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Editorial Schulpädagogik-heute 10/ 2014
Inklusion in Schule und Unterricht
Liebe Leserinnen und Leser,
unsere 10. Ausgabe von Schulpädagogik-heute möchten wir als Jubiläumsausgabe dem
bildungspolitischen Thema Nr. 1, der inklusiven Bildung, widmen. Seit der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (2006) und deren Ratifizierung in Deutschland
(2009) ist die Forderung nach “Inklusion” in der Bildung in aller Munde und ist damit zu einem der größten internationalen Schulentwicklungsprojekte geworden. Inklusion ist aber
mehr als nur ein neuer Begriff für die Integration von Behinderten in eine Gruppe NichtBehinderter, sondern beschreibt vielmehr ein neues Konzept gesellschaftlicher Teilhabe aller
– ohne wertende Etikettierungen. In seiner pädagogischen Ausprägung bedeutet es, alle
Kinder und Jugendlichen in der Schule in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen
und zu fördern. Im Kern geht es darum, wahrzunehmen, dass jede einzelne Schülerin und
jeder einzelne Schüler einen Anspruch darauf hat, entsprechend individueller Stärken,
Schwächen, Fähigkeiten und Beeinträchtigungen gefördert und unterstützt zu werden. Die
verschiedenen Förderbedürfnisse ergeben sich bspw. aus folgenden Aspekten:
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körperliche und/oder geistige Beeinträchtigung;
psychosoziale und/oder milieubedingte Lernbehinderungen;
besondere geistige und/oder körperliche Talente;
Migrationshintergrund (z.B. spezifische sprachliche Förderung);
geschlechtsspezifische Stärken/ Schwächen;
Lese-Rechtschreibschwäche;
Rechenschwäche;
wenig Unterstützung durch die Eltern;
biographische Krise eines Schülers/einer Schülerin (psychische Unterstützung).
Kritiker werfen der bildungspolitischen Handhabung des Konzepts der Inklusion vor, dass es
hier um ein weiteres Sparmodell gehe, da man die teuren Förderschulen zugunsten der Integration der Förderschulkinder in das billigere allgemeine Bildungssystem einsparen wolle.
Diesem Verdacht kann die Bildungspolitik entgegenwirken, indem sie die erheblichen Ressourcen materieller, gebäudetechnischer und personeller Art sowie die Möglichkeiten zur
Fort- und Weiterbildung zur Verfügung stellt, die für eine gelungene inklusive Bildung notwendig sind. Das Interview mit der pädagogischen Leiterin der ‚Offenen Schule KasselWaldau‘ in der vorliegenden Ausgabe von ‚Schulpädagogik-heute‘ macht deutlich: Inklusion
lässt sich nur im professionellen Team lösen, in dem Lehrer, Heilpädagogen und Förderschullehrer zusammenarbeiten – und das bedarf – neben der notwendigen Fort- und Weiterbildung für alle Lehrerinnen und Lehrer – ein extrem hohes Maß an neuen Bildungsinvestitionen durch Bund, Länder und Kommunen, das pro Jahr in die Milliarden gehen dürfte.
Trotz vieler Sorgen und Befürchtungen bei Lernenden, bei Eltern sowie Kolleginnen und Kollegen gibt es auch große Hoffnungen, die sich mit der Inklusion verbinden: die Relativierung
einer krankmachenden Leistungsgesellschaft; eine Ablösung der gegenwärtigen Defizitorientierung der schulischen Leistungsbeurteilung durch eine auf Förderung ausgerichtete Ressourcenorientierung; Schülerinnen und Schüler könnten neue Formen der Mitmenschlichkeit
kennenlernen; ihre Sozialkompetenz könnte durch die inklusive Schule gefördert werden;
durch einen offenen Umgang mit Behinderungen und Krankheiten könnten alle Akteure etwas über die Akzeptanz der eigenen Begrenztheit lernen.
Eine geglückte Inklusion, so hofft man, ermöglicht mehr Chancengleichheit für alle: Kinder
und Jugendliche würden durch weniger weite Schulwege entlastet und wenn Schülerinnen
und Schüler mit besonderem Förderbedarf einen Abschluss auf dem ersten Bildungsweg
machen können, haben sie bessere Möglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt. Zudem kann
eine gelingende inklusive Arbeit durch den Abbau diskriminierender Strukturen einen erheblichen Beitrag zur Verhältnis- und damit auch zur Verhaltensprävention im Sinne einer Reduzierung destruktiver Verhaltensformen, die aus einem Gefühl der Chancenlosigkeit resultieren können, leisten.
Deshalb widmet sich die neue Ausgabe 10/ 2014 der „Schulpädagogik-heute“ den verschiedenen Spektren der Inklusionsforschung, schulpädagogischen Überlegungen und Diskussionen zur Inklusion und der inklusiven Schulpraxis.
Die aktuelle Ausgabe wurde von unseren Redaktionsmitgliedern Catrin Siedenbiedel und
Caroline Theurer in Zusammenarbeit mit der Redaktion von Schulpädagogik-heute verantwortlich konzipiert und koordiniert. Wir bedanken uns bei allen Autorinnen und Autoren für
die Mitarbeit und gute Zusammenarbeit; insbesondere sei auch den ca. 60 Mitgliedern des
wissenschaftlichen Beirats gedankt, die wieder eine große Anzahl Begutachtungen von Forschungsberichten zu bewältigen hatten und den Verfassern mit kritisch-konstruktiven Ratschlägen und Tipps zur Seite standen.
Unterstützung von afghanischen Studentinnen aus armen
Familien in Afghanistan
Liebe Leserinnen und Leser von Schulpädagogik-heute: Wer jungen Frauen
aus Afghanistan ein Studium in Kabul ermöglichen möchte, die sich dies ansonsten nicht leisten könnten, mailt bitte an sh@schulpaedagogik-heute.de, c/o Dr. Ellen Christoforatou und Prof. Dr. Klaus Moegling, und teilt den Unterstützungsbetrag
– drei Jahre lang (ein Bachelor-Studium) ab 50 € aufwärts – mit. Anschließend
werden weitere Informationen versendet. Das Geld wird jeweils zum Ende des
Jahres ohne bürokratischen Verlust an das gemeinnützige Gawharshad
Scholarship Program in Kabul eingezahlt und ermöglicht Studien-Patenschaften
und auch – wenn von beiden Seiten gewünscht – interkulturelle Kommunikation
und wissenschaftlichen Austausch. Das Programm wird u.a. von der Vorsitzenden
der afghanischen Grundrechtskommission, der Ärztin Dr. Sima Samar sowie der
afghanischen Juristin und Hochschuldozentin Nasima Rahmani unterstützt und
organisiert. Mehr hierzu im Artikel unter der Rubrik ‚Berichte und Initiativen‘ der
aktuellen Ausgabe.
Drei neue Bände sind soeben erschienen: Beziehungen in Schule und Unterricht!
Es liegen nun die drei Bände zum Thema „Beziehungen in Schule und Unterricht“ vor. Diese
Herausgeberbände sind auf der Grundlage der Schulpädagogik-heute-Ausgabe 9/ 2014
entwickelt worden, die unter Federführung von unseren Redaktionsmitgliedern Carina Tillack
und Janina Fetzer die bisher umfangreichste Ausgabe von Schulpädagogik-heute darstellte.
Reihe: Theorie und Praxis der Schulpädagogik, Bände 23-25
Teil 1
Carina Tillack/ Natalie Fischer/ Diana Raufelder/ Janina Fetzer (Hrsg.):
Beziehungen in Schule und Unterricht.
Theoretische Grundlagen und praktische Gestaltungen pädagogischer Beziehungen
Teil 2
Carina Tillack/ Janina Fetzer/ Natalie Fischer (Hrsg.):
Beziehungen in Schule und Unterricht.
Soziokulturelle und schulische Einflüsse auf pädagogische Beziehungen
Teil 3
Carina Tillack/ Janina Fetzer/ Diana Raufelder (Hrsg.):
Beziehungen in Schule und Unterricht.
Soziale Beziehungen im Kontext von Motivation und Leistung
(Alle drei Bände sind ab sofort unter www.prolog-verlag.de (Reihe: Theorie und Praxis der
Schulpädagogik) hinsichtlich der weiteren Angaben und der Inhaltsverzeichnisse einsehbar
und auch beim Prolog-Verlag für Sie selbst oder für Ihre Bibliotheken bestellbar.)
nächste Ausgabe 11/ 2015 „Außerschulische Lernorte“
Der Reiz, das Klassenzimmer zu verlassen und damit aus dem vertrauten schulischen Umfeld sowie dem alltäglichen schulischen Unterricht herauszutreten, ist besonders für SchülerInnen, aber durchaus genauso für LehrerInnen groß. Das vielfältige Angebot zum Lernen
außerhalb der Schule bietet eine Entlastung des eigenen Unterrichts, eine bereichernde Ergänzung, die es erlaubt, neue Motivation bei den SchülerInnen zu wecken, ihnen neue Anregungen zu geben. Außerschulische Lernorte geben der Lehrperson die Möglichkeit, ihre
SchülerInnen auf neuen Wegen an altbekannte oder ganz neue Themen heran zu führen
und den meist eng gefassten Lehrplan neu zu rahmen, ohne dabei die Anbindung an die
Unterrichtsinhalte zu verlieren. Neuartige Perspektiven, Orte, Tätigkeits- und Berufsfelder
ermöglichen der Klassengemeinschaft, sich Freiräume (zurück-)erobern.
Die weitere inhaltliche Konzeption findet sich im Call for Paper dieser Ausgabe (in der Leiste
oben unter „Vorausschau“ vorfindbar)
Zur Orientierung und besseren Strukturierung bittet die Redaktion zeitnah um ein formloses
Exposé des einzureichenden Beitrags (inkl. des Arbeitstitels und Angaben zu den Autor(inn)en; max. 1 Seite). Die Redaktion sichtet den geplanten Beitrag und gibt eine Rückmeldung darüber, ob dieser in das Konzept der „Schulpädagogik-heute“ passt.
Für das Einreichen von Manuskripten sind folgende Deadlines zu beachten:
1. Oktober 2014: Deadline zur Einreichung geplanter Forschungsbeiträge
1. November 2014: Deadline zur Einreichung geplanter Praxis- und Forumsbeiträge
Für die Manuskriptabfassung sind unbedingt die Autorenrichtlinien genau zu beachten (vgl.
Rubrik ‚Service’ von Schulpädagogik-heute, Autorenhinweise)
Erscheinungstermin der Sh 11/2015 „Außerschulische Lernorte“ ist der 1. März 2015.
Kontakt
Dietrich Karpa : karpa@uni-kassel.de
Gwendolin Lübbecke: gwendolin.luebbecke@uni-kassel.de
Bastian Adam: bastianadam@hotmail.com
Die hierauf folgenden Ausgaben sind ebenfalls bereits geplant:
 Sh 12/ 2015 (online 1.9.15) „Transparenz – im Unterricht und in der Schule“
 Sh 13/ 2015 (online 1.3.16) „Was sind gute Schulen?“
Bitte schauen Sie sich den jeweiligen Call for Papers unter „Vorausschau“ (obere Leiste) an.
Wir sind gespannt auf Ihre Exposés zu diesen Themenausgaben, die Sie an
sh@schulpaedagogik-heute.de senden können.
Bitte beachten Sie bei der Abfassung der Beiträge die Autorenhinweise unserer Zeitschrift.
Diese sind unter der Rubrik „Service“ (obere Leiste) abrufbar.
Falls Sie unseren 2-3 Mal im Jahr versendeten Newsletter per Mail haben möchten, tragen
Sie sich bitte rechts oben in unseren Newsletter-Kasten ein. Auch das Anklicken des
Facebook-Bottons oben links ist willkommen und dient der Verbreitung unserer kosten- und
passwortfrei einsehbaren Online-Zeitschrift.
Noch eine Bitte an Sie: Bitte verbreiten Sie den Link www.schulpaedagogik-heute.de
und die Information über die neue Ausgabe 10/2014 bei Ihren Mitarbeitern sowie denjenigen, die Sie ausbilden!
Verbreitung der Schulpädagogik-heute
Inzwischen nutzen ca. 10.000 Leserinnen und Leser insbesondere in Deutschland (75%),
Österreich und der Schweiz (je 10%) die jeweilige Ausgabe der Schulpädagogik-heute! Aber
auch einige Nutzer u.a. aus den USA, Argentinien, Griechenland, Italien, Frankreich, Belgien, der VR China, Taiwan sind dabei, eine internationale Verbreitung, die sich durch einen
verstärkten Einbezug englischsprachiger Beiträge noch erweitern lassen könnte.
Nun wünschen wir Ihnen wiederum ein kreatives Stöbern und viel Ertrag beim Lesen und
Verwenden der Beiträge. Gern empfangen wir von Ihnen Leserreaktionen, z.B. in Form von
Leserbriefen, die dann zeitnah publiziert werden können.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von Schulpädagogik-heute sowie der herausgebende Prolog-Verlag
Für die Redaktion:
Bastian Adam, Janina Fetzer M.A., Dr. des. Swantje Hadeler, Gabriel Hund-Göschel, Dietrich Karpa, Julian Kempf M.A., Gwendolin Lübbecke, Prof. Dr. Klaus Moegling (verantwortlich), Ann-Christin Petersen, Sabrina Schude M.A., Dr. Catrin Siedenbiedel, Dr. des. Caroline
Theurer, Carina Tillack M.A.
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Bildung
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