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f o k us
interview
www.polyscope.ch
Stefan Schnider, Le iter Industry Sector bei Siemens Schweiz
«Oberste Priorität ist und bleibt
für uns die Kundenbetreuung»
Seit April ist Stefan Schnider Leiter des Industry Sector der Siemens Schweiz AG. Er folgte auf
Max Würmli, der nach 38 Jahren bei Siemens in Pension ging. Das Interview zeigt, wer er ist,
wohin die Reise geht, welche Themen für ihn wichtig sind und welche Lösungen Siemens
zu aktuellen Herausforderungen der Branche bietet.
» Sarah Schweizer
Stefan Schnider:
«Ein Besuch auf
unserem Stand an
der SPS IPC Drives
lohnt sich»
Stefan Schnider, bitte skizzieren Sie uns kurz
Ihren beruflichen Werdegang.
Schnider: Nach der regulären Schulzeit habe
ich eine vierjährige Lehre als Maschinenzeichner bei Rieter und parallel dazu die
Berufsmittelschule absolviert. Nach meinem
Studium als Elektroingenieur am Technikum
Winterthur arbeitete ich von 1993 bis 2005
bereits in diversen Funktionen bei Siemens
Industry, unter anderem auch in den USA.
Nach meiner Rückkehr in die Schweiz 1998
übernahm ich die Leitung der Business-Unit
Automation Systems. Vor einem Wechsel als
Region Manager Business Development zum
Siemens Headquarter Building Technologies
war ich zudem als Senior Consultant Strategy
and Marketing für die Division Automation
and Drives tätig. Von 2011 bis 2013 hatte ich
Wir setzen auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
die Leitung des Operations Excellence BT Europe inne, bevor ich zum 1. April mein neues
Amt angetreten habe.
Welches Thema bereitet Ihnen derzeit am
meisten Kopfzerbrechen?
Schnider: Momentan haben wir einige Herausforderungen zu meistern. Der Industry
Sector hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinen
Produkten, Systemen und Dienstleistungen
die Wettbewerbsfähigkeit der Kunden nachhaltig zu steigern. Dies ist im derzeitigen
Wirtschaftsumfeld, in dem unsere Kunden
Polyscope 21/13
interview
mit dem noch ausbleibenden Aufschwung
und schwierigen Rahmenbedingungen kämpfen, eine äusserst herausfordernde Aufgabe.
Die Frage, wie wir sie dabei noch besser unterstützen können, beschäftigt mich deshalb
momentan sehr stark.
Haben Sie schon Antworten darauf gefunden? Wie richten Sie den Industry Sector
darauf aus?
Schnider: Oberste Priorität ist und bleibt die
Kundenbetreuung. Dies setzt eine Kultur
voraus, die den Kunden in den Mittelpunkt
stellt und in der kontinuierliche Optimierung
höchste Priorität hat. Dazu befragen wir sie
regelmässig, analysieren sorgfältig ihr Feedback und leiten – wenn nötig – entsprechende Massnahmen ein. Sind Veränderungen
erforderlich, gehen wir diese konsequent an.
Wireless, intelligente Systeme und die zunehmende Vernetzung sind wichtige Themen
in der Automatisierung. Welche Lösungen
bietet Siemens in diesem Bereich?
Schnider: Mit der Lancierung von «Integrated
Drive Systems» haben wir eine neue Dimension in der Antriebstechnik eröffnet. IDS
zeichnet sich aus durch ein abgestimmtes Antriebstechnikportfolio, dessen Integration in
TIA – Totally Integrated Automation – sowie
die zugehörigen Services und Softwarelösungen. Und das alles aus einer Hand. Damit können wir unseren Kunden Produktivität und
Effizienz anbieten – vom Engineering über
den Betrieb bis zur Wartung. Aber auch im
Bereich der Automatisierungstechnik haben
wir mit der Weiterentwicklung und Ergänzung der Softwareplattform TIA Portal unser
Ziel kontinuierlich weiterverfolgt.
Die Vernetzung birgt auch Gefahren: Hacker
hatten die Malware Stuxnet speziell für die
Simatic S7 entwickelt. Welche Massnahmen
hat Siemens nach deren Auftreten in den
letzten drei Jahren ergriffen?
Schnider: Stuxnet war ein wichtiger Weckruf für die gesamte Branche. Wir haben
umfangreiche Massnahmen ergriffen, um
die Auseinandersetzung mit diesem Thema
zu stärken. Das geht von der Bereitstellung
von Guidelines bis hin zur Beratung und
Planung kundenspezifischer Sicherheitskonzepte. Ausserdem haben wir zusätzliche
Security-Funktionen direkt in die Geräte eingebaut. Mit diesen Massnahmen decken wir
die gesamte Sicherheitskette bei Anlagen ab.
Unseren Kunden bieten wir zudem mit der
Durchführung von Assessments und Analysen und den daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen einen Mehrwert.
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fokus
Die Schlagworte «Energieeffizienz» und
«Nachhaltigkeit» sind in aller Munde – welchen Stellenwert haben sie für Siemens und
für Sie persönlich?
Schnider: Als Vater zweier Kinder hat das
Thema Nachhaltigkeit für mich persönlich
natürlich eine grosse Bedeutung. Schliesslich geht es um ihre Zukunft und die der
nachfolgenden Generationen. Die Verknappung der Energieressourcen und die steigenden Preise machen das Thema auch
für Siemens zum wichtigen Bestandteil der
Strategie. Deshalb verfügen wir über ein Umweltportfolio. Dieses besteht aus Produkten
und Lösungen, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Mit 33,2 Mrd. Euro machte
es im letzten Geschäftsjahr 42 Prozent des
Gesamtumsatzes aus.
Und wie treten Sie der zunehmenden Verknappung von Rohstoffen im Allgemeinen
und Seltenen Erden im Speziellen entgegen?
Schnider: Wir setzen hier an drei verschiedenen Stellen an: Kundenpreise, Kostenoptimierung und alternative Bezugsquellen.
Durch das kontinuierliche Optimieren unserer Herstellerprozesse sowie das Forschen
nach alternativen Materialien wie etwa
hartmagnetischen Ferriten können wir einen Teil der Kosten auffangen. Ausserdem
ist uns eine transparente Kommunikationspolitik sehr wichtig. Mit der Einführung
Stuxnet war ein Weckruf für
die Branche
eines für die Kunden transparenten Materialkostenzuschlags können diese jederzeit
nachvollziehen, wann das Rohmaterial und
damit ihr Produkt wie viel kostet.
Die SPS IPC Drives ist eine wichtige Messe
für Siemens. Auf welche Innovationen dürfen sich die Messebesucherinnen und -besucher freuen?
Schnider: Unter dem Leitmotiv «Making
Things Right» geben wir an unserem Stand
Antworten auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der produzierenden Industrie. Wir präsentieren eine Menge
neuer Produkte und Lösungen aus der Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie
bei Industriesoftware und Services. So zum
Beispiel die optimierte Softwareplattform
TIA Portal V13, die neue Version 10.1 der
Software Comos sowie die Erweiterung der
Controller-Generation Simatic S7-1500 um
zwei neue CPU. Nicht zuletzt stehen unseren
«Nachhaltigkeit hat für mich persönlich eine
grosse Bedeutung»
Kunden Dienstleistungen über den gesamten
Lebenszyklus ihrer Anlagen zur Verfügung,
zum Beispiel die neue Dienstleistung «Energy Analytics I» ein skalierbares und flexibles
Energiedatenmanagement.
Wie sieht es im Bereich Antriebstechnik aus?
Schnider: Wir haben die bestehende Sinamics-G120-Produktreihe um einen Antrieb
für Leistungen von 90 bis 200 kW erweitert.
Zudem stellen wir die umrichteroptimierten
Niederspannungsmotoren Simotics FD vor.
Oder das um einen dezentralen Servoantrieb
erweiterte Sinamics-S120-Portfolio. Da das
Leistungsteil in den Motor der angetriebenen Achse verlagert wurde, spart der Kunde
beim Volumen und der Klimatisierung des
Schaltschranks. Dies sind nur einige der
Highlights – ein paar davon haben wir uns
für die Messe selbst aufgespart. Sie sehen
also, ein Besuch lohnt sich.
«
Infoservice
Siemens Schweiz AG
Freilagerstrasse 40, 8047 Zürich
Tel. 0848 822 844, Fax 0848 822 855
industry.ch@siemens.com
www.siemens.ch/industry
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