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U1_U4_0115_U1_U4_0209 06.02.15 15:44 Seite 1
12. Februar
DAS FACHMAGAZIN
Österreichs fortschrittliches Magazin für
Fertigungs- und Prozessautomatisierung
P.b.b. AlexanderVerlag.at GmbH, Ausstellungsstr. 6, 2020 Hollabrunn
GZ: 09Z038211M I 4 € (Ausl.: 5 €) I Zustelldauer max. 5 Werktage
AUSTROMATISIERUNG n at
Pressen-Retrofit
– so funktioniert’s sicher
Wie Pilz Österreich einer altbewährten
Presse zur Leitschienen-Produktion
ein modernes, normkonformes
Sicherheitskonzept verpasste
und es am neuesten Stand der
Automatisierungstechnik umsetzte
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03_20_0115_austro 06.02.15 15:33 Seite 3
Reznicek’s
SICHT
Ziehen die Deutschen
tatsächlich davon?
Strukturreform hin, Steuererleichterung her – egal
auf welche neue Staatsfinanzierungs-Konstellation
sich unsere rot-schwarzen Regierungspartner letztendlich einigen werden: Es dauert jetzt schon zu
lange! Denn während uns hierzulande steigende
Arbeitslosenzahlen und dahindümpelnde Konjunkturdaten eine anhaltend stagnierende Wirtschaftssituation bescheinigen, melden einschlägige Interessensverbände in unserem Nachbarland Deutschland
bereits seit Ende vorigen Jahres einen spürbaren,
wenn auch nur leichten, Aufwärtstrend. So titelt der
VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) eine Aussendung Anfang Februar mit den
Worten „Versöhnlicher Abschluss eines schwierigen
Jahres“ und spricht damit den steigenden Auftragseingang im für die Automatisierungs-Branche besonders relevanten Maschinen- und Anlagenbau an,
der im Dezember 2014 bereits 13% über dem Vorjahresniveau lag. Im Dreimonatsvergleich Oktober
bis Dezember 2014 stieg der Bestelleingang um 3%,
die Auslandsaufträge lagen bei plus 4%. Für das Gesamtjahr 2014 erhob der VDMA immerhin ein
Wachstum von 2% (nach -1% im ersten Halbjahr).
Demgegenüber berichtete der heimische FMS –
Fachverband Maschinen & Metallwaren Industrie –
im Jänner, dass sich unsere Maschinen-/Metallwarenindustrie de facto seit September in einer Rezession
befindet. Genauere Zahlen gibt es zwar aktuell noch
keine dafür – allerdings wies bereits die IndustrieSonderauswertung der Statistik-Austria-Konjunkturdaten für die ersten fünf Monate 2014 sowohl bei
der abgesetzten Produktion als auch bei den Auftragseingängen ein Minus von je 2,1% auf, was damals inflationsbereinigt sogar rund -3,7% bedeutete. Aber immerhin 75% der befragten heimischen
Maschinenbauer rechnen aktuell für das erste Quartal 2015 (nur mehr oder bereits wieder?) mit einer
Stagnation und lediglich 10% mit einem weiteren
Rückgang. Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), resümierte Ende
Jänner folgendermaßen: „Die Jahresbilanz der österreichischen Wirtschaft fällt eher trist aus, der seit
über einem Jahrzehnt bestehende Wachstumsvorsprung Österreichs gegenüber Deutschland ist verlorengegangen. Und auch eine Wende zum Besseren
ist derzeit nicht in Sicht.“ Neben dem geopolitischen
Gegenwind, hervorgerufen durch den Konflikt
zwischen Russland und der Ukraine, nennt er unzu-
AUSTROM A T I S I E R U N G
reichende strukturelle Reformfortschritte im Inland
als Gründe dafür, dass die österreichische Wirtschaft
derzeit nicht mit dem Wachstumstempo Deutschlands mithalten kann.
Zurück zu diesem Nachbarn: Die für die Automatisierungs-Branche relevanten Interessensvertretungen veranschaulichten wie gewohnt zu Jahresende
die Ergebnisse ihrer Mitgliederbefragungen – die
zwar dieses Mal doch recht unterschiedlich ausfallen,
aber jedenfalls eine positive Trendwende signalisieren. Der VDMA-Fachverband Automation erwartet
für das vergangene Jahr 2014 +7% beim Auftragseingang und +6% beim Umsatz und rechnet für
2015 mit einem moderaten Plus von 3%. Der ZVEIFachverband Automation hingegen spricht von
einem 2014er-Umsatz am Niveau von 2013, also
unverändert, sowie von einem 2,9%ig gewachsenem Auftragseingang und erwartet für 2015 insgesamt ein leichtes Wachstum, ohne es zu beziffern.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Optimismus auch bei
den heimischen Automatisierungstechnik-Herstellern
und -Anbietern überwiegt. Und dass unser Maschinen- und Anlagenbau bald wieder in die Gänge
kommt – egal, ob mit oder ohne den versprochenen
»großen Reformen«. Jedenfalls aus meiner Sicht.
Thomas Reznicek
Chefredakteur Austromatisierung
reznicek@austromatisierung.at
PS: Die letzte Pressemeldung vom FEEI, dem österreichischen Fachverband Elektro- und Elektronikindustrie, zum Thema Branchenwachstum stammt von
Anfang Juli 2014, in der dessen Präsidentin Brigitte
Ederer feststellt: „Angesichts der schwachen Konjunkturlage sind wir auf einem stabilen Kurs.“
PPS: Traditionell enthält die erste AustromatisierungAusgabe im neuen Jahr den Sonderteil »Produktneuheiten des Jahres – wer was wann auf den Markt
bringt«! Darin präsentieren namhafte Hersteller und
Anbieter ihre aktuellen Neu- oder Weiterentwicklungen, die sie im Laufe des Jahres ins Portfolio aufnehmen bzw. erst seit Kurzem verfügbar haben.
03_20_0115_austro 05.02.15 19:03 Seite 4
B „We are the IoT“
48
n
Vorschau auf die in wenigen Tagen beginnende
»embedded world Exhibition&Conference 2015«
INHALT 1 /2015
n MEINE MEINUNG
von Dieter Schaufler
B Aktuelles Branchengeschehen
n
6
B Neu aufgestellt
n
Sick expandiert räumlich und personell
12
B Zubau eröffnet
13
n
SMC erweitert CEE-Headquarter in Österreich
8
P Wenn Haare Reißaus nehmen
18
n
Wie elektrische und pneumatische Automatisierungskomponenten in einer EpilierkopfMontageanlage perfekt zusammenspielen
n POINTIERT SERVIERT
von Franz Maderbacher
25
n GET EMBEDDED
von Andreas Pfeiffer
T Embedded & Elektronik
n
47
T Kurz notiert
n
Produktneu- und weiterentwicklungen
29
SONDERTEIL
IND.
KOMMUNIKATION
T Feldbusse, Industrial-Ethernet & Co. 55
n
Von den Aktivitäten der Nutzerorganisationen
bis hin zu den neuesten Switches
Bauteile, Chips, Boards und Module sowie
komplette Embedded System-Lösungen
T Kommunikation schnell realisieren
n
26
30
n Wenn’s Recht ist
Gastkommentar von Mag. Nevena Shotekova
über die »Vertragsstrafe«
51
IND. KOMMUNIKATION
EMBEDDED & ELEKTRONIK
T Frischer Wind im Logistikbereich
n
Wie eine pfiffige Sensoriklösung für die
Intralogistik die exakte Position von
Objekten jederzeit verfügbar hält
T Die »Lebensader«
n
Neue Hard- und Software-Lösungen
zur Feldbusanbindung
56
kontinuierlich überwachen
Fehler am Bus zuverlässig erkennen und melden
P »Cyber-Werkzeuge« fürn Flugzeugbau 52
n
T Die IT einfach außen vor lassen
n
Wie Airbus mit neuartigem System-on-Module
intelligente Montagewerkzeuge entwickelt
Was ein Teleservice-System der
nächsten Generation leisten kann
50
58
Produktneuheiten des Jahres 2015
Wer welche Innovationen
wann auf den Markt bringt ab Seite 31
4
AUSTROM A T I S I E R U N G
03_20_0115_austro 05.02.15 19:03 Seite 5
Wie Pilz Österreich einer altbewährten Presse zur Leitschienen-Produktion
ein modernes, normkonformes Sicherheitskonzept verpasste und
P 14
es am neuesten Stand der Automatisierungstechnik umsetzte n
Pressen-Retrofit
– so funktioniert’s sicher
ANTRIEBSTECHNIK
SICHERE AUTOMATION
T Mit Sicherheit sicher
n
60
T Servos, FUs und Motoren
n
PROZESSAUTOMATION
62
T Vom Feldgerät bis zur Leittechnik
n
Produkte und Lösungen
in Sachen Safety
Die aktuellen Produktinnovationen
in der Antriebstechnik
T Fußschalter fürs Extreme
n
61
weil hochdruckreinigerfest, mechanisch robust
und korrosionsbeständig
T Kompakt und schnell
n
gibt sich ein Hochleistungs-Multiachs-Servosystem
Wie vibrationsresistente Pt100-Messeinsätze
mech. Belastungen zuverlässig standhalten
n Impressum & Offenlegung
P Rotierende Sägen riemenlos antreiben 66
n
T Elektronischer Strömungssensor
n
Wie ein Kegelstirnrad-Getriebemotor
Kappsägeschwingen elektrisch betätigt
...punktet mit einer besonders kurzen
Reaktionszeit und hohem Bedienkomfort
B Branchengeschehen
n
AUSTROM A T I S I E R U N G
T Technik pur
n
74
P Praxisreport
n
69
Armaturen, Messgeräte und Systemlösungen für die Prozessautomation
64
bei Montage und Betrieb
T Temperatur dauerhaft genau messen 70
n
5
73
03_20_0115_austro 06.02.15 15:34 Seite 6
B
Branchengeschehen
I AKTUELLES AUS DER BRANCHE
Schneider Electric übernimmt
InStep Software
Der französische Konzern hat den amerikanischen
Software-Hersteller für Echtzeitmanagement von
Performancedaten sowie proaktiver Anlagenanalyse
Ende vorigen Jahres gekauft.
www.schneider-electric.com
Spatenstich bei Turck
Der deutsche Automatisierungsspezialist Turck erweitert seine Vertriebs- und Marketingzentrale in Mühlheim. Direkt neben der bestehenden Firmenzentrale
SeminarTIPP: R. Stahl informiert
umfassend über Explosionsschutz
Der Spezialist von Produkten und Lösungen für Ex-Bereiche hat auch
für 2015 ein interessantes Seminarprogramm zusammengestellt.
Informationen rund um den Explosionsschutz gibt’s u.a. am 24. Februar in Wien beim
Seminar »Grundlagen Explosionsschutz«. Tags darauf dreht sich ebenfalls in Wien alles
um das Thema »Installation und Wartung in explosionsgefährdeten Bereichen«. Am
9. Juni in Tirol, am 10. Juni in Linz und am 11. Juni in Wien findet dann jeweils die Veranstaltung »Tag des Explosionsschutzes« statt.
www.rstahl-nissl.at
Regro bündelt Industriekompetenzen
INTRO
Mit dem neuen »CompetenceCenter Industry«
verstärkt der Elektro-Großhändler sein IndustrieEngagement und bietet noch mehr Kundennähe
mit eigens für das Industriegeschäft ausgebildeten
Mitarbeitern in allen Niederlassungen.
»
entsteht ein architektonisch anspruchsvolles Gebäude, das künftig rund 4.500 m2 Büro- und Repräsentationsfläche für Mitarbeiter und Kunden bieten
wird. „Mit diesem Investment schaffen wir die
Voraussetzungen für eine weitere Stärkung unserer
Wettbewerbsfähigkeit und anhaltendes überdurchschnittliches Wachstum der Turck-Gruppe“, so
der Bauherr Ulrich Turck (3.v.r.).
www.turck.de
Aus KW-Software wird
Phoenix Contact Software
In der Gesellschaft werden künftigt alle
Software-Aktivitäten der Phoenix ContactUnternehmensgruppe gebündelt.
www.kw-software.com
»SPS IPC Drives 2014«
im Rückspiegel
56.787 Besucher informierten sich Ende November
vorigen Jahres auf der bedeutendsten Automatisierungs-Fachmesse bei 1.602 Ausstellern. Damit kamen zwar etwas weniger als im Rekordjahr 2013
(60.027), angesichts der vollen Stände und Gänge
war dieser leichte Rückgang allerdings nicht spürbar und beeinflusste daher auch in keiner Weise
die gewohnt gute Stimmung auf der Messe. Die
»SPS IPC Drives 2015« findet vom 24. bis 26. November wie gehabt im Messezentrum Nürnberg statt.
www.mesago.de/sps
6
Das erfolgreiche Konzept der bestehenden Kompetenzzentren
»Building Systems«, »Energy Efficiency« und »Lighting« wird da„Als führender Industriemit nun auch auf den Industriebereich übertragen. Individuell
fachgroßhandel in Österauf die Unternehmensstruktur und Geschäftsbereiche der Indu- reich sind wir kompetenter
strie-Kunden und Anlagenbauer abgestimmt bietet Regro Lösun- Ansprechpartner und biegen zur Optimierung von Beschaffungsprozessen rund um die ten heute schon mit einer
Elektro- und Automatisierungstechnik. Es werden alle Bereiche Reihe von Serviceleistunzur Kostensenkung abgedeckt: Von Bezugspreisen, Beschaf- gen dem Kunden die bestmögliche Unterstützung.“
fungskosten, der Lagerhaltung, den Energiekosten, der AusgaProk. Ing. Michael Hauser,
ben- und Kostenkontrolle, der Produktionssteigerung und ProLeiter Industrial Sales
zessoptimierung bis hin zu Schulungen. Mitarbeiter aus allen Re- von Regro.
gro-Niederlassungen wurden speziell für die Anforderungen und
Bedürfnisse der Industriekunden ausgebildet, u.a. zu den Produktschwerpunkten Sensorik,
Klimatechnik und Antriebstechnik/Motoren. Die Einbindung der Technologiehersteller bei
komplexeren Themen sowie die engen und langjährigen Partnerschaften mit den Herstellern und Lieferanten ermöglichen auch Lösungen über das Normalmaß hinaus.
www.regro.at
GE IP forciert Business Intelligence-Lösungen
GE Intelligent Platforms (ÖV: T&G Automation) hat mit dem Hersteller
Webalo eine Partnerschaft vereinbart. Im Rahmen dieser soll eine
Business Intelligence-Lösung entstehen, welche mobilen Zugriff
auf kritische Unternehmensdaten in Echtzeit ermöglicht.
Das Produkt heißt »Proficy Scorecard«. Es setzt auf Webalos sicherer, skalierbarer und
hochproduktiver Entwicklungsplattform für mobile Apps »Webalo Pro Appliance« und
auf GEs »Proficy Mobile« auf und kann Echtzeitansichten von Informationen aus mehreren Datenquellen in einem Unternehmen erzeugen. Mit den Ansichten von »Proficy
Scorecard« soll es Technikern möglich werden, Business Intelligence-Aspekte in Prozesse
einzubringen und sie so produktiver zu gestalten.
www.tug.at
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:03 Seite 7
VeranstaltungsTIPP für Anwender
aus der Wasser- und Abwasserbranche
Die Seminarreihe »Energetische Optimierung und Effizienzsteigerung in
der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung« der Krohne Academy
macht am 12. März in Linz Station.
Das Seminar wird von den Unternehmen Wilo, Hawle, Phoenix Contact, Wavin und Krohne gemeinsam organisiert. Für Planer, Instandhalter und Betreiber von Anlagen in der Wasser- und
Abwasserwirtschaft bietet es die Möglichkeit zur Weiterbildung in verschiedenen Bereichen:
neben Grundlagen werden spezielle Applikationen wie z.B. Entlüften von Trinkwasserleitungen, Überspannungsschutz auf Abwasseranlagen oder Schlammmanagement vorgestellt. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer einen Überblick zu gültigen Verordnungen, aktuellen
Trends und zukünftigen Herausforderungen. Die anwesenden Experten der Veranstalter beantworten dabei gerne Fragen aus der Praxis und beraten bei konkreten Prozessanwendungen. Die
Teilnahme an den Weiterbildungen ist kostenfrei und wird mit einem Zertifikat bescheinigt.
www.krohne.at
LTI Drives heißt jetzt LTI Motion
Die Umfirmierung des auf Antriebs- und Automatisierungslösungen
spezialisierten Unternehmens ist Teil der Integration in den
internationalen Technologiekonzern Körber.
Seit April 2013 gehören die Unternehmen der LTI-Gruppe – LTI Drives, LTI Electronics, Levitec
und Andron – zu Körber, wo sie nun gemeinsam als LTI Motion firmieren. Im Rahmen der Konzernstruktur ist LTI Motion wiederum im neu entstandenen Geschäftsfeld Körber Automation organisiert. Als Teil der strategischen Ausrichtung des Geschäftsfelds Körber Automation
werden auch die Organisationsstrukturen gestrafft: Dieses gehört künftig zum Geschäftsbereich Motion Technology innerhalb des Geschäftsfelds Automation. Das Geschäftsfeld verbindet die vier Geschäftsbereiche Motion Technology, Sensor Technology, Energy Technology
und Electronic Manufacturing Services.
www.lt-i.com
Harting steigert Umsatz um 13%
Fotos: Turck, Regro, Krohne, Harting;
Die Technologiegruppe aus Espelkamp/Deutschland brachte es im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 auf 547 Mio. Euro Umsatz –
und erzielte somit den höchsten in der Unternehmensgeschichte.
Die geschäftliche Entwicklung verlief in den einzelnen Regionen, in denen
Harting tätig ist, positiv – wenn auch sehr unterschiedlich: In Asien etwa
wuchs der Umsatz um 40% auf 126 Mio. Euro. In Europa ohne Deutschland
und dem Nahen Osten (EMEA) gab es lediglich ein Umsatzplus von 0,4% auf
175 Mio. Euro. Im Heimatmarkt Deutschland konnte das in Familienbesitz Philip F. W. Harting,
stehende Unternehmen um 11% auf 194 Mio. Euro steigern. In Amerika Vorstand Connectivity
waren es 13% mehr bzw. 52 Mio. Euro Umsatz. „Wir wollen weltweit nah bei & Networks und persönlich haftender
unseren Kunden sein. Das gilt für alle unsere Märkte. Ganz besonders richGesellschafter.
ten wir den Fokus auf die asiatischen Wachstumsmärkte, und dort vor allem
auf China“, erklärt Philip F. W. Harting, Vorstand Connectivity & Networks und persönlich haftender
Gesellschafter. Aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage und der nachlassenden Wachstumsdynamik in China rechnet er für das laufende GF-Jahr 2014/2015 nur mit einem einstelligen Wachstum.
www.harting.at
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:03 Seite 8
I AKTUELLES AUS DER BRANCHE
MEINE MEINUNG
Anachronistische
Kurzarbeit
Auch wenn zum Jahresanfang immer eine gewisse Starthektik
herrscht, zeigen sich diesmal die Probleme gehäuft, die Konjunktur will in Europa nicht und nicht anspringen und lässt hierzulande
die Arbeitslosenzahlen erschreckend steigen. Geradezu grotesk
mutet es da an, dass auch durchaus positive Konjunkturdaten und
eine boomende Wirtschaft keinen Schutz vor dem Gespenst der
Unterbeschäftigung und steigender Arbeitslosenraten bietet, wie
unsere eidgenössischen Nachbarn in jüngster Vergangenheit erfahren mussten: Nachdem die Schweiz über etliche Monate mit
Milliarden Franken ihre Währung stabil zum Euro gehalten hatte
und so ihre Wirtschaft auf hohem Niveau lief – permanentes
Lamento in Schweizer Medien über Facharbeitermangel, Übertretung arbeitsrechtlicher Vorschriften und lange Lieferzeiten
zeigten das deutlich – kehrte ein Federstrich der Nationalbanker
Mitte Jänner das zufriedenstellende Szenario ins Gegenteil: Ohne
Stützungskäufe fiel der Euro unter den bis dahin auf dem Kurs von
1: 1,20 gehaltenen Wert, mittlerweile halten wir auf einer Parität
von etwa 1:1, was den Wert Schweizer Produkte und Leistungen
in Bezug auf die EU um 20% verteuert. Nahezu täglich kann man
nun in den Schweizer Medien Klagen der Wirtschaft über Auftragsrückgänge auf nahezu allen Gebieten hören, die Auslastung
wäre nicht mehr gegeben, mittlerweile offiziell installierte Kurzarbeit sei für etliche Unternehmen das Gebot der Stunde.
Für unsereins ist der Terminus »Kurzarbeit« – 2009 zweifellos jene
Regierungsmaßnahme, die uns damals vor Schlimmerem bewahrt
hat – in Verbindung mit der noch vor Kurzem boomenden Schweizer Wirtschaft ein grotesker, wenn auch derzeit aktueller Anachronismus. Der kann aber auch nicht alle Probleme lösen. Und so
leidet die Schweizer Fremdenverkehrswirtschaft besonders unter
dem starken Franken – immer weniger Touristen können sich den
ohnehin luxuriösen Wintersport leisten – unser heimisches TV erzählte jüngst von Preisen wie 8 Euro für ein Glas Bier und 6 Euro
für einen kleinen Kaffee. Nun fordert die Hotellerie Steuererleichterungen und lancierte Appelle an den Patriotismus der
Eidgenossen, aber denen werden wohl nicht alle folgen.
Denn im benachbarten Vorarlberg sind die Preise moderater, das
Idiom dem Schwyzerdütsch ähnlich und die Anreisezeiten kurz –
kein Wunder, dass man sowohl in den Supermärkten entlang der
Grenze schon zu Zeiten des noch gestützten Frankens bisweilen
mehr Schweizer als Vorarlberger antraf und dass auch der
Tourismus im Ländle prächtig profitierte und – jetzt erst recht –
profitiert.
Solange die Gastronomen ihre Investitionen nicht mit aktuell
fälligen – und damit um 20% teureren – Franken-Krediten finanziert haben, können sie derzeit beruhigt in die Zukunft schauen.
Immerhin sind die Schweizer Touristen, da im gehobenen Bereich
untergebracht, im Ländle ein guter Ausgleich für die daheim
gebliebenen Russen.
National Instruments
lädt zu »NIDays 2015«
Am 4. März findet in Wien zum
bereits 18. Mal der eintägige
Technologie- und Anwenderkongress des Mess- und Automatisierungstechnik-Herstellers statt.
Die Veranstaltung findet im Studio 44 in
Wien statt. Im Mittelpunkt des Kongresses von Experten für Experten stehen
Vorträge und Workshops aus den Bereichen »Software Development«, »Embedded Control« und »Monitoring«,
»Forschung«, »Test & Measurement« sowie Schwerpunktthemen rund um
das »Internet der Dinge« und den Umgang mit »Big Analog Data«. Neben
den Vorträgen und Workshops wird den Besuchern der »NIDays 2015« auch
eine kongressbegleitende Fachausstellung geboten. Bei dieser Gelegenheit
zum Networking präsentieren Produktpartner und Systemintegratoren ihre
aktuellsten Anwendungen, Lösungen und Produkte. Zum Auftakt wird in
einer Keynote mit dem Titel »You and NI – gemeinsam das Internet der Dinge gestalten« dargestellt, wie Entwickler und Ingenieure gemeinsam mit
National Instruments ihre Visionen wahr werden lassen und wie mithilfe des
plattformbasierten Ansatzes des »Graphical System Design« das »Internet
der Dinge« gestaltet werden kann. Zudem besteht wieder die Möglichkeit,
kostenfrei an der Zertifizierung zum »Certified LabVIEW Associate Developer« teilzunehmen oder eine bereits bestehende Zertifizierung rezertifizieren zu lassen.
Günther Stefan, Geschäftsführer von
National Instruments Österreich,
freut sich auf viele Teilnehmer.
www.ni.com/austria/nidays
Roland
Bent, GF
Phoenix
Contact.
Phoenix Contact
erwartet 1,75 Milliarden
Euro Umsatz
...und damit ein weltweites Wachstum zwischen 7 und 8% für das
vergangene Geschäftsjahr 2014.
Die Umsatzentwicklung baut auf
einer weitgehend ausgeglichenen
weltweiten Verteilung auf.
Das verkündete Geschäftsführer Roland Bent im Rahmen der Fachmesse
»SPS IPC Drives 2014« vergangenen November. Das Umsatzwachstum im
Heimatmarkt Deutschland lag bei 8%, europaweit konnte die in Privatbesitz stehende Firmengruppe 10% zulegen. In China lag das Plus bei 9% und
in den USA bei 10%. Phoenix Contact ist mit fünfzig eigenen Vertriebsgesellschaften in allen globalen Industriemärkten sowie wesentlichen Schwellenmärkten vertreten. Potenziale für die Zukunft sieht das Unternehmen
auf dem Kontinent Afrika sowie in großene Bereichen von Mittel- und Südamerika. 2014 hat Phoenix Contact rund 7% seines Umsatzes in F&E-Aktivitäten investiert – in absoluten Zahlen rund 100 Mio. Euro.
www.phoenixcontact.at
Dieter Schaufler
d.schaufler@austromatisierung.at
8
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:03 Seite 9
Wolfgang Maurer,
neuer Geschäfstführer
von E+H Österreich.
Frizlen feiert
100-jähriges Jubiläum
Fotos: National Instruments, Phoenix Contact, Endress+Hauser;
Der auf Leistungswiderstände
spezialisierte deutsche Hersteller blickt
auf ein Jahrhundert des Erfolges zurück.
Im Jahr 1914 gründete Elektro-Ingenieur Carl Frizlen
die Elektron Gesellschaft für elektrische Beleuchtung,
Kraftübertragung & Signalwesen in Ludwigsburg.
Mit der Umwandlung in die Süddeutsche Elektron AG
im Jahr 1922 startete er die „Fabrikation von Schaltapparaten, insbesondere Regulatoren für alle Zwecke,
Anlasser für Gleich- und Drehstrom“ – ein Geschäftsbereich, der als direkter Vorgänger des heutigen Produktportfolios von Frizlen gelten kann. Nach überstandenem Zweiten Weltkrieg mit Kriegsproduktion
und schwieriger Materialversorgungslage wurde
1948 die Fertigung von Anlassern, Reglern und Schiebewiderständen wieder aufgenommen. Aus dem
Kontakt mit einem Hersteller von Schiffselektromotoren auf der Münchner Elektro-Messe im Jahr 1950
sollte in den Folgejahren eine fruchtbare Geschäftsbeziehung entstehen: Der wenige Jahre zuvor in die
Firma eingetretene Sohn des Firmengründers, Karl
Frizlen, erkannte die Bedeutung des Schiffbaus als
pozentiellen Absatzmarkt für Gleichstromanlasser
und baute diesen Produktzweig erfolgreich aus. 1960
setzte sich der Firmengründer zur Ruhe und sein Sohn
Karl übernahm das Unternehmen als alleiniger Gesellschafter. Die 1970er Jahre waren geprägt vom
Umzug aus beengten Verhältnissen in Ludwigsburg
an den heutigen Standort in Murr mit deutlicher Vergrößerung der Produktionsfläche. Zum Ende der
Dekade wurde die Fertigung von Stahlgitterwiderständen aufgenommen. Ernst Gehrung trat als Vertreter der dritten Familiengeneration 1980 in das Unternehmen ein. Er verstärkte in der Folgezeit den
Absatz von Leistungswiderständen zur Drehzahlverstellung und Bremsung von Gleich- und Drehstrommotoren. So konnte er dank der zunehmenden Verbreitung von Leistungselektronik in der elektrischen
Antriebstechnik ein starkes Wachstum für die Firma
erreichen. Die jüngste Unternehmensgeschichte war
geprägt von einer deutlichen Erweiterung und
Modernisierung der Fertigungskapazitäten. 2011 trat
mit Julia Horn die vierte Generation in das Unternehmen ein. Frizlen ist heute ein sehr flexibler und auf
Kundenbedürfnisse schnell reagierender Spezialist
für Leistungswiderstände in unterschiedlichen Bauformen für unterschiedlichste Anwendungsfelder. Die
Geschäftsführung ist zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren ein stabiles Wachstum zu erreichen.
www.frizlen.com
AUSTROMATISIERUNG
Geschäftsführerwechsel bei Endress+Hauser Österreich
Zum Jahreswechsel trat Wolfgang Adelsmayer in den wohlverdienten Ruhestand.
Seine Aufgaben übernahm mit 1. Jänner der bisherige Vertriebsleiter Wolfgang Maurer.
Wolfgang Adelsmayer stand ganze drei Jahrzehnte lang im Dienste des Spezialisten für Mess- und Automatisierungstechnik, die letzten 15 Jahre davon als Geschäftsführer. Er trieb die Entwicklung des Sales Centers zu einer
modernen Vertriebs- und Serviceorganisation mit heute knapp 70 Mitarbeitern voran und setzte insbesondere im
Dienstleistungsgeschäft Akzente. Sein Nachfolger Wolfgang Maurer kann auf insgesamt mehr als 13 Jahre bei
Endress+Hauser zurückblicken. Er baute insbesondere das Projektgeschäft aus und will künftig verstärkt das
Wachstumspotenzial im Bereich kompletter Automatisierungslösungen erschließen.
www.at.endress.com
03_20_0115_austro 06.02.15 15:35 Seite 10
Branchengeschehen
I AKTUELLES AUS DER BRANCHE
TERMINnotiz:
»Hannover Messe 2015«
Die weltgrößte Industriemesse findet vom
13. bis 17. April statt und steht einmal mehr
ganz im Zeichen von »Industrie 4.0«. Das
diesjährige Motto lautet: »Integrated Industry
– Join the Network!«.
www.hannovermesse.de
Der Sonne entgegen...
INTRO
Für Ende Februar/Anfang März ist in Abu Dhabi
der Start für die Weltumrundung mit dem
Solarflugszeug »Solar Impulse« geplant. Allein
mit der Kraft der Sonne soll die rund 40.000 km
lange Flugroute bewältigt werden. Dem
ambitionierten Avitation-Team gehören auch
»
ABB-Ingenieure an, die ihr Know-how in das
Projekt einbringen. Im Vorjahr schlossen ABB und
die Protagonisten von »Solar Impulse« eine technische Allianz, um die gemeinsame Vision von
einer Reduzierung des Ressourcenverbrauchs
und einer stärkeren Nutzung erneuerbarer
Technologien voranzutreiben.
www.solarimpulse.com
Linzer »Smart Automation«
bereits im Mai!
Österreichs erfolgreiche Automatisierungs-Fachmesse findet heuer vom 19. bis 21. Mai im Linzer
Design Center statt. Trotz neuem Frühjahrstermin
gibt sich die heimische Anbieter-Branche ein
geschlossenes Stelldichein, die verfügbaren
Standflächen sind schon längst ausgebucht.
www.smart-automation.at
»Automation Golf Day« der zweite – Sponsoren gesucht
Nach der erfolgreichen Erstveranstaltung im Vorjahr haben sich die
Protagonisten des »Automation Golf Day« dazu entschlossen, heuer
erneut einen Tag nach dem heimischen Branchentreff »Smart Automation«
ein Golfturnier für den guten Zweck zu organisieren.
Das heurige Turnier findet am 22. Mai im
Golfpark Metzenhof (OÖ) statt. Im Vorjahr
konnte ein Reinerlös von über 8.000 Euro
»erspielt« und an die Wiener Caritas überreicht werden. Mit dem Geld wurden Therapiegeräte für das neu errichtete Tagesheim Hyazinthengasse angeschafft. Für
heuer sind bereits verschiedene Projekte
in der Prüfungsphase. Um die Idee des
Golfturnieres auf eine sichere Basis zu stel- Der Vorstand des neu gegründeten Vereins
len, wurde mit Jahresbeginn der private und »care@automation« v.l.n.r.: Herbert Moya,
Dietmar Buxbaum, Helmut Zauner,
gemeinnützige Verein »care@automation« Josef Kranawetter und Manfred Schaffrath.
gegründet. Gemeinsam mit Präsident und
Initiator Dietmar Buxbaum engagieren sich Vizepräsident Josef Kranawetter, Schriftführer Helmut Zauner, Schatzmeister Manfred Schaffrath und Rechnungsprüfer Herbert
Moya ehrenamtlich für das Gemeinschaftsprojekt zur Unterstützung benachteiligter
Kinder, Jugendlicher und Familien ein. Um einen größtmöglichen Spendenbetrag zu erzielen, bietet der Verein interessierten Firmen attraktive Sponsorenpakete an. Sportlich
wird der zweite »Automation Golf Day« die Herausforderung eines 18-Loch-Meisterschaftsplatzes bieten. Gespielt wird ein nicht vorgabewirksames Texas-Scramble-Turnier
mit vier Spielern pro Flight nach den Turnierbestimmungen des österr. Golfverbandes
(ÖGV), den internationalen Golfregeln, den Platzregeln des GC Metzenhof sowie den am
Spieltag eventuell wetterbedingten Sonderregeln. Teilnahmeberechtigt sind alle Mitarbeiter, Partner, Kunden, Freunde und Familienangehörige von Firmen aus der Automatisierungs-, Elektronik- und Elektrotechnikbranche. Nach der Siegerehrung erwartet alle
Spielerinnen und Spieler eine Tombola mit tollen Preisen.
www.automation-golf-day.at
Vacon gehört jetzt zur Danfoss-Gruppe
Mit 1. Dezember 2014 übernahm die dänische Danfoss-Gruppe
den finnischen Antriebshersteller Vacon.
Seit Ende November ist die Mehrheit der Aktien (>90%) sowie der Stimmrechte in Besitz
von Danfoss, zudem liegt die Zustimmung aller relevanten Behörden vor. „Wir haben das
Ziel, ein führender Anbieter in der Antriebstechnik zu sein. Dafür schafft der Zusammenschluss ganz klar einen großen Vorteil“, erklärt Niels B. Christiansen, Präsident und CEO
von Danfoss. „Wir fassen alle Aktivitäten im Antriebsbereich in einem neuen Geschäftsbereich zusammen, in dem alle Mitarbeiter an optimalen Produkten, Applikationen sowie
Service- und Dienstleistungen für unsere Kunden arbeiten.“ Der Zusammenschluss verschaffe die Möglichkeit, noch mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren und die
Vertriebsmannschaften zu verstärken. Dazu sollen künftig die Aktivitäten beider Unternehmen in einem neuen Antriebstechnik-Bereich gebündelt werden, der den Namen
Danfoss Drives tragen wird.
www.danfoss.de/vlt
10
I
AUSTROMATISIERUNG
www.vacon.com
Fotos: ABB, Design Center Linz, Sengseis;
B
03_20_0115_austro 05.02.15 19:04 Seite 11
03_20_0115_austro 05.02.15 19:04 Seite 12
Branchengeschehen
I STANDORT-NEUBAU
Neu
aufgestellt
Sick Österreich expandiert
räumlich und personell
as Bauvorhaben
wurde in Kooperation mit Ecoplus – der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich – nach den
Vorstellungen und Bedürfnissen von Sick umgesetzt. Kompakt, gut strukturiert und repräsentativ
– so präsentiert sich das
neue Gebäude mit rund 2.000 m2 Nutzfläche. Helle, moderne Büros sollen für ein gutes Klima sorgen, in dem sich Mitarbeiter und Kunden wohl fühlen. „Mit den neuen Geschäftsräumen haben wir
die Weichen für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren geschaffen“, betont Ing. Helmut
Maier, Geschäftsführer von Sick Österreich. „Wir
haben seit 2008 den Umsatz mehr als verdoppelt,
und sind in der Zeit auch personell laufend gewachsen.“ In Österreich ist der deutsche SensorikHersteller aus dem Schwarzwald seit dem Jahr 1997
mit einer eigenen Tochtergesellschaft präsent.
Mittlerweile ist diese aber nicht nur für den Produktvertrieb samt zugehörigen Dienstleistungen in
den Bereichen Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation am hiesigen Markt verantwortlich, sondern
D
12
Am 1. Dezember vergangenen Jahres übersiedelte das Team von Sick Österreich
ins neu errichtete Firmendomizil. Dieses wurde in nur knapp neun Monaten Bauzeit am Nachbargrundstück des bisherigen Standortes in Wr. Neudorf errichtet
und bietet nun gut doppelt so viel Büro- und Lagerfläche – Platz, der für das kontinuierliche Wachstum der erfolgreichen Österreich-Tochter des deutschen Sensorik-Herstellers dringend benötigt wurde. Auch personell hat sich Sick neu aufgestellt: Mit Ing. Gerhard Pölzmann übernahm im Herbst vorigen Jahres ein
Branchenprofi die Vertriebsleitung für den Geschäftsbereich Prozessautomation.
„Mit den neuen Geschäftsräumen haben
wir die Weichen für
weiteres Wachstum
in den kommenden
Jahren geschaffen.“
Ing. Helmut Maier,
Geschäftsführer von
Sick Österreich.
„Ich freue mich über
die neue berufliche
Herausforderung in
einem erfahrenen
Team.“
Ing. Gerhard Pölzmann,
neuer Vertriebsleiter
Prozessautomation
bei Sick Österreich.
unter der Leitung von Geschäftsführer Grigorios
Papadopoulos auch für weitere 13 Länder in Südosteuropa – demnächst sogar für 14, denn ein
Büro in Zypern kommt neu dazu. „Unsere Strategie, einerseits im Heimmarkt die Position als
Marktführer zu stärken und andererseits frühzeitig in Wachstumsregionen in Südosteuropa
präsent zu sein und die Länder je nach Möglichkeiten zu entwickeln, trägt Früchte“, freut sich
Ing. Helmut Maier.
Neuer Vertriebsleiter
für die Prozessautomation
Neu im Sick-Team ist seit Herbst vergangenen
Jahres Ing. Gerhard Pölzmann. Er verantwortet
AUSTROMATISIERUNG
als Vertriebsleiter für die Prozessautomation
nun sämtliche Aktivitäten in diesem Bereich für
Österreich und für Südosteuropa. Seine
Schwerpunkte in dieser neuen Position sieht er
in der Entwicklung und Umsetzung der ambitionierten Wachstumsstrategie und entsprechenden Aktivitäten in den fokussierten Zielländern, sowie in der Erschließung neuer Vertriebskanäle. „Die Basis für den Vertrieb sind
innovative Produkte und gezielte Dienstleistungen“, weiß Ing. Gerhard Pölzmann. Im Bereich der Prozessautomation zählt Sick mit seinen intelligenten Sensoren zu den größten
Herstellern kontinuierlich
messender
Analysatoren für Gas,
Staub und Prozessflüssigkeiten. „Sick bietet
beste Voraussetzungen für kundennahe
und praxisbewährte
Lösungen in der Emissionsüberwachung und
Prozessgasmessung“, stellt Ing. Gerhard Pölzmann fest. „Ich freue mich über diese neue
berufliche Herausforderung in einem erfahrenen Team.“
Der deutsche Sick-Konzern mit Stammsitz in
Waldkirch im Breisgau ist einer der Technologie- und Marktführer im Bereich Sensoren und
Sensorlösungen und mit mehr als 50 Tochtergesellschaften und Beteiligungen sowie zahlreichen Vertretungen rund um den Globus
präsent. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Sick mit
weltweit mehr als 6.500 Mitarbeitern einen
(r.PA./TR)
Konzernumsatz von über 1 Mrd. Euro.
INFOLINK: www.sick.at
Fotos: Sick;
B
03_20_0115_austro 05.02.15 19:04 Seite 13
Zubau
eröffnet
SMC erweitert
CEE-Headquarter
in Österreich
Seit mehr als 25 Jahren ist der japanische Pneumatik-Hersteller SMC mit einem eigenen Vertrieb- und Produktionsstandort in Österreich präsent. Die Produktionsfläche und
das Lager der heimischen Zentrale in Korneuburg wurden
vor Kurzem nahezu verdoppelt.
„Am Standort Korneuburg legen
wir einen starken Fokus auf
maßgeschneiderte Lösungen.“
Robert Angel, Geschäftsführer
SMC CEE Group.
er Unternehmensstandort im niederösterreichischen
Korneuburg ist zugleich das Headquarter für 14 Länder
Zentral- und Osteuropas (CEE). Auf dem über 16.000 m2
großen Areal arbeiten mehr als 180 Mitarbeiter. Mit dem Erweiterungsbau hat SMC seine lokale Produktion und das CEE-Zentrallager jeweils auf rund 2.000 m2 erweitert. Die Standortvergrößerung
begründet sich im laufenden Wachstum. So hat sich allein die Anzahl der Lieferungen ab dem CEE-Zentrallager in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die lokale Produktion sichert die rasche Herstellung kundenspezifischer Systeme. Im Technology Center werden maßgeschneiderte Lösungen durch die
rund 27 Experten im Engineering & Design erarbeitet. Das CEEZentrallager versorgt mehrere Tausend Kunden in 14 Ländern
Zentral- und Osteuropas. „Am Standort Korneuburg legen wir
einen starken Fokus auf maßgeschneiderte Lösungen“, betont
Robert Angel, Geschäftsführer SMC CEE Group. „Um den Marktanforderungen optimal nachzukommen, erhöhten wir allein im
vorigen Geschäftsjahr unsere Mitarbeiterzahl um 10%, und wir
werden weiter wachsen.“ Das standorteigene CEE-Zentrallager ist
die Drehscheibe für den gesamten Warenfluss in Zentral- und Osteuropa. Im umfangreich bestückten Handelswarenlager befinden
sich rund 20.000 verschiedene Produkte aus dem SMC Programm –
verfügbar innerhalb von 24 Stunden.
Neben dem Ausbau der Firmenzentrale hat SMC auch die Präsenz
in den Bundesländern ausgebaut: In Ergänzung zum engmaschigen Vertriebsnetz eröffnete SMC 2014 ein Kompetenzzentrum in
Vorchdorf, Mitte des Jahres folgte ein zusätzliches Office in Graz
mit dem Ziel, bereits vor Ort mit einem Team aus Vertriebsmitar(r.PA./TR)
beitern und Technikern ein optimales Service zu bieten.
Fotos: SMC, Archiv;
D
INFOLINK: www.smc.at
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:04 Seite 14
P
Praxisreport
I TITELGESCHICHTE
Wie Pilz Österreich einer
altbewährten Presse zur
Leitschienen-Produktion ein
modernes, normkonformes
Sicherheitskonzept verpasste
und es am neuesten Stand
der Automatisierungstechnik umsetzte
Pressen-Retrofit
– so funktioniert’s sicher
Seit den frühen 1980er-Jahren steht bei der voestalpine Krems Finaltechnik eine 1.000-Tonnen-Presse von Scharringhausen
im Einsatz und formt Stahlbänder zu Leitschienen für den Straßenverkehr. Wiewohl bereits Zigtausende Stück mit
dieser Presse produziert wurden, zeigt sie nicht zuletzt dank regelmäßiger Wartungen mechanisch kaum Altersschwächen. Anders war das bis vor Kurzem auf der elektro- und steuerungstechnischen Seite, wo sich zuletzt Störfälle häuften – passende Ersatzteile aber aufgrund der veralteten Technik nur mehr schwer
aufzutreiben waren. Nach eingehender Analyse entschieden sich die Verantwortlichen für eine
umfassende Modernisierung der gesamten Pressenanlage, im Zuge dieser auch – wie es der
Gesetzgeber vorsieht – die Sicherheitstechnik auf den aktuellen Stand der einschlägigen
Normen gebracht werden sollte. Als Partner für dieses umfassende Vorhaben wählte man Pilz Österreich, der mit seiner langjährigen Expertise in Sachen Pressensicherheit und seinem breiten Engineering-Dienstleistungsangebot
überzeugte. Nach Durchführung der Risikoanalyse und dem Erstellen eines
maßgeschneiderten Sicherheitskonzepts erhielt Pilz in Folge den Zuschlag als
Generalunternehmer für das komplette Retrofit-Projekt. Von Thomas Reznicek
14
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:04 Seite 15
ereits seit den 1960er-Jahren werden
in Krems Leitschienen aus Stahl produziert. Sie dienen als Herzstück von
Fahrzeugrückhaltesystemen, wie die lebensrettenden, passiven Schutzeinrichtungen entlang von Autobahnen, Schnellstraßen, Brücken usw. im Fachjargon heißen. Diese müssen
strenge Qualitätskriterien erfüllen und vor ihrer Zulassung entsprechende Prüfungen nach
einschlägigen Normen, die u.a. verschiedene
»Rückhaltestufen« definieren, bestehen. Die
kontinuierliche Weiterentwicklung und Fertigung solcher Fahrzeugrückhaltesysteme ist
die Kernkompetenz des heutigen Geschäftsbereichs Straßensicherheit der voestalpine
B
Diese 1.000-Tonnen-Presse von
Scharringhausen wurde Ende
vergangenen Jahres einem umfangreichen Retrofit unterzogen.
Jetzt ist sie am modernsten Stand
der Automatisierungs- und
Sicherheitstechnik.
Unten: Mit nur einem Hub verpasst die Presse dem Stahlblech
das typische Leitschienenprofil
und stanzt zugleich die Befestigungsöffnungen aus.
mithilfe eines automatischen Längenmesssystems aufs korrekte Maß abgelängt. Die Platine gelangt dann über Transportrollen zum
Querförderer, der die Beschickung der Presse
übernimmt. An dieser Stelle haben wir die
Möglichkeit, für kleinere Stückzahlen die
Presse per Hand zu beschicken – wir können
also die Anlage sowohl vollautomatisch als
auch im Handbetrieb fahren.“ Mit nur einem
Pressenhub formt die 1.000-Tonnen-Scharringhausen-Presse die Platine zum typischen
Leitschienenprofil und stanzt zugleich die Befestigungsöffnungen aus. Anschließend entnehmen Magnet-Greifer die umgeformten
Leitschienen und stapeln diese zum Abschluss
des vollautomatischen Pressenprozesses auf
die Entnahmestation ab.
»
Krems Finaltechnik. Die Stahl-Leitschiene erlebt dabei gerade ihre Renaissance, erwiesen
sich doch die Aluminium-Schienen, die eine
Zeit lang vielerorts verbaut wurden, für den
dauerhaften Gebrauch als ungeeignet, wie
Ing. Erwin Stanzel, Verantwortlicher für Anlagenprojekte bei der voestalpine Krems Finaltechnik, im Gespräch mit Austromatisierung
erklärt: „Aluminium wird durch äußere Umwelteinflüsse mit der Zeit spröde. Das hat zur
Folge, dass die Schiene beim Aufprall eines
Fahrzeuges bricht und ihre eigentliche Funktion, nämlich kinetische Energie durch ihre eigene Verformung zu absorbieren, nicht mehr erfüllt. Eine gebrochene Schiene mit scharfen
Bruchkanten erhöht zudem das Verletzungsrisiko für die Fahrzeuginsassen enorm. Deshalb
werden sukzessive die Aluminiumschienen
durch optimierte Stahlprodukte ersetzt. Unse-
AUSTROMATISIERUNG
re Entwicklungsabteilung konnte in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielen –
beispielsweise deutliche Gewichtsreduktionen
bei gleichzeitig höheren Sicherheitsstandards.“
Produktionsablauf der Leitschienen
Ausgangsmaterial für die Leitschienenproduktion ist ein ungebeiztes Stahl-Warmband. Die
Bänder werden als Coil angeliefert und mittels
Spaltanlagen zunächst auf die jeweiligen
Bandbreiten längsgeteilt. Das Aufspannen der
so vorbereiteten Bundringe auf den Abhaspel
erfolgt noch manuell – ab dann übernimmt
die automatisierte Pressenanlage die weiteren
Produktionsschritte. Michael Brauneis, Leiter
der Werksinstandhaltung, erklärt: „Im automatischen Betrieb wird zunächst das Band
über eine Richtmaschine gerade gerichtet und
„Für uns war von Anfang an klar,
dass wir für das umfangreiche
Modernisierungsprojekt einen SicherheitsExperten ins Haus holen – uns fehlt
das sicherheitstechnische Detailwissen.“
Ing. Erwin Stanzel, Verantwortlicher für
Anlagenprojekte bei der voestalpine
Krems Finaltechnik.
„Die Entscheidung fiel auf Pilz, weil
wir von diesem Dienstleister das
unserer Meinung nach technisch
beste und in Summe attraktivste
Gesamtpaket geschnürt bekamen.“
Michael Brauneis, Leiter der Werksinstandhaltung bei der voestalpine
Krems Finaltechnik.
15
03_20_0115_austro 05.02.15 19:05 Seite 16
P
Praxisreport
I TITELGESCHICHTE
Sicherheitskonzept vom Experten
Der automatisierte Produktionsvorgang der
Pressenanlage lief vor dem Umbau im Spätherbst des vergangenen Jahres prinzipiell gleich
ab, wie jetzt – allerdings mit zwei wesentlichen
Unterschieden, die Michael Brauneis auf den
Punkt bringt: „Einerseits machte uns die alte
Schützensteuerung immer öfters technische Probleme und es wurde zunehmend schwieriger,
am Markt passende Ersatzteile zu bekommen.
Andererseits war uns bewusst, dass die sicher-
der bestehenden Produktionseinrichtung als
wirtschaftlicher. „Die Mechanik und Hydraulik
der Presse ist in einem sehr guten Zustand, es
wäre – mal abgesehen von den Kosten – einfach
schade um die Maschine gewesen“, begründet
Michael Brauneis den Entschluss für das RetrofitProjekt. Dass sie sich dafür einen Experten ins
Haus holen, war für die voestalpine-Techniker
von Anfang an klar, denn so Ing. Erwin Stanzel:
„Um das alles selbst zu erarbeiten und normenkonform bzw. gemäß der einschlägigen Gesetze
und Richtlinien umzusetzen, fehlen uns das
hier das unserer Meinung nach technisch beste
und in Summe attraktivste Gesamtpaket geschnürt bekamen.“ Ihn beeindruckte zudem die
kompetente, strukturierte Herangehensweise
des Pilz-Teams in Person von Vertriebs-Ing. David
Machanek, der das Projekt leitete, und seiner
Kollegin Dipl.-Ing. (FH) Julia Nadler, die die technische Umsetzung verantwortete. Christoph
Ryll, MSc, Bereichsleiter der Abteilung Consulting bei Pilz Österreich, erfasst zunächst den IstZustand an der Presse und erstellte die normkonforme Risikoanalyse. Auf Basis dieser erar-
Die alten und neuen Schaltschränke im
Vergleich: Die »PSSuniversal PLC« im Systemverbund mit der »PSSuniversal I/O«-Station –
beide in Gelb gehalten und Teil des Automatisierungssystem »PSS 4000« von Pilz –
erledigen die gesamte sicherheitsgerichtete
Signalverarbeitung. Die StandardsteuerungsFunktionen für den Pressenprozess obliegen
der SPS eines anderen Herstellers. Für die
Pilz-Techniker war es kein Problem, auch
das Engineering für diese Steuerung zu
übernehmen.
Das Bedienpult vor und nach
dem Umbau: Ein Farb-Display
und neue Betriebsartenwahlschalter hielten Einzug, zugleich
reduzierte sich die Anzahl der
relevanten Taster deutlich, was
unterm Strich mehr Übersichtlichkeit und einfachere
Bedienung bedeutet.
heitstechnischen Vorkehrungen nicht mehr zeitgemäß waren. Wir wollten daher unseren Kollegen vor Ort an der Maschine einen sicheren Arbeitsplatz am aktuellen Stand der Technik schaffen.“ Zwar wurden auch Angebote für die Anschaffung einer kompletten Neuanlage eingeholt, letztendlich erwies sich aber die Modernisierung und sicherheitstechnische Aufrüstung
16
sicherheitstechnische Detailwissen und die Manpower.“ Kontakt zu den Sicherheitsexperten von
Pilz Österreich hatte man bereits in der Vergangenheit bei geknüpft, und das umfassende Engineering-Dienstleitungsangebot war bereits bekannt. „Wir ließen uns auch von anderen Firmen
Offerte legen“, erzählt Michael Brauneis weiter.
„Die Wahl fiel aber letztendlich auf Pilz, weil wir
beitete er das Sicherheitskonzept, welches dann
von der Abteilung Engineering unter Federführung von Dipl.-Ing. (FH) Julia Nadler in ein komplettes Sicherheitsdesign umgewandelt wurde –
und zwar von Anfang an unter Einbeziehung
der Maschinenbediener vor Ort an der Presse.
„Die besten Sicherheitseinrichtungen helfen
nichts, wenn sie nicht von jenen, die täglich da-
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 19:05 Seite 17
mit zu tun haben, auch tatsächlich akzeptiert
werden“, weiß Dipl.-Ing. (FH) Julia Nadler. „Wir
haben uns daher sehr genau die Arbeitsgewohnheiten ebenso wie das vorhandene Platzangebot angesehen, und auf dieser Basis verschiedene Lösungsansätze durchdacht. Ziel war
es eine sichere Arbeitsumgebung zu generieren,
welche die Maschinenbediener so wenig wie
möglich bei ihrer Arbeit einschränkt.“ Aufgrund
dieser sehr intensiven Vorarbeit, die schließlich
zu dem auf die individuellen Bedürfnisse optimierten Sicherheitskonzept führte, konnte Pilz
samte sicherheitsgerichtete Signalverarbeitung,
sämtliche Standardfunktionen für den Pressenprozess selbst obliegen allerdings einer SPS der
Marke Siemens. „Das war ein konkreter Kundenwunsch und es ist für uns kein Problem, Steuerungen anderer Hersteller zu programmieren“,
wirft Ing. David Machanek ein. Den Schaltschrankbau übernahm die Firma Schnabl Automation, die dann auch vor Ort gemeinsam mit
Mitarbeitern der Instandhaltungsabteilung der
voestalpine die Installation der neuen Elektround Automatisierungstechnik realisierte – der
lokalisieren kann. Das erhöht zudem die Verfügbarkeit. Die am häufigsten benötigen Funktionen sind weiterhin auch über Taster anwählbar –
allerdings nun deutlich übersichtlicher und ergonomisch sinnvoll angeordnet.
TÜV-geprüfte Sicherheit
Pilz lieferte sämtliche Dokumentationen, erstellte eine neue Bedienungsanleitung für die Pressenanlage, schulte die Bediener und Instandhalter auf die neuen Funktionen ein und führte den
Die Pressenanlage wurde mit zahlreichen
Sicherheitssensoren aufgerüstet – u.a. mit
codierten Sicherheitsschaltern »PSEN cs3.1«
zur sicheren Positionsüberwachung.
Pilz als externer Dienstleister: Projektleiter
Vertriebs-Ing. David Machanek (li.) und
die für die technische Ausführung verantwortliche Kollegin Dipl.-Ing. (FH) Julia Nadler
setzten das Retrofit-Projekt für die 1.000Tonnen-Presse zur vollsten Zufriedenheit
von Michael Brauneis (re.) um.
die Umbaukosten sehr gut abschätzen sowie ein
entsprechend detailliertes Angebot für die
Retrofit-Realisierung legen. Und das hatte die
Beauftragung als Generalunternehmer zur
Folge.
Fotos: voestalpine Krems Finaltechnik, Pilz, Archiv;
Automatisierungstechnik
und Systemintegration
„Unsere Dienstleistungen erfolgen grundsätzlich
herstellerunabhängig“, betont Ing. David Machanek. „Das komplette Sicherheitskonzept war
daher völlig produktneutral gehalten. Die Geräte- bzw. Markenauswahl trafen wir in enger Abstimmung mit dem Kunden erst in der folgenden
Planungsphase. Natürlich freuen wir uns, wenn
dann auch Pilz-Produkte zum Einsatz kommen –
das ist aber generell keine Voraussetzung.“ So
übernehmen im konkreten Fall zwar eine
»PSSuniversal PLC« im Systemverbund mit einer
»PSSuniversal I/O«-Station – beide Teile des PilzAutomatisierungssystem »PSS 4000« – die ge-
AUSTROMATISIERUNG
komplette Umbau erforderte einen verhältnismäßig kurzen Produktionsstillstand von nur zwei
Wochen. Dipl.-Ing. (FH) Julia Nadler programmierte gemeinsam mit ihrem Kollegen Gerhard
Moser, MSc die beiden Steuerungen, die neue
Visualisierung und die ethernetbasierte Kommunikationstechnik (Safetynet p und Profinet). In
Summe an die 400 Ein- und Ausgangssignale, davon rund die Hälfte sicherheitsgerichtet, galt es
steuerungstechnisch unter einen Hut zu bringen.
Die meisten davon betrafen die ergänzten bzw.
ausgetauschten Sicherheitseinrichtungen, wie
Sicherheits-Lichtvorhänge,
-Lichtschranken,
-Laserscanner , -Schalter, -Schutzzäune sowie
Not-Halt-Taster und Betriebsartenwahlschalter.
Das vorhandene, zuvor mit einer Vielzahl von
Tastelementen bestückte Bedienpult wurde
komplett überarbeitet. Ein Display stellt nun den
gesamten Prozess grafisch dar und sorgt so dafür, dass der Bediener nicht nur einen besseren
Überblick über den Zustand der Anlage hat, sondern im Störfall die Problemstellen schneller
Validierungsprozess für die gesamte Sicherheitslösung durch. Zusätzlich wurde, sowie es gesetzlich bei handbestücken Pressen vorgesehen ist,
mit dem TÜV Österreich ein externer Prüfer beauftragt, der eine sicherheitstechnische Abnahme sowie die Prüfung nach der Arbeitsmittelverordnung vornahm. Damit ist ein objektiver und
systematischer Validierungsprozess garantiert.
„Das Projekt lief wirklich ohne nennenswerte
Probleme ab“, lobt Ing. Erwin Stanzel. „Der gesamte Umbau war eine perfekte Teamarbeit aller Beteiligten, die von Pilz kompetent koordiniert wurde. Unsere Leut’ an der Maschine kommen mit der neuen Technik sowie den zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen sehr gut zurecht.
Und die Presse läuft nun nicht nur sicher, sondern prozesstechnisch spürbar schonender als
vor dem Umbau.“
INFOLINKs: www.pilz.at
www.voestalpine.com/ strassensicherheit
17
03_20_0115_austro 05.02.15 19:05 Seite 18
P
Praxisreport
I MECHATRONIK
Wenn
Haare
Reißaus
nehmen
Wie elektrische und
pneumatische Automatisierungskomponenten aus dem
mechatronischen
Baukasten in einer
Epilierkopf-Montageanlage perfekt
zusammenspielen
Die lang anhaltende Haarentfernung mittels Epilierer ist für viele
Frauen meist eine schmerzhafte Angelegenheit. Wer schön sein
will, muss also leiden. Die Antwort von Philips heißt »Satinelle«
– ein Epilierer, der mit einem hochpräzise gefertigten Epilierkopf
für mehr Komfort und weniger Haare sorgt. Die Anlage für
das perfekte Zusammensetzen des Kopfes kommt von M&R
Automation – die Pneumatik von Festo. Von Dr. Alexander M. Lille
18
AUSTROMATISIERUNG
03_20_0115_austro 05.02.15 20:20 Seite 19
Der auf der neuen Montageanlage im Klagenfurter
Philips-Werk präzise gefertigte Epilierkopf für
den »Satinelle«-Epilierer.
gal ob am Strand, beim Eis essen, im Restaurant oder Büro – Frau setzt gerne auf
Beinfreiheit. Lästige Härchen sind dabei
jedoch unerwünscht. Eine glatte Hautoberfläche
und Haarlosigkeit sind gefragt. Wer Härchen
schnell, gründlich und vor allem lang anhaltend
entfernen möchte, setzt dabei oft – mehr oder
weniger gern – auf einen Epilierer. Der schneidet
die Haare nicht an der Oberfläche ab wie ein Rasierapparat, sondern entfernt sie direkt an der
Wurzel mittels rotierender Scheiben, die eine
Walze bilden. Um dies so angenehm wie möglich zu gestalten, hat Philips den Epilierer
»Satinelle« entwickelt. Für die Automation
der Produktion des Epilierkopfes hat sich
Philips an M&R Automation gewandt.
Der Grazer Automatisierungsspezialist
entwickelte und baute die Fertigungsanlage für den Kopf des »Satinelle« Epilierers, dessen Besonderheit in der sanften Haarentfernung liegt. Die speziell
konzipierten Epilierpinzetten entfernen, so der Hersteller, selbst 0,5 mm
kurze Haare – Stoppeln, die bei anderen Geräten oft
hartnäckig zurückbleiben. Die
hierfür erforderliche Präzision bei
der Herstellung des
Epilierkopfes bedarf
einer ausgefeilten Automationslösung, das war
bereits bei der Entwicklung des Kopfes klar.
M&R sorgte für die vollautomatische Zusammensetzung der einzelnen Teile in gleichbleibender
Qualität. Die Pneumatik dafür kam von Festo.
E
41 Teile – 1 Kopf
Der Epilierkopf besteht aus 41 Teilen, die in 15
Produktionsschritten zusammengeführt werden. Dabei gilt es zwischen die zwei Gehäusehälften insgesamt 21 Scheiben, die die Pinzetten
bilden, zu montieren. Damit diese Scheiben per-
AUSTROMATISIERUNG
fekt zusammengefügt werden und zum besten
Ergebnis – nämlich einer besonders glatten
Hautoberfläche – führen, müssen die Toleranzen
beim Zusammensetzen so gering wie möglich
sein. M&R-Geschäftsführer Herbert Ritter erklärt: „Neben der geforderten Taktzeit von 6 s
und größter Genauigkeit beim Positionieren der
Teile durften wir beim Handling und der Montage insbesondere die sichtbaren Komponenten
keinesfalls verkratzen oder gar beschädigen. Wir
haben für jede Herausforderung eine Lösung
gefunden – unsere Anlage erfüllt alle Erwartungen des Kunden.“
Step by Step
Die Produktionsanlage für den Epilierkopf »Satinelle« am Klagenfurter Philips-Standort unterteilt sich in zwei Bereiche: in eine Vor- und eine
Endmontage. In der Vormontage erfolgt unter
anderem das Zuführen und Einpressen der
Lagerachsen sowie das Aufschichten der Epilierscheiben. Dann findet die erste von zwei Prüfungen statt, bei der die Stapelhöhe der Schei-
„Neben der geforderten Taktzeit von 6 s
und größter Genauigkeit beim Positionieren der Teile durfte unsere Anlage
beim Handling und der Montage der
Komponenten diese keinesfalls verkratzen oder gar beschädigen.“
Herbert Ritter, Geschäftsführer
von M&R Automation.
ben kontrolliert wird. Nun werden die Lagerstellen befettet und das Scheibenpaket an die Endmontage übergeben. Dort wird es mit dem
Grundträger zusammengeführt und mit weiteren Teilen komplettiert. Dann erfolgt die zweite
Kontrolle – die sogenannte End-of-Line-Prüfung, bei der das Durchdrehmoment der Walze
des Epilierkopfes durch Aufzeichnung und Auswertung einer Kennlinie geprüft wird. Anschließend werden die Bauteile mit einem Datumsstempel versehen und verpackt.
»
03_20_0115_austro 05.02.15 20:21 Seite 20
P
Praxisreport
I MECHATRONIK
Mit Highspeed zur
optimalen Haarentfernung
Temporeich geht’s nicht nur beim Enthaaren
zur Sache. Auch der Zusammenbau des Epilierkopfes erfolgt Ruck-Zuck. Pneumatik von Festo
sorgt dabei für Tempo und Präzision. In der
Vormontage setzt eine »SLT«-Schlitteneinheit
den Achsträger in das Transportsystem. Das
Normzylinder vom Typ »ADN« die vier Achsen
in den Achsenträger und das Zahnrad auf die
Achsen. Hochkraftzylinder »ADNH« erzeugen
dabei den notwendigen Gegendruck. Zahlreiche dezentral angeordnete »CPV 10«-Ventilinseln der Baugrößen 14 und 18 steuern die
pneumatischen Aktoren und einen Großteil
der Vakuum-Technik in den weiteren Prozessschritten an.
1
ventilen. Vakuumschalter »SDE1« überwachen
den Vorgang. Für die notwendige Genauigkeit
bei der Prüfung der Stapelhöhe der Epilierscheiben sorgt ein »DGSL«-Schlitten mit Kugelumlaufführung. Dann geht die Walze nach der Befettung der Lager in die Endmontage, wo eine
Dreheinheit »DRQD« sowie Minischlitten des
Typs »DGSL« und »SLT« für das exakte Handling,
die korrekte Ausrichtung der Bauteile und das
2
1: Vereinzelung der Scheiben in der
Vormontage – die Entstörung erfolgt
pneumatisch. Bleibt ein Teil im Topfauslauf hängen, wird er mit Druckluft
in den Topf zurückgeblasen.
2: »SLT«-Schlitteneinheiten führen den
Achsträger dem Transportsystem zu.
»DGSL«-Schlitten mit Kugelumlaufführung prüfen die korrekte Stapelhöhe
der Scheiben (rechts im Bild).
3
4
3: Dezentral angeordnete »CPV«-Ventilinseln steuern die pneumatischen
Aktoren und den Großteil der
Vakuum-Sauggreifer an.
Öffnen der Bauteilaufnahmen am Werkstückträger übernehmen dabei zwei Führungszylinder vom Typ »DFM«. Dann erfolgt das Umsetzen von jeweils zwei Achsen (disc axle), für das
ein Handlingsystem aus vier »SLT«-Schlitten
sorgt. Dabei ist »Gefühl« gefragt – ein Druckregelventil »LRMA« sorgt für die optimale Anpassung der Kräfte beim vertikal angeordneten Schlitten, sodass es zu keinen Bauteilbeschädigungen kommen kann. Nun presst je ein
20
Scheibchen für Scheibchen
Die Vereinzelung der Scheiben übernehmen
zwei Rütteltöpfe – die Entstörung erfolgt pneumatisch. Bleibt einmal eine Scheibe im Topfauslauf hängen, wird sie mit Druckluft in den Topf
zurückgeblasen. Dann nehmen Vakuum-Sauggreifer die Scheiben einzeln auf, versetzen sie
und stapeln sie jeweils um 90 Grad versetzt ab.
Angesteuert werden die Greifer von Magnet-
Fügen der oberen Cover-Hälfte sorgen. Noch
eine finale Überprüfung und schon geht’s in die
Verpackung. Der Epilierkopf ist bereit für
(TR)
seinen Einsatz am zarten Damenbein.
Zum Autor: Dr. Alexander M. Lille ist freier
Fachjournalist und Inhaber der PR-Agentur
Contentmanufaktur.
INFOLINKs: www.festo.at I www.mr-automation.at
AUSTROMATISIERUNG
Fotos: M&R Automation, D. Wesiak; Contentmanufaktur Lille;
4: Für ein exaktes Handling, die korrekte Ausrichtung der Bauteile und das
perfekte Fügen der oberen Cover-Hälfte
sorgen in der Endmontage eine Dreheinheit »DRQD« sowie Minischlitten
des Typs »DGSL« und »SLT«.
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I POINTIERT SERVIERT
Fotos: Siemens, Fotolia;
Abdominaler Energiefluss
Mein Vorsatz im neuen Jahr: Ich werde dem
Schwachsinn in der Rubrik »Pointiert serviert«
Einhalt gebieten und nach Möglichkeit niemanden verarschen. Zumindest in der ersten Ausgabe des noch so jungen Jahres. Deshalb wähle
ich in der Folge ein Thema, das kompromisslos
ernst genommen werden sollte, obwohl viele
darüber blöde Witze reißen – die Inkontinenz.
Haben Sie gewusst, dass die mangelnde Kontrolle über Blase und Darm als häufigste chronische Erkrankung weltweit gilt? Wahrscheinlich
nicht, weil etwa zwei Drittel der Betroffenen
aus Scham nicht darüber sprechen wollen. Dabei
gibt es weltweit ein dichtes Netz an einschlägigen Informations- und (Selbst-)Hilfeorganisationen. Hierzulande können sich beispielsweise
Blasenschwache im Internet auf den Websites
www.inkontinenz.at bzw. www.kontinenzgesellschaft.at über Problemlösungen informieren.
Allein in Deutschland fallen jährlich an die
200.000 Tonnen Inkontinenzabfälle, sprich (Erwachsenen-)Windeln an, in Pflegeheimen beträgt der Anteil am Restmüll rund 70%. Grund
genug für Forscher der Technischen Hochschule
Mittelhessen, eine Projektgruppe ins Leben zu
rufen, die sich die kostengünstige und ökologische Verwertung von Inkontinenzwindeln zum
Ziel gesetzt hat. Die hauptsächlich aus Zellstoff
bestehenden Windeln werden in der Regel
durch Verbrennung entsorgt. Wissenschaftler
der erwähnten Hochschule sind nun dabei, eine
Alternative zu entwickeln. In einer mehrstufigen
Versuchsanlage werden die Windeln zunächst
zerkleinert. Mit diesem Rohstoff beschicken die
Wissenschaftler kontinuierlich einen Gärreaktor, der bei einer Temperatur von 55° bis 57° C
arbeitet. Die Gärreste – vor allem der nicht abgebaute Kunststoff – werden gewaschen und
mit Hilfe einer Presse entwässert. Der so aufbereitete Kunststoffanteil kann einer stofflichen
oder thermischen Verwertung zugeführt werden. Der Versuchsreaktor, der ein Volumen von
1 m3 aufweist, verarbeitet pro Tag 8 bis 12 kg
Windeln. Pro Kilogramm liefert die Anlage im
Durchschnitt etwa 70 l Methan, das ist annähernd der gleiche Ertrag wie beim Einsatz von
Zuckerrüben.
Diese Entwicklung könnte unter anderem für die
Mineralölverwaltungen interessant werden, zumal die Wissenschaftler auch an einem Logistikkonzept arbeiten, sprich, wie man effizient Gebrauchtwindeln einsammelt und produktionsreif
macht. Wenn die Inkontinenz weiter so epidemisch voranschreitet, kann sich Wladimir Putin
bald sein Erdgas an den Hut stecken, prognostiziert Ihr
Franz Maderbacher
f.maderbacher@austromatisierung.at
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T
Technik pur
I SENSORIK
Wie eine pfiffige Sensoriklösung Anlagenbauern und Instandhaltern in der
Intralogistik die exakte Position von Objekten jederzeit verfügbar hält
Frischer Wind
im Logistikbereich
„Bei Anwendungen im Hochregallager
haben sich die Barcode-Positioniersysteme
von Leuze besonders bewährt.“
Martin Scheuchenpflug, Produktmanager
für Sensorik bei Schmachtl.
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Elegant biegt der Schlitten im Hochregallager um die
Kurve, bleibt dabei millimetergenau in der Spur und
hält die Position. Durch die integrierte »availability
control« meldet das System laufend seine Funktionsreserven. Dieses Szenario lässt sich mit dem neuen
Barcode-Positioniersystem »BPS 300i« von Leuze beliebig oft wiederholen, einzige Einschränkung ist die
Distanz von 10 km. Denn hier endet die Reichweite
des Systems, das sich besonders zur exakten Positionsbestimmung von Objekten im Logistikbereich eignet. Die Barcodes werden in einem vom heimischen
Systemanbieter Schmachtl entwickelten Verfahren
auf Stahlbänder geklebt und können daher auch auf
kurvenreichen Strecken einwandfrei gelesen werden.
n vielen automatisierten Bereichen der Intralogistik ist die jederzeitige Verfügbarkeit der exakten
Position eines Objektes von elementarer Bedeutung, beispielsweise in Hochregallagern. Zum Vermessen eines Standortes kommen hier oftmals
zwei unterschiedliche optische Systeme zum Einsatz: ein absolutes Messsystem (= AMS) oder ein
Barcode-Positioniersystem (= BPS). Beiden Systemen gemein sind die benötigten Kennzeichen Regalspalte (X-Richtung) und Regalhöhe (Y-Richtung). Martin Scheuchenpflug, verantwortlicher
Produktmanager für Sensorik bei Schmachtl, erklärt die Unterschiede dieser Messsysteme: „Beim
AMS befindet sich ein Distanzmesser am Kran, ein
Reflektor an der Nullposition. Da das AMS gegen
einen Reflektor misst, ist es nur für gerade Strecken
I
AUSTROMATISIERUNG
21_30_0115 2_austro 05.02.15 17:43 Seite 27
Das Barcode-Positioniersystem »BPS 300i«- von Leuze hat einen
Arbeitsbereich von ±60 mm, und schafft die millimetergenaue Positionierung auf eine Entfernung bis zu 10 km. Es bietet Funktionsmeldungen für Verschmutzungen, Abstand zum Barcodeband
und Codequalität sowie ein ausgeklügeltes Befestigungssystem.
bis zu 300 m geeignet. Für längere oder kurvige Strecken empfiehlt
sich daher ein BPS. Dieses misst die Position mithilfe eines Barcodes
millimetergenau auch über kurvige Strecken – und das bis zu einer
Distanz von 10.000 m.“
Barcodes reißfest und faltenfrei auf Schiene
„Wir arbeiten viel im Logistik-Bereich und haben dabei festgestellt,
dass für Anwender das Aufkleben der Barcodebänder eine zeitraubende und mühsame Tätigkeit darstellt“, erklärt Martin Scheuchenpflug. „Deshalb haben wir uns mit diesem Thema intensiv befasst und
nach einer geeigneten Lösung gesucht.“ Das Sensorik-Team rund um
den Produktmanager hat in Folge eine Maschine entwickelt, mit der
Barcodes faltenfrei und exakt positioniert auf Stahlbänder geklebt
werden können. Das auf diese Weise mit dem Barcode versehene
Stahlband muss nur noch an der Schiene befestigt werden. Das spart
dem Anwender Zeit und erleichtert zudem die Montage.
»
21_30_0115 2_austro 05.02.15 17:43 Seite 28
T
Technik pur
I SENSORIK
tät der Barcodes aus. Individuell kann festgelegt
werden, ab welcher Codequalität eine Warnung
erfolgt. Der Anlagenbetreiber weiß somit rechtzeitig, an welcher Position sich die Codequalität
verschlechtert und kann diese gezielt überprüfen und korrigieren.
Optische Datenübertragung
Bei der Datenlichtschranke »DDLS 500«
von Leuze erweist sich das Justieren mittels
vier gut sichtbarer Punkte auch über eine
längere Strecke als einfach und intuitiv.
BPS für schwankende Distanzen
Schmachtl versteht sich als ein lieferantenunabhängiger Gesamtanbieter und kann daher aus
einem großen Produktpool unterschiedlicher
Hersteller die für den Kunden am besten geeignete Applikationslösung zusammenstellen. „Bei
Anwendungen im Hochregallager haben sich
die Barcode-Positioniersysteme von Leuze besonders bewährt“, weiß Martin Scheuchenpflug
aus Erfahrung. Doch in Kurven bewirken bereits
ken des neuen Barcodelesegerätes. Durch das
ausgeklügelte Befestigungssystem und bereits
integrierte Feldbusschnittstellen erweisen sich
Montage, Austausch, Inbetriebnahme und Parametrierung des »BPS 300i« als einfach und
schnell.
Bei der Konzeptionierung des neuen BPS hat
Leuze neben den Anlagenbauern auch an die
Instandhalter gedacht. So ist der Anschlussteil
inkl. Parametrierung als eigener Bauteil ausgeführt. Bei Beschädigungen am BPS kann dieses
Zur Datenübertragung auf geraden Strecken
vom BPS zur Steuerung empfiehlt Martin Scheuchenpflug die ebenfalls neue optische Datenlichtschranke »DDLS 500« von Leuze. Sie ermöglicht die kontaktlose und verschleißfreie optische Kommunikation überall dort, wo mechanische Systeme an ihre Grenzen stoßen. „Der Kunde möchte nur bezahlen, was er auch tatsächlich
braucht, deshalb ist die neue Datenlichtschranke
»DDLS 500« mit 100Mbit/s Datenübertragungsrate modular aufgebaut und individuell bestück- und erweiterbar“, hebt Martin Scheuchenpflug hervor. Eine zweidimensionale integrierte Wasserwaage und vier Laser-Lichtpunkte
auf dem Boden erleichtern und beschleunigen
die Montage der »DDLS 500«. Sender und Empfänger können bis 300 m voneinander entfernt
sein, müssen allerdings guten Lichtkontakt haben. Sowohl Sender als auch Empfänger zeigen
durch einen LED-Balken den Empfangspegel des
eigenen und des anderen Gerätes an. Das vereinfacht das Justieren. „Die »DDLS 500« bietet
neben der optischen Datenübertragung zusätz-
kleine Abweichungen in der Distanz zwischen
dem BPS und dem Barcodeband, dass keine
Messwerte an die Steuerung geschickt werden.
Ein gängiges BPS stößt hier schnell an seine
Grenzen. „Daher setzen wir jetzt das neue »BPS
300i« von Leuze ein. Der Tiefenschärfebereich
beträgt 50 bis 170 mm – und damit mehr als bei
anderen Systemen. Es reagiert dadurch unempfindlicher auf Abstandsschwankungen“, beschreibt Martin Scheuchenpflug eine der Stär-
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einfach vom Anschlussteil genommen und
durch ein neues ersetzt werden. Das neue BPS
übernimmt über das Anschlussteil die vorhandene Parametrierung automatisch von der Steuerung und ist daher sofort wieder einsatzbereit.
Auch die Befestigung des BPS spart Zeit: Mit
dem Lösen von nur einer Schraube kann es gewechselt werden und befindet sich danach millimetergenau an der ursprünglich justierten Position. Als Zusatzfunktion gibt das BPS die Quali-
AUSTROMATISIERUNG
liche Funktionen, welche die Bedienung, Inbetriebnahme und Diagnose revolutionieren und
deutlich erleichtern“, verrät der Produktmanager abschließend. Auf Wunsch übernimmt
Schmachtl übrigens Montage und Ausrichtung.
Es werden aber auch Schulungen und Produkt(r.PA./TR)
trainings für Kunden angeboten.
INFOLINK: www.schmachtl.at
Fotos: Schmachtl, Leuze;
Innovation aus Österreich: Schmachtl hat eine Maschine entwickelt, mit der Barcodes faltenfrei
und exakt positioniert auf Stahlbänder geklebt werden können.
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»
KURZ
notiert
48-V-Lastkreise sicher überwachen
Die neue »LOCC-Box«-Lastüberwachung von Lütze erkennt
Überlast und Kurzschluss und schaltet den jeweils betroffenen Pfad ab. Der Strombereich lässt sich von 1 bis max. 6 A
über einen Schalter in 1-A-Schritten einstellen. Bei der
Charakteristik kann zwischen fünf verschiedenen Modi gewählt werden, über LEDs wird neben »Betrieb« und »Störung« die Auslastung
des Pfades mit »90% Load« oder »100% Load« angezeigt.
www.luetze.at
Rittal fertigt 10-millionsten »TS 8«-Schaltschrank
Das Schaltschranksystem produziert der deutsche Hersteller bereits seit
1999. Heute ist der Anreihschrank als Basis des Systembaukastens »Rittal –
Das System.« weltweit im Einsatz. Zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren
des »TS 8« zählen laut Rittal die große Flexibilität und Effizienz, hohe
Qualitäts- und Sicherheitstandards sowie die globale Verfügbarkeit.
www.rittal.at
7-Zoll-Widescreen-HMI
Das neue »ETT 732«-Panel von Sigmatek mit projiziertkapazitivem Touchscreen, LED-Backlight, »EDGE2«-Technology-Prozessor und einer Auflösung von 800 x 480
Pixel (15:9) versteht Gesten wie Zoomen, Weiterblättern
oder andere Zwei-Finger-Bewegungen. Schnittstellenseitig wartet das IP54-taugliche, 18,4 x 13,9 x 4,2 cm kleine Bediengerät mit
Ethernet, 2x CAN, USB und RS232 auf. Mit »Salamander« ist ein »Linux«basiertes Echtzeit-Betriebssystem vorinstalliert, die Visualisierung lässt
sich mit dem objektorientierte Engineering Tool »Lasal« realisieren.
www.sigmatek-automation.com
KatalogTIPP: Kapazitive Sensoren
In seinem neuesten Druckwerk zeigt Micro-Epsilon Möglichkeiten zur Weg-,
Abstands- und Positionsmessung mit kapazitiven Sensoren auf. Kapazitive Sensoren nutzen ein hochstabiles Messverfahren zur Weg- und Abstandsmessung.
Sie zeichnen sich aus durch sub-Nanometerauflösung, hohe Signalstabilität
und einen weiten Temperaturbereich von -270° bis +270° C.
www.micro-epsilon.com
Fotos: Lütze, Sigmatek, Schunk;
Service-Roboter aus dem Baukasten
Freundlich und »sympathisch«, unsichtbar, wenn man ihn
nicht braucht, allerdings Tag und Nacht auf Abruf – der
Butler von morgen heißt »Care-O-bot 4«, wurde vom
Fraunhofer IPA in Stuttgart entwickelt und feiert auf den
»Schunk Expert Days on Service Robotics« am 25. und 26.
Februar in Hausen (D) seine Weltpremiere. Modular aufgebaut ermöglicht er
unterschiedlichste Konfigurationen und vielfältige Einsatzszenarien.
www.schunk.at
AUSTROMATISIERUNG
21_30_0115 2_austro 05.02.15 17:43 Seite 30
I WENN’S RECHT IST
Vertrauen ist gut –
ein rechtssicherer
Vertrag besser!
Teil 1: Die Vertragsstrafe
Die Vertrags- bzw. Konventionalstrafe ist die Vereinbarung eines pauschalierten Schadenersatzes für den Fall der nicht vereinbarungsgemäßen Erfüllung eines Vertrages. Sie dient grundsätzlich dazu, vertragliche
Pflichten zu bestärken. Der Schuldner soll damit zur korrekten Erfüllung
veranlasst werden. Diese »Vorauspauschalierung künftig möglichen
Schadens« dient dazu, dem Gläubiger den Nachweis des konkreten erlittenen Schadens zu ersparen. Sie ist von der Höhe des wirklich eingetretenen Schadens unabhängig, kann also an sich auch dann schlagend
werden, wenn kein Schaden eingetreten ist. Regelmäßig wird das
Instrument der Vertragsstrafe aber auch dazu genutzt, den Vertragspartner bei der Leistungserbringung unter Druck zu setzen bzw. über
besonders kurze Fristsetzungen eine nachträgliche Reduktion des Kaufpreises herbeizuführen.
Grundsätzlich ist eine Konventionalstrafe nur bei Verschulden zu bezahlen. Sollte sie auch im Fall unverschuldeter Nichterfüllung gelten,
muss dies explizit vereinbart sein. Von dem die Vertragsstrafe auslösenden Endtermin bzw. Zeitplan kann auch schlüssig bzw. einvernehmlich
abgegangen werden, sodass die Vertragsstrafe nicht schlagend wird.
Überschaubare, kurzfristige Verzögerungen in der Sphäre des Gläubigers verlängern z.B. die Erfüllungsfrist. Übersteigen die Verzögerungen,
die aus der Sphäre des Gläubigers herrühren, das übliche Zeitmaß,
sodass der Zeitplan »über den Haufen geworfen« wird, gibt es keine
verbindliche Fertigstellungsfrist mehr und die Vertragsstrafe geht ins
Leere.
Eine Konventionalstrafe kann darüber hinaus gegen die guten Sitten
verstoßen, z.B. wenn ihre Zahlung das wirtschaftliche Verderben des
Schuldners herbeiführen oder seine wirtschaftliche Bewegungsfreiheit
übermäßig beeinträchtigen könnte bzw. wenn bei einer nur geringfügigen Fristüberschreitung eine hohe Strafe schlagend wird (z.B. 10%
des Auftragswertes für jeden Tag des Verzuges).
Seit dem 1. 1. 2007 unterliegt die Vertragsstrafe zwischen Unternehmern dem richterlichen Mäßigungsrecht. Auf dieses kann im Voraus
(z.B. vertraglich) nicht verzichtet werden. Wichtigstes Mäßigungskriterium ist die Höhe des tatsächlich eingetretenen Schadens. Es kommt zu
einer Interessensabwägung zwischen dem tatsächlich eingetretenen
Schaden und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Schuldners.
Die tatsächliche Minderung ist stets eine Frage des Einzelfalls: so hat der
OGH in einem Fall die Strafe um 25% reduziert, in einem anderen Fall
von 12.000 Euro auf 1.000 Euro. Darüber hinaus führt ein Mitverschulden des Gläubigers grundsätzlich zur Herabsetzung der Vertragsstrafe.
Um mögliche Nachteile zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, auf die
exakte Formulierung zu achten und im Fall einer Inanspruchnahme
deren Berechtigung rechtlich überprüfen zu lassen.
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KURZ
notiert
Hält 22 Millionen
Torsionsbewegungen stand
Die Ethernet-Roboterleitung »chainflex CFROBOT8.045« hat im igus-Normtest dieses beeindruckende Ergebnis geschafft. Der Clou: Damit
die Leitungen stabil bleiben und die Datensicherheit gewährleistet ist, setzt igus auf die Kombination von
gleitfähigen und gleichzeitig hoch stabilen Folien und besonderen
Füllelementen, die wie Stoßdämpfer an Autos funktionieren und
so die auftretenden Kräfte systematisch abfangen.
www.igus.at
Konfigurationssoftware senkt Fehlerrisiko
Das neue »Festo Design Tool 3D« verringert das Fehlerrisiko beim
Konstruieren und Bestellen von pneumatischen Antrieben und ganzen Systembaugruppen. Die Software bereitet den komfortablen
Weg zur Konstruktion von Standardzylinder-Baugruppen mit Zubehör in allen gängigen CAD-Formaten vor. Fehlerrisiken wie beim
Anlegen und Bestellen von Einzelkomponenten verringern sich
deutlich. Das Tool steht zum kostenlosen Download bereit unter:
www.festo.at/FDT-3D
Bunte Gehäuse
Mit dem neuen »CC-5000 neXt« AluminiumSteuergehäuse ergänzt Bernstein die bestehenden Produktprogramme »CC-3000« und
»CC-4000«. Neben technischen Optimierungen
standen bei der Entwicklung vor allem eine
moderne Optik und ein modulares System im Vordergrund. Neun
Einbautiefen von 53 bis 334 mm stehen zur Wahl. Mit einem speziell
auf das Design abgestimmten Verbindungselement sind auch Pultlösungen in neuer Form realisierbar. Eckmodule, Frontplatte und
Rückwand sowie die standardmäßig eloxierten Strangpressprofile
können im RAL-Farbspektrum pulverbeschichtet werden.
www.bernstein.at
»Parasolid« in neuer Version
Siemens PLM Software bringt Version 27.1 der Software-Komponente für 3D-Geometriemodellierung auf den Markt. Entwickler können nun u.a. komplexe Modellierungsfunktionen implementieren,
wobei im Vorfeld mehrere einzelne Vorgänge in einem einzigen
Schritt gebündelt werden. Die aktuelle Version reduziert die Anzahl
der Arbeitsabläufe für anspruchsvolles Blending sowie Beschichtungs- und Druckvorgänge. Darüber hinaus bietet sie neue
Optionen und Steuerungen für ästhetische Ergebnisse.
www.plm.automation.siemens.com
AUSTROMATISIERUNG
Fotos: Igus, Bernstein;
Rechtsanwältin – spezialisiert auf
Unternehmensrecht, Vertragsrecht
und Gesellschaftsrecht
E-Mail: n.shotekova@agh-law.at
www.agh-law.at
»
Gastkommentar von
Mag. Nevena Shotekova
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:49 Seite 31
PRODUKTNEUHEITEN
des Jahres – wer welche wann bringt
INTELLIGENTES
KRAFTPAKET
PROMOTION
Wie die mechatronischen
Greifmodule »EGL 70«
von SCHUNK Kraft und
Intelligenz vereinen
AUSTROMATISIERUNG
SONDERTEIL
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:50 Seite 32
INTELLIGENTES
KRAFTPAKET
Der mechatronische SCHUNK-Parallelgreifer »EGL 70« vereint Kraft und Intelligenz:
Mit einer variablen Greifkraft zwischen 50 und 600 N ist er einer der
leistungsdichtesten und flexibelsten Mechatronikgreifer am Markt und damit
prädestiniert für industrielle Anwendungen.
er intelligente und zugleich kraftvolle »EGL«Parallelgreifer ermöglicht flexible und effiziente Handhabungsprozesse. Da sich Fingerposition, Schließgeschwindigkeit und Greifkraft innerhalb
eines Maximalhubs von 48 mm pro Finger frei programmieren lassen, kann er im Wechsel unterschiedlichste Teile bis 3 kg im Kraftschluss präzise handhaben.
Um die Taktzeit zu verkürzen, lassen sich die Greiferfinger vorpositionieren. Die komplette Steuerungsund Leistungselektronik des »EGL« ist platzsparend im
Inneren verbaut, so dass er sich dezentral und dank
24 VDC Betriebsspannung bei Bedarf sogar mobil einsetzen lässt. Über die Standardschnittstellen ProfibusDP und CAN-Bus kann er schnell und einfach in übergeordnete Anlagensteuerungen eingebunden werden.
Als Serviceschnittstelle verfügt der Greifer über einen
USB-Anschluss. Ein bürstenloser Servomotor gewährleistet einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb ohne Wartungsaufwand. Zur Positionserhaltung im Falle eines
Stromausfalls verfügt der Greifer über eine elektrisch
aktivierte Bremse. Da der »EGL« industrielle Standards
erfüllt und in der Grundausführung ausschließlich über
Industriesteckverbinder angeschlossen wird, reduziert
sich die Montagezeit mit ihm auf ein Minimum. Der
kraftvolle Mechatronikgreifer fügt sich nahtlos in das
weltweit umfassendste standardisierte Modulprogramm für Greifsysteme von SCHUNK ein. In Kombination mit Schnellwechselsystemen und anderem Roboterzubehör kann er die Flexibilität und Effizienz von
Handhabungsprozessen deutlich steigern. Er eignet
sich für unterschiedlichste Anwendungen im Bereich
der industriellen Montagetechnik, im Maschinenbau
aber auch in der Laborautomation.
D
Über SCHUNK
Mit Pioniergeist und Perfektion setzt das familiengeführte
Unternehmen SCHUNK weltweit Maßstäbe. Das Unternehmen
mit Sitz in Lauffen bei Stuttgart gilt als Kompetenzführer für
Spanntechnik und Greifsysteme. Mit seinen über 2.300 MitarLink zum »EGL 70«.
beitern und einem globalen Netz aus Ländergesellschaften
und Vertriebspartnern ist der weltweit führende Hersteller von Komponenten und
Subsystemen für den Anlagen- und Maschinenbau in über 50 Ländern vertreten.
PROMOTION
I
Foto: Schunk
SCHUNK Intec GmbH
Friedrich-Schunk-Straße 1, 4511 Allhaming
Tel.: (07227) 22 399-0, FAX: (07227) 21 099
E-Mail: info@at.schunk.com
www.at.schunk.com
Verfügbarkeit des neuen Parallelgreifers »EGL 70«: Sofort.
32
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:50 Seite 33
ENTWICKLUNGSZEIT
UM 67% REDUZIERT
Software-Engineering ist und wird ein immer wichtigerer Zeit- und Kostenfaktor.
An dieser Stelle greift das revolutionäre B&R-Konzept »mapp«: Mit Bausteinen
lässt sich die Entwicklungszeit um durchschnittlich 67% reduzieren.
m den Anforderungen von »Industrie 4.0« gerecht
zu werden, müssen Maschinen und Anlagen immer flexibler werden. Dabei stoßen mechanische
Lösungen an ihre Grenzen und werden durch mechatronische Lösungen ersetzt. Längst sind es nicht mehr nur
Autos, die individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen
Kunden angepasst werden. Die oft zitierte „Losgröße 1“
spielt auch außerhalb des Consumer-Marktes eine immer
bedeutendere Rolle. Das Phänomen der individuellen Massenproduktion bewirkt, dass der Anteil der Software an der
Entwicklung immer größer wird.
Auch wenn die erforderliche Software für Entwicklungsprojekte immer komplexer, umfangreicher und individueller wird, gibt es Funktionen, die immer wiederkehren.
Dazu gehören neben der Steuerung von Einzel- und Mehrachssystemen auch allgemeine Verwaltungsfunktionen
wie Rezeptverwaltung und vieles mehr. »mapp« (»modular application technology«) nimmt dem Softwareentwickler die Programmierung dieser Basis-Funktionen ab.
U
Verfügbarkeit der neuen »mapp Technology«: Sofort
AUSTROMATISIERUNG
B&R ist ein Privatunternehmen mit Hauptsitz in Österreich
und Niederlassungen in der ganzen Welt. Als Branchenführer in der Industrieautomatisierung kombiniert B&R
modernste Technologien mit fortschrittlichem EngineeLink zu »mapp«
ring. B&R stellt den Kunden verschiedenster Branchen perfekte Gesamtlösungen in der Prozessautomatisierung, Antriebs- und Steuerungstechnik, Visualisierung und integrierten Sicherheitstechnik bereit. Lösungen für die industrielle Feldbus-Kommunikation – allen voran POWERLINK und
der offene Standard openSAFETY – runden das Leistungsportfolio von B&R ab.
Darüber hinaus ist die Software-Entwicklungsumgebung Automation Studio
Wegweiser für zukunftsgerichtetes Engineering. Mit seinen innovativen Lösungen setzt B&R neue Standards in der Automatisierungswelt, hilft Prozesse zu vereinfachen und übertrifft Kundenerwartungen.
I
Foto: B&R
Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik Ges.m.b.H.
B&R Straße 1
5142 Eggelsberg
Tel.: (07748) 6586-0
FAX: (07748) 6586-26
E-Mail: office@br-automation.com
www.br-automation.com
PROMOTION
Konfigurieren statt Programmieren
Die einzelnen »mapp«-Bausteine lassen sich einfach konfigurieren, ohne dass der Entwickler jedes einzelne Detail
programmieren muss. Mehrachssysteme, gekoppelt über
Kurvenscheiben oder elektronische Getriebe, unterschiedlichste Roboter-Kinematiken und vieles mehr lassen sich
mit »mapp« innerhalb weniger Stunden in Betrieb nehmen. »mapp« ist vollständig in »Automation Studio« integriert. Nach einer kurzen Schulung in dieser Software
kann jeder Entwickler »mapp«-Funktionen einsetzen. Dadurch wird der Einsatz komplexer Software-Lösungen
auch für kleinere Unternehmen möglich, die bisher die
Ressourcen dafür nicht aufbringen konnten oder das Risiko einer Fehlentwicklung vermeiden wollten. Die Investitionsrisiken sinken mit »mapp« dramatisch.
Über B&R
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31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:50 Seite 34
MANY-CORE-MASCHINENSTEUERUNG
– 36 PROZESSORKERNE FÜR
MAXIMALE RECHENLEISTUNG
Beckhoff bringt mit dem »C6670« erstmals einen IndustrieServer mit 12, 24 und 36 Cores auf den Markt.
entrale Steuerungsarchitekturen bieten viele Vorteile
gegenüber verteilten Architekturen. In modernen Produktionslinien oder einzelnen Hochleistungsmaschinen werden
aber immer mehr Funktionalitäten mit immer kürzeren Zykluszeiten implementiert. Das setzt leistungsstärkere zentrale Steuerungseinheiten voraus. Mit dem Industrie-Server »C6670« bringt
Beckhoff eine der leistungsfähigsten Steuerungen auf den Markt,
die mit 12, 24 oder 36 Kernen ausgestattet ist. Der Arbeitsspeicher
kann von 64 bis 2.048 GByte ausgebaut werden. Effektiv nutzbar
wird diese immense Rechenleistung aber erst durch die Ausschöpfung jedes einzelnen Kernes durch die Automatisierungsplattform
»TwinCAT 3.1«.
Mit dem Konzept »Many-Core Control« verfolgt Beckhoff konsequent die Philosophie der zentralen Steuerung mit integriertem
»Scientific Automation«. Das heißt, alle Steuerungsfunktionalitäten der Maschine, neben PLC, Motion, Robotik und CNC auch
Messtechnik und Vision, werden in einer Software – »TwinCAT« –
integriert und auf einer leistungsfähigen CPU ausgeführt. Mit
»TwinCAT 3.1« lassen sich alle Cores optimal nutzen, indem die
einzelnen Steuerungstasks auf die verfügbaren Kerne verteilt werden. Durch die Entwicklung des »C6670« macht Beckhoff die ManyCore-Technologie für den Maschinenbau zugänglich: Anwender
können für ihre Applikationen, in Bezug auf schnelle und leistungsfähige Maschinensteuerungen, nahezu ohne Grenzen denken.
Der »C6670« ist der erste Beckhoff-Industrie-Server. Neben rechenintensiver Steuerungstechnik kann der Server beispielsweise
auch für die komplexe Robotik oder Bildverarbeitung genutzt
werden. Der für den Schaltschrankeinbau konzipierte Server enthält zwei »Intel-Xenon«-Prozessoren mit jeweils 6, 12 oder 18 Cores auf einem Motherboard mit zwei Gigabit-Ethernet-Controllern
und eine leistungsfähige Grafikkarte. Neben der enormen Performance von bis zu 2.048 GB DDR4-RAM Arbeitsspeicher stehen vier
PCIe-Gen-III-x16-, ein PCIe-Gen-III-x8- und ein PCIe-Gen-II-x4-Steckkarten-Slot(s) für mehrere Interfacekarten zur Verfügung.
Z
Über Beckhoff
PROMOTION
I
Beckhoff Automation GmbH, Hauptstraße 4, 6706 Bürs
Tel.: (05552) 688 13-0, FAX: (05552) 688 13-18
E-Mail: info@beckhoff.at, www.beckhoff.at
Foto: Beckhoff
Beckhoff realisiert offene Automatisierungssysteme auf der
Grundlage PC-basierter Steuerungstechnik. Das Produktspektrum umfasst die Hauptbereiche Industrie-PC, I/O- und Feldbuskomponenten, Antriebstechnik und Automatisierungssoftware.
Link zum »C6670«.
Die »New Automation Technology« von Beckhoff steht für universelle und branchenunabhängige Steuerungs- und Automatisierungslösungen,
die weltweit in den verschiedensten Anwendungen, von der CNC-gesteuerten
Werkzeugmaschine bis zur intelligenten Gebäudesteuerung, zum Einsatz kommen.
Die österreichische Tochtergesellschaft Beckhoff Automation GmbH, mit Sitz in
Bürs, wurde 1997 gegründet. Neben dem Vertrieb und dem technischen Support
steht den Kunden in Bürs ein Trainingscenter zur Verfügung. Mit regionalen
Vertriebsbüros in Innsbruck, Hagenberg, Kottingbrunn und Hallein garantiert
Beckhoff Österreich eine flächendeckende Kundenbetreuung vor Ort.
Verfügbarkeit des neuen Industrie-Servers »C6670«:
noch im 1. Quartal 2015.
34
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:52 Seite 35
SIXPACK:
KOMPAKT-SERVODRIVE
Mehr Performance und Dynamik bei weniger Bauraum und Kosten
– das bietet der neue, hochpräzise
6-Achs-Servodrive »SDD 1000« von SIGMATEK.
er leistungsfähige 6-Achs-Servodrive ist für drei kleinere
Achsen (10 A Nennstrom/ 20 A Spitze) und drei größere Achsen (20 A /40 A) konzipiert, wie sie häufig in hochdynamischen Multi-Achsanwendungen zu finden sind. Regler-Zykluszeiten
von nur 62,5 µs sorgen für eine außerordentlich exakte Positionierung bei hoher Geschwindigkeit.
D
Bauraum und Kosten reduziert
Das System ist wirtschaftlicher als Einzelachsen und spart aufgrund
der kompakten Bauform teuren Schaltschrankplatz. Der Sechsachser
misst gerade mal 21 cm in der Breite, 59 cm in der Höhe und hat
eine Einbautiefe von 22 cm. Möglich wird dieses geringere Bauvolumen durch den Einsatz modernster Antriebstechnologie und der
Einsparung von Material, da sich die sechs Antriebsregler sowohl das
Gehäuse als auch Controller, Zwischenkreis und Kühlkörper teilen.
So ist es möglich, die Gerätekosten zu reduzieren und gleichzeitig
die Stabilität und Effizienz zu steigern.
Als Lösungsanbieter entwickelt und produziert
SIGMATEK komplette Automatisierungssysteme für
den industriellen Maschinen- und Anlagenbau:
Steuerungs- und Antriebstechnik, Visualisierung,
Link zum
vollintegrierte Sicherheitstechnik und die durch»DIAS-Drive 1000«.
gängige all-in-one Softwaresuite »LASAL« – alles
»made in Austria« und rund um den Globus im Einsatz. Das tiefe Applikations-Know-how und der ausgeprägte Servicegedanke des Salzburger
Automatisierungsexperten garantieren, dass SIGMATEK-Kunden über
flexible, bedienerfreundliche und zukunftssichere Lösungen verfügen, die
ihre Maschinen noch erfolgreicher machen – ein Mehrwert und zwar
während des gesamten Produktlebenszyklus. We MaxUp your Automation.
SIGMATEK GmbH & Co KG
Sigmatekstraße 1, 5112 Lamprechtshausen
Tel.: (06274) 43 21-0, FAX: (06274) 43 21-18
E-Mail: office@sigmatek.at, www.sigmatek-automation.com
PROMOTION
I
Safety integriert
Gängige achsbezogene Sicherheitsfunktionen wie »Safe Brake
Control« (SBC), »SafeTorque off« (STO) und »Safe Stop 1« (SS1) sind
in den »DIAS-Drives 1000« implementiert (SIL 3 bzw. SIL CL 3 gemäß
EN 62061 und nach PL e, Kat. 4 gemäß EN ISO 13849-1). Die Serie
umfasst zudem Drives mit drei und vier Antriebsreglern. So lässt sich
die Achsanzahl präzise auf die jeweilige Anwendung abstimmen.
Über SIGMATEK
Foto: Sigmatek
Flexibel: Gebermodule von außen steckbar
Viel Flexibilität bieten die von außen steckbaren Gebersysteme –
aktuell sind Resolver, EnDat 2.1 und Hiperface DSL verfügbar. Die
verschiedenen Feedback-Module oder auch neue Geber-Varianten
lassen sich so einfach hinzufügen oder austauschen. Der Anwender
verfügt also immer genau über die Feedbacksysteme, die er für
seine Applikation benötigt. Die Rückführungsmodule werden vom
Drive automatisch erkannt.
Verfügbarkeit der neuen »SDD 1000«: Noch im 1. Quartal 2015.
AUSTROMATISIERUNG
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31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:52 Seite 36
MULTITOUCH, MULTITASK
UND MULTIFUNKTIONAL
– DIE PERFEKTE VISUALISIERUNG
Bachmann electronic bietet mit dem neuen Web-Terminal »OT1300«, dem Panel-PC »OT1200«
und der neuen Remote-Serie (»BPC1500«, »DD1500«, »DF1500«) ein umfassendes Portfolio
für verschiedenste Einsatzbereiche und Leistungsklassen.
rillant, schnell, störungsfrei, robust, effizient – die
HMI-Systeme der nächsten Generation von Bachmann electronic erfüllen alle Anforderungen an das
Bedienen und Beobachten von komplexen Anlagen. Die
Kombination aus leistungsstarken Prozessoren und modernsten Touchscreens garantiert die einwandfreie Visualisierung von grafisch komplexen Oberflächen. Das Ergebnis:
Visualisierungsgeräte für jede Anwendung. Dabei sind umfassende Konfigurationsmöglichkeiten genauso selbstverständlich wie kundenspezifische Anpassungen, wie z. B. die
Frontplatte im Corporate Design oder individuelle Software-Lösungen.
Bachmann Produkte und Technologien stehen für Robustheit, Langlebigkeit und Qualität. Die Zuverlässigkeit wird
durch 48-Stunden-Run-In-Tests im Klimaschrank gewährleistet, die jedes Visualisierungsgerät durchlaufen muss. Als
Systemanbieter kann Bachmann eine für den Markt einzigartig dichte Integration von Komponenten anbieten. Steuerung, Visualisierungssoftware und HMI-Hardware sind
perfekt aufeinander abgestimmt, so dass die Systeme dauerhaft wirtschaftlich und störungsfrei im Einsatz sind.
B
Verfügbarkeit des erweiterten HMI-Portolios: Seit Februar 2015.
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AUSTROMATISIERUNG
I
Bachmann
electronic GmbH
Kreuzäckerweg 33
6800 Feldkirch
Tel.: (05522) 3497-0
FAX: (05522) 3497-1102
E-Mail: info@bachmann.info
www.bachmann.info
Foto: Bachmann
Die Bachmann electronic GmbH entwickelt, produziert
und vertreibt innovative Steuerungs-, Kommunikationsund Visualisierungssysteme für anspruchsvolle Automatisierungslösungen. Mit über 70.000 installierten Systemen
Link zu Bachmann.
und einem Marktanteil von über 50% ist Bachmann electronic weltweit die Nr.1 bei der Automatisierung von Windkraftanlagen. Zusätzlich ist Bachmann in den Geschäftsfeldern Industrie und Maschinenbau,
Marine und Offshore sowie Erneuerbare Energien tätig. Mit rund 400 Mitarbeitern hat Bachmann neben den europäischen Niederlassungen in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Österreich (Hauptsitz in Feldkirch)
auch Büros in China, Indien und den USA.
PROMOTION
Die Vorteile:
• Große Auswahl an Performancevarianten
(z. B. High-End-Prozessor »Intel Core i7«)
• Speichermedien (CFast, SSD, HDD)
• Diagonalen von 7“ bis 21,5“
• 100% Serientests
• 0–60° C Betriebstemperatur lüfterlos
• Perfekt abgestimmt auf Web-Visualisierungen mit
»atvise«-Technologien
• Kundenspezifische Anpassungen möglich
Über Bachmann electronic
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:52 Seite 37
CODIERTE SICHERHEITSSCHALTER
IN SCHMALERER BAUFORM
Die codierten Sicherheitsschalter »PSENcode« von Pilz dienen sowohl der Stellungsüberwachung von trennenden Schutzeinrichtungen als auch der Positionsüberwachung. Jetzt ist »PSENcode« neu auch in schmaler Bauform erhältlich.
m Vergleich zu »PSENcode« (kompakte Bauform) hat die neue Variante »PSENcode«
eine geringere Höhe (13 mm) bei gleicher
Breite. Die codierten Sicherheitsschalter vereinen dank RFID-Transpondertechnologie höchsten Manipulationsschutz mit kleinstem
Raum. Zudem erlaubt das neue Mitglied der
»PSENcode«-Familie die Montage an Türen,
Hauben oder Klappen in bis zu vier Betätigungs- und Anfahrrichtungen und je zwei
unterschiedlichen Schaltabständen. Dank
dieser Vielseitigkeit bietet »PSENcode« dem
Konstrukteur einen hohen Freiheitsgrad beim
Maschinendesign. So lassen sich auch Anwendungen umsetzen, die bisher nur mit magnetischen Sicherheitsschaltern realisiert wurden.
Varianten mit Magnetverrastung vervollständigen die neue »PSENcode«-Serie von Pilz.
»PSENcode« erfüllt die Anforderungen der
neuen EN ISO 14119 mit Blick auf vollcodierte
und unikat-vollcodierte RFID-Sicherheitsschalter und ist einsetzbar bis PL e.
I
AUSTROMATISIERUNG
37
I
Pilz GmbH
Modecenterstr. 14, 1030 Wien
Tel.: (01) 798 62 63-0
FAX: (01) 798 62 64
E-Mail: pilz@pilz.at, www.pilz.at
Foto: Pilz
Pilz ist mit weltweit über 1.900 Mitarbeitern international agierender Technologieführer in der Automatisierungstechnik. In
diesem Bereich entwickelt sich Pilz konsequent zum Komplettanbieter mit Lösungen für die Sicherheits- und AutomatisieZur Produktübersicht.
rungstechnik. Neben dem Stammhaus in Deutschland ist Pilz mit
31 Tochtergesellschaften und Niederlassungen auf allen Kontinenten vertreten. Zu
den Produkten zählen Sensorik, elektronische Überwachungsgeräte, Automatisierungslösungen mit Motion Control, Sicherheitsschaltgeräte, programmierbare Steuerungssysteme sowie der Bereich Bedienen und Beobachten. Für die industrielle Vernetzung stehen sichere Bussysteme, Ethernetsysteme sowie industrielle Funksysteme
zur Verfügung. Lösungen von Pilz kommen in allen Bereichen des Maschinen- und
Anlagenbaus zum Einsatz. Pilz bietet darüber hinaus ein umfassendes Dienstleistungsprogramm mit vielfältigem Schulungsangebot. Mit Sicherheitsberatung und Engineering steht zudem ein durchgängiger und kompetenter Service zur Verfügung.
PROMOTION
Verfügbarkeit der neuen codierten Sicherheitsschalter »PSENcode«:
Noch im 1. Quartal 2015.
Über Pilz
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:53 Seite 38
FLEXIBLER MINI-PC ALS
ALTERNATIVE ZUR 19‘‘-KLASSE
Stark in der Performance, hoch flexibel hinsichtlich Erweiterung und Konfektionierung, klein und kompakt im Aufbau: Eine neue Generation industrieller
Box-PCs kombiniert die Leistungs- und Anwendungsbandbreite der
19“-IPC-Klasse mit der Robustheit und dem Formfaktor des Mini-PCs.
ie »Spectra PowerBox 3000« kombiniert das Leistungsvermögen der 19“-IPC-Klasse mit den Vorzügen des kompakten Formfaktors eines Box-PCs.
Das modular gestaltete Design unterstützt eine breite Palette an Ausbau- und Erweiterungsoptionen. Der grundsätzlich mögliche lüfterlose Betrieb sowie der kabellose
Aufbau des Grundgerätes garantieren ein ausfallsicheres
Arbeiten selbst bei heftigen mechanischen Einflüssen.
Die Architektur der »Spectra PowerBox 3000«-Systeme, in
denen die 4. Generation der »Intel Core«-Prozessoren
»i3/i5/i7« (»Haswell«) zum Einsatz kommt, bietet ein
Höchstmaß an Flexibilität in der individuellen Konfektionierung. Der Aus- oder Umbau des Grundgerätes ist sehr
bequem, da Komponenten oder Karten weitgehend nur
noch gesteckt oder geschoben werden. Das in der größten Bauhöhe nur 126 x 227 x 261 mm große Gehäuse bietet Platz für ein optionales Einschubmodul, das zwei
PCI/PCIe-Steckkarten aufnehmen kann. Über eine MiniPCIe-Karte auf der Oberseite der Hauptplatine lässt sich
ein WiFI-/3G-/GPS-Betrieb realisieren. Zusätzlich erhöhen
zwei weitere Mini-PCIe-Steckplätze die potenzielle Zahl
der Schnittstellen/Feldbusse. Diese Schnittstellen werden
über einheitliche Steckerblenden im Gehäuse nach außen
geführt. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf 32 GB ausbauen. Speichermöglichkeit bieten zwei mSata-Interfaces. Es
besteht außerdem die Option, zwei 2,5“-Schächte mit
HDD/SDD-Laufwerken zu bestücken. Neben der flexiblen
Konfektion vereinfacht eine sehr gute Zugänglichkeit die
Wartbarkeit einzelner Komponenten. Die umfangreichen
Erweiterungsoptionen machen die »Spectra PowerBox
3000« zur echten Alternative zum 19“-IPC.
D
Über Spectra
Verfügbarkeit der »Spectra PowerBox 3000«-Serie: Sofort.
38
PROMOTION
I
Spectra GmbH & Co. KG., Niederlassung Österreich
Gewerbepark Ost 1, 4621 Sipbachzell (Wels)
Tel.: (07240) 20 190, FAX: (07240) 20 190 60
E-Mail: info@spectra-austria.at, www.spectra-austria.at
Foto: Spectra
Die Spectra GmbH & Co. KG ist der Partner für
Industrie-PCs, industrielle Kommunikation und
Automation im deutschsprachigen Raum. Mit professioneller Beratung vertreibt das 1982 gegründeLink zur »Spectra
te Unternehmen Komponenten für das Steuern,
PowerBox 3000«
Messen und Kommunizieren und entwickelt und
baut maßgeschneiderte PC-Systeme für die Industrie. Ein Zentrallager mit
über 45.000 Produkten am Stammsitz Reutlingen garantiert jederzeit eine
schnelle Lieferung. Die Spectra-Synergie aus Handels- und Entwicklungskompetenz sichert Einkäufern wie Konstrukteuren ein hohes Maß an
Flexibilität und Innovation. Kunden in Österreich werden von einer eigenen Niederlassung betreut. Spectra – powered by individuality.
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:54 Seite 39
SMART-LIGHT
STATT STACK-LIGHT
Neben der bisherigen Ausführung mit maximal fünf Segmenten
bietet Balluff seine »IO-Link-Smart-Light« jetzt in zwei weiteren
Varianten mit drei Segmenten bzw. einem Segment an – und das
wahlweise mit oder ohne akustischer Signalisierung.
eder Maschinenbauer kennt die Situation: Zur fertigen
Applikation gehört in den meisten Fällen auch immer
eine Signalanzeige, die dem Anlagenführer bestimmte Betriebszustände, Bedienereingriffe oder auch Gefahrenzustände anzeigen soll. Jeder Maschinensituation wird hierzu eine bestimmte Farbe oder auch Kombination aus verschiedenen Farben zugeordnet. Das wird sehr häufig mit
Hilfe von Signalleuchten realisiert, die mehr oder weniger
über ihre Hardware konfiguriert werden. Dass dies auch
grundlegend anders geht, zeigt der Sensorspezialist und
Connectivity-Anbieter mit seiner »IO-Link-Smart-Light«, die
ab sofort in drei Varianten erhältlich ist.
Die »IO-Link-Smart-Light« von Balluff verfügt über alle
Features, um den Bereich der Signalleuchten grundlegend zu
revolutionieren. Das sonst übliche aufwändige Kombinieren
verschiedenfarbiger Module zu einer Leuchte entfällt, denn
sie kann ad hoc über die Steuerung auch »on the fly« an
ihre neue Aufgabe angepasst werden.
Dabei ist die »IO-Link-Smart-Light« auch ein richtiges Multitalent, denn sie kann sehr viel mehr, als nur mit drei Farben
dem Anlagenführer bestimmte vordefinierte Betriebszustände zu signalisieren. Es lassen sich sogar Tendenzen, Verläufe
und Trends von physikalischen Größen darstellen. Temperaturzustände, Füllstände von Anlagen oder auch die Position
eines Schlittens über ein Wegmesssystem können auf der
Säule visualisiert werden.
Zum Anschluss und zur Installation genügt IO-Link-typisch
ein einfaches ungeschirmtes, dreiadriges Sensorkabel und
schon bietet die LED-Signalsäule mit ihren drei Betriebsarten
»Stacklight«, »Level« und »Run« maximale Funktionalität
und bislang ungeahnte Möglichkeiten.
J
Über Balluff
lnnovative Technik mit handfesten Kosten- und Nutzenvorteilen ist die Profession des Sensorspezialisten
Balluff und seiner über 2.750 Mitarbeiter. 1921 gegründet, hat sich das Unternehmen in den vergangeLink zu Balluff.
nen Jahrzehnten zu einem führenden, global tätigen
Sensorspezialisten und Anbieter von RFID- und Industrial Networking-Lösungen für alle Bereiche der industriellen Automation entwickelt. Produktions- und Entwicklungsstandorte sowie 61 Niederlassungen und Repräsentanzen sind um den ganzen Globus verteilt. Die österreichische Niederlassung in Brunn am Gebirge mit ihrem eng geknüpften Vertriebsnetz ist
ein Garant für hohe Liefersicherheit und kurze Wege zu ihren Kunden.
PROMOTION
I
Foto: Balluff
Balluff GmbH
Industriestraße B16, 2345 Brunn am Gebirge
Tel.: (02236) 32521-0, FAX: (02236) 32521-46
E-Mail: sensor@balluff.at, www.balluff.at
Verfügbarkeit der »IO-Link-Smart-Light«: Sofort.
AUSTROMATISIERUNG
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31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:55 Seite 40
KOMPAKTE CONTROLLER
FÜR DEN DEZENTRALEN EINSATZ
Siemens bringt neue CPU-Ausprägungen für die dezentrale Peripherie
»Simatic ET 200SP« auf den Markt. Ausgestattet mit integrierten
Ethernet-Ports besitzen sie dieselben Funktionalitäten wie die CPUs
»1511« und »1513« der »S7-1500«-Baureihe – inklusive Safety.
er neue »Distributed Controller« für die »Simatic ET 200SP«
ist ein modularer, dezentraler Controller, der flexibel einsetzbar ist. Dank seiner kompakten Bauform benötigt er wenig Platz im Schaltschrank. Da er die gleichen Speicherkonzepte,
Mengengerüste und Features wie die »S7-1511« und »1513«-CPUs
aufweist, können Anwenderprogramme mit unterschiedlicher Bauform genutzt werden. Für den Busanschluss sind drei Ethernetports
mit variablen Busadaptern (RJ45, FC, SCRJ) integriert. Das Optionenhandling im Zentralaufbau erlaubt überdies ein flexibles Nachrüsten
von Optionen ohne Engineering-Aufwand. Ergänzt wird das Angebot bei den Distributed Controllern durch die fehlersicheren CPU-Varianten »1510SP F« und »1512SP F« für die modulare, fehlersichere
Automatisierung. Damit ist es nun auch in der »ET 200SP« möglich,
Standard- und fehlersichere Anwendungen in einem Controller zu
realisieren. Ein weiteres Plus ist der hohe Investitionsschutz, da einmal entwickelte Anwenderprogramme dank »TIA Portal« sowohl
auf »Simatic S7-1200« als auch auf »Simatic S7-1500« ganz einfach
portiert werden können.
D
Über Siemens Österreich
Siemens Aktiengesellschaft Österreich
Postfach 83, 1211 Wien
Alexander Hinner, Tel.: 51707-24573
E-Mail: alexander.hinner@siemens.com
www.siemens.at
Verfügbarkeit der neuen »Simatic ET 200SP«-Controller: Seit Jänner 2015.
40
PROMOTION
I
Ebenfalls neu bei den modularen »Distributed Controllern« ist der
kompakte »Simatic ET 200SP Open Controller«. Er verbindet als erster Controller dieses Typs die Funktionen eines PC-basierten Software-Controllers mit Visualisierung, »Windows«-Anwendungen und
zentralen I/Os in einem kompakten Gerät. Dadurch benötigen Anwender weniger Ersatzteilhaltung und auch der Evaluierungs- und
Serviceaufwand verringert sich merklich. Der »Open Controller« ist
flexibel mit den Standard-»ET 200SP«-Modulen erweiterbar und optimiert für Serienmaschinen und Maschinen mit verteilter Architektur. Zum Beispiel benötigt er aufgrund seiner kompakten Bauform
nur wenig Platz im Schaltschrank. Dank der 100-prozentigen Kompatibilität zu »ET 200SP«-CPU-Projekten lassen sich verschiedene
Leistungsanforderungen ohne zusätzlichen Aufwand erfüllen.
Siemens steht in Österreich seit 135 Jahren für
technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität und Zuverlässigkeit. Die Geschäftstätigkeit
konzentriert sich auf die Bereiche ElektrifizieLink zu Infos über
rung, Automatisierung und Digitalisierung.
»TIA-Produkte«.
Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller
energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. In Österreich
beschäftigt Siemens 12.550 MitarbeiterInnen. Siemens Österreich
übernimmt innerhalb des globalen Konzerns die Geschäftsverantwortung für 18 Länder in Zentral- und Südosteuropa.
Foto: Siemens
PC-basierter Controller
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:55 Seite 41
EIGENSICHERE BREMSWIDERSTÄNDE
BIS 18 KW DAUERLEISTUNG
MIT UL-ZULASSUNG
Mit dem »DC-Powerswitch« von FRIZLEN können Bremswiderstände unabhängig von
ihrer Bauart eigensicher überwacht werden, sodass in Fehlerfällen eine Überhitzung
durch rechtzeitiges Abschalten verhindert wird.
Mit dem »DC-Powerswitch« von FRIZLEN
können Bremswiderstände unabhängig von
ihrer Bauart eigensicher überwacht werden,
sodass eine Überhitzung in allen vorstehend
genannten Fehlerfällen durch rechtzeitiges
Abschalten verhindert wird. Durch die skalierbare Ausführung erfolgt die Anpassung
exakt an die jeweilige Applikation. Die volle
Dynamik für den Antrieb ist damit gewährleistet. Das Potenzial der Bremswiderstände
kann damit voll ausgenutzt werden, ohne es
zu überschreiten. Zudem sind diese Bremswiderstände ab sofort mit UL-Zulassung für
den amerikanischen und kanadischen Markt
erhältlich. Diverse Lösungen wurden bereits
erfolgreich umgesetzt. So sind schon rund
1.000 Aufzüge mit »DC-Powerswitch« in Verteilungen nachgerüstet und dadurch die
Brandgefahr im Aufzugsschacht deutlich minimiert worden. FRIZLEN bietet diese Bremswiderstände bereits ab Werk mit eingebautem »DC-Powerswitch« an. Der »DCPowerswitch« kann jedoch auch als Nachrüstlösung im Schaltschrank integriert werden. Er
wird dann zwischen den Frequenzumrichter
und den Bremswiderstand geschaltet und
sichert so neben dem Bremswiderstand auch
noch die Zuleitung ab.
Über FRIZLEN
Die FRIZLEN GmbH u. Co KG. ist ein führender
Hersteller von Leistungswiderständen mit
einem breiten Produktportfolio im Leistungsspektrum von 10 W bis einigen 100 kW. Das inLink zu
habergeführte, mittelständische Familienunter»DC-Powerswitch«.
nehmen verfügt über eine jahrzehntelange
Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Widerstandsgeräten. Im Jahr 2014 feierte das Unternehmen sein 100-jähriges
Bestehen. Vom einzigen Standort im schwäbischen Murr beliefert
FRIZLEN Kunden in über 60 Ländern. Zur Zeit beschäftigt die
FRIZLEN GmbH u. Co KG. 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
FRIZLEN GmbH u. Co KG.
Gottlieb-Daimler-Straße 61, D-71711 Murr
Tel.: (0049-7144) 8100-32, FAX: (0049-7144) 44 20 76 30
E-Mail: info@frizlen.com, www.frizlen.com
PROMOTION
I
B
Gekapselte Widerstände können durch ihre
geschlossene Bauart eigensicher ausgeführt
werden. Sie werden jedoch vielfach nur im
Bereich weniger 100 Watt bis in den unteren
einstelligen KW Bereich angeboten, da größere Leistungen sofort zu deutlich höheren
Kosten führen.
Foto: Frizlen
remswiderstände bedeuten bei Normalbetrieb immer gleichzeitig auch
Wärmeentwicklung, da die zugeführte überschüssige Energie innerhalb der
Bremswiderstände in Wärme umgewandelt
wird. Je nach Hersteller und Umgebungstemperatur können sich bei Nennlast Oberflächentemperaturen von 250°–350° C ergeben.
Außerhalb der Nennbedingungen betrieben
kann es dabei bis zum Brand des Leistungswiderstands kommen, mit entsprechendem
Schadenspotenzial für die umgebenden
Komponenten, z.B. im Schaltschrank.
Szenarien, welche die Betriebsicherheit
gefährden können, sind:
• Nicht projektierte Überlasten, hervorgerufen durch zu kurz hintereinander folgende
Bremszyklen;
• Zu hohe Spitzenbremsleistungen führen
zu unzulässig hohen Erwärmungen des
Bremswiderstandes;
• Defekter Zwischenkreis aufgrund
durchlegierter Halbleiter (Choppertransistoren/IGBT). In diesem Fall liegt am Bremswiderstand konstant die gleichgerichtete
Zwischenkreisspannung an, die sich aus der
Netzspannung ergibt.
Durch Überwachungseinrichtungen, wie
z.B. Temperaturschalter, thermische Überstromrelais oder Halbleitersicherungen,
können die genannten Überlasten unter
Umständen erkannt werden. Je nach Auslegung des Bremswiderstands erkennen die
o.g. Schutzorgane die Überlastung möglicherweise aber erst zu spät – mit den geschilderten Folgeerscheinungen.
Verfügbarkeit des »DC-Powerswitch«: Sofort.
AUSTROMATISIERUNG
41
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:55 Seite 42
DIE STEUERUNG MACHT
DEN UNTERSCHIED
Zu Standardsteuerungen gibt es oft keine wirtschaftlichen Alternativen. Das erschwert es Maschinenherstellern, ihr Prozess-Know-how in Form einzigartiger Softwarefunktionen zur Differenzierung am
Markt zu nutzen. Anders mit Steuerungen von Bosch Rexroth: Damit können Anwender dank der
Schnittstellentechnologie »Open Core Interface« individuelle Funktionen in Eigenregie erstellen.
isher mussten Maschinenhersteller akzeptieren, dass sie nur
solche Funktionen in der Software umsetzen konnten, die auch
allen anderen Wettbewerbern zur Verfügung stehen. Diese Einschränkung hat Bosch Rexroth mit der Schnittstellentechnologie »Open
Core Interface« abgeschafft. Diese erweitert »Open Core Engineering« –
die Rexroth-Engineering-Umgebung für die SPS-Automatisierung – um
eine Hochsprachenprogrammierung mit erweitertem Zugriff auf den
Steuerungskern. Maschinenhersteller können so erstmals eigenständig
individuelle und echtzeitfähige Maschinenfunktionen außerhalb des
SPS-Programmes realisieren.
B
Präzise, sicher und energieeffizient – Antriebs- und
Steuerungstechnik von Bosch Rexroth bewegt Maschinen und Anlagen jeder Größenordnung: von
Stahl- und Walzwerken über Anwendungen in der
Link zu »Open Core
Industrie und mobilen Maschinen bis hin zur BühEngineering«.
nen- und Seilbahntechnik. Das Produktportfolio
umfasst Hydraulik, elektrische Antriebe und Steuerungen, Getriebetechnik
sowie Linear- und Montagetechnik. Ein perfekter Service sowie umfassende Trainings- und Dienstleistungsangebote vervollständigen das Portfolio.
Bosch Rexroth GmbH
Industriepark 18, 4061 Pasching
Tel.: (07221) 605-0, FAX: (07221) 605-1220
E-Mail: office@boschrexroth.at
www.boschrexroth.at
Verfügbarkeit der Schnittstellentechnologie »Open Core Interface«: Sofort.
42
PROMOTION
I
Automation und IT vernetzen
Darüber hinaus schlägt die Schnittstellentechnologie die Brücke
zwischen den bislang getrennten Programmierwelten von IT und Automatisierung. In Hochsprachen programmierte Anwendungen haben
über das »Open Core Interface« vollständigen Zugriff auf alle Steuerungs- und Antriebsfunktionen. Maschinenhersteller können so auch
Hochsprachen-basierte IT-Technologien in ihre Automatisierungslösung
integrieren. Konkrete Beispiele sind die Anbindung von Simulationstools oder die Verwendung von Smart Devices mit nativen Apps.
Über Bosch Rexroth
Foto: Bosch Rexroth
Know-how-Schutz für individuelle Funktionen
Die Rexroth-Steuerungsplattformen »IndraLogic XLC« (SPS), »IndraMotion MLC« (Motion-Logic) und »IndraMotion MTX (CNC) unterstützen die direkte Implementierung von individuellen Hochsprachenprogrammen in die Standardsteuerung. Die Programme greifen direkt auf
die Firmware zu, was in dieser Form nur Rexroth ermöglicht. Damit
können Maschinenhersteller auch Regelalgorithmen für komplexe Funktionen und Kinematiken zeitsparend selbst erstellen. Die Programmierer
benötigen dazu keine SPS-Kenntnisse, sondern verwenden die als
Quasi-Standard geltenden Hochsprachen C/C++.
Bosch Rexroth stellt Maschinenherstellern eine umfangreiche Bibliothek
zur Verfügung, mit der Programmierer von individuellen Funktionen
direkt auf die Steuerungsfunktion zugreifen. So steuern sie beispielsweise Achsen direkt an, ohne eine Zeile SPS-Programm zu schreiben.
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:56 Seite 43
HIGH-SPEED LASERMARKIERUNG
FÜR INDUSTRIELLE ANWENDUNGEN
Als Teil der neuen »SpeedMarker«-Serie bietet Trotec nun den
»SpeedMarker 1300« für die Beschriftung großer Teile und hoher
Stückzahlen in Trays in Laserschutzklasse 2.
ür die unterschiedlichen industriellen Laserbeschriftungsaufgaben bietet Trotec mit der »SpeedMarker«Serie Beschriftungssysteme in vier Größen an. Herz der
Anlagen ist ein wartungsfreier High-Speed-Faserlaser, der
Beschriftungsgeschwindigkeiten von bis zu 640 Zeichen pro
Sekunde erreicht und somit maximale Produktivität auf
Metallen und Kunststoffen garantiert. Die intelligente und
leicht zu bedienende Software »SpeedMark« ermöglicht es
jedem Benutzer, bereits nach einer kurzen Einschulung vollkommen selbstständig automatisierte Markierprogramme zu
erstellen und die Maschine zu bedienen.
F
Trotec ist ein weltweit führendes Unternehmen im
Bereich der Lasertechnologie und setzt neue Standards. Als Teil der Trodat-Trotec-Unternehmensgruppe entwickelt, produziert und vermarktet der
Link zu Trotec.
europäische Innovationsführer Lasersystemlösungen und Lasergeräte zum Beschriften, Schneiden und Gravieren von
verschiedensten Materialien und Werkstoffen sowie lasergravierbare
Materialien. Trotec beschäftigt mehr als 250 Mitarbeiter und betreut
Kunden in über 90 Ländern.
Trotec Produktions- und Vertriebs GmbH
Freilinger Straße 99, 4614 Marchtrenk
Tel.: (07242) 239-7777, FAX: (07242) 239-7380
E-Mail: trotec@troteclaser.com
www.trotec-marking.com
PROMOTION
I
Breites Spektrum an Konfigurationen und Optionen
Damit jeder Kunde genau das Lasersystem erhält, das seinen
Anforderungen voll gerecht wird, ist eine Reihe von Konfigurationsmöglichkeiten und passenden Optionen verfügbar, wie
zum Beispiel unterschiedliche Laserleistungen und zusätzliche
Linsen, eine CO2-Laserquelle, eine Rundgravurvorrichtung mit
verschiedenen Spannfuttern oder der »Focus Finder« zur einfachen Fokuseinstellung ohne zusätzliches Werkzeug.
Über Trotec
Foto: Trotec
Für große Aufgaben: der »SpeedMarker 1300«
Die sichere Laserklasse-2-Beschriftung von großen und sperrigen Teilen ist oftmals eine Herausforderung, da die Werkstücke aufgrund ihrer Maße nur selten in Markierstationen
passen oder zu schwer waren. Trotec entwickelte aus diesem
Grund ein kompaktes geschlossenes Beschriftungssystem, mit
dem Markierfelder von bis zu 1-120 x 635 mm (mittels X- und
optionaler Y-Achse) bearbeitet werden können. Damit können nun sowohl große Teile als auch hohe Stückzahlen in
Werkstückträgern in minimaler Zeit beschriftet werden, ohne
dass weitere Schutzvorkehrungen wie eine Abschirmung oder
ein spezieller Laserschutzraum benötigt werden.
Verfügbarkeit der neuen »SpeedMarker«-Serie: Sofort.
AUSTROMATISIERUNG
43
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:56 Seite 44
AUS FREUDE AM SPAREN:
NEUER SERVOANTRIEB
Mit der neuen Reihe »ihXT« bekommt die dezentrale Produktfamilie
»AMKASMART« von AMK Zuwachs in Form eines vollwertigen
Servoantriebs im Leistungsbereich von 150 bis 450 Watt.
parsam sind dabei nur die Äußerlichkeiten:
Kompakteste Abmessungen, der Verzicht auf
teure Stecker und ein halbierter Installationsaufwand durch Hybridkabel zeigt, wie es sich auszahlt,
wenn man sich bei der Produktentwicklung auf das
Wesentliche konzentriert. Funktional steckt hinter
dem Typ »ihXT« innerhalb der »AMKASMART«-Familie
von AMK die Kombination aus Synchronservomotor
und Servowechselrichter. Die kompakten Antriebe sind
in puncto Leistung und Abmaße vor allem zugeschnitten für Aufgaben in Verpackungsmaschinen, Holzbearbeitungszentren, Getränkeabfüllanlagen oder der
Montage- und Handhabungstechnik. Typische Applikationen sind Positionieraufgaben mit hoher Präzision
und geringer Leistungsaufnahme. Da die Steckerkosten bei Antrieben kleiner Leistung unverhältnismäßig
hoch sind, kommt bei AMK eine clevere Steckklemmenverbindung für den Anschluss der Einheiten in
IP65 zum Einsatz. Um die Erstinstallation so einfach
und platzsparend wie nur möglich zu machen, sind die
dezentralen »ihXT«-Servoantriebe mit Hybridkabel
ausgestattet. Das Ganze ist noch kombiniert mit komfortablen Durchschleifmöglichkeiten: Der dezentrale
Antrieb erhält die Leistung direkt von der zentralen
oder dezentralen Einspeiseeinheit. Der Gleichstrom
wird dann per DC-Bus zusammen mit der EthercatKommunikation über das Hybridkabel von einem zum
anderen Antrieb durchgeschleift. Damit gehören
Sternverdrahtungen einzelner Antriebe aus dem
Schaltschrank heraus der Vergangenheit an. Auf diese
Weise können bis zu 40 Achsen mit einer Einspeiseeinheit hintereinander geschaltet werden. So werden
Energieeffizienz, schnelle Inbetriebnahme und geringe
Installationskosten auf effektive Weise kombiniert.
S
Über AMK
Verfügbarkeit der neuen Servoantriebe »ihXT«: Sofort.
44
PROMOTION
I
AMK Holding GmbH & Co.KG
Gaußstraße 37-39, D-73230 Kirchheim/Teck
Tel.: (0049-7021) 5005-221, FAX: (0049-7021) 5005-199
E-Mail: info@amk-group.com, www.amk-group.com
Foto: AMK
Die AMK Gruppe mit Hauptsitz in Kirchheim/Teck
zählt seit über fünf Jahrzehnten zu den Markt- und
Technologieführern in den Bereichen Antriebsund Steuerungstechnik und Automotive. Ob ServoLink zu AMK.
motoren, intelligente Servoumrichter, Maschinensteuerungen oder Lösungen für die Automobilindustrie – AMK sorgt für
Fortschritt in vielen Branchen. Innovationen entstehen aus Know-how und
Leidenschaft. Weltweit sorgen über 900 Mitarbeiter rund um den Globus
für Bewegung in Maschinen, Anlagen und Automobilen.
AUSTROMATISIERUNG
31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:56 Seite 45
BHKW UND WINDKRAFTANLAGEN
FERNWIRKTECHNISCH EINBINDEN
Gateway zur Leittechnik: Ausgestattet mit Profibus- und CAN-Schnittstellen
ist der neue »PFC200«-Fernwirkcontroller von WAGO bestens für
den Aufbau virtueller Kraftwerke geeignet.
eben dem kleinsten (»750-8202«) ist nun auch
der größte »PFC200« (»750-8206«) als Fernwirkvariante verfügbar. Die Fernwirksteuerung
(»750-8206/025-001«) unterstützt die Fernwirkprotokolle IEC 60870-5-101, -103 und -104, IEC 61850 sowie
IEC 61400-25 inklusive GOOSE-Telegrammen. Aufgrund
seiner großen Schnittstellenvielfalt – Profibus, CAN,
RS232/RS458 sowie Dual-LAN – ist der »PFC200« für vielfältige Fernwirkaufgaben geeignet. Insbesondere aber
die Anschlussmöglichkeiten an Profibus- und CAN-Feldbusse machen die Steuerung zum idealen Gateway
zwischen Leittechnik und Blockheizkraftwerken (BHKW)
beziehungsweise Windkraftanlagen.
Die »PFC200«-Fernwirkcontroller haben einen erweiterten Temperaturbereich von -20° bis +60° C. Neben Modbus-TCP/UDP/RTU stehen alle gängigen Internetprotokolle zur Kommunikation mit unter- und übergeordneten Systemen zur Verfügung. Mit der letzten FirmwareAktualisierung unterstützen die »PFC200«-Fernwirkcontroller außerdem IPsec und OpenVPN und entsprechen somit höchsten Sicherheitsstandards.
N
Über WAGO
Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co KG ist
ein in dritter Generation unabhängig am Markt
operierendes Familienunternehmen mit Stammsitz in Minden/Westfalen (Deutschland) und
Link zu Wago. zählt zu den international richtungweisenden
Anbietern elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik.
Im Bereich der Federklemmtechnik ist WAGO Weltmarktführer.
WAGO beschäftigt weltweit mehr als 6.300 Mitarbeiter, davon rund
3.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug zuletzt 606 Mio. Euro.
PROMOTION
I
Foto: Wago
WAGO Kontakttechnik Ges.m.b.H.
Campus 21, Europaring F15/602
2345 Brunn am Gebirge
Tel.: (01) 615 07 80
E-Mail: wago-at@wago.com
www.wago.com
Verfügbarkeit des neuen Fernwirkcontrollers »PFC200«: sofort.
AUSTROMATISIERUNG
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31_46_PN2015_austro 05.02.15 17:57 Seite 46
FLEXIBLE CODELESUNG
AM LAUFENDEN BAND
Im Bereich der kamerabasierten Codeleser bietet Sick mit den neuen
Geräten »Lector64x« und »Lector65x« eine höhere Effizienz
und Flexibilität bei Codeleseapplikationen.
ei jeder Identifikationsaufgabe stellt sich die
Frage nach der optimalen Technologie. Und
wie so oft im Leben gibt es nicht nur eine
Antwort auf alle Fragen. Die bestmögliche Lösung ist
immer individuell auf die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Anwendung
zugeschnitten. Drei Identifikationstechnologien beherrschen seit vielen Jahren den Markt: RFID, laserbasierte Barcodescanner und kamerabasierte Codeleser. Als Marktführer im Bereich der automatischen
Identifikation beherrscht Sick nicht nur alle wesentlichen Technologien, sondern stellt auch die richtigen Fragen, um aus dem Technologieportfolio die
richtige Wahl zu treffen. Darüber hinaus bietet Sick
»Big Data«-Lösungen wie »Package Analytics«, um
Prozessdaten zu visualisieren und somit über globale
Datentransparenz kontinuierliche Prozessoptimierung zu ermöglichen.
B
Über Sick
Verfügbarkeit der kamerabasierten Codeleser »Lector64x/65x«: Sofort.
46
Sick ist mit rund 50 nationalen und internationalen
Tochtergesellschaften sowie Vertretungen und Beteiligungen rund um den Globus – mit über 6.500 Mitarbeitern – präsent. Von der Fabrik- über die LogistikLink zum »Lector«.
bis zur Prozessautomation zählt SICK, mit Stammsitz
in Waldkirch (D), zu den führenden Herstellern von Sensoren. Als Technologie- und Marktführer schafft SICK mit seinen Sensoren und Applikationslösungen für industrielle Anwendungen die perfekte Basis für sicheres und effizientes Steuern von Prozessen, für den Schutz von Menschen
vor Unfällen und für die Vermeidung von Umweltschäden. In Österreich
(Wiener Neudorf) steht ein engagiertes Team von rund 50 MitarbeiterInnen den Kunden aus Industrie und Gewerbe zur Verfügung.
I
Foto: Sick
SICK GmbH
IZ-NÖ Süd, Strasse 2a, Objekt M11
2355 Wiener Neudorf
Tel.: (02236) 62288-0
FAX: (02236) 62288-5
E-Mail: office@sick.at
www.sick.at
PROMOTION
Flexibilität beim Codelesen
Die kamerabasierten Codeleser »Lector64x/65x«
meistern die Herausforderungen in der Logistik- und
Fabrikautomation. Dank ihrer Bildwechselfrequenz
von 40 bis 70 Hz und Echtzeit-Decodierung identifizieren sie zuverlässig 1D-, 2D- und direkt markierte
Codes in Höchstgeschwindigkeit. Die Bildauflösung
von 1,7 bis 4 Megapixel ermöglicht ein großes Sichtfeld. In Kombination mit dem dynamischen Fokus
wird höchste Flexibilität bei der Codepositionierung,
der Objekthöhe und der Transportgeschwindigkeit
erreicht.
AUSTROMATISIERUNG
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:25 Seite 47
Kompakte
Einbaunetzteile
Die neue Einbaunetzteile-Reihe
»RWS-B« bringt TDK-Lambda in
fünf Leistungsklassen zwischen 50
und 600 W am Einzelausgang mit
Ausgangsspannungen zwischen
5 und 48 VDC auf den Markt.
Die »RWS-B«-Reihe weist signifikante Verbesserungen gegenüber Produkten der
Vorgänger-Generation auf. So sorgen beispielsweise der bis zu 5%
höhere Wirkungsgrad und geringere Abmessungen für eine leichte Systemintegration. Mit ihrem Universaleingang (85–265 VAC, 47–63 Hz), internationalen
Sicherheitszulassungen und sehr guten thermischen Eigenschaften ermöglichen
die Netzteile den weltweiten Einsatz in einem breiten Anwendungsspektrum,
etwa in Industrie, Test- und Messwesen oder in LED-Signalanlagen. Der zulässige
Betriebstemperaturbereich beträgt -10° bis +70°C. Die Typen bis 150 W sind konvektionsgekühlt, während die beiden größeren Modelle über einen eingebauten
Lüfter gekühlt werden. Eine Besonderheit ist das langlebige Design – die Elkos in
den Geräten haben eine Lebensdauer von mind. 10 Jahren und mehr bei typischen Betriebsbedingungen! TDK-Lambda gibt fünf Jahre Garantie auf die gesamte Netzgerätereihe. Die gesamte Reihe hat Sicherheitszulassungen gemäß
UL/CSA/EN 60950-1 – einige Modelle auch UL-508 und CSA 22.2 No. 107, 1-01 –
und trägt das CE-Zeichen gemäß Niederspannungs- und RoHS-Richtlinie.
I EMBEDDED & ELEKTRONIK
Schneller zur Safety-CPU
Mit der» RM48 Hercules Safety«-MCU von Texas
Instruments wird der Entwicklungs- und Zertifizierungsaufwand für Sicherheitssteuerungen jetzt erheblich reduziert: Das »Codesys Safety SIL2«-Platform Support Package liefert das Laufzeitsystem für
die MCU im Binary-Format – Anpassung und Zertifizierung des Laufzeitsystems für diese Plattform sind
bereits vollständig erfolgt. Der Hersteller der Sicherheitssteuerung kann sich somit bei der weiteren Entwicklung auf seine Hardware bzw. deren systemspezifische Softwarekomponenten konzentrieren.
www.codesys.com
Entwärmung für LEDs
Speziell für gewichtssensitive Anwendungen bietet
Fischer Elektronik ein aktives Entwärmungskonzept
INTRO
I PRODUKTVORSTELLUNGEN
www.tdk-lambda.at
»
Open frame-Netzteile
Fotos: TDK-Lambda, Recom, Fischer Elektronik;
Recoms neue Class II-Netzteile haben eine Ausgangsleistung von
48 W (»RAC48/OF«) und 60 W (»RAC60/OF«). Die nur 2“x4“ großen
Module arbeiten mit einem Wirkungsgrad von bis zu 85%.
Sie verfügen selbst bei höheren Umgebungstemperaturen jenseits von +50° C noch
über eine derart gute Performance, sodass in der Regel auf den Einsatz eines Lüfters
verzichtet werden kann. Beide Serien sind mit über Trimmer fein justierbareren Ausgangsspannungen von 5, 12, 15 und 24 VDC lieferbar. Sie sind zuverlässig gegen Kurzschluss, Überspannung und Überlast geschützt und bis 3 kVAC/1 min isoliert. Durch
einen weiten Eingangsspannungsbereich von 90 bis 265 VAC können sie weltweit eingesetzt werden. Dank einer mit 60 ms sehr langen Überbrückungszeit ist selbst bei
schlechter Netzqualität mit starken Spannungsschwankungen ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet. Auch im Leerlauf sind die Module sparsam und verbrauchen weniger als 0,5 W. Somit entsprechen sie den
strengen Vorgaben der ErP-Richtlinie. Die
Module können bei Umgebungstemperaturen von -20° bis +70° C (derating) betrieben werden. Die MTBF ist mit 450.000 h
spezifiziert. Die Garantiezeit beträgt 3 Jahre. Beide Geräteserien sind nach EN 55022
EMC (class B), IEC 60950-1 CB Report, EMC+
LVD CE, FCC und UL zertifiziert.
www.recom-electronic.com
AUSTROMATISIERUNG
für LEDs auf Basis eines wärmetechnisch optimierten Hohlkammerprofils aus Aluminium. An dieses
können auf der Vorderseite LED-Module von Zhaga
direkt verschraubt werden. Optional besteht die
Möglichkeit, mit Hilfe eines Adapters, welcher in
das Grundprofil eingeschraubt wird, auch LEDModule anderer Hersteller zu befestigen. Auf der
Rückseite des Grundprofils wird ein geräuscharmer
Lüftermotor in runder Ausführung integriert.
www.fischerelektronik.at
MesseTIPP: Embedded-Geräte
gemeinsam managen
American Megatrends International (AMI) präsentiert auf der kommenden Fachmesse »embedded
world« seine Remote-Management-Lösungen für
Embedded-Systeme anhand einer Testinstallation
mit Hardware von Avnet, Congatec, EEPD, Fujitsu
und Kontron und demonstriert, wie sich unterschiedliche Computer-on-Module mit der Management-Software »MegaRAC XMS« von einem
zentralen Server aus verwalten lassen.
www.ami.de
47
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:26 Seite 48
B
Branchengeschehen
I EMBEDDED & ELEKTRONIK
Vorschau auf die Fachmesse
»embedded world 2015«
„We are
the IoT“
Vom 24. bis 26. Februar versammelt sich die internationale EmbeddedSzene zum jährlichen Branchentreff in Nürnberg, wo zum bereits 13. Mal
die »embedded world Exhibition&Conference«, die weltweit größte Veranstaltung rund um das Thema Embedded-System-Technologie, stattfindet.
Sowohl die Messe selbst als auch die beiden begleitenden Kongresse
»embedded world Conference« und »electronic displays Conference« stehen
dieses Mal unter dem Leitmotiv: „We are the Internet of Things“.
»embedded world 2015«
Fachmesse & Konferenz rund
ums Thema Embedded Systems
Themenangebot: Bauelemente,
Module, Komplettsysteme für diverse
Anwendungsgebiete, Hardware, Software, Echtzeitbetriebssysteme, Visualisierungs-Software, Internet-Browser,
Test- und Verifikations-Software, Systementwicklung, Elektronikfertigung,
Consulting, Schulung, Fachliteratur
Dimension: ~900 Aussteller aus
über 30 Ländern
Veranstalter: NürnbergMesse
Austragungsort: Messe Nürnberg
Termin: 24. bis 26. Februar 2015
Öffnungszeiten: Dienstag &
Mittwoch 9 bis 18 Uhr,
Donnerstag 9 bis 17 Uhr
Tipp: Kostenlose Eintrittskarten bei
Vorabregistrierung im Internet!
Begleitende Konferenzen:
»embedded world Conference« und
»electronic displays Conference«
48
it diesem Leitmotiv thematisiert der Veranstalter, die NürnbergMesse, den aktuellen Trend der Embedded-System-Entwickler. Schließlich bildet die Grundlage für »Industrie
4.0« das »Internet der Dinge«, und dafür wiederum
sind intelligent vernetzte, eingebettete Systeme erforderlich. Ansonsten erstreckt sich das Themenspektrum der »embedded world« traditionell von Bauelementen, Modulen, Komplettsystemen für diverse Anwendungsgebiete, Hardware, Software, Echtzeitbetriebssystemen, Visualisierungs-Software, InternetBrowser, Test- und Verifikations-Software bis hin zu
den Dienstleistungen Systementwicklung, Elektronikfertigung, Consulting, Schulung und Fachliteratur.
M
CEO von Silicon Labs, Scott Aylor, Corp VP and GM –
Embedded Systems Division bei AMD sowie Gareth
Noyes, Senior Vice President Strategy and Corporate
Development bei Wind River, sprechen über ihre
Visionen und beschreiben zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen. Dem Thema »Security
& Safety« von Embedded-Systemen widmet sich die
Konferenz an allen drei Veranstaltungstagen. Auch
hier wird es viele Session-Keynotes namhafter Experten u.a. auch zu Hardwareattacken und Sicherheit
im »Internet of Things« geben. Die Beiträge der
Konferenz bieten den Teilnehmern Lösungen und
Unterstützung bei täglichen Anwendungen und sollen deshalb sowohl den Einzelnen als auch die gesamte Branche ansprechen.
»embedded world Conference«
»electronic displays Conference«
Die parallel zur Fachmesse stattfindende »embedded world Conference« hat zahlreiche Vorträge und
ein großes Angebot an praxisbezogenen Workshops
im Programm. Auf der größten europäischen Konferenz zur Embedded-System-Entwicklung treffen einander Embedded-System-Entwickler, um sich auf
höchstem Niveau über neueste Entwicklungen auszutauschen, Ideen zu diskutieren und Trends zu setzen. Heuer wird dabei ein »Engineering Focus« auf
die Bereiche »Internet of Things« und »Security &
Safety« gelegt. Täglich werden Keynotes aus unterschiedlichen Blickrichtungen diese Themen beleuchten. Prominente Persönlichkeiten, wie Tyson Tuttle,
AUSTROMATISIERUNG
Die »electronic displays Conference« bietet internationalen Display-Experten die Gelegenheit, dem Fachpublikum neueste Forschungsergebnisse zu präsentieren und sich zielgerichtet zu den neuesten Marktentwicklungen auszutauschen. Highlights versprechen
dieses Mal die Sessions über Touchscreens, Optimierung von LCDs und OLEDs sowie Applikationen und
Zukunftsmärkte zu werden. Praxisnahe Vorträge zu
HMI/GUI, Driving & Interfaces und Display-Messtech(r.PA./TR)
nik stehen ebenfalls mit auf dem Programm.
INFOLINK: www.embedded-world.de
Foto: Messe Nürnberg
I IM ÜBERBLICK
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:26 Seite 49
I PRODUKTVORSTELLUNGEN
Platzsparendes CPU-Board
Mit der »Eurocom 600« stellt Eltec auf der Fachmesse »embedded world« ein
leistungsfähiges 3U/CompactPCI Serial-CPU-Modul vor, das u.a. speziell für anspruchsvolle Anwendungen in der Industrie und der Bahntechnik entwickelt wurde.
Das robuste CPU-Board basiert auf der aktuellen »Intel BayTrail«-Architektur (»Atom E3800«). Die geringe Verlustleistung unterstützt einen lüfterlosen Betrieb auch im erweiterten Temperaturbereich.
Durch das kompakte Design, das fest eingelötete DRAM und die auf Wunsch verschraubbaren DualGigabit-Ethernet-Interfaces (M12-Stecker
optional) ist das Board prädestiniert für den
Aufbau wartungsfreier Rechnersysteme und
den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen. Durch die geringe Leistungsaufnahme (Thermal Design Power im Bereich von
5 bis 10 W) und die beiden fest eingelöteten
Speicherbänke mit bis zu 16 GB DDR3 RAM
eignet sich das Board insbesondere für den
Einsatz in mobilen Applikationen im erweiterten Betriebstemperaturbereich (-40° bis
+85° C). Als Massenspeicher steht ein eMMCSpeichermodul mit reichlich Speicherplatz für Programme und Applikationsdaten zur Verfügung. Die
Ethernet-MACs sind mit dem »i210« von Intel implementiert und bieten Hardware-Erweiterungen für
Echtzeit-Ethernet. Die CompactPCI Serial-Schnittstelle unterstützt zwei SATA-Kanäle, vier USB 2.0-Interfaces und zwei PCI x1-Links.
www.eltec.de
Mikrocontroller mit extrem niedrigem Leistungsverbrauch
Fotos: Renesas, Eltec;
Die »RL78/I1D«-MCU-Baureihe von Renesas Electronics bietet neben einem reduzierten Stromverbrauch im Betrieb bei 1 MHz ein komplettes Set an On-Chip-AnalogPeripheriefunktionen für Notfall-, Sicherheitsdetektoren und Sensor-Applikationen.
Die gesamte Baureihe besteht aus insgesamt
13 Produktversionen mit Gehäuse-Pinzahlen
zwischen 20 und 48 Pins und On-Chip Flashspeicher-Kapazitäten von 8, 16 und 32 kB. Der
Stromverbrauch im Low-Power-Modus ist laut
Hersteller geringer als bei konkurrierenden
Produkten. Der Baustein kann sehr schnell aus
dem Stop-Modus aufwachen, was eine wichtige Voraussetzung ist und zu einem effizienteren Gesamtverbrauch beitragen kann. Außerdem bietet er Funktionen wie einen Data
Transfer Controller (DTC), Event Link Controller (ELC) und einen Data Operation Circuit (DOC) für Datenverarbeitung und -übertragung, sowie die Implementierung von Timern mit sehr langen Zeitintervallen.
Alle diese Funktionen arbeiten ohne CPU-Beteiligung, was den Stromverbrauch bei intermittierendem
Systembetrieb weiter senken kann. Um niedrigere Systemkosten und einen kompakteren System-Aufbau
zu ermöglichen, sind in der neuen »RL78/I1D«-Baureihe ein Universal-Operationsverstärker, ein 12-Bit-A/DWandler sowie ein Komparator integriert. Damit sind auf einem einzigen Chip alle erforderlichen AnalogPeripheriefunktionen zur Verbindung von Sensoren vorhanden.
www.renesas.eu
AUSTROMATISIERUNG
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:26 Seite 50
T
Technik pur
I EMBEDDED & ELEKTRONIK
ATX-Industrie-Mainboard mit
DDR4-Speichertechnologie
Das ATX-Industriemainboard »D3348-B« ist
die zentrale Messeneuheit, die Fujitsu auf
der kommenden »embedded world« in
Nürnberg zeigt. Bestück mit modernsten
Prozessoren verspricht der Hersteller insbesondere durch die verwendete DDR4-Speichertechnologie deutliche Performance-Vorteile gegenüber früheren Generationen.
Das Mainboard ist mit den Intel-Prozessoren der
Serien »Xeon E5-2xx«, »Xeon E5-16xx« und
»Core i7 58xx/59xx« verfügbar. Es basiert auf
dem Chipsatz »C612« von Intel. Durch den Einsatz von Feststoff-Kondensatoren kann Fujitsu
das »D3348-B« für eine Lebensdauer von 45.000
Stunden im 24/7-Dauerbetrieb spezifizieren. Zu
der langen Lebensdauer trägt auch das intelligente Board-Design bei: Durch die insgesamt
geringe Zahl verwendeter Komponenten und
den Einsatz hocheffizienter Spannungswandler
bleibt auch die Wärmeentwicklung geringer,
was die Einsatzbedingungen verbessert.
Trotz der erweiterten Rechenleistung
liegt die Thermal Design Power (TDP)
mit 160 W nur etwa 10 W höher als
die des Vorgängermodells »D3128-B«.
Das »D3348-B« bietet zudem erweiterte Designoptionen für die Integration von zusätzlichen
Komponenten. Es verfügt über vier PCIe-x16und drei PCIe-x8-Steckplätze, vier USB-3.0- und
neun USB-2.0-Anschlüsse sowie zehn SATA(600)Ports. Das Grundlayout des Extended-LifecycleMainboards orientiert sich aber weitgehend an
der Vorgängergeneration. Kunden aus dem Industriebereich können es dadurch mit geringem
Aufwand auch in bestehende Systeme integrieren. Als Zubehör bietet Fujitsu die PCI-x8-Erweiterungskarte »D3352« für M.2-SSD-Module an,
die High-End-Datenübertragungsraten und minimale Bootzeiten ermöglichen. Wie alle FujitsuIndustriemainboards wird auch das »D3348-B«
am Standort Augsburg entwickelt und gefertigt. Kunden in Europa können neben dem
Support durch die Distributoren von Fujitsu nötigenfalls auch auf Design-in-Unterstützung di(r.PA./TR)
rekt vom Hersteller zurückgreifen.
www.fujitsu.com/de
Foto:Fujitsu;
Leistungsstarkes und langlebieges
Neue Hard- und Software-Lösungen zur Feldbusanbindung
Softing Industrial Automation
(ÖV: Buxbaum Automation)
stellt auf der Fachmesse »embedded
world« die einfache Integration von
Foundation Fieldbus H1- und ProfibusPA-Feldgeräten sowie die neueste
Version seiner Kommunikationslösung
zur Integration von Industrial Ethernet
und Profibus in Feldgeräte vor.
Die Software-Lösung »FFeasy« besitzt jetzt die
Zertifizierung nach ITK 6.1.2 (Interoperability
Test der Fieldbus Foundation), »PAeasy« das Profibus-PA-Profile 3.02. Damit ist bei beiden Lösungen eine Diagnose nach den Namur-Empfehlungen NE 107 möglich. Die neue »FFeasy«-Version
beinhaltet außerdem einen PID-Funktionsblock,
mit dem sich »Control-in-the-field«-Applikationen realisieren lassen. Diese Verlagerung des Regelungsprozesses aus der zentralen Steuerungseinheit in die Feldgeräte ermöglicht schnellere
Reaktionszeiten, ein geringeres Datenvolumen
50
auf dem Feldbus sowie eine Entlastung
des Leitsystems und der Steuerungseinheiten. Beide Software-Lösungen
basieren auf derselben Hardware –
dem Embedded Communication Kit
»FBK-2« von Softing – sowie einer
Standard-Funktion-Block-Anwendung.
In dieser Konfiguration haben sie bereits alle vorgeschriebenen Zertifizierungsschritte erfolgreich durchlaufen
und ermöglichen eine schnelle Feldgeräte-Implementierung ohne Programmieraufwand. Weitere Neuheit: Das
Softing-Protokoll »IP V1.21« unterstützt jetzt die aktuelle »Cyclone V SoC«Familie von Altera. Außerdem wurde bei dieser
Version eine Hardware-basierte Optimierung des
Datendurchsatzes vorgenommen, die Zykluszeiten bis hinab zu 50 µs ermöglicht. Neben Industrial Ethernet schafft Softings Protokoll-IP jetzt
die flexible Integration von Profibus-Funktionalität in Feldgeräte. Dadurch lassen sich auf einfa-
AUSTROMATISIERUNG
che Weise Geräte realisieren, die auf der FPGAFamilie »Cyclone« von Altera aufsetzen und Industrial Ethernet (Ethercat, Ethernet/IP, Powerlink, Modbus-TCP, Profinet) sowie Profibus un(r.PA./TR)
terstützen müssen.
www.myautomation.at
Foto: Softing
Kommunikation schnell realisieren
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:27 Seite 51
I KOLUMNE »GET EMBEDDED«
Embedded
Pinguin
Schaltnetzteil für
Low-Power-Anwendungen
Bicker Elektronik erweitert seine »BEO«-Netzteilserie nach unten und launcht mit dem »BEO-0200M« ein extrem
kompaktes 20-W-Schaltnetzteil für Low-Power-Anwendungen.
Aufgrund der Bauhöhe von nur 19,5 mm und des lüfterlosen Betriebs eignet sich
das Open-Frame-Netzteil ideal für die Integration in geschlosse und platzsparend aufgebaute Systeme. Es gibt insgesamt sechs Varianten mit präzise geregelten Single-Ausgangsspannungen von +3,3 bis +24 VDC. Für den internationalen Einsatz verfügt das Netzteil einerseits über einen Universal-Weitbereichseingang von 90 bis 264 VAC, als auch über die relevanten Zulassungen für die Industrie EN/UL60950-1 und die Medizintechnik IEC/EN/UL60601-1 3rd Edition. Das
»BEO-0200M« arbeitet im erweiterten Temperaturbereich von -25° bis +70° C
und ist für eine maximale Betriebshöhe von 3.000 m ausgelegt. Der MTBF-Wert
beträgt ≥650.000 Std. Im Standby-Betrieb verbraucht das energiesparende Netzteil weniger als 0,3 W. Im Normal-Betrieb wird ein Wirkungsgrad von bis zu
85% erreicht und ein standardmäßig integrierter Kurzschluss- und Überspannungsschutz sorgt für zusätzliche Betriebssicherheit. Neben der Langzeitverfügbarkeit von mindestens 5 Jahren gewährt Bicker eine Garantie von 3 Jahren.
www.bicker.de
Industrie-Steckverbinder für die Leiterplatte
Fotos: Bicker, Harting;
Damit auch hohe Stromstärken auf Leiterplatten gebracht
werden können, hat Harting nun Steckverbinder im
Programm, die spezielle Vorteile für die Realisierung
anspruchsvoller Leiterplatten-Lösungen bieten.
Solche Lösungen finden beispielsweise im Bereich Transportation aber auch in
der Automationstechnik immer mehr Akzeptanz, da sie die klassische, drahtgebundene Klemmenverschaltung ersetzen bzw. ergänzen. Der Kundennutzen:
Deutliche Gewichts- und Platzvorteile, die letzendlich eine Reduzierung der
Kosten bedeuten. Die »Han«-Steckverbinder für die Leiterplatte bilden dabei die
Brücke zwischen industriellem Gerät
und dem Installationsstandard. Mittels
Leiterplatten-Adapter aus dem »HanModular«-Programm können Ströme
bis 40 A auf die Leiterplatte gebracht
werden. Noch mehr Ampere, genauer
bis zu 60 A, lassen sich mit »Han-Fast
Lock« ermöglichen. Der Leiterplattenverbinder wird einfach in die vorgesehene Kontaktbohrung gesteckt und
mittels Verriegelungsstift verrastet. Er
kann bei Bedarf wieder gelöst werden.
www.harting.at
»Linux«, das Betriebssystem mit
dem Pinguin Tux, hat sich erfolgreich in der IT-Welt etabliert. Der
Großteil aller weltweit verteilten
Web-Server läuft damit. Aber
auch in Embedded Systemen ist
Tux schon lange eingezogen. Die
Wahrscheinlichkeit, dass Sie ein
Embedded System mit »Linux«
daheim haben, ist hoch. Haben
Sie einen dieser neuen smarten Fernsehgeräte, einen Wireless Router, oder eine NAS-Festplatte am Hausnetzwerk für
Ihre Fotos und Musik? Na sehen Sie!
»Linux« bietet den Embedded-Entwicklern zahlreiche Vorteile. Das Betriebssystem ist im Quelltext frei verfügbar. Das
heißt zwar nicht, dass es kostenlos ist, aber das Wissen um
»Linux« und seine Mechanismen ist sehr weit verbreitet.
Auch wenn die Software selbst »gratis« ist, darf man die
Wartung und Pflege eines Systems kostenmäßig nicht vernachlässigen. Für den raschen Einsatz auf einer bestimmten
Elektronik empfehle ich die Verwendung einer maßgeschneiderten »Linux«-Distribution. Die Anbieter der Distributionen bieten dann auch die notwendigen Schulungen
und Support für die reibungsfreie Entwicklung an. Es gibt
auch Anbieter mit Komplettlösungen aus Elektronik und
passendem »Linux«.
Der Reifegrad der »Linux«-Software, seiner Tools und Entwicklungsumgebung ist sehr hoch und das System äußerst
stabil. Das rührt daher, dass rund um den Globus abertausende Entwickler an der Weiterentwicklung und Fehlerbeseitigung arbeiten. Diese Entwickler sind keinesfalls nur die
Nerds oder Hacker im stillen Kämmerlein, sondern viele
hochbezahlte Software-Spezialisten namhafter Unternehmen, wie beispielsweise IBM. Sollten Sicherheitslücken und
Fehler im System auftauchen, werden diese in der Regel
rasch beseitigt und im Internet zur Verfügung gestellt.
»Linux« als Betriebssystemkern von Embedded-Systemen in
Geräten erlaubt es den Entwicklern in erster Linie, sich auf
ihre eigene Anwendung für das Gerät zu konzentrieren.
Der Unterbau, wie grafische Displays, Tasteneingaben,
Netzwerkanbindung, Softwareupdates, Nachladen von
Funktionen oder Dateisysteme, müssen nicht mehr neu programmiert werden, sondern stehen im Paket zur Verfügung. Neue Technologien und Anforderungen, wie z.B. der
Umstieg von IPv4 auf IPv6, können mit überschaubarem
Aufwand »von der Stange« eingebunden werden. Auf diese Weise kann sich die Energie der Entwickler voll auf die
Benutzbarkeit und Gerätefunktionen konzentrieren. Mit
»Embedded Linux« kommt man mit höherer SoftwareQualität rascher zum Projektziel und kann darüber hinaus
auf Grund der sauberen Struktur schneller auf Änderungen
reagieren.
Dipl.-Ing. Andreas Pfeiffer
embedded@austromatisierung.at
AUSTROMATISIERUNG
51
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:27 Seite 52
P
Praxisreport
I EMBEDDED & ELEKTRONIK
Wie der größte europäische
Flugzeughersteller bei der
Entwicklung von intelligenten
Montagewerkzeugen von
neuartigem System-onModule profitiert
»Cyber-Werkzeuge«
für den Flugzeugbau
Der Luftfahrt-Gigant Airbus entwickelt nicht nur seine Flugzeugtypen kontinuierlich
weiter, sondern arbeitet auch stets an der Optimierung der eigenen Produktions- und
Montageprozesse. »Werk der Zukunft« lautet der Titel eines langfristigen Forschungsund Technologieprojekts, im Rahmen dessen u.a. intelligente – weil »mitdenkende« –
Werkzeuge für die Monteure der Passagierjets entstehen sollen. Mit dem im Vorjahr
von National Instruments gelaunchten neuen System-on-Module »NI sbRIO-9651« gelang den Airbus-Technikern nun ein entscheidender Schritt vorwärts, der die verbleibende Entwicklungszeit bis zur Auslieferung der ersten intelligenten Werkzeuge drastisch reduzieren wird. Möglich macht das der plattformbasierte Systemdesign-Ansatz
von National Instruments, bei dem das Modul als sofort einsatzbereite Middleware-Lösung inklusive integriertem, programmierbarem »LabVIEW FPGA« und Linux-basiertem
Echtzeitbetriebssystem ausgeliefert wird. Die Airbus-Techniker sparen sich so wesentliche Basis-Entwicklungsarbeit und können sich nun bereits früher als geplant auf die
Umsetzung der Schlüsselfunktionen ihrer »intelligenten Werkzeuge« konzentrieren.
52
lugzeuge werden in Tausenden von Einzelschritten gefertigt und montiert –
und das zu einem großen Teil in Handarbeit. Entsprechend gefordert sind die einzelnen Monteure. Manche Teilbaugruppen erfordern bis zu 400.000 Stellen, die verschraubt
werden müssen. Dazu sind im gegenwärtigen
Produktionsprozess über 1.100 Schraubwerkzeuge notwendig. Der Monteur arbeitet dabei
anhand einer Liste Schritt für Schritt eine Verschraubung nach der anderen ab – nicht ohne
dabei stets darauf zu achten, das passende
Werkzeug mit der richtigen Drehmomenteinstellung zu verwenden. Aufgrund dieser manuellen Vorgehensweise stellt menschliches
Versagen ein hohes Risiko bei der Produktion dar.
F
AUSTROMATISIERUNG
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:27 Seite 53
Wie intelligente Werkzeuge
funktionieren
Intelligente Werkzeuge der Zukunft erfassen
mit Hilfe von Bilderfassung- und verarbeitung
selbstständig die Umgebung, in der sie gerade
eingesetzt werden, und erkennen die Aktionen,
die der Bediener als nächstes ausführen will. Sie
passen automatisch ihre Einstellungen an die
anstehende Aufgabe an. Nach Abschluss der Aktion können intelligente Werkzeuge auch das
Ergebnis derselben überwachen und in einer
Ziel: Verbesserung der Effizienz
Eine der Schlüsselkomponenten zur Verbesserung der Effizienz in den Airbus-Werken der
Zukunft sind intelligente Werkzeuge. Idee ist
es, diese intelligenten Geräte so zu konzipieren, dass sie mit einer Hauptinfrastruktur oder
lokal mit Monteuren und sogar mit anderen
Werkzeugen kommunizieren können. Sie sollen aber nur dann Lagebewusstsein vermitteln
und Echtzeitentscheidungen treffen, die auf
lokaler und verteilter Intelligenz im Netzwerk
basieren, wenn dies tatsächlich erforderlich ist.
Im Fall einer Produktionsanlage können intelligente Werkzeuge den Produktionsprozess
vereinfachen und die Effizienz verbessern, indem sie beispielsweise physikalische Datenprotokolle und Handbücher überflüssig machen.
Die Monteure sollen sich auf ihre Aufgaben im
Betriebsablauf konzentrieren können – und dabei ihre Hände frei für die Werkzeuge haben.
Bisherige Initiativen in diese Richtung legten
den Fokus zumeist auf die Papiereinsparung,
indem die Informationen am Papier durch digitalen Daten am Tablet-PC ersetzt wurden. Dennoch musste dafür der Monteur den Tablet-PC
in die Hand nehmen. Intelligente Werkzeuge
eröffnen weitere, neue Möglichkeiten – nämlich Date, die kontinuierlich erzeugt und verbraucht werden, im Kontext zu betrachten,
also sozusagem »Live-Daten« einzubeziehen.
AUSTROMATISIERUNG
Flugzeuge werden in Tausenden von Einzelschritten gefertigt und montiert – und
das zu einem großen Teil in Handarbeit.
zentralen Datenbank speichern. Mithilfe der Datenbank des zentralen Manufacturing Execution
Systems (MES) und der verteilten Intelligenz der
Geräte können Produktionsleiter die Verfahren
und Prozesse präzise bestimmen, die während
der Qualitätskontrolle und -zertifizierung überprüft werden müssen. Airbus hat bereits mit der
Entwicklung von ganzen intelligenten Werkzeugfamilien begonnen, die verschiedene Fertigungsprozesse ausführen können, wie Bohren,
Schrauben oder Messen, und die dabei hochwertiges Datenloggen betreiben. Ein intelligentes Bohrwerkzeug beispielsweise verifiziert, welches Material als nächstes durchschnitten werden soll. Es aktualisiert die Schneidebedingungen des Bohrers bei jeder Materialschicht, prüft
die Bohrtiefe und zeichnet alle Ergebnisse auf.
Zugleich überwacht es sich selbst (den eigenen
Systemzustand) und führt gegebenenfalls eine
automatische Kalibrierung durch. Ein intelligentes Messwerkzeug holt sich etwa selbstständig
zulässige Messwerte aus einer Datenbank, vergleicht diese mit seinen aktuell erfassten Messresultaten und entscheidet, ob die Parameter innerhalb der erlaubten Toleranzen liegen. Es
zeichnet die Ergebnisse automatisch auf und
stellt sie bei Bedarf für Folgemaßnahmen bereit. »
53
47_74_0115 3_austro 06.02.15 15:36 Seite 54
P
Praxisreport
I EMBEDDED & ELEKTRONIK
I IM ÜBERBLICK
System-on-Module
als umfassende
Middleware-Lösung
Auf der Suche nach einer geeigneten EmbeddedSystem-Basis für ihr Vorhaben stießen die AirbusEntwickler u.a. auf das neue System-on-Module
»NI sbRIO-9651« von National Instruments. Dieses
SoM vereint das »Zynq«-All-Programmable SoC
(System-on-a-Chip) von Xilinx mit unterstützenden Elementen, wie z. B. Speicher, auf einer verhältnismäßig kleinen Leiterplatte. Es bietet eine
Intelligente Werkzeuge der Zukunft unterstützen den Monteur, indem sie automatisch
ihre Einstellungen auf die anstehende Aufgabe anpassen, sich selbst überwachen und
durchgeführte Arbeiten dokumentieren bzw.
in einer zentralen Datenbank ablegen.
vollständige Middleware-Lösung und verfügt
über ein schlüsselfertiges, integriertes »Linux«-basiertes Echtzeitbetriebssystem. Entwickler können
so auf die Flexibilität eines SoM zurückgreifen,
ohne den höheren Zeitaufwand und die Risiken
einer benutzerspezifischen Eigenentwicklung der
Software eingehen zu müssen. „Wir evaluierten
mehrere SoMs und Embedded-Single-Board Computers verschiedener Hersteller, doch die von National Instruments gebotene Software-Integration
54
ist mit nichts zu vergleichen“, lobt Sébastien
Boria, R&D Mechatronics Technology Leader bei
Airbus, und bringt den für ihn entscheidenden
Vorteil auf den Punkt: „Mit den Technologien von
National Instruments können wir unsere Entwicklungsprozesse wesentlich beschleunigen und unsere Vision schneller Wirklichkeit werden lassen.“
Bevor die Airbus-Techniker ihre Entwicklung auf
Basis des SoM von National Instruments stellten,
entwarfen sie mit Hilfe des »CompactRIO«-Controllers »cRIO-9068« einen Prototypen. Mit diesem
konnten sie IP-Daten aus bestehenden Airbus-Bibliotheken sowie quelloffene Algorithmen integrieren und so das Konzept schnell validieren.
„Die Flexibilität, grafische und textbasierte Programmierung nutzen zu können, sowie die Wiederverwendung von Drittanbieter-Entwicklungen,
die auf den Xilinx-»Zynq« und das Betriebssystem
»Linux Real-Time« portiert wurden, sorgen für
den perfekten Abstraktionsgrad für die Entwicklung dieser Werkzeuge“, erklärt Sébastien Boria
weiter. „Jetzt können wir den Programmcode,
den wir auf dem SoM von National Instruments
entwickeln, als verteilte Lösung nutzen, anstatt
unseren gesamten Entwurfsprozess neu starten zu
müssen.“ Neben der enormen Zeitersparnis wirkt
sich die gefundene Lösung aber auch auf der Kostenseite spürbar aus, wie der R&D-Leiter abschließend verrät: „Unsere Entwicklungskosten
AUSTROMATISIERUNG
Das System-on-Module »NI sbRIO-9651«
von National Instruments vereint das
»Zynq«-All-Programmable SoC (Systemon-a-Chip) von Xilinx mit unterstützenden Elementen, wie z. B. Speicher auf
einer kleinen Leiterplatte. Somit bietet
es eine vollständige Middleware-Lösung,
die über ein schlüsselfertiges, integriertes »Linux«-basiertes Echtzeitbetriebssystem verfügt. Entwickler können damit auf die Flexibilität eines SoM zurückgreifen, ohne den höheren Zeitaufwand und ohne die Risiken einer benutzerspezifischen, eigenentwickelten
Software eingehen zu müssen. Das
neue SoM basiert auf der »LabVIEW
RIO«-Architektur von National Instruments und erfüllt die gleichen strikten
Designstandards wie andere Produkte
auf deren Basis. Der integrierte FPGA
sorgt dafür, dass Entwickler HardwareBeschreibungssprachen nicht mehr
beherrschen müssen. Entwicklerteams
können »CompactRIO« einsetzen, um
schnell Prototypen ihrer Anwendungen
zu erstellen und diese anschließend mit
demselben Code einzusetzen, der für
die Prototypenerstellung verwendet
wurde.
liegen dank SoM schätzungsweise bei einem
Zehntel der Kosten alternativer Ansätze. Das begründetet sich vorwiegend in der Produktivitätssteigerung, die uns der Systemdesign-Ansatz von
National Instruments – vor allem durch den Einsatz
von »NI Linux Real-Time« und »LabVIEW FPGA« –
(r.PA./TR)
ermöglicht.“
INFOLINK: www.ni.com/austria
Fotos: Airbus, National Instruments, Fotolia;
System-on-Module als
Entwicklungs-Turbo
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I PRODUKTVORSTELLUNGEN
I IND. KOMMUNIKATION
Profinet-Checkliste
erleichtert Systemabnahme
Mobile Diagnose
inklusive Kabeltest
Der mobile Profibus-Tester
»BC-700-PB« von Softing (ÖV: Buxbaum Automation) ist ein leistungsfähiges Diagnose- und Troubleshooting-Tool zur umfassenden Prüfung
von Profibus-Segmenten im laufenden Betrieb und kann jetzt auch zum
Kabeltest verwendet werden.
Profibus-Stecker
in schmaler Bauform
Der neue Stecker von Provertha wurde speziell für
die Anbindung an »Simatic S7«-Steuerungen von
Siemens ausgelegt. Es stehen M12-Versionen für
INTRO
Das Gerät läuft akkubetrieben und bietet Instandhaltungs- und InbetriebnahmeTechnikern größtmögliche Mobilität im Feld. Testergebnisse werden bereits im
autarken Betrieb über die neue grafische Anzeige deutlich und leicht verständlich angezeigt und können für eine erweiterte Analyse am PC exportiert werden.
Bisher mussten Anwender Diagnosetool und Kabeltester unabhängig voneinander beziehen. »BC-700-PB« ist laut Hersteller der erste akkubetriebene Tester, der
Busphysik, Buskommunikation und Kabeltest in einem Gerät vereint. Durch seine
intuitive Menüführung ist das Gerät bereits für den weniger erfahrenen Anwender geeignet. Dem Feldbusspezialisten bietet die PC-Software viele zusätzliche
Funktionen zur Ausführung, Analyse und Verwaltung von Messungen.
Für die Planung, Montage und Inbetriebnahme
von Profinet-Netzwerken stellt die Nutzervereinigung Profibus & Profinet International (PI) schon
seit einigen Jahren entsprechende Richtlinien zur
Verfügung. Diese wurden nun um die gewonnenen Erfahrungen von Abnahme-Dienstleistern
erweitert. So gibt es in der neuen Ausgabe eine
Checkliste, die einfache Kriterien bei der Abnahme
von Profinet-Netzwerken aufführt. Diese Kriterien
können mit den gängigen Tools geprüft werden
www.profibus.com
www.myautomation.at
Drahtlose Breitbandkommunikation
fürs rauere Umfeld
Fotos: Softing, Siemens, Provertha;
Mit dem »Ruggedcom RX1400« launcht
Siemens einen intelligenten Multiprotocol-Netzwerkknoten mit integrierter Firewall, der als Ethernet-Switch
und Router einsetzbar eine vielfältige
Breitbandanbindung ermöglicht.
Der Router ist in Schutzart IP40 gebaut, verfügt über ein robustes Metallgehäuse und lässt sich in DIN-, Panel- oder Rack-Montage im Schaltschrank einbauen.
Er zeichnet sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit bei rauen Bedingungen
aus, etwa bei elektromagnetischen Störungen, starker Feuchtigkeit oder hoher
Überspannung. Das Gerät läuft zuverlässig bei extremen Temperaturen von -40°
bis +85° C. Durch die integrierte GNSS-Funktion (GPS/GLONASS) kann der Router
bei Bedarf Informationen über seinen Standort senden, was Anwendern die Bestandsüberwachung auch bei großen Anlagen ermöglicht. Der Router ist primär
für die Kommunikation über kommerzielle LTE-Netzwerke ausgelegt und unterstützt dafür die LTE-Funktionen zur Sicherstellung der Dienstqualität (Quality of
Service). Das Gerät kann bei Bedarf auch per 2G und 3G kommunizieren. Zudem
bietet es durch zwei SIM-Karten-Steckplätze die Möglichkeit, bei Netzwerkstörungen den Mobilfunkanbieter automatisch zu wechseln.
www.siemens.com/RX1400
AUSTROMATISIERUNG
»
einen fehlerfreien Schnellanschluss mit sicherer
Schirmanbindung sowie Versionen mit interner
Kabelklemme (IK) zur Verfügung. Die Platz
sparende Bauweise mit optimierter Einbaulänge
verspricht eine komfortable Kabelzuführung zu
den Steuerungen.
www.provertha.com
Zweites »Security Bulletin«
für Safetynet p erschienen
Der Verein Safety Network International bringt
damit eine weitere Orientierungshilfe für die
sichere Kommunikation in der Automatisierung
heraus. Die darin definierten Richtlinien sind das
Ergebnis der Arbeit der »Security Workgroup«,
getragen von den Mitgliedern der Organisation,
die ihr Know-how zum Nutzen aller Anwender
des ethernetbasierten Sicherheits-Busses Safetynet p einbringen. Das Bulletin ist in deutscher
und englischer Sprache zum kostenlosen
Download verfügbar unter:
www.safety-network.org
55
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:28 Seite 56
T
Technik pur
I IND. KOMMUNIKATION
Die »Lebensader«
kontinuierlich überwachen
Wie sich fehlerhafte Kommunikationsereignisse am Bus zuverlässig
erkennen und augenblicklich anlagenübergreifend melden lassen
Wenn der dezentrale Datenaustausch über industrielle Bussysteme
zu einer Lebensader der unternehmensweiten Kommunikation geworden ist, muss diese Lebensader
auch kontinuierlich überwacht werden. Denn kommt es zu Störungen
am Bus, gilt es, schnell und sicher zu
reagieren, damit der Kommunikationsverlust nicht in einen Datenverlust mündet. Die beiden deutschen
Hersteller Procentec und Videc haben nun gemeinsam eine adäquate
Lösung dafür geschaffen.
Von Markus Woehl und Tim Karnau
I
56
Daten und Berichtswesen, Alarmierung und Konnektivität tätig. Aus dem Bereich Alarmieren
brachte das seit einigen Jahren auch international aufgestellte Bremer Unternehmen seine Portallösung »AIP« in die Partnerschaft ein.
mehr: Das System kann – ohne Einschränkungen
bzgl. der Segmentlänge einzufordern – auch auf
Signalstärke prüfen. Spannungsschwankungen
oder eine Verschlechterung der Signalqualität
können nun frühzeitig erkannt werden, bevor
Telegramme in Mitleidenschaft gezogen werden.
Überwachte Kommunikation
Wichtige Alarme zur richtigen Zeit
»ComBricks«-Module übernehmen die Überwachung der »Informationslebensadern«, der Buskommunikation. Die Module, die auch als Busrepeater fungieren können, eigenen sich insbesondere dann, wenn die Anzahl der zu überwachenden Kommunikationsstationen und Netzwerkpfade eine zentrale Überwachung erfordert. Die
erste Generation von Geräten zur permanenten
Überwachung eines Profibus-Netzwerks konnten
beispielsweise nur auf Telegrammebene den Busverkehr analysieren. »ComBricks« bietet hier
AUSTROMATISIERUNG
Diese Informationen gilt es zeitrichtig an die zuständigen Mitarbeiter zu versenden. Die Spezialisten von Procentec stellen diese Informationen
über eine zertifizierte Schnittstelle dem Alarmierungsmodul (»AIP Server«) von Videc zur Verfügung. Als zentrales Überwachungsportal für Störungen und Alarme aus unterschiedlichen Quellen bietet »AIP« den Serviceteams die Möglichkeit, entsprechend auf die Meldungen aus den
Anlagen zu reagieren. In der Anwendung mit
Fotos: Videc, Fotolia;
n vielen Produktionsbereichen steigt seit einiger Zeit die Anforderung, auch den Kommunikationsbus permanent zu überwachen. Das hat
den einfachen Grund, dass ein Ausfall des Busses
natürlich nicht erwünscht ist und für den Anlagenbetrieb folgenschwer sein kann. Der Feldbus
unterliegt dabei einer gewissen Alterung, was
ebenfalls eine Kontrolle notwendig macht. Auch
wird manchmal eine Installation verändert oder
temporär ein Programmiergerät angeschlossen.
Mit der Entwicklung von »ComBricks« haben die
beiden Hersteller Procentec und Videc dafür nun
eine praktische Lösung gefunden. Procentec
brachte bei der Zusammenarbeit seine Kenntnisse beim Aufbau und der Qualitätssicherung industrieller Bussysteme, wie u.a. Profibus und Profinet, ein. Das Bremer Unternehmen Videc (ÖV:
Industrial Automation) ist seit mehr als 20 Jahren
erfolgreich am Markt im Bereich Visualisieren,
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:28 Seite 57
den »ComBricks«-Modulen können die Busstörungen der überwachten Netzwerke über das
»AIP«-Kommunikationsmodul (Agenten) sicherheitsgerichtet an den Server gemeldet werden.
Auf dem »AIP Server« sind die im Unternehmen
verfügbaren Serviceteams mit ihren zugehörigen
Sendemedien parametriert. Ein Serviceteam besteht aus mindestens einem Mitarbeiter und jeder Mitarbeiter kann mehrere Empfangsmedien
erhalten. Als Empfangsmedien stehen den Mitar-
erkannte Kommunikationsereignis kann so dem
entsprechenden Mitarbeiter über das am besten
geeignete Medium mitgeteilt werden. Besteht
ein Team aus mehreren Mitarbeitern, so ist eine
parallele Information genauso möglich wie eine
Bearbeitungsübernahme mit Rückmeldung eines
Mitarbeiters. Eine Quittierung eines aufgetretenen Alarms im »AIP« oder ggf. in einem angeschlossenen SCADA-System ist ebenfalls möglich.
Durch die offene Architektur lassen sich auch
Benutzerschnittstellen
Der »AIP Server« bietet dem Anwender eine
skalierbare Netzwerkarchitektur. Analyse, Konfiguration, Schichtplanung etc. können auf
mehrere Arbeitsplätze verteilt werden. Die Verwendung von modernen zeitgemäßen Betriebssystemen ist dabei eine Selbstverständlichkeit. So kommuniziert der MessengerServer einerseits mit mobilen Endgeräten wie
»ComBricks«-Module von Procentec übernehmen die kontinuierliche Überwachung
der Buskommunikation. Über eine zertifizierte Schnittstelle melden sie Vorfälle
dem Alarmierungsmodul »AIP Server«
von Videc, das als zenrales Überwachungsportal für Störungen und Alarme aus
unterschiedlichen Quellen agiert.
»Android«-Smartphones, andererseits genauso
mit Desktop Applikationen auf den »Windows«Arbeitsplätzen. Darüber hinaus ist ein WebZugriff auf die Alarmierungsdaten des »AIP
Servers« in Vorbereitung.
Sicherer Betrieb
beitern folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Sprachausgabe über Telefon oder Lautsprecher,
SMS mit Quittierungsoption, E-Mail sowie eine
leistungsfähige Messenger-App für Smartphones.
Jedes fehlerhafte, von einem »ComBricks«-Modul
Alarme aus weiteren Alarmquellen (z.B. SCADASysteme) in eine einheitliche Alarmierungslösung
integrieren. Die Analyse der Meldehäufigkeit auf
speziellen Bussegmenten sowie das Reaktionsverhalten der Serviceteams runden die Lösung ab.
Wenn die Sicherheit der Kommunikation im
Vordergrund steht, ist häufig auch die Sicherheit des Meldebetriebes eine wichtige Kenngröße. »AIP« bietet dem Anwender eine Struktur, die bereits heute einige redundante Systeme unterstützt. Das beginnt schon bei der verteilten und serviceorientierten Architektur. Jeder »AIP Agent«, speichert und persistiert seine
Ereignisse auf der Maschine, auf der er läuft. Ist
der »AIP Server« zum Beispiel durch eine Netzwerkunterbrechung nicht erreichbar, so werden die Ereignisse auf dem Agentensystem zwischengespeichert und nach Herstellung der
Verbindung meldefolgerichtig an den »AIP
(TR)
Server« übermittelt.
Zu den Autoren: Markus Woehl ist Mitarbeiter
bei Videc und Tim Karnau arbeitet bei Procentec.
INFOLINKs: www.industrial-automation.at
www.videc.de
www.procentec.de
Der »AIP Server« bietet dem Anwender eine skalierbare Netzwerkarchitektur. Analyse,
Konfiguration, Schichtplanung etc. können auf mehrere Arbeitsplätze verteilt werden.
57
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:28 Seite 58
T
Technik pur
I IND. KOMMUNIKATION
Teleservice-System der nächsten Generation:
Der belgische Hersteller eWON (ÖV: Aiona
Automation) erweitert seine Fernwartungsrouter-Baureihe um das besonders
kompakte Geräte »Cosy 131«. Ausgestattet mit den Verbindungsmöglichkeiten
LAN, WLAN und 3G+ baut das jüngste
Familienmitglied bei Bedarf die Kommunikation auch rein wirelesss ohne
Verwendung der LAN-Schnittstelle auf.
Clou aller »Cosy«-Fernwartungsrouter ist die einfache Implementierung ins Netzwerk der Anwender, ohne dass die IT-Abteilung zwangsweise eingebunden sein muss. Denn die Geräte bauen per
»Talk2M«, dem Cloud-basierten Hochsicherheitsnetz via Serviceportal von eWON, automatisch eine sichere VPN-Verbindung von der Maschine
zum auswärtigen Wartungstechniker (etwa der
Serviceabteilung des Maschinenbauers) auf. Der
Router kommuniziert nahtlos mit SPS und HMI
über das LAN und ermöglicht via LAN, WLAN
oder 3G+ den Fernzugriff mit jedem PC, Laptop,
Tablet oder Smartphone. Die neuen »Cosy 131«Router ergänzen die bestehende Serie »Cosy
141« um neue Funktionen und Ausstattungsmerkmale: Neben der WLAN- und 3G-Möglichkeit ist eine USB-Schnittstelle für den Anschluss
weiterer serieller Geräte integriert. Der SD-Kartenleser dient zur sicheren und einfachen VorOrt-Konfiguration. Der integrierte, konfigurierbare Switch bietet vier LAN-/WAN-Schnittstellen.
Verbindungen von Industriemaschinen mit dem
Internet sind schon seit Anfang 2001 der Kernbereich von eWON. Seither hat sich die Fernwartungstechnologie von traditionellen Festnetzleitungen zu Internetverbindung per LAN, Mobilfunk und WLAN weiter entwickelt. Die neuen
»Cosy 131«-Router unterstützen diese Entwick-
lung und bieten vielfältige Verbindungsoptionen
per LAN, WLAN und 3G. Mit den verschiedenen
Verbindungsoptionen will der Hersteller Maschinenbauern noch mehr Flexibilität für ihre Fern(r.PA./TR)
wartungs-Services ermöglichen.
www.aiona.at
Foto: eWon;
Die IT einfach
außen vor lassen
Neue Netzwerkmanagement-Module bieten
Optische Netzwerke auf Basis der
WDM-Plattform »MSP 1000« von
Microsens arbeiten dank der beiden
Netzwerkmanagement-Module »NM3«
und »NM3+« künftig noch sicherer.
58
Die WDM-Plattform von Microsens basiert auf
der optischen Datenübertragung mittels des
Wellenlängenmultiplexverfahrens (engl. Wavelength Division Multiplex, kurz WDM) Insbesondere im Bereich der Übertragung sensibler Daten
gilt es, die Netzwerk-Konfiguration gezielt vor
unerlaubten Zugriffen zu schützen. Die beiden
neuen Microsens-Module bieten dazu gleich
mehrere Optionen: Alle Zugriffe auf die Konfiguration erfolgen über sichere, verschlüsselte
Protokolle wie SSH, HTTPS oder SNMPv3. Jeder
Zugriff erfordert zudem ein Einloggen in das System mit gültigen Nutzerrechten. Das Benutzermodell ermöglicht die Vergabe von abgestuften
Rechten analog zu SNMPv3. Zusätzlich kann der
integrierte Radius-Client die Anwender zentral
authentifizieren. Microsens unterstützt darüber
hinaus auch Tacacs+ und die Nutzung von Access
Control Listen. Gemäß dem modularen Konzept
der »MSP 1000«-Plattform bietet Microsens auch
bei den Netzwerkmanagement-Modulen zwei
AUSTROMATISIERUNG
Varianten: Das »NM3«-Modul mit einem VierPort-Gigabit-Ethernet-Switch belegt einen Slot
im Chassis. Das »NM3+«-Modul verfügt über insgesamt sechs Gigabit-Ethernet-Ports, einen USBErweiterungsanschluss und zwei potenzialfreie
digitale Ein- und Ausgänge. Aufgrund der zusätzlichen Schnittstellen belegt es zwei ModulSlots. Beide Module lassen sich über einen seriellen RS232 Anschluss mit einer Konsole verbinden. Beide Module bieten zwei SFP-Slots, deren
besonderer Vorteil darin liegt, dass sich damit
die Management-Systeme mehrerer »MSP
1000«-Plattformen kombinieren lassen. Sie können sowohl kaskadiert als auch in einer fehlertoleranten Ringstruktur zusammengeschaltet werden. Sollte ein Knoten ausfallen, schaltet das
Netzwerkmanagement sofort um und sorgt so
dafür, dass alle übrigen Knoten nahezu unter(r.PA./TR)
brechungsfrei erreichbar bleiben.
www.microsens.de
Foto: microsens;
Manipulationsschutz optischer Netze
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:28 Seite 59
I PRODUKTVORSTELLUNGEN
Übersetzer und Integrator
Fotos: ABB, Westermo;
Der Netzwerkadapter »PNQ22« ermöglicht die einfache Integration des
Motor-Controllers »UMC100« von ABB in ein Industrial-Ethernet-Netzwerk
über das standardisierte Profinet-I/O-Protokoll.
Die Parametrierung erfolgt im übergeordneten Leitsystem über GSDML, beim ABB-Leitsystem »800xA« über die installierte Hardware-Bibliothek. Hauptanwendung des
»PNQ22« ist der Einsatz in Motor-Control-Centern, dabei werden bis zu vier Motor-Controller »UMC100« an einen einzigen Netzwerkadapter »PNQ22« angeschlossen. Die Kommunikation zwischen dem Netzwerkadapter und den Motor-Controllern erfolgt über
konventionelle Verbindungskabel. Das ermöglicht
eine einfache Verdrahtung des Einschubes und eine unterbrechungsfreie Kommunikation über Ethernet auch bei herausgezogenem Einschub.
»PNQ22« hat einen integrierten Switch und gestattet die Einbindung in die Netzwerktopologien
Bus, Stern und Ring. Das Media- Redundanz-Protokoll ermöglicht die Kommunikation auch bei einer
Unterbrechung der Ringstruktur. Im Fehlerfall hilft
der Netzwerkadapter mit detaillierten zeitgestempelten Diagnoseinformationen über den Status der
angeschlossenen Geräte, den eigenen Status und
den Status der Profinet-Verbindung.
www.abb.at
Robuste 3G-Breitbandrouter
»MRD-355« und »MRD-315« von Westermo für den industriellen
Hochgeschwindigkeits-Fernzugriff sorgen für eine professionelle
Standortvernetzung mit höchster Flexibilität und Redundanz. Sie
ersetzen die UMTS-Modelle »MRD-350« und »MRD-310«.
Neue Features sind ein dedizierter GPS-Antennen-Anschluss, eine schnelle DownlinkÜbertragungsrate, eine verbesserte CPU sowie die neuste Generation an 3G-Modulen. Mit
an Bord sind zwei 10/100-Ethernet-Switchports mit integriertem DHCP-Server und eine
»Stateful Packet Inspection«-Firewall. Die Router bieten IPSec- und SSL-VPN-Funktionalität, statisches und dynamisches Routing, RIP, VRRP, NAT und Port Forwarding. Zur schnellen Datenübertragung sind Uplink-Geschwindigkeiten von
5,7 Mbit/s mit HSUPA und Downloadraten bis 21 Mbit/s
möglich. Beide Router unterstützen Receiver Diversity für
höchstmögliche Sensitivität beim Empfang. Integriert ist
außerdem eine intelligente RS232-Schnittstelle, ein (»MRD315«) bzw. zwei (»MRD-355«) SIM-Kartenslots sowie integrierte Routing-Redundanz-Protokolle wie VRRP (Virtual
Router Redundancy Protocol). Die Konfiguration
der Router erfolgt über die Westermo-eigene
Weboberfläche. Die Geräte verfügen über ein
robustes Hutschienen-Gehäuse aus Aluminium in
Schutzart IP40, arbeiten bei einer Umgebungstemperatur von -40° bis +70° C und in einem
Leistungsbereich von 10–60 VDC.
www.westermo.at
AUSTROMATISIERUNG
59
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T
Technik pur
I SICHERE AUTOMATION
Transpondercodierter Sicherheitsschalter
Die neueste Version von Profisafe wurde durch die
Prüfstellen der IFA und des TÜV Süd bewertet und das
positive Ergebnis in Prüfprotokollen dokumentiert.
Die wesentliche Änderung zu der bisherigen Version
2.4 betrifft die implizite Datensicherung, die jetzt
auch probabilistisch nachgewiesen wird. Das Verfahren zum Nachweis der Restfehlerrate wird dadurch
wesentlich verbessert. Die implizite Datensicherung
bezieht sich auf Informationen, die bei Sicherung der
Telegramme mitberechnet werden, jedoch nicht in
den Telegrammen selber transportiert werden.
www.profibus.com
Der Sicherheitsschalter »CTP« von Euchner kombiniert
das bewährte Funktionsprinzip von elektromechanischen Sicherheitsschaltern mit Zuhaltung und
Zuhaltungsüberwachung mit der modernen
transpondercodierten Sicherheitstechnik.
INTRO
Profisafe V2.6.1 freigegeben
»
UL-FS-Zertifizierung erlangt
Die Experten von UL bestätigten vor Kurzem die Konformität der Produktpalette des österreichischen Herstellers B&R zu den für die Sicherheitstechnik relevanten Normen IEC 61508, IEC 62061 und ISO 13849. Im
Besonderen wird durch die UL-FS-Zertifizierung nun
auch die Konformität zu relevanten nordamerikanischen Normen wie ANSI/UL 1998 bestätigt. Damit
sind die Produkte der integrierten Sicherheitstechnik
von B&R nun bei UL nicht nur in der Kategorie FSPC,
sondern auch in der Kategorie FSPC7 gelistet.
www.br-automation.com
Sicherheitsleitfaden für den
Maschinenbau veröffentlicht
Die Safety Alliance hat einen »Safety Lifecycle
Navigator« zusammengestellt, der Maschinenbauern und -betreibern Unterstützung bei der
effektiven und effizienten Planung, Implementierung und Anwendung von Sicherheitstechnik
bietet. Auf ca. 60 Seiten beschreibt der Navigator
den kürzesten Weg zum Ziel »sichere Maschine«
und stellt in übersichtlicher Form die komplette
»Route« mit allen »Wegpunkten« dar. Der Leitfaden kann kostenlos downgeloadet werden unter:
www.safety-alliance.com
60
Dank der Transpondertechnik erreicht bereits ein einzelner »CTP«
Kategorie 4/PL e nach EN ISO 13849-1 ohne zusätzlichen Fehlerausschluss. Auch die Anforderungen der EN ISO 14119 nach einem Bauart-4Schalter mit hoher Codierungsstufe übertrifft der »CTP«. Sein Einsatz ist ideal bei
Anwendungen, bei denen ein hoher Performance Level sowie eine Zuhaltekraft
von bis zu 2.500 N benötigt werden. Der Schalter ist mit einer umfangreichen und
detaillierten Diagnosefunktion ausgestattet. Für das schnelle Erkennen des Gerätestatus ist auf der Frontplatte eine LED-Anzeige integriert, die auf einen Blick
alle relevanten Informationen liefert. Darüber hinaus können Meldeausgänge
sowie ein Diagnoseausgang direkt an die Steuerung geführt werden. Je nach
Ausführung ist der »CTP« auch für den direkten Anschluss an sichere Steuerungen oder für die Reihenschaltung von bis zu 20 Geräten geeignet. Die schmale
Bauform ermöglicht eine einfache und platzsparende Montage an der Schutzeinrichtung. Das robuste Kunststoffgehäuse mit Metallkopf sowie die Schutzart
IP69K machen den »CTP« zum Allrounder für den industriellen Einsatz.
www.euchner.at
Eigenständig einsetzbar
Der bisher in die Automationsplattform »Sysmac« integrierte
Safety-Controller »Sysmac NX-S«
von Omron lässt sich als »NX
Stand-alone« dank Ethernet-Koppler jetzt auch eigenständig ohne
Standardsteuerung betreiben.
Möglich macht den Stand-alone-Betrieb der Sicherheitssteuerung ein neuer
Koppler, der in einer Funktion mit Ethernet/IP die Schnittstelle zur Außenwelt
bildet und gleichzeitig mit Ethercat die sichere Kommunikation zwischen SafetyCPU und den sicheren E/A ermöglicht. Somit bleibt das bisherige System auf der
Safety-Seite wie gehabt bestehen und es entfällt die Notwendigkeit, mit einem
Maschinencontroller der »NJ«-Serie zu kommunizieren. Dies erlaubt den komplett eigenständigen Betrieb sowie auch den Anschluss an Fremdsteuerungen
und Bedienterminals. Die Sicherheitssteuerung ist in der Lage, Standard-Steuerungsaufgaben wahrzunehmen und damit eine zusätzliche SPS zu ersetzen,
was Kosten einspart. Die maximale Ausbaustufe des Systems umfasst im Mischbetrieb 63 Module sowie 150 sichere E/A-Punkte. Die Standard-E/A der »NX«Serie, wie digitale und analoge E/A, können ebenso eingebunden werden. Als
reine Sicherheitsteuerung können 32 Module und bis zu 256 sichere E/A-Punkte verwaltet werden.
www.omron.at
AUSTROMATISIERUNG
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I PRODUKTVORSTELLUNGEN
Fußschalter fürs Extreme
Die Fußschalter der »GF(S)I Extreme«-Serie von Steute wurde speziell
für raue bis extreme Umgebungsbedingungen entwickelt und sind
hochdruckreinigerfest, mechanisch robust und korrosionsbeständig.
Die Fußschalter widerstehen hohen mechanischen
Beanspruchungen. Eine optionale Schutzhaube
verhindert unbeabsichtigtes Betätigen. Die Abdichtung des Gehäuses ist hoch wirksam, sodass
eine Beaufschlagung mit dem Hochdruckreiniger
(Schutzart IP69K) möglich ist. Das pulverbeschichtete und korrosionsbeständige Aluminiumgehäuse
hat auch die Salzsprühnebelprüfung nach DIN EN
ISO 9227 bestanden. Die Baureihe kann in sicherheitsgerichteten Applikationen (GFSI) und für die
Betätigung von betriebsmäßigen Maschinenfunktionen (GFI) eingesetzt werden. Verschiedene
Schalteinsätze erlauben die Anpassung an den individuellen Anwendungsfall. Eine Ex-Variante
für die Ex-Zonen 1 und 21 ist in Vorbereitung. Eine Wireless-Ausführung, die ohne Leitungen für
Energie- und Signalzuführung auskommt, ist ebenfalls vorgesehen. Diese Variante ist mit der von
Steute entwickelten Wireless-Technologie »sWave SW868 /SW915« ausgestattet. Sie ermöglicht
eine größere Flexibilität bei der Positionierung der Schalter und minimiert das Risiko für
Schäden.
www.steute.at
Kompakte Sicherheitssteuerung feiert Premiere
Fotos: B&R, Euchner, Omron, Steute, Schmersal;
Auf der Fachmesse »SPS IPC Drives« vergangenen November launchte
Schmersal mit »Protect PSC1« eine neue Generation von Sicherheitssteuerungen. Kompakt in den Abmaßen und modular aufgebaut sollen
diese außerordentlich flexibel einsetzbar sein, wie der Hersteller betont.
Die Baureihe besteht aus frei programmierbaren Kompaktsteuerungen mit IO-Erweiterungsmodulen zur sicheren Signalverarbeitung von mechanischen und elektronischen Sicherheitsschaltgeräten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bis zu 12 Achsen sicher zu überwachen. Die
Kompaktsteuerungen können mit einem universellen Kommunikationsinterface ausgestattet
werden. Das ermöglicht es, verschiedene Feldbusprotokolle einfach per Software auszuwählen
und einzustellen. Es erlaubt zeitgleich eine sichere Remote-IO-Kommunikation und eine sichere Querkommunikation. Zusätzlich können alle »Schmersal-SD«-Bus-Sensoren angeschlossen
werden, um deren Daten an verschiedene Teilnehmer zu übermitteln. Dabei übernimmt das universelle Kommunikationsinterface die Aufgabe eines
Gateways. Programmiert wird mit der Software
»SafePLC2«, die über umfangreiche Bibliotheken
mit vorgefertigten Funktionen zur sicheren Überwachung von Sensoren und Achsen verfügt. Diese
lassen sich einfach per Drag&Drop zu komplexen
Applikationen verknüpfen. Die neue Steuerung
soll ab dem zweiten Quartal 2015 verfügbar sein.
www.avs-schmersal.at
AUSTROMATISIERUNG
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T
Technik pur
I ANTRIEBSTECHNIK
TIPP: Broschüre
zu Ökodesign-Richtlinie
Danfoss beschreibt in seiner neuesten Informationsschrift
die Grundlagen und Hintergründe des neuen Standards
EN 50598 und gibt zudem Erläuterungen zu Auswirkungen bzw. zur Umsetzung. Die Broschüre bietet dem Anwender Hintergrundwissen ebenso wie Detailinformationen zu den Anforderungen an Motoren, Umrichtern, deren Kombination sowie Informationen zur Bestimmung
der Effizienzklasse von Motor-Umrichterkombinationen.
Dazu kommen Informationen zu Auswirkungen des
Ecodesign-Standards auf eigene Applikationen, Betrachtungen zu Anwendungsfällen uvm. Die Broschüre steht
kostenfrei zum Download bereit unter:
www.danfoss.de/vlt/ecodesign
Technologie-Funktionen
zum Nachrüsten
Einbaufertige Komplettachse
Hiwin bietet seine Linearachsen der Serie »KK« jetzt auch als
einbaufertige Komplettachsen inklusive Servomotor und
Antriebsverstärker an. Das passende Achssystem kann
dabei nach dem Baukastenprinzip aus Einzelkomponenten
zusammengestellt werden.
Neben Linearachse, Servomotor und Antriebsverstärker sind im Lieferumfang
auch Motor-, Encoder- und Bremsleitung sowie bis zu drei Endschalter enthalten. Wahlweise sind Aluminium- oder Faltbalgabdeckungen sowie ein zweiter
Laufwagen zur Aufnahme höherer Kräfte und Momente erhältlich. Durch eine
Profilschienenführung mit integriertem Kugelgewindetrieb erreichen die Systeme eine hohe Positionier- und Wiederholgenauigkeit. Die aus Stahl gefertigten Tragprofile und Laufwagen bieten eine hohe Steifigkeit und hohe Tragzahlen. Die Servomotoren sind mit Leistungen von 50 bis 750 W verfügbar,
wahlweise mit oder ohne Motorbremse. Die volldigitalen, vektorgeregelten
D2-Antriebsverstärker sind speziell für die Hiwin-Servomotoren optimiert. Sie
sind in drei Größen (100, 400 und 1.000 W) erhältlich und optional mit einer Ethercat-Schnittstelle verfügbar. Die Parametrierung und Inbetriebnahme erfolgt
schnell und unkompliziert mit der firmeneigenen Software »Lightening«.
INTRO
www.hiwin.at
Vollautomatisches Frequenzregelgerät
mit Resonanzfrequenznachführung
»
Siemens bietet für seine Umrichter-Familie
»Sinamics S120« softwaregestützte »Advanced
Technology Functions«, mit der sich auch bestehende
Antriebe aufrüsten lassen. Im Einzelnen handelt es
sich um die Motion-Funktionen »Gleichlauf«,
»Kurvenscheiben« sowie »Positionieren der
Gleichlaufachsen«. Sie sind Bestandteil der
»DCB-Extension«-Bausteinbibliothek, die auf der
Webseite von Siemens zum Download verfügbar ist.
www.siemens.de/sinamics-s120
WEG übernimmt
Motorenhersteller Katt Hessen
Durch den Erwerb des Unternehmens
erweitert WEG seine Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten in Deutschland. Das Unternehmen hat
große Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung
von Hochgeschwindigkeitsmotoren sowie eine ausgeprägte Entwicklungskompetenz. An seinen zwei
Standorten in Deutschland, dem Hauptwerk in
Homberg und dem Entwicklungsbüro in Dresden,
beschäftigt KATT insgesamt rund 190 Mitarbeiter.
www.weg.net
62
Ab dem zweitem Quartal 2015 ist bei soloPart ein neues
Frequenzregelgerät des Herstellers vibra-tec verfügbar.
Highlights sind u.a. OLED-Display, Busschnittstellen und
automatische Resonanzfrequenznachführung.
soloPart ist eine neue österreichische Firma
im Bereich Zuführ- und Bereitstellungstechnik. Als österreichischer Vertriebspartner des
Herstellers vibra-tec bietet das Unternehmen
aktuell die beiden Regler »VTC 10« und »VTC
12« (inkl. Schwingungssensor zur Resonanzfrequenzerkennung) an. Der neu hinzukommende Regler »VTC 14« verfügt über eine Ethercat- und eine Profinet-Schnittstelle. Ein integrierter Switch ermöglicht die nahtlose Einbindung in bestehende Systeme. Dank eines
Jog-Wheels und des OLED-Displays ist eine
einfache Bedienung gewährleistet. Zwei verschiedene Bauarten erlauben sowohl für den Schaltschrankeinbau als auch für den Betrieb in rauer Umgebung eine rasche Inbetriebnahme über abgedichtete Stecker bzw. offene
Klemmen. Der »VTC 14« bietet zudem die Möglichkeit, die Sollwertverstellung durch ein Passwort zu schützen. Bei Vibrationsförderantrieben von soloPart ist die Sollwerteinstellung gar nicht nötig, da sie vollautomatisch eingeregelt wird. Dadurch verkürzt sich die Inbetriebnahmezeit deutlich.
www.solopart.at
AUSTROMATISIERUNG
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I PRODUKTVORSTELLUNGEN
Direktantrieb für Spindel und Spindelmutter
Mit den Synchron-Servomotoren für Gewindetriebe »EZS« und
»EZM« bietet Stöber eine Reihe von Spindelmotoren in zwei Ausführungen und Bemessungsdrehmomenten von 0,9 bis 21,3 MN.
Sie sind für den universellen Anbau an Spindeln aller Hersteller konzipiert.
»EZS« ist für den Direktantrieb rotierender Spindelstangen ausgelegt,
»EZM« für den Direktantrieb von Spindelmuttern. Bei den »EZS«-Servomotoren ist die Motorwelle als Sacklochhohlwelle ausgeführt. Ein Spannsatz
verbindet in der Ausführung die Spindelstange mit der Motorwelle. Um
den leistungsstarken Direktantrieb von Spindelmuttern zu realisieren, hat
der Hersteller den »EZM«-Servomotor mit großzügig dimensionierten
Flanschhohlwellen ausgestattet. Als Basis beider Antriebe dienen hocheffiziente Synchron-Servomotoren mit hoher Volumenleistung. Aufgrund ihrer
orthozyklischen Zahnwickeltechnik steigt die Motorleistung gegenüber
konventionell gewickelten Motoren um rund 80%. Diese Motorkonstruktion bietet ein ausgewogenes
Verhalten zwischen hohem
Drehmoment, hoher Dynamik
und präzisem Gleichlauf.
www.stoeber.at
Lebensmitteltaugliche Edelstahlmotoren
Fotos: Hiwin, Siemens, Solopart, Stöber, Hainzl, Lenze;
Speziell für Antriebe in der Lebensmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie führt das Linzer Unternehmen Hainzl Industriesysteme neu die »AKMH«-Edelstahlmotoren von Kollmorgen im Sortiment.
Die kompakten Einheiten in den Baugrößen zwei bis sechs eignen sich vor
allem für den Einsatz in Maschinenbereichen mit direktem Produktkontakt
sowie aseptischen Prozessen. Kollmorgen ist es bei der neuen Reihe gelungen, die bei Edelstahlmotoren konstruktiv bedingten Einschränkungen in
der Drehmomentdichte auf unter 20% im Vergleich zu Standard-Servomotoren zu bringen. Durch perfektes Hygienedesign gemäß EHEDG-Richtlinien
und durch die konsequente Verwendung von FDA-zugelassenen Materialien wird die Keim- und Bakterienbildung unterbunden. Die Motoren entsprechen Schutzart IP69K und widerstehen daher
intensiven, häufigen Reinigungsprozessen. Sie eigenen sich aber auch für raue
Umgebungsbedingungen mit höchsten Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit. Die EinkabelAnschlusstechnik ermöglicht
schnelle Installation und
Maschinenreinigung.
www.hainzl.at
AUSTROMATISIERUNG
IE3 mit unveränderten
Achsmaßen
Mit den Drehstrommotoren
»m200-P« und »m500-P« erreicht
Lenze die Premium-Effizienzklasse
IE3 nach IEC60034-30 ohne
Baugrößensprünge im
Vergleich zur Effizienzklasse 2.
Beide Motoren stehen mit Leistungen von 5,5 bis 45 kW zur Verfügung.
»m200-P« ist für den einfachen Netzbetrieb mit fest definierten Drehzahlen
ausgelegt, »m500-P« ist optimiert für den Einsatz mit Frequenzumrichtern,
lässt sich aber auch direkt am Netz betreiben. Gegenüber IE2 sinken bei den
beiden neuen Reihen die Energieverluste – und damit analog die Stromkosten – um bis zu 20%. Die gleichbleibende Achshöhe macht den Umstieg von
IE2- auf IE3-Motoren einfach: Es sind keine Konstruktionsänderungen erforderlich. Zum Gesamtkonzept gehören genau abgestimmte elektrische
Schnittstellen und vielfältige Optionen wie Bremsen, Geber und Fremdlüfter. Dank der optional verfügbaren Zulassung durch UL, CSA und CCC sowie
der Effizienzklasse IE3 sind die Motoren »m500-P« weltweit einsetzbar.
www.lenze.com
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T
Technik pur
I ANTRIEBSTECHNIK
Hochleistungs-Multiachs-Servosystem
FPGA-basierte Regelalgorithmen mit einer Mehrkanal-Stromregelungstechnologie schaffen Abtast- und Reaktionszeiten kleiner 1 µs bei der
Stromregelung sowie Drehzahlregler-Zykluszeiten
ab 16 µs. Die minimale Ethercat-Zykluszeit liegt bei
62,5 µs. Für Motion-Anwendungen bedeutet das
schnellstmögliche Regelung und hochpräzise Positionierung sowie erhöhte Konturschärfe bei Bearbeitungsvorgängen. Das Mehrachssystem ist modular aufgebaut. Als Einspeisemodule stehen je
zwei 60 und eine 90 mm breite Varianten für den
weltweiten Einsatz zur Verfügung: 100–230 VAC
Die intelligenten Frequenzumrichter
»EFC 3610« und »EFC 5610« von
Bosch Rexroth mit einem Leistungsspektrum von 0,4 bis 18,5 kW regeln
die Drehzahlen bedarfsorientiert und
verringern den Energieverbrauch von
Pumpen, Kompressoren oder Lüftern.
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mit 20 bzw. 40 A für Asien und Amerika sowie
400–480 VAC mit 20 bzw. 40 A für Europa und
Nordamerika. Bei allen vier Versionen sind Bremswiderstand und Brems-Chopper sowie ein Netzfilter integriert. Es sind keine weiteren externen
Komponenten erforderlich, das reduziert Teilevielfalt und Platzbedarf. Zur Achskonfiguration stehen ein 60 mm breites Einachsmodul mit 8 A Nennstrom und ein ebenso breites Doppelachsmodul
mit 2 x 6 A Nennstrom sowie ein 90 mm-Einachsmodul mit 18 A Nennstrom zur Verfügung. Über
die skalierbare Motorstrommessung werden auch
deutlich kleinere Motornennströme abgedeckt
und das ganze Anwendungsspektrum kann komplett mit 8- und 18-A-Modulen realisiert werden.
Je Achse bietet das System vier digitale Eingänge;
zwei davon für Onboard-Safety-Funktionen vorkonfiguriert. »AX Bridge« ermöglicht die schnelle
Montage fehlersicher und werkzeuglos per Feder-
krafttechnik. Hinzu kommen eine Zentrierung zur
leichteren Ausrichtung der Achsmodule sowie der
einfache Motoranschluss per »OCT« (»One Cable
Technologie«). Die integrierte »Twincat«-Runtime
stellt komfortable Module u. a. für die Drehzahlund Positionsregelung zur Verfügung. Die Programmierung ist kundenseitig auch in IEC 61131,
(r.PA./BBK)
C++ und »MATLAB/Simulink« möglich.
www.beckhoff.at
Energie bedarfsorientiert bereitstellen
Der richtige Dreh
für mehr Energieeffizienz
Im Zusammenspiel mit Permanentmagnetmotoren steigern die Frequenzumrichter die Energieeffizienz, und die stufenlos anpassbare Pulsfrequenz minimiert dabei die Motorgeräusche. Integrierte Energiezähler messen den tatsächlichen Verbrauch und geben Informationen für
die energetische Optimierung. Die Frequenzumrichter lassen sich über eine Modbus-Schnittstelle oder ein optionales PROFIBUS-Modul einbinden. Mit der integrierten Ablaufsteuerung mit
16 Stufen können eigenständige Ablaufsequenzen parametriert werden. Die Schutzfunktion
für den Pumpenbetrieb und die Motortemperaturüberwachung schützen die Anlage auch in
kritischen Prozesszuständen. Die Inbetriebnahme erfolgt über das integrierte Bedienfeld mittels Auto-Tuning. Umschaltmöglichkeiten zwischen Parametersätzen sowie eine integrierte
PID-Regelung erhöhen die Flexibilität ebenso
wie unterschiedliche optionale E/A- und Feldbusmodule. Die LED-Anzeige visualisiert sämtliche Betriebsgrößen. Das Bedienteil ist abnehmbar und verfügt über eine Kopierfunktion. Das
beschleunigt die Inbetriebnahme mehrerer
Frequenzumrichter mit gleicher oder ähnlicher
Parametrierung und verringert den Aufwand
bei einem Gerätetausch. Die Antriebe verfügen
über analoge Ein-/Ausgänge, die als Spannungsoder Stromschnittstelle betrieben werden können. Digitale Ein-/Ausgänge ermöglichen eine
einfache direkte Kopplung mit einer SPS. Eingebaute Brems-Chopper und Netzfilter verringern
den Montageaufwand ebenso wie zeitsparende
Installationstechnik mit Steckklemmen und eine
Befestigungsmöglichkeit auf Standard-Hut(r.PA./BBK)
schienen.
www.boschrexroth.com
AUSTROMATISIERUNG
Foto: Bosch Rexroth;
Das Multiachs-Servosystem »AX8000« von
Beckhoff ermöglicht mit seiner kompakten Baugröße die platzsparende Schaltschrankmontage und punktet mit extrem
kurzen Regelzyklen für hochpräzise
Positionier- und Bearbeitungsvorgänge.
Foto: Beckhoff;
Kompakt und schnell
bei Montage und Betrieb
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Effizienter Servoverstärker mit integrierten Safety-Funktionen
Drei-Achs-Servoverstärker
mit 4 A Leistungsdichte
Foto: B&R;
Mit dem neuen »Acopos P3« senkt
B&R den Platzverbrauch im Schaltschrank gemessen an der Leistungsdichte um bis zu 69%. Er ist als Ein-,
Zwei- und Drei-Achser im Leistungsbereich von 0,6 bis 24 kW bzw.
1,2 bis 48 A verfügbar und baut
dabei so kompakt, wie ein herkömmlicher Ein-Achs-Verstärker.
Der »Acopos P3« bietet eine Leistungsdichte von
4 A pro Liter Raumbedarf und ist damit der laut
B&R effizienteste Servoverstärker mit integrierten
Safety-Funktionen am Markt. Durch die niedrige
Zykluszeit von 50 µs für Strom-, Geschwindigkeitsund Positionsregelung eröffnen sich neue Möglichkeiten in der virtuellen Sensorik. Ein virtueller
Motorpositionsgeber macht Geber, Geberkabel
und Auswerteeinheit im Servoverstärker überflüs-
Foto: Mitsubishi;
Mitsubishi Electric (ÖV: GEVA)
ergänzt die Frequenzumrichter-Baureihe »FR-A800« um
eine staub- und spritzwassergeschützte Geräteversion in
der Schutzklasse IP55, die speziell für raue Umgebungen
und auf die Anforderungen
von Pumpen und Lüftern
zugeschnittenen ist.
Mit der Serie »FR-A846« in Schutzklasse IP55 bietet Mitsubishi Electric
Antriebstechnik im Leistungsbereich
von 400 W bis zu 160 kW. Mit dem
serienmäßig eingebauten EMV-Filter
entspricht der Antrieb den Anforderungen der EMV-Richtlinie (EN
61800-3, 1. Umgebung, Kategorie
C2) und mit der ebenfalls serienmäßigen DC-Zwischenkreisdrossel die
Anforderungen der Norm IEC61000-3-12 zur Reduzierung und Begrenzung der Oberwellenströme, sodass keine gesonderte Zertifizierung erforderlich ist. Ferner steht der »FR-A846« mit
AUSTROMATISIERUNG
sig und erhöht gleichzeitig die Verfügbarkeit.
Auch weitere spezielle Funktionen für präziseres
Regeln und schnellere Reaktionen, wie Repetitive
Control, lassen sich mit virtueller Sensorik verwirklichen. Der »Acopos P3« fügt sich nahtlos in
das modulare und skalierbare Automatisierungsportfolio von B&R ein, mit dem sich eine besonders schlanke Automatisierung verwirklichen
lässt. So reichen ein »Power Panel«, eine beliebige Anzahl von »Acopos«-Servoverstärkern und
»X20«-I/O-Komponenten für eine vollständige
und leistungsfähige Automatisierungslösung. Auf
Wunsch sind Safety-Funktionen nach SIL3/PLe integriert. Gegenüber den bisherigen »Acopos«Modellen wurden die Sicherheitsfunktionen
»Safely Limited Torque« (»SLT«) und »Remanent
Safe Position« (»RSP«) ergänzt. Mit nun gesamt
14 Safe Motion-Funktionen basierend auf »openSAFETY« lässt sich so gut wie jede Sicherheitsan-
forderung realisieren. Durch die Unterstützung aller weltweit gängigen Netzformen wie TN, TT, IT
und TN-S mit geerdetem Außenleiter ist der »Acopos P3« global einsetzbar. Die Anzahl der Maschinenvarianten lässt sich dadurch reduzieren. (r.PA./TR)
www.br-automation.com
Frequenzumrichter um IP55-Variante erweitert
Robuste Antriebe für
Pumpen und Lüfter
eingebautem Hauptschalter
einschließlich Verriegelungsmöglichkeit zur Verfügung.
Die IP55-Serie ermöglicht
den Betrieb sowohl von
Standard-Asynchronmaschinen als auch von IPM- und
SPM-Motorentechnologien.
USB-Host- und USB-DeviceFunktionen garantieren eine
reibungslose Programmierung und Parametrierung
wie auch die DatenloggingFunktionalität. Dabei ist die
volle Integration in die Programmierumgebung »iQ Works« von Mitsubishi
Electric gegeben. Über ein eingebautes Bedienfeld sowie grafische Displays sind die Komponenten intuitiv und einfach zu bedienen. Mit-
hilfe der »Real Sensorless Vector Control«-Regelung lassen sich eine maximale Drehzahl- und
Drehmomentgüte bis zu einer Maximalfrequenz
von 400 Hz erzielen. Eine Überlastfähigkeit von
250 Prozent während der Startphase sorgt insbesondere unter schwierigen Betriebsbedingungen für ein zuverlässiges Startverhalten. Minimale Terminalzykluszeiten von unter 3 ms garantieren schnelles Ansprechverhalten. Die
funktionale Sicherheit bis zu PLe/SIL3 garantiert
den Betrieb in einfachen Not-Halt-Anwendungen bis hin zu komplexen Pressenansteuerungen. Insgesamt verfügt die Umrichterserie über
elf Netzwerkoptionen, darunter CC-Link,
SSCNET, Profibus-DP, Profinet, Ethernet/IP, Ether(r.PA./BBK)
cat, LONworks und Modbus-RTU.
www.geva.at
65
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P
Praxisreport
I ANTRIEBSTECHNIK
Rotierende Sägen
riemenlos angetrieben
Wie ein KegelstirnradGetriebemotor
»made in Austria« die
Kappsägeschwingen
einer neuartigen
Holzverarbeitungsmaschine erstmals
elektrisch betätigt
66
AUSTROMATISIERUNG
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:29 Seite 67
Die Springer Gruppe mit Sitz in Friesach/
Kärnten produziert Maschinen und Förderanlagen für die Holzindustrie – u.a. Rundholzplatzanlagen, Hobelwerke, Maschinen für die Schnittholzsortierung sowie
Produktionsanlagen für die Weiterverarbeitung von Holz. Mit dem Trimmer
»E-CUT 200« hat das weltweit agierende
Unternehmen ein neuartiges Maschinenkonzept für Schnittholzhersteller entwickelt. Kern der Innovation ist die elektrisch
betätigte, erstmals riemenlose Getriebeschwinge. Diese wurde vom österreichischen Getriebespezialisten Watt Drive, ein
Tochterunternehmen des Antriebsherstellers WEG, als Spezialanfertigung entwickelt und gefertigt. Außerdem sind im
»E-CUT 200« Watt-Kegelstirnradgetriebemotoren und »W22«- Asynchronmotoren
von WEG verbaut. Von Jürgen Ponweiser
eim »E-CUT 200« werden die Kappsägeschwingen erstmals elektrisch betätigt und
weisen dadurch einen höheren Wirkungsgrad als vergleichbare hydraulisch oder pneumatisch betriebene Modelle auf. Eine kontrollierte,
präzise Betätigungskurve ermöglicht die optimale
Kontrolle der Kappsägen und die exakte Positionierung der Sägeblätter im jeweiligen Sägeprozess. Der Trimmer ist standardmäßig mit 21 Sägen
in 300 mm-Modulen ausgestattet und für Bretter
bis zu einer Standardendlänge von 6 m sowie
Holzstärken von bis zu 100 mm ausgelegt.
Der neue Trimmer ist standardmäßig mit 21 Sägen in 300 mm-Modulen
ausgestattet und für Bretter bis zu einer Standardendlänge von
6 m sowie Holzstärken von bis zu 100 mm ausgelegt.
B
Der »E-CUT 200« von Springer ist der erste riemenlose
Trimmer für die holzverarbeitende Industrie.
Der riemenlose Antrieb
Konventionell werden Trimmer mit Riemenantrieben ausgeführt. Allerdings verursacht der Holzstaub einen verhältnismäßig hohen Verschleiß der
Riemen. Um diesen zu verringern und damit die
Wartung zu vereinfachen, hatten die SpringerTechniker die Idee, eine riemenlose Getriebeschwinge zu entwickeln. Zusätzlich sollte der Trimmer auch neue Maßstäbe in Bezug auf exakte
Schnittführung und Temperaturunempfindlichkeit
setzen. Für das riemenlose Spezialgetriebe wandte
sich Springer an Watt Drive. Das Unternehmen mit
Sitz in Markt Piesting ist Experte für die Entwick-
AUSTROMATISIERUNG
lung und Fertigung von Getrieben und Getriebemotoren. Als Tochterunternehmen von WEG bietet Watt Drive zusätzlich auch das gesamte Elektromotoren- und Automatisierungsportfolio des
Mutterkonzerns an. „Unsere Kunden erwarten
von uns technisch ausgereifte Lösungen, die ihren
Produktionsprozess nachhaltig positiv verbessern.
Als erster elektrisch betätigter, riemenloser Trimmer macht der »E-CUT 200« kurzen Prozess mit
den Schwachstellen herkömmlicher Trimmer. Ausgangspunkt dieser innovativen Lösung ist das Spezialgetriebe von Watt Drive“, erklärt Egon Eisner,
zuständig für Technik bei Springer. So konzipierte
und fertigte Watt Drive eine komplett neue Antriebseinheit pro Säge. Diese besteht aus dem innovativen »Trimmergetriebe«, einem Kegelstirnradgetriebemotor sowie – je nach Auslegung – ein
oder zwei »W22«-Motoren für den Hauptantrieb.
Vor dem finalen Produktlaunch des »E-CUT 200«
wurde der Trimmer samt neuer Antriebseinheit
über 1.000 Stunden im Praxis-Einsatz getestet.
Die »Speziallösung« Getriebeschwinge
Der »E-CUT 200« treibt über zentrale, außenliegende Motoren die Schwingen an, welche als »
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47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:30 Seite 68
P
Praxisreport
I ANTRIEBSTECHNIK
einzigartige Getriebeeinheiten ausgeführt sind,
und versetzt somit die Sägeblätter in Rotation.
Die Betätigung der einzelnen Sägen erfolgt mit
elektrisch ausgeführtem Kurbeltrieb über Schubstangen. Durch diese elektrische Betätigung kann
die Bewegung der einzelnen Sägen exakt kontrolliert werden – und das temperaturunabhängig. Die Schubstangen sind robust und lassen kei-
Sondergetriebes an. Das Gehäuse der Getriebeschwinge ist aus Sphäroguss, was ihm eine besonders hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit
gegenüber äußeren Einflüssen verleiht – ein entscheidender Faktor in einem rauen Umfeld wie
der Holzindustrie. Das Sondergetriebe mit einem
Nenndrehmoment von 593 Nm ermöglicht durch
einen Übersetzungsfaktor von 2,42 eine Steigerung
verfügt über eine hochwertige Dichtung für staubige Umgebungen. Alle Verschlussdeckel werden
zusätzlich eingeklebt. Die fremdlüftergekühlten
Kegelstirnradgetriebemotoren in Bremsenausführung (»KUS 60A 70 91L4 TH BR20 FL«) und mit
einer Leistung von 3 kW erzeugen jeweils die
Hubbewegung des Kreissägeblatts und werden
über einen Frequenzumrichter angesteuert.
Optional sind diese Antriebe auch mit Inkrementalgeber erhältlich.
Reduzierter Verschleiß
und Wartungsarmut
Links: Die Kegelstirnradgetriebemotoren von Watt Drive erzeugen die
Hubbewegung des Kreissägeblatts.
ne Beschädigungen durch Kappholzbewegungen
an der Betätigung zu. Die Kappstücke fallen störungsfrei durch einen großflächigen Abwurf auf
ein tiefer liegendes Förderband zum Abtransport.
Die Kreissägen werden von ein bis maximal zwei
vierpoligen »W22«-IE2-Motoren der Baugröße
IEC 225 angetrieben (Modell »225S/M-04«). Die
Motoren mit einer Leistung von jeweils 37 kW
treiben über Keilriemen die Eintriebswelle des
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der Drehzahl. Das heißt, bei dem vierpoligen Motor mit einer Drehzahl von 1.475 min-1 dreht sich
das Kreissägeblatt mit 3.570 min-1. Kundenspezifisch lässt sich die Kreissägeblattgeschwindigkeit
aber auch auf 4.307 bzw. 4.748 min-1 ändern. Hierfür kommt eine Keilriemenuntersetzung mit unterschiedlich großen Keilriemenscheiben zum Einsatz. Das Sondergetriebe ist speziell für hohe Umgebungstemperaturen bis zu 50° C ausgelegt und
AUSTROMATISIERUNG
Zum Autor: Jürgen Ponweiser ist Marketing
Manager für die D-A-CH-Region bei WEG.
INFOLINK: www.wattdrive.at
Fotos: WEG;
Oben: Die »W22«-Motoren von WEG
dienen als zentraler Antrieb der
Kreissägeblätter.
Durch die neu entwickelte Getriebeschwinge ist
die Maschine besonders wartungs- und verschleißarm, da keine Riemen mehr erforderlich
sind. Diese wurden bisher durch den Holzstaub
stark beansprucht und waren daher verschleißanfällig. So spart der Betreiber Material- und Servicekosten. Auch in Bezug auf die Wartungsfreundlichkeit kann der »ECUT 200« dank des neuen Antriebskonzepts punkten. Dadurch, dass sich sämtliche Antriebselemente im Außenbereich befinden, sind diese für Servicetechniker leicht und
sicher zu erreichen, ohne dass der Trimmer selbst
geöffnet werden muss. Dieser ist mit einer neu
konzipierten, linear bewegbaren Staubkapselung
versehen, welche nicht nur eine kompakte Bauart
aufweist, sondern auch einen uneingeschränkten
Zugang zum eigenen Wartungssteg bietet. Das
ermöglicht einen schnellen und ungehinderten
Sägeblattwechsel. „Um im Anlagenbau für die
holzverarbeitende Industrie international erfolgreich zu sein, sind wir auf permanente Weiterentwicklung und technologische Kreativität angewiesen. Der »E-CUT 200«, der eine Revolution im
Trimmer-Markt darstellt, ist ein gutes Beispiel für
unsere Innovationskraft. Es freut uns, dass mit
Watt Drive ein weiteres österreichisches Traditionsunternehmen seinen Anteil daran hatte, diese
technische Lösung möglich zu machen“, resümiert Timo Springer, Vorstand der Springer Ma(TR)
schinenfabrik.
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I PRODUKTVORSTELLUNGEN
I PROZESSAUTOMATION
Zusammenschluss
europäischer Anwenderverbände
Siemens bringt Version 1.1 seiner
im Vorjahr gelaunchten Produktfamilie »Comos Mobile Solutions«
für mobiles Datenmanagement
in der Prozessindustrie heraus.
Diese bündelt die webbasierten Lösungen der Software »Comos« für Anlagenprojekte und ermöglicht den Zugriff
über mobile Endgeräte wie Tablets oder
den Webbrowser. Version 1.1 bietet ein Dashboard zur übersichtlichen Visualisierung von Projektstatus und KPIs, zum Beispiel als Status-Tachometer oder Diagramm. Zusätzlich gibt es vorkonfigurierte Abfragen oder favorisierte Links für
jedes Dashboard. Damit haben Anwender einen noch schnelleren und übersichtlicheren Zugriff auf alle projektspezifischen und -übergreifenden Informationen,
auch aus nicht-technischen Abteilungen, denn eine Installation von »Comos« ist
nicht erforderlich. Über den Taskmanager haben Anwender unmittelbaren Zugriff auf alle relevanten Dokumente und können somit einfach Feedback geben,
was die Sicherheit im Review- und Freigabeprozess – auch projektübergreifend –
deutlich erhöht. Die neuen Funktionen vereinfachen die Nutzung und Auswertung von Engineering- und Betriebsdaten von Anlagenprojekten und erleichtern
so das weltweit vernetzte Arbeiten über die gesamte Wertschöpfungskette.
EI, EXERA, WIB und NAMUR unterschrieben
Ende vorigen Jahres eine Kooperationsvereinbarung zur Ausrichtung und Stärkung ihrer Interessen. Die Vereinbarung behandelt u.a. die Entwicklung von gemeinsamen Positionen zu aktuellen und zukünftigen europäischen und internationalen Themen inklusive Standardisierung
und Regelungen/Direktiven, Optionen für die
Art der Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen
und gemeinschaftlich erarbeitet Dokumente.
www.namur.net
Als eigensicherer Messumfomer
weltweit anerkannt
Der eigensichere Feuchte- und TemperaturMessumformer »EE300Ex« von E+E Elektronik
erfüllt neben der europäischen ATEX-Richtlinie
INTRO
Mobiles Engineering
www.siemens.com/comos
»
Radarsensor für Schüttgüter
Fotos: VEGA, Siemens;
Das Radarmessgerät »Vegapuls 69« von Vega arbeitet mit
einer Frequenz von 79 GHz. Das ermöglicht eine besonders
gute Fokussierung des Sendesignals und reduziert den Einfluss
von Störsignalen in Behältern und Silos mit vielen Einbauten.
Mit neuesten Mikrowellenkomponenten können selbst kleinste Reflexionssignale
noch sicher erfasst werden. So lassen sich auch bis dahin schwierig zu messende Medien mit schlechten Reflexionseigenschaften, wie Kunststoffpulver oder Holzspäne,
zuverlässig messen. Mit einem Messbereich bis zu 120 m und einer Genauigkeit von
±5 mm sind genügend Leistungsreserven selbst für ungewöhnliche Einsätze, etwa
in Minenschächten oder für die Abstandmessung in Förderanlagen, vorhanden. Trotz des großen Messbereichs ist der Sensor auch für kleine Behälter eine ideale Lösung. Das Gerät
steht in zwei Ausführungen zur Verfügung: Mit einfacher
und leichter Kunststoffantenne und einer im Flansch integrierten Linsenantenne. Letztere ist unempfindlich
gegen Ablagerungen und stellt auch bei rauen Einsätzen einen wartungsfreien Betrieb sicher. Eine
intelligente App für das Smartphone ermöglicht die schnelle und einfache Ausrichtung des
Sensors auf einer Schwenkhalterung.
www.vega.com
AUSTROMATISIERUNG
jetzt auch die internationale IECEx- und die
speziell für USA und Kanada relevante FM-Klassifizierung. Das Gerät wurde für den Einsatz in
explosionsgefährdeten Umgebungen entwikkelt und kann direkt im Gas- als auch Staub
Ex-Bereich der Zone 0/Div1 montiert werden.
Exakte Feuchte- und Temperaturmessungen
von 0–100 %rF und -40°–180° C in Anwendungen unter Druck bis 300 bar sind möglich.
www.epluse.com
E-Learning-TIPP:
SIL-Seminare online
TÜV Nord, Krohne, Samson und Phoenix
Contact haben gemeinsam ein speziell für für
Anlagenplaner und -betreiber konzipiertes
E-Learning-Programm zusammengestellt, das
insgesamt zehn Lernmodule zur Anwendung
der DIN EN 61508/61511 in sicherheitsgerichteten Anlagen bietet.
www.sil-training.com
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T
Technik pur
I PROZESSAUTOMATION
Wie robust ausgeführte, besonders vibrationsresistente
Pt100-Messeinsätze mechanischen Belastungen selbst
unter rauen Prozessbedingungen zuverlässig standhalten
Temperatur
dauerhaft genau
messen
In der Prozessautomatisierung haben sich für die Messung von Temperaturen bis
600° C Pt100-Sensoren durchgesetzt. Sie punkten mit Genauigkeit und Langzeitstabilität. Allerdings behagen ihnen Vibrationen weniger, was unter rauen Prozessbedingungen zu relativ kurzen Lebenszeiten führt. Demgegenüber erweisen
sich Thermoelemente als sehr resistent gegen Vibrationen, dafür ist deren Messabweichung relativ hoch und die Langzeitstabilität vergleichsweise gering.
Endress+Hauser hat sich intensiv mit den Vor- und Nachteilen beider Messmethoden auseinandergesetzt und einen Messeinsatz entwickelt, der die Vorteile von Thermoelementen mit denen von Pt100 verbindet.
ufgrund der erzielten, extremen Vibrationsresistenz von >60g verpasste
Endress+Hauser seinem speziell auf
die Anforderungen der Grundstoffindustrie
ausgerichteten Pt100-Messeinsatz den Produktnamen »StrongSens«. Eingeführt wurde
der Messeinsatz als »TS111 StrongSens« vor
drei Jahren. Er passt in jedes nach der
DIN43772 aufgebautes Thermometer. In der
A
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Zwischenzeit hat er sich in vielen Anwendungen, die aufgrund ihrer extremen Bedingungen bisher höchstens den Einsatz von Thermoelementen erlaubten, bewiesen. Mit der
neuen Technik des »StrongSens« können
heute die Anlagen genauer gesteuert, der
Wartungsaufwand reduziert und damit direkt Kosten reduziert werden. Durch die genauere Messung lässt sich beispielsweise die
AUSTROMATISIERUNG
47_74_0115 3_austro 05.02.15 18:31 Seite 71
Erhöhung einer Lagertemperatur schneller erkennen, da ein Driften der Messung ausgeschlossen
werden kann. Zudem fallen etwaige Kalibrationszyklen länger aus – wenn überhaupt noch Bedarf
für eine Kalibration gegeben ist.
Der Aufbau der Messeinsätze
Obwohl Pt100-Messwiderstände typischerweise
mit vier voneinander elektrisch isolierten Anschlussleitungen in einem Rohr von außen betrachtet oft gleich aufgebaut anmuten, unterscheiden sich die Messeinsätze der verschiedenen
Hersteller im Detail mitunter deutlich. Die Konstruktion der Sensorspitze, die aufgewändete
Sorgfalt und viele vermeintliche Kleinigkeiten
bei der Fertigung, von denen der Anwender per
se nichts weiß, entscheiden letztendlich über ihre tatsächliche Qualität. Für höhere Einsatztemperaturen ist mittlerweile die Verwendung so genannter mineralisolierter Mantelleitungen Standard. Die Anschlussleitungen, an welche der eigentliche Temperatursensor später mittels Hartlötung oder Verschweißung angeschlossen wird,
bestehen aus Kupfer, Nickel oder Nickel/Chrom.
Die Mantelleitungen werden aufgerollt geliefert. Nachdem sie auf die gewünschte Länge gebracht sind, wird die Mineralisolierung (MgOoder Al2O3-Pulver) an ihren Enden teilweise ent-
AUSTROMATISIERUNG
fernt, um die Drähte freizulegen und in Folge
das Sensorelement anzulötet. Danach wird die
Leitung mit einer passenden Hülse verlängert,
alle verbleibenden Hohlräume werden mit Keramikpulver möglichst kompakt ausgefüllt und
zum Schluss wird das Ganze mit einem Boden
versehen bzw. verschlossen. Das ist seit vielen
Jahren die Standard-Fertigungstechnologie für
solche Messeinsätze, die zu einem Großteil immer noch manuell ausgeführt wird. Natürlich
bleiben dabei Qualitätsschwankungen nicht aus
– beispielsweise Verunreinigungen, die das
Pt100-Sensorlement bei höheren Temperaturen
schneller altern lassen, eingedrungene Luftfeuchtigkeit, welche den Isolationswiderstand
der Leitung herabsetzt, oder verbleibende Hohlräume im Bereich der Messeinsatzspitze, die bei
Vibrationen zu Leitungsbrüchen führen. Gerade
das ausreichend kompakte und dichte Verfüllen
mit möglichst reinem, trockenem Keramikpulver
und das sichere Einbetten des Pt100-Elements
gestalten sich dabei aufwändig, und eine konstante Qualität ist kaum realisierbar. Gerade die
Art des verwendeten Pt100-Sensorelements, seine Einbettung und Kapselung sind aber für die
spätere Kennlinien-Langzeitstabilität und die
mechanische Belastbarkeit des Messeinsatzes
unter Prozessbedingungen ganz wesentlich.
Links: Der neue Messeinsatz von
Endress+Hauser mit Pt100-Dünnschichtsensorelement hat 6 mm
Außendurchmesser. Er ist für Dauereinsatztemperaturen im Bereich von
-50° bis +500° C geeignet und kombiniert überdurchschnittliche messtechnische Eigenschaften mit exzellenter
mechanischer Robustheit.
Rechts: Die Fertigung der Pt100Sensorkappen erfolgt vollautomatisiert auf einer eigens
dafür entwickelten Anlage.
Das »Geheimnis«
der neuartigen Fertigung
Endress+Hauser verfolgt seit einiger Zeit ein völlig neues Konzept für die Fertigung seiner
Pt100-Messeinsätze. Erstes Ergebnis dieser Produkt- und Fertigungsentwicklung war der
»iTherm TS111 StrongSens«. Der neue Messeinsatz von Endress+Hauser mit Pt100-Dünnschichtsensorelement hat 6 mm Außendurchmesser. Er
ist für Dauereinsatztemperaturen im Bereich
von -50° bis +500° C geeignet und kombiniert
überdurchschnittliche messtechnische Eigen- »
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Technik pur
I PROZESSAUTOMATION
schaften mit exzellenter mechanischer Robustheit. Neben thermischen Ansprechzeiten t90 von
<10 s, gemessen nach IEC 60751 in Wasser, minimalen Eigenerwärmungsfehlern von ≤25 m/mW,
hoher Langzeit-Kennlinienstabilität und Messgenauigkeit, selbst bei maximaler Einsatztemperatur, zeichnet er sich beispielsweise durch eine
dauerhafte Vibrationsbeständigkeit bei Beschleunigungen von ≥600 m/s2 (≥60 g) aus.
Das »Geheimnis« des »iTherm TS111 StrongSens« liegt in seiner Konstruktion. Zwar wird
auch bei diesem Messeinsatz eine mineralisolier-
te Mantelleitung als Basis verwendet, doch hat
er einen völlig neue, strikt modularen Aufbau
und eine innovativ gestaltete Messeinsatzspitze
mit dem eigentlichen Pt100-Sensorelement. Auf
Keramikpulvern zur Verfüllung wird dabei zur
Gänze verzichtet. Stattdessen ist das Pt100Dünnschichtsensorelement in einer Kappe, gefüllt mit einer speziellen Keramikvergussmasse,
fest und hohlraumfrei eingebettet. Ein relativ
komplexes Keramikformteil dient als Verbindungselement zwischen den Anschlussdrähten
des Sensorelements und den Innenleitern der
Mantelleitung, welche bei der späteren Montage miteinander verschweißt werden. Für die
komplexe Fertigung der Sensorkappen, die Bearbeitung der Mantelleitungen, die Montage
und Verschweißung von Mantelleitung und
Kappe sowie für die Prüfungen der fertigen
Messeinsätze wurde bei Endress+Hauser eine
eigene Fertigungstechnologie entwickelt und
72
umgesetzt. Die Pt100-Messeinsätze werden in
der neuen Anlage in großen Stückzahlen nahezu vollautomatisch gefertigt und geprüft. Das
ist eine wesentliche Voraussetzung für die
gleichbleibend hohe Qualität und hundertprozentige Rückverfolgbarkeit der neuen Generation von Messeinsätzen.
Qualitätssicherung
Alle ausgelieferten Messeinsätze werden auf
die Einhaltung ihrer spezifizierten Eigenschaf-
Links: Endress+Hauser verfolgt seit
einiger Zeit ein völlig neues Konzept
für die Fertigung seiner Pt100-Messeinsätze. Aufgrund der erzielten,
extremen Vibrationsresistenz von
>60g führt der Hersteller die
neuen Messeinsätze unter dem
Produktnamen »StrongSens«.
Rechts: Bei der Endprüfung werden
die Messeinsätze auf die Einhaltung
ihrer spezifizierten Eigenschaften
geprüft. Der Widerstandswert wird
bei mindestens 0° C gemessen und
anhand dessen erfolgt eine Klassifizierung in die Toleranzklassen A
oder gemäß IEC 60751.
ten geprüft. Darüber hinaus werden die Qualität der Schweißverbindungen sowie die Einhaltung der eng tolerierten äußeren Maße überwacht. Der Widerstandswert jedes einzelnen
Pt100-Messeinsatzes wird bei mindestens 0° C
gemessen und anhand dessen erfolgt eine
Klassifizierung in die Toleranzklassen A oder gemäß IEC 60751. Ebenfalls wird bei jedem Messeinsatz eine Bestimmung des Isolationswiderstandswertes sowie der Spannungsfestigkeit
zwischen Anschlussleitungen und Metallmantel
mit typischerweise ≥1.000 VDC durchgeführt.
All diese Messwerte sind in einer Datenbanken
abgelegt und für den späteren Käufer des jeweiligen Messeinsatzes über die Seriennummer
transparent und jederzeit abrufbar. Natürlich
sind alle jeweils verbauten Materialien und
Komponenten mit Hinblick auf ihre Chargennummern dokumentiert und eindeutig rückverfolgbar.
Mit der neuen Generation von Pt100-Messeinsätzen strebt Endress+Hauser die Technologieführerschaft in diesem Bereich an und will neue
Maßstäbe in puncto messtechnischer und mechanischer Eigenschaften von ThermometerMesseinsätzen setzen – weg von der Manufaktur hin zu einer automatisierten Großserienfertigung auf technologisch hohem Qualitäts(r.PA./TR)
niveau.
INFOLINK: www.at.endress.com
AUSTROMATISIERUNG
Fotos: Endress+Hauser, Fotolia;
T
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Schneller und bedienerfreundlicher
Foto: JUMO;
Elektronischer
Strömungssensor
»PINOS L01« von JUMO ist zum Einsatz
in Wasser und wässrigen Medien vorgesehen und punktet mit einer besonders kurzen Reaktionszeit. Er eignet
sich zur Kontrolle von Kühlkreisläufen,
Kompressoren, Pumpen und Wärmetauschern, aber auch zur Leckagenüberwachung, zum Trockenlaufschutz von
Pumpen oder in Schmierkreisläufen.
Neben der kurzen Reaktionszeit zeichnet sich der
Strömungssensor durch die einfache, richtungsunabhängige Montage sowie die komfortable
Bedienung aus. Die Konfiguration erfolgt über
eine USB-Schnittstelle mit einem anwenderfreundlichen Setup-Programm oder einer kundenspezifischen Einstellung ab Werk. Der Messwert
wird über einen Analogausgang (0–20 mA) ausgegeben. Der »PINOS L01« ist für einen Nenndruck bis zu 25 bar und in einem zulässigen
Durchflussbereich von 10 bis 150 cm/s einsetzbar.
Der Prozessanschluss wird über Armaturen (Edelstahl oder andere Materialien) in den Rohrnennweiten von DN 20 bis DN 100 hergestellt. Der
Sensor ist auch als Strömungswächter lieferbar,
wobei der Schaltpunkt vor Ort einstellbar ist. Das
Gerät verfügt über eine sogenannte Fenster-Öffner/Schließer-Funktion, so dass die Schaltpunkte
für einen definierten Messbereich festgelegt
werden können. Der Sensor ist in Schutzart
IP65/67 ausgeführt. Die Temperatur des Messmediums kann zwischen -25 °C und+80 °C betragen,
die Umgebungstemperatur von -25 °C bis +70 °C.
Der Strömungssensor arbeitet nach dem kalorimetrischen Messprinzip. Der Sensor besteht aus
einem Heizelement und einem Temperatursensor
und wird in das fließende Medium eingetaucht.
Einerseits wird das Heizelement dabei kontinuierlich mit einer kleinen Menge elektrischer Energie versorgt und andererseits wird diese Temperaturerhöhung im Sensor durch die strömende
Flüssigkeit wieder abgeführt. Die sich einstellenden Temperaturverhältnisse werden durch den
Temperatursensor ermittelt. Vereinfacht gilt: Je
schneller die Flüssigkeit strömt, desto stärker
(r.PA./BBK)
wird das Heizelement gekühlt.
www.jumo.net
Prozessautomatisierungssystem um neue Funktionen erweitert
Update bringt intelligente Funktionen
Foto: Rockwell Automation;
Rockwell Automation hat sein Prozessautomatisierungssystem »PlantPAx«
um neue Virtualisierungs-, Batch-Management- und integrierte Motorsteuerungsfunktionen ergänzt. Das Update
vereinfacht Design, Entwicklung,
Betrieb und Wartung des Systems.
Mit der »PlantPAx«-Plattform können Anwender
eine Virtualisierung in Prozessanlagen leichter
umsetzen. Die Systemdokumentation enthält eine Auswahlhilfe mit Leitlinien und Best Practices
für virtualisierte Automatisierungssysteme. Die
neue Version der Batch-Software integriert viele
Applikationen in das »PlantPAx«-System, von
einfachen Ablaufsteuerungen bis hin zu komplexen Batches. Mit der Versionskontrolle verfolgt
die Software automatisch Rezepturänderungen
und Produktgenealogie und ermöglicht die
Rückverfolgung von Genehmigungen, um Rezepturen innerhalb des gesamten Lebenszyklus
leichter zu verwalten. Rockwell hat auch den
Batch- und Ablauf-Manager aktualisiert. Dieser
verkürzt die Entwicklungszeit für Prozessmaschinenbauer und Systemintegratoren, da Anwender Abläufe direkt in der Steuerung konfigurieren können. Der Batch- und Ablauf-Manager beinhaltet sowohl die Batch-Verwaltung als auch
die Optimierung kontinuierlicher Ablaufsteuerung. Dadurch ist er für Skid-Anwendungen und
für Stand-Alone-Prozesseinheiten wie Mixer, Mischer und Reaktoren geeignet. Durch die Integration von Motorsteuerungsgeräten erleichtert
das »PlantPAx«-System die Konfiguration der
Motorsteuerung und liefert erweiterte Diagnoseinformationen direkt an den Bediener auf HMIEbene. Dadurch werden die Wartungsaktivitäten
vereinfacht und Bediener können Probleme diagnostizieren, bevor diese auftreten. Durch die
Nutzung des EtherNet/IP-Netzwerkes können Systemanwender zudem den Zustand von Schlüsselprozessen überwachen. Die Einbindung intelligenter Motorgeräte in eine einheitliche, anlagenweite Steuerungsarchitektur wirkt sich messbar auf die Ressourcen-Verfügbarkeit, Betriebseffizienz und das Energiemanagement aus.(r.PA./BBK)
AUSTROMATISIERUNG
www.rockwellautomation.at
73
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T
Technik pur
I PROZESSAUTOMATION
Sortimentserweiterung für
Anlagensicherheit und Überwachung
HART-Übersetzer
Impressum
Die Multiplexer »MTL4851« und
»MTL4852« bieten eine einfache Schnittstelle zwischen intelligenten Feldgeräten
und HART-befähigten Kommunikationssystemen und stellen eine skalierbare Lösung mit 16 bis 256 Kanälen pro Knoten
dar – in kompakter und leicht konfigurierbarer Ausführung. Anwender können
dank der automatischen Erkennung von
Kommunikationsparametern ohne Modulschalter und mit bis zu dreimal schnellerer Abfrage im Vergleich zu ähnlichen
Produkten eine erhebliche Verringerung
der Inbetriebnahmezeit erreichen. In
Kombination bieten die Multiplexer
»MTL4851« und »MTL4852« ein Kommunikationssystem mit Zugriff auf den Gerätestatus und Prozessdaten. Außerdem
können die Module innerhalb eines einzigen Netzwerks verbunden werden und
Zugang zu ca. 8.000 Geräten ermöglichen. »MTL4854« bietet vier HART-Modems für 32 Kanäle. Damit kann der An-
wender auf mehrere Geräte gleichzeitig
zugreifen. Die HART-Multiplexer eignen
sich sowohl für Prozessleitsysteme, die
ein herkömmliches Input/Output-System
verwenden (I/O), als auch für Neuinstallationen oder Upgrades, eigensichere oder
allgemeine Anwendungen. Das System
ist vollständig modular und skalierbar
konzipiert und erlaubt dem Anwender,
es den eigenen Anforderungen entsprechend auszubauen. Die im Lieferumfang
enthaltenen Konnektivitätsmöglichkeiten beinhalten Standard-Leiterplatten
und kundenspezifische Leiterplatten; Anschlussboards für eigensichere und allgemeine Anwendungen sind ebenfalls verfügbar. Das Sortiment kann unter Verwendung des »MTL«-HART-MultiplexerDevice-Type-Managers (DTM) mit sämtlichen FDT-basierten Softwarepaketen
verwendet werden. Zusätzlich werden
die Geräte vom aktuellen »AMS Device«
(r.PA./BBK)
Manager unterstützt.
Kleingedrucktes der Redaktion:
Die in diesem Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich
geschützt. Übersetzung, Nachdruck und Vervielfältigung sind nur mit
ausdrücklicher Genehmigung des Verlages möglich. Für Fehler in den
Veröffentlichungen kann keine Haftung übernommen werden. Sämtliche
Veröffentlichungen erfolgen ohne Berücksichtigung eines eventuellen
Patentschutzes, auch werden Warennamen ohne Gewährleistung einer freien
Verwendung benutzt. Beiträge ohne Autorennennung sind von der Redaktion
sorgfältig redigierte Presseaussendungen (r.PA.) und wurden anhand der
vorliegenden Informationen erstellt. Für deren Richtigkeit wird vom Verlag
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Meinung des jeweiligen Autors und nicht automatisch die der Redaktion dar.
Mit dem Hinweis »Promotion« versehene Beiträge sind bezahlte Werbeeinschaltungen, für deren Inhalt der Auftraggeber verantwortlich zeichnet.
Aus Gründen der Textökonomie und der Lesefreundlichkeit verzichtet die
Redaktion auf »Gendering«.
Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz:
Medieninhaber und Alleineigentümer von Austromatisierung ist die
AlexanderVerlag.at GmbH mit Sitz in A-2020 Hollabrunn, Ausstellungsstraße 6.
Der Unternehmensgegenstand ist das Verlagswesen, insbesondere die
Herausgabe von Internet- und Printmedien aller Art sowie der Handel mit
diesen. Geschäftsführer und Gesellschafter der AlexanderVerlag.at GmbH sind
Monika Alexander und Ing. Thomas Reznicek mit je 50% Beteiligung. Grundlegende Richtung/ Blattlinie: Austromatisierung ist Österreichs fortschrittliches
Fachmagazin für alle Themen der Fertigungs- und Prozessautomatisierung.
Foto: Eaton;
Mit den Modellen »MTL4851«, »MTL4852« und »MTL4854«
erweitert Eaton sein Sortiment an HART-Multiplexern, die eine verlässliche Verbindung zwischen Feldgeräten und Anlagensteuerung
bieten. Sie reduzieren Stillstandszeiten und verbessern dank
vorbeugender Wartungsdiagnose die Betriebszuverlässigkeit.
www.eaton.com
Austromatisierung – Österreichs fortschrittliches Fachmagazin für Fertigungs- und Prozessautomatisierung
48. Ausgabe, 6. Jahrgang I Erscheinungstermin: 12. Februar 2015 I Auflage: 11.400 Exemplare
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Chefredakteur: Ing. Thomas Reznicek(TR), Tel.: +43 2952 507 07-21, E-Mail: redaktion@austromatisierung.at
Freie Mitarbeiter: Ing. Franz Maderbacher, Dieter Schaufler, Mag. (FH) Barbara Bressler-Kolembar(BBK)
Gastautoren dieser Ausgabe: Tim Karnau, Dr. Alexander M. Lille, Dipl.-Ing. Andreas Pfeiffer,
Jürgen Ponweiser, Markus Woehl
Lektorat: Mag. (FH) Barbara Bressler-Kolembar, Orth a.d. Donau, www.designertexte.at
Grafik: Emograf
Druckpartner: Friedrich VDV, Linz, www.friedrichvdv.com
Die nächste Ausgabe AUSTROMATISIERUNG 2/2015 erscheint am 26. März 2015.
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SUDOKU
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