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Riesen-Kampfmoral nicht belohnt
Hessenliga. Viktoria und der Tabellenzweite Hadamar trennen sich 2:2-Unentschieden
Fußball: Nach vielen mageren Wochen gab es für die Viktoria mal wieder halbwegs ein
Erfolgsergebnis mit einem Unentschieden gegen den enorm starken Tabellenzweiten
aus Hadamar. Die Griesheimer machten dabei wohl ihr bestes Spiel in der bisherigen
Runde. Leider konnten sie eine überraschende 2:0-Führung nicht bis zum Schluss nicht
behaupten.
Die Viktoria ergriff den letzten Strohhalm, indem sich Trainer Angelo Barletta selbst
aufstellte, wo er in der Innenverteidigung eine überragende Partie spielte und seinen
jungen Mitspielern ein Vorbild war an Können und Einsatzbereitschaft. Unübersehbar,
dass der immerhin schon 37-Jährige schon in „größeren Häusern“ (in der 2. Bundesliga
bei drei Klubs) gespielt hat. Für ihn agierte an der Seitenlinie Co-Trainer Peter Seitel,
vor Jahren auch schon mal Coach der Viktoria. Probleme gibt es derzeit auch bei den
Torhütern. Sowohl Vanli als auch Yalzin mussten verletzungsbedingt passen. Es spielte
der letztjährige A-Junioren-Keeper Robin Schwarz, der seine Sache gut machte und an
beiden Gegentoren schuldlos war.
Wegen anhaltender Regenfälle war das Hauptfeld gesperrt, gespielt wurde auf dem
Kunstrasen, wo es für die Griesheimer zumeist besser läuft. Die Griesheimer Abwehr
um Geburtstagskind Fabian Hinterschied und Coach Barletta hielt dicht. Auch in der
Gästedeckung tat sich zunächst keine Lücke auf. Griesheim glich die spielerischen
Vorteile der Gäste mit unbändigem Kampfgeist aus. Ein elfmeterreifes Foul des
Torhüters von Hadamar sehr fleißigen Kevin Jung wurde leider nicht geahndet. Nach 37
Minuten das 1:0 für die Heimischen. Der pfeilschnelle Yannik Brehm schickte dabei
Burak Bilgin in die „Gasse“, der konsequent die Chance nutzte. Kurz vor dem
Pausenpfiff sogar das 2:0. Diesmal kam ein Superpass von Fabian Walter zu Jung an,
der ebenso konsequent einschoss. Sogar die Chance zum 3:0 durch Jean-Marie Starck
war da, doch er scheiterte an einem Abwehrspieler der glücklich mit der Hacke auf der
Torlinie klärte
Eine Zwei-Tore Führung! Zur Pause ein völlig neues Gefühl bei den Griesheimern.
Auch nach Wiederbeginn war das 3:0 noch zweimal drin, als Jean-Marie aus guter
Position einen Gegner anschoss, und ein weiterer Schuss von Jung von einem
Abwehrspieler noch von der Linie gekratzt wurde. Hadamar setzte nun alles auf einen
Karte. Ihr Coach Reitz wechselte drei Offensiv-Leute ein und ließ mit vier Stürmern
angreifen. Nun ergaben sich zwangsläufig Lücken in der Abwehr der nach wie vor
aufopferungsvoll kämpfenden Griesheimer Mannschaft. Nach 72 Minuten war es
Torjäger Steffen Moritz, der gekonnt den Ball in die kurze Ecke schlenzte und vier
Minuten später stand es nur noch 2:2, als der schön freigespielte Dennis Leonhard
einköpfen konnte. Die letzte Viertelstunde verlief ungemein hektisch. Es war noch
einmal alles möglich. Bei einem Konter der Griesheimer zog der weit aus dem Tor
geeilte Torhüter Strauch von Hadamar gegen Dominique Jourdan die „Notbremse“ und
sah regelkonform vom Schiedsrichter in der 81. Minute die Rote Karte. Da aber
Hadamar sein Auswechselkontingent schon erschöpft hatte, konnte man nur noch zu
zehnt weiterspielen. Mit Kuczok ging nun ein Feldspieler ins Tor. Hadamar mit der
besten Abwehr der Liga, war nun mit dem Ergebnis offensichtlich zufrieden und ließ
nichts mehr zu. Schade, auf Grund ihres unbändigen Kampfgeistes wäre ein
Griesheimer Sieg gegen den Tabellenzweiten nicht unverdient gewesen, drei Punkte
wären in der derzeitigen Situation ungemein wichtig gewesen, zumal der Abstand zu
den Nichtabstiegsplätzen immer größer wird. Doch gibt diese Leistung dem Team um
Trainer Barletta wieder Mut und Zuversicht für die restlichen 20 Spiele, wo noch viel
passieren kann.
Am kommenden Sonntag steht für die Viktoria wieder eine Auswärtspartie auf dem
Programm bei der U 23 des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.
Es spielten: R. Schwarz – Greindl, Barletta, Hinterschied, Walter – Brehm (69. Demir),
Jourdan, M. Schwarz, Starck – Jung, Bilgin (85. Karras),
Schiedsrichter: Günsch (Marburg) – der bis zur 3. Bundesliga eingesetzte Referee
wirkte nicht immer überzeugend, machte aber keine entscheidenden Fehler
Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Bilgin (37.). 2:0 Jung (44.), 2:1 Moritz (72.), 2:2 Leonhard (76.)
Tormöglichkeiten: Griesheim 5, Hadamar 6
Rote Karte: Strauch (H, 81.)
Gelbe Karten: Griesheim 3 (Jourdan, M. Schwarz; Jung), Hadamar 2.
er
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