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Gemeindebrief - Ev. Kirchengemeinde Neidlingen

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Gemeindebrief
der Evangelischen Kirchengemeinden
Hepsisau und Neidlingen
15. Februar - 29. März 2015
Nehmt einander an, wie Christus
euch angenommen hat
zu Gottes Lob.
Römer 15,7
Liebe Leserinnen und Leser,
wahrscheinlich haben auch Sie mit diesen Worten schon einmal einen
Satz angefangen:
„Mal angenommen……“
Vielleicht so: „Mal angenommen, das Wetter ist morgen gut, dann……“,
oder: „Mal angenommen, ich fahre dieses Jahr im Sommer nach Italien,
dann…..“ Mit „Mal angenommen“ setzen wir etwas voraus, dem dann etwas folgt.
Für die Jahreslosung 2015 könnte sich das so anhören:
Mal angenommen,
ich wäre angenommen.
Angenommen, wie ich bin
mit meinen Stärken und Schwächen,
mit meinen guten Seiten und meinen Macken.
Wenn ich gut drauf bin, aber auch dann, wenn ich mich nicht aus mir raus
traue, weil ich Sorge habe, nicht bestehen zu können in den Augen der
anderen.
Mal angenommen,
jemand mag mich – einfach so.
Ich müsste ihm nichts vormachen, ihr nichts vorspielen.
Ich hätte es nicht nötig, mich besser darzustellen als ich bin
und müsste meine Begabungen und Fähigkeiten nicht verstecken,
damit ich niemanden damit kränke.
Mal angenommen, es wäre so…..
Würde ich die anderen dann auch mögen – einfach so?
Und sie annehmen, wie ich angenommen bin?
Mal angenommen,
es wäre genau so:
Du und ich und wir sind angenommen.
Und du und ich - wir leben genau so:
angenommen, geliebt und gehalten.
Mal angenommen…..
Wäre das nicht herrlich! Einfach schön!
Und würde sich dann nicht so manches ändern,
2
könnten wir uns dann nicht ändern zum Guten
für uns selbst, für die anderen und für unsere Welt?
Nehmt einander an – weil Christus euch angenommen hat
Nehmt einander an – so wie Christus euch angenommen hat
Nehmt einander an – weil es Gott die Ehre gibt, der dich und mich
gewollt und geschaffen hat.
(nach einer Idee aus dem Heft des ejw zur Jahreslosung)
Es grüßt Sie herzlich,
Ihre
Sicherheit in der Kirchengemeinde
Der Neidlinger Kirchengemeinderat kam Ende letzten
Jahres mit dem Sicherheitsbeauftragten der Landeskirche,
Herrn Allzeit zusammen. Herr Allzeit ging durch die Gebäude unserer Kirchengemeinde, machte uns auf diverse
Mängel aufmerksam und priorisierte diese für uns nachhaltig. Wir beschlossen, in diesem Jahr durch Investitionen den Mängeln rasch Abhilfe zu schaffen. Zu dem haben wir uns Gedanken zur Akustik in der Pfarrscheuer gemacht und werden versuchen den Hall etwas zu dämmen.
Neidlinger Kirchenpflege in neuen Händen
Am 1. März wird im Neidlinger Jahreslosungsgottesdienst Irene Linsenmayer nach 23 Jahren Dienst aus
ihrem Amt der Kirchenpflegerin unserer Gemeinde verabschiedet.
Als sie uns ihre Entscheidung aufzuhören mitteilte, war
gleich klar, dass es nahtlos weiter gehen kann, sofern
der KGR zustimmt. Denn Irene wäre nicht Irene, wenn
sie nicht gleich eine Lösung hätte: Manuela Peters aus
Weilheim, die bereits Kirchenplegerin in Hepsisau ist.
Irene empfahl sie dem Kirchengemeinderat aufgrund der guten Zusammenarbeit und Ute Stolz konnte diesen Eindruck nur bestätigen. Dem
KGR war dieser Glücksfall bewusst, er stimmte dem Vorschlag sehr gerne
zu. So sind die Kirchenpflege Hepsisau und Neidlingen nun in einer Hand.
3
Und Irene Linsenmayer kann nach so vielen Jahren hervorragender und
umsichtiger Arbeit beruhigt in den „Ruhestand“ gehen und sich den Lebensbereichen zuwenden, die nun für sie Priorität haben.
Manuela Peters wird ebenfalls im Gottesdienst am 1. März in ihr Amt als
neue Kirchenpflegerin von Neidlingen eingesetzt.
So haben wir in Neidlingen und Hepsisau nun eine gemeinsame Pfarrerin
und eine gemeinsame Kirchenpflegerin, was für beide so manches vereinfacht.
Guten Tag liebe Gemeindeglieder in Neidlingen,
den ersten Gemeindebrief im neuen Jahr
möchte ich nützen und mich bei Ihnen vorstellen. Ich werde ab 1. März 2015 die Kirchenpflege von Frau Linsenmayer in Neidlingen übernehmen. Seit 1. Juli 2013 übe
ich bereits den Beruf „Kirchenpflegerin“ in
Hepsisau aus und habe somit immer mal
wieder in Neidlingen (gemeinsame Kirchengemeinderatsitzungen, Feste und Gottesdienste) zu tun gehabt. Frau Linsenmayer
und ich arbeiten schon seit Beginn meiner
Tätigkeit in Hepsisau eng zusammen und
ich habe an vielen Stellen Einblicke in die
speziellen Belange von Neidlingen bekommen. Mir machen die Aufgaben der Kirchenpflegerin sehr viel Spaß und
ich freue mich darauf, mein Aufgabengebiet erweitern zu können.
Da mich wahrscheinlich viele noch nicht kennen noch ein paar Worte zu
mir persönlich. Mein Name ist Manuela Peters und ich wohne jetzt schon
seit fast 14 Jahren in Weilheim an der Teck. Zusammen mit meinem Mann
Martin habe ich drei Kinder (17, 15 und 13 Jahre). Ich bin gelernte Steuerfachgehilfin und habe einige Jahre in der Sprachförderung im Kindergarten
gearbeitet.
Meine Hobbys sind Trompete spielen im PC Weilheim, schwimmen, mich
in der Natur bewegen und viele schöne Feste mit Freunden und Familie
feiern.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen und verbleibe mit
herzlichen Grüßen,
Ihre Manuela Peters
4
Unser Jahresthema :
„Unser Dorf
Neidlingen“
Die Erzieherinnen des Kindergartens haben sich dazu entschieden, für
das diesjährige Kindergartenjahr wieder einmal ein Jahresthema zu wählen. Und was ist da nicht naheliegender, als mit den Kindern das direkte
Umfeld zu erkunden. Da Neidlingen so viel Schönes zu bieten hat, heißt
unser Jahresthema: Unser Dorf Neidlingen.
Neidlingen wurde im Jahre 400 von den Alemannen gegründet, im 13.
Jahrhundert wurde die Burg auf dem Reußenstein errichtet. Im 15. Jahrhundert entstand das Wasserschloss, das im 18. Jahrhundert wieder abgerissen wurde. Eine Mulde im hiesigen Garten des Kindergartens soll
heute noch daran erinnern.
Das Neidlinger Wappen entstand 1669.
Der Kindergarten wurde in den 30er Jahren gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Evang. Kirche Träger des Kindergartens und Ende der
50er Jahre zog die ganze Kinderschar in das neue Kindergartengebäude
im Wassersschlossweg. 1959 kam ein 2. Abteil dazu.
1990 wurde das Gebäude grundlegend renoviert und umgebaut und 1993
kam dann eine 3. Kindergartengruppe dazu.
Seit 2013 werden die Räumlichkeiten im Dachgeschoss, die früher Mietwohnungen waren, für die Betreuung von Ein- und Zweijährigen genutzt.
Neidlingen hatte 1900: 856 Einwohner und 2012: 1799 Einwohner.
Neidlingen liegt 454m ü. NHN und umfasst eine Fläche von 12,62 Km.
Neidlingen ist mit 20.000 Kirschbäumen die größte Kirschanbaugemeinde
in Deutschland.
Wie Sie sehen, gibt es viel über Neidlingen zu schreiben. Und es gibt viel,
was die Kinder des Kindergartens über Neidlingen sehen, hören und
erleben wollen.
Wir wollen uns mit den Kindern gemeinsam auf den Weg machen und
Neidlingen entdecken:
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Welches Kind wohnt wo?
Welche Tiere leben im Ort?
Welche Handwerksbetriebe gibt es und was wird dort gemacht oder
hergestellt?
Was sind das für Bäume, die hier überall wachsen?
Welche Bäche gibt es und was für eine Bedeutung haben sie?
Wie viele Brunnen gibt es im Ort und wo stehen sie?
Wie sieht unsere Kirche aus?
Und wo ist die Schule?
Welche Sagen und Geschichten gibt es über unser Dorf?
Und wie war es früher hier vor fünfzig, sechzig, achtzig Jahren? Vielleicht können Großeltern darüber berichten und haben Bilder von
früheren Zeiten.
Vor allem im vergangenen Herbst erkundeten alle Kinder des Kindergartens zusammen mit ihren Erzieherinnen das Dorf und kennen jetzt jedes
Wohnhaus der Kinder von außen.
Zu Beginn haben die Erzieherinnen im Eingangsbereich einen großen
Ortsplan gestaltet, an dem die Kinder ihre selbstgebastelten Häuser anbringen konnten. So kann jeder auf einen Blick erkennen, wo jedes Kind
wohnt und wie die Straße dazu heißt. Auch Fotos von den Häusern wurden gemacht und aufgehängt. In den einzelnen Gruppen wurde darüber
gesprochen, wie die Häuser aussehen, wer alles zur Familie gehört, wel6
che Omas, Opas, Tanten und Onkels im Dorf wohnen und welche Freunde
im Dorf sind.
Über das Lied:“ Der Herbst ist da“ wurde das Ernten von Obst ein Thema
für die Kinder: Was wächst in Neidlingen? Was gibt es vor allem im Herbst
zu ernten? Was kann man beim Obststand Holder und bei Hägeles kaufen?
Und dann kam Weihnachten: Die Kirche, das Rathaus, der Adventsmarkt,
die beleuchteten Tannenbäume, der zunehmend sichtbare Lichterschmuck
an Fenstern und Vorgärten spielen eine Rolle – aber natürlich auch die
verschiedene Arten, wie in den Familien Advent und Weihnachten gefeiert
wird.
In manchen Gruppen wird derzeit über heimische Tiere gesprochen, in anderen das Lied:“ Ich grüße dich, mein Heimattal“ gesungen. Jede Gruppe
greift die Ideen der Kinder individuell auf.
Auf jeden Fall steht im Frühjahr noch ein Besuch bei der Feuerwehr an
und die vielen Handwerksbetriebe werden noch genau unter die Lupe genommen.
Auch ein Sommerfest unter den Motto „ Unser Dorf Neidlingen“ ist geplant.
Es gibt noch viel zu entdecken!!! Wir freuen uns darauf!!!!
Es grüßen Sie herzlich
die Erzieherinnen des Kindergartens
7
100. Geburtstag von Georg Pflüger
Am 5. Januar
feierte Georg
Pflüger im Haus
Kalixtenberg seinen 100. Geburtstag.
Die, die ihn besuchten, erlebten einen dankbaren und gelassenen Jubilar,
der sich über
alles freute, aber
kein Aufhebens
um seine Person
haben wollte.
Genau so werden ihn die allermeisten von uns
kennen und so
ist er geblieben.
Eine Bläsergruppe unseres Posaunenchors,
dessen Gründungsmitglied Georg Pflüger war, brachte ihm in seinem Zimmer ein Ständchen.
Aber auch das Geburtstagskind selbst griff zum Instrument. Georg Pflüger
begleitete tatsächlich ein paar Lieder mit seiner Mundharmonika. Es ging
alles ein wenig langsamer und bedächtiger als in der Vergangenheit, dafür
aber im Bewusstsein der Besonderheit des Augenblicks, den wir singend
und musizierend mit ihm zusammen erlebten. „Nun danket alle Gott“ haben wir gesungen und gespürt, dass das für den Jubilar genau so stimmt.
Und so haben die Besucher, liebevoll bewirtet von Georg Pflügers Familie,
sein Zimmer als Beschenkte wieder verlassen.
Übrigens:
Über Besuch aus seiner „alten Heimat Neidlingen“ freut er sich immer!
8
Biblische Gestalten: Deborah
Politik ist in der Bibel und gerade im Alten oder Ersten Testament Männersache. Wir kennen Saul, David, Salomo, Hiskia und Josia, allesamt Könige Israels und Männer. Männer waren auch für die Rechtssprechung
zuständig und nur sie waren zum Priesteramt zugelassen. Eine vorwiegend patriarchalische Welt.
Aber ein paar wenige Frauen
in öffentlichen Ämtern gab es
doch: die Prophetinnen Mirjam
und Hulda zum Beispiel. Und
es gab die Frau mit dem schönen Namen Deborah. Sie vereinte drei Ämter in einer Person: Richterin, Prophetin und
militärische Anführerin. An
einem Wendepunkt der Geschichte Israels hat sie das
Heft in die Hand genommen –
in der Schlacht von Meggido.
In der Bibel wird diese Geschichte gleich zwei Mal geschildert: als Bericht in Richter 4 und als Siegeslied in Richter 5.
Einen Staat und einen König gab es im 12. Jh. vor Christus in Israel noch
nicht. Wurden die israelitischen Stämme von Feinden bedroht, ordneten
sie sich eine Zeit lang einem militärischen Heerführer unter, der in Friedenszeiten von dieser Funktion wieder zurück trat. Gideon war ein solcher
Führer und Simson – und als einzige Frau: Deborah.
Sie übernahm ihre Funktion in folgender Situation: Die kanaanäischen
Stadtkönigtümer in den fruchtbaren Ebenen hatten sich gegen die israelitischen Stimme im Gebirge verbündet und ihnen die Verbindungswege zwischen den Siedlungsgebieten abgeschnitten. Im sogenannten DeborahLied wird das so beschrieben:
In den Tagen Schamgars ben Anat, in den Tagen Ja´els hatte man aufgehört, die Straßen zu benutzen. Die auf Straßen gehen wollten, mussten
verschlungene Pfade ziehen. Aufgehört hatte die Gastfreundschaft, still
war´s bei den Bauern, bis du aufstandst, Deborah, bis du aufstandst, Mutter in Israel.
Wie kam es, dass Deborah den Ehrentitel „Mutter Israels“ erhielt? Die Bibel beschriebt sie zunächst als Richterin und Prophetin, die unter einer
Palme im Ephraim-Gebirge Recht spricht, Streitigkeiten schlichtet, für sozialen Frieden sorgt und Menschen an den Willen Gottes erinnert. „Und die
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Israeliten zogen zu ihr hinauf zum Gericht“, lesen wir in der Bibel (Richter
4,5)
Als die Bedrohung durch die Kanaanäer gefährlich wird, ergreift Deborah
die Initiative, schickt einen Boten zum israelitischen Feldherrn Barak und
lässt ihm ausrichten: „Gott will, dass du dein Volk befreist. Mach dich auf
und besiege den kanaanäischen Feldherrn Sisera.“ Und Barak antwortet:
„Das tue ich nur, wenn du, Deborah, mitmachst.“
Und Deborah entgegnet ihm:“ Ich ziehe mit dir in den Kampf – aber du,
Barak, sollst wissen: Der Ruhm für den Sieg wird dann nicht dir, sondern
einer Frau gehören.“ Eine selbstbewusste Frau!
Nach menschlichem
Ermessen ist es
aussichtslos, dass
ein untrainiertes israelitisches Bauernheer gegen eine gut
gerüstete kanaanäische Armee mit 900
Kampfwagen siegen
soll. Doch Deborah
reißt den zaghaften
Barak mit und verbreitet unter den Israeliten Siegeszuversicht. Als diese
vorrücken, bricht
unter den Kanaanäern Panik aus und
sie nehmen Reißaus. Ihr Feldherr
Sisera wird auf der
Flucht getötet.
Und Deborahs Name wird im Richterbuch der Bibel verewigt, weil sie bewieJael, Deborah und Barak
sen hat, dass es
(Salomon de Bray,1597-1664)
nicht auf das eigene
Können ankommt, sondern auf das Vertrauen, mit Gottes Hilfe „Wunder“
vollbringen zu können. Wie eine Mutter ihre Kinder unterstützt, wenn sie in
Schwierigkeiten sind, hat sie den Israeliten zum Sieg verholfen. „Mutter
Israels“ – nicht umsonst ist ihr diese Auszeichnung verliehen worden.
10
Gedenktag: Erich Kästner
"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch."
Erich Kästner wurde am 23. Februar 1899 in
Dresden geboren. Sein Vater Emil Richard
Kästner war Sattlermeister und als Sozialdemokrat bei vielen Streiks und Demonstrationen aktiv. Seine Mutter Ida Amalia Kästner,
geb. Augustin war Dienstmädchen, Näherin
und später Friseurin. Zu ihr hatte er ein sehr
enges Verhältnis. Sie verfolgte ihn heimlich
auf dem Schulweg, um sicher zu sein, dass er
dort heil ankam. Mehr als 30 Jahre lang
schrieben sie sich fast täglich Briefe und Postkarten.
Erich Kästner besuchte in Dresden zunächst
die Volksschule, danach das Freiherrlich von
Fletschersche Lehrerseminar, brach aber die
Ausbildung zum Volksschullehrer nach drei Jahren ab. Einige Details seiner Schulzeit finden sich in seinem Buch "Das fliegende Klassenzimmer"
wieder.
Ab 1917 wurde er zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg einberufen. Durch
die Ausbildung in der Artillerie zog er sich ein schweres Herzleiden zu und
dies machte ihn zum Antimilitaristen. Seinem damaligen Ausbilder Waurich widmete er ein kritisches Gedicht. Nach Ende des Ersten Weltkriegs
absolvierte er das Abitur am König-Georg-Gymnasium in Dresden und
veröffentlichte in der dortigen Schülerzeitung Gedichte. Ab 1919 studierte
Erich Kästner in Leipzig, Rostock und Berlin Germanistik, Geschichte,
Theaterwissenschaften und Philosophie, promovierte 1925 zum Dr. phil.
Während seiner Studienzeit begann er, für die "Neue Leipziger Zeitung" zu
schreiben, ihm wurde aber 1927 nach Veröffentlichung eines erotischen
Gedichts gekündigt. Er siedelte nach Berlin um und war dort am produktivsten. Er schrieb unter einem Pseudonym für mehrere Tageszeitungen
und Zeitschriften über 350 Artikel und veröffentlichte vier Gedichtbände.
1929 erschien sein erstes und bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive", es wurde allein in Deutschland zwei Millionen Mal verkauft und bis
heute in 59 Sprachen übersetzt. 1931 folgte "Pünktchen und Anton" und
1933 "Das fliegende Klassenzimmer". Erich Kästner veröffentlichte in dieser Zeit auch viele satirische und gegenüber der spießbürgerlichen Moralvorstellung, dem Faschismus und Militarismus kritische Werke. Nach der
Machtergreifung der NSDAP emigrierte er für kurze Zeit in die Schweiz,
kehrte jedoch wieder nach Berlin zurück, um seine Mutter nicht alleine zu
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lassen und um Chronist der Ereignisse zu sein. Er wurde in den folgenden
Jahren mehrmals von der Gestapo festgenommen, verhört und wieder
freigelassen, wurde aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen, seine
Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer wurde abgelehnt, was einem
Publizitätsverbot gleichkam. Und dennoch wagte es Erich Kästner als einziger von 24 deutschen Schriftstellern, bei der Bücherverbrennung am 10.
Mai 1933 in Berlin anwesend zu sein, "um dieser theatralischen Frechheit
beizuwohnen" und er hörte, wie Goebbels triumphierend auch seinen Namen rief.
Zum Wehrdienst wurde er aus gesundheitlichen Gründen nicht eingezogen. Jedoch musste er den Tod von drei Freunden und die Zerstörung seiner Wohnung bei einem Bombenangriff erdulden. Trotzdem veröffentlichte
er unter mehreren Pseudonymen sehr erfolgreich weiter, verfasste auch
Nacherzählungen der Legenden um Till Eulenspiegel oder von den Schildbürgern. 1942 schrieb er das Drehbuch zu dem UfA-Film "Münchhausen",
erhielt deshalb Schreibverbot und veröffentlichte im Ausland, vornehmlich
in der Schweiz, weiter.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs zog Erich Kästner nach München. Dort
leitete er das Feuilleton der "Neuen Zeitung" und gab die Kinder- und Jugendzeitschrift "Pinguin" heraus. Außerdem widmete er sich verstärkt dem
literarischen Kabarett, war 1945 Mitbegründer von "Die Schaubude" und
1951 von "Die kleine Freiheit". 1949 erschienen die Kinderbücher
"Konferenz der Tiere" und "Das doppelte Lottchen". Er setzte sich mit seinen nun folgenden Werken mit dem Nationalsozialismus und der Realität
im zerstörten Deutschland auseinander, trat bei Ostermärschen als Redner auf, wandte sich entschieden gegen den Vietnamkrieg und engagierte
sich gegen die Einschränkung der Pressefreiheit, 1952 durch das "Gesetz
über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften" und 1962 gegen die
Durchsuchungen und Verhaftungen während der Spiegel-Affäre.
1951 starb Erich Kästners Mutter, sechs Jahre später sein Vater. 1961 erkrankte Erich Kästner an Ischias und Tuberkulose, weshalb er zwei Aufenthalte in Sanatorien in der Schweiz verbrachte. Erich Kästner blieb zwar
lebenslang unverheiratet, jedoch unterhielt er zwischen 1944 und 1974
eine Lebenspartnerschaft mit der Journalistin Luiselotte Enderle. Er hatte
auch zahlreiche Affären. 1957 wurde Erich Kästners Sohn Thomas geboren, dieser lebt bei seiner Mutter, Friedhilde Siebert in Berlin. Für seinen
Sohn Thomas schrieb er seine letzten beiden Kinderbücher "Der kleine
Mann" und "Der kleine Mann und die Miss".
Erich Kästner war häufig Vorleser seiner eigenen Werke, in Verfilmungen
und Hörspielen war er mehrfach die Erzählerstimme. Er veröffentlichte jedoch immer weniger, wozu auch sein zunehmender Alkoholismus beitrug,
und zog sich ab 1965 literarisch fast ganz zurück.
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1950 erhielt Erich Kästner den Bundesfilmpreis für "Das doppelte Lottchen". 1951 veröffentlichte er das autobiographische Werk "Als ich ein
kleiner Junge war", in dem er seine Kindheit beschrieb und für das er 1957
den Georg-Büchner-Preis erhielt. Von 1951 bis 1962 war Erich Kästner
Präsident des Schriftstellerverbands P.E.N.. Er bekam 1959 das Große
Bundesverdienstkreuz für sein literarisches Lebenswerk. 1960 wurde er
mit der Hans-Christian-Andersen-Medaille des Internationalen Jugendbuch-Kuratoriums gewürdigt, der höchsten internationalen Auszeichnung
für Kinderbuchautoren. Es folgten noch weitere Preise und Auszeichnungen.
Erich Kästner verstarb am 29. Juli 1974 in München an Speiseröhrenkrebs
und wurde in München beigesetzt.
In der damaligen Villa seines Onkels Franz Augustin in Dresden befindet
sich das Erich Kästner Museum. Das mit seiner Genehmigung nach ihm
benannte Erich Kästner Kinderdorf Oberschwarzach bei Schweinfurt bewahrt den Nachlass Erich Kästners, darunter 8200 Bücher aus seiner Privatbibliothek und zahlreiche Gegenstände aus seinem Alltag. In unregelmäßigen Abständen verleiht die Erich Kästner Gesellschaft, eine literarische Gesellschaft, die 1975 von mehreren Schriftstellern und Literaturfreunden gegründet wurde, einen mit 5.000 Euro dotierten Erich Kästner
Preis für Literatur an deutschsprachige Schriftsteller, die im Sinne von
Erich Kästner herausragende schriftstellerische Werke mit zeitkritischen
Zügen veröffentlicht haben.
Erich Kästner ist durch sein doppeltes Talent berühmt geworden. Den Kindern erzählte er spannende Geschichten, von Abenteuern, Übermut und
Gefühl. Für die Erwachsenen schrieb er mit Ironie, Satire, Galgenhumor
und Nüchternheit.
Arm ist nur, wer ganz vergißt,
welchen Reichtum das Gefühl verspricht.
Keiner blickt dir hinter das Gesicht.
Keiner weiß, wie reich du bist...
(Und du weißt es manchmal
selber nicht.)
(aus: Doktor Erich Kästners
Lyrische Hausapotheke)
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Gemeindebrief-Jubiläum
Es ist tatsächlich der 100. Neidlinger Gemeindebrief, den Sie heute
in den Händen halten. Und wir sind dankbar und stolz, dass es ihn
nun schon so lange gibt und weiterhin geben wird. Denn unser Redaktionsteam ist gewachsen und wir arbeiten in alter und junger Frische an den Ausgaben, die fünf Mal im Jahr herausgegeben werden. Etwas Besonderes, das wir heute noch nicht verraten, haben
wir uns allerdings für die 104. Ausgaben ausgedacht. Und wenn Sie
sich jetzt fragen, warum das so ist: das verraten wir ihnen gerne. Die
104. Ausgabe ist gleichzeitig die 25. gemeinsame mit Hepsisau. Es
wird der Adventsgemeindebrief sein und wir freuen uns heute schon
darauf. Gleichzeitig möchten wir Sie nochmals daran erinnern, dass
wir uns über Anregungen, neue Ideen und konstruktive Kritik immer
freuen. Also: trauen Sie sich ruhig, wenn Sie uns etwas zu unserem
Gemeindebrief sagen möchten. Herzliche danke ich allen, die im
Redaktionsteam mitarbeiten. Es ist so schön, in einer Gruppe zu arbeiten, gemeinsam zu planen und Ideen zu entwickeln.
Ich freue mich auf weitere Ausgaben und vor allem auf unsere Jubiläumsausgabe im Dezember 2015. Ihre und Eure Ute Stolz
Wir sind gerne für Sie da!
…in Hepsisau:
Pfarramt: Pfarrerin Ute Stolz
Tel.: 67 74
Pfarramtssekretärin: Elisabeth Filip,
Tel.: 67 74
Mi, Do 09:00 - 11:00 Uhr, pfarramt.hepsisau@elkw.de
Kirchenpflegerin: Manuela Peters,
Tel.: 749690
Mesnerin: Annemarie Schultheiss
Tel.: 86 95
…und in Neidlingen:
Pfarramt: Pfarrerin Ute Stolz
Pfarramtssekretärin: Beate Mutschler,
Di 14:30 - 17:00 Uhr, Do 09:00 - 11:30 Uhr,
Pfarramt.Neidlingen@elkw.de
Kirchenpflegerin: Irene Linsenmayer,
ab 01. März: Manuela Peters,
Hausmeisterin der Pfarrscheuer: Heidi Pascucci
(am besten zu erreichen von 9:00 - 11:00 Uhr
und von 18:00 - 19:00 Uhr)
Mesner/in: Wolfgang Buck
Rose Kirchner
Ernst Ruoss
14
Tel.: 67 74
Tel.: 90 93 50
Tel.: 84 69
Tel.: 749690
Tel.: 74 98 81
Tel.: 94 20 48
Tel.: 84 38
Tel.: 41 56
Freud und Leid in den Gemeinden
Taufen in Neidlingen
14. Dezember 2014 Emma Maria Hägele, Tochter von
Armin Hägele und Elfriede, geb. Kuch
Taufen in Hepsisau
25. Januar 2015
Carla Ina Rohde, Tochter von Tobias
Rohde und Silke Prengel aus
Dettingen
Mara Baumann, Tochter von Jens
Baumann und Janine Dreizler aus
Schlierbach
Bestattungen und Trauerfeiern:
22.11.2014
Paul Grätz, 92 Jahre
Neidlingen
20.12.2014
Lydia Nägele, geb. Ruoß, 98 Jahre,
Neidlingen
27.12.2014
Anneliese Wild, geb. Gienger, 82 Jahre
Neidlingen
29.12.2014
Anna Hitzer, geb. Autenrieth, 90 Jahre
Neidlingen
10.01.2015
Petra Däschler, geb. Ruml, 53 Jahre
Neidlingen
31.01.2015
Berthold Hummel, 75 Jahre,
Neidlingen
Impressum:
An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet:
Die Konfis aus Hepsisau und Neidlingen - Elisabeth Filip - Bettina Kuch Beate Mutschler - Ute Stolz - Andrea Wilde - Simon Wilde - Uli Zaiser
Presserechtlich verantwortlich:
Pfarrerin Ute Stolz, Tel.: 07023 - 67 74
Hauptstr. 53, 73235 Weilheim-Hepsisau
15
16
17
Termine in Hepsisau
Sonntag,
15. Februar 2015
Estomihi
9:20 Uhr
Gottesdienst zur
Predigtreihe
(Pfarrer Ulrich Müller;
Pflichtopfer Diakonie)
18:00 Uhr Distriktveranstaltung
in der Hepsisauer
Sonntag,
Kirche mit Revital
Herzog „Jüdischer Witz 10:30 Uhr
trifft arabischen Humor ist das noch möglich?“
der Eintritt ist frei, um
Spenden wird gebeten. Sonntag,
ab 19:30 Uhr
in der alten Schule in
Ochsenwang mit anschließendem gemütlichen Beisammensein
und landestypischem
Essen
8. März 2015
Okuli
Gottesdienst zur Predigtreihe (Pfarrer Paul
Bosler; Opfer: eigene
Gemeinde)
15. März 2015
Lätare
Sonntag, 22. Februar 2015
9:20 Uhr
Festgottesdienst zur
Invokavit
Konfirmation mit Konfir10:30 Uhr gemeinsamer Familienmandenabendmahl
gottesdienst
unter Mitwirkung des
zum Abschluss der
Kirchenchors
Theatertage
(Pfarrerin Ute Stolz;
(Pfarrerin Ute Stolz;
Opfer: Missionsprojekt
Opfer: Jugendarbeit)
und diakonische
Bezirksstelle)
Sonntag, 1. März 2015
Sonntag, 22. März 2015
Reminiszere
Judika
10.30 Uhr Einladung zum gemein- 10:30 Uhr Gottesdienst (Pfarrer
samen Gottesdienst
i.R. Walter Veil;
zur Jahreslosung in die
Opfer: Studienhilfe)
Neidlinger Kirche
Mittwoch, 25. März 2015
Freitag,
6. März 2015
17:00 Uhr Konfirmanden—
Weltgebetstag der
Anmeldung für 2016
Frauen
im Pfarrhaus in
Frauen aller KonfessioHepsisau
nen laden ein nach der Sonntag, 29. März 2015
Liturgie von den BahaPalmarum
mas mit dem Titel:
9:20 Uhr
Gottesdienst
Begreift ihr meine
(Dekan i.R. Ellinger;
Liebe? Frauen aus
Opfer: eigene
Neidlingen, Hepsisau
Gemeinde)
und Ochsenwang feiern
18
Termine in Neidlingen
Sonntag,
10:30 Uhr
15. Februar
Gottesdienst (Pfarrer
Müller; Opfer:
Pflichtopfer Diakonie)
18:00 Uhr Einladung nach
Hepsisau in die Kirche
zu einer Distriktveranstal-tung mit
Revital Herzog
„Jüdischer Witz trifft
arabischen Humor - ist
das noch möglich?“
Der Eintritt ist frei, um
Spenden wird gebeten.
Donnerstag, 9. Februar
bis
Samstag,
21. Februar
Donnerstag + Freitag
Theatertage in der
Pfarrscheuer, Samstag
in der Kirche in
Hepsisau
Sonntag,
22. Februar
kein Gottesdienst in
Neidlingen
10:30 Uhr Gemeinsamer Gottesdienst in Hepsisau zum
Abschluss der Theatertage (Pfarrerin Stolz;
Opfer: Jugendarbeit)
17:30 Uhr Sonntagstreff in der
Pfarrscheuer
Dienstag,
24. Februar
14:30 Uhr Altennachmittag in der
Pfarrscheuer
Sonntag,
1. März
10:30 Uhr Gottesdienst zur Jahreslosung für beide
Gemeinden in Neidlingen mit dem
Posaunenchor
(Pfarrerin Stolz;
Opfer: Posaunenchor)
Dienstag,
3. März
09:15 Uhr Frauenfrühstück in der
Pfarrscheuer "Dankbar
lebt sich's leichter“ mit
Marianne Stapfer aus
Bad Liebenzell
Donnerstag, 5. März
20:00 Uhr Gemeinsame Kirchengemeinderatssitzung in
Neidlingen
Freitag,
6. März
19:00 Uhr Weltgebetstag der
Frauen in Ochsenwang
Sonntag,
8. März
09:20 Uhr Gottesdienst mit dem
Kirchenchor (Pfarrer
Bosler; Opfer:
eigene Gemeinde)
Sonntag,
15. März
10:30 Uhr Gottesdienst (Pfarrer
i.R. Veil; Opfer:
Studienhilfe)
Samstag,
21. März
19:00 Uhr KonfirmandenAbendmahl (Pfarrerin
Stolz; Opfer: eigene
Gemeinde)
Sonntag,
22. März
9:20 Uhr
Gottesdienst zur
Konfirmation mit dem
Posaunenchor;
(Pfarrerin Stolz; Opfer:
Missionsprojekt und
diakonische Bezirksstelle)
Mittwoch,
25. März
18:00 Uhr Konfirmandenanmeldung in der
Pfarrscheuer
19
Termine in Neidlingen
Donnerstag, 26. März
20:00 Uhr Frauenkreis in der
Pfarrscheuer „Rätsel unseres Alltags“
Sonntag, 29. März
10:30 Uhr Gottesdienst (Dekan
i.R. Ellinger; Opfer: eigene Gemeinde)
17:30 Uhr; Sonntagstreff in der
Pfarrscheuer
Anmeldung zu den Konfinachmittagen
und zur Konfirmation 2016
Die diesjährige Anmeldung haben wir vorverlegt auf den 25. März
2015.
In Hepsisau treffen wir uns um 17:00Uhr im Gemeindesaal des
Pfarrhauses und in Neidlingen um 19:00 Uhr in der Pfarrscheuer.
Alle Mädchen und Jungen, die in der 7. Klasse sind, laden wir dazu
mit ihren Eltern herzlich ein. Und wir freuen uns, wenn ihr dann
schon mit uns Ostern feiert, das wichtigste christliche Fest, an dem
es in unseren Gemeinden besonders schöne Gottesdienste gibt,
zum Beispiel den Osterfrühgottesdienst am Ostersonntag auf dem
Friedhof in Hepsisau. Wer schon einmal die Morgendämmerung so
erlebt hat und anschließend beim Osterfrühstück in der Gemeindehalle dabei war, der weiß, was für ein schönes und freudiges Gefühl
es ist, zusammen Ostern zu feiern.
Ich bin gespannt, wer alles in die Konfi-Gruppen kommt und freue
mich darauf, euch kennen zu lernen oder wieder zu sehen. Viele
Grüße von eurer Ute Stolz
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Theaternachmittage für Kinder der Klassen 3 bis 6
aus Hepsisau und Neidlingen
„Hau ab! Du darfst hier nicht mitspielen!!“
Außenseiter sein, nicht mitmachen dürfen,
das kommt schon in der Bibel vor.
Mit dem Zöllner Zachäus will auch niemand etwas zu tun haben.
Nur Jesus ist anders, er freundet sich mit Zachäus an, er besucht ihn zuhause.
Und wie ist das heute? Wo gibt es Außenseiter, die nicht mitspielen oder
mitmachen dürfen? Wie geht es ihnen? Wie fühlen sie sich? Und wie können wir daran etwas ändern?
Bei den Theaternachmittagen spielen wir die Geschichte des Zachäus damals und heute.Wie würde Zachäus heute aussehen da seid ihr gefragt und eure Ideen………….
Sich eine Geschichte zusammen mit anderen auszudenken und in interessante Rollen zu schlüpfen, das macht viel Freude. Und das werden wir bei
unseren Theatertagen tun!
Diese neue Geschichte führen wir dann gemeinsam im Gottesdienst auf.
Termine sind: Donnerstag 19.02. bis Samstag 21.02. von 14.00 bis 17.00
Uhr, mit einer Pause zum Essen und Trinken.
Ort:
Donnerstag und Freitag – Pfarrscheuer in Neidlingen
Samstag – Kirche in Hepsisau
Aufführung:
Sonntag 22.02. beim Familiengottesdienst um 10:30 Uhr in der Kirche in
Hepsisau
Wenn ihr also in den Faschingsferien Lust auf etwas Neues und Besonderes habt, dann meldet euch an unter Tel.: 6774 oder 909 350.
Ihr könnt (oder eure Eltern) auch eine e-mail schreiben an
Ute.Stolz@elkw.de, pfarramt.hepsisau@elkw.de oder an
Beate.Mutschler@elkw.de.
Das ist wichtig, damit wir planen können. Die Kinder aus Hepsisau
werden am Donnerstag und Freitag heimgefahren, die Kinder aus
Neidlingen am Samstag.
Wir freuen uns auf euch und die Zeit, die wir zusammen verbringen
werden!!!
Leitung: Sabine Speidel, Theaterpädagogin und Diakonin
Mitarbeit: Pfarrerin Ute Stolz
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Kinderseite
Ein Fall für Detektiv Markus
Markus kam von der Schule nach Hause. Das Mittagessen war schon
fast fertig, der Tisch war gedeckt. Doch seine Mutter war sehr aufgeregt und gereizt. "Ist etwas passiert, Mama? Was ist denn los?" fragte er sie vorsichtig. "So ein Mist", polterte sie drauf los, "ich finde
meinen Geldbeutel nicht mehr! Im Einkaufen hatte ich ihn noch, aber
jetzt ist er verschwunden. Hoffentlich habe ich ihn nicht irgendwo liegen gelassen oder verloren. Was das für ein Heckmeck wäre!" Markus
schaute sie fragend an. "Was ist ein Heckmeck?" Das klang doch ganz
lustig. Doch seine Mutter erklärte ihm, dass sie jetzt ihre Scheckkarte sperren lassen müsste, damit kein Fremder Geld vom Konto abheben
könnte. Außerdem müsste sie Personalausweis, Führerschein und Fahrzeugpapiere neu beantragen und ausstellen lassen. Und das Geld, das
im Geldbeutel war, wäre wahrscheinlich auch futsch. Das klang nun
wirklich nicht lustig.
Da erhellte sich Markus' Gesicht. Er wollte Polizist werden und das
war sein erster Fall. "Mama, jetzt beruhige dich mal, ich werde die Ermittlungen in diesem Fall aufnehmen." Er stürmte in sein Zimmer und
holte seine Detektivausrüstung. "Ich muss jetzt erst mal alle Spuren
sichern und dann brauche ich noch deine Fingerabdrücke." Wenn seine
Mutter nicht so nervös und gereizt gewesen wäre, hätte sie da schon
lachen können. Doch sie atmete tief durch und sagte gefasst:
"Spurensicherung bringt in dem Fall gar nichts. Du wirst nur meine Reifenspuren, nur meine Fußspuren und nur meine Fingerabdrücke finden."
Markus überlegte. Stimmt, da hatte Mama ganz recht. In diesem Fall
müsste er anders vorgehen. Er holte seine Lupe hervor und begann, die
Wohnung damit abzusuchen. "Keine Sorge, Mama, ich bin deinem Geldbeutel auf der Spur", beruhigte er sie. "Meine Haare und meine DNA
brauchst du in diesem Fall auch nicht zu suchen. Eigentlich musst du
mir nur helfen, meinen Geldbeutel zu suchen." Man hatte es mit Mama
wirklich nicht leicht als Detektiv. Aber sie hatte wieder mal recht, erkannte Markus.
Deshalb holte er jetzt seine Taschenlampe und suchte damit die Wohnung ab. "Ich weiß, Mama, es ist hellichter Tag. Aber aus meiner bishe22
Kinderseite
rigen Erfahrung als Detektiv weiß ich, dass das Auge zuviel von Umherliegendem wahrnimmt. Und mit der Taschenlampe ist das Auge nur auf
den Lichtstrahl gerichtet" erklärte Markus sein Handeln als fachlich
begründet. Auf diese Ansage musste seine Mutter erst mal den Raum
verlassen und abermals tief durchatmen. Sie wusste nicht, ob sie jetzt
lachen oder schreien sollte. Und so ließ sie ihren angehenden Detektiv
weiter seine Arbeit machen.
Markus hatte nun die Suche mit der Taschenlampe ohne Ergebnis beendet. Er überlegte krampfhaft, was ein richtiger Detektiv jetzt tun
würde. "Mama, ich muss meine Ermittlungen anders angehen", erklärte
er ernst, "der Fall ist sehr knifflig. Am besten ist es, ich durchwühle
jetzt alles nach dem Geldbeutel." Seine Mutter war entsetzt: "Nein,
bloß nicht, du machst mir nur eine Unordnung, die ich wieder aufräumen muss!" "Ganz im Gegenteil, Mama. Man MUSS erst eine richtige
Unordnung machen. Beim Aufräumen findet sich dann dein Geldbeutel
von selbst." Doch seine Mutter war dagegen. "Lass dir was anderes einfallen", sagte sie bestimmt und schon sehr sauer.
Markus setzte sich seufzend auf das Sofa. Man hatte es wirklich nicht
leicht mit solchen Zeugen. ... Das war die Idee! Er musste erst mal Mama als Zeugen befragen. "Mama, du musst jetzt eine Zeugenaussage
machen. Ich muss herausfinden, was alles passiert ist, bevor du gemerkt hast, dass dein Geldbeutel fehlt. Wie nennt man das doch
gleich?" Seine Mutter konnte sich vor Ungeduld kaum noch beherrschen. Doch sie nahm sich zusammen und sagte aus: "Ich glaube, das
nennt man 'den Tathergang rekonstruieren'. Ich bin vom Auto ausgestiegen, habe die Einkäufe aus dem Kofferraum geholt und sie nach
oben getragen." Also ging sie mit Markus zum Auto, dort war kein
Geldbeutel, im Kofferraum und im Treppenhaus auch nicht. "Dann habe
ich die einen Einkäufe zum Kochen bereitgelegt und die anderen in die
Vorratskammer geräumt", erzählte sie weiter. Doch auch am Herd und
in der Vorratskammer war kein Geldbeutel zu finden. "Ach ja, und ich
habe dir deinen Lieblingsjoghurt gekauft." Markus öffnete den Kühlschrank. Neben seinem Joghurt lag Mama's Geldbeutel! Detektiv Markus hat seinen ersten Fall gelöst!
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Wenn Sie hier
etwas suchen,
etwas verschenken möchten,
auf irgend etwas hinweisen möchten,
schicken Sie einfach bis spätestens
01.03.15 ein Mail an
Pfarramt.Neidlingen@elkw.de
oder pfarramt.hepsisau@elkw.de
oder auch in die Briefkästen der Pfarrämter
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