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Böden im Umwelt- und Klimasystem

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FBF – News
1/2014
Zum ersten Mal in der Geschichte hängt das physische Überleben der Menschheit von einer radikalen
Veränderung des Herzens ab.
(Erich Fromm)
Werte - Integration – Resilienz, das WIR-Projekt für die Grundschule
Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V. - Europäisches Institut Conflict-Culture-Cooperation
Der Kindergarten Salzbrunnerstraße hat ein rührendes Musical zu Affe, Adler und Elefantin gestaltet!
Die Einrichtung in Langwasser hat vor einiger Zeit bei Lebenswelt –Konflikt mitgemacht, einem Programm zum konstruktiven Umgang mit
Konflikten, Aggression und Gewalt, aus dem das WIR-Projekt für die Grundschule entstand. Davon inspiriert haben Kinder und
Erzieher_innen eine Geschichte zusammen erfunden, diese in einem Bilderbuch visualisiert und als Abschluss das Musical „Im Dschungel der
Gefühle“ gestaltet. 4 Freunde, 4 große Gefühle, 4 Tiere und einen Zoowärter stellen die Hauptrollen dar.
Mehr Infos gibt’s auf der Internetseite: http://www.primolo.de/node/55781/
Modifizierung der Einheiten für den förderpädagogischen Bereich
Für den Projektdurchlauf in der Martin-Luther-Schule in Nürnberg haben wir die 2. und 3. Einheit modifiziert. Die Module sind nun so
aufgebaut, dass mehr Raum für Einzelarbeit besteht, um einen ruhigen und zentrierenden Ausgleich zu schaffen für das gemeinschaftliche
Arbeiten im Sitzkreis. Da die Inhalte der 3. Einheit sehr umfangreich sind, wurde dieser Block auf weimal 2 Schulstunden verteilt. Zudem
beinhaltet die Materialkiste nun auch Stärken-/Schwächenbilder, ein Gemeinschaftsmemory sowie Gemeinschaftsbilder zum Ausmalen.
DasWir-Eltern Training wurde weiterentwickelt. Das Elterncoaching ermutigt Eltern, für sich als Eltern und für ihre Kinder einzutreten. Es
vermittelt die Erkenntnis, dass ein Zusammenleben gelingt, wenn beide Seiten – Eltern wie Kinder – zu ihren Gefühlen stehen, ihre
jeweiligen Bedürfnisse anerkennen und die Grenzen akzeptieren lernen. Eltern lernen, im Konflikt für sich zu sorgen und einen Konflikt
rechtzeitig anzugehen. Rechtzeitig bearbeitete Konflikte machen weniger Ärger als aufgeschobene. Das Training findet an drei Abenden à 2,5
Stunden im wöchentlichen Abstand statt und ist ein zusätzlicher Baustein des WIR-Projekts.
Im vergangenen Schuljahr wurde das WIR-Projekt an der Amberger Schule und der Birkenwaldschule und der Martin-Luther-Schule
eingeführt. So wird mit dem WIR-Projekt inzwischen an 11 Nürnberger Schulen eingeführt. Um die Arbeit an den Schulen nachhaltiger zu
verankern, finden regelmäßige Coachings mit den WIR-Lehrkräften statt, des weiteren wird ein WIR-Newsletter verschickt, der auch
inhaltliche Tipps und Anregungen bietet.
Fachtag Gewaltprävention
Der am 4. Juni 2014 stattgefundene Fachtag Gewaltprävention wurde mit einem Eröffnungsvortrag von Markus Brand zum Thema‚
Jugendliche Täter und Pädagogen in zwei unterschiedlichen Welten?‘ eingeleitet. In seiner lebendigen und informativen Präsentation ging er
auf die Diskrepanz beteiligter Akteure hinsichtlich des Verständnisses von Gewalt ein sowie auf die Frage, wie Pädagogen qualifiziert werden
können um in der Arbeit mit Tätern reflektierter zu agieren. Gewaltprävention muss sich zudem der Frage stellen, was der Anreiz ist, der
jugendliche Täter dazu animiert ihr Gewalthandeln aufzugeben, wenn es sie doch in so vielen Aspekten ihres Lebens weiterbringt. Im
Anschluss hatten die Teilnehmer_innen die Möglichkeit verschiedene vertiefende Workshops zu Gewaltprävention in unterschiedlichen
Arbeitsfeldbereichen zu besuchen. Es gab Seminare zu Gewaltpräventionsprojekten für Schulen, für und mit Jugendlichen, für und mit Tätern
und für Menschen mit Behinderung. Mit 101 Besucher_innen war der Fachtag ein voller Erfolg und hat unser Anliegen vollsten erfüllt, allen
Teilnehmenden vielfältige Einblicke zu Gewaltprävention zu geben. Ob in den Workshops oder auch in den Pausen gab es Zeit und Raum für
Diskussionen und Austausch, welche den Fachtag anregend gestaltet haben. Wir möchten allen Unterstützer und Unterstützerinnen des
Fachtages Gewaltprävention unseren herzlichsten Dank aussprechen! Insbesondere danken wir dem Rotary Club Nürnberg-Neumarkt, dem
VR Gewinnsparverein Bayern e.V., dem KJR Nürnberg-Stadt und dem Jugendamt Nürnberg.
Julia Hartmann (FBF- Mitglied des Fachkreis Gewaltprävention)
Civil Powker - Ein systemisches Lernspiel zum zivilem Engagement bei
internationalen Konflikten
Zum Schuljahresende, in heißen Klassenzimmern schlüpften die SchülerInnen 8 Schulstunden in Rollen aus Politik, Wirtschaft und
Zivilgesellschaft. Wegweisend war die Frage: „Was können wir bei internationalen Konflikten hier vor Ort tun – anstatt ohnmächtig
zuzusehen.“ Bei manchen machte sich Betroffenheit breit, als sie sahen, dass ihr Handeln den Konflikt eskalieren läßt. „Das wollten wir so
doch gar nicht….“ In einer 2. Spielrunde erhielten die SchülerInnen die Gelegenheit erneut in Verhandlungen zu gehen.
Einen Bericht des Melanchthon-Gymnasiums finden Sie unter http://fbf-nuernberg.de/?Projekte:Civil_Powker
Unterstützt wurde das Projekt durch das Aktionsgruppenprogramm von Engagement Global des BMZ
Die etwas andere Art der Friedensarbeit
Am 17.Juli fand der fünfte Nürnberger Friedenslauf am Zeppelinfeld statt. Über 1.000 Schüler liefen zusammen knapp 5.000
Kilometer und erhalten von privaten Sponsoren für jede Runde Geld, das Projekten aus der Friedens- und
Menschenrechtsarbeit zugute kommt.
Es war ein Ort der Menschenverachtung und der Kriegspropaganda –
das Zeppelinfeld auf dem Reichparteitagsgeländes in Nürnberg. Umso
wichtiger ist es, heute gerade an diesem ehemaligen Platz des
Nazismus ein Zeichen für Frieden und Vielfalt zu setzen. Und das haben
wir auch dieses Jahr wieder getan, mit dem fünften Friedenslauf. Die
Schulklassen selbst waren so bunt, wie das Zeppelinfeld selbst es an
diesem Tag war: Farbige Transpararente schmücken die Zäune, sie
fordern zum Beispiel Abrüstung, bekennen sich zu den Menschenrechten
und bekämpfen den Faschismus oder die weltweiten Kriege, ein Banner
mit einer Friedenstaube hängt von der ehemaligen Nazitribüne herab,
und fröhliche Popmusik dringt von der Bühne auf die Rennbahn. Die
Schüler stammten aus den verschiedensten Altersklassen: Kleine
quirlige Erstklässler, wie die aus der Thusneldaschule, liefen (oder
besser: rannten) ebenso begeistert, wie die Acht- und Zehntklässler,
wie die vom Neuen Gymnasium oder dem Dietrich-BonhoefferGymnasium.
Die Atmosphäre des Friedenslaufes beeindruckt am meisten – und setzt
sich damit positiv von der sonst eher ernsten und trockenen Friedensund Menschenrechtsarbeit ab. Alle sind fröhlich und locker,
Widersprüche verpuffen sofort, die Kinder können es – anfangs nur so strotzend vor Energie und Kampfgeist – kaum erwarten, loszurennen,
und die Stimmung war ausgelassen und wunderbar entspannt. Eine Grundschulklasse singt uns sogar ein Lied über Brückenbauen und Vielfalt
vor.
Beim Lauf selbst zählt nicht die Geschwindigkeit, sondern die Ausdauer. Das ist in der Friedensarbeit nicht anders. Die braucht auch einen
langen, wirklich langen Atem, um in kleinen Stücken ihr Ziel einer pazifistischen Welt zu realisieren – und nach wie vor haben sie dabei noch
einiges vor sich. Nachdem die ersten Kinder dann eine Stunde lang gelaufen sind, haben sie sich auch eine Erfrischung verdient. Brezen,
Bananen und Wasser standen schon bereit für unsere kleinen Helden des Tages. Kein Wunder, dass die Kinder in der Hitze damit dann auch
Wasserschlachten veranstalten. Das erlaufene Geld wird der Caritas Straßenambulanz Franz von Assisi in Nürnberg, dem Schüleraustausch
zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach und dem Dar Al-Tifel-Institute für palästinensische Mädchen in Ostjerusalem
und dem Theaterprojekt wild.fremd– wie geht deutsch, das sich tänzerisch und humorvoll mit dem Thema Fremdsein beschäftigt zugute
kommen.
Beim vierten Friedenslauf vor zwei Jahren wurden etwa 10.000 Euro für die Friedensarbeit eingespielt. Wie viel dieses Jahr herauskommt,
wird im September bekannt gegeben.
Auszüge aus dem Artikel von Philip J. Dingeldey (Praktikant im Nürnberger Menschenrechtszentrum)
2. internationales Treffen der ATCC-TrainerInnen in Brixen
Ende Juni trafen sich 25 TrainerInnen und BeraterInnen aus Deutschland, Südtirol, Tschechien, Slowakei,
Österreich und Frankreich zum fachlichen Austausch und Vernetzung.
In einer wertschätzenden und vertrauensvollen Atmosphäre wurde mit- und voneinander gelernt und gearbeitet.
Inhaltlich gearbeitet wurde an Themen wie Vertrauen, Vergebung, kulturelle Identität und Werte. z.B. hat Magda Gasser den von ihr
entwickelten Konflikt-Notfallkoffer für BeraterInnen vorgestellt und in die Arbeit damit eingeführt. Weitere Informationen unter:
magda.gasser@telos-training.com Jitka Marelova führte in den Council ein – hier wird im Kreis zu Rate gesessen – zentraler Punkt ist mit
dem Herzen zu hören.
Dana Moree stellte ihre Methode vor, wie sie zum Thema kulturelle Identität und Verschiedenheit arbeitet, wenn viele Vorurteile und
Stereotype da sind und nur wenig Zeit vorhanden ist.. Daneben wurde an der Weiterentwicklung des ATCC-Netzes gearbeitet.
In Deutschland hat sich der ATCC-Verband gegründet, es wird in 2 Jahren das 3. Internationale Treffen in Niederkaufungen geben. Des
weiteren gibt es Überlegungen zu einer gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsamen Projekten.
Te r m ine:
Fit für Gemeinschaft! - Konflikte systemisch bearbeiten - A.T.C.C.-Fortbildung
Beginn: 9.-12.10.2014 4 weitere Seminare
Viele Menschen arbeiten in Teams, Abteilungen oder kollektiven Zusammenhängen. Immer mehr Menschen begeistern sich für ein Leben in
Gemeinschaft. In diesen „Projekten“ wünschen sie sich oft ein harmonisches Zusammensein und gleichzeitig regen Kontakt und Austausch
mit ihren Mitmenschen.
Lebens- wie Arbeitsgruppen haben ähnliche Themen und Prozesse, die in Konflikten geklärt werden wollen. Die prozessorientierte
Arbeitsweise unserer Seminare bietet Menschen, die in Gruppen leben und/oder arbeiten, eine sehr gute Grundlage, um mit diesen
Prozessen kompetent umgehen zu können.
Die Fortbildung befähigt Sie dazu, in Konfliktsituationen ...
· Ihre Bedürfnisse und Potentiale zu erkennen und Verantwortung für sich und die Gruppe zu übernehmen
· Verständnis und Empathie für die eigene und fremde Rollen zu entwickeln
· Klarheit über Handlungsursachen und -auswirkungen zu bekommen
· mit mehr Bewusstheit, Lebendigkeit und Transparenz zu (re)agieren
Kursleitung: Sophie Schaarschmidt/ Thilo Nonne
Mehr Infos unter: www.fbf-nuernberg.de
Ausbildung zur TrainerIn in ziviler, gewaltfreier Konfliktbearbeitung und transkulturellem Lernen (ATCC)
Beginn: 14.-17.10.2014
Diese berufsbegleitende Ausbildung, befähigt die Teilnehmenden Trainings, Seminare und Grundkurse zur ATCC-Konfliktbearbeitung und
transkulturellem Lernen durchzuführen. Es ist vor allem eine pädagogische Ausbildung. Ziel ist es die Inhalte in die pädagogische Arbeit
einfließen zu lassen. Diese Ausbildung ist gut geeignet für Menschen, die im zivilen Friedensdienst Seminare und Trainings durchführen
wollen, TrainerInnen, die zu dem Thema Konfliktbearbeitung schon arbeiten, SchulsozialarbeiterInnen, Menschen die in der Jugend- und
Erwachsenenbildung tätig sind oder tätig werden wollen.
Gesamtdauer: Oktober 2014-Juli 2016, 8 Seminare, 28 Seminartage, 170 Stunden, Supervisionen, Intervisionsarbeit.
Ausbildung zur KonfliktberaterIn und Coach (ATCC)
Beginn: 25.-27.09.2014
Die berufsbegleitende Ausbildung befähigt mit dem ATCC-Ansatz Beratungen und Coachings durchzuführen. Viele ATCC-Methoden sind aus
der 30 jährigen Arbeit als Konfliktberater und Coach im internationalen Kontext entstanden. Die ATCC-Werkzeuge der Beratungs- und
Coachingarbeit haben ihre Wurzeln aus vier Richtungen der humanistischen Psychologie: dem systemischen Ansatz, der Gestaltberatung, der
Arbeit der Transaktionsanalyse und dem Group Relation.
Die Ausbildung ist gut für Menschen, die im beraterischen Bereich tätig sind oder während der Ausbildung in diese Richtung sich entwickeln
wollen. Unsere Teilnehmenden arbeiten erfolgreich mit diesen Methoden in der Schule, in Beratungsstellen, mit Unternehmen, bei
Paar-Konflikten, mit NGO´s, in der Organisationsberatung und in internationalen Projekten.
Gesamtdauer: September 2014- Juli 2016, 14 Seminare, 39 Seminartage, 235 Stunden, zzgl. Supervision und Intervisionsarbeit.
Von der Ohnmacht zur Macht
Beginn: 28.-30.11.2014
Das Konzept PISTES eröffnet neue Bereiche der Versöhnung und Verarbeitung im Mediationsverfahren. Es ist ebenso eine gute
Vorbereitungsmethode für Konflikte in die ich unbeabsichtigt gerate, oder für die wir nichts können. Als Grundlage wird das Dramadreieck
Täter-Opfer-Retter verwendet und ein Garant hinzugefügt, der offen ist für die Botschaften der drei Grundrollen in einem klassischen
Dreieckskonflikt.
Referent: Hervé Ott, geb. 1949; ausgebildeter Pastor, Aktiver im gewaltfreien Widerstand auf dem Larzac, hat den ATCC-Ansatz
mitentwickelt und führt seit drei Jahrzehnten Trainings und Ausbildung zur Konfliktbearbeitung durch.
28.-29.08.2014: Brixen, Beginn der Ausbildung zur WIR-TrainerIn
03.-04.10.2014: Nürnberg, 1x1 der Konfliktbearbeitung (ATCC)
10.-11.10.2014: Stuttgart, Multiplikatorenschulung Civil Powker
30.10.-01.11.2014: Nürnberg, Zivil Power - die Kraft des Zivilen, deutsch-tschechisches Seminar
22.11.2014: Frankfurt oder Kassel, Tagung zum Lernspiel Civil Powker
05.-06.12.2014: Germete, MultiplikatorInnenschulung Civil Powker
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die friedenspädagogischen Projekte des FBF:
IBAN: DE72760100850142462858 BIC: PBNKDEFF, Postbank Nürnberg
Impressum: Fränkisches Bildungswerk für Friedensarbeit e.V. Gabriele Wittmann Hessestr. 4, D-90443 Nürnberg Tel: 0911 - 288 500
www.FBF-Nuernberg.de - www.w-i -r-projekt.de - www.civilpowker.de
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