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Büromarkt Köln Februar 2015 - Greif & Contzen Immobilienmakler

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Büromarkt Köln
Februar 2015
RheinTriadem und 21st am Konrad-Adenauer-Ufer © Greif & Contzen 2015
© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
Büromarkt Köln
Februar 2015
Umsatz 2014 unter Vorjahresniveau Positive Erwartungen für 2015
Im Jahr 2014 ist der Büroflächenumsatz gegenüber 2013 von 280.000 auf
260.000 Quadratmetern leicht zurückgegangen. Insgesamt zeigte sich der
Büromarkt jedoch in robuster Verfassung. Das Mietniveau ist stabil. Für
2015 gehen Wirtschaftsforschungsinstitute von einem Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes auf Vorjahresniveau aus. Angesichts aktueller, in
Einzelfällen sehr großer Flächengesuche, ist ein Anstieg der Vermietungsleistung im laufenden Jahr möglich.
Büromarkt Köln – Kennziffern Entwicklung und Prognose
2010 bis 2015
Ent-
Jahr
2011
2012
2013
2014
wick-
2015
lung
SVPBeschäftigte
in Tsd.*
475
485
499
512
517
Arbeitslosenquote*
9,6
9,7
9,3
9,3
9,3
Umsatz in
Tsd. m²
330
270
280
260
280
Bestand in
Mio. m²
7,5
7,6
7,6
7,7
7,7
Leerstand in
Tsd. m²
580
580
560
510
460
Leerstandsquote in %
7,7
7,6
7,4
6,6
6,0
Spitzenmiete
in €/m²
21,00
21,00
21,25
21,25
21,25
Durchschnittsmiete in €/m²
11,23
11,37
11,88
11,90
11,90
Fertigstellungen in Tsd. m²
60
80
62
82
67
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015; Anm.:* zum 30. Juni
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
Tendenz
Büromarkt Köln
Februar 2015
Großflächige Mietverträge
Der größte Mietvertrag wurde 2014 mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW abgeschlossen, die einen Neubau auf dem Deutzer
Feld mit rund 12.600 Quadratmetern beziehen wird. An zweiter Position
steht mit 9.000 Quadratmetern das Erzbischöfliche Berufskolleg, welches
aktuell im Stadtteil Sülz einen Neubau zur Eigennutzung errichtet.
Die nächstgrößte Anmietung vereinbarte die Bank für Sozialwirtschaft am
nördlichen Rheinufer. Das Objekt umfasst eine Bürofläche von 8.000
Quadratmetern.
Büroflächenumsatz (m²)
Entwicklung und Prognose 2006 bis 2015
350.000
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
Außergewöhnlich großes Flächengesuch in 2015
Dieses Jahr könnte es zu einem sehr großen Mietvertragsabschluss kommen. Nachdem in den Vorjahren Büronutzer wie EASA, LANXESS AG und
RheinEnergie AG Großflächen abgenommen haben, könnte nun ein weiteres Unternehmen diesen Trend fortsetzen. Die Zurich Versicherung beabsichtigt, ihre Niederlassungen in Köln und Bonn an einem Standort in
Köln zusammenzuziehen. Hierfür werden etwa 60.000 Quadratmeter Bürofläche benötigt. Aufgrund der aktuellen Strukturen der leerstehenden
Bestandsflächen und der wenigen noch verfügbaren Neubaumaßnahmen
ist die Auswahl in Frage kommender Anmietungsobjekte auf einzelne Projektentwicklungen begrenzt.
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Büromarkt Köln
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Auswahl bedeutender Flächenumsätze in 2014
Nutzer / Bürolage
Bürofläche (m²)
FH für öffentliche Verwaltung NRW (Köln Ost)
Erzbischöfliches Berufskolleg (Innere Kanalstraße)
Bank für Sozialwirtschaft (Rheinufer Nord)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Ehrenfeld)
Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie
(Innenstadt Nord)
Akzo Nobel (Ossendorf)
DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft
(Innenstadt Süd)
PNHR Rechtsanwälte (Ringe)
12.600
9.000
8.000
7.300
6.000
5.000
5.000
5.000
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
Stabiles Mietniveau
2014 blieben die Mieten auf Vorjahresniveau. Im Marktdurchschnitt wurden Mietverträge zu 11,90 Euro pro Quadratmeter unterzeichnet. Die gewichtete Durchschnittsmiete betrug 12,20 Euro pro Quadratmeter. Auch
die Spitzenmiete hielt sich mit 21,25 Euro pro Quadratmeter auf dem
Stand von 2013.
Die seit 2011 gestiegene Durchschnittsmiete hat ihr Wachstum zunächst
nicht fortgesetzt, obwohl der Leerstand im Jahresverlauf stark abgenommen hat und sich in einzelnen Lagen Angebotsengpässe abzeichnen. Die
geringe Neubaufertigstellung und der sinkende Flächenleerstand reduzieren das Angebot an verfügbaren Flächen – dies hätte generell einen preistreibenden Effekt zur Folge. Allerdings kann eine solche Tendenz durch
Ausweichbewegungen der Mieter auf niedrigere Preissegmente und
durch Verzögerungen der Umzugspläne überlagert werden. Es bleibt abzuwarten, ob es 2015 zu Mieterhöhungen kommen wird.
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Büromarkt Köln
Februar 2015
In der langfristigen Betrachtung hat sich das Mietpreisniveau in Köln als
vergleichsweise stabil erwiesen. Starke Veränderungen, wie sie in der Vergangenheit in einigen anderen hochrangigen Bürostandorten auftraten, kamen in Köln nicht vor. Dies gilt auch für 2014.
Spitzen- und Durchschnittsmieten (€/m²)
Entwicklung und Prognose 2006 bis 2015
24 €
20 €
16 €
12 €
8€
4€
0€
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
Während an vier deutschen Top-Standorten die Spitzenmiete gestiegen
ist, hat Köln diese Entwicklung nicht nachvollzogen. Für Büroflächenmieter
sind hier die Mietforderungen in Relation zu den anderen Bürohochburgen
nach wie vor moderat.
Spitzenmieten 2014 an den deutschen Top-Bürostandorten (€/m²)
Frankfurt 37,50
München 34,00
Düsseldorf 26,00
Hamburg 24,50
Berlin 22,50
Köln 21,25
Stuttgart 20,50
Bonn 18,00
0€
5€
10 €
15 €
20 €
25 €
30 €
35 €
Quelle: gif e.V; Greif & Contzen Research; diverse Marktberichte, Februar 2015
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
40 €
Büromarkt Köln
Februar 2015
21st © Greif & Contzen 2015
Leerstandsabbau beschleunigt sich
Zum Ende des Jahres 2014 wies Köln einen Büroflächenleerstand von
rund 510.000 Quadratmetern auf. Dies waren etwa 50.000 Quadratmeter
weniger als noch im Vorjahr. Der Anteil des Leerstands am Gesamtbestand ging von 7,4 auf 6,6 Prozent stark zurück.
Angesichts der weiterhin hohen Nachfrage bei geringem Neubauangebot
kann erwartet werden, dass auch Flächen vermietet werden können, die
bislang noch nicht vom Markt absorbiert wurden. 2015 wird sich der Leerstandsabbau fortsetzen und voraussichtlich zu einer Leerstandsquote von
6,0 Prozent führen. Für Büronutzer wird es schwieriger, adäquate Flächen
zu finden. Überlegungen, länger am Altstandort zu verbleiben, könnten die
Folge sein.
Büroflächenleerstandsquote
Entwicklung und Prognose 2006 bis 2015
10,0%
9,5%
9,0% 8,3%
8,1%
8,0%
8,5%
8,0% 7,7% 7,6%
7,6%
7,4%
8,0%
7,5%
6,6%
7,0%
6,5%
6,0%
6,0%
5,5%
5,0%
2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
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Büromarkt Köln
Februar 2015
Kölner Innenstadt wieder Schwerpunkt des Büroflächenumsatzes
2014 erfolgte in den innerstädtischen Bürolagen insgesamt rund die Hälfte
des Vermietungsumsatzes. Die Bürolage Rheinufer Nord wies 2014 im
Vergleich zum Fünfjahresdurchschnitt abermals eine starke Leistung auf.
In 2013 hatte schon die Vermietung der Neuen Direktion Köln für ein sehr
gutes Ergebnis gesorgt. 2014 wirkte sich in diesem Teilmarkt der Mietabschluss an der Wörthstraße / Konrad-Adenauer-Ufer mit der Bank für Sozialwirtschaft über rund 8.000 Quadratmetern positiv aus.
MediaPark © Greif & Contzen 2015
Die Umsätze in den Teilmärkten Kölner Ringe und MediaPark lagen leicht
über dem Durchschnitt der vorherigen fünf Jahre. Generell hat der MediaPark seinen Anteil am Gesamtumsatz in den letzten Jahren wieder ausbauen können. Hierfür sind auch Revitalisierungsmaßnahmen im KölnTurm und seinem Nebengebäude verantwortlich. Seit 2010 wurden neben
diversen kleinflächigeren Vermietungen jedes Jahr auch mehrere Mietverträge oberhalb von 1.000 Quadratmetern abgeschlossen. Zu den ansässigen Unternehmen gehören u.a. die Boston Consulting Group, Axa Investment Managers, Generali Versicherungen und die private Hochschule
Fresenius.
Unter den nicht innerstädtisch gelegenen Bürolagen wiesen insbesondere
Ossendorf und Mülheim überdurchschnittliche Vermietungsumsätze auf.
In Ossendorf lagen sechs Mietverträge oberhalb von 1.000 Quadratmetern, in Mülheim waren es vier.
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Büromarkt Köln
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Bedeutungszuwachs des Bürostandorts Ossendorf
2014 wurden am Standort Ossendorf über 25.000 Quadratmeter verteilt
auf rund 30 Mietvertragsabschlüsse umgesetzt. Hierunter finden sich
mehrere Abschlüsse von Großnutzern. Insbesondere sind die Anmietungen von AkzoNobel im ONE am Coloneum mit ungefähr 5.000 Quadratmetern sowie der LEAR Corporation mit etwa 4.600 Quadratmetern im
Butzweiler Stern zu nennen. Dieser Bedeutungszuwachs ist neben der allgemeinen Angebots- und Nachfragesituation auf dem Kölner Bürovermietungsmarkt im Wesentlichen drei Faktoren zu verdanken:
Butzweiler Stern © Greif & Contzen 2015
Erstens wurde die Infrastruktur des Gewerbegebietes Ossendorf durch
den direkten Autobahnanschluss an die A57, durch die Straßenbahnanbindung der Linie 5 und durch ein verbessertes Nahversorgungsangebot
deutlich gestärkt.
Zweitens überzeugt das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Dieses resultiert
aus einer früher gravierenden Leerstandssituation, die durch einen Vorratsbau entstanden war. Nutzern war es möglich, Büroflächen in wenige
Jahre alten Bürohäusern – teilweise sogar als Neubauerstbezug – zu günstigen Konditionen ab 7,50 bis 11,00 Euro pro Quadratmeter anzumieten.
Als dritter Faktor ist das Engagement einzelner Vermieter großer, jüngerer
Bestandsgebäude zu nennen. Sie haben die Notwendigkeit aber auch die
Chance erkannt, durch gezielte Revitalisierungs- und Verbesserungsmaßnahmen ihre Liegenschaften neu zu positionieren.
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Büromarkt Köln
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Ossendorf hat sich nun langsam als attraktiver Peripheriestandort im
Stadtgebiet Kölns und nicht mehr nur als Medienstandort am Coloneum
etabliert. Der abnehmende Leerstand führt aktuell zu einem ersten moderaten Wachstum der Mieten. Im Wettbewerb mit anderen peripheren Bürostandorten Kölns sind Teile der Bürolage Ossendorf vor allem im Hinblick
auf die Gebäude- und Ausstattungsqualität weiterhin gut aufgestellt.
Niedriges Fertigstellungsvolumen setzt sich fort
Großvolumige Büroneubauten mit kurzfristig vermietbaren Flächen in innerstädtischer Lage sind aktuell Mangelware. Die teilweise deutlich lukrativere Entwicklung von Wohnraum engt das Angebot an neu erstellten Büroflächen zusätzlich ein.
2014 wurden in Köln rund 82.000 Quadratmeter Bürofläche bezugsfertig.
Hiervon macht allerdings der selbstgenutzte Neubau der RheinEnergie AG
bereits etwa die Hälfte aus. Zur Anmietung stehen insgesamt nur noch
rund 16.000 Quadratmeter zur Verfügung. Davon befindet sich der überwiegende Teil im jüngst fertiggestellten ersten Bauabschnitt des Gerling
Quartiers.
Bürobaufertigstellungen (m²)
Entwicklung und Prognose 2006 bis 2015
300.000
250.000
200.000
150.000
100.000
50.000
0
2006
2007
2008
2009
2010
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
2011
2012
2013
2014
2015
Büromarkt Köln
Februar 2015
Für 2015 ist ein Fertigstellungsvolumen von rund 67.000 Quadratmetern
zu erwarten. Davon sind noch ungefähr 14.000 Quadratmeter verfügbar.
Lediglich rund 6.000 Quadratmeter der angebotenen Fertigstellungen befinden sich in der Innenstadt.
Im Jahr 2016 wäre zwar die Errichtung von über 100.000 Quadratmetern
Bürofläche möglich, jedoch sind momentan erst rund 50.000 Quadratmeter in Bau.
Kaiser-Wilhelm-Ring 17 – 21 © Jens Willebrand
Insgesamt ist das Neubauvolumen sehr gering. Kurzfristig umsetzbare Revitalisierungsmaßnahmen in guten Lagen bieten aktuell große Chancen
und wären wichtig für den Kölner Markt. Ein großflächiges, innenstadtnahes Entwicklungsgebietes fehlt derzeit, ist aber in zunehmendem Maße
notwendig. Entsprechende Perspektivstandorte zeichnen sich ab. Zeitnah:
MesseCity und mehrere Areale in Mülheim. Längerfristig: Deutzer Hafen
und die Parkstadt Süd, unter der mehrere Areale wie der Großmarkt und
die ehemalige Dom-Brauerei zusammengefasst werden.
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Büromarkt Köln
Februar 2015
Neubau Rheinenergie © Greif & Contzen 2015
Bedeutende Bautätigkeiten in 2015
Die voraussichtlich größte Bürofertigstellung wird im Jahr 2015 das Gebäude Holzmarkt 1 an der Rheinuferstraße mit rund 17.300 Quadratmetern. Eine weitere aktuelle Projektentwicklung, die nicht zur Eigennutzung
erstellt wird, ist die Bürogebäudegruppe KUBIKON in Ehrenfeld.
Mehrere Baumaßnahmen werden voraussichtlich erst 2016 bezugsfertig
werden. Die größte von ihnen ist die Neue Direktion Köln, die bereits vollständig an die EASA vermietet werden konnte.
In der Nachbarschaft am Breslauer Platz wird zurzeit ein Bestandsgebäude
abgerissen, um Platz für das Coeur Cologne mit 12.500 Quadratmetern
Bürofläche zu schaffen.
Ebenfalls im Herzen der Innenstadt entsteht das Gürzenich-Quartier, direkt
gegenüber des namensgebenden Gürzenichs, der aufgrund zahlreicher
kultureller Veranstaltungen auch als „gute Stube Kölns“ sehr bekannt ist.
Des Weiteren wurde am Gustav-Heinemann-Ufer mit dem Bau des GHU
88 begonnen. Es ist ein Bestandteil eines Gesamtensembles mit dem größer dimensionierten Wohnbauvorhaben Flow.
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Büromarkt Köln
Februar 2015
Objekte im Bau
Fertigstellung
Mietfläche
Gerling Quartier (Innenstadt Nord)
2016/2017
ca. 27.000 m²
Neue Direktion Köln (Rheinufer Nord)
2016
ca. 21.400 m²
Holzmarkt 1 (Rheinufer Süd)
2015
ca. 17.300 m²
Coeur Cologne (Innenstadt Nord)
2016
ca. 12.000 m²
TÜV-Rheinland (Köln Ost)
2015
ca. 11.000 m²
Gürzenich-Quartier (Innenstadt Süd)
2016
ca. 11.000 m²
Erzbischöfliches Berufskolleg (K. West)
2015
ca. 9.000 m²
Nawi-Medi (Köln West)
2015
ca. 8.400 m²
KUBIKON (Ehrenfeld)
2015
ca. 8.000 m²
Klostergärten (Aachener Straße West)
2015
ca. 6.200 m²
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
Dynamische Bürolagen
Viele innerstädtische Teilmärkte zeigten 2014 eine hohe Dynamik. Unter
diesen fiel auch die südliche Innenstadt auf. In dieser Lage wurden zahlreiche Vermietungserfolge, z.B. an die Alpha Trains Europa GmbH in der
Cäcilienstraße und an die GAG Immobilien AG in der Clemensstraße, erzielt. Zudem wurde mit den Baumaßnahmen der Deutschen Investitionsund Entwicklungsgesellschaft (DEG) und des Analytikzentrums COPT begonnen.
Betrachtet man die stark nachgefragten innerstädtischen Teilmärkte insgesamt, fällt auf, dass sowohl das Flächenangebot als auch der darin enthaltene Leerstand im Vergleich zum Vorjahr um über 30.000 Quadratmeter
abgenommen haben. Dies entspricht rund 14 Prozent des Leerstands,
bzw. sieben Prozent des Angebots in diesen Lagen zu Beginn des Jahres
2014.
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Teilmarktübersicht
Bürolage
Mittlere MietFlächenange- Leerstand Ø Jahres(m²)
bot (m²) ¹
umsatz (m²) ² spanne (€/m²) ³
Innenstadt
Bankenviertel
MediaPark
Rheinauhafen
Kölner Ringe
Deutz
Innenstadt Nord
Innenstadt Süd
Rheinufer Nord
Rheinufer Süd
23.000
13.000
17.000
52.000
138.000
100.000
13.000
8.000
16.000
9.000
13.000
17.000
48.000
16.000
49.000
13.000
5.000
6.000
6.000
9.000
8.000
21.000
20.000
24.000
10.000
7.000
10.000
Zwischensumme
380.000
176.000
115.000
18.000
46.000
65.000
29.000
6.000
18.000
16.000
55.000
18.000
42.000
39.000
29.000
6.000
15.000
16.000
55.000
5.000
13.000
14.000
16.000
6.000
15.000
11.000
19.000
Zwischensumme
253.000
220.000
99.000
Rechtsrheinisch
Gremberghoven
Mülheim
Köln Ost
31.000
92.000
90.000
31.000
36.000
47.000
18.000
12.000
12.000
Zwischensumme
213.000
114.000
42.000
Summe
846.000
510.000
256.000
Linksrheinisch
Innere Kanalstraße
Ehrenfeld
Braunsfeld
Ossendorf
Aachener Straße West
Köln Nord
Köln West
Köln Süd
¹ Das Flächenangebot umfasst Leerstand, Flächen im Bau und einen Teil des
Flächenangebots in Projekten.
² Angegeben wird der Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
³ In Einzelfällen werden auch Mieten vereinbart, die deutlich niedriger oder höher liegen.
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
13 – 18
13 – 20
14 – 20
11 – 18
10 – 19
11 – 16
10 – 16
13 – 19
12 – 17
9 – 12
7 – 11
8 – 12
7 – 11
9 – 12
6 – 10
8 – 13
8 – 13
8 – 12
8 – 12
7 – 11
Büromarkt Köln
Februar 2015
Ausgewogener Branchenmix
Traditionell setzt sich der Kölner Büroflächenumsatz aus der Nachfrage eines breiten Branchenspektrums zusammen. In 2014 waren die Segmente
Bildung sowie Verbände / Behörden mit 19 Prozent, beziehungsweise 18
Prozent, am stärksten vertreten. Hierfür sind u.a. große Mietverträge, wie
der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung NRW (rund 12.600 Quadratmeter) verantwortlich. Der allgemeine Dienstleistungsbereich kam trotz
seiner kleinteiligen Nachfragestruktur ohne Vermietungen über 2.000
Quadratmetern auf 11 Prozent. Diese Größenordnung wurde von Industrie- und Produktionsunternehmen ebenfalls erreicht, allerdings mit nur einem Viertel der Mietvertragsanzahl. Vier Abschlüsse umfassten zwischen
3.000 und 5.000 Quadratmeter.
Büroflächenumsatz 2014 nach Branchen
Software,
IT
Versicherung
Immobilien
Bau
Transport
2%
2%
2%
1%
Bildung
19%
4%
Gesundheit
4%
Medien
Verbände,
5%
Behörden
18%
Finanzen
6%
Handel
7%
Beratung
8%
Industrie,
Produktion
Dienstleistung
11%
11%
Greif & Contzen Research, Köln Februar 2015
Regionale Wirtschaft: Stimmung eingetrübt aber noch gut
Die Winterumfrage 2014 / 2015 registriert unter den Unternehmen des
IHK-Bezirks Köln ein Konjunkturklima auf immer noch gutem Niveau. Es
hat sich jedoch im Vergleich zur Herbstumfrage verschlechtert. Die beabsichtigten Investitionstätigkeiten der Firmen konzentrieren sich weiterhin
auf Ersatzinvestitionen. Beschäftigungsaufbau wird kaum geplant.
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Büromarkt Köln
Februar 2015
Der aktuell niedrige Ölpreis, die hohe Binnennachfrage und der gute Exportumsatz wirken positiv auf die Entwicklung der Firmen. Gerade die Inund Auslandsnachfrage werten die Unternehmen jedoch neben wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als die wesentlichen Risikofaktoren ihrer Geschäftsaktivitäten. Besonders positive Erwartungen haben Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie unternehmensbezogene
Dienstleistungen. Im industriellen Sektor blicken v.a. die Elektronikindustrie, das Baugewerbe sowie die chemische und pharmazeutische Industrie
optimistisch in die Zukunft. Insgesamt ist die Stimmungslage der lokalen
Unternehmen zurückhaltend zuversichtlich.
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Köln
Entwicklung und Prognose 2007 bis 2015
540.000
520.000
500.000
480.000
460.000
440.000
420.000
400.000
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
Quelle: Landesdatenbank NRW, Agentur für Arbeit, Stand jeweils zum 30.06.
Wieder deutlicher Anstieg der Beschäftigung
Die lokale Beschäftigungssituation ist das Nachfragefundament für den
Büroflächenmarkt. Seit 2010 hat sich der Arbeitsmarkt in Köln stark ausgeweitet. Bereits im vierten Jahr in Folge wuchs auch 2014 die Zahl der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um über 10.000 Personen. Die
Arbeitslosenquote lag im Juni weiterhin bei 9,3 Prozent. Angesichts der
zurückhaltenden Beschäftigungspläne der lokalen Wirtschaft ist für 2015
jedoch zu vermuten, dass sich der Trend steigender Beschäftigungszahlen
abschwächen wird.
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
Büromarkt Köln
Februar 2015
Positiver Ausblick auf 2015
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist 2014 um rund 1,5 Prozent gestiegen. Für 2015 schwanken die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute zwischen 1,0 und 1,7 Prozent. Als besondere Motoren der Wirtschaftsleistung werden zu Beginn des Jahres 2015 der starke Konsum der
privaten Haushalte, die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank
und der derzeit niedrige Ölpreis angesehen.
Insgesamt startet die deutsche Wirtschaft optimistisch ins Jahr 2015,
wenngleich nicht ganz auf dem hohen Niveau, das der ifo Geschäftsklimaindex im Vohrjahr registriert hatte.
Die ökonomischen Rahmenbedingungen für den Kölner Büromarkt sind
aufgrund der hiesigen konjunkturellen Situation eher günstig und lassen
eine stabile Büroflächennachfrage für 2015 erwarten.
Dominium © Greif & Contzen 2015
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© Greif & Contzen Beratungsgesellschaft mbH 2015
Büromarkt Köln
Februar 2015
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Theodor J. Greif
Geschäftsführender Gesellschafter
GREIF & CONTZEN
Immobilien GmbH
Telefon: +49 221 93 77 93 – 200
E-Mail: gl@greif-contzen.de
Florian Schmidt
Leiter Unternehmensbereich Büroimmobilien
GREIF & CONTZEN
Immobilienmakler GmbH
Telefon: +49 221 93 77 93 - 340
E-Mail: florian.schmidt@greif-contzen.de
Frank Pönisch
Geschäftsführer
GREIF & CONTZEN
Beratungsgesellschaft mbH
Telefon: +49 221 93 77 93 - 265
E-Mail: frank.poenisch@greif-contzen.de
Dr. Jan Schubert
Beratung, Research
GREIF & CONTZEN
Beratungsgesellschaft mbH
Telefon: +49 221 93 77 93 - 263
E-Mail: jan.schubert@greif-contzen.de
Anschrift: Pferdmengesstraße 42, 50968 Köln
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Büromarkt Köln
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