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aktuelles aus der forschung zum thema reizdarm

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AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG ZUM THEMA REIZDARM
AKTUELLES AUS DER FORSCHUNG ZUM THEMA REIZDARM
Übersicht einer aktuellen Studie - Prof. Dr. med. Peter Layer
Übersicht einer aktuellen Studie - Prof. Dr. med. Peter Layer
Kijimea Reizdarm® (B. bifidum MIMBb75) in der Unterscheidung
probiotischer Stämme
®
Unterscheidung
Kijimea Reizdarm
(B. bifidum MIMBb75) in der Probiotika
wirken stammspezifisch,
Behandlung
des Reizdarmsyndroms
probiotischer Stämme
Behandlung des Reizdarmsyndroms
Die Therapie des Reizdarmsyndroms ist bis heute hauptsächlich symptomatisch.
Aufgrund
neuer wissenschaftlicher
Erkenntnisse
zu sympder
Die Therapie
des Reizdarmsyndroms
ist bis heute
hauptsächlich
Pathophysiologie
des Reizdarmsyndroms
rücken
Probiotika
alsPathopatomatisch. Aufgrund
neuer wissenschaftlicher
Erkenntnisse
zu der
thophysiologisch
orientierte
und ernährungsphysiologisch
wirksame
physiologie des
Reizdarmsyndroms
rücken Probiotika als pathophysioBehandlung
immer mehr
den Fokus. Jedoch ist
die Wirkung
von
logisch orientierte
und in
ernährungsphysiologisch
wirksame
Behandlung
Probiotika
d.h.istdass
Erkenntnisse
zu den stark
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mehrstammspezifisch,
in den Fokus. Jedoch
die Wirkung
von Probiotika
stammspezifisch,
d.h. dass Erkenntnisse
zu auf
denandere,
Eigenschaften
eines
genschaften
eines probiotischen
Stammes nicht
auch nicht
probiotischen
Stammes
nicht
auf andere,sind.
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nicht
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verwandte
Stämme
übertragbar
Stamm
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Stämme
übertragbar
sind. aktuellen
Der Stamm
B. bifidum
MIMBb75 konnte
nun
MIMBb75
konnte
nun in einer
Studie
eine signifikante
Redukin einer
aktuellen Reizdarmsymptome
Studie eine signifikante
Reduktion
der auch
allgemeinen
tion der
allgemeinen
sowie
erstmals
eine
Reizdarmsymptome
sowie
erstmals auch eine
gleichzeitige Verbessegleichzeitige
Verbesserung
der Lebensqualität
zeigen.
d.h.
dass diewirken
Wirkungen,
die ein Stamm
Probiotika
stammspezifisch,
d.h.
zeigt,
nicht
analog
auf
einen
dass die Wirkungen, die ein anderen
Stamm
(auch
verwandten
Stamm)
zeigt,nicht
nicht nahe
analog
auf einen anderen
übertragbar
sind. verwandten
Probiotika Stamm)
lassen
(auch nicht nahe
sich
dabei
generell
anhand
mehrerer
übertragbar sind. Probiotika lassen
Kriterien
(wiegenerell
z.B. Adhäsionsfähigkeit,
sich dabei
anhand mehrerer
Säureresistenz)
unterscheiden.
GeneKriterien (wie z.B.
Adhäsionsfähigkeit,
Säureresistenz)
Generell
kann nicht vonunterscheiden.
in vitro Daten auf
die
rell kann nicht
von Stammes
in vitro Daten
auf die
Wirksamkeit
eines
geschlosWirksamkeit
sen
werden. eines Stammes geschlossen werden.
rung der Lebensqualität zeigen.
eine Abnormalität der intestinalen Mieine Abnormalität der intestinalen
kroflenten
ora und
eine gestörte DarmbarriProf. Dr. med. Peter Layer
Mikroflora und eine gestörte DarmbarProf.
Dr.
med.
Peter
Layer
ere bei Reizdarmpatienten zeigen. So
Direktor der Medizinischen Klinik
riere bei Reizdarmpatienten zeigen. So
der Medizinischen
IsraelitischesDirektor
Krankenhaus
Hamburg Klinik
konnten u.a. Kerhoffs et al. und auch Si
Israelitisches Krankenhaus Hamburg
konnten u.a. Kerhoffs et al. und auch Si
et al.eteine
gestörte
Darmfl
ora mitmit
einem
al. eine
gestörte
Darmflora
einem
signifi
kanten
Mangel
an
Bifi
dobakterien
signifikanten Mangel an Bifidobakterien
bei bei
Reizdarmpatienten
feststellen.
ZuReizdarmpatienten
feststellen.
Zunehmend
wird
in
dem
Zusammenhang
nehmend wird in dem Zusammenhang
Prävalenz
und Diagnose
einereiner
gestörten
Mikrofl
ora auch
Prävalenz
und Diagnose
gestörten
Mikroflora
aucheine
eine
des Reizdarmsyndroms
geschädigte
Darmbarriere
mitmiterhöhdes Reizdarmsyndroms
geschädigte
Darmbarriere
erhöhSchätzungsweise
sind sind
in Europa
zwi- zwiter intestinaler
Permeabilität
diskutiert.
Schätzungsweise
in Europa
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Permeabilität
diskutiert.
schen schen
5 und5 15
der BevölEs wird
davon
ausgegangen,
dass
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undProzent
15 Prozent
der BevölEs wird
davon
ausgegangen,
dass
von einem
Reizdarmsyndrom
durch
geschädigte
Darmbarriere
kerungkerung
von einem
Reizdarmsyndrom
durch
eineeine
geschädigte
Darmbarriere
betroffen.
Es angenommen,
wird angenommen,
zu einer
Invasion
fakultativ
pathogener
betroffen.
Es wird
dassdass
zu einer
Invasion
fakultativ
pathogener
die Hälfte
Menschen
Darmkeime
in die
Darmmukosa
kommt
etwa etwa
die Hälfte
aller aller
Menschen
mit mit
Darmkeime
in die
Darmmukosa
kommt
chronischen
Darm-Beschwerden
(bakterielle
Translokation).
Diese
Invachronischen
Darm-Beschwerden
ein ein
(bakterielle
Translokation).
Diese
InvaReizdarmsyndrom
hat.
Die
Reizdarmsion
führt
häufig
zu
Mikroentzündungen
Reizdarmsyndrom hat. Die Reizdarm- sion führt häufig zu Mikroentzündungen
symptome
kommen
bei beden bein der
Darmwand,
miteiner
einerSensiSensibisymptome
kommen
dabeidabei
bei den
in der
Darmwand,
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troffenen
Patienten
in unterschiedlisierung des
des Darmnervensystems
und
troffenen
Patienten
oft inoft
unterschiedbilisierung
Darmnervensystems
licher Anzahl und Ausprägung vor. Die den typischen Symptomen wie Schmerlicher Anzahl und Ausprägung vor. Die und den typischen Symptomen wie
von der internationalen Rome Foun- zen und Dysmotilität einhergehen könvon der internationalen Rome Foun- Schmerzen und Dysmotilität einhergedation aufgestellten Rom-III-Kriterien nen.
dation aufgestellten Rom-III-Kriterien hen können.
zur Diagnose des Reizdarmsyndroms
zur Diagnose
Reizdarmsyndroms
spiegeln des
das tatsächliche
Bild der Er- Beeinflussung der
spiegeln
das
tatsächliche
Bild ausreichend
der Er- Beeinflussung
der Probiotika
krankung einerseits nicht
Darmflora durch
krankung
nicht ausreichend
Darmflora
durch Probiotika
widereinerseits
und berücksichtigen
andererseits
Den Probiotika
werden mehrere Wirkwider und
Denmechanismen
Probiotika werden
mehrere Wirknichtberücksichtigen
die Schwere derandererseits
Symptome. Die
zugeschrieben.
Zum
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Schwere
der
Symptome.
Die
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zugeschrieben.
Zum
DGVS (Deutsche Gesellschaft für Ver- einen können Probiotika fakultativ
paDGVS dauungs(Deutsche
Gesellschaft
für Ver- einen
können
Probiotika
fakultativ
und
Stoffwechselkrankheiten
thogene
Keime
verdrängen.
Zum andauungsStoffwechselkrankheiten
pathogene
Keime
verdrängen.
Zum
e.V.)und
schlägt
in ihrer S3-Leitlinie daher
deren fördern
Probiotika
durch die
Ade.V.) schlägt
in ihrer
S3-Leitlinie
daher
eine neue
Definition
vor (siehe
Seite 2).
häsion
an die Probiotika
Darmwand durch
den Aufbau
anderen
fördern
die
einer Art
Schutzwall,
wodurch
eine
eine neue Definition vor (siehe Seite 2).
Adhäsion
an die
Darmwand
den AufPathophysiologie des
verhindert
bau bakterielle
einer Art Translokation
Schutzwall, wodurch
Reizdarmsyndroms
kann. Translokation
Erst kürzlich konnte
erstPathophysiologie
des
einewerden
bakterielle
verhinDie Pathophysiologie des Reizdarmein kann.
Forscherteam
an der
TechReizdarmsyndroms
dertmals
werden
Erst kürzlich
konnsyndroms ist offensichtlich
multifaktorinischen ein
Universität
München
Die Pathophysiologie
des Reizdarmte erstmals
Forscherteam
an Mikroder
eller
Genese.
Störungen
von
Darmfunkentzündungsherde
in
der
Darmmusyndroms ist offensichtlich multifaktori- Technischen Universität München Mitionen wie
Motilität von
undDarmfunkWahrnehmung
kosa bei Reizdarmpatienten
sichtbar
eller Genese.
Störungen
kroentzündungsherde
in der Darmmukönnen dabei von einer Reihe von machen. Es wird vermutet, dass dietionen wie Motilität und Wahrnehmung kosa bei Reizdarmpatienten sichtbar
Faktoren beeinflusst werden, wobei se Entzündungsherde die typischen
können dabei von einer Reihe von Fak- machen. Es wird vermutet, dass diehier der Darmflora eine wichtige Rolle Reizdarmsymptome wie krampfartige
toren beeinflusst werden, wobei hier se Entzündungsherde die typischen
zuzukommen scheint. Einige neuere Schmerzen und auch Verdauungsbeder Darmfl
ora konnten
eine wichtige
Rolle
zuzu- Reizdarmsymptome
wiekönnen.
krampfartige
Studien
z.B. bei
Reizdarmpatischwerden auslösen
kommen scheint. Einige neuere Studi- Schmerzen und auch Verdauungsbeen konnten z.B. bei Reizdarmpatienten schwerden auslösen können.
Abb.1:
Adhäsion
dum MIMBb75
an
Abb.1:
Adhäsionvon
vonB.
B.bifi
bifidum
MIMBb75 an
Caco-2
al., 2008)
2008)
Caco-2Zellen
Zellen(Guglielmetti
(Guglielmetti et
et al.,
derLiteratur
Literaturzeigt
zeigtsich
sich die
die Tendenz,
Tendenz,
InInder
dass die
die ernährungsmedizinische
ernährungsmedizinische
dass
Therapiebei
beiReizdarm
Reizdarmmit
mit Bifi
BifidobakTherapie
dobakterieneiner
einerTherapie
Therapie mit
mit LaktobazilLaktobazilterien
lenüberlegen
überlegen ist.
ist. In
In zwei
zwei aktuellen
aktuellen
len
Studiensind
sindjedoch
jedoch nur
nur zwei
zwei Bifi
BifidoStudien
dobakterien-Stämme bekannt,
bekannt, die
die die
bakterien-Stämme
die
Reizdarmsymptome (sowohl in der
Reizdarmsymptome
(sowohl in der
Therapiephase als auch in der proTherapiephase als auch in der probiotikafreien Wash-Out-Phase) redubiotikafreien Wash-Out-Phase) reduzieren konnten: B. bifidum MIMBb75
zieren
konnten:
B. bifidum
MIMBb75
®
) und B.
infantis
(Kijimea
Reizdarm
®
(Kijimea
Reizdarm
)
und
B.
infantis
®
35624 (Bifantis® ).
35624 (Bifantis ).
B. infantis 35624 (Bifantis®) konnte
B.jedoch
infantiskeine
35624
(Bifantis®) konnte
jeeinhergehende
Verbesdoch
keine
serung
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Lebensqualität Verbesseerreichen.
rung
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Die
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Forschergruppe
umerreichen.
Guglielmetti
Forschergruppe
um erstmals
Guglielmetti
al.
et al. konnte nun
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dem
Stammnun
B. bifidum
konnte
erstmalsMIMBb75
mit dem(Kijimea
Stamm
eine signifikante
VerbesB.Reizdarm
bifidum®)MIMBb75
(Kijimea
Reiz®
serung
dessignifi
allgemeinen
Reizdarmdarm
) eine
kante Verbesserung
syndroms
und derReizdarmsyndroms
Symptome Verdaudes
allgemeinen
ungsbeschwerden,
und
und
der Symptome Blähbauch
VerdauungsbeBauchschmerzen
mit
einer
gleichzeischwerden, Blähbauch und Bauchtigen Verbesserung
der Lebensqualität
schmerzen
mit einer
gleichzeitigen
zeigen. Die signifikante Verbesserung
Verbesserung der Lebensqualität zeiließ sich sowohl für die Reizdarmsympgen. Die signifikante Verbesserung ließ
tome als auch für die Lebensqualität
sich sowohl für die Reizdarmsympin der Therapiephase und in der protome
als auchWash-Out
für die Lebensqualität
biotikafreien
Phase zeigen.
in der Therapiephase und in der probiotikafreien Wash-Out Phase zeigen.
1
1
Nachgefragt
Frau Dr. Viola Andresen, Sie beschäftigen sich bereits seit Jahren schwerpunktmäßig mit der Therapie von
Reizdarmpatienten. Die deutsche
Gesellschaft für Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten hat in ihrer neuen Leitlinienempfehlung zum
Reizdarmsyndrom nun die Probiotika als wichtige therapeutische Option mit aufgenommen.
Welchen Stellenwert haben Probiotika in der heutigen und der zukünftigen Reizdarmtherapie?
Die traditionelle Reizdarmtherapie war
stets symptomatisch. Zunehmende pathophysiologische Erkenntnisse haben
zur Entwicklung auch pathophysiologisch ansetzender Therapien geführt.
In dem Zusammenhang hat sich unter
anderem die Darmflora als wichtiger
Faktor herauskristallisiert. Somit können
Probiotika durch ihren Einfluss auf die
bestehende Flora sowie durch potentiell günstige Effekte auf die Darmbarriere die Chance bieten, die Erkrankung
auch nachhaltig günstig zu beeinflussen.
In den derzeit vorliegenden Studien zeigen Probiotika eine Responderrate von
ca. 30-60%. Warum wirken Probiotika
nicht bei jedem Reizdarmpatienten?
Es ist ein generelles Phänomen sämtlicher RDS-Therapien, dass sie immer nur bei einem Teil der Patienten
wirksam sind. Hauptursache ist, dass
die Erkrankung einerseits durch unterschiedliche Auslöser hervorgerufen wird
und sich andererseits in unterschiedlichen Störungen manifestiert. Bei etwa
einem Viertel der Patienten beginnt die
Erkrankung z.B. nach einer infektiösen
Durchfallerkrankung oder einer Antibiotika-Therapie. Insbesondere bei diesem
Typ des RDS scheinen Veränderungen
der Flora und Fortbestehen von unterschwelligen Entzündungen in der Darmwand eine bedeutende Rolle zu spielen,
so dass eine probiotische Therapie
sinnvoll erscheint. Aber auch bei anderen RDS-Formen haben Probiotika gute
Effekte erzielen können.
Wie weiß man welcher Probiotikastamm bei Reizdarm wirkt?
Diese Frage lässt sich nach derzeitiger
Studienlage nicht eindeutig beantwor-
2
Dr. med. Viola Andresen
Fachärztin für Innere Medizin
ten. Einerseits unterscheiden sich die
Probiotika in ihren Effekten, und andererseits unterscheiden sich die RDSPatienten in ihren Symptomen (z.B.
eher Durchfall oder eher Verstopfung).
Für verschiedene Probiotika, insbesondere für Stämme aus der Bifidobakterien-Gruppe (z.B. B. bifidum MIMBb75
und B. infantis 35624) konnte bisher
in kontrollierten klinischen Studie eine
Wirksamkeit beim RDS belegt werden.
Die aktuelle Literatur unterstreicht aber
auch, dass es wichtig ist, genauer zu erforschen, welcher probiotische Stamm
bei welcher RDS-Patientengruppe und
bei welchen Symptomen wirksam ist.
Wie setzt man Probiotika bei
Reizdarm ein?
Da es sich nicht um eine primär symptomatische Therapie handelt, sondern
eine ernährungsphysiologische Modulation des Darmmilieus im Fokus steht,
sollte eine Probiotika-Therapie über
einen längeren Zeitraum durchgeführt
werden. Die meisten Probiotikastudien untersuchten einen Zeitraum von
meist 4-8 Wochen. Jedoch könnte
eine längere Therapiedauer eventuell
sinnvoll sein. Insgesamt erhofft man
sich dann auch nachhaltige Effekte
über den Zeitraum der eigentlichen
Therapie hinaus.
Gibt es Symptome des Reizdarms
bei denen Probiotika besser wirken
als bei anderen?
Auch diese Frage lässt sich nach derzeitiger Studienlage nicht eindeutig
beantworten, da sich die ProbiotikaStämme durchaus in ihren Effekten auf
unterschiedliche Symptome unterscheiden und sich auch die RDS-Manifestation bei den Patienten sowohl interindividuell als auch intraindividuell stark
unterscheiden kann. Ganz allgemein
scheint sich aber ein positiver Effekt
von vielen Probiotika insbesondere auf
Blähbeschwerden abzuzeichnen.
Wie lange dauert es in der Regel bis
Probiotika bei Reizdarmpatienten
eine erste Wirkung zeigen?
Generell kann man davon ausgehen,
dass sich eine erste Wirkung nach ca.
7-10 Tagen des Probiotikaverzehrs zeigen sollte.
Kriterien zur Diagnose
des Reizdarmsyndroms
Seit 2006 gibt es die Rom-IIIKriterien zur Diagnose des Reizdarmsyndroms
Die Rom-III-Kriterien beinhalten dabei folgende Feststellungen:
Abdominelle Beschwerden an mindestens 3 Tagen im Monat während
der letzten 3 Monate, mit Beginn
insgesamt vor mehr als 6 Monaten
plus mindestens zwei der folgenden Kriterien
•
•
•
Besserung durch / nach Stuhlgang
Beginn in zeitlichem
Zusammenhang mit Änderung der
Stuhlfrequenz (häufiger /
weniger häufig)
Beginn in zeitlichem Zusammenhang mit Veränderung der
Stuhlkonsistenz (breiiger / fester)
Die Rom-III-Kriterien berücksichtigen jedoch dabei u.a. nicht die
Schwere der Symptome. Nach
Auffassung der DGVS sollte die
Diagnose des Reizdarms die große
Symptomvielfalt und -variabilität
praxisnah berücksichtigen.
Die DGVS spricht daher folgende
Empfehlung zur Diagnose des
Reizdarmsyndroms aus:
Die Krankheit des Reizdarmsyndroms (RDS; Irritable Bowel Syndrome/ IBS) liegt vor, wenn alle 3
Punkte erfüllt sind.
1. Es bestehen chronische, d.h.
länger als 3 Monate anhaltende Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen,
Blähungen), die von Patient und
Arzt auf den Darm bezogen werden
und in der Regel mit Stuhlgangsveränderungen einhergehen.
2. Die Beschwerden sollen begründen, dass der Patient deswegen
Hilfe sucht und/oder sich sorgt und
so stark sein, dass die Lebensqualität hierdurch relevant beeinträchtigt wird.
3. Voraussetzung ist, dass keine für
andere Krankheitsbilder charakteristischen Veränderungen vorliegen.
Überzeugende Forschungsergebnisse zu Kijimea
Reizdarm® (B. bifidum MIMBb75)
In einer doppelblinden, randomisierten, placebo-kontrollierten Ernährungsstudie konnte der Stamm B. bifidum
MIMBb75 eine signifikante Reduktion
der allgemeinen Reizdarmsymptome
mit einer gleichzeitigen Verbesserung
der Lebensqualität gegenüber Placebo zeigen. Die Reizdarmsymptome
Bauchschmerzen, Blähbauch und Verdauungsbeschwerden zeigten unter
dem Verzehr von B. bifidum MIMBb75
sowohl in der Probiotikaphase als auch
in der anschließenden probiotikafreien
Wash-Out-Phase eine signifikante Reduktion. Die Overall-Responder-Rate
war mit 56,7% nahezu dreimal so hoch
wie in der Placebogruppe. Der Verzehr
von B. bifidum MIMBb75 zeigte dabei
keine signifikanten Nebenwirkungen.
Studiendesign:
Von 122 Probanden erhielten 60 Probanden mit Reizdarmsyndrom über vier
Wochen B. bifidum MIMBb75 (Kijimea
Reizdarm®) und 62 Probanden ein
Placebo. Der Schweregrad der Reizdarmsymptome wurde täglich auf einer
7-stufigen Likert-Skala (reichend von
0-6 Punkten) erfasst. Zusätzlich wurden
die Probanden vom Arzt zu deren Reizdarmsymptome befragt (zu Studienbeginn, vor und nach der vierwöchigen
Verzehrsphase sowie zwei Wochen
nach Ende des Verzehrs).
Ergebnisse:
Es konnte eine signifikante Verbesserung der subjektiv beurteilten allgemeinen Reizdarmsymptome (subject’s global assessment, SGA) der Probanden
ab der zweiten Woche des Verzehrs
nachgewiesen werden. Die Verbesserung blieb in der probiotikafreien Washout Phase bestehen. Der SGA konnte
während der Verzehrphase um -0,88
Punkte in der Bifidobakteriengruppe vs.
-0,16 Punkte in der Placebogruppe verbessert werden (p<0,0001).
Auch bei den Reizdarmsymptomen
Schmerzen, Blähbauch und Drang auf
die Toilette zu gehen wurde eine signifikante Verbesserung in der Bifidobakteriumgruppe vs. Placebogruppe gezeigt. Durch den Verzehr von B. bifidum
MIMBb75 konnten die Bauchschmerzen
in der Bifidobakteriumgruppe um -0,82 Punkte reduziert werden vs. nur -0,18 in der
Placebogruppe (p<0,0001). Ein Blähbauch konnte in der Bifidobakteriumgruppe
um -0,92 Punkte reduziert werden vs. nur -0,21 in der Placebogruppe (p<0,0001).
Der Drang auf die Toilette zu gehen konnte in der Bifidobakteriumgruppe um -0,67
Punkte reduziert werden vs. nur -0,21 in der Placebogruppe (p=0,0001).
Placebo
B. bifidum MIMBb75
0,0
-0,2
-0,4
-0,6
-0,8
-1,0
Bauchschmerzen
Blähbauch
Drang auf die
Toilette zu gehen
Abb. 2:Signifikante Reduktion der Reizdarmsymptome durch Verzehr von B. bifidum MIMBb75
(Kijimea Reizdarm®) vs. Placebo
Einhergehend mit einer Verbesserung der allgemeinen Reizdarmsymptome konnte
durch den Verzehr von B. bifidum MIMBb75 auch die Lebensqualität signifikant vs.
Placebo verbessert werden:
Placebo
B. bifidum MIMBb75
6
5
4
3
2
1
0
Seelisches Wohlbefinden
Körperliche Gesundheit
Abb. 3:Signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch Verzehr von B. bifidum MIMBb75
(Kijimea Reizdarm®) vs. Placebo
Die Responderrate während der Probiotikaphase liegt mit 57% in der Bifidobakteriengruppe vs. 21% in der Placebogruppe in einem für Reizdarmpatienten hohen
Bereich. Nach Ende des vierwöchigen Verzehrs gaben 43% der Probanden in der
Bifidobakteriumgruppe eine angemessene Linderung an vs. nur 8% in der Placebogruppe. Nach Ende der Studie erfuhren sogar 47% der Probanden in der Bifidobakteriumgruppe vs. 11% in der Placebogruppe eine angemessene Linderung
(p<0,0001).
3
B. bifidum MIMBb75
Placebo
Si JM et al. Intestinal microecology
and quality of life in irritable bowel
syndrome patients. World Journal
of Gastroenterology, 2004; 10(12):
1802-1805.
80
60
Guglielmetti S et al. Implication of an
outer surface lipoprotein in adhesion
of Bifidobacterium bifidum to Caco-2
cells. Applied and Environmental Microbiology, 2008; 74(15): 4695-4702.
40
20
0
Placebo
B. bifidum MIMBb75
Abb. 4:Signifikante Responderrate durch Verzehr von B. bifidum MIMBb75 vs. Placebo
Es traten keinerlei starke Nebenwirkungen während der Studie auf. Bezüglich der
Nebenwirkungsrate konnten zwischen der Bifidobakterien- und Placebogruppe keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden.
B. bifidum
MIMBb75
Placebo
Total
N
%
N
%
N
%
P
Blähbauch
3
5
4
7
7
6
1.0000
Bauchschmerzen
2
3
2
3
4
3
1.0000
Bauchschmerzen im Oberbauch
3
5
1
2
4
3
0.3645
Konstipation
2
3
1
2
3
2
0.6187
Diarrhö
3
5
1
2
4
3
0.3645
Erhöhte Stuhlfrequenz
3
5
0
0
3
2
0.1188
Übelkeit
3
5
0
0
0
2
0.1188
Alle p-Werte mittels Exakter Test nach Fisher.
Abb. 5:Auftretende Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von mehr als 2%
Fazit
B.
bifidum
MIMBb75
(Kijimea
Reizdarm®) verbessert nicht nur signifikant das Reizdarmsyndrom und seine Symptome, sondern auch die Lebensqualität der Probanden. Aufgrund
der
vielversprechenden
Studienergebnisse und der guten Verträglichkeit könnte B. bifidum MIMBb75
(Kijimea Reizdarm®) ernährungsphysiologisch die Möglichkeiten der Therapie des Reizdarmsyndroms signifikant erweitern.
Literatur
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4
gie, Diagnostik und Therapie. Gastroenterology, 2011; 49: 237-293.
Guglielmetti S et al. Randomized clinical trial: Bifidobacterium bifidum
MIMBb75 significantly alleviates irritable bowel syndrome and improves
quality of life: a double-blind, placebocontrolled study; Alimentary Pharmacology & Therapeutic, 2011.
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in irritable bowel syndrome patients.
World Journal of Gastroenterology,
2009; 15(23): 2887-2892.
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infantis 35624 in women with irritable
bowel syndrome. American Journal of
Gastroenterology, 2006; 101: 15811590.
Brenner DM et al. Bifidobacterium infantis 35624: A novel probiotic for the
treatment of irritable bowel syndrome;
Reviews in Gastroenterological disorders, 2009; 9: 7-15.
Autor:
Prof. Dr. med. Layer
Direktor der Medizinischen Klinik
Israelitisches Krankenhaus Hamburg
Mitglied im Vorstand der Deutschen
Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
Federführung der
S3-Reizdarmleitlinie 2011
Interview:
Dr. Viola Andresen
Fachärztin für Innere Medizin
Israelitisches Krankenhaus Hamburg
Herausgeber:
Dr. Fischer Gesundheitsprodukte GmbH
D-82166 Gräfelfing
info@kijimea.de
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