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Capital Markets & Thematic Research

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27.02.2015
„Fastenzeit?“
Aktuelle Publikationen
„Willkommen im Club der Negativzinsen“, hieß es mit Blick auf die
wachsende Zahl negativer Anleiherenditen bonitätsstarker Emittenten in
unserer letzten FridayMail. Und während pünktlich zur eingeläuteten
Fastenzeit der Verzicht auf einträgliche Zinseinkommen zunehmend
Realität zu werden scheint (siehe Grafik der Woche), steht auch der
griechischen Staatskasse eine weitere Fastenzeit bevor. Zwar werden die
Hilfsgelder nicht sofort nach Athen fließen, die Einigung mit den
„Institutionen“ auf eine Programmverlängerung bis Ende Juni bringt
aber immerhin eine gewisse Erleichterung für griechische Banken mit
sich (u.a., weil griechische Anleihen wieder EZB-fähig werden dürften).
Dividenden statt Niedrigzinsen
Die Geldpolitik der großen Zentralbanken der
Welt macht es möglich: In weiten Bereichen der
Staatsanleihemärkte kam es zwischenzeitlich
sogar zu negativen (!) Nominalzinsen. Können
Dividenden in diesem Umfeld nicht eine interessante Anlageform sein, um einen auskömmlichen Einkommensstrom zu erzeugen?
Trotz der insgesamt angespannten Nachrichtenlage, auch im Hinblick
auf den ungelösten Ukraine-Konflikt, bewegten sich die Börsen auf
beiden Atlantikseiten zu Wochenbeginn nach oben und sprangen über
die Marke von 18.000 (Dow Jones) bzw. 11.000 (DAX). Das Vertrauen
der Marktakteure in die Tatkraft der Zentralbanken wirkt wie eine
Interview mit Börsenradionetwork
"Der Club der Renditesucher wächst und wächst
und wächst" meint Hans-Jörg Naumer.
Beruhigungspille – und die ultra-expansive Geldpolitik der EZB wie
Kamelle insbesondere für die europäischen Aktienmärkte.
„Das „Repricing“ der angelsächsischen Geldpolitik der Fed und
Bank of England bleibt eines der zentralen Investmentthemen für
die kommenden Monate.“
Apropos Geldpolitik: Ungeachtet der vornehmlich als taubenhaft
interpretierten Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen im
Rahmen ihrer Anhörung tastet sich die Fed an eine erste Leitzinserhöhung heran – auch wenn es die globalen Rentenmärkte weiterhin
Grafik der Woche: Bundrenditen auf historisch niedrigen Niveaus
nicht recht annehmen wollen. Das „Repricing“ der angelsächsischen
Geldpolitik der Fed und Bank of England (BoE) bleibt eines der
zentralen Investmentthemen für die kommenden Monate. Derweil
signalisierten die Einkaufsmanagerindizes, dass der US-Konjunkturaufschwung (trotz zuletzt eher enttäuschender Daten) insgesamt intakt
ist. Selbst wenn die Talfahrt der Verbraucherpreise nun auch in
Nordamerika eine Deflationsdebatte auslösen könnte, entscheidend
hierfür ist der Ölpreisverfall. Mittelfristig dürfte die Konjunktur, vor allem
die Belebung am Arbeitsmarkt, den Inflationsdruck erhöhen. Interessant:
Selbst die Bank of Japan scheint laut Januar-Sitzungsprotokoll
angesichts nachlassender Abwärtsrisiken bei der Inflation keine
Notwendigkeit für zusätzliche geldpolitische Stimuli zu sehen.
Quellen: Datastream, Allianz GI Capital Markets & Thematic Research. Stand: Februar 2015.
Angesichts eines prall gefüllten Datenkalenders gilt es in der
Nähert sich ein Ende der Magerrenditen
kommenden Handelswoche umso mehr, sich ganz im Sinne der
an den Anleihemärkten? Wohl kaum in
Fastenzeit auf das Wesentliche zu besinnen. Im Fokus der Anleger
der diesjährigen Fastenzeit, meint Ihre
dürfte zum einen stehen, ob in China der Trend zu niedrigeren
Wachstumsraten anhält (HSBC-Einkaufsmanagerindex
Dienstleistungen am Mittwoch). Nach den enttäuschenden
Ann-Katrin Petersen
Einkaufsmanagerindizes im Januar hatte der vorläufige HSBC-Index für
das verarbeitende Gewerbe jüngst zumindest für einen konjunkturellen
P.S.: Verpassen Sie unsere
aktuellen Research-Nachrichten auf
Twitter nicht!
Lichtblick gesorgt. Weitere Senkungen der Mindestreservesätze oder
gar Leitzinsen sowie aufgestockte Bau- und Infrastrukturinvestitionen
sollten dennoch nicht ausgeschlossen werden, da die Führung in Peking
geringeres Wirtschaftswachstum nur bis zu einem gewissen Grad
tolerieren dürfte. Nicht nur im Reich der Mitte, in einer Reihe von
Ann-Katrin Petersen
Assistant Vice President,
Global Capital Markets &
Thematic Research
Emerging Markets wie Indien und Südkorea könnte nochmals an der
Zinsschraube gedreht werden, da die Inflationsraten unter den
Zentralbankzielen liegen. Eine Ausnahme bildet Brasilien, wo die
Politische Ereignisse 2015
hartnäckig hohe Inflationsrate eine weitere Zinsanhebung erwarten
März:
März
04.-05. März
05. März
09. März
10. März
15. März
16.-17. März
17.-18. März
19.-20. März
22. März
lässt.
Auf dem alten Kontinent stehen am Donnerstag gleich zwei
Notenbanksitzungen an. Sie sollten zeigen, dass die EZB und die BoE
nicht nur der Kanal trennt. Denn während das Eurosystem im März mit
Wertpapierkäufen in großem Stil beginnt, rückt auf der Insel eine
Zinswende näher. Die Divergenzen innerhalb der G4-Staatsanleihemärkte dürften daher anhalten. Das jüngste Sitzungsprotokoll hatte
gezeigt, dass die britischen Notenbanker die taubenhafte
Interpretation des Marktes angesichts rohstoffpreisgetriebener
Disinflation nicht voll teilen. Vielmehr könnte die verbesserte
Parlamentswahlen Estland
Sitzung der Bank of England
EZB-Ratssitzung
Treffen der Eurogruppe
ECOFIN Treffen
Aufhebung der US Schuldengrenze endet
Bank of Japan geldpolitische Sitzung
FOMC-Sitzung
EU Gipfeltreffen
Parlamentswahlen Schweden
Arbeitsmarktsituation den Lohnanstieg und damit binnenwirtschaftlichen Inflationsdruck rasch beschleunigen. Hinweise auf die
konjunkturelle Dynamik liefern im Vorfeld die Stimmungsindizes der
 Übersicht politische Ereignisse 2015
britischen Einkaufsmanager (Mo, Mi).
Die EZB-Sitzung wiederum verspricht neben den neuen
makroökonomischen Projektionen Details zur quantitativen
Lockerung. Im Vorfeld sollte sich das Augenmerk der Anleger auf die
vorläufigen Verbraucherpreise im Februar (Mo) richten, nachdem die
Inflationsrate im Januar ein historisches Tief von -0,6 % (j/j) markiert
Interview:
Finanzielle Repression geht weiter
Hans-Jörg Naumer im Interview mit Cash
Online.
hatte.
In den USA stehen eine Reihe von wichtigen Konjunkturindikatoren auf
dem Datenkalender, darunter die ISM-Indizes (Mo, Mi), persönliche
Ausgaben und Einkommen, Bauausgaben (beide Montag) und der
Auftragseingang für die Industrie (Do). Mögliche Beeinträchtigungen
durch den heftigen Wintereinbruch Ende Januar dürften nur
Global Capital Markets & Thematic Research für
iPod, MP3 & Blackberry:
zu unseren Publikationen
kurzfristiger Natur sein. Von besonderem Interesse wird der am Freitag
veröffentlichte Arbeitsmarktbericht sein, der den Weg für die Fed-
zu unserem Newsletter
Sitzung im März bereiten dürfte. Auch das Beige Book (Mi) und die
Ergebnisse der Bankenstresstests (Do) sollten im Blick behalten werden.
zu unseren Podcasts
Streicht die Fed im März das Signalwort „geduldig“ aus ihrem
Kommuniqué, wäre der Weg zur Zinswende auf der übernächsten
Sitzung im Juni wohl frei. Um sich eine gewisse Flexibilität zu wahren,
könnten die US-Notenbanker in den nächsten Wochen aber verstärkt
die Datenabhängigkeit der Geldpolitik betonen.
zu unserem Twitter-Feed
Überblick der 10. Kalenderwoche:
Montag
• Eurozone:
 Verbraucherpreise (vorläufig) (Feb) (-0,6% j/j)
 Arbeitslosenquote (Jan) (11,4%)
 Daten zu Pfandbrief- und ABS-Ankäufen
• Deutschland:
 Einzelhandelsumsätze (Jan) erw. +0,4% m/m (+0,6%m/m)
• USA:
 Bauausgaben (Jan) +0,4% m/m (+0,4% m/m)
 ISM verarb. Gewerbe (Feb) 53,4 (53,5)
 Persönliche Einkommen (Jan) +0,4% m/m (+0,3% m/m)
 Persönliche Ausgaben (Jan) -0,1% m/m (-0,3% m/m)
• UK:
 Einkaufsmanagerindex verarb. Gew. (Feb) (53,0)
• Italien:
 Einkaufsmanagerindex verarb. Gew (Feb) (49,9)
 BIP (2014) (-1,9% j/j)
• Russland:
 HSBC-Einkaufsmanagerindex verarb. Gew (Feb) (47,6)
Anleihefälligkeiten: Italien (2Mrd. CHF)
Dienstag
• Eurozone:
 Erzeugerpreise (Jan) (-1,0% m/m)
• USA:
 ISM New York (Feb)(44,5)
• Japan:
 Monetäre Basis (Feb) (+37,4% j/j)
Berichte: Merck
Anleihefälligkeiten: Griechenland (8,36Mrd. EUR)
Mittwoch
• Eurozone:
 Einzelhandelsumsätze (Jan) (+0,3% m/m)
• USA:
 MBA Hypothekenanträge (KW9)
 ADP-Arbeitsmarktbericht, Veränd. der Beschäftigung (Feb)
+218Tsd. (+213Tsd.)
 ISM Index nicht verarb. Gew. (Feb) 56,5 (56,7)
 Beige Book der Federal Reserve (Konjunkturbericht)
• UK:
 Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen(Feb) (57,2)
• Italien:
 Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb) (51,2)
• Russland:
 HSBC-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb) (43,9)
• Japan:
 Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb) (51,3)
• China:
 HSBC-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Feb) (51,8)
Berichte: Henkel
Donnerstag
• Eurozone:
 EZB-Pressekonferenz zum Ergebnis der Ratsitzung inkl.
Stabsprojektionen für Wachstum und Inflation
• Deutschland:
 Auftragseingänge Industrie (Jan) (+4,2% m/m)
• USA:
 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (KW9)
 Andauernde Anträge (KW8)
 Auftragseingänge Industrie (Jan) -0,5% m/m (-3,4% m/m)
 Federal Reserve: Ergebnisse der Bankenstresstests
• UK:
 Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats der BoE
• Russland:
 Verbraucherpreise (Feb) (+3,9% m/m)
Berichte: Adidas, Continental, Carrefour
Anleihefälligkeiten: Frankreich (7,87 Mrd. JPY)
Freitag
• Eurozone:
 BIP (4Q) zweite Veröffentlichung (+0,3% q/q)
• Deutschland:
 Produktion im produzierenden Gewerbe (Jan) (+0,1% m/m)
• USA:
 Veränderung der nicht-landw. Beschäft. (Feb) +243Tsd.
(+257Tsd.)
 Arbeitslosenquote (Feb) 5,6% (5,7%)
 Handelsbilanz (Jan) -42,5Mrd. USD (-46,6Mrd. USD)
Anleihefälligkeiten: Griechenland (1,2Mrd. EUR)
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