close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ehemaligen-Bote 2014 - vlf

EinbettenHerunterladen
Mitteilungsblatt des Vereins Landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis e.V.
Nummer 60
Tettnang, im Dezember 2014
Zum Jahreswechsel 2014/2015
Bald ist Weihnachten und der Jahreswechsel steht bevor. Was hat
das zu Ende gehende Jahr gebracht und was kommt im neuen Jahr
auf uns zu?
Die Kommunen sind auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für die stark steigende Zahl von Flüchtlingen. Menschen aus
dem Nahen Osten und aus Afrika fliehen vor Terrorakten und barbarischer Gewalt des „Islamischen Staats“. Auch die Überwindung
des Kalten Kriegs hat einen empfindlichen Rückschlag erlitten mit
der Annexion der Schwarzmeerinsel Krim durch Russland. Wir
EU-Bürger machen die traurige Erfahrung, dass im 21. Jahrhundert Friede in Fern und Nah keine Selbstverständlichkeit ist, sondern unermüdlichen Einsatz aller verlangt.
Das von Russland verhängte Einfuhrverbot für Lebensmittel aus
der Europäischen Union trifft die Landwirtschaft im Bodenseekreis indirekt. Anbaugebiete in der EU, die in der Vergangenheit
den russischen Markt beliefert haben, versuchen nun ihre Erzeugnisse im EU-Binnenmarkt unterzubringen. Diese Absatzmengen
belasten den reichlich versorgten europäischen Markt zusätzlich.
Nach Jahren knapp versorgter Weltmärkte hat die weltweit gute
Ernte 2014 einen Abschwung auf den Weltagrarmärkten eingeleitet. Der Agrarrohstoffindex ist daher auf den niedrigsten Stand seit
August 2010 gefallen. Die Freude der Bauern über eine gute Ernte
wird durch einen drastischen Verfall der Erzeugerpreise getrübt.
Anders als im Vorjahr zeigte sich das Wetter meist von seiner besten
Seite. Dank eines milden Winters und eines warmen und sonnigen
Frühjahrs entwickelten sich die Kulturen gut und verzeichneten bei
Blühbeginn einen Vorsprung von 17 Tagen. Nach einer Hitzephase
in der ersten Juni-Dekade herrschte in den Böden Wassermangel.
Im Juli wechselten Erntewetter und Unwetter einander ab und der
Krankheitsdruck stieg an. Ein kühl-feuchter August verursachte
vor allem in höheren Lagen Ernteverzögerungen und sinkende Getreidequalitäten, wohingegen Stein- und Kernobst, Hopfen, Gras,
Mais und Kartoffeln meist gut gedeihen konnten.
Die weltweit gute Ernte hat nicht nur die Vorratslager wieder aufgefüllt, sondern sie hat die Agrarpreise unter Druck gesetzt. Brotweizenpreise von 16,70 € stehen stellvertretend für diese Entwicklung.
Denn der Getreidepreis gilt als wichtiger Eckpreis, von dem andere
Agrarpreise in ihrer Entwicklung abhängen. Schlachtschweinepreise unter 1,43 €, Ferkelpreise von 33 € je Tier kennzeichnen die
schwierige Lage in den Veredlungsbetrieben. Schlachtkuhpreise
von 2,39 € je kg Schlachtgewicht sind Folgen des Milchüberhangs
und der im letzten Jahr der Milchquotenregelung zu erwartenden
Superabgabe. Ähnlich die Lage auf den Obstmärkten: Tafeläpfelpreise von durchschnittlich 35 Cent je kg decken die Erzeugungskosten nicht. Die Lage bei Erdbeeren, ­K irschen und Zwetschgen
53. Jahrgang
war ebenfalls von einem Überangebot und anhaltendem Preisdruck geprägt. Allein der Hopfenmarkt stand für eine Ausnahme,
hier trafen eine überdurchschnittliche Ernte und überdurchschnittliche Preise zusammen.
Im Jahr 2015 fällt zum 01. April die Milchquotenregelung weg.
Milcherzeuger können somit ihre Produktion je nach Marktlage
von Angebot, Nachfrage und Milchpreis anpassen. Bereits seit
dem Jahr 2007 bestimmt die Lage auf dem Weltmilchmarkt das
Preisgeschehen für die Milchbauern im Bodenseeraum. Seither
sind sehr regelmäßige, zyklische Preisschwankungen, bekannt
vom sogenannten Schweinezyklus zu beobachten. Milchvieh­
halter können hierbei von den Schweinehaltern lernen, mit diesen
Schwankungen umzugehen. Die rückläufige Entwicklung des
Milchpreises könnte den Ausstieg aus der Milchquotenregelung
erschweren.
Die Agrarpolitik steht zum Jahreswechsel vor einem grundlegenden Systemwechsel, von dem die Landwirte im Bodenseekreis profitieren können. Die Umverteilung der Fördermittel zu Lasten von
Großbetrieben hat bereits im vergangenen Jahr zu einer verstärkten
Förderung bäuerlicher Strukturen geführt. Im Jahr 2015 werden
30 % der Direktzahlungen erstmals an die Erfüllung der Umweltauflagen des sogenannten greening gekoppelt. Ab 2015 müssen
Betriebe ab 15 ha Ackerfläche 5 % ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche ausweisen. Die Bundesrepublik hat alle von
der EU-Kommission vorgeschlagenen Möglichkeiten, ökologische
Vorrangflächen anzurechnen, übernommen. Landwirte haben
somit die Möglichkeit, Zwischenfruchtanbau, Eiweißpflanzenanbau, Randstreifen usw. in Ansatz zu bringen. Für die landwirtschaftlichen Unternehmer und die Landwirtschaftsverwaltung
wird die Einführung der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik eine
Herausforderung, die es gemeinsam zu bewältigen gilt.
Neu ist auch die Möglichkeit die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe mit EU-Fördergeldern zu unterstützen. Davon wird das Land
Baden-Württemberg Gebrauch machen. Hierzu hat das Ministerium für Verbraucherschutz und ländlichen Raum einen Katalog
von Beratungsmodulen erarbeiten lassen, der insbesondere in den
Beratungsdiensten zum Einsatz kommen soll.
Zum Jahreswechsel wünschen wir Ihnen, liebe Mitglieder, Leser
und Inserenten, eine besinnliche Weihnachtszeit, ein gesegnetes
und friedliches Jahr 2015, ein gedeihliches Miteinander in Familie
und Verwandtschaft, gute Beziehungen in der Nachbarschaft und
im Berufsstand sowie Erfolg in Ihren Betrieben. Wir denken besonders an die Menschen, die von Krisen, welcher Art auch immer
betroffen sind.
Werner Kienzle
Anton Müller
Dr. Hermann Gabele
GeschäftsführerVorsitzender Amtsleiter
Inhaltsverzeichnis
  3
  6
Jahresrückblick 2014
Personalveränderungen im
Landwirtschaftsamt im Jahr 2014
  6 Regionaler Kompensationspool
Bodensee-Oberschwaben, ReKo
  7 Einladung zur Mitgliederversammlung
  8 Wir erinnern uns ...
  8 Der neue Verein – erneuert sich weiter
  9 „Barbarische Hordenbanden“
10 Hurra geschafft!!
11 Losgesprochen – Aus der Verantwortung entlassen
12 Aus- und Weiterbildung im Jahr 2014
14 Fachliches aus Obstbau,
Milchviehhaltung und Energienutzung
15 Moin! Schön, dat du dor bist!
20 Vergleichende Betrachtung zur Entwicklung
der Sortenstrukturen in den Hopfenanbaugebieten
Tettnang und Hallertau
22 Alle Lehrfahrten des VLF e.V. seit 1928
24 Gläserne Produktion im Bodenseekreis
lockte viele Besucher an
25 Neues zur Priorisierung im AFP
26 „Es grünt so grün …“ – „ Greening“
als neue Vorgabe für die Direktzahlungen ab 2015
28 Jahresübersicht 2014 – VLF Bodenseekreis e.V.
29 Veranstaltungs-Kalender 2015
32 Telefonverzeichnis Landwirtschaftsamt
34 Getreide in der Küche –
vielseitig kombinierbar mit Gemüse, Fleisch und Obst
36 Erfolgreich Füttern
37 Informationen zum Lernort Bauernhof im Bodenseekreis
38 Die Obstregion hat eine neue Königin
39 Auf dem Weg zum Pachtprofi …
42 Neuere gesetzliche Regelungen im Pflanzenschutz
43 Rückblick zum Unternehmerinnenseminar
„Meine Gästeunterkünfte – professionell geführt“
45Sonne-Regen-Sommer-Lehrfahrt
51 Modernes Internetportal der Landwirtschaft
informiert Einheimische wie Feriengäste über die Produkte und Dienstleistungen am Bodensee.
53 Fachtagung für Milchviehhalter in Amtzell
55 Futteruntersuchungsergebnisse des Jahres 2014
58 Messe Frucht- und Agrarwelt 21.-23.02.2014
59 Die Landwirtschaft im Internet
Der Ehemaligen-Bote erscheint jährlich im Monat Dezember
Herausgeber: Verein Landwirtschaftlicher
Fachbildung Bodenseekreis e.V.
und Landwirtschaftsamt
im Landratsamt Bodenseekreis
Albrechtstraße 77, 88045 Friedrichshafen
Verantwortlich für Gestaltung und Inhalt:
Werner Kienzle, VLF-Geschäftsführer
Fotos: Werner Kienzle (wenn nicht anders angegeben)
Satz und Druck: Bodensee Medienzentrum, Tettnang
www.bodensee-medienzentrum.de
Bauen mit
Förderung
Ihr Partner in
S h AFP!
Sachen
)DPLOLH
%HWULHE
,QYHVWLWLRQ
)LQDQ]LHUXQJJ
.RVWHQNRQWUROOH
3DUWQHU $JUL&RQFHSW
3DUWQHU$JUL&RQFHSW
J
S
3
3
3
3
3
3
$JUL&RQFHSW
J
%HUDWXQJVJHVPE+
%
%HUDWXQJVJHV
W
PE+
E+
)D[
)D[
LQIR#DJULFRQFHSW
LQIR#DJULFRQFHSWGH
I #
GH
Ehemaligen Bote 20143
Jahresrückblick 2014
– Werner Kienzle –
Wenn Sie diesen Ehemaligen – Bote in Händen halten, so ist dies
das 60. Heft seit seinem erstmaligen Erscheinen im Jahre 1960.
Wer jetzt rechnet wird feststellen, dass wir dann ja bereits im Jahre
2020 sein müssten. Um der Utopie Einhalt zu gebieten, lohnt ein
Blick auf den Jahrgang. Dies ist nämlich der 53. Und damit stimmt
die Rechnung wieder. In den Jahren 1961 – 1966 gab es Mitte und
Endes des Jahres je zwei Ausgaben dieses Heftes und im Jahre
2002 zugunsten der im März 2003 erschienenen Festschrift keine
Ausgabe. 2003 erschienen zwei Ausgaben mit fortlaufender Nummer aber dem gleichen Jahrgang (März und Dezember). Eigentlich
stellt dieses 60. Heft ein kleines Jubiläum dar, ist es doch wie all
die anderen Hefte zu einem festen Bestandteil unseres Vereines in
Tettnang, später Überlingen und aktuell Bodenseekreis geworden.
Da aber im kommenden Jahr 2015 einige wesentliche Änderungen eintreten, die auch die Herausgabe dieses Heftes beeinflussen,
wollen wir darauf verzichten.
In diesem Jahr hat unser Verein seine Aufgabe der berufsbezogenen Weiterbildung in mehrfacher Hinsicht wahrgenommen.
7 Rundschreiben dienten dazu, alle Mitglieder auf dem Laufenden
zu halten, sie über Aktuelles zu informieren und aus dem großen
Feld von neuen Vorschriften, Änderungen und Fristen das Wesentliche für Sie herauszupicken. Unser Dank gilt an dieser Stelle
all denjenigen Mitgliedern, die uns durch ihre Mitteilung zur Verminderung der Post in den gleichen Haushalt viel Arbeit und auch
Kosten erspart haben, ohne den Informationsfluss zu unterbrechen
(derzeit ca. 130 Zusendungen weniger!).
Die Schulungstagung an der Schwäbischen Bauernschule in Bad
Waldsee Anfang Januar zum Thema „Die Energiewende – wie
kann sie gelingen?“ war von unseren Mitgliedern wieder gut besucht.
Neuwahlen mussten bei der Mitgliederversammlung erneut durchgeführt werden, um allen Vorschriften im Rahmen der Verschmelzung der Vereine Tettnang und Überlingen zu genügen. Damit war
dieser Vorgang aber endgültig abgeschlossen und die wenigen Veränderungen, die sich bei dieser Wahl ergaben, finden hier Seite 8.
Wenn auch nicht als Veranstalter aber mit sehr guter Beteiligung
der angesprochenen Betriebe war die Fachtagung der Milchviehhalter in Amtzell. Überhaupt zeigt sich ein stärkeres Interesse der
Ämter und Vereine Ravensburg und Bodenseekreis an gemeinsamen Veranstaltungen, derer wir bereits verschiedene durchführten
(z.B. Hofübergabe, Agrarpolitik, Tierkomfort und ReKo).
Die Beteiligung an der Fachmesse Agrar- und Fruchtwelt mit
einem eigenen Stand brachte das Gespräch mit den Mitgliedern,
diente der Mitgliederwerbung (erfolgreich) und brachte Kontakte mit auswärtigen Vereinen (z.B. mit dem Verein in Imst/Tirol).
Zwei Podiumsdiskussionen (Vom Korn zum Brot, Berufsausbil-
dung) und eine Vortragsreihe rundeten das Angebot unseres Amtes
und Vereines bei dieser Messe ab.
Mit der Abgabe des Tätigkeitsberichts an den Landesbezirksverband für das Jahr 2013 zeigte sich, in welchem Umfang Veranstaltungen angeboten und von den Mitgliedern angenommen werden.
19 Veranstaltungen mit ca. 1.100 Teilnehmern plus 32 Veranstaltungen der Hauswirtschaft mit ca. 500 Teilnehmern plus 4 Lehrfahrten mit 182 Teilnehmern plus 2 gesellige Veranstaltungen mit
ca. 430 Teilnehmern, eine Bilanz im Jahr 2013, die sich in 2014 so
ähnlich ergeben wird.
Zwei Punkte aus diesem vielfältigen Programm möchte ich besonders erwähnen. Das ist zum einen das Unternehmerinnenseminar
„Wie ‚frau‘ mit kreativen Geschäftsideen zum Erfolg kommt“, das
einen Zulauf erfuhr, der ein zweites Seminar ermöglicht hätte. Aus
Zuschuss-Gründen war das leider nicht möglich. Nur mit Hilfe des
Vereins, der das Seminar vorfinanziert, ist es möglich, ein solches
anzubieten und die dafür gewährten Zuschüsse in den Bodenseekreis zu holen. Zum anderen ist da das Erntedankfest im Oktober
im Sennhof in Heiligenberg, das jedes Jahr einen ungebrochenen
Zulauf = voller Saal erfährt und dieses Jahr mit dem „Bodasee
Schwob“ Frieder Hahn aus Tettnang einen unterhaltenden Höhepunkt auswies.
Die Zahl der Lehrfahrten wurde reduziert. Mit Schleswig-Holstein
im Frühjahr hatte man die Möglichkeit, das Land zwischen den
Meeren von Hamburg und Kiel aus kennenzulernen. 48 Teilnehmer
nutzten diese Gelegenheit. Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und die Zugspitze waren die Ziele bei der Sommerlehrfahrt, die
von 70 Teilnehmern wahrgenommen wurde. Die typische Landwirtschaft in den einzelnen Regionen zu erfahren, wurde durch
verschiedene Betriebsführungen ermöglicht. Entfallen sind dieses
Jahr die zweite Sommerlehrfahrt und die Tagesfahrt. Letztere wird
nur noch alle zwei Jahre, also wieder in 2015 durchgeführt. In zwei
Nachtreffen zu diesen Fahrten wurden die Erlebnisse vertieft.
Eine Führung durch den Ort Hagnau am Bodensee musste mangels
Interesse leider abgesagt werden. Dagegen fand der Aktionstag
In aller Welt dem Pflanzer verbunden.
Offen sein für Neues – so lautet unsere Devise. Gleichzeitig besitzen die traditionellen
Werte wie Qualität und Zuverlässigkeit für uns immer Gültigkeit. Mit Service und Beratung
wollen wir unseren Partnern noch ein Stück näher sein. Der richtige Nährboden für
gemeinsamen Erfolg.
Auhofstrasse 18 | D-84048 Mainburg, Germany
Tel +49 (0) 8751-8605-0 | Fax +49 (0) 8751-8605-80
E-Mail info@hopsteiner.de
www.hopsteiner.de
USA | Germany | England | China
4
Ehemaligen Bote 2014
fahren Sie bei der Mitgliederversammlung, die wir am Montag,
23. Februar 2015 im Gasthaus „Post“ in Oberteuringen durchführen. Programm nachfolgend im Heft, Seite 7.
Damit sind wir beim Ausblick auf das Jahr 2015, dem ersten Jahr
der Agrarreform. Aus MEKA wird FAKT, das Grenning kommt,
das Grünlandumbruchverbot geht ins letzte Jahr nach der BadenWürttemberg-Regelung, wird aber durch EU-Recht ersetzt. FIONA zur Antragstellung wird für alle Betriebe, die sich beteiligen,
zwingend, Sachkundenachweis usw.. Da tut ein bisschen Entspannung gut, z.B. bei der Frühjahrslehrfahrt auf die Insel Madeira
(schon ausgebucht). Ein Ziel für die Sommerlehrfahrt im August
und die Tageslehrfahrt Ende November steht noch nicht fest. Näheres dazu in den jeweiligen Rundschreiben und auf der Homepage
www.vlf-bodenseekreis.de.
„Frühstück auf dem Bauernhof“ vor allem im westlichen Teil des
Bodenseekreises starken Zuspruch. 15 Betriebe aus unserem Vereinsgebiet beteiligten sich. Die ganze Breite des Vereinsgeschehens
durfte ich als Geschäftsführer bei dem Besuch aller Verbandstage
bis nach Rendsburg erleben. Mitgliederversammlung unseres Vereins, Delegiertenversammlung des Landesbezirksverbandes in
Sigmaringen-Laiz, des Landesverbandes in Ravensburg und des
Bundesverbandes in Rendsburg zeigten auf, wie breit der VLF aufgestellt ist mit seinen ca. 220.000 Mitgliedern in 13 Bundesländern
(ohne Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern).
Verschiedene Einladungen zu Veranstaltungen anderer Vereine,
Firmen oder Kommunen, z.B. Kreisbauernverband Tettnang,
Baden-Württembergischer Grünlandtag im Ortenaukreis, Messe
Tier & Technik in St. Gallen, Tettnanger Hopfen – Wandertag,
VLF Sigmaringen zum Erntedankfest u.a. wurden teilweise wahrgenommen.
Die Gläserne Produktion in Obersiggingen auf den Betrieben Biolandhof Steidle, Mosterei Kopp und Forstunternehmen Jäger, auf
dem sich auch unser Stand befand, wurde nach regnerischem Anfang und einem immer schöner werdenden Tag zum Erfolg.
Mit nur drei Vorstands- und Ausschuss-Sitzungen konnte man die
Arbeit des Jahres bewältigen, was für die Effektivität und Mithilfe
aller Vereinsorgane spricht.
Die Mitgliederentwicklung war negativ, was vor allem an der hohen Zahl von Sterbefällen liegt, die durch die Zahl der Beitritte
bei nur wenigen Austritten nicht aufgefangen werden kann. Erstmals unterschreiten wir die Zahl 1.800. Die genauen Zahlen er-
neu:
neu:Seminare
Seminarefür
fürBrenner
Brenner
● Branntwein-Ankauf nach telefonischer
● Branntwein-Ankauf nach telefonischer
Anmeldung
Anmeldung
neu:
Seminare Filtration:
für
Brenner
● ●Branntwein
Herabsetzen,
kühlen
Branntwein
Filtration:
Herabsetzen, kühlen
und
filtrieren
Ihrer
Obstund
Kornbrände
Branntwein-Ankauf
nach
telefonischer
und filtrieren Ihrer Obst- und Kornbrände
Anmeldung
● ●Alkohol-Analyse
Alkohol-Analyseaus
ausjeder
jeder Brennmaische
Brennmaische
Branntwein
Filtration:
Herabsetzen,
kühlen
● ●Auskunft
Auskunftund
undBeratung
Beratungin
in Brennereifragen
Brennereifragen
●
●
●
●
Eine große Menge an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen
und Informationsabenden, die bereits seit November laufen (Greening, GAV, Agrarreform) sind notwendig, um all das Neue zu
erfahren und auch richtig umzusetzen. Amt und Verein scheuen
dabei keine Mühe, Ihnen das zu vermitteln. Besuchen Sie daher
unsere Veranstaltungen und nehmen Sie mit, was möglich ist, um
mit Ihrem Betrieb den Anforderungen gewachsen zu sein. Dazu
wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr und einen noch
besseren Verlauf, der im Falle wiederum guter Ernten nicht durch
irgendwelche politischen Embargos eine Absatzerschwernis und
Minderung des Verkaufspreises bewirkt.
●
und filtrieren Ihrer Obst- und Kornbrände
●
Alkohol-Analyse aus jeder Brennmaische
··
15●15Auskunft und Beratung in Brennereifragen
15
·
WSZ 1000 Pflücker
mit Reinhopfen-Vorentnahme
und STARPICKER©
PowerHeater ©
neue Darrofen Generation
Zukunft orientiert
erfolgreich mit WOLF Ernte-, Trocknungs- und Fördertechnik
CONAQUA©
Klimagerät zur Hopfenbefeuchtung
STARPICKER© - Nachpflückermodul
 Sternwalzen ernten jede Dolde in bester Qualität
 verschleißfrei, selbstreinigend, schnell, berührungslos, wartungsfrei
VentiDeck© - schneller, energiesparender Trocknen
 Feuchte schnell und prozessicher abtransportieren, statt wieder fallen lassen
 Fläche gleichmäßig trocknen - Ventilatoren einzeln regelbar - und hohe
Energieeinsparung in Verbindung mit einer Wärmerückgewinnung
PowerHeater© - neue Darrofen Generation
 Hochleistungs-Ventilatoren mit aerodynamischer Spitzenleistung
 Frequenzumformer für energiesparende, stufenlose Drehzahlanpassung,
sanftes Anlaufen der Motoren
CONAQUA© - Klimagerät zur Hopfenbefeuchtung
 Touch-Display für einfaches Wählen der gewünschten Feuchte
 Wabenbefeuchter konditioniert Mischluft witterungsunabhängig
wolf-geisenfeld.de - T +49 8452 99-0
6
Ehemaligen Bote 2014
Personalveränderungen im Landwirtschaftsamt im Jahr 2014
Ausgeschieden sind:
Sachgebiet 3 – Landw. Produktion, Vermarktung, Ausbildung
Alfred Gladis, Prüfer und Vermessungstechniker.
Sachgebiet 4 – Obst- und Gartenbau
Ulrike Hanebeck, Sachgebiet 4 – Obst- und Gartenbau
Seit Juli 2001 im Sekretariat des Sachgebietes 4, Obst- und Gartenbau beschäftigt, hat sie ihre Aufgaben stets gewissenhaft und zur
Zufriedenheit erledigt. Für ihren weiteren Lebens- und Berufsweg
wünschen wir ihr das Beste, Glück und Gesundheit.
Neu hinzugekommen sind:
Sachgebiet 3 – Landw. Produktion, Vermarktung, Ausbildung
Ulla Krayer, Prüferin und Vermessungstechnikerin
Petra Rundel, Prüferin und Vermessungstechnikerin
Sachgebiet 4 – Obst- und Gartenbau
Sonja Wiedemann, Obstbauberaterin
Wir begrüßen die neuen Kolleginnen und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Berufsweg alles Gute und Erfolg.
Wir nehmen Abschied von unserem Ehrenmitglied ...
Dr. Horst Seeberger, verstorben am 18. März 2014
Dr. Horst Seeberger kam im November 1966
zum Landwirtschaftsamt in Überlingen und
übernahm im Jahr 1976 die Amts- und Schulleitung, die er bis zu seinem Ruhestand im Jahre
1996 innehatte. 24 Jahre war er ehrenamtlicher
Geschäftsführer des Vereins Landwirtschaftlicher Fachbildung (VLF) Überlingen. In dieser
Zeit des stetigen Wandels in der Landwirtschaft hatte er ein untrügliches Gefühl für neue
Entwicklungen, die sich durchsetzten, und für
die er sich stets stark machte. Um den Obst- und Weinbau hat er
sich verdient gemacht und war ein guter Fachmann, Lehrer in der
Landwirtschaftsschule, umsichtiger Behördenleiter und geschätzter Ratgeber. Für den VLF hat er maßgeblich an der Entstehung
des Erntedankfestes mitgewirkt und bei der Erstellung der Fach-
schulchronik den Autoren umfangreich zugearbeitet. Ebenso hat
er sich stets um den Blick über den Tellerrand hinaus in Form von
abwechslungsreichen Lehrfahrten bemüht. Immer war ihm auch
eine gute Ausbildung des Nachwuchses in der Landwirtschaft ein
Anliegen und so war es sicherlich ein Verlust für ihn persönlich,
wenn auch bereits im Ruhestand, als im Jahr 1998 die Landwirtschaftsschule in Überlingen geschlossen wurde. Durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft brachte der Verein den Dank für
seine andauernde Unterstützung der Arbeit des Vereins zum Ausdruck. Mit Dr. Seeberger haben wir einen Amts- und Schulleiter im
Bodenseekreis verloren, der allein durch seine Persönlichkeit, sein
bestimmtes Wesen, seine Klarheit, seine Objektivität und seine
Ausstrahlung seine Aufgaben erfüllen und dadurch eine sehr hohe
Wertschätzung nicht nur in der Landwirtschaft erlangen konnte.
Dieses positive Bild wollen wir uns bewahren und ihn so in bester
Erinnerung behalten.
und unserem Mitarbeiter …
Berthold Knoblauch, verstorben am 04. Januar 2014
Seit 29 Jahren beim Landratsamt Bodenseekreis, zuletzt Landwirtschaftsamt Bodenseekreis beschäftigt als Kreis-Obstbauberater
hat das Amt einen anerkannten Fachmann
verloren, der sich durch seine Fachkompetenz,
sein Fachwissen und seine umgängliche Art
ein hohes Ansehen auch über die Kreisgrenzen hinaus erworben hat. Nicht auch deshalb
war sein Rat in vielen Verbänden und Gremien
gefragt, in denen er unermüdlich mitarbeitete.
Auch im Kreise seiner Kollegen hat er für alle und immer wieder
mit seinem Humor, der als echtes Markenzeichen für ihn stand,
und seinen geistreichen, gewitzten Anmerkungen bis zuletzt für
Auflockerung gesorgt. Wir verlieren mit ihm einen kompetenten,
geschätzten und liebenswürdigen Kollegen. Was bleibt ist Trost
zum Weggang eines wertvollen Menschen. Unser Mitgefühl und
unsere Anteilnahme gelten seinen Angehörigen. Wir werden ihn
mit ehrendem Andenken in sehr guter Erinnerung behalten.
Regionaler Kompensationspool Bodensee-Oberschwaben, ReKo
–Hermann Gabele–
Mit Verbandsdirektor Wilfried Franke vom Regionalverband
Bodensee-Oberschwaben konnte der VLF Bodenseekreis einen
kompetenten Referenten gewinnen, um die im Frühjahr 2014 gegründete ReKo GmbH vorzustellen.
In seiner Einführung wies Hermann Gabele darauf hin, dass
bundesweit täglich 74 ha und in Baden-Württemberg 6,7 ha landwirtschaftliche Nutzfläche verbraucht würden. Wilfried Franke
bestätigte: „Stimmt alles, aber trifft verschärft zu auf den Bodenseekreis, den Landkreis Ravensburg, aber nicht auf den Landkreis Sigmaringen.“ Die zu beobachtende Bevölkerungszunahme
verbunden mit einem hohen Entwicklungspotential der hiesigen
Wirtschaft würde in den nächsten Jahren einen enormen Flächenverbrauch bewirken, von dem die Landwirtschaft stark betroffen
sein werde.
Dazu käme noch die Ausgleichsverpflichtung. Werde für eine
Straße 10 ha landwirtschaftliche Nutzfläche verbraucht, so kämen
noch weitere 10 ha Ausgleichsfläche dazu. Das könne man nun gut
oder schlecht finden, es sei jedoch eine gesetzliche Vorschrift, die
einzuhalten sei. Derzeit resultiere allein aus den gültigen Flächennutzungsplänen ein Kompensationsflächenbedarf von ca. 400 ha.
Darunter könne sich ein Landwirt etwas vorstellen. Da Siedlungsund Wirtschaftsentwicklung sich meist auf den guten landwirt-
schaftlichen Standorten vollziehe, solle der naturschutzrechtliche
Ausgleich nicht auch noch auf den besten Böden, sondern dort, wo er
artenschutzrechtlich einen Sinn macht, erfolgen. So böten die Moore Oberschwabens ein enormes ökologisches Aufwertungspotential,
bei dessen Nutzung die Landwirtschaft kaum betroffen wäre.
In der Vergangenheit seien mit der Eingriffs- Ausgleichsregelung
zum Teil wenig befriedigende Ergebnisse erzielt worden. Daher
hätten sich 14 Gemeinden sowie der Landkreis Ravensburg und der
Bodenseekreis zusammengeschlossen, um ein Kompensationsflächenmanagement einzuführen. Hauptziel sei es, die Lebensmittelproduktionsfläche zu schonen. Dies geschehe unter Nutzung eines
regionalen Ökokontos. Ökologische Ausgleichsmaßnahmen, gebucht auf dem Ökokonto, würden sich mit 3 % pro Jahr verzinsen.
Dabei sei zu bedenken, dass die ökologischen Ausgleichsmaßnahmen langfristig im Grundbuch abzusichern seien.
In der Diskussion wurde deutlich, dass ein Landwirt sich die Buchung einer ökologischen Ausgleichsmaßnahme wegen ihrer langfristigen Bindungsdauer zwar gut überlegen solle, aber im Grunde
wurde die Gründung der ReKo GmbH von den Praktikern positiv
aufgenommen. Die Besucherzahl der Veranstaltung ließ zu wünschen übrig, weshalb der Vortrag bei der Jahreshauptversammlung
mit Herrn Franke als Referenten wiederholt wird.
Ehemaligen Bote 20147
Einladung zur Mitgliederversammlung
des Vereins Landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis e.V. (VLF)
am Montag, 23. Februar 2015, 19.30 Uhr
im Gasthaus „Post“ in Oberteuringen (Saal)
Tagesordnung:
 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden, Totenehrung
10. Verleihung der Abschlussurkunden
Unternehmerinnenseminar
 8. Verleihung der Urkunden
für die Betriebe der Gläsernen Poduktion
11. Vortrag von Dipl. Geograph Wilfried Franke, Verbands­
direktor des Regionalverbands Bodensee Oberschwaben:
Regionaler Kompensationspool
Bodensee-Oberschwaben (ReKo)
Eingriffe in Natur und Landschaft durch Bau- und Infrastrukturmaßnahmen sind nach geltendem Recht auszugleichen. Dieser Ausgleich stößt vor Ort zunehmend an
Grenzen. Herr Franke zeigt auf, wie der neu gegründete
Regionale Kompensationspool zur Lösung dieses Problems beiträgt und welchen Nutzen die Landwirtschaft
daraus ziehen kann
 9. Verleihung der Goldenen Meisterbriefe
12. Verschiedenes
 2. Grußworte
 3. Geschäfts- und Kassenbericht
 4. Kassenprüfungsbericht
 5. Aussprache zu den Berichten
 6. Entlastung von Vorstand und Ausschuss
 7. Verleihung der Gehilfenbriefe
Zu dieser Mitgliederversammlung ergeht herzliche Ein­ladung an alle Mitglieder unseres Vereines und wir würden uns sehr
freuen, sie recht zahlreich am 23. Februar 2014 in Obertreuringen begrüßen zu dürfen. VLF-Vorsitzender Anton Müller
Laktosefrei genießen !
Total bekömmlich!
Vertragen Sie auch keine Milch ?
Ca. 20% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden an einer Laktose-Intoleranz,
sie können Milchzucker nicht oder nur unzureichend verdauen. MinusL laktosefreie
Milch und Milchprodukte sind auch bei einer
ausgeprägten Laktose-Intoleranz sehr gut
verträglich und sorgen so für einen unbeschwerten Genuss.
OBM OMIRA BodenseeMilch GmbH, D-88214 Ravensburg
Weitere Infos finden Sie unter www.minusl.de
8
Ehemaligen Bote 2014
Wir erinnern uns ...
an die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer vor 40 Jahren in der Fachschule für Landwirtschaft
(dort Landwirtschaftsschule) in Tettnang und Überlingen
Ehemalige Landwirtschaftsschülerinnen
Winterhalbjahr 1973 / 74
Tettnang
Keine Landwirtschaftsschülerinnen in diesem Jahr
Überlingen
Marlies Fliegauf, geb. Bentele, Lehenstraße 2 A,
88693 Deggenhausertal
Luise Bischoff, unbekannt verzogen
Rita Denzler, unbekannt verzogen
Anneliese Fischer, unbekannt verzogen
Maria Fischer, geb. Hensler ,unbekannt verzogen
Heidi Roth, geb. Keller, Hügelhof 79/1, Kleinschönach
Monika Keller, geb. Keller, Lindenstr. 10 , 88699 Frickingen
Maria Keller, geb. Kern, Bruckfelden, 88699 Frickingen
Claudia Kiebele, unbekannt verzogen
Anna Hienerwadl, geb. Leberer, Funkenweg 3,
88634 Herdwangen-Schönach
Else Leyer, geb. Leyhr, Kirchstraße 11, 88690 Uhldingen
Gerlinde Allweyer, geb. Martin, Dorfstraße 30, 88696 Owingen
Hannelore Haug, geb. Renn, Standbadstrße 10, 88709 Hagnau
Irmgard Allweyer, geb. Reutebuch, Zum Weingarten 10 a,
88699 Frickingen
Marlene Rölle, verstorben
Anneliese Schmid, unbekannt verzogen
Inge Rock, geb. Trinler, Röhrenbach 22, 88633 Heiligenberg
Christine Willibald, unbekannt verzogen
Ehemalige Landwirtschaftsschüler Winterhalbjahr 1972 / 74
Tettnang
Josef Bernhard, Untere Seestr. 20, 88085 Langenargen
Franz Biegger, Biggenmoos 11, 88069 Tettnang
Josef Biegger Schwarzenbach 11, 88074 Meckenbeuren
Josef Blaser, Hirbachweg 4 88048 FN-Ittenhausen
Reinhold Brugger, Kirchweg 2, 88074 Meckenbeuren-Kehlen
Wilhelm Büchele, Kapitän-Wagner-Str. 21,
88048 FN-Spaltenstein
Albert Butscher, Hüttenseestr. 82, 88099 Neukirch
Bernhard Fischer, Burgbühl 9, 88074 Meckenbeuren
Hubert Kling, Schierlingen 2, 88069 Tettnang
Eduard Korrmann, Ziegelstr. 1, 88048 FN-Fischbach
Karl Kraus, Kressbronner Str. 28,
88085 Langenargen-Oberdorf
Ernst Lang, Hege 2, 88142 Wasserburg
Franz Müller, Ortsstr. 18, 88085 Langenargen-Oberdorf
Anton Oelhaf, Pfatthaagäcker 40, 88048 FN-Waltenweiler
Hans Reuthe, Nitzenweiler 9/2,
88079 Kressbronn-Nitzenweiler
Ludwig Sauter, Ländleweg 3,
88074 Meckenbeuren-Sammletshofen
Franz Scheuerle, Jägerweg 19,
88048 Friedrichshafen, vormals Gebhardsweiler
Josef Schneider, Am Dorfanger 1,
88074 Meckenbeuren-Obermeckenbeuren
Rudolf Schumacher, Kornstr. 5/1,
88094 Oberteuringen Hefigkofen
Walter Schumacher, Landvogteistr. 2,
88048 Friedrichshafen-Ettenkirch
Hubert Wieland, Batzenweiler 5,
88048 Friedrichshafen Batzenweiler
Überlingen
Rudolf Allweyer, Dorfstr. 30, 88696 Owingen
Lambert Böttinger, Linzgauer Str. 9, 88699 Frickingen
Gebhard Burgenmeister, Bärweiler 2, 88699 Frickingen
Ferdinand Endris, Oberrhena 1, 88633 Heiligenberg
Karl Finsterwald, verstorben
Franz Gäng, Oberndorf 24, 88634 Herdwangen
Josef Gut, Wassergasse 1, 88662 Überlingen
Georg Haller, Gässele 10, 88682 Salem
Josef Hipp, verstorben
Augustin Hörth, Badenerstr. 46, 88693 Deggenhausertal
Wilfried Hügle, Obersiggingerstr. 5, 88693 Deggenhausertal
Benno Keller, Lindenstr. 10, 88699 Frickingen
Fritz Keller, Bruckfelden, 88699 Frickingen
Ernst Knoblauch, Frenkenbach, 88090 Immenstaad
Fritz Lohr, Franz-Ehret-Str. 14, 88682 Salem
Hans-Georg Mayer, unbekannt verzogen
Helmut Mayer, verstorben
Johannes Riegger, Bruckfelden, 88699 Frickingen
Otto Möhrle, Leustettstr.5, 88699 Frickingen
Herbert Öxle, Dorfstr. 75, 88662 Überlingen
Hans Rölle, Burg 1, 88693 Deggenhausertal
Hubert Roth, Im Gehrenberg 1, 88677 Markdorf
Anneliese Schmeh, geb. Schechter, Haggenweilerhof,
88662 Überlingen
Siegfried Sick, verstorben
Fritz Straub, Nägelehof 2, 88662 Überlingen
Helmut Vögtle, Heidbühl 51, 88697 Bermatingen
Der neue Verein – erneuert sich weiter
05. Februar 2012 – 04. März 2013 – 20. Januar 2014,
manche Dinge dauern länger, bis sie endlich, juristisch und
notariell, Wirklichkeit werden. Was 2012 mit beindruckender
Mehrheit in der Mitgliederversammlung beschlossen wurde
(Verschmelzung, Satzung, Neuwahlen), musste in einer zuge­geben deutlich kleineren Versammlung bestätigt werden. Und erst
2014 in der dortigen Mitgliederversammlung konnte der jetzige
Vorstand, Ausschuss und die Kassenprüfer endgültig bestimmt
werden.
Daraus ergaben sich im Vergleich zur Wahl 2012 nur zwei Änderungen: Das Ausschuss-Mitglied Rainer Arnold, Lipbach stellte
sich nicht mehr zur Wahl. Dafür wurde Sabrina Heiß, Michaelsberg-Markdorf gewählt.
Bei den Kassenprüfern stellte sich Paul Müller, Neufrach nicht
mehr zur Wahl. Ihm folgte Matthias Braun, Tettnang.
Diese Wahlen gelten gemäß der Satzung und unabhängig vom Termin in 2012 für drei Jahre. Nächste Wahl wird daher Anfang 2017
erfolgen.
Ehemaligen Bote 20149
„Barbarische Hordenbanden“
– Bernd Conrads –
Ein sehr schönes Erntedankfest haben zahlreiche Mitglieder des
Vereins Landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis im vollbesetzten Saal des Bürgerhauses Sennhof am Schloss gefeiert. Zur
Festlichkeit der Feier trug eine liebevoll und üppig mit Feldfrüchten dekorierte Bühne bei. Dass der Verein das Erntedankfest im
Sennhof feiert, ist mittlerweile zu einer Tradition geworden.
Das Fest bestand aus einem von Dekan Peter Nicola zelebrierten
Gottesdienst, Grußworten von Ehrengästen und einem geselligen
Teil, diesmal mit schwäbischer Comedy des „Bodaseeschwob“
Frieder Hahn. Sehr große Beachtung fand Nicolas Predigt. In dieser wies Nicola daraufhin, dass die Gesellschaft des Bodenseeraums in Anbetracht der überdurchschnittlichen Ernten mehr als
zufrieden sein kann. Dass dies nicht selbstverständlich ist, zeige
der tägliche Blick in die Medien, die über Länder wie Syrien, Ukraine, Afghanistan und afrikanische Länder berichten. Man habe
hören müssen, dass eine Barbarenhorde, die sich Islamischer Staat
nennt, meint, im Namen einer Religion Gewalt und Terror aus.üben
zu dürfen. Seit einem Artikel des Südkuriers über einen Islamisten
aus der hiesigen Region sei die Gefahr sehr nahe gekommen. Es
gäbe zwar eine im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit, die
selbstverständlich auch für Muslime und andere Religionen gelten
würde, dies allerdings auf dem Boden des Grundgesetzes. „Für
einen islamischen Staat á la barbarischer Hordenbanden in Syrien
hat es bei uns keinen Platz“, meinte Nicola.
Nicola mahnte, die derzeitige Flüchtlingsproblematik ernst zu nehmen und den Menschen zu helfen, die auf der Flucht vor Krieg, Terror und unmenschlichen Lebenszuständen im Heimatland seien.
Es sei gut, dass man Erntedank festlich feiere, aber es müsse daraus
auch das Bewusstsein entstehen, dass die Menschen füreinander
verantwortlich sind, predigte Nicola.
Der Leiter des Landwirtschaftsamtes Bodenseekreis, Hermann
Gabele, wies auf diesjährige Rekordernten hin. Noch nie habe es
in Baden-Württemberg gegeben, dass 83 Doppelzentner Weizen
pro Hektar geerntet wurden und voraussichtlich 316 000 Tonnen
Äpfel geerntet werden können. Man könne eigentlich zufrieden
sein, wenn die Erzeugerpreise für Agrarprodukte nicht so stark
gefallen wären. Gäbele rief die Verbraucher auf, auf die qualitativ
hervorragenden Lebensmittel der Region zurückzugreifen.
Der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Müller nahm Bezug auf
Nicolas Predigt. „Er ist ja kein Leisetreter, aber so frisch, klar und
eindringlich habe ich ihn selten sprechen gehört“, lobte Müller.Er
hätte daraus die Feststellung besonders beherzigenswert empfunden, dass es von den Christen abhänge, wie christlich das Land
sei. Bezogen auf die Landwirtschaft sei es unverän.dert wichtig,
vom Schutz des Eigentums auszugehen. Die gelte auch für Gewässerrandstreifen, das Grünlandumbruchsverbot und die neue Gülle.
verordnung. „Es kann nicht sein, dass man Kühen in Steillagen
künftig Windeln anziehen muss, weil sie sonst zur Überdüngung
des Bodens beitragen“, meinte Müller halb im Ernst und halb im
Spaß.
Nach dem Mittagessen schaffte es der Tettnanger Urschwabe, Frieder Hahn, als „Bodasee-Schwob“ den vollen Saal trefflich zu unterhalten. Mit hintergründigem Humor und Komik gelang es ihm,
Badener und Schwaben gemeinsam zum Lachen zu bringen und
somit das Zusammengehörigkeitsgefühl beider Volksgruppen, das
der Verein seit 2012 fördert, weiter zu stärken.
Sei es daß „dia Reigschmeckte“ vom Kopf- bis zum Ranzaweh alle Krankheita krieget
aber bloß koi Hoimweh “, oder
ob es den „Broitmaulfrosch“
als Wetterfrosch „vo dr Loiter
haut auf d‘Gosch, ganz doba
war‘s zwar schee, doch etz leit
er dunda und isch hee“. Auf
verblüffend einfache Art und
Weise gelingt es dem „Bodasee-Schwob“ immer wieder,
mit bisweilen grober aber
treffender Komik und überraschenden Pointen seinem
Publikum Lebensweisheiten zu vermitteln. Auch den „Briedern“
aus dem „Nahen Osten“, also aus dem Raum Leipzig, bestätigte er
„dass dia nie Schwoba oder Badener werret“.
Die internationale Hymne vom Bodensee, die „Fischerin vom
Bodensee“ sangen alle Besucher begeistert mit um dann in der Urversion eine Fischerin zu erleben, die den Kahn von einem Schwan
ziehen lässt, weil sie zu faul zum Rudern ist und stattdessen „ihren
Arsch bei Schnee und Eis lieber an den Kachelofa druckt“. Nur widerwillig fährt sie schließlich auf Betreiben ihres Ehemanns zum
Fischen hinaus, um ihn dann abends mittels der vielen Gräten eines
alten Kretzers zu „meucheln“.
Der Disco-Besuch zweier Senioren erledigt sich schon am Eingang
mit dem aufmunternden Kommentar:„Jetzt kommet se scho zum
Sterba do rei!“
Höhepunkt war der Besuch der „aufgebrezelten Oma“ auf der Ü
80-Party, in der die Ü 70-er zu den Kids gehören und man sich
jedes Mal schon auf die Ü 90 Parties freut. Die Gespräche drehen
sich meist darum, ob die implantierten Gelenke noch aus Keramik
oder bereits aus Titan sind. Einziges Desaster: Onkel Hardy hat
sein Gebiss vergessen und „duet nix so hassa, wia Prosecco aus de
Schnabeltassa“.
Em Karle sei Paula hot a „Maschinag‘wehr-Gosch“ und wird unter
lautstarker Mithilfe des ganzen Saales zum Aufhören aufgefordert: „Paula – hör etz auf zu maula“.
Mit keiner Sprache der Welt kann widersprüchliches so prägnant
ausgerückt werden wie mit Schwäbisch. „Wart amol gschwind“
heißt ja übersetzt: Mach langsam, aber beeil dich dabei!
Nach mehr als einer Stunde Komik, unterbrochen durch eine Kaffee und Kuchen Pause, kann man sagen – einfach großartig, was
Frieder Hahn mit seinem Schifferklavier singend und reimend auf
die Bühne gebracht hat. Dies belegt die Tatsache, dass auch im
2. Teil seines Auftritts der Saal angespannt seinen Darbietungen
lauschte und alle ihre persönlichen Gespräche hintan stellten.
Nach langem herzlichem Beifall und zwei Zugaben verabschiedete
sich der Bodasee-Schwob mit einem Augenzwinkern von seinem
Publikum: „Hot’s ihne g‘falla ,no saget se‘s weiter, wenn it, no
b‘haltet se‘s um Himmels Willa für sich, sonst könnt ma moina, sia
hond en schlechta G‘schmack.“
10
Ehemaligen Bote 2014
Hurra geschafft!!
– Susanne Berger –
Das dachten am Freitag, 21.03.2014 ca. 70 Schüler der Fachschule
für Landwirtschaft Ravensburg bei der Schulabschlussfeier in der
Bauernschule Bad Waldsee.
23 Schüler und 2 Schülerinnen haben ihren ersten Winter überstanden und freuen sich auf das Sommerhalbjahr mit dem praktischeren Teil ihres Berufes. Für 26 Schüler (inklusive 1 Schülerin)
wird es ein ereignisreiches 4. Schulhalbjahr, da jeder die Klasse auf
seinem Betrieb willkommen heißen kann und somit die betriebswirtschaftliche Zahlenauswertung eine kleine Pause erhält.
23 Wirtschafter und 2 Wirtschafterinnen für Landbau kehren nicht
mehr in die Schule zurück und werden ihr Wissen nun in die heimatlichen Betriebe fließen lassen. Dass dieses Wissen einen Platz
bekommt und dies nicht immer ohne Reibereien abläuft erläuterten
Waldemar Westermayer, Kreisvorsitzender des Bauernverbandes
Allgäu-Oberschwaben und WalterMohr, Vorsitzender des VLF
Wangen.
Bevor Joachim Schupp aus Bad Wurzach Auszüge seiner Wirtschafterarbeit vorstellte und seine Gedanken für eine Weiterentwicklung des Betriebes spielen ließ, stellte Schulleiter Stefan Dick
seinen etwas anderen Schulbericht vor. Wie so oft verglich auch
er die Schüler mit Saatkörnern. Am Ende des Vortrags hatte er
allerdings überzeugt, dass dem Ackerbauern mehr Möglichkeiten
zur Verfügung stehen, seinen Bestand optimal zu lenken, als einem
Lehrkörper an der Fachschule.
Als zusätzlicher Höhepunkt der Veranstaltung erzählte Bernd Stadelmann von seinen Erfahrungen bei Schlag den Raab. Er machte
deutlich, dass nicht der größte Schlepper auf dem Hof oder der
schönste Stall auf der Wiese glücklich machen, sondern dass Zufriedenheit und echte Freunde ausschlaggebend sind.
Das Schlusswort sprach kurz und bündig Christian Schempp, Klassensprecher der Abschlussklasse, in dem er sich bei allen Mitwirkenden während der Schulzeit und beim Bauernverband und den
verschiedenen Vereinen für den anschließenden Imbiss bedankte.
Zum Abschluss (wie auch zu Beginn) setzte die Schülerkapelle
unter der letztmaligen Leitung von Norbert Böhringer Akzente.
WIR …nehmen uns Zeit für Ihre Probleme.
… erstellen Ihr Konzept für die bestmögliche Lösung.
… vermitteln die Partner um diese Lösungen zu realisieren.
Wir vermitteln
• Betriebs- und Haushaltshilfe
• landwirtschaftliche Geräte
und Maschinen
• Reisen
• Betriebsaustattungen
• Winterdienst- und Landschaftspflegeaufträge
Wir organisieren
• Sammelbestellungen
• Informationsveranstaltungen
• Maschinenvorführungen
• Weiterbildungen
• Bodenuntersuchungen
• Silofoliensammlungen
Wir bieten an
• Mietschlepper
• Erstellung von Nährstoffbilanzen
• Fiona Unterstützung
• Betreuung von kommunalen
Einrichtungen
• Personalleasing
Als zukunftsorientiertes Unternehmen sind wir ständig auf der Suche nach fachkundigen Mitarbeitern in Vollund Teilzeit. Sollten auch Sie ihre Zukunft beim Maschinenring Deggenhausertal sehen, würden wir uns über
einen Anruf freuen.
Tel. 0 75 55 / 92 77 4-0
Maschinenring Deggenhausertal
Fax. 0 75 55 / 92 77 4-29
Badener Straße 18
88693 Deggenhausertal / Wittenhofen Mail: info@mr-dtal.de
Ehemaligen Bote 201411
Losgesprochen – Aus der Verantwortung entlassen
– Susanne Berger –
Aus der Verantwortung der Ausbildung wurden am Freitag,
24. Oktober 2014 in der Bauernschule Bad Waldsee 26 Landwirte
und 20 Hauswirtschafterinnen entlassen. Der Ausdruck „Lossprechen“ kommt aus dem Handwerk klärte Wilhelm Heine vom
Bauernverband Allgäu-Oberschwaben auf und beglückwünschte
die Absolventen zu Ihrer Berufswahl. Nicht nur, weil die Lossprechung hier nicht so derb zugeht wie im Handwerk. Auch Albrecht
Siegel, Leiter des Landwirtschaftsamtes Ravensburg begrüßte die
Berufsentscheidungen. Das sehr persönlich gestaltete Grußwort
von Marlies Müller (VLF Ravensburg) ließ keinen Zweifel daran,
was ein gescheiter Beruf ist und dass ohne Weiterbildung das Fundament ohne Aufbau bleibt.
Wie das Fundament im hauswirtschaftlichen Bereich ausgebaut
werden kann erläuterte Edith Schmidberger aus der Abschlussklasse Hauswirtschaft. Nicht nur putzen, kochen und waschen ist
die Zukunft der frischgebackenen Hauswirtschafterinnen. Bei den
vielseitigen Tätigkeiten im pflegenden und betreuenden Bereich,
der Zubereitung von Mahlzeiten, der Reinigung und Pflege von
Räumen und Textilien ist neben der Erfüllung des Kundenwunsches auch stets das ökonomische und ökologische Arbeiten nicht
aus den Augen zu verlieren. Wer das kann ist am Arbeitsmarkt gern
gesehen ergänzte Waltraud Kraußmüller, Ausbildungsberaterin
Hauswirtschaft aus Bad Waldsee.
Der Beitrag der Abschlussklasse Landwirtschaft Ravensburg war
eher rückblickend als zukunftsorientiert gestaltet. Mit aussagekräftigen Bildern nahm Thomas Schattenberg die Anwesenden
mit auf eine Reise durch die Ausbildungszeit. Neben dem ernsten
Lernen gab es auch Zeit für Feiern und Feste und wenn nichts anderes mehr half, die Berufsschule für den Schlaf.
Dass dort nicht ausschließlich geschlafen wurde bewies die Abschlussklasse Landwirtschaft aus Leutkirch. Tobias Willburger
stellte das Filmprojekt: Soja im Allgäu – Chance oder Risiko? vor.
Anschaulich wurde in dem Film der Sojaanbau für den Verbraucher geschildert. Darüber hinaus konnten die Stärken und Schwächen bei einem Anbau im Allgäu aufgezeigt werden. Am Ende
des Filmprojektes kamen die damaligen Auszubildenden zu dem
Ergebnis, dass der Sojaanbau im Allgäu möglich ist und evtl. das
Landschaftsbild verändern wird.
Nach so viel Fachwissen fragte sich Medienpädagoge Marc Kummer nur kurz, wo die Gemeinsamkeiten zwischen ihm und der
Landwirtschaft liegen. Auch der Nachwuchs in der Haus- und
Landwirtschaft kommt aus einer Zeit, in der Veränderungen schnell
sind und man sich Internet und Smartphone nicht mehr wegdenken
kann. Geschickt zeigte er auf, dass diese Veränderungen nicht nur
Angst machen müssen, sondern dass das Wissen um die neuen
Medien bei der Jugend angezapft und zum eigenen Vorteil genutzt
werden kann. Zum Beispiel kann das Internet als Infrastruktur gesehen werden, über das Produkte und Dienstleistungen vermarktet
werden. Solange wir die Technik nutzen und nicht die Technik uns,
kann sie eine große Hilfe sein.
Robert Christ
Hauswirtschafterinnen 2014: Vordere Reihe: Margot Weiland, Lehrerin; Corinna Rutzer Leutkirch; Edith Schmidberger Bad Waldsee;
­Vanessa Reutter Altusried; Erika Traub Meckenbeuren; Birgit Przykopp Aulendorf ; Barbara Bühler Isny; 2. Reihe: Tabea Honold Lauben; ­Gertrud Holzer Wangen; Birgit Dorn Altusried; Simone Bernhard
Leutkirch; Bärbel Hagmann Bad Saulgau; Silke Boser Wolfegg ; Heidi
Stützenberger Kißlegg; Beate Dorau, Lehrerin; Xandra Mühlbauer Isny
Foto: Waltraud Kraußmüller
Landwirte und Landwirtinnen 2014: Vordere Reihe: Thomas Rundel,
Berg; Stefan Krall, Wald; Tobias Rothermel, Leutkirch; Tobias Willburger, Leutkirch; Felix Versen, Friedrichshafen; Philipp Reich, Gestratz;
Zweite Reihe: Philipp Fritz, Pfullingen; Johannes Brendl, Hadamar;
Thomas Schattenberg, Beetzendorf; Stefan Rimmele, Fleischwangen;
Matthias Heilig, Baindt Peter Kretschmer, Horgenzell; Werner Riedesser, Wangen; Jonas Saier, Deggenhausertal; Dritte Reihe: Stephan
Eppler, Altshausen; Johannes Mohr, Bad Saulgau; Andreas Roth,
Grünkraut; Josef Arnegger, Ravensburg, Nicolas Sauter, Bad Wurzach;
Tobias Kröller, Bad Waldsee; Nicht auf dem Bild: Veronika Baumert,
Achern; Markus Brück; Bergatreute; Constanze Knaupp, Adelmannsfelden; Daniel Manz, Dapfen; Kilian Obermayer, Hergatz; Christoph
Walser, Unterwaldhausen; Foto: Waltraud Kraußmüller
Landw. Lohnunternehmen
88213 Ravensburg · Domäne Hochberg · Telefon (07 51) 9 44 42 · Telefax (07 51) 9 44 32
Unser Dienstleistungsprogramm: Pflügen, Eggen, Fräsen, Grubbern · Rundballen pressen u. wickeln · Säen
von: Getreide, Mais, Gras, Raps, Sonnenblumen usw. · Pflanzenschutz (Spritzen) · Düngen · Mais nachdüngen
16 reihig · Gras und Mais häckseln · Dreschen von: Getreide, Raps, Sonnenblumen, Mais, CCM · CCM
mahlen · Körnermeis trocknen · Maisballen pressen · Cambridge Walze 6m im Verleih · Mulchen.
ung
12
Ehemaligen Bote 2014
Aus- und Weiterbildung im Jahr 2014
Berufsabschlussprüfung Landwirt/in (wohnhaft und/oder
Ausbildungsbetrieb 3. LJ im Bodenseekreis):
Brendl, Johannes
Hadamar (Hessen)
Burka, Johannes
Salem
Kasper, Michael
Bad Wurzach
Köhnke, Konstantin
Heiligenberg
Löschner, Ronja
Wernersberg (Rheinland-Pfalz)
Messner, Manuel
Schura
Mohring, Florian
Mosbach-Lohrbach
Renken, Anna Luisa
Buchholz (Niedersachsen)
Rissmann, Lukas
Bergatreute
Saier, Jonas
St. Märgen
Schönhoff, Lukas
Burladingen
Takamura Mikiko
Heiligenberg
Versen, Felix
Friedrichshafen
Walser, Christoph
Unterwaldhausen
Werner, Franziska
Schwäbisch Hall
Wolf, Nathan
Überlingen
Die Fachschule für Landwirtschaft Ravensburg besuchen aus dem Bodenseekreis:
Bär, Adrian
Frickingen
Emser, Philipp
Kressbronn
Heiß, Sabrina
Markdorf-Stadel
Herz, Ferdinand
Oberteuringen
Hornstein, Carina
Heiligenberg
Kübler, Patrick
Tettnang-Hiltensweiler
Müller, Markus
Echbeck
Ruther, Philipp
Tettnang
Weber, Franziska
Stetten
Davon befinden sich 1 Schüler/in im 1. HJ, 2 im 3. HJ und 6 im 5. HJ.
In die Technikerschule Sigmaringen wurde aus dem Bodenseekreis aufgenommen:
Einholz,TimSalem
In den letzten Zügen der Landwirtschaftsmeisterprüfung befinden sich:
Lang, Florian
Kressbronn
Mack, Andreas
Tettnang
Müller, Lucas
Friedrichshafen
Schupp, Gregor
Neukirch – Hinteressach
Staatlich geprüfte Fachkraft für Landwirtschaft dürfen sich aus dem Bodenseekreis jetzt nennen:
Baur, Andreas
Uhldingen-Mühlhofen
Bischoff, Jürgen
Owingen
Geis, Michael
Ailingen
Kleiner, Dennis
Salem
• Bodenbearbeitung
3 m und 2 m, Kreiselegge
3m
Pflügen
Vario, Fräsen 3 m und 2 m,
Kreiselegge 3m
gelnetz Neu• Bäume setzen,
n
spez. auch im Hagelnetz
• Säen aller Art
Lattner, Petra
Willibald, Christine
Uhldingen-Mühlhofen
Salem
In den letzten Prüfungsvorbereitung zum Ingenieur der Landwirtschaft (Bachelor of Science) steckt:
Duelli, Martin
Heiligenberg
Berufsabschlussprüfung Hauswirtschafterin 2014 aus dem Bodenseekreis:
Groß, Marisa
Überlingen
Haxhijaj, Majlinda
Friedrichshafen
Pfeffer, Anja
Friedrichshafen
Seibold, Lisa-Marie
Bermatingen
Traub, Erika
Meckenbeuren
Berufsabschlussprüfung Gärtner Fachbereich Obstbau 2014 haben bestanden:
Butscher, Dominik
Neukirch
Knoblauch, Martin
Friedrichshafen
Berufsabschlussprüfung Gärtner Fachbereich Gemüsebau 2014 haben bestanden (wohnhaft
und/oderAusbildungsbetrieb im Bodenseekreis):
Deifel, Vanessa
Ravensburg
Keller, Kai
Meckenbeuren
Kiss, Solveig Lena
Illmensee
Müller, Robert
Salem
Schimmeyer, David
Salem
Allen Absolventinnen und Absolventen gratulieren wir zu ihrem
Erfolg und wünschen ihnen für ihren weiteren beruflichen und
privaten Lebensweg alles Gute!
Ausbildungsverhältnisse im Bodenseekreis: (Stand: Nov. 2014)
Beruf / Jahrgang
1.Lehrjahr 2.Lehrjahr3.Lehrjahr
Landwirt/in 2 + 3 in der
Berufsschule14
13
Hauswirtschafter/in LW
1
2
0
Hauswirtschafter/in
4 43
Winzer/in
0 63
Fischwirt
0 20
Gärtner/in Obstbau
1
3
4
Gärtner/in Gemüsebau
1
5
6
Gärtner/in Baumschule
2
0
0
Gärtner/in Zierpflanzenbau
1
2
2
Gärtner/in
Garten- und Landschaftsbau
6
13
6
Daten haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit; Quelle: IBYKUS, Sonstiges
leischer
Landw. Lohnunternehmen
Feurenmoos 4
D-88069 Tettnang
Tel.: 0 75 42/79 75
Fax: 0 75 42/5 43 18
alois.fleischer@t-online.de
www.bodenseeobst-fleischer.de
leis
Landw. Loh
Feurenmoos 4
D-88069 Tettna
alois.fle
www.bode
14
Ehemaligen Bote 2014
Fachliches aus Obstbau, Milchviehhaltung und Energienutzung
Schülerabend der Fachschule Ravensburg am 07. Februar 2014
– Stefan Hasel, Bernhard Baumann –
Klänge der Bauernkapelle Oberschwaben, Fachvorträge sowie
humorvolle Einlagen, gestaltet von Schülern der Fachschule für
Landwirtschaft Ravensburg, boten den Besuchern des diesjährigen
Schülerabends ein buntes und abwechslungsreiches Programm.
Johannes Kieble, Schülersprecher der Fachschule und Albrecht
Siegel, Leiter des Landwirtschaftsamtes Ravensburg konnten in
der vollbesetzen Festhalle in Waldburg zahlreiche Ehrengäste
unter anderem den Vorsitzenden des Bauernverbandes AllgäuOberschwaben Waldemar Westermayer begrüßen. „Für mich ist
der Schülerabend immer ein Ort der Begegnung mit vielen interessanten aktuellen Themen in der praktischen Landwirtschaft“.
So lauteten die einleitenden Worte des neu gewählten Vertreters
im Bundestag, Waldemar Westermayer und bedankte sich bei den
Organisatoren des Schülerabends für ihr ehrenamtliches Engagement.
Wie aktive Landwirtschaft funktioniert boten einige Schüler in
Ihren Fachvorträgen den interessierten Zuhörern. So stellte eine
Gruppe praktizierender Obstbauern ihr Fachwissen im Ausdünnungsverfahren im Kernobstbau vor. Qualitativ hohe Erträge
sind durch optimale Ausdünnung der Obstkulturen möglich. Des
Weiteren demonstrierten drei Milchviehhalter in Ihrem Projekt optimale Voraussetzungen rund um das Thema Kalbung bei Milchkühen. Es kommt darauf an, den Milchkühen eine ansprechende
räumliche Umgebung für die Abkalbung zu schaffen, was mit
einer ausreichend dimensionierten Strohbucht am besten erreicht
wird. Wie wichtig Energieeinsparung im Milchviehbetrieb aus
ökonomischer Sicht ist, stellte eine weitere Gruppe angehender
Betriebsleiter vor. Dabei ist es essentiell, die wichtigsten Energie-
verbraucher zu analysieren und Wirtschaftlichkeitsberechnungen
mit Alternativen wie z. B. Energiesparlampen durchzuführen.
Nach weiteren Musikstücken der Bauernkapelle kündigten die
Moderatoren des Schülerabends, Sabrina Heiß und Marius Ummenhofer einen Sketch zum Thema Freundschaft über Facebook
an. In gekonnter Manier boten die Darsteller den Gästen beste Unterhaltung und etwas für die Lachmuskeln.
Wie umfangreich Bildung im Hauswirtschaftsbereich ist, stellten
Melanie Reich und Carolin Männer in ihren Projekten der Fachschule für Hauswirtschaft Bad Waldsee vor.
Im Anschluss an die Projektdarbietungen wurden die Meisterinnen und Meister der Haus- und Landwirtschaft 2013 vorgestellt.
In den Verabschiedungen bedankten sich Lehrer und Verbandsvertreter für die gute Zusammenarbeit und wünschten Ihnen viel
Erfolg für die Zukunft.
KBV
KBV
LBV
LBV
Kreis
BauernVerband
Verband
Kreis
Bauern
Landes
LandesBauern
BauernVerband
Verband
Tettnang
e.V.
Tettnang
e.V.
Kreisgeschäftsstelle
Kreisgeschäftsstelle
Hopfengut
Hopfengut
26 26
88069
Tettnang
- Siggenweiler
88069
Tettnang
- Siggenweiler
07542
52-0
Tel.Tel.
07542
/ 93/ 93
52-0
Fax 07542 / 93 52-33
Fax 07542 / 93 52-33
E-Mail: tettnang@lbv-bw.de
E-Mail: tettnang@lbv-bw.de
in
inBaden-Württemberg
Baden-Württemberge.V.
e.V.
Hauptgeschäftsstelle
Hauptgeschäftsstelle
Bopserstraße
Bopserstraße17,
17, 70180
70180Stuttgart
Stuttgart
Tel.
0711/2140-177
Tel.0711/2140-0
0711/2140-0 Fax
Fax
0711/2140-177
im Internet:
im Internet:
www.kbv-tettnang.de
www.kbv-tettnang.de
Teil der Hauptgeschäftsstelle
Teil der Hauptgeschäftsstelle
Gartenstraße 63, 88212 Ravensburg
Gartenstraße 63, 88212 Ravensburg
Tel. 0751/3607-0 Fax 0751/3607-80
Tel. 0751/3607-0 Fax 0751/3607-80
imDienste
Diensteder
der heimischen
heimischen Landwirtschaft
...... im
Landwirtschaft
• Interessenvertretung gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
• Interessenvertretung gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
• Dienstleistungen in den Bereichen Buchführung, Steuerberatung, Versicherungen, EDV, Markt, Faxabruf
• Dienstleistungen
in den Bereichen Buchführung, Steuerberatung, Versicherungen, EDV, Markt, Faxabruf
• Beratung in wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen und Förderungsfragen
• Beratung
in
wirtschaftlichen,
rechtlichen, sozialen und Förderungsfragen
• Förderung der Aus- und Weiterbildung
• Förderung
der AusWeiterbildung
• Unterstützung
derund
Jugendund Landfrauenarbeit
• Unterstützung der Jugend- und Landfrauenarbeit
Voranzeige: Tettnanger Bauerntag am 28. Februar 2013 mit Gesundheitsexperte Prof. Hademar Bankhofer
Voranzeige: Tettnanger Bauerntag am Mittwoch, 25. Februar 2015 mit Landtagspräsident Guido Wolf
Ehemaligen Bote 201415
Moin! Schön, dat du dor bist!
Ein herzliches Willkommen in Schleswig-Holstein
– Peter Szokolai, Werner Kienzle –
47 Teilnehmer nahmen in der Zeit vom 12.-18. Mai dieses Jahres den direkten Weg per Flug von Friedrichshafen nach Hamburg in das nördlichste Bundesland Schleswig-Holstein. Diese
29. Frühjahrs-Lehrfahrt der Vereine Bodenseekreis und Sigmaringen zeigte ein unerwartet schönes und vielseitiges Bundesland zwischen den Meeren (Nord- und Ostsee) und braucht
den Vergleich mit unserer Region nicht zu scheuen.
Von Hamburg aus ging die Fahrt nach Lübeck zum ersten Programmpunkt mit Reiseleiter Ernst Mühlenbrink und Busfahrer
Ingo Szymanek, die uns 5 Tage lang begleitet haben.
Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, ist das zweikleinste Flächenland nach dem Saarland. Es ist ein Agrarland. Industrie befindet sich nur im Raum Lübeck und Kiel. Nach 60 km
Busfahrt erreichte man die „Königin der Hanse“, Lübeck.
Die Stadt Lübeck hat 210.500 Einwohner. Sie wurde 1143 gegründet und erhielt 1226 die Reichsfreiheit. Die Stadt entwickelte sich
rasch zum bedeutenden Handelsplatz. Dabei spielte das Salz als
Konservierungsmittel für die Heringe eine große Rolle. Doch als
die Hanse im 16. und 17. Jh. an Macht und Einfluss verlor, war auch
Lübecks Blütezeit vorbei. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung und der Eröffnung des Elbe-Kanals 1900 gab es für die Stadt
neue Perspektiven, auch durch die Öffnung der innerdeutschen
Grenze. Seit 1987 ist die Stadt UNESCO Weltkulturerbe. Heute ist
Lübeck eine moderne Hafen-, Industrie- und Handelsstadt mit dem
größten Fährhafen Europas. Am Westeingang der Altstadt erhebt
sich Lübecks Wahrzeichen das wuchtige, doppeltürige Holstentor. Es wurde im Jahre 1478 vollendet und beherbergt heute ein
stadtgeschichtliches Museum. Die südlich benachbarten hohen
Bachsteingiebelhäuser aus dem 16.-18. Jh. dienten früher als Salzspeicher. Am Südrand der Altstadt erhebt sich der nach schwerer
Kriegsbeschädigung wieder aufgebaute Dom. Das von zwei Türmen überragte Gotteshaus wurde 1173 von Heinrich dem Löwen
gegründet und im 13. bzw. 14. Jh. gotisch erweitert.
Der gewaltige Backsteinbau der hochgotischen Marienkirche
aus dem 13.-14. Jh. mit 80 m langem und knapp 40 m hohem Mittelschiff wird von zwei hohen Türmen flankiert. Das Gotteshaus
diente vielen gotischen Backsteinkirchen im Ostseeraum als Vorbild. Zu ihren bedeutendsten Ausstattungsstücken gehören der
Marienaltar aus dem Jahre 1512, sowie das Sakramentshäuschen
aus dem 15. Jh. Sehenswert ist auch die fünfschiffige St. Petrikirche aus dem 13.-16. Jh..
Das Niederegger Caféhaus wurde im Jahre 1806 vom Konditormeister Johann Georg Niederegger gegründet und wird heute in
siebter Generation geführt. Hier servierte man uns einen Marzipan-Cappuccino und die original Marzipan-Nusssahnetorte in
angenehmer Kaffehausatmosphäre. Über 300 Spezialitäten stehen
zur Auswahl: Marzipan in vielfältigen Variationen, erlesene Pralinen, Nougat, Baumkuchen, Stollen und feinstes Gebäck.
Der Markplatz wird von der imposanten Fassade des Rathauses
beherrscht. Das Charakteristikum des Mitte des 13. Jh. begonnenen, L-förmigen Gebäudes sind die hohen Schildwände mit ihren
spitzen Türmen. Den Nordflügel schmückt seit dem Jahr 1571 ein
Renaissancevorbau mit Sandsteinfassade. Um die Statik der senkrechten Giebel bei starkem Wind zu entlasten sind kreisförmige
Öffnungen eingebaut.
In der Lübecker Bucht liegt das Mondäne Seebad Travemünde.
Weiterhin sichtbar ist das 158 m hohe Hotel Maritim. Auf der
Strandpromenade herrscht das ganze Jahr über reger Publikumsverkehr. Altehrwürdige Bauten wie das Alte Kurhaus, das Casino
und das Hotel „Deutscher Kaiser“ zeugen davon, dass Travemünde
schon im vorletzten Jahrhundert ein Welt-Bad war. Der Skandina-
vien-Kai ist in den letzten Jahren zum größten Fährhafen Europas ausgebaut worden. Eine Legende der Windjammer-Ära, die
„Passat“, liegt in Travemünde. Die Viermastbark mit 56 m hohem
Großmast wurde 1911 in Hamburg gebaut und 1957 außer Dienst
gestellt.
Das erste Hotel dieser Fahrt war das Steigenberger Conti Hansa
in Kiel.
Für die Landschaft des Ostseebereichs ist die von der Eiszeit stammende Moränengestaltung charakteristisch. Weiter nach Westen
im Eiderflusstal gibt es fruchtbaren Acker und Weiden. Aus Dänemark wurde Vieh eingeführt und hier gemästet und dann im 18.19. Jh. zu Beginn der Industrialisierung nach England exportiert.
Durch Streifenbepflanzung hat man einen gewissen Windschutz
gewährt. Bei der relativ kurzen Fahrt von Lübeck über Kiel bis
zum Atlantik hat man die verschiedenen Landschaften mit unterschiedlichen Böden und Kulturen beobachten können. Die Landwirtschaft hatte drei Gliederungen: Adlige Großgrundbesitzer mit
Leibeigenen, die den Hof nie verlassen dürften. Dann die bürgerlichen Großgrundbesitzer, sowie die freien Kleinbauern. Nach dem
Zweiten Weltkrieg mussten Großgrundbesitzer Flächen an die von
Osten eingewanderten Bauern abgeben. Es entstanden sogenannte
Musterhöfe.
Das Eidersperrwerk südlich von St. Peter-Ording wurde 1973
errichtet und reguliert mit fünf Schleusentoren mit 200 m Breite,
8,5 m Höhe und mit dem 4,8 km langen Damm den Wasserfluss,
um zu verhindern, dass von den Sturmfluten der Nordsee das Hinterland betroffen wird. Vor dieser Zeit haben die niederländischen
Deichbauer große Leistungen erbracht. Sie waren die Meister des
Deichbaus und der Landgewinnung.
Das Eidermündungsgebiet liegt auf dem Weg der atlantischen
Vogelflugroute und wird von Zugvögeln zur Nahrungsaufnahme
und Rast genützt. Hier treffen sich verschiedene Anfluglinien, die
man als Trichterwirkung bezeichnet. Ein Teil des Dithmarscher
Eidervorlands mit dem Watt ist ein Naturschutzgebiet. Jede Vogelart hat spezielle Anpassungsmechanismen entwickelt, z.B. die
Schnabellänge und nutzt damit das reiche Nahrungsangebot des
Wattbodens. Das sumpfige mit Kanälen durchzogene Gebiet wird
mit Schafen offengehalten. Die von der See gewonnenen Marschböden auf den Dithmarschen sind sehr fruchtbar. Hier wird Weizen, Weis- und Rotkohl angebaut. Es standen und stehen große
Hofgebäude mit verschiedenen Aufteilungen, in denen Menschen,
Tiere und die notwendigen Winterfutter unterbracht wurden. In
diesem Gebiet haben die Ortsnamen dänischen Hintergrund, da
dieses Land zu der damaligen Großmacht Dänemark gehörte.
„Graue Stadt am Meer“ hat Theodor Storm seine Geburtsstadt Husum bezeichnet. Im Mittelalter konnten sich Handel und Schiffbau
schnell entwickeln und Husum wurde zur Hauptstadt Nordfrieslands. Den Marktplatz säumen Häuser aus dem 16. und 17. Jh. u.a.
16
das Rathaus, ursprünglich 1601 errichtet, später jedoch mehrmals
umgestaltet. An der Ostseite erhebt sich die Marienkirche (18291833), mit dem Bronzetaufbecken von 1643. Es ist der bedeutendste klassische Sakralbau in Schleswig-Holstein.
Schleswig, liegt reizvoll an dem von sanften Höhen umgebenen
Ostseefjord Schlei, einer schmalen Förde der Ostsee. Bedeutendstes Bauwerk der Altstadt ist der gotische, im Wesentlichen im
12.-15. Jh. entstandene Dom St. Petri, der von einem 112 m hohen im Jahr 1894 errichteten Westturm überragt wird. Im reich
ausgestatten Inneren des Gotteshauses zeigten sich das mächtige
Marmorgrabmal des Dänenkönigs Friedrich I., das spätgotische
Chorgitter, ein Taufbecken von 1480 und Wandmalereien aus
dem 12. / 13. bzw. 14. Jh.. Glanzstück ist der kostbare 1666 hierher
überführte „Bordesholmer Altar“. Der über 12 m hohe Flügelaltar
mit seinen 392 Figuren gilt als Hauptwerk mittelalterlicher niederdeutscher Schnitzkunst. 1830 entstand die staatlich angeordnete
Evangelisch Lutherische Kirche. Heute bekennen sich über 50 %
der Bevölkerung zu diesem Glauben.
Haithabu liegt vor den Toren der Stadt Schleswig. Vom 9. bis 11.
Jh. war diese Stadt der bedeutendste Handelsplatz Nordeuropas
und der Wikinger. Hier kreuzten sich die wichtigsten Fernhandelswege und führten Menschen und Waren aus aller Welt zusammen.
Zum Schutze der Stadt wurde ein befestigter Halbkreiswall errichtet. An diesen schließt sich im Westen das Verteidigungssystem
des Danewerks an. Im Wikinger-Museum findet man einzigartige
archäologische Originalfunde von Schmuck, Waffen und Objekten von Handwerk und Handel.
Kiel ist die Hauptstadt des Bundeslandes Schleswig-Holsteins mit
241.000 EW. Kiel ist der größte Passagierhafen Deutschlands dank
des Fährverkehrs nach Skandinavien (Schweden Kai, Norwegen
Kai) und Litauen. Seit 2007 legen immer mehr Kreuzfahrtschiffe
auch hier an. Die „Kieler Woche“, die größte Segelsportveranstaltung und Windjammerparade der Welt, zieht große Massen an.
Gegründet wurde Kiel im 13. Jh. durch den holsteinischen Grafen
von Schauenburg. 1242 erhielt der Ort das Stadtrecht. 1283 trat
er der Hanse bei. Mit der Verlegung der preußischen Flotte nach
Kiel (1865) begann das rasche Wachstum der Stadt und die Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals 1895 förderte die Entwicklung
weiter. Durch 90 Bombenangriffe Im Zweiten Weltkrieg ist Kiel zu
80 % zerstört worden. Es gab 75 Hoch- und Tiefbunker, sowie UBootbunker in Kiel. An der Ostseite der Kieler Förde gibt es heute
zwei Werften, wo u.a. U-Boote gebaut werden. Auf den Grundmauern des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses am Ufer
der Förde entstand ein Kulturzentrum mit der Landesbibliothek,
einem Konzertsaal und Ausstellungssälen. In der Altstadt steht am
Markt die Nikolaikirche, deren Altar, das Taufbecken von 1344
und die Kanzel Beachtung verdient. Vor der Kirche zieht die Plastik „Geistkämpfer“ (1928 von Ernst Barlach) den Blick auf sich.
Südwärts verläuft die Holsteinstraße, die erste Fußgängerzone in
Deutschland seit 1950, zum Berliner Platz und zum Europaplatz.
Das 85 m hohe Marine-Ehrenmal im Ostseebad Laboe hat die
Form eines Schiffsstevens. 1927-1936 erbaut, erinnert es heute an
die gefallenen und im See verbliebenen Marinesoldaten aller Nationen des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Von der Terrasse des
Ehrenmals bietet sich ein sehr schönes Panoramabild auf die Umgebung. Das Museum zeigt die verschiedenen Kriegsschiffarten
über die Jahrzenten hinweg.
Auf dem Strandabschnitt vor dem Ehrenmal steht das begehbare
Unterseeboot U 995 aus dem Jahre 1943 und wurde ebenso von
uns besichtigt. Ein Spaziergang am Schöneberger Strand und auf
dem Deich rundete das Programm ab.
Der Nord-Ostsee-Kanal wurde nach achtjähriger Bauzeit im Jahr
1895 eröffnet und ist seither in zwei Bauphasen auf die heutigen
Maße vergrößert. Der Weg zw. Nord- und Ostsee wird durch den
Kanal um ca. 520 km verkürzt. Die Länge des Kanals beträgt 99
km, die Breite 90 m. Diese meistbefahrene künstliche Schifffahrtstraße der Welt kann Schiffe mit 235 m Länge, 33 m Breite und mit
10 m Tiefgang aufnehmen.
Ehemaligen Bote 2014
Nach einem Spaziergang entlang des Nord-Ostsee-Kanals mit historischen Bauten aus der hier herrschenden Handelszeit folgte ein
Grillabend in einem gemütlichen Restaurant.
Die Holsteinische Schweiz zw. Kieler Bucht und der Lübecker
Bucht ist ein mit schönen Buchenwäldern bestandenes Gebiet, das
mit seinen sanften Hügeln und Seen zu den lieblichsten Landstrichen gehört. Die Holsteinische Schweiz bildet das Zentrum der
historischen Landschaft Wagrien, der Heimat der schlesischen
Wagrier, die erst im 12. Jh. endgültig christianisiert und dem Deutschen Reich einverleibt wurden. Nach einem Spaziergang durch
den schönen englischen Schlosspark in Eutin ging es zum Schloss.
Das von Wassergräben umgebene, wuchtige Schloss aus dem 17./
18. Jh. und die Altstadt mit Backsteinhäusern aus dem 17. Jh. beeindruckte. Eutin machten Dichter und Maler zu einem „Weimar
des Nordens“. Der bekannteste Sohn der Stadt ist der Komponist
Carl Maria von Weber 1786-1826. Danach fuhr man zu dem 30 km²
umfassenden Großen Plöner See. Er ist der größte und eindrucksvollste der Plöner Seenplatte und ein Zentrum des Wassersports.
Die gemütliche Schifffahrt mit Unterbrechung auf der Prinzeninsel und einem Imbiss dort war ein schönes Erlebnis, weil das Wetter
es gut mit uns meinte.
Anschließend ging es zum im Stil der Spätrenaissance erbauten
Schloss (1633-1636). Von der Vorterrasse bietet sich ein großartiger Blick auf den Großen Plöner See.
Das Alte Land an der Unterelbe mit fruchtbaren Marschböden
ist mit 12.000 ha das größte geschlossene Obstbaugebiet Deutschlands. Zur Begrüßung im Obsthof Matthies gab es ein Glas Apfelsaft oder Diekpedder (Apfelsaft mit Obstbrand). Anschließend
folgte eine Fahrt mit dem Obsthof-Express über die Anlagen des
Betriebes, wobei die Belange der örtlichen Produktion und Vermarktung von dem Betriebsleiter erläutert wurden. Zum Abschluss
wurden Obstkuchen und Kaffee serviert. Beeindruckend sind auch
die stattlichen, farbenprächtigen Altenländer Bauernhäuser mit
hohem Reetdach. Durch die von Kanälen durchschnittene Ebene
führt der schöne Obstmarschweg parallel zum südlichen Elbufer.
In Wedel an der Elbe beim Fährhaus Willkomm-Höft werden
alle ein- und auslaufenden Schiffe mit einer Vermessung von über
1.000 Grosstons mit ihrer Nationalhymne und in ihrer jeweiligen
Landessprache begrüßt. Und das bereits seit Juni 1952. So auch
u.a. die französische Maupassant mit 6.500 Containern am Bord.
Nach diesem beindruckenden Besuch an der Elbe mit Gästen aus
der ganzen Welt folgte ein Hotelwechsel nach Hamburg ins Novotel Hamburg Alster.
Die freie und Hansestadt Hamburg mit 1,8 Mio. EW., schmückt
sich gerne mit dem Titel „Tor zur Welt“. Die günstige Lage tief im
Mündungstrichter der Elbe macht die Stadt zu einem der ersten
Hafen- und Handelsplätze Europas. Im 9. Jh. als „Hammaburg“
gegründet, entwickelte sich Hamburg im Mittelalter früh zur Handelsmetropole und im 18. Jh. auch zu einem geistigen Zentrum
Norddeutschlands. Mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt
bekam die Stadt und der Hafen einen gewaltigen Aufschwung.
Das Stadtbild prägt entscheidend die Alster, ein Nebenfluss der
Elbe. Schmuckstück der Innenstadt ist das im 17. Jh. angelegte Becken „Binnenalster“, an der Hamburgs beliebteste Flaniermeile,
der Jungfernstieg verläuft. Die Kleine Alster wird gesäumt von den
1842 / 1843 entstandenen Alsterarkaden. Der einstige Stadtwall
Ehemaligen Bote 201417
BSL GmbH & Co. KG, EVS-Weg 4, 88074 Meckenbeuren
Ihr Ansprechpartner: MArtIn StEur
Mobil : +49 160 90170232, tel.: +49 7542 9805-35, Fax: +49 7542 9805-36,
Email: m.steur@bsl-online.de, www.bsl-online.de
Pflanzenschutz
· Blattdünger · Spezialdünger
Wir bedanken uns bei allen Inserenten, die uns durch ihre Anzeige tatkräftig unterstützt haben und bitten
Sie, diese bei ihren Aufträgen zu berücksichtigen.
Verein landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis e.V.
immer dabei – mit dem
und
18
Ehemaligen Bote 2014
sowie die Lombards- und Kennedy-Brücke trennen die Binnenalster von der Außenalster. Mittelpunkt der Altstadt ist der Rathausmarkt mit dem 1886-1897 in prunkvollen Renaissanceformen errichteten Rathaus. Vom Rathausmarkt zieht die breite, von
großen Warenhäusern und zahlreichen Ladengeschäften gesäumte
Mönckebergstraße. An dieser Hauptgeschäftsstraße erhebt sich
der 133 m hohe Turm der Hauptkirche St. Petri. Das Wahrzeichen
der Stadt ist die ursprünglich in 18 Jh. gebaute barocke St. Michaelis Kirche. Beeindruckend ist vor allem die große Empore. Das
in Weiß und Gold gehaltene Kirchenschiff bietet 2.500 Menschen
Platz bei Konzerten. Der 20 m hohe Altar zeigt als zentrales Motiv
die Auferstehung.
Der seit dem 12. Jh. bestehende Hafen zählt zur Spitzengruppe der
europäischen Umschlagplätze für Seegüter. Er erstreckt sich 104
km bis zur Elbmündung in die Nordsee. Mehr als 12.000 Seeschiffe aus aller Welt machen in dem bei Ebbe und Flut zugänglichen
Tidehafen pro Jahr fest. Der Hafen ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor sondern ein Touristenattraktion. Von den St.-Pauli-Landungsbrücken geht der Hafen- und Unterelbverkehr ab. Das Empfangsgebäude wurde 1909 erstellt. Der Turm weist eine Uhr und einen
Wasserstandanzeiger auf. Die großen Containerschiffe mit der gewaltigen Ladung beeindruckten. Das Kreuzfahrtschiff, die Queen
Elisabeth lag im Hafen zur Überholung. Im Restaurant Fischerhaus
erfolgte das Mittagessen mit einem vorbestellten Drei-GängeMenü. Nur knapp verpassten wir dabei einen Wahlkampfauftritt
(Europawahlen) der Bundeskanzlerin bei den Landungsbrücken.
Erstaulich war zu sehen, welchen Sicherheitsaufwand ein solcher
Auftritt verursacht und zu welchen Verkehrschaos, wenn auch nur
kurzzeitig, führt.
Die Hafenrundfahrt von den Landungsbrücken aus zeigte noch
einmal die Ausdehnung des Hafens im Stadtbereich, die wuchtigen
Containerschiffe mit einer kaum vorstellbaren Menge von geladenen Containern, die riesigen Fähren und Fahrgastschiffe und nicht
zuletzt zwei Kreuzfahrtschiffe.
Bei der abendlichen Nachtwächtertour in St. Pauli mit zwei Original St. Pauli Nachwächtern mit viel Witz und Seemannscharme
konnte man u.a. die berühmte Große Freiheit sehen. Sie zeigten
auf, wie zwischen Millerntor und Altona das größte Amüsier- und
Rotlichtviertel Europas entstand. Sowohl ein Blick in die Herbertstraße (ohne Frauen) als auch das Kennenlernen der Davidswache
rundeten diesen Besuch ab und endete am Beatlesplatz. St. Pauli
bietet eine große Bandbreite von Unterhaltung: Vom Theater, Musical, Varieté und Kabarett über Diskotheken, Rock- und Tanzlokalen, Sex-Shows, Kinos und Kneipen bis hin zu Prostitution. Die
Hauptachse von St. Pauli ist die weltbekannte Vergnügungsstraße
Reeperbahn, an der einst die Seilmacher (Reeper) ihrem Handwerk nachgingen.
Der Besuch des Fischmarktes morgens kurz nach sieben Uhr
und vor dem Frühstück ließ alle erstaunen: Zwar war da nicht der
irrtümlich erwartete Fischgroßmarkt, aber stattdessen eine unvermutet große Zahl von Besuchern, die sich durch einen schier
endlosen Markt mit Produkten aller Art schoben. Die Fischstände
überwogen in einem bestimmte Teil des Marktes und luden zum
Kauf leckerer Fischspezialitäten ein, ein Kauf, auf den wir leider
verzichten mussten.
Die Hamburger Speicherstadt repräsentiert mehr als 125 Jahre
Hafen- und Handelsgeschichte, sowie einen weltweit einzigartigen
historischen Lagerhauskomplex. An den Fleeten reihen sich die
bis zu siebenstöckigen Ziegelbauten, die eine eindrucksvolle Backsteinfassadenfront bilden. Hier lagern vor allem wertvolle Handelsgüter wie Tabak, Kaffee, Rum, Trockenfrüchte und Gewürze,
aber auch Geräte sowie Orientteppiche. Im einzigen Gewürzmuseum der Welt ist das Riechen, Schmecken und Anfassen von über
50 Rohgewürzen erlaubt. Über 900 Exponate aus den letzten fünf
Jahrhunderten erzählen die unterhaltsame Geschichte der Gewürze vom Anbau bis zu den Fertigprodukten. Im Speichermuseum
gibt es Griepen, Taxameter, Kaffeesäcke und Probenstecher. Im
authentischen Rahmen eines Speichers von 1888 werden Importgüter und Arbeitsgeräte gezeigt. Weitere Themen sind der Tee- und
Kaffeehandel und der Bau der Speicherstadt.
Mit der Hafen City, Europas größtem innerstädtischen Bauprojekt, entsteht zurzeit im ehemaligen Freihafen auf einer Fläche
von 157 ha ein neuer, maritim geprägter Stadtteil – ein Drittel der
Fläche besteht aus Wasser – mit Wohnungen, Büros, Kultur- und
Freizeiteinrichtungen. Dazwischen laden neu gestaltete Plätze und
Kais zum Flanieren und Erholen ein. Auch die ersten Bürogebäude zeigen bereits einen besonderen architektonischen Anspruch,
wie der 55 m hohe Marco-Polo-Turm. Einzelne historische Bauten
blieben erhalten, darunter das älteste Lagerhaus der Kaispeicher.
„Leuchtturm“ der Hafen City wird die Elbphilharmonie sein, worauf die Hamburger sehr stolz sind. Doch ein Ende der Bauarbeiten
ist noch nicht abzusehen und kosten wird der Bau ein Mehrfaches
der veranschlagten Summe.
Diese Besuche rundeten am Sonntag das Kennenlernen der Hansestadt Hamburg ab bevor der Transfer zum Flughafen und der
Rückflug nach Friedrichshafen dieser Lehrfahrt ein Ende setzten.
Wir wünschen allen unseren Kunden
ein erfolgreiches Jahr 2015.
20
Ehemaligen Bote 2014
Vergleichende Betrachtung zur Entwicklung der
Sortenstrukturen in den
Hopfenanbaugebieten Tettnang und Hallertau
– Franz Wöllhaf –
Ausgehend von den gebietstypischen Landsorten wie dem Tettnanger, dem Hallertauer mfr., dem Spalter usw., die sich seit Einführung des organisierten Hopfenbaus in den traditionellen deutschen
Hopfenanbaugebieten etabliert haben, ist mittlerweile das Sortenspektrum in allen Anbauregionen deutlich vielfältiger geworden.
Wie nachfolgenden Graphiken zu entnehmen, stellt sich aktuell
wieder gewisse Bewegung beim Anbau neuer Sorten ein. Von England stammend kamen ab ca. 1950 mit den Bittersorten Northern
Brewer und Brewers Gold erste über Kreuzungszüchtung etablierte Hopfensorten in die Hallertau. Zuchtaromahopfen, die den traditionellen Landsorten nahe kamen, konnten in der Hallertau erst in
den 1970er Jahren und in Tettnang eigentlich erst um das Jahr 2000
Fuß fassen. Verschiedene Einflussfaktoren waren hierfür maßgebend. So musste in der Hallertau aufgrund der Welkeproblematik
der anfälligen Sorte Hallertauer mfr., landläufig auch Wolnzacher
genannt, frühzeitig nach Alternativen umgeschaut werden.
Im Tettnanger Gebiet hat sich die relative Sortenmonostruktur mit
ca. 2/3 Tettnanger und ca. 1/3 Hallertauer mfr. bis ca. 1995 gehalten.
In intensiv geführten Diskussionen wurde in dieser Episode unter
anderem auch die Ansicht vertreten, Tettnang solle sich aus Gründen der Marktreputation alleinig auf den Tettnanger beschränken. Letztlich gaben für die Erzeugergemeinschaft markt- und
betriebswirtschaftliche Aspekte den Ausschlag, jegliche Sortenbeschränkung aufzugeben. Der weltweite Produktionsüberhang
und die mengen- und sortenmäßige Abhängigkeit von einzelnen
Großkunden, beförderte die Entscheidungsfindung. So hat sich die
Fläche des Hallertauer mfr. seit 1997 mit 587 ha auf 171 ha in 2014
reduziert, während beim Tettnanger in diesem Zeitraum die Fläche
von 1.070 ha auf nunmehr 762 ha zurück ging. Ab 2000 haben sich
im Gegenzug die Sorten Perle und Tradition im Gesamtumfang
von 130 ha verfestigt und seit 2008 setzt der neue „Shooting Star“
Herkules im Anbauprogramm zum Höhenanflug an.
Andere Zuchtsorten wie Select, Saphir und Smaragd sind vergleichsweise nur mit wenigen Hektaren vertreten. Für die ganz neu
im Programm befindlichen Flavorsorten (HC, HN, MB), für deren
Anbau Lizenzrechte erforderlich sind, muss sich noch zeigen wie
aufnahmefähig der Markt ist, wenn die Bestände im Vollertrag
stehen.
Sortenkurzbezeichnungen
TE
Tettnanger
HE
Hersbrucker
HA
Hallertauer mfr.
SP
Spalter
PE
Perle
NB
Northern Brewer
HT
Hallertauer Tradition
BG
Brewers Gold
SE
Spalter Select
HM
Magnum
SR
Saphir
TU
Taurus
OL
Opal
MR
Merkur
SD
Smaragd
NU
Nugget
CA
Cascade
TA
Target
PA
Polaris
OR
Orion
HC
Hallertauer Blanc
HU
Hüller Bitterer
HN
Hüll Melon
RE
Record
MB
Mandarina Bavaria
SO
Sonstige
Die Graphiken für die Hallertau verdeutlichen zunächst die größeren Dimensionen der Anbauflächen im Vergleich zu Tettnang.
Wesentliche Etappen waren hier die massive Flächenreduktion der
Gebietssorte Hallertauer mfr. mit Kompensation durch die Sorten
Hersbrucker, Northern Brewer und Brewers Gold in den 1970er
bis in die 1980erJahre. Erst ab Mitte der 1980er Jahre konnten die
Sorten Perle, Tradition, Select, Magnum und Taurus die zuvor genannten Sorten im Ranking ablösen. Im Bitterstoffsegment revolutioniert seit Anfang 2000 die Sorte Herkules das Anbauprogramm.
Ehemaligen Bote 201421
Im Gegenzug schwindet Magnum und Taurus sowie Nugget. Bei
den kleineren Sorten fällt in der aktuellen Entwicklung nur Saphir
ins Gewicht. Interessant ist die Entwicklung beim Hallertauer.
Nachdem bis Anfang der 1990er Jahre die Fläche bis auf unter
200 ha abnahm, gab es ein Revival mit einem Peak von annähernd
1.600 ha in 2007 und anschließend ein bruchartiger Rückgang auf
50% dieses Umfangs.
Erwähnenswert ist, dass sich das Spiel der Sorten in der Fläche vor
dem Hintergrund einer weltweiten dramatischen Flächenreduktion abzeichnete. Innerhalb von 20 Jahren hat sich Welthopfenanbaufläche von ursprünglich rund 95.000 ha in 1991 annähernd
halbiert. 2013 wurde mit rund 46.000 ha der Tiefpunkt erreicht.
Möglich wurde dies, durch die Einführung von Hochleistungs-Bitterstoffsortensorten in Deutschland (Herkules) und den USA. Seit
2014 ist wieder eine Flächenzunahme mit markanten Impulsen aus
den USA sichtbar. Die einsetzende „Crafts-Brewer-Szene“ generiert seit ca. 10 Jahren in den USA einen neuen Trend mit teilweise
extrem hopfenbetonten Bieren unter Verwendung von Sorten mit
fruchtigen Aromanoten. In der Folge hat die USA die Führerschaft
bezüglich Bitterstoffproduktion an Deutschland abgegeben.
Die aktuelle Entwicklung zeigt, dass neue Hopfensorten im Wechselspiel der Märkte erhebliches Veränderungspotential haben
können. Die wettbewerbsstarke Sorte Herkules setzt in puncto
Wirtschaftlichkeit durchaus notwendige Maßstäbe. Landsorten
und neuere Zuchtaromasorten kommen dabei aber tendenziell in
Bedrängnis. Bei einem Alphapreis um 25,- €/kg müssen im Vergleich für den Tettnanger 10,- €/kg und mehr eingesetzt werden
um Parität zu erreichen. Nachfrage und Angebot werden es regeln!
Während in der Hallertau das Auf und Ab der Sorten bereits seit
den 1970er Jahren im Gange ist, wird sich aller Voraussicht nach
nunmehr auch in Tettnang diesbezüglich mehr Dynamik einstellen. Dabei ist zu erwarten, dass die Standzeiten der Pflanzungen
nicht mehr so lange sein werden, wie man es von Landsorten
gewohnt war. Für den Einzelbetrieb gilt es die Betriebs- und Arbeitswirtschaft im Blick zu halten. Die optimale Auslastung der
vorhandenen Erntetechnik ist dabei ein wichtiger Aspekt.
22
Ehemaligen Bote 2014
Alle Lehrfahrten des VLF e.V. seit 1928
Fortsetzung nach dem Ehemaligen-Bote Nr. 52 vom Dezember 2006
Lehrfahrttyp
Jahr
Zeitraum
Ziel
Zahl Leiter
Tag(e)
1. Abdruck der Lehrfahrten in der Festschrift 75 Jahre VLF e.V. im März 2003 (Nr. 48), Seiten 27 - 34
Tages-Lehrfahrt
2006 12.5.2006
Buchenbach - Breisach - Freiburg
51 Werner Kienzle
1
2. Abdruck der Lehrfahrten im Heft Nr. 52 vom Dezember 2006, Seite 19
22. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
Sommer-Lehrfahrt
06.04. 2007
4.11.2007
05.08. 2007
8.7.2007
Tages-Lehrfahrt
2007 11.29.2007
23. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2008
Sommer-Lehrfahrt
2008
Tages-Lehrfahrt
2008
24. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2009
Sommer-Lehrfahrt
2009
Tages-Lehrfahrt
2009
25. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2010
Sommer-Lehrfahrt
2010
Tages-Lehrfahrt
2010 12.6.2010
26. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2011
Sommer-Lehrfahrt
2011
Tages-Lehrfahrt
2011
27. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2012
Sommer-Lehrfahrt 1
2012
Sommer-Lehrfahrt 2
2012
Tages-Lehrfahrt
2012 11.28.2012
28. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2013
Sommer-Lehrfahrt 1
Sommer-Lehrfahrt 2
20.04. 4.26.2008
10.08. 8.12.2008
12.4.2008
21.04. 28.04 2009
09.08. 8.11.2009
12.4.2009
20.04. 4.27.2010
08.08. 8.10.2010
13.04. 4.20.2011
07.08 8.9.2011
12.5.2011
25.04. 5.2.2012
28.06. 7.1.2012
05.08. 8.7.2012
13.04. 4.20.2013
16.06. 2013
6.19.2013
04.08 2013
8.6.2013
Tages-Lehrfahrt
2013 12.4.2013
29. Frühjahrs-Lehrfahrt-Flug
2014
Sommer-Lehrfahrt
12.05. 5.18.2014
10.08. 2014
8.12.2014
Bisherige Summe der Teilnehmer: 7652
Reisetage:
Rom und Umgebung, Vatikan über
42 Werner Kienzle
Ostern 2007
518
6
Lago Maggiore
68 Werner Kienzle
3
Buchs - Zürich, Schokolade Frey,
Migros-Führung, Flughafen Zürich
50 Werner Kienzle
1
Österreich - Steiermark, Kärnten
47 Peter Szokolai
7
Bayerischer Wald, Tschechien
67 Werner Kienzle
3
Heiligkreuztal, Mengen, Bottenreute
Polen, der Süden des Landes Krakau und
Tschenstochau
50 Werner Kienzle
1
41 Werner Kienzle
8
Schwarzwald, Elsass, Freiburg, Colmar
66 Werner Kienzle
3
Ulm und um Ulm herum
Spanien - Mallorca
25. gemeinsame Fahrt der 2 Vereine
44 Werner Kienzle
1
48 Peter Szokolai
8
Schnalstal, Südtirol, Kalterer See
68 Werner Kienzle
3
Altbach/Deizisau, Leinfelden/Echterdingen,
Flughafen Stgt., Uhlbach-Wein
37 Werner Kienzle
1
Rumänien
46 Werner Kienzle
8
Zell am See / Großglockner
70 Werner Kienzle
3
Werner Kienzle
1
München, Leutkirch
Malta und Insel Gozo
46 Peter Szokolai
8
Bamberg - Fränkische Schweiz
Höhepunkte Oberfrankens
45
Dr. Dieter
Eberhard
4
Pfalz - Neustadt / Heidelberg
65 Werner Kienzle
3
33 Werner Kienzle
1
48 Werner Kienzle
8
Hüttlingen, Neunheim, Teussenberg,
Neresheim
Galway, Moher, Connemara, Dublin,
Wicklow Mountains - Irland
Burgund, Beaune, Dijon, Cormatin, Taizé,
Tournus - Frankreich, Strickhof - Schweiz
Schweiz - Graubünden, Chur - Davos Bernina Express - Tirano
Gemüsebetrieb, Stuttgart Mercedes-Benz
Museum, Köngen, Weingut Wöhrwag
O‘türkheim
30
Dr. Dieter
Eberhard
4
51 Werner Kienzle
3
50 Werner Kienzle
1
Schleswig-Holstein, Hamburg, Kiel
47 Peter Szokolai
8
Garmisch-Partenkirchen (GP), Oberammergau, Zugspitze, Sprungschanze GP
70 Werner Kienzle
3
Summe der Reise-Teilnehmer: 8881
Reisetage:
618
Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG · Albert-Maier-Straße 6 · 88045 Friedrichshafen | Württembergische Obstgenossenschaft eG · Raiffeisenstraße 12 · 88214 Ravensburg
OBS_AZ_Aepfel_185x128_RZ.indd 1
19.01.2012 10:15:09 Uhr
Nachhaltig und sicher.
Professionelle Folienüberdachungen
und Hagelschutzsysteme.
Agrar
Mit Innovationen im Kulturenschutz erreichen
unsere Systeme ein Höchstmaß an Sicherheit.
BayWa AG
Agrar
OHZ Bodensee
Kalchenstraße 20
88069 Tettnang
+49 7542 5396-57
obstbau@baywa.de
www.baywa.de/obstbau
24
Ehemaligen Bote 2014
Gläserne Produktion im Bodenseekreis lockte viele Besucher an
– Susanne Berger –
In Obersiggingen, im schönen Deggenhausertal, öffneten am
14.09.2014 der Biolandhof Steidle, die Mosterei Kopp und das
Forstunternehmen Jäger unter dem Banner der „Aktion Gläserne
Produktion“ ihre Hoftore.
Anfangs sorgte Petrus für einige Verwirrung. Es fing an zu nieseln,
dann zu regnen und Plan B wurde eingeleitet indem die neue Halle
der Mosterei Kopp geleert wurde, um den Gottesdienst nach innen
zu verlegen. Daraufhin hatte Petrus dann ein Einsehen und schickte strahlenden Sonnenschein, so dass der Einweihungsgottesdienst
doch unter freiem Himmel stattfinden konnte.
So unterschiedliche Schwerpunkte die Betriebe haben, so breit
gefächert war das Angebot für Groß und Klein. Während sich
die Erwachsenen den Ochs am Spieß schmecken ließen, tobten
die Kleineren in der Strohburg oder versuchten am Stand „Vom
Korn zum Brot“ Körner in Haferflocken und Mehl zu verwandeln.
Wem die Handarbeit zu langsam ging oder der Ertrag zu gering
war konnte das fertige Brot bei Linzgau Korn erwerben. Doch der
Mensch lebt nicht vom Brot allein. Aus diesem Grund stellten die
Kinder beim Lernort Bauernhof aus dem vorhandenen Streuobst
selbst Apfelsaft her.
Wie das in „großem Stil“ abläuft konnte in der Mostobstanlage von
Herrn Steidle und der neuen Obstsaftanlage der Mosterei Kopp
besichtigt werden. Mit der maschinellen Rüttelmaschine muss
nicht gewartet werden bis die Äpfel von alleine fallen und für die
Auflesemaschine ist so mancher Rücken dankbar. Auch bei der
Verarbeitung wird auf Technik gesetzt. Die Äpfel werden automatisch gewaschen, besonders schonend gepresst und in Flaschen
oder Bag-in-Box abgefüllt. Die Bedeutung eines solchen Saftes für
den Körper erklärten die Frauen bei „Blickpunkt Ernährung“.
Fasziniert waren die Besucher auch von den kleinsten Beteiligten
der Gläsernen Produktion. Im Schaukasten wuselten sie hin und
her, flogen raus, kamen mit gelben „Höschen“ wieder rein und
machten darauf aufmerksam, dass ohne die Biene die Technik still
stehen würde.
Trotzdem waren die großen Maschinen im land- und forstwirtschaftlichen Bereich sehr eindrucksvoll. Besonders Männer konnten sich schwer von dem Holzhäcksler beim Forstunternehmen Jäger loseisen, der binnen Minuten einen meterdicken Baumstumpf
zerkleinerte. Anschaulich wurde mit der Motorsäge ein Stamm
gefällt und damit demonstriert, dass es ohne Handarbeit auch in
unserer Zeit nicht geht und Sicherheit immer Vorrang hat.
Auch ist eine Maschine nicht immer und überall einsetzbar. Flexibler sind da schon ein Pferd, das sich mit einem Baumstamm
seinen Weg durch unwegsames Gelände sucht oder Kühe, die auch
schwierigere Flächen pflegen können. Pia, das Kaltblutpferd, wurde beim Holzrücken beobachtet und in Steidle´s Stall konnte das
Prinzip der Mutterkuhhaltung analysiert werden.
Hautnah konnten die Gäste Regionalität erleben und Dinge erfragen, die sie schon immer wissen wollten.
Mehr Informationen über die „Aktion Gläserne Produktion“ erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt Bodenseekreis im Landratsamt.
Ehemaligen Bote 201425
Neues zur Priorisierung im AFP
Seit Juni 2014 können Anträge für das neue Agrarinvestitionsförderprogramm angenommen werden. Über die genauen Konditionen wurde in einem früheren Rundschreiben schon informiert.
Liegen beim Regierungspräsidium Tübingen mehr Anträge auf
Agrarinvestitionsförderung vor, als Gelder da sind, so erfolgt eine
Priorisierung der Anträge. Gefördert werden dann die Anträge, mit
den meisten Priorisierungspunkten.
Im Bereich der Landwirtschaft wird für folgende Kriterien momentan jeweils ein Priorisierungspunkt vergeben:
• Innovatives Projekt
• Qualifizierte Ausbildung (Min. Fachschulabschluss)
• Ordentliches Ergebnis
je nicht entlohnter AK steigt um > 10%
• Vorhaben mit Marktpotential
• Junglandwirt/in unter 40 Jahre
• Erfüllung der Kriterien des Tierschutzlabels
• Ökobetrieb
• Ausbringung des Wirtschaftsdüngers
ausschließlich auf selbstbewirtschafteten Flächen
Im Bereich der Diversifizierung wird für folgende Kriterien momentan jeweils ein Priorisierungspunkt vergeben:
• Innovatives Projekt
• Berufsabschluss mit fachlichem Bezug
zur Fördermaßnahme
• Ordentliches Ergebnis
je nicht entlohnter AK steigt um > 10 %
• Ökobetrieb
• Betrieb in schwieriger topografischer Lage oder Lage
des Betriebs bzw. der Betriebsflächen im Natur- oder
Landschaftsschutzgebiet bzw. benachteiligtem Gebiet
Im Bereich des AFP’s
beraten Sie folgende Mitarbeiter sehr gerne:
Für Investitionen > 100.000 € Investitionssumme Teil A:
Dr. Kerstin Gröll, 07541/204-5811
dr.kerstin.groell@bodenseekreis.de
Für Investitionen < 100.000 € Investitionssumme Teil A:
Michaela Schuh, 07541/204-5810
michaela.schuh@bodenseekreis.de
Für Investitionen im Bereich der Diversifizierung Teil B:
Irmgard Hofmann, 07541/204-5823
irmgard.hofmann@bodenseekreis.de
nah dran
Brauereigasthof Schöre
GENIEßEN * ENTSPAN NEN * FREUNDE FINDEN
Unbenannt-1
1
23.08.2006, 17:41 Uhr
Familie Bentele · Dietmannsweiler · 88069 Tettnang
Tel. 0 75 28/2317 · Fax. 0 75 28/ 2587 · www.brauerei-gasthof-schoere.de
26
Ehemaligen Bote 2014
„Es grünt so grün …“ –
„ Greening“ als neue Vorgabe für die Direktzahlungen ab 2015
– Franz Wöllhaf –
Entsprechend den langwierig ausgehandelten Beschlüssen auf
EU-Ebene soll die Landwirtschaft mit dem sogenannten „Greening“ für den Erhalt der Direktzahlungen (1. Säule) einen größeren
Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Die Greeningprämie in Höhe von voraussichtlich 87 Euro/ha ist an die sogenannte
Basisprämie gekoppelt. Nicht erfüllte Greeningauflagen können
zu Kürzungen über die Greeningprämie hinaus führen. Insofern
sollten insbesondere Betriebe mit mehr als 10 ha Ackerfläche eine
umsetzbare Planung erstellen, die im Gemeinsamen Antragsverfahren 2015 erklärt wird.
Generell ausgenommen von den Greeningverpflichtungen sind
ökologisch wirtschaftende Betriebe gemäß EU-Öko-Verordnung
und Betriebe, die sich für die Kleinerzeugerregelung entscheiden.
Kleinerzeuger in diesem Sinne sind Betriebe die max. ca. 4 ha
Fläche bewirtschaften bzw. weniger als 1.250,- € Betriebsprämie
erhalten. Dauerkulturen mit i.d.R. mindestens 5-jähriger Standzeit (Kern- und Steinobst, Strauchbeeren, Baumschulen, Reben,
Schalenfrüchte, Spargel, Hopfen etc.) zählen nicht zur Ackerfläche
und sind folglich nicht „greening-relevant. Die Greeninganforderungen werden zum 01. 01. 2015 eingeführt und beinhalten drei
Elemente:
1. Dauergrünlanderhaltung (DGL) betrifft Betriebe mit Dauergrünlandflächen
Im Gemeinsamen Antrag beantragte Grünlandflächen dürfen nur
mit Genehmigung z.B. über einen Tauschantrag umgewandelt
werden. Für Grünland in FFH-Gebieten gilt ein absoluter Schutz.
Die Regelung in Baden-Württemberg nach dem LLG (grundsätzliches Verbot der Grünlandumnutzung ungeachtet dessen, ob Ausgleichsleistungen beantragt werden) hat weiterhin Gültigkeit bis
zunächst Ende 2015.
2. Anbaudiversifizierung auf Ackerflächen betrifft Betriebe mit
mehr als 10 ha AF
Diese Vorgabe ist verpflichtend für Betriebe mit mehr als 10 ha
Ackerland. Ausnahmen gibt es für Betriebe mit einem Grünlandanteil von mehr als 75 % der gesamten landwirtschaftlichen Fläche
oder für Betriebe, bei denen mehr als 75 % der Ackerfläche für die
Grünfuttererzeugung oder als Brache oder eine Kombination die-
ser beiden Nutzungsarten praktiziert wird. In allen Ausnahmefällen darf die restliche Ackerfläche aber nicht größer als 30 ha sein.
Auf den Ackerflächen eines Betriebes muss eine bestimmte Mindestzahl unterschiedlicher Kulturen gleichzeitig angebaut sein. Im
Antrag ist die Kultur anzugeben, die an jedem Tag im Zeitraum
zwischen dem 1. Juni und dem 15. Juli eines Jahres (Diskussionsstand) auf der Fläche steht. Betriebe mit einer Ackerfläche von
10 bis 30 ha müssen mindestens zwei verschiedene Kulturpflanzengattungen anbauen. Dabei darf der Anteil der Hauptkultur nicht
größer als 75 % sein. Von Betrieben mit mehr als 30 ha Ackerfläche sind mindestens drei verschiedene Kulturpflanzen anzubauen.
Dabei darf der Anteil der Hauptkultur nicht größer sein als 75 %
und die beiden größten Kulturen dürfen zusammen nicht mehr als
95 % der Ackerfläche einnehmen.
Die Einstufung der Kulturen im Sinne des Greenings richtet sich
nach der botanischen Klassifizierung. Zu einer einzigen Kultur gehören alle Arten einer Gattung. Insofern werden die Arten
Weichweizen, Hartweizen, Dinkel, Emmer und Einkorn als eine
Kultur gewertet. Sommer- und Winterungen sind hingegen getrennte Kulturen im Sinne der Anbaudiversifizierung, auch wenn
sie derselben Gattung angehören. Weiterhin werden beispielsweise
“Brachliegendes Ackerland“ und Getreide- oder Körnerleguminosen-Mischungen und alle Gräser und Grünfutterpflanzen jeweils
als eine einzelne Kultur gewertet.
3. Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) betrifft Betriebe mit über
15 ha Ackerfläche
Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerland müssen sogenannte ökologische Vorrangflächen erbringen. Die unter Punkt 2. (Anbaudiversifizierung, 1. Absatz) genannten Ausnahmeregeln gelten hier
ebenfalls. Insgesamt müssen 5 % der Ackerfläche im Betrieb als
öVF zur Verfügung stehen. Als Basis für die Ermittlung der insgesamt zu erbringenden öVF wird die Ackerfläche, einschließlich der
betriebsprämienfähigen Aufforstungsflächen und der beihilfefähigen Flächen für Kurzumtriebsplantagen, herangezogen. Grundsätzlich gilt, dass ökologische Vorrangflächen nur auf Ackerland
erbracht werden können. Bei den öVF-Landschaftselementen (LE)
und den öVF-Pufferstreifen können auch zur Ackerfläche angrenzende LE´e und Pufferstreifen mit Dauergrünlandstatus angerechnet werden, sofern der Antragssteller die Fläche besitzt.
Ehemaligen Bote 201427
Mögliche Maßnahmen und Elemente zur Erbringung des notwendigen Umfangs an öVF incl. dem Wertungsschlüssel (auszugsweise):
öVF-Kategorie
brachliegende Ackerfläche
Erläuterung
Ackerfläche ohne Erzeugung. Begrünung/ Blumenmischungen ohne Verwertung/Nutzung erlaubt.
Flächen mit
Zwischenfruchtanbau oder
Gründecke
Mischung von mindestens 2 Arten; keine Hauptfrucht. Aussaat nach Ernte der Hauptkultur bis
spätestens bis 1. Oktober. Standzeit bis 15. Feb.; Gründecke = Gras als Untersaat der Hauptkultur.
Kein Einsatz von mineralischen Düngemitteln, chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln oder
Klärschlamm;
Nutzung im Antragsjahr nur als Schafweide.
Flächen mit Eiweißpflanzen Anbau in Reinkultur. Pflanzenschutz nach guter fachlicher Praxis ist erlaubt. Lediglich eine
Startdüngung zulässig. Um Stickstoffausträge zu vermeiden ist der Anbau einer Folgekultur oder
Winterzwischenfrucht zwingend. Diese ist dann nicht mehr öVF-fähig.
Kurzumtriebsplant.
Nur heimische Arten zulässig.
Ackerstreifen entlang
von Waldrändern,
ohne Produktion
Pufferstreifen an Gewässern
Aufforstungsflächen
Feldrand (als normales
Landschaftselement)
CC-Landschaftselemente
(Auszug)
Hecken, Knicks
Feldraine
Feldgehölze
Ackerstreifen, der unmittelbar an Waldrand angrenzt und auf dem keine landwirtschaftliche Erzeugung
stattfindet.
Minimalbreite: 1 m; Maximalbreite: 10 m (in Diskussion).
Entlang von Gewässern, parallel zum Wasserlauf. Auch Grünland-Pufferstreifen möglich, sofern dieser
an die Ackerfläche des Antragstellers angrenzt. Mindestbreite: 1 m; Maximalbreite: 10 m (in Diskussion). Hinweis: Bei der Mindestbreite sind auch die Vorgaben des Landeswassergesetzes zu beachten.
Aufgeforstete Flächen gemäß Art. 32 VO (EU) 1307/2013. (Förderung Aufforsten in der 2. Säule; betriebsprämienfähig)
Streifen, auf dem keine Erzeugung stattfindet. Kann entweder auf der Ackerfläche liegen oder an den
Acker direkt angrenzen (DG-Status). Fläche muss aber grundsätzlich dem Antragsteller zur Verfügung
stehen. Mindestbreite: 1 m; Maximalbreite: 20 m.
Hinweis: Anrechenbar sind nur CC-Landschaftselemente, die auf Ackerland liegen oder an Ackerland
angrenzen.
Lineare Strukturelemente, die überwiegend mit Gehölzen bewachsen sind und eine Mindestlänge von
10 m sowie eine Durchschnittsbreite von bis zu 15 m aufweisen.
Überwiegend mit gras- und krautartigen Pflanzen bewachsene, schmale, lang gestreckte Flächen mit einer Gesamtbreite von mehr als 2 m, die innerhalb von oder zwischen landwirtschaftlichen Nutz-flächen
oder an deren Rand liegen und nicht der landwirtschaftlichen Erzeugung dienen.
Überwiegend mit gehölzartigen Pflanzen bewachsene Flächen, die nicht der landwirtschaftlichen Erzeugung dienen. Mindestgröße: 50 m², max. Größe 2.000 m². Keine Aufforstungsflächen.
Jede Fläche kann in einem Antragsjahr nur einmal als öVF angerechnet werden. Es ist z. B. nicht möglich, im Antragsjahr auf
derselben Fläche sowohl Eiweißpflanzen als auch eine im Herbst
nachfolgende Zwischenfrucht jeweils als öVF-Fläche anzurechnen. Sofern die angebauten Eiweißpflanzenarten für ökologische
Vorrangflächen zugelassen sind, können diese beim Greening angerechnet und gleichzeitig über FAKT (A1) gefördert werden. Die
FAKT-Maßnahme (E2) Brachebegrünung mit Blühmischungen
bezieht sich auf Ackerflächen, die aus der Erzeugung genommen
werden. Hier müssen bis spätestens 15. Mai vorgegebene Blühmischungen ausgesät sein. Diese können dann entweder ausschließlich als FAKT-Maßnahme gefördert werden oder mit verringertem
Fördersatz gleichzeitig als öVF angerechnet werden. Über FAKT
geförderte Herbst- und Winterbegrünungen können nicht gleichzeitig als öVF beim Greening angerechnet werden.
In Konsequenz sollten landwirtschaftliche Betriebe mit Ackerbau
ihre Betroffenheit bezüglich den Greening-Anforderungen eingehend prüfen und individuell optimierte Maßnahmen oder Maßnahmenkombinationen umsetzen. Nach Möglichkeit sollte der erforderliche einzelbetriebliche Umfang der zu wählenden Maßnahmen
im Bereich „Ökologische Vorrangflächen“, zumindest ein Großteil
davon, über die produktive Fläche, zum Beispiel durch Aussaat von
Begrünungen oder den Anbau von Leguminosen erbracht werden!
Dabei ist es wichtig ausreichend Sicherheitspuffer einzubauen.
Hierzu bietet der internetbasierte „Greening-Check-Rechner“
der Landwirtschaftsverwaltung Baden-Württemberg wertvolle
Dienste!
Programmzugang: www.greeningcheck-bw.de
Quelle: MLR Stuttgart; Stand Oktober 2014
Faktor
1,0
0,3
0,7
0,3
1,5
1,5
1,0
1,5
2,0
1,5
1,5
Innovative Destillations- und
Obstverarbeitungstechnik
Vom Obst zum feinsten Destillat – Technologie Holstein,
die Garantie für höchste Qualität
Passiermaschine
Für die Obstverarbeitung und Safterzeugung
· Maischepumpen
· Hydropressen
· Obstmuser
· Pasteurisieranlagen
· Passier- und Entsteinungsanlagen
· Bag-in-Box-Abfüller
· Packpressen
· Marmeladen-Kochkessel
· Obstwaschanlagen mit Rätzmühle
Arnold Holstein GmbH – Brennerei-Anlagen – Apparatebau
Hauptsitz Markdorf
Am Stadtgraben 15
D-88677 Markdorf
Tel. +49 (0) 7544 9528-0
info@a-holstein.de
www.a-holstein.de
Betrieb Eriskirch
Friedrichshafener Str. 49
D-88097 Eriskirch
Tel. +49 (0) 7541 82575
holstein-eriskirch@t-online.de
www.holstein-brennereien.de
28
Ehemaligen Bote 2014
Jahresübersicht 2014 – VLF Bodenseekreis e.V.
1. Mitglieder Rundschreiben – Einladung zur Mitgliederversammlung, Streuobstwiesen, Gemeinsames
Antrag 2014, Antragstellung FIONA, Informationsveranstaltungen zum GA und Hi-Tier Datenbank, Blickpunkt Ernährung, Meisterbriefverleihung, Flächenbewirtschaftung, Anwendung von Herbiziden, Lernort
Bauernhof
09.-10.01. Schulungstagung des Landesbezirksverbandes VLF
in der Schwäbischen Bauernschule Bad Waldsee mit
6 Teilnehmern vom Verein besucht. Thema: „Die Energiewende – wie kann sie gelingen?“.
20.01.
Mitgliederversammlung, Neuwahlen, Verleihung der
Gehilfenbriefe, Goldene Meisterbriefe und Abschussurkunden Unternehmerinnenseminar, Urkunden für
die Betriebe der Gläsernen, Vortrag Dr. Gabele: „ Aktuelles aus der Landwirtschaft?“, (113 Teilnehmer insgesamt, Mitglieder 92).
Fachtagung für Milchviehhalter in der Turn- und Fest14.01.
halle in Amtzell mit dem Schwerpunktthema „Wachstum
ohne Grenzen? – Wie viel Wachstum verträgt der Familienbetrieb?“ Guter Besuch aller beteiligten Vereine
11.02.
Vorstands- und Ausschuss-Sitzung im Gasthaus
„Adler“ in Markdorf um 20:00 Uhr
12.02.
2. Mitglieder Rundschreiben – Messehinweis „Vom
Korn zum Brot“, Podiumsdiskussion zur Berufsausbildung in den Grünen Berufen und Vortragsreihe Eigenwasserversorgung, Bewässerung in der Landwirtschaft
und Stand Lernort Bauernhof, Pflanzenschutz-Sachkunde – Fortbildung, Wassergesetz, Gemeinsamer Antrag, Fiona – Hinweise, Kontrolle Tierkennzeichnung,
resistente Humankeime, ReKo – Regionaler Kompensationspool Bodensee-Oberschwaben (ReKo), Beitragseinzug für 2014
13.02.
Vortrag zum Thema: „Agrarpolitik 2014-2020, Auswirkungen auf die Landwirtschaft in Bodensee-Oberschwaben mit Heike Hespe vom MLR Stuttgart gemeinsam mit dem VLF Ravensburg
21.-23.02. Messe Agrar- und Fruchtwelt in der Halle B 4, Friedrichshafen mit Veranstaltungen und Stand vom Verein
Landwirtschaftlicher Fachbildung e.V. (VLF)
18.03.
Unser Ehrenmitglied und langjähriger ehemaliger
Amtsleiter des Landwirtschaftsamtes Überlingen,
Dr. Horst Seeberger ist verstorben
18.03.
Tätigkeitsbericht des VLF Bodenseekreis e.V. an den
Landesbezirksverband für das Jahr 2013
20.03.
Jahreshauptversammlung des KBV Tettnang mit Einladung an uns
06.04.
Delegiertenversammlung des VLF-Bezirksverbandes
Südwürttemberg-Hohenzollern an der Technikerschule
in Sigmaringen-Laiz, 6 Teilnehmer von uns
08.04.
V LF Landes-Verbandsausschuss-Sitzung im Landwirtschaftsamt Ravensburg mit Beteiligung durch den
Geschäftsführer Werner Kienzle
06.05.
Einladung zum 21. Baden-Württembergischen Grünlandtag in Fischerbach/Ortenaukreis am 18.06.2014
12.-18.05. Frühjahrslehrfahrt als Flug nach Schleswig-Holstein,
Kiel und Hamburg gemeinsam mit Riedlingen und
Saulgau, 48 Teilnehmer, Leitung: Peter Szokolai
04.06.
3. Mitglieder Rundschreiben – Einladung zur Sommerlehrfahrt, Wenn Bewirtschaftungsflächen verloren
gehen, Merkblattsammlung für Direktvermarkter, Infoabend für neuen Fachschulkurs, Zwischenprüfung
Landwirt 2014, Investition in die Zukunft, Pflanzenschutz-Sachkunde, Wassergesetz, Lagerung von Festmist und Silage, Gläserne Produktion, neues AFP, Füh07.01.
rung in Hagnau, Gemeinsamer Antrag, Liste „Fit für die
Kontrolle“
04.-06.06. VLF Bundesverband Jahrestagung 2014 mit VLF Bundesseminar „Landwirtschaft und
Gartenbau im Spannungsfeld von Wachstumsdynamik
und gesellschaftlichen Anforderungen“ in Rendsburg,
Schleswig-Holstein mit Beteiligung durch den Geschäftsführer Werner Kienzle als Landesdelegierter für
Baden-Württemberg
11.06.
Vorstands-Sitzung im Besprechungs – Zimmer des
Landwirtschaftsamtes
12.06.
Einladung zur Beteiligung an der Messe Tier & Technik
in St. Gallen vom 19. – 22 02.2015
26.11.2013 Wie „frau“ mit kreativen Geschäftsideen zum Erfolg
kommt – Verleihung der Zertifikate an 14.01.2014
14 Teilnehmerinnen des Coachings für Unternehmerinnen „Erfolgreiche Vermarktung meiner Dienstleistungen und Produkte“ im Seminarraum der Salemer
Käseschmiede von Regina Moser. Maßnahme durch
den VLF Bodenseekreis vorfinanziert.
10.07.
Nachtreffen der Teilnehmer der Frühjahrslehrfahrt
nach Schlesweig-Holstein im Gasthaus „Fahrrad“ in
Altshausen
27.07.
Vorgesehene Ortsführung in Hagnau storniert wegen
mangelndem Interesse
07.07.
Frühstück auf dem Bauernhof – Westlicher Bodensee
mit 15 Betrieben aus unserem Vereinsgebiet.
03.08.
Tettnanger Hopfen-Wandertag
20.08.
4. Mitglieder Rundschreiben – Einladung zur
30. Frühjahrslehrfahrt auf die Insel Madeira-Portugal,
Gläserne Produktion, Vortrag ReKo, Erntedankfest,
wenn Bewirtschaftungs-Flächen verloren gehen, Hinweise zum Greening, Gemeinsames Antragsverfahren,
Pflanzenschutz-Sachkunde
10. – 12.08.Sommerlehrfahrt nach Garmisch-Partenkirchen,
Ober­ammergau und auf die Zugspitze mit 69 Teilnehmern.
28.08.
Druckangebot Ehemaligen-Bote 2014 vom bodensee
medienzentrum
28.08.
Einladung des VLF Sigmaringen e.V. zum Erntedankfest am 05.10.2014 in der Andelsbachhalle in Denkingen, Teilnehmer Vorsitzender Anton Müller
14.09.
Gläserne Produktion auf den Betrieben Forstunternehmen Victor Jäger mit einem Stand von uns, Biolandhof
Steidle und Mosterei Kopp
08.10.
5. Mitglieder Rundschreiben – Einladung zum Erntedankfest, ReKo Vortrag und „Tierwohl in der Milchviehhaltung“, Hinweis auf Hofübergabe – Infoabend,
Termine Sachkunde Fortbildung
13.10.
ReKo Vortrag von Dipl. Geograph Wilfried Franke,
Verbandsdirektor des Regionalverbandes BodenseeOberschwaben im Gasthaus „Post“ in Oberteuringen
gemeinsam mit dem VLF Ravensburg, schwacher Besuch (22 Teilnehmer)
19.10.
Erntedankfest im Sennhof beim Schloss Heiligenberg
mit dem „Bodasee-Schwob“ Frieder Hahn aus Tettnang
20.10.
Vorstands- und Ausschuss-Sitzung im Gasthaus
„Post“ in Oberteuringen um 20:00 Uhr
28.10.
6. Mitglieder Rundschreiben – Versenden des Veranstaltungskalenders,
20.11.
Nachtreffen zur Sommerlehrfahrt Schweiz / Graubünden im Gasthaus „Post“ in Oberteuringen
17.12.
7. Mitglieder Rundschreiben mit dem
Ehemaligen-Bote
Ehemaligen Bote 201429
V E R A N S TA LT U N G S - K A L E N D E R 2 0 1 5
Januar 2015
Aktuelle
Informationen
finden Sie auch im
Internet
unter:
www.
bodenseekreis.de
4 Seiten
zum
raustrennen!
Januar 2015
Winterarbeit mit IP - Gruppe Obstbau
Januar 2015
TT-Kau, „Seldnerhalle“
Generalversammlung Obstbauring Tettnang
Genauer Termin und Uhrzeit wird noch bekanntgegeben
Freitag, 02.01.2015
13:30 – 18:30 Uhr
Markdorf
Pestalozzischule
Pestalozzistr. 25
Brot und Kleingebäck aus dem Elektroherd
Verschiedenes Brot, Brötchen, Seelen aus Hefeteig
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 204-5800
Bei ausreichender Warteliste Wiederholung am Montag,
05.01.2015
Donnerstag, 08.01.2015
13:00 und
Freitag, 09.01.2015
Bauernschule
Bad Waldsee
Schulungstagung des VLF – Landesbezirksverbandes
Württemberg – Hohenzollern – Heimatabend des VLF BSK
Nähere Informationen zum Programm unter 07524 / 4003-0
www.schwaebische-bauernschule.de
VLF-Landesbezirksverband
Freitag, 09.01.2015
14:00-18:00 Uhr
Markdorf
Pestalozzischule
Der Quark-Ölteig – vielseitige Alternative zum Hefeteig
Backpulverteige für Brot und Gebäck
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Freitag, 16.01.2015
14:00-18:00 Uhr
Markdorf
Pestalozzischule
Vollwertig kochen mit Getreide
Hauptgerichte, Salate und Desserts mit Dinkel, Weizen, Mais .....
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 204-5800
Montag, 19.01.2015 und
Dienstag, 20.01.2015
9:00-16:00 Uhr
Markdorf Stüblehof
Familie Mock
Grundlagenschulung Lernort Bauernhof
Schulung für Interessierte und Neueinsteiger „Lernort Bauernhof“
Lernort Bauernhof Baden-Württemberg
Anmeldung erforderlich unter gmelin@lbv-bw.de
Freitag, 23.01.2015
10:00 Uhr
Amtzell
Turn - und Festhalle
Milchviehhaltertag –
Der europäische Milchmarkt –
Wie geht es nach der Quote weiter?
Dienstag, 27.01.2015
Mittwoch, 28.01.2015
9:00-12:00 Uhr, Haus
der LW in Siggenweiler
Seminar „Lohnbuchhaltung“
Maschinenring Tettnang e.V.
Anmeldung erforderlich beim Maschinenring Tettnang unter
Telefon Nr. 07542 / 9342-0
Dienstag, 27.01.2015
20:00 Uhr
Eutergesundheit – Aktuelles aus der Praxis
u m A u s s cMastitisimpfung,
hneiden
HefigkofenZ„Adler“
Trockenstellen ..
Dr. Albrecht, Tiergesundheitsdienst Aulendorf
Vieles im Leben kann sich ändern – auch Ihre persönlichen Daten
Bitte helfen Sie uns die Mitgliederliste stets aktuell zu halten und füllen Sie bei Veränderungen Ihrer
persönlichen Daten diesen Abschnitt aus.
Durch die umseitig aufgedruckte Adresse können Sie Ihn direkt im Fensterumschlag an uns zurücksenden.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
Name / VornameGeburtsdatumgeborene
StraßePLZOrt
BankIBAN
Bic
✂
Dienstag, 27.01.2015
Mittwoch, 28.01.2015
9:00-12:00 Uhr, Haus
30
der LW in Siggenweiler
Dienstag, 27.01.2015
20:00 Uhr
Hefigkofen „Adler“
Mittwoch, 28.01.2015
10:30 Uhr
Liggersdorf, „Bären“
Seminar „Lohnbuchhaltung“
Maschinenring Tettnang e.V.
Anmeldung erforderlich beim Maschinenring Tettnang unter
Telefon Nr. 07542 / 9342-0
Eutergesundheit – Aktuelles aus der Praxis
Mastitisimpfung, Trockenstellen ..
Dr. Albrecht, Tiergesundheitsdienst Aulendorf
Generalversammlung Beratungsdienst Milchvieh
Bodensee e.V.
Beratungsdienst Milchvieh Bodensee e.V.
Donnerstag, 29.01.2015 Erdbeeranbau – Schwierigkeiten und Herausforderungen
Ort und Uhrzeit werden Dr. Roland Weber, Esteburg; Arno Fried, LRA Karlsruhe,
noch bekanntgegeben
Dr.Christian Scheer, KOB Bavendorf; Werner Baumann,
LWA BSK, Albert Zerlaut, Oberdorf
Samstag, 31.01.2015
14.00 Uhr Hof Störkle,
Hattenweiler – Moos 3
Kartoffelhof Störkle
Infos rund um die Kartoffel mit Betriebsbesichtigung –
Verkostung von Kartoffelerzeugnissen;
Familie Störkle
Anmeldung erforderlich unter 07541 /204-5800
Februar 2015
Februar 2015
Winterarbeit mit IP - Gruppe Obstbau
Mittwoch, 04.02.2015
19:30 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus
Bermatingen
Mitgliederversammlung MBR Deggenhausertal e.V.
Dienstag, 10.02.2015
09:00 – 12:00 Uhr
Markdorf „Stüblehof“
Familie Mock
Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof
Informationen mit Rundgang auf dem Hof
Herbert Müller, Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft
Anmeldung erforderlich bis 05.02.2015 unter 07541 / 204-5800
Mittwoch, 11.02.2015
20:00 Uhr
Liebenau „Hirsch“
Gemeinsamer Antrag 2015
Informationen zur Antragstellung, Zahlungsansprüchen, Vor-OrtKontrollen, Fakt und dem Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP)
Mitarbeiter LWA Bodenseekreis
Dienstag, 17.02.2015
13:30 – 18:30 Uhr
Markdorf
Pestalozzischule
Pestalozzistr. 25
Der Sauerteig – Brotvielfalt aus dem eigenen Ofen
Sauerteigansatz, Sauerteigführung, verschiedene Gebäcke
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Bei ausreichender Warteliste Wiederholung am Mittwoch,
18.02.2015 (beide Termine liegen in der Faschingswoche)
Mittwoch, 18.02.2015
13:30-16:00 Uhr
Friedrichshafen
Landratsamt,
Albrechtstr.77, Zi. Z 711
Informationsveranstaltung zu FIONA
Auffrischung und Neuerungen zur Online- Antragstellung
mit FIONA
Zum Ausschneiden
Mitarbeiter LWA Bodenseekreis
Um Anmeldung wird gebeten unter 07541 / 204-5800
Wiederholung am Donnerstag, 19.02.2015 und
Montag, 23.02.2015
✂
VLF Bodenseekreis e.V.
z.Hd. Herrn Werner Kienzle
Landwirtschaftsamt
Albrechtstraße 77
88045 Friedrichshafen
Sauerteigansatz, Sa
13:30 – 18:30 Uhr
Gerlinde Heumesse
Markdorf
Anmeldung erforder
Pestalozzischule
ausreichender
W
Pestalozzistr. 25
EhemaligenBei
Bote
2014
18.02.2015 (beide T
Mittwoch, 18.02.2015
13:30-16:00 Uhr
Friedrichshafen
Landratsamt,
Albrechtstr.77, Zi. Z 711
Informationsverans
Auffrischung und Ne
mit FIONA
Mitarbeiter LWA Bod
Um Anmeldung wird
Wiederholung am D
M
Freitag, 20.02.2015
10:00 Uhr
Lehrfahrt Futterunt
Bentele GbR, RV-Ad
Freitag, 20.02.2015
13:00-17:00 Uhr
Friedrichshafen,
Landratsamt
Bodenseekreis,
Albrechtstraße 77,
Zimmer Z 705
Sachkundelehrgan
mit Prüfung
Weitere Termine: Sa
Freitag, 27.02. 13:0
Samstag 28.02. 09:
Prüfung: Samstag,
Mitarbeiter des Land
Anmeldung erforder
Freitag, 20.02.2015
14:00 – 17:30 Uhr
Markdorf,
Pestalozzischule,
Pestalozzistr. 25
Frühstück für Ferie
Frühstück und Brunc
Gerlinde Heumesse
Anmeldung erforder
Montag, 23.02.2015
19:30 Uhr
Oberteuringen, „Post“
VLF Bodenseekreis
Programm im Ehem
Homepage www.vlf-
Dienstag, 24.02.2015
20:00 Uhr
Salem-Neufrach,
„Prinz Max“
Gemeinsamer Antr
Informationen zu An
Kontrollen und zum
Mitarbeiter LWA BSK
Mittwoch, 25.02.2015
6.Tettnanger Bauer
09:00 Uhr
Gemeinsame Veran
Laimnau, „Argentalhalle“ Mitgliederversammlu
Donnerstag, 26.02.2015 Bezirksversammlu
14:00 Uhr
Überlingen-Pfullen
Hagnau, „Gwandhaus“
Turbo im Betrieb – K
Rolf Brauch
Donnerstag, 26.02.2015
20:00 Uhr
Salem-Beuren
Fidelius – Fam.Schwehr
Aktuelle Fragen de
Ergebnisse vom Zen
Marktsituation bei Kö
Mitarbeiter des LWA
Sigmaringen, Anton
Donnerstag, 26.02.2015 Beerenobst und Ge
19:00-21:30 Uhr
4-teiliges Nutzgarten
Kressbronn Bahnhof,
Gerlinde Heumesse
Lesesaal
Anmeldung bei der V
Weitere Termine:
oder www.vhs-bode
Donnerstag, 26.03.2015
Donnerstag, 23.04.2015
Donnerstag, 21.05.2015
Vieles im Leben kann sich ändern –
auch Ihre persönlichen Daten
Bitte helfen Sie uns die Mitgliederliste
stets aktuell zu ­halten und füllen Sie bei
Veränderungen Ihrer persönlichen Daten
diesen Abschnitt aus.
Durch die aufgedruckte Adresse können
Sie Ihn direkt im Fensterumschlag an uns
zurücksenden.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!
. . . oder per Fax: 07541 / 204-7814
auerteigführung, verschiedene Gebäcke
Donnerstag, 26.02.2015 Aktuelle Fragen des Acker – und Pflanzenbaus
er, LWA Bodenseekreis
Ergebnisse vom Zentralen Versuchsfeld Sigmaringen;
20:00 Uhr
rlich unter 07541 / 204-5800
Marktsituation bei Körnerfrüchten
Salem-Beuren
WartelisteEhemaligen
Wiederholung
am
Mittwoch,
Mitarbeiter des LWA Bodenseekreis, Hans-Peter Eller, LWA
Fidelius
–
Fam.Schwehr
Bote 201431
Termine liegen in der Faschingswoche)
Sigmaringen, Anton Rief, ZG Neufrach
staltung zu FIONA
euerungen zur Online- Antragstellung
denseekreis
d gebeten unter 07541 / 204-5800
Donnerstag, 19.02.2015 und
Montag, 23.02.2015
tersuchungsring Bodenseekreis e.V.
delsreute, Kösler-Arold GbR, BC-Hochdorf
ng „Pflanzenschutz für Anwender“
amstag 21.02. 09:00-13:30 Uhr
00-17:00 Uhr,
:00-13:00 Uhr
, 14.03. 09:00 – 12:00 Uhr
dwirtschaftsamtes Bodenseekreis
rlich bis 11.02.2015 unter 07541-204-5800
engäste
ch aus hofeigenen Produkte
er, LWA Bodenseekreis
rlich unter 07541 / 204-5800
s e.V. Mitgliederversammlung
maligenbote, Rundschreiben und unter der
-bodenseekreis.de
rag 2015
ntragstellung, Zahlungsansprüchen, Vor-OrtAgrarinvestitionsförderprogramm (AFP)
K
rntag
nstaltung MR Tettnang und KBV Tettnang,
ungen MR Tettnang und KBV Tettnang
ung Landfrauenverband
ndorf
Kolbenfresser in der Familie
es Acker – und Pflanzenbaus
ntralen Versuchsfeld Sigmaringen;
örnerfrüchten
A Bodenseekreis, Hans-Peter Eller, LWA
Rief, ZG Neufrach
emüse im Biogarten
nseminar von der Anbauplanung bis zur Ernte
er, LWA Bodenseekreis
VHS 07541 / 204-5246
enseekreis.de
Verwendete
Abkürzungen:
FUR = Futteruntersuchungsring
KBV = Kreisbauernverband
LWA= Landwirtschaftsamt
MBR = Maschinen- und
Betriebshilfsring
Deggenhausertal e.V.
Donnerstag, 26.02.2015 Beerenobst und Gemüse im Biogarten
19:00-21:30 Uhr
4-teiliges Nutzgartenseminar von der Anbauplanung bis zur Ernte
Kressbronn Bahnhof,
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Lesesaal
Anmeldung bei der VHS 07541 / 204-5246
Weitere Termine:
oder www.vhs-bodenseekreis.de
Donnerstag, 26.03.2015
Donnerstag,
März
2015 23.04.2015
Donnerstag, 21.05.2015
Montag, 02.03.2015 und Motorsägenführerlehrgang für Frauen
Grundkurs, Wartung der Motorsäge, Praxis
Dienstag, 03.03.2015
März-16:00
2015Uhr
Landfrauenverband Tettnang
08:30
Anmeldungen bei Maria Nuber 07528 / 2243
Neukirch
Montag, 02.03.2015 und Motorsägenführerlehrgang für Frauen
Feuerwehrhaus
Grundkurs, Wartung der Motorsäge, Praxis
Dienstag, 03.03.2015
Landfrauenverband
Tettnang – basic cooking und bügeln
08:30 -16:00
Uhr
„Auf
in die Selbständigkeit“
Dienstag,
03.03.2015
Anmeldungen
bei Maria
Nuber 07528 / 2243 und Studenten
Neukirch
4- teiliger Workshop
für Haushaltsneugründer
18:30
– 22:00 Uhr
Feuerwehrhaus
Gerlinde
Heumesser,
LWA
Bodenseekreis
Laimnau, Schule
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Weitere Termine:
„Auf in die Selbständigkeit“ – basic cooking und bügeln
Dienstag, 10.03.2015
03.03.2015
Dienstag,
4- teiliger Workshop für Haushaltsneugründer und Studenten
18:30 – 22:00
Uhr
Dienstag,
17.03.2015
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Laimnau,
Schule
Dienstag, 24.03.2015
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Weitere Termine:
Dienstag,
10.03.2015
Samstag, 21.03.2015 - Frühjahrslehrfahrt VLF Bodenseekreis e.V.
Dienstag, 28.03.2015
17.03.2015
Insel Madeira – Ausschreibung im Rundschreiben und Homepage
Samstag,
Dienstag, 24.03.2015
www.vlf-bodenseekreis.de
Samstag, 21.03.2015 Samstag, 28.03.2015
Frühjahrslehrfahrt VLF Bodenseekreis e.V.
Insel Madeira – Ausschreibung im Rundschreiben und Homepage
www.vlf-bodenseekreis.de
April 2015
Dienstag 28.04.2015
18:00-21:30 Uhr
April
2015
Kressbronn,
Parkschule
Dienstag 28.04.2015
18:00-21:30
Mai 2015 Uhr
Kressbronn,
Parkschule
Freitag, 22.05.2015
Leichte Frühjahrsküche mit Wildkräutern
Kulinarische Genüsse mit Brennnessel, Giersch, Löwenzahn …
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter VHS Tel. 07541 / 204-5246
Leichte Frühjahrsküche mit Wildkräutern
Kulinarische Genüsse mit Brennnessel, Giersch, Löwenzahn …
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung für
erforderlich
Häppchen
Gäste unter VHS Tel. 07541 / 204-5246
Pestalozzischule
Freitag, 29.05.2015
Pestalozzistr.
25
09:00-12:00 Uhr
Markdorf,
Pestalozzischule
Juni
2015
Pestalozzistr. 25
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Burger selbst
gemachtunter
(für Kinder
7 – 11 Jahren)
Anmeldung
erforderlich
07541 /von
204-5800
Wir kreieren leckere vollwertige Burger, die sich auch als
Pausenvesper eignen
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Dienstag, 16.06.2015
19:00 – 21:00 Uhr
Kressbronn,
Bauernpfad
Hagebutte, Kornelkirsche, Holunder & Co –
Kraftpakete aus der Natur
Spaziergang: Erkennungsmerkmale, Verwendung in der Küche
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
14:00 – 17:30 Uhr
Mai
2015
Markdorf,
Pestalozzischule
Freitag, 22.05.2015
Pestalozzistr.
25
14:00 – 17:30 Uhr
Markdorf, 27.05.2015
Mittwoch,
Pestalozzischule
9:00-12:00
Uhr
Pestalozzistr. 25
Markdorf
Pestalozzischule
Mittwoch, 27.05.2015
9:00-12:00
Uhr
Freitag,
29.05.2015
Markdorf
09:00-12:00 Uhr
Pestalozzischule
Markdorf,
Brotaufstriche, Kleingebäck und Desserts fürs Fingerfood-Buffet
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Häppchen für Gäste
Brotaufstriche, Kleingebäck und Desserts fürs Fingerfood-Buffet
Gerlinde
Heumesser,
LWA
Brot
backen
für Kinder
(7 Bodenseekreis
– 11 Jahre)
Anmeldung
erforderlich
unter 07541
/ 204-5800
Wir
backen Seelen,
Schneckle
und Tiere
aus Hefeteig
Gerlinde Heumesser, LWA Bodenseekreis
Anmeldung erforderlich unter 07541 / 204-5800
Brot backen für Kinder (7 – 11 Jahre)
Wir backen
Seelen,
Schneckle
und Tiere
Hefeteig
Burger
selbst
gemacht
(für Kinder
von aus
7 – 11
Jahren)
Gerlinde
Heumesser,
LWA
Bodenseekreis
Wir kreieren leckere vollwertige Burger, die sich auch als
Anmeldung erforderlich
Pausenvesper
eignen unter 07541 / 204-5800
MR = Maschinenring Tettnang
VLF = Verein Landwirtschaft­licher
Fachbildung
Bodenseekreis e.V.
August 2015
Sonntag, 09.08.2015Dienstag, 11.08.2015
Sommerlehrfahrt VLF Bodenseekreis e.V.
Ziel + Programm unter der Homepage www.vlf-bodenseekreis.de
und im Rundschreiben
Verwendete Abkürzungen:
FUR = Futteruntersuchungsring
KBV = Kreisbauernverband
Hermann
Vorname
07541 / 204 5822
Telefon:
Telefon, Fax, E-Mail
Telefon: 07541/204 – 5800
Fax: 07541/204 – 5968
E-Mail: landwirtschaftsamt@bodenseekreis.de
Tätigkeit
Adresse
Albrechtstraße 77
88045 Friedrichshafen
(im Hochhaus, 4. Stock)
Dr. Gabele
Amtsleiter,
Agrarstruktur und Bauleitplanung
Sachgebiet 1 – EU – Ausgleichsmaßnahmen, Verwaltung
Sachgebietsleiterin, Aufforstungen,
Reichert
Christa
07541 / 204 5815
Gemeinsames Antragsverfahren
Grundstücksverkehr, Pachtrecht, VLF,
Kienzle
Werner
07541 / 204 5814
Förderung Weinbau, Zahlungsansprüche
Bresemann
Regina
07541 / 204 5801
Verwaltungssekretariat
Di Lauro
Edeltraud 07541 / 204 5802
Verwaltungssekretariat
Heinemann
Adrian
07541 / 204 5819
Gemeinsames Antragsverfahren
Herrenknecht Jutta
07541 / 204 5817
Gemeinsames Antragsverfahren
Dr. Schlecker Elmar
07541 / 204 5803
Wasserschutzberatung
VOK, Gemeinsames Antragsverfahren,
Kessler
Christian
07541 / 204 5820
Zahlungsansprüche
Leuthold
Anita
07541 / 204 5813
Haushalt, Unternehmerdatei
Mader
Waltraud
07541 / 204 5816
Gemeinsames Antragsverfahren
Musiol
Ulrike
07541 / 204 5776
Gemeinsames Antragsverfahren
Schilli
Brigitte
07541 / 204 5800 Verwaltungssekretariat
Scholz
Christoph 07541 / 204 5821
Gemeinsames Antragsverfahren
Sachgebiet 2 – Agrarordnung, Betriebs- und Hauswirtschaft
Dr. Gröll
Kerstin
07541 / 204 5811
Sachgebietsleiter, Betriebs-, Hauswirtschaft
Fitz
Herbert
07541 / 204 5812
Bauanträge, Bauen im Außenbereich
Schuh
Michaela
07541 / 204 5810
Betriebswirtschaft – Investitionsförderung
Ernährung, Direktvermarktung,
Heumesser
Gerlinde
07541 / 204 5824
Ferien auf dem Bauernhof
Hofmann
Irmgard
07541 / 204 5823
Beratung, Hauswirtschaftstechnik
Ernährung, Direktvermarktung,
Kretschmer
Annerose
07541 / 204 5825
Ferien auf dem Bauernhof
Amtsleitung
Nachname
Dienststelle
Landratsamt (LRA)
Bodenseekreis –
Landwirtschaftsamt
in Friedrichshafen
T E L E F ON V E R Z E IC H N I S
303
302
303
409
410
408
415
419
419
421
417
411
421
421
418
417
501
412
413
420
Zi.-Nr.
Sachgebiet 3 – Landw. Produktion, Vermarktung, Ausbildung
Stellvertretender Amtsleiter, Produktions­
Wöllhaf
Franz
07541 / 204 5807
technische Beratung, Pflanzen-/ Hopfenbau
Bader
Gabriel
07541 / 204 5806
Pflanzen-/ Hopfenbau
Bohner
Bruno
07542 / 8401
Versuchsfeld Tettnang-Straß
Tierische Erzeugung, Ausbildung,
Berger
Susanne
07541 / 204 5808
Wehrdienstangelegenheiten
Pflanzenproduktionsberater, Hopfenbau,
N.N.
07541 / 204 5805
Pflanzenbau
Gutmann
Corinna
07541 / 204 5828
Pflanzenproduktionsberaterin
Kaiser
Andreas
07541 / 204 5826
Prüfer, Vermessungstechniker
Krayer
Ulla
07543 / 204 5804 Prüfer, Vermessungstechniker
Reuble
Klaus-Peter 07541 / 204 5827
Prüfer, Vermessungstechniker
Rundel
Petra
Prüfer, Vermessungstechniker
Produktionstechnische Beratung
Welsch
Ute
07541 / 204 5809
Tierhaltung, Milchkontingentierung
Ausbildung
N.N.
07541 / 204 5818
Inspektoren-Anwärter
Sachgebiet 4 – Obst- und Gartenbau
Sammelanschluss
07541 / 204 5780
Faxanschluss
07541 / 204 5964
Faxanschluss
Sachgebietsleiter, Obstbauberater,
Baumann
Werner
07541 / 204 5785
Grundsatzfragen Obstbau
Lamm
Ellen
07541 / 204 5782
Verwaltungssekretariat
Wiedemann Sonja
07541 / 204 5786
Obstbauberaterin
N.N.
07541 / 204 5781
Verwaltungssekretariat
N.N.
07541 / 204 5786
Obstbauberater
Übergebietliche Pflanzenschutzberatung, Obstbau am KOB in Bavendorf
Leitung der Arbeitsgruppe Übergebietlicher
Dr. Scheer
Christian
0751 / 7903 306
Pflanzenschutz im Obstbau, Warndienst
Schuhmacherhof 6, 88213 Ravensburg-Bavendorf
Poststelle
0751 / 7903 0
poststelle@kob-bavendorf.de
Faxanschluss
0751 / 7903 309
Faxanschluss
Schmidt
Björn
0751 / 7903 411
Überwachungsaufgaben und Versuchswesen
Hagl
Melanie
0751 / 7903 320
Pflanzenschutzberatung Obstbau
Hagl
Daniel
0751 / 7903 308
Pflanzenschutzberatung Obstbau
Übergebietliche Pflanzenschutzberatung in der
Trautmann
Martin
0751 / 7903 305
integr. Obstproduktion
Weinmann
Elke
0751 / 7903 307
Versuchswesen Obstbau
Telef. Auskunftgeber zum Pflanzenschutz (Infoservice Pflanzenbau und Pflanzenschutz)
Hopfenbau
01805 / 197 197 25 Beratung – telefonische Ansage
Obstbau
01805 / 197 197 37 Beratung – telefonische Ansage
Weinbau
01805 / 197 197 22 Beratung – telefonische Ansage
422
424
422
425
423
407
404
501
501
501
501
403
406
402
405
L A N DW I RT S C H A F T SA M T
✂
Ehemaligen Bote 201433
vlf
VEREIN LANDWIRTSCHAFTLICHER
FACHBILDUNG
B O D E N S E E K R E I S e.V.
Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung e.V.
Albrechtstrasse 77 ! 88045 Friedrichshafen
Geschäftsstelle:
Landratsamt Bodenseekreis
Landwirtschaftsamt
Albrechtstrasse 77
88045 Friedrichshafen
Telefon (07541) 204 – 5814
Telefax (07541) 204 – 7814
e-mail: werner.kienzle@bodenseekreis.de
Homepage: www.vlf-bodenseekreis.de
Beitrittserklärung
Ich ____________________________________________________________________
(Vor- und Zuname)
wohnhaft in ______________________________________________________________
(Strasse, Nr., PLZ, Wohnort)
geb. am ___________________ Geburtsort ___________________________________
Fach-Schulbesuch von / bis _________________________________________________
erkläre meinen Beitritt zum Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis e.V. (VLF) mit dem Tag der Unterschrift.
Über die Höhe des Mitgliedsbeitrages (derzeit 5,00 €/Jahr) bin ich unterrichtet. Der Beitrag wird im Lastschriftverfahren eingezogen.
Ich bin damit einverstanden, dass diese Daten ausschließlich für Zwecke der Vereinsverwaltung gespeichert und nicht weitergegeben werden.
SEPA–Basislastschrift (Core)–Mandat
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE10VLF00000478678 Mandatsreferenz:__________________
Ich ermächtige (Wir ermächtigen) den oben genannten Zahlungsempfänger,
"
einmalig eine Zahlung
X
wiederkehrende Zahlungen (jährlicher Mitgliedsbeitrag von derzeit 5,00 €)
von meinem (unserem) Konto mittels SEPA-Basislastschrift einzuziehen.
Zugleich weise ich mein (weisen wir unser) Kreditinstitut an, die von oben genanntem Zahlungsempfänger auf mein (unser)
Konto gezogene(n) Lastschrift(en) einzulösen.
Hinweis: Ich kann (Wir können) innerhalb von 8 Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten
Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem (unserem) Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Kontoinhaber (Zahlungspflichtiger):
Vorname und Name/Firma: ____________________________________________________
Ausschneiden oder kopieren
Straße und Hausnummer: ____________________________________________________
PLZ und Ort:
____________________________________________________
Kreditinstitut (Name):
____________________________________________________ BIC: _________________
IBAN: DE _ _
____
____
____
____
__
Ort, Datum: ______________________________________, _________________________
Unterschrift/en:
34
Ehemaligen Bote 2014
Getreide in der Küche – vielseitig
kombinierbar mit Gemüse, Fleisch und Obst
– Gerlinde Heumesser, technische Lehrerin, Sachgebiet Hauswirtschaft/ Ernährung –
Neben den bekannten Getreidearten wie finden immer mehr alte
Getreidesorten wie Einkorn, Emmer, Kamut und Hirse Einzug in
unsere Küchen, ebenso die Pseudoceralien Quinoa, Amaranth und
Buchweizen.
Getreideprodukte wie Cous-Cous und Bulgur werden immer beliebter.
Übersicht Getreidearten:
Weichweizen: wichtigstes Brotgetreide weltweit. Weitere Verwendung für süßes und salziges Gebäck, Mehl, Gries, Flocken,
Stärkeprodukte, Frühstücksceralien
Hartweizen: gedeiht nur in warmen, sommertrockenen Lagen wie
z. B. Mittelmeerraum, Vorderasien, Kanada, USA, begrenzt auch
im Neckargebiet.
Verwendung hauptsächlich zur Herstellung von Teigwaren.
Typische Produkte sind Bulgur und Couscous.
• Bulgur: Hartweizen in 3 Schritten gedämpft, getrocknet,
geschält und grob zerkleinert. Bulgur wir im Nahen und
Mittleren Osten als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten
gereicht.
• Couscous (Kuzkuz): vorgegarter Gries aus Hartweizen
oder Hirse. Seine Heimat ist Nordafrika, wo er mit GAemüse und Fleisch als Ragout verzehrt wird.Er ist schnell
zubereitet: mit kochendem Wasser überbrühen, 5 Minuten
quellen lassen – würzen und verfeinern, fertig
Dinkel: Spelzgetreide, das auch auf den kargen Böden der Schwäbischen Alb gedeiht. Der Spelz wird in einem separaten Arbeitsgang entfernt, dem „Gerben“. Dinkel hat einen höheren Klebereiweißgehalt wie Weizen und ist bekömmlicher. Backwaren aus
Dinkel haben oft eine lockerere Krume und bleiben länger frisch.
In der „Hildegardküche“ nimmt er einen sehr hohen Stellenwert
ein. Er hat einen angenehm nussigen Geschmack und eignet sich
für süße und herzhafte Backwaren und Gerichte.
Weizen kann durch Dinkel ersetzt werden.
• Grünkern ist milchreif geernteter und gedarrter
Dinkel. Durch das Darren erhält er einen würzigen,
nussigen Geschmack und ist sehr gut verdaulich.
Grünkern hat wenig Klebereiweiß.
Er wird als Körner, Flocken, Gries, Graupen und Mehl
angeboten. Grünkern eignet sich für süße und herzhafte
Gerichte, begrenzt für Kleingebäck und Kuchen, nicht für
Brot.
Hafer: wird meist als Flocken, Knusperprodukte fürs Müsli, Grütze oder Mehl angeboten.
Er hat eine günstige Zusammensetzung des Fettes, viel biologisch
hochwertiges Eiweiß, ist leicht verdaulich und schleimlösend. Ihm
wird eine anregende und stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. (Redensart: „… sticht der Hafer …“)
Die ganzen Körner eignen sich gut für Salate. Flocken unterschiedlicher Feinheit passen in süße und pikante Gerichte. Haferflocken
sind in vielen Müslimischungen die Grundzutat.
Gerste: hat ihre Bedeutung als Braugerste im Bier, außerdem zur
Herstellung von Whiskey, Branntwein und Malzkaffee.
Geschälte Körner werden verwendet als Graupen für Suppen, Eintöpfe, und Risotto.
Gerstenmehl eignet sich nicht zum Backen.
Einkorn und Emmer sind die ältesten Getreidearten unserer Vorfahren.
Wir finden sie im Naturkundemuseum und in der alternativen Küche. Der Ertag ist sehr gering.
Korasanweizen (Kamut©) ist ein alter Verwandter des Hartweizens und stammt vermutlich aus Ägypten. Er hat sehr große harte
Körner und eignet sich besonders für Teigwaren, Eintöpfe, Salate,
Pfannengerichte …
Hirse wird in trockenen Gebieten Afrikas und Asiens angebaut,
in begrenzter Menge auch in Norddeutschland. Hirse enthält viel
Eisen und Kieselsäure. Sie enthält kein Gluten, eignet sich also
für eine glutenfreie Ernährung.
Hirse wird meist als ganzes Korn oder Flocken angeboten. Vor der
Zubereitung werden ganze Körner mit kochendem Wasser überbrüht, um einen ranzigen Geschmack zu vermeiden. Sie eignet sich
für süße und pikante Gerichte in Form von Brei, Salat, Eintöpfen,
Aufläufen oder Bratlingen.
Pseudogetreidearten können wie Getreide verwendet werden,
enthalten jedoch kein Klebereiweis bzw. Gluten. Sie gelten als
wertvoller Getreideersatz für Menschen, die an einer Überempfindlichkeit gegenüber Gluten leiden.
Buchweizen: ist sehr anspruchslos, frostempfindlich und liefert
geringe Erträge
Er wird als ganzes Korn, Grütze, Flocken oder Mehl angeboten.
Verwendung für Suppen, Bratlinge, Pfannkuchen, in Müslimischungen
Amaranth (verwandt mit Gartenfuchsschwanz): Ursprung in
Mexiko und Peru
Er wird als ganzes Korn, Flocken oder gepoppt angeboten.
Er eignet sich für Salate, Suppen, Gemüsepfannen, Aufläufe, Bratlinge, Süßspeisen, Brotaufstriche, Bestandteil von Müslimischungen.
Quinoa (Reismelde): war Nahrungsgrundlage der Andenhochländer Südamerikas.
Er wird meist als ganzes Korn angeboten: für Suppen, Salate, Bratlinge, Aufläufe …
Tipps zum Kochen und Backen mit Vollkorngetreide
Allgemein:
• Grundsätzlich kann helles Mehl durch Vollkornmehl ersetzt werden. Je feiner das Mehl dabei gemahlen wird, umso
kürzer sind die Quellzeiten und um so besser sind Handling
und Geschmack. Das fertige Gebäck bröselt weniger.
• Soll in der Familie von hellem Mehl auf Vollkornmehl
umgestellt werden, muss, je nach Familie sehr behutsam
vorgegangen werden. 1. Stufe: Mehl der Type 1050 statt
405 verwenden. Speisen und Kuchen werden kaum merklich dunkler und schmecken etwas kräftiger 2. Stufe: die
Hälfte des hellen Mehles durch Vollkornmehl ersetzen
3. Stufe: helles Mehl durch sehr fein gemahlenes Vollkornmehl ersetzen
• Vollkornmehl enthält auch die Randschichten des Getreidekorns (Kleie). Die Kleie muss quellen. Teige und Massen
brauchen daher mehr Flüssigkeit und Zeit zum quellen.
(Spätzleteig, Pfannkuchenteig, Nudelteig, Strudelteig, Hefeteig, Kuchenteige.
• Jedes herkömmliche Rezept kann mit Vollkornmehl hergestellt werden: - 10 - 20% mehr Flüssigkeit verwenden,
damit die Kleie quellen kann - Teig ruhen lassen, mindestens so lange, bis er die Konsistenz hat, wie mit hellem Mehl
Ehemaligen Bote 201435
•
•
•
•
- Vollkornmehl hat einen kräftigeren Geschmack wie Auszugsmehl. Das muss beim Abschmecken berücksichtigt
werden. Probieren!!!
- Vollkornteige brauchen mehr Triebmittel wie helle Teige
(Backpulver, Hefe) für eine lockere Krume, da der Teig
schwerer ist
Soßen und Cremes mit Vollkornmehl sollten mindestens 20
Minuten Zeit haben zum ausquellen. Unvollständig ausgequollenes Vollkornmehl schmeckt teigig/ mehlig.
Kuchen und Kleingebäck werden nur mit sehr fein gemahlenem Vollkornmehl hergestellt. Das Mehl wird gesiebt. Die
gröberen Bestandteile kommen in den nächsten Brotteig.
Vorsicht: es gibt Menschen, die Weißzucker in Kombination mit Vollkornmehl nicht vertragen. In diesem Fall mit
Honig, Rohzucker oder Trockenobst süßen.
Welche Kräuter und Gewürze passen zum Getreide?
• Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander sind die klassischen
Brotgewürze. Sie geben Geschmack und machen vor allem
frisches Brot bekömmlicher.
• Die einzelne Auswahl und die Menge hängt immer vom
persönlichen Geschmack ab. lassen Sie Ihrer Phantasie
freien Lauf und entdecken neue Kombinationen! Die unten
stehende Liste ist keineswegs vollständig!!!
• Kräuter mit fester Struktur werden mit gekocht. Z.B. Lorbeer, grobe Teile von Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut,
Thymian, Estragon, Labkraut, Wurzeln von Meerrettich,
Sellerie
• Kräuter mit zarter Struktur bzw. junge frische Kräuter gibt
man erst nach dem Garen zu: z.B. Schnittlauch, Petersilie,
Dill, Liebstöckel, junge Blätter von Estragon, Majoran,
Oregano, Basilikum; Vogelmiere
• Wildkräuter gibt man in die fertige heiße Speise, so, dass sie
gerade noch blanchiert werden z.B. Brennnessel, Giersch,
Spitzwegerich, Löwenzahn, Melde, Bärlauch
Beispiele für typische Kombinationen:
Getreideart Pikant würzen mit z.B.:
Süß abschmecken
mit z.B.:
Weizen
Majoran, Zitronenmelisse,
Vanille, Zimt,
Zitronengras, Zitronenverbene, Honig, Sonnen­
Selleriegrün, Fenchel, Zwiebel, blumenkerne,
Paprika, Bärlauch, käse, Nüsse ... Rosinen
Grünkern
Estragon, Majoran, Basilikum,
Zitronensaft,
Bohnenkraut, glatte Petersilie,
Rosinen, Pinien­
Piment, Sellerie, Liebstöckel,
kerne, Ingwer,
Schnittlauch, Zwiebeln, Muskat, Honig, Nüsse, SonKnoblauch, Bärlauch, Origano ... nenblumenkerne ...
Dinkel
Wie Weizen oder Grünkern
Wie Weizen oder
Grünkern
Hafer
Curry, Caiennepfeffer, KnobNüsse, Honig, Apfel
lauch, Rosmarin, Origano
Buchweizen Majoran, Schnittlauch, BrennZimt, Zitronenschanessel, Zwiebel
le, Nüsse, Honig
Roggen
Kümmel, Wacholder, Thymian, Zitronenschale,
Sellerie
Ingwer, Honig
Gerste
Thymian, Basilikum, KnobZimt, Zitronensaft,
lauch, Curry
Datteln, Nüsse
Hirse
Kreuzkümmel, Muskat, Korian- Ahornsirup, Honig,
der, Majoran, Thymian, Origano Rosinen, Mandeln
Literaturangaben:
MLR - Getreide Informationen für Verbraucher / Verlag Handwerk
und Technik: Die neue Schule der Nahrungszubereitung / Eigene
Unterlagen
Leckere, nicht alltägliche Rezepte
Gemüse Cous-cous
ca. 500g
Gemüse nach Saison
z. B.
Lauchzwiebeln
1 große Möhre
1 kleine Zucchini
2 kleine rote Paprika
1 TL feingeriebenen Ingwer
1 TL Curcuma
1 Zehe Knoblauch
Salz,
Pfeffer
2 EL Öl
125g Couscous
Quarkcreme mit Hirse und Himbeeren
Gemüse in ganz dünne Scheiben hobeln, mit
dem Öl bissfest andünsten, Ingwer, Knoblauch
und Gewürze zugeben
Couscous mit der gleichen bis doppelten Menge
kochenden Wassers übergießen, 5 – 10 Min
quellen lassen, mit einer Gabel auflockern
fertig gegarten Couscous unterrühren, kurz
erhitzen, sofort servieren
Couscous ist Hartweizengrieß, zu Kügelchen
geformt und im Dampf vorgegart
Mein hPelurhseit!
an Sic
CA- und ULO-Langzeitlager
50g Hirse
400g Milch
250g Quark
50g Puderzucker
200g geschlagene Sahne
250g Himbeeren
50 – 100g Gelierzucker
Ggf. 4cl Himbeergeist
Hirse mit kochendem Wasser übergießen. Wasser weg leeren.
Hirse mit der Milch in 10 – 20 Min zu einem
dicken Brei kochen (umrühren!) und ausquellen
lassen.
Quark mit Puderzucker und ggf. etwas Milch
verrühren, zusammen mit der geschlagenen
Sahne unter den kalten Brei ziehen.
Himbeeren mit Gelierzucker 3 Minuten aufkochen, abkühlen, evtl. mit Himbeergeist verfeinern, als Sauce dazu servieren.
Seit über 49 Jahren Ihr zuverlässiger Partner
im Bereich der CA- und ULO-Lagerung.
Gerne übersenden wir Ihnen unser Infomaterial
bzw. besuchen Sie gerne vor Ort.
Plattenhardt + Wirth GmbH
D-88074 Meckenbeuren-Reute, Nelkenstraße 11
Tel. +49(0)7542-9429-0, Fax +49(0)7542-9429-36
info@plawi.de · www.plawi.de
36
Ehemaligen Bote 2014
Erfolgreich Füttern
Kontrolle der Trockenmasseaufnahme von Milchviehrationen
– Martin Duelli, Praktikant der Landwirtschaftskammer –
Eine homogene Futterration über das ganze Jahr spielt in der Milchviehhaltung eine große Rolle, denn Leistung und Gesundheit der
Milchkuh sind stark abhängig von der Trockenmasseaufnahme und
der Rationszusammensetzung. Doch nur etwa 30% der Landwirte
wissen in etwa wie viel Ihre Kühe wirklich fressen. Grundvoraussetzung dafür ist unter anderem auch eine regelmäßige Trockensubstanzbestimmung des Grundfutters. Hierzu gibt es neben der Möglichkeit der Messung durch Laboranalysen auch Möglichkeiten, die
dem Landwirt zu Hause auf dem Betrieb zur Verfügung stehen und
die schnell und einfach Ergebnisse liefern.
Warum ist TS-Bestimmung so wichtig?
Schwankungen des TS-Gehalts bringen automatisch Schwankungen der Futteraufnahme und somit auch der Milchleistung mit sich.
Wesentlichen Einfluss haben insbesondere der Wechsel von Silage
z.B. vom 2.auf den 3. Schnitt, keine homogene Abreife bei Silomais
bzw. unterschiedliche Anwelkintensität bei Grassilage, sowie Witterungseinflüsse bei der Ernte, aber auch auf die Anschnittfläche.
So können innerhalb eines Silostocks TS-Gehalte von 30 bis 38%
auftreten. Dies hat zur Folge, dass die Trockenmasseaufnahme des
Grundfutters um bis zu 2,5 kg je Kuh und Tag schwanken kann, was
nicht nur einen Rückgang der Milchmenge sondern auch eine Verschiebung des Grundfutter/Kraftfutter Verhältnis nach sich zieht
(Übersicht 1). Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Pansenaktivität und somit auf das Wohlbefinden der Kuh aus. Außerdem
kann bei mangelnder Futteraufnahme festgestellt werden, ob dies
eine Folge des TS-Gehaltes der Ration ist, oder ob andere Faktoren
wie Futterqualität, Rückerwärmung, Trinkwasserversorgung usw.
das Fressverhalten beeinträchtigen. Somit können eventuelle Fehler
schneller entdeckt, beglichen und eine effizientere Milchproduktion
realisiert werden.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Das Spektrum zur Ermittlung des TS-Gehaltes reicht von der Auswertung im Labor(Trockenschrank) über die Anschaffung eines
Trockensubstanzanalysators bis hin zur Trocknung der Futterprobe
in der Mikrowelle oder einem selbstgebauten Trockenofen. Für welche Möglichkeit man sich entscheidet muss jeder Landwirt, je nach
Häufigkeit und gewünschter Genauigkeit der Messung, individuell
entscheiden.
Eines haben alle Messsysteme gemeinsam, die Probenahme entscheidet über den Erfolg und die Genauigkeit der Messung. Nimmt
man eine Probe von der Anschnittfläche des Silos, ist es wichtig,
das Material für die Probe an mehreren Stellen von der ganzen Fläche zu nehmen, also von der ganzen Breite und der ganzen Höhe.
Außerdem sollte man nicht das Material nehmen, welches direkt
an der Oberfläche ist, da dieses durch Witterungseinflüsse stark beeinträchtigt ist. Die Teilproben werden in einem Eimer oder anderen
Behälter gesammelt, gut durchgemischt und anschließend wird ein
Probenmuster für die Futteruntersuchung gezogen. Zieht man die
Probe vom Futtertisch, sollte man ebenfalls von der ganzen Länge
Stichproben nehmen und diese dann vermischen, um Mischungenauigkeiten zu umgehen.
Entscheidet man sich für die Messung im Labor ist es wichtig die
Silage möglichst ohne Luft in einer Plastiktüte zu transportieren und
auf schnellstem Weg ins Labor zu bringen, um Austrocknung und
damit Messfehler zu vermeiden. Vorteil dieses Systems ist die hohe
Genauigkeit des Ergebnisses, allerdings bekommt man dieses erst
zeitverzögert und kann somit nicht sofort reagieren. Eine Analyse
im Labor kostet 8-10 € je Probe. Dem gegenüber stehen der geringe
Arbeitszeitbedarf und das Einsparen der Anschaffungskosten für
eine eigene Messapparatur.
Ähnlich wenig Zeitaufwand benötigt man bei der Messung mit
einem Trockensubstanzanalysator, wie z.B. dem Q-Dry von HCS
Herdenmanagement. Bei diesem Gerät ist der einzige Arbeitsschritt
des Landwirts das Einfüllen der Futterprobe, der Rest läuft vollautomatisch ab. Nach etwa einer Stunde erhält man ein sicheres Ergebnis, welches über die USB-Schnittstelle direkt an einen Drucker
oder PC weitergeleitet werden kann. Allerdings rentiert sich der QDry wegen seines Anschaffungspreises von ca. 3000 € nur für große
Milchviehbetriebe oder für die überbetriebliche Beratung.
Weitaus billiger, jedoch auch zeitaufwändiger ist die TS-Bestimmung mit Hilfe einer Mikrowelle. Hierzu braucht man eine Mikrowelle mit Auftaustufe, eine mikrowellenfeste Schale, ein Becher
Wasser und eine Waage die mindestens auf ein Gramm genau wiegt.
Nachdem eine Probe mit ca. 100g eingewogen wurde, trocknet man
sie für ca. 20-30 Minuten in der Mikrowelle und wiegt anschließend
die Probe zurück. Dies geschieht am effektivsten mit der Auftaufunktion um ein Verbrennen der Probe zu verhindern. Wichtig ist,
vor allem bei sehr trockener Silage, dass der Becher mit Wasser mit
in die Mikrowelle kommt. Danach trocknet man ein paar Mal für
5 Minuten nach, bis sich das Gewicht der Rückwaage nicht mehr
verändert. Dann ist die Probe trocken. Die Berechnung der Trockensubstanz erfolgt mit der Formel: TS in % = Gewicht trockene
Probe(Rückwaage) in g x 100 / Gewicht feuchte Probe(Einwaage)
in g. Beachten muss man, dass das Ergebnis meistens etwa einen
knappen Prozent unterhalb des tatsächlichen Wertes liegen kann,
was daran liegt, dass die Trocknungsdauer relativ kurz ist. Das gilt
hauptsächlich für Maissilagen oder Mischrationen, da Maiskörner
und Stängelknoten sehr schwer zu trocknen sind.
Prinzipiell gleich erfolgt das Messverfahren bei der Anwendung
eines selbstgebauten Trockenofens. Der Aufbau ist recht simpel: In
ein 200er KG-Rohr, welches auf einer Seite mit einem Blindstopfen
verschlossen ist, bohrt man ein Loch mit dem Durchmesser des Gehäuses eines gewöhnlichen Haar-Föhns. Dieses Loch sollte etwa 30
cm unterhalb der Öffnung liegen, welche gegenüber vom Blindstopfen sitzt. Dann braucht man nur noch einen Analysesieb mit einem
Durchmesser von 20 cm und einer Maschenbreite von 0,2 mm, welcher oben auf die Öffnung des Rohres gesetzt wird und fertig ist der
Trocknungsofen. Ein gewöhnliches Küchensieb sollte nicht verwendet werden. Durch die groben Maschen können feine Bestandteile
der Probe hindurchfallen und das Ergebnis verfälschen. Ein Analysesieb kostet im Handel etwa 60 €, hält aber bei pfleglichen Umgang
lange Zeit. Bei diesem Trocknungsofen dauert die Trocknungsphase
etwa 90 Minuten und die anschließenden Nachtrocknungen 15 Minuten, etwas länger also als bei der Mikrowelle aber dafür effektiver
und genauer. Zu beachten ist, dass der Föhn mit der niedrigsten Strömungsgeschwindigkeit aber mit der höchsten Wärmestufe läuft. Er
sollte außerdem mindestens eine Leistung von 1200 Watt vorweisen.
Fazit: Die Überprüfung der Trockensubstanz kostet zwar etwas
Zeit, trägt aber dazu bei, Gesundheit und Leistung der Milchkühe
sicherzustellen und erleichtert das Fütterungsmanagement. Es gibt
für jeden Landwirt einen passenden Weg die Überprüfung regelmäßig durchzuführen, und die Ergebnisse für sich zu nutzen.
Übersicht 1: Veränderung TM-Aufnahme und GF:KF-Verhältnis
bei schwankendem TS-Gehalt
FM kg
TS %
TM
GF : KF
Grundfutter
31,5
38
12
60
Kraftfutter
9
89
8
40
Gesamt
40,5
20
FM kg
TS %
TM
GF : KF
Grundfutter
31,5
30
9,5
54
Kraftfutter
9
89
8
46
Gesamt
40,5
17,5
Ehemaligen Bote 201437
Informationen zum Lernort Bauernhof im Bodenseekreis
– Irmgard Hofmann –
Der Lernort Bauernhof im Bodenseekreis kann 2015 bereits auf
sein 10-jähriges Bestehen zurück blicken. Zwei Jahre nach der
Gründung kam der Zusammenschluss mit dem Lernort im Kreis
Konstanz zum gemeinsamen „Verein Lernort Bauernhof Bodensee e.V. – www.lernort-bauernhof-bodensee.de
Zur Zeit öffnen im Bodenseekreis 17 Obst- und Bauernhöfe sowie
zwei Gärtnereien, im Kreis Konstanz 27 Bauernhöfe ihre Tore für
Schulklassen, Kindergartenkinder, Kommunion- und Firmgruppen etc.. Meist ist der Hofbesuch für die Kinder und Jugendlichen
ein besonderes Erlebnis. Selber Kartoffeln ernten, Apfelsaft herstellen, Tiere streicheln, Gemüse ernten usw..
Aktiv sein und mit Hand anlegen, im Team mit anderen Kindern
arbeiten, die Natur – Sonne, Wind, Erde – spüren, ein Ergebnis
nach seiner Arbeit haben, Einblick in die bäuerliche Lebens- und
Arbeitswelt bekommen ist für viele Hofbesucher eine einmalige
und unvergessliche Erfahrung, die häufig eine große Zufriedenheit
hinterlässt. Doch der Hofbesuch ist nicht nur für die Kinder und
Jugendlichen ein Gewinn, sondern auch für Betriebsleiterin und
-leiter. Für den Erzeuger bietet er die Chance mit dem Verbraucher
von morgen in Kontakt zu treten und sich über Erfahrungen, Probleme und Wünsche auszutauschen. Eine wichtige Voraussetzung,
um sich gegenseitig zu verstehen und respektieren.
Die Nachfrage nach Hofbesuchen ist in den letzten Jahren laufend
gestiegen. Verschiedene Gegebenheiten haben dabei positiv zusammengespielt. Betriebsleiterinnen und -leiter konnten in dieser
Zeit viele Erfahrungen gewinnen und haben ihre Aktivitäten ausgeweitet. Der regelmäßige Erfahrungsaustausch bei den jährlichen
Fachexkursionen, beim „Treffpunkt Lernort“ und Fortbildungen
hat zu dieser Entwicklung beigetragen.
Um das Lernortangebot auch bei Schulen und Kindergärten bekannt zu machen bietet der Verein in Zusammenarbeit mit dem
Landwirtschaftsamt jährlich eine Lehrer- bzw. eine Erzieherfortbildung zu unterschiedlichen Themen an. In diesem Jahr fand die
Lehrerfortbildung zum Thema „Nachhaltig einkaufen – Lebensmittel wertschätzen“ in der Gärtnerei Lempp, Oberdorf, statt.
Teilgenommen haben 15 Lehrkräfte von der dritten bis siebten
Klasse. In ihren Rückmeldungen brachten sie viel Respekt und
Anerkennung für die Arbeit in der Gärtnerei zum Ausdruck.
Seit das Thema „Nachhaltigkeit“ in die Lehrpläne aufgenommen
wurde, suchen Lehrkräfte verstärkt nach Möglichkeiten, das The-
ma praxisnah den Schülern zu vermitteln. Der Lernortbesuch kann
hier einen wichtigen Beitrag leisten.
Auf Landesebene wurde der Lernort Bauernhof als überregionales
Netzwerk von Berufsstand und Ministerium für Ländlichen Raum
und Verbraucherschutz auf den Weg gebracht, womit ein deutliches Signal für die Idee und Notwendigkeit gesetzt wurde. Seine
Aufgabe ist es, die landesweiten Lernortangebote zu vernetzen, auf
Fachmessen zu informieren, den Kontakt zum Kultusministerium
zu pflegen, Betriebsleiterinnen und -leiter zu schulen und die Weiterentwicklung voran zu bringen.
Alle landesweiten Aktivitäten und Angebote sind auf der Internetseite www.lob-bw.de eingestellt.
Die Mitglieder des Lernorts Bauernhof Bodensee haben sich,
wie bereits erwähnt, über die Kreisgrenze hinweg zu einem gemeinsamen Verein zusammen geschlossen. Seit diesem Jahr hat
Frau Monika Gobs, Sipplingen, den Vereinsvorsitz übernommen.
Die Geschäftsführung erfolgt durch Frau Hildegard Schwarz am
Landwirtschaftsamt Stockach und Ansprechperson am Landwirtschaftsamt Bodenseekreis ist Frau Irmgard Hofmann.
Beide Kreise unterstützen den Verein sowohl personell als auch
finanziell.
Doch sind der Bestand und eine Fortentwicklung des Lernorts
ohne Betriebsleiterinnen und -leiter, die ihren Hof öffnen, nicht
möglich. Lernortinteressierte sind herzlich willkommen!
Termine für Lernortmitglieder und Interessierte:
19.01. und 20.1.2015:
Grundlagenschulung Lernort Bauernhof, Markdorf, Stüblehof,
Januar (Termin wird noch bekannt gegeben):
Treffpunkt Lernort, Obersiggingen, Gasthaus Stern,
10.02.2015: Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof, Markdorf, Stüblehof 09:00-12:00 Uhr
Termine für Fachexkursionen siehe www.lob-bw.de
S c hwäbis c he
Baue rns c hule
Bad Walds e e
Bildungshaus des
Landesbauernverbandes in
Baden-Württemberg e.V.
Frauenbergstraße 15
88339 Bad Waldsee
bauernschule@lbv-bw.de
www.schwaebische-bauernschule.de
Telefon: 07524/4003-0
Telefax: 07524/4003-33
Monika Gobs und Brigitte Bussmann: Aktion Apfelsaft pressen für
Kinder auf der Gläsernen Produktion 2014
Ihr Bildungshaus in Oberschwaben!
38
Ehemaligen Bote 2014
Die Obstregion hat eine neue Königin
„Ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll“: Neue Apfelhoheit ist sprachlos vor Glück.
– Lena Reiner –
Sechs Kandidatinnen haben sich am Samstagabend im Häfler
Graf-Zeppelin-Haus der Wahl zur neuen Bodensee-Apfelkönigin
gestellt. Die jungen Frauen machten allesamt eine gute Figur. Den
900 anwesenden Wählern machten sie die Entscheidung um die
Krone damit nicht gerade leicht. Letztlich machte Jennifer Kreinacker aus Sigmarszell das Rennen.
Rolf Benzmann von Regio-TV führte das Publikum durch den
unterhaltsamen Abend und entlockte unter anderem dem Vorsitzenden der Obstregion Bodensee und des Bayerischen Erwerbsobstbauverbands, Helmut Jäger, dass dieser durchschnittlich
drei Äpfel pro Tag isst. Und von Kandidatin Laura Koch, die als
Rettungssanitäterin auch medizinisch einiges drauf hat, erfuhren wir, dass an dem vielzitierten Spruch „An apple a day keeps
the doctor away” einiges Wahres dran ist. Benzmann und Jäger
staunten nicht schlecht, wie gut sich die Kandidatin auskennt, als
sie an einem Männertorso zeigen soll, worauf sich das Steinobst
positiv auswirkt. Auch was die Wirkung ausmacht, kann sie direkt
erklären: Es seien die Phenolsäuren und Flavonoide, die direkt unter der Schale liegen und den Apfel vor negativer UV-Einwirkung
schützen – und beim Menschen sogar der Bildung von Krebszellen
teilweise vorbeugen können.
Neben Wissenswertem rund um den Apfel und die Obstbauregion
Bodensee, das der Moderator den Kandidatinnen in Testfragen
entlockte, kam natürlich auch der unterhaltsame Teil nicht zu kurz.
Die „kauboyz“ untermalten den gesamten Abend musikalisch und
zwischendurch zeigten die Fußballakrobaten „United Freestylers“
aus Köln gekonnt den Umgang mit dem runden Leder. Benzmann
aber machte es spannend. Kurz vor der Verkündung des Wahlergebnisses spielte schließlich auch noch die neunköpfige Blechbläserband „Brasserie“.
So vergingen die rund dreieinhalb Stunden Programm für die
Anwesenden beinahe wie im Flug. Nur kurz vor der Verkündung
des Wahlergebnisses wurden ein paar wenige dann doch ungeduldig: „Jetzt sagt‘s halt scho‘“, tönte es aus einer der Reihen. Doch
Benzmann machte es gerne spannend und fragte erst noch mal die
Die frisch gekrönte Apfelkönigin Jennifer Kreinacker (21) aus Sigmarszell mit ihren Apfelprinzessinnen Ines Klotz (22, links) aus ÜberlingenBambergen und Michaela Herz, 18, aus Oberteuringen. Foto: Kram
Zuschauer nach ihren Favoritinnen. Da gingen die Meinungen weit
auseinander. Jede Kandidatin schien einige Fans zu haben.
Am meisten überzeugt hat letztlich die gelernte Obstbäuerin Jennifer Kreinacker aus Sigmarszell, die für die nächsten zwei Jahre
die Apfelkrone tragen wird. An ihrer Seite werden die beiden Apfelprinzessinnen, Ines Klotz aus Bambergen und Michaela Herz
aus Oberteuringen, sie zu Presseterminen und Fotoshootings begleiten.
Auf die drei frisch gekürten Apfelschönheiten wartet nun eine
aufregende Zeit, wie sie in einem amüsanten Filmrückblick auch
von ihren Vorgängerinnen erfahren haben. Die neue Apfelkönigin
Jennifer Kreinacker, der die Krone ein paar Mal herunterrutscht
(sie wird später noch angepasst), weiß vor lauter Freude gar nicht,
was sie sagen soll. Doch ihr strahlendes Lächeln sagt dem Publikum genug.
Ehemaligen Bote 201439
Auf dem Weg zum Pachtprofi …
– Werner Kienzle – und „dlz agrar magazin“ (Ausgabe Mai 2011)
Rechtsgrundlagen Landpachtrecht
§§ 585 - 597 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) Pacht landwirtschaftlicher Grundstücke
Gesetz über die Anzeige und Beanstandung von Landpachtverträgen (Landpachtverkehrsgesetz - LPachtVG)
Gesetz über Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur in
Baden-Württemberg (Agrarstrukturverbesserungsgesetz - ASVG)
vom 10. November 2009, Dritter Abschnitt §§ 11 – 13
Landpachtvertrag
Dabei gilt, dass alles, was im Landpachtvertrag durch die Vertragsparteien nicht geregelt ist, sich nach den Bestimmungen des (höherrangigen) Landesrechts (ASVG und LPachtVG) oder dem BGB
richtet. Bestimmungen im Landpachtvertrag dürfen nicht höherrangigem Recht widersprechen oder dieses ausschließen.
Pachtrecht
Der Abschluss von Pachtverträgen gehört mit zu den bedeutsamsten
Rechtsgeschäften der Landwirte. Schließlich laufen die Pachtverträge ja häufig recht lange. Damit binden sich Pächter und Verpächter an langjährige Verpflichtungen. Daher ist es wichtig, dass vor
allem Pächter wissen, auf was sie beim Abschluss der Pachtverträge
achten müssen.
Das Gesetz unterscheidet bei der Landpacht zwei Arten:
die Betriebspacht – sie liegt bei der Verpachtung eines Grundstücks
mit den darauf befindlichen
• Wohn- oder Wirtschaftsgebäuden vor.
• und die Grundstückspacht.
Kennzeichnend für Landpacht ist immer, dass ein Grundstück
überlassen wird. Daher kann die bloße Überlassung eines Gebäudes oder eines Teils eines Gebäudes niemals eine Verpachtung im
Sinne des Landpachtrechts sein. Selbst wenn Landwirte ein ganzes
Betriebsgebäude nebst Stallung und Nebengebäude überlassen, ist
dies nach den Bestimmungen des Landpachtrechts keine Verpachtung.
Weiteres Merkmal für die Landpacht: Das Überlassen des
Grundstücks an den Pächter erfolgt überwiegend „zur Landwirtschaft“. Ob die Überlassung eines Grundstücks die Voraussetzungen einer Verpachtung nach dem Landpachtrecht erfüllt, hängt
also nicht davon ab, wie das zu verpachtende Grundstück vor der
Verpachtung genutzt wurde, sondern wie der Pächter das Grundstück nach der Verpachtung nutzen will. Nur wenn der Pächter das
Grundstück gemäß dem Vertrag nach der Überlassung landwirtschaftlich nutzen will, liegt Landpacht vor.
Das zeigt folgendes Beispiel: Landwirt G. hat ein Grundstück,
das er bislang als Grünland bewirtschaftet hatte, einem Kiesunternehmen zum Zweck des Kiesabbaus überlassen. Dabei handelt
es sich zwar um einen Pachtvertrag. Da das Grundstück aber nach
der Überlassung nicht landwirtschaftlich, sondern zum Kiesabbau
genutzt wird, liegt hier keine Landpacht vor. Im Beispielfall handelt
es sich um eine „normale“ Grundstücksverpachtung (§ 581 BGB).
Spannend ist nun, was unter einer „überwiegend landwirtschaftlichen Grundstücksnutzung“ zu verstehen ist. Hierauf gibt das
BGB in § 585 Absatz 1 Antwort. Der Gesetzgeber versteht dabei
als Landwirtschaft die Bodenbewirtschaftung (Ackerbau), die mit
der Bodennutzung verbundene Tierhaltung zum Zweck der Gewinnung tierischer Erzeugnisse (Viehzucht und Viehhaltung) sowie die
gartenbauliche Erzeugung. Und weiter fordert er - obwohl dies nicht
ausdrücklich im Gesetz verankert ist -, dass der Pächter die Tätigkeit berufsmäßig im Sinne einer Gewinnerzielungsabsicht
ausübt.
Somit liegt beispielsweise keine Landwirtschaft vor, wenn man
eigene Reitpferde lediglich aus Liebhaberei hält, und dafür zusammen mit umliegenden Grundstücken einen Hof angepachtet hat.
Keine landwirtschaftliche Nutzung liegt auch dann vor, wenn ein
landwirtschaftlicher Betrieb zum Zwecke der Pensionspferdehaltung verpachtet wird, die mitüberlassenen Grundstücksflächen
aber nicht ausreichen, um die Pensionspferde „auf überwiegend
eigener Futtergrundlage“ zu versorgen. Die Haltung auf überwiegend eigener Futtergrundlage setzt der Gesetzgeber dann voraus,
40
wenn der Pächter mindestens die Hälfte des benötigten Futters auf
eigenen (oder gepachteten) Flächen erzeugt.
Rechtliche Einordnung hat erhebliche Konsequenzen
Die richtige Einordnung in Landpacht und normale Pacht hat erhebliche rechtliche Folgen. Für Landwirte ist dabei folgender Punkt
wichtig: Nach dem Landpachtverkehrsgesetz (LPachtVG) hat der
Verpächter den Abschluss eines Landpachtvertrags der zuständigen Behörde anzuzeigen (§ 2 LPachtVG). Dies kann durch Vorlage des Vertrags geschehen. Ist der Landpachtvertrag mündlich
abgeschlossen, hat die Anzeige durch „inhaltliche Mitteilung“ zu
erfolgen.
Beachte: Wenn ein Landwirt ein Grundstück, das er bislang als
Grünland bewirtschaftet hat, beispielsweise einem Golfplatzbetreiber zur Erweiterung eines Golfplatzes überlässt, besteht keine
Anzeigepflicht. Denn es handelt sich hierbei um keinen Landpachtvertrag. Die Anzeigepflicht gilt nicht nur für den Erstabschluss, sondern auch für spätere Änderungsvereinbarungen über
die Pachtsache, die Pachtdauer und die Vertragsleistungen. Und
ein angezeigter Pachtvertrag beinhaltet mehr Rechte als ein nicht
angezeigter. Doch dazu lesen Sie später mehr.
Welche Verträge Sie nicht anzeigen müssen
Landpachtverträge, die aufgrund eines behördlich eingeleiteten
Verfahrens wie Flurbereinigung abgeschlossen werden, sind nicht
anzeigepflichtig. Weiter bedürfen Landpachtverträge keiner Anzeige, die zwischen Ehegatten oder Personen abgeschlossen sind,
die in gerader Linie und bis zum 2. oder 3. Grad in der Seitenlinie
verwandt sind. Darunter fallen Personen wie Großeltern, Eltern,
Kinder (gerade Linie), Schwager und Schwägerin (2. Grad) oder
Neffen und Nichten (3. Grad).
Darüber hinaus brauchen Verpächter in aller Regel Landpachtverträge auch dann nicht anzuzeigen, wenn die verpachtete Fläche eine
bestimmte Größe nicht übersteigt. Je nach Bundesland sind die Flächengrößen sehr unterschiedlich, unterhalb derer die Verpachtung
von der Anzeigepflicht ausgenommen ist. In Baden-Württemberg
müssen keine Landpachtverträge angezeigt werden, wenn die
Pachtfläche weniger als 2 ha beträgt. Da aber einzelne Institutionen
(z.B. Alterskasse, Finanzamt, Gericht) die Anzeigebescheinigung
verlangen, unabhängig von der Größe des Pachtgrundstückes,
empfiehlt es sich, jeden Pachtvertrag zur Anzeige zu bringen. Ein
weiterer Vorteil liegt darin, dass angezeigte Pachtverträge bei der
zuständigen Stelle (Landwirtschaftsamt) über einen Zeitraum von
mindestens 10 Jahren aufbewahrt werden. Geht also in diesem Zeitraum ein Vertrag verloren, so kann er beim Landwirtschaftsamt
nachgefragt werden.
Die sachliche Zuständigkeit der Behörden ist in Baden-Württemberg bei den Landwirtschaftsämtern in den Landratsämtern gegeben. Für die örtliche Zuständigkeit (§ 6 LPachtVG) ist diejenige
Behörde zuständig, in deren Bezirk die Hofstelle des Verpächters
liegt. Ist eine solche Hofstelle nicht vorhanden, ist die Behörde zuständig, in deren Bezirk die verpachteten Grundstücke ganz oder
zum größten Teil liegen.
Ohne Anzeige entfallen gesetzliche Rechte
Zur Anzeige des Pachtvertrags ist grundsätzlich der Verpächter
verpflichtet. Allerdings kann – ohne dass hierzu eine Pflicht bestünde – die Anzeige auch durch den Pächter erfolgen. Die Anzeige
des Abschlusses eines Landpachtvertrags ist binnen eines Monats
nach Vertragsabschluss (§ 2 Abs. 2 LPachtVG) vorzunehmen. Dies
gilt entsprechend auch für die Anzeige von anzeigepflichtigen Vertragsänderungen. Drei Ausfertigungen des Pachtvertrags sind zu
erstellen (Verpächter/Pächter/Landwirtschaftsamt), die sinnvollerweise mit allen drei Ausfertigungen angezeigt werden, wovon
eine Fertigung beim Landwirtschaftsamt verbleibt.
Wichtig: Ist ein Landpachtvertrag nicht innerhalb der Frist angezeigt, können Pächter und Verpächter dies jederzeit nachholen.
Auch wenn der anzeigepflichtige Landpachtvertrag nicht der zu-
Ehemaligen Bote 2014
ständigen Behörde gemeldet wurde, wird er rechtlich wirksam. Und
die getroffenen Vereinbarungen sind für Pächter und Verpächter
verbindlich. Allerdings kann das Nichtanzeigen des Vertrags in
bestimmten Fällen auch negative Folgen für Pächter oder auch
Verpächter haben (§ 9 LPachtVG). Denn ohne Anzeige entfällt das
Recht der Vertragspartner, Änderungen des Pachtvertrags zu verlangen. Gemäß § 593 BGB kann jede beteiligte Partei verlangen,
den Landpachtvertrag mit Ausnahme der Pachtdauer zu ändern.
Voraussetzung dafür ist: Nach Abschluss des Pachtvertrags haben
sich die Verhältnisse, die für die Festsetzung der Vertragsleistungen
maßgebend waren, nachhaltig so geändert, dass die gegenseitigen
Verpflichtungen in ein grobes Missverhältnis zueinander geraten
sind. Weigert sich ein Vertragsteil, dem Verlangen seines Vertragspartners auf Änderung des Vertrags zuzustimmen, kann dieser Vertragspartner die Entscheidung des Landwirtschaftsgerichts beantragen (§ 593 Absatz 4 BGB). Dies bedeutet beispielsweise, dass Sie
als Pächter keinen Antrag auf Pachtanpassung gemäß § 593 Absatz
4 BGB stellen können, sofern ein anzeigepflichtiger Landpachtvertrag vom Verpächter nicht angezeigt worden ist (§ 9 LPachtVG). Da
es keine Ausschlussfrist für die Pachtvertragsanzeige gibt, können
Sie als Pächter jederzeit später die Anzeige nachholen.
Fazit: Haben Sie als Pächter mit dem Verpächter beispielsweise vergeblich über das Anpassen des Pachtpreises verhandelt und wollen
Sie nun die Entscheidung des Landwirtschaftsgerichts beantragen,
können Sie auch nach Jahren noch den Vertrag anzeigen. Damit
schaffen Sie dann die Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Antrags beim Landwirtschaftsgericht. Das Gericht kann den Antrag
nicht wegen fehlender Anzeige ablehnen.
Mündlicher Vertrag kann ewig laufen
Damit ein Landpachtvertrag nach Abschluss wirksam wird, sind
nach dem Gesetz keine „echten“ Formvorschriften vorgeschrieben.
Der Abschluss eines Landpachtvertrags ist daher formfrei möglich.
Er bedarf zu seiner Wirksamkeit weder der Schriftform und schon
gar nicht einer notariellen Beurkundung. Ausreichend ist also, wenn
sich die Parteien einig sind darüber, wer als Verpächter an wen als
Pächter welches Grundstück zur landwirtschaftlichen Nutzung
überlässt und welcher Pachtzins hierfür zu bezahlen ist.
Haben sich die Parteien mündlich über diese Punkte geeinigt, ist
bereits ein wirksamer Pachtvertrag abgeschlossen. Wenn Pächter
und Verpächter darüber hinaus keine weiteren Vereinbarungen abgesprochen haben, richten sich die weiteren Rechtsfolgen nach den
gesetzlichen Bestimmungen (§§ 585 ff BGB). Haben die Parteien
allerdings neben den aufgeführten Vertragsbestandteilen noch weitere mündliche Vereinbarungen getroffen, gehen diese grundsätzlich den gesetzlichen Bestimmungen vor. Aufpassen muss man bei
formlosen Landpachtverträgen mit der Laufzeit. So besagt der §
585 a BGB, dass ein formloser Vertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen ist, sobald in dem mündlichen Landpachtvertrag
eine längere Zeit als zwei Jahre vereinbart ist.
Das folgende Beispiel verdeutlicht die Folgen: Haben zwei Landwirte einen mündlichen Landpachtvertrag geschlossen und vereinbart, dass der Vertrag für neun Jahre abgeschlossen sein soll, ist
dieser Vertrag wirksam. Nur die Vereinbarung über die neunjährige
Laufzeit ist nicht wirksam. Vielmehr läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit. Es kann daher mit der hierfür vorgesehenen gesetzlichen Frist („ … spätestens am dritten Werktag eines Pachtjahrs für
den Schluss des nächsten Pachtjahrs kündigen.“ = 2 Jahre, § 594 a
BGB) gekündigt werden. Dabei ist Schriftform vorgeschrieben
(§ 594 f BGB). Schließen die Parteien dagegen mündlich einen
Pachtvertrag und vereinbaren eine Laufzeit von weniger als zwei
Jahren, also zum Beispiel von 1,5 Jahren, ist diese Befristung wirksam abgeschlossen. Damit endet der Vertrag definitiv nach eineinhalb Jahren.
Schriftliche Verträge sind sinnvoll
Wenn Sie nicht wollen, dass ein formloser Vertrag auf unbestimmte
Zeit läuft, sollten Sie einen schriftlichen Vertrag abschließen. Wer
Ehemaligen Bote 201441
zum Beispiel zwecks Altersrente die landwirtschaftlichen Grundstücke verpachtet, muss den Landpachtvertrag schriftlich mit
mindestens neun Jahren Laufzeit vorweisen. Außerdem treffen die
Vertragsparteien hin und wieder auch sonstige, vom Gesetz abweichende Vereinbarungen wie etwa über ein Sonderkündigungsrecht
im Falle des Verkaufs des Pachtgrundstücks. Diese Sondervereinbarungen sind zwar in der Regel grundsätzlich auch mündlich
zulässig und wirksam. Allerdings besteht natürlich bei mündlichen
Vereinbarungen immer das Problem, dass diese nur schwer oder gar
nicht zu beweisen sind, wenn es später zu Unstimmigkeiten zwischen den Parteien kommen sollte. Bei schriftlich abgeschlossenen
Verträgen besteht dieses Beweisproblem dagegen nicht. Zudem erleichtert ein schriftlicher Vertrag den Flächennachweis gegenüber
Behörden und Agrarverwaltung.
Schließen die Parteien einen Landpachtvertrag schriftlich ab, können sie dies natürlich jederzeit eigenhändig tun. Da es sicherlich
nicht jedermanns Sache ist, selbst einen Vertrag auszuarbeiten, ist
es sinnvoll auf Vertragsmuster zurückgreifen. Dies gilt vor allem
dann, wenn die Parteien sich nicht sicher sind, was geregelt werden
kann und soll. Solche Musterpachtverträge sind beim Landwirtschaftsamt zu erhalten. Diese Vertragsmuster haben den Vorteil,
dass sie die Interessen beider Parteien ausgewogen berücksichtigen. Da aber auch bei Musterverträgen oftmals noch Fragen offen
bleiben oder noch zusätzliche Regelungen vereinbart werden sollen, empfiehlt sich in diesen Fällen stets, den Rat des zuständigen
Sachbearbeiters beim Amt, beim Notar, beim Bauernverband, beim
Steuerberater oder beim Rechtsanwalt einzuholen.
Jeder dieser Verträge stellt keinen lästigen Papierkram dar, sondern ist ein wichtiges Dokument, das sehr weitreichende Folgen
bewirken kann. Dementsprechend sollte es auch mit Bedacht und
in allen Punkten vollständig (z.B. Adresse, Gemarkung, Grundstückbeschrieb, Größe in ha, ar und qm) ausgefüllt sein und bei den
Vertragsparteien an einem sicheren Ort zusammen mit der Anzei-
Für alle Bewirtschaftungsformen:
• PLOCHER-Güllezusätze
• PLOCHER-Kompostzusätze
• PLOCHER-Bodenhilfstoffe
• PLOCHER-Pflanzenhilfsmittel
• PLOCHER-Wasservitalisierung
Aktuelle Informationen,
Anwendungsempfehlungen,
Vitalpläne zu einzelnen Kulturen,
Erfahrungsberichte, Bestellshop
finden Sie im Internet unter
www.plocher.de
oder fordern Sie bitte unsere
Unterlagen an.
Werksverkauf zu den Geschäftszeiten.
PLOCHER GmbH
Torenstraße 26 • D-88709 Meersburg
Tel.: 0 75 32 - 43 33-0 • Fax: - 43 33-10
E-Mail: info@plocher.de
gebescheinigung des Amtes verwahrt werden. Dies gilt auch über
die vereinbarte Laufzeit hinaus. Wird ein Vertrag durch einen
neuen Vertrag oder Zusatzvereinbarung verlängert oder anderweitig verändert und bleiben die Vertragsparteien gleich, so sollten alle
Verträge miteinander aufbewahrt werden, um später die Vertragshistorie nachweisen zu können.
Behandeln sie einfach jeden Pachtvertrag mit Anzeigebescheinigung wie eine Urkunde und geben sie diesem einen bevorzugten
Platz in ihrem Büro. Die Schuhschachteln haben ausgedient und
wenn mit einem Griff die Sucherei losgeht, haben sie schon verloren.
Und wir wollen doch Gewinner bleiben, mindestens aber werden.
42
Ehemaligen Bote 2014
Neuere gesetzliche Regelungen im Pflanzenschutz
–Corinna Gutmann–
Am 13. Februar 2012 ist das novellierte Pflanzenschutzgesetz verkündet worden und einen Tag später in Kraft getreten. Im Folgenden die wichtigsten Fakten:
Gute fachliche Praxis
Das Pflanzenschutzgesetz schreibt vor, dass Pflanzenschutz nur
nach guter fachlicher Praxis (gfP) durchgeführt werden darf. Dazu
gehören zum Beispiel, die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln
auf das notwendige Maß zu beschränken, die Mittel auszuwählen,
die für die jeweilige Situation am besten geeignet sind, geeignete
und funktionssichere Geräte zu benutzen sowie Restbrühen und
Reinigungsflüssigkeiten fachgerecht zu entsorgen.
Sachkunde
Alle beruflichen Anwender, Händler, Berater und Ausbilder benötigen einen neuen Sachkundenachweis im Scheckkartenformat. Bis 25. Mai 2015 muss dieser beantragt werden. Dies
geschieht entweder online unter www.pflanzenschutz-skn.de oder
per Papierformular, das beim Landwirtschaftsamt erhältlich ist.
Dem Antrag ist ein Nachweis (Gesellenbrief o. ä.), beizufügen,
der belegt, dass Sie bereits sachkundig sind. Nicht benötigt für die
Antragstellung werden die Teilnahmebestätigungen, die bei den
4-stündigen Fortbildungen ausgehändigt werden. Ab dem 26. November 2015 können Pflanzenschutzmittel nur noch unter Vorlage
des neuen Sachkundenachweises gekauft werden.
Unabhängig vom neuen Sachkundenachweis muss jeder Sachkundige innerhalb von drei Jahren an einer 4-stündigen, anerkannten
Fortbildung teilnehmen. Der erste Dreijahreszeitraum hat am 1.
Januar 2013 begonnen und endet am 31. Dezember 2015. Danach
fängt ein neuer Dreijahreszeitraum an.
Pflanzenschutzmittel mit der Kennzeichnung „Anwendung in
Haus- und Kleingarten zulässig“ dürfen ohne Sachkunde angewendet werden.
Auch für „einfache Hilfstätigkeiten“, wenn diese unter Verantwortung und Aufsicht einer sachkundigen Person durchgeführt
werden, wird keine Sachkunde benötigt. Beispiele für „einfache
Hilfstätigkeiten“ sind:
• Verdeckte Ausbringung von Mitteln gegen Nagetiere
(Rodentizide) mit Legeflinten, Auslegen von Ködern in
Köderstationen, Einlegen von Ködern in den Wühlmauspflug
• Verwendung handgeführter Streichgeräte bei der Unkrautbekämpfung (besonders Ampferbekämpfung im
Grünland)
• Ausbringung von Wildverbissmitteln / Vergrämungsmittel
• Anlegen von Leimschranken und Insektenfanggürteln bei
Obst- und Ziergehölzen (Leime, Wachse, Baumharze)
• Aufhängen von Pheromondispensern und pheromongeköderten Fangsystemen
• Verstreichen von Schnittstellen und Veredlungsstellen
im Obst- und Weinbau, Baumschulen und in Gehölzen
mit Wundverschlussmitteln, Wundbehandlungsmitteln,
Baumwachsen
• Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln mit Spritzpistole
oder handgeführter Spritzlanze bei der Schlauchspritze
unter unmittelbarer Aufsicht eines sachkundigen
Anwenders
• Verteilen bzw. Aufhängen der Kapseln, Karten zur Maiszünslerbekämpfung
• Tauchen des Veredelungsholzes und der Pfropfreben in
ein fertig angesetztes Pflanzenschutzmittel bei der Rebveredelung
Aufbrauchfrist
Läuft die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels ab, darf es noch
6 Monate verkauft werden und weitere 12 Monate aufgebraucht
werden. Beendete Zulassungen macht das BVL mit den jeweiligen
Fristen im Internet bekannt.
Beispiel: Zulassung endet am 15. Juli 2014 >> Handel darf das Mittel noch bis zum 15. Januar 2015 verkaufen. Angewendet werden
darf das Mittel bis zum 15. Januar 2016.
Geräteprüfung
Pflanzenschutzgeräte (auch Bandspritzgeräte oder Schlauchspritzgeräte usw.) müssen alle drei Jahre (bisher: alle zwei Jahre)
durch amtlich anerkannte Kontrollstellen überprüft werden. Nicht
geprüft werden müssen handgehaltene oder schultergetragene Geräte.
Neugeräte müssen spätestens bei Ablauf des sechsten Monats nach
Ingebrauchnahme kontrolliert worden sein.
Gültigkeit der Prüfplakette (Übergangslösung):
Aufzeichnungen/Dokumentation der betrieblichen Pflanzenschutzmittelanwendungen
Für die Aufzeichnungen der Pflanzenschutzmittelanwendungen
im Jahreszyklus ist der Betriebsleiter verantwortlich. Diese sind
mindestens drei Jahre aufzubewahren.
Schlagbezogen müssen folgende Daten schriftlich erfasst und abrufbar abgelegt werden:
• Name des Anwenders
• Bezeichnung des PSM
• Zeitpunkt der Anwendung
• Eingesetzte Aufwandmenge
• Bezeichnung der Fläche
• Behandelte Kulturpflanze
Die Dokumentationspflicht gilt auch bei der Auftragsvergabe von
Pflanzenschutzmaßnahmen an Nachbarn oder Lohnunternehmer.
Es bleibt einem im Leben nur das, was man verschenkt hat.
Robert Stolz
Ehemaligen Bote 201443
Rückblick zum Unternehmerinnenseminar
„Meine Gästeunterkünfte – professionell geführt“
– Irmgard Hofmann –
Bereits zum dritten Mal hat der Verein landwirtschaftlicher Fachbildung ein Seminar für Bäuerinnen in der Zusammenarbeit mit
dem Landwirtschaftsamt auf den Weg gebracht.
Feriengäste zu beherbergen hat auf vielen Höfen im Bodenseekreis
eine lange Tradition. Hinzu kommen Neueinsteiger. Für beide hat
sich der Betriebszweig Urlaub auf dem Obst-/Bauernhof zu einem
wichtigen Einkommensstandbein entwickelt.
In der Regel sind es die Betriebsleiterinnen, die diesen Betriebszweig managen. Unterstützung erhalten sie von Familienmitgliedern oder Aushilfskräften. Ein hohes Maß an Organisationstalent
und Können wird von den Frauen besonders beim Gästewechsel
abverlangt. In meist kurzer Zeit ist die anfallende Wäschemenge zu
bearbeiten, Unterkünfte zu reinigen, den abreisenden Gast herzlich
zu verabschieden und den neuen Gast freundlich zu begrüßen.
Hinzu kommt, dass sich in den letzten Jahren die Gästeerwartungen hinsichtlich Betreuung, Wohnungsausstattung und Buchungsmöglichkeit deutlich verändert haben und die Gastgeberin darauf
reagieren muss, um weiterhin erfolgreich zu vermieten und die
erforderliche Wirtschaftlichkeit zu erzielen.
Für die Gastgeberin bedeutet dies, sich laufend fortzubilden, um
dem Gast gegenüber professionell auftreten zu können, das eigene Angebot attraktiv zu halten und ansprechend zu bewerben und
neue Kommunikationswege nutzen zu können.
Im Unternehmerinnenseminar konnten sich die 16 Teilnehmerinnen zu den Themen „Gastorientiertes Verhalten“, „Buchungsorganisation“, „Beherbergungsrecht“ und „Optimierung der Arbeitswirtschaft“ fortbilden. Die eingesetzten Referenten kamen von der
DEHOGA Akademie. Hinzu kamen zwei erfahrene Gastgeberinnen aus dem Bodenseekreis.
„In den Schuhen meiner Gäste laufen“ lautete der Satz, den die
Referentin Frau Renate Stolle den Teilnehmerinnen beim Thema
„Gastorientiertes Verhalten“ ans Herz legte.
Aus Befragungen ist bekannt, dass für den Gast die Herzlichkeit
und die Wohlfühlatmosphäre auf dem Ferienhof für seine Zufriedenheit entscheidend sind. Umso wichtiger ist es, sich in den Gast
hineinzuversetzen – „in seinen Schuhen zu laufen“ –, um seine
Erwartungen und Wünsche zu erkennen und darauf reagieren zu
können. Durch Gespräche mit dem Gast oder mit einer Gästebefragungskarte in der Unterkunft können Informationen beschafft
werden.
Die Referentin zeigte die Bedeutung des „ersten Eindrucks“ auf,
den der Gast sich von seinem Gegenüber macht. Gelingt es der
Gastgeberin beim Gast als sympathisch und kompetent wahrgenommen zu werden, so hat sie gute Chancen, dass der Gast immer
wieder kommt.
Der erste Eindruck ist eine Mischung aus mehreren verschiedenen
Komponenten: der Gesichtsausdruck, die Kleidung, die Körperhaltung, die Frisur, ein Geruch oder ein auffälliges Detail.
44
Ehemaligen Bote 2014
In der Regel entscheiden Menschen in nur 3 - 5 Minuten ob sein Gegenüber sympathisch ist oder nicht. Hinzu kommt, dass der gewonnene Eindruck auch auf das gesamte Unternehmen zurückfällt.
Umso wichtiger ist es darauf zu achten, wie man als Gastgeberin
wirkt. Und dies kann die Gastgeberin auch steuern! Ein sauberes,
ordentliches, gepflegtes und freundliches Auftreten sollte selbstverständlich sein.
Seminarthema Buchungsorganisation
Durch die neuen Medien hat sich das Buchungsverhalten der Gäste
stark verändert. Für den Suchenden ist es problemlos, per E-Mail
gleich mehrere Anbieter in einer Region anzufragen. Je schneller
die Gastgeberin die E-Mail Anfrage beantwortet umso größer ist
die Chance, den potentiellen Gast für sich zu gewinnen. Um den
Arbeitsaufwand und -druck zu minimieren, stellte Frau Stolle den
Einsatz von Textbausteinen vor. Dabei riet sie, mit möglichst vielen
einzelnen Bausteinen zu arbeiten, die je nach Zielgruppe und Fragestellung zusammengesetzt werden können. Auf jeden Fall sollte,
wie sie auch an Beispielen zeigte, auf die Stärken und Leistungen
seines Ferienhofes hingewiesen werden.
Angesprochen wurden grundsätzliche Regeln beim Versenden von
E-Mails: der Text sollte kurz sein, der Schreibstil freundlich, eine
Anrede und ein Gruß gehören immer dazu. Versendete Mails können nicht mehr zurückgeholt werden, deshalb vor dem Abschicken
unbedingt lesen.
Kommen Anfragen per Telefon, so sollte der erste Kontakt positiv
ausfallen. Folgende Verhaltensregeln können zum Gelingen beitragen: spätestens nach dem dritten Klingelzeichen das Gespräch
annehmen und den Anrufer mit einer freundlichen, klaren und
deutlichen Stimme begrüßen. Sinnvoll ist, sich einen „Begrüßungsspruch“ festzulegen und sich mit diesem zu melden.
Die Rechte und Pflichten von Gast und Gastgeberin zeigte Herr
Bernd Dahringer, Jurist von der DEHOGA, an zahlreichen Beispielen den Teilnehmerinnen auf. Ihre Fragen zu Stornierung, Reklamation, Haftung, etc. wurden beantwortet.
Ein Problem sind Stornierungen, denn immer wieder gibt es Gäste,
die kurz vor der Anreise ihre gebuchte Unterkunft auf Grund eines
Todesfalles, Erkrankung etc. stornieren. Hier zeigte der Referent
die gesetzliche Regelung auf. Danach hat der Gast den vereinbarten
Preis zu zahlen, außer es liegt höhere Gewalt wie z.B. Unwetter vor.
Nur die ersparten Eigenaufwendungen wie z.B. Frühstückskosten
sind vom vereinbarten Preis abzuziehen.
Abgerundet wurde das Seminar mit der Besichtigung des Gästehauses von Herrn Josef Bernhard, Langenargen und dem Hotel
Wirtshof der Familie Wirth in Markdorf mit anschließendem Erfahrungsaustausch zum Thema Arbeitsorganisation.
In beiden Häusern wird für den Gästewechsel ein EDV-Programm
eingesetzt. Informationen über den Gast werden hier im Vorfeld
erfasst und tragen zu einem reibungslosen Arbeitsablauf bei.
Immer wichtiger wird auf den Ferienhöfen das Thema Wäschepflege. Durch die zunehmend kürzer werdenden Aufenthalte der
Gäste und dem wachsenden Gästebetrieb fällt immer mehr Wäsche an, die bewältigt werden muss. Bei der Suche nach Lösungen
werden die Alternativen „Wäschevergabe“ oder „Mietwäsche“ in
Betracht gezogen. Frau Anja Bernhard gab ihre Erfahrungen zur
„Mietwäsche“ an die Teilnehmerinnen weiter und wies dabei auch
auf die baulichen Anforderungen hin.
Die Rückmeldungen zum Seminar waren durchweg positiv. Neben
den Seminarthemen war der Erfahrungsaustausch für die Teilnehmerinnen eine große Bereicherung. Deshalb sind weitere gegenseitige Treffen auf den Höfen für diesen Winter geplant.
Das Seminar wurde gefördert mit Mitteln aus dem Programm
„Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum (IMF)“
sowie mit Mitteln des Ministeriums für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Die Zwischenfinanzierung übernahm der Verein Landwirtschaftlicher Fachbildung Bodenseekreis e.V. (VLF) und ermöglichte damit eine qualifizierte,
wohnortnahe Fortbildung für die Gastgeberinnen.
Das Landwirtschaftsamt bietet für Gastgeberinnen folgende Fortbildungen an:
10.02.2015: Kinder sicher und gesund auf dem Bauernhof, Markdorf, Stüblehof
20.02.2015: Frühstück für Feriengäste, Markdorf
Förderung von Einkommenstandbeine nach dem Agrarförderprogramm (AFP) – Teil B
Maßnahmen zur Schaffung von Einkommenstandbeine wie Ferienunterkünfte, Direktvermarktung, Bäuerliche Gastronomie
können nach dem Agrarförderprogramm Teil B gefördert werden.
Die grundsätzlichen Regelungen entsprechen AFP-Teil A. Der
Fördersatz beträgt 25% , maximal jedoch 200.000,00 €. Gefördert
werden die Nettokosten für den Bau, Einrichtung, Außenanlagen
und Planung. Die Maßnahme muss wirtschaftlich und tragfähig
sein. Weitere Informationen erhalten Sie beim Landwirtschaftsamt: Tel.: 07541/204-5800.
Käsespezialitäten für
Industrie und Verbraucher
Bergracht-Milchwerk 88069 Tettnang-Siggenweiler 07542-93340 info@bergpracht.de www.bergpracht.de
Ehemaligen Bote 201445
Sonne-Regen-Sommer-Lehrfahrt
G-P, Zugspitze, Sprungschanze und Oberammergau die Ziele
– Werner Kienzle –
Mit Start um 04:45 Uhr in Überlingen über Friedrichshafen und
Tettnang fuhren sage und schreibe 70 VLF-Teilnehmer in einem
Doppelstockbus der Firma Strauss mit dem Fahrer Patrick Block
ins Bayerische. Erstes Ziel zu einem gemeinsamen Frühstück
und einer Betriebsvorstellung war das Landhaus & Cafe Ziller
in Hohenschwangau, ein Ort von dem aus sie alle Vorzüge im
wunderbaren Allgäu rund um Schwangau und Füssen genießen
können. Das familiär geführte Haus bietet seit über 20 Jahren
herzliche Gastlichkeit inmitten einer faszinierenden Landschaft.
Seit Generationen wird dort schon eine Landwirtschaft, mit ca.
70 Milchkühen, Hühnern, usw. betrieben. Das Bauernhaus ist fast
500 Jahre alt und seit einigen Generationen im Familienbesitz. In
dem ruhig gelegenen Bauernhaus unmittelbar am Forggensee ist es
möglich, einfach nur zu entspannen und Erholung pur in direkter
Nachbarschaft zu den legendären Schlössern des König Ludwig,
Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau zu genießen. Der
eigentliche, landwirtschaftliche Betrieb liegt ca. 300 m vom Cafe
entfernt und war bei unserem Besuch viehlos, da Weidewirtschaft
besteht. So stellte Frau Müller nach einem Spaziergang entlang des
Forggensees und durch den Ort ihren Betrieb kurzweilig und mit
„bayerischem Charme“ im Bus vor.
Ein herrlicher Sommer-Sonnentag, fast schon die Ausnahme in
diesem Sommer, lockte schließlich fast alle Teilnehmer auf die
Zugspitze. Von Garmisch-Patenkirchen (G-P) aus mit der bayerischen Zugspitzbahn wurde in etwas mehr als einer Stunde über
Grainau, vorbei am Eibsee und durch das Innere der Nordflanke
des Berges das Zugspitzplatt erreicht. Nur das letzte, relativ kurze
Stück zum Gipfel musste in einer bequemen Seilbahn überwunden
werden.
Die Zugspitze ist mit 2962 m über Normalhöhennull (NN) der
höchste Berggipfel Deutschlands und des Wettersteingebirges in den Ostalpen. Das Zugspitzmassiv liegt südwestlich von
Garmisch-Partenkirchen in Bayern und im Norden Tirols. Über
seinem Westgipfel verläuft die Grenze zwischen Deutschland und
Österreich. Südlich des Berges schließt sich das Zugspitzplatt an,
eine Karst-Hochfläche mit zahlreichen Höhlen. An den Flanken
der Zugspitze befinden sich drei Gletscher, darunter die beiden
größten Deutschlands: der Nördliche Schneeferner mit 30,7 ha und
der Höllentalferner mit 24,7 ha; außerdem der kleinere Südliche
Schneeferner mit 8,4 ha.Erstmals bestiegen wurde die Zugspitze
am 27. August 1820 von Josef Naus, seinem Messgehilfen Maier und dem Bergführer Johann Georg Tauschl. Heute gibt es drei
Normalwege auf den Gipfel: Von Nordosten aus dem Höllental,
von Südosten aus dem Reintal und von Westen über das Österreichische Schneekar. Mit dem Jubiläumsgrat, der Zugspitze,
Hochblassen und Alpspitze verbindet, führt eine der bekanntesten
Gratrouten der Ostalpen auf die Zugspitze. Für Bergsteiger gibt es
in der unmittelbaren Umgebung zahlreiche Unterkünfte. Direkt an
der Zugspitze befinden sich das Münchner Haus auf dem Westgipfel und die Wiener-Neustädter-Hütte in der Westflanke. Auf den
Zugspitzgipfel führen drei Seilbahnen. Die erste, die Tiroler Zugspitzbahn, wurde 1926 gebaut und endete auf einem Grat unterhalb
des Gipfels, bevor die Endstation 1991 auf den Gipfel verlegt wurde. Eine Zahnradbahn, die Bayerische Zugspitzbahn, führt durch
das Innere der Nordflanke und endet auf dem Zugspitzplatt, von
wo eine weitere Seilbahn zum Gipfel hinauf führt. Mit der Bayerischen Zugspitzbahn und der Eibseeseilbahn, der dritten Luftseilbahn, gelangen jährlich durchschnittlich 500.000 Menschen auf
den Gipfel. Im Winter bedienen neun Skilifte ein Skigebiet auf dem
Zugspitzplatt. In der 1900 eingeweihten meteorologischen Station
und der Forschungsstation Schneefernerhaus werden hauptsächlich Klimaforschungen betrieben.
Ein weiterer Höhepunkt dieses Tages war der Besuch und die
Führung um und auf der Olympiaschanze in Partenkirchen. Aufgeteilt in zwei Gruppen „bestiegen“ ein Großteil der Teilnehmer
gleich welchen Alters diese Schanze um nach 194 Höhenmetern
(Schanze und Aufsprungtisch) eine grandiose Aussicht, wie sie
sich auch all den Springern vor ihrem Sprung in die Tiefe bietet,
zu genießen. Diese „Höhenwanderung“, gut eingeteilt von den
beiden Führerinnen, um immer wieder sich etwas erholen zu können, endete nach über 300 Stufen im direkten Weg die Schanze
hinunter. Ein klein wenig konnte man da den Eindruck gewinnen,
den die Springer noch viel ausgeprägter in ihrem freien Fall haben
müssen. Insgesamt waren nun 1.034 Stufen bewältigt! Die Große
Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen liegt am Gudiberg,
südlich des Ortsteils Partenkirchen, und ist traditionell Austragungsort des Neujahrsspringens der Vierschanzentournee. Die
Schanze war bereits 1921 Austragungsort des Neujahrsspringens.
Die Schanze trägt ihren Namen, seit sie bei den Olympischen Winterspielen 1936 für die Skisprungwettbewerbe diente. Die Große
Olympiaschanze wurde im Lauf ihrer Geschichte mehrmals umgebaut. Für die Olympischen Winterspiele wurde sie in den Jahren
1933 und 1934 umgerüstet sowie am 5. Februar 1934 mit einem
Probespringen eingeweiht. Vor 130.000 Zuschauern wurde 1936
der Norweger Birger Ruud mit Weiten von 75,0 Metern und 74,5
Metern Olympiasieger. Das heutige Olympiastadion wurde für die
Olympischen Winterspiele 1940 erbaut, die ebenfalls in GarmischPartenkirchen stattfinden sollten. Im Jahr 1950 wurde ein stählerner Anlaufturm errichtet. Der neue Anlauf hatte eine Länge von 82
Metern, zuvor waren es 70 Meter. Zugleich wurde der Schanzentisch um etwa sechs Meter zurückgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt war
die renovierte Sprungschanze eine der modernsten der Welt. Im
Jahr 1978 wurde die Schanze erneut umgebaut. Dabei wurde der
Schanzentisch zurückgesetzt und der K-Punkt damit verlängert.
Der letzte Umbau fand 1996 statt und kostete etwa eine Million
Euro. Dabei wurde das Schanzenprofil den modernen Anforderungen des Skispringens angepasst und der K-Punkt auf 115 Meter
verlängert. Da die Schanze zu dieser Zeit die älteste im Weltcup
eingesetzte Schanze war, gaben ihr Springer und Journalisten den
liebevollen Spitznamen „die alte Dame“. Im Winter 1999 sprang
Toni Roßberger mit seiner Motocross-KTM die Schanze herunter, die er zuvor hochgefahren war. Er erreichte bei diesem Sprung
einen Weltrekord für Motorräder mit einer Weite von 80 Metern.
Neue Anforderungen im Reglement der FIS machten im Jahr 2006
einen Neubau der Schanzenanlage notwendig. Im Rahmen eines
ausgelobten Architektenwettbewerbs konnte sich das Architekturbüro terrain:loenhart&mayr in Zusammenarbeit mit Mayr +
Ludescher, Partner und Sieber+Renn Architekten gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Als Höhepunkt beim Neujahrsspringen 2007 sollte Andreas Goldberger den letzten Sprung
auf der alten Schanze machen, während hierbei die Schanze
symbolisch durch ein Feuerwerk gesprengt werden sollte. Dieser
Sprung kam jedoch auf Grund der schlechten Wetterbedingungen
46
nicht zustande, daher blieb es bei Anders Jacobsen, der mit seinen
122,5 Metern im ersten Durchgang den letzten Sprung gemacht
hat.
Am 14. April 2007 wurden der alte Anlaufturm und der Schiedsrichterturm gesprengt, um Neubauten Platz zu machen. Die neue
Schanze sollte dabei unter anderem einen stilistisch kühneren, frei
herausragenden modernen Anlaufturm erhalten. Die Kosten wurden mit acht bis neun Millionen Euro veranschlagt, lagen aber zum
Schluss bei 15 Millionen Euro. Am 26. April 2007 erfolgte der erste Spatenstich zum Bau der neuen Schanze. Nach umfangreichen
Vorarbeiten wurde am 27. und 28. November der neue Anlaufturm,
eine 650 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, aufgerichtet. Am
21. Dezember 2007 wurde die Schanze im Rahmen des Continental
Cups eingeweiht. Den Jungfernsprung absolvierte der GarmischPartenkirchener Nachwuchsspringer Felix Schoft und erzielte
dabei eine Weite von 132 Metern. Dass mit der neuen Schanze
Weiten jenseits der 140-Metermarke möglich sind, bewies der
Österreicher Gregor Schlierenzauer beim Neujahrsspringen 2008,
als er den Schanzenrekord mit 141 m aufstellte. Dieser Schanzenrekord wurde jedoch gebrochen durch Simon Ammann, der beim
Neujahrsspringen 2010 den Schanzenrekord auf 143,5 Meter verbesserte. Nach Forderungen des Internationalen Skiverbandes FIS
wurde im April 2011 bekannt, dass man für die zukünftigen Veranstaltungen im Rahmen der Vierschanzentournee ein Windnetz
installiert.
Große Olympiaschanze
Anlauf
Schanzentisch
Turmhöhe  60,4 m
Tischhöhe  3,13 m
Anlauflänge
103,5 m
Tischlänge   6,9 m
Neigung des Anlaufs (γ)  35°
Neigung des
Anlaufgeschwindigkeit  94,3 km/h Schanzentisches (α)  11°
Aufsprung
Hillsize
140 m
Schanzenrekord: 143,5 m
Konstruktionspunkt
125 m
(Simon Ammann SUI,
K-Punkt Neigungswinkel (β)  34,7°
1. Januar 2010)
Gesamthöhe: 149 m
Nach einem langen Tag erreichte man, teilweise kräftig durchgeschwitzt, das ****Superior Dorint Sporthotel in G-P, um nach der
ersehnten Erfrischung und einem reichhaltigen Büfett zum Abendessen den ersten Tag mit einem kühlen Getränk im Biergarten ausklingen zu lassen.
Der Montag hatte es wettermäßig nicht so gut mit uns vor. Es regnete fast den ganzen Tag in Strömen und so hatte es die einheimische
Führerin Maria Blaschke nicht leicht, die Gruppe bei Laune zu
halten. Dass ihr das gut gelang, lag nicht zuletzt an ihrer bayerisch,
urigen und direkten An- und Aussprache. Im Kloster Ettal musste
die Führung zunächst im Bus, dann in einem Torbogen und zuletzt
in der Klosterkirche erfolgen, um nicht schon zu Beginn des Tages
nass zu werden. Trotzdem gestaltete sich diese Führung kurzweilig
und aufschlussreich, um in einem Einkaufsbummel im Klosterladen zu enden.
Ehemaligen Bote 2014
Das Kloster Ettal ist eine Benediktinerabtei (Abtei zu den heiligsten Herzen Jesu und Mariä) im Dorf Ettal in Oberbayern und gehört der Bayerischen Benediktinerkongregation an. Die Abtei liegt
rund zehn Kilometer nördlich von Garmisch-Partenkirchen und
südöstlich von Oberammergau. Das 1330 gegründete Benediktinerkloster ist heute ein beliebter touristischer Anziehungspunkt.
Zum Kloster gehören landwirtschaftliche Betriebe, mehrere Gasthöfe, ein Hotel sowie ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat. Darüber hinaus ein Kunstverlag, eine Destillerie sowie eine
Brauerei. Das Kloster wurde von Kaiser Ludwig dem Bayern am
28. April 1330, dem Tag des Heiligen Vitalis, im Graswangtal als
Teil eines Gelöbnisses gegründet. Verbunden mit dem Gründungsgelübde waren auch ein Ausbau des Verkehrsweges nach Süden
und die Erschließung der Gegend. Als denkbares Gründungsmotiv
Ludwigs ist anzunehmen, dass die Klostergründung neben dem
Seelenheil des Kaisers auch der Sicherung des Handelsweges von
Augsburg nach Verona dienen sollte. Ludwig befand sich im Streit
mit dem Avignoner Papst Johannes XXII., vordergründig um
Glaubensfragen, eigentlich um politische Vorrangstellung. Nachdem sich Ludwig in Rom von Sciarra Colonna zum Kaiser hatte
krönen lassen, erklärte der Papst diese Krönung für nichtig, und
Ludwig verkündete die Absetzung des Papstes. Aus Geldmangel
musste sich Ludwig aus Rom zurückziehen, wo er die Wahl von
Papst Nikolaus V. unterstützte. Auf seiner Heimreise von Pisa nach
Deutschland kam er auch am Ort des heutigen Klosters vorbei und
gründete dort ein Kloster von neuer und unerhörlicher Art (lat. monasterium nove consuetudinis et acentus inaudite), das neben einem Mönchs- und einem Frauenkonvent auch einen Ritterkonvent
mit zwölf Rittern beherbergte. Bedeutendster Andachtsgegenstand in Ettal ist von jeher ein aus Pisa mitgebrachtes Marienbild,
die sogenannte Ettaler Madonna. Schon bald wurde die Madonna
zum Ziel von Wallfahrten, insbesondere seit dem barocken Neubau des Klosters. Die Klosterkirche ist der heiligen Maria geweiht:
St. Mariä Himmelfahrt. Die Klosterkirche von ihren Äußeren:
Der Zentralbau war zu seiner Entstehungszeit, der Hochgotik, in
baulicher Hinsicht sehr ungewöhnlich. Die barocke Umgestaltung
nach dem Brand veränderte daran wenig. Der ursprüngliche gotische Bau ist ein Zwölfeck mit 25,3 Metern Durchmesser, das ein
doppelgeschossiger Kreuzgang umgibt. Hinter einem Klosterhof
öffnet sich die erst 1894 bis 1901 vollendete, konvex gerundete
Fassade der Kirche. Ihre sieben Achsen, auf denen sich Zuccalis
barocke Kuppel erhebt, werden von Säulen gerahmt. Die dreiachsigen Flanken haben konkave Rundungen. Sie werden von zwei unterschiedlichen Türmen bekrönt, wovon der nördliche 1853/1854,
der südliche erst 1906/1907 vollendet wurde. Südlich der Kuppel
steht ein Glockenturm aus dem Jahr 1563. Die Klostergebäude des
18. Jahrhunderts wurden weitgehend abgetragen. Die Gebäude der
heutigen Anlage stammen größtenteils aus dem 20. Jahrhundert.
Das Innere des Rundbaus wirkt sehr hell und farbig. Es wird durch
Pilasterbündel gegliedert. Alles mündet in das riesige Kuppelfresko Zeillers aus dem Jahr 1746. Es zeigt über einem Wolkenmeer
die Entrückung und Krönung des hl. Benedikt vor dem Thron des
dreieinigen Gottes. Über dem Chorbogen zeigt eine Darstellung
jene Szene, die zur Klostergründung geführt haben soll: Der hl.
Benedikt erscheint Kaiser Ludwig dem Bayern und übergibt ihm
das Marienbild.
Diese Statue aus weißem Marmor befindet sich im Tabernakel des
Hochaltares. Das Altargemälde von Martin Knoller stellt Mariae
Himmelfahrt dar, ebenso Knollers Gemälde über dem Hochaltar
(1786). Im Kirchenschiff sind sechs Altäre von Johann Baptist
Straub zu zwei Gruppen angeordnet, wobei der mittlere Altar jeweils besonders reich geschmückt ist. Die Gemälde stammen von
Knoller (3), Scheffler, Zeiller und Hermann.
Der anschließende Besuch von Oberammergau entwickelte sich
vom leichten Regen bis hin zum Regensturm bei der Abfahrt.
Unverdrossen wurde aber trotzdem die Ortsbesichtigung in zwei
Gruppen vorgenommen und zeigte einen Ort, der sehr viel von seiner Geschichte und seiner Berühmtheit als Passionsspielort darbot.
Ehemaligen Bote 201447
Oberammergau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis
Garmisch-Partenkirchen. Sie liegt im Ammertal am Fluss Ammer.
Bekannt ist Oberammergau vor allem durch die alle zehn Jahre
stattfindenden Passionsspiele, die zuletzt im Jahr 2010 aufgeführt
wurden, sowie die ortsansässigen Kunsthandwerker („Herrgottsschnitzer“) und die mit Lüftlmalerei verzierten Häuser. Sehenswerte Beispiele dieser barocken Malerei sind unter anderem die
Fassaden am Forsthaus, am Mußldomahaus und am Pilatushaus.
Nach der Chronik des Pfarrers Joseph Alois Daisenberger, der in
Oberammergau 1854–1883 seelsorgerisch tätig war, ist von der keltischen Siedlung dort wenig bekannt. Das gilt auch für die Römerzeit. Die Christianisierung des Gebietes erfolgte durch den Mönch
Thosso. Er war Begleiter des heiligen Magnus von Füssen. Am
Ende des 9. Jahrhunderts ließ sich der Welfe Ethiko im Ammergau
nieder. Er stiftete dort ein Kloster, das unter seinen Nachfolgern
nach Schwaben verlegt wurde. Die Einkünfte aus den vorhandenen
Gütern dienten dem Einsatz eines eigenen Pfarrers im Ammertal.
1074 stiftete Welf IV. das Kloster Rottenbuch. Dieses bestellte von
da an die Seelsorger im Ammergau. Um 1120 gab es eine von den
Welfen gestiftete Kirche in Oberammergau. Nach dem Tod seines
einzigen Sohnes 1167 stiftete Welf VII. zu dessen Gedenken dem
Stift Kempten einige Güter im Ammertal. Die anderen Besitzungen verkaufte er an Kaiser Barbarossa, den Staufer. Nach dem Tode
Konradins gingen alle Besitzungen der Staufer 1269 an Herzog
Ludwig von Wittelsbach. Im Besitz dieses bayerischen Herzoghauses blieben sie bis 1918. Von besonderer Bedeutung war für
Oberammergau, als Ludwig der Bayer auf einem Feldzug gelobte,
für Errettung aus höchster Not ein Kloster zu gründen. Beim Bau
1330 in Ettal erhielten die Bauern das Erb– und Baurecht für ihre
Mithilfe. Die Ritter gewährleisteten im Gegenzug Sicherheit. Mit
dem Errichten des Klosters ging die Erneuerung des Weges von Au
(Oberau) über den Kienberg nach Ammergau einher. Die ortskundigen Oberammergauer Fuhrleute, genannt die Rottmänner, waren
für einen bestimmten Abschnitt der Rottstraße zuständig. Jeder
hatte seinen Teil instand zu halten und als kundiger Einheimischer
für sicheren Transport auf seinem Abschnitt zu sorgen. Als weiteres Privileg gestand Kaiser Ludwig der Bayer den Oberammergauern 1332 das Niederlagsrecht zu. Dies besagte, dass dort die Waren
auf die Fahrzeuge der Rottleute umgeladen und im Ort angeboten
werden mussten. Das bildete die Grundlage für das Entstehen eines
regen Handelsverkehrs zwischen Italien und Deutschland. Ab dem
Jahr 1530 durften die Fuhrleute für einen beladenen Rottwagen
einen Kreuzer Wegegeld verlangen. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ging das Rottfuhrwesen zurück, da die Kaufleute sich andere
Wege suchten. Nur die Schnitzerei erlebte weiteren Aufschwung
und das Kloster Ettal erließ deshalb eine Handwerksordnung.
Um 1600 existierten in Oberammergau zwei Gremien. Der Gemeinderat oder „Rat der Sechs“ lenkte mit Unterstützung „der
Zwölf“ die Geschicke des Ortes. Diese Leute wurden jeweils für
ein Jahr gewählt und unterstanden dem Richter von Ettal. Dessen
Vorgesetzter war der Pfleger von Murnau. Dort fanden die Verhandlungen wichtiger „Criminalsachen“ statt. Die Chronik Daisenbergers berichtet, dass es den Ortsbewohnern gutging und viele
zu Wohlstand gelangten. Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648)
litten die Ortsbewohner einige Male unter dem Durchzug von kaiserlichen Truppen und (nur) einmal unter einem Überfall schwedischer Truppen. Die steigende Bevölkerungszahl veranlasste am
Beginn des 17. Jahrhunderts den Ettaler Abt Leonhard Hilpolt und
den Murnauer Pfleger Urban Morhard, für freiwillig oder erzwungene Auswanderung von unrechtmäßig Zugezogenen zu sorgen.
Die Hofmark Oberammergau war ein Teil des Herrschaftsgerichts
Murnau des Klosters Ettal und bis 1803 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts. Im Jahr 1818 (nach dem Wiener Kongress) entstand
im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern die heutige Gemeinde. 1938 wurde die Gemeinde Standort der Wehrmacht.
Vor allem Gebirgs-, Nachrichten- und Sanitäts-Truppenteile waren dort untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg wurde südöstlich
des Orts in der ehemaligen Hötzendorf-Gebirgsjägerkaserne eine
große Erprobungs- und Fertigungsanlage für Kampfflugzeuge der
Firma Messerschmitt AG („Oberbayerische Forschungsanstalt“)
errichtet. Zwangsarbeiter mussten dort eine unterirdische Fabrik
im Berg Laber bauen (Stollen und Kavernen wurden aus dem Fels
herausgehauen).
Die Kunst des Holzschnitzens reicht bis ins Mittelalter zurück. Im
Jahre 1111 wird von Rottenbucher Mönchen berichtet, die Dinge
für den Hausrat schnitzten. Das Schnitzen religiöser Motive wurde
wahrscheinlich vom nahegelegenen Kloster Ettal beeinflusst. Erst
im 16. Jahrhundert erzählen die Quellen zum ersten Mal von mehreren Einwohnern Oberammergaus, die mit den Erzeugnissen ihrer
Schnitzkunst handeln. Durch den Abt von Kloster Ettal erhielten
die Schnitzhandwerker 1563 eine eigene Handwerksordnung. Die
Waren wurden stets direkt vor Ort verkauft. Im folgenden Jahrhundert tauchen mehrere Namen von Oberammergauer Bürgern im
Zusammenhang mit ihrer Schnitzkunst auf. „Dies sind vor allem
die Kriegls, die Ruetz, die Auers, die Glöggls, die Familien Ederle,
Rainer, Ray und Zwink.“ Der Handel mit den Erzeugnissen der
Schnitzerei erlebte einen Höhepunkt, als zahlreiche Niederlassungen in Deutschland und über Europa verstreut im 18. Jahrhundert
15
48
entstanden, z. B. in St. Petersburg, Kopenhagen, Trondheim, Göteborg, Cádiz, Bremen, Groningen und Amsterdam. Von dort aus
wurden die Waren durch Hausieren der Kraxenträger an den Mann
gebracht. Damit der Nachwuchs für dieses einträgliche Handwerk
gesichert wurde, begann Ludwig Lang Kinder des Ortes darin
zu unterrichten. 1890 fand die Schnitzschule ein neues Quartier
in der Ettaler Straße. Und schon 1908 war es möglich, hier eine
Gesellenprüfung abzulegen. Bereits 1909 konnten 100 Schüler in
das neu errichtete Gebäude der Schnitzschule einziehen. Es wurde
vom Münchner Architekten Franz Tell entworfen. 2013 wurde die
Schule durch die Münchener Architekten abp architekten burian +
pfeiffer um einen Ausstellungsraum in Holzbauweise erweitert. In
der heutigen Schnitzschule Oberammergau, einer staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer, kann in dreijähriger Ausbildung
der Gesellenbrief erworben werden.
Das Ortsbild von Oberammergau ist besonders geprägt durch die
Lüftlmalerei. Damit bezeichnet man in Oberbayern die Kunst, Fassaden farbig zu bemalen. Sie brachte der Oberammergauer Familie
Zwinck daheim und über die Grenzen des Ortes hinaus Anerkennung. Wahrscheinlich geht der Ausdruck auf die umgangssprachliche Bezeichnung „beim Lüftl“ zurück. So wurde das Heimathaus
des bekannten Oberammergauer Fassadenmalers Franz Seraph
Zwinck genannt. Auf den bemalten Fassaden der Häuser wurden
unter den zahlreichen christlichen Motiven besonders häufig Szenen aus der Passion Christi dargestellt.
Im Pestjahr 1633 hatten die Einwohner von Oberammergau gelobt, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen. Heute finden die
Oberammergauer Passionsspiele unter breiter Mitwirkung der
Ortsbevölkerung alle zehn Jahre statt. Im Jahr 2000 besuchten
rund 500.000 Besucher aus aller Welt das wohl bekannteste Passionsspiel der Welt im Oberammergauer Passionsstheater. Im Jahr
2010 führten die Einwohner der Gemeinde Oberammergau das
Spiel zum 41. Mal auf, es besuchten insgesamt mehr als 515.000
Zuschauern die 109 Vorstellungen.
Nach einer Mittagspause, die auf dem Weg zum Bus in einem
Regensturm endete, war eine Schifffahrt auf dem Staffelsee im
Programm. So stand man jetzt vor der Entscheidung, ob die geplante Schiffsrundfahrt auf dem Staffelsee bei Murnau noch
Sinn machte. Trotz allem Wetter entschied sich eine Mehrheit der
Teilnehmer für diese Rundfahrt und brauchte diesen Entschluss
bei nachlassendem Regen auf einem bequemen Schiff, das wir beinahe alleine hatten, nicht zu bereuen. Der Staffelsee mit seiner
7,7 km² Fläche und seinen sieben Inseln gehört mit zu den schönsten und idyllischen Seen Bayerns. Bekannt ist der See, da sein
moorhaltiges Wasser zu den wärmsten in der Region zählt. Die
max. Wassertiefe beträgt 42 Meter und die durchschnittliche Tiefe
liegt bei 9,80 Metern. Die Uferlänge misst 18 km, incl. der Inseln jedoch 25 km. Das im Frühjahr 2009 neu von der Lux-Werft gebaute
Fahrgastschiff „MS Seehausen“ verfügt über 270 Sitzplätze, wobei
diese auf den beheizbaren Salon für 100 Personen, und dem Oberdeck mit Panoramablick mit 170 Plätzen verteilt sind. Im Salon
befinden sich neben einer Theke auch noch die Toiletten. Speiseeis
sowie gekühlte Getränke sind an Bord zu erwerben. Eine Auswahl
an kleinen Speisen gibt es auch.
Auf der Rückfahrt ins Hotel verabschiedete sich die örtliche Reiseleitung Maria Blaschke und es war ihr anzumerken, dass sie sich
in dieser Gruppe wohlgefühlt hatte. Ein etwas früheres Abendessen, wiederum in Büfettform, erlaubte dem einen oder der anderen
noch, die vielfältigen Angebote im Wellness-Bereich in Anspruch
zu nehmen. An ein Verweilen im Biergarten war an diesem Abend
nicht zu denken.
Dienstag führte die Reise an den Kochelsee mit Besichtigung und
Führung in zwei Gruppen durch das E.ON Walchenseekraftwerk.
Die nicht in der Führung befindliche Gruppe nutzte die Zeit zu
einem Spaziergang an den Kochelsee und einer Erfrischung im
Kraftwerk. Das Wetter hatte sich wieder mit uns versöhnt und
ließ durch so manche Sonnenstrahlen den Tag viel freundlicher
erscheinen. Das Walchenseekraftwerk wurde von Oskar von
Ehemaligen Bote 2014
Miller geplant, um das Land Bayern und die bayerische Bahn mit
Elektrizität zu versorgen. 1918 wurde der Bau durch den Bayerischen Landtag beschlossen. Schon 1924 wurde das Kraftwerk in
Kochel am See unter der Schirmherrschaft des staatlichen Bayernwerks in Betrieb genommen. Es handelt sich um ein HochdruckSpeicherkraftwerk, das mit einer Leistung von 124 MW bis heute
zu den leistungsfähigsten Kraftwerken dieser Art in Deutschland
gehört. Seit der Privatisierung des Bayernwerks und der Übernahme des Walchenseekraftwerks durch die VIAG gehört das Kraftwerk der in Landshut ansässigen E.ON Wasserkraft GmbH. Seine
Energie bezieht das Walchenseekraftwerk aus dem Gefälle von
gut 200 Metern zwischen dem Oberbecken Walchensee und dem
Unterbecken Kochelsee. Beide Seen sind durch den 1.200 Meter
langen Druckstollen zwischen dem Einlaufbauwerk Urfeld und
dem Wasserschloss sowie sechs ca. 400 Meter langen Rohrbahnen
zwischen Wasserschloss und Kraftwerk miteinander verbunden.
Vom Wasserschloss, einem 10.000 Kubikmeter fassenden Becken
zum Ausgleich von Druckschwankungen, fließt das Walchenseewasser durch die Druckrohre auf die Turbinen im Tal und treibt so
vier Pelton- und vier Francis-Turbinen des Walchenseekraftwerks
an. Anschließend wird das Wasser an den Kochelsee abgegeben.
Obwohl der Abfluss des Walchensees über den Jachen zur Isar bei
Niedernach durch ein Wehr versperrt ist, sind die natürlichen Zuflüsse des Walchensees nicht ausreichend, um eine konstante Leistung des Kraftwerks zu garantieren. Aus diesem Grund wird dem
Walchensee zusätzlich Wasser aus Isar und Rißbach zugeleitet.
Auf der Fahrt nach Großweil-Zell erfolgte ein kurzer Fotostopp an
der Klosteranlage Benediktbeuern. Das Kloster Benediktbeuern
ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und heute eine Niederlassung der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern in Bayern
in der Diözese Augsburg unweit des Kochelsees. Kloster Buron/
Benediktbeuern ist sehr wahrscheinlich bereits 725/728 von Karl
Martell während zweier Feldzüge nach Bayern als weltlicher Stützpunkt und als Wach- und Kontrollstation vor dem Kesselberg an
taktisch günstiger Stelle gegründet worden. Karl Martell setzte dabei den hochadeligen Alemannen Lantfrid, ein Mitglied der Huosi,
als seinen verlässlichen Vasallen ein. Um 739/740 wurde das St.
Jakob und St. Benedikt geweihte Kloster als Benediktinerabtei begründet. Erzbischof Bonifatius führte Lantfrid als Benediktinerabt ein und weihte die erste Klosterkirche. Es gab eine Schreib- und
Unterrichtsschule, von deren Arbeit zahlreiche Codices aus dem
8. und 9. Jahrhundert zeugen. Das im 8. Jahrhundert in Kochel am
See begründete Frauenkloster verlegte sich um 800 in das Kloster
Benediktbeuern, wo es bis ins 14. Jahrhundert seinen Sitz auf der
Nordseite des Männerklosters hatte. Daher rührt auch der doppelte
Abtstab (Abt und Äbtissin) im Wappen des Klosters Benediktbeuern. Im Jahr 955 wurde das Kloster jedoch durch die Magyaren
(Ungarn) zerstört, was mit dem Ende des karolingischen Schulwesens einherging. Das Kloster wurde jedoch durch den hl. Bischof
Ulrich von Augsburg (923-973) wiederaufgebaut und 1031 durch
Benediktiner aus dem Kloster Tegernsee neu besiedelt. Unter Abt
Gothelm und den Mönchen Gotschalk und Adalbert kam es zu einer
neuen Blüte der Schreibschule und auch die botanischen Forschun-
Ehemaligen Bote 201449
gen und die Anlage von Heilkräutergärten um 1200 sind bezeugt.
Um 1250 deckte die Klosterbibliothek mit rund 250 Handschriften
den ganzen Bereich des damaligen höheren Bildungswesens ab.
1530/40 wurde die systematische Klostergeschichtsschreibung
durch P. Antonius Funda vertieft. Es wurden in Benediktbeuern
theologische, philosophische und naturwissenschaftliche Studien betrieben. Im dreißigjährigen Krieg wurde das Gymnasium
aufgelöst, allerdings bereits 1689 mit sprachlichen, musischen,
mathematischen und botanischen Schwerpunkten wiedereröffnet.
Kurz vorher zwischen 1669 und 1679 wurde die heutige barocke
Form der Klosteranlage geschaffen und ab 1672 die Klosterkirche
St. Benedikt neu gebaut. 1700 wurde durch P. Karl Meichelbeck
OSB (1669-1734) erstmals die quellenkritische Methode der Geschichtsschreibung in Süddeutschland mustergültig angewandt. Er
ist der Verfasser der Historia Frisingensis (Geschichte des Bistums
Freising) und des Chronicon Benedictoburanum (Geschichte des
Klosters Benediktbeuern). 1698 wurde die Hochschule (commune
studium) im äußeren Nordtrakt eröffnet. Der Bibliothekskomplex
stammt aus dem Jahr 1722. 1751 bis 1753 wurde die Anastasiakapelle im Nordosten der Klosterkirche erbaut. Das Kloster wurde
1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. In der Klosterbibliothek wurden dabei die Carmina Burana, eine Sammlung von Vagantenliedern aus dem 13. Jahrhundert gefunden. Die Handschrift,
auch Codex Buranus genannt, befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek. Auch viele andere Handschriften und ein
Teil der gedruckten Bücher wurden nach München ausgelagert.
Die ehemaligen Mönche gingen zum Teil als Universitätsprofessoren nach Salzburg (P. Ägidius Jais OSB als Pastoraltheologe),
Landshut (P. Sebastian Mall OSB als Orientalist) und München
(P. Florian Meilinger OSB als Mathematiker). Die Klosterkirche
wurde mit der Säkularisation Pfarrkirche der Pfarrei St. Benedikt
Benediktbeuern. Den Klosterkomplex erhielt Josef von Utzschneider. Joseph von Fraunhofer errichtete hier 1805 eine Glashütte.
Er konnte hier unter anderem das schlierenfreie bzw. wellenfreie
Flintglas entwickeln und entdeckte die Fraunhoferschen Linien,
die für die Entwicklung der Spektralanalyse bedeutsam geworden
sind. 1818 übernahm der Bayerische Staat das Kloster und nutzte es
als militärischen Fohlenhof (Remontendepot), dann als Kaserne,
Invalidenheim, Genesungskrankenheim für Soldaten und als Gefängnis. 1925 wurde die ehemalige Klosterbrauerei geschlossen.
Seit 1930 nutzen die Salesianer Don Boscos die Gebäude wieder als
Niederlassung einer Ordensgemeinschaft. Heute leben und arbeiten dort rund 50 Salesianer Don Boscos. Direktor des Klosters ist
P. Claudius Amann SDB, die Salesianer haben keinen Abt, sondern
stets einen Direktor. Stellvertreter ist P. Ernest Zeisel SDB.
Der zweite, landwirtschaftliche Betrieb dieser Reise war der Promberger Hof oberhalb von Großweil-Zell. Auf einer malerischen Anhöhe liegt der Promberger Hof in ruhiger Einzellage. Mit Blick in
die Karawanken, Zugspitzer Land, ins „Blaue Land“ und das Werdenfelser Land kostete man den Mittagsimbiss mit vermehrtem
Genuss. Milchkühe, Pferde (eingestellt und eigene), Schweine, Hasen und Gänse sind auf dem Promberger Hof zuhause. Beim Rundgang durch den Betrieb berichtete Rosi Promberger, die zusammen
mit ihrem Mann und ihrer Tochter diese Arbeit bewältigen, von
den Problemen zur Errichtung des Reitstalles mit angrenzendem,
zum Tal hin ausgerichteten Cafe. Sehr mutig erschien der Schritt zu
dieser sehr großen Investition, die sich aber laut Frau Promberger
wohl doch rechne.
Der letzte Punkt dieser Reise war der Berghof Babel bei Wald
im Ostallgäu. Schon die Anfahrt zeigte, welch große Ausmaße
diese Anlage im Mittelpunkt eines landwirtschaftlichen Betriebes hatte. In herrlicher Alleinlage auf 840 m ü.d.M., oberhalb des
idyllischen Dorfes Wald im Allgäu, steht der Berghof, mitten im
Alpenvorland, wenige Kilometer von den Allgäuer Alpen entfernt.
Das Hotel ist ein Feriendomizil, welches durch Persönlichkeit und
Vielseitigkeit und nicht zuletzt der einmaligen Lage seinesglei-
Hochleistungs-Sprayer
für den modernen Pflanzenschutz
im Wein-, Obst und Hopfenbau sowie in Sonderkulturen
Anhänge- und Anbaugeräte
• 200 bis 4000 l Polyethylen und GFK-Behälter
• Axial-, Axial-Querstrom-, Radial- und Tangentialgebläse mit
Luftleistung von 25.000 bis 130.000 m³/h
• einzeilen - , mehrzeilen - und mitteleinsparende Sprühgeräte
• Zweistoffeinrichtung integriert, bzw. Front- oder Heckanbau
Hans Wanner GmbH Maschinen- und Fahrzeugbau
Simoniusstraße 20
Tel.:+49(0)7522 93100
info@wanner-maschinenbau.de
D-88239 Wangen im Allgäu
Fax:+49(0)7522 22179
www.wanner-maschinenbau.de
50
Ehemaligen Bote 2014
chen sucht. Die Wurzeln des Betriebes, denen die Familie Babel
bis heute treu geblieben sind, liegen in der Landwirtschaft und
Tradition. Bereits 1926 hatte Michael Babel in Pfronten neben dem
Aufbau einer Landwirtschaft mit der Gästebewirtung begonnen
– den „Sommerfrischlern“ wie man damals die Gäste im Allgäu
nannte. Herbert und Monika Babel leiten heute zusammen mit den
3 Söhnen den Familienbetrieb. Die nächste Generation hat sich
dabei auf die verschiedenen Betriebsbereiche spezialisiert und
so die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt: Tobias als
Landwirtschaftsmeister, Michael als Küchenchef und Hotelfachmann und Simon als Fachmann für Molkerei und Käseproduktion.
Neben dem Landgasthaus mit Hotel, dem traditionellen Wirtshaus,
weitläufigen Außen- und Parkanlagen und dem Wellness-Erlebnisgarten hält der Berghof ein besonderes Schmankerl bereit: Erlebnisgastronomie in der Schaukäserei mit Brauerei und Hofladen.
Vor den Augen der Gäste wird eigener Käse hergestellt, frisches
Bier gebraut und Direktvermarktung im wahrsten Sinne des Wortes angeboten.
Zum Berghof gehört ein weit über die Grenzen bekannter landwirtschaftlicher Betrieb, in dem Braunviehzucht mit Leidenschaft betrieben wird. Das weiße Gold des Allgäus, die gehaltvolle
Milch unserer Kühe (Durchschnittsleistung ca. 9.000 l bei einem
Fettgehalt von ca. 4 %), ist die Grundlage für die Hofkäserei. Die
Kühe werden ausschließlich mit Heu, Gras und Getreide (ohne Silage) gefüttert. Das ist die Voraussetzung für erstklassige Käsespezialitäten. Starbuck Fanfare, Vinozak Diva oder Emerald Agassi
– das sind für Normalverbraucher Fremdwörter. Doch Landwirte
wissen, was sich hinter diesen Namen verbirgt. Prämierte Kühe,
die aus der Braunviehzucht der Familie Babel entstammen und
international bekannt sind. So durften sie neben vielen nationalen
und internationalen Auszeichnungen 2008 den Bayerischen Löwen entgegennehmen, die höchste Auszeichnung der bayerischen
Tierzucht, die alle vier Jahre vergeben wird. Der älteste Sohn Tobias führt zusammen mit Herbert den Betrieb und bildet als gelernter
Landwirtschaftsmeister auch Lehrlinge und Praktikanten aus.
Für Kinder ist der Bauernhof die Attraktion: Ziegen streicheln,
Pony und Haflinger reiten, Hasen füttern – im Pferde- und Kleintierstall gibt es immer genug zu tun.
Auf diesem Betrieb zeigte sich eindeutig, was möglich ist, wenn bis
zu drei Generationen bereit sind, eine solche Aufgabe in Angriff
zu nehmen und dabei eine klare Aufgabentrennung in eigenverantwortliche Teilbereiche (Landwirtschaft mit Viehhaltung, Hotel
und Gastronomie, Brauerei, Käskuche) gegeben ist. Auch wenn
Herbert, der als Seniorchef die Führung übernommen hatte, in seiner Klarheit und Dominanz nichts zu wünschen übrig ließ, so war
zu erkennen, dass es eines Leiters bedarf, der die Oberhand behält,
ohne alles allein bestimmen zu wollen. Einfach Teamwork unter
gleichberechtigten Mitgliedern.
Mit etwas verspäteter Ankunft zu Hause fand diese Lehrfahrt ein
Ende, eine Fahrt die sehr viel unterschiedliche Themen aus mehreren Bereichen bot und daher dem nicht an allen Tagen optimalen
Wetter Paroli bot. Eine harmonische Reisegruppe aus dem gesamten Gebiet des Bodenseekreises rundeten diese drei Tage ab und
bildeten so einen wesentlichen Teil des Erfolgs dieser Lehrfahrt,
die allen sicherlich in angenehmer Erinnerung bleiben wird.
WENGERT
Brennerei- und Brautechnik
Brauereien
Brennereien
Rührwerke
Maischekühler
Zubehör
Steuerungen
und Abtrenntechnik
● Brennrechtsvermittlungen
●
●
●
●
●
●
Lagerstraße 9, Gewerbegebiet
88287 Grünkraut-Gullen bei Ravensburg
Tel. 07 51/6 3129 · Fax 07 51/6 74 34
info@wengert.cc · www.wengert.cc
Wir kaufen ganzjährig alle Sorten Branntwein.
Herabsetzen und Filtrieren Ihrer Edelbrände
Verkauf von Edelbränden an Wiederverkäufer
Brennereiseminare
ANDREAS & GEORG METZLER
88285 Bodnegg/Ravensburg Tel. (07520) 91100
88699 Frickingen/Bodensee Tel. (07554) 704
Ehemaligen Bote 201451
Modernes Internetportal der Landwirtschaft
informiert Einheimische wie Feriengäste
über die Produkte und Dienstleistungen am Bodensee.
Durch die einmalige Lage im Vierländereck Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Schweiz pflegen die Landkreise Konstanz und Bodenseekreis schon von jeher einen engen Austausch
rund um den See. Unter der Marke Bodenseebauer vermarktet
und profiliert die bäuerliche Anbietergemeinschaft am Bodensee
die deutsche Seite am Bodensee als attraktiven Standort für Landwirtschaft, Dienstleistung, Direktvermarktung und Ferien auf dem
Bauernhof.
Das seit 2006 bestehende Internetportal wurde dieses Jahr technisch und gestalterisch überarbeitet. Herr Gärtner, Erster Landesbeamter des Landkreises Konstanz und Hermann Gabele, Leiter
des Landwirtschaftsamtes im Bodenseekreis gaben in einer kleinen Feierstunde am 01. Juli 2014 den erfolgreichen Startschuss für
die Onlineschaltung auf dem Obsthof Knoll in Lippertsreute. Die
eher traditionell geprägte Landwirtschaft am Bodensee hat mit
der Überarbeitung die neuesten technischen und gestalterischen
Anforderungen an eine moderne Kommunikation erfolgreich
umgesetzt. Interaktive Suchfunktionen, die Berücksichtigung der
Barrierefreiheit, sowie die Möglichkeit die Website auch auf dem
Smartphone und dem Tablet anzuschauen sind nur eine der vielen
neuen Möglichkeiten, welche das moderne Internetportal heute
bietet.
Unter www.bodenseebauer.de kann das komplette und abwechslungsreiche Angebot von A wie Apfel bis Z wie Zaunarbeiten
abgerufen werden. Qualitativ hochwertige und erntefrische Produkte findet man schnell und zuverlässig auf dieser Internetseite,
untergliedert in zahlreichen Hofläden, Bauern- und Wochenmärkten der Region. Interessante Dienstleistungen wie Urlaub auf dem
Bauernhof, bäuerliche Gastronomie, Hofkaffee, Besenwirtschaften und viele weitere Angebote der Landwirtschaft machen diese
Seite interessant für Feriengäste aber auch für Einheimische. Über
50 interessante Angebote von Ferienhäusern, -wohnungen bis zum
Campingplatz und Heuhotels findet man unter der Rubrik „Ferien
auf dem Bauernhof“. Vom Hofcafe über die Besenwirtschaften bis
zum Partyservice halten die Landwirte ein umfangreiches Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region bereit. Neben
den hofeigenen Produkten in erstklassiger Qualität werden auch
Wein- und Schnapsproben angeboten.
Was die Landwirte anpacken, das machen sie richtig! Ob Arbeiten
im Garten, Baumfällen oder Holzschnitt, ob Partyservice, Kindergeburtstag oder Festorganisation, ob Haushaltshilfe, Pferdepension oder Kochtipps mit Produkten der Saison – beim Bodenseebauer gibt es fast nichts, was es nicht gibt.
Auf die Saison abgestimmte Rezepte, Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen und Interessante Themen rund um die Landwirtschaft
am Bodensee runden das vielfältige Angebot ab. Auf diese Weise
wird nicht nur der Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft, sondern auch
die Natur und Kulturlandschaft am Bodensee gestärkt.
Der lebendige Verein ermöglicht es jedem Landwirt aus dem Bodenseekreis, Landkreis Konstanz und Landkreis Ravensburg seine
Angebote in das Portal zu stellen. Die nachhaltige Vernetzung der
landwirtschaftlichen Infrastruktur und die Vielseitigkeit der einheimischen Produkte wachsen somit ständig weiter.
Die Imagekampagne der Landwirtschaft „Frühstück auf dem
Bauernhof“, als auch der Lernort Bauernhof, ein bereits weit über
die Kreisgrenzen bekanntes Projekt, ist ebenfalls seit 2014 mit allen wichtigen Informationen unter dem Dach des Internetportals
www.bodenseebauer.de zu finden.
Der Verein „Bäuerliche Anbietergemeinschaft Bodensee“ hat mit
der Weiterentwicklung des sehr informativen und innovativen Internetportals auf die sich stets wandelnden Konsumentengewohnheiten reagiert. Über dieses Medium werden viele Zielgruppen
wie Feriengäste, Konsumenten landwirtschaftlicher Produkte und
Dienstleistungen sowie potentielle Besucher bäuerlicher Gastronomie in der Bodenseeregion, aber auch weit darüber hinaus, angesprochen und informiert.
Der Bodenseebauer wird unterstützt durch die Landkreise Konstanz und Bodenseekreis.
Weitere Informationen:
Landkreis Konstanz, Stabsstelle Regionalentwicklung
Michael Baldenhofer
Winterspürer Str. 25, 78333 Stockach, Tel.: 07531 / 800-2957, Fax: 07531 / 800-2903, Email: michael.baldenhofer@LRAKN.de
52
Ehemaligen Bote 2014
Sonderkulturen
Gemeinsam
Wachstum gestalten
Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne. Sie erreichen Herrn Helmut Schmid
unter fon +49 (0) 160 · 95 98 78 92, fax +49 (0) 7543 · 9 52 94 12
Anz_Image_A5_Garten&Weinberg_sw_RZ.indd 1
Spitzenqualität
aus der Region.
• Tierfutter
Hochwertige Produkte für Leistung und Vitalität
• Holzpellets
Zukunftssichere ökologische Energieversorgung
• Lagertechnik
Vielseitige Lösungen zur Pelletlagerung
www.schellinger-kg.de • info@schellinger-kg.de • Tel. 07 51 - 5 60 94 - 0
18.11.14 11:22
Ehemaligen Bote 201453
Fachtagung für Milchviehhalter in Amtzell
–aus BWagrar – 5/2014, Borlinghaus(bor)–
Prof. Alois Heißenhuber vom Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des
Landbaus der Technischen Universität München plädiert für ein
gemäßigtes Wachstum. Gefragt sei die richtige Balance zwischen
Einkommen und Lebenshaltung. Er sieht die Gefahr einer vergleichsweisen starken Kostensteigerung.
Landwirte können komplexe Zusammenhänge erfassen und übernehmen schon in jungen Jahren Verantwortung, sagt Michael
Wehinger, Landwirtschaftliche Familienberatung.
Sie sehen als Kind Mutter und Vater arbeiten. Sie können komplexe
Zusammenhänge erfassen und übernehmen schon früh Verantwortung. Das prägt. Das gibt Halt. Die Rede ist von Landwirten oder
in der Landwirtschaft aufgewachsenen Personen, die meist auch
in jedem anderen Beruf sehr gut unterkommen würden. „Bauernsöhne und -töchter werden von jedem Personalchef mit Handkuss
eingestellt“, sprach Michael Wehinger von der Familienberatung
im Verband Katholisches Landvolk den Teilnehmern der Fachtagung Mut zu.
darauf an, richtig zu reagieren, um aus der Situation das Beste zu
machen.
„Um positive Entscheidungen zu treffen, ist eine gute und intensive
Kommunikation ganz wichtig. Sie müssen sich klar machen, wo
Sie gemeinsam hin wollen“, so Wehinger. Dies offen miteinander
zu besprechen, sei alles andere als einfach. Denn im Arbeitsalltag
finden solche Gespräche viel zu wenig statt. Dazu bleibe kaum
Zeit. Wichtig sei es, das gemeinsam Erreichte wertzuschätzen. Der
Respekt vor der Leistung der Vorfahren wie der des Vaters und der
Mutter komme gerade bei der Betriebsübergabe zum Tragen.
Um Probleme erst gar nicht hochkommen zu lassen, würden sich
viele in noch mehr Arbeit stürzen. Für Wehinger ist das der falsche
Weg. Die Bereitschaft zur Selbstkritik ist in der Landwirtschaft
(und nicht nur dort) schwach ausgeprägt, erlebt er immer wieder.
Das führt dazu, dass es oft schwierig ist, Probleme tatsächlich,
aufzuarbeiten, Innehalten, Verantwortung übernehmen und den
eigenen Anteil überdenken seien wichtige Punkte, um Konflikte
zu lösen. Das gelinge, ohne dabei den eigenen Standpunkt aufgeben zu müssen,
Da landwirtschaftliche Betriebe in den Familien ihre Stärke haben, wiegen Partnerschaftsprobleme besonders schwer. Hier sitzt
sozusagen die Achillesverse. „Ich plädiere für eine Kultur im Umgang mit.Schwächen“, sagt Wehinger. Sein Tipp „Haben Sie den
Mut, Ihr Leben, Ihre Erwartungen, Ihre Emotionen zu erzählen
und bleiben Sie neugierig: So kann man mit festgefahrenen oft ausweglos erscheinenden Strukturen am besten klarkommen“.
Besser miteinander reden
Gefragt sind diese sozialen Kompetenzen und technischen Fähigkeiten mehr denn je auf den Betrieben selbst. Dort ist der Anpassungsdruck hoch: Neue Technik lässt die Betriebe weiter wachsen.
Sobald sich aber im Familiengeflecht etwas ändert, Wehinger
spricht von: Wendepunkten, wie dem Tod eines Angehörigen,
Pflegebedürftigkeít, Trennung oder das Ausscheiden eines potenziellen Nachfolgers, betrifft das die ganze Familie. Jetzt kommt es
Für lnvestitionen muss die Gewinnrate passen
Vor 20 Jähren waren es im Schnitt 100.000 kg Quote pro Betrieb,
heute sind es 300.000 kg. Und wie groß werden die Betriebe in 20
Jahren sein? „Ich weiß es nicht“, meinte Prof. Alois Heißenhuber
vom Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus der Technischen Universität München. Konkrete Wachstumszahlen hat der
Agrarökonom keine im Gepäck. „Die eine Landwirtschaft gibt es
sowieso nicht“ sagt er. Einflussgrößen aber gibt es jede Menge,
Wie viel Wachstum verträgt der Familienbetrieb? lautete das
Thema der Fachtagung, zu der das Landratsamt Ravensburg nach
Amtzeli eingeladen hatte. Mitveranstalter waren die Kreisbauernverbände Allgäu-Oberschwaben und Tettnang, die Milchviehberatungsdienste Leutkirch und Ravensburg sowie die Vereine landwirtschaftlicher Fachbildung Ravensburg und Bodenseekreis und
die regionalen Meisterverbände.
Agrarinvestitionsförderung
Wir beraten Sie bei der Finanzierung und Förderung
landwirtschaftlicher Gebäude. Nutzen Sie unser
Fachwissen und unsere Erfahrung für Ihren Erfolg.
Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH
Herzogstraße 6A, 70174 Stuttgart, Telefon 0711 6677-3101
www.landsiedlung.de
54
dazu zählt zum Beispiel die allgemeine Kostenentwicklung. Die
politischen Einflüsse würden seiner Meinung nach gerne überschätzt. Sie könnten den Strukturwandel nicht aufhalten, was man
an der Milchquotenregelung gut beobachten konnte. Eine wichtige
Rolle fürs Wachsen spielen für Heißenhuber die eigene Ausgangssituatíon und die Gewinnrate pro Betrieb. Wer wachsen will, muss
schauen, dass er eine gute Gewinnrate hat. Bei einer Gewinnrate
von 10 Prozent braucht man, wenn man den Gewinn um 1.000
Euro erhöhen möchte, eine Umsatzsteigerung von 10.000 Euro.
Bei einer Gewinnrate von 30 Prozent beträgt der Mehrumsatz nur
3.330 Euro. Ohne eine hohe Gewinnrate machen Investitionen betriebswirtschaftlich wenig Sinn. Da stellt siçh die Frage: „Will ich
wirklich wachsen? Oder brauche ich nicht erst einmal eine andere
Gewinnrate, damit mir die Kosten nicht davonlaufen” so Heißenhuber.
Anständiger Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt
Heißenhuber plädiert für ein gemäßigtes Wachstum, bei dem die
Grenzen des Machbaren in Sachen Umwelt- und Tierschutz aber
auch innerhalb der Familie geachtet werden. Das fange schon
damit an, dass man die Gesetze einhalte. „Dumpinglöhne an
den Schlachthöfen, bei denen die Mitarbeiter einen Hungerlohn
bekommen mag zwar die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Fleischindustrie erhöhen. Doch auf solche Leistungen können
wir nicht stolz sein“, findet Heißenhuber. Schweineschnitzel unter
4,00 Euro das Kilo ginge nur mit Dumpinglöhnen am Schlachthof.
Deshalb heißt sein Credo: ,,Keine Lockvogelangebote mit Dumpingpreisen“. Heißenhuber appellierte an die Eigenverantwortung
Ehemaligen Bote 2014
jedes einzelnen in der Wertschöpfungskette. Gleichwohl, sei klar,
dass man die Messlatte, bei den Produktionsstandards innerhalb
Europas nlcht zu hoch hängen darf, um die Wettbewerbsfähigkeit
zu gefährden.
Heißenhuber zeigte eine Grafik mit fünf verschiedenen Milchviehbetrieben mit Herdengrößen zwischen 100 und 36 Kühen und
Milchleistungen zwischen 5.200 und 10.200 kg, die alle den gleichen Gewinn ausweisen. „Die Welt ist sehr differenziert. Weil
wir so unterschiedlich sind, gibt es keine pauschalen Empfehlungen“, so Heißenhuber. Milchviehbetriebe jedenfalls müssten
arbeitsmäßig entlastet werden. „Wie, das muss jeder Betrieb für
sich entscheiden.“
Im Anschluss stellten fünf Milchviehhalter, darunter eine Frau,
ihre Betriebe vor. Rolf Weidner, Robert und Marlies Müller,
Claus Zengerle und Hans-Georg Schwarz gaben dabei Einblicke
in ihr Leben auf ihren Höfen in Oberschwaben, dem Allgäu, bei
Leonberg und im Strohgäu, wie sie die Arbeit bewältigen und an
Zukunftsideen basteln. Bei allen bleibt die große Frage, wie es
langfristig weitergeht. Wachsen oder weichen – doch zu welchem
Preis? Weiter zu wachsen ist eine Möglichkeit für alle fünf aber
keine verbindliche für alle, die trotzdem weiter Kühe melken wollen. Zu unterschiedlich sind dazu die Voraussetzungen auf ihren
und den anderen Höfen. Fazit von Hans-Georg Schwarz. „Mit den
vorhandenen Gegebenheiten besser werden und mehr Milch mit
den gleichen Arbeitskräften und Flächen ermelken.“ Dass dabei
die Abhängigkeit von den mitarbeitenden Eltern nicht entstehen
darf, wurde mehrfach betont.
Ehemaligen Bote 201455
Futteruntersuchungsergebnisse des Jahres 2014
(Stand: 22.11.2014 - vorläufig)
– Ute Welsch –
Witterungsverlauf:
2014 war im Gegensatz zu 2013 ein völlig verkehrter Witterungsverlauf.
In den Monaten April, Mai und Juni waren die Temperaturen
um durchschnittlich 1,5 Grad höher und – was den gravierenden
Unterschied ausmachte, deutlich trockener als die verregneten
Frühjahrsmonate des Jahres 2013. Im Juli und Auguste verkehrte
sich die Situation dann aber, dort waren die Temperaturen im Jahr
2013 im Schnitt um 3 Grad höher und die Regenmengen deutlich
niedriger - im Juli 2014 hat es so viel geregnet wie im Mai 2013. Im
westlichen Dienstbezirk ca. je 130 mm, im östlichen Dienstbezirk
ca. 170 mm.
Die jährliche Regenmenge wird im Jahr 2014 um 100 mm niedriger ausfallen als 2013 (2014: westlicher Dienstbezirk: ca. 650 mm,
östlicher Dienstbezirk ca. 850 mm), die durchschnittliche Jahrestemperatur stieg im Jahr 2014 von 8,5 Grad auf 10 Grad.
Die Witterung und der Wachstumsverlauf wurden allerdings im
Jahr 2014 schon in den Wintermonaten geprägt – in den Monaten
Februar und März war es mit 3 Grad und 6 Grad im Durchschnitt 5
Grad wärmer als im Vorjahr.
So kam es (vor allem auch durch die negativen Erfahrungen aus
dem Vorjahr, in dem man noch besseres Wetter abwarten wollte),
dass die ersten Landwirte bereits in der 16.Kalenderwoche am 15.
und 16.April mähten – auch dies kam wie die ersten Mähtermine
im Mai des Vorjahres seit Jahren nicht mehr vor. Nach einer kurzen Regenphase und niedrigen Temperaturen unter 10 Grad über
Ostern (20.April) wurde in der Woche nach Ostern bei Temperaturen über 10 Grad die meiste Silage des 1.Schnittes gemäht – bis
am 25.04. wieder regnerisches Wetter aufzog, das bis zum 02.Mai
anhielt. Danach folgten wieder einige regenfreie Tage, an denen gemäht werden konnte und ab dem 16.Mai folgte eine längere regenfreie Zeit mit Temperaturen zwischen 12 und 10 Grad, die von den
Betrieben, die Mitte April gemäht hatten, für den 2.Schnitt genutzt
wurde. Zu Vergleich: im Vorjahr wurden die meisten 1.Schnitte
zwischen dem 08.-15.Mai gemäht.
Aufgrund des frühen 1.Schnittermines haben in diesem Jahre viele
Betriebe 6 Schnitte gemäht.
2. Die bisherigen Ergebnisse
Grassilage:
Der erste Siloschnitt vollzog sich im Wesentlichen zwischen
dem 15.und 24.April, sowie zwischen dem 04. und 06.Mai. Der
2.Schnitt wurde ab dem 16. bis 24.Mai und dann wieder Ende Mai
und Anfang Juni gemäht.
Den Überblick über die diesjährigen Ergebnisse gibt die Tabelle
1.0 a - allerdings als vorläufige Werte, da noch nicht alle Untersuchungsergebnisse vorliegen.
Der 1.Schnitt fällt im Durchschnitt besser aus als 2013- im Schnitt
um 0,2 MJ/NEL mehr Energie und ca. 1% mehr Eiweiß. Vor allem
die früh gemähten Silagen (6) zeigen mit knapp 7,0 MJ/NEL im
Schnitt einen deutlich höheren Energiegehalt als die letztjährigen
besten Energiewerte – 60% der Betriebe haben über 6,5 MJ/NEL
im 1.Schnitt.
Auffällig ist, dass aufgrund des positiven Wuchswetters die
Spanne zwischen den früh und spät gemähten 1.Schnitten weiter
auseinanderklafft als letztes Jahr, als aufgrund der Witterung die
Schnittzeitpunkte näher beieinander lagen (siehe Maximum und
Minimum Werte und oberes und unteres Viertel).
Erfreulich ist, dass aufgrund der trockenen Witterungsverhältnisse die Rohaschewerte (XA) gesunken sind.
Unsere
Umweltförderung:
Gut für die Natur.
Gut für die Region.
Umweltförderung ist wichtig für das Zusammenleben in der Gesellschaft. Sie ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder.
Deshalb unterstützen wir viele Projekte, die sich für den Erhalt
unserer Umwelt einsetzen. Die Sparkassen-Stiftung „Umweltschutz“ mit dem „Kulturlandschaftspreis“ ist ein Teil dieser Förderung. www.sparkasse-bodensee.de.
56
Da der 2.Schnitt bereits nach einem optimalen Zeitraum von ca.
4 Wochen nach dem 1.Schnitt gemäht werden konnte, fällt auch
dieser deutlich besser aus als in den Vorjahren.
1. Schnitt 2014 im Detail
In Tabelle 1.1 a sind die Ergebnisse des ersten Schnittes 2014 im
Vergleich zu den Vorjahreswerten (2013,2012 und 2011) und dem
langjährigen Durchschnitt (2000 - 2013) gegenüber gestellt.
Mit 6,5 MJ NEL liegt der Energiegehalt höher als in den Vorjahren. Aber auch hier zeigt sich eine Spannbreite von fast 1,5 MJ/
NEL, was bei 50% Grassilagefütterung ( bei gleicher Futteraufnahme ) 7 l Grundfutterleistung ausmachen kann.
Der Rohproteingehalt lag im Schnitt mit 15,5% zwar höher als im
Vorjahr, aufgrund der guten Energiegehalte liegt der RNB –Wert
(Ruminale Stickstoffbilanz – sollte bei der Ration mindestens bei
0 liegen) zwar im Bereich des Vorjahres, für die Gesamtration allerdings zu niedrig. Geht man von den Durchschnittswerten bei der
Maissilage von der RNB von -9,2 aus (Tabelle 2), und die Ration
besteht zu 50% aus Gras – und 50% aus Maissilage zeigt sich, dass
der RNB von 2,4 aus der Grassilage den RNB von -9,2 der Maissilage nicht ausgleichen kann. Selbst bei einem Maisanteil in der
Ration von 33% fehlt Eiweiß, das man teuer in Form von Raps und
Soja zukaufen muss. Aber wie bei jedem Durchschnittswert zeigen
sich auch hier zwischen oberem und unterem Viertel Unterschiede
im RNB-Wert von 9.
Der Rohfasergehalt des ersten Schnittes liegt mit 20,6 % im
Durchschnitt dieses Jahr unter dem Wert für eine wiederkäuergerechte Ration mit großen Unterschieden des oberen und unteren
Viertels von 5% - allerdings haben 40% der beprobten Silagen
einen Rohfasergehalt von unter 20%! Und hier zeigt sich auch die
große Herausforderung einer guten Grassilage: einerseits ist das
Ziel, möglichst viel Energie und Eiweiß in der Silage zu haben, andererseits, und das zeigt sich dieses Jahr vor allem bei den Silagen
vor Ostern, fehlt dann oft die Struktur, was zu gesundheitlichen Problemen der Kühe führen kann. Extrem wichtig ist daher, Rationen
mit niedrigen Rohfasergehalten mit Stroh (in der Futtermischung)
oder separat vorgelegtem Heu ( im Futtermischwagen wird die
Struktur durch zu langes Mischen „aufgelöst“) strukturtechnisch
„aufzuwerten“, denn eine Kuh ist ein Wiederkäuer und ist daher auf
eine gut strukturierte, wiederkäuergerechte Ration angewiesen.
Normalerweise nimmt der Rohfasergehalt mit jedem Schnitt ab
und bei späten Schnitten (5. und 6.Schnitt) finden sich häufiger
Silagen, deren Rohproteingehalt höher ist (19% aufwärts) als der
Rohfasergehalt (19% abwärts) – aufgrund der Wetterlage und dem
regnerischen Wetter im Juli wurden allerdings beim 3.Schnitt
höhere Rohfasergehalte als beim 1.Schnitt erreicht. Aufgrund der
unterschiedlichen Wettersituationen und der daraus resultierenden
Schnittzeitpunkte bieten sich „Sandwichsilagen“ an, das „Aufeinander-Silieren“ eines strukturreicheren Schnittes und eines strukturärmeren Schnittes.
Mit den Durchschnittswerten können die Futterqualitäten unterschiedlicher Jahre (oder Regionen) verglichen werden; jede Einzelprobe weicht allerdings mehr oder weniger vom Durchschnitt
ab, so dass für eine Rationsberechnung nur eigene Ergebnisse
brauchbar sind.
Maissilage
Bei der Maissilage liegen erste Ergebnisse vor (Tabelle 2). Wie zu
erwarten hat der sehr gute Witterungsverlauf hohe Maisbestände
hervorgebracht, was den Ernteertrag hochschnellen ließ. Kein Vorteil ohne Nachteil – aufgrund des dadurch resultierenden KolbenRestpflanze-Verhältnis sank der Energie- und Stärkegehalt in der
Maissilage im Schnitt um 0,2 MJ/NEL und 12% (auch hier wieder
große Spannbreiten).
Aufgrund der guten bis sehr guten Grassilagenergebnisse lässt sich
dies aber leicht verschmerzen und die diesjährigen Probleme, die
nach dem Ausgehen der Maissilage im Sommer aufgetaucht sind,
werden hoffentlich im nächsten Jahr keine Thema mehr sein!
Ehemaligen Bote 2014
4. Tabellen
Untersuchungsstelle:
LUFA Speyer - Stand: 22.11.2014 - vorläufig
Werte bezogen auf die Trockensubstanz (TS)
TS: Trockensubstanz
XP: Rohprotein, nXP: nutzbares Rohprotein,
RNB: Ruminale Stickstoffbilanz, NEL/MJ: Energie,
XF: Rohfaser, SW: Strukturwert, XS: Zucker, XA: Rohasche
Tabelle 1.0 a
Grassilage 2014 nach Schnitten
Nährstoffe je kg TS
XP nXP RNB NEL
Schnitt An- TS
MJ
g
zahl g/kg g/kg g/kg
1.
43
347 155 141
2,4
6,5
2.
19
385 165 140 4
6,3
3.
13
403 167 136
5
6,1
4.
10
339 179 133
7,4
6
5.
 5
321 181 134
7,6
6,1
6.
 4
316 195 134 10
6,1
LWA Bodenseekreis
XF
g
206
211
226
204
191
182
SW
2,39
2,44
2,63
2,35
2,2
2,1
XZ
g
69
62
48
36
24
24
XA
g
112
101
100
118
128
152
LWA Bodenseekreis
Tabelle 1.1 a
Grassilage 1. Schnitt 2014 im Vergleich
Nährstoffe je kg TS
Jahr An- TS XP g/ nXP RNB NEL XF SW XZ XA
kg
g/kg
g
MJ
g
g
g
zahl g/kg
alle 1) 792 345
160
136
4,7
6,19 231 2,71  53 103
2011
50
354
163
144
3,0
6,67 196 2,25  81 95
2012
46
355
162
140
3,5
6,42 221 2,57  65 104
2013
46
323
148
133
2,2
6,33 230 2,7
 40 112
2014
43
347
155
141
2,4
6,5   206 2,39  69  94
Maximum 477
190
7
7,15 254 2,98 166 136
Minimum 230
116
-2
5,71 164 1,85   11  71
Oberes Viertel 409
180
5
6,95 233 2,71 113 117
Unteres Viertel 277
130
-0,5 6,1
181 2,0
  29  81
1) Durchschnitte 2000 - 2013 LWA Bodenseekreis
Tabelle 1.1 a
Grassilage 2. Schnitt 2014 im Vergleich
Nährstoffe je kg TS
XP nXP RNB NEL XF SW XZ XA
Jahr
AnTS
g
MJ
g
g
g
zahl g/kg g/kg g/kg
alle 1) 301
393
169 134
5,7 5,98 238 2,73  54 104
2011
 17
402
164 141
3,7 6,45 205 2,36  81  98
2012
 16
420
158 137
3,5 6,13 225 2,61  76 104
2013
 21
391
141 133
1,4
6,1 212 2,45  68 112
2014
 19
385
165 140 4
6,34 211 2,44  62 101
Maximum 529
208 156 10
6,64 225 2,77 138 156
Minimum 318
107   79 -3
5,58 177 2,01   5  79
LWA Bodenseekreis
Tabelle 2
Maissilage Schnitt 2014 im Vergleich
Nährstoffe je kg TS
XP nXP RNB NEL XF SW XS g bXT
Jahr
AnTS
g
MJ
g
g
zahl g/kg g/kg g/kg
alle 1) 492
345
79
136 -9,1 6,86 173 1,46 354
52
2011
 49
350
74
131 -9,1 6,60 188 1,59 333
47
2012
 22
358
70
131 -9,7 6,66 181 1,53 356
51
2013
 22
244
74
134 -9,5 6,85 181 1,53 350
47
2014
 21
339
74
131 -9,2 6,62 182 1,54 338
43
Maximum 395
85
-10
7,11 206
380
57
Minimum 284
65
-8
6,32 149
289
29
Ehemaligen Bote 201457
Branntweinankauf
in Limpach / Deggenhausertal.
Am 01. April 2012 habe ich den Branntweinankauf von Rupert
Metzler in Limpach / Deggenhausertal übernommen. Für die
Anlieferer wird sich nicht einmal die Telefonnummer ändern. Sie
können weiterhin in Limpach anrufen und Termine vereinbaren.
Annahmezeiten:
Jeden Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr in Limpach nach
telefonischer Terminvereinbarung. Bei größeren Mengen
gerne auch individuelle Terminvereinbarung.
Tel. 07555-244
Uwe TrAUB
Brennmeister &
Destillateurmeister
Wiedenbach 15
D-88069 Tettnang
Tel. + 49 (0)7542 550 99 20
Fax + 49 (0)7542 95 36 579
Mail info@likoermanufaktur-tettnang.de
www.likoermanufaktur-tettnang.de
58
Ehemaligen Bote 2014
Messe Frucht- und Agrarwelt 21.-23.02.2014
Unser Stand auf der Messe
Podiumsdiskussion „Vom Korn zum Brot“
Güllegruben · Biogasbehälter · Silos
Stallunterbauten · Wasserbehälter
Podiumsdiskussion
„Berufsausbildung in den Grünen Berufen“
Wir sind ein Spezialunternehmen. Mit 57-jähriger Erfahrung.
Mit zufriedenen Kunden. Mit ausgereifter Technik.
Mit modernsten Großflächen- und Plattenschalungen.
Wenn’s um hochwertige Qualität
und problemlosen Bauablauf geht, dann
Osterrieder Bau GmbH
Silo- und Betonbau · 87772 Pfaffenhausen
Telefon 0 82 65 /10 51-52 · Fax 0 82 65/77 98
www.osterrieder-bau.de · info@osterrieder-bau.de
Das Lächeln,
das du aussendest, kehrt zu dir zurück.
(Spruchweisheit aus Indien)
Das Jahrbuch Des boDenseekreises
NEuUch-
2015
Leben aM see banD 32
ist offizieller Wandkalender
des Schwäbischen Albvereins
im B d e l
h an
U
G E
N D
J
Schwäbisches Land
VERLAG LORENZ SENN
TETTNANG
ISBN 978-3-88812-539-3
Band 32
Unser aktueller Postkarten-Kalender
mit neuen Wandervorschlägen
und herrlichen Farbaufnahmen
im Format 165 x 310 mm
15.9o0
Das Jahrbuch
des Bodenseekreises
Band 32, 2015
Eur
Senn Verlag
Lindauer Straße 11 · 88069 Tettnang
Tel. 0 75 42 / 53 08 0 · Fax 0 75 42 / 53 08 36
E-Mail: info@lorenz-senn.de, www.lorenz-senn.de
Mehr erfahren über:
• Die Jugend
im Bodenseekreis
• Natur und Kultur
• Studenten
auf Forschungsreisen
20.-o
Eur
Senn Verlag
Zu beziehen
bei allen
Buchhandlungen
oder beim
Verlag Senn, Tettnang
Die Landwirtschaft im Internet
Unser VLF:
www.vlf-bodenseekreis.de
Das Landwirtschaftsamt:
www.bodenseekreis.landwirtschaft-bw.de
Landwirtschaftsverwaltung
Baden-Württemberg:
www.landwirtschaft-bw.de
Infodienst Landwirtschaft –
Ernährung-Ländlicher Raum (LEL)
Schwäbisch Gmünd:
www.agrarmaerkte-bw.de
www.gqs-bw.de
www.ernaehrung-bw.info
Maschinen- und Betriebshilfsring e.V.
Maschinenring Dienstleistungs-GmbH Tettnang:
www.maschinenring-tettnang.de
www.mbr-tt.de
Maschinenring Deggenhausertal e.V.
www.maschinenring-deggenhausertal.de
Obstregion Bodensee:
www.obstvombodensee.de
Kleinbrennerverband:
www.kleinbrennerverband.de
Der Bodenseebauer:
www.bodenseebauer.de
Hopfenpflanzenverband:
www.tettnanger-hopfen.de
Schwäbische Bauernschule Bad Waldsee:
www.schwaebische-bauernschule.de
Kreisbauernverband:
www.kbv-tettnang.de
Lernort Bauernhof e.V. – Informationen
www.lernort-bauernhof-bodensee.de
Bei den jeweils angegeben Mail-Adressen gibt es zahlreiche weitere Links (Querverbindungen),
die zu weiteren interessanten Seiten aus dem Bereich der Landwirtschaft führen.
Bild / iStockphoto.com
Für alle, die ihren Hof nach
modernen, landwirtschaftlichen
Gesichtspunkten führen.
BWagrar gehört einfach dazu!
BWagrar ist und bleibt unverzichtbar
für alle, die in der Landwirtschaft
arbeiten. Wir liefern Ihnen die
Informationen, die Sie brauchen, um
Ihren Betrieb erfolgreich zu führen.
BW_1114_ANZ_Ehemaliger Bote_185x265.indd 1
Bestellen Sie gleich Ihr
kostenloses Probeheft!
Telefon: 0711 4507 - 105 / leserservice@ulmer.de
www.bwagrar.de/probeheft
12.11.2014 11:36:50
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
80
Dateigröße
5 414 KB
Tags
1/--Seiten
melden