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Chirurgische Kiefergelenkstherapie bei Arthrose und - Mund

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Universitätsklinikum
Erlangen
19. Klinische Demonstration
Chirurgische Kiefergelenkstherapie bei Arthrose und Diskopathien
T. Schlittenbauer
R. Lutz
Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgische Klinik
(Direktor: Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. F. W. Neukam)
30 min.
Stufentherapie
Erfolgskriterien für Kiefergelenksoperationen
-
Keine oder nur sehr geringe Gelenkbeschwerden (VAS ≤ 4)
-
Mundöffnung ≥ 35 mm
-
Normale Nahrungsaufnahme möglich, mit maximal leichter Einschränkung bei sehr
harter Nahrung (VAS ≤ 8)
-
Stabile Okklusion
-
Dauer der Beschwerden zeitlich begrenzt
„Kiefergelenksbeschwerden“
Was führt den Patienten zu uns?
- Knacken und Knirschen im Kiefergelenk
- Schmerzen während des Kauens und Sprechens
- Dauerschmerzen in der Kiefergelenken mit Ausstrahlung zur
Schläfe, in den Hinterkopf, HWS oder Schulter
- „Ohrenschmerzen“ dadurch häufig Konsultation HNO-Arzt
- Behinderung der Mundöffnung
Diskopathien
 Gefahr der Übertherapie bei selbstlimitierenden Charakter
 Ziel: Verkürzung der Symptomzeit
 Aufbissschienentherapie: Erfolg bei über 80%
Diskopathien
Indikation und Zielsetzung chirurgischer Therapien

Zurückhaltende Indikationsstellung zu operativen Maßnahmen
 nur bei Schmerzen und/oder erheblichen Funktionsstörungen sowie Resistenz auf
konservative Therapiemaßnahmen
Hausamen JE, Reich RH.(1989) Urban&Schwarzenberg: 309-331
 Indikation ist bei manifesten Parafunktionen (z.B. Bruxismus) wegen muskulärer Überlagerung
kritisch zu stellen
 beidseitige Diskusverlagerung: häufig durch muskuläre
Hyperaktivität bedingt
Reich RH, Roßbach. (1988) Dtsch Zahnärztl Z 43: 11-16
Arthrozentese
• Spülung des oberen Gelenkspaltes mit
ca. 50 - 300 ml Kochsalzlösung
Auswaschung von entzündlichen Mediatoren, sowie
Knorpelabbauprodukten und die Beseitigung proteolytischer Enzyme
im Bereich des Gelenkspaltes, der Gelenkkapsel und des
Gelenkknorpels
International Journal of Dentistry: Arthrocentesis and Temporomandibular Joint Disorders: Clinical and Radiological Results of a Prospective Study; Volume 2013,
Arthrozentese
• Prospektive, klinische Studie an 30 Patienten
• NaCl- und Kaliumhyaluroninjektion
• 2 Gruppen: A = anteriore Diskusverlagerung (n=26)
B = seltenere Erkrankungen (Osteophyten, Entzündungen,anatomische Veränderungen) (n=4)
Diskusperforation
-
Ursache: langandauernde Überbelastung der KG
-
Klinik: funktionsabhängige Schmerzen
-
Krepitationsgeräusche bei UK-Bewegung
-
kann präarthrotische Veränderung darstellen
-
Präoperativ: Ausschluss Myopathien
Nachbehandlung
 Postoperativ
• Keine Ruhigstellung
• Aktive Übungstherapie beginnend am Operationstag
• Übungstherapie für 8 Wochen
Kiefergelenksarthrose
Degenerative, nicht-entzündliche Formveränderungen im Kiefergelenk
- Arthrose Typ I
- Arthrose Typ II
Kiefergelenksarthrose
- Typ I
• Beschwerdebesserung nach 12-18 Monaten konservativer
Therapie
• Abflachung des Kondylus führt bei aufgebrauchtem Diskus zu
beschwerdefreiem Gleitgelenk
• Häufig ähnliche Symptomatik auf der Gegenseite
-Typ II
• Beschwerden auch unter konservativer Therapie fortschreitend
• Progrediente Deformation
• Einseitiger Befall
Unterscheidungsmöglichkeit zwischen Typ I und II durch den Verlauf
während der ersten 1,5 Jahre unter konservativer Therapie.
R.H. Reich Erkrankungen und Operationen der Kiefergelenke in Facharztwissen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Editors: Astrid Kruse Gujer, Christine Jacobsen, Klaus W. Grätz
ISBN: 978-3-642-30002-8
Kiefergelenksarthrose
Chirurgische Therapie
- Arthrozentese
- Arthroplastik
- Höhenreduzierung des Kondylus 2-3 mm
- Entfernung der Diskusreste
- Frühe postoperative Übungstherapie
-
Arthroplastik in Kombination mit Diskusersatz
-
Kiefergelenksendoprothese
Kiefergelenksendoprothese
Postoperative DVT-Aufnahme
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