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AUSGABE
MÄRZ 2015
CHORSPEKTAKEL
Händels Joshua
aus Göttingen
TRAUMPAAR AM
KLAVIER
Anderson & Roe
spielen Bach
GROSSPROJEKT
Die Werke für Tasteninstrumente
von Sweelinck
PRESSE
BESTSELLER
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
1
HÄNDEL: MY FAVOURITE INSTRUMENT –
KONZERTE/SONATEN/ARIEN
Löffler/Schöder/Batzdorfer Hofkapelle
ACC 24295
2
MUSIK AM HOFE ZU CARLSRUHE
Kares/Karlsruher Barockorchester
CHR 77391
10
RICHTER: REQUIEM/DE PROFUNDIS/
SINFONIA CON FUGA G-MOLL
Valék/Czech Ensemble Baroque
SU 4177
3
SCHÜTZ: MATTHÄUSPASSION SWV 479
Rademann/Dresdner Kammerchor/+
CAR 83259
11
MONTEVERDI: MARIENVESPER
amarcord/Katschner/Lautten Compagney
CAR 83394
4
RAMEAU: LES FÊTES DE POLYMNIE
Gens/Baráth/Legay/Vashegyi/Purcell Choir/
Orfeo Orchestra/+
GCD 923502
12
VIEUXTEMPS: CELLOKONZERTE NR.1 & 2/
YSAŸE: MÉDITATION/+
Gerhardt/Caballé-Domenech/Royal Flemish Philharmonic
CDA 67790
5
CHOPIN: KLAVIERKONZERT NR.1/BARCAROLLE/
IMPROMPTUS OPP.29 & 36
Trifonov/Rajski/Polnische Kammerphilharmonie Sopot
DUX 0832
13
TSCHAIKOWSKY: STREICHERSERENADE/
BARTÓK: DIVERTIMENTO
Simovic/LSO String Ensemble
LSO 0752
6
TAIZÉ: LAUDATE OMNES GENTES
Communauté de Taizé
CHR 77260
14
HAYDN: SINFONIEN NR.1, 39 & 49/GLUCK: DON JUAN
Antonini/Il Giardino Armonico
ALP 670
7
ORFF: CARMINA BURANA
Immerseel/Anima Eterna Brugge
ZZT 353
15
BACH: DAS KLAVIERWERK
Angela Hewitt
CDS 44421
8
DIE MUSIK DES HABSBURGERREICHS
Letzbor/Musica Antiqua Austria
PC 10311
16
VIVALDI: I CONCERTI DELL’ADDIO - VIOLINKONZERTE
Biondi/Europa Galante
GCD 923402
9
GLASS: DIE KLAVIERETÜDEN
Maki Namekawa
OMM 0098
BACH: FLÖTENSONATEN BWV 1030/1034/+
Lazarevitch/Les Musiciens de Saint-Julien
ALPHA – ALP 186
„Hier
„
wird hörbar, dass es sich um einige
von Bachs besten Werken handelt, mit
einer wunderbaren Balance von gelehrten
und galanten Elementen. So gehört diese
CD eigentlich in jede Sammlung.“
Concerto
HÄNDEL: MY FAVOURITE INSTRUMENT
Löffler/Batzdorfer Hofkapelle
ACCENT – ACC 24295
„„Xenia Löffler stellt erneut ihren Status
als eine der führenden Barockoboistinnen
der Gegenwart unter Beweis. Ihr Oboenton ist extrem differenziert und wandelbar, Töne entwickeln sich dynamisch,
Phrasierungen sind durchdacht und die
zum T
Teil
il enorm virtuosen
i
Passagen werden mit einer Leichtigkeit
gespielt, dass man nur staunen kann." rbb kulturradio
GRETRY: LA CARAVANE DU CAIRO
Van Waas/Les Agrémens/+
RICERCAR – RIC 345
„Star
„
dieser Aufnahme ist das ganze
Ensemble. Mit welcher Freude und Gewitztheit, Akkuratesse und Grandeur hier
gespielt
g
und gesungen wird, das ist aller
Ehren wert.“
BR Klassik
ZELENKA: LAMENTATIONES JEREMIAE PROPHETAE ZWV 53
Guillon/Joahnnsen/Král/Semerova/Collegium Marianum
SUPRAPHON – SU 4173
„„Man freut sich von der ersten bis zur
letzten Minute über das äußerst fruchtbare Miteinander erstklassig intakter, junger
Stimmen und souveräner, intelligenter
Gestaltungswilligkeit ihrer ,Besitzer‘.“
Rondo
Anderson
on & Roe
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Pia
P
iaano
no Duo
Duoo ((©
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NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
BACH-KUNST AUS AMERIKA
A
Sie sind das neue „Traumpaar“ des vierhändigen Klavierspiels:
ierspiels:
l
die Amerikaner Greg Anderson und Elizabeth Joy Roe,, die
die als
Anderson & Roe Piano Duo die angestaubte Formation
on „Kla„
vierduo“ gewissermaßen revolutioniert haben. Auch die Art ihrer
Auftritte ist neu und hat so gar nichts mit der biederen
n HausH
musikatmosphäre mancher Klavierduos zu tun. Beeinflusstt von
der amerikanischen Popkultur haben sie zu manchen ihrer
er Alben
A
Musikvideos gedreht, und auch das Arrangieren von Popsongs
ongss von
Michael Jackson oder Radiohead ist ihnen nicht fremd. Nun
un wäre
es allerdings falsch, die beiden als verkappte Unterhaltungskünstler
kün
nstler
mit einem geschickten Händchen für medienwirksame VermarkVerm
marktung abzutun. Im Gegenteil: Beide können auf die bestmögliche
möggliche
klassische Ausbildung an einer der international renommiertesten
ierttesten
Adressen, der New Yorker Juilliard School, zurückblicken,
n, wo
w sie
sich im Jahr 2000 kennenlernten und sich schon bald als Duo
Duo zusammentaten. Die prägende Zeit an der berühmten Talentschmietsch
hmiede hört man auf ihrer neuen CD in Bachs Doppelkonzert fürr zwei
Klaviere BWV 1061 genauso wie etwa in den Bachbearbeitungen
eitu
ungen
von Reger und Kurtág sowie ihren eigenen Arrangements, die so
s etwas wie ein Markenzeichen der beiden geworden sind. Denn
nn letztendlich begeistern Anderson & Roe auch auf ihrem dritten
n Album
lb
für STEINWAY&SONS durch ihre unbändige und immer
er offene
Musikalität, die den Bach-Werken so etwas wie kontrapunktische
ki h
Leichtigkeit
t g e t verleiht.
ve e t. Fast
ast scheint
sc e t es, als
a s hätten
ätte sie
s e die
d e künstleriü st e
sche Maxime von Bachs französischem Zeitgenossen Jean-Philippe
Rameau
au beherzigt. Dieser versuchte nämlich „cacher l’art par l’art
même“,
e“, die Kunst durch die Kunst zu verbergen.
THE ART OF BACH
Werke von Bach und Bach-Bearbeitungen von Kurtág, Reger, Howe,
Anderson & Roe
Anderson & Roe Piano Duo
STEINWAY & SONS
STNS 30033
CD (T01)
034062300334
2014
0
34062 30033
BEREITS ERSCHIENEN:
W
WHEN
WORDS FADE –
NIGHT SONGS FOR PIANO DUO
N
Werke von Mozart, Schubert, Jackson,
W
VVivaldi u.a.
AAnderson & Roe Piano Duo
SSTEINWAY & SONS STNS 30006, CD +
Bonus DVD (T01), 2011, 034062300068
B
A AMADEUS AFFAIR
AN
Werke von Mozart, Busoni, Liszt,
W
AAnderson & Roe
AAnderson & Roe Piano Duo
SSTEINWAY & SONS STNS 30022, CD (T01),
22014, 034062300228
4
3
4
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
»KLEINE« ORATORIEN
Johann Sebastian Bachs Osteroratorium BWV 249 (entstanden 1725)
gehört zu den Werken, die er offenbar selbst sehr schätzte und deshalb
insgesamt viermal zur Aufführung brachte. Noch 1745 überarbeitete er
ein Duett des Werkes. Mit seinen zahlreichen Parodiesätzen aus einer
Geburtstagskantate für den Herzog Christian von Sachsen-Weißenfels
„Entfliehet, verschwindet, entweichet, ihr Sorgen“ BWV 249a (ebenfalls 1725) stellt es aber alles andere als eine Verlegenheitslösung dar.
Trotzdem hat es nie die Popularität des Weihnachtsoratoriums erreicht,
was keineswegs an der Qualität der Musik liegt (wie auch bei Bach…?),
sondern an dem früher als Makel empfundenen Status als Parodie eines
weltlichen Werkes. In ähnlicher Weise gilt dies für das Himmelfahrtsoratorium „Lobet Gott in seinen Reichen“ BWV 11 (1735), das auf die
nicht erhaltene Kantate für die Einweihung der neuen Thomasschule
„Froher Tag, verlangte Stunde“ BWV Anh.18 (1732) zurückgeht. In
seiner Einspielung macht Frieder Bernius deutlich, dass es sich bei den
beiden kleinen Oratorien jeweils um Meisterwerke handelt, die musikalisch nicht hinter den bekannteren Schwesterwerken zurückstehen.
Übrigens: Wurde die Aufnahme des Osteroratoriums bereits 2005 auf
CARUS veröffentlicht, so handelt es sich beim Himmelfahrtsoratorium
um eine Neueinspielung.
JOHANN SEBASTIAN BACH
Osteroratorium BWV 249/Himmelfahrtsoratorium BWV 11
Bernius/Kammerchor Stuttgart/Barockorchester Stuttgart/+
CARUS
CD (T01)
CAR 83290
2004/2014
4009350832909
4 009350 832909
HERAUSRAGEND
SCHMERZENSREICH
NEUE PASSION
Antonio Caldara (1670-1736) schuf in
seinen letzten zwanzig Lebensjahren, die
er als Vizekapellmeister in Diensten Kaiser Karls VI. am Wiener Hof stand, unter
anderem zahlreiche Oratorien, aus denen
das 1724 entstandene Passionsoratorium
Morte e sepoltura di Christo besonders herausragt. Für die Einspielung des Werkes
mit dem Stavanger Symphony Orchestra
hat Fabio Biondi zusätzlich ergänzende
Werke eingefügt, die wie ein Nachhall
auf den italienisch-venezianischen Hintergrund Caldaras wirken: zwei Motetten und
Instrumentalwerke, darunter eine Sonate
von Vivaldi. Mit Caldaras Morte e sepoltura di Christo kehrt Fabio Biondi zu einem
weiteren seiner Spezialgebiete zurück: dem
italienischen Oratorium.
In Zusammenarbeit mit der ,Genesis Foundation‘ stellen Harry Christophers und
The Sixteen drei neue Vertonungen des
Stabat Mater vor. Das mittelalterliche Gedicht eines Verfassers aus dem 13. oder 14.
Jahrhundert fand Eingang in die katholische Liturgie und hat viele Komponisten zu
großartigen Werken inspiriert. Die Autoren
der hier vorgestellten zeitgenössischen Vertonungen entstammen unterschiedlichen
kulturellen Hintergründen und Traditionen, die sie in ihre Kompositionen einfließen lassen. Als Kontrast erklingen das
kunstvolle zehnstimmige Stabat Mater
von Domenico Scarlatti und die originale
gregorianische Melodie, die vielen Renaissance- und Barockmeistern als Grundlage
für ihre Werke diente.
Bob Chilcott (*1955) gehört zu den bekanntesten Chormusik-Komponisten Englands. Mit seiner leicht zugänglichen Tonsprache begeistert er Chormusikfreunde
auf der ganzen Welt. In Deutschland war
Chilcotts St John Passion (2013) bislang
noch nicht zu hören, doch die Aufnahme
des Wells Cathedral Choir unter Matthew
Owens ‒ die auch die Uraufführung des
Werkes besorgten ‒ macht deutlich, dass
wir es hier mit einem echten Meisterwerk
zu tun haben. Der Chor ist nicht nur in
die Handlung integriert, sondern Chilcott
hat zusätzlich fünf Choräle nach bekannten englischen Passionsliedern gesetzt und
vier Meditationen geschrieben, in denen
er englische Lyrik des 13. bis 17. Jahrhunderts vertont.
ANTONIO CALDARA
SPIRIT, STRENGTH & SORROW
BOB CHILCOTT
Morte e sepoltura di Christo (Oratorio. Vienna, 1724)
STABAT-MATER-VERTONUNGEN
St John Passion
Biondi/Schiavo/Frigato/Belli/
Werke von Scarlatti, Firsova, Korvits, Martin u.a.
Owens/Wells Cathedral Choir
Stavanger Symphony Orchestra/+
Christophers/The Sixteen
GLOSSA
GCD 923403
2 CD (R02)
8424562234031
2014
8 424562 234031
CORO
COR 16127
CD (P01)
828021612725
8
2014
28021 61272
SIGNUM CLASSICS
5
SIGCD 412
CD (T01)
635212041222
2014
6
35212 04122
2
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
GROSSES CHORORATORIUM
Joshua gehört zu der imaginären Tetralogie der sogenannten ‚Siegesoratorien’, mit denen Händel in den Jahren 1746/47 den Sieg der Hannoverschen Dynastie in London über die Truppen des katholischen
Thronprätendenten Charles Edward Stuart feierte: Das Occasional
Oratorio, Judas Maccabaeus, Alexander Balus und eben Joshua gehören
zu dieser Serie. Die vier großdimensionierten Oratorien rücken alle das
Thema „Heerführer und sein Volk“ in den Mittelpunkt und ermöglichten dem Londoner Publikum vielfache Identifikationsmöglichkeiten.
Händel, der geschickt agierende Unternehmer, traf mit dieser Oratorienserie fraglos einen Nerv der Zeit. Obwohl seinerzeit nicht weniger erfolgreich als Judas Maccabaeus, ist Joshua heutzutage sowohl im Konzert
als auch auf Tonträger recht selten anzutreffen. Dabei wartet der Komponist auch hier mit eingängigen Melodien (das bekannte „See, the
conqu‘ring hero comes“ erklang erstmals im Joshua und wurde dann
von Händel in Judas Maccabaeus wiederverwendet) und überwältigenden Chorszenen auf (etwa beim Einsturz der Mauern von Jericho). Die
Göttinger Händelfestspiele brachen 2014 eine Lanze für das sträflich
vernachlässigte Stück. Der Mitschnitt unter der Leitung von Laurence
Cummings beweist eindrucksvoll, dass Joshua auch heute noch überzeugen und begeistern kann.
GEORG FRIEDRICH HÄNDEL
Joshua HWV 64
Tarver/Berndt/Cummings/NDR Chor/FestpielOrchester Göttingen
ACCENT
ACC 26403
2 CD (R02)
2014
4015023264038
4 015023 264038
ÜBERRASCHUNGEN
FÜR DIE TOTEN
VELÁZQUEZ‘ MUSIK
Telemann überrascht Kenner und Liebhaber seiner Orchestermusik immer wieder
durch seine ebenso ungewöhnlichen wie
farbigen Instrumentenkombinationen sowie seinen melodischen Erfindungsreichtum. Immer noch gibt es in seinem beeindruckend umfangreichen Œuvre Stücke,
die nicht oder viel zu selten eingespielt werden. Das Concerto Stella Matutina stellt
hier einige Beispiele der bunten Orchesterkunst Telemanns vor, die Prinzipien der
Gattungen Konzert, Sonate und Suite kreativ miteinander vermengen. So weist das
sechssätzige, großbesetzte Konzert TWV
54:F1 Elemente der Suite auf, während das
Konzert TWV 42:F14 für Blockflöte und
Horn nur mit einer Continuo-Begleitung
ohne Streicherripieno auskommt.
Die Lesungen für das Totenoffizium stammen aus dem alttestamentarischen Buch
Hiob, in dem menschliches Leiden und
Sterben auf besonders anschauliche Weise
dargestellt werden. Ein inspirierender Text
also für einen so fantasievollen Komponisten wie Gaetano Veneziano (1665-1716),
der das Totenoffizium sogar mehrfach vertont hat. Es ist nicht bekannt, ob das hier
eingespielte Werk von einer bestimmten
Kirche in Auftrag gegeben wurde oder anlässlich eines spezifischen Todesfalls entstanden ist. Einmal mehr erweist sich der
königliche Kapellmeister in Neapel und
Lehrer am Conservatorio Santa Maria di
Loreto als bedeutender Vertreter der frühen
Neapolitanischen Schule um Alessandro
Scarlatti.
Eine gute Ausstellung vermittelt immer
auch etwas vom kulturellen Umfeld des
Künstlers, etwa von den anderen bildenden
Künsten, der Literatur – oder der Musik
seiner Zeit. Letztere in ein Ausstellungskonzept zu integrieren ist allerdings eher
aufwändig. Im Zusammenhang mit einer
Vélazquez-Ausstellung im Pariser Grand
Palais hat RICERCAR eine CD mit Aufnahmen aus seinem Katalog zusammengestellt, die einen akustischen Eindruck
von der Musik geben, die der Maler an
den Höfen von Philipp III. und Philipp
IV. gehört haben könnte. Velázquez wäre
damit Ohrenzeuge des Stilwandels von der
flämischen polyphonen Tradition hin zum
Einfluss volkstümlicher Elemente und moderner italienischer Stilelemente.
GEORG PHILIPP TELEMANN
GAETANO VENEZIANO
VELÁZQUEZ UND DIE MUSIK SEINER ZEIT
Concerti TWV 54:F1/52:F1/42:F14 & Suite TWV 55:F3
In officio defunctorum – Nokturnen für die Verstorbenen
Werke von Romero, Cabezón, Zamponi u.a
Schurig/Concerto Stella Matutina
Högström/Mineccia/Friggi/Ensemble Odyssee/+
Clematis/Cappella Mediterranea/Tubéry/La Fenice/+
PAN CLASSICS
RICERCAR
FRA BERNARDO
FB 1503997
CD (T01)
4260307439972
2014
4 260307 439972
PC 10319
CD (T01)
7619990103191
2014
7 619990 103191
RIC 358
CD (T01)
5400439003583
2014
5 400439 003583
5
6
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
HERAUSRAGEND
Über die Ausbildung von Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) ist
nur wenig bekannt. Scheinbar ohne Vergangenheit rückt er erst etwa
von seinem 44. Lebensjahr an als eine Art Vaterfigur für zahllose Schüler ins Bewusstsein der Historiker. Auch wenn der Ruhm Sweelincks für
die Zeitgenossen im Wesentlichen auf seinem ausgeprägten Talent als
kunstvoller Improvisator basierte, so reichen die erhaltenen Kompositionen für Tasteninstrumente mehr als nur aus, ihn auch als herausragenden Protagonisten der Musikgeschichte zu würdigen. Die Einflüsse, die
der Komponist in diesen Werken verarbeitete, sind äußerst vielfältig:
Liedgebundene Variationszyklen verweisen etwa auf die englischen Virginalisten, freie Formen – wie etwa die kontrapunktischen Fantasien,
Ricercari oder die improvisatorischen Toccaten – lehnt Sweelinck dagegen gern an südeuropäische Vorbilder aus Italien oder Spanien an. Auf
dieser Grundlage entwickelt er schließlich eine sehr persönliche kompositorische Handschrift, die ihrerseits allmählich selbst zum Prototyp
beispielsweise protestantischer Choralbearbeitungen avanciert. In der
interpretatorisch wie aufnahmetechnisch exzellenten Gesamteinspielung von Leon Berben (u.a. auf den historischen Orgeln in Tangermünde, Oosthuizen und Lüttich) wird dies mehr als nur deutlich.
JAN PIETERSZOON SWEELINCK
Die Werke für Tasteninstrumente
Leon Berben, Orgel/Cembalo
AEOLUS
6 CD (Z350)
AE 11021
4026798110215
2009-2011
4 026798 110215
KULTURAUSTAUSCH
DIE FÜNFTE SAITE
QUERSCHNITT
Der gesungene Psalm lässt sich weder aus
der jüdischen noch aus der christlichen Liturgie wegdenken. Ob Lob-, Klage-, Dankoder Bußpsalmen, der Gläubige findet
Texte für jede Gefühlslage. Der Deutsche
Kammerchor stellt hier Psalmvertonungen
des 19. und 20. Jahrhunderts aus christlichen und jüdischen Traditionen vor. Psalmen etwa von Rheinberger werden hebräische und deutsche Vertonungen von Louis
Lewandowski oder Alfred Rose gegenübergestellt, die für die jüdischen Synagogen in
Hannover und Berlin geschrieben wurden.
Alle Werke dieser Produktion zeigen starke gegenseitige kulturelle Einflüsse auf und
machen diese CD zu einer Botschafterin
der christlich-jüdischen Kulturbegegnung.
Das fünfsaitige Violoncello ist für viele Musikliebhaber eher ein exotisches Instrument,
das als Cousin des Standardcellos allenfalls in
einigen Obligato-Partien von Bach-Kantaten
oder bei der Ausführung der sechsten Cellosuite BWV 1012 anzutreffen ist – vorausgesetzt, die Interpreten nehmen es so genau wie
Elinor Frey und Lorenzo Ghielmi. Diese
haben ein aufschlussreiches Programm mit
Werken von Abel, J.Chr.Fr. Bach, Benda u.a.
zusammengestellt, das zeigt, dass der Gebrauch des Instruments im 18. Jahrhundert
gar nicht so selten war und einen Zugewinn
für die Wirkung der Stücke mit sich brachte.
Wieso eigentlich glaubten die Musiker und
Komponisten, auf die fünfte Saite verzichten
zu können/müssen…?
Einerseits hat der Ehrenmord an seiner
Frau und deren Liebhaber den unvoreingenommenen Blick auf das Werk von Don
Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613)
verstellt, andererseits hat ihn die Tat so bekannt gemacht, dass seine Musik nicht nur
kleinen Zirkeln von spezialisierten Musikwissenschaftlern ein Begriff wurde. Seine
Madrigale gehören zu den Gipfelwerken
der italienischen Madrigalkunst und besonders des musikalischen Manierismus. Sechs
Bücher veröffentlichte Gesualdo zwischen
1594 und 1611, von denen die beiden
letzten wegen ihrer modern anmutenden,
kompromisslosen Expressivität besonders
faszinieren. La Dolce Maniera bietet hier
einen repräsentativen Querschnitt durch
die sechs Madrigalbücher.
PSALMUS –
PSALMEN IM CHRISTLICH-JÜDISCHEN DIALOG
Werke von Lewandowski, Mendelssohn, Rose u.a.
Alber/Deutscher Kammerchor
BERLINER SONATEN
DON CARLO GESUALDO DA VENOSA
Werke für fünfsaitiges Violoncello von Abel, Benda,
Dolcissimo Veleno
Kirnberger u.a.
Madrigale aus den Büchern 1-6
CHRISTOPHORUS
PASSACAILLE
CHR 77396
CD (T01)
4010072773968
2014
4 010072 773968
Frey/Ghielmi/Vanscheeuwijck
PAS 1006
Gaggero/La Dolce Maniera
CD (T01)
5425004140067
2014
5 425004 140067
STRADIVARIUS
STR 37010
CD (T01)
8011570370105
2014
8 011570 370105
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
STURMWARNUNG!
STILWANDEL
Für ihr Solo-CD-Debüt mit dem bildhaften Titel ,Tempesta‘ hat
Blandine Staskiewicz, die auf der ruhigen, gelegentlich aber auch
sturmumtosten Insel Belle-Île-en-Mer vor der bretonischen Küste
aufgewachsen ist, „stürmische“ Barockopernarien ‒ hauptsächlich
von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel ‒ ausgewählt,
die das Publikum mit ihrer Virtuosität immer wieder begeistern.
Die französische Mezzosopranistin beherrscht die Darstellung
der Abgründe und
Höhenflüge
der
menschlichen Seele
in diesen Stücken
meisterhaft. Mitreißend begleitet
wird sie auf dieser
turbulenten
Sturmfahrt
von
Les Ambassadeurs
unter der musikalischen Leitung von
Alexis Kossenko.
Heute kaum bekannt, wurde Giovanni Paolo Cima (1570-1626)
zu Lebzeiten in einem Atemzug mit Monteverdi und Merula genannt und war maßgeblich am Stilwandel zwischen Renaissance
und Frühbarock beteiligt. Aus seinen Concerti Ecclesiastici haben
Daniela Dolci und Musica Fiorita eine „Marienvesper“ zusammengestellt, angelehnt an die berühmte Vespro della Beata Vergine
des Zeitgenossen Monteverdi, die ebenfalls im Jahr 1610 erschien.
Cimas Musik zeigt,
dass die „Seconda
prattica“ nicht allein eine Erfindung
Monteverdis
ist,
sondern eine Zeitströmung darstellt,
in der die Cimaschen
Concerti
dem Vergleich mit
dem
berühmten
Kollegen ohne weiteres standhalten.
TEMPESTA
Arien von Händel, Vivaldi, Porpora u.a.
Staskiewicz/Kossenko/Les Ambassadeurs
GLOSSA
CD (T01)
GCD 923503
8424562235038
GIOVANNI PAOLO CIMA
Vespro della Beata Virgine
Dolci/Musica Fiorita
2014
PAN CLASSICS
PC 10316
8 424562 235038
CD (T01)
7619990103160
2012
7 619990 103160
GÖTTLICHES LICHT
AUS DEM SCHATTEN
DURCHDACHT
Obwohl Hildegard von Bingen (10981179) nie eine musikalische Ausbildung
erhielt, hinterließ sie mehr als 77 faszinierende Vokalkompositionen: Antiphonen,
Sequenzen, Responsorien und Hymnen.
Auffallend an ihren Werken ist der große
Tonumfang von zwei Oktaven und die reiche Melismatik. Das ensemble für frühe
musik augsburg stellt hier eine Auswahl
ihrer Psalmen und Antiphone vor.
Allzu lange stand die Musik von Franz Vincenz Krommer (1759-1831) im Schatten seiner Zeitgenossen Haydn, Mozart und Beethoven. Doch wird sie nun wieder vermehrt
wahrgenommen und einer Neubewertung
unterzogen. Die CD vereint zwei besonders
gelungene Werke Krommers: das spritzige
Konzert für zwei Klarinetten Op.35 und die
apart besetzte Sinfonia concertante Op. 80 für
Flöte, Klarinette und Violine.
Georg Philipp Telemanns 1733 erschienene Musique de Table enthält keine bloßen
„Bratensinfonien“, sondern ist ein wohl
durchdachtes Plädoyer für den breit gefächerten Musikgeschmack. Paul Dombrecht und sein Ensemble Il Fondamento
präsentieren den kompletten dritten Teil
der Sammlung, der auf einer CD alle wichtigen Gattungen der barocken Orchesterund Kammermusik vereint.
HILDEGARD VON BINGEN
FRANZ VINCENZ KROMMER: Konzert für zwei Klarinetten Op.35
GEORG PHILIPP TELEMANN
Göttliches Licht – Antiphone & Psalmen
Sinfonia concertante Op.80
Musique de Table – Teil III
ensemble für frühe musik augsburg
Buxtorf/Petraglio/Rapin/Cernohorsky/Hrusa/
Dombrecht/Il Fondamento
Budweis Philharmonic Orchestra
CHRISTOPHORUS
CHE0 1982
CD (D01)
4010072019820
1997
4 010072 019820
CHRISTOPHORUS
CHE 01992
CD (D01)
4010072019929
2004
4 010072 019929
CHRISTOPHORUS
CHE 02002
CD (D01)
4010072020024
2000
4 010072 020024
7
8
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
AUS DER WUNDERKAMMER
Aus der reich bestückten musikalischen Kunst- und Wunderkammer der note-1-music-Labels
werden diesen Monat sechs weitere Aufnahmen als „Kabinettstückchen“ in der Erfolgsserie
GLOSSAcabinet wiederveröffentlicht, darunter musikalische Perlen wie die sechs Triosonaten
von Jan Dismas Zelenka mit Marcel Ponseele und Paul Dombrecht oder Beethovens Neunte
mit Frans Brüggen und dem Orchestra of the 18th Century.
SILVIUS LEOPOLD WEISS
JAN DISMAS ZELENKA
PEDRO DE ESCOBAR
Suiten für Laute
Sechs Triosonaten ZWV 181
Missa in Granada
Konrad Junghänel, Barocklaute
Dombrecht/Ponseele/Ebbinge/Bond/+
Vellard/Ensemble Cantus Figuratus
GLOSSA Cabinet
GCD C80013
CD (Z580)
8424562800137
1995
8 424562 800137
GLOSSA Cabinet
2 CD (Z870)
GCD C80014 8424562800144
1982/1988
8 424562 800144
GLOSSA Cabinet
GCD C80015
8424562800151
MUSIK ZUR ZEIT VON VELÁZQUEZ
LUDWIG VAN BEETHOVEN
GIUSEPPE SAMMARTINI
Werke von Sanz, Hidalgo, Marin u.a.
Sinfonie Nr.9
Orgelkonzerte Op.9
Moreno/Ensemble La Romanesca
Brüggen/Orchestra of the Eighteenth Century/+
Bonizzoni/La Risonanza
GLOSSA Cabinet
GLOSSA Cabinet
GLOSSA Cabinet
GCD C80201
CD (Z580)
8424562802018
1993
8 424562 802018
GCD C81120
CD (Z580)
8424562811201
2012
8 424562 811201
CD (Z580)
8 424562 800151
CD (Z580)
GCD C81505 8424562815056
2003
2002
8 424562 815056
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
9
EXPRESSIVE HAUPTWERKE
Angesichts der Tatsache, dass Sergei Prokofieff und Dmitri Schostakowitsch sehr unterschiedliche Charaktere waren, ist es wohl eher auf
Geographie und Chronologie als auf eine tiefere musikalische Verbindung zurückzuführen, dass die beiden Komponisten in musikhistorischen Büchern nicht selten zusammen genannt werden. Dennoch lassen sich im jeweiligen musikalischen Ausdruck gewisse Ähnlichkeiten
festmachen, wie die beiden hier gegenübergestellten Konzerte zeigen,
die man als geradezu leidenschaftliche anti-romantische Werke betrachten könnte. Im Gegensatz zu seinem im 19. Jahrhundert entstandenen
Image als lyrisches und poetisches Instrument tritt das Violoncello hier
eher als Krieger in einer sinistren neuen Welt voller vielfältiger Bedrohungen und Widrigkeiten auf. Was die Aufnahme zusätzlich interessant
macht ist, dass sich Steven Isserlis für das Cellokonzert Op.58 von
Sergei Prokofieff entschieden hat, das lange nur in der stark überarbeiteten Fassung als Symphonisches Konzert Op.125 bekannt war. Dieses
entstand in Zusammenarbeit mit Mstislav Rostropowitsch, für den
auch Schostakowitsch seine beiden Cellokonzerte schrieb. Paavo Järvi und das bestens disponierte hr-Sinfonieorchester Frankfurt bilden
hier den idealen Hintergrund für die leidenschaftliche Virtuosität von
Isserlis.
SERGEI PROKOFIEFF: CELLOKONZERT OP.58
Dmitri Schostakowitsch: Cellokonzert Nr.1 Op.107
Isserlis/Järvi/hr-Sinfonieorchester Frankfurt
HYPERION
CDA 68037
CD (T01)
2014
034571280370
0
34571 28037
0
EUROPÄISCHE GRÖSSE
LABORATORIUM »LIED«
2 x STABAT MATER
Diese CD ist die dritte Veröffentlichung aus
Martin Roscoes Gesamteinspielung der
Klavierwerke von Ernő Dohnányi (18771960). Stellte die erste Folge (CDA 67871)
Werke aus Dohnányis gesamter Schaffenszeit vor, so konzentrierte sich Volume 2
(CDA 67932) auf das Frühwerk, als sich
Dohnányi seinen Platz unter den großen
Komponisten-Pianisten erst noch schaffen
musste. Die dritte Folge enthält nun Stücke
aus der Periode, als sich sein Ansehen unter
den besten Musikern seiner Generation mit
Professuren an zwei der namhaftesten europäischen Konservatorien festigte. Roscoes
Projekt rückt eine anerkannte, aber doch
zu wenig beachtete Größe der europäischen
Musiklandschaft wieder ins Bewusstsein.
Die dritte Folge der Gesamteinspielung des
Lisztschen Liedœuvres umfasst ca. fünfzig
Jahre und reicht von enigmatischen Miniaturen bis zu Formen, die die Grenzen des
Liedes nahezu sprengen. Sie zeigt auch die
literarische Bandbreite des Kosmopoliten mit
Gedichten in italienischer, deutscher, französischer und englischer Sprache sowohl von
Amateur-Poeten als auch von Meistern der
Dichtkunst. Liszt erweist sich hier zudem als
routinierter Bearbeiter seiner Werke. Lieder
dienten ihm nach der Jahrhundertmitte häufig als Laboratorium für Experimente mit der
„Zukunftsmusik“: Hier ersann er neue Möglichkeiten für die Gestaltung von Harmonik
und Tonalität und schaute musikalisch zum
Teil weit voraus.
Nach Pergolesi ein weiteres Stabat Mater
zu komponieren war im 18. Jahrhundert
fast genauso schwer wie später nach Beethoven eine Klaviersonate. Doch ließ sich
Luigi Boccherini davon nicht beirren. In
der Urfassung von 1781 für Sopran und
Streichquintett berührt seine Vertonung
besonders durch ihre kammermusikalische Innigkeit. Knapp zwanzig Jahre später
nahm sich Boccherini das Werk wieder vor
und richtete es für eine größere Besetzung
ein. Robert King entschied sich 1999 bei
seiner Einspielung für diese späte Fassung.
Als reizvolle Ergänzung erklingt das kaum
bekannte, aber seinerzeit sehr beliebte
Schwesterwerk des spanisch-italienischen
Komponisten Emanuele d’Astorga.
ERNŐ DOHNÁNYI: Klavierwerke Vol.3
Ruralia hungarica Op.32a/Drei Stücke Op.23/
Variationen Op.29/+
Martin Roscoe, Klavier
FRANZ LISZT
LUIGI BOCCHERINI: STABAT MATER OP.61
Lieder Vol.3
Emanuele d’Astorga: Stabat Mater
Gerald Finley, Bassbariton
Gritton/Fox/Agnew/King/The King’s Consort
HYPERION
HYPERION
CDA 68033
CD (T01)
034571280332
Julius Drake, Klavier
2014
0
34571 28033
2
CDA 67956
CD (T01)
034571179568
0
2014
34571 17956
HYPERION
8
CDH 55287
CD (F01)
034571152875
1999
0
34571 15287
5
10
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
ELGAR-EXEGET
BEMERKENSWERT
KAMMERMUSIK-GLÜCK
Mittlerweile hat es sich auch international
herumgesprochen, dass Vasily Petrenko
einer der führenden Elgar-Exegeten unserer Zeit ist. Nach erfolgreichen Konzerten
rund um den Globus bannt man nunmehr
die herausragenden Interpretationen für
ONYX auf Tonträger. Den Anfang machen
die großartige erste Sinfonie und die spritzige Cockaigne-Overture Op.40, die exemplarisch für den sinfonischen Elgar stehen.
Nach seiner erfolgreichen Premiere im
Londoner Barbican Centre erlebte das
bemerkenswerte Cellokonzert von Nico
Muhly (*1981) im Jahr 2013 seine amerikanische Erstaufführung mit Zuill Bailey
und dem Indianapolis Symphony Orchestra unter Jun Märkl. Die vorliegende
CD dokumentiert die Amerika-Premiere
und gibt mit zwei Kompositionen von
Ernest Bloch (1880-1959) zwei besonders
attraktive Beiwerke.
Der junge Cellist Jonas Palm ist Gewinner
des Deutschen Musikwettbewerbs 2013.
Man versteht, warum er Publikum und Jury
so beeindruckte: Mit großem Ton spielt er
die Sonaten von Beethoven und Mendelssohn, klangsuchende Miniaturen von Dutilleux und Pohádka von Janáček. Palm und
sein Pianist Philipp Heiß spielen sich die
Bälle zu, ergänzen sich, verschmelzen zu einer Einheit: intimes Kammermusik-Glück.
EDWARD ELGAR
NICO MUHLY: Cellokonzert (2012)
JONAS PALM, CELLO – REZITAL
Sinfonie Nr.1 Op.55/Cockaigne-Overture Op.40
ERNEST BLOCH: Schelomo/Three Jewish Poems
Werke von Mendelssohn, Dutilleux, Beethoven u.a.
Petrenko/Royal Liverpool Philharmonic Orchestra
Bailey/Märkl/Indianapolis Symphony Orchestra
Jonas Palm, Violoncello
ONYX
STEINWAY & SONS
Philipp Heiß, Klavier
CD (T01)
ONYX 4145 880040414520
8
2014
80040 41452
0
LEBENDE LEGENDE
STNS 30049
CD (T01)
034062300495
2013
0
34062 30049
GENUIN
5
APARTE
KLANGMISCHUNGEN
GEN 15341
CD (T01)
4260036253412
2014
4 260036 253412
TONGEBILDE
Eine CD mit Musik des 21. Jahrhunderts,
die den Hörer von den ersten, zarten Tongebilden an in ihren Bann schlägt: Dazu trägt
auch die Starbesetzung um Mike Svoboda,
Daniel Behle und Marcus Weiss bei, die sich
für das Projekt mit Werken von Balz Trümpy
zusammengefunden hat. Die CD, die mit
Weltersteinspielungen aufwartet, präsentiert
Kammermusik des international mehrfach
ausgezeichneten Komponisten.
Howard Blake ist eine lebende Legende.
Von ihm stammen Soundtracks wie der zu
Mit Schirm, Charme und Melone oder der
mit dem Academy Award nominierte zu
Der Schneemann. Cellist Benedict Kloeckner verschmilzt geradezu mit dem Grandseigneur zu einer Einheit: Die Vielfalt des
Blakeschen Œuvres, seine rhythmischen
Finessen und sein Witz leuchten in tausend
Farben. Für Kammermusik- und Filmmusik-Fans ein Muss!
Mit langem Atem und großen Bögen
spielt der Cellist Georgiy Lomakov, beseelt schwebt der Ton der Flötistin Atsuko
Koga darüber. Beide sind Preisträger renommierter Wettbewerbe. Zu den aparten
Klangmischungen der Duos von Mozart,
Bach und Bozza gesellen sich Solostücke
für die beiden Instrumente. Die Werke für
Flöte solo von Fuminori Tanada und Rika
Suzuki sind Atsuko Koga gewidmet.
HOWARD BLAKE
DUOS FÜR FLÖTE UND VIOLONCELLO
BALZ TRÜMPY
Diversions – Werke für Cello & Klavier
von Mozart, Suzuki, Bach, Hindemith u.a.
Canti Elegiaci/An Florestan & Eusebius/Lieder der Ferne
Benedict Kloeckner, Violoncello
Atsuko Koga, Flöte
Voellmy/Behle/Svoboda/Bovino/Weiss+
Howard Blake, Klavier
Georgiy Lomakov, Violoncello
GENUIN
GEN 15346
CD (T01)
4260036253467
2014
4 260036 253467
GENUIN
GEN 15348
CD (T01)
4260036253481
2014
4 260036 253481
GENUIN
GEN 15546
CD (M01)
4260036255461
2014
4 260036 255461
11
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
VISIONÄR
GROSSER SINFONIKER
Lange wurde die ungewöhnliche Musik von Charles Ives (1874-1954)
ignoriert, dabei war er ein echter Visionär der Klassischen Moderne,
denn er experimentierte mit Techniken bereits jahrelang, bevor sie gebräuchlicher Teil der Avantgarde-Musik wurden (z.B. mit der Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Tempi, Bitonalität, Vierteltönen, Raummusik
u.a.). Sir Andrew Davis und das Melbourne Symphony Orchestra
ehren den amerikanischen Komponisten mit einer neuen
CHANDOS-Reihe, die Aufnahmen
seiner Orchesterwerke vorstellt. Den
Anfang
machen
seine beiden ersten
Sinfonien, die noch
weitgehend spätromantische Züge
aufweisen.
William Waltons Cellokonzert war ein Auftragswerk für den legendären Jahrhundertcellisten Gregor Piatigorsky und avancierte schnell
zu einem der bedeutendsten Gattungsbeiträge aus dem 20. Jahrhundert. Hier spielt es der renommierte britische Cellist Paul Watkins,
der seit der Saison 2012/13 auch Cellist des weltbekannten Emerson
String Quartet ist. Etwa zeitgleich mit dem Cellokonzert entstand
die zweite Sinfonie
Waltons, die seinen
Ruf als großer britischer Sinfoniker
festigte. Wieder einmal erweisen sich
Edward Gardner
und das BBC Symphony Orchestra
als überzeugende
Anwälte der Musik des englischen
Komponisten.
CHARLES IVES
Sinfonien Nr.1 & 2
Davis/Melbourne Symphony Orchestra
CHANDOS
CHSA 5152
WILLIAM WALTON
Sinfonie Nr.2/Cellokonzert/+
Watkins/Gardner/BBC Symphony Orchestra
SACD hybrid (U01)
095115515228
2014
0
CHANDOS
95115 51522
CHSA 5153
8
SACD hybrid (U01)
095115515327
0
2014
95115 51532
7
ZUM GEBURTSTAG
LEBENDIGE TRADITION
KLASSIKER
Vor hundert Jahren, am 10. März 1915,
erlebte eines der bedeutendsten geistlichen
Chorwerke der russischen Musik seine
Uraufführung: Sergei Rachmaninoffs Das
große Abend- & Morgenlob Op.37. CHANDOS begeht den „Geburtstag“ des Werks
mit einer fulminanten Aufnahme, die unter
der Leitung von Charles Bruffy mit dem
Phoenix Chorale und dem Kansas City
Chorale zwei amerikanische Spitzenchöre
vereint.
England kann nicht nur stolz auf seine
Chortradition sein, sondern auch eine
ebenso lebendige wie hochkarätige Blasorchestertradition vorweisen. Diese wird
u.a. in den oft exzellenten Militärkapellen
gepflegt, wobei die Central Band of the
Royal Air Force eine absolute Spitzenstellung einnimmt. Das Ensemble stellt hier
einige Klassiker der britischen Blasorchestermusik von Holst bis Langford vor.
Längst hat sich das Doric String Quartet
als eines der besten jungen Streichquartette etabliert. Die vier Briten erkunden auf
ihrer jüngsten CD die tschechische Musik
für Streichquartett der 1920er Jahre. Neben den beiden Klassikern von Janáček verdient besonders das dritte Streichquartett
von Bohuslav Martinů Aufmerksamkeit,
das sich dank der Interpreten hier als echte
Repertoirebereicherung erweist.
SERGEI RACHMANINOFF
BRITISH CLASSICS
LEOŠ JANÁČEK: Streichquartette Nr.1 & 2
Das große Abend- & Morgenlob Op.37
Werke für Blasorchester von Holst, Vaughan Williams,
BOHUSLAV MARTINŮ: Streichquartett Nr. 3
Bruffy/Phoenix Chorale/Kansas City Chorale
Grainger u.a.
Doric String Quartet
Stubbs/The Central Band of the Royal Air Force
CHANDOS
CHSA 5148
SACD hybrid (U01)
095115514825
0
2014
95115 51482
CHANDOS
5
CD (T01)
2014
CHAN 10847 095115184721
CHANDOS
0
95115 18472
1
CHAN 10848
CD (T01)
095115184820
2014
0
95115 18482
0
12
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
VORREITER
VIRTUOS
PLÄDOYER FÜR DIE FLÖTE
Paweł Szymański (*1954) und Paweł Mykietyn (*1971) sind bislang nicht so bekannt
wie etwa Lutosławski, Penderecki oder Górecki. Hingegen gelten sie in ihrem Heimatland schon seit langem als Vorreiter einer
neuen Richtung in der polnischen Musik.
Ihr Repertoire umfasst u.a. Kammer-, Orchester-, Vokal-, Opern- und Filmmusik.
Das Royal String Quartet stellt hier Werke der beiden für Streichquartett vor.
Nicht nur Kenner beklagen mitunter,
dass man von den insgesamt fünf Klavierkonzerten Prokofieffs dem dritten viel
zu häufig und dem zweiten viel zu selten
begegnet. Die 1995 entstandenen Aufnahmen mit Nikolai Demidenko und dem
London Philharmonic Orchestra unter
Alexander Lazarev strotzen nur so vor
Kraft und jugendlicher Lust an der Virtuosität – sowohl seitens des Solisten als auch
des Komponisten.
Friedrich Kuhlau ist der bedeutendste
Komponist von Flötenmusik im frühen
19. Jahrhundert. Bekannt ist er vor allem
durch seine Duette und Trios, während die
nicht minder reizvollen Werke für Soloflöte bislang nur wenig Beachtung fanden. Zu
Unrecht, wie diese Aufnahme mit dem italienischen Flötisten Stefano Parrino zeigt.
Virtuose Salonmusik auf hohem Niveau,
die nicht nur Flötisten begeistern wird.
PAWEŁ SZYMAŃSKI: Stücke für Streichquartett
SERGEI PROKOFIEFF
FRIEDRICH KUHLAU
Paweł Mykietyn: Streichquartett Nr.2
Klavierkonzerte Nr.2 & 3
Werke für Flöte
Royal String Quartet
Demidenko/Lazarev/London Philharmonic Orchestra
Stefano Parrino, Flöte
HYPERION
STRADIVARIUS
HYPERION
CDA 68085
CD (T01)
034571280851
0
2014
34571 28085
SYMPHONISCHE
DRAMATIK
1
CDH 55440
CD (F01)
034571154404
2014
0
34571 15440
4
STR 37007
CD (T01)
8011570370075
2014
8 011570 370075
ZUM KIRCHENJAHR
INTIME STIMMUNGEN
Nach geistlicher Musik für den Zeitraum
von Advent bis Mariä Lichtmess erkundet der exzellente Choir of Jesus College
Cambridge unter Mark Williams auf seiner jüngsten CD das Repertoire der geistlichen Chormusik von der Fastenzeit bis
Trinitatis und schließt damit seinen Zyklus
mit Musik zum Kirchenjahr ab. Zu hören
sind Werke von der Renaissance bis zum
21. Jahrhundert von Tallis bis MacMillan.
So sehr sich die drei Romantiker Schubert,
Chopin und Brahms voneinander unterscheiden mögen, so sehr gibt es angesichts des nahen Lebensendes verwandte Züge wie Licht,
Schatteneffekte, Nachdenklichkeit und Spiritualität zu entdecken. Maria Gabrys spürt
hier auf einem historischen Blüthner-Flügel
von 1874 den persönlichen Aussagen und den
sehr intimen Stimmungen der letzten Klavierwerke nach.
JOHANN RUFINATSCHA
OUT OF DARKNESS –
SPÄTE KLAVIERWERKE
Symphonie Nr.3 c-Moll/Drei Konzertarien
MUSIK VON DER FASTENZEIT BIS TRINITATIS
Werke von Schubert, Brahms & Chopin
Siessl/Orchester der Akademie St. Blasius
Werke von Tallis, Purcell, Langlais, Stainer u.a.
Maria Gabrys, Blüthner-Flügel 1874
Mit seiner dramatischen dritten Symphonie feierte der aus dem Südtiroler Vinschgau stammende Komponist Johann Rufinatscha 1846 in Wien den größten Erfolg
seiner Karriere. Die verloren gegangenen
Bläserstimmen wurden von dem Komponisten Michael F.P. Huber stilistisch einfühlsam ergänzt, was erstmals wieder eine
Aufführung ermöglicht. Zu hören sind
außerdem drei Konzertarien Rufinatschas.
Williams/Choir of Jesus College Cambridge
MUSIKMUSEUM
MMCD 13020
CD (T01)
9079700700085
2012
9 079700 700085
SIGNUM CLASSICS
SIGCD 409
CD (T01)
635212040928
2014
6
35212 04092
ARS PRODUKTION
8
ARS 38173
SACD hybrid (U01)
4260052381731
2014
4 260052 381731
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
MAUERBLÜMCHEN?
WEGBEREITER UND MÄZEN
Von allen größeren Bühnenwerken Purcells ist die 1695 entstandene Semi-Opera The Indian Queen wohl die am wenigsten bekannte.
Das auf einem Schauspiel des Dichters John Dryden basierende
Stück thematisiert den Konflikt zwischen Mexikanern und Peruanern. Die klassische Geschichte um Liebe und Krieg war eine
perfekte Quelle der Inspiration für den Musikdramatiker Purcell,
der hier eine vokale
und instrumentale Perle nach der
anderen aneinanderreiht. Die Aufnahme mit Harry
Christophers und
The Sixteen zeigt,
dass sich der Komponist auch in seinem letzten Bühnenwerk auf dem
Gipfel seiner Inspiration befand.
Auch wenn Henri IV. oder Louis XIV. als französische Könige heutzutage bekannter sind ‒ gerade mit François bzw. Franz I. beginnt
der endgültige Aufstieg des Landes zur europäischen Großmacht.
Auch war es dieser König, der die Grundlage zum Absolutismus
französischer Prägung legte, der
aber auch als Mäzen die Kunst
und Musik der Renaissance in
Frankreich zu einer veritablen
Hochblüte führte. Die vorliegende Produktion mit Denis
Raisin Dadre und seinem famosen Vokalensemble Doulce
Mémoire würdigt den Monarchen als bedeutenden Förderer
der Musik. Die zahlreichen Ersteinspielungen unterstreichen,
wie groß der Nachholbedarf
bei der Erkundung „seiner“
Musik immer noch ist.
HENRY PURCELL
The Indian Queen
Christophers/The Sixteen
FRANÇOIS I. – MUSIQUES D’UN RÈGNE/MUSIC OF A REIGN
Werke von Attaignant, Gervaise, Certon, De Sermisy u.a.
Raisin Dadre/Doulce Mémoire
CORO
COR 16129
CD (P01)
828021612923
2014
8
ZIG ZAG TERRITOIRES
28021 61292
ZZT 357
3
2 CD + Buch (Z200)
3760009293571
2014
3 760009 293571
WIDORS INSTRUMENT
DOPPELTE VIRTUOSITÄT
WIENER KLAVIERIDEAL
Charles-Marie Widor lotet in seinen Orgelsinfonien virtuos die orchestralen Möglichkeiten der Orgel aus und löst sie von
ihrer rein liturgischen Funktion. Sie auf
einem Instrument von Cavaillé-Coll zu
hören, ist immer ein besonderes Erlebnis.
Martin Bambauer spielt sogar auf der
Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Sulpice in
Paris, auf der Widor als Titularorganist 64
Jahre lang selbst gespielt hat.
Chopin, Mendelssohn, Liszt, Moscheles
und Hiller: Wann immer diese bedeutenden Komponisten-Pianisten in der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts aufeinander
trafen, wurde auch an zwei Tasteninstrumenten miteinander musiziert. An zwei
historischen Hammerflügeln entzünden
Riko Fukuda und Tobias Koch mit mitreißender Spielfreude ein pianistisches Feuerwerk, das diese Epoche wieder lebendig
werden lässt.
Bei seinem ersten Wiener Aufenthalt 1829
lernte Mendelssohn den berühmten Klavierbauer Conrad Graf und seine Instrumente schätzen, die er fortan mit Begeisterung spielte. Der für die Aufnahme der
Lieder ohne Worte und weiterer Klavierwerke Mendelssohns verwendete GrafFlügel von 1835 aus der Sammlung des
Innsbrucker Ferdinandeums vermittelt uns
eindrucksvoll das „Wiener Klavierideal“
Mendelssohns.
CHARLES-MARIE WIDOR
GRAND DUO: Werke für zwei Klaviere von Chopin,
FELIX MENDELSSOHN
Orgelsinfonien Nr.1 & 2
Moscheles, Mendelssohn, Hiller & Liszt
Lieder ohne Worte/Rondo capriccioso/Variations sérieuses
Martin Bambauer, Cavaillé-Coll-Orgel,
Riko Fukuda &Tobias Koch an Conrad-Graf-Flügeln
Annette Seiler, Pianoforte von Conrad Graf
Saint-Sulpice (Paris)
(Wien 1830 & 1835)
AEOLUS
SACD hybrid (U01)
AE 10471
4026798104719
2008
4 026798 104719
ARS PRODUKTION
ARS 38530
CD (T01)
4260052385302
2013
4 260052 385302
MUSIKMUSEUM
MMCD 13021
2 CD (P02)
9079700700092
2014
9 079700 700092
13
14
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
LONDONER PREMIERE
BRUCKNER-ENTHUSIAST
Der gebürtige Wiener Dirigent Georg Tintner (1917-1999) war der
gefragteste Spezialist für das deutsch-österreichische Repertoire der
Romantik im Commonwealth. Mit missionarischem Eifer machte
er sich für die Musik Anton Bruckners stark, unter besonderer Berücksichtigung der Originalfassungen. 1970 entstand mit dem London Symphony Orchestra für die BBC eine Aufnahme der fünften
Sinfonie, die fast
hundert Jahre nach
der
Entstehung
des Werkes für
das Orchester eine
Premiere darstellte, denn nie zuvor
hatte das Orchester
die Originalfassung
gespielt. TESTAMENT präsentiert
hier die Tondokumentation dieser
Premiere.
Der Mahler-Schüler Frederick Charles Adler (1889-1959) war bekanntermaßen auch ein ausgewiesener Bruckner-Enthusiast. Genau
wie Hans Knappertsbusch zog Adler bei seinen Dirigaten die Erstausgaben den später erschienenen kritischen Editionen der Sinfonien
vor. MUSIC & ARTS legt hier die berühmten Aufnahmen aus Spa
sowie die Unicorn Studioaufnahmen mit den Wiener Symphonikern in einer preiswerten Box vor. Als
Extra gibt es für
den Sammler einen
Live-Rundfunkmitschnitt der sechsten
Sinfonie – selbstverständlich in der
Hynais-Edition von
1899. Die Aufnahmen wurden 2014
von Aaron Z. Snyder restauriert und
remastert.
F. CHARLES ADLER DIRIGIERT BRUCKNER
Messe Nr.1/Ouvertüre g-Moll/Sinfonien Nr. 1, 3, 6 & 9
Adler/Wiener Symphoniker/+
ANTON BRUCKNER
Sinfonie Nr.5
Tintner/London Symphony Orchestra
TESTAMENT
SBT 1502
CD (R01)
749677150228
MUSIC & ARTS
1970, mono, ADD
7
49677 15022
8
MACD 1283
5 CD (H05)
017685128325
1952-56
0
17685 12832
5
LONDONER GIPFELTREFFEN
DOHNÁNYI-DOKUMENTE
Auch wenn seit den 1950er Jahren der transatlantische Flugverkehr
stetig zugenommen hatte, so erregte noch 1963 der gemeinsame
Auftritt zweier bedeutender amerikanischer Künstler in Europa besonderes Aufsehen ‒ selbst in London. Es waren Eugene Ormandy
und Artur Rubinstein, die für diese Sensation sorgten. Zusammen
mit dem Philharmonia Orchestra gaben sich die beiden Legenden
in der Royal Festival Hall die Ehre.
Auf dem Konzertprogramm standen
Werke von Prokofieff, Beethoven
und Sibelius. Das
Londoner Publikum war enthusiasmiert, und wir
können nun dieses
begeisternde Konzertereignis
erstmals auf Tonträger
miterleben.
Erstmals auf Tonträger veröffentlicht TESTAMENT zwei Aufnahmen, die Ernő Dohnányi als Interpret eigener und fremder Werke
dokumentieren: einen Rundfunkmitschnitt der BBC mit Eigenkompositionen von 1956 und ein Rezital, das die studentische
Rundfunkgruppe 1959 an der Florida State University mitschnitt.
Auf dem Programm standen eigene Klavierwerke sowie Sonaten
von Beethoven und
Schubert. Kaum
zu glauben, dass
hier ein 82-jähriger
Interpret zu hören sein soll, und
so verwundert es
nicht, dass Dohnányis letzte Studioaufnahme im
Januar 1960, also
nur knapp einen
Monat vor seinem
Tod, stattfand.
ERNŐ DOHNÁNYI – KLAVIER-REZITAL
BBC 1956/Florida State University 1959
Werke von Dohnányi, Beethoven & Schubert
Ernő Dohnányi, Klavier
PROKOFIEFF: Sinfonie Nr.1
BEETHOVEN: Klavierkonzert Nr.5
SIBELIUS: Sinfonie Nr.2
Rubinstein/Ormandy/Philharmonia Orchestra
TESTAMENT
SBT 21503
2 CD (I02)
749677150327
ADD, mono, 1963
7
49677 15032
TESTAMENT
7
SBT 21505
2 CD (I02)
749677150525
ADD, mono, 1956/1959
7
49677 15052
5
15
NEUHEITEN NOTE 1 MUSIC MÄRZ 2015
DER ANDERE DUKE
GEBURTSTAGSPRÄSENT
Ein jeder kennt wohl Taking a Chance on Love, I Can’t Get Started
oder April in Paris von Vernon Duke (1903-1969). Kaum jemand
weiß allerdings, dass er in seiner Jugend in Kiew bei Reinhold Glière studierte und mit Sergei Prokofieff befreundet war. Der legendäre Songwriter komponierte unter seinem Geburtsnamen Vladimir Dukelsky zeitlebens auch klassische Werke, von denen einige
hier erstmals aufgenommen wurden.
Für seine „ernsten“ Kompositionen wählte Duke
hauptsächlich eine
an Prokofieff und
Schostakowitsch
angelehnte
Tonsprache. Angesichts
ihrer
Qualitäten
erstaunt das Desinteresse an dieser hörenswerten Musik.
In ihren Konzerten haben Peter Philips und seine famosen Tallis
Scholars die Musik von Arvo Pärt gern und mit großem Erfolg mit
ihrem Kernrepertoire der Renaissance kombiniert. Aus Anlass des
80. Geburtstags von Pärt ehren sie den Komponisten mit einer eigenen CD, die einige seiner bedeutendsten A-cappella-Chorwerke
vorstellt. Dabei hat sich Peter Philips für eine kleine Besetzung entschieden, nämlich
nur zwei Sänger
pro Stimme. Damit
wird eine Deutlichkeit im Klang und
eine Leichtigkeit in
der Struktur erzielt,
die seiner Ansicht
nach ebenso gut
zu Pärts Satz wie
zu dem eines Tallis
und eines Palestrina
passen.
VERNON DUKE
Violinkonzert/Hommage to Offenbach/Capriccio Méxicano/+
Darvarova/Dunn/ORF Radio-Symphonieorchester Wien
URLICHT
CD (R01)
UAV 5990
783583260404
ARVO PÄRT
Tintinnabuli – Chorwerke a cappella
Magnificat/Nunc dimittis/Triodion/I am the true vine/+
Philips/Tallis Scholars
2014
7
GIMELL
83583 26040
CDGIM 049
4
CD (T01)
755138104921
2014
7
55138 10492
1
BIS HEUTE
VIELSEITIG
ENERGIEGELADEN
Die Flöte ist eines der ältesten Musikinstrumente überhaupt und fast in allen Kulturen bekannt. Diese Einspielung orientiert sich an der gleichnamigen Ausgabe bei
der Edition Peters, bei der in vier Bänden
Originalliteratur zusammengefasst wurde.
Die Reihe bietet sowohl dem professionellen Flötisten als auch dem interessierten
Liebhaber einen Überblick über die Entwicklung der Sololiteratur bis heute.
Vor 800 Jahren wurde von König Johann
Ohneland die Magna Charta unterzeichnet, die Freiheiten des Adels und der Kirche gegenüber dem König verbriefte. Für
das Jubiläum gab man bei Nico Muhly
(*1981) ein Chorwerk in Auftrag, das 2014
uraufgeführt wurde. Ergänzt mit Werken
von Haydn, Parry, Tavener u.a. zeigt die
Aufnahme des Temple Church Choirs die
Vielseitigkeit des traditionsreichen Chores.
Im Zentrum der vorliegenden Produktion
mit Werken des britischen Komponisten
Oliver Davis (*1972) stehen das Konzert
für Violine und Streicher Flight sowie das
Doppelkonzert für Violine, Klavier und
Streicher Voyager. Mit seiner energiegeladenen Musik hat Davis sowohl das Theater- als auch ein breites Fernsehpublikum
begeistert. Eine Kombination, wie sie eben
nur in Großbritannien möglich ist…
DIE SOLOFLÖTE VOL.5: Moderne 1960 bis 2000
A KNIGHT’S PROGRESS
OLIVER DAVIS
Werke von Denissow, Yun, Tomasi, Holliger u.a.
Chorwerke von Muhly, Parry, Haydn, Tavener u.a.
Flight/Voyager/Skyward/Air Waltz/+
Mirjam Nastasi, Flöte
Sayer/The Temple Church Choir/Morris
Peacock/Bateman/London Symphony Orchestra
ARS PRODUKTION
ARS 38175
SACD hybrid (U01)
4260052381755
2014
4 260052 381755
SIGNUM CLASSICS
SIGCD 410
CD (T01)
635212041024
2014
6
35212 04102
SIGNUM CLASSICS CD (T01)
4
SIGCD 411
635212041123
2014
6
35212 04112
3
I M P O RT R ÄT
An dieser Stelle möchten wir Ihnen monatlich einen Künstler oder Komponisten aus dem Vertriebsprogramm von note 1 music
kurz vorstellen. Verbunden ist das Portrait mit einem ausgewählten Titel zu einem attraktiven Sonderpreis.
IN DER MÄNNERDOMÄNE –
DIE STARTROMPETERIN ALISON BALSOM
Lange hat es keinen Startrompeter
mehr in der Klassik gegeben, jetzt haben wir mit Alison Balsom sogar eine
Startrompeterin! Frauen an der Trompete waren bislang eine solche Seltenheit, dass manche(r) vermutete(n), die
Rechtschreibprogramme der Computer würden die weibliche Form von
Trompeter sofort als Schreibfehler
kennzeichnen. Es scheint sich in den
Jahren von Balsoms Karriere allerdings
einiges getan zu haben, denn das Rechtschreibprogramm des Autors
stößt sich nicht an der weiblichen Form. Die Britin kann mittlerweile auf eine beachtliche internationale Karriere zurückblicken, die von
3), drei Classic
Preisen wie dem Gramophone Artist of the Year (2013),
krönt wird. Sie
BRITs und ebenso vielen ECHO-Klassik-Awards gekrönt
herrschen könbeweist, dass Frauen alle Instrumente des Orchesters beherrschen
weibliche“ oder
nen, und es nur eine Frage der Einstellung ist, ob es „weibliche“
„männliche“ Instrumente gibt. Für Balsom bedeutete die Trompete
jedenfalls nach eigener Aussage
Liebe auf den ersten Blick, die sie
bereits als Kind befiel. Einer ihrer
Lehrer war der schwedische Virtuose Håkan Hardenberger, der ihr
vermittelte, sich als Musikerin zu
fühlen, deren Vehikel mehr oder
weniger ‚zufällig’ die Trompete ist,
mit dem sie sich ausdrückt, die
Musik zum Leben erweckt und
AlisonBalsom (© Maker)
mit dem Publikum kommuniziert. Balsom spielt sowohl moderne Instrumente als auch die ventillose Barocktrompete. Eine ihrer ersten Aufnahmen erschien 2003 bei
HYPERION. Zusammen mit dem renommierten Barocktrompeter
Crispian Steele
Perkins stellte sie hier virtuose Trompetenmusik ita
Steele-Perkins
italienischer Barockmeister vor. Neben bekannten Namen wie Vivaldi
und Torelli gibt es auch reizvolle Raritäten, unter anderem von Melani
und Cazzati, zu entdecken. Diese CD haben wir für Sie als unsere
Monatsempfehlung im März ausgewählt.
CD-EMPFEHLUNG
DES MONATS
Nur diesen Monat €9,99*
*UNVERBINDLICHE PREISEMPFEHLUNG INKL. MWST.
THE FAM’D ITALIAN MASTERS
Musik für Trompete und Streicher des italienischen Barock
Werke von Vivaldi, Torelli, Cazzati, Melani, Scarlatti u.a
Steele-Perkins/Balsom/The Parley of Instruments
HYPERION
CDA 67359
CD (Z580)
034571173597
2002
0
34571 17359
7
PRESSESTIMMEN:
„Faszinierend: Crispian Steele-Perkins und Alison Balsom spielen mit souveräner Virtuosität“
Daily Telegraph
„Steele-Perkins und Balsom spielen auf dieser Aufnahme so kraftvoll und sensibel wie man es sich nur wünschen kann.“
Early Music News
„Exemplarische Darbietungen. Diese CD ist nicht nur in Gänze ein extremer Hochgenuss, sondern beleuchtet auch eine der wichtigsten
Entwicklungen der Instrumentengeschichte.“
Goldberg
. Carl-Benz-Straße 1 . D-69115 Heidelberg . Tel: 06221/720226 . Fax: 06221/720381 . info@note1-music.com . www.note1-music.com
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TEXTE: B
TEXTE
Bernhard
h d Blattmann
Bl tt
| REDAKTION:
REDAKTION M
Manfred
f d Glaser
Gl
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LAYOUT Alice
Ali Männl
Mä l - www.maennl.de
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MARKETING SSandra
d Kohlheyer
K hlh
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PRESSE & REPERTOIRE: Bernhard Blattmann . blattmann@note1-music.com . Tel: 06221/720267 | ADMINISTRATION: Renate Sauer . sauer@note1-music.com . Tel: 06221/720226
GESCHÄFTSFÜHRUNG: Hanno Pfisterer . Sandra Kohlheyer . Michael Sawall
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