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- Netzwerk Erinnerung und Zukunft

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Veranstaltungshinweise des
Netzwerks Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover
März 2015
Erinnerung an die Deportation der Sinti
01.03.2015, 15 Uhr
Veranstalter: Region Hannover - Gedenkstätte Ahlem in Kooperation mit dem
Neuen Land e. V.
Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover
Gedenktag am 1. März: Zu den oft vergessenen Opfern des Holocaust gehören eine halbe
Million deutsche Sinti und Roma.
In der Nacht vom 2. zum 3. Marz 1943
wurden die Sinti aus Niedersachsen in das
Vernichtungslager Auschwitz deportiert, unter
ihnen 100 Kinder, Frauen und Männer aus
Hannover. Der "Sonderzug" für die Fahrt in
den Tod stand am Bahnhof Fischerhof in
Linden.
"Für alle Verfolgten des Nationalsozialismus"
– Gedenkstein am Bahnhof Fischerhof
Noch heute kämpfen die Sinti um die
Anerkennung der an ihnen verübten
Verbrechen und gegen die fortdauernde
Diskriminierung. Die Gedenkstatte Ahlem
dokumentiert das Schicksal der Sinti
umfänglich in der neuen Dauerausstellung
und plant weitere Publikationen zum Thema.
Die Gedenkveranstaltung dient auch der Vorstellung von Bildungsmaterialien, die die
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten heute erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das "Neue Land" im ehemaligen Mädchenhaus der
Gartenbauschule Ahlem zu Sinti-Livemusik und Kaffee und Kuchen ein.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Jüdischer Sport im Nationalsozialismus
05.03.2015, 19 Uhr
Veranstalter: Stadtarchiv Celle, Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit und
Jüdische Gemeinde Celle
Ort: Celler Synagoge, Im Kreise 24, 29221 Celle
Referent: Dr. des. Henry Wahling, Institut für Sportwissenschaft Hannover
Das Thema Sport ist bis heute lediglich ein Randgebiet in den Forschungen zur
Geschichte der Juden in Deutschland. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung der
jüdischen Sportvereine im nationalsozialistischen Deutschland, die nach dem Ausschluss
jüdischer Mitglieder aus bürgerlichen Sportvereinen seit 1933 einen massiven
Mitgliederzuwachs erlebten: Innerhalb von nur zwei Jahren gelang es den jüdischen
Sportverbänden, fast 50.000 Athleten zu rekrutieren, die in über 300 Vereinen organisiert
waren. Damit stellten Sportvereine Mitte der 1930er Jahre in vielen jüdischen Gemeinden
die mitgliederstärksten Organisationen überhaupt dar. Nach Ende der Olympischen Spiele
1936 in Berlin steigerten die NS-Behörden Überwachung und Verfolgung des jüdischen
Sports deutlich. Die Pogrome des 9. November 1938 besiegelten schließlich das Ende der
selbstorganisierten“ jüdischen Sportbewegung auf deutschem Boden.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------"…sie sprechen von mir nur leise…" - Hommage an die Literatin Mascha Kaléko
08.03.2015, 17 Uhr
Veranstalter: Region Hannover - Gedenkstätte Ahlem
Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover
Die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann bewegen sich bei ihrem
Programm zwischen Rezitation und Schauspiel. Das Programm hat eine ganz eigene
Dramaturgie, die klassische Musik und der Tisch mit der Blattsammlung als Requisite
machen daraus eine Art von Kammerspiel.
Paula Quast spricht die Werke von Mascha
Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des
einzelnen Wortes, durch den Mut zur Pause
lässt sie ihnen Raum, ihre Wirkung zu
entfalten. Ihr Gesichtsausdruck und ihre
Körperhaltung sind unaufdringlich und doch
ist sie so präsent, dass sie und Mascha
Kaléko im Laufe der Inszenierung immer mehr
zu einer Person verschmelzen.
Der Musiker Henry Altmann lässt mit seinen
Kompositionen die Melancholie hörbar
werden, welche die Werke umgeben, dabei
Schauspielerin Paula Quast
überdecken die Tone aber nicht die für
Mascha Kaléko ebenfalls typische Ironie, mit der sie die Welt zu kommentieren wusste.
Mit Charme und Humor, mit erotischer Strahlkraft und sozialer Kritik erobert sich die junge
Mascha Kaléko im Berlin der Weimarer Republik die Herzen der Großstädter. Sie ist 22,
als sie ihre ersten Gedichte veröffentlicht.
Es sind Verse in zärtlich-weiblichen Rhythmen, die von Liebe, Abschied und Einsamkeit,
von finanziellen Nöten, von Sehnsucht und von Traurigkeit handeln. "Man hat Mascha
Kaléko verglichen mit Morgenstern, Kästner, Ringelnatz, aber das trifft es nicht. Sie hat
deren Verspieltheit, satirische Schärfe und Sprachwitz, aber es kommt ein Sehnen hinzu,
eine zarte Zerbrechlichkeit, die den Atem nehmen kann." (Tagesspiegel)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Die Sprache(n) der Hebräischen Bibel
11.03.2015, 19 Uhr
Veranstalter: Jüdische Bibliothek Hannover und Israel Jacobsen Gesellschaft
Ort: Jüdische Bibliothek, Fuhsestraße 6, 30419 Hannover
Referent: Prof. Thilo Rudnig, Göttingen
Prof. Thilo Rudnig ist Lektor für Biblisches Hebräisch und verwandte semitische Sprachen
an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Er arbeitet über
Philologie und Exegese der Hebräischen Bibel (z.B. Samuel und Psalmen). Er referiert
über die Entstehung und Geschichte der Sprache(n) der Hebräischen Bibel.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------"Benito Mussolini – ein zweiter Hitler?"
Vortrag: Aufstieg und Fall eines faschistisches Diktators
12.03.2015, ab 19 Uhr
Veranstalter: Region Hannover - Gedenkstätte Ahlem
Ort: Haus der Region, Raum N001, Hildesheimer Str. 18, 30169 Hannover
Referent: Prof. em. Dr. Dr. hc. Wolfgang Schieder
Dass Hitler Europa in den Abgrund geführt hat, wird heute niemand mehr bestreiten. Sein
größtes Verbrechen war die Vernichtung eines großen Teils der europäischen Juden. Aber
von wem hat er gelernt? Viel zu wenig ist noch bekannt, dass dies der faschistische
Diktator Benito Mussolini in Italien war. Von ihm übernahm Hitler seine Strategie der
Machtergreifung, von ihm lernte er, wie man eine Allianz einer rechtsrevolutionären
Massenbewegung mit konservativen Eliten schmieden kann. Grund genug, sich näher mit
dem Aufstieg und dem Fall Mussolinis zu beschäftigen.
Wolfgang Schieder, geb. 1935 in Königsberg, Dr. phil. in Heidelberg1962, Stipendiat am
Deutschen Historischen Institut in Rom 1965-67. Von 1970 bis 1991 Professor für Neuere
Geschichte an der Universität Trier, anschließend bis zu seiner Emeritierung im Jahre
2000 Professur für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität zu Köln.
Gastprofessuren in Jerusalem und in Aarhus, Verleihung der Ehrendoktorwurde durch die
Facolta di Scienze Politiche der Universität Bologna,Vorsitzender der deutschen Sektion in
der Deutsch-italienischen Historikerkommission 2009-2012. Wolfgang Schieder erhielt im
Jahre 2009 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Amerika ruft und viele gehen – Neustadts Aufbruch in die „Moderne“
12.03.2015, 20 Uhr
Veranstalter: Arbeitskreis Regionalgeschichte und Geschichtswerkstatt Neustadt a. Rbge
Ort: Neustadt a. Rbge., Café Regenbogen, Mittelstraße 23, 31535 Neustadt
Referent: Hans-Heinrich Bückmann
Der Neustädter Ludwig Nülle (mit
Sheriffstern) wanderte in die USA aus.
Familienfoto 1908
1883 folgte der achtzehnjährige gelernte
Bäcker Friedrich Theodor Adoph Ludwig Nülle
seinem ein Jahr zuvor ausgewanderten Bruder
nach Illinois. Insgesamt emigrierten fünf von
sieben Kindern des Ackerbürgers Heinrich
Friedrich Christian Nülle.
Abenteurer oder Massenflucht? Wenn sich die
Heimatgeschichtsschreibung bisher überhaupt
mit dem Thema Auswanderung beschäftigt
hat, präsentierte sie entweder
Tagebuchaufzeichnungen Einzelner, die das
Ganze als Pioniertat und Abenteuer
erscheinen ließen, oder Namenslisten aus der
Familienforschung. „Modernisierung“ als
rigoroser sozialer Umbruch.
Der Vortrag zeigt am Beispiel einer Familienwanderung um die Wende zum 20.
Jahrhundert die Schattenseiten der Industrialisierung unserer Region, die gerne
„vergessen“ werden.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Im Gehen entsteht der Weg. Impulse christlich-jüdischer Begegnung.
Hauptveranstaltung der Woche der Brüderlichkeit 2015
15.03.2015, 11:30 Uhr
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V.
Ort: Haus der Region Hannover, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover
Begrüßung: Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann (Evangelische Vorsitzende der
Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V.)
Grußworte von Doris Klawunde (Stellvertretende Präsidentin der Region Hannover),
Thomas Hermann (Ratsvorsitzender und Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover),
Hans-Martin Heinemann (Stadtsuperintendent des Evangelisch-lutherischen
Stadtkirchenverbandes Hannover)
Festvortrag von Sonja Lahnstein-Kandel (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates
der Universität Haifa und Vorsitzende des Vorstandes des Deutschen Fördererkreises der
Universität Haifa)
Verleihung der Abraham-Plakette an die Justus-von-Liebig-Schule Hannover und die
israelische Partnerschule in Untergaliläa, die Kadoorie Agricultural High School
Laudatio von Ewald Wirth (Katholischer Vorsitzender der Gesellschaft für ChristlichJüdische Zusammenarbeit Hannover e.V.). Schlusswort von Mary Sofer (Jüdische
Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit Hannover e.V.)
Musikalische Umrahmung von Elena Chekanova und Robert Kusiolek
Teilnahme nur mit Einladungskarte möglich.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen…“
Internationale Wochen gegen Rassismus vom 16.-25. März in Hannover
16.03.2015, 17 - 18:30 Uhr (Auftaktveranstaltung)
Ort: Kröpke, Innenstadt Hannover
Die Internationalen Wochen gegen
Rassismus widmen sich alljährlich
deutschlandweit der Arbeit gegen
Diskriminierung, Rassismus und
Rechtsextremismus. Die AntirassismusWochen werden in der Landeshauptstadt
Hannover von einem breiten Bündnis aus
Gewerkschaften, Stiftungen,
Bildungseinrichtungen sowie der Region und
Landeshauptstadt Hannover nun bereits
zum fünften Mal ausgerichtet.
Der „Internationalen Tag zur Überwindung
von Rassendiskriminierung“, auch WeltAntirassismus-Tag genannt, wurde 1966 von
der Generalversammlung der Vereinten
Nationen ausgerufen. Er findet jedes Jahr am 21. März zur mahnenden Erinnerung an das
„Massaker von Sharpeville“ des südafrikanischen Apartheid-Regimes von 1960 statt.
Die Auftaktveranstaltung findet am 16.März von 17.00 bis 18.30 Uhr am Kröpcke in
Hannover statt. Neben dem musikalischen Rahmenprogramm werden die Regisseurin Mo
Asumang, Michael Fürst, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und
Dr. Yazid Shammout, Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde Hannovers sowie
weitere Gäste sprechen.
Nähere Einzelheiten zu dem umfangreichen Programm in Hannover finden Sie hier:
Download
Die Termine im Überblick:
16. März, 17:00-18:30 Uhr
16. März, 19:00-21:30 Uhr
17. März, 19:30 Uhr
18. März, 18:00 Uhr
18. März, 18:00-20:00 Uhr
19. März, 19:00 Uhr
20. März, 11:30-14:00 Uhr
21. März, 10:00-17:00 Uhr
22. März, 15:00 Uhr
23. März, 19:00 Uhr
25. März, 18:00-20:00 Uhr
25. März, 18:00-20:00 Uhr
25. März, 18:00 Uhr
Auftaktkundgebung mit Regisseurin Mo Asumang am
Kröpcke.
Filmvorführung: „Die Arier“ mit Regisseurin Mo
Asumang im Haus der Jugend (Europasaal)
Vortrag und Diskussion mit der Journalistin Simone
Rafael: „Wenn der Mob regiert... von der Straße in die
Parlamente?“
Workshop: „Parolen paroli bieten“ mit Miraz Gäntzel und
Tom Weller im Loccumer Hof
Diskussion: „Tatort im und vor dem Stadion: Fußball,
Fans und Rassismus? Fußball und die 'Rechte' – Rassismus
und Hooligans gegen Salafisten“
Szenische Lesung: „Lampedusa, 3. Oktober 2013 - Wenn
aus der Parole 'das Boot ist voll' eine Katastrophe wird.“
(Im Bildungverein)
Projektvorstellung: „Spurensuche in Hannover“.
Ergebnisse der Projektwochen im Zweiten Bildungsweg
der VHS. (Im großen Saal der VHS)
Empowerment-Workshop: „Strategien gegen Rassismus“
(DGB-Haus, Saal 1)
Feierstunde: „Gedenken an die ermordeten
Zwangsarbeiter/innen im Frühjahr 1945“ (Gedenkstätte
Ahlem)
Diskussion: „Rechtspopulismus als Programm – eine
Auseinandersetzung mit der AfD“. Mit Erika Schneider
und Ralf Beduhn in der GEW Hannover
Vortrag: „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der
Verbrechen“ (Haus der Region)
Diskussion: „Die sanfte Seite? Frauen im modernen
Rechtsextremismus“ mit Dr. Esther Lehnert (Haus der
Region)
Vortrag: „Kritische Zwischenbilanz der politischen,
juristischen und gesellschaftlichen Aufarbeitung des NSUKomplexes“
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Von der Evakuierung zur Befreiung der hannoverschen Lager
19.03.2015, 18 Uhr
Veranstalter: Landeshauptstadt Hannover - Städtische Erinnerungskultur
Ort: Neues Rathaus, Trammplatz 2, 30159 Hannover, Mosaiksaal
Referenten: Rainer Fröbe und Horst Dralle
Rainer Fröbe, Mitverfasser des Standardwerkes über die
hannoverschen KZ (1985), spricht zum Thema: „Der Tischler, der
Häftling und der General. Eine Rettungsaktion auf dem
Evakuierungsmarsch von Hannover nach Bergen-Belsen.
Horst Dralle, Sprecher des Arbeitskreises „Ein Mahnmal für das
Frauen-KZ in Limmer“, stellt seine unveröffentlichten Recherchen
zum Streckenverlauf des Todesmarsches der Frauen des KZ
Limmer vor.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------„Lampedusa, 3. Oktober 2013“ - Wenn aus der Parole „Das Boot ist voll“ eine
Katastrophe wird
Szenische Lesung mit anschließender Diskussion und musikalischer Begleitung
19.03.2015, 19 Uhr
Veranstalter: Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e.V.
Ort: Bildungsverein, Wedekindstr. 14, 30161 Hannover
Vor der italienischen, zwischen Sizilien und Afrika gelegenen Insel Lampedusa versinkt am
3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter. 366 von ihnen
ertrinken: Menschen aus Eritrea, Somalia, Äthiopien und Syrien, die vor Krieg und Armut
flohen, voller Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa. Die zentralen Fragen der
Lesung sind: Was geschah an jenem Morgen? Was erlebten die Flüchtlinge? Wie
reagierten Einwohner/innen, Tourist/innen, Behörden? Wer trägt die Verantwortung für die
Tragödie und was setzen wir den Parolen entgegen?
Der Eintritt ist frei – um Spenden für die Flüchtlingshilfe wird gebeten!
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Ausstellung: Jüdische Porträts. Fotografien von Herlinde Koelbl
19.03.2015, 19.00 Uhr (Ausstellungseröffnung)
20.03 bis 10.05.2015 (Ausstellungsdauer)
Veranstalter: Stadtarchiv Celle, Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit und
Jüdische Gemeinde Celle
Ort: Celler Synagoge, Im Kreise 24, 29221 Celle
In ihren Gesichtern spiegeln sich existenzielle Erfahrungen, individuelle Lebenswege und
persönliche Schicksale. Bilder, die mit dem Betrachter kommunizieren. Fotografien in
klassischem Schwarz-Weiß. Die „Jüdischen Porträts“ von Herlinde Koelbl sind in
Verbindung mit ausdrucksstarken Interviewsequenzen eine einzigartige Studie über
Trennendes und Verbindendes in einer Schicksalsgemeinschaft. Mit 26 Bildnissen
präsentiert die Wanderausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik
Deutschland, in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Celle, einen eindrucksvollen
Einblick in dieses herausragende Werk der international renommierten Fotografin.
Herlinde Koelbl, 1939 in Lindau am Bodensee geboren, zählt seit den
1980er Jahren zu den wichtigsten Fotokünstlerinnen Deutschlands. Sie
fotografiert Menschen im Kontext sozialer, politischer und historischer
Prozesse und entwirft somit ein Porträt unserer Gesellschaft. Neben
ihrem fotografischen Werk und ihren zahlreichen
Buchveröffentlichungen produzierte Herlinde Koelbl Dokumentarfilme
zu verwandten Themen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Ausstellung: Ansichten von Neustadt am Rübenberge. Geschichtsbilder –
Bildergeschichte(n)
20.03.2015, 19:30 Uhr (Ausstellungseröffnung)
20.03 bis 17.04.2015 (Ausstellungsdauer)
Veranstalter: Arbeitskreis Regionalgeschichte und Geschichtswerkstatt Neustadt a. Rbge
Ort: Neustadt a. Rbge., Volkshochschule-Hannover-Land (Foyer), Suttorfer Straße 8
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Bilder, mit denen eine Annäherung an die soziale,
politische und architektonische Geschichte von Neustadt a. Rbge. versucht wird. Gezeigt
wird die Entstehung der Stadt als Teil einer militärischen Festung, das alltägliche Leben
der Ackerbürger und -bürgerinnen und ihr unvermeidlicher Abstieg im Zuge der
Industrialisierung.
In weiteren Kapiteln geht es um die
Auseinandersetzungen zwischen
Obrigkeitsstaat und demokratischen
Bestrebungen vom Kaiserreich bis in die
Weimarer Republik, um die entfesselte
Gewalt in der NS-Diktatur und um
Kontinuitäten und Neuanfänge nach 1945.
Nicht zuletzt wird die Frage gestellt, was
Bilder überhaupt aussagen und welche
Geschichtsbilder, Bildergeschichte(n) oder Neustädter Bahnhof, Postkarte vom Beginn des
Ansichten sie vermitteln können.
20. Jahrhunderts
Führungen durch die Ausstellung können angemeldet werden unter:
05032-61705 oder: 05032-63803
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Zwangsarbeiter-Gedenktag
22.03.2015, 15 Uhr
Veranstalter: Region Hannover - Gedenkstätte Ahlem
Ort: Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover
Die Gruppe der ehemaligen Zwangsarbeiter hat es dabei bis heute besonders schwer. Oft
in der Nachkriegszeit als vermeintliche Kollaborateure mit den Nazis weiterer Verfolgung in
ihren Heimatländern ausgesetzt, fehlten ihnen die Mittel, die Kraft und die Möglichkeit,
Ansprüche geltend zu machen.
Das Schicksal von Ira Wolkowa steht stellvertretend für die
in Ahlem ermordeten Zwangsarbeiterinnen und
Zwangsarbeiter und ist Anlass für die heutige
Gedenkveranstaltung.
Ira (Irina) Wolkowa wird am 27. August 1926 in Charkow
(Sowjetunion, heute Ukraine) geboren. Zur Zwangsarbeit
nach Hannover verschleppt, muss sie bei der Post
arbeiten. Zeitzeugenberichten zufolge wird sie während
einer Straßenbahnfahrt verhaftet, als sie Lebensmittel für
ihre Cousine Nadja bei sich trägt. Der Vorwurf des
Diebstahls aus Postpaketen bringt sie in das GestapoGefängnis nach Ahlem. Hier wird sie am 22. März 1945
erhängt. Ihre Cousine Nadja Podmogilnaja ist das einzige
weibliche Opfer der Erschießungen vom 6. April 1945 auf
dem Seelhorster Friedhof.
Die Veranstaltung erinnert anhand von Biografien und Briefen an die Schicksale der
Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen bis in die Gegenwart.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Stolpersteine – Übergabe einer Putzpatenschaft
23.03.2015, 12 Uhr
Veranstalter: Landeshauptstadt Hannover - Städtische
Erinnerungskultur
Ort: Wißmannstraße Nr. 11, 30173 Hannover
Im Oktober 2010 wurden in der Wißmannstraße, Haus Nr. 11 und 13, Stolpersteine für 65
zu Tode gekommene jüdische Hausbewohner verlegt. In der Wißmannstraße 11 lebte als
Kind Ruth Gröne mit ihren Eltern und später auch zusammen mit ihren Großeltern.
Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-Raabe-Schule hatten die Stolpersteinverlegung
unterstützt: Sie hatten im Vorfeld zu Einzelbiographien recherchiert und bei der Verlegung
die Namen aller Opfer verlesen.
Nun übernimmt die Wilhelm-Raabe-Schule eine Patenschaft für die verlegten Steine,
damit die Erinnerung an die Bewohner, die ausgegrenzt, verfolgt, in Judenhäuser
umgesiedelt, deportiert und ermordet wurden, nicht verblasst.
Neben der symbolischen Übergabe eines Putzbeutels werden Bezirksbürgermeister
Lothar Pollähne, Ruth Gröne und Martin Thunich, Direktor der Wilhelm-Raabe-Schule,
Grußworte sprechen.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------34. Erinnerungs-Bußgang Hannover-Bergen/Belsen
Freitag, 27. März 2015, 14.00 Uhr – Sonntag, 29. März 2015, ca. 13.30 Uhr
Veranstalter: AG Bergen-Belsen e. V.
Treffpunkt: Kirchencentrum Mühlenberg, Mühlenberger Markt 5, 30457 Hannover
In Erinnerung an die Todesmärsche im April 1945 von KZHäftlingen aus Hannover zum KZ Bergen-Belsen nehmen Frauen,
Männer und Jugendliche seit über 30 Jahren am Wochenende des
Palmsonntags einen Fußmarsch von ca. 65 km auf sich. Damit
setzen sie ein sehr persönliches Zeichen des Gedenkens. Auf dem
Marsch ist Zeit zum Sprechen, Nachdenken aber auch zum
Schweigen. Unterwegs wird dabei zweimal in einfachen
Unterkünften übernachtet, Schlafsack und Luftmatratze sind
erforderlich, für die Verpflegung ist selbst zu sorgen, das Gepäck
wird transportiert, Kosten entstehen nicht.
Leitung: Wolfgang Schwenzer (Schwenzerwolf@t-online.de)
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Gedenken an die Todesmärsche in Großburgwedel
28.03.2015, 10:30 Uhr
Veranstalter: Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen“ Burgwedel
Ort: Landwirtschaftliche Scheune der Pestalozzi-Stiftung Großburgwedel, PestalozziStraße 5, 30938 Burgwedel
Die Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen“ gedenkt an der Scheune der Erschießungen
von KZ-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern durch die SS in der Nacht vom 6. auf
den 7. April 1945 in Großburgwedel.
Sie erinnert damit auch an die fünf Todesmärsche von Gefangenen aus den sieben
hannoverschen Außenlagern des KZ-Neuengamme, mit denen Anfang April 1945 etwa
4.500 Häftlinge durch Großburgwedel in das Konzentrationslager Bergen-Belsen getrieben
wurden.
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