie Thomas Fischer von der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) beklagt: „Plastiktüten sind in der Anschaffung billig, und man erreicht
damit auf der Straße mehr Verbraucher als mit einem Werbefilm.“
te Zielmarke von 90 Tüten wird
zwar jetzt schon unterboten. Bis
2025 muss der Verbrauch aber sinken. Bei der Umsetzung der geplanten EU-Vorgaben gegen zu viele Plastiktüten prüft die Bundesregierung
auch eine mögliche Tüten-Abgabe.
Die Regierung hat aber noch nicht
entschieden, wie sie die Vorgabe
umsetzen will, die auch Steuern
oder Sondergebühren erlaubt. Das
Umweltbundesamt (UBA) hatte vorgeschlagen, Plastiktüten etwa in
Kaufhäusern und Bekleidungsgeschäften nicht mehr umsonst abzugeben. „Nach dem endgültigen Inkrafttreten der Richtlinie werden
wir im Dialog mit Umwelt- und Verbraucherverbänden, den Ländern
sowie mit der betroffenen Wirtschaft mögliche Maßnahmen zur
Senkung des Verbrauchs erörtern“,
sagte die Sprecherin. Es gebe positive Signale des Handels zur Kooperation. Umweltverbände kritisieren
das. „Es bleibt wohl mal wieder dem
Handel überlassen, wie er diese Ziele
erreicht“, meint Fischer von der
Deutschen Umwelthilfe. (dpa)
Deutschland prüft Abgabe
Die Deutschen sind dabei noch vergleichsweise vorbildlich. Das ist laut
Handelsverband
Deutschland
(HDE) auch dem durch den grünen
Punkt weit verbreiteten Recyclingsystem zu verdanken. Betrachtet
man europaweit den Verbrauch von
Plastiktüten – Einweg und Mehrweg
- so liegt Deutschland auf dem viertbesten Platz. Bei den Einwegtüten ist
es immerhin noch Platz sechs (mit
64 Tüten). Umweltbewusste Spitzenreiter sind nach EU-Angaben Dänemark und Finnland mit vier Einwegtüten pro Kopf und Jahr.
Schlusslichter sind Polen, Portugal
und die Slowakei mit 466. Somit
bleibt auch in Deutschland noch einiges zu tun. Die bis 2019 angestreb-
Siemens
hat Ärger in
China
Vertriebs-Verträge
werden überprüft
SCHANGHAI/FRANKFURT (MAIN) — Sie-
mens geht dem Verdacht auf frisierte Umsatzzahlen in China nach.
Nachdem Vertriebspartner sich in
der örtlichen Wirtschaftszeitung
„Yicai“ über unlautere Praktiken beklagt haben, prüft der Konzern die
Anschuldigungen. Dem Bericht zufolge hat die Medizintechniksparte
der Münchner mit den Vertriebspartnern Verträge abgeschlossen,
die tatsächlich nicht mit wirklichen
Umsätzen unterlegt waren. Die Vertriebspartner hätten zehn Prozent
des Volumens gezahlt, was Siemens
erlaubt habe, die Geschäfte zu verbuchen. Die Differenzen seien dann
anderweitig ausgeglichen worden,
berichtet „Yicai“. „Das war gängige
Praxis und dazu gedacht, sich gegenseitig auszuhelfen“, zitiert das Blatt.
„Wir respektieren und wahren Integrität und Fairness gegenüber unseren Geschäftspartnern. Es ist unser
fester Grundsatz, ausschließlich
saubere Geschäfte zu machen“, wird
Siemens weiter zitiert. (dpa)
BÖRSEN UND MÄRKTE
Tops und Flops
Deutscher Aktien Index (Dax)
K U R S A M 0 2 .0 3 . 2 0 1 5 : 1 1 . 4 1 0, 3 6 P U N K T E
LPKF Laser&El.
QSC NA
Nordex SE
Merck
Jenoptik
ElringKlinger NA
RIB Software
EVOTEC
Kion Group
Rhön-Klinikum
11500
11000
10500
10000
02.03. Änd. %
12,69
+3,55
1,87
+3,32
19,29
+3,10
94,27
+2,25
12,61
+2,23
29,34
-5,66
12,92
-2,64
3,75
-2,55
38,00
-2,40
22,96
-2,19
9500
Ausgewählte Notierungen
9000
Januar
200-Tage-Verlauf
Februar
März
38-Tage-Verlauf
Markttrend
Die 30 Dax-Werte (Xetra)
Rekordjagd geht weiter
Dividende
Adidas NA
1,5
Allianz SE vNA°
5,3
BASF NA°
2,7
Bayer NA°
2,1
Beiersdorf
0,7
BMW St.°
2,6
Commerzbank
Continental
2,5
Daimler NA°
2,25
Dt. Bank NA°
0,72
Dt. Börse NA
2,1
Dt. Post NA°
0,8
Dt. Telekom NA°
0,5
E.ON SE°
0,6
Fresen. M. C. St.
0,77
Fresenius SE
0,42
Heidelb.Cem.
0,6
Henkel Vz.
1,22
Infineon NA
0,18
K+S NA
0,25
Lanxess
0,5
Linde
3
Lufthansa
0,45
Merck
0,95
Münch. Rück°
7,25
RWE St.°
1
SAP SE°
1
Siemens NA°
3,3
ThyssenKrupp
0,11
VW Vz.°
4,06
Die Rekordjagd am deutschen Aktienmarkt geht weiter. Der DAX gewann am
Montag 0,1 Prozent auf 11.410 Punkte und
markierte den zehnten Schlussrekord in
Folge. Am Vormittag hatte er mit 11.455
Punkten auch einen neuen Verlaufsrekord aufgestellt. Und ein Ende der Rally
ist nicht in Sicht. Manfred Hübner von
Sentix sieht den Grund für den Kursanstieg in der vergleichsweise hohen
Dividendenrendite, die im DAX bei 2,7
Prozent liegt. Verglichen mit einer Rendite von 0,3 Prozent für langlaufende
deutsche Staatsanleihen seien Aktien damit immer noch attraktiv. „Institutionelle
Anleger erhöhen deshalb derzeit ihre
Aktienquoten“, so Hübner. „Das macht
eine längere Verschnaufpause unwahrscheinlich“, ergänzte er. Auf der Gewinnerseite ragten Merck mit einem Plus von
2,2 Prozent auf 94,27 Euro heraus. Am
Dienstag legt der Chemie- und Pharmakonzern seine Zahlen vor.
Dow Jones
Angegeben sind Schlusskurse in Euro, Börsenplatz
Frankfurt (soweit nicht anders angegeben). Der Kurs
bezieht sich auf Stückaktien. ° = Euro Stoxx 50 Wert,
St = Stammaktie, Vz. = Vorzugsaktie, NA = Namensaktie.
Nikkei-Index = © Nihon Keizai Shimbun, Inc. **Zinsen =
FMH, Durchschnittswerte (Zinsen geben nur ungefähre Hinweise auf die Marktlage). Gold (1 kg) und Kurse für Reisende
sind Schalterkurse der Deutschen Bank. Tops/Flops
beziehen sich auf den HDax (Dax30, MDax und TecDax).
Alle Angaben ohne Gewähr.
Quelle vwd group
02.03.
68,88
151,25
85,78
131,90
77,59
114,20
12,00
214,80
86,67
29,42
71,92
30,40
16,67
14,19
73,82
51,60
69,69
106,10
10,38
28,95
45,56
182,25
13,00
94,27
185,60
24,68
63,35
98,63
23,86
227,00
27.02.
69,43
149,60
85,65
132,05
77,63
113,00
12,06
213,30
86,51
29,38
72,90
30,43
16,67
14,45
73,17
51,18
71,13
105,85
10,35
28,83
46,04
181,80
13,10
92,20
185,50
24,99
62,84
99,82
23,79
225,50
A. Springer SE
Aareal Bank
Airbus Group°
Aurubis
Bauer
Bechtle
Bertrandt
Bilfinger
Brenntag NA
Carl Zeiss Med.
Celesio NA
CEWE KGaA
comdirect bank
CompuGroup
DMG Mori Seiki
Drägerwerk Vz.
Dt. Annington
Dt. EuroShop
Dt. Postbk. NA
Dürr
Evonik
Facebook
Fielmann
Fraport
G. Weber Int.
GEA Group
Gerresheimer
GfK SE
GK Software
Hann. Rück.NA
Heidelb. Druck.
HOCHTIEF
Hornbach Vz.
Hugo Boss NA
Indus Hold.
Intershop
Jenoptik
Jungheinrich
Kabel Deutschl.
Kion Group
Koenig & Bauer
Krones
Dividende 02.03. 27.02.
1,8
58,15
57,65
0,75
40,34
40,12
0,75
56,40
55,15
1,1
53,89
53,59
16,82
17,14
1,1
72,91
72,35
2,4
131,20 130,55
3
53,00
53,20
0,87
52,33
52,20
0,45
24,71 24,64
0,3
27,84
27,59
1,5
57,53
57,42
0,36
9,05
9,04
0,35
27,01
27,61
0,5
29,45 29,60
0,83
97,06
97,76
0,7
35,14 34,58
1,25 45,66 45,46
1,66
35,78 35,80
1,45 96,30 95,49
1
30,94 30,34
71,01 70,60
1,45
62,29
61,93
1,25
54,17
53,66
0,75
33,43
33,81
0,6
43,35 44,04
0,7
51,18
50,93
0,65
36,75
36,43
0,25
34,35
34,14
3
86,99
86,15
2,23
2,27
1,5
70,78
71,30
0,8
75,05
76,19
3,34 116,69 115,09
1,1
37,64 38,09
1,03
1,05
0,2
12,59
12,37
0,86 56,40
56,19
123,72 123,77
0,35
38,15
38,77
14,89
14,49
2
86,72
86,16
KUKA
Leoni
Logwin
MAN SE St.
Medisana
Metro St.
MLP
MTU Aero
Nemetschek
Norma Group
Osram Licht
Porsche SE Vz.
ProS.Sat.1
Puma SE
QIAGEN
Rational
Rheinmetall
Rhön-Klinikum
Rocket Internet
RTL Group
RWE Vz.
Sachsenmilch
Salzgitter
Schneider El.°
SGL Carbon SE
Sixt SE St.
SolarWorld
STADA vNA
Südzucker
Symrise
Talanx
Telef. Dtschl.
TUI NA
Twitter
Utd. Internet NA
Vossloh
VTG
VW St.
Wacker Chemie
WINCOR NIXD.
Xing NA
Zalando
0,3
1
3,07
0,9
0,16
1,35
1,3
0,7
0,9
2,01
1,47
0,5
6
0,4
0,25
4,5
1
0,11
0,2
1,45
1
0,66
0,5
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1,2
0,37
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0,4
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4
0,5
1,75
4,2
69,55
56,61
1,47
95,54
2,39
29,81
3,74
84,20
115,67
47,74
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172,06
22,30
317,50
46,15
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51,35
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18,85
4180
25,99
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16,54
38,30
11,44
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13,48
56,48
28,83
4,97
16,02
42,86
40,41
54,25
21,69
225,10
101,83
43,26
126,44
23,82
69,85
57,25
1,50
95,74
2,37
29,86
3,70
84,79
116,48
46,91
40,85
83,20
43,70
171,46
22,50
315,50
45,20
23,25
51,26
88,69
18,83
4180
25,62
72,00
16,24
37,15
11,35
29,51
13,58
56,79
28,71
4,91
16,12
43,98
40,15
56,60
21,89
221,90
101,56
43,00
123,79
23,35
Metalle und Rohstoffe
in Euro
02.03.
27.02.
Gold, 1-kg-Barren
35205,00 34965,00
Silber 1 kg Barren
521,00
514,00
Platin (Heraeus) je g
36,48
35,96
Gold-Lnd., $ Feinunze
1216,75 1205,00
Rohöl, brent $/barrel
60,23
61,64
Min. - Max. Max-Vtg.
El.-Kupfer (DEL)
536,61-539,45 538,11
Investments
Zinsen
2,5
Realzins
02.03.2015 -0,13
Inflationsrate
Januar 2015
1,5
0,40%
0,5
Umlaufrendite
02.03.2015 0,27
-0,5
A M J J A S O N D J F M
Realzins=Umlaufrendite-Inflationsrate
© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2015
Marktdaten
M-Dax
Tec-Dax
Euro Stoxx 50
FTSE 100
Dow Jones *
Nasdaq *
S & P 500 *
Nikkei
Hang Seng
1 Euro in Dollar
1 Euro in Yen
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Schw. Fr.
Umlaufrendite
Bund-Future
Rentenindex (REX)
02.03. Änd. %
20.143,14
+0,25
1.584,79
+0,19
3.591,09
-0,22
6.940,64
-0,09
18.253,43
+0,67
4.995,08
+0,64
2.113,28
+0,42
18.826,88
+0,15
24.876,64
+0,19
1,1227
-0,12
134,4700
+0,31
0,7294
+0,22
1,0724
+0,83
0,27
+3,85
159,06
-0,28
140,20
+0,01
* Stand 20.05 Uhr ME(S)Z
Zinsen und Renditen
Basiszins n. § 247 (BGB)
Hauptrefi. (ab 10.09.14)
US-Leitzins Fed Funds Rate
CA-Leitzins Overnight Rate
GB-Leitzins Repo Satz
JP-Leitzins Diskontsatz
HK-Leitzins Prime Rate
Rentenindex (REX)
Tagesgeld unter Banken
Festgeld (1 Mon./ab 5TEuro)**
Festgeld (3 Mon./ab 5TEuro)**
Sparbrief (3 Jahre)**
Ratenkred. (3J./bis 10TEUR)**
Hypothek, Zins 10J. fest eff.**
Hypothek, Zins 5J. fest eff.**
-0,83
0,05
0,25
0,75
0,50
0,10
0,50
140,20
-0,15-0,05
0,15
0,21
0,58
5,44
1,47
1,13
KVG - Fondsname
Ausg. Rückn.
Aberd. A.M. DEGI EUROPA
10,03
9,55
AGI GmbH Adifonds A
117,57
111,97
AGI GmbH Adirenta A
16,87
16,38
AGI GmbH Adiverba A
140,99 134,28
AGI GmbH Biotechnologie A
177,37
168,92
AGI GmbH Bondspezial A EUR 52,65
51,12
AGI GmbH Concentra AE
113,60
108,19
AGI GmbH Eur Renten AE
66,88
65,25
AGI GmbH Eur Renten K AE
44,32
43,45
AGI GmbH Euroaktien A
58,98
56,17
AGI GmbH EuropaVision A
30,11
28,68
AGI GmbH Europazins AE
59,44
57,71
AGI GmbH Fondak A
167,10
159,14
AGI GmbH Fondirent
50,07
48,61
AGI GmbH Fondis
73,78
70,27
AGI GmbH Fondra
117,44
112,92
AGI GmbH Fonds Japan A
52,36
49,87
AGI GmbH Industria AE
112,62
107,26
AGI GmbH Interglobal A
257,62 245,35
AGI GmbH InternRent A
48,64
47,22
AGI GmbH Kapital+ AE
66,26
64,33
AGI GmbH Nebw. Deutschl.A 273,62 260,59
AGI GmbH Plusfonds
138,76
132,15
AGI GmbH Rentenfonds A
92,10
89,85
AGI GmbH SGB Geldmarkt
75,27
74,90
AGI GmbH Thesaurus AT
895,23 852,60
AGI GmbH Verm. Deutschl. A 182,56
173,87
AGI GmbH Verm. Europa A
49,01
46,68
AGI GmbH Wachstum Europa A 117,11
111,53
AGI GmbHLux Euro Bond A
70,68
68,62
Carmignac Investissement A* 1247,68 1247,68
DeAWM Basler-Aktienf DWS
70,57
67,39
DeAWM DWS Akkumula
953,36 907,96
DeAWM DWS Akt.Strat.D
343,44
327,08
DeAWM DWS EUR Bds(Long) 1796,91 1744,57
DeAWM DWS EUR Reserve
136,19 134,84
DeAWM DWS Eurol Strat R
36,18
35,29
DeAWM DWS Europ. Opp
282,25 268,81
DeAWM DWS Eurorenta
60,03
58,28
DeAWM DWS Eurovesta
130,27 124,06
DeAWM DWS G M&M Typ O
64,18
64,18
DeAWM DWS Inter-Renta LD
15,55
15,09
DeAWM DWS Investa
176,80 168,38
DeAWM Dws TelemediaTyp O 146,15
146,15
DeAWM DWS Top Div. LD
123,34
117,46
DeAWM DWS Top Europe
146,73
141,08
DeAWM DWS Top World
93,09
89,51
DeAWM DWS Vermbf.I LD
140,82
134,11
DeAWM DWSI GE LD*
177,99 169,09
DeAWM grundb. europa RC
42,90
40,85
Deka Deut. AriDeka CF
73,80
70,11
Deka Deut. Deka MegaTrends CF 67,14
64,71
Deka Deut. DekaFonds CF
110,05 104,55
Deka Deut. DekaRent-Intern. CF 20,74
20,14
Deka Deut. DekaSpezial CF
331,96
315,37
Deka Deut. DekaTresor
88,90
86,73
Deka Deut. RenditDeka
24,56
23,84
Deka Deut. TeleMedien TF
73,12
73,12
Deka Immob Europa
47,85
45,46
Deka Lux-Europa TF
64,64
64,64
Deka Lux-Japan CF
657,37 624,52
DJE Invest Absolut PA
308,84 294,13
DJE Invest Alpha Glob PA
219,18
210,75
DJE Invest Div&Sub P
373,61 355,82
DJE Invest Div&Sub XP
236,27 236,27
DJE Invest Renten Glob PA
158,96
155,84
Fidelity European Growth*
15,60
14,82
Frank.Temp. TEM Gr.(Eur) Aa* 17,69
16,76
HANSAINVEST HANSAinternat. A20,88
20,18
iii INTER ImmoProfil
51,57
49,11
Pioneer EuroBond Medium
54,53
52,94
Pioneer PI German Equity
209,66 199,68
Robeco N.V. A
35,63
SEB Invest ImmoInvest
34,84
33,10
Union UniDyn.Europa A*
83,79
80,57
Union UniEuroAktien*
68,29
65,04
Union UniEuropa*
2004,74 1909,28
Union UniEuroRenta*
71,03
68,96
Union UniFonds*
55,59
52,94
Union UniGar: Dtl.2019 II*
110,49
Union UniGlobal*
197,04
187,66
Union UniKapital*
115,32
113,06
Union UniRak*
121,29
117,76
Union UniRenta*
21,83
21,19
Union VR Sachsen Glbl Un*
50,04
49,06
UniRealEst UniImmo:Dt.*
96,21
91,63
* Fondspreise etc. vom Vortag oder letzt verfügbar, kursiv wenn nicht in Euro
Kurse für Reisende
Land
1 Euro in brit. Pfund
1 Euro in Dollar
1 Euro in Schw. Fr.
Dänische Kronen
Kanadische Dollar
Norwegische Kronen
Polnische Zloty
Schwedische Kronen
Tschechische Kronen
Türkische Lira
Ungarische Forint
Ankauf Verkauf
0,688
0,761
1,056
1,187
1,035
1,115
7,120
7,870
1,331
1,491
8,218
9,218
3,708
4,988
8,910 10,060
23,771
30,171
2,668
2,968
251,040 381,040
WIRTSCHAFT
Dienstag, 3. März 2015
Freie Presse
Samsung will mit
hochwertigem Design punkten
NACHRICHTEN
WINDANLAGEN
Alphacon ist
zahlungsunfähig
FALKENSTEIN/CHEMNITZ — Der Klein-
Windanlagenbauer Alphacon aus
Falkenstein ist zahlungsunfähig:
Das Insolvenzverfahren wurde vergangene Woche eröffnet. Das Unternehmen hatte in den vergangenen
Jahren mit einer Handvoll Beschäftigten rund 70 innovative MiniWindräder mit einer Höhe von maximal zehn Metern. In mehreren Fällen erbrachten die Anlagen weit weniger Strom als erwartet, in der Folge
gab es Rechtsstreitigkeiten. Die Insolvenz soll jedoch für einen Neustart genutzt werden: Ein Unternehmensberater aus Dresden ist vom
Knowhow überzeugt und sucht Investoren. In Absprache mit der Insolvenzverwalterin könnte es in einigen Monaten mit dem WindradBau weitergehen. (bap)
Der koreanische Hersteller
wartet mit zwei neuen
Oberklasse-Smartphones
und einem eigenen System
für das mobile
Bezahlen auf der Mobilfunkmesse in Barcelona
auf. Ob dem Weltmarktführer mit zwei neuen
Smartphones eine echte
Konkurrenz zu Apple
gelingt, bleibt vorerst eine
spannende Frage.
ENERGIEMARKT
VON RENATE GRIMMING
RWE verkauft
Tochter Dea
BARCELONA — Sein
DÜSSELDORF — Der hochverschulde-
te Energiekonzern RWE hat seine
Tochter Dea nach einer zweijährigen Zitterpartie doch noch an russische Investoren verkauft. RWE-Chef
Peter Terium bezeichnete die politisch umstrittene Transaktion im
Volumen von 5,1 Milliarden Euro
gestern als einen Meilenstein für
den Konzern. Mit dem Verkauf an
die Investorengruppe LetterOne
setzte er sich über die Bedenken der
britischen Regierung hinweg. Diese
lehnt vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise einen Verkauf der Ölund Gasfelder von Dea in der britischen Nordsee an die Russen ab. Die
Regierung in London kann den Verkauf nicht verbieten, sie kann aber
Förderlizenzen entziehen. (rtr)
ROHSTOFFE
Deutliche Abschläge
beim Ölpreis
FRANKFURT (MAIN) — Der Ölpreis ist
mit deutlichen Abschlägen in die
neue Woche gestartet. Öl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um
bis zu 2,9 Prozent auf 60,74 Dollar je
Fass. WTI wurde mit 48,71 Dollar je
Barrel zeitweise 2,1 Prozent billiger
gehandelt. Händlern zufolge spekulierten einige Anleger auf eine Erhöhung der iranischen Öl-Exporte. Der
Iran hält eine Einigung im Atomstreit in dieser Woche für möglich,
sollten die USA und andere westliche Nationen die Sanktionen gegen
Teheran aufheben. (rtr)
TELEFONTARIFE
Telefonieren Call by Call Übersicht
über günstige Telefonanbieter (Gebühren in Cent/Min. inkl. MwSt.) aus
dem Festnetz der Deut. Telekom.
Nationale Ferngespräche
Festnetz zu Festnetz
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Montag bis Freitag
Preis
Vorwahl
7-19
1,48
1,48
0,51
0,54
01012
01011
01013
01070
19-7
01012telecom
01011
Tele2
Arcor
neues Flaggschiff-Smartphone ist für Samsung
besonders wichtig: Mit dem Erfolg
des I-Phone 6 schloss Apple im
Weihnachtsgeschäft beim Absatz
zum Weltmarktführer auf. Nun will
Samsung das Ruder herumreißen.
Auf dem Mobile World Congress in
Barcelona stellte das Unternehmen
nur die beiden Modelle seines neuen
Top-Smartphones in den Fokus. Mit
dem Galaxy S6 und vor allem dem
S6 Edge soll der große Sprung nach
vorn gelingen.
Mehr Platz auf dem Display
Einen Schwerpunkt setzte Samsung
bei seiner Präsentation der neuen
Geräte auf das Design. Star der Show
war das S6 Edge, bei dem an beiden
Seiten das Display um die Kanten
nach unten gebogen ist. Neben dem
Gestaltungsaspekt bietet eine der
Seiten auch Platz für spezielle Funktionen. So lässt sich bei einem eingehenden Anruf an einem an der Seite
aufleuchtenden Farbstreifen erkennen, wer der Anrufer ist. Auch Nachrichten oder das aktuelle Wetter
können über eine Zeile Text an der
Seite abgerufen werden.
Bei der Vorstellung der neuen Geräte ließen die Samsung-Manager
auf dem wichtigsten BranchenEvent der Mobilfunk-Industrie auch
deutliche Seitenhiebe auf den Konkurrenten nicht aus. Ein „Bentgate“
wie beim I-Phone 6 sei mit den neuen Galaxy-Modellen undenkbar, stichelte etwa Younghee Lee, bei Sam-
sung für das globale Marketing zuständig, in Anspielung auf vereinzelte Berichte, wonach das I-Phone 6
so dünn sei, dass es sich verbiege.
Das Metall, das für das Galaxy S6 genutzt wurde, sei um 50 Prozent härter, als es in der Industrie üblich sei,
sagte Lee. Front und Rücken bestehen aus besonders stoßfestem Gorilla-Glas. Auch im Fall von Apple war
die Aufregung allerdings schnell
vorbei, nachdem der Konzern von
weniger als zehn unzufriedenen
Kunden sprach – und sie schadete
auch dem Absatz des I-Phone 6 ganz
offensichtlich nicht.
Branchenkenner sehen Risiko
Beim mobilen Bezahlen will Samsung seinen kalifornischen Konkurrenten nicht davonziehen lassen.
Samsungs Bezahl-System Samsung
Pay unterstützt NFC und das Bezahlen über Barcode-Scans, soll aber
auch mit 90 Prozent aller verfügbaren Kartenleser kompatibel sein. In
Barcelona präsentierte das Unternehmen eine ganze Reihe von Partnern, darunter American Express,
Mastercard und Visa. Samsung Pay
soll ab dem dritten Quartal auf den
Markt kommen. Wann Apple sein
Zahlungssystem Apple Pay nach
dem Start in den USA im Oktober
auch in anderen Ländern auf den
Markt bringt, ist vorerst noch unbekannt.
Manche
Branchenbeobachter
sind skeptisch, ob es Samsung mit
seinen neuen Flaggschiffen gelingen wird, sich sowohl bei privaten
Nutzern als auch in Unternehmen
gegen die Konkurrenz behaupten zu
können. Trotz des neuen HardwareDesigns und mancher Software-Innovation gehe Samsung mit den Geräten ein Risiko ein, schätzt etwa
Thomas Husson, Analyst bei der
Marktforschungsfirma
Forrester.
„Samsungs fehlende Software-DNA
wird das Unternehmen weiter daran
hindern, wirklich unterscheidbare
Service-Erfahrungen zu liefern, wie
es Apple mit seinem Premium-Ökosystem tut“, urteilt Husson. Vor allem beim mobilen Bezahlen ist Husson zufolge Apple in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Vertrauenswürdigkeit deutlich vorn. Dagegen
sieht Ian Fogg, Analyst bei IHS Technologies, durchaus gute Chancen
für Samsung. Apple Pay werde den
Markt für mobiles Bezahlen in diesem Jahr etablieren, auch in der
7
Autobranche
verkauft
wieder mehr
Fahrzeuge
Positive Impulse aus den
Märkten USA, China
und Westeuropa
VON ANTONIA LANGE
GENF — Der westeuropäische Auto-
Das Galaxy S6 Edge hat ein abgerundetes Display. Darauf können zusätzliche
Inhalte wie Mails und Wetterinformationen ständig angezeigt werden.
FOTO: YONHAP/DPA
Welt der Android-Smartphone gebe
es aber Platz für einen dominanten
Anbieter. Samsung sei mit seiner
neuen Software gut aufgestellt, um
ein eigenes Ökosystem für das mobile Bezahlen aufzubauen. Fogg traut
Samsung mit den neuen Modellen
durchaus zu, einen ähnlichen Absatzsprung wie beim I-Phone zu erreichen. Voraussetzung sei jedoch,
dass es keine Anlaufschwierigkeiten
mit Samsungs neuem Chipset Exynos geben werde, den das Unterneh-
men erstmals in einem FlaggschiffModell verbaut hat. Das Galaxy S6
und das S6 Edge kommen jeweils
mit 32, 64 und 128 Gigabyte Speicher ab dem 10. April auf den Markt.
Zu den Preisen machte Samsung zunächst keine Angaben. (dpa)
EIN VIDEO zur Präsentation
des neuen Samsung S6 können Sie sehen, wenn Sie den
Code mit dem Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/sgalaxy
markt kommt nach Branchenprognosen 2015 weiter voran - bleibt
aber noch weit entfernt vom früheren Niveau. Zum Jahresende dürfte
Westeuropa beim Absatz demnach
auf 12,3 Millionen Fahrzeuge zulegen, was einem Plus von 2 Prozent
entspräche. 2007 waren es allerdings noch 14,8 Millionen Autos.
Danach hatten die Folgen der Finanzkrise sowie der Euro-Schuldenkrise den Absatz vor allem in südeuropäischen Ländern massiv belastet.
„Für ein nachhaltiges Wachstum
müssen die politischen Konflikte gelöst und die richtigen industriepolitischen Rahmenbedingungen gesetzt werden“, sagte der Präsident
des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, gestern vor Beginn des Autosalons in
Genf. „Da gibt es in Europa, nicht
nur mit Blick auf Griechenland,
noch einiges zutun.“ Sorgen bereitet
der Branche auch Russland: Der
Markt dürfte dem VDA zufolge in
diesem Jahr in Folge des UkraineKonflikts um ein Fünftel zurückgehen. Für das Gesamtjahr zeigte sich
der VDA optimistisch: Weltweit
dürfte der Pkw-Markt 2015 demnach um 2 Prozent zulegen – auf
77,4 Millionen Fahrzeuge. Vor allem
die beiden wichtigen Märkte China
und die USA sorgen weiter für Dynamik. In Deutschland stimmt ein positiver Jahresauftakt die Branche zuversichtlich: Im Februar stiegen die
Pkw-Neuzulassungen um 7 Prozent
auf 223.300 Fahrzeuge, in den ersten
beiden Monaten steht ein Plus von 5
Prozent auf 434.600 Neuwagen. Im
Gesamtjahr dürfte die Zahl der Neuzulassungen mit mehr als 3 Millionen dem VDA zufolge leicht steigen.
In den ersten beiden Monaten lagen
Produktion und Export zwar jeweils
um 5 Prozent im Minus. Den Angaben zufolge waren aber sowohl der
Auftragseingang im Inland als auch
im Ausland im Plus: Die Bestellungen aus Deutschland stiegen bis Februar um 5 Prozent, die aus dem Ausland um 8 Prozent. (dpa)
Handy-Geldbörse gewinnt Akzeptanz Mehr Gehalt im ÖPNV
Branchenverband Bitkom sieht sinnvollen Einsatz vor allem im Nahverkehr
Tarifgespräche für sächsische Beschäftigte erfolgreich
BERLIN — Fast jeder dritte Smart-
DRESDEN — Die
phone-Nutzer in Deutschland
möchte für öffentliche Verkehrsmittel mit seinem Mobiltelefon bezahlen. Das ergab eine repräsentative
Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. In anderen Bereichen
ist die Akzeptanz der neuen Zahlungsmethode geringer: Ein Parkticket würden noch 24 Prozent der Befragten mobil bezahlen und fast je-
der Fünfte möchte Tickets für Freizeitaktivitäten damit kaufen. Momentan bezahlen nur wenige Menschen in Deutschland mit dem
Smartphone. Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder glaubt aber,
dass sich das in einem nicht näher
genannten Zeitraum ändern wird:
„In Zukunft wird die Mobile Wallet
die Geldbörse komplett ersetzten.“
Eine geringe Nachfrage für neue
Zahlungsmethoden gibt es im Einzelhandel. Möbel, Kleidung oder
Elektrogeräte will die große Mehrheit also noch mit ihrem Portemonnaie bezahlen. Ähnlich sieht es
beim Bäcker, Friseur oder am Kiosk
aus: Nur 13 Prozent können sich
hier vorstellen, ihr Smartphone zu
zücken. In Cafés und Restaurants
möchte gerade einmal jeder Vierzehnte damit bezahlen. (dpa)
zweite Verhandlungsrunde für den ÖPNV-Regionalverkehr in Sachsen hat ein Ergebnis
gebracht. Nach Angaben von Verdi
wurden die Tarifverhandlungen für
die Arbeitnehmer im regionalen Linienverkehr Sachsen Ende Februar
fortgeführt und sind mit folgenden
Ergebnissen beendet worden. So
werde für alle Vergütungsgruppen
und -stufen pro Monat ein Festbe-
trag von 100 Euro gezahlt. Auch die
Ausbildungsvergütung wird im Monat um 100 Euro nach oben angepasst. Ab 1. März 2016 sollen dann
für alle Vergütungsgruppen monatlich zusätzlich 60 Euro gezahlt werden. „Erstmalig werden sich dadurch die Einkommen aller 2600 im
ÖPNV Beschäftigten gleichmäßig
entwickeln“, sagte Verdi-Sprecher
Jürgen Becker. (fp)
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
00-24
010052telecom 1,27
star79
1,68
010052
01079
Ortsnetzgespräche
Zeit
Anbieter
Montag bis Freitag
Preis
Vorwahl
7-19
1,42
1,43
0,54
0,92
01038
01028
01070
01013
1,12
1,14
01038
01088
19-7
tellmio
Sparcall
Arcor
Tele2
Sonnabend, Sonntag, Feiertag
00-24
tellmio
01088telecom
zu den Mobilnetzen
Zeit
täglich
Anbieter
Preis
Vorwahl
00-24
010018
Ventelo
1,98
3,39
010018
01040
Arbeitslosigkeit in Europa auf Dreijahrestief
Der Anteil der Menschen
ohne Job sinkt zwar langsam, aber stetig. Düster
bleibt die Lage jedoch in
Griechenland und Spanien
VON RENÉ WAGNER
BRÜSSEL — Die Euro-Zone quält sich
Tarife mit Einwahlgebühr oder Abrechnung schlechter als
Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 2. 2. 2015, 11 Uhr. Kurzfristige Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter
mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
aus dem Konjunkturtal. Zu Jahresbeginn fiel die Arbeitslosigkeit überraschend auf den niedrigsten Stand
seit fast drei Jahren. Die Industrie bestätigte im Februar ihren leichten
Aufwärtstrend. Fortschritte machen
hier vor allem die langjährigen Kri-
senstaaten Irland und Spanien. Dagegen sieht es in Frankreich nach
wie vor düster aus.
Die Arbeitslosenquote gab im Januar auf 11,2 Prozent nach, wie das
Statistikamt Eurostat gestern in
Brüssel erklärte. „Das ist der niedrigste Wert seit April 2012“, hieß es.
Im Dezember waren es noch 11,3
Prozent. Insgesamt hatten gut 18
Millionen Männer und Frauen keinen Job - 140.000 weniger als im Dezember. Die niedrigste Arbeitslosigkeit nach vergleichbarer EU-Rechnung wies Deutschland mit 4,7 Prozent aus, gefolgt von Österreich mit
4,8 Prozent. Schlusslichter bleiben
Griechenland mit 25,8 Prozent (im
November) und Spanien mit 23,4
Prozent. Der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt könnte sich fortsetzen,
wie die Umfrage des Markit-Instituts unter Tausenden Unternehmen
im Euro-Raum signalisiert. Dessen
Barometer für die Industrie verharrte im Februar mit 51 Zählern über
der Marke von 50 Punkten, ab der
Wachstum angezeigt wird. „Doch
lassen sich in den einzelnen Ländern deutlich unterschiedliche
Wachstumsgeschwindigkeiten beobachten – vom keltischen Eilmarsch bis hin zum gallischen
Trott“, sagte Markit-Chefvolkswirt
Chris Williamson. So blieb der Einkaufsmanagerindex in Frankreich
deutlich unter der Wachstumsschwelle. „Frankreich bereitet nicht
nur deshalb die größten Sorgen, weil
es den anderen Ländern hinterherhinkt, sondern weil es auch als einziges Land einen verstärkten Rückgang verzeichnet hat“, betonte Williamson. Auch in Griechenland und
Österreich schrumpfte die Industrie.
Aufwärts geht es vor allem in Irland:
Dort erreichte das Barometer mit
57,5 Zählern den besten Wert seit 15
Jahren. Mit Spanien verbesserte sich
noch ein anderes Krisenland spürbar. „Deutschland, die Niederlande
und Italien können nur mittelmäßige Zuwächse vorweisen“, sagte Williamson. Die EU-Kommission traut
der Währungsunion in diesem Jahr
ein Wachstum von 1,3 Prozent zu,
nach 0,8 Prozent 2014. (dpa/rtr)
Die Jugendarbeitslosigkeit (im Foto
eine Arbeitsvermittlung in Portugal)
war in der Eurozone bislang ein großes Problem.
FOTO: MIGUEL A. LOPES/DPA
8 Freie Presse
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
Dienstag, 3. März 2015
Die Queen im Geldbeutel
ALEXANDERPLATZ
Haftstrafe für
Messerattacke
BERLIN — Rund ein halbes Jahr nach
einem tödlichen Messerangriff am
Berliner Alexanderplatz hat das
Landgericht in der Hauptstadt den
Täter zu sieben Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Der 19Jährige sei des Totschlags schuldig,
entschieden die Richter gestern. Im
August 2014 hatte der damals 18jährige Angreifer dem 30 Jahre alten
Opfer ein langes Messer in die Herzgegend gerammt. Der Bademeister
verblutete. Zuvor hatte der 30-Jährige einen Streit schlichten wollen.
Der 19-Jährige hatte den Stich zugegeben, zugleich aber erklärt, er habe
nicht töten wollen. Sein Opfer kannte er nicht. Die Staatsanwaltschaft
hatte auf Mord plädiert. (dpa)
Räuber landet im OP
statt im Gefängnis
cken und ein paar Lachfalten ums Auge: So
lächelt die britische Königin demnächst aus
den Portemonnaies der Briten. Die Royal
Mint – die Münzprägeanstalt, die seit mehr
als 1000 Jahren für englische Münzen zuständig ist, hat gestern in London ein neues
FRANKFURT (ODER) — Bundespolizis-
ten haben einen Räuber, gegen den
ein Münchner Haftbefehl vorliegt,
in einem Reisebus auf der A 12 in
Brandenburg gestoppt. Statt ins Gefängnis geht es aber für ihn erst einmal auf den Operationstisch: Der
31-Jährige hat einen Löffel im
Bauch. Diesen habe er in Lettland
verschluckt, gab der Gesuchte nach
seiner Festnahme am Sonntag zu
Protokoll. Die Beamten brachten
den Mann vorsichtshalber zur Untersuchung in eine Klinik – und erhielten mit einem Röntgenbild des
Darms den Beweis. Nun wird der
Mann operiert, bevor der Haftbefehl
vollstreckt wird. „Warum er den Löffel verschluckt hat, blieb unbekannt“, sagte eine Sprecherin. (dpa)
LOS ANGELES
Polizisten erschießen
Obdachlosen
EIN VIDEO, das das Gerangel zeigt, können Sie ansehen,
wenn Sie den Code mit Ihrem
Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/obdachloser
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 2. März: 1, 4, 7, 8, 17, 21,
23, 24, 34, 37, 38, 41, 44, 45, 47, 52, 55,
58, 66, 70
Zusatzlotterie Plus 5: 41282
Auswahlwette
6, 25, 26, 28, 37, 41, Zusatzspiel: 11
Ergebniswette
1, 2, 1, 1, 1, 0, 1, 1, 2, 1, 0, 1, 1
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: unbesetzt,
Kl. 3: 21.592,70 ¤, Kl. 4: 4464,00 ¤,
Kl. 5: 308,40 ¤, Kl. 6: 52,50 ¤, Kl. 7:
30,40 ¤, Kl. 8: 11,60 ¤, Kl. 9: 5,00 ¤.
Ergebniswette
Kl. 1: 1668,10 ¤, Kl. 2: 52,10 ¤,
Kl. 3: 6,80 ¤, Kl. 4: 1,90 ¤
Auswahlwette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: unbesetzt,
Kl. 3: 2989,20 ¤, Kl. 4: 68,70 ¤,
Kl. 5: 15,50 ¤, Kl. 6: 5,60¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Jahren. Die Queen trägt darauf das Diadem,
das sie auf dem Weg zur Krönung auf dem
Kopf hatte, und tropfenförmige Ohrringe
(rechts). Sie ist – wie auf allen Münzen – im
Profil abgebildet. Man sieht ihre rechte Gesichtshälfte, und sie scheint ein wenig zu lächeln. Damit unterscheidet sich das Bild von
dem Vorgänger-Porträt aus dem Jahr 1998,
auf dem Elizabeth strenger schaut. Ihr Kinn
wirkt ein bisschen straffer, dafür sind die Falten ums Auge dazugekommen. Das neue Porträt hat der 34 Jahre alte Illustrator und Designer Jody Clark entworfen.
Sprunglehrer rettet bewusstlosen
Schüler in letzter Sekunde
Ein Australier bekommt
während eines Fallschirmsprunges einen epileptischen Anfall. Ohnmächtig
fällt er in die Tiefe, bis sein
Lehrer ihn packt und die
Reißleine zieht. Das Video
ist ein Internet-Hit.
LOS ANGELES — US-Polizisten haben
bei einer Auseinandersetzung in Los
Angeles einen obdachlosen Mann
erschossen. Vier Polizisten hätten
vor den tödlichen Schüssen mit dem
Mann gerungen, berichtete die „Los
Angeles Times“ gestern. Dabei soll
der Obdachlose versucht haben,
nach der Waffe eines der Polizisten
zu greifen. Dann sollen die Polizisten versucht haben, den Mann mit
einer Elektroschock-Pistole unschädlich zu machen. Augenzeugen
gaben an, dass der Obdachlose unbewaffnet gewesen sei. Am Tatort sei
auch keine weitere Waffe gefunden
worden. (dpa)
Porträt von Elizabeth II. vorgestellt. Noch
gestern sollten die ersten Pfund- und PennyStücke mit dem Abbild der 88 Jahre alten
Monarchin geprägt werden. Die Queen ist
auch auf englischen Banknoten zu sehen. Es
ist das fünfte britische Münz-Porträt der Königin seit ihrem Regierungsantritt vor 63
VON BARBARA BARKHAUSEN
SYDNEY — Der
nervenaufreibende
Fallschirmsprung des 22-jährigen
Australiers Christopher Jones zieht
die Menschen aus aller Welt in den
Bann. Seit Jones das Material, das die
Helmkamera seines Fallschirmlehrers gefilmt hatte, am Sonntag auf
Youtube hochgeladen hat, haben es
über drei Millionen Menschen angesehen.
Im Video sieht man, wie der junge Mann aus Perth über dem westaustralischen Pinjarra aus dem Flugzeug springt. Als er auf Anweisung
seines Lehrers versucht, sich nach
links zu drehen, bekommt der 22Jährige urplötzlich einen epileptischen Anfall – in fast drei Kilometern Höhe. Bewusstlos wird er da-
raufhin in der Luft umhergeschleudert, einen kurzen Moment lang rast
er auf den Lehrer zu, bevor er unkontrolliert in die Tiefe stürzt. Erst nach
weiteren, nervtötenden Sekunden
fliegt er wieder auf den Lehrer zu.
„Glücklicherweise gelingt es meinem Lehrer, meine Reißleine in etwa 4000 Fuß Höhe zu ziehen“,
schrieb Jones auf Youtube. In etwa
3000 Fuß Höhe – also weniger als einen Kilometer vom Boden entfernt
– kommt Jones schließlich wieder
zu sich und kann sicher landen.
Der Vorfall ereignete sich bereits
im November, doch der Australier
war danach auf Weltreise und konnte das Material erst jetzt hochladen.
Christopher Jones wollte das Fallschirmspringen lernen, da er sich
seinen Traum, Pilot zu werden, aufgrund seiner Epilepsie nicht erfüllen konnte. „Ich hatte immer das Gefühl des Fliegens haben wollen, deswegen dachte ich, nachdem ich ja
wegen meiner Krankheit kein Flugzeug fliegen kann, dass ich es einfach mal ausprobieren würde“, sagte
Mehr als drei Millionen Mal wurde das Youtube-Video über Christopher JoBILDSCHIRMFOTO: FP
nes’ Rettung in der Luft bereits angeklickt.
Jones dem Sender ABC. Er selbst hätte nicht viel Erinnerung an den dramatischen Tag. „Ich erinnere mich
bis an den Punkt, an dem ich ohnmächtig wurde, und dann wieder,
als ich unter dem Fallschirm in etwa
3000 Fuß Höhe aufwachte.“
Dass er trotz seiner Epilepsie
überhaupt fliegen durfte, lag daran,
dass er seit vier Jahren keinen Anfall
mehr gehabt hatte und einen Brief
seines Arztes vorlegte, der keinerlei
Bedenken äußerte. Leider habe das
nur nicht zugetroffen, sagte der Inhaber des westaustralischen Skydiving-Unternehmens WA Skydiving
Academy, Robin O’Neill der ABC.
„Das war damit das Ende seiner Fallschirmkarriere.“ Obwohl das rasche
Eingreifen des Fallschirmlehrers,
der die Reißleine für Jones zog, beachtlich war – das Leben des 22-Jährigen wäre laut der Firma auch ohne
diesen Stunt nicht gefährdet gewesen. Alle ihre Fallschirme verfügen
über einen automatischen Auslöser,
der die Schirme öffne, sobald eine
gewisse Geschwindigkeit und Fallhöhe erreicht seien. (café)
DAS VIDEO von der spektakulären Rettung können Sie
aufrufen, wenn Sie diesen
Code mit dem Smartphone
scannen. » www.freiepresse.de/rettung
Empörung über Torero-Kindertraining
Mit den blutigen Stierkampf-Spektakeln werden
in Spanien Milliarden umgesetzt. Noch immer
durchlaufen selbst kleine
Kinder Matadoren-Trainings. Ein Kongress löst
jetzt heftigen Protest aus.
VON EMILIO RAPPOLD
MADRID/ALBACETE — Beim
Anblick
der Bilder aus Albacete bekommen
viele Spanier Wutanfälle. Bei einem
Stierkampf-Massentraining auf dem
Altosano-Platz der südöstlichen
Stadt machen auch Kleinkinder mit.
Begeisterte Eltern und Großeltern
rufen immer wieder „Olé“, fotografieren und filmen stolz ihre Sprösslinge. Sogar Zwei- und Dreijährige
schwingen bei dem StierkampfKongress das rote Tuch und machen
jene Bewegung nach, mit der der
„Matador“ dem Tier mit seinem
Schwert in den Nacken sticht, um
ihn zu töten, wie etwa die Zeitung
„El Diario“ berichtet. In Spanien, wo
der Stierkampf vor allem unter den
Jüngeren immer mehr an Attraktivität verliert, ist die Empörung groß.
„Das ist obszön“, sagt etwa Marta Esteban, die Präsidentin der Tierschutzorganisation „La Tortura no
es Cultura“ (LTNEC/Tortur ist nicht
Kultur). Und „El Diario“ klagt, den
Kindern in Albacete sei regelrecht
„das Töten beigebracht“ worden.
Das Stierkampf-Massentraining
am Wochenende war Teil des Rahmenprogramms des I. Internationalen Kongresses für Stierkampfkunst.
Für Ärger sorgt allein schon, dass das
Treffen von rund 400 Kämpfern, Experten, Politikern, Unternehmern,
Züchtern und Intellektuellen aus
neun Ländern von öffentlichen Stellen mitfinanziert und mitorganisiert wurde. Überdies rief Kulturund Bildungsminister José Ignacio
Wert seine Landsleute und die Behörden energisch dazu auf, eine Initiative zu starten, um den Stier-
kampf von der Kulturorganisation
der Vereinten Nationen (Unesco)
zum Weltkulturerbe erklären zu lassen. Diese Initiative sei irrsinnig,
schimpft Tierschützerin Esteban.
Noch mehr Unmut löst unter Tierschützern und vielen Oppositionspolitikern aber die Forderung von
Rednern aus, Stierkampf in Spanien
Ein Kleinkind übt sich in Spanien als
Matador.
FOTO: JAVIER LIZON/DPA
zum Schulfach zu machen. Ein solcher Antrag verstoße gegen den Aufruf des UN-Komitees für Kinderrechte, die Kinder vor der „physischen und psychischen Gewalt“ des
Stierkampfes zu schützen, erklärt
die LTNEC.
Esteban ist allerdings davon
überzeugt, dass „die Tage des Stierkampfes in Spanien gezählt sind,
weil die Gesellschaft das so will“. Die
Tradition werde in erster Linie mit
öffentlichen Subventionen von
mehreren hundert Millionen Euro
jährlich künstlich am Leben gehalten, die auch aus EU-Hilfsgeldern
für Viehzucht stammten. Obwohl in
Spanien mit dem blutigen Spektakel Schätzungen zufolge jährlich bis
zu 2,5 Milliarden Euro umgesetzt
werden, fanden 2013 nur noch 2000
„Corridas“ statt – 40 Prozent weniger
als fünf Jahre zuvor. Aber: Immerhin
mehr als 600.000 Spanier haben ein
Volksbegehren für eine Gesetzesvorlage unterschrieben, mit der der
Stierkampf Ende 2013 zum „immateriellen nationalen Kulturerbe“ erklärt wurde. (dpa)
FOTOS: SUZANNE PLUNKETT/REUTERS, ANDY RAIN/DPA
DISNEY-FILM
Grummelige Katze
bei Weltpremiere
LOS ANGELES — Die immer mürrisch
dreinblickende Katze „Grumpy Cat“
hat bei der Weltpremiere des Disney-Films „Cinderella“ Aufsehen erregt. Sie wurde am Sonntagabend
(Ortszeit) in Los Angeles über den
roten Teppich getragen. Warum das
Tier neben Stars wie Cate Blanchett
zur „Cinderella“-Premiere kam, war
nicht ganz klar. Immerhin gibt es in
dem Film auch eine mürrische Katze namens Lucifer. „Grumpy Cat“ ist
ein Internet-Phänomen mit eigenem Manager, Youtube-Kanal und
Fanartikel-Shop. „Grumpy“ ist das
englische Wort für „grummelig“,
„mürrisch“. Dass die Katze so guckt,
liegt aber nicht an ihrer Laune:
Schuld daran ist ein genetisch bedingter kleiner Unterbiss, genannt
„feliner Kleinwuchs“. (dpa/fp)
„Grumpy Cat“ auf dem Weg zur FilmFOTO: NINA PROMMER/DPA
premiere.
EIN VIDEO zum Auftritt von
„Grumpy Cat“ können Sie aufrufen, wenn Sie diesen Code
mit dem Smartphone scannen. » www.freiepresse.de/grumpycat
LEUTE HEUTE
Christian Tews (34), Ex-Bachelor,
hat sich verlobt. Er heiratet aber
nicht seine Auserwählte aus der
RTL-Show, sondern
seine neue Freundin Claudia Lösch
(38). „Ja, wir werden im Sommer
heiraten“, sagte er.
„Noch nie war ich
mir so sicher wie
bei Claudia. Deshalb fiel mir der Schritt nicht
schwer, sie zu fragen, ob sie meine
Frau werden will.“ (dpa)
FOTO: JENS KALAENE/DPA
Diadem auf dem Kopf, sorgfältig gelegte Lo-
Mick Schumacher (15), Michael
Schumachers Sohn, startet eine
Karriere in der Formel 4. Nach Erfolgen im Kartsport
hat ihn das niederländische
Team
Van Amersfoort Racing unter Vertrag
genommen, teilte
der Rennstall gestern mit. Sein erstes
Rennen soll Mick
Schumacher am
25. April in Oschersleben (SachsenAnhalt) fahren. (dpa)
FOTO: FREDRIK VON ERICHSEN/DPA
VERSCHLUCKT
PLAUENER ZEITUNG
Freie Presse
Dienstag, 3. März 2015
MOMENT MAL
Nagelprobe
Wohl dem, der den Nagel auf den
Kopf trifft. Ob nun mit dem Hammer oder bloß mit Worten. Fingerund Zehennägel trage ich stets am
Mann. Hingegen fehlte mir neulich
ein Befestigungsstift zum Aufhängen eines Bildes. Der nächste Baumarkt war zwar nicht zugenagelt,
aber geschlossen. Zum Glück hatte
in der Nachbarschaft ein „Nagelstudio“ geöffnet. Drinnen sah es komisch aus. Einen 40-er Nagel verkaufte mir das Fräulein mit den
kunterbunten Fingernägeln nicht.
Eine patzige Bemerkung gab es gratis. Immerhin blieb mir ein blaugepochter Daumennagel erspart.
Vorerst. (ach)
Europäer verbrauchen statistisch gesehen 176 Plastiktüten, Deutsche 71. Pro
Kopf und Jahr. Für den
Einwegbeutel müssen
Kunden auch in Plauen
jetzt immer öfter zahlen.
PLAUEN — Den kostenlosen Plastik-
PLAUEN — Die Polizei hat am Sonntagmittag nach einem Bürgerhinweis in einem Haus an der Karolastraße einen Einbrecher gestellt.
Dieser hatte sich, nachdem er die
Haustür und eine Tür zu einem Versicherungsbüro aufgebrochen hatte,
auf dem Dachboden versteckt. Wie
die Polizei gestern mitteilte, handelte sich bei dem Täter um einen 32jährigen Leipziger. Er stand zur Tatzeit unter Einfluss von Drogen. Die
Polizei stellte eine Spritze sicher, mit
welcher er sich kurz zuvor Heroin
injizierte. Gegen den 32-Jährigen lag
außerdem ein Haftbefehl vor. Nach
einer ärztlichen Untersuchung wurde der junge Mann in die Justizvollzugsanstalt Zwickau gebracht. (bju)
LANDESAUSSTE LLUNG
Plauener Bewerbung
liegt jetzt in Dresden
PLAUEN — Die Bewerbung der Stadt
Plauen für die Landesausstellung
„Industriekultur in Sachsen“ 2018
liegt jetzt in Dresden. Neben einem
Anschreiben des Oberbürgermeisters enthält das „Bewerbungspaket“
eine Mappe mit ausführlicher Dokumentation und Argumentation,
warum sich Plauen mit dem Gelände der Hempelschen Fabrik für die
Landesausstellung bewirbt. „Plauen
hat alles getan, um mit dieser neuerlichen Bewerbung eine Chance auf
die Ausstellung zu erhalten, nun
muss die Landesregierung die Entscheidung treffen“, sagte gestern
Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer
(FDP). Die Hempelsche Fabrik erfüllt aus Sicht der Plauener Stadtverwaltung alle Kriterien an den Ausstellungsort und lasse sich bei zeitnaher Entscheidung und mit Unterstützung durch den Freistaat fürs
Jahr 2018 herrichten. Ziel sei es,
nach rund einjähriger Planungsphase im Mai 2016 mit den Bauarbeiten
zu beginnen, heißt es. (bju)
STADTARCHIV
tüten sagen in Plauen mehr und
mehr Einzelhändler und Filialisten
den Kampf an. Der Drogeriemarkt
Müller will so einen Umweltbeitrag
leisten.
Filialleiterin
Gabriele
Gaube: „Wir haben die Bezahlung
am 2. Februar eingeführt, und unsere Kunden finden es im Großen und
Ganzen gut, dass für die WegwerfPlastiktüten
neuerdings
fünf,
zehn oder gar 15 Cent das Stück zu
löhnen sind.“ Klar, es gebe auch Personen, die würden meckern, so
Gaube. Sie hofft, dass noch mehr
Kunden zum Nachdenken angeregt
werden. Immerhin haben früher
rund 1000 Müller-Tüten pro Tag die
Drogerie verlassen, so ihre Schätzung.
Umweltschutz oder Abzocke?
Manche Kunden äußern mit Blick
auf die Bezahl-Taschen ihr Unverständnis. Sie sprechen von Abzocke.
Passant Olaf Schindler zum Beispiel
meint: „Wenn ich in einem Laden
schon einiges an Geld gelassen habe,
erwarte ich einfach, dass mir mein
Einkauf verpackt wird. Da geht‘s
ums Prinzip.“
Ähnlich denkt auch Ulrich BornFrontsberg, Inhaber des Foto-Express am Altmarkt: „Natürlich freue
ich mich, wenn jemand einen Beutel
dabei hat.“ Er habe in letzter Zeit ein
größeres Bewusstsein gegenüber der
GEÖFFNET ist die Jahresausstellung im
Stadtarchiv dienstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 15 Uhr und donnerstags von
9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Umwelt festgestellt, so der Geschäftsmann. Auch er lasse sich viel
verpacken, aber „nur wenn es
wirklich sein muss“. Die Chefin der
Müller-Drogerie wiederum sagt:
„Ich habe immer einen Beutel einstecken und lasse mir nie eine Tüte
geben.“
Denkt also jeder Kunde mit einem Extra-Beutel in der Tasche an
die Umwelt? Oder wollen einige einfach auf Nummer sicher gehen, falls
sie für die Tragetasche plötzlich
doch tiefer in die Geldbörse greifen
müssen? Das ist zum Beispiel bei
Pfennigpfeifer, Aldi oder im Kaufland schon länger Standard. Oder
bei Mäc Geiz, wie Matthias Leibe
vom dortigen Marketing informiert:
„Plastiktüten kosten bei uns schon
von Anfang an.“ Bei Blume 2000 gibt
es auch keine Gratis-Verpackung.
Die ausschließlich angebotenen Papiertüten kosten 20 Cent. Papier
kann kompostiert werden, ist biologisch abbaubar. Im Gegensatz zu
den meisten Plastikkarten.
Plastikmüll landet im Meer
Dabei sind es vor allem die dünnen
Bäcker- und Fleischer-Tütchen, die
im Visier von Umweltaktivisten stehen, denn sie können in der Regel
nicht wiederverwendet und schon
gar nicht recycelt werden. „Dieser
Plastikmüll ist es, der zumeist im
Meer landet und Tiere dort qualvoll
verenden lässt“, heißt es aus dem
Umweltbundesamt.
Neue Verordnung aus Brüssel
Ein gestern beschlossenes Gesetz
der Europäischen Union (EU) besagt, dass die EU-Staaten künftig die
Beutel national verbieten dürfen.
Nicht betroffen von dem Vorhaben
sind robuste, mehrfach verwendbare Tüten. Jeder Bürger in Europa soll
bis Ende 2025 im Schnitt nur noch
40 Beutel verbrauchen, so die FordeSeite 6: Bericht
rung der EU.
Virginia List (links) und ihre Freundin Antonia Lindenlaub stöbern gern in den Geschäften der Stadt. Sie lassen sich
FOTOS: ELLEN LIEBNER (4)
dabei auch mal mit einer Tüte versorgen. Am liebsten ohne Aufpreis.
Alternativen zur Plastiktüte: Vogtländer zeigen, womit sie in die Stadt einkaufen gehen
Einkaufen mit dem Korb
...mit dem Stoffbeutel
...mit der Umhängetasche
Bettina Keßler (42) erledigt kleine
Einkäufe in ihrer Mittagspause. Im
Auto hat sie stets einen praktischen
Korb. Dort lassen sich Obst, Gemüse
und die typischen Alltagskäufe ordentlich verstauen. „Ohne meinen
Korb trifft man mich niemals an,
wenn ich in der Stadt bin“, sagt sie.
Plastiktüten kommen für sie nicht
in die Tüte.
Dieter Reidel (65) aus Landwüst
bummelt gern mit seiner Frau Ursula durch Plauen. Für alle Fälle hat das
Ehepaar immer ein Stoffbeutelchen
einstecken. Und wenn’s doch mal
ein Einkaufstasche aus Kunststoff
sein muss, dann passen garantiert
die Produkte aus mehreren Läden
dort hinein. Besonders beliebt sind
bei Reidels Beutel mit Sprüchen.
Tanja Hillig (35) wohnt erst seit
kurzem wieder in Plauen. In Dresden hat sie sich angewöhnt, nie ohne Zusatz-Beutel aus dem Haus zu
gehen. Für den Notfall ist aber auch
die Umhängetasche groß genug.
„Die ist recycelt und sieht außerdem
klasse aus“, freut sich die junge Frau.
Wie sie berichtet, wurde die Tasche
aus Lkw-Reifen gefertigt.
Hühner gackern wieder im Freien
Ostvorstadt im Blickpunkt
Landratsamt hebt für den Vogtlandkreis die Stallpflicht für Geflügel auf
Rathaus nimmt am 18. März Stadtteil unter die Lupe
PLAUEN — Der Vogtlandkreis hat die
PLAUEN — Die nächste Ortsbegehung
Stallpflicht für Geflügel aufgehoben. Damit können Geflügelhalter
ihre Tiere ab sofort auch wieder in
den Risikogebieten im Freien gackern lassen.
Seit Anfang Februar hatte es zum
Schutz vor der Vogelgrippe in Gebieten um die Talsperren Pöhl, Pirk und
Dröda sowie beidseits der Weißen
Elster Einschränkungen gegeben. In
einer 500 Meter breiten Zone mussten die Tiere vorübergehend rund
um die Uhr im Stall bleiben. Geflügelhalter sollten trotz Aufhebung
der Stallpflicht bestimmte Sicherheitsmaßnahmen einhalten, empfahl das Veterinäramt des Vogtland-
kreises gestern. So seien Futter- und
Einstreulager vor Wildvogeleinflug
und Verunreinigungen durch Wildvögel zu schützen. Oberflächenwasser sollte nicht zur Tränkung verwendet werden. Ebenso empfohlen
wird Schutzkleidung. Die Schuhe
sollten vor Betreten der Stallanlagen
gewechselt werden. (bju)
mit Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und Mitarbeitern der
Stadtverwaltung führt am Mittwoch, 18. März von 10 bis 12 Uhr
durch die Ostvorstadt. Treffpunkt ist
der Platz vor dem Indoor-Spielplatz
„Happy Kids“ an der Gebrüder-LayStraße. Ausgewertet wird die Bege-
Zinslast sinkt: 20.000 Euro jede Woche
Stadtbilder nur noch Trotz Finanzmisere will
kurze Zeit zu sehen Plauen seinen SchuldenPLAUEN — Die Fotoausstellung „Rudolf Fröhlich – Ein Plauener Fotograf sieht seine Stadt“ kann im Stadtarchiv nur noch bis zum 26. März
besucht werden. Zu sehen sind Aufnahmen vom Plauener Stadtbild,
von sportlichen und kulturellen Ereignissen der Vergangenheit, von
der Friedlichen Revolution 1989/90
sowie aus der jüngeren Geschichte
von Plauen. Wie die Stadtverwaltung gestern berichtete, beginnen
Ende März die Vorbereitungsarbeiten für die nächste Jahresausstellung. Diese wird am 10. April eröffnet und widmet sich dem Kriegsende vor 70 Jahren. (bju)
037421 560-15445
red.ovl@freiepresse.de
Plastikbeutel:
Händler halten
die Hand auf
VON SABINE SCHOTT
Drogenabhängiger
bricht in Haus ein
RONNY HAGER
Seite 9
NACHRICHTEN
FESTNAHME
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
berg weiter abbauen. Auf
mittlere Sicht zahlt sich
das richtig aus.
Die Kämmerin kämpft dafür, diesen Kurs zu halten. Denn die niedrigen Zinsen wecken im Stadtrat Begehrlichkeiten. Könnte Plauen seine
Kredite nicht auf die ganz lange
Bank schieben, um höhere Steuern
zu vermeiden? „Nein“, sagt Göbel.
Ihre Spielräume habe sie bereits aus-
gereizt. Wo Kredite zur Umschuldung anstehen, sei bereits eine sogenannte Tilgungsstreckung eingeplant. Darlehen wurden bis auf eine
Laufzeit von 40 Jahren verlängert.
Die Schuldenkurve zeigt zudem,
dass es nach Jahren des gleichmäßigen Schuldenabbaus in diesem Jahr
VON TINO BEYER
Entwicklung der Plauener Schulden
PLAUEN — Plauen steuert auf die
Golf-Klasse zu: Zahlt die Stadt wie
geplant ihre Schulden zurück, muss
Kämmerin Ute Göbel in vier Jahren
noch 20.000 Euro Zinsen pro Woche
an die Banken überweisen. Das entspricht in dem Preis eines neuen
VW Golf in einfachster Ausstattung.
Noch vor zwei Jahren rangierte Plauen in der Mittelklasse – um beim Auto-Vergleich zu bleiben. Da gingen
jede Woche 30.000 Euro für Zinsen
drauf – so viel kostet ein 3er BMW.
70
62,5
55,6
60
52,7
54,5
50,5
53,0
51,5
50
48,4
49,8
40
45,5
Angaben in Millionen Euro
30
20
10
Geplant ab 2016
1.1.2011
1.1.2013
1.1.2015
2017
1.1.2012
1.1.2014
2016
2018
Ariane Bühner
2019
2020
Zahlen gerundet / Quelle: Stadt Plauen
erstmals wieder aufwärts geht. Dieser Haken hängt jedoch nicht mit
der schwierigen Finanzlage zusammen, sondern mit dem Bau des
Landratsamtes. Die Stadt unterstützt den Bau des Landkreises in der
Plauener City planmäßig mit einem
Millionenbetrag.
Im Städte-Vergleich mit den
Oberzentren Zwickau und Görlitz
befindet sich Plauen in der Mitte. In
der Spitzenstadt betrug die ProKopf-Verschuldung (Stichtag Ende
2013) 795 Euro pro Einwohner. In
Görlitz lag sie mit 831 Euro darüber,
in Zwickau mit 579 Euro darunter.
Der Richtwert des Freistaates Sachsen für kreisangehörige Städte liegt
bei 850 Euro je Einwohner. Diese
Latte reißt Plauen auch Ende dieses
Jahres nicht. Mit einem Schuldenstand von dann 847 Euro pro Einwohner kommt die Stadt aber
knapp darunter über die Ziellinie.
hung am Mittwoch, 29. April, 19.30
Uhr, in der Aula der Kemmlerschule.
Bürger der Stadt können bereits
jetzt im Bürgerbüro (Telefon 03741
291-2222) Hinweise hinterlassen,
was ihnen in der Ostvorstadt auf den
Nägeln brennt. Welche Straßen und
Plätze sind im schlechten Zustand?
Wo gibt es Gesprächsbedarf? (bju)
BERLIN-MESSE
Vogtland-Touristiker
werben auf der ITB
PLAUEN — Der Tourismusverband
Vogtland steuert auf den Messehöhepunkt in diesem Jahr zu: Ab morgen präsentieren sich die Touristiker
der Region auf der ITB in Berlin am
Gemeinschaftsstand des Reiselandes Sachsen. Die ersten drei Tage
sind ausschließlich Fachbesuchern
vorbehalten. Am Wochenende öffnen sich die Tore dann auch für Endverbraucher. „Wir freuen uns auf die
zahlreichen Termine mit Fachbesuchern sowie Geschäftspartnern und
die direkten Gespräche mit unseren
potenziellen Gästen“, so der neue
Geschäftsführer des Tourismusverbandes Vogtland, Andreas J. Kraus.
Im Mittelpunkt steht nach der Fusion mit dem Thüringer Vogtland
Tourismus die zukünftige länderübergreifende Vermarktung des
Vogtlandes. „Das Vogtland ist positiv
in aller Munde“, so Kraus. (bju)
10 Freie Presse
PLAUENER ZEITUNG
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110, Feuerwehr und Rettungsdienst 112, Giftnotruf 0361 730730
laitiene, Klosterstraße 7,
03741 3836555, 03741 457222
ALLGEMEINMEDIZIN
Plauen Stadt und Landkreis Vogtland:
19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117,
03741 457222
Elsterberg: 19 - 7 Uhr, Rufbereitschaft, 116117, 0365 412176
AUGENARZT
Plauen: 19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung, Dr. Eva-Maria
Gramer, Reichenbach, 03765 719311,
0157 73991357, 03741 457222
KINDERARZT
Plauen: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde
19 - 22 Uhr, FÄ Ramune Kaiser-Myko-
APOTHEKEN
Plauen: 8 - 8 Uhr, Süd-Apotheke,
Gebrüder-Lay-Straße 26,
03741 470222
Mühltroff: 8 - 8 Uhr, Löwen-Apotheke,
August-Bebel-Platz 8, 036645 22280
Dienstag, 3. März 2015
Koch-Lehrlinge zaubern
Salat-Teller wie gemalt
Vortrag zu Ergebnissen
der Ausgrabungen Ende
März im Plauener Ratssaal
TIERARZT
Plauen: 16 - 6 Uhr, Großtiere,
Dr. Jürgen Wilhelm, 037431 3378
Plauen: 18 - 22 Uhr, Kleintiere,
Dr. Mario Werrmann, 03741 709429
Plauen Umland: 16 - 6 Uhr,
DVM Gerdhold Werner, 036645 22259
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66,
03744 212471
PLAUEN — Wochenlang haben Ar-
A N ZE I G E
Sie erreichen uns unter
dem kostenlosen Service-Telefon
Montag bis Freitag 6.00 bis 18.00 Uhr · Samstag 6.00 bis 13.00 Uhr
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WIR GRATULIEREN
Mühltroff: Franz Endler 70 Jahre.
Pausa: Thea Wohlleben 86 Jahre.
Herlasgrün: Wolfgang Tunger 80 Jahre. Jocketa: Heinz Ohlendorf 79 Jahre. Schönberg: Heinz Bernhardt
79 Jahre. Rodau: Jochen Dietze
74 Jahre. Syrau: Werner Ruttkowski
76 Jahre. Theuma: Dorothea Schmidt
71 Jahre.
Allen die besten Wünsche!
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Altmarkt, Hofwiesenstraße, Ortsteil Großfriesen; Lengenfeld, Treuensche Straße; Rodewisch,
Auerbacher Straße; Bergen, Plauensche Straße; Neuensalz, B 173; Ober-
pirk, Schleizer Straße; Elstertal,
Adorfer Straße.
Morgen: Plauen, Kleinfriesener Straße, Haselbrunner Straße, August-Bebel-Straße.
Schlossberg:
Archäologen
stellen ihre
Funde vor
Diese sechs Lehrlinge haben sich ins Finale des Sternquell-Kochpokals gearbeitet: Martin Findeisen, Henry Decker,
FOTO: SILKE KELLER-THOSS
Tobias Kad, Andre Ottiger, Maximilian Beeger und Markus Dressel (von links).
Sechs Kochlehrlinge haben
die erste Hürde auf dem
Weg zum diesjährigen
Pokal der SternquellBrauerei genommen. Das
Finale ist am 27. März.
VON RENATE GÜNTHER
PLAUEN/FALKENSTEIN — Zwölf Bewer-
ber hatten sich für den 22. Kochwettbewerb der Sternquell-Brauerei
angemeldet, neun sind am Samstag
im Beruflichen Schulzentrum Falkenstein erschienen – sechs haben
sich ins Finale gekocht. Das sind
Martin Findeisen (Ausbildungsbetrieb Café am Markt, Zwickau), Henry Decker (Gasthof Zwoschwitz), Tobias Kad (Berufsgenossenschaftliche
Bildungsstätte Jößnitz), André Ottiger (Heiße Pfanne, Oelsnitz), Maximilian Beeger (Berufsgenossenschaftliche Bildungsstätte Jößnitz)
und Markus Dressel (Best Western
Hotel, Plauen). Findeisen besucht
das BSZ Schneeberg, die übrigen er-
halten ihre theoretische Ausbildung
am BSZ „Anne Frank“ Falkenstein.
Jeder darf bei diesem Wettbewerb
sein Glück zweimal versuchen, im
2. und noch einmal im 3. Lehrjahr.
Und so trat beispielsweise André
Ottiger aus Oelsnitz zum zweiten
Mal an. 2014 war er Dritter, diesmal
soll es noch besser werden, verriet er.
Das Landhotel Zwoschwitz schickte
zum ersten Mal einen Lehrling ins
Rennen. Henry Decker schaffte es
auch gleich ins Finale. Eine gute Adresse für die Kochausbildung ist
schon seit Jahren die Berufsgenossenschaftliche Bildungsstätte Jößnitz. Obwohl keine öffentliche Gaststätte, geschieht die Ausbildung so
umfassend, dass die jungen Köche
später auch in allen guten Häusern
arbeiten können. Bestes Beispiel war
der 28-jährige Sven Peters. Er lernte
einst in dem Jößnitzer Betrieb,
nahm zweimal am Kochwettbewerb teil, ging dann als Koch unter
anderem zu Käfer in München, nach
Kitzbühel und auf das Urlauberschiff Aida. Am Samstag bewertete
er als Jurymitglied die Leistungen
des Kochnachwuchses.
Die Koch-Azubis mussten am
Samstag innerhalb einer Stunde ein
Salatbukett zaubern. Dabei gingen
sie recht unterschiedlich zu Werke.
Der Zwickauer Martin Findeisen
agierte wie ein Profi völlig gelassen,
andere sausten mit hochrotem Kopf
durch die Lehrküche, um sich ihre
Zutaten zusammenzusuchen. Dann
wurden Salatblätter, Möhren, Kresse, Äpfel, Dill, Tomaten und Chicorée gewaschen und zerkleinert. Das
Dressing kam nicht aus der Flasche,
das fertigten sie selbst, oft aus Senf,
Honig, Gurkenbrühe und Olivenöl.
Am Ende sahen die Teller aus wie gemalt. Alles liebevoll arrangiert, mit
etwas Grünem verziert und einige
Male in drei verschiedenen Varianten präsentiert.
Nun haben die sechs Besten die
Chance, sich im Finale am 27. März
den Sternquellpokal zu sichern. Das
Thema wird dann sein „Ein Ostermenü mit Bier kreativ gestaltet“, wobei eine Speise des Drei-Gänge-Menüs mit Sternquellbier gekocht werden muss. Das spannende Finale
wird im Ausbildungsbereich Gastronomie der Fördergesellschaft für berufliche Bildung Plauen an der
Auenstraße 22 stattfinden.
chäologen das Gelände am Schlossberg untersucht, wo der neue Campus für die Studenten der Staatlichen Studienakademie entsteht.
Nun sollen in einem Vortrag die erste Ergebnisse zu den Grabungen am
Hradschin der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Stefan Krabath und
Jörg Wicke vom sächsischen Landesamt für Archäologie sind dazu
am Donnerstag, 26. März ab 19 Uhr
im Ratssaal des Plauener Rathauses
zu Gast. Initiator dieses Vortragsabends ist der Lions-Club Plauen.
Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden gebeten.
Seit März 2014 untersuchte ein
Team von rund 30 Archäologen, Vermessern, Arbeitern und Praktikanten die von der Bautätigkeit betroffenen Gebiete. Im Vorfeld der Neugestaltung und Revitalisierung des
mehr als 6000 Quadratmeter großen
Geländes wurde das Landesamt für
Archäologie Sachsen schon frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen. Eine erste Grabung von Uwe
Grünwald im Jahre 2012 zeigte, dass
sich trotz erheblicher Zerstörungen
im Zweiten Weltkrieg und einer
über hundertjährigen Nutzung als
Behördenkomplex im Boden bedeutende Relikte der mittelalterlichen
Burganlage und des barocken
Schlosses erhalten haben. In Zusammenarbeit mit dem Bauherren, dem
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien und Baumanagement Zwickau,
der Stadt Plauen, dem Jobcenter
Vogtland sowie dem Sozialen Arbeitsförderwerk Weischlitz wurden
die notwendigen archäologischen
Ausgrabungen geplant und in den
Bauzeitenplan integriert.
Die archäologischen Ausgrabungen deckten zahlreiche Baubefunde
und tausende von Fundstücken auf,
die eine detailliert Rekonstruktion
der Bauentwicklung vom 13. bis
zum 19. Jahrhundert ermöglichen.
Eine tiefgreifende Umgestaltung
von der mittelalterlichen Burg als
Adelssitz mit verteidigungstechnischen Aufgaben zum frühneuzeitlichen Schloss als repräsentativem
Amtssitz lässt sich aufzeigen. (bju)
A N ZE I G E
Hiss: Ramponiert
aber spielwütig
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Hiss, die Band, die in
Kneipen, Bars und Bordellen der Welt weder Leib,
Seele noch Instrumente
schonen, machten in Plauen wahr, was sie all die
Jahre versprachen.
VON DANIEL HEROLD
PLAUEN — Egal wie, wenn Hiss im
Malzhaus spielt, ist der Keller voll.
So auch am Freitagabend. Es war
zwar nicht ausverkauft aber mit
200 Leuten trotz Grippewelle gut besucht. Im 20. Jahr des Bandbestehens
plagen allerdings auch Hiss die Tücken des Alters. Dies betrifft insbesondere den auf der Bühne unverwüstlich agierenden Sänger und Akkordeonspieler Stefan Hiss.
Nachdem ihn bereits im Dezember eine Herzbeutelentzündung
aufs Krankenlager zwang, nahm
er nun geschient und mittels Krücken gestützt auf einem Klavierhocker Platz. Ein Sehnenriss im linken
Bein schränkte seine gewohnte
körperliche Präsenz ein. Trotzdem
wollte er sich das Malzhaus nicht
entgehen lassen. Die Plauener ihrer-
seits waren ebenso froh, dass der
Konzerttermin bestehen blieb, zumal auch die Hiss-Fans nicht jünger
werden und es somit Verständnis für
die Situation des Sängers gab. Da bekam der Hiss-Titel „Zeugen des Verfalls“ aus dem Jahr 2008 eine frappierend reale Tiefe.
Trotzdem, Musik und Konzertgeschehen waren alles andere als vom
Verfall gekennzeichnet. Wie immer
schien die Band vor Spielfreude zu
platzen. Die Tänze der Welt vordergründig von Akkordeon und Mundharmonika getragen, dazu Texte voller intelligentem Witz. So darf sich
nun die Band aus Stuttgart der Klischees der harten Männer bedienen,
denen Liebe, Leben und Länder ein
einziger Abenteuerspielplatz sind –
egal ob sie mit oder ohne Krücken
darauf herumturnen.
STIMMEN ZUM KONZERT
Kerstin Winkler, Plauen: „Ein Super-Abend,
der trotz Erkältung richtig gut tut. Die Musik
lenkt vom Alltagstrott ab und ich werde bestimmt morgen den ganzen Tag die Lieder
noch singen.“
Ronny Nestripke, Leipzig: „Ich bin vor Jahren in Plauen von Tante und Onkel für Hiss begeistert worden und selbst nach den Jahren
hat die Band es noch immer drauf.“
Carolin Görge, Münchberg: „Die Band ist
halt schräg, einfach anders und nicht 08/15.“
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 3. März 2015
NACHRICHTEN
TOTALSC HADEN
Auto nach Unfall
nur noch Schrott
Freie Presse
Crystal Meth: Einem kurzen
Höhenflug folgt der Absturz
PLAUEN — Eine 23-jährige Autofahre-
rin ist am späten Sonntagabend auf
der Bundesstraße 173 vor den Toren
der Stadt Plauen verunglückt. Laut
Polizei fuhr sie gegen 23 Uhr mit ihrem Seat Ibiza in Richtung Neuensalz. Rund 500 Meter vor der Autobahnauffahrt Richtung Chemnitz
kam die junge Frau nach rechts von
der Fahrbahn ab und beschädigte
ein Verkehrszeichen. Der Aufprall
war so stark, dass das Auto einen Totalschaden erlitt. Die Schadenssumme beträgt 15.000 Euro. Die junge
Frau blieb unverletzt. (bju)
VON PETER ALBRECHT
Versuchter Einbruch
in Mehrfamilienhaus
PLAUEN — In der Nacht zum Sonntag
haben Unbekannte versucht, in
ein Mehrfamilienhaus an der Jößnitzer Straße in Plauen einzubrechen. Sie beschädigten laut Polizei
dabei eine Glasscheibe der Haustüre.
Der entstandene Schaden wird auf
etwa 300 Euro geschätzt. (bju)
Vom Zollfahndungsamt Dresden sichergestelltes N-Methylamphetamin, umgangssprachlich abgekürzt Meth oder Crystal. Die Droge stellt den Körper auf abFOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
solute Höchstleistung ein.
Ticketshop in
Festhalle geschlossen Die Beratungsangebote
PLAUEN — Wer im Vorverkauf Ein-
trittskarten in der Plauener Festhalle
kaufen möchte, hat dafür vorübergehend schlechte Karten. Wegen
Krankheit muss die dortige Vorverkaufsstelle ab heute bis einschließlich Donnerstag geschlossen bleiben. Alternativ kann unter anderem
die Geschäftsstelle der „Freien Presse“ besucht werden. Dort gibt es für
viele Veranstaltungen in ganz
Deutschland Karten im Vorverkauf.
Geöffnet ist Montag bis Freitag in
der Zeit von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. (bju)
FRAUENTAG
Frauen diskutieren
über niedrige Löhne
PLAUEN — Frauen werden oftmals
schlechter entlohnt als Männer –
und das bei gleicher Arbeit. Diesem
Thema widmet sich die Frauentagsveranstaltung, zu der für Freitag
die Gleichstellungsbeauftragte des
Landratsamtes und der DGB-Kreisverband Vogtland, 17 Uhr in den
großen Saal des Landratsamtes einladen. Rednerin ist Heidi Becherer
vom DGB Bezirk Sachsen. (bju)
ANMELDUNGEN bitte umgehend unter
Telefon 0371 6000-110 oder per E-Mail
Silke.Jahn@dgb.de
KURZ GEMELDET
Vortrag im Seniorenkolleg
PLAUEN — Im Rahmen seiner kom-
munalpolitischen
Vortragsreihe
lädt das Plauener Seniorenkolleg für
morgen, 14 Uhr in den großen Ratssaal ein. Bürgermeister Levente Sarközy referiert zu Lebensmöglichkeiten älterer Bürger in Plauen. (bju)
Pilotprojekt
für langjährige
Arbeitslose
geplant
Staatssekretär besucht
Plauen – Vorhaben soll
Modellcharakter haben
POLIZEIEINSATZ
KRANKHEIT
11
der Region nutzten 2014
mehr als 450 Drogenkonsumenten. Deren Dunkelziffer ist wesentlich höher.
VON THORALD MEISEL
PLAUEN — Den Begriff der Modedro-
ge für Crystal lehnt Dorit Ullmann
vom Diakonischen Kompetenzzentrum für Suchtfragen (DKZS) ab.
„Das ist eine Leistungsdroge, die uns
als Spiegelbild der Gesellschaft
wahrscheinlich noch lange beschäftigen wird. Mit Crystal funktioniert
man, wie es von einem erwartet
wird – zumindest einige Zeit“, sagt
die Diplom-Sozialtherapeutin. Sie
gehört zu den rund zwölf Frauen
und Männern, die sich als Berater
um
jene
kümmern,
die
illegalen Drogen verfallen sind.
0,1 Gramm Crystal für den Einstieg sind auf der tschechischer Seite
der Grenze schon für gut 13 Euro zu
haben, auf deutscher Seite kostet
diese Menge um die 20 Euro. Seit die
Polizei auf beiden Seiten der Grenze
die Kontrollen massiv verschärft
hat, sollen die Dealer wegen ihres
gestiegenen Risikos darauf drängen,
dass die Kunden gleich größere
Mengen abnehmen.
Insgesamt 457 Menschen mit
Drogenproblemen nutzten im vergangenen Jahr die Beratungsangebote des DKZS, das über Regionalstellen in Plauen, Oelsnitz und Auerbach verfügt. Außenstellen gibt es
zudem in Adorf und Klingenthal,
regelmäßige Beratung wird auch in
Markneukirchen angeboten. Zum
Vergleich: 2012 waren es noch 366
Klienten gewesen.
Crystal steht aktuell mit 348 Fällen ganz oben auf der Liste. Mit deutlichem Abstand folgen Cannabis
(70 Fälle), Opioide wie Heroin oder
Codein (22) und Kokain (4).
„Die Dunkelziffer allein bei den
Crystal-Konsumenten in der Region
ist wesentlich höher. Wir gehen davon aus, dass wir die Zahl der 348
Fälle wenigstens mit Drei multiplizieren müssen“, so Ullmann.
Die Situation in den Kleinstädten
und Dörfern des oberen Vogtland ist
dabei eine ganze andere als in Städten wie Plauen. Darauf macht Constanze Deymann aufmerksam, die als
Diplom-Sozialarbeiterin ebenfalls
täglich direkt mit den Problemen
konfrontiert ist. Da sei zum einen
die Nähe zur Grenze, wo die Droge
relativ leicht zu bekommen ist, und
da sei oft auch die Familie, die lange
Zeit Deckung geben kann. Das seien
Gründe, warum der Umfang der
Drogenszene im oberen Vogtland
oft erst bei einem Blick hinter die
Fassaden erkennbar wird.
Aber nicht nur das ist es, was es
schwer macht, Betroffenen rechtzeitig Hilfe anbieten zu können.
„Für die Crystal-Konsumenten ist
die Welt in Ordnung“, so Ullmann.
Crystal Meth sorgt dafür, dass das als
Glückshormon bekannte Dopamin
ausgeschüttet und der Körper auf
absolute Höchstleitung eingestellt
wird. Bis zu einer Woche ohne
Schlaf auszukommen, ist je nach
Dosierung der Droge möglich – die
Nacht wird sprichwörtlich zum Tag.
Der Konsum von Crystal Meth und seine fatalen Folgen
Körperreaktionen: Temperatur und
Blutdruck steigen an. Drang nach
ständiger Bewegung. Schwitzen bei
oft kalten Händen und Füßen. Schlafbedürfnis und Schmerzempfinden
sind herabgesetzt, ebenso das
Hunger- und Durstgefühl.
Das passiert im Kopf: Man fühlt
sich fit, aufmerksam und aktiv, ist
beherrscht von einem an Euphorie
grenzenden Hochgefühl, macht viele
Pläne und hat das Gefühl, in kurzer
Zeit viel schaffen zu können. Erhöhter
Bewegungs- und Rededrang lassen
schnell Kontakte entstehen. Man
wird risikobereiter, fühlt sich selbstbewusst und attraktiv, es steigt die
Lust auf Sex.
Wenn die Wirkung nachlässt:
Müdigkeit, ohne schlafen zu können.
Herzrasen, Schweißausbrüche,
trockener Mund, Zittern und Krämpfe,
Schwindelgefühl, Appetitlosigkeit und
Verdauungsstörungen.
Bei regelmäßigem Konsum:
Gewichtsverlust, schlechte Zähne,
Gefahr von Magen- und Nierenschmerzen. Herzprobleme. Anfälligkeit für Erklärungskrankheiten.
Beim Sex klappt es nicht mehr.
Folgeerscheinungen: Das Glücksgefühl bleibt immer öfters aus. Der
Einsatz der Droge muss gesteigert
werden, um einen Effekt zu erzielen.
Körperlicher Verfall. Niedergeschlagenheit. Leicht reizbar und aggressiv.
Die Gedanken kreisen nur noch um
Crystal, alles andere im Umfeld
wird unwichtig. Angstzustände und
Verfolgungswahn treten auf. (tm)
Das hinterlässt auf Dauer nicht
nur Spuren am eigenen Körper, sondern auch im Umfeld. Wie sich Crystal-Konsum der Eltern im familiären Umfeld beispielsweise auf die
Kinder auswirkt, untersucht derzeit
das Deutsche Institut für Sucht- und
Präventionsforschung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. „Wir gehören neben Leipzig
und Chemnitz zu den vier Standorten, die dazu Daten liefern“, zeigte
Constanze Deymann auf.
Der wirksamste Schutz gegen
Drogenkonsum ist aus Sicht der beiden Beraterinnen die Prävention, die
bereits im Kindergarten beginnen
und über die Schulzeit weitergeführt werden müsse. Das ist auch
im Vogtland noch nicht flächendeckend möglich.
Die Arbeit mit den Menschen, die
von Crystal abhängig geworden
sind, funktioniert nicht nach den
bisherigen Schemen der Drogensucht. Das war bereits im Dezember
von Fachleuten auf einer von der
Euregio Egrensis organisierten
Tagung herausgearbeitet worden.
„Man muss den berühmten Schlüssel finden, damit das Gegenüber sich
dafür öffnet“, sagt Dorit Ullmann.
Dabei helfe auch Mund-zu-MundPropaganda unter den Klienten.
Entscheidend sei, dass die Betroffenen selbst erkennen, dass das
Hochgefühl nach dem Crystal-Konsum ein erkauftes Glück ist. 24 Wochen dauert eine Therapie. „Wichtig
ist dabei, dass gegenüber den Betroffenen kein Druck aufgebaut wird“,
sind die Erfahrungen von Ullmann.
Schwierig seien dann aber auch die
beiden Jahre nach einer solchen
Therapie. Die Gefahr eines Rückfalls
in dieser Zeit ist groß.
PLAUEN — 40 bis 50 Frauen und Männer aus Plauen könnten bald in den
Genuss einer neuen Maßnahme
kommen, mit der Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert
werden sollen. Das ist das Ergebnis
einer Beratung mit Staatssekretär
Stefan Brangs vom sächsischen
Wirtschaftsministerium sowie Vertretern des Vogtlandkreises, des Jobcenters, der Gewerkschaft, Bürgermeistern und der Arbeitsloseninitiative (Ali) Sachsen. Die Beratung fand
gestern im Rahmen eines Besuchs
Brangs im Sozialen Kompetenzzentrum der Ali in Plauen statt.
Auslöser des Gespräches war das
Ende der Bürgerarbeit. Dabei handelte es sich um eine von 2010 bis
2014 bundesweit organisierte Fördermaßnahme für Langzeitarbeitslose, bei der die Bürgerarbeiter Kommunen, Vereine und Verbände unterstützt haben – etwa als Helfer in
der Kita, im Pflegeheim oder bei der
Landschaftspflege. Die Ali hatte festgestellt, dass mit Beendigung des
Projektes „Bürgerarbeit“ kaum noch
Fördermöglichkeiten
angeboten
werden. Dabei sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen nach wie vor hoch.
Es müsse etwas getan werden.
Aus diesem Grund verständigte
man sich gestern darauf, in den
nächsten Wochen zu prüfen, ob ein
neues Pilotprojekt mit anfangs 40
bis 50 Beschäftigungslosen möglich
ist. Das soll in Plauen mit Modellcharakter gestartet und könnte
dann bei Erfolg überall in Sachsen
angewendet werden. „Wir wollen
die Erfahrungen nutzen, die hier im
Vogtland in den vergangenen 24 Jahren gemacht worden sind“, erklärte
der Staatsekretär. Es gehe dabei um
„Lösungen zielgerichtet für den Einzelnen“, sagte Brangs weiter. Die beruflichen Erfahrungen, Qualifikationen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
der Menschen würden eine entscheidende Rolle spielen.
Über die Finanzierung einer solchen Maßnahme war gestern noch
nicht viel zu erfahren. Das käme auf
die genaue Projektumsetzung, auf
die dann nötigen Personal- und
Sachkosten und weiteres an. Die
kommunalen Partner und das Jobcenter würden jedoch den Löwenanteil von 70 bis 80 Prozent tragen.
Wie bei der Bürgerarbeit könnten
Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds hinzukommen, hieß es. Die
40 bis 50 Teilnehmer dieses Pilotprojektes, die aus allen Altersgruppen
kommen können, würden den gesetzlichen Mindestlohn erhalten,
der seit Jahresanfang flächendeckend gilt.
Windradbauer insolvent: Kunden zittern
Standesamt geschlossen
PLAUEN — Wegen einer turnusmäßi-
gen Weiterbildung der Standesbeamten des Vogtlandkreises bleibt
das Standesamt Plauen morgen geschlossen. Am Donnerstag sind die
Mitarbeiter wieder planmäßig von 9
bis 17 Uhr erreichbar. (bju)
Das Unternehmen Alphacon ist zahlungsunfähig.
Kunden bleiben wohl auf
Forderungen sitzen. Doch
es gibt bereits Pläne für einen Neustart.
Treff der Gießereiarbeiter
PLAUEN — Die ehemaligen Plamag-
Gießereimitarbeiter treffen sich am
Freitag zu ihrer nächsten Zusammenkunft. Sie findet ab 18 Uhr in
der Gaststätte Sachsenhof an der
Morgenbergstraße 43 statt. (bju)
VON BERND APPEL
FALKENSTEIN — Kurz vor Weihnach-
Diskussion zu Rechtsstaat
PLAUEN — Ein öffentlicher Vortrag
zum Thema „Ist die Bundesrepublik
Deutschland ein Rechtsstaat?“ findet am Donnerstag, 18.30 Uhr, in der
Plauener Jugendherberge statt. Es
spricht Dietrich Klug. Im Anschluss
besteht Gelegenheit zur Diskussion.
Der Eintritt ist frei. (bju)
Gottfried Reich (links) und Jürgen
Langer gehören zu den Kunden, die
durch die Insolvenz wohl einige tausend Euro einbüßen. Hinter ihnen Alphacon-Windräder. FOTO: J. THOSS/ARCHIV
ten hat der Klein-Windanlagenbauer Alphacon Insolvenzantrag gestellt, am 24. Februar ist das Verfahren am Amtsgericht Chemnitz eröffnet worden (10 IN 1555/14). Zur Insolvenzverwalterin bestellt ist
Rechtsanwältin Bettina Schmudde.
Bis 8. April können die Gläubiger bei
ihr Forderungen anmelden.
Zu den Leidtragenden der Insol-
venz zählen die beiden Falkensteiner Ehepaare Langer und Reich.
Sie hatten 2013 je eine der Alphacon-Anlagen in ihren Gärten aufstellen lassen. Doch der Stromertrag
war derart gering, dass sie auf eine
Rückabwicklung des Vertrages
pochten. Die Firma baute die Windräder wieder ab, nach Angaben von
Jürgen Langer einigte man sich auf
einen Vergleich: Bis zum Jahresende
hätte Alphacon einige tausend Euro
an die Falkensteiner zurückzahlen
sollen. Doch vorher kam die Insolvenz – sie werden am Ende wohl leer
ausgehen. Langer hält das gesamte
Projekt für eine „ganz windige Sache“, bei ihm hätten sich zahlreiche
Betroffene gemeldet, bei denen die
Windräder ebenfalls viel zu wenig
Strom lieferten. „Die funktionieren
einfach nicht“, meint Langer.
Genauso sieht das Gerald Neubert aus Gera, der nach eigenen An-
gaben nach wie vor eine nicht
brauchbare Anlage in seiner Einfahrt liegen hat, die Firma verklagt
hatte und seit langem zum Beispiel
im Internet vor Alphacon warnt. Er
schrieb an die Insolvenzverwalterin:
„Es ist und bleibt immer wieder der
Schurke der Gewinner … Die Banken holen sich den Rest und Otto
Normalverbraucher, Kunde bleibt
auf einer Schrottanlage und dem zusätzlich investierten Geld, um zu seinem Recht zu gelangen, … sitzen.“
Doch es gibt schon Pläne für einen Neustart in Sachen vogtländische Kleinwindanlagen. Unternehmensberater Martin Urwalek aus
Dresden erklärt: „Die Idee ist klasse,
das Produkt ist klasse, ich werde
mich persönlich engagieren.“ Eine
neue GmbH mit neuem Namen soll
gegründet werden und dort weitermachen, wo Alphacon aufgehört
hatte. Der Berater sucht Investoren,
einige habe er bereits. Er selbst will
als Finanz-Geschäftsführer der zu
gründenden Firma fungieren.
Urwalek wurde von Alphacon im
Oktober ins Boot geholt – doch da
war die Insolvenz nicht mehr abzuwenden. Letzter Auslöser war laut
Urwalek der Bruch eines Garantievertrags über 200 Anlagen durch einen scheinbar seriösen Abnehmer.
Für eine Klage fehlten Zeit und Geld.
So blieb nur der Gang zum Gericht:
„Sonst hätte man uns Insolvenzverschleppung vorwerfen können.“
Insolvenzverwalterin Schmudde
bestätigt „ausführliche Gespräche“
mit Alphacon-Geschäftsführer Stephan Dressel und Berater Urwalek
über die Frage einer „übertragenden
Sanierung“. In deren Rahmen „sollen die Vermögenswerte des schuldnerischen Unternehmens auf eine
neue Gesellschaft übertragen werden. Die Verhandlungen dauern an.“
12 Freie Presse
Dienstag, 3. März 2015
Messe für Heimwerker und Häuslebauer
FOTO: VERANSTALTER
KONZERT
Das Licht kommt
aus Schweden
ZWICKAU — Einzigartigen Folk-Pop,
inspiriert vom nordamerikanischen Folk bekommt das Publikum morgen Abend im „Alten Gasometer“ geboten. In der Reihe
„Gut und unbekannt“ ist die
schwedische Singer-Songwriterin
Sofia Talvik zu Gast, die am liebsten in kleinen Orten bei intimer
Atmosphäre konzertiert – und mithin in dem Zwickauer Ziegelrund
goldrichtig ist. Aufgewachsen ist
Sofia Talvik auf einer Insel an der
Westküste Schwedens. Mit 18 Jahren zog sie ins strahlende Stockholm um, wo sie die Herzen ihres
Publikums in kürzester Zeit eroberte. Ihr Debüt-Album „Blue
Moon“ erschien 2005 und 2008
war sie die erste schwedische Sängerin, die beim Lollapalooza Festival im Chicago spielte. Vor einem
Jahr erschien ihre EP „FOLK“ mit
alten schwedischen Folk Songs in
moderner Aufmachung. Sofia Talvik ist bekannt für ihre makellosen
Live-Auftritte und ihre bezaubernde Bühnenpräsenz. Die 36-Jährige
spielte als Opener für Künstler wie
Suzanne Vega und Maria McKee.
Ihre Songs sind sanft, leicht und
anmutig und die Melodien spiegeln sich in den Texten wider: sie
singt von Liebe und Herzschmerz
gemixt mit einem gesunden Maß
an Anekdoten aus dem eigenen Leben. Nach anderthalbjähriger USTour und über 250 Konzerten ist
sie nun wieder in Europa und tourt
durch Deutschland. (tk)
SOFIA TALVIK ist morgen, 20 Uhr im „Alten Gasometer“ Zwickau, Kleine Biergasse
3, zu Gast. Karten à 12,70 Euro gibt es in allen Geschäftsstelen der „Freien Presse“. An
der Abendkasse kosten sie 13 Euro.
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Wenn der
Vater mit dem Sohne.., Konzert mit dem Trio
Divertimento der Chursächsischen Philharmonie, 20 Uhr
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25, Nachmittagskonzert mit dem Trio Divertimento,
der Chursächsischen Philharmonie, 15 Uhr;
Accordéon a la Musette, mit Yvonne Deglau
und Bernd Zabel, 19.30 Uhr
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Kinder- und Jugendhaus eSeF,
Seminarstraße 4, Kinderzentrum, offener Treff
und Frühlingserwachen unter Glas, 13-19 Uhr;
Jugendzentrum, offener Treff mit Quiztime,
14-20 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Gesellige Kreistänze, 9.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz (ab 6 Jahre), 16.30 Uhr
Stadt-Galerie, Postplatz 1, Interaktive Mitmach-Ausstellung Tüfteln und Knobeln,
Führungen, Dauer 1 Stunde, 9.30-15 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30,
Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, fröhliche
und spannende Geschichten, 16 Uhr
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, Offener Treff,
15-20 Uhr
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Straße 19, Sportnachmittag, 12-18 Uhr
Bobenneukirchen: Fahrbibliothek,
Grundschule, 9-10.45 Uhr
Eichigt: Fahrbibliothek, Grundschule,
11.15-13.15 Uhr
Falkenstein: Tiergarten, Allee 9, 10-16 Uhr,
03745 5421
Verein Kirche im Laden, Gartenstraße 19,
Mutti-Kind-Kreis: Gott gab mir Hände und
Füße, 9-11 Uhr, 03745 751475
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
neren Herausforderungen in den eigenen vier Wänden zu stellen. In
den Vorjahren hat sich das bewährt.
„Bauen, Wohnen, Wohlfühlen“ – unter diesem
Motto präsentieren sich
am Wochenende zahlreiche Unternehmen der
Branche bei der Messe
„Vogtland-Bau“ in der
Plauener Festhalle.
VON SABINE SCHOTT
PLAUEN — Zum bereits 15. Mal öffnet
am Freitag in Plauen die Baufachmesse von Vogtländern für Vogtländer ihre Tore. Die regionale Veranstaltung hat Tradition. Begonnen
hat alles im Jahr 2001 mit einer Zelthalle in der Nähe des Einkaufszentrums Plauen-Park in Kauschwitz.
2009 folgte der Umzug in die Festhalle Plauen. Mit über 70 Ausstellern ist diese zur Jubiläumsveranstaltung wieder ausgebucht. „Eine
Vielzahl an Ausstellern hält der
,Vogtland-Bau‘ seit Beginn die
Treue“, berichtet Messechefin Stefanie Jeske aus Chemnitz.
Auch Frauen zeigten in den Vorjahren auf der Vogtland-Bau, was sie können und wo ihre Stärken im handwerklichen
FOTO: STEFANIE JESKE
Bereich liegen.
Messe-Showroom eingeladen, um
die Smart-Home-Technik zu testen.
Energie sparen ist großes Thema
Jährlich wird auf immer neue
Schwerpunkte gesetzt. Themen wie
Energieeinsparung und Kostensenkung sowie energetische Sanierung
oder vollbiologische Kleinkläranlagen sind ebensolche Dauerbrenner
wie Sicherheitstechnik und Einbruchschutz. Auch das sogenannte
Smart Home oder barrierefreies Bauen stehen in diesem Jahr auf dem
Programm der „Vogtland-Bau“.
Was aber eigentlich ist Smart
Home? Man stelle sich vor, Heizung,
Licht, Musikanlage, Fernseher und
vieles mehr lassen sich mit einem
einzigen Knopfdruck steuern. Moderne Technologien bieten überraschende Möglichkeiten, um den Alltag komfortabler und einfacher zu
gestalten – gleichermaßen für Familien und Senioren. Es wird in den
KONZERT
SCHAUSPIEL
Tapete ran, Nagel in die Wand
Ob es nun ums Tapezieren für Anfänger geht oder darum, einen Nagel
gerade in die Wand zu hauen – die
Devise lautet nicht nur für das weibliche Geschlecht: Vorbeikommen,
Ausprobieren, Selbermachen.
Die Kurse mit Aha-Effekt und die
informativen Vorträge sind an allen
drei Messe-Tagen kostenfrei. Die
drehen sich etwa um stets aktuelle
Themen wie Schimmelsanierung
oder Photovoltaik, Eigenverbrauch
und Speichersysteme.
Geplant ist am Samstag und
Sonntag eine Kinderanimation von
14 Uhr bis 18 Uhr. Mit dabei sein
werden die Vereine Die Kinderinsel
Vogtland und Pro Cognita. Ebenso
wird es Aktionen mit der Feuerwehr
Plauen geben, versprechen die Veranstalter. Auf ein Schausägen in Verantwortung eines Nailaer Betriebes
dürfen sich die jüngsten Häuslebauer ebenfalls freuen.
Barrierefreiheit auf Programm
Immer wieder hört man auch vom
Trend des barrierefreien Bauens.
Was versteht man darunter? Beispielsweise Bäder mit bodenebenen
Duschen, breite Türen, ebenerdige
Terrassen, schwellenlose Übergänge
zwischen den Räumen im Haus.
Speziell zu diesem Thema gibt es
gleich am Freitag um 14 Uhr einen
Vortrag im Programm, darin erfahren Interessierte, welche Fördermöglichkeiten es gibt.
Präsentiert werden außer einer
Vielzahl an Fachvorträgen ebenfalls
jede Menge Workshops und Mitmachaktionen. „Selbst ist die Frau“,
so nennt sich zum Beispiel ein Kurs,
der am Samstag und Sonntag stattfinden soll. Dabei wird in die Geheimnisse des Heimwerkens und
Häuslebauens eingeweiht. Vor allem Frauen sollen lernen, sich klei-
Die Baufachmesse in der Plauener Festhalle ist von Freitag bis Sonntag jeweils von
10 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt: 4,50 Euro, Kinder ab zwölf Jahren, Schüler, Studenten, Erwerbslose und Schwerbeschädigte zahlen
3,50 Euro. Jüngere Kinder haben freien Eintritt. Und auf sie warten zur Jubiläums-Messe
einige besondere Aktionen zum Mitmachen
und Staunen. Details zum stündlichen Vortrags- und Rahmenprogramm finden sich auf
der Homepage des Veranstalters.
» www.jeske-messen.de
WISENTAHALLE
THEATER
TAGESPROGRAMM
„Gut gelaunt“ im
Shakespeare
Königlichen Kurhaus in Originalsprache
Sternstunden
der Volksmusik
Kassen haben
wieder geöffnet
Drei Führungen
stehen zur Wahl
BAD ELSTER — Mit einem Konzert der
HOF — Das Theater Hof präsentiert
heute ab 19.30 Uhr das einmalige
Gastspiel „The Merchant of Venice“
der American Drama Group Europe
und TNT Britain. Gezeigt wird eine
englischsprachige Inszenierung des
Schauspiels „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare.
Die Fragen, die sich im Stück zu Rassismus, zur Macht des Geldes und
zum Verhältnisses der Geschlechter
stellen, sind aktuell. (lk)
SCHLEIZ — Sternstunden des volkstümlichen Schlagers erwarten die
Besucher morgen um 16 Uhr in der
Schleizer Wisentahalle. Es wirken
bekannte Stars aus Funk und Fernsehen mit. Dabei sind Judith und Mel,
die Geschwister Niederbacher, Willi
Seitz vom Naabtal Duo, Sigrid und
Marina sowie Mara Kayser. Die Karten kosten 39,60 Euro. Volksmusikfans im Rollstuhl erhalten freien
Eintritt. (sasch)
PLAUEN/ZWICKAU — Mit dem Ende
BAD SCHLEMA — Drei Führungen ste-
des Freizeitausgleichs am Theater
Plauen-Zwickau haben ab heute
wieder die Vorverkaufskassen im
Vogtlandtheater Plauen und im Zwickauer Gewandhauses geöffnet. Sie
sind zu den gewohnten Zeiten –
dienstags, donnerstags, freitags 10
bis 18, mittwochs bis 15, samstags
bis 13 Uhr – geöffnet und telefonisch unter 0375 274114647/-48 und
03741 28134847/-48 erreichbar. (tk)
hen heute im Tagesprogramm von
Bad Schlema. Ein etwa einstündiger
Ortsrundgang startet 10 Uhr an der
Gästeinformation. Stationen sind
besondere Plätze und Straßen. Die
Dauerschau im Museum Uranbergbau kann ab 15 Uhr mit einer Begleitperson erkundet werden. Und
die Wellness-Oase im Gesundheitsbad „Actinon“ wird ab 19 Uhr vorgestellt. (ane)
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25, Schöne
Welt, Ausstellung von Malerei und Collagen des
Familien- und Kulturzentrums Schöne Welt
Plauen, 9-17 Uhr
Eubabrunn: Freilichtmuseum, Waldstraße
2 A, Arbeits- und Lebensweise der Landbevölkerung, 10-16 Uhr
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, Geschichte des vogtländischen Musikinstrumentenbaus und des Klingenthaler Skisports, 10-16 Uhr
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
Sonderausstellung zum 200. Geburtstag Constantin von Tischendorfs, Tischendorf und seine
Vaterstadt Lengenfeld; Die Geschichte des
Tuchfärberhauses, 10-16 Uhr, 037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, „Bahn und Natur“, Ölbilder von Jürgen Batschik aus Leubnitz,
9-16 Uhr
Markneukirchen: Framus Museum,
Adorfer Straße 25, 200 Instrumente, Produktion der Framus-Werke von 1946 bis Ende der
70er-Jahre, 10-17 Uhr
Gerber-Hans-Haus, Trobitzschen 16,
Stadtgeschichte, 10-16 Uhr
Historisches Sägewerk, Trobitzschen 14,
Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, Mechanische Musikinstrumente, von der Singvogelspieldose bis zur
großen Karussellorgel, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten
2, Geschichte des Instrumentenbaus, 3200 Musikinstrumente aus aller Welt, 10-16 Uhr
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstraße 4, Deutsche Raumfahrtausstellung, 10-17 Uhr, 037465 2538
Mylau: Museum Burg Mylau, Ausstellung
zur Reformationsgeschichte, 11-17 Uhr,
03765 3822352
Oelsnitz: Historisches Archiv des Vogtlandkreises, Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32, Das Durchschleusungslager, Oelsnitz
1945 bis 1951, 9-16 Uhr
Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32,
Mineraliengewölbe Oelsnitz, vogtländische
Mineralien, vogtländischer Bergbau und deren
Geschichte; Illusorium, Dauerausstellung zum
Lebenswerk von Buchillustratorin Regine Heinecke, 11-17 Uhr
Teppichmuseum, Schloss Voigtsberg, Schlossstraße 32, Maschinen aus alten Tagen, 11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Erzählende Buchstaben, Malerei und Schriftbilder
von Jo Schütt, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberinhaus, Weinholdstr.
7, Nah und Fern, - Stuck zu Stuck (Fotos v. Viola
Unger-Bauer), Island - Insel der Kontraste
(Fotos von Jonas Klemm) und Malerei von
Sarah Bauer, 10-18 Uhr, 03765 12188
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, Mineralien und Gesteine, 250 Fossilien: versteinerte Hölzer, Farne, Muscheln und
Fische bis zu 500 Millionen Jahre alt, 10-17 Uhr
Zwota: Harmonikamuseum, Kirchstraße 2,
Mundharmonika, Dt. Harmonika, Wiener Harmonika, Akkordeon, Konzertina, Bandonion,
Harmonium, 10-16 Uhr
Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2,
15-jähriges Jubiläum des Baus der Klingenthaler Eisenbahnbrücke, Fotos und Filme,
10-16 Uhr
Oelsnitz: Café Biene, Otto-Riedel-Straße 3,
Jugend in d. Seniorenarbeit, Schüler d. Gymnasiums berichten über ihr Praktikum, 13.30 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Begegnung/Vortrag am Dienstag:, Weltgebetstag - Gastgeberland „Bahamas“ in Bildern, 14 Uhr, 03765 69327
Rodewisch: Pestalozzi-Gymnasium, Straße
des Friedens 5, Allgemeiner Sammlertreff,
Briefmarken, Münzen, Telefonkarten u. a. Beratung, Tausch und Information, 13.10-15 Uhr
Schneckenstein: Schaubergwerk Grube
Tannenberg, Zum Schneckenstein 42, Führung, 10, 11.30, 13, 14.30 Uhr, 037465 41993
Wallengrün: Dorfgemeinschaftshaus,
Seniorennachmittag mit Vortrag zum Thema:
Versicherungen im Alter und was muss ich beachten, 14.30 Uhr
heiteren Muse stellt sich die Chursächsische Cafémusik morgen im
Königlichen Kurhaus Bad Elster vor.
Ab 19.30 Uhr spielen die Musiker
unter der Leitung von Peter Kostadinov unter anderem Melodien wie
„Frühling am Boulevard“, „Serenade
d‘Amalfi“, das „Vilja-Lied“, „Frohe
Fahrt“ oder „Mein Liebeslied muss
ein Walzer sein“. Karten gibt es für
6 Euro an der Abendkasse. (hagr)
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Tierpark, Amtsberg 22, 10-16 Uhr,
037467 22397
Markneukirchen: Kinder- und Jugendtreff, Wernitzgrüner Straße 38, Offener Treff,
13.30-19.30 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“,
Alte Reichenbacher Straße 27, Offener Treff,
mit Breitensportangebot, 15.30-19 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Offener Treff, 13-18 Uhr
Tirschendorf: Fahrbibliothek, Feuerwehrhaus, 15.15-16 Uhr
Triebel: Fahrbibliothek, Feuerwehrhaus,
14.15-14.45 Uhr
Fahrbibliothek, Obertriebeler Straße, Kindergarten, 13.45-14 Uhr
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Erich-Ohser-Haus - Galerie
e.o.plauen und Archiv, Nobelstraße 7, „Bewegende Bilder - Bewegung im Bild“, Ausstellung
zum Schaffen des bekannten Plauener Zeichners Erich Ohser (1903-1944), 11-17 Uhr
Spitzenmuseum, im Alten Rathaus, Kostbarkeiten aus Plauener Spitze, 10-17 Uhr
Stadtarchiv, Herrenstraße, Fotoausstellung:
„Rudolf Fröhlich - Ein Fotograf sieht seine
Stadt“, Aufnahmen der Friedlichen Revolution
in Plauen, Eintritt frei, 9-18 Uhr
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
„Im Unruhestand“, Werke von Wilhelm Mühsam, 10-18 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13,
Napoleonzimmer und vogtländische Malerei;
Zeichnungen, letzte Station der Ausstellungstrilogie rund um den 90. Geburtstag des Grafikers Lothar Rentsch, 11-17 Uhr
Adorf/V.: Perlmuttermuseum, Freiberger
Tor, Stadtgeschichte und Perlmutter, Lebensweise der Flussperlmuschel, Perlenfischerei
im Vogtland und Perlmutterwarenherstellung,
9-12, 13-17 Uhr
Auerbach/V: Museum, Schlossstraße 11,
Dauerausstellung Flucht, Vertreibung, Neubeginn, sowie zur Stadtgeschichte, 10-12,
13-17 Uhr, 03744 835513
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VORSCHAU
Sofia Talvik.
WOHIN
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; American Sniper, ab 16 J, 17,
20 Uhr; Asterix im Land der Götter, 20.15 Uhr;
Asterix im Land der Götter 3D, 14.30, 16.45 Uhr;
Baymax ... 3D, ab 6 J, 14.15 Uhr; Der kleine Drache Kokosnuss, 14.30 Uhr; Die Frau in Schwarz
2: Engel des Todes, ab 12 J, 20.15 Uhr; Fifty Shades of Grey, ab 16 J, 14, 17, 20 Uhr; Frau Müller
muss weg!, ab 6 J, 17.15 Uhr; Fünf Freunde 4, ab
6 J, 14.30 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14, 16.45,
19.45 Uhr; Into the Woods, ab 6 J, 17, 20 Uhr;
SpongeBob Schwammkopf 3D, 14.15, 17,
18.45 Uhr; Traumfrauen, ab 12 J, 14.15, 17,
20.15 Uhr; Wild Card, ab 16 J, 20.45 Uhr
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, 03741 15320; Eine
Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über
das Leben nach, ab 12 J, 20.05 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; Fifty Shades of Grey, ab
16 J, 17.15, 20 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 20 Uhr;
SpongeBob Schwammkopf 3D, 17.15 Uhr;
Traumfrauen, ab 12 J, 17.30, 20 Uhr
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Plauen: Alaunbergwerk „Ewiges Leben“,
Reichsstraße, Plauen unter Tage erleben, telefonische Voranmeldung: 03741 529426
Helios Vogtland-Klinikum, Röntgenstraße 2,
Infos rund um die Geburt, Vorträge, Gespräche
und Videovorführungen), 19 Uhr
Schaustickerei, Obstgartenweg 1, Vorführungen an Stickmaschinen, 10-17 Uhr,
03741 443187
Auerbach/V: Café Nebenan, Goethestraße
7, Tanztee, 15.30 Uhr
Klingenthal: Seniorenverein, Kirchstr. 14,
Unsere Heimat, kleines Programm mit Kinder
des kirchlichen Kindergartens, anschließend
Lichtbildervortrag mit Doris Wildgrube über
Marokko, 14.30 Uhr
WINTERSPORT
Erlbach: Loipen, Loipen gespurt, Schneetelefon 037422 6125 oder www.kegelberg.de
Gottesgab (Bozi Dar): Skiareal Keilberg,
20 Kilometer für klassischen Langlauf sowie
ca. 15 Kilometer präparierte Piste für Alpinski
Hammerbrücke: Loipen, Bergland-Rundloipe mit Anbindung an Kammloipe sowie Ortsloipe gespurt; Nachtloipe beleuchtet, Einstieg an
der Grundschule, gespurt, 17-21 Uhr
Klingenthal: Loipen, Sonnenloipe befahrbar, Schneetelefon 037467 22494
Mühlleithen: Loipen, Kammloipe und Kielloipe gespurt, Schneetelefon: 037467 22494
Skilift, B 283, 13-21 Uhr, Schneetelefon:
037467 22494,
Schneckenstein: Loipe, Kammloipe gespurt, www.kammloipe.com
Schwaderbach (Bublava): Skilifte, Bleiberg, 9-20 Uhr, Schneetel. 00420 352696830
Schöneck: Loipen, Ortsloipen und Kammloipe gespurt; Skiwelt, Hohe Reuth, Lifte,
9-18 Uhr, Schneetelefon unter: 037464 82000
oder www.schoeneck.eu
Zauberteppich, 9-17 Uhr
Tannenbergsthal: Loipen, Ortsloipe
gespurt
Zwota: Loipe, Herrenberg- und Schlosserbergloipe gespurt
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 3. März 2015
NACHRICHT
RE HABILITATION
Schlaganfälle: Klinik
baut Betreuung aus
Freie Presse
Frühjahrsputz im Nest:
Weischlitz erwartet seine Störche
BAD ELSTER — Die Mediclin-Klinik
Bad Elster macht sich fit für die Betreuung und Rehabilitation schwer
betroffener Schlaganfall- und anderer Neurologie-Patienten. Derzeit
entstehen in der Klinik am Brunnenberg 20 neue Betten für die neurologische Frührehabilitation. Die
2013 unter Leitung von Chefarzt
Stephan Graeber im Haus eröffnete
Fachklinik für neurologische Rehabilitation verdoppelt damit ihre Bettenanzahl und schafft neue Arbeitsplätze für Pflegepersonal. Ausschlaggebend für die Eröffnung der
Klinik waren die bis dahin fehlende
Versorgung im Vogtland und der Bedarf: Immerhin behandelten vogtländische Krankenhäuser 2011 etwa
900 Schlaganfall-Patienten. Eine zeitige Rehabilitation erhöht die Chancen, Folgen zu lindern. (us)
KURZ GEMELDET
Bauernverband tagt
SIEBENBRUNN — Über eine Änderung
der Satzung berät der Regionalbauernverband Vogtland morgen in Siebenbrunn. Die Mitgliederversammlung beginnt 9.30 Uhr in der Fischerhütte auf dem Gläsernen Bauernhof.
Zu einem Vortrag wird Thomas Tanneberger, Chefredakteur der Bauernzeitung, erwartet. (us)
Arznei bei Prostatakrebs
PLAUEN/FALKENSTEIN — Die Prostata-
krebs-Selbsthilfegruppe Vogtland
besucht morgen, 15.30 Uhr die Central Apotheke Falkenstein an der August-Bebel-Straße 5. Apotheker Robert Herold spricht über Entwicklungen bei Arzneimittel. (bju)
Das wird Adebar freuen.
Wenige Wochen vor der
erhofften Rückkehr wurde
sein Quartier auf Vordermann gebracht. Die Vormieter hatten allerhand
Unrat hinterlassen – darunter auch Problemabfälle.
Umfeld bestimmt den Inhalt
Die Menge der dort abgelegten Grasnarbe etwa hänge vom Umfeld ab, in
dem das Nest steht. In Weischlitz ist
es nur wenige Meter vom Elsterufer
entfernt, wo der Boden meist feucht
daher kommt. Weitaus problematischer seien allerdings solche Dinge
wie Folien, sagt Limmer: „Wenn die
dort drin liegen, kann das Regenwasser nicht mehr richtig ablaufen.“
„Mach dich
ran“ kommt
nach Triebes
MDR-Fernsehen zeichnet
am 21. März Sendung auf
ZEULENRODA-TRIEBES — „Mach dich
ran“ heißt es am Samstag, 21. März
auf dem Kirchplatz im ostthüringischen Triebes. Dort zeichnet das
MDR-Team von „Mach dich ran“ ab
10 Uhr das Spiel für die beliebte
Fernsehsendung auf. Jeder, der vorbeischaut, kann auch mitmachen.
Es muss wieder getippt werden, wie
Moderator Mario D. Richardt einen
kleinen Test besteht. Unter allen, die
sich am Spiel beteiligen und der Lösung am nächsten liegen, ermittelt
Mario D. Richardt einen Gewinner.
Der darf sich die Tagesaufgabe anschauen und muss raten: Hat das
„Mach dich ran“-Team seine Tagesaufgabe erfüllt oder nicht? Stimmt
der Tipp, gibt es 1000 Euro. (bju)
VON THOMAS H. STRANZ
WEISCHLITZ — Schöner Wohnen im
Weischlitzer Storchennest: Werner
Limmer, Vogelkundler aus Ruderitz,
ließ sich gestern Nachmittag per
Hubbühne rund 15 Meter in die Höhe hieven, um an den auf einem
Stahlgittermast sitzenden Horst an
der Uferstraße heranzukommen.
Dort stand Frühjahrsputz an.
Vor allem Erde und Grasnarbe –
immerhin zwei große Eimer voll –
wurden aus dem Horst geholt . Dazu
noch Dämmstoff und Plastikfolie.
Dies alles hatten die Tiere in den vergangenen Jahren angeschleppt. Was
allerdings nicht ungewöhnlich sei,
erklärte Limmer.
13
GESENDET wird die Aufzeichnung aus Triebes am Montag, 20. April um 19.50 Uhr im
MDR-Fernsehen.
MUSEUM
Von einer Hubbühne aus säuberte Werner Limmer gestern das Weischlitzer Storchennest. Dort hatte sich zuletzt eine
dichte Grasnarbe gebildet.
FOTO: ELLEN LEIBNER
Leinwandlyrik
zum Frauentag
ZEULENRODA — Leinwandlyrik
Das Nest trockne schlecht aus. Deshalb müsse der Mensch eben hin
und wieder eingreifen. Der Weischlitzer Storchenhorst wurde zuletzt
vor vier Jahren gesäubert.
Als gestern nach gut einer Stunde
alles Überflüssige ausgeräumt war,
holte Limmer noch einen Eimer mit
Sägespänen und kleidete das Nest
aus. „Jetzt können wir nur hoffen,
dass die Störche den Aufwand auch
zu schätzen wissen und sich nach
ihrer langen Reise aus dem Süden
wieder in Weischlitz niederlassen.“
Das könnte sogar schon bald passieren.
Ankunft am 31. März
Im vergangenen Jahr tauchte der
erste Storch am 31. März auf. Sein
Partner folgte etwa zwei Wochen
später. Während des Sommers zog
das Pärchen drei Jungtiere groß. „Alles verlief problemlos“, so Limmer.
Für den Vogelkundler geht es bei
dem ehrenamtlichen Einsatz aber
nicht nur um das Wohl der Tiere.
Störche seien schließlich auch für
Menschen wichtig. „Wenn ein Dorf
ein Storchennest vorweisen kann,
ist das schon etwas Besonderes.“
Und im Vogtland zudem eine Seltenheit. Neben Weischlitz gibt es nur
noch im Pausa-Mühltroffer Ortsteil
Wallengrün einen derartigen Standort.
mit
Ralph Turnheim gibt es am Samstag
anlässlich des Frauentags im Zeulenrodaer Museum. Beginn ist um
19.30 Uhr. Gezeigt wird der Stummfilm aus dem Jahr 1920: „Die Zunge
des Zorro“. Es ist ein leidenschaftliches und witziges Abenteuer um
echte Edelmänner und stolze Senoritas. In der Pause gibt es Überraschungen. (sim)
ANMELDUNG unter der Rufnummer 036628
64135. Die Plätze sind begrenzt.
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14 Freie Presse
PLAUENER ZEITUNG
Dienstag, 3. März 2015
Neu bei Philharmonic Rock:
Adoro-Star singt Rammstein
NACHRICHT
FAHRZEUG-BRAND
Schadenshöhe
liegt bei 1000 Euro
Windräder als
„Todesfallen“
für Vögel?
Ornithologe aus Schönau
warnt vor den Gefahren
NETZSCHKAU — Der Schaden bei dem
Fahrzeug-Brand, bei dem am Sonntagnachmittag im Netzschkauer
Ortsteil Brockau ein Rover in Mitleidenschaft gezogen wurde, beläuft
sich nach ersten Schätzungen auf etwa 1000 Euro. Das hat die Polizei
gestern mitgeteilt und erste Angaben von vorgestern konkretisiert.
Während der Fahrt auf der Elsterberger Straße zwischen Coschütz
und Brockau hatte der Fahrer starken Rauch an seinem Wagen bemerkt. Er hielt an und sah Flammen
aus dem Auspuff steigen. Beim Versuch den Brand selbst zu löschen, erhielt der 45-Jährige kurze Zeit später
Hilfe durch Feuerwehrleute. Von einem Defekt als Brandursache wird
weiterhin ausgegangen. (lk)
BROCKAU/SCHÖNAU —
Ornithologe
Karl Heinz Meyer aus dem Falkensteiner Ortsteil Schönau schlägt
Alarm: Er hat im Auftrag von Windkraft-Kritikern die Vogelwelt im Gebiet zwischen Weißensand und
Hartmannsgrün untersucht und
dort zwei bis drei Brutpaare des Rotmilans, ein Schwarzmilan-Paar,
zwei Turmfalken- sowie drei Mäusebussard-Paare geortet. Die Pläne für
bis zu zehn Windräder im Bereich
des Lohbergs liegen laut Meyer „momentan auf Eis – zum Glück“. Besonders schlimm findet er, dass dort sogar sieben Räder in den Wald gestellt
werden sollten – was gesetzlich allerdings derzeit gar nicht möglich
ist: „Solche Anlagen im Wald – das
wäre der Ko-Schlag“, meint der Ornithologe.
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
Karl Heinz
Meyer
LEBEN GERETTET — Eine Polizeistreife
hat in Plauen einem 43-Jährigen das
Leben gerettet. Der Mann kauerte
kurz vor Mitternacht bei einer
Außentemperatur von minus
10 Grad und mit 3,06 Promille Alkohol im Blut auf einer Straße und war
nicht mehr in der Lage, sich fortzubewegen. Die Beamten haben ihn
bis zum Morgen mit auf das Polizeirevier genommen.
Vor 50 Jahren
HOHER BESUCH BEI DISKO — Die Mitarbeiter am Stand der VVB Deko
Plauen im Ringmessehaus haben zu
Beginn der Leipziger Frühjahrsmesse hohen Besuch bekommen. Die
Ehefrauen der sowjetischen Staatsmänner, Frau Kossygina, Frau Breshnewa und die Frau des Botschafters
der UdSSR in der DDR, Frau Abrassimowa besichtigten die Exponate des
Betriebes. Sie interessierten sich besonders für Plauener Spitzen und die
Polyestergardine.
Vor 100 Jahren
STADTRAT GESTORBEN — In der Nacht
ist der Reichenbacher Stadtrat Hermann Hübler im Zwickauer Stadtkrankenhaus im Alter von 67 Jahren
gestorben. Er hatte sich viele Jahre
dem öffentlichen Wohl der Stadt
verschrieben. Nachdem Hübler zunächst Stadtverordneter gewesen
ist, wurde er 1902 zum Stadtrat. Für
seine Verdienste bekam der Reichenbacher das Ritterkreuz II. Klasse
vom Albrechtsorden verliehen. (pa)
Ornithologe
Freuten sich gestern im Wernesgrüner Brauereigutshof mit Adoro-Star Nico Müller (vorn Mitte) schon mal auf Philharmonic Rock am 23. Mai: (hinten v. l.)
Brauerei-Geschäftsführer Marc Kusche, Stefan Fraas, Generalmusikdirektor der Vogtland Philharmonie, Vogtland-Kultur-GmbH-Chef Jens Pfretzschner, Enrico Lauterbach vom BMW-Autohaus Kühnert sowie (vorn) Matthias Krauß (l.) und Eric Seifert (r.) vom Veranstalter Krauß Event.
FOTO: SILKE KELLER-THOß
Am Pfingstsamstag steigt
an der Göltzschtalbrücke
die 21. Auflage von Philharmonic Rock. Das Musikspektakel bietet diesmal
gleich mehrere Premieren.
brachialem Tanz-Metal und Müllers
hoher Bariton-Stimmlage betritt
man einmal mehr Neuland.
Der 32-jährige Opernsänger, der
in Klingenthal aufwuchs, machte
gestern zwischen zwei Konzerten
mit dem Klassik-Pop-Quartett Adoro
in Wernesgrün Station. „Die Tour
läuft prima. Gestern in Nürnberg
waren drei Zugaben fällig“, sagte er.
VON GERD BETKA
WERNESGRÜN — Bei der 21. Auflage
von Philharmonic Rock am Pfingstsamstag, 23. Mai, an der Göltzschtalbrücke bei Netzschkau wird AdoroStar Nico Müller eine eigens für den
Abend arrangierte Version von
Rammsteins „Sonne“ zu Gehör bringen. Mit dieser Ankündigung ließ
Jens Pfretzschner, Geschäftsführer
der Vogtland Kultur GmbH, gestern
im Wernesgrüner Brauereigutshof
beim Pressetermin für das Musikspektakel aufhorchen.
Mit der atemberaubenden Symbiose von klassischen Orchesterklängen und Welthits aus Musical,
Rock und Pop hat sich Philharmonic
Rock einen Namen gemacht. Mit der
Verbindung zwischen Rammsteins
„Ich freue mich
wahnsinnig drauf.“
Nico Müller Opernsänger
Gesungen hat er schon mit Weltstars wie Barbra Streisand, José Carreras oder Catherine Jenkins. Aber er
hat seine Wurzeln nie vergessen. „Es
ist für mich eine Herzensangelegenheit, als Vogtländer ins Vogtland zurückzukommen“, sagt er. Als Preisträger von „Jugend musiziert“ sei es
einer der ersten Schritte gewesen,
als Solist mit der Vogtland Philharmonie aufzutreten, bevor die große
Karriere folgte. Adroro, Soloauftritte
und die Arbeit als Gesangsdozent
füllen heute sein Leben aus. Nun also Philharmonic Rock: „Ich freue
mich wahnsinnig drauf. In dieser
Kulisse ist das etwas Einmaliges“,
sagte Nico Müller. Er werde natürlich etwas Klassik-Pop-Crossover
singen. Rammstein sei aber eine Herausforderung. Kollegen haben gefrotzelt: „Nach ein bissel Whisky
wird es schon gehen.“ Jetzt wird zu
Hause fleißig geübt. Ohne Whisky.
Philharmonic Rock bietet 2015
zwei weitere Premieren. Zum einen
hat ein halbes Dutzend Trommler
aus dem Fanfarenzug Greiz bei „Alles neu“ von Peter Fox seinen großen
Auftritt. Zum anderen spielt Lucie
Bartholomäi zwei Stücke für Violine
und Orchester. Die talentierte elfjährige Violinistin aus Marienberg nehme dieses Jahr bereits ein Musikstudium auf, hieß es.
Bereits zum dritten Mal stehen
die Publikumslieblinge Jasmin Graf
und Franco Leon auf der Bühne von
Philharmonic Rock. Hinzu kommen
Musikstudent Robert Pfretzschner,
der bereits 2013 und 2014 als Solist
überzeugte, und der international
bekannte
Saxofonist
Andrew
Young. Es spielen die Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach unter
Leitung von Generalmusikdirektor
Stefan Fraas, die René-Möckel-Band
und das Gesangstrio Voc A Bella.
„Vor der größten Ziegelsteinbrücke der Welt bauen wir musikalische Brücken und Brücken über Generationen hinweg“, erklärte Stefan
Fraas. Der Abend verspreche einen
Gang durch 200 Jahre Musikgeschichte. Dass Musiker, die eigentlich nicht zusammenpassen, beispielsweise ein Oboist und ein Rockgitarrist, gemeinsam auf der Bühne
stehen, sei immer wieder spannend.
Präsentiert wird die 21. Auflage von
der Wernesgrüner Brauerei und
vom BMW-Autohaus Kühnert.
Im vorigen Jahr zog es über 5000
Besucher zu Philharmonic Rock an
die Göltzschtalbrücke. Auch diesmal sind über 2500 Sitzplätze im
Angebot. Eine große LED-Wand, tolle Lichteffekte und ein grandioses
Abschlussfeuerwerk runden laut
Krauß Event den Genuss ab.
TICKETS für Philharmonic Rock am Pfingstsamstag, 23. Mai, 20.30 Uhr an der Göltzschtalbrücke gibt es bei der „Freien Presse“. Sitzplatz 28,50 Euro, Stehplatz 23,50 Euro, Kinder
(4 bis 16 Jahre): durchweg 18,50 Euro.
Schwerbeschädigte/Rollstuhlfahrer frei.
FOTO: FRANKO MARTIN
„Windräder können Todesfallen
für Großvögel sein“, sagt der 74-Jährige. Gefährdet seien insbesondere
Rotmilane – 60 Prozent des Weltbestandes leben laut Meyer in
Deutschland. Aber auch andere Arten würden von den Rotoren „geschreddert“, und bei Fledermäusen
könnte der Sog die Lungen zerreißen.
„Ich bin kein Gegner von Windenergie“, bekennt Meyer. Ihm geht
es im Gegensatz zu Windkraftgegnern nicht um Abstände zur Wohnbebauung, sondern zu den Horsten
bestimmter Vogelarten. Bedenklich
sind für ihn auch aktuelle Pläne für
einen Windpark südlich von Lengenfeld, sie könnten Vögel und Fledermäuse der Wälder im Raum
Rodewisch/Lengenfeld gefährden.
„Das Gebiet ist von Ornithologen
wenig begangen, man weiß also
nicht, was dort alles lebt“, sagt der
Schönauer.
Meyer hatte am Freitagabend als
Gast am Stammtisch in der Brockauer Kuhbergbaude teilgenommen, zu
dem der Kreisverband der Alternative für Deutschland (AfD) eingeladen hatte. Der AfD-Landtagsabgeordnete Gunter Wild kritisierte
prinzipiell die Windkraft. (bap)
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BLICK NACH BÖHMEN
Dienstag, 3. März 2015
NACHRICHTEN
WIRTSCHAFT
Unternehmen
fertigt Stoßdämpfer
Freie Presse
Tschechische Partner bereichern
weitere Ausstellung in Beierfeld
EGER/CHEB — Stoßdämpfer für die
deutsche Fahrzeugmarke BMW sollen ab 2017 im Industriegebiet Eger/
Cheb gefertigt werden. Die chinesische Gesellschaft BWI will rund
300 neue Arbeitsplätze schaffen. Für
die Produktion wird nach Angaben
der Firma eine Halle genutzt, die
sich bereits im Bau befindet. Der
Stadt Cheb bringt der Verkauf der
Grundstücke nach Berichten tschechischer Medien mehr als 140 Millionen Kronen ein, das sind rund
5,2 Millionen Euro. (lada)
Das Rot-Kreuz-Museum
aus Lana/Lány zeigt seine
Forschungsergebnisse
in Sachsen. Es geht um
die Nachwuchsarbeit in
der Hilfsorganisation.
VON KATJA LIPPMANN-WAGNER
GRÜNHAIN-BEIERFELD — Wer die neue
WASSERSPORT
Elbe-Ufer erhält
neue Yacht-Anleger
TETSCHEN/DECÍN — Die Tschechische
Republik setzt den Ausbau der Elbe
für den privaten Yacht-Verkehr fort.
In diesem Jahr ist der Neubau eines
Anlegers in Tetschen/Děčín geplant,
der voraussichtlich ab dem Jahr
2016 genutzt werden kann. Unterhalb des Schlosses der Stadt entsteht
eine 36 Meter lange Mole für mindestens vier Sportboote. Ein weiterer Anleger soll in Raudnitz/Roudnice gebaut werden. Jener in Leitmeritz/Litoměřice wird derzeit modernisiert. (sneu)
Sonderausstellung im Sächsischen
Rot-Kreuz-Museum in Beierfeld besuchen will, der muss hoch hinauf.
Im Dachgeschoss wird die mehr als
90-jährige Geschichte der Nachwuchsarbeit im tschechischen Roten Kreuz von 1921 bis zur Gegenwart erzählt. Die Schau ist klein,
aber sehr sehenswert. Erste-HilfeMaterial, Kleidungsstücke und andere Utensilien sowie zahlreiche
Publikationen, oft im Comic-Stil, gehören zu den Exponaten. Die bunten Heftchen sollen Kinder und Jugendliche für die Arbeit in der Hilfsorganisation begeistern und sie an
die Erste Hilfe heranführen. Von Höhen und Tiefen war die Entwicklung der Nachwuchsarbeit in Tschechien geprägt.
Magdalena Elznicová Mikesková hat die Ausstellung für das Sächsische Rot-Kreuz-Museum Beierfeld konzipiert und
FOTOS (3): CARSTEN WAGNER
auch selbst mit aufgebaut.
FUSSBALL
Trainer geht zurück
nach Deutschland
BRÜX/MOST — Nach lediglich sieben
Punktspielen hat Trainer Wolfgang
Jerat beim Fußball-Zweitligisten Baník Most kurz vor Beginn der Rückrunde seinen Vertrag gekündigt und
kehrt aus persönlichen Gründen
nach Deutschland zurück. Jerat hatte erst im Oktober den Posten übernommen. Als neuen Coach stellte
der Verein Pavel Medynský vor. Der
50-Jährige, der selbst bei Most spielte, trainierte zuletzt unter anderem
Bohemians 1905 Prag und den FC
Hradec Kralove. (sneu)
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TERMINE
7. März: Abertamy, Rathaus: Handschuhmachermuseum, geöffnet ist
von 13 bis 17 Uhr.
7. März: Brezova bei Sokolov, Kulturzentrum: 10. Treffen der Akkordeonspieler. Beginn: 17 Uhr.
Bis 17. März: Cheb, Foto-Galerie G4:
Ausstellung mit Arbeiten von Absolventen der ITF Opava und der
Famu Prag.
„Ich hatte ja
keine Ahnung,
wie umfangreich
der Fundus ist.“
André Uebe Leiter des Sächsischen
Rot-Kreuz-Museums Beierfeld
Bereits zum zweiten Mal hat Magdaléna Elznicová Mikesková, die Leiterin des Rot-Kreuz-Museums in Lana/Lány, eine Sonderschau für Beierfeld konzipiert. „Das Thema kam
uns sehr gelegen“, sagt Mikesková
und erklärt: „Zu den Anfängen haben wir schon sehr viel recherchiert.
Die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg
war daher gar kein Problem.“ Die
Ergebnisse dieser Forschungsarbeit
werden nun in Beierfeld erstmals
öffentlich ausgestellt. Zwar gibt es
schon eine Publikation, aber bis jetzt
noch keine Ausstellung.
Irena Smrzova half beim Drapieren der Exponate.
Broschüren im Comic-Stil.
Das Team aus Lány kann vor allem aus den 1920er- und 1930er-Jahren mit beeindruckenden Zahlen
aufwarten: „In den Zwanzigern gab
es bei uns im Jugend-Rot-Kreuz eine
Million Mitglieder in 25.000 Schulklassen.“ In einer Art Schulsanitätsdienst sei die Ausbildung der Kinder
und Jugendlichen damals erfolgt.
Anschauungsmaterial aus jener Ära
ist aber nur wenig zu finden. „Wir
haben da große Schwierigkeiten,
Gegenstände aufzutreiben“, so Mikesková. Alte Schulbänke und viele
Schriftstücke lassen trotzdem eine
gedankliche Zeitreise zu. „Die Dinge, die wir präsentieren, stammen
alle aus unserem Museum“, ist die
arbeit wurde nur noch über die Pionierorganisation angeboten“, erklärt
die Museumsleiterin und ergänzt:
„Dort gab es auch Junge Sanitäter.“
Nach 1990 erlangte das Rote Kreuz
die Selbstständigkeit zurück. „Dank
André Uebe gibt es an unserer
Grundschule in Lány sogar wieder
einen Sanitätsdienst. Das ist der erste in ganz Tschechien.“
Die Einführung des Schulsanitätsdiensts, die Zusammenarbeit
der beiden Museen aus Beierfeld
und Lány sowie die damit verbundenen Sonderausstellungen sind die
Resultate einer wachsenden Partnerschaft, die auch künftig fortgesetzt
werden soll.
Kurbäder bemühen sich um mehr Gäste aus China
Neue Fluglinie nach Schanghai soll im Juli starten – Karlsbad/Karlovy Vary will auch Kontakte nach Isreal vertiefen
KARLSBAD/KARLOVY VARY — Das vor
allem durch die Ukraine-Krise und
den Kursverfall des Rubels zunehmende Fernbleiben russischer Kurgäste entwickelt sich für die westböhmischen Bäder zu einem ernsten Problem. Der Rückgang gegenüber 2013 beträgt nach aktuellen Informationen der Tageszeitung „Karlovarsky deník“ knapp 20 Prozent.
Zwar hatten die Hoteliers in
Karlsbad/Karlovy Vary noch vor ei-
nigen Monaten erklärt, die entstandenen Verluste durch einen Anstieg
der Besucherzahl aus Deutschland
abfangen zu können, inzwischen
mehren sich aber auch dort die
Stimmen, die eine generelle Neuorientierung fordern.
Oberbürgermeister Petr Kulhánek stattete jüngst Israel einen Besuch ab, um in der Partnerstadt Eilat
über eine Zusammenarbeit im Bereich des Kurwesens zu verhandeln.
Die tschechische Regierung setzt zudem auf Kurgäste aus China. Bis
Ende Juli soll eine neue Fluglinie
zwischen Prag und Schanghai eröffnet werden.
In Marienbad/Mariánské Lázně
zeigt das Fehlen russischer Kurgäste
bereits Wirkung. Von den 40 Kurhäusern der Stadt sind zwölf geschlossen, viele der im Kurbereich
tätigen Beschäftigten machen mit
40-prozentigem Gehalt Zwangsur-
laub. Traditionell weniger russische
Gäste verzeichnet Franzensbad/
Frantiskovy Lázně. Da hat man nach
den Worten von Bürgermeister Otomar Skala vor allem auf deutsche
und tschechische Besucher gesetzt.
Trotzdem verzeichnet auch die
kleinste der drei westböhmischen
Bäderstädte einen Rückgang, aktuell
sind die Kapazitäten der Kureinrichtungen nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. (rewö)
Schau zeigt
verlorenes
Sudetenland
Fotos von damals und
heute in Zethau zu sehen
ZETHAU — Ein Blick nach Böhmen
eröffnet sich derzeit im internationalen Begegnungszentrum „Grüne
Schule grenzenlos“ im Muldaer
Ortsteil Zethau. „Das verlorene Sudetenland“ ist der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 13. März zu
sehen ist. Gezeigt werden historische Fotos und Texte von den Städten und Dörfern in den ehemals
mehrheitlich von Deutschen bewohnten Gebieten – vom Böhmerwald über das Egerland und das Erzgebirge bis zum Adlergebirge.
Die Ausstellung erfreut sich einer
guten Resonanz. Fast täglich führt
Veronika Kupkova, die ein Jahr als
europäische Freiwillige in der Einrichtung absolviert, Besucher durch
die Ausstellungsräume und erklärt
Geschichte und Begebenheiten. Ergänzt wird die Exposition durch
mehrere Sonderveranstaltungen, in
denen zusätzliche Dokumente zum
Thema präsentiert werden. Dabei
kam es zu interessanten Diskussionen von Zeitzeugen.
„Wir möchten das so verstehen,
dass gutes nachbarschaftliches Zusammenleben von Deutschen und
Tschechen auch Themen wie Krieg
und Vertreibung nicht ausklammern sollte, und Geschichtsaufarbeitung zur Gestaltung einer gedeihlichen Entwicklung in unseren
Ländern beitragen kann“, so Christoph Weidensdorfer, Geschäftsführer des seit 20 Jahren bestehenden
Begegnungszentrums. (tm)
GEÖFFNET ist die Ausstellung in Zethau
montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr.
Der nächste Begegnungsabend findet am
13. März statt. Beginn ist 18 Uhr.
FEUERWEHR
654 Brände 2014
im Karlsbader Kreis
KARLSBAD/KARLOVY VARY — In Sum-
me 654 Brände haben die Feuerwehren im Karlsbader Kreis 2014 bekämpfen müssen. In den Feuern kamen laut Pressesprecher Martin Kasal zwei Menschen ums Leben,
45 wurden verletzt. Der Sachschaden beträgt rund 36 Millionen Kronen, etwa 1,3 Millionen Euro. (tm)
TOURISMUS
Ehemaliger Tagebau
lockt Wasserratten an
AUSSIG/ÚSTÍ NAD LABEM — In diesem
Sommer darf erstmals im ehemaligen Tagebau Milada westlich von
Aussig/Ústí nad Labem gebadet werden. Das Bergbauamt hat offiziell
das Ende des Abbaus bestätigt, ungefähr 146 Millionen Tonnen Kohle
bleiben damit in der Erde. Der rund
250 Hektar große See mit einer Tiefe
von bis zu 25 Metern entstand von
2001 bis 2010 durch die Flutung des
Tagebaus. (sneu)
Verkehrs-Knotenpunkt erhält Schönheitskur
Für rund 15 Millionen
Euro will die Tschechische
Bahn ab 2016 den Bahnhof
Eger/Cheb modernisieren.
Der Bau dauert bis 2017.
22. März: Luby: Frühlingswanderung – 11 Uhr mit Zug nach Großloh/Velký Luh, von da aus über Fleißen/Plesná zurück nach Schönbach/Luby.
22./23. März: Cheb, Eisstadion:
Pokalturnier des Eishockeyklubs im
Stadion Cheb.
VON RENE WÖLFEL
27. März: Karlovy Vary, Bürgerhaus:
Rockkonzert der tschechischen Supergroup. Beginn ist 20 Uhr.
1. April: Fußball, Pokal-Viertelfinale: FK Teplice gegen Viktoria Plzeň,
Rückspiel am 15. April. (tm)
Leiterin stolz. Und ihr deutscher
Kollege André Uebe, Leiter des Sächsischen Rot-Kreuz-Museums Beierfeld, zeigt sich angesichts der hohen
Qualität der Schau begeistert: „Ich
hatte ja keine Ahnung, wie umfangreich der Fundus ist.“
1940 wurde das Rote Kreuz im
Nachbarland verboten. Erst nach
dem Zweiten Weltkrieg erwachte
auch die Jugendarbeit im tschechoslowakischen Roten Kreuz zu neuem Leben. „Bis in die 1950er-Jahre
hat diese gut existiert und funktioniert.“ Dann aber orientierte man
sich verstärkt am sowjetischen Modell. Das Rote Kreuz habe seine
Selbstständigkeit verloren. „Jugend-
15
Sichtlich in die Jahre gekommen ist der Bahnhof Eger/Cheb. 2016 soll eine
umfangreiche Rekonstruktion beginnen.
FOTO: THORALD MEISEL
EGER/CHEB — Seit 150 Jahren ist der
Bahnhof Eger/Cheb ein wichtiger
Verkehrs-Knotenpunkt und Grenzbahnhof. Von der westböhmischen
Stadt aus bestehen Verbindungen
über Plauen nach Gera in Thüringen
und nach Kosice in der Slowakei, ab
Dezember soll auch die Linie nach
Hof in Oberfranken wieder den Betrieb aufnehmen.
Die Tschechische Bahn bereitet
derzeit eine umfassende Erneuerung des Bahnhofs vor. Die in die
Jahre gekommenen Bahnsteige und
Unterführungen sollen modernisiert werden, ebenso ist ein mit Aufzügen ausgestatteter barrierefreier
Zugang vorgesehen.
Nach den Informationen von
Marek Ilias von der Bahnnetzverwaltung wird derzeit das Projekt erarbeitet. Baubeginn soll im nächsten
Jahr sein, die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2017 dauern.
Die Kosten liegen bei etwa 400 Millionen Kronen, das sind rund 15 Milli-
onen Euro. Geplant ist auch eine Rekonstruktion des rund 40 Jahre alten Empfangsgebäudes.
Der Bahnhof entstand 1865
als Gemeinschaftsprojekt zwischen
den Strecken der Actiengesellschaft
der bayerischen Ostbahnen, der Königlich-Bayerischen Staatseisenbahnen und der Vogtländischen Staatseisenbahn. 1870 kam die Buschtěhrader Eisenbahn mit der Bahnstrecke Komotau – Eger hinzu, 1872 die
Kaiser-Franz-Josephs-Bahn mit der
Linie Pilsen – Eger, und 1881 wurde
die Bahnstrecke Nürnberg – Eger in
Betrieb genommen. Bei einem alliierten Luftangriff am 8. April 1945
hatte der Bahnhof schwere Schäden
erlitten.
16 Freie Presse
NACHRICHTEN
TISC HTENNIS
Post SV auswärts
in Personalnot
PLAUEN — Die Tischtennisspielerinnen des Post SV Plauen mussten am
Wochenende in der Landesliga eine
4:8-Niederlage beim Tabellennachbar TSG Markkleeberg hinnehmen.
Als Siebente haben die Plauenerinnen nun einen Punkt Rückstand auf
die TSG. Mit dem 7:7-Unentschieden gegen den TTC Großpösna
konnten sie immerhin einen Zähler
holen. Damit dürften die PostFrauen den Klassenerhalt gesichert
haben. In den verbleibenden Partien
müssen sie aber wie bereits am
Wochenende auf Franziska Hohmann verzichten, die am Knie operiert wurde. In Markkleeberg und
Großpösna fehlten außerdem Daniela Petzold und Stefanie Dietzsch,
sodass die 13-jährige Julia Reymann
ihren ersten Einsatz im LandesligaTeam hatte. (bkl)
KEGELN
Plauener unterliegen
dem Landesmeister
ZWICKAU — Trotz einer guten Leistung mussten die Senioren des KSV
Plauen in der Verbandsliga beim
Landesmeister TSV Zwickau eine
klare 3129:3348-Niederlage hinnehmen. Die Gastgeber spielten mit
Frank Schnurrbusch (598) an der
Spitze ein sehr gutes Mannschaftsergebnis. Da konnten die Plauener
Jürgen Eckstein (532), Dieter Görsch
(513), Stefan Peukes (528), Dietmar
Dorst (490), Sepp Prager (513) und
Walter Neudel (553) nicht entscheidend dagegenhalten. Am Samstag
sollte der KSV den Heimvorteil
gegen den MSV Bautzen im Kampf
gegen den Abstieg nutzen. (ehyo)
HANDBALL
Einheit II nur mit
einer guten Halbzeit
PLAUEN — Die zweite Mannschaft
des HC Einheit Plauen musste sich
am Sonntag in der Handball-Verbandsliga in heimischer Halle 26:37
der SG Leipzig/Zwenkau II geschlagen geben. Gegen den Tabellenvierten konnte das Team nach einer
guten ersten Halbzeit mit einer
16:15-Führung in die Pause gehen.
In der zweiten Hälfte gelang es jedoch nicht, an diese Leistung anzuknüpfen. Einheit bleibt damit Tabellenneunter (9:23 Punkte). Einen Erfolg hingegen konnten die zweite
Mannschaft des SV 04 Oberlosa feiern. Zu Hause hieß es 24:22 gegen
den HV Böhlen. Die Schwarz-Gelben sind nun Tabellenfünfter (17:15
Punkte). (slx/rimi)
BASKETBALL
Defekte Korbanlage
führt zu Spielabsage
LEIPZIG
— Unverrichteter Dinge
mussten die Oberliga-Basketballer
von Homesquad Plauen am Samstagabend die Rückfahrt vom Auswärtsspiel beim SV Automation
Leipzig antreten. Beim Aufwärmen
war es zu einem Defekt an einer der
beiden Korbanlagen gekommen, der
Ring hing schief. Das ließ sich kurzfristig nicht beheben. Normalerweise hätte dies eine 20:0-Spielwertung
für Plauen bedeutet. Doch Homesquad-Trainer Karsten Wriecz zeigte
sich als fairer Sportsmann und
stimmte einem Wiederholungsspiel
am 21. März zu. (wrk)
FALSCH & RICHTIG
VFC Plauen: Der am Sonntag im
Heimspiel gegen den Berliner AK
überraschend in die Startelf gerückte Angreifer des VFC heißt nicht
Kevin Würfel, wie in der gestrigen
Ausgabe zu lesen war. Sein richtiger
Name ist vielmehr Kevin Wülfert.
Ob unserem Autor die Rechtschreibprüfung einen Streich spielte, war
gestern nicht mehr nachvollziehbar.
In jedem Fall ist der Name Kevin
Wülfert jetzt nicht nur Trainer Ingo
Walther, sondern auch dem Redaktionssystem ein Begriff. (tyg)
LOKALSPORT
Dienstag, 3. März 2015
Oberlosa weiter ohne Niederlage
eintragen. Angesicht des klaren Vorsprungs ließ in der Schlussphase die
Konzentration bei Oberlosa etwas
nach, der 36:23-Erfolg war aber nicht
mehr gefährdet.
Die Plauener Handballer
haben in der Sachsenliga
seit elf Monaten zu Hause
nicht mehr verloren.
Gegen Cunewalde gewannen sie 36:23. Einen knappen Erfolg feierte die
Frauenmannschaft.
OBERLOSA: Fuchs, Klaus; Anlauf (9 Tore/davon ein Siebenmeter), Wetzel (2), Weikert (1),
Peschke (8/3), Brabec (6), Frost (2), Englert
(1), Fickel (1), Roth (2), Richter (2), TrommerErnst (1), Zobel (1). (rimi)
PLAUEN — „Mission Aufstieg 2015“
verkündete ein großes Plakat am
Samstagabend in der Kurt-HelbigHalle. Mit ihrer Leistung im Heimspiel gegen den HV Oberlausitz
Cunewalde unterstrichen die Handballer des SV 04 Oberlosa eindrucksvoll ihre Ambitionen, nach zwei
Spielzeiten in der Sachsenliga ab
dem Herbst in der Mitteldeutschen
Oberliga auf Torejagd zu gehen.
36:23 setzte sich der Spitzenreiter
gegen den Tabellenzehnten durch
und ist damit seit April 2014 zu Hause ungeschlagen. Sechs Partien vor
Saisonende führen die Plauener weiterhin mit fünf Punkten Vorsprung
auf den TSV Radeburg die Liga an.
„Uns wurden heute in allen Belangen die Grenzen aufgezeigt, ich
habe hier einen Klassenunterschied
gesehen. Insbesondere im Abwehrverhalten wurde deutlich, warum
wir in die Sachsenliga gehören und
Oberlosa in die Oberliga“, fand
Cunewaldes Trainer Carsten John
anerkennende Worte.
Sehr gute Abwehrleistung
Vor 464 Zuschauern bestimmten die
Schwarz-Gelben von Beginn an die
Szenerie und gingen schnell 3:1 in
Führung. Trotzdem hielt sich der Jubel in Grenzen, da Torsten Wetzel
bei seinem zweiten Treffer umknickte. Der Rückraumspieler
konnte das Geschehen anschließend nur noch von der Bank aus verfolgen, eine genaue Diagnose steht
aus. Seinen Teamkollegen gelang es
in der Folge zwar, den Vorsprung
Oberlosas Rico Englert nimmt Maß gegen Cunewalde.
teilweise bis auf vier Tore auszubauen. Doch dank starker Paraden ihres
Schlussmannes konnten die Gäste
aus der Oberlausitz bis zum 7:10 den
Anschluss halten.
SV-Trainer Jörg Grüner nahm in
dieser Phase seine erste Auszeit und
fand anscheinend die richtigen
Worte. In den zehn Minuten bis zur
Pause kassierten die Hausherren nur
noch einen Gegentreffer, netzten
selbst aber sechsmal ein. Mit einem
komfortablen 16:8 für Oberlosa ging
es in die Kabinen. „Unsere Abwehrleistung in der ersten Hälfte war hervorragend, im Angriff haben wir
aber noch zu viele klare Chancen
ausgelassen“, monierte Grüner. Er
konnte bei seinem Team aber wie in
FOTO: ELLEN LIEBNER
der Vorwoche beim Amateurpokal
eine deutlich bessere Körpersprache
als zuletzt in Döbeln erkennen.
Der zweite Abschnitt begann wie
der erste endete – das Publikum sah
eine überlegene Heimmannschaft.
Beim 20:10 durch Paul Richter betrug der Abstand bereits zehn Tore.
Oberlosa wechselte munter durch,
dennoch wuchs der Abstand immer
weiter an. Zudem parierte der mittlerweile zwischen den Pfosten stehende Enrico Fuchs mehrfach stark.
Vorne trafen besonders Mike Anlauf, Jan Brabec und Marcus Peschke
nahezu nach Belieben, mit Marcus
Zobel und Philipp Trommer-Ernst
konnten sich auch die beiden
Youngster in die Torschützenliste
Vorsprung fast noch verspielt
Unnötig spannend gemacht haben
es die Handballerinnen des SV 04 in
ihrem Sachsenliga-Spiel gegen den
USV TU Dresden. Zwischenzeitlich
führten die Vogtländerinnen bereits
mit sechs Toren Vorsprung, am Ende
hieß es 25:24 gegen den Tabellenzehnten.
Gegen stark ersatzgeschwächte
Gäste gelang Oberlosa kein guter
Start ins Spiel. Bereits in den ersten
Minuten zeigte sich das größte Manko an diesem Tag: die schlechte
Chancenverwertung. So führten die
Dresdenerinnen nach acht Minuten
3:1. Erst mit einem Doppelschlag
zum 6:4 dreht Oberlosa das Spiel. Bis
zur Pause konnte der Vorsprung auf
14:10 ausgebaut werden.
In der zweiten Hälfte versuchten
die Gäste zwar, Anschluss zu halten,
beim 23:17 zehn Minuten vor
Schluss aber sah alles nach einem
ungefährdeten Erfolg für die Vogtländerinnen aus. Dann aber verspielten sie ohne Not Stück für
Stück die sichere Führung. Nur noch
zwei Treffer für Oberlosa und sieben
für Dresden brachten den 25:24Endstand. Der SV 04 bleibt so seit
November 2013 weiter in eigener
Halle ohne Niederlage. Auch ihren
zweiten Tabellenplatz behalten die
Vogtländerinnen, nun wieder mit
vier Punkten Vorsprung auf Neudorf/Döbeln.
OBERLOSA: S. Martin, M. Martin, Seifert
(1 Tor/davon 1 Siebenmeter), Hofmann (5),
Müller (4), Kahle (7), Heinz (3/2), Weigel (4),
Herrmann (1), Lippmann, Wenske, Klass,
Opitz. (sesi)
Pokal geht nach Plauen
Sitzballer ohne Medaille
Flossenschwimmer gewinnen zum vierten Mal in Halle
VSV Plauen nur auf Rang 4 bei Sachsenmeisterschaft
HALLE — Die Flossenschwimmer des
DRESDEN — Keine Medaille konnten
TC Nemo Plauen haben am Wochenende erfolgreich ihren Titel
beim zwölften Wintersprintpokal
des SSC Halle verteidigt. Bereits
2012, 2013 und 2014 gewannen die
Vogtländer die Mannschaftswertung. Im Feld der fast 200 Sportler
aus 19 Vereinen konnten die NemoAthleten zahlreiche Streckensiege
feiern. So schlug Anastasia Herbst
gleich fünfmal als Erste an, Robert
Golenia konnte vier Erfolge verbuchen. Routinier Christian Höra
stand dreimal ganz oben auf dem
Treppchen. Jeweils zweimal als
Schnellste aus dem Becken stiegen
Diana Schneider, Tina Klemet, Antje
Senf und Kim Lederer. Zum Erfolg in
der Mannschaft trugen ebenfalls
Alicia Otto, Antonia Neumann,
Marius Waletzko und Konstantin
Franz mit je einem Streckensieg bei.
Auch die Frauen-Staffeln gewannen
in zwei Altersklassen. In der Gesamtwertung gab es für Anastasia
Herbst, Diana Schneider und Robert
Golenia Sieger-Pokale. (roa)
die Sitzballer des VSV Medizin Plauen bei der Sachsenmeisterschaft gewinnen. Die Vogtländer verspielten
bei der zweiten Runde am Wochenende in Dresden ihren zuvor erreichten zweiten Platz und wurden
am Ende Vierte. Da das Team aus
Kreischa das Turnier krankheitsbedingt absagen musste, standen für
den VSV nur vier Partien auf dem
Programm. Eine Niederlage hätten
sich Bettina und Kay Heinig, Thomas und Stefan Weiß sowie Andreas
Götz leisten können, um noch eine
Medaille zu holen. Doch nach dem
klaren 36:11-Auftakterfolg gegen
Zittau gelang den Plauenern kein Erfolg mehr. Gegen Lok Leipzig gab es
eine 23:28-Niederlage, das Spiel gegen den LSV Leipzig ging 21:23 verloren. In der entscheidenden Partie
um Bronze gegen den SGV Dresden
musste sich das VSV-Team denkbar
knapp 25:26 geschlagen geben.
ENDSTAND: 1. LSV Leipzig, 2. SV Lok Leipzig,
3. SGV Dresden, 4. VSV Medizin Plauen,
5. OSV Zittau, 6. SV Kreischa. (kayh)
Fortuna siegt
überraschend
4:0 gegen
Reichenbach
Fußball-Landesklasse:
VFC II fährt umsonst
nach Thalheim
VON KARSTEN REPERT
PLAUEN — Was ist mit dem FC Fortu-
na Plauen los? Nach neun Niederlagen in Folge (4:27 Tore) fegte der
Tabellenletzte jetzt den Tabellenzweiten Reichenbacher FC vom
Platz. Die Kunde vom 4:0-Derbysieg
der Chrieschwitzer sorgte in der
Fußball-Landesklasse für Erstaunen.
Fortuna-Trainer Roger Fritzsch war
rundum zufrieden: „Wir haben heute abgeklärt und souverän gespielt.
Torchancen haben wir eiskalt genutzt. Und vor allem haben wir
nach dem 2:0 den Sieg nie mehr aus
den Augen verloren.“
Zunächst passierte eine halbe
Stunde lang nur wenig. Dann wollte
der Plauener Ben Richter schießen.
Reichenbachs Verteidiger Cornelius
Gärtner foulte 20 Meter vor dem Tor,
und Dave Schröter zimmerte den
fälligen Freistoß zum 1:0 für Plauen
in die Maschen. Die Gäste antworteten mit wütenden Gegenstößen,
Christian Seidel etwa zwang Fortuna-Keeper Alexander Grötzsch zu
zwei Paraden (32.). Kurz vor der Pause ließ RFC-Keeper Tom Seyfarth
einen bereits gehaltenen Ball aus
den Händen gleiten. Der Plauener
Richter spitzelte das Leder gedankenschnell am Torwart vorbei. Seyfarth wiederum wusste sich nur per
Foul zu helfen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Ricardo Klaus souverän zum 2:0. Nach der Pause produzierte die bis dahin beste Abwehr
der Liga den nächsten kapitalen
Bock, und Ben Richter erhöhte dankend auf 3:0 für die Plauener. Einen
perfekt vorgetragenen Spielzug vollendete er wenige Minuten später
zum 4:0.
Das Spiel des VFC Plauen II in
Thalheim hingegen musste wegen
miserabler Platzbedingungen abgesagt werden. Der Gastgeber erkannte offenbar nicht, dass die beiden
Plätze in Thalheim unbespielbar
waren. Das Schiedsrichtertrio und
die Gastmannschaften reisten
unverrichteter Dinge wieder ab.
STATISTIK
Fortuna Plauen: Grötzsch – K. Herrmann,
Thiele, Riedel, Schröter – T. Herrmann (86.
Eckner), Rose (80. Azarov) – Antelmann, Klaus
(75. Fritzsch), Kaiser - Richter. Reichenbacher
FC: Seyfarth – Joost (60. Grunert), Demmler,
Gorschinek, Seidel – Gärtner, Particke – Petzoldt (8. Krötzsch, 46. Einsiedel), Meyer, Papkalla - Persigehl. Tore: 1:0 Schröter (28.), 2:0
Klaus (45./Foulstrafstoß), 3:0, 4:0 Richter (47.,
56.). SR: Sven Neef (Zwickau). ZR: 85.
Plauener Fußballer auf Rang 6 bei Ü-60-Turnier
Zum vierten Mal spielten
die Oldies auf Einladung
des Kreisverbandes. Sieger
wurde die Auswahl Franken.
PLAUEN
— Das 4. Fußball-Einladungsturnier für über 60-Jährige des
Vogtländischen Fußball-Verbandes
(VFV) hat mit der Auswahl Franken
einen verdienten Sieger. Das Team
setzte sich im Endspiel klar 3:0
gegen den FC Motor ZeulenrodaTriebes durch und stellte mit Rainer
Frank zudem den besten Spieler und
besten Torschützen (5 Treffer). Mit
dem Erfolg hatten die Franken nicht
unbedingt gerechnet. „Wir spielten
heute schlecht und hätten die Partie
gegen die Göltzschtalauswahl auch
verlieren können. Ich bin von unserem Turniersieg überrascht“, so
Betreuer Alexander Hännl.
Das Spiel um Platz 3 gewannen
die Oldies des FSV Zwickau 4:3 im
Neunmeterschießen gegen die
Göltzschtalauswahl. Nach regulärer
Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Der
Zwickauer Trainer und einstiger
Oberliga-Haudegen der bSG Sachsenring, Peter Henschel, war dennoch zufrieden: „Es war wieder ein
tolles Turnier. Alles hat gepasst.“
Sein Team war in einer ausgeglichenen Vorrundengruppe nur durch
das bessere Torverhältnis im Vergleich zu Plauen ins kleine Finale
gekommen. Laut Henschel plane
der Zwickauer Fußball-Kreisverband im März ebenfalls ein Ü-60Hallenturnier.
Beim vom VFV sehr gut organisierten Turnier konnten die Mannschaften der Region Göltzschtalauswahl, Team Vogtländer, Auswahl
Plauen, Reichenbacher FC und SG
Pfaffengrün vor den 33 Zuschauern
keinen Medaillenplatz erringen.
Lediglich bei der Auszeichnung des
besten Torhüters durfte mit Dietmar
Kumschlies (Reichenbacher FC) ein
Vogtländer jubeln. Geprägt war der
Tag von fairen Partien, die Oldies
kämpften leidenschaftlich. Doch im
Vergleich zu vergangenen Turnie-
ren fehlte diesmal die spielerische
Klasse. „Hallenzauberer“ wie beispielsweise der Zwickauer Wolfgang Hoyer oder der Franke Hans
Feulner – er stand wegen Kniebeschwerden nur im Tor – wurden
stark vermisst. Trotzdem zeigten die
über 60-Jährigen einige Fußball-Leckerbissen. Stellvertretend für viele
sei der Hackentreffer des Reichenbachers Rainer Ruf gegen Zeulenroda
genannt. Der RFC-Oldie überraschte
mit dem Rücken zum Tor stehend
urplötzlich mit einem knallharten
Fersenschuss.
STATISTIK
Gruppe A: Göltzschtal - Pfaffengrün 4:1, Franken - Vogtländer 3:2, Göltzschtal - Franken
0:1, Vogtländer - Pfaffengrün 3:1, Pfaffengrün
- Franken 1:4, Vogtländer - Göltzschtal 1:1.
Tabelle: Auswahl Franken 9 Punkt/8:3 Tore,
2. Göltzschtalauswahl 4/5:3, 3. Team Vogtländer 4/6:5; 4. SG Pfaffengrün 0/ 3:11. Gruppe
B: Zeulenroda - Plauen 1:1, Zwickau - Reichenbach 0:0, Zeulenroda - Zwickau 3:1, Reichenbach - Plauen 1:2, Plauen - Zwickau 1:4, Reichenbach - Zeulenroda 1:1. Tabelle: 1. Motor
Zeulenroda-Triebes 5/5:3, 2. FSV Zwickau
Für die Ü-60-Auswahl Plauens spielten: vorn von links Manfred Forner, Ferdinand Lupold, Günter Lauterbach, Walter Voigt, Rainer Thumser sowie hinten
von links Ulrich Sörgel, Rainer Taubald, Matthias Schneider. FOTO: ELLEN LIEBNER
4/5:4, 3. Auswahl Plauen 4/4:6, 4. Reichenbacher FC 2/2:3. Spiel um Platz 7: Pfaffengrün –
Reichenbach 1:2. Spiel um Platz 5: Vogtlän-
der - Plauen 2:0. Spiel um Platz 3: Göltzschtal - Zwickau 3:4 nach Neunmeterschießen.
Finale: Franken - Zeulenroda 3:0. (tau)
SPORT
Dienstag, 3. März 2015
BOB/SKELETON
HANDBALL
Weltmeisterschaft
Champions League
in Winterberg:
Mannschaft: 1. Deutschland (Jungk/Riesa,
Martini/Thöne/Oberbärenburg, Hermann/Königssee, Friedrich/Grothkopp/ Oberbärenburg) 3:48,83 min; 2. Deutschland (Grotheer/Oberhof,
Schneiderheinze/Bertels/Erfurt/Oberhof, Huber Selbach/Berchtesgaden,
Lochner/Bermbach/Stuttgart/Winterberg)
3:49,27; 3. Russland (Tretjakow, Rodionowa/Palejewa,
Orlowa,
Kasjanow/Husin)
3:49,36; 4. Kanada 3:50,01; 5. USA 3:50,36;
6. Österreich 3:50,62.
Frauen, Hauptrunde: Vardar Skopje - HC
Leipzig 26:20 (10:9), Thüringer HC - Krim Ljubljana 33:21 (17:10).
SKI ALPIN
Weltcup
in Bansko (Bulgarien):
Damen, Super G: 1. Fenninger (Österreich)
1:14,59 min; 2. Maze (Slowenien) 1:14,75;
3. Vonn (USA) 1:14,87; 4. Hosp (Österreich)
1:15,14; 5. Curtoni (Italien) 1:15,15; 6. Rebensburg (Kreuth) 1:15,25; 26. Wenig (Lenggries) 1:17,83.
Super-Kombination: 1. Fenninger 2:05,06
min (Super-G: 1:12,73 min; Slalom: 52,33 s);
2. Maze 2:05,45 (1:13,18; 52,27); 3. Zettel
(Österreich) 2:06,12 (1:14,02;52,10); 4. Bailet (Frankreich) 2:06,49 (1:14,25; 52,24);
5. Gagnon (Kanada) 2:06,76 (1:14,72;
52,04); 6. Gisin (Schweiz) 2:06,88 (1:13,32;
53,56); ausgeschieden: Rebensburg (1:14,14;
Startverzicht); Wenig.
in Garmisch-Partenkirchen:
Herren, Riesenslalom: 1. Hirscher (Österreich) 2:43,23 (1:23,28; 1:19,95) min;
2. Neureuther (Partenkirchen) 2:46,51
(1:25,48;: 1:21,03); 3. Raich (Österreich)
2:46,67 (1:25,27; 1:21,40); 4. Ligety (USA)
2:46,79 (1:26,12; 1:20,67); 5. Pinturault
(Frankreich) 2:46,91 (1:25,43; 1:21,48);
6. Janka (Schweiz) 2:47,52 (1:26,13;
1:21,39); 11. Dopfer (Garmisch) 2:48,03
(1:25,46; 1:22,57); 20. Luitz (Bolsterlang)
2:48,67 (1:27,04; 1:21,63).
Abfahrt: 1. Reichelt 1:11,90; 2. Baumann
1:11,91; 3. Mayer (alle Österreich) 1:12,14;
4. Silvano Varettoni 1:12,18; 5. Paris (beide
Italien) 1:12,21; 6. Sullivan (USA) 1:12,29;
19. Brandner (Königssee) 1:12,65; 24. Ferstl
(Hammer) 1:12,72.
EHF-Pokal
Männer: Haslum HK - HSV Hamburg 34:32
(17:16), Skjern HB - Füchse Berlin 32:28
(17:12).
Bundesliga
Männer, 23. Spieltag: Rhein-Neckar Löwen Flensburg-H. 23:20 (14:8), Bergischer HC Göppingen 28:28 (12:17), N-Lübbecke Wetzlar 27:26 (16:11), HC Erlangen - Minden
19:23 (8:13), Bietigheim - Gummersbach
23:21 (12:11), SC Magdeburg - TSV Hannover-B. 34:28 (12:13), Friesenheim - THW Kiel
20:33 (11:13).
1. THW Kiel
764: 599 44: 6
2. Rhein-Neckar Löwen 718:579 42: 6
3. SC Magdeburg
717:643 37:11
4. SG Flensburg-H.
696:591 36:12
5. Göppingen
656:653 27:21
6. Füchse Berlin
656:657 26:22
7. MT Melsungen
705:676 25:23
8. Gummersbach
652:662 24:24
9. HSV Hamburg
686:673 24:26
10. HSG Wetzlar
629:624 22:26
11. Bergischer HC
644:697 22:26
12. TSV Hannover-B.
694:707 22:28
13. N-Lübbecke
668:679 20:28
14. HBW Balingen-W.
584:644 20:28
15. GWD Minden
630:688 16:32
16. TBV Lemgo
719:728 16:34
17. Friesenheim
597:703 15:33
18. HC Erlangen
604:684 15:35
19. Bietigheim
640:772 9:41
Frauen, 16. Spieltag: Blomberg-Lippe - Bietigheim 35:24 (18:7), Metzingen - Göppingen
27:21 (11:13), Bad Wildungen - Koblenz/Weibern 32:25 (16:10), Füchse Berlin - Buxtehude 26:28 (15:19), Leverkusen - Oldenburg
29:26 (19:12).
1. Thüringer HC
549:404 29: 5
2. Buxtehuder SV
491:405 28: 4
3. HC Leipzig
490:431 25: 9
4. VfL Oldenburg
526:473 24:10
5. TuS Metzingen
477:416 23:11
6. Bayer Leverkusen
461:451 21:11
7. HSG Blomberg-Lippe 472:423 20:12
8. Füchse Berlin
445:445 13:19
9. HSG Bad Wildungen
423:509 11:23
10. SG BBM Bietigheim
418:471 9:25
11. SVG Celle
371:458 8:24
12. VL Koblenz/Weibern 392:460 7:25
13. Göppingen
403:451 6:26
14. Trier
383:504 6:26
2. Bundesliga
KEGELN
Bundesliga
Classic 100 Frauen: Brand-Erbisdorf – Riesa
2563:2453, Erfurt - Lauterbach 2541:2585,
Seelow - Mickten Dresden 2586:2572, Hagenwerder – Auma 2570:2532, Cranzahl - Welzow 2712:2640.
1. BW Lauterbach
41.823 20:12
2. SSV Brand-Erbisdorf 41.539 20:12
3. Sportclub Riesa
40.805 20:12
4. KSV Cranzahl
42.253 18:14
5. SV BW Auma
41.859 16:16
6. SV Mickten Dresden 40.977 16:16
7. Borussia Welzow
40.172 16:16
8. BSG Fiskus Erfurt 41.047 14:18
9. ISG Hagenwerder
41.125 12:20
10. KSC Seelow
40.062
8:24
120 Männer: Schwabsberg - Zerbst 3:5, Amberg - Zwickau 5:3, Staffelstein - Lorsch 7:1,
Peiting - Bamberg 1:7, Lonsee – Straubing
2:6.
1. SKV RW Zerbst
30: 2
104
2. SKC Bamberg
23: 9
86
3. KC Schwabsberg
22:10
76
4. SKC Lorsch
21:11
73
5. FEB Amberg
18:14
69
6. KC Staffelstein
17:15
70
7. Aufw. Straubing
14:18
58
8. TSV Zwickau
8:24
48
9. SKC BW Peiting
6:26
37
10. EKC Lonsee
1:31
19
2. Bundesliga N/O 120
Männer: Leitzkau – SV Leipzig 3:5, Senftenberg - Mehltheuer 6:2, Roßlau – Freiberg
2,5:5,5, Rudolstadt - Schönebeck 7:1, Elsterwerda - Auma 5:3.
Frauen: Dresden - Sanderdorf 5:3, Holzweißig
- Sangerhausen 8:0, Freiberg - Schafstädt 5:3,
Bennewitz – Schönebeck 2:6 , Kleeblatt Berlin
– Bautzen 4:4.
Verbandsliga
Männer 120: ATSV Freiberg II - CSV Siegmar
6:2, Bautzen - Treuen 7:1, TSV Zwickau II Auerbach 2:6, MoMi Dresden - Sprotta 6:2.
Männer 200: Radeberger SV - TuS Großschirma 5245:5221, Döbeln - VfB Eintracht Fraureuth 5351:5305, SSV Turbine Dresden - SV
Blau Weiß Deutzen 5437:5157, Nerchauer SV
- Medizin Großschweidnitz 5469:5258.
Frauen: Post SV Leipzig - Planeta Radebeul
2786:3026,
Sörnewitz
Auerbach
3000:3001, GW Mehltheuer - Hohnstädter SV
3207:3277, Siegmar - Grüna 3169:3138.
2. Verbandsliga
Männer 120: SG Krumhermersdorf - Königsbrück 6:2, Hoyerswerda- KSV Bennewitz 1:7,
SV Seelingstädt - Neukieritzsch 7:1.
200: Oschatz - Flöha 4981:4833, Thonberger
SC - Ottendorf-Okrilla 5322:5253, SV Dresden-Neustadt - Chemie Leipzig 5310:5162,
Lok Nossen - USC Leipzig 5027:4911, Eska
Chemnitz - KSV BW Cranzahl 5419:5659.
Frauen, Staffel 1: SSV Torgau - SV Leipzig
3060:2963, Treuen - Thurm 3074:3124, KSV
Bennewitz II - Mittweida 3075:2902, Hohenstein-Ernstthal - Reichenbach/M. 3065:2976.
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Männer, 25. Spieltag: Bad Schwartau - DHfK
Leipzig 22:28 (12:12), Baunatal - Hüttenberg
16:27 (5:14), Dormagen - Bittenfeld 23:28
(14:12), Emsdetten - Aue 30:23 (16:11),
Nordhorn-Lingen - Neuhausen/Erms 25:24
(12:14), Saarlouis - V Henstedt-Ulzburg 37:28
(13:15), Coburg - Essen 27:25 (13:12), Eisenach - Rimpar 27:25 (14:11), Rostock Hamm-Westfalen 24:24 (11:14).
1. DHfK Leipzig
699:582 41: 7
2. TV Bittenfeld
712:612 37:13
3. DJK Rimpar
634:585 37:13
4. HSG Nordhorn-Lingen 636:594 34:16
5. ASV Hamm-Westfalen 747:689 33:17
6. ThSV Eisenach
754:662 32:18
7. HSC Coburg
692:646 32:18
8. TV Großwallstadt
642:599 29:19
9. VfL Bad Schwartau
646:628 27:23
10. EHV Aue
624:599 26:22
11. TV Emsdetten
678:690 23:25
12. TV Neuhausen/Erms 657:618 23:27
13. HG Saarlouis
671:724 20:30
14. HC Empor Rostock
665:722 20:30
15. SV Henstedt-Ulzburg 648:698 19:31
16. TuSEM Essen
600:653 17:33
17. Bayer Dormagen
643:719 17:33
18. Eintracht Hildesheim 603:681 14:34
19. TV Hüttenberg
603:666 10:40
20. Eintracht Baunatal
592:779 5:47
Frauen, 20. Spieltag: Halle-Neustadt - Nellingen 33:28 (17:14), Sachsen Zwickau - Travemünde 32:18 (15:11), Rosengarten-Buchholz
- Haunstetten 32:20 (18:9), Beyeröhde Bensheim/A. 28:35 (17:15), Allensbach - Rödertal 21:20 (9:10), Herrenberg - Neckarsulm
20:20 (10:9), Mainz - Borussia Dortmund
22:22 (13:12).
1. SGH Rosengarten-B. 584:495 33: 7
2. Borussia Dortmund
569:484 29:11
3. Sachsen Zwickau
530:496 28:12
4. SU Neckarsulm
606:552 28:14
5. HSG Bensheim/A.
531:504 27:13
6. Union Halle-Neustadt 571:552 24:16
7. TV Nellingen
555:535 22:18
8. SG Herrenberg
496:489 19:21
9. HC Rödertal
513:508 17:23
10. FSV Mainz
525:548 16:24
11. TV Beyeröhde
546:568 15:25
12. TSV Haunstetten
457:542 13:27
13. SV Allensbach
481:579 6:34
14. TSV Travemünde
452: 564 5:37
3. Liga Ost
Frauen, 19. Spieltag: Bayreuth - Kirchhof
15:31 (4:17), Rohrsen - Osterode-Harz 22:23
(13:12), Marienberg - Fritzlar 20:19 (11:9),
Minden-Nord - HC Leipzig II 31:35 (17:18),
Salzland - Blomberg-Lippe II 29:27 (14:15),
Halle - Hahlen 22:20 (10:10).
1. SG Kirchhof
584:444 36: 4
2. Germania Fritzlar
482:402 28:10
3. HSV Marienberg
532:456 27:11
4. HC Salzland
479:439 25:13
5. HaSpo Bayreuth
466:464 23:15
6. HSG Blomberg-Lippe II 535:519 19:19
7. SC Bad Salzuflen
473:516 18:20
8. HC Leipzig II
532:525 17:21
9. HSG Osterode-Harz
496:557 16:22
10. HSG Union Halle
461:464 15:23
11. HSG Hannover-West
540:551 15:23
12. MTV Rohrsen
441:505 11:27
13. HSV Minden-Nord
488:548 9:29
14. TSV Hahlen
460:579 9:31
Mitteldeutsche Oberliga
Frauen: SC Markranstädt - SC Hoyerswerda
40:32, Thüringer HC II - Koweg Görlitz 34:26,
BSV Magdeburg - HC Burgenland 25:24.
1. SC Markranstädt
496: 391 28: 2
2. SG HV Chemnitz
346: 314 19: 7
3. TSV Niederndodeleben 356: 346 17: 9
4. BSV Magdeburg-O.
394: 395 15:13
5. HC Burgenland
397: 393 14:14
6. SV Koweg Görlitz
377: 365 12:16
7. Thüringer HC II
336: 330 10:14
8. HC Rödertal II
395: 410 10:18
9. SC Hoyerswerda
347: 396 5:21
10. HC Neustadt-Sebnitz 230: 334 4:20
Sachsenliga
Männer: Pirna Dresden II - Hoyerswerda
28:33, Radeburg - Görlitz 28:25, LVB Leipzig
II - Neudorf/Döbeln 33:30, SV Plauen-Oberlosa - Cunewalde 36:23, Weinböhla - Kamenz
26:32, Leipzig/Zwenkau - Delitzsch 18:26.
1. SV Plauen-Oberlosa
2. TSV Radeburg
3. NHV Delitzsch
4. LHV Hoyerswerda
5. SG LVB Leipzig II
6. SV Koweg Görlitz
7. HVH Kamenz
8. SG Leipzig/Zwenkau
9. HSG Neudorf/Döbeln
10. HV Cunewalde
11. HSV Pirna Dresden II
12. HSV Weinböhla
464: 364
459: 426
444: 391
483: 409
448: 439
441: 434
455: 458
378: 405
438: 473
424: 467
418: 501
425: 510
28: 4
23: 9
22:10
21:11
18:14
17:15
16:16
13:19
12:20
10:22
6:26
6:26
Frauen: VfL Waldheim - HSG Neudorf/Döbeln
23:23, SV Plauen-Oberlosa - USV TU Dresden
25:24, HSG Riesa/Oschatz - SG Pirna/Heidenau 28:22, SV Schneeberg - HC Leipzig III
19:28, Chemie Zwickau - SG HV Chemnitz II
23:25, Mölkau - Sachsen Zwickau II 24:31.
1. Sachsen Zwickau II
539: 372 32: 0
2. SV Plauen-Oberlosa
477: 405 25: 7
3. HSG Neudorf/Döbeln 429: 417 21:11
4. VfL Waldheim
425: 405 20:12
5. HSG Riesa/Oschatz
429: 399 19:13
6. SV Schneeberg
381: 396 14:16
7. SG Pirna/Heidenau
446: 429 14:18
8. HC Leipzig III
357: 384 12:18
9. SV Chemie Zwickau
429: 474 11:21
10. USV TU Dresden
323: 388 10:20
11. SG HV Chemnitz II
439: 512 8:24
12. HSV Mölkau
303: 396 2:28
Verbandsliga
Männer, Staffel West: Zwönitzer HSV - Chemnitzer HC 27:25, EHV Aue II - HC AnnabergBuchholz 44:20, Leipzig-Mitte - HC Glauchau/Meerane II 22:37, Plauen-Oberlosa II Böhlen 24:22, Mölkau - Rückmarsdorf 28:27,
Einheit Plauen II - Leipzig/Zwenkau II 26:37.
1. Zwönitzer HSV
508: 409 30: 2
2. Glauchau/Meerane II 498: 409 28: 4
3. EHV Aue II JT
541: 404 26: 6
4. SG Leipzig/Zwenkau II 430: 381 20:12
5. SV Plauen-Oberlosa II 424: 389 17:15
6. HSG Rückmarsdorf
459: 447 17:15
7. SV Lok Leipzig-Mitte 432: 472 14:18
8. Chemnitzer HC
409: 447 10:22
9. HC Einheit Plauen II
433: 533 9:23
10. HSV Mölkau
434: 502 8:24
11. HV Böhlen
416: 485 8:24
12. HC Annaberg-Buchholz 396: 502 5:27
Staffel Ost: VfL Waldheim - HC Elbflorenz II
23:34, HSV Pulsnitz - HSG Riesa/Oschatz
27:36, SV Niederau - HF Hoyerswerda 27:25,
TBSV Neugersdorf - SV Koweg Görlitz II 41:27,
ESV Dresden - Radebeuler HV 26:23, SG Zabeltitz/Großenhain - HSG Freiberg II 28:28.
1. HC Elbflorenz II
567: 393 32: 0
2. HSG Riesa/Oschatz
528: 447 27: 5
3. HSV Pulsnitz
475: 445 19:13
4. HSG Freiberg II
527: 514 17:15
5. TBSV Neugersdorf
437: 442 17:15
6. Zabeltitz/Großenhain 458: 478 17:15
7. ESV Dresden
460: 460 14:18
8. SV Koweg Görlitz II
443: 468 13:19
9. Radebeuler HV
418: 441 12:20
10. VfL Waldheim
430: 465 10:22
11. HF Hoyerswerda
424: 509 8:24
12. SV Niederau
422: 527 6:26
Frauen, Staffel West: BSV Limbach-Oberfrohna - Schkeuditz 20:18, Wurzen - Markranstädt II 25:30, Raschau-Beierfeld - DHfK Leipzig 25:31, Naunhof - Turbine Leipzig 13:20,
Burgstädter HC - Rückmarsdorf 20:28, Leipziger SV Südwest - Glauchau/Meerane 24:24.
1. HSG Rückmarsdorf
429: 318 32: 0
2. SC DHfK Leipzig
417: 374 28: 4
3. SC Markranstädt II
457: 411 20:12
4. TSG Schkeuditz
400: 354 20:12
5. Leipziger SV Südwest 404: 379 19:13
6. SG Lok Wurzen
358: 386 14:18
7. HC Glauchau/Meerane 381: 387 13:19
8. Turbine Leipzig
336: 360 11:21
9. SG Raschau-Beierfeld 344: 408 11:21
10. Burgstädter HC
315: 343 10:22
11. BSV Limbach-O.
265: 313 9:21
12. BSC Victoria Naunhof 292: 365 3:27
Staffel Ost: Weißenborn - Klotzsche 24:23,
Neugersdorf - Meißen 20:15, Weinböhla - Radebeul 23:16, Görlitz II - SV Dresden Mitte
25:21, Bischofswerda - TSV Dresden 28:18.
1. Radeberger SV
389: 300 25: 3
2. VfB Bischofswerda
351: 268 25: 5
3. TSV Dresden
278: 278 17:11
4. SV Weißenborn
392: 360 17:13
5. HSV Weinböhla
287: 270 16:12
6. VfL Meißen
309: 302 15:15
7. SV Dresden Mitte
257: 267 12:16
8. SV Koweg Görlitz II
319: 351 12:18
9. SG Klotzsche
277: 321 10:20
10. TBSV Neugersdorf
277: 318 9:21
11. Radebeuler HV
223: 324 2:26
Bezirksliga
Männer: VfB Flöha - TSV Mittweida 33:47, SV
Schneeberg - HC Glauchau/Meerane III 43:25,
SV Rotation Weißenborn - VfB Lengenfeld
28:28, HV Oederan - HC Fraureuth 32:30,
Zwönitzer HSV II - Rodewisch 34:31, SSV
Chemnitz-Rottluff - EHV Aue III 40:33.
1. SV Schneeberg
527: 415 27: 3
2. TSV Mittweida
457: 407 21: 9
3. Zwönitzer HSV II
399: 369 20:10
4. EHV Aue III
435: 451 18:12
5. VfB Lengenfeld
465: 452 16:14
6. HV Oederan
431: 422 16:14
7. SV Weißenborn
387: 367 14:16
8. HC Fraureuth
395: 389 14:16
9. SSV Chemnitz-Rottluff 452: 455 13:17
10. Rodewisch
484: 511 13:17
11. Glauchau/Meerane III 380: 429 6:24
12. VfB Flöha
409: 554 2:28
Frauen: HSV Marienberg II - SSV Lichtenstein
26:14, HSG Langenhessen/Crimmitschau USG Chemnitz 25:24, HV Oederan - HC Fraureuth 20:16, Zwönitzer HSV - HC AnnabergBuchholz 33:27, SV Chemie Zwickau II - SG HV
Chemnitz III 12:32, SV Plauen-Oberlosa II - SG
Nickelhütte Aue 23:28.
1. HSV Marienberg II
492: 306 30: 0
2. SG HV Chemnitz III
446: 331 24: 6
3. SSV Lichtenstein
347: 314 19:11
4. HSG Langenhessen/C. 384: 382 17:13
5. HC Annaberg-Buchholz 382: 362 15:15
6. HV Oederan
314: 340 15:15
7. SV Chemie Zwickau II 323: 364 15:15
8. HC Fraureuth
287: 326 13:17
9. SG Nickelhütte Aue
357: 393 11:19
10. Zwönitzer HSV
354: 394 11:19
11. SV Plauen-Oberlosa II 269: 347 7:23
12. USG Chemnitz
286: 382 3:27
Bezirksklasse
Männer: Niederwiesa - Werdau 22:31, SV
Schneeberg II - USG Chemnitz 26:35, SV Beierfeld - HSG Freiberg III 20:15, Burgstädter
HC - ZHC Grubenlampe II 28:31, HSG Sachsenring/OSV/HVG - TSV Zschopau 27:9.
Frauen: Raschau-Beierfeld II - SG HV Chemnitz IV 20:22, Claußnitz - TSV Penig 13:21, SG
CPSV / Stahl Chemnitz - HC Glauchau/Meerane
II 12:30, Oberlungwitzer SV - SV Niederfrohna
22:14, VfB Flöha - TSV Mittweida 21:18, SV
Tanne Thalheim - VTB Chemnitz 12:17.
Freie Presse
BASKETBALL
FUSSBALL
EISHOCKEY
Bundesliga
Bundesliga
DEL
Frauen: Wasserburg - Halle 70:45 (38:23),
Rotenburg-Scheeßel - Herne 72:80 (37:37),
Bad Aibling - Oberhausen 72:50 (27:27),
Saarlouis - Freiburg 77:68 (34:36), DonauRies - Chem-Cats Chemnitz 78:71 (29:36),
Marburg - Langen 70:73 (42:39).
1. TSV Wasserburg
20 1626:1198 40
2. Herner TC
20 1473:1263 32
3. TV Saarlouis
20 1470:1309 30
4. BG Donau-Ries
20 1429:1338 26
5. BG Rotenburg-S.
20 1443:1409 22
6. SV Halle
20 1280:1309 22
7. USC Freiburg
20 1325:1398 18
8. BC Marburg
20 1226:1339 14
9. Langen
20 1285:1438 12
10. Chemnitz
20 1305:1498 10
11. NB Oberhausen
20 1336:1456 8
12. TuS Bad Aibling
20 1179:1422 6
Frauen: Herford – Jena 0:2, Wolfsburg – Duisburg 7:0, Hoffenheim – Potsdam 1:3, Frankfurt – Jena 4:1, Freiburg – Sand 3:2, München
– Leverkusen 2:0, Essen – Herford 2:0.
1. VfL Wolfsburg
16 46: 1 42
2. Bayern München
16 43: 5 40
3. 1. FFC Frankfurt
16 55:14 37
4. Turbine Potsdam
16 45:21 37
5. SGS Essen
16 22:21 22
6. SC Freiburg
16 23:45 19
7. USV Jena
16 21:27 18
8. TSG Hoffenheim
16 18:27 18
9. Bayer Leverkusen
16 17:32 16
10. SC Sand
16 20:35 11
11. MSV Duisburg
16 10:46
8
12. Herforder SV
16 13:59
2
Abschlusstabelle Hauptrunde:
1. Adler Mannheim
52 173: 123 107
2. EHC München
52 166: 127 98
3. ERC Ingolstadt
52 182: 152 94
4. Hamburg Freezers 52 161: 154 90
5. Düsseldorfer EG
52 157: 151 87
6. Iserlohn Roosters
52 179: 150 86
7. Wolfsburg
52 152: 136 84
8. Nürnberg
52 170: 145 80
9. Eisbären Berlin
52 162: 143 78
10. Krefeld Pinguine
52 156: 168 76
11. Kölner Haie
52 124: 149 71
12. Augsburg
52 139: 185 53
13. Straubing Tigers
52 103: 168 45
14. Schwenningen
52 106: 179 43
Regionalliga Nordost
52. Spieltag: Bad Nauheim-Ravensburg 4:3 n.
P. (0:0, 0:1, 3:2), Crimmitschau - Bremerhaven 1:3 (0:2, 1:1, 0:0), Frankfurt - Bietigheim
8:6 (3:1, 1:4, 4:1), Heilbronn - Riessersee 1:6
(1:3, 0:2, 0:1), Kaufbeuren - Dresden 2:5
(0:3, 2:2, 0:0), Landshut - Lausitzer Füchse
3:0 (2:0, 1:0, 0:0), Rosenheim - Kassel 4:6
(0:1, 1:2, 3:3).
Abschlusstabelle Hauptrunde:
1. Bietigheim Steelers 52 227: 151 114
2. Bremerhaven
52 182: 147 99
3. Löwen Frankfurt
52 219: 150 97
4. Kassel Huskies
52 197: 140 97
5. Ravensburg
52 186: 174 88
6. EV Landshut
52 174: 162 84
7. SC Riessersee
52 158: 143 81
8. Rosenheim
52 157: 150 81
9. Lausitzer Füchse
52 181: 184 77
10. Dresdner Eislöwen 52 171: 187 77
11. Bad Nauheim
52 167: 179 74
12. Crimmitschau
52 177: 203 59
13. Heilbronner Falken 52 119: 224 34
14. ESV Kaufbeuren
52 123: 244 30
2. Bundesliga Pro A
Männer: 24. Spieltag: Hamburg - Würzburg
68:79 (32:34), Ehingen - Jena 89:96 (47:47),
Heidelberg - Gießen 64:70 (34:32), Leverkusen - Nürnberg 64:80 (35:34), Baunach - Paderborn 80:63 (38:34), Essen - Cuxhaven
65:70 (31:32), Vechta - Gotha 47:65 (23:32),
Kirchheim - BV Chemnitz 87:83 n. V. (75:75,
33:38). 25. Spieltag: Baunach - Hamburg
87:82 (45:32), Cuxhaven - Heidelberg 100:88
(55:45), Jena - Kirchheim 97:87 n. V. (85:85,
33:41), Gotha - Leverkusen 78:57 (42:29),
Paderborn - Ehingen 81:67 (32:34), Würzburg - Essen 68:58 (33:31), Gießen - Nürnberg 83:77 (36:40), BV Chemnitz - Vechta
71:76 (33:36).
1. Würzburg
25 2129:1766 46
2. Gießen
25 1896:1738 36
3. Nürnberger BC
25 2118:1851 36
4. BIG Gotha
25 1878:1705 34
5. Science City Jena 25 2126:2007 30
6. Baskets Essen
25 1865:1831 26
7. Hamburg Towers 25 1931:1981 26
8. USC Heidelberg
25 1929:2011 26
9. FC Baunach
25 2016:1960 22
10. SC Rasta Vechta
25 1819:1874 22
11. VfL Kirchheim
25 2046:2131 22
12. Paderborn
25 1797:1911 18
13. BV Chemnitz
25 1853:1999 18
14. Cuxhaven
25 1751:2050 16
15. Leverkusen
25 1772:1899 14
16. Erdgas Ehingen
25 1770:1982 8
2. Regionalliga
Männer: Jena II - Zwickau 74:84, BV Chemnitz II - Dresden Titans II 96:56, TG Würzburg
II - Rattelsdorf 74:72, Leipzig Eagles - Gotha II
71:94, BBC Coburg - Bamberg 73:46.
Oberliga
Männer: Adelsberg - ATSV Freiberg 78:50,
Lok Dresden - BV Leipzig II 64:65, Zittau - BC
Dresden 48:90, Wurzen - Ottendorf-O. 52:69.
Frauen: Jena II - Leipzig Eagles 58:61.
Bezirksliga
Männer: BV Lichtenstein - Lok Chemnitz
67:92, SG Meerane - SSV Lichtenstein 76:48,
SSV Chemnitz - Limbach 68:93, Limbach II ATSV Freiberg 61:70.
Rollstuhlbasketball
Bundesliga: Trier - Zwickau 52:45, Jena Hamburg 45:70, Skywheelers - Lahn-Dill
47:70, Oettingen - Roll. Devils 87:43, St. Vith
- Köln 74:81.
1. RSV Lahn-Dill
1354: 807
32: 4
2. Oettinger RSB
1361: 925
32: 4
3. Rollis Zwickau
1190: 988
24:12
4. Bask. Hamburg 1261: 1068
24:12
5. Dolphins Trier
1188: 1090
22:14
6. Skywheelers
1010: 1170
14:22
7. Roll. Devils
1042: 1195
12:24
8. Köln
1006: 1197
10:26
9. Bulls St. Vith
1058: 1356
10:26
10. Jena Caputs
696: 1370
0:36
WASSERBALL
A-Junioren: CFC – Halberstadt 4:0, Babelsberg – Hallescher FC 3:2, Markranstädt – Zehlendorf 2:1, Union Berlin – Viktoria Berlin 1:1,
TeBe Berlin – Cottbus 1:1, Berliner AK – Borea
Dresden 1:1. B-Jun.: CFC – Rostock 2:2, Babelsberg – Hallescher FC 0:1, Union Berlin –
Viktoria Berlin 6:1, RB Leipzig II – Zehlendorf
4:0, Frankfurt – Dynamo Dresden 0:4, Hertha
BSC II – Cottbus II 3:0. C-Jun.: Borea Dresden
– Jena 1:2, Erfurt – Eichsfeld 3:2 CFC – FCE
Aue 2:0, Dynamo Dresden – Hertha BSC 1:4,
RB Leipzig – Cottbus 2:1, Magdeburg – Hallescher FC 3:1.
Landesliga
A-Junioren: Lok Leipzig – Hohenstein-E. 1:2,
Eilenburg – Schneeberg 4:1, Oberlausitz Neugersdorf – Auerbach 2:0, VFC Plauen – Weixdorf 3:2, Grimma – Dresden-Striesen 3:1,
Dresden Süd-West – Liebertwolkwitz 3:2, FSV
Zwickau – Bautzen 5:1. B-Jun.: Eilenburg –
Dresden Süd-West 1:0, Markranstädt – Grimma 2:2, Dynamo Dresden II – Weixdorf 6:0,
Borea Dresden – Dresden-Striesen 2:2, Zwickau – Plauen 3:1, Auerbach – VfB Chemnitz
3:4. C-Jun.: VfB Chemnitz – Dynamo Dresden
II 5:0, Markranstädt – RB Leipzig II 0:9, CFC II
– Eilenburg 1:3, Hohenstein-E. – Grimma 3:1,
Dresden-Striesen – Plauen 2:0, Lok Leipzig –
Bautzen 2:2, Pirna-C. – Zwickau 1:2.
Landesklasse
A-Junioren Mitte: Flöha – Radebeul 3:1, Riesa – Mittweida 2:6, Hainsberg – LimbachOberfrohna 5:2; West: Ifa Chemnitz – VfB
Chemnitz 1:6, Oelsnitz – Annaberg 0:1, Glauchau – Bermsgrün 3:2, Großrückerswalde –
Meerane 2:1, Rabenstein – Reichenbach 4:3,
Lok Zwickau – Wacker Plauen 3:0. B-Junioren, Mitte: BSC Freiberg – Hainsberg 2:4, Reichenhain – Dresden-Löbtau 1:1, Germ. Mittweida – Meißner SV 2:1, Lok Chemnitz – Ifa
Chemnitz 2:2; West: Meerane – Glauchau 1:1,
Schneeberg – Oberlungwitz 9:0, Wacker Plauen – FSV Zwönitz 1:2, Rabenstein – SteinpleisWerdau 2:2.
C-Jun, Mitte: VfB Chemnitz II – Lok Chemnitz
1:1, Mittweida – Freital 11:0; West: VfB Auerbach – Aue II 1:1, VfB Annaberg – Krumhermersdorf 4:1, Oberlungwitz – Rabenstein 2:1,
Schneeberg – Empor Glauchau 5:1, Reichenbach – Wilkau-Haßlau 2:0. D-Jun., Mitte: Ifa
Chemnitz – Dyn. Dresden 0:5. Langenau – VfB
Chemnitz 0:5, Riesa – Mittweida 7:1, Ifa
Chemnitz – Grimma 0:4, Döbeln – Großenhain
9:1; West: CFC – Marienberg 7:0, HohensteinE. – Gersdorf 0:3, Reichenbach – Zwickau
1:11, Auerbach – Stollberg 3:1, Annaberg –
Wacker Plauen 1:2, VFC Plauen – Aue 1:2.
Futsal
Landesmeisterschaft: B-Juniorinnen: Halbfinals: RB Leipzig – Spitzkunnersdorf 5:4 n.
6-M.; Fort. Dresden – DFC Zwickau 1:0; um
Platz 7: Post Chemnitz – Cossebaude/Weinböhla 1:3 n. 6-M.; um Platz 5: CFC – Bischofswerda 0:1; um Platz 3: Spitzkunnersdorf –
Zwickau 3:0; Finale: RB Leipzig – Fort. Dresden 1:3 n. 6-M.
Bundesliga
Männer, Gruppe B: Plauen - Weiden 10:3,
Laatzen - Neustadt 11:18, Potsdam - SC Berlin
18:10, Leimen/Mannheim - Krefeld 4:12.
1. SC Neustadt
131: 78 18: 2
2. SV Krefeld
146: 80 17: 5
3. OSC Potsdam
148: 94 17: 3
4. SVV Plauen
125: 75 17: 5
5. SC Wedding Berlin
88: 104 6:14
6. SV Weiden
99: 117 5:17
7. Spvg. Laatzen
188: 162 4:18
8. SGW Leimen/Mannheim 54: 169 0:20
VOLLEYBALL
Frauen: SC Chemnitz - Heidelberg 7:9; BlauWeiß Bochum - Uerdingen 7:14; 16. Spielt.: SC
Chemnitz - Eimsbüttel 8:6.
1. Bayer Uerdingen
104: 38 12: 0
2. Hannoverscher SV
48: 39
9: 1
3. SV Bochum
57: 60
7: 5
4. SV Heidelberg
63: 67
6: 6
5. SC Chemnitz
52: 66
4:10
6. Eimsbüttel
43: 65
2:10
7. Hannover
35: 67
2:10
Männer: Dresdner SC - MSV Bautzen 3:0, - VF
BW Hoyerswerda 3:2, TSV Leipzig - USV TU
Dresden II 2:3, - Post SV Dresden 0:3, VC
Dresden III - SV Bad Düben 1:3, - SSV St. Egidien 3:0.
Frauen: Dippoldiswalde - Dresdner SC III 1:3,
- Zschopau 3:0.
TENNIS
Bezirksliga
Landesoberliga
Damen: Leipziger TC – 1. TC Zwickau 2:10.
Bezirksliga
Damen: TC Limbach – TC Sachsenring Zwickau
10:2, TC Chemnitz-Altendorf – CTC Küchwald
0:12, TV Siegmar – TC Sportpark Plauen 4:4.
SKAT
Einzelmeisterschaften
Verbandsgruppe Chemnitz in Augustusburg:
Herren: 1. Andreas Behnisch (Döbeln) 7317,
2. Harald Kaiser (Lichtenstein) 7133, 3. Sylvio
Süßmuth (Wernsdorf) 6942.
Damen: 1. Janet Clauß (TP Chemnitz) 7601,
2. S. Richter-Hornung (Fl.-Erdmannsdorf)
6418, 3. Agnes Kaufmann (Bärenstein) 4971.
Senioren: 1. Rolf Bellmann (Wernsdorf)
6655, 2. Rolf Wittig (Freiberg) 6266, 3. Wolfgang Zetzschke 6034.
BILLARD KARAMBOLE
Oberliga
SG Meerane- SV Pirna 10:6, SV Dresden - TSV
Leipzig 14:2, SG Meerane II - Chemnitzer BC
8:8, SC Reichenbach - Meerane III 6:10.
3. Liga Ost
Männer: ASV Neumarkt - TSV Mühldorf 3:0,
SC Freising - TV/DJK Hammelburg 3:2, TSV
Niederviehbach - TSV Mühldorf 3:1.
Regionalliga Ost
DEL 2
TISCHTENNIS
3. Bundesliga
Damen: TTC Schwarza - TV Hofstetten 1:6,
Rapid Chemnitz - TTG Süßen 3:6, TSV Schwabhausen II - Frankenthal 6:4, Schwarza - Süßen
0:6, Langweid - Frankenthal 6:0
Regionalliga Süd
Herren: Effeltrich - Döbelner SV 9:6, Leutzscher Füchse - Schott Jena 0:9, Holzhausen SR Hohenstein-E. 9:6, Regenstauf - Döbelner
SV 3:9, Thalkirchen - Schwabhausen 3:9.
Damen: Schwabhausen III - Kolbermoor II 1:8,
Birkland - Schott Jena 1:8, SV Dresden-Mitte Pirna 1:8, Wombach - Schott Jena 3:8.
Oberliga Mitte
Herren: Gornsdorf - Post III 9:3, Hettstedt Dresden-Mitte 9:5, Gornsdorf - Schwarzenberg 9:2, Hettstedt - Medizin Magdeburg 9:5,
Wernigerode - Dresden-Mitte 9:4, Mühlhausen
III - Jena II 5:9, Jena II - Biederitz 6:9, Mühlhausen III - Wernigerode 3:9.
Damen: Barleben - Börde Magdeburg 7:7,
Schwerz - Elbe Dresden 6:8.
Sachsenliga
Herren: Freiberg - Rot. Süd Leipzig 9:7, Dresden-M. II - Bautzen 2:13, Elbe Dresden - Bautzen 1:14, Zwickau - ABS Aue 9:7, Burgstädt Rot. Süd Leipzig 11:4.
Damen: Wilsdruff - Döbeln 8:4, Elbe Dresden
II - Holzhausen 0:8, Dresden-M. II - Holzhausen 2:8, Unikl. Dresden - Döbeln 1:8, Neukirch
- Hohndorf 0:8.
Landesliga
Herren: Pobershau - Hohenstein-E. II 5:10,
Leutzscher Füchse II - Lengenfeld 11:4, Großpösna - Leutzscher Füchse IV 9:6, Großpösna VfB Lengenfeld 11:4.
Damen: SV Hirschstein - HSG Mittweida 8:2,
Rot. Süd Leipzig - Leutzscher Füchse III 1:8,
TSG Markkleeberg - Post Plauen 8:4, Aufbau
Chemnitz - Rot. Süd Leipzig 8:1, TTC Großpösna II - Post Plauen 7:7, SV Hirschstein - HSG
Mittweida 8:2.
1. Bezirksliga
Herren/Chemnitz: Aufbau Chemnitz - Germania Werdau 8:8. Dresden: TTV Dresden - TTV
Burgstädt II 13:2.
Bezirksliga Damen: ESV Eibenstock - Tanne
Thalheim II 6:8.
Frauen: VC Olympia Dresden II - VC Gotha 3:0,
Dresdner SC II - SWE Volley Team II 0:3.
Sachsenliga
Sachsenklasse West
Männer: Dommitzsch - Krostitz 1:3, - SV
Schneeberg 1:3, L. E. Volleys III - SV Chemnitz-Harthau II 0:3, - SV Union Milkau 0:3, Einheit Borna - SV Plauen-Oberlosa 3:0, - GSVE
Delitzsch II 3:0.
Männer: Zschopau II - BSV Limbach-Oberfrohna 3:1, - Hennersdorf 1:3, SSV Chemnitz - SSV
Lichtenstein 0:3, - Hormersdorf 1:3, Chemnitz-Harthau III - Röhrsdorf 1:3, - SG Mauersberg 0:3.
Frauen: FSV Reichenbach - ESV Nassau 3:0, 1. VV Freiberg 1:3, SV Chemnitz-Harthau WSG Schwarzenberg Wildenau 3:0, - PlauenOberlosa 3:0, Göltzschtal - SV Tanne Thalheim
3:1, - SV Textima Süd 2:3.
SCHWIMMEN
Süddeutsche Meisterschaft
in Dresden: Lange Strecke: offene Klasse:
Männer: 400 m Lagen: 1. Paul Hentschel (SC
Chemnitz) 4:32,27 min; 2. Tommi Wolst (SSG
Leipzig) 4:40,75, 3. Thomas Rohmberger (SV
Zwickau) 4:42,89. 800 m Freistil: 1. Hentschel 8:21,83; 1500 m F: 1. Hentschel
16:00,94. Frauen: 800 m F: 3. Fränzi Heinrich (SSV Freiberg) 9:20,45.
Jahrgang 1997: männlich: 400 m L: 1. Hentschel; 2. Rohmberger; weiblich: 1500 m F:
1. Hentschel; 2. Rohmberger. weiblich: 800
m F: 3. Katharina Vos (SC Chemnitz) 9:33,87.
Jg. 1998: w: 800 m F: 1. Pauline Fischer (SC
Chemnitz) 9:21,24; 400 m L: 3. Fischer
5:12,21. Jg. 1999: m: 1500 m F: 1. Justin
Speer (SC Chemnitz) 16:59,24; 400 m L:
2. Speer 4:48,17.
Jg. 2000: w.: 800 m F: 2. Heinrich; m.: 400 m
L: 3. Markus Engert (SC Chemnitz) 4:57,21.
Jg. 2002: w.: 800 m F: 2. Leonie Nötzel (SC
Chemnitz) 9:56,77.
HOCKEY
Mitteldeutsche Oberliga
Herren: Chemnitz – Dresden 2:5, Magdeburg
– Freiberg 10:3, Osternienburg II – HCLG Leipzig 6:5, Torgau – Leipziger SC 1:11, Magdeburg – HCLG Leipzig 7:5, Chemnitz – Osternienburg II 3:1, Freiberg – Leipziger SC 4:11,
Torgau – Dresden 2:7.
Abschlusstabelle:
1. ESV Dresden
14 86:40 37
2. Magdeburger SV Börde 14 86:42 36
3. HCLG Leipzig
14 79:70 27
4. Osternienburger HC II 14 56:65 19
5. Leipziger SC
14 63:63 17
6. Blau-Weiß Torgau
14 48:66 14
7. Post SV Chemnitz
14 56:58 12
8. Freiberger HTC
14 49:119 1
SCHACH
Sachsenliga
Wilkau-Haßlau - Hainichen 4,5:3,5, SG Leipzig
III - König Plauen II 7:1, SG Leipzig IV - Ebersbach/SA. 6:2, Bannewitz - Niesky 3:5, VfB
Leipzig - Eiche Reichenbrand 4,5:3,5.
1. Landesklasse
Staffel A: Ifa Chemnitz - TU Dresden III
2,5:5,5, Niederwiesa - Riesa 3,5:4,5, Coswig Kamenz 5,5:2,5. St. B: Siebenlehn - Zwickau
3:5, Wilkau-Haßlau II - USG Chemnitz II 4:4,
Leipzig SO - Turm Leipzig 4:4.
2. Landesklasse
Staffel C: König Plauen III - Wilkau-Haßlau III
5:3, VSC Plauen - Nickelhütte Aue III 4,5:3,5,
Stollberg - Blumenau 5:3, Crimmitschau - Annaberg-Buchholz 5,5:2,5, Glauchau - Eiche
Reichenbrand 1,5:6,5.
Bezirksliga
Staffel A: Cranzahl - Markneukirchen 3,5:4,5,
Reichenbach - Klingenthal 3,5:4,5, Neukirchen
II - Bernsbach 3,5:4,5, König Plauen IV - IFA
Chemnitz II 5:3, Waldkirchen - Schwarzenberg-Raschau 4:4. St. B: Ehrenfriedersdorf Mittweida 4:4, Döbeln - USG Chemnitz III 5:3,
Burgstädt - Freiberg 4:4, Hohndorf - Neukirchen 4:4, Niederwiesa II - Chemnitzer CSC II
5,5:2,5.
SPORT
Freie Presse
NACHRICHTEN
FUSSBALL
CFC künftig ohne
U23-Mannschaft
CHEMNITZ — Der Chemnitzer FC bil-
det ab dem kommenden Spieljahr
keine U23-Mannschaft mehr. Wie
der Fußball-Drittligist gestern bekannt gab, folgt der Verein mit dieser Entscheidung dem bereits praktizierten Vorgehen von Vereinen der
1. und 2. Bundesliga, die keine U23Mannschaft mehr an den Start bringen. Der DFB hatte die Pflicht zur
Führung einer zweiten Männermannschaft in der 3. Liga aufgehoben. Gleichzeitig will der CFC in der
kommenden Spielzeit seinen Saisonetat von jetzt etwa 4,7 Millionen
auf rund 7,0 Millionen Euro erhöhen. Die Chemnitzer haben gestern
ebenso wie Regionalligist FSV Zwickau fristgerecht die Unterlagen
zum Zulassungsverfahren für die 3.
Liga in der Saison 2015/2016 beim
DFB eingereicht. (sg/tc)
WASSERBALL
SVV Plauen spielt
um den Aufstieg
PLAUEN — Die Wasserballer des SVV
Plauen haben sich vorzeitig für die
Playoffs um den Aufstieg in die
A-Gruppe der Bundesliga qualifiziert. Die Vogtländer gewannen ihr
Heimspiel gegen Weiden klar mit
10:3 und sind drei Spieltage vor
Ende der Vorrunde nicht mehr von
einem der ersten vier Plätze der BGruppe zu verdrängen. Der Sieg hätte für die Hausherren deutlich höher
ausfallen können, doch die Plauener
nutzten vor allem in der zweiten
Hälfte ihre Chancen nicht konsequent genug. Daran will Trainer Jörg
Neubauer bis zum Heimspiel am 15.
März gegen Spitzenreiter Neustadt
mit seiner Mannschaft intensiv arbeiten. Die beiden Teams trennt nur
ein Punkt in der Tabelle. (aheb)
MOTOCROSS
Max Nagl gewinnt
beide WM-Rennen
LOSAIL — Max Nagl ist ein überragender Start in die Motocross-Weltmeisterschaft gelungen. Der 27-Jährige
aus Weilheim gewann beide Rennen
der Königsklasse MXGP in Katar.
Mit 50 Punkten übernahm der Husqvarna-Pilot damit die Führung vor
dem Belgier Clement Desalle und
dem Franzosen Gautier Paulin. Titelverteidiger Toni Cairoli (Italien)
liegt vorerst auf dem vierten Platz. In
der MX2 siegte in beiden Durchgängen der Klassenprimus der Vorjahre,
Jeffrey Herlings (Niederlande). (mh)
FUSSBALL
DFB-Pokal
Achtelfinale: heute: 19 Uhr: Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern; VfR Aalen - 1899
Hoffenheim; 20.30 Uhr: Dynamo Dresden Borussia Dortmund; Freiburg - 1. FC Köln.
Mittwoch: 19 Uhr: RB Leipzig - VfL Wolfsburg;
Arminia Bielefeld - Werder Bremen: 20.30
Uhr: Kickers Offenbach - Bor. Mönchengladbach; Bayern München - Braunschweig.
Fernsehen (live): ARD: Dresden - Dortmund;
Offenbach - Mönchengladbach; Sky: alle Begegnungen.
Dienstag, 3. März 2015
Wenn der Wille Berge versetzt
Im Achtelfinale des DFBPokals empfängt Dresden
heute Borussia Dortmund.
Wie es geht, einen großen
Favoriten zu stürzen, weiß
Hans-Uwe Pilz. Er stand
1993 beim Dynamo-Sieg
gegen Bayern München
auf dem Platz.
Verletzungspech beim
Fußball-Zweitligisten Aue
AUE — Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue muss im Abstiegskampf
den nächsten herben Rückschlag
verkraften. Nach Angreifer Bobby
Wood, der mit einer Knieverletzung
noch mindestens sechs Wochen fehlen wird, müssen die Veilchen mit
Clemens Fandrich den nächsten
Ausfall eines Stammspielers verkraften. Die Leihgabe vom Ligakonkurrenten RB Leipzig zog sich am
Sonntag beim 0:0 in Hamburg einen
Bänderriss im rechten Sprunggelenk zu. Fandrich muss voraussichtlich bis Monatsende pausieren.
Auch Arvydas Novikovas musste
am Sonntag verletzt raus. Für den
Litauer war bereits nach 15 Spielminuten Schluss. Er klagte über Probleme im Adduktorenbereich. Bei ihm
stehen weitere medizinische Untersuchungen an, teilte der FCE gestern
mit. Mit Wood, Fandrich und Novikovas müssen die Veilchen am Freitagabend im Heimspiel gegen den
FC Ingolstadt drei Stammspieler ersetzen. Mit dem vorübergehend suspendierten Romario Kortzorg fehlt
ein weiterer Mann für die Offensive.
„Wir müssen jetzt aufpassen, weil
uns wieder zwei wichtige Spieler
fehlen. Aber die Jungs sind frech, sie
wirken so abgezockt – wir werden
das schaffen“, sagte Aues Trainer
Tomislav Stipic. (om)
VON THOMAS TREPTOW
CHEMNITZ/ZWICKAU — Hans-Uwe Pilz
stutzt kurz, doch dann kommt seine
Antwort rasch. „Auf jeden Fall haben wir gewonnen“, sagt er und der
Anrufer kann sich lebhaft vorstellen, wie der 58-Jährige schmunzelt.
Vielleicht gleicht es jenem seligen
Lächeln vom 9. November 1993, als
der Schiedsrichter die DFB-PokalAchtelfinalpartie der Dynamos
gegen Bayern München abpfiff. Die
Dresdner, unter ihnen der gebürtige
Hohenstein-Ernstthaler, lagen sich
vor 23.700 Zuschauern im RudolfHarbig-Stadion glücklich in den
Armen. Die geschlagenen Männer
von Trainer Erich Ribbeck kochten
vor Ärger. 2:1 hatten die Elbestädter
durch Tore von Marek Penksa (21.)
und Olaf Marschall (87.) gewonnen.
Der zwischenzeitliche Ausgleich
von Mehmet Scholl (78.) nutzte dem
Krösus nichts. „Das Spiel hat wieder
mal gezeigt, dass du gewinnen
kannst, auch wenn du nicht so viel
Qualität hast. Einsatz, Willen und
Ehrgeiz können Berge versetzen“,
meint Hans-Uwe Pilz.
Dieser verbale Steilpass soll die
aktuell tätigen Dynamos erreichen,
die heute den haushohen Favoriten,
den millionenschweren Champions-League-Achtelfinalisten Borussia Dortmund, empfangen. Das
Dresdner Stadion trägt jetzt einen
anderen Namen. Die Atmosphäre in
der modernen Arena ist mit der in
Hans-Uwe Pilz
Ehemaliger
Fußballprofi
FOTO: ARCHIV
der „alten Schüssel“ nicht vergleichbar, die Mannschaft spielt inzwischen in der 3. Liga, der Trainer
heißt nicht mehr Siggi Held – aber es
ist wieder ein Achtelfinalspiel im
DFB-Pokal, ein Duell David gegen
Goliath. „Auch damals gab es eine
Dreiklassengesellschaft in der Fußball-Bundesliga. Da waren diejenigen, die wie wir gegen den Abstieg
kämpften, dann gab es ein Mittelfeld, und die Etablierten“, erinnert
sich der Mann, den sie damals fast
alle nur „Champi“ riefen.
Die Spielweise von Hans-Uwe
Pilz wurde meist mit den Attributen
technisch brillant, clever, risikofreudig oder auch schlitzohrig beschrieben. Im Gespräch mit „Freie Presse“
gab er 1996 einen schönen Satz von
sich: „Es gibt viel zu viele, die auf
Anna Fenninger jubelt erneut
Die Dynamos Mario Kern (links) und Hans-Uwe Pilz jubeln im November 1993 nach dem sensationellen Pokalsieg
FOTO: OLIVER BEHRENDT/IMAGO
gegen Bayern München.
dem Rasen immer genau das machen, was der Trainer sagt.“ Dazu
steht der Vater zweier Töchter, der in
Ebersbrunn wohnt, immer noch.
Hans-Uwe Pilz meint aber auch: „Es
gab natürlich Vorgaben vom Trainer. Und wenn wir die nicht eingehalten haben und es ging schief,
dann gab es einen Anschiss. Aber
meistens ist es ja gutgegangen und
hat gepasst.“
Einen starken Fußballer vom Typ
des kleinen Gestalters, dem Spaß
und Witz am Ball immer wichtig
waren, könnten sie heute Abend
gegen die Borussen gut gebrauchen.
Aber der Ex-DDR-Nationalspieler
weiß aus vielen heißen Pokalkämpfen auch, dass noch andere Faktoren
mitentscheidend sind: „Vielleicht ist
der Gegner ein bissschen überheblich und nimmt dich nicht ernst.
Vielleicht trifft der Schiedsrichter
Entscheidungen, die für dich günstig sind. Vielleicht ist Dortmund
nach drei anstrengenden Spielen ein
bisschen müde. Es sind viele Mosaiksteinchen, die ein Puzzle ergeben“,
sagt Hans-Uwe Pilz.
Von 1982 bis 1990 (192 Spiele/
31 Tore) kickte er zunächst für die
Schwarz-Gelben. Nach einem kurzen Gastspiel bei Fortuna Köln kehrte er 1990 zurück und erlebte bis
1995 etwa unter Präsident Rolf-Jürgen Otto noch ein paar schöne, oft
auch wilde Jahre an der Elbe, bevor
er seine Karriere beim FSV Zwickau
ausklingen ließ. Nach der Insolvenz
des Vereins und seiner Entlassung
als Trainer 1999 schwor er sich, die
Finger vom Profifußball zu lassen.
„Meine Frau hat zwar gesagt, das
schaffst du nie. Aber ich habe sie eines Besseren belehrt“, erzählt HansUwe Pilz, der seitdem als Sportlehrer
an einer Berufsschule arbeitet. Vier
Enkel, drei Mädchen und ein Junge,
halten ihn in der Freizeit auf Trab.
Als ihn der „Freie-Presse“-Anruf
erreichte, übte er gerade mit einem
aus dem Quartett für die Schule.
Heute Abend ist Hans-Uwe Pilz,
der in Dynamos „Jahrhundert-Elf“
gewählt wurde, aber auf Einladung
von Sportdirektor Ralf Minge im
Dresdner Stadion. Dort, wo die
Aumann, Thon, Helmer, Matthäus,
Ziege und Scholl vor 21 Jahren eine
herbe Niederlage gegen die Tschertschessow, Schößler, Pilz, Stevic,
Rath, Maucksch und Kmetsch
einstecken mussten. Hans-Uwe Pilz
glaubt an den Underdog, wenn die
Chancen für den Drittligisten auch
gering erscheinen. „Ich habe gegen
beide Mannschaften nichts, aber
weil Dresden zu Hause spielt, tippe
ich auf ein 1:0.“
Übrigens: Im Viertelfinale traf
Dynamo in der Saison 1993/94 auf
Bayer Leverkusen. Nach der regulären Spielzeit und der Verlängerung
stand es 1:1. Hans-Uwe Pilz verwandelte den letzten Elfmeter der Gastgeber zum 5:4 nach Elfmeterschießen und stieg danach auf den Zaun
zum Jubeln. „Links unten von mir
aus gesehen ist der Ball reingegangen. Ich habe immer dorthin geschossen“, erinnert er sich genau.
EIN VIDEO mit Jürgen Klopp
zum Pokal-Los können Sie sehen, wenn Sie den Code mit
Ihrem Smartphone scannen.
» www.freiepresse.de/dfb-pokal
Dortmunder in weißen Trikots
Brisanz birgt die Partie Dresden
gegen Dortmund (20.15 Uhr/ARD und
Sky) schon aus historischer Sicht. Am
1. September 1993 gab es im Bundesliga-Duell fünf Platzverweise – das ist
noch immer Rekord. Nach dem bisher
letzten Spiel Ende Oktober 2011 im
DFB-Pokal wurde mehr über die Krawalle der Dynamo-Fans als über den
2:0-Heimsieg des BVB diskutiert.
Solch negative Schlagzeilen würden
sich alle Beteiligten liebend gern
ersparen. „Für uns ist es das größte
Spiel seit über 20 Jahren. Wir haben
uns akribisch darauf vorbereitet,
auch was die Sicherheit angeht“, sagte Dynamo-Geschäftsführer Robert
Schäfer. Demnach wird es mehr Ordner und ein verbessertes Zugangskonzept für die Polizei im Stadion
geben.
Der BVB wird ganz in Weiß auflaufen. Weil Dynamo die gleichen Vereinsfarben hat und sich in den gelben
Hemden des Drittligisten schwarze
Applikationen befinden, darf der BVB
weder im gelben noch im schwarzen
Auswärtsdress auflaufen. (dpa)
FUSSBALL
Auerbach trennt sich
von Trainer Richter
AUERBACH — Paukenschlag in der
Fußball-Regionalliga: Andreas Richter ist nicht mehr Trainer des VfB
Auerbach. Vorstand und Verwaltungsrat
entschieden
gestern
Abend, Richter mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben zu entbinden. „Die Gremien waren der
Meinung, dass eine Neubesetzung
der sportlichen Leitung dazu beitragen kann, dass Ziel Klassenerhalt zu
erreichen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Der VfB hatte am Sonntag beim 0:4 in Zwickau die vierte
Niederlage in Folge kassiert. (tyg)
FUSSBALL
Ingolstadt patzt im
Derby gegen 1860
INGOLSTADT — Spitzenreiter FC In-
golstadt hat in der 2. Fußball-Bundesliga gestern den nächsten Rückschlag kassiert und nach dem Remis
im Derby gegen 1860 München nur
noch vier Punkte Vorsprung auf die
Verfolger. Der Gastgeber schenkte
beim 1:1 (1:0) zwei Zähler her und ist
seit drei Spieltagen sieglos. In dem
mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Stadion traf Danilo Soares (41.)
für den FCI, Jannik Bandowski (83.)
gelang der späte Ausgleich. (dpa)
Doping in Stuttgart und Freiburg?
Nach Ansicht der Freiburger Untersuchungskommission fand in den 1970er
und frühen 1980er Jahren
systematisches Doping bei
beiden Fußballclubs statt.
Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg hat beim Weltcup-Super-G in Bansko gestern Rang sechs belegt. Im letzten Wettkampf vor den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen fehlten ihr 0,38 Sekunden auf die
Podestplätze. Wie in der Kombination tags zuvor gewann Anna Fenninger (Foto) vor Tina Maze. Die Weltmeisterin aus Österreich hat im Gesamtweltcup nur noch 44 Punkte Rückstand auf die Slowenin. FOTO: IMAGO
Nach Wood
fällt auch
Fandrich aus
STUTTGART — Im deutschen Profifußball gibt es offenbar erstmals Beweise für systematisches AnabolikaDoping. Der VfB Stuttgart und der
SC Freiburg sehen sich mit schweren Vorwürfen der Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin konfrontiert. In den späten 1970er und frühen 1980er Jahren habe
beim Bundesligisten VfB „in größerem Umfang“ sowie in kleinerem
Umfang beim damaligen Zweitligisten aus Freiburg Doping eine Rolle
gespielt.
Doping-Einzelfälle hatte es in der
Geschichte des deutschen Fußballs
mehrfach gegeben. Über flächendeckende Vergehen gab es bislang nur
Spekulationen aufgrund von Verdachtsmomenten, die von den Beteiligten aber stets bestritten wurden.
Nun will die Untersuchungskommission zur Aufarbeitung der
Dopingvergangenheit an der Universität Freiburg jedoch Belege in
der Hand haben. Demnach lasse sich
Anabolika-Doping „in systematischer Weise“ anhand neuer Aktenbestände „erstmals auch für den Profifußball in Deutschland sicher beweisen“. Das schreibt Kommissionsmitglied Andreas Singler in einer
offenbar nicht mit dem Gremium
abgestimmten Mitteilung. Die Vorsitzende der Kommission, Letizia
Paoli, bestätigte die inhaltliche Korrektheit der Dopingvorwürfe, die
sich sowohl gegen den Fußball als
auch den Radsport richten. Singler
habe von sich aus mit der Zustellung
der Mitteilung seinen Rücktritt aus
der Kommission angeboten, teilte
Paoli weiter mit. Die Kommission
werde dazu beraten.
Der VfB Stuttgart äußerte sich zurückhaltend. Da dem Verein „das angesprochene Gutachten der Evaluierungskommission“ nicht vorliege,
könne die Grundlage der Vorwürfe
auch nicht nachvollzogen werden.
Zudem liegen die angeblichen Vorfälle Jahrzehnte zurück. Daher seien
„damalige Abläufe“ schwierig zu re-
konstruieren. Der VfB betonte, dass
der in der Mitteilung erwähnte frühere Freiburger Sportmediziner Armin Klümper „zu keinem Zeitpunkt
Vereinsarzt“ war. „Der VfB Stuttgart
ist im Sinne eines sauberen Sports
an der lückenlosen Aufklärung des
Sachverhaltes interessiert.“
Nachforschungen der Kommission zufolge ist beim SC „eine Anabolika enthaltende Medikamentenlieferung auf Veranlassung“ von Klümper überliefert. Die Freiburger distanzierten sich von dem Vorwurf.
„Der Sport-Club als Bundesligaverein erteilt jeglichen Maßnahmen zu
Medikamentenmissbrauch und unerlaubter Leistungssteigerung eine
klare Absage.“ Der SC will die Aufklärungsarbeit der Kommission
„komplett unterstützen.“ (dpa)
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 3. März 2015
NACHRICHTEN
BRÜCKEN-FEST
Adoro-Sänger bei
Philharmonic Rock
NETZSCHKAU — Neue Klänge sind am
Pfingstsamstag, 23. Mai, an der
Göltzschtalbrücke bei Netzschkau
zu erleben. Bei der 21. Auflage von
Philharmonic Rock vor der größten
Ziegelbrücke der Welt wird AdoroStar Nico Müller eine eigens für den
Abend arrangierte Version von
Rammsteins „Sonne“ zu Gehör bringen. Der 32-jährige Opernsänger, in
Klingenthal aufgewachsen und zurzeit mit dem Klassik-Pop-Quartett
Adoro auf Tour, bezeichnet es als
„Herzensangelegenheit“, als Vogtländer im Vogtland aufzutreten.
Weitere Gesangssolisten sind Jasmin Graf, Franco Leon und Robert
Pfretzschner. Es spielen die Vogtland
Philharmonie Greiz-Reichenbach
und die René-Möckel-Band. (gb)
LOLLAPALOOZA
Kultfestival erstmals
in Deutschland
BERLIN — Mit einem vielfältigen Programm soll das erste europäische
Lollapalooza-Festival am 12. und
13. September Musikfans nach Berlin locken. Im Tempelhofer Flughafen stehen mehr als 40 Bands auf
vier Bühnen, darunter Macklemore,
die Beatsteaks und Seeed. Das Lollapalooza wurde 1991 von Jane’s Addiciton-Sänger Perry Farrell ins Leben
gerufen und ist eine Ikone der
Grunge-Ära: Es brachte nicht nur
auf damals ungewöhnliche Weise
Künstler verschiedener Genres zusammen, sondern verstand sich vor
allem als Freakshow mit Zirkuselementen, Modeschauen und Kunstausstellungen sowie als Plattform
für politische Aktivitäten abseits
etablierter Parteien. Mittlerweile
steht das Lollapalooza in Chicago
aber vor allem als Marke – und ist
ein Festival wie andere. (dpa/tim)
BACHFEST
Stadtjubiläum
steht im Mittelpunkt
LEIPZIG — Das Bachfest feiert mit sei-
nem Programm vom 12. bis 21. Juni
das 1000-jährige Bestehen Leipzigs.
Unter dem Motto „So herrlich stehst
du, liebe Stadt“ werden mehr als 100
Veranstaltungen an 30 Spielstätten
geboten. Das Motto ist aus der Kantate „Preise, Jerusalem, den Herrn“
entlehnt, die Johann Sebastian Bach
anlässlich einer Stadtratswahl komponierte. Bach (1685-1750) lebte fast
30 Jahre in Leipzig. Das diesjährige
Festivalprogramm soll 1000 Jahre
Leipzig mit der Musikgeschichte der
Stadt verbinden. (dpa)
Fernsehen
Sat.1 zeigt eine
turbulente wie
sinnige Liebeskomödie zum Älterwerden. S. A3
Seite A1
Der gewaltige Unterschied
dem vierzehnköpfigen Orchester,
mit dem sie tourt. Streichquartett,
Saxofonist, Schifferklavier und
Background-Sänger sorgen für die
üppigen, abendfüllenden Arrangements ihrer Songs – und machen
den gewaltigen Unterschied zum
synthetischen Gleichtakt-Gestampfe der Schlager von heute. Hier steht
das Lied im Mittelpunkt. Die klare
Strahlkraft von Mathieus Stimme
braucht keine Show- und auch keine Akrobatik-Einlagen.
Ihre Choreografie ist eine andere:
Nach jedem Stück, so will es die Tradition, geht das Licht kurz aus, fällt
der Scheinwerferspot auf sie, wird
sie vom Publikum mit Blumensträußen überhäuft. Auch in Chemnitz,
wo das Publikum selbst bei der urdeutschen Tugend des Mitklatschens äußerst zögerlich agiert.
Während „Ganz Paris ist ein Theater“ schwenkt in der ersten Reihe
aber immerhin eine einsame Trikolore. Mireille Mathieu, die damals in
ihrer Heimat einfach nur die neue
Piaf werden sollte, stattdessen aber
die zeitloseste Schlagerikone seit
Schlagergedenken und ein internationaler Star wurde, erfüllt mit ihrer
Sangeskunst stets die Wünsche des
Publikums.
Fünfzig Bühnenjahre,
120 Millionen verkaufte
Platten, davon allein über
40 Millionen in Deutschland und 1200 Lieder in
elf Sprachen – Mireille
Mathieu, die erfolgreichste
französischsprachige
Sängerin der Welt, hat in
Chemnitz ihre JubiläumsTournee gestart.
VON JOHANNA EISNER
CHEMNITZ — Die Stadt Avignon an
der Côte d’Azur kennt man, weil
dort eine halbe Brücke nicht ganz
über die Rhône führt und weil es darüber ein Lied gibt, das man früher
in der Französisch-AG zu Zwiebelsuppe und Baguette gesungen hat.
Avignon gehört zum Weltkulturerbe: Hinter der dicken, undurchdringlichen Stadtmauer steht der
pompöse Papst-Palast, in dessen Souvenir-Shop man den würzig-schweren Châteuneuf-du-Pape kaufen
kann.
Die Stadt hat aber auch eine prominente Tochter und die kennt
man, weil sie – ganz wie der PapstPalast – als Festung in der Schlagerwelt gilt, an der die Zeit abzuprallen
scheint, wie einst feindliche Angreifer am Stadtgemäuer Avignons: Mireille Mathieu.
Bühnen der Welt
Ihren Beitrag zum Weltkulturerbe
hat die Sängerin längst geleistet: Es
ist – naturellement – ihre Frisur, von
der man meint, sie stehe unter
Denkmalschutz. Einen ähnlichen
Kultstatus wie der pechschwarze Pagenkopf, der alle zwei Wochen
nachgeschnitten und täglich 45 Minuten lang gerichtet werden muss,
hat allerhöchstens das Haar von
Günter Netzer. „le Piaf d’Avignon“
nennt man sie in Frankreich – und
die Anspielung auf Edith Piaf, den
„Spatz von Paris“ ist kein Zufall, der
in Deutschland dann doch leider oft
zum „Spatz von Avignon“ verknappt
wird: Denn der Piaf-Welthit „La Vie
en Rose“ war es, mit dem Mireille
Mathieu, die als Älteste von 14 Geschwistern in bitterarmen Verhältnissen aufwuchs, 1964 ihren ersten
Gesangswettbewerb. Da war sie 18
Jahre alt, ein einfaches Mädchen ohne Schulabschluss, das in einer Papierfabrik im Akkord Briefumschläge faltete. 1965 dann betrat Mathieu
erstmals die große Bühne – und hat
sie seither nicht mehr verlassen. Ih-
Mireille Mathieu live in Chemnitz.
re 50 Bühnen-Jahre hatte die Jubilarin bereits im vergangenen Herbst
in Paris gefeiert.
Am Sonntagabend nun startete
die dazugehörige Deutschlandtour
in der Chemnitzer Stadthalle – ausgerechnet. Denn dass sich die Französin, die so inbrünstig über die Liebe singt, dafür eine Stadt ausgesucht
hat, in der man die Zuneigung lieber
zurückhält oder – wie an diesem
Abend – nur sehr zaghaft zeigt,
wirkt ein bisschen wie verlorene
Liebesmüh: Viele Plätze waren leer
geblieben. Die Matthieu hat sich ein
FOTO: GEORG ULRICH DOSTMANN
bisschen verspätet, fünf Minuten
vielleicht – und das Publikum versucht, sie schnurstracks auf die Bühne zu klatschen. Nervöses Husten
im Saal, es gibt erste Unmutsbekundungen. Doch als sich die Samt-Vorhänge endlich lüften und sie mit
voller Überzeugung „Ja, ich glaube“
(„Oui, je crois“) schmettert, scheinen
alle versöhnt. Standing-Ovations, allerdings nur in den vorderen Reihe:
die hinteren bleiben sitzen, applaudieren artig, hören lieber zu.
Ganz vorne steht Mireille Mathieu, heute 68 Jahre alt, zwischen
Schlager für Deutschland
Das deutsche Publikum hatte seit jeher ungefähr so viel Appetit auf die
feinfühligen Chansons die Franzosen wie auf deren schwarzschimmeligen Käse – ihm dürstete nach süffigem, seichten Schlager. Also singt
die Mathieu süffig-seichte Schlager
für Deutschland, singt über die Liebe, die meist verloren, niemals aber
vergessen ist, von Abschieden („Akropolis Adieu“, „La Paloma, Adè),
vom Allein-Sein. Und während ihr
die Franzosen übel nahmen, dass sie
ihre Chanson-Seele an den Schlagerteufel verkauft hatte, wurde sie hierzulande zu einer Art Botschafterin
für die historisch oft brüchigen Beziehungen mit unserem Nachbarn
und gehört seit den Siebzigerjahren
zum unverrückbaren Inventar der
altehrwürdigen
Abendunterhaltung.
So singt sie also an einem Sonntag in Chemnitz über einen Sonntag
in Avignon und selbst das zurückhaltende Publikum scheint glücklich. Doch zur Jubiläums-Tour
wechseln sich die deutschen und
französischen Hits ab, die die kleine
Frau mit den großen Gesten so populär gemacht haben. Kurz vor Ende
des knapp zweieinhalbstündigen
Konzertes steht sie einfach nur da,
beide Arme ausgebreitet, in Applaus
gehüllt, wie zu einem Standbild erstarrt, so, als hätte jemand auf Pause
gedrückt und die Zeit angehalten.
Und die Frisur sitzt.
Kleine Welt
gegen den
Kommerz
der Literatur
Zum 10. Mal lud Günter
Grass am Wochenende
zum Werkstattgespräch.
VON MATTHIAS HOENIG
LÜBECK — Die Treppe zum „Olymp“
von Günter Grass führt ins zweite
Stockwerk des Bürgerhauses in der
Lübecker Altstadt. Im Sekretariat
des Nobelpreisträgers sitzen an diesem Wochenende namhafte Autoren an schlichten, in U-Form gestellten Holztischen. Man liest aus unveröffentlichten Texten vor, spricht
über die Arbeiten der anderen, äußert Einwände, gibt Anregungen.
Nichtöffentlich, versteht sich. Und
es wird viel geflachst, auch in der
Pause des in dieser persönlichen
Form wohl einzigartigen Literaturtreffens in Deutschland.
Eingeladen hat Grass diesmal
Sherko Fatah, Dagmar Leupold, Nicol Ljubic, Norbert Niemann, Georg
Oswald, Fridolin Schley, Ingo Schulze, Tilman Spengler und Feridun
Zaimoglu. Warum sie überhaupt
nach Lübeck kommen? Wie ein roter Faden zieht sich durch die Antworten der Tenor, dass sie im geschützten Raum offen und kollegial
über ihre noch nicht erschienenen
Texte diskutieren können. „Eine
sehr solidarische Kritik“, sagt Spengler, der bei fast allen Treffen dabei
war. Er spricht von einem „besonderen Modell der Herzlichkeit im Umgang und dass viele von uns auch
nicht darunter leiden, dass viel gelacht wird“. Grass ist aufgefallen,
„das es hier zum Beispiel keine Eifersucht gibt, keinen Konkurrenzkampf. Mit dem Literaturbetrieb,
den es da draußen gibt, hat das
nichts zu tun.“ Zaimoglu ergänzt:
„Hier sind Freundschaften entstanden.“
Aus dem Ende der legendären
„Gruppe 47“ (1947 bis 1967) hat der
87-Jährige gelernt und bewusst darauf verzichtet, Berufskritiker zu
den Treffen einzuladen. Die hätten
sich damals im Laufe der Jahre immer mehr die Bälle zugeworfen, und
die Autoren verstummten. Auch der
Klagenfurter Lesewettbewerb mit
früher teils ätzenden Kritiken der Juroren an dort vorgetragenen Texten
wirkt in Lübeck so weit weg wie der
Mond. „Für mich in meinem Alter
ist das Ganze eine Bereicherung,
wenn man die 80 erreicht, ist die Gefahr groß, dass man aus der Zeit herausfällt, zum Dinosaurier wird“, sagt
Grass. (dpa)
Techtelmechtel in quietschbuntem Wohlgefallen
Am Sonntagabend
entführte die Operette
„Madame Pompadour“ im
Winterstein-Theater in die
knallbunt-heile Karnevalswelt des absolutistischen
französischen Königshofes.
VON SARAH HOFMANN
ANNABERG-BUCHHOLZ — Muss
das
schön gewesen sein, damals: Die Untergebenen malochen fernab vom
Adel, der keine anderen Probleme
hat, als Liebschaften anzuhäufen.
Ein Symbol dafür ist die Marquise
von Pompadour. Die Geliebte von
Ludwig XV. war weithin für ihre
Ausschweifungen bekannt, sie gab
das Geld des Staates in vollen Zügen
aus – und musste deshalb wenigstens den Spott des Volkes über sich
ergehen lassen. Am Sonntagabend
feierte nun die beliebte Operette
„Madame Pompadour“ von Leo Fall
in der Inszenierung von Rainer
Wenke in Annaberg-Buchholz Premiere.
Die Geschichte beginnt, als die
Pompadour zusammen mit ihrer
Kammerfrau den „Musenstall“, ein
volkstümlich-karnevaleskes Amüsierlokal, betritt und den Dichter Calicot erwischt, wie er ein Spottlied
über sie verbreitet. Mit diesem weiß
sie umzugehen und bringt ihn an
den Hof, ebenso wie den Grafen
René, den sie verführen möchte. Es
entspinnt sich ein Verwirrspiel mit
Getändel, Eifersüchteleien und
reichlich andeutungsreich-schlüpfrigem Slapstick. Unter der musikalischen Leitung von Dieter Klug jagt
ein eingängiges Lied ganz revuemäßig das nächste, zwischenzeitlich
wird getanzt – und die leichten Frauenzimmer (sowohl im Musenstall
als auch am Hofe) geizen nicht mit
ihren Reizen und lupfen frech die
Röcke. Auf Subtilität legt die Regie
eher wenig Wert, Freunde von Kavalierswitzen kommen dagegen voll
auf ihre Kosten.
Die Rolle der Pompadour wurde
geschickt mit Bettina Grothkopf besetzt. Dieser nahm man nicht nur
äußerlich die Rolle der rührigen Mä-
tresse und Politikerin ab – auch mit
ihrer kraftvollen Stimme stach sie
deutlich aus dem Ensemble heraus
und sorgte mit Gesang und Spiel für
ordentlich Furore. Sogar einige Gänsehautmomente konnte sie erzeugen, zum Beispiel, als sie sich am Ho-
fe den eitlen Dichter Calicot (Markus Sandmann) schnappt und ihn
mit einer scheinbaren Verführung
das Fürchten lehrt.
Überhaupt haben es die Männer
nicht einfach im Stück – sie werden
als triebgesteuert, intrigant, eitel
Das Stück
Unzählige Legenden ranken sich um
die Marquise von Pompadour, die offizielle Mätresse des Königs von
Frankreich, auf dessen Staatsgeschäfte sie regen Einfluss nahm. Die im
Jahr 1922 uraufgeführte Operette
„Madame Pompadour“ von Leo Fall
handelt von den Liebesabenteuern
und amourösen Verwicklungen der
Dame und schuf damit eines der populärsten Stücke des Genres.
Bettina Grothkopf als Madame Pompadour tanzt mit Frank Unger als Graf René: Sie will ihn verführen!
FOTO: DIRK RÜCKSCHLOSS/THEATER
Nächste Aufführungen findet morgen um 19.30 Uhr statt, am kommenden Sonntag um 19 Uhr sowie am
21. und 27. März um jeweils 19.30 Uhr.
» www.winterstein-theater.de
und von schlichtem Gemüt dargestellt: Mit ihnen hatte dieses Pompadour ein leichtes Spiel. Der Polizeiminister Maurepas versucht sie permanent in die Pfanne zu hauen, um
zu beweisen, dass er doch „schläuer“
ist – doch lässt seine Gegenspielerin
ihn stets gründlich auflaufen.
All dieses Getändel wurde in eine
arg grellen Bonbon-Neon-Kulisse,
mit der sich die Kostüme farblich
passend bissen – bei solcher Karnevalspracht hat Tristesse wahrhaftig
keine Chance. Geboten wurde ein
leichtes, buntes Verweilstück, das
mit seiner gut zweistündigen Hoffrivolität einen Ausweg aus aller Ernsthaftigkeit zu bieten vermag. Der Zuschauer bekommt delikate Problemchen serviert, die sich letztendlich
alle prima in quietschbuntem
Wohlgefallen auflösen, sodass auf
dem Heimweg nicht über die Handlung debattiert, sondern eingängige
Liedchen gepfiffen werden können:
„Die Pom-, die Pom-, die Pompadour
ist eine schöne Ha-Ha-Ha“
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
H
inter vorgehaltener Hand
wurde mir mitgeteilt, dass
er einen anderen Seminaristen und einen seiner Lehrer anzuschwärzen versucht hat. Was ihm
fast gelungen wäre, wenn er sich
nicht vor einem Mitschüler damit
gebrüstet hätte, einem Mitschüler
übrigens, mit dem er ein unschickliches Verhältnis hatte.“
„Wie gut kannten Sie ihn?“
„Ich kannte ihn kaum. Er war
nicht in meiner Klasse, und ich war
als Gastpriester viel unterwegs. Aber
natürlich wusste ich von ihm und
seiner Entlassung aus dem Priesterseminar. Und außerdem vergisst
man einen Menschen nicht so
leicht, dessen schöne Erscheinung
in solch krassem Widerspruch zu
seinem Wesen steht.“
„Haben Sie damals Exorzismus
gelehrt?“
„Nein, mein Fachgebiet war die
Geschichte der Häresie von den Arianern bis hin zu den Katharern. Meine Schüler scherzten, ich sei zuständig für die Abweichler von A bis K.“
Dienstag, 3. März 2015
Martin Walker (aus dem Englischen von Michael Windgassen)
Femme fatale
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 120
„Was wissen Sie sonst noch über
ihn? Was hat er vorher gemacht und
was nach seiner Exmatrikulation?“
Pater Sentout zuckte nur mit den
Schultern, worauf Bruno ihn drängte, Informationen über Foucher einzuholen.
„Übrigens, ich bin noch nicht dazu gekommen, diese Liste der Tau-
GEWINNSPIEL
fen für Sie aufzustellen“, sagte er.
„Stimmt, die brauche ich auch. Ich
könnte morgen Früh nach meinem
ersten Rundgang über den Markt
mit ein paar Croissants zu Ihnen
zum Frühstück kommen. So gegen
acht. Was halten Sie davon?“ Der
Priester seufzte, stimmte aber zu.
Bruno hatte seinen Transporter
vor der Mairie abgestellt. Als er vom
Pfarrhaus über die Rue de Paris auf
das Bürgermeisteramt zuging und
über Fouchers Intrigen im Priesterseminar nachdachte, klopfte ihm
plötzlich jemand von hinten auf die
Schulter. Es war Montsouris, der berichtete, dass er mit dem Reporter
von Paris Match verabredet sei, und
Bruno einlud, doch auf ein kleines
Gläschen mitzukommen.
„Seit dreißig Jahren kaufe ich jede
Nummer dieses Käseblatts, und jetzt
wollen sie, dass ich mich über die
Rote Komtesse auslasse“, berichtete
er stolz, als sie in die Rue Gambetta
einbogen, an der Ivans Café de la Renaissance lag. „Da müsste doch ein
Freiabo drin sein, oder?“
Gilles saß mit Antoine an einem
der Metalltische vor dem Café. Die
beiden tranken Ricard. Zwischen
den Gläsern und dem fast leeren
Wasserkrug lag ein Diktiergerät. Der
Aschenbecher war halb voll von Antoines gelben Gitanes. Hände wurden geschüttelt. Montsouris stellte
sich vor und bestellte ebenfalls einen Ricard. Bruno ließ sich ein Bier
kommen.
„Antoine erzählte eben von einer
Begegnung mit der Komtesse, als er
noch ein Junge war und sein Onkel
als Gärtner im Château arbeitete“,
sagte Gilles. „Woher kannten Sie die
Komtesse?“, wollte er von Montsouris wissen.
„Persönlich habe ich nie mit ihr
gesprochen, war aber bei einem großen historischen Moment dabei“, erklärte Montsouris voller Stolz. „Aber
was soll das Ganze?“, fragte Montsouris. „Wieso das plötzliche Interesse an der Roten Komtesse?“
Bruno hatte fast vergessen, wie
scharfsinnig Montsouris sein konnte. Als Mitglied der kommunistischen Partei war ihm die kapitalistische Presse zutiefst suspekt, selbst
Paris Match, obwohl er jede Ausgabe
von der ersten bis zur letzten Seite
durchlas.
„Wir wollen einen Nachruf bringen“, antwortete Gilles, „und der
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LÖSUNGEN
Wir verlosen unter den richtigen Einsendungen
24 Uhr. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
Wir wünschen viel Glück!
jeden Tag 25 Euro
Wenn Sie das Lösungswort herausgefunden haben, rufen Sie einfach an unter
GEWINNER VOM 27.02.2015:
B. Schmiedel, Sehmatal-Sehma
0 13 78 / 22 27 23
Nennen Sie die Lösung und ihre Adresse. Teilnahmeschluss ist heute um
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0 13 78 / 22 27 23 (0,50 €/Anruf aus dem deutschen Festnetz, mobil deutlich teurer)
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Pakistans
kriminalist.
Beweismittel
ital.
Name
der
Etsch
Ausruf
des
Schmerzes
Fluidum,
Atmosphäre
(franz.)
barocker
Prunkbau
in
Dresden
Magnetende
engl.:
Lehrer
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Zwickauer Golf am
Bildschnitzer Roten
(Peter) † Meer
nordamerik.
Indianerstamm
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Schriftsteller
frühere
Reinigungseinrichtung
Gesichtsfarbe
(frz.)
faltbares
Wagendach
Gebälkträger
(Bauwesen)
FuldaZufluss
Nomadenvolk der
Sahara
süddt.
Landschaft
Abk.:
South
Carolina
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Zauber- einschutz,
stellige
Maskottchen Zahl
Vorname
von
Schumi
Revue
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Halteklemme
am Kugelschreiber
Fluss in
Spanien
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poetisch:
Erquickung
verbunden
®
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Hauptstadt
Norwegens
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Auflösung vom 02.03.2015:
kleines
Mähgerät
israel.
Sängerin
(Daliah)
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dt. Popsängerin
Vorratsspeicher
Kfz-Z.
Laos
Randgebirge
des
Pamir
Stadt
in Thüringen
lateinamerikanischer
Tanz
chilen.
Autorin
von „Das
Geisterhaus“
3
Altwaren,
Kram
Oberbekleidungsstück
engl.:
Fluss
4
Schwierigkeit: mittel
Stadt
in
Mittelitalien
Fieber-,
Rauschzustand
Abk.:
katholisch
Gipsornamentik
Südtiroler
Alpengipfel
männl.
Vorname
Selbstlaut
griech.
Göttin
des
Friedens
sittl.
Tüchtigkeit
fertiggestelltes Gebäude
Vorplatz,
Altan
Hauptstadt
von Südkorea
4
österr.:
Rahm
d. Atomkern
betreffend
weibl.
Vorname
Abk.:
United
States
roter
Edelstein
Spion
sagenh.
Menschen
fressender
Riese
Bruder
Kains
(A. T.)
bequem,
langsam
niederträchtig
winterlicher
Niederschlag
südamerik.
Hochgrassteppe
die
Heilige
Schrift
Dateneingabe
in den
Computer
Zeiteinheit
der
Abendstern
Figur in
„Der
Bettelstudent“
übermäßig
schneller
Fahrer
waidm.:
Maul
des Rotwildes
Boxen:
Ringrichter
(engl.)
Stimmabgabe
Vorsilbe:
Stern...
(griech.)
mäßig
kalt,
frisch
11.
Präsident
der USA
† 1849
sich
laut
äußern
Stirnseite
Es müssen Kästchen so eingeschwärzt werden, dass in keiner Zeile
und keiner Spalte eine Zahl doppelt vorkommt. Dabei dürfen sich
schwarze Kästchen nicht waagerecht oder senkrecht berühren, sondern nur diagonal. Einzelne Zahlen oder Zahlenreihen dürfen nicht
so von geschwärzten Kästchen umgeben sein, dass sie dadurch vom
Rest des Zahlenfeldes abgetrennt sind.
Die Zahlen von 1 bis 9 sind so einzutragen, dass sich jede dieser neun
Zahlen nur einmal in einem Neunerblock, nur einmal auf der Horizontalen und nur einmal auf der Vertikalen befindet.
ital.
Bildhauer †
Schmuckkugel
Sichtvermerk
im Pass
altperuan.
Volk
grober
Handlungsverlauf e.
Erzählung
DIESES BUCH gibt es in allen Geschäftsstellen
und im Online-Shop der „Freien Presse“.
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SUDOKU
Unnachgiebigkeit
Radarschutzkuppel
Geldbehälter
Gartenblume
unbestimmter
Artikel
ägyptischer
Politiker
† 1981
Baumwolle
Flagge
Fehlermeldung
des PC
(engl.)
klangvoll,
volltönend
menschlich
errichten
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islam.
Frauengemach
Sonnenschutz
an
Fenstern
lateinisch:
König
Kautschukmilch
Kunststil im
späten
MA.
Fortbestehen
Einsiedler,
Klausner
ital.:
Meer
Vermächtnis
Vorort
von
Lissabon
vollendet
Kurort
in Graubünden
(Schweiz)
sich
öffentlich
bekennen
(engl.)
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Abk.:
Latein
Wohnwagenanhänger
(engl.)
Pelzart
sagenh.
weiser
Ratgeber
Odins
Internet- Vorbeter
adresse in der
(engl.
Moschee
Abk.)
Ausflug, Fluss
Wande- aus dem
rung
Kaukasus
Teil von
Turbomotoren
Vogelweibchen,
Huhn
kleiner,
lichter
Wald
Geldschrank,
Safe
russ.
Währungseinheit
Zwangslage,
Klemme
skand.
Münze
die
Pole
betreffend
Postgebühr
Riechorgan
Vorname
des Fußballers
Klose
Wasservogel
mit
Kehlsack
Fortsetzung folgt
HITORI
8
2
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7
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LÖSUNGSWORT:
Sommermonat,
sechster
Monat
sollte, wie Sie bestimmt verstehen,
griffbereit in der Schublade liegen.
Die alte Dame ist ja sehr krank und
ans Bett gefesselt.“
„Putain“, stöhnte Montsouris und
wischte sich mit seiner fleischigen
Hand übers Gesicht. „In meiner Erinnerung sprüht sie vor Energie.
Aber Sie haben Recht. Sie ist ja längst
über achtzig. Viele werden sehr traurig sein, wenn sie von uns geht.“
„Nun, und woran erinnern Sie
sich noch?“, fragte Gilles.
„Es war im Mai 1968. Ich war
fünfzehn und wollte endlich die
Schule hinter mich bringen und wie
mein Vater bei der Eisenbahn arbeiten.“ Montsouris nahm einen
Schluck aus seinem Glas. Sein Vater,
so erklärte er, sei ein überzeugter
Kommunist gewesen, seit Jahrzehnten Mitglied der Partei und Gewerkschaftsfunktionär beim CGT.
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Schwierigkeit: schwer
3
FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 3. März 2015
IM RADIO
FEATURE
Das Wunder vom
Bosnischen Frühling
DEUTSCHLANDFUNK 19.15 UHR Im Februar 2014 gingen in Bosnien und
Herzegowina Arbeiter, Rentner und
Arbeitslose auf die Straße, um gegen
Armut und Korruption zu protestieren. Der „Bosnische Frühling“ begann in der ostbosnischen Stadt
Tuzla und griff schnell auf das ganze
Land über. Tagelang demonstrierten
tausende verbitterter Menschen. Regierungsgebäude wurden in Brand
gesetzt, mehrere hundert Demonstranten und Polizisten verletzt. Von
den politischen Führern der Serben
wurden die Proteste als eine muslimische Verschwörung hingestellt,
von den muslimischen Politikern
als ein Komplott der Serben, und
von den kroatischen als eine koordinierte serbisch-muslimische Aktion
zur Vernichtung des kroatischen
Volkes. Doch diesmal die Verleumdung nicht: Es bildeten sich Plenen,
an denen sich hunderte Bürger beteiligen, um nach Lösungen für die
dramatischen Probleme suchen. Basisdemokratie, wo es niemand vermutet hätte: an der längst vergessenen Peripherie Europas. Aus dem
Plenum in Tuzla ist eine unabhängige Gewerkschaft entstanden, und
als die Politiker während des Hochwassers im Sommer 2014 untätig
blieben, koordinierten die Plenen
Hilfe: Zum ersten Mal seit dem Krieg
in Bosnien kamen Serben Muslimen
zu Hilfe und umgekehrt. (fp)
Freie Presse
Ärger auf der „Samenbank“
ihre Mittvierzigerinnen-Lebenskrise aus: Sein Sohn (Lucas Prisor) ist
nämlich nicht nur ihr jugendlicher
Liebhaber aus der Großstadt, sondern auch ihr neuer Vorgesetzter.
Herauskommt ist mit „Mein Lover,
sein Vater und ich!“ eine SAT.1-Liebeskomödie, die weitaus weniger
klischeehaft abläuft, als der Plot befürchten lässt. Stattdessen erzählt
der Film von Regisseur Holger Haase
(Drehbuch: Sarah Schnier) behutsam vom Reiz-Thema Altern und augenzwinkert dabei angenehm.
Die Cabrio-Fahrt aufs Land sollte
für die erfolgreiche Mode-Managerin Nicole, die im Büro alle nur „Nicky“ nennen, eigentlich befreiend
wirken – wie eine Flucht nach vorn.
Immerhin droht ihr gerade der Verlust ihres Traumjobs, weil sie sich
mit ihren Bossen, zwei spätpubertie-
renden Gründern eines Online-Modeversands, angelegt hat. „DotcomDeppen“ nennt sie die infantilen
Eigner, die an ihr zwar gut verdienen, aber von Geschmack natürlich
nichts verstehen. Allein schon wegen seines ebenfalls erheblich jüngeren Alters hat natürlich auch Sascha (Prisor), der Lover, den sie bis
vor kurzem noch ziemlich kurz gehalten hat, plötzlich schlechte Karten. Und dann wird Sascha auch
noch befördert – und Nicky vor die
Nase gesetzt. Mit platten Sprüchen
wie „Die 40-er sind die neuen 30-er“,
kann sich die Single-Karrierefrau
nicht länger in die eigene Handtasche lügen. Ihre Ärztin attestiert ihr
unverblümt Symptome einer „PräMenopause“.
Vermutlich umso verständlicher,
dass sich Nicole in ihrer alten Heimat wie von Sinnen in ein wildes
Abenteuer stürzt. Und doch merkt
sie spätestens am nächsten Morgen,
dass die viel größere Selbst-Prüfung
erst noch bevorsteht: Wie schafft
man es, in Würde etwas älter zu werden? Zunächst einmal muss sie allerdings verhindern, dass sich ihre
beiden Bettgefährten – Vater und
Sohn – nicht an die Gurgel gehen.
„Mein Lover, sein Vater und ich!“ ist
eine Komödie, die ihre üblichen Verwirrungen braucht, um munter voranzuschreiten. Trotz aller Hektik ist
es die heitere Gelassenheit, die Nicole nach und nach erlernt und von
der man sich gerne anstecken lassen
möchte. (tsch)
Eine attraktive KarriereFrau – und das verführerische Angebot von gleich
zwei Männern, die auch
noch miteinander verwandt sind: Die SAT.1Dienstagskomödie konstruiert ein kurioses Problem, das im Film mit viel
Charme gelöst wird.
VON RUPERT SOMMER
Es ist eine dieser Zusammenkünfte, die ein latent beklemmendes Gefühl hinterlassen,
weil sich so wenig seit der Schulzeit
geändert hat und alle nur älter und
dicker geworden sind: Mit ihrem zitronengelben, engen Designer-Kleid
wirkt Nicole (Katharina Müller-Elmau) wie ein Fremdkörper auf ihrem 25-jährigen Abiturtreffen irgendwo im Hinterland von Berlin.
Magnetisch angezogen trifft sie mit
dem ehemaligen Klassen-Sexgott
Axel (Spitzname: „die Samenbank“)
zusammen. Und es fallen Sätze, wie
man sie von solchen Party-Verlegenheiten kennt: „Hatten wir mal was
miteinander?“
Es dauert nicht lange, dann landet Nicole in den Armen von Axel
(Hendrik Duryn) – und weitet damit
SAT.1 20.15 UHR
Sascha (Lucas Prisor, Mitte) ist fassungslos, als er seine Geliebte (Katharina
FOTO: BRITTA KREHL/SAT.1
Müller-Elmau) bei Vater Axel (Hendrik Duryn) antrifft.
A3
Weißwurst
jenseits
ihres
Äquators
Spitzenkoch Nelson Müller
prüft wieder das Essverhalten der Deutschen
VON ANDREAS SCHÖTTL
Die Testwochen mit
Nelson Müller gehen weiter. Nach
Billig-Lebensmitteln“ Bier und deutscher Küche befasst sich der Koch
im Rahmen von „ZDFzeit“ diesmal
mit der Wurst. Es heißt, nirgendwo
anders gebe es eine größere Auswahl
unterschiedlicher Wurstsorten als
in Deutschland, 1500 sollen es sein.
Durch Massenproduktion jedoch
droht die immense regionale Vielfalt verloren zu gehen.
Die Weißwurst beispielsweise
hat es bereits über jenen Äquator geschafft, der Bayern vom Rest der
Welt trennt: Müller weiß, dass rund
zwei Drittel der deutschen Wurst folienverpackt ist, 40 Prozent stammen vom Discounter. In einer vorangegangenen Testsendungen hat
der Koch den Anbietern von BilligLebensmitteln ein durchaus brauchbares Zeugnis ausgestellt. Bei Fleisch
und Wurst aber blieb er skeptisch.
Auch weil es üblich ist, dass in Geflügelwurst beispielsweise Schwein
verarbeitet werden darf... (tsch)
ZDF 20.15 UHR
ARD
ZDF
MDR
RTL
ARTE
3 SAT
5.30 ZDF-Morgenmagazin 9.05 Rote Rosen 9.55 Sturm der Liebe 10.45 Um Himmels Willen 11.35 Giraffe, Erdmännchen &
Co. 12.00 Tagesschau 12.15 ARD-Buffet.
U.a.: Jörg Sackmann bereitet soufflierten
Lachs zu 13.00 ZDF-Mittagsmagazin
14.00 Tagesschau 14.10 Rote Rosen
15.00 Tagesschau 15.10 Sturm der Liebe
5.30 ZDF-Morgenmagazin 9.05 Volle Kanne – Service täglich. U.a.: Top-Thema: Wundermittel Antibiotikum / Besserwisser: Wie
entstehen Locken? 10.30 Die RosenheimCops 11.15 SOKO Wismar 12.00 heute
12.10 drehscheibe 13.00 ZDF-Mittagsmagazin 14.00 heute – in Deutschland 14.15
Die Küchenschlacht 15.05 Topfgeldjäger
5.20 Thüringen-Journal 5.50 Sehen statt
Hören 6.20 LexiTV – Wissen für alle 7.20
Rote Rosen 8.10 Sturm der Liebe 9.00 Brisant 9.45 Mach dich ran! 10.10 Elefant, Tiger und Co. 11.00 MDR um elf 11.40 In aller Freundschaft 12.30 Ein Fall von Liebe –
Annas Baby. TV-Drama, D 2014 14.00 MDR
um zwei 15.00 LexiTV – Wissen für alle
5.35 Explosiv – Das Magazin 6.00 Guten
Morgen Deutschland. Moderation: Wolfram Kons, Angela Finger-Erben 8.30 Gute
Zeiten, schlechte Zeiten 9.00 Unter uns
9.30 Betrugsfälle 10.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 11.00 Die Trovatos –
Detektive decken auf 12.00 Punkt 12 – Das
RTL-Mittagsjournal 14.00 Verdachtsfälle
19.10 ARTE Journal 19.30 Unterwegs auf
dem Nordseeküstenradweg 20.15 Sir Winston. Der Mann des Jahrhunderts 21.45
Gespräch. Zu Gast: Manon Loizeau 22.00
Tschetschenien – Vergessen auf Befehl.
Dokumentarfilm, F 2014 23.25 Everyday
Rebellion (VPS 23.20). Die Revolution ist
jetzt. Dokumentarfilm, CH/D/A/UA/E/F
2013 0.20 Sleepers. Drama, USA 1996
16.15 Nepal – Im Land der Sherpa 17.00
Rekordjagd in eisigen Höhen 17.45 Tödlicher Wettlauf am Mount Everest 18.30 nano 19.00 heute 19.20 Kulturzeit 20.00
Tagesschau 20.15 Erlkönig. TV-Kriminalfilm, D 2007 21.45 Leben am Fließ 22.00
ZIB 2 22.25 Meine Frau, die Schauspielerin. Komödie, F 2001 0.00 Ottfried Fischer
und sein Freund Parkinson 0.30 10vor10
16.00 Tagesschau
16.10 Das Waisenhaus für wilde Tiere
Abenteuer Afrika
17.00 Tagesschau
17.15 Brisant
18.00 Quizduell
18.50 Unter Gaunern Von Fälschern
und Chinesen. Krimiserie
19.45 Wissen vor acht – Mensch
19.50 Wetter vor acht
19.55 Börse vor acht
16.00 heute – in Europa
16.10 SOKO Kitzbühel
Kahlschlag (1/2). Krimiserie
17.00 heute
17.10 hallo deutschland
17.45 Leute heute
18.05 SOKO Köln
Partitur eines Todes. Krimiserie
19.00 heute
19.25 Die Rosenheim-Cops
Ein Abgang mit Blubb. Krimiserie
16.00 MDR um vier Neues von hier
17.45 Aktuell
18.10 Brisant
18.54 Unser Sandmännchen
Lola Langohr: „Mama mia”
19.00 SachsenSpiegel
19.30 Aktuell
19.50 Einfach genial U.a.: Wertstoff statt
Sondermüll: Recycling von Handys,
Fernseher und PCs / Die Kehrmaschine, die Ölspuren entfernt
17.00 Betrugsfälle
17.30 Unter uns Daily Soap
18.00 Explosiv – Das Magazin
18.30 Exclusiv – Das Star-Magazin
18.45 RTL Aktuell
19.05 Alles was zählt Daily Soap
19.40 Gute Zeiten, schlechte Zeiten
Daily Soap. Um Tayfun beim
Pokern auszunehmen, gibt David
sein letztes Geld für kostspielige
Überwachungstechnik aus.
NDR
WDR
20.00 Tagesschau
20.15 Fußball DFB-Pokal
Achtelfinale: Dynamo Dresden –
Borussia Dortmund; ca. 22.40
Zusammenfassung weiterer Spiele
23.15 Menschen bei Maischberger Die
Psychotricks der Gurus: Glauben,
Glück, Gehirnwäsche? Zu Gast:
Gitta Saxx (Model und Guru-Opfer),
Judith Mühlbacher (wuchs in
urchristlicher Sekte auf) u.a.
20.15 Wie gut ist unsere Wurst?
Der große Test mit Nelson Müller
21.00 Frontal 21 Moderation: Ilka Brecht
21.45 heute-journal
22.15 So lange Du da bist
Wenn Kinder kranke Eltern haben
22.45 Pelzig hält sich Zu Gast: Gerd
Müller (Bundesentwicklungsminister), ChrisTine Urspruch
(Schauspielerin), Mo Asumang
23.45 Markus Lanz
20.15 Umschau
U.a.: Unfertiges Eigenheim
20.45 Der Osten DDR geheim:
Der Kalte Krieg in der Rhön
21.15 Geschichte Mitteldeutschlands
U.a.: Von Rudolstadt nach Bayern:
Flucht mit dem Agrarflieger
21.45 Aktuell
22.05 Stalins Tod Das Ende einer Ära
22.50 Polizeiruf 110 ... und tot bist du
TV-Kriminalfilm, D 1993
20.15 CSI: Vegas Leichtes Handgepäck
Janet beklaute während eines Flugs
nach Las Vegas die anderen
Passagiere. Wenig später liegt Lady
Langfinger maustot auf der Rollbahn
und die Tatortgruppe widmet sich
den noch lebenden Fluggästen.
21.15 The Blacklist Dr. James
Covington (Nr. 89). Krimiserie
22.15 The Blacklist Dr. Linus Creel
23.10 CSI: Miami Krimiserie
16.00 NDR//Aktuell 16.10 Mein Nachmittag 17.10 Panda, Gorilla & Co. 18.00 Niedersachsen 18.00 Uhr 18.15 NaturNah:
Sand für Sylt 18.45 DAS! 19.30 Hallo Niedersachsen 20.00 Tagesschau 20.15 Visite 21.15 Panorama – die Reporter 21.45
NDR//Aktuell 22.00 Polizeiruf 110. Zwei
Brüder. TV-Kriminalfilm, D 2011 23.30 Weltbilder 0.00 Bücherjournal 0.45 3nach9
2.45 Hallo Niedersachsen. Magazin
16.00 WDR aktuell 16.15 daheim + unterwegs 18.05 Hier und Heute 18.20 Servicezeit 18.50 Aktuelle Stunde 19.30 Lokalzeit
20.00 Tagesschau 20.15 Abenteuer Erde
21.00 Quarks & Co: Alles unverträglich?
Wenn Lebensmittel krank machen 21.45
WDR aktuell 22.00 Zwischen Boom und Terror – Eine Reise durch Kurdistan 22.30 West
ART 23.15 Blow Out – Der Tod löscht alle Spuren. Kriminalfilm, USA 1981 1.00 Domian
RBB
KIKA
0.30 Nachtmagazin
0.50 Hoffnungslos glücklich – Jeder
ist ein Geschenk Drama, AUS
2010. Mit Jacinda Barrett u.a.
2.30 Menschen bei Maischberger
3.45 Erlebnis Erde (1/2)
0.55 heute nacht
1.15 Todesfalle Highlands
Kriminalfilm, GB 2011. Mit Melissa
George u.a. Regie: Julian Gilbey
2.45 SOKO Köln
3.30 Frontal 21
0.15 Klemperer – Ein Leben in
Deutschland (1/13) Hurra, ich
lebe / Die Heiterkeit des Herzens
2.00 Umschau MDR-Magazin
2.30 Hart aber fair Talk
3.45 Zittauer Gebirge Nonstop
16.05 Der Berlin-Brandenburg Check
16.50 kurz vor 5 17.05 Giraffe, Erdmännchen & Co. 18.00 rbb um sechs – Das Ländermagazin 18.30 zibb 19.30 Regional
20.00 Tagesschau 20.15 Die Akte Zarah
Leander 21.00 Berliner Legenden 21.45
rbb aktuell 22.15 Thadeusz 22.45 Wem
gehört die Stadt. Wenn das Geld die Menschen verdrängt. Dokumentarfilm, D 2014
0.10 Betongold 0.55 Thadeusz. Talk
12.50 Sherlock Yack 13.15 Ein Fall für
TKKG 13.40 Die Pfefferkörner 14.10 Schloss
Einstein – Erfurt 15.00 Der Sleepover Club
15.25 Lenas Ranch 15.50 Astrid Lindgrens:
Pippi Langstrumpf 16.00 Bernard 16.20
Garfield 16.45 Marsupilami – Im Dschungel ist was los 17.10 Das Dschungelbuch
17.35 SimsalaGrimm 18.00 Shaun das
Schaf 18.15 Die Biene Maja 18.40 Lauras
Stern 18.50 Unser Sandmännchen
0.00 RTL Nachtjournal
0.30 CSI: Vegas
1.25 CSI: Miami
2.15 Die Trovatos – Detektive
decken auf Doku-Soap
3.05 RTL Nachtjournal
SAT 1
PRO 7
RTL 2
BR
KABEL 1
VOX
5.30 SAT.1-Frühstücksfernsehen. U.a.:
Talk: Hermann-Josef Tenhagen zum Thema Frühjahrsputz im Geldbeutel / Talk:
Andreas Bär Lasker / Gewissensfragen
10.00 Auf Streife 11.00 Richterin Barbara
Salesch 12.00 Richter Alexander Hold
13.00 Richter Alexander Hold 14.00 Auf
Streife 15.00 Im Namen der Gerechtigkeit – Wir kämpfen für Sie! Doku-Soap
6.30 Two and a Half Men 7.45 Mike & Molly 8.10 Mike & Molly 8.35 How I Met Your
Mother 9.50 The Big Bang Theory 11.05
Mike & Molly 11.30 Mike & Molly 11.55 Two
and a Half Men 12.20 Two and a Half Men
12.45 Two and a Half Men 13.35 2 Broke Girls
14.00 New Girl 14.30 The Big Bang Theory
14.55 The Big Bang Theory 15.15 The Big
Bang Theory 15.45 How I Met Your Mother
5.15 Grip – Das Motormagazin 5.55 Die
Schnäppchenhäuser – Der Traum vom Eigenheim: Wir ziehen ein 6.45 Die Kochprofis – Einsatz am Herd 7.45 Infomercial
8.00 Die Kochprofis – Einsatz am Herd
9.00 Frauentausch 11.00 Family Stories
12.00 Köln 50667 13.00 Berlin – Tag &
Nacht 14.00 Hilf mir! Jung, pleite, verzweifelt... 15.05 Der Trödeltrupp. Doku-Soap
7.40 Tele-Gym 7.55 Panoramabilder /
Bergwetter 8.35 Tele-Gym 8.50 Panda,
Gorilla & Co 9.40 Abendschau 10.25 Wir in
Bayern 11.40 Dahoam is Dahoam 12.10 In
aller Freundschaft 12.55 Elefant, Tiger &
Co 13.45 Geschichten rund um die Königsalm 14.15 Raubtiere vor der Haustür –
Harzluchse und Heidewölfe 15.05 Polizeiinspektion 1 15.30 Wir in Bayern. Magazin
10.35 Castle 11.25 Without a Trace – Spurlos verschwunden 12.20 Numb3rs 13.10
Cold Case 14.05 Navy CIS 15.00 The Mentalist 16.00 Castle 17.00 Mein Lokal, Dein
Lokal – Wo schmeckt’s am besten? 18.00
Abenteuer Leben 19.00 Achtung Kontrolle
Spezial – Die Super-Reinemacher 20.15
Rosins Restaurants – Ein Sternekoch
räumt auf! 22.20 K1 Magazin 23.15 Abenteuer Leben 1.05 K1 Reportage spezial
11.00 Mein himmlisches Hotel 12.00
Shopping Queen 13.00 Wer weiß es, wer
weiß es nicht? 14.00 Flirt oder Fiasko
15.00 Shopping Queen 16.00 Schrankalarm 17.00 Mein himmlisches Hotel 18.00
mieten, kaufen, wohnen 19.00 Das perfekte Dinner – Wunschmenü 20.00 Prominent! 20.15 Game of Chefs 22.15 Goodbye Deutschland! Die Auswanderer 0.10
vox nachrichten 0.35 Medical Detectives
16.00 Anwälte im Einsatz
Doku-Soap
17.00 Mein dunkles Geheimnis
Meine Freundin Daniela
17.30 Schicksale – und plötzlich ist
alles anders Doku-Soap
Flirt-App ins Glück
18.00 In Gefahr – Ein verhängnisvoller
Moment Doku-Soap
Babette – David gegen Goliath
19.00 Newtopia
19.55 SAT.1 Nachrichten
16.10 How I Met Your Mother
Im Exil. Comedyserie
16.35 How I Met Your Mother
Sex mit der Ex. Comedyserie
17.00 taff Open your door! Der
Teeniezimmer-Check (1)
18.00 Newstime
18.10 Die Simpsons GrundschulMusical. Zeichentrickserie
18.40 Die Simpsons Auf diese Lisa
können sie bauen. Trickserie
19.05 Galileo Magazin
16.00 Der Trödeltrupp – Das Geld
liegt im Keller Doku-Soap
17.00 Die Geissens – Eine schrecklich
glamouröse Familie!
18.00 Köln 50667 Doku-Soap
David führt im 66 eine Diashow
vor, die zeigen soll, wie toll die
gemeinsame Zeit mit Kevin war.
Joleen gibt Anna einen Tipp, wie sie
Valentin überraschen kann – doch
Anna hat keinen Erfolg damit.
19.00 Berlin – Tag & Nacht
16.45 Rundschau
17.00 Die Wildschönau
Idylle hinterm Berg
17.30 Regional
18.00 Abendschau
18.45 Rundschau
19.00 Gesundheit! U.a.: Fasten: Gut für
Körper und Seele? / „Docs auf
Schicht” (1): Ein Tag in der
Unfallchirurgie Harlaching
19.45 Dahoam is Dahoam
Phänomenal pheromonal! Soap
HR
TELE 5
20.15 Mein Lover, sein Vater und ich!
TV-Liebeskomödie, D 2014. Mit
Katharina Müller-Elmau u.a.
22.15 akte 20.15 – Reporter kämpfen
für Sie! U.a.: Machtkämpfe,
Wutausbrüche und ein erster
Flirt – Was Newtopia aus seinen
Pionieren macht / Ein Smartphone
für 17 Euro? Online-Angebote
23.15 SAT.1 Reportage Alles auf Null –
Ich ziehe nach Newtopia!
20.15 Two and a Half Men Das Traumpaar. Wegen der geplanten
Adoption müssen Alan und Walden
der Sozialarbeiterin Miss McMartin
das verliebte Paar vorspielen.
20.45 Two and a Half Men (1/12) Ich bin
wie Reizhusten. Comedyserie
21.10 The Flash Plastique. Actionserie
22.10 Gotham Viper. Krimiserie
23.05 TV total Zu Gast: Ann Sophie
(Sängerin), Abdelkarim (Komiker)
20.00 RTL II News
20.15 Zuhause im Glück – Unser Einzug
in ein neues Leben Der kleine
Jared leidet an einer seltenen
Krankheit. Seine Eltern sind
verzweifelt: Das Haus der Familie
müsste behindertengerecht
umgebaut werden – doch dazu
benötigen sie professionelle Hilfe.
22.15 Die Bauretter
Doku-Soap
20.15 Tatort Hilflos. TV-Kriminalfilm, D
2010. Mit Maximilian Brückner u.a.
Regie: Hannu Salonen
21.45 Rundschau-Magazin Nachrichten
– Berichte – Wettervorhersage
22.00 Münchner Runde
Moderation: Ursula Heller
22.45 Amma und Appa
Dokumentarfilm, D 2014
Regie: Franziska Schönenberger,
Jayakrishnan Subramanian
19.15 alle wetter! 19.30 hessenschau
20.00 Tagesschau 20.15 Hessische Hoheiten 21.00 Schlemmen am Main – Eine kulinarische Reise von Offenbach bis zur
Flussmündung 21.45 Damals auf dem
Lande – Aufbruch in ein neues Leben 22.30
hessenschau kompakt 22.45 So war das alte Hessen – Waldeck 23.30 Mankells Wallander – Die Zeugin. TV-Kriminalfilm, S/D
2010 0.55 Mord mit Aussicht. Krimiserie
14.15 Star Trek – Raumschiff Voyager
15.15 Star Trek – Deep Space Nine 16.15
Seaquest 17.15 Star Trek – Enterprise
18.10 Star Trek – Raumschiff Voyager
19.10 Star Trek – Deep Space Nine 20.15
Myn Bala – Krieger der Steppe. Abenteuerfilm, KAS 2012 22.55 14 Blades – Rebellion
des Brokat-Kriegers. Actionfilm, HK/CHN/
SIN 2010 1.10 Painted Skin – Die verfluchten Krieger. Actionfilm, CHN/HK/SIN 2008
SPORT 1
EUROSPORT
8.00 Teleshopping 8.30 Sport-Quiz 11.30
Teleshopping 14.30 Teleshopping 15.00
NORMAL 15.30 Storage Wars – Die Geschäftemacher 16.00 Storage Wars – Die
Geschäftemacher 16.30 Container Wars
17.00 Container Wars 17.30 Hardcore
Pawn Chicago 18.00 Hardcore Pawn Chicago 18.30 Bundesliga aktuell 19.15 Poker
20.15 Storage Hunters 21.15 Storage Hunters 22.15 Storage Hunters 22.45 Storage
Hunters 23.15 Fußball 0.00 SPORT CLIPS
8.30 Eurogoals 9.15 Ski nordisch 10.15 Ski
nordisch 11.15 WATTS Sportzapping 12.15
Eurogoals 13.00 Biathlon. Weltcup. 15 km
Damen (8. von 9 Saisonstationen) 14.00
Biathlon 15.00 Ski nordisch 16.00 Snooker 17.30 Ski nordisch 19.00 WATTS
Sportzapping 20.00 Boxen. WBO-WM im
Supermittelgewicht. Arthur Abraham (D)
– Paul Smith (GB) 22.00 Ski nordisch
23.00 Tourenwagen 23.30 Motocross
0.00 WATTS Sportzapping 0.30 Snooker
0.15 Criminal Minds
Die zweite Attacke. Krimiserie
1.15 Criminal Minds Meine Taube
Blaue Zeiten = Programmaktualisierung
0.05 Two and a Half Men
0.35 Two and a Half Men (1/12)
1.00 Fringe – Grenzfälle des FBI
Per Anhalter. Mysteryserie
1.45 Fringe – Grenzfälle des FBI
0.15 Der Trödeltrupp –
Das Geld liegt im Keller
1.05 Klick-stars
1.55 Crash! Knapper geht’s nicht
2.30 Ärger im Revier
0.15 Rundschau-Nacht (VPS 0.10)
0.25 Don – The King Is Back (VPS 0.20)
Actionfilm, IND/D 2011. Mit Shah
Rukh Khan u.a. Regie: F. Akhtar
2.35 Dahoam is Dahoam (VPS 2.30)
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 3. März 2015
Tomaten statt Tabletten
RATGEBER IM TV
Gut für Körper und Seele?
19.00 Uhr im BR: Gesundheit! U. a.
Fasten. In der christlichen Fastenzeit
verzichten Menschen auf feste Nahrung, Genussmittel, aber auch auf
Handys oder Autofahren. Die Sendung will zeigen, wie gesund oder
schädlich eine Fastenkur sein kann.
17.00 Uhr im MDR: MDR um 4.
Automafia im Internet; 18.35 Uhr
bei n-tv: Ratgeber Bauen und Wohnen. Ceran, Induktion, Gas – Welche
Platte ist eine heiße Nummer?
Su Vössing hat ihre Nase schon in viele Töpfe gesteckt – vornehmlich in der
FOTOS: HUBERTUS SCHÜLER
Spitzengastronomie.
Kochbuch von den allermeisten Rezeptsammlungen. Gemeinsam mit
der Ökotrophologin Bettina Snowden präsentiert sie ein Ernährungskonzept mit über 70 Gerichten – geordnet nach zehn häufigen ernährungsbedingten Volkskrankheiten.
Neben den eingangs erwähnten gehören auch Reizdarm, Verstopfung,
Erschöpfung, Sodbrennen, hoher
Cholesterinspiegel, Gicht, Wechseljahresbeschwerden und Muskelkrämpfe dazu. Zudem liefern die Autorinnen eine Menge Wissen rund
ums Essen, setzen sich auch mit widersprüchlichen Ernährungstipps
auseinander. Ist Milch nun gut oder
schlecht? Bremst Vollkorn die Aufnahme von Mineralstoffen? Sollte
man Obst und Gemüse möglichst
immer roh essen?
Das Grundprinzip ist bei allen Rezepten dasselbe: gezielte Aufnahme
der richtigen Nährstoffe bei gleichzeitigem Verzicht auf nachteilige
Nahrungsbestandteile. Klingt vielleicht etwas anstrengend, aber diese
Umstellung sei gar nicht so schwierig, meint die Spitzenköchin. Denn
Verzicht biete ja auch eine Chance:
„Sie dürfen Neues entdecken und genießen“ – zum Beispiel ungewohnte
Getreidesorten, leckere Aufstriche,
andere Milchprodukte. Binnen
sechs Wochen, so das Versprechen,
kann jeder Mensch seine alten Ernährungsgewohnheiten über Bord
werfen. Und dann gehe alles wie von
selbst: „Sie wollen es nicht mehr anders.“
gern gegen weniger gesunde Speisen tauscht.
So unterscheidet sich Vössings
DAS BUCH Su Vössing, Bettina Snowdon: Kochen ist die beste Medizin, Becker Joest
Volk Verlag, 328 Seiten, Preis: 29,95 Euro.
Viele Krankheiten haben
mit falscher Ernährung zu
tun. In einem neuen Buch
zeigt eine Spitzenköchin,
wie man sich wieder
gesund essen kann –
und Medikamente
überflüssig werden.
NACHRICHTEN
VON STEFFEN KLAMETH
RECHT
Hoher Blutdruck, Diabetes, Arthrose: Wer unter diesen Krankheiten
leidet, bekommt vom Arzt ein Rezept – und bestenfalls noch die Empfehlung, möglichst wenig Salz zu essen und Zucker komplett zu meiden. Doch wie wäre es, wenn einem
der Arzt beim nächsten Mal statt eines Arznei- ein Kochrezept überreicht?
Genau diese Frage stellte sich
Su Vössing. Die ehemals jüngste
Sterneköchin Deutschlands – bekannt auch vom Vox-Kochduell –
hat sich intensiv mit der Ernährungsforschung beschäftigt. Das Ergebnis liegt nun als dickes Buch
vor: „Kochen ist die beste Medizin“.
Allein durch richtiges Essen, so die
Quintessenz, könne man die Abwehr- und Selbstheilungskräfte des
Körpers aktivieren und so verschiedene Beschwerden lindern und heilen. Klingt verlockend und ist
eigentlich gar nicht so schwer: Hat
man erst mal die richtige Diagnose,
muss man nur noch wissen, was
einen stärkt oder schwächt. Und
Bergauf, bergab –
wer hat Vorfahrt?
Es ist ein Mythos, dass bergauffahrende Fahrzeuge Vorfahrt haben. So
eine Verkehrsregel gibt es nicht, sagt
der Tüv Süd. Allerdings werde diese
Gepflogenheit auf engen Alpenstraßen häufig praktiziert. Im Winter ist
das nicht ganz ungefährlich: Wer
bergab fährt, hat den längeren
Bremsweg und ist daher eher auf die
Rücksichtnahme anderer angewiesen. Geht es steil bergab, sollten die
Fahrer eines Wagens mit Automatikgetriebe in den Sportmodus
schalten. Diese Übersetzung sorgt
für höhere Drehzahlen und damit
für mehr Bremswirkung durch die
Motorbremse. Für Autos mit Handschaltung gilt: Bergab den gleichen
Gang wählen wie bergauf bei gleicher Neigung. Wer Kurven schneiden muss, ist auf jeden Fall zu
schnell unterwegs. (dpa)
KINDER, KINDER
dann sucht man sich die entsprechenden Rezepte. Natürlich müssen
die so lecker sein, dass man sie auch
Für Steckdosen im Garten ist ein FISchutzschalter im Verteilerkasten
Pflicht. Die Aktion Das sichere Haus
im Hamburg rät, in älteren Gärten
diese Schutzfunktion für elektrische Geräte nachzurüsten. Ein FISchalter schütze wirksamer als eine
herkömmliche Haushaltssicherung
vor einem elektrischen Schlag. Das
kann etwa geschehen, wenn zum
Beispiel ein Rasenmäher aus Versehen mit den Grashalmen sein Kabel
durchschneidet. Es gibt Adapter für
einzelne Buchsen im Elektrofachhandel sowie in Baumärkten. Diese
werden zwischen Steckdose und
Anschlussstecker der Geräte oder
der Verlängerungskabel gesteckt. Alternativ lassen sich Steckdosen im
Garten über die Hausverteilung absichern. (dpa)
PROF. DR. VEIT RÖßNER ist Kinder- und
Jugendpsychiater am Dresdner Uniklinikum.
Für vier Personen: 250 ml Buttermilch, 200 g Holunderblütensirup, 4
Blatt Gelatine, eingeweicht, 250 g aufgeschl. Sahne, 300 g Himbeeren, 95 g
Zucker, 80 ml Vollmilch, 1 Ei, 1 Messerspitze Vanillemark, 4 Scheiben
Vollkornbrot, altbacken, rund ausgestochen, 1 bis 2 EL Butterschmalz.
Für vier Personen: 1 EL Olivenöl, 100
g Zwiebeln, geschält und grob gewürfelt, 2 Knoblauchzehen, geschält und
grob gehackt, 650 g mehligkochende
Kartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten, Salz, Pfeffer frisch
aus der Mühle, Muskatnuss frisch gerieben, 250 g schöne Grünkohlblätter
ohne Strunk, klein geschnitten, 100 –
150 g Chorizo, schräg in dicke Scheiben geschnitten.
Zubereitung: In einem großen Topf
das Öl erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin 3 bis 5 Minuten anschwitzen. Kartoffeln zugeben und mit Salz,
Pfeffer und Muskat würzen. Mit 500
ml Wasser ablöschen und bei aufgelegtem Deckel 10 Minuten kochen.
Durchrühren und 500 ml Wasser angießen. Erneut aufkochen und den
Grünkohl zugeben. Bei aufgelegtem
Empfehlung u. a. bei Sodbrennen,
Arthrose, Bluthochdruck, Darmträgheit, Reizdarm, hohem Cholesterinspiegel.
Leserfrage: Unser Sohn (3) zieht nur
noch bestimmte Kleidungsstücke
an, ohne für uns erkennbare Regeln.
Wächst sich das wieder aus?
Empfehlung u. a. bei Erschöpfung,
Muskelkrämpfen, Diabetes Typ 2.
Caldo verde mit gebratener Chorizo
der Masse wenden, 2 Minuten ziehen
lassen und in der Pfanne in Butterschmalz bei mittlerer Temperatur von
beiden Seiten backen. Himbeercoulis
auf Buttermilchmousse geben, zum
Armen Ritter reichen.
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
Deckel weitere 10 Minuten kochen.
Zuletzt mit einem Stabmixer fein pürieren. In der Zwischenzeit die Chorizo in einer heißen Pfanne ohne Öl von
beiden Seiten knusprig braten. Die
Suppe mit kreisförmig eingezogener
Crème fraîche und der Chorizo in vorgewärmten tiefen Tellern servieren.
Vollkorn-Armer-Ritter und Buttermilchmousse
Zubereitung: Buttermilch mit Holunderblütensirup verrühren, 4 EL davon
in kleinem Topf erhitzen. Gelatine
ausdrücken und in die heiße, nicht
kochende Flüssigkeit einrühren, mit
der restl. Flüssigkeit vermengen und
Sahne unterziehen. Sofort in Gläser
füllen. Im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Himbeeren mit 80 g Zucker aufkochen und 2 bis 3 Min. köcheln lassen. Durch ein Feinsieb streichen, kaltstellen. Milch, Vanillemark,
Ei, Zucker verrühren. Brotscheiben in
PROF. VEIT RÖßNER
ZUM „KLEIDERWUNSCH“
DER KLEINEN
Sie sprechen ein Thema an, welches wahrscheinlich vielen Eltern
nur zu gut bekannt ist. Nicht wenige
Kinder zeigen bei Kleidung, Essen
und Spielsachen ein zeitweise äußerst wählerisches Verhalten. Zwar
sollten Kinder schon früh lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Andererseits muss aber immer wieder
von den Eltern eingeschätzt werden,
was dem Kind im entsprechenden
Alter möglich ist, was in seinen Alltag passt oder welche Anforderungen es noch überfordern. Denn dann
drohen Frust, Krampf und Kampf
auf beiden Seiten.
Ihr Kind wächst in einer Gesellschaft auf, die Eltern die Verantwortung überträgt, die Kinder an die gesellschaftlichen Normen und Werte
heranzuführen. Damit ist die Bewertung, was eine adäquate Kleidung
ist, ganz klar die Pflicht der Eltern.
Im Falle Ihres noch sehr jungen
Sohnes finden Sie am besten einen
Kompromiss. Behalten Sie aber die
Führungsrolle. Lassen Sie ihn hin
und wieder zwischen zwei Hosen
wählen. Tolerieren Sie so weit wie
möglich aktuelle Lieblingsfarben
oder Stile. Bestimmen Sie aber, dass
zu klein gewordene Kleidungsstücke und Schuhe „gehen müssen“. Bei
allem ist es aber wichtig, dass sich
die Eltern einig sind.
Eine Alltagshilfe bei der Kleiderwahl ist das sogenannte Kleidermännchen. Legen Sie – mit dem
Kind gemeinsam – am Abend vorher auf den Boden des Kinderzimmers ein Kleidermännchen aus den
Kleidungsstücken, die das Kind am
nächsten Tag tragen soll. Diese übersichtliche Veranschaulichung spart
Diskussionen am nächsten Morgen.
An der Wahl am Vorabend wird natürlich nicht mehr gerüttelt. Größere Kinder (ungefähr ab Vorschulalter) können dies meist schon alleine
erledigen, sodass Sie nur noch kurz
überprüfen müssen, ob alles vollständig und angemessen ist.
GARTEN
Schutzschalter
schützt vor Schlag
Wählerisches
Verhalten
Karte: Westermann Schulbuchverlag
DAS WETTER AM DIENSTAG
8
7
7
1
Hoyerswerda
-1
1
Riesa
Leipzig
Görlitz
5
Rochlitz
1
Mittweida
Dresden
Bautzen
Freiberg
3
Chemnitz
7
0
Glauchau
Marienberg
Zwickau
Annaberg-Buchholz
Auerbach
Aue
Fichtelberg
1215 Meter
Plauen
Klingenthal
-3
35
Wind in km/h
03.03.2015
Wechselnd bewölkt
Heute: Nach Osten hin gibt es anfangs noch einige dichte Wolken,
sonst scheint zeitweise die Sonne. In
der zweiten Tageshälfte nimmt die
Bewölkung dann insgesamt zu. Dabei
kommen örtliche Regenschauer auf.
Die Höchsttemperaturen betragen
3 bis 8 Grad. Der Wind weht frisch
aus West. Nachts ziehen Regen und
Schneefall bei minus 2 bis 0 Grad
durch. Streckenweise wird es glatt.
Oslo
Aussichten: Morgen
gewinnen
Wolken zeitweilig die Oberhand. Dabei werden im Tagesverlauf 4 Grad
erreicht. Am Donnerstag gehen bei
2 Grad immer wieder Schnee- und
Graupelschauer nieder, doch hin
und wieder blickt auch die Sonne
hervor.
Biowetter: Die momentane Witterung regt Körper und Geist an. Der
Stoffwechsel läuft beschleunigt ab,
der Blutdruck ist erhöht. Wetterfühlige klagen über Kopfweh und Migräne. Die Konzentration von Erlen- und
Haselpollen ist schwach bis mäßig.
Dublin
Helsinki
Stockholm
Kopenhagen
London
Berlin
Warschau
Prag
Paris
Basel
Wien
Budapest
Sonnenaufgang:
Sonnenuntergang:
Mondaufgang:
Monduntergang:
06:49 Uhr
17:52 Uhr
15:52 Uhr
05:30 Uhr
Biarritz
Lissabon
Bukarest
Madrid
Rom
Tunis
Kanarische Inseln
Istanbul
Athen
Algier
Rostock
Hamburg
Berlin
Vorschau für Chemnitz
Mi
4
Do
2
0
0,5
5,5
0
2
3,25
heiter
sonnig
wolkig
Fr
4
-2
0,5
2,75
Sa
6
4
1
0,5
So
11
4
0,5
5,75
Höchstwerte in °C
Tiefstwerte in °C
Niederschlagsdauer in h
Sonnenscheindauer in h
SchneeRegenNebel
Regen
stark
Schneeschauer
schauer
bewölkt
regenbedeckt
SprühGewitter schauer SchneeSchnee
regen
regen
Temperaturen gestern 12 Uhr:
Aue
5 Grad
Berlin
7 Grad
Carlsfeld
1 Grad
Chemnitz
6 Grad
Dresden
7 Grad
Fichtelberg
-3 Grad
Gera
6 Grad
Görlitz
7 Grad
Leipzig
7 Grad
Plauen
7 Grad
Zinnwald
1 Grad
-15°C
-10°C
-5°C
0°C
5°C
Wetterlage: Die wechselhafte Witterung bleibt uns erhalten. Weiterhin
herrscht zwischen dem Azorenhoch und mehreren Tiefs über dem Nordatlantik eine lebhafte Westströmung. Nach einem kleinen Zwischenhoch
ziehen von den Britischen Inseln neue Wolken nach Mitteleuropa.
Köln
Chemnitz
Frankfurt
Nürnberg
München
10°C
15°C
20°C
25°C
30°C
35°C
Temperaturangaben bilden die Höchst- und Tiefstwerte des 24-Stunden-Tages ab.
Reisewetter heute
19°
sonnig
Athen
18°
wolkig
Antalya
14°
bedeckt
Barcelona
10°
wolkig
Budapest
12°
Regen
Istanbul
23°
wolkig
Kairo
6° Schneeschauer
Kopenhagen
19°
sonnig
Lissabon
7° stark bewölkt
London
Moskau
Nizza
Palma d. M.
Paris
Prag
Rom
Stockholm
Tunis
Varna
Wien
2°
18°
23°
9°
9°
17°
6°
23°
13°
7°
bedeckt
heiter
wolkig
Regen
wolkig
wolkig
bedeckt
sonnig
Regen
wolkig
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