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Bildungsbericht_2012

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Das Beffchen
Gemeindebrief der Ev. Kirchengemeinde Burbach
Nr. 3/2014
September
Oktober
November
Unsere Themen:
Der Erzengel Michael und das Erntedankfest
Fragen an Prominente:
„Muss man den Tod fürchten?“
Ewigkeitssonntag: Ein Vertrag mit Gott
Gemeindefest am 5. Oktober
Serie: Kirche und Staat (6)
Konfirmationsfotos
Foto: Okapia
Inhalt/Impressum
Auf ein (Vor-) Wort
In diesem
Gemeindebrief
Seite
Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn Sie dieses Beffchen nach der
Lektüre zur Seite legen, werden Sie vielleicht feststellen, dass in dieser Ausgabe die Thematik Krippe/Kindertagesstätte nicht berücksichtigt wurde.
Das ist kein Zeichen von Ignoranz gegenüber diesen Einrichtungen, sondern
hängt ganz einfach damit zusammen,
dass während der Erstellung dieses
Gemeindebriefes die Vorbereitungen für
den Umzug der Kita Markuskirche an
den Noldplatz und die letzten Arbeiten
zur Eröffnung der Krippe gleichzeitig erfolgten. In dieser hektischen Zeit sollte
von den Erzieherinnen niemand auch
noch mit der Erstellung eines Artikels
zum Kita-Geschehen befrachtet werden.
Als Ausgleich stehen dafür viele (hoffentlich) interessante Artikel zu den
zahlreichen Themen, die das letzte Viertel des Kirchenjahres bereit hält, an
vorderster Stelle natürlich das Erntedankfest, das in Burbach ja traditionell
mit dem Gemeindefest eine Einheit bildet. Vielleicht sehen wir uns ja dort.
Eine anregende Lektüre des vorliegenden Gemeindebriefes wünscht Ihnen
Wolfgang Hausherr
Dieser Gemeindebrief ist abrufbar im Internet unter www.dieter-winterhagen.de
Das Beffchen
3/2014
An ge dacht
4-5
Diakoniesammlung
7
Aktuell
8-9
Aus dem Presbyterium
11
Michael – Wer ist wie Gott?
12 - 13
Erntedank
14, 15, 17
Fotos von den Konfirmationen 18 - 19
Kirche und Staat (6)
20
Kalenderblatt zum 9. November
21
Was bedeutet Reformation?
23
Zum Ewigkeitssonntag
24
Muss man den Tod fürchten?
25
Chronik
26 - 27
Anschriften, Öffnungszeiten
29
Gottesdienste, Veranstaltungen
30
Gruppen und Kreise
31
Tiere in der Bibel (2)
33
Für Kinder
34 - 35
Impressum
Herausgeber: Das Presbyterium der Ev.
Kirchengemeinde Burbach, Redaktion:
Öffentlichkeitsausschuss, verantwortlich (auch für Anzeigen): W. Hausherr
(wha), Druck: Gemeindebriefdruckerei
im Druckhaus Harms e. K., Martin-Luther-Weg 1, 29393 Groß Oesingen.
Mitarbeit am Gemeindebrief:
Dieter Winterhagen (dwh), Medienverband der Ev. Kirche im Rheinland (gm);
alle Fotos, sofern nichts anderes angegeben: Privat
Nächster Gemeindebrief:
Redaktionsschluss
Erscheinungstermin
15.10.2014
01.12.2014
3
An ge dacht
Monatsspruch Oktober 2014
Ehre Gott mit deinen Opfern
gerne und reichlich, und gib deine
Erstlingsgaben, ohne zu geizen.
(Sirach 35, 10)
der Monatsspruch für den Erntedankmonat Oktober hat es in sich. Irgendwie veraltet hört es sich an, wenn
da von Opfern und Erstlingsgaben die
Rede ist.
Beim Wort „Opfer“ beschleicht mich
ein ungutes Gefühl „Eh, du Opfer!“ hört
man auf dem Schulhof, wenn einer,
der sich für unüberwindbar stark hält,
einen anderen einzuschüchtern versucht.
Opfer - das sind die Verlierer. Auf
Kosten der Opfer werden Kriege geführt, Passagiermaschinen abgeschossen, Menschen von Attentätern in die
Luft gesprengt. Das Leid der Opfer
zählt bei den Verantwortlichen wenig.
Viel wichtiger ist die eigene Ideologie.
Die Verantwortlichen scheinen nach
der Devise zu handeln: „Je mehr Opfer,
4
um so gefürchteter die Täter.“
Vor diesem Hintergrund ist der Monatsspruch problematisch. „Ehre Gott
mit Deinen Opfern.“
Bedeutet das, dass Gott Opfer will,
dass man sich nicht nur für „Volk und
Vaterland“ sondern auch für Gott opfern oder aufopfern sollte?
Dass solch ein Denken gefährlich ist,
weil es die Religion für politische Zwecke missbraucht, weiß schon das Alte
Testament. Dort stellt der Prophet Hosea ein für allemal klar: Gott hat „Lust
an der Liebe und nicht am Opfer, an
der Erkenntnis Gottes und nicht am
Brandopfer.“ (Hosea 6, 6)
Später führt Jesus das dann aus:
„Gott hat Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.“ (Matthäus 9,
13)
Der Gemeindebrief
An ge dacht
Das Beffchen
3/2014
voller und kostbarer werden lässt. Wer
die Nahrung dieser Welt teilt, der wird
mit weniger Verzweiflung, Neid und
Hunger belohnt.
All das sind Möglichkeiten, Gott die
Ehre zu geben. Der Erntedanktag ist
einer von vielen Tagen, die uns daran
erinnern.
Dieter Winterhagen, Pfarrer
Foto: Okapia
Für unsere christliche Religion sind
keine Opfer nötig. Wir wissen ja längst,
dass wir uns Gottes Liebe durch kein
Opfer dieser Welt erkaufen können.
Der Monatsspruch aus dem Buch Sirach führt uns vor Augen, dass das in
den meisten Religionen bis heute anders gesehen wird. Opfergaben sind in
fernöstlichen Religionen durchaus üblich. Auch das Märtyrerdenken im radikalen Islam ist ohne den Opfergedanken nicht zu verstehen.
Wir als Christen müssen betonen,
dass Jesus selbst die Opferstellen des
Alten Testamentes radikal kritisiert.
Gott fordert uns auf, auf andere
Art und Weise in Beziehung zu ihm
zu treten. Nicht durch Opfer, sondern durch unser Verhalten. Dadurch, dass wir „Lust an der Liebe
haben“, darüber staunen, dass unsere Erde genug Nahrung für uns
alle bereit hält. „Übt Barmherzigkeit“, werden wir aufgefordert.
Bezogen auf den Erntedankmonat
könnte das bedeuten, sich noch
einmal zu vergegenwärtigen, dass
es genug Ressourcen auf unserem
Planeten gibt, deren gerechte Verteilung in unsere Hände gelegt ist.
Es ist ein bisschen so, wie in dem
Märchen von Sterntaler. Je mehr
wir geben, um so mehr erhalten wir
zurück im Großen wie im Kleinen.
Wer Zeit schenkt, der wird feststellen, dass diese Zeit keine
verlorene Zeit ist, sondern ein Geschenk, das die eigene Zeit wert-
5
Aktuell
Diakoniesammlung 2014
Ihre Spende öffnet Türen
Für viele seiner Hilfsangebote ist das DIAKONISCHE WERK AN
DER SAAR auf Spenden angewiesen. Mit Ihrem Beitrag zur Diakoniesammlung
2014 können Sie ganz konkret vor Ort helfen, Türen wieder zu öffnen:
Wohnungslose
Scheidung, arbeitslos, keine Perspektive mehr, dazu kam der Alkohol – und Rolf
F.* landete auf der Straße. Erst konnte er bei Freunden übernachten, doch irgendwann wusste er nicht mehr weiter. Hilfe fand er im Diakonischen Zentrum Saarbrücken. Dort hat man ihm neue Türen geöffnet, wieder Hoffnung auf eine bessere
Zukunft gegeben.
Schulabbrecher
Schule war nie ihr Ding. Konzentriert zuhören, die Klassenarbeiten, der Druck der
Lehrer - das hat Rita* nicht gefallen. Sie wollte lieber etwas mit ihren Händen machen, richtig arbeiten. Irgendwann kam sie im Unterricht nicht mehr mit. Die Folge
waren schlechte Noten und kein Abschluss. Erst in einem Projekt der Jugendberufshilfe des DWSAAR fühlte sie sich verstanden und schaffte den Hauptschulabschluss.
Jugendliche Flüchtlinge ohne Familie
Sie haben gelernt, ganz auf sich allein gestellt zu überleben. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, sind sie aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan bis ins Saarland geflüchtet - ohne Eltern und Familie. Jetzt leben Hasibullah (16) und Latif (17)
in der Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Völklingen und
lernen lesen, schreiben, rechnen – auf Deutsch. Und plötzlich ist da wieder die
Chance auf eine Zukunft in Frieden und Würde.
(*Namen geändert)
Immer mehr Menschen wenden sich hilfesuchend an die Diakonie.
Bauen Sie mit uns an einer gerechten und solidarischen Gesellschaft, unterstützen Sie die Arbeit des DIAKONISCHEN WERKES AN DER SAAR mit Ihrer Spende und
helfen Sie damit Menschen in Not. Herzlichen Dank!
Spenden Sie bei den Frauen und Männern, die Anfang Oktober in vielen Gemeinden von Haus zu Haus unterwegs sind oder per Überweisung auf das Spendenkonto IBAN DE76590920007171710000, BIC GENODE51SB2 bei der Vereinigten
Volksbank eG oder online unter www.diakonisches-werk-saar.de.
Weitere Informationen:
Diakonisches Werk an der Saar gGmbH, Tel. 06821 – 956207, info@dwsaar.de
Das Beffchen
3/2014
7
Aktuell
Sechs jugendliche Flüchtlinge leben jetzt im ehemaligen Pfarrhaus in der Ottstraße
Ein neues Zuhause in Burbach
Seit Mai dieses Jahres hat das ehemalige Pfarrhaus der Evangelischen
Kirchengemeinde Burbach in der Ottstraße neue Bewohner. Sechs Jugendliche aus Afghanistan sind hier eingezogen. Die Jungen im Alter zwischen 16
und 18 Jahre sind Flüchtlinge. Sie haben sich – ganz auf sich allein gestellt aus ihrer Heimat Afghanistan auf abenteuerlichen Wegen mehrere tausend Kilometer weit bis nach Deutschland
durchgeschlagen, denn in Afghanistan
herrscht Krieg. Im Saarland wurden sie
beim Grenzübertritt von den Behörden
aufgegriffen und zunächst im Clearinghaus des Diakonischen Werks an der
Saar (DWSAAR) in Völklingen untergebracht. Nun wohnen sie in Burbach in
einer Jugendwohngemeinschaft des
DWSAAR.
„Jeder Jugendliche hat hier ein eigenes Zimmer. Die Küche benutzen sie
gemeinsam“, berichtet Betreuer Peter
Seiler. Sie kochen und führen ihren
Haushalt selbständig. Zurzeit lernen sie
Deutsch. Viermal die Woche finanziert
das DWSAAR ihnen zwei Stunden Unterricht. Eine Ehrenamtliche gibt ihnen
noch zusätzliche Stunden. Zum Beginn
des neuen Schuljahres sollen die Jugendlichen dann in eine berufsbildende
Schule vermittelt werden.
Rund 700 jugendliche Flüchtlinge zwischen elf und 17 Jahren haben seit
September 2011 im Clearinghaus Völklingen eine erste Aufnahme gefunden.
„Viele Jugendliche sind durch die Erlebnisse der Flucht und die Trennung von
8
ihren Familien traumatisiert, wenn sie
bei uns ankommen“, erläutert Volker
Bourgett, Abteilungsleiter Jugendhilfeverbund des DWSAAR. „Wir geben ihnen
einen sicheren Rahmen, gesundheitliche Fürsorge und die Möglichkeit,
Deutsch zu lernen.“
Gleichzeitig werden Perspektiven für
ihre Zukunft entwickelt. Denn Bildung
und Ausbildung sind wichtige Stützpfeiler für ihre Integration. Die meisten Jugendlichen sind ehrgeizig und motiviert,
möchten gerne zur Schule gehen und
etwas lernen.
Für das Diakonische Werk an der
Saar ist die Arbeit mit den unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen zu einem
wichtigen Arbeitsfeld geworden. Angesichts der Situation in den Krisen- und
Kriegsgebieten dieser Erde versucht der
evangelische Wohlfahrtsverband den
Herausforderungen gerecht zu werden.
Dazu ist das DWSAAR auch auf Spenden angewiesen. Die Jugendlichen in
der Ottstraße wünschen sich zum Beispiel einen Computer zum Lernen, erzählt Betreuer Seiler. Wer helfen will:
Spendenkonto-Nr. 71 71 71 00 19
BLZ 590 920 00
IBAN DE76590920007171710019
BIC GENODE51SB2
Vereinigte Volksbank eG
Stichwort: Minderjährige Flüchtlinge
Der Gemeindebrief
Aktuell
Laternenfest der
Kita Lutherhaus
Am 12. November findet das alljährliche Laternenfest der Kita Lutherhaus
statt. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Burbacher Waldweiher.
Mit bunten Laternen wandern Kinder
Eltern und Erzieherinnen singend und
fröhlich um den Weiher und versammeln sich dann um das große Martinsfeuer.
Traditionell wird nach dem Umzug
Kinderpunsch für die Kleinen und Glühwein für die Großen ausgeschenkt.
red
Gottesdienst zum
Buß- und Bettag
Erstmalig wurde 1532 in Straßburg
ein protestantischer Buß- und Bettag offiziell eingeführt und dann lange Zeit an
unterschiedlichen Tagen und zu aktuellen Anlässen, wie etwa während des
Dreißigjährigen Krieges, begangen.
Der Buß- und Bettag ist ein Tag der
Besinnung und Neuorientierung im Leben. Wie in den Jahren zuvor werden wir
kritisch die aktuelle Weltlage aus der
Sicht christlicher Ethik betrachten und
laden ganz herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst am 19. November um
18 Uhr in die Matthäuskirche ein.
dwh
Das Beffchen
3/2014
Gedenkgottesdienst am
Totensonntag (23.11.)
Zum Ende des Kirchenjahres kehren
unsere Gedanken zurück zu den Menschen, die ein Teil unseres Lebens waren und nun nicht mehr bei uns sind.
Im Gottesdienst am 23. November erinnern wir uns in besonderer Weise an
die Verstorbenen des letzten Jahres. Wir
wissen, dass wir mit ihnen zusammen
vor Christus stehen und dass wir durch
seine Liebe miteinander verbunden
bleiben.
In dem Licht, das wir für uns und unsere Verstorbenen anzünden und zum
Kreuz bringen, stellen wir uns gemeinsam in die Liebe unseres Gottes. In jene
Liebe, die Zeit und Ewigkeit gleichermaßen umschließt.
Im Anschluss an den Gottesdienst
sind
Sie
herzlich zu
Kaffee und
Gebäck oder
auch zu einem
Austausch der
Gedanken in
der Matthäuskirche
eingeladen.
red
Foto:
Enderlein
9
Aus dem Presbyterium
● Presbyterium überlässt den großen
Saal im Lutherhaus den Molschder Narrekäpp anlässlich ihrer Prunksitzung am
31.01.2015 und am 07.02.2015 für ihre Seniorensitzung.
● Presbyterium beauftragt die Fa. M7,
Saarlouis, mit der Erstellung der Homepage für die Kirchengemeinde.
Auszug aus den Protokollbüchern der
letzten Monate:
● Presbyterium beschließt in Abänderung eines früheren Beschlusses, die
Räume des bisherigen Kindergartens
Markuskirche an die Stadt Saarbrücken
für die Nutzung einer Ganztagsschule
befristet vom 11.08.2014 bis 31. 08.
2015 zu vermieten. Das Außengelände
zwischen ehemaligem Pfarrhaus und
Kindergarten sowie das obere Gelände
des Kindergartens dürfen mit genutzt
werden bei Übernahme der Pflege und
Verkehrssicherung durch die Stadt
Saarbrücken. Eine Verlängerung um ein
Jahr ist nur möglich, falls die Kirchengemeinde keinen Käufer für die Markuskirche findet.
● Presbyterium überlässt den großen
Saal im Lutherhaus der Grundschule
Weyersberg am 24.07.2014 von 18.00
Uhr bis 20.00 Uhr anlässlich des Abschlussfestes der vierten Schuljahre
ohne Aufwandsentschädigung.
● Das Landesjugendamt hat die Betriebserlaubnis für 75 Kindergartenplätze und 10 Krippenplätze erteilt.
● Durch den milden Winter und die mittlerweile effektivere Heizungsanlage am
Noldplatz konnten fast 4.000 € eingespart werden. Die Gemeinde erhält eine
entsprechende Rückzahlung vom Energieversorger.
● Presbyterium beauftragt die Fa. Falk
mit der Wartung der Fernwärme am Lutherhaus und der dort angeschlossenen
Kindertagesstätte.
Das Beffchen
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11
Erntedank
Der Erzengel und das Erntedankfest
Michael – Wer ist wie Gott?
In einer repräsentativen Meinungsumfrage bekannten vor wenigen Jahren
zwei Drittel aller Befragten, an die Existenz von Engeln zu glauben.
Das zu 100 Prozent fehlende Drittel
ist sicherlich der modernen Zeit ge-
Guariento di Arpo (14. Jahrh.):
Erzengel Michael als Seelenwäger
schuldet, denn in der Reformation ist
die Vorstellung von Engeln nicht dem
„neuen Glauben“ geopfert worden. Im
Gegenteil: Martin Luther hat gerne und
12
oft über Engel gepredigt; auch kommt
der „heilige Engel“ in Luthers Morgensegen wie auch in seinem Abendsegen
ausdrücklich vor.
Auch für Dietrich Bonhoeffer, einen
der größten evangelischen Theologen
des letzten Jahrhunderts, waren Engel
durchaus Realität, und er hat noch kurz
vor seiner Ermordung durch die Nazis
ein Gedicht geschrieben, das in seiner
Vertonung immer wieder in evangelischen Gottesdiensten gesungen wird,
mitunter auch als Trostspruch in Traueranzeigen eingesetzt wird: Von guten
Mächten wunderbar geborgen. Erläuternd hat Bonhoeffer am 19.12.1944
aus seiner Gefängniszelle an seine
Braut geschrieben: „. . . so ist diese Bewahrung durch gute unsichtbare Mächte etwas, was wir Erwachsenen heute
nicht weniger brauchen als die Kinder.“
Die Evangelische Kirche zollt dem Engelglauben insoweit Rechnung, als sie
in ihrem Namenskalender (nicht zu verwechseln mit dem Heiligenkalender der
katholischen Kirche) dem Höchsten aller Engel einen Tag gewidmet hat, dem
Erzengel Michael. Dieser Tag ist der 29.
September eines jeden Jahres und bestimmt jeweils das Datum des Erntedankfestes, das am Sonntag nach
Michaelis gefeiert wird.
Wer ist dieser Michael, der einzige
Engel, der in den zahlreichen biblischen
Engelgeschichten mit der Bezeichnung
„Erzengel“ Erwähnung (Judas-Brief 9)
findet?
Der Gemeindebrief
Erntedank
Im Hebräischen bedeutet die Silbe
„el“ stets „Gott“, sodass die Zusammensetzung „Micha-el“ übersetzt werden
kann mit „Wer ist wie Gott?“ Wir kennen
die Silbe auch aus anderen Namen:
Rapha-el = Gott heilt, Gabri-el = Held
Gottes. Mit dieser Silbe soll wohl zum
Ausdruck gebracht werden, dass kein
Engel ohne Beziehung zu Gott zu
denken, auch nicht zu benennen ist.
In jüdischen Texten wird Michael
häufig in Engelsgestalten hineininterpretiert, die im eigentlichen Text gar
nicht namentlich genannt werden. So ist
er unter anderem der Cherub, der den
Menschen die Rückkehr ins Paradies
verwehrt, der Engel, der Isaak vor dem
Opfertod rettet oder derjenige, der mit
Jakob gerungen hat.
Ausdrücklich wird Michael im Buch
Daniel als Engelfürst bezeichnet. In
Anlehnung an diesen Befund wird
Michael – auch in der christlichen Tradition – als Anführer der himmlischen
Heerscharen bezeichnet. Ihm wird die
Rolle des Bezwingers des Bösen zugeschrieben, das in Gestalt des Teufels
oder eines Drachens von Michael mit
dem Schwert besiegt wird.
Im Volksglauben verfügt Michael außerdem über ein Register der Taten
eines jeden Menschen, das im Augenblick seines Sterbens, aber dann noch
einmal im Jüngsten Gericht eröffnet
wird. Deswegen wird Michael in der
darstellenden Kunst nicht nur mit
einem Schwert, sondern häufig auch
mit einer Seelenwaage dargestellt, die
Das Beffchen
3/2014
gute gegen schlechte Taten aufwiegen
soll (siehe Seite gegenüber).
Volksglaube und Malerei haben Michael und seine Heerscharen stark in
das kitschige Zauberland von Feen
abdriften lassen und Kreise der Esoterik
und der Anthroposophie haben sich der
Engel gerne bemächtigt.
Grafik: Pfeffer
Doch – um noch einmal mit einem
Zitat auf Luther zurück zu kommen und
die Frage „Wer ist wie Gott?“ zu beantworten – bei aller Engelverehrung und –
gläubigkeit gilt: „Gottes Wort soll Artikel
des Glaubens aufstellen und sonst
niemand, auch kein Engel.“
wha
13
Erntedank
Gelegenheit zum Innehalten
Auch der moderne Mensch braucht Lebensmittel
Die Menschen feierten Erntefeste im
Israel der Bibel. Sie dankten Gott dafür,
dass das Land sie ernähren konnte.
Nach ihrer Glaubenstradition hatte Gott
ihnen das Land geschenkt, und dieses
Land war ihre Lebensgrundlage. Auch
wenn Menschen den Acker bebauten
und die Ernte einbrachten, so sahen sie
jedoch Gott als Geber der geernteten
Lebensmittel. Als Zeichen dieses
Dankes erhielt Gott den zehnten Teil
der Ernte.
In einer Industriegesellschaft bedarf
es der Reflexion, wenn wir Erntedank
feiern. Wer ist letztlich der Erzeuger der
hergestellten Produkte? Was ist hier
verfügbar und was ist unverfügbar? Ein
Charakteristikum der Industriegesellschaft ist ja gerade, dass die Produktion
automatisiert wird, Zufälle sollen
nicht mehr vorkommen, die Produktion soll planbar sein. Welchen
Raum nimmt hier Gott ein? Der
Bauer dankte Gott für die Ernte,
wem dankt der Industriearbeiter für
die produzierten Erzeugnisse?
Es wäre interessant zu überlegen,
was Erntedank in der Informationsgesellschaft bedeuten könnte. Wie
könnte man Gott zum Beispiel den
zehnten Teil der Information als
Dank zurückgeben? Oder ist Erntedank gerade der Anstoß, dass wir
uns auch in der Wissensgesellschaft bewusst werden, woher wir
kommen?
Auch wenn unsere Gesellschaft
durch Information dominiert wird,
14
haben wir als Menschen nicht nur einen
Kopf, sondern auch einen Körper, der
Nahrung braucht. Ohne Körper funktioniert auch unser Kopf nicht. Auch der
moderne Mensch braucht Lebensmittel.
Da ist es bezeichnend, dass natürlich
produzierte Lebensmittel bevorzugt werden – "Bio" ist in – in einer Gesellschaft,
deren Grundlagen sich weit von der
Landwirtschaft entfernt haben.
Vielleicht ist Erntedank für uns heute
die Gelegenheit, innezuhalten und zu
bedenken, woher wir kommen, zu überdenken, wo wir stehen, und zu überlegen, wohin wir gehen – und wie Gott in
unserer Geschichte vorkommen kann.
Ralf Peter Reimann
Grafik: Pfeffer
Der Gemeindebrief
Erntedank- und Gemeindefest
Gemeindefest
zum Erntedank
Sonntag, 5. Oktober
10 Uhr - Noldplatz
Familiengottesdienst
Buntes Programm
für Jung & Alt
Spiele & Aktionen
für Kinder
Mittagessen
Kaffee & Kuchen
Gegrilltes & Getränke
Das Beffchen
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15
Erntedank
Das Beffchen
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17
Konfirmationen
18
Der Gemeindebrief
Konfirmationen
Gegenüberliegende Seite:
Grüne Konfirmation (oben)
Goldene Konfirmation (unten)
Diese Seite:
Eiserne Konfirmation (rechts)
Diamantene Konfirmation (unten)
Alle Bilder:
HOFRA Foto Team
(wo die Bilder auch nachbestellt
werden können)
Das Beffchen
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19
Serie
Kirche und Staat – Wie geht das? (6 und Schluss)
Schulen in evangelischer Trägerschaft
20
deutung hat die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten
sowie den Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen.
Im Unterrichtsalltag sind nicht nur
die Religionslehrer für die ethisch-religiöse
Dimension zuständig, sondern auch
in den anderen Fächern soll
bei
den
Schülerinnen und
Schülern
ein
Bewusstsein
für Sinnzusammenhänge und Werteorientierung geweckt werden. Es geht in
evangelischen Schulen also nicht nur
um Wissen, sondern um Bildung in fächerübergreifender Perspektive.
Im Vordergrund steht die besondere
Verantwortung für Kinder und Jugendliche: Ihre umfassende Förderung soll
eine lebensbegleitende Orientierung
ermöglichen.
GEP
Grafik: Köhne
In Deutschland gibt es circa 1200
evangelische Schulen mit rund 185.000
Schülerinnen und Schülern, darunter
sind alle Schularten und Schulformen
im allgemeinbildenden Bereich vertreten. Vor allem in den östlichen Bundesländern ist die Zahl evangelischer Schulen in den letzten zwei Jahrzehnten
stark angestiegen, und das Interesse an
der Errichtung neuer Schulen ist nach
wie vor hoch.
Das Recht zur Gründung und den Betrieb von Schulen in evangelischer Trägerschaft ist im Artikel 7,4 und 7,5 des
Grundgesetzes verankert. Diese Schulen dokumentieren das zivilgesellschaftliche Engagement vieler Christen, die an
einer werteorientierten Bildung und Erziehung interessiert sind und Alternativen zum staatlichen Schulangebot entwickeln wollen. Ein staatliches Schulmonopol ist nämlich vom Grundgesetz
nicht gewollt und würde im Widerspruch
zur demokratischen Ausrichtung des
Gemeinwesens stehen.
Evangelische Schulen wollen das
Evangelium und die Annahme jedes
Einzelnen erfahrbar machen. Die Schulen verstehen sich daher als der Welt
zugewandte Lern- und Lebensorte, die
offen sind für alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrer sozialen,
religiösen und ethnischen Herkunft. Die
Stärken jeder einzelnen Schülerpersönlichkeit und die von Gott gegebenen individuellen Anlagen, Fähigkeiten und
Fertigkeiten sollen auf ganzheitliche
Weise gefördert werden. Besondere Be-
Der Gemeindebrief
Kalenderblatt
Heldentat eines Landrats in der Reichspogromnacht
„Ich kann nicht anders“
In der Nacht zum 10. November 1938
erhielt der Landrat des ostpreußischen
Kreises Schlossberg, Wichard von Bredow, ein Fernschreiben der Gauleitung,
die ihm mitteilte, dass in diesen Stunden alle Synagogen in Deutschland
brennten. Polizei und Feuerwehr sollten
nicht eingreifen. Bredow zog sich seine
Wehrmachtsuniform an und verab-
schiedete sich von seiner Frau, Mutter
von fünf Kindern, mit den Worten: „Ich
fahre nach Schirwindt zur Synagoge und
will als Christ und Deutscher eines der
größten Verbrechen in meinem Amtsbereich verhindern.“ Er wusste, dass er
sein Leben riskierte oder von der Gestapo in ein Konzentrationslager eingewiesen werden konnte. „Ich kann nicht
anders handeln!“
Als SA, SS und Parteileute auftauchten, um Feuer zu legen, stand der Landrat bereits vor dem Gotteshaus. Er lud
vor ihnen die Pistole durch; der Weg in
die Synagoge ginge nur über seine Leiche. Darauf verzogen sich die Brandstifter. Die Synagoge blieb als einzige im
Regierungsbezirk unzerstört. Niemand
hat es gewagt, gegen den Landrat vorzugehen.
Mit freundlicher Genehmigung der Wochenzeitung DIE ZEIT Nr. 45 vom 4.11.1988
Foto: Siebenarmiger Leuchter einer Synagoge
Peter Röhl / pixelio
Seit 1893 in Familienbesitz
Meisterbetrieb
Grabmale & Natursteine
MOHR GmbH
Am Waldfriedhof Burbach – Seebohmstr. 47 – 66115 Saarbrücken
Tel. 0681 / 7 64 10 – Fax 0681 / 8 59 17 67
Das Beffchen
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21
Kirchenjahr
Frischer Wind in der Kirche
Was bedeutet Reformation?
Hin und wieder braucht die Kirche fri- gang vom Mittelalter zur Neuzeit. Den
schen Wind. Vor 500 Jahren brachten Kirchenreformern lag nichts ferner, als
eigensinnige Theologen die fest gefügte neue Bekenntnisse oder gar eine natioOrdnung durcheinander. Zahlreiche nale Kirche zu schaffen. Sie wollten wie
Neuerer rebellierten im Mittelalter ge- die ersten Christen wieder über das
gen eine moralisch verkommene Kirche. predigen, was in der Bibel steht.
Petrus Waldes, Franz von Assisi, John
Zum problematischen Erbe der ReWyclif, Jan Hus, Martin Luther und Huld- formation zählt die Zersplitterung der
rych Zwingli sind nur einige von ihnen. Christenheit in viele Konfessionen. EsSie wollten, dass Priester und Bischöfe kaliert ein Streit, neigen Protestanten
den Menschen im Geist
dazu, eine eigene Kirche aufzumachen.
der Bibel helfen – statt
Dabei hatten sich die Christen der Frühihre seelische Not auszeit stets um organisatorische Gezubeuten wie zu Luschlossenheit bemüht –
thers Zeiten durch den
auch wenn es zu keiner
Zeit eine einzige weltweiVerkauf von Ablassbriefen, die angeblich
te Kirche gegeben hat.
die Strafen für die SünEine Kirche, die sich auf
den verringerten. Sie
den Gott der Liebe bewollten Kultur und Bilruft, braucht immer wiedung unter die Leute
der frischen Wind. Es sollte
bringen.
aber niemand meinen, dass
Sie hatten keinen
jede Reform auch eine
Namen für ihr NeuBesserung sei. Gerade die
erungswerk, sie wollten
Reformer des 16. Jahrhunlediglich die fehlgelauderts waren in dieser HinGrafik: Pfeffer
fene Geschichte korrigieren (lateinisch: sicht sehr pessimistisch. Egal was Mencorrigere), die Kirche der Frühzeit wie- schen tun, nie habe ihr Werk vor Gott
derherstellen (restituere), eine verkrus- Bestand, lehrten sie. Der Mensch sei
tete Lehre erneuern (renovare) und die ganz auf Gottes Gnade angewiesen. In
kirchlichen Ämter umgestalten (refor- ihrem Reformeifer ließen sie sich davon
mare). Im 18. Jahrhundert setzte sich allerdings nicht bremsen.
für solche Neuerungsbestrebungen
Burkhard Weitz
auch im Deutschen der französische
Fachbegriff „Réforme“ durch. Das Wort Aus: „chrismon“, das evangelische Monatsmaga„Reformation“ wurde zum Epochenbe- zin der Evangelischen Kirche. www.chrismon.de
griff. Für Geschichtsschreiber markiert
das Zeitalter der Reformation den Über-
Das Beffchen
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Kirchenjahr
Ewigkeitssonntag: der letzte Sonntag im Kirchenjahr
Ein Vertrag mit Gott
Am Ende des Krchenjahres feiern wir
den Ewigkeitssonntag. Spiegelt seine
Randstellung sich darum zugleich aber
auch in einer geringeren Bedeutung
dieses Sonntags wieder? Haben wir es
hier also nach all den Höhepunkten
eines Kirchenjahres mit unwichtigen
und veralteten Vorstellungen zu tun?
Ein Vergleich kann da weiterhelfen.
Das Kirchenjahr kann man sich als ein
großes Vertragswerk vorstellen, das Gott
mit uns geschlossen hat. Wichtige
Einzelheiten dieses Vertrages rufen wir uns Sonntag für Sonntag in
Erinnerung, um sie
für unser alltägliches Leben zu aktualisieren. Dabei
geht es in allen
Einzelteilen immer wieder um den einen großen
Vertragsinhalt: Gott bietet uns die Fülle
des Lebens an. In Jesus Christus ist
Gott Mensch geworden, um uns aus
unserer Schuldverstrickung zu erlösen
und uns durch den Heiligen Geist einen
neuen Anfang zu schenken. Die
Auferstehung Jesu besiegelt diesen
Vertrag ein für allemal und macht ihn in
allen Einzelheiten zu einem großen
„Lebensvertrag“.
Am Ende eines Vertrages nun steht
das Kleingedruckte. Und wie das Kleingedruckte unerlässlich zu einem voll-
24
gültigen Vertrag dazugehört, hat damit
auch der Ewigkeitssonntag seine eigenständige Bedeutung am Ende des Kirchenjahres.
So spricht der Ewigkeitssonntag all
das an, was gelten soll, wenn unser
natürlicher Tod den „Lebensvertrag“ mit
Gott augenscheinlich beendet. Erst
dann werden die Sätze von der „Auferstehung der Toten“ und vom „ewigen
Leben“ ihre Gültigkeit bekommen.
Spekulationen über
ein Jenseits aber sind
hier fehl am Platze,
ohne dass wir darum
aber in Ungewissheit darüber gehalten
werden,
was uns in der
Zukunft erwartet.
Denn: Die Auferweckung Jesu Christi
hat gezeigt, wer der
Herr über Leben und Tod ist. Der Blick
in das Kleingedruckte am Ewigkeitssonntag verheißt uns deshalb: An dieser
Auferstehung werden wir teilhaben. Wie
das geschehen wird und wann das sein
wird, das übersteigt unsere Vorstellungskraft.
Deshalb können wir unseren Blick auf
das Hauptstück des großen Vertrages
zurück lenken: Unser Leben, das uns im
Hier und Jetzt von Gott geschenkt ist.
Darum geht es jeden Tag. Und am Ende
auch am Ewigkeitssonntag.
Jörg Hohlweger, Pfr.
Der Gemeindebrief
Kirchenjahr
Frage an Prominente:
„Muss man den Tod fürchten?“
Ich habe früher nie dran gedacht,
aber seit ein paar Jahren belästigt mich
diese Tatsache, einfach durch nüchterne Rechnungen: In zehn Jahren bin ich
im offiziellen Rentenalter, dabei habe
ich doch gerade erst angefangen. Vor allem aber ist der Tod eine Mahnung, das
Leben zu genießen: Lass nichts anbrennen! Liebe! Pack zu! Wähle den anstrengenderen Weg statt den leichten.
Gehe ein Risiko ein.
Axel Milberg, Schauspieler
Nein. Er ist mir nicht angenehm, aber
er ist mir gegenwärtig – täglich. Der Gedanke an den Tod ist das Geheimnis,
dass man einen Tag möglichst glücklich
hinter sich bringt. Oft an den eigenen
Tod zu denken, entfernt einen auch von
den Verführungen des Materialismus.
Ich weiß einfach: Egal, wie viele Millionen ich verdiene, ich kann am Tag nur
einen Rostbraten essen.
Vincent Klink,
Fernsehkoch
Mein Vater starb, als ich
15 war. Er hatte Krebs,
zwei Jahre musste ich mit
ansehen, wie er in seinen
Kräften reduziert wurde.
Dieses eine Ereignis hat
sich so eingeprägt, dass es
bis heute Botenstoffe abgibt. Den Tod fürchte
ich nicht. Aber das
Sterben.
Roger Willemsen,
Moderator und
Publizist
Den Tod eines Kindes
vergisst man nicht. Man
muss damit leben. Ich bin
heute Schirmherrin des
ambulanten Kinderhospizdienstes der Malteser.
Durch diese Arbeit
bekommt
der
Verlust meines
Sohnes Max im
Nachhinein einen
Sinn. Es geht daGrafik: Pfeffer
raus etwas Positives hervor, sein Tod ist nicht nur
schrecklich. Dadurch entsteht wieder
eine Verbindung zu dem, was ich erlebt
habe.
Ulrike Kriener, Schauspielerin
Mir gefällt die Idee, dass es den Tod
gar nicht gibt, dass das nur ein Übergang ist in eine andere Welt oder in ein
anderes Leben. Ich möchte mir nicht
vorstellen, dass danach gar nichts ist. In
den schönsten Momenten des Lebens,
wenn alles ganz toll ist, dann denke ich:
Jetzt könnte ich auch sterben.
Eva Mattes, Schauspielerin
Das Beffchen
3/2014
Text aus: „chrismon“, das evangelische Monatsmagazin der Evangelischen
Kirche.
www.chrismon.de
25
Anschriften und Öffnungszeiten, Bankverbindung
Pfarrer
Kirchenkreis Saar-West
Pfarrer Dieter Winterhagen
Noldplatz 2, 66115 Saarbrücken, Tel.
77388, Sprechzeiten nach Vereinbarung
Superintendentur: Am Ludwigsplatz 5,
66117 Saarbrücken, Tel. 9255233,
Verwaltungsamt:
Sauerwiesweg
1,
66117 Saarbrücken, Tel. 3870038
Pfarrer Michael Hilka
Hasenstr. 2, 66126 Saarbrücken (Altenkessel), Tel. 06898 / 9869903
Diakonisches Werk an der Saar
Gemeindeamt
Noldplatz 2, Tel. 77484, Fax 77486,
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr: 10 - 12
Uhr, Do 8 - 13; Dienstags geschlossen
e-mail: Ev-KgmBurbach(at)arcor.de
Hausmeister: Tel. 40 47 854
Bankverbindung der Kirchengemeinde
Vereinigte Volksbank eG,
IBAN DE02 59092000 3028980042,
BIC GENODE51SB2
Kontobezeichnung: Verwaltungsamt des
Kirchenkreisverbandes an der Saar
Kindertagesstätte
und Kinderkrippe Lutherhaus
Noldplatz 4, Tel. 79523
Leitung: Sonja Schäfer
e-mail: evkita-lutherhaus(at)arcor.de
Rembrandtstr. 17-19, 66540 Wiebelskirchen, Tel. 06821 / 956-0
Sorgentelefon Pflege 0800 30 30 608
Ökumenische Sozialstation
Fischbachstr. 93, 66113 Saarbrücken,
Tel. 47800 und 4162791, täglich außer
Samstag 8 - 12 Uhr, in der übrigen Zeit
Anrufbeantworter
Telefonseelsorge/Anrufe gebührenfrei
Pfarrer-Bungarten-Str. 49, 66115 Saarbrücken, Tel. 0800/1110111 sowie
0800/ 1110222
gabb
(Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitslosenberatung und Beschäftigung Burbach mbH), Auf der Scheib, 66115
Saarbrücken, Tel. 97639-0
Internet
www.evangelisch-im-saarland.de
Das Beffchen
3/2014
29
Gottesdienste/Besondere Veranstaltungen
Gottesdienste werden sonntags
(in der Regel) um 10.15 Uhr
gefeiert, am ersten Sonntag im
Monat mit Abendmahl; zu
Beginn des Quartals erfolgt
die Feier des Abendmahls
mit Traubensaft.
Gottesdienste mit Taufen erfolgen in
der Regel am 2. und 4. Sonntag. Bitte
erkundigen Sie sich aber vorher im
Gemeindeamt und melden
Sie sich bitte rechtzeitig
zum Taufgespräch an.
Besondere Gottesdienste und Veranstaltungen (Fettdruck = mit Abendmahl)
Montag
8. September 8.30 Uhr Mt
Gottesdienste zum Schulbeginn
10 Uhr
Samstag
Sonntag
20. September 15 Uhr
GS Füllengarten, Gd. zum Schulbeginn
LH
Geburtstagskaffee
5. Oktober
10 Uhr
Mt/LH
Gemeindefest zum Erntedank
Freitag
31. Oktober
18 Uhr
Mt
Gottesdienst z. Reformationstag
Mittwoch
12. November
17 Uhr
Samstag
15. November
15 Uhr
LH
Martinsumzug der Kita Lutherhaus am Waldweiher
Geburtstagskaffee
Mittwoch
19. November 18 Uhr
Mt
Sonntag
23. November 10.15 Uhr Mt
Samstag
29. November
14 Uhr
LH
Gottesdienst
zum Buß- und Bettag
Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag (mit Stehkaffee)
Adventsbasar
Montag
1. Dezember
15 Uhr
LH
Weihnachtsfeier Montagstreff
Mittwoch
3. Dezember
15 Uhr
LH
Weihnachtsfeier Freundeskreis
Gottesdienste im Haus Sonnenwinkel
jeweils mittwochs, 16.30 Uhr, am 10. September, 8. Oktober, 12. November
Gottesdienste im Haus Eligius
jeweils mittwochs, 10.30 Uhr, am 24. September, 22. Oktober, 26. November
30
Der Gemeindebrief
Regelmäßige Veranstaltungen
Gruppen und Kreise
Montag
Mittwoch
15.00 Uhr Montagstreff (Bezirkshelfer)
LH
jeden 1. und 3. Montag im
Monat
12.30 Uhr Kostenfreies
Mittagessen
(R. Wachs und Küchenteam)
jeden 2. und 4. Mittwoch im
Monat
15.00 bis Kleiderausgabe
17.00 Uhr (Team Aussiedlertreff)
GAmt
19.00 bis Treffen mit Aussiedlern und
21.00 Uhr Einheimischen
LH
(R. Wachs und Team)
am 2. Montag im Monat
n. V.
LH
Bezirkshelfer
einmal im Monat
15.00 bis Kleiderausgabe
17.00 Uhr (Team Aussiedlertreff)
GAmt
15.00 Uhr Freundeskreis
LH
(Team Bezirkshelfer)
Die ältere Generation ab 65
Jahren - jüngere Gäste sind
jederzeit herzlich willkommen - trifft sich in der Regel
alle 14 Tage
Dienstag
15.30 bis Tanzgruppe
17.00 Uhr (I. Greiner)
LH
Mt =
LH =
GzMk =
GAmt =
SoW =
HE =
15.00 Uhr Bastelkreis und SpielnachLH
mittag
in der Regel alle 14 Tage
und im Wechsel mit den
Veranstaltungen des Freundeskreises
Grafik: Pfeffer
9.30 bis Sitztanzgruppe (I. Greiner)
10.30 Uhr alle 14 Tage
GzMk
Matthäuskirche
Lutherhaus
Gemeindezentrum
Markuskirche
Gemeindeamt
Haus Sonnenwinkel
Haus Eligius
Das Beffchen
3/2014
31
Serie
Tiere in der Bibel
Die Schlange
Die Bibel erwähnt etwa 130 Tierarten.
Diese sind nach leicht erkennbaren
Merkmalen in vier Gruppen eingeteilt:
„die Fische im Meer“, die „Vögel unter
dem Himmel“, „das Vieh und alle Tiere
des Feldes“ (also zahme und wilde Tiere) und „alles Gewürm, das auf Erden
kriecht“ (1. Mose 1,26).
Die Schlange ist das erste Tier, das in
der Bibel ausführlich erwähnt wird. In
der Paradiesesgeschichte heißt es: „Die
Schlange war listiger als alle Tiere auf
dem Felde“ (1. Mose 3,1). Mit listigen
Argumenten verführt sie Eva und Adam,
dass sie vom Baum der Erkenntnis des
Guten und Bösen essen – gegen den
ausdrücklichen Willen Gottes. Und so
bestraft Gott nicht nur Eva und Adam,
sondern auch die Schlange: „Verflucht
seist du, verstoßen aus allem Vieh und
allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem
Bauch sollst du kriechen und Erde fressen“ (1. Mose 3,14). Doch was, so
kann man fragen, soll an dieser Strafe
schlimm sein? Eine Schlange schlängelt
sich halt auf dem Erdboden. Die biblische Geschichte regt die Fantasie an:
Ist die Schlange etwa früher nicht gekrochen? Konnte sie einst wie die anderen „Tiere des Feldes“ stehen: Mit Klugheit begabt, nackt wie der Mensch und
fähig zu sprechen?
Die Antike hat die Schlange ambivalent betrachtet, zwiespältig wie ihre
Zunge. Einerseits galt sie als unheimli-
Das Beffchen
3/2014
ches und lebensbedrohendes Tier, voller List und Tücke. Andererseits wurden
ihr durch die Nähe zur Erde heilende
und erneuernde Kräfte zugesprochen.
In der Bibel lässt sich zudem beobachten, dass den Tieren menschliche
Eigenschaften zugeschrieben werden –
und so auch der Schlange. Jesus rät
seinen Jüngern: „Seid klug wie die
Schlangen und ohne Falsch wie die
Tauben“ (Matthäus 10,16). Die Schriftgelehrten und Pharisäer dagegen beschimpft Jesus mit „ihr Schlangen, ihr
Otternbrut!“ (Matthäus 23,33).
Aber ist die Schlange an sich böse?
Oder ist sie nur zu einem Sprachrohr
des Satans geworden, der die Menschen verführt? Das letzte Buch der Bibel jedenfalls, die Offenbarung, setzt die
Paradiesesschlange in eins mit dem
Teufel und nennt sie „den Drachen, die
alte Schlange“ (Offenbarung 20,2).
Schon die ersten Christen haben die
Drohung Gottes an die Schlange in der
Paradiesesgeschichte als Weissagung
auf Jesus hin verstanden: „Der soll dir
den Kopf zertreten, und du wirst ihn in
die Ferse stechen“ (1. Mose 3,15).
Durch seinen Tod am Kreuz hat Jesus
diesen Fluch auf sich genommen und
dadurch die Menschen vom Bösen erlöst.
Reinhard Ellsel
Grafik: Maren Amini
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Kinderseite
Ernterätsel von Christian Badel
Herbst bedeutet Erntezeit. Auf den Feldern fahren jetzt pausenlos die Erntemaschinen. Auch die drei Kinder helfen bei der Ernte. Sie pflücken gemeinsam Äpfel
vom Baum. Wie viele Äpfel sind auf dem Bild zu sehen?
Auflösung: in Spiegelschrift:
Rüdiger Pfeffer
.lefpÄ giznawz dnis nehes uZ
34
Der Gemeindebrief
Kinderseite
Dunst und Nebel
Im Monat November macht sich die
Sonne rar. Der Spätherbst sendet seine
Boten in Gestalt von Nebelschleiern.
Nebel ist eigentlich ein Verwandter der
Wolken. Er ist aber im Gegensatz zu
seinen hochfliegenden Verwandten in
Bodennähe anzutreffen. Wenn wir uns
mitten in einem solchen Nebeltal befinden, kann man manchmal die Hand vor
Augen kaum erkennen.
Bei Sichtweiten von l bis 8 Kilometern
spricht man von Dunst, bei Sichtweiten
unter l Kilometer von Nebel. Die Luft ist
mit Wasser so sehr gesättigt, dass man
es sehen, aber auch fühlen kann. Alles
wird feucht und klamm. Autos fahren
selbst mitten am Tag mit Licht und die
Straßenlaternen gehen an. Die feuchte
graue Nebelsuppe macht außerdem
klamm und lässt uns frieren.
Köstliche Apfelchips
Apfelchips oder Apfelringe lassen sich
leicht selbst herstellen. Sie sind auch
viel gesünder als fettige Kartoffelchips.
Vor dem Trocknen werden die Äpfel
gut gereinigt und geschält und dann in
fingerdicke, fünf bis acht Millimeter
dicke Ringe geschnitten. Dann wird das
Kerngehäuse herausgeschnitten, so
dass einzelne Ringe entstehen. Die
Scheiben kurz in Zitronensaft legen (10
Milliliter Zitronensaft auf 1 Liter kaltes
Wasser). Sie werden dann nicht braun
und bleiben schön hell.
Die Apfelringe auf Fäden ziehen und
rechts und links am Backofenrost
befestigen. Bei 60 Grad Celsius einige
Stunden trocknen. Dabei die Backofentür etwas geöffnet lassen, damit die
Feuchtigkeit abziehen kann. Diese
Chips lassen sich wunderbar zwischendurch knabbern. Sie sind gesund und
schmecken einfach köstlich.
Texte und Illustrationen:
Christian Badel
Das Beffchen
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Seele and Geist
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