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Nr
ahrgang / 2 Euro
Nr.. 45 / 61. JJahrgang
Freitag, 07. November 2014
Nettetal: Beim Kürbisschnitzen
gab‘s keine Sprachprobleme. Seite 9
Brüggen: Brachter Depot soll
Naturschutzgebiet bleiben. Seite 14
Sport: TVL-Männer sind nicht zu stoppen.
Seite 19
Seit 50 Jahren reitet er als St. Martin
Ein kleiner St. Martinverein hält die Tradition lebendig
Die aktuelle rtv
Soccer@midnight geht
in die 26. Runde
Vorsitzender Hermann Meyer, Stute Shams und St. Martin Willi Wolters freuen sich auf die
Zeremonie. Foto: Birgit Eickenberg
VON BIRGIT EICKENBERG
Birth. Seit 50 Jahren in Folge sitzt er im November
hoch zu Ross und reitet als
St. Martin durch den Ort.
Der 69-jährige Willi Wolters
wird dieses Jahr das letzte
Mal die Bettlerszene am Feuer zelebrieren, danach tritt
seine Tochter Britta Schneiders (37) das Familienerbe
als erster weiblicher St.
Martin an.
St. Martin - dieses Fest gehört zum Niederrhein, speziell zum Grenzland. Jeder
kleine Ort, jedes Dorf hat
seinen eigenen Zug mit eigenen Ritualen. Bettler-Szene,
manchmal ein Feuerwerk,
Martinshexen und das Lied
„Loop, Müller, loop“, das so
gar nichts mit dem Sohn eines römischen Militärtribuns, der später Bischof von
Tours wurde, zu tun hat,
gehören dazu. Schulen und
Kindergärten veranstalten
häufig zusätzlich eigene
Züge.
Die Kinder lernen schon
im Kindergarten die Geschichte des Soldaten Martin, der vor dem Stadttor von
Amiens seinen Mantel mit
einem Bettler teilte und von
dannen ritt, ohne einen Dank
haben zu wollen.
In Birth steigt heute Abend
nach dem Zug Willi Wolters
zum letzten Mal vom Pferd.
„Ich habe das schon lange
angekündigt, irgendwann
muss es auch mal gut sein“,
sagt er.
„Er ist der beste St. Martin, den wir je hatten“, lobt
Hermann Meyer, der den
Vorsitz des St. Martinvereins an seinen Schwiegersohn Thomas Rütten ebenfalls dieses Jahr abtreten
wird. Vor Willi Wolters
mimte sein Vater Wilhelm
die Verkörperung des heiligen Martin von Tours. Eine
Zeit lang übernahm sein
Sohn Theo diese Aufgabe. „Er
zog aber nach Erkelenz und
so ist mein Vater wieder als
St. Martin geritten. Als meine Schwester damals im
November geheiratet hat,
konnte er ja nicht gleichzeitig auf dem Pferd sitzen und
meinte, ich solle dies nun
übernehmen“, erzählt Wolters.
Die ersten Jahre ritt er in
einem
Bischof-Kostüm.
„Doch so konnte ich ja keine
Bettler-Szene machen, also
haben wir dann ein Solda-
tenkostüm besorgt“, erinnert er sich. Auf die 18-jährige Araber-Stute Shams
kann sich Wolters verlassen. Ruhig und gelassen
zieht sie an der Spitze des
langen Zuges durch den Ort
zum Feuer. Rund 100 Kinder werden ihr und dem St.
Martin auch dieses Jahr wieder folgen. „Früher hatte ich
als aktiver Turnierreiter ein
eigenes Pferd. Jetzt leihe ich
mir das Pferd“, sagt Wolters mit einem Hauch von
Bedauern.
Früher war sowieso alles
anders. „Es wurde gesammelt, was die Leute so hatten. Äpfel, Nüsse, eventuell
war dann auch mal eine
Tafel Schokolade in der Tüte
für die Kinder. Damals gaben die Leute auch Mehl und
Rosinen. Das wurde dann
zu einem Bäcker gebracht,
der daraus die Weckmänner buk“, erinnert er sich.
Heute sind die Tüten groß,
teils aus Jute, teils aus Papier. Auch die Senioren über
75 Jahre bekommen eine
Tüte. Dieses Jahr werden
damit rund 80 Senioren beschenkt. Das geht nur durch
den Zusammenhalt im Ort.
Weiter auf S. 2
Lobberich. Am 14. November, um 15.30 Uhr, findet das 26. Soccer@Midnight
in der Sporthalle, Süchtelner Straße, statt.
Gespielt wird in zwei Altersklassen à zwölf Mannschaften: 12 bis 16 Jahre (ab
16 Uhr) und 17 bis 24 Jahre
(gegen 20 Uhr). Pro Team
kommen vier Feldspieler
zum Einsatz und ein Torwart sowie drei Ersatzspieler.
Erstmals stellt sich der
neue Integrationsrat der
Stadt Nettetal bei dieser Jugend fördernden Maßnahme der Jugend in Nettetal
vor. Die AIDS- und die
Suchtberatung
werden
ebenfalls anwesend sein.
Dazu gibt es einen kostenlosen Fahrdienst sowie eine
Cafeteria mit Verpflegung
zum Selbstkostenpreis. An-
meldungen bitte bei Oase
Breyell unter der Rufnummer 02153/71733 und
Streetwork Nettetal 0177/
8213197.
Stadtverwaltung
schult
Mitarbeiter
um
Städte & Weihnachstmärkte
Nettetal. Die Stadtverwaltung Nettetal stellt die
Bearbeitung der Grundbesitzabgaben ab 2015 auf ein
neues EDV-Verfahren um.
Weil die Mitarbeiter dafür
geschult werden müssen,
stehen die Ansprechpartner im Zentralbereich Steuern und Abgaben am Montag, 10. und Dienstag, 11.
November für Fragen rund
um die Abfallentsorgung,
Straßenreinigung
und
Grundsteuer nicht zur Verfügung.
Ab Mittwoch, 12. November ist der Bereich dann
wieder zu den gewohnten
Zeiten erreichbar (Montag
bis Donnerstag von 8.30 bis
12.30 Uhr und von 14 bis 16
Uhr sowie freitags von 8.30
bis 12 Uhr).
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Grenzland
Seite 2
Singt mit - oder schweigt!
Ich weiß jetzt schon, dass ich
mich am Abend des 11. November wieder fürchterlich ärgern
werde. Dann reitet bei uns in
Elmpt wieder St. Martin.
Das bringt mich jedes Jahr
auf die Palme. Leute, Ihr habt
fast alle Internet. Man kann
sich Liedtexte herunterladen,
ausdrucken und sie lernen.
Singt einfach aus vollem Halse mit und verschiebt die Unter-
NRW IST SCHÖN!
Foto der Woche
SIEBENGEBIRGSMUSEUM
IN KÖNIGSWINTER
Foto: Heike Ahlen
Mit im Zug: Zahlreiche Eltern - von denen viele, ich wage
diese Prognose, auch in diesem
Jahr die Mutter des Nachbarkindes seit hundert Jahren nicht
gesehen haben müssen und die
Gelegenheit im Zug nutzen werden, sich über die neuesten Neuigkeiten
auszutauschen.
Tratsch und Klatsch im Martinszug.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Damit das so bleibt, schützen wir seit über
25 Jahren, was wir lieben: unsere Heimat
NRW! Wir fördern den ehrenamtlichen
Einsatz für die Naturschönheiten und
Kulturschätze und helfen, damit Denkmäler restauriert, Museen eingerichtet
und Naturschutzgebiete dauerhaft
gesichert werden. Helfen auch Sie und
werden Sie Mitglied im Förderverein
der NRW-Stiftung!
haltung auf später. Und wenn
Ihr das nicht wollt, dann haltet
doch wenigstens den Mund,
damit man die Kinder singen
hören kann.
Die verstummen nämlich
auch irgendwann, wenn die
Eltern daneben in ihr Gespräch
vertieft sind.
Interessiert? www.nrw-stiftung.de
Denn sonst können wir das
mit dem Martinszug auch gleich
lassen - findet GN-Redakteurin
Heike Ahlen
Grenzland. An dieser Stelle präsentieren die Grenzland Nachrichten das „Foto der Woche“.
Jeder kann dabei mitmachen. Und so geht es: Ein querformatiges Bild mit einem schönen
Grenzland-Motiv aussuchen, es in einer Größe zwischen einem und zwei Megabyte an eine
Email anhängen, diese an info@grenzlandnachrichten.de schicken und kurz dazu schreiben,
wo das Bild aufgenommen wurde und warum dieses Bild für sie „typisch Grenzland“ ist. Es muss
sicher gestellt sein, dass Sie das Bild selbst gemacht haben und - falls Menschen darauf zu sehen
sind - diese mit einer möglichen Veröffentlichung einverstanden sind. Unter allen Bildern, die
jeweils bis Dienstag, 18 Uhr, eingesandt werden, wählt die Redaktion das „Foto der Woche“
aus und veröffentlicht es freitags an dieser Stelle mit Namensnennung. Das Foto dieser Woche
stammt von GN-Leser und Naturfotograf Horst Schüren aus Nettetal. Er entdeckte diese vier
Silberreiher auf einer Wiese nahe der Kovermühle an der K1. Insgesamt tummelten sich dort acht
Silber- und drei Gruareiher - aber sie wollten partout nicht alle auf ein Bild.
Fortsetzung der Titelseite
Seit 50 Jahren reitet
er als St. Martin
Die Menschen lieben es,
diese Tradition zu pflegen.
„Manche warten schon darauf, dass die Sammler vom
St. Martinverein klingeln
kommen und um Spenden
bitten“, so Wolters ein wenig stolz. „Wir haben eine
tolle Truppe. Auch das Tütenpacken klappt prima. Die
Männer bekommen einen
dreiviertel Liter Schnaps eingepackt, die Frauen erhalten
Kaffee.“
Der Zugweg des St. Martin ist fast immer noch der
derselbe, wie vor 50 Jahren:
Vom Wasserwerk über die
Hauptstraße hin zum Feuer
auf der Wiese des Landwirtes Willi Bolten, der den
Platz schon immer kostenlos zur Verfügung gestellt
hat. Ein großes Martinsfeuer ist der Stolz des kleinen
Vereins. „Bettler“ Neill
Webb sitzt dort und empfängt von St. Martin den
halben Mantel. „Früher sind
die Eltern noch mit den Kindern zum Holzschlagen losgezogen. Die Martinsfackeln
bestanden aus ausgehölten
Runkelrüben“, erzählt Wil-
li Wolters. Aber auch die
heutigen Fackeln der Kinder werden gewürdigt. Die
schönsten Fackeln des Wettbewerbs werden von den
Kindern bei der Tütenausgabe präsentiert. „Sie werden aufgerufen und zeigen
den Leuten dann stolz ihre
Fackeln.“ Dank der Sparkasse, der Volksbank, der Gaststätte aus dem Dorf und der
Bevölkerung ist es auch
möglich, Preise für die Schulen und Kinder für die Fakkeln auszugeben.
Wolters ist immer wieder
beeindruckt von der Atmosphäre in der Martinszeit.
„Wenn man dann die Kinder sieht, für die St. Martin
etwas ganz Besonderes ist,
die leuchtenden Augen bei
der Bettlerszene, die ehrfürchtigen Blicke auf das Feuer - das alles ist schon ein
Ereignis“, schwärmt er. „Die
Kinder von früher gehen jetzt
mit ihren eigenen Kindern
den Zug mit.“ Es wird gesungen und nach dem Zug
durch den Ort geht man zum
Hexen in die „Kneipe zur
Tenne“ - bei Herbert.
Service bei der Bahn nicht erwünscht?
Nicht nur Probleme mit Lokführern, sondern auch mit Tickets
Brüggen (bei). Es ist wie
bei Asterix und Obelix, die
einen Passagierschein benötigen, um eine Auskunft zu
bekommen. Es wird viel mitgeteilt, aber letztendlich ist
man nur noch verwirrter. In
der letzten Woche berichteten wir über die DB-Agentur
von Gabriele Seifert-Lieck,
der die Bundesbahn zum
Ende des letzten Jahres den
bestehenden Präsenz-Agentur-Vertrag kündigte. Dies
hatte die Auswirkung, dass
die gleiche Leistung bei deutlich geringerer Provision erbracht werden sollte und die
Leiterin des Tui-Reisebüros
in Brüggen letztendlich dieses Jahr kräftig „drauf gezahlt“ hat für ihren Service
am Kunden.
Die Einstufung zur Präsenz-Agentur müsse vom
VRR bestellt werden, so sagt
es die Bundesbahn. Der VRR
hat dies nach der Umstellung der Agentureinordnungen jedoch nicht gemacht
und die Bahn wird nichts
unternehmen, dies zu ändern. Dies teilte der Pressesprecher der DB Dirk Pohlmann mit und verwies an
den VRR. „Der VRR könnte
eine Präsenzagentur bestellen, wenn ihnen das wichtig
wäre, in Brüggen eine personengestützte Verkaufsagentur zu haben. Von unserer
Seite wird sich nichts ändern“, so Pohlmann. Schließlich hat die Bahn ja in Mön-
chengladbach, Viersen und
Erkelenz Reisezentren und
Agenturen in Wegberg und
Heinsberg. Nur nützt das den
Brüggenern herzlich wenig.
„Die Inhaberin hätte ja auch
die Möglichkeit, Servicegebühren auf Fahrplanauskünfte zu erheben“, schlägt
Pohlmann zur Annäherung
an eine schwarze Null vor.
Sabine Tkatzik, Pressesprecherin des VRR, verweist
darauf, dass die Bahn selber
entscheidet, wo Agenturen
eingerichtet werden. Man
habe zwar einen Vertrag mit
der DB, aber NRW-weite Tikkets könne nur eine Bahnagentur verkaufen, der VRR
sei nur für die Verbundtikkets zuständig und da könne
sich Gabriele Seifert-Lieck an
den kommunalen Verkehrsunternehmer wenden, die
Verträge mit Vertriebsstellen abschließen, damit dort
Verbundtickets verkauft
werden können. „Die Bahn
entscheidet selber mit welcher Agentur sie in welcher
Weise zusammenarbeitet“,
teilte Tkatzik mit. Auf die Frage, ob dem VRR Kosten entstehen würden, wenn der
VRR eine Präsenz-Agentur
bei der Bahn bestellen würde, ging sie auch nach gezieltem Nachfragen nicht ein.
„Die Änderungen bei der
Bahn sind ja ganz schön und
gut für die internet- und handyaffine Generation, aber
was machen alle anderen?“,
fragt Gabriele Seifert-Lieck
frustriert. „Realistisch betrachtet muss für uns ein
Auskommen erreicht werden. Unter den jetzigen Bedingungen kann ich das
nicht weiter leisten und jedes Jahr Geld draufzahlen.
Es macht keinen Spaß mehr,
man erfährt keine Würdigung der erbrachten Leistung. Wir kriegen den Ärger ab, den die Kunden mit
der Bahn haben.“ Dabei geht
es um Beschwerden über
dreckige Toiletten in den
Zügen, nicht funktionierende Automaten, Klagen über
den Service, der Koffer nicht
pünktlich abholt und so
weiter. „Der Bahn habe ich
dies alles mitgeteilt, als ein
Vertreter hier war, da kam
nur ein müdes Lächeln“, ärgert sich Gabriele SeifertLieck. Scheinbar hat die DB
kein Interesse daran, dass
hier im Westkreis auch ältere Bürger oder Menschen
ohne Handy, ohne Internet
in der Lage sind, Auskünfte
zu bekommen oder Tickets
zu kaufen. Wundert es da,
dass das Vertrauen der Menschen in die DB schwindet?
Die Gemeindeverwaltung,
der Bürgermeister und
Landtagsabgeordnete haben schon ihrem Wunsch
Ausdruck verliehen, dass es
im Westkreis eine personengestützte Verkaufsagentur
geben muss. Ein Einlenken
der DB ist nicht erkennbar.
Grenzland
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Menschen im Grenzland - Heinrich Lennackers
ist vielfältig engagiert
Der „Mülhausener in Person“ schreibt derzeit ein Buch
Seite 3
Silvester Gala
K.G. FIDELE HEIDE 1936 e.V.
Lobberich
Welcome 2015
im Seerosensaal
• Livemusik - 5-Mann Kapelle
VON MANFRED BAUM
Mülhausen. Heinrich Lennackers (66) ist der „Mülhausener in Person“ - er lebt,
genießt und praktiziert Heimat. Sein Herz schlägt seit
66 Jahren für „sein Möllesse“. Er, der Archivar des
Oedter Heimatvereins, für
Oedt und Mülhausen zuständig, stellt fest: „Das Leben ohne Heimat gleicht einer gesprungenen Glocke; sie
schlägt, aber sie klingt nicht.“
Quasi im Schatten der alten Mülhausener Volksschule (heute Baustoffe
Keuck) auf der Hauptstraße,
steht sein Elternhaus, in dem
er mit seinen Geschwistern
aufwuchs. Es ist schon fast
eine Selbstverständlichkeit
für ihn, dass er allzeit in
Mülhausen gelebt und gewirkt hat. 39 Jahre lang war
er Fahrdienstleiter bei der
Bundesbahn. In seinem Garten erinnert noch eine alte
rote Zuglampe an seine Tätigkeit bei der Bahn.
Mülhausen ist für ihn stets
der Mittelpunkt seines Lebens gewesen und in den
dortigen Vereinen hat er einen großen Teil seiner Freizeit verbracht. Rund ein Vierteljahrhundert ist er Mitglied im Oedter Heimatverein und ist als Archivar Mitglied des Vorstandes. Jeden
zweiten Tag radelt er ins
Archiv, direkt neben dem
Oedter Rathaus. Rund 15 bis
20 Stunden seiner freien Zeit
widmet er in der Woche dem
Heimatverein. „Momentan
wird der Bestand erfasst“,
berichtet er und erzählt,
• Galabuffett vom Jägerhof
• Viele Überraschungen
• Limitierte Kartenzahl
Einlaß: 19:00 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Kartenpreis: 65 € pro Person
Um Abendgarderobe
wird gebeten!
Ur-Mülhausener Heinrich Lennackers - mit Leib und Seele der Heimat verbunden. Foto: Manfred
Baum
dass er zugleich emsig mit
am Jahresprogramm 2015
arbeitet, das „gut vorbereitet werden muss“.
Eine weitere heimatverbundene Arbeit beschäftigt
ihn derzeit zusammen mit
Alfred Knorr. Gemeinsam
schreiben sie ein Buch über
die Mülhausener Volksschule und das Volksschulwesen. Er ist noch nicht sicher, ob das Werk (rund 300
Seiten stark) im kommenden
Jahr erscheinen wird. Lennackers meint: „Das eine
Buch lehrt uns das Leben,
das andere verschönt es.“
Besuche zum Kreisarchiv
gehören zu seiner alltäglichen Arbeit. Der Mülhausener Heimat- und Brauchtumspfleger kann sich aber
auch für das Traditionsfest
St.Martin begeistern. Lennackers: „Ohne Begeisterung
und Wärme des Herzens
lässt sich nichts Großes leisten.“ Im über 100 Jahre alten St. Martinsverein ist er
seit 34 Jahren Mitglied und
war zehn Jahre als Herold
unterwegs.
15 Jahre gehört er zu den
Mülhausener St.Vitus /
St.Heinrich-Schützen sowie
sechs Jahre als Offizier im
Einsatz. Als sachkundiger
Bürger hat er sich ein Vierteljahrhundert bei der CDU
in der Kommunalpolitik eingebracht. Zehn Jahre gehörte er dem Aufsichtsrat der
Gemeindewerke Grefrath
an. Damit noch nicht genug.
Er ist auch Vorsitzender der
Ausstellung im Befreiungsmuseum
„Soldaten. Operation Market Garden und
die Rheinlandoffensive“
Groesbeek (bei). Seit September und noch bis zum 1.
April 2015 beleuchtet das
„Nationaal Bevrijdingsmuseum 1944-1945“, Wylerbaan 4, 6561 KR Groesbeek,
die schlimmste Zeit der Geschichte des niederländischdeutschen Grenzgebiets.
In 1944 und 1945, also vor
70 Jahren, fanden binnen
sechs Monaten in diesem
Gebiet die größte Luftlandeoperation des Zweiten Weltkriegs und die größte alliierte Offensive in Nordwesteuropa statt. Diese beiden Operationen beeinflussten das
Leben von Zivilisten und
Soldaten. Während Operation Market Garden und der
Rheinlandoffensive fanden
heftige Kämpfe statt, in denen das Schicksal Europas
Britische Soldaten in Geldern. Foto: Nationaal Bevrijdingsmuseum 1944-1945
bestimmt wurde. Nicht nur
von den viel besprochenen
Generälen, die die Pläne für
diese Operationen entwarfen, sondern vor allem von
den tausenden Soldaten, die
täglich an der Front ihr Leben riskierten. „Soldaten“
beleuchtet die Lebensrealität dieser Soldaten aus deutscher und alliierter Sicht.
Ihre Ausbildung und ihre
Waffen genauso wie ihre
Ängste und ihre Ideale: Die
Besucher bekommen die Gelegenheit, die praktischen
Fakten und persönlichen Erfahrungen aus dem Soldatenleben kennenzulernen.
„Soldaten. Operation Market Garden und die Rheinlandoffensive“ ist eine dynamische, innovative Ausstellung, die historische Erzählungen mit modernen Medien und bewegendem Bildmaterial kombiniert. Eine grenzüberschreitende Geschichte
ganz aus der Nähe. Infos unter www.bevrijdingsmuseum.nl.
Straßengemeinschaft Holter
Weg / An der Marienschule.
Mit seiner Marlies ist er seit
37 Jahren verheiratet und
seit 1980 wohnt er im
schmucken Eigenheim auf
dem Holter Weg. Auch pflegt
er an den Grefrather Straße
einen großen Garten, denn,
so Heinrich Lennackers: „Es
geht doch nichts über eigenes frisches Gemüse.“ Am
Kartenvorverkauf:
Agnes und Norbert Feldges, Tel: 0 21 53 / 9 50 72 66 oder
Fritz Gotzes, Zur Nette 9, Tel: 0 21 53 / 60 90 1 oder
Ticket Sachs, Breyeller Straße 20A
Ende der gut einstündigen
Unterhaltung bei Sonne satt
in seinem Garten blickt
Heinrich Lennackers fast
selbstverständlich auf „sein
Möllesse.“
Er bilanziert: „Mülhausen
hat sich gewaltig verändert.
Die Liebfrauenschule hat
kein Internat mehr. Wir hatten einst viele Geschäfte,
zwei Banken, die Post, drei
Säle und sieben Gaststätten.
Wir hatten einen eigenen
Pfarrer, ein Pfarramt, eine
Volksschule, einen Bahnhof
mit Zuganschluss. Kaum etwas ist von dem alles geblieben.“ Geblieben aber ist die
innige Verbundenheit mit
Mülhausen. „Feder im Uhrwerk des Lebens“ nennt er
poetisch die Liebe zu seiner
Heimat.
Grenzland
Seite 4
Baugesellschaft Nettetal
gut aufgestellt
Nettetal (hws). In der
Hauptversammlung der
Baugesellschaft Nettetal betonte Bürgermeister Christian Wagner für die Aktionäre, insbesondere für den
Hauptaktionär Stadt Nettetal (80,2 Prozent des Grundkapitals von 2,27 Millionen
Euro), wie wichtig das vor
118 Jahren in Kaldenkirchen
gegründete Unternehmen
sei. Es sorge für guten und
bezahlbaren Wohnraum für
Menschen aller Altersgruppen. Er erinnerte an die Studentenwohnungen in Kaldenkirchen, die später auch
von Senioren genutzt werden könnten. Barrierefreier
Wohnraum für Menschen
mit Behinderungen werde
geschaffen.
Auch wies er auf „Leuchtturmprojekte“ und Impulsgeber hin, wie das Wohnund Geschäftshaus Am Bongartzstift 3 bis 9 in Lobberich, die Verbindung von
Ludbachpassage zum Ortskern. Hier stellte die Baugesellschaft fest, dass gewerbliche Flächen nicht so leicht
zu vermieten sind, denn für
zwei der drei Lokale werden
noch Mieter gesucht. Insgesamt bewirtschaftet die Gesellschaft im eigenen Bestand
966 Wohnungen, 13 Läden
und 294 Garagen, 40 Heimplätze; hinzu kommen 224
verwaltete Wohnungen,
neun Läden und 77 Garagen
sowie 53 verwaltete Eigentumswohnungen und neun
Garagen.
Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Marcus Optendrenk
stellte mit Fug und Recht fest,
die Baugesellschaft sei ein
stabil am Wohnungsmarkt
positioniertes Unternehmen
mit einem ordentlichen Geschäftsergebnis, einem konstant guten Eigenkapital und
motivierten Mitarbeitern.
Hier zitierte er das Leitwort
des ausgeschiedenen kaufmännischen Vorstandes
Hans Moors: Zufriedenen
Kunden, die die besten Werbeträger für die Baugesellschaft seien. Neben dem
Wohn- und Geschäftshaus
in Lobberich nannte der Aufsichtsratsvorsitzende den
Neubau der Wohngruppe
für Maria Helferin an der
Buschstraße 9 in Kaldenkirchen, in dem sich die Bewohner sehr wohl fühlen. Mit
der Fertigstellung von weiteren 21 Mietwohnungen in
Breyell, Am Kastell, wird im
späten Frühjahr nächsten
Jahres gerechnet.
Drei der acht Eigentumswohnungen an der Wevelinghover/Ecke Rektor Budde Straße seien bereits reserviert, Fertigstellung sei im
Mai geplant. Mit Sven Karth
habe man einen zwar jungen, aber dennoch erfahrenen Mann für den Vorstand
gewinnen können, der sich
die Kommandobrücke mit
der Baudezernentin Susanne Fritzsche teile. Sven Karth wies darauf hin, dass 2014
aufgrund der umfangreichen Bauaktivitäten sowie
der Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand für
die Baugesellschaft ein ereignisreiches Jahr sei. Der
Vorstand, wobei der Jahresabschluss 2013 noch von
Hans Moors mit zu verantworten ist, schlug vor, den
Bilanzgewinn wie folgt zu
verteilen: Ausschüttung einer Dividende von 6 Prozent
in Höhe von rund 136.000
Euro und Einstellung in die
Rücklage von rund 998.000
bei einem Bilanzgewinn von
ungefähr 235.000 Euro. Dem
folgte die Versammlung einstimmig.
Nach einer Kommunalwahl gilt es,a uch den Aufsichtsrat der Baugesellschaft neu zu wählen, denn
das Wahlergebnis für den
Rat der Stadt soll sich auch
bei der „Tochter“ Baugesellschaft widerspiegeln. Es gab
einstimmige Wiederwahlen
von Dr. Marcus Optendrenk
als Vorsitzendem und seinem Vertreter Jochem Dohmen, der den zweitgrößten
Aktionär, die Sparkasse Krefeld, mit 19 Prozent, vertritt,
Johannes Dückers sowie
Stadtkämmerer Norbert
Müller. Neu gewählt wurden Guido Gahlings, Holger
Michels, Hajo Siemes und
Axel Witzke. Nach wie vor
gehören dem Aufsichtsrat
als Arbeitnehmervertreter
Kai Gietmann, Annemarie
Luhnen, Peter Schaepe und
Heike Zimmermann an.
Selbst die Schafe sind begeistert
Deutsch-Niederländischer Natur-Werktag ein Erfolg
VON BERND NIENHAUS
Grenzland. Traditionell
findet der Naturwerktag in
den Niederlanden am ersten
Samstag im November statt.
Zwar fiel der in diesem Jahr
in Deutschland auf einen Feiertag, nämlich auf Allerheiligen, aber gemeinsam wurden die Ärmel hochgekrempelt und der Natur grenzüberschreitend unter die
Arme gegriffen. In diesem
Jahr fand die Aktion im Melickerven - in Deutschland
besser bekannt als „Blanke
Water“ - in der Gemeinde
Roerdalen, Niederlande
statt.
Das Melickerven liegt in
der wunderschönen Terrassenlandschaft des Nationalparks de Meinweg. Im Laufe
von Jahrtausenden formte
sich einst hier eine große
Moorlandschaft. Vor rund
200 Jahren wurde das Gebiet für landwirtschaftliche
Zwecke trocken gelegt und
nun in unserer Generation
wieder teilweise renaturiert.
Das Melickerven verbindet
die
Niederlande
mit
Deutschland. Es grenzt an
die Gemeinde Niederkrüchten.
So waren denn bei dieser
grenzüberschreitenden Aktion Reißen, Schneiden und
Gemeinsame Arbeit im Naturpark - damit die Heide nicht zuwuchert. Foto: Bernd Nienhaus
Sägen angesagt, um zu vermeiden, dass die schöne Heidelandschaft wieder zuwächst. Für rund 30 Teilnehmer war es ein gelungener Tag, nicht zuletzt wegen
des herrlichen Spätsommerwetters mit 21 Grad im November. Arbeitsmaterial
wurde bereitgestellt, und
nach getaner Arbeit gab es
für alle zur Stärkung Suppe
und Brötchen aus der Feldküche.
Vor allem Kiefern konnten
großflächig entfernt werden.
Das ist notwendig, um einer
zukünftigen Beschattung
der Heide- und Moorflächen
den Kampf anzusagen. Die
Jugendlichen von Jong Nederland - das ist eine Art
Pfadfindergruppe - waren so
begeistert, dass sie mit dem
Förster regelmäßige Treffen
vereinbarten.
Am Nachmittag erschien
dann noch eine 50-köpfige
Verstärkung. Der Schäfer
kam mit seiner Herde Suffolk-Schafen zu Besuch. Die
fanden es gut, was die freiwilligen Helfer machten,
denn Schafe mögen keine
Kiefern, sondern sind mehr
auf Birken- und Erlenschößlinge spezialisiert. Die Aktion wurde organisiert von
Staatsbosbeheer und dem
Deutsch-Niederländischen
Naturpark Maas-SchwalmNette.
Seit über 40 Jahren für St. Martin im Einsatz
Ein Leben ohne den heiligen Mann ist nicht denkbar
Grefrath (maba). St. Martin begleitet die Familie Kox
auf der Florastraße in Grefrath seit 41 Jahren vom
Ende der Sommerferien bis
Mitte November. Im Vorstand des St. Martinsvereins ist Monika Kox, die älteste Tochter des früheren
Grefrather Bäckermeisters
Johannes Fleuth. Unter dem
Vorsitzenden Josef Hillen
wurde Monika Kox Mitglied im Vorstand des Martinsvereins, als sie ihre älteste Tochter zur Schule
anmeldete.
„Ich war damals mit Abstand das jüngste Mitglied
im Vorstand“, erinnert sie
sich. Sie sieht „keinen Unterschied“ zwischen den
Tüten von „gestern und
heute“. Stets waren darin
Äpfel, Nüsse, Schokolade
und leckere Stuten. Früher
wurden in Grefrath rund
1.200 Kinder beschert. Die
Stuten sind bei den Senioren (ab 70 Jahre) ein absoluter Renner. Früher gab es
einen Ball nach dem Martinszug, heute nicht mehr.
Ein dickes Lob kommt aus
dem Munde von Monika
Kox für die 70 Sammler, die
rund zwei Wochen alljährlich unterwegs sind. Moni-
Expertenvortrag
im Krankenhaus
Nettetal (mf). „Würdige Pflege und der Umgang mit dementen Patienten“ ist das Thema eines Vortrags, den das
Städtische Krankenhaus Nettetal, Sassenfelder Kirchweg 1,
am Mittwoch, 12. November, anbietet.
Die Pflege von dementen Angehörigen stellt oftmals eine
schwierige Aufgabe im häuslichen Alltag dar. Heike Weinmann, Demenzexpertin und Lehrerin für Pflegeberufe, gibt
betroffenen Angehörigen und Interessierten neben allgemeinen Hinweisen zur häuslichen Pflege eine erste Hilfestellung und stellt das kostenfreie Angebot über weiterführende Pflege im Nettetaler Krankenhaus vor. Während und
nach dem Vortrag besteht ausreichend Gelegenheit, Fragen
zu stellen. Der Vortrag in den Seminarräumen des Krankenhauses beginnt um 18 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Ein Leben für St. Martin - für die Grefrather Familie Kox normal.
Foto: Manfred Baum
ka Kox kümmert sich, meist
in der letzten oder vorletzten Woche im Oktober, um
die Nachzügler für Tüten
und Stuten.
Mit Kindern und Enkelkindern ist Familie Kox am
St. Martinstag im Einsatz,
um Tüten auszugeben. Für
die Kleinkinder und noch
nicht Schulpflichtigen gibt
St. Martin im Schulzentrum die Tüten mit aus.
„Und das begeistert immer
wieder die Großeltern“, hat
Monika Kox festgestellt. Sie
kümmert sich aber auch um
die Kleidung für St.Martin
und die Herolde.
In diesem Jahr bekommen die Herolde ihre neue
Kleidung, die Inge Krühsen
genäht hat. St. Martin hat
bereits vor einigen Jahren
ein neues Kostüm mit Helm
bekommen. Der St. Martin,
der die Tüten ausgibt, wird
von Manfred Kappenhagen
dargestellt. Landwirt Erwin Feyen ist St. Martin
hoch zu Ross. Der 75-Jährige reitet seit Jahrzehnten
mit. „Er ist letztmalig in
diesem Jahre dabei“, so
Monika Kox, die auch den
Nachfolger bekannt gab. Es
wird Landwirt Peter Thönes aus der Honschaft
Schlibeck sein.
Das „Dreigestirn“ trifft
sich am Nachmittag des
Grefrather Martinstages (8.
November) auf dem Dohmeshof auf der Hohe Straße. Dort gibt es Kaffee und
Kuchen. Danach, kurz vor
17 Uhr, reiten Erwin Feyen,
Peter Thönes und Heinz Josef Quinders (alle kommen
vom Reiterverein Graf
Holk) zum Stellplatz alte
Lobbericher Landstraße.
Am Tag zuvor heißt es für
das runde Dutzend Mitglieder des Martinsverein „Tüten packen“ in der Schule.
Monika Kox und Heinz
Kox können sich ein Leben
ohne St. Martin gar nicht
mehr vorstellen. „Er hat
längst in unserem Leben, in
unserer Familie, aber auch
in unserem Herzen seinen
Platz gefunden.“
Umso glücklicher sind
sie, dass jetzt die ganze Familie beim 125. Geburtstag
des Grefrather St. Martinsvereins mitfeiern kann. Sicherlich freut sich auch der
„arme Mann“, der in Grefrath jedoch seit einigen
Jahren weiblich ist.
Und „Loop Kenger loop“
haben die beiden gebürtigen Grefrather sogleich gekonnt auf ihren Lippen.
Wenn Heinz Kox nicht mehr
für St.Martin im Einsatz ist,
wird er sich vermehrt seinem Hobby „Schiffsbau“
widmen.
Grenzland
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
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Traditioneller Martinsmarkt lädt ein
Besucher dürfen sich auf eine familiäre Atmosphäre freuen
Viersen. Erneut haben sich
die vier Service-Clubs - Inner
Wheel, Lions, Rotary und
Zonta - für den Martinsmarkt
am 8. und 9. November zu
einer gemeinsamen BenefizAktion zusammengeschlossen. Auf dem Remigiusplatz
wird wieder ein großes beheiztes Zelt stehen, in dem
leckere Kartoffelsuppe, Kuchen sowie warme und kalte
Getränke gereicht werden,
außerdem wird dort eine
Tombola mit attraktiven
Preisen veranstaltet.
Rund um das „Viersener
Club-Zimmer“ werden sich
in diesem Jahr einheitliche
Buden acht gemeinnütziger
Organisationen und Vereine präsentieren, die von den
vier Service-Clubs unterstützt werden. Der Erlös aus
dem Verkauf der Lose, Speisen und Getränke wird wieder der von Jugendamt und
Caritasverband organisierten Aktion „Viersener Weihnachtswunschbaum“ zugute kommen. In diesem Jahr
wird der Martinsmarkt
durch einen Arbeitskreis,
bestehend aus Elke Büttner
(EB-Design, Dülken), Mareike Meyer (Citymanagerin),
Hubert Rettler (Schatzmeister, Werbering) und Hel-
Wie in jedem Jahr werden auch afür das kommende Wochenende
wieder viele Gäste auf dem traditionellen Martinsmarkt
erwartet. Foto: Susanne Peters
muth Ruth (Geschäftsführer,
Werbering), ohne die Zuhilfenahme einer Agentur, gestemmt.
Handwerkliches stand
beim traditionellen Martinsmarkt immer schon im Vordergrund, aber in diesem
Jahr wird das Warenangebot noch größer sein als im
Vorjahr. Es wird Fensterbilder und Bleiverglasungen,
Esoterik-Zubehör, Accessoires aus Leder wie Gürtel,
Taschen, Geldbörsen, Armbänder und Schuhe, handgefertigte Seifen und Badezubehör,
hochwertigen
Schmuck, Holzarbeiten und
vieles mehr geben. Alle Stände werden im Bezug auf Dekoration und Beleuchtung
einheitlich geschmückt sein,
„damit auf dem Markt eine
besonders harmonische und
familiäre
Atmosphäre
herrscht“, verspricht Helmut Ruth. Und da Licht ohnehin ein bedeutendes Element für die Atmosphäre des
Marktes ist, wird in diesem
Jahr auch die Winterbeleuchtung in der Innenstadt
an beiden Veranstaltungstagen eingeschaltet sein.
Ein besonderer Hingucker
wird das von dem Viersener
Schreiner Stephan Kitschen
1,60 Meter große, massive
Holzschaukelpferd sein, das
er nach einem Entwurf des
Künstlers Oliver Kruse (Raketenstation Insel Hombroich) gefertigt hat. Egal ob
„Groß oder Klein“ alle Besucher sind herzlich eingeladen, das Schaukelvergnügen
zu testen.
Am Sonntag besucht St.
Martin (Wolfgang Rotter
aus Viersen) den Martinsmarkt. Um 14 Uhr wird er
auf dem Remigiusplatz anzutreffen sein, um 15.30 Uhr
beim Café Extra Blatt und
um 16 Uhr auf dem Sparkassenvorplatz.
Selbstverständlich dürfen auch die
traditionellen Martinstüten
auf dem Martinsmarkt nicht
fehlen. Der Werbering hat
sich mit Unterstützung der
Sponsoringpartner Grundstücks-Marketing-Gesellschaft mbH, Volksbank Viersen eG, Landbäckerei Stinges und dem Raiffeisenmarkt eine Überraschung
einfallen lassen. Wie gewohnt ist der Sonntag von
13 bis 18 Uhr verkaufsoffen
und wie üblich an den Wochenenden sind die öffentlichen Parkplätze kostenfrei.
Falsches Wetter gibt es nicht
Auf der Hausmesse gab es interessante Gespräche. Foto: Susanne
Peters
„Die Vorfahren von Herrn
Schröder kommen aus Afrika. Da gibt es nichts so viel
Gras, darum fressen Ziegen
so gerne Blätter“, informierte er und zeigte den Kindern
die beweglichen Klauen der
Ziege, die außen zwar hart,
aber darunter sehr weich
sind, damit die Tiere beim
Klettern guten Halt finden.
Auch wenn es früh dunkel
wurde, die Teilnehmer waren gewappnet und die Kinder durften auch mal auf
Oscar sitzen. Infos über den
Naturpädagogen und sein
Angebot
unter
www.tierischeerlebnisse.de
Spaß hatten die Teilnehmer der Waldrallye auch trotz Regen. Foto: Birgit Eickenberg
Niederkrüchten (bei).
Warum hat ein Esel so große
Ohren? „Esel leben in großen
Rudeln. Er muss mitbekommen, was die anderen Esel
machen und alle Mitglieder
des Rudels hören können“,
erklärte Christoph Klingenhäger, Naturpädagoge. Er
zog mit dem Esel Oscar, der
Ziege „Herr Schröder“, seiner Hündin Emily und einigen Vätern mit ihren Kindern von Overhetfeld aus
durch den Wald, um vor allem den Kindern die Natur
näher zu bringen.
Es regnete, war relativ
frisch und eigentlich war es
kein Tag, wo man gerne hinaus gehen möchte. Doch voller Tatendrang trafen sich
am Weidenparkplatz die
Teilnehmer, um „Mit Oscar
durch den Wald“ zu spazieren. „All das, was von oben
und unten kommen, was
uns umgibt, nehmen wir
an“, grinste Christoph Klingenhäger.
Und ganz nach dem Motto „es gibt kein falsches
Wetter, nur falsche Kleidung“ zogen die Naturfreunde los. Und Oscar heißt
eigentlich Hansi, seinem
Züchter gefiel der Name
nicht und darum hört der
friedliche Esel eher auf Han-
si, obwohl in seinem „Personalausweis“ Oscar steht.
„Ein tolles Event“, „wir
haben auch eine Taschenlampe dabei“, „es macht
Spaß, Natur und die Tiere
kennenzulernen“, waren die
Kommentare einiger teilnehmender Väter. Klingenhäger
erklärte, warum Esel bei
Gefahr anders als Pferde reagieren und gab Anweisungen, wie man am besten mit
fremden Hunden umgehen
soll, wenn sie einem bei einem Spaziergang begegnen.
WERNER GÖTZKES
REINERSSTR. 15 41334 NETTETAL (Lobberich) TEL.: 02153/2468 FAX: 02153/4283
FENSTER
TÜREN
TORE
TORANTRIEBE
MARKISEN
E-mail: werner.goetzkes@freenet.de • Internet: www.werner-goetzkes.de
Kundenzufriedenheit
als oberste Priorität
Brutvögel in
Krickenbeck
Grenzland. Zu einem Vortrag zum Thema „Brutvögel
in Krickenbeck - früher und
heute“ lädt die Biologische
Station Krickenbecker Seen
in Nettetal-Hombergen am
Mittwoch, 12. November,
ein. Dank langjähriger Brutvogel-Erfassungen zeigen
sich spannende Entwicklungen. So kehren seltene Brutvögel wie die Rohrweihe
und das Blaukehlchen wieder zurück, während andere mehr und mehr verschwinden. Die Leitung des
circa eineinhalbstündigen
Vortrags hat die DiplomBiologin Stefani Pleines. Beginn ist um 19 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Grefrath (sp). Kürzlich
fand in der GLM-Niederlassung auf der Umstraße 6 in
Grefrath die jährliche große
Hausmesse statt. Dort gewannen die Gäste einen
umfassenden Einblick in die
Vielfalt der Dreh- und Fräszentren von Doosan. Seit dem
Jahr 2006 existiert die GLMService und Vertrieb GmbH
& Co. KG und ist exklusiver
Vertriebspartner für die
CNC-Werkzeugmaschinen
des koreanischen Global
Players Doosan Infracore.
Die Firma, in der aktuell insgesamt 35 Mitarbeiter beschäftigt sind, hat mit rund
zehn Personen „klein ange-
ter standen den Kunden und
Interessenten während der
drei Tage intensiv beratend
zur Seite und es gab viele
interessante Gespräche“,
stellte Frauke Sauthoff, Assistentin der Geschäftsleitung, zufrieden fest und versichert: „Perfekter Kundendienst hat bei uns in jedem
Fall oberste Priorität.“
Es seien alle Kunden eingeladen worden und daneben
haben sich auch viele weitere
Interessenten eingefunden, die
in der Metallbranche tätig
sind. Viele von ihnen waren
auch durch die Presse auf die
Veranstaltung aufmerksam
geworden, so dass sich pro
fangen“; sieben davon sind
Gesellschafter, die bis heute
in dem Unternehmen tätig
sind.
Während der Hausmesse
präsentierte GLM von Werkzeugen und Spannmitteln,
über Rundtische, Späneförderer, Stangenlader, Hochdruckanlagen, Ölnebel-Absaugungen sowie perfekte,
für alle zu bedienende Roboterlösungen, bis hin zu CAD/
CAM-Systemen und Finanzierungsmöglichkeiten für
Maschinen und Unternehmen die komplette Palette.
„Unsere Vertriebsmitarbei-
Tag ungefähr 100 Gäste auf
der Messe einfanden. „Für einen Kunden, der bereits eine
Maschine besitzt, finden wir
immer noch eine schnellere
und kostengünstigere Lösung“, versicherte Geschäftsführer Dieter Neschen. Für das
leibliche Wohl war ebenfalls
gesorgt - es gab ein umfangreiches Catering, das rege genutzt wurde. Wer sich gerne
über die Firma GLM informieren möchte, findet auf der
Seite
www.glmwerkzeugmaschinen.com
weiter führende Informationen.
Grenzland
Seite 6
Er wollte nur spielen...
Es passiert leider auch uns, dass sich der Fehlerteufel - ein
garstig Wesen - einschleicht. In unserer letzten Ausgabe hat
er zwei Bilder vertauscht, was zu Irritationen geführt hat.
Die KAB hatte einen Ausflug nach Budapest und nicht in das
Logistikzentrum der Firma Odlo unternommen. Dort allerdings trafen sich die Mitglieder des Brüggener Wirtschaftsforums zu einer Besichtigung und einem Informationsaustausch. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen!
Auf dem oberen Bild die Reisegruppe der KAB am Heldenplatz (Budapest). Foto: KAB. Auf dem unteren Foto sind die
Mitglieder des Wirtschaftsforums im Logistikzentrum der
Firma Odlo zu sehen. Foto: Birgit Eickenberg
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
„Wie neu“ feiert zweijähriges Bestehen
Schwalmtal. Es war 12
Uhr, als sich am 28. Oktober
2012 die große Holztür an
der Ungeratherstraße 27 öffnete und der Betrieb in der
Kinder- und Jugendboutique
„Wie neu“ startete. Zwei Jahre sind seitdem vergangen,
in denen viel geschehen ist.
„Die Boutique ist sehr gut
angenommen worden, mit so
einem Interesse hätten wir
nie gerechnet“, resümiert
Michaela Erdmann des
Schwalmtaler Bündnisses
für Familie. „Inzwischen haben wir Kunden über die
Grenzen von Schwalmtal
hinaus.“ In der Kinder- und
Jugendboutique werden gebrauchte und gut erhaltene
Kinderkleidung, Bücher,
Spielsachen und Kindermöbel für kleines Geld verkauft.
Die Idee, eine Boutique ins
Leben zu rufen, entstand im
Jahr 2011. „Die Mengen der
Sachspenden für das Kinderdorf nahm immer mehr zu“,
erinnert sich Kinderdorfleiter Dr. Klaus Esser. „Aber
auch unsere Bedarf ist irgendwann abgedeckt. Die gute
Absicht der Spender finden
wir toll und haben nach einer
Möglichkeit gesucht, wie wir
die Gaben mit einem weiteren guten Zweck verbinden
können. Die Partnerschaft
mit dem Bündnis für Familie
war da eine ideale Lösung.“
Der Erlös der Boutique
kommt nun zu einer Hälfte
dem Kinderdorf und zur anderen Hälfte dem Schwalmtaler Familienbündnis zu
Gute. Aus der anfänglichen
Idee ist inzwischen ein erfolgreicher und einmaliger Secondhandladen geworden. Mit viel
Liebe und Geduld
nehmen zwölf
ehrenamtlich tätige Damen jede
Woche neue Spenden entgegen,
waschen und bügeln Kleidung,
wenn das bei
nicht so gepflegten Spenden einDie Second-Hand-Boutique „Wie neu“ hat einen festen Platz im
mal nötig ist, und
Ortsgeschehen. Foto: privat
platzieren sie anschließend auf der
110 Quadratmeter großen sind, wachsen sie schnell aus Spenden. „Wie neu“ ist auch
Verkaufsfläche. „Auch unse- ihrer Kleidung heraus“, er- weiterhin darauf angewiere Damen haben in den letz- zählt Dr. Esser. Das Bündnis sen, dass Spenden wie diese
ten zwei Jahren ihre Erfah- für Familie und das Bethani- abgegeben werden. „Im Morungen gemacht“, erklärt en Kinderdorf legen großen ment ist vor allem der BeErdmann. „Sie wissen, wel- Wert darauf, dass auch wei- darf an Kindermöbeln, Auche Produkte gefragt sind terhin die Türe der Boutique tositzen, Treppengittern
und platzieren sie so, dass für jeden offen steht. „Wir und Kinderwagen groß“, erder Kunde sie gut sehen kann. haben zwar Kleidung, Spiel- klärt eine der ehrenamtliAuch die Ausstattung im La- zeug und Möbel in einem chen Mitarbeiterinnen. Die
den hat sich verändert.“ Erst günstigen Preissegment, die Spenden können während
kürzlich wurden Kleider- Spenden werden aber von der Öffnungszeiten in der
stangen in eine Regalwand unseren Ehrenamtlerinnen Boutique an der Ungerather
integriert; nun sei es für den aussortiert, so dass das An- Straße 27, abgegeben werKunden einfacher, die Klei- gebot wirklich wie neu ist“, den. Öffnungszeiten: Mondung zu sichten, erläutert die so Erdmann. „Die Sachen, die tag 10 bis 13 Uhr, Mittwoch
Schwalmtalerin.
wir nicht verwenden kön- 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18
Wer sich Zeit nimmt, die nen, werden dann an andere Uhr, Freitag 15 bis 18 Uhr.
Regale zu durchstöbern, caritative Einrichtungen Die Kinder- und Jugendbouentdeckt sowohl Marken- weitergegeben.“
tique „Wie neu“ ist ein eiprodukte, als auch selbstgeAuch jetzt sortieren die genständiger Verein. Den
nähte Einzelstücke, Kleidung Ehrenamtlichen wieder Kar- Vorsitz haben Dr. Klaus Esfür ältere Kinder und ton für Karton. Wenn die ser, Kinderdorfleiter des BeStrampler für Säuglinge. Sommerkleidung für die ku- thanien Kinderdorfes, und
„Ich kenne das aus der eige- scheligen Winterklamotten Michaela Erdmann als Vernen Familie. Vor allem wenn im Schrank Platz macht, er- treterin des Bündnis für Fadie Kinder noch sehr klein reichen die Boutique viele milie Schwalmtal.
Letzte Aufführung der Erfolgskomödie
Brüggen. Letzte Chance für
alle, die die Erfolgskomödie
„Diener zweier Herren“ im
Sommer vor der Burg Brüggen verpasst haben - oder sich
das Stück noch einmal anschauen möchten: Am 15.
November spielt das NiederrheinTheater Carlo Goldonis
Klassiker aus dem Jahre 1746
im Theatersaal des Schlosses
Dilborn. Beginn ist um 20 Uhr.
Der „Diener zweier Herren“
war das Hauptstück der diesjährigen Niederrheinischen
Theaterfestspiele. Rund 600
Besucher sahen die insgesamt
fünf Aufführungen im Innen-
hof der Brüggener Burg. Das
NiederrheinTheater präsentierte sich in dieser Komödie,
die im Stil der Commedia
dell’Arte inszeniert ist, zugleich mit dem bislang größten Ensemble: zehn Schauspieler wirkten auf der Bühne mit.
Zum Inhalt: Truffaldino
(Michael Koenen), die komische Hauptfigur in Carlo
Goldonis „Diener zweier
Herren“, glaubt, den großen
Coup gelandet zu haben.
Lässt er sich doch von Florindo (Christian Stock) und
gleichzeitig von dessen Ge-
liebten Beatrice (Verena Bill)
für seine Dienste bezahlen.
Selbstverständlich ohne,
dass beide davon wissen.
Was anfänglich nach einem
Heidenspaß aussieht, wird
ziemlich schnell ziemlich
kompliziert. Truffaldino verstrickt sich immer mehr in
Lügen - bis die ganze Sache
auffliegt... Bei der letzten
Vorstellung am 15. November verabschiedet sich das
Goldoni-Ensemble von den
Zuschauern. Tickets gibt es
wie immer an der Tageskasse, per Telefon 02163-889124
und im Internet.
BlaulichtReport
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Seite 7
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Autofahrer mit Glück im Unglück
Leuth (hei). In seinem
Wagen fuhr ein Schutzengel
mit. Ein junger Grefrather
verlor am Donnerstagmor-
gen vergangener Woche um
kurz nach 7 Uhr auf dem
Deller Weg in Richtung Niederlande fahrend aus unge-
klärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das
Auto fuhr in eine Böschung,
überschlug sich und blieb
zerbeult auf dem Dach liegen. Der Grefrather konnte
körperlich unversehrt aus
dem Wrack steigen.
Abbiegeunfall an der A61
Viersen. Am Freitag vergangener Woche gegen 14.30 Uhr
war eine 69-jährige Autofahrerin aus Viersen auf der K8
von Bocker aus in Richtung Hausen unterwegs. Beim Linksabbiegen in die Auffahrt zur A61 in Mackenstein übersah sie
den ihr auf der Vorfahrtstraße entgegen kommenden Wagen eines 26-jährigen Dülkeners. Beide Fahrzeuge kollidierten im Einmündungsbereich. Die 69-Jährige wurde dabei
schwer, der 26-Jährige leicht verletzt. Es entstand mittlerer
Sachschaden.
Außenbordmotor geklaut
Kaldenkirchen. Bei einem Einbruch in ein Gartenhaus an
der Straße Schwanenhaus erbeuteten Unbekannte in der
Nacht von Sonntag auf Montag neben diversen Elektrowerkzeugen auch ein Radio und einen Außenbordmotor.
Sie waren über einen Zaun auf das Grundstück geklettert
und hatten die Tür des Gartenhauses brachial geöffnet.
Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 02162/377-0 entgegen.
Autofahrer übersieht
falsch fahrenden Radler
Da war der Schutzengel mit unterwegs - der Fahrer des Wagens blieb bei diesem Unfall unverletzt. Foto: Heike Ahlen
Trickdiebinnen unterwegs
Exhibitionist in Dülken
Korpulente und schlanke Frau als Duo
Kaldenkirchen. Am Montag gegen 13.45 Uhr wurde
eine 77-jährige Frau von
Sammlern bestohlen. Die
Seniorin befand sich in ihrem Fahrzeug auf der Jahnstraße. Sie hatte ihre Einkäufe und ihre Geldbörse auf
dem Beifahrersitz deponiert.
Plötzlich näherten sich zwei
junge Frauen dem Pkw und
gestikulierten wild. Eine
Frau riss die Fahrertür auf,
während ihre Komplizin an
der Beifahrertür stand und
durch das geöffnete Fenster
ins Fahrzeuginnere schaute.
Die Frau an der Fahrertür
hielt der Seniorin ein
Klemmbrett vor und forderte eine Unterschrift, was vehement auch von der Komplizin unterstützt wurde. In
dieser Situation dürfte die
Frau an der Beifahrerseite
die Geldbörse unbemerkt
vom Beifahrersitz genommen haben, denn plötzlich
flüchteten beide Frauen in
Richtung Vennstraße. Etwa
15 Minuten nach der Tat
brachte ein ehrlicher Finder
die Geldbörse zur Wohnanschrift der Seniorin. Der Finder gab an, die Geldbörse auf
dem Parkplatz hinter Stinges gefunden zu haben. Es
fehlten einige zig Euro Bargeld. Die Frauen waren etwa
30 Jahre alt. Eine hatte krauses schwarzes Haar und war
korpulent und etwa 1,55
Meter groß. Ihre Komplizin
hatte schwarzes glattes langes Haar und war etwa
gleich groß, aber schlank.
Beide Frauen dürften einer
mobilen ethnischen Minderheit angehört haben. Die Polizei fragt, wer die beiden
Frauen eventuell am Montag ebenfalls gesehen hat
oder sogar von ihnen angesprochen wurde. Hinweise
bitte an die Polizei unter der
Rufnummer 02162/377-0.
Nur wenig „Saures“ zu Halloween
30 Einsätze für die Polizei im Kreis
Kreis Viersen (hei). An
Halloween scheiden sich die
Geister in mehrfacher Hinsicht. Für die einen ist es
Kommerz pur und deshalb
abzulehnen, die anderen begeistern sich für Gruselkostüme und feiern kräftig
mit.
Während die Feierwut bei
den kleineren Kindern, die
mit leuchtenden Augen und
den Eltern in einigen Schritten Entfernung von Haus zu
Haus durch ihre Wohnsiedlung ziehen, höchstens den
Besuch beim Zahnarzt als
unschöne Folge hat, sind die
älteren Jugendlichen - wie
an jedem anderen Tag auch,
an dem der Kalender Frohsinn verordnet - sich nicht
immer klar darüber, wo die
Grenze zwischen Schabernack und Straftat ist.
Dennoch: Die leicht positive Tendenz der Einsatzzahlen des vergangenen Jahres konnte für die Polizei im
Grenzland auch in diesem
Jahr fortgesetzt werden. Bis
6 Uhr am AllerheiligenMorgen musste die Kreispolizei zu fast 30 Einsätzen
ausrücken, wobei keine speziellen Brennpunkte oder
bedeutende Straftaten zu
verzeichnen waren. Neben
vier Ruhestörungseinsätzen mit Halloweenbezug
sprachen sechs Anrufer
auch von Randalierern. Auf
der Hauptstraße in Viersen
wurde eine aufgestellte
Holzhütte durch unbekannte Täter umgestoßen
und die Eingangstüre und
mehrere Holzelemente mutwillig zerstört. In Kempen
wurde auf der Straße Am
Waldschlößchen eine Schei-
Viersen. Am späten Mittwochnachmittag der vergangenen Woche übersah ein 36-jähriger Autofahrer aus Neuss
beim Ausfahren aus dem NEW-Gelände in die Freiheitsstraße einen Radfahrer, der, für ihn von rechts kommend,
den vorhandenen Sonderweg aus der Stadtmitte kommend
in Richtung Dülken befuhr. Beide Fahrzeuge kollidierten,
der 57-jährige Brüggener Radler stürzte, verletzte sich
schwer und musste stationär in einer Klinik behandelt
werden. Er hatte nach Feststellungen der unfallaufnehmenden Polizeibeamten verbotswidrig den für ihn linken Radweg der Freiheitsstraße genutzt und trug keinen Schutzhelm.
be der doppelt verglasten
Haustüre eines Einfamilienhauses beschädigt. Auf der
Hülsdonkstraße in Willich
zerwarf eine größere Gruppe Jugendlicher Flaschen.
Nachdem sie die Scherben
entsorgt hatten, wurde ihnen ein Platzverweis erteilt.
Zu Körperverletzungsdelikten kam es in drei Fällen
nach Streitigkeiten in Gaststätten. Unbelehrbare Eierwerfer waren auch in diesem Jahr wieder in vielen
Orten im Grenzland unterwegs.
Dülken. Ein Unbekannter zeigte sich am Dienstagmittag
einer 27-jährigen Viersenerin in unsittlicher Weise. Um
11.50 Uhr war eine 27-jährige Viersenerin mit ihrem einjährigen Sohn im Kinderwagen auf der Venloer Straße aus
Richtung Sparkasse in Richtung Malmedystraße unterwegs. In Höhe der Grünanlage Melcherstiege trat ein junger
Mann aus einem Weg heraus und zeigte sich der Viersenerin
mit entblößtem Genital. Als diese schnell weiterging, folgte
er zunächst der verschreckten Frau, bis sie nach ihrem
Handy griff. Daraufhin drehte er sich um und verschwand
in Richtung Innenstadt. Der Mann war etwa 18 bis 25 Jahre
alt, 1,70 Meter groß, hatte dunkle, kurze und leicht hoch
gegelte Haare. Er trug eine dunkle Hose und eine blaue glatte
Regenjacke. Zeugen oder weitere Geschädigte melden sich
bitte beim Kriminalkommissariat 1 unter der Rufnummer
02162/377-0.
Schmuck-Diebe im
Seniorenhaus
Dülken. Achtung, Diebe machen auch vor den Seniorenhäusern nicht mehr halt: Wertvollen Schmuck stahlen
Unbekannte am Montag aus einer Wohnung in einer Seniorenresidenz an der Heesstraße. Nur kurz war die 86-jährige
Bewohnerin einer Wohnung in dem Seniorenhaus nicht in
ihrem Zimmer, als zwischen 11 und 12 Uhr Unbekannte aus
einer Schublade ihrer Wohnung im ersten Obergeschoss
eine grobgliedrige Goldkette mit Anhänger und weitere
Ketten und Ringe entwendeten. Das Haus, in dessen Erdgeschoss sich Gemeinschaftsräume befinden, ist frei zugänglich. Die Polizei bittet Bewohner, Angehörige und Personal,
auf Personen im Haus zu achten, die dort normalerweise
nicht verkehren. Sollte der Verdacht aufkommen, dass
Unbekannte sich einschleichen und die Senioren bestehlen
wollen, sollte jeder sofort zum Handy greifen und über den
Notruf 110 die Polizei alarmieren.
BlaulichtReport
Seite 8
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
Falscher Wasserwerker
macht reiche Beute
Viersen. Mehrere tausend
Euro Bargeld erbeuteten falsche Wasserwerker bei einer Seniorin auf der HansBöckler-Straße in Beberich.
Am vergangenen Freitag
zwischen 9.30 und 10 Uhr
schellte es an der Tür des
Einfamilienhauses. Die 80jährige Bewohnerin öffnete
einem etwa 30 bis 40 Jahre
alten Mann, der angab, die
Wasserleitung reparieren zu
müssen.
Bei seinen „Arbeiten“ bewegten sich der Mann oder
ein unbemerkt hineingelassener Mittäter frei im Haus
und stahl dabei mehrere
tausend Euro Bargeld. Erst
am Nachmittag erzählte die
Seniorin einer Nachbarin
von dem Vorfall. Diese hatte
zur Tatzeit ein verdächtiges
blaues Auto mit MG-Kennzeichen beobachtet. Hinweise auf das Fahrzeug oder die
Personen nimmt die Kripo
unter der Rufnummer
02162/377-0 entgegen.
Einmal mehr wiederholt
die Polizei ihre Tipps: Lassen Sie niemals angebliche
Handwerker, die Sie nicht
bestellt haben, in Ihre Wohnung. Seriöse Handwerker
kommen gerne wieder, wenn
Sie eine Vertrauensperson
hinzugezogen haben. Bewahren Sie kein Bargeld in
Ihrer Wohnung auf! Deponieren Sie Ihr Geld und Ihre
Wertsachen bei der Bank auf
einem Konto oder in einem
Wertfach/Safe, dort ist es sicher vor Dieben.
Unfall sorgt für
Verkehrschaos
So sah das Auto des Unfallopfers auf der B221 aus. Foto: Heike
Ahlen
Brüggen (hei). Ein mittleres Verkehrschaos im Feierabendverkehr hat am Mittwochabend vergangener
Woche ein Unfall an der
Kreuzung Heidweg/B221
Brachter Straße verursacht.
Gegen 17.10 Uhr wollte ein
älterer Herr aus Hilversum
aus dem Heidweg nach links
in Richtung Kaldenkirchen
auf die Bundesstraße abbiegen. Dabei übersah er einen
in Richtung Brüggen fahren-
den Nettetaler mit seinem
Wagen.
Die Fahrzeuge stießen zusammen und wurden beide
so schwer beschädigt, dass
sie abgeschleppt werden
mussten. Den Insassen geschah nichts. Bis kurz vor 19
Uhr war die Bundesstraße
zwischen Lüttelbracht und
Alst zur Unfallaufnahme
gesperrt, auch auf der Umleitungsstrecke lief der Verkehr nur sehr schleppend.
Keine Beute im leeren Haus
Rahser. Pech für die Einbrecher: Weil die Hausbesitzer
bereits alle Wertgegenstände aus einem zurzeit leer stehenden Haus an der Bendstraße entfernt hatten, blieben sie
ohne Beute. Am Montag zwischen 7.25 und 18.50 Uhr hebelten Unbekannte das Küchenfenster des Hauses auf und
stiegen durchs Fenster ein. Sie durchsuchten fast alle Räume, fanden aber keine Wertsachen vor. Das Kriminalkommissariat 2 bittet darum, verdächtige Beobachtungen unter der Rufnummer 02162/377-0 zu melden.
Hochkonjunktur für Einbrecher
Dunkle Tage ziehen die Langfinger an
VON HEIKE AHLEN
Grenzland. Das Phänomen
der so genannten „Tageswohnungseinbrüche“, also
der Einbrüche in der Zeit, in
der die Menschen unterwegs
zur Arbeit, zur Schule oder
zum Einkaufen sind, ist das
ganze Jahr über präsent. In
der Jahreszeit, in der es morgens lange und abends früh
dunkel ist, haben es die Einbrecher noch leichter, unbemerkt auf Grundstücke und
in Häuser zu gelangen. Auch
seit dem Redaktionsschluss
der letzten GN-Ausgabe hat
es wieder etliche dieser Einbrüche gegeben.
In Hinsbeck erbeuteten
Einbrecher mindestens ein IPad in einem Einfamlienhaus
am Johannesfeld. Zwar hatten die Bewohner den Einbrechern einen Riegel vorgeschoben und die Terrassentür mit einem Sicherheitsbalken gegen Aufschieben gesichert, ein Fenster hielt dem
Hebelwerkzeug indes nicht
stand. Die Einbrecher verschafften sich am Mittwoch
vergangener Woche zwischen 15 und 20.35 Uhr über
einen Seitenweg Zugang in
den Garten des Hauses. Zunächst versuchten sie vergeblich, die Terrassentür aufzuhebeln. Nach Aufhebeln
eines Fensters gelangten sie
ins Haus und durchsuchten
sämtliche Räume und Behältnisse.
Gleich zweimal traf es in
der abgelaufenen Woche Boisheim. In einem Einfamilienhaus am Pütterhöfer Weg
Fenster können Schwach-stellen in einem Haus ein, die
Einbrecher gezielt suchen. Die Polizei berät, wie man Fenster
besser sichern kann. Symbolfoto: Heike Ahlen
kamen die Diebe am Mittwoch vergangener Woche
zwischen 15.15 und 20 Uhr.
Sie kletterten über eine Mauer in den Garten und hebelten die rückwärtige Terrassentür auf. Nach Aufhebeln
einer weiteren Zwischentür
durchsuchten sie sämtliche
Räume und verschwanden
unerkannt.
Ebenfalls Bargeld fanden
die Diebe in einem Einfamilienhaus am Alt-BreyellerWeg. Sie hatten am Sonntag,
zwischen 14.15 und 19 Uhr
ein rückwärtiges Fenster aufgehebelt und alle Räume und
Schränke durchwühlt.
Zweimal schlugen die Einbrecher auch in Lobberich
Am Wasserturm zu. In einem Fall hatten Unbekannte
innerhalb der letzten beiden
Wochen versucht, die Terrassentür zu einem Einfami-
Wechseltrick bei
Senioren erfolgreich
Süchteln. Ein Trickdieb
treibt in Viersen sein Unwesen und hat ein weiteres
Opfer in Süchteln auf der
Tönisvorster Straße überlistet. Der 80-jährige Süchtelner hatte am Donnerstag
vergangener Woche gegen
12.30 Uhr gerade die Filiale
der Deutschen Bank verlassen, als er von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Dieser wollte
Geld bei ihm wechseln. Der
hilfsbereite Senior ging darauf ein und bemerkte erst
später, dass ihm mehrere
Geldscheine aus dem Portemonnaie fehlten.
Wahrscheinlich war er
nicht das einzige Opfer. Denn
fast zeitgleich war ein 75jähriger Viersener aus der
Bank gekommen und war
von einem Mann angesprochen worden, der ihn bat,
ihm ein 50-Cent-Stück zu
wechseln. Möglicherweise
ist in diesem Fall der Dieb
dem älteren Herrn durch den
Durchgang, der hinter der
Bank zum Remigiusplatz
führt, gefolgt. Jedenfalls hat
er ihn dort angesprochen.
Während des Wechselns fingerte der Dieb im Portmonee
seines Opfers herum und zog
unbemerkt mehrere 50Euro-Scheine heraus.
Da die Täterbeschreibungen der beiden Opfer sich
sehr ähnlich sind, geht die
Polizei von einem Zusammenhang zwischen beiden
Taten aus. Der Täter soll zwischen 1,75 und 1,80 Meter
groß und dunkelhaarig sein.
Er trug eine dunkle Stoffhose
und ein Hemd, keine Jacke.
Die Opfer schätzen den
Mann mit den nach hinten
gekämmten Haaren und
dem leichten Bauchansatz
auf 35 bis 40 Jahre.
lienhaus aufzuhebeln, scheiterten jedoch. Ob die Einbrecher in einem weiteren Haus
auf der Straße Beute machten, steht noch nicht fest. Hier
hatten sie am Sonntag, zwischen 18.05 und 20.15 Uhr ein
rückwärtiges Fenster aufgehebelt und alle Räume durchsucht.
Am Samstag in der Zeit von
14 bis 21 Uhr waren Einbrecher in Dülken unterwegs.
Zwischen 15 und 21 Uhr hebelten bislang unbekannte
Täter die Terrassentüre der
Erdgeschosswohnung eines
Mehrfamilienhauses auf der
Max-Planck-Straße auf. In der
Wohnung wurden sämtliche
Behältnisse
durchsucht.
Nach ersten Erkenntnissen
erbeuteten sie Schmuck und
Bargeld. Auf der Eltener Straße - und somit ganz in der
Nähe - wurde zwischen 14
und 20.30 Uhr ebenfalls eingebrochen. Nachdem die Balkontüre aufgehebelt worden
war, wurden mehrere
Schränke und Schubladen
geöffnet und durchsucht. Ob
hier etwas entwendet wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Ein auf Kipp stehendes Fenster machte es Einbrechern in Süchteln An der
Holtzmühle am Sonntag
leicht, in das Einfamilienhaus
einzusteigen. Zwischen 11
und 16.15 Uhr öffneten die
Diebe das gekippte Fenster.
Dabei stürzte eine Vase im
Inneren zu Boden. Dieser
Lärm mag die Einbrecher aus
Angst vor Entdeckung dann
vertrieben haben, so dass sie
ohne Beute flüchteten. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
Schieben Sie Einbrechern einen Riegel vor und schließen
Sie Türen und Fenster.
Hinweise zu allen Fällen
werden an die Kriminalpolizei unter der Rufnummer
02162-377 0 erbeten.
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Beim Gassigehen
schwer verletzt
Viersen. Schwere Verletzungen erlitt eine Fußgängerin
bei einem Verkehrsunfall am Mittwochabend vergangener Woche gegen 22.25 Uhr in Viersen auf der Hofstraße.
Die 70-jährige Viersenerin wollte mit ihrem Hund den
Ring aus Richtung Kaiserstraße kommend in Richtung
Freiheitsstraße überqueren.
Dabei wurde die Frau von einem Pkw erfasst, den ein 46jähriger Viersener steuerte, der vom Ring aus kommend
nach links auf die Hofstraße einbog.
Die Frau musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Der Hund blieb unversehrt und
wurde im Tierheim untergebracht.
Radfahrer übersehen schwer gestürzt
Amern. Am Sonntag gegen 14.02 Uhr war eine 54-jährige Motorradfahrerin aus Amern auf der Renneper Straße
aus Richtung Amerner Weg kommend in Richtung Eicken
unterwegs.
In Höhe des Hauses 55 bemerkte sie eine vor ihr fahrende
Radfahrergruppe zu spät und versuchte durch eine Vollbremsung dem Zusammenstoß zu entgehen. Dabei kam sie
zu Fall und musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Lokales
Beim Kürbisschnitzen gab’s keine Sprachprobleme
Schüler begegneten sich bei deutsch-niederländischen Projekttagen
Breyell (jb). Schwer was
los auf dem Schulhof der Gemeinschaftsgrundschule
(GGS) Breyell: Kinder und
Lehrer zückten die Messer,
stachen und schnitten munter drauf los. Ihre Opfer: Kürbisse in Massen, die zu kunstfertigen Gruselmodellen
werden sollten. Das Besondere dabei: Bei den „Projekttagen Kürbis“ machten deutsche und niederländische
Schüler gemeinsam mit. Sinn
der Sache laut Schulleiter
Horst Gerlach: „Zum einen
geht es bei den Projekten um
kreatives Arbeiten mit Naturmaterialien, zum anderen
vertiefen wir so den Austausch mit unserer Partnerschule, der Basisschool Triangel aus Linne/Roermond.“
Erst scheu und schüchtern,
dann schier unzertrennlich
miteinander in Aktion: Lang
war die Tischreihe, darauf
dutzende Kürbisse, drumherum Schüler aus Breyell
und Linne, anfangs noch zag-
haft und still. Mittendrin zwei
Mädchen: „Ik heet Julie“, sagte die eine, „Ich heiß Julie“,
sagte die andere. Schon kicherten die beiden neunjährigen Namenscousinen und
machten sich daran, mit Löffeln dicke gelbe Kürbisse auszuhöhlen. Lustige und gruselige Köpfe sollten daraus
werden.
Dabei half den Kindern eine
Expertin - Christa Kaffill aus
Leuth, die auf ihrem Erkenshof jährlich im Herbst ihre
Kürbiswerkstatt betreibt;
das Kreativangebot lockt
junge und erwachsene Teilnehmer aus der ganzen Region. „Ich habe zwei Kinder
hier auf der Schule, so kam im
Gespräch mit Schulleiter
Gerlach die Idee zur Kürbisaktion auf dem Schulhof auf“,
erzählt die Erlebnispädagogin.
Am letzten der drei Projekttage waren die Viertklässler dran, dazu kamen die
Schüler der Gruppe 6 aus Lin-
Gemeinsam wurde eifrig geschnitzt und ausgehöhlt.
Bei der Kürbisaktion kennen Kinder keine Sprachprobleme.
ne: „Die Gruppe entspricht
etwa eurer Klasse 4“, erläuterte Ad Jeurissen, Leiter der
Basisschool. Er hatte Gerlachs Einladung erfreut angenommen: „Die Vertiefung
der Partnerschaft ist uns beiden wichtig, die Provinz
Limburg unterstützt dazu
das Projekt Euregioschool“,
so Jeurissen.
Euregioschool ist eine Initiative, die grenznahe Schulen beim Austausch und
beim Erlernen der Sprache
des Nachbarlandes fördert.
Meist aber herrschte auf dem
Schulhof in Breyell ein Sprachengemisch: Auf Deutsch,
Niederländisch und Englisch
redeten Schüler, mithelfende
Eltern und Lehrer durcheinander und miteinander;
Sprachprobleme gab’s so
nicht beim gemeinsamen
Kürbisschnitzen.
Die Erwachsenen assistierten den Kindern vor allem,
als es darum ging, Gesichter
in die ausgehöhlten Kürbisse
zu schnitzen. „Alles ging gut,
nur einmal wurde ein Pflaster für einen angeritzten
Daumen gebraucht“, erzählte eine Mutter.
Bei einer gemeinsamen
Mahlzeit mit Kürbissuppe
von Hans-Josef Hoeren vom
Restaurant Zum Schänzchen
und Brötchen von Bäcker Johannes Nethen endete das
deutsch-niederländischen
Schulprojekt - vorläufig:
„Vielleicht sammeln wir die
Samen aus den Kürbissen,
pflanzen sie bei uns ein, und
nächstes Jahr kommt ihr
dann alle zu uns zum Kürbisschnitzen“, lud Jeurissen ein.
Bis dahin bleibt jedem
Kind, ob aus Deutschland
oder aus Holland, eine große,
gelbe, gruselige Erinnerung,
wie Gerlach erklärte: „Jeder
kann seinen Kürbis mit nach
Hause nehmen!“ Und sicherlich kamen manche der Gruselköpfe an Halloween zu ihrem ersten Einsatz. Fotos: Joachim Burghardt
Briefmarkenfreunde
laden zum Tauschabend
CDU-Ortsausschuss
tagt im Jägerhof
Nettetal (hws). Die Briefmarkenfreunde Nettetal laden ein
zum Tauschabend am Freitag, 5. Dezember, um 19 Uhr, im
„Alten Braukeller“, Kindt 17. Am Freitag, 12. Dezember,
findet an gleicher Stelle der Familienabend als gemeinsames
Abendessen mit Freunden statt. Anmeldungen sind möglich bis zum 28. November bei Stephan Heidenfels, Alst 58
c, 41379 Brüggen, Telefon 02157/90220 ab 18 Uhr.
Lobberich Die Mitglieder der Lobbericher CDU treffen
sich am Mittwoch, 12. November, um 20 Uhr im „Jägerhof“,
Sassenfeld 161. Kreisdirektor Dr. Andreas Coenen referiert
über „Kultur und Tourismus im Kreis Viersen“ Es wird
Berichte geben und Wahlen stehen an. Zum Stand der
aktuellen Straßenerneuerungen in Lobberich wird ebenfalls berichtet.
Kranzniederlegung in Lobberich
Nettetal. Am Sonntag, 16.
November, ist Volkstrauertag. An diesem Tag sind die
Bürger aufgefordert, der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. In
Nettetal findet abwechselnd
in einem der sechs Stadtteile
eine zentrale Gedenkfeier mit
Kranzniederlegung statt, dieses Jahr in Lobberich am Ehrenmal auf dem Friedhof (Eremitenstraße). Alle Teilnehmer
versammeln sich um 9 Uhr
auf dem Brockerhof und ziehen über die von-BocholtzStraße,
Freiheitsstraße,
Breyeller Straße und Friedhofsstraße zum Ehrenmal.
Nach einer Feierstunde wird
gemeinsam über die Düsseldorfer und die Hochstraße zur
katholischen Pfarrkirche St.
Sebastian gezogen. Die Kreisfeuerwehrkapelle sowie die
Chorgemeinschaft MGV Lie-
dertafel Breyell und MGV
Hoffnung Lobberich werden
die Gedenkfeier auf dem
Friedhof mit gestalten. Bürgermeister Christian Wagner
wird eine Gedenkrede halten.
Zur zentralstädtischen Feier
finden Trauergottesdienste
um 10.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Lobberich
(Steegerstraße 39) und um
11.15 Uhr in der Katholischen
Pfarrkirche St. Sebastian (An
St. Sebastian 29) statt.
Seite 9
Ein Hingucker aus Amerika
VON JOACHIM BURGHARDT
Nettetal. Aufsehen erregt
es, das urige Gefährt, das
zwar silbern glänzt, aber so
gemütlich und rundlich gar
nicht in die moderne automobile Technikwelt zu passen scheint.
Dieses außergewöhnliche
amerikanische Wohnmobil,
Modell Airsteam, gehört
René Blomen: „Mein Airstream ist sicherlich ein Hingucker, das ist mir nur
recht“, sagt der 27-jährige
Nettetaler, der mit seinem
Wagen eine pfiffige Geschäftsidee umsetzt: „Catering hier vor Schulen und
Firmen im Kreis Viersen,
Vermietung und Promotion deutschlandweit.“
Schülern, Geschäftsleuten und Arbeitern frische
Mahlzeiten parat halten das klingt nicht gerade neu.
„Aber bei mir ist alles amerikanisch, der Airstream
wie das Essen“, erläutert
Blomen.
Der so genannte American Way of Life hat es ihm
angetan: „Ich war schon länger in der Gastronomie tätig, hatte viel mit Amerika
und amerikanischen Partnern zu tun“, deutet der junge Mann an.
Außen reine Nostalgie, innen neueste Technik: Soundund Lichtanlage, zwei Fernseh-Bildschirme, funktionale Kücheneinrichtung.
Im Kontrast dazu die gemütliche halbrunde Sitzbank mit roten Bezügen, auf
dem Tisch Schirmchen und
Teddy.
Bis zu zehn Personen können sich’s drinnen gemütlich machen, Blomen liefert
auf Wunsch Speisen und Getränke.
Doch neben der Vermietung, etwa für private Feiern, wird er ab Januar
hauptsächlich mit seinem
Auto den Airstream zu
Schulen und Firmen ziehen;
TÜV, Gewerbeaufsicht und
Ordnungsamt haben laut
Blomen ihr Okay gegeben.
Anbieten will er „frische
amerikanische Kost wie
Sandwiches und Bagles“.
Klischee-Gerichte wie Hotdogs habe er nicht vorgesehen, wohl aber „Vegetarisches und natürlich Sonderwünsche“.
Erste Kontakte seien vielversprechend verlaufen:
„Ich werde bald zum Beispiel vor meiner alten Realschule in Kaldenkirchen stehen und vorm Berufskolleg
in Lobberich, aber auch in
Startet mit seinem B-Express Airsteam durch - René Blomen.
Foto: Joachim Burghardt
Mit der Anschaffung des
Airstream nach langer Internet-Recherche hat er sich
nun den „Wunsch nach
Selbständigkeit“ erfüllt,
dafür dem Gefährt eine neue
Innenausstattung als Lougne- und Speisemobil verpasst; Familie und Freunde
unterstützten ihn.
Und das ist er, der Airstream: Außen mit Aluminium verkleidet und vernietet, 7,70 Meter lang, 2,30
Meter breit und 2, 75 Meter
hoch, Leergewicht rund anderthalb Tonnen.
„Durch die Alu-Verkleidung ist er relativ leicht“,
weiß Blomen.
Der Clou allerdings: Der
Airstream aus Kalifornien
ist ein echter Oldtimer, Baujahr 1961.
Industriegebieten wie im
Herrenpfad.“
Firmen haben zudem Interesse signalisiert, erzählt
der junge Unternehmer, die
Außenfläche für Werbung
zu
mieten
(Kontakt:
w w w . b - e x p r e s s airstream.de, Telefon 0157/
51688723).
Kommt die Idee an, häufen sich die Buchungen, ist
die Außenseite als Werbefläche gefragt, soll’s nicht
bei einem Airstream bleiben: „Das ist ja erst der Anfang“, hofft der Nettetaler,
der sein Nostalgie-Mobil
„B-Express“ getauft hat:
„Airstream ist Marke, und
das ‚B‘ steht für Blomen.“
Und dieser Hingucker wird
nun öfter zu sehen sein nicht nur in Nettetal.
Nettetal
Seite 10
Eine Spitzenfrau
an den Maschinen
Ein unglaublich schönes Erlebnis
Seit kurzem wird im Lambertiturm geheiratet
VON JOACHIM BURGHARDT
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Eigene Interessen hat sie auch, klar - Musik
und Disko und pflegt Hobbys: „Aber leider habe ich
dafür nur wenig Zeit“, bedauert Kathrin Spütz aus
Lobberich. Mehr Zeit widmet sie ihrer Ausbildung zur
Maschinenbau-Ingenieurin.
Die absolviert sie so gut, dass
sie zu den besten Auszubildenden im Bezirk der Industrie- und Handelskammer
Mittlerer Niederrhein (IHK)
gehört. Und dafür jetzt ausgezeichnet wurde.
„Natürlich bin ich stolz,
aber ich war ehrlich überrascht, dass ich geehrt wurde“, sagt Spütz bescheiden.
Gibt allerdings zu: „Die Noten sind schon sehr gut.“ Für
Außenstehende eine Überraschung, dass ausgerechnet eine junge Frau in der
Welt der Technik zur Spitze
Breyell. Einen der wohl
glücklichsten Tage ihres Lebens feierten Anke und Wim
Siemes, als sie am 24. Oktober heirateten. Aber nicht
nur das. Sie sind das erste
Paar, dass sich im Breyeller
Kirchturm das Eheversprechen gab. „Es war von Anfang an klar, dass wir nur im
Lambertiturm
heiraten
wollen“, erzählt Anke Siemes schmunzelnd, „mein
Mann ist in Breyell aufgewachsen und Ur-Breyeller.
Er fühlt sich mit dem Ort
total verbunden, da war das
für ihn einfach klar.“
Klar war das Heiraten im
Lambertiturm aus bürokratischer Sicht lange Zeit
nicht. Aber was lange
währt, wird endlich gut. Das
findet auch Reinhard Rankers, Erster Vorsitzender
des Fördervereins Alte Kirche. „Die Idee, im Alten
Kirchturm heiraten zu können, gab es bereits im Jahr
2000. Damals wurde das jedoch unter dem amtieren-
unter den Auszubildenden
gehört, für die 21-Jährige allerdings nicht: „Das liegt mir
einfach, schon in der Schule
hatte ich’s mit Mathe, musste kaum dafür lernen.“
Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin,
Fachrichtung Maschinenund Anlagenkonstruktion,
so steht’s in der Urkunde.
Voraussetzung war ein prima Abitur an der Liebfrauenschule in Mülhausen, denn
neben der praktischen Ausbildung bei der Firma Siempelkamp Maschinen- und
Anlagenbau in Krefeld studiert die junge Frau: „Ich
mache die Kooperative Ingenieur-Ausbildung.“ Duales
System also, Praxis im Betrieb, Theorie an der Uni.
Kathrin Spütz (Foto: IHK)
„Dazu gehörte auch das
Handwerkliche im Betrieb,
Arbeiten mit der Metallfeile
zum Beispiel, aber darin war
ich, glaube ich, gar nicht so
gut“, meint Spütz. Eher liege
ihr das Konzipieren und
Konstruieren von Maschinenanlagen, zum Beispiel für
die Herstellung von Spannplatten oder Gusseisenteilen.
Erst vier Semester an der
Fachhochschule Niederrhein in Krefeld, nach dem
Ende der verkürzten betrieblichen Ausbildung geht’s nun
weiter an der Technischen
Hochschule Aachen. Bei
Siempelkamp freilich bleibt
sie: „Das ist so vereinbart, in
den Semesterferien arbeite
ich in Krefeld, und nach dem
Master an der Uni bleibe ich
noch mindestens zwei Jahre
im Betrieb.“
Vorteile haben davon beide Seiten: Spütz bekommt
die bestmögliche praktische
und theoretische Ausbildung, Siempelkamp bleibt
vorläufig die Fachkraft erhalten, in deren Ausbildung
die Firma investiert hat.
Und danach? Spütz überlegt nicht lange „Erst mach
ich mal mein Studium zu
Ende, dann sehen wir weiter.“ Und vielleicht, hofft sie,
ergebe sich zwischendurch
„mal wieder was Zeit fürs
Voltigieren, für Musik und
Disko“, für ihre Hobbys also.
Einladung zum
Seniorenfrühstück
Lobberich. Die Pfarrcaritas St. Sebastian, Lobberich lädt
alle Personen ab einem Alter von 75 Jahren am Donnerstag,
13- November, um 9.30 Uhr zu einem gemütlichen Frühstück in das Pfarrheim „Brücke“ ein.
Eine Anmeldung wird bis zum 8. November bei Inge
Inkmann, Telefon: 02153/5347 oder im Pfarrbüro St. Sebastian, Telefon: 02153/91410, erbeten.
Elferrat trifft sich zur
Sessionsvorbereitung
Schaag (ww). Der Elferrat der Schaager-Karnevals-Gesellschaft trifft sich zur Vorbereitung der Session 2014/2015
am Freitag, 7. November, 20 Uhr, im Restaurant „Heidehaus“. Außerdem stehen auf der Tagesordnung die Abstimmung für Besuche auswärtiger Karnevalsveranstaltung
und vor allem die Prinzen-Proklamation in Kaldenkirchen.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Anke und Wim Siemes sind das erste Paar, das im Lambertiturm
geheiratet hat. Foto: privat
den Bürgermeister nicht
bewilligt.“ Dies sei für nicht
notwendig befunden worden. Christian Wagner jedoch war diesem Vorhaben
gegenüber absolut offen.
„Schließlich trat sogar die
Stadt von selbst an uns heran, weil sie es unterstützen
wolle“, freut sich Rankers
und fügt hinzu, „die Bauabnahme nach Abschluss letz-
ter Gebäude technischer
Maßnahmen erfolgte im
April.“ Man sei dann auf die
Stadt zugegangen und habe
schließlich einen Vertrag
abgeschlossen.
Seit dem 1. Sepember ist
eine Eheschließung im von
den Breyellern liebevoll „Alten Lambert“ getauften, unter Denkmalschutz stehenden alten Breyeller Kirch-
turm die Eheschließung
möglich. Es habe bereits
schon Anfragen für frühere
Termine gegeben, „die bezogen sich allerdings auf einen
Samstag als Wunschtermin“, so Rankers. Dies sei
zur Zeit jedoch noch nicht
möglich, bedauert er, es dürfe bis jetzt nur an Freitagen
geheiratet werden.
Für Anke und Wim Siemes war dies „ein unglaublich schönes Erlebnis mit
vielen tollen Erinnerungen.“ So habe man im unteren Raum geheiratet, eine
Etage höher gab es einen
Empfang mit liebevoller
Dekoration sowie Kerzen
und schließlich habe man
auch das Dachschiff geentert, „wo wir ganz oben am
Geländer ein Schloss mit
Gravur verewigt haben“,
freut sich Anke Siemes.
„Während unserer Flitterwochen auf Borkum haben
wir den Schlüssel ins Meer
geworfen, als zusätzliche
symbolische Besiegelung“,
ergänzt Wim Siemes lächelnd.
Neue Rollstuhlsportgruppe in Nettetal
Nettetal. Das Erlernen des
richtigen Umgangs mit dem
Hilfsmittel Rollstuhl, das
Kennenlernen des Rollis als
Sportgerät oder das Ausprobieren von Sportarten im
Rollstuhl: ein Bedürfnis vieler Menschen, die auf das
Hilfsmittel angewiesen sind.
Ein passendes, ortsnahes
Angebot zu finden, fällt
manchmal sehr schwer.
Der Rollstuhl-Aktionstag,
der am 11. Oktober in der
Werner-Jaeger-Sporthalle
von dem Aktionsbündnis
Schlag auf Schlag, NetteVital, dem Reha-Team-West
und dem Rollstuhlherstel-
ler OttoBock veranstaltet
wurde, zeigte einen Bedarf
an weiteren Sport- und Bewegungsangeboten für Rollstuhlfahrer in Nettetal. Die
Rollstuhlnutzer, die bei der
gut organisierten Tagesveranstaltung von Spezialisten
des deutschen Rollstuhlsportverbandes geschult
wurden, bekundeten großes
Interesse, ein weiter führendes Angebot zu besuchen.
In Gesprächen zwischen
NetteVital, dem Gesundheits- und Behindertensport
Nettetal e.V. (BS Nettetal)
und dem Behinderten- und
Rehabilitationsportver-
band NRW wurden Möglichkeiten besprochen, das
Angebot der BS Nettetal mit
der Unterstützung von Partnern als regelmäßige Maßnahme durchzuführen.
Im Vordergrund steht der
spielerische Umgang mit
dem Rollstuhl, das Überwinden von Hindernissen
mit und ohne Hilfe sowie
das Ausprobieren einiger
Sportarten im Rollstuhlsport. Das Angebot richtet
sich an alle Altersgruppen,
der gemeinsame Nenner ist
der Spaß an der Bewegung
und das Interesse am Erlernen der richtigen Fahrtech-
nik. Neben dem Rollstuhltraining vermitteln die
Übungsleiter aber auch
Tipps und Tricks rund um
das Thema Rollstuhl sowie
weitere Bewegung fördernde Hilfsmittel.
Um ein zeitnahes Angebot
ohne lange Vorlaufzeiten zu
realisieren, einigten sich die
Kooperationspartner auf einen Beginn schon am 8. November unter der Regie der
BS Nettetal. Zeit: samstags 9
bis 10 Uhr, beginnend am 8.
November
Ort: Sporthalle Kath.
Grundschule Lobberich,
Sassenfelder Straße.
De Wölese bespaßen wieder bei Kreuels
Das Motto: „Das große Zelt es war einmal, märchenhaft wird’s jetzt im Saal“
Breyell (sp). Das Motto der
kommenden Session für die
drei Närrischen Sitzungen
der Spielschar der Breyeller
Kolpingsfamilie, De Wölese,
steht fest. Nach 20 Jahren
Abwesenheit werden die
Vollblutkarnevalisten im
Jahr 2015 erstmals wieder
im Breyeller Ortskern im
Saal von Alexander Kreuels
auf der Lobbericher Straße
feiern. Am Samstag, 31. Januar, Freitag, 6. Februar und
am Samstag, 7. Feburar,
werden jeweils die Sitzungen um 20 Uhr beginnen.
Traditionsgemäß wird das
Publikum bereits mit einem
Vorprogramm auf die Sitzungen eingestimmt. Der
Spielerrat um seinen neuen
Sprecher Rainer Tissen hat
schon auf der letzten Versammlung das Programm
der Sitzungen vorgestellt.
Mit den bewährten eigenen
Kräften und der Showtanzgruppe Lollipop wird es wieder einen interessanten Mix
aus Zwiegesprächen, Sketchen, Büttenreden und Tän-
zen geben. Auch einige Musikvorträge, eine besondere
Stärke der Wölesschar, werden bei den 2015er Sitzungen nicht fehlen. Durch das
Programm führen die beiden neuen Sitzungspräsi-
De Wölese während der vergangenen Session beim
traditionellen Aufbau ihres Zeltes. Das ist nun Geschichte.
Archivbild: Susanne Peters
denten Jürgen Ucher und
Peter Nisters. Die Proben der
Aktiven begannen bereits im
September. Eine etwas großzügigere Sitzordnung im
Saal Kreuels soll für mehr
Bein- und Sitzfreiheit bei den
Wöles - Sitzungen sorgen.
Kartenvorbestellungen (14
Euro) werden beim 2. Vorsitzenden Hubert Wirtz unter der Rufnummer 02153/
72580 oder bei jedem anderen Vereinsmitglied gerne
entgegen genommen.
Weitere Wölese-Termine
bei Kreuels sind am Sonntag, 8. Februar (Kinderkarnevalsparty), Donnerstag,
12. Februar (Die Wölesparty
an Altweiber - Karten kosten im Vorverkauf 4 Euro)
und am Karnevalssonntag,
15. Februar (Närrisches Treiben nach dem Zug).
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Nettetal
Was Krickenbeck mit Gouda und Solingen verbindet
Schüler aus Holland und Deutschland nahmen an Schreibwerkstatt teil
VON JOACHIM BURGHARDT
Hinsbeck. Das klang
fremd, und doch irgendwie
vertraut - Meeuw, bever en
rivierkreeft: „Das klingt ja
total cool, aber was heißt das
jetzt?“, fragte Manfred Theisen. Schon steckten alle Kinder die Köpfe zusammen,
tuschelten und nuschelten,
gestikulierten und fabulierten. Und irgendwie schafften es die deutschen und niederländischen Schüler, sich
zu verständigen in der Zweisprachigen Schreibwerkstatt im Infozentrum der Biologischen Station Krickenbecker Seen.
Aus Solingen und aus
Gouda kamen die Schüler,
trafen sich in Krickenbeck.
„Solingen und Gouda sind
Partnerstädte, und Krickenbeck liegt irgendwie dazwischen“, erläuterte Isabelle
Lorenz vom Infozentrum.
Hauptgrund für den Treffpunkt aber: „Die Schulen
haben ein Textprojekt zum
Thema Wasser, und hier an
den Krickenbecker Seen
spielt Wasser natürlich eine
besondere Rolle.“
Und das steckte dahinter:
Je zehn Schüler der Basisschool Het Schateiland in
Gouda und der Städtischen
Grundschule Gerberstraße
in Solingen forschten und
schrieben zum Thema Wasser, tauschten ihre Texte und
Bilder aus. Mentoren dabei:
die Autoren Gijs ter Haar
aus Amersfoort und Manfred Theisen aus Köln. Organisator: der Friedrich-Bödecker-Kreis NRW, der sich
Deutsche und holländische Kinder erarbeiten Texte mit dem Autor Gijs ter Haar. Foto: Joachim
Burghardt
Lese- und Literaturförderung auf die Fahnen geschrieben hat.
So saßen sie im Infozentrum in Zweiergruppen,
schrieben Texte, versuchten
zu verstehen, was das Kind
aus dem Nachbarland da zu
Papier gebracht hatte. „Wir
haben Flusskrebse in der
Wupper gesehen“, erzählte
die neunjährige Lilly ihrer
Partnerin Jiska aus Gouda.
Rätselraten, was nun Flusskrebs auf Holländisch heiße, Suche nach dem englischen Wort, Blicke auf Dichter ter Haar, der alle Sprachen beherrscht, Kichern,
wie komisch die Worte in
der jeweils anderen Sprache
klingen. Schreiben drinnen,
Erleben draußen stand auf
Programm - Exkursionen um
die Seen, FledermausNachtwanderung. Natürlich wurde alles wieder zu
Papier gebracht - und übersetzt. „Wir planen, aus den
Texten ein zweisprachiges
Buch zu machen“, gab Christiane Lorenz bekannt, Landesvorsitzende des Friedrich-Bödecker-Kreises
(www.boedecker-kreisnrw.de). Anregungen für die
Texte zum Thema bot den
Kindern zudem das Infozen-
trum: „Wir haben ja unsere
Dauerausstellung über Tiere am Wasser mit den Bibermodellen“, erklärte Isabelle
Lorenz. Der Biber hatte es
den jungen Forschern dabei
besonders angetan, zudem
erzählten die Schüler aus
Gouda von den vielen Möwen am Wasser, und die
Solinger wussten von den
Flusskrebsen zu berichten.
Und genau das waren sie
eben, die drei Tiere, die in die
Texte einflossen - Möwe, Biber und Flusskrebs. Was auf
Niederländisch heißt nichts
anderes heißt als: Meeuw,
bever en rivierkreeft.
30 Jahre Stammtisch „Fröhliche Runde“
Schaag (ww). In diesem
Jahr feiert der Stammtisch
„Fröhliche Runde“ im Vereinslokal „Zur Alten Post“
sein 30-jähriges Bestehen.
Am 11. November 1984, nach
der Messe in St. Anna, gründete sich die Stammtischrunde. Begonnen wurde mit
fünf Herren, die sich Woche
für Woche zusammen fanden, und sich mit Schaager
Ereignissen, Sport sowie Politik befassten und auch so
manches Streitgespräch
austrugen. Allzeit jedoch
blieben sie Freunde.
Was die Stammtischbrüder aber stets vorweisen
konnten, ist gute Laune und
Freude. Leider ist der Mitgründer Hubert Ringendahl
im vergangenen Jahr verstorben. Heute gehören dem
Stammtisch „Fröhliche Runde“ noch an: Berto Lüthen
(Vorsitzender), Udo Heyer
(Kassierer) Josef Peters und
Willi Wittmann (beide sind
für besondere Anlässe und
Ereignisse zuständig). So hat
jeder im Stammtisch seine
Position. Auch wenn drei
Stammtischbrüder
ihre
Goldhochzeit schon hinter
sich gebracht haben, tut das
der sonntäglichen Freude
keinen Abbruch. Denn auch
die Frauen stehen hinter ihren Männern.
Sonntags steht um 13 Uhr
das Mittagessen auf dem
Plan, manchmal auch mit
Verzögerungen. Jährliche
Weihnachtsfeiern und einen
Ausflug oder ein Fest mit den
Frauen gibt es ebenfalls regelmäßig. Immer dabei als
„berufenes Stammtischmitglied“ ist der Breyeller und
frühere Schaager Karl-Heinz
Wans. Neuaufnahmen gibt
es leider nach wie vor nicht,
zumal auch der sonntägliche Frühschoppen sehr
stark nachgelassen hat.
So sieht es auch Kassierer
Udo Heyer, der nach wie vor
beteuert, dass sich der
Stammtisch „Fröhliche Runde“ auch weiterhin wie üblich treffen wird, um zu dokumentieren, dass gerade
solche Gemeinschaften das
örtliche Leben prägen. Dabei
stehen nicht nur Ortsereig-
nisse auf dem Programm,
auch ganz Nettetal wird beleuchtet. So soll es auch in den
nächsten Jahren weiter gehen, sind sich die Stammtisch-Brüder einig. Das Jubiläum wird gefeiert am Mittwoch, 12. November, um
19.30 Uhr, in der Gaststätte
„Zur Alten Post“, wozu
selbstverständlich auch die
Frauen eingeladen sind. Diese sind mächtig stolz auf ihre
Männer, nicht alleine aufgrund ihres „Aushalte-Vermögens, sondern über die
Möglichkeit, auf diesem Wege
viele Neuigkeiten aus Schaag
und Umgebung zu erfahren.
Noch in diesem Jahr möchte
man daher auch einen Jubiläumsausflug starten.
Seite 11
Trödelmarkt für
den guten Zweck
Lobberich (hk). Am Samstag, 15. November, findet im
Generationentreff „Doerkesstube“ in Lobberich von 10
bis 18 Uhr ein Trödelmarkt
statt. Der Erlös kommt einem vom DRK-Ortsverein
Bracht verwalteten Konto
zugute, mit dem behinderte
Menschen unterstützt werden. Wie die Organisatorin
Mia Nellessen erzählte, wird
hier „Alles“ angeboten, ob
Wäsche, Kleidung, Porzellan
oder Dekoration. Auch an das
leibliche Wohl ist mit Suppe
und Schnittchen gedacht.
Man hofft auf zahlreichen
Besuch, damit der Kasse ein
guter Zuschuss gegeben
werden kann.
Dies ist ein wirklicher Trödelmarkt im herkömmlichen
Sinne, denn die Teile wurden
auch von vielen BusfahrtenTeilnehmern gespendet. Mia
Nellessen aus dem Sassenfeld ist seit 44 Jahren Busfahrerin. Seit über 10 Jahren gibt
sie ihr Trinkgeld an diese
Kasse, das oft, wenn sie den
Teilnehmern über die Wei-
tergabe des Geldes erzählt,
um weitere Spenden erhöht
wurde. Als sie den Besuchern
über ihre Idee eines Trödelmarktes berichtete, meldeten
diese spontan viele alte Gegenstände, die sie und ihre
Helfer von Wankum bis Krefeld und Wegberg abholten
und nun bei diesem Trödelmarkt anbieten. Auch diese
Einnahmen werden auf das
Konto überwiesen.
Wie der Leiter der Behindertenarbeit im DRK-OV
Bracht, Günter Caris, berichtete, betreut der Ortsverein
eine rund 30 Personen große
Behindertengruppe. Mit
dem gespendeten Geld führen die Behinderten mit ihren Betreuern alle zwei Jahre einen einwöchigen Urlaub
durch, der im Jahre 2015 in
die Lüneburger Heide führen wird. Wie er betont, ist
Mia Nellessen mit ihrer
Gruppe nicht die Einzige,
aber eine wichtige Säule dieser Arbeit, ohne die für die
behinderten Menschen kein
Urlaub möglich wäre.
St. Martin reitet wieder
Breyell/Schaag (ww). Im Stadtteil Breyell wird das Martinsfest am Sonntag, 9. November, gefeiert. Um 11 Uhr ist in
St. Lambertus die Familienmesse zu St. Martin. Der Martinszug formiert sich um 17.15 Uhr auf der Biether Straße an
der Grundschule. Der St. Martinszug endet dann mit dem
Feuerwerk und der Martinsszene an der Biether Straße am
ehemaligen Rötzel-Gelände.
In Schaag findet auch wieder traditionell die Martinsfeier
der Kindertagesstätte statt. Die Kinder formieren sich am
Donnerstag, 13. November, um 16.30 Uhr, besuchen die St.
Anna-Kirche zu einer Andacht und bilden anschließend
einen Fackelzug. Am gleichen Tag findet der St. Martinsumzug des Leutherheider Kindergartens ebenfalls statt. Der
Umzug beginnt um 17.30 Uhr ab dem Kindergarten Leutherheide. Für beide St. Martins-Umzüge ergeht an alle
Anwohner die Bitte, einer alten Tradition folgend, die Häuser mit Lichtern und Laternen festlich zu schmücken.
Viel los im Kindter Eck
Schaag (ww). Im Kindter Eck sind am Samstag, 8. November, ab 11 Uhr wieder Kinder bis zu zwölf Jahren zur Märchenstunde eingeladen. Neue interessierte Kinder sind jederzeit herzlich willkommen. Die neue Woche beginnt am Montag um 15 Uhr mit dem Bingo-Spiel. Am Dienstag, 11. November, trifft sich um 10 Uhr noch einmal die Fahrradgruppe auch wenn das Wetter etwas kälter sein sollte. Nach dem
Offenen Treff um 13.30 Uhr ist ab 15 Uhr „Oberschwester
Helga“ zu Gast - und weiß sicherlich viel zu erzählen. Der
Mittwoch, 12. November, beginnt um 12 Uhr mit einer Beratung für junge Mütter. Nach dem Offenen Treff beginnt um 15
Uhr das Spiel Stadt-Land-Fluss, und um 17 Uhr ist Gitarrenprobe, bevor dann um 19.30 Uhr der Nähkurs beginnt. Um
10.30 Uhr beginnt am Donnerstag, 13. November, der YogaKurs. Ein gemeinsames Mittagessen ist um 12 Uhr, und ab 14
Uhr wird der Spielenachmittag eingeläutet. Das MutterKind-Café öffnet um 15.15 Uhr. Einen Höhepunkt erwarten
die Besucher am Freitag, 14. November, wenn um 14.30 Uhr
die Martinsfeier in der Einrichtung beginnt.
Herbstkirmes in Schaag
Schaag (ww). Eine der letzten herbstlichen Kirmessen
im Grenzland ist am kommenden Wochenende die
Hubertus-Kirmes in Schaag.
Wenn auch auf dem Hubertusplatz die Schausteller
nicht gerade in großer An-
zahl vertreten sind, verstehen es die Schaager jedoch,
auch diese „späte“ Kirmes
zu feiern. Das Wochenende
steht dabei stark im Fokus
der St. Anna- und HubertusBruderschaft. Die Schießabteilung lädt herzlich ein für
Samstag, 8. November ab 19
Uhr, zum traditionellen
Schweineblut im Gelaghaus
„Alter Braukeller“. Am
Sonntag, 9. November,ist um
9.30 Uhr in St. Anna ein Festhochamt zum Hl. Hubertus.
Mitwirken wird auch der
Kirchenchor „St. Anna“.
Danach treffen sich die Mitglieder der Bruderschaft um
11 Uhr im Gelaghaus „Alter
Braukeller“ zu einer kurzen
Versammlung, denn ab 12
Uhr steigt der Große Familientag. Hierzu wird der Grill
aufgestellt, Hüpfburg und
Spielgeräte für die Kinder
sind dabei. Im Laufe des
Nachmittags bietet die
Schießabteilung der Bruderschaft ein Schießen für jedermann an wie auch einen
Show-Wettkampf der Sc-
haager Mannschaften im
Sportschießen. Damit endet
dann auch die HubertusKirmes, der stets beliebte
„Kirmesmontag“
zur
Herbstkirmes ist leider völlig von der Bildfläche verschwunden.
Nettetal
Seite 12
Eine besondere Mahntafel
Von der Begleitung der kindlichen Seele
Ehrlichkeit bei den Themen Tod und Sterben
VON HEINZ-WILLI SCHMITZ
Kaldenkirchen Allerseelen, Allerheiligen, Totensonntag, Volkstrauertag,
Tage zum Nachdenken, zum
Erinnern. Fünfundsiebzig
Jahre nach dem Ausbruch
des zweiten Weltkrieges erinnert der Bürgerverein Kaldenkirchen mit besonderem
Nachdruck an etwas Außergewöhnliches: Das Mahnmal
zur Erinnerung an die
Kriegstoten in der alten Kapelle des Friedhofs an der
Grenzwaldstraße, das am
Volkstrauertag des Jahres
2000, enthüllt worden war.
Geplant war ein künstlerisch gestaltetes Mahnmal
auf der Anlage an der Ecke
Bahnhof-/Kanalstraße in
Form einer Jahresspirale.
Überlebende Verwandte der
1941 Kämpfe um Nordafrika, Zerschlagung von Jugoslawien und Griechenland,
Eroberung Kretas,Überfall
auf Sowjetunion ohne
Kriegserklärung, deutscher
Winter Rückzug vor Moskau, Japanische Bombardierung von Pearl Harbor, Krieg
USA-Japan, deutsches Reich
erklärt USA den Krieg.
1942: Verschärfung des UBoot-Krieges, Offensive des
deutschen Afrikakorps,
1000-Bomber-Angriff auf
Köln. Siegreiche Seeschlacht
der USA Gegen Japan bei
Midway, deutsche Offensive in Richtung Wolga und
Kaukasus, britische Gegenoffensive in Nordafrika, Alliierte landen in Marokko
und Algerien, Sechste deut-
Meisterbetrieb
im GlaserGlas & Spiegel Handwerk
seit 1908
www.glaserei-van-kessel.de - 02153/911505
Toten sollten handschriftlich den Namen schreiben.
Der Bürgerverein musste
den Plan fallen lassen, weil
der Tönisvorster Künstler
Brixius verstarb. So entstanden die acht Bronzetafeln
mit den Namen der Kriegstoten. Grundlage dazu war
ein Totenzettel.
Genannt werden 217 gefallene und 77 vermisste
Bürger Kaldenkirchens sowie 64 durch Kriegseinwirkungen Getöteten mit Namen, Geburtsdatum, Sterbetag und -ort.
Das Besondere, eine in dieser Form vielleicht einmalige Erinnerungshilfe, die auf
jeden Fall ihresgleichen
sucht: Nachzulesen sind hier
nicht nur die Namen der
Kriegstoten, sondern auch
der Verlauf des zweiten
Weltkrieges. Den Bürgerverein unterstützte dabei der
Hildesheimer Professor Dr.
Herbert Heinrichs: 1939/
1940 Überfall auf Polen,
Kriegserklärung
Frankreichs und Großbritanniens,
Stalin überfällt Ostpolen
und das Baltikum, Beginn
planmäßiger Ausrottung
der Juden, Überfall auf Dänemark und Norwegen,
Überfall auf Holland und
Belgien, Westfeldzug, Luftschlacht um England, Dreimächtepakt DeutschlandItalien-Japan, Italien überfällt Griechenland.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
• Reparaturverglasung
24 Std.-Notdienst
• Ganzglasanlagen
• Glasduschen
• Küchenrückwände
sche Armee in Stalingrad eingekesselt, Rückzug aus dem
Kaukasus.
1943: Deutsche Kapitulation in Stalingrad, Goebbels
verkündet „Totalen Krieg“,
Aufstand im Warschauer
Ghetto, deutsche Kapitulation in Nordafrika, Verstärkung der alliierten Bombenoffensive, Invasion Siziliens
und des italienischen Festlandes, Italien schließt Waffenstillstand,
Siegreiche Offensive der
USA im Pazifik.
1944: Alliierte Invasion in
der Normandie, unbemannte Flugkörper (V 1) gegen
England, siegreiche Seeschlacht der USA-Marine bei
den Philippinen, siegreiche
sowjetische Sommer-Großoffensive, Attentat auf Hitler misslingt, Beginn des Einsatzes deutscher Fernraketen (V 2),Sowjets in Ostpreußen, Abwehrkämpfe an Maas
und Roer, deutsche Ardennen-Offensive scheitert.
1945: Alliierte am Rhein,
Sowjets in Schlesien, JaltaKonferenz beschließt Aufteilung Deutschlands, Berlin
eingekesselt, Hitlers Selbstmord, Deutschland kapituliert bedingungslos, sowjetische Kriegserklärung an
Japan, Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki, Japan
kapituliert bedingungslos,
Ende des zweiten Weltkriegs:
58 Millionen Tote.
Gitarrist Bornschlegel
im Quartier Latin
Kaldenkirchen. Wilde Jahre damals, nicht minder aufregend heute: Dieter Bornschlegel, einst Gitarrist der legendären Bands Guru Guru und Atlantis, verblüfft und
begeistert seit Jahren Fans mit seinen Solokonzerten, spielt
auf der Akustik-Gitarre Melodie, Akkorde, Rhythmus
gleichzeitig.
Am Samstag, 8. November, gibt Bornschlegel ab 20 Uhr
ein Konzert im Quartier Latin in Kaldenkirchen
(www.quartier-latin.info), Bahnhofstraße 60, Eintritt frei.
VON JOACHIM BURGHARDT
Kaldenkirchen. Unbeschwertes Spielen, Kinder tollen herum und lachen - und
dann das: Ganz plötzlich hält
ein Junge mitten im Spiel inne,
blickt auf und sagt: „Ein Opa
ist schon mal gestorben!“ Der
Kleine nickt ein paar Mal und
schweigt. „Kinder reagieren
manchmal sehr spontan und
emotional, wenn sie von einem Todesfall betroffen sind“,
analysiert Dagmar Karwath,
Leiterin des DRK-Familienzentrums Inkita in Kaldenkirchen und ausgebildete
Trauerbegleiterin für Kinder
und Jugendliche.
Sterben und Tod als Thema im Kindergarten? „Klar,
das gehört zum Alltag, immer wieder erzählen Kinder,
wenn zum Beispiel von den
Großeltern jemand stirbt“,
erzählt Karwath und ergänzt: „Für uns als Erzieher
heißt es dann, das Kind ernstnehmen, darauf achten, ob es
Trost braucht, ob die anderen Kinder Gesprächsbedarf
haben, die Eltern anzusprechen.“ Dabei müssen die Erzieher besonders einfühlsam
sein: „Manche Eltern weisen
uns auf einen Trauerfall in
der Familie hin mit der Bitte,
auf ihr Kind zu achten“, berichtet Karwath. Andere
hingegen „tun sich schwer,
überhaupt solch ein Thema
anzusprechen“; sie möchten
ihr Kind am liebsten da nicht
mit reinziehen. Karwath hat
Erfahrung in Sachen Begleitung von Trauernden: Die 51Jährige aus Schaag ist nicht
nur Erzieherin und Heilpädagogin, sie arbeitet zudem als
Trauerbegleiterin für Kinder
und Jugendliche beim Institut „Merlinos - Lehre und Begleitung der kindlichen Seele“ (www.merlinos.de) in
Kaarst.
Aus ihren Erfahrungen
weiß Karwath: „Trauer zu
verbergen, kann ein Kind verunsichern, es spürt doch, dass
die Mutter weint, auch wenn
sie sich abwendet.“ Daraus
ergebe sich zwangsläufig:
„Offenheit und Ehrlichkeit
sind gerade im Umgang mit
Sterben und Trauer wichtig.“
Genau deshalb gebe es in
der Inkita das Projekt „Abschied nehmen“, zu dem
Friedhofsbesuche mit dem
Bestatter Hanno Helgers gehören. Und wenn ein Kind
aus der Einrichtung oder ein
Geschwisterkind sterbe, gingen üblicherweise die Kinder
mit zum Begräbnis: „Aber leider sind oft einige Eltern nicht
damit einverstanden“, bedauert Karwath.
Einen Trauerfall verarbeiten Kinder jedoch meist besser, wenn sie die Beerdigung
miterleben: „Kinder trauern
kreativ, malen Bilder, machen Abschiedsgeschenke.“
So sei ein Mädchen auf dem
Friedhof ganz verzweifelt gewesen, weil es dem verstorbenen Kind Bonbons ins Grab
legen wollte, aber das Papier
nicht abbekam: „Als wir es
schließlich überzeugen konnten, dass auch Bonbons im
Papier okay sind, war alles
gut.“ Probleme indes haben
Kinder mit den ritualisierten
Floskeln der Erwachsenen,
auch in der Liturgie beim Begräbnisamt: „Wenn es heißt,
jemand sei von uns gegangen, meinen Kinder, dann
könne er ja wiederkommen.“
Sei von einem „Entschlafenen“ die Rede, warten Kinder darauf, dass er wieder
aufwache: „Wenn man ihnen dann sagt, er wache nicht
mehr auf, bekommen sie
Angst vorm Einschlafen.“
Karwaths Rat: „Die Dinge
beim Namen nennen, um
Worte wie Tod nicht drum-
Im Einsatz für die kindliche Seele: Dagmar Karwath
133. Stiftungsfest des
Löschzuges Hinsbeck
Hinsbeck. Am Samstag, 8. November, begeht der Löschzug Hinsbeck der Freiwilligen Feuerwehr Nettetal sein 133.
Stiftungsfest. Um 8.30 Uhr trifft man sich am Gerätehaus und
begibt sich, begleitet vom Spielmannszug „Frisch Auf“, zur
Pfarrkirche. Hier findet um 9 Uhr der vom Löschzug mitgestaltete Festgottesdienst statt. Im Anschluss an die Messe um
10 Uhr beginnt im Hotel Joosten die Festversammlung mit
Jahresrückblick und Jubilarehrungen, bei der eine 35-jährige
Mitgliedschaft im Mittelpunkt steht. Ein gemeinsames Mittagessen bildet den Abschluss des Stiftungsfestes.
Auf dem Friedhof bespricht Dagmar Karwath mit Kindern das
Thema Sterben. Foto: Joachim Burghardt
herum reden.“ Kinder lernen
so, dass Sterben zum Leben
gehöre. So wie beim Jungen,
der auf einmal anmerke, ein
Opa sei „schon mal“ gestorben: „Die Formulierung zeigt,
für den Jungen ist der Sterbeprozess verarbeitet, doch die
Erinnerung an den Opa wird
immer wieder lebendig.“
Weshalb der Junge genau so
schnell, wie er innehielt, sich
wieder dem unbeschwerten
Spielen widmet, mit den anderen Kindern herumtollt
und lacht.
„Alles det met“ lädt
zum Hoppeditzerwachen
Kaldenkirchen (hws). Zum Hoppeditzerwachen lädt die
KG „Alles det met“ in Kaldenkirchen ein am Freitag, 14.
November ab 20,11 Uhr in den Saal „Zur Mühle“, Kölner
Straße 36. Der Eintritt ist frei.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Nettetal
Geschichtsträchtiger Ort Heidenend
Deutsch-Niederländische Grenze mitten im Gebäude
Nettetal (hws). Im ehemaligen Zollamt Heidenend
trafen sich jetzt Vertreter des
Heimatvereins Tegelen und
des Bürgervereins Kaldenkirchen. Zum einen ging es
darum, für eine Hinweistafel oder Ähnliches zu sorgen,
die die Geschichte des Ortes
beschreibt. Auch der noch
vorhandene Schlagbaum
solle erhalten bleiben, eventuell mit den niederländischen und deutschen Nationalfarben. Fachleute sind
inzwischen um Vorschläge
gebeten worden. Mit beim
Treffen war auch der für die
Wirtschaftsförderung und
grenzüberschreitenden
Kontakte bei der Stadt zuständige Dietmar Sagel: „Der
ehemalige Grenzübergang
ist für die wirtschaftliche
Geschichte der Stadt von
großer Bedeutung. Wie an
vielen anderen Orten in der
Stadt sollte zukünftig auch
am Heidenend auf die bewegte Geschichte hingewiesen werden.“Der Eigentümer des Gebäudes, Sjaak
Janssen, wies auf interessante Gegebenheiten hin. Die
deutsch-niederländische
Grenze läuft mitten durch
das Gebäude. Es gibt mehrere Doppelanschlüsse, beispielsweise für Strom oder
Telefon.
Janssen stellt sich vor, in
dem alten Büro eine Art
Treffpunkt einzurichten für
„Selbständige ohne Personal“, einen Raum zu schaffen für Versammlungen.
Auch er will die Geschichte
des Platzes in Erinnerung
bringen. An dem Gespräch
nahmen vom Heimatverein
Tegelen der Vorsitzende Jos
Wolbertus und Eigentümer
Sjaak Janssen, vom Bürgerverein Kaldenkirchen HansDieter Boos und Heinz-Willi
Schmitz teil.
Sankt Martin in Leuth
V. l. n. r.: Jos Wolbertus, Heinz-Willi Schmitz, Hans-Dieter
Boos, Sjaak Janssen. Foto: privat
Leuth (hws). Für die Kindergartenkinder findet in Leuth
am Freitag, 7. November, eine Andacht in der Kirche um 17
Uhr statt, anschließend Sankt Martinszug. Am Samstag, 8.
November, beginnt der Sankt Martinszug mit einem Wortgottesdienst um 17.45 Uhr in der Kirche.
Seite 13
Die GN jetzt auch auf
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
Kolpingfamilie stellt im
Jubiläumsjahr das Prinzenpaar
Kaldenkirchen (hws). Die
Spielgemeinschaft Kolping
Karneval der Kolpingfamilie Kaldenkirchen startet in
eine ganz besondere Jeckensession. Sie stellt mit den am
15. November im Saal „Zur
Mühle“ zu proklamierenden
Hans-Gerd I. (Hauser) und
Susanne I. (Hauser-Glitz) das
Nettetaler Prinzenpaar.
Weiterhin gilt es auch, in
dieser Session das närrisches
Jubiläum „6x11 Jahre Karneval bei Kolping“ gebührend zu feiern.
Diese Anlässe motivieren
die mehr als 80 aktiven Kolpinger zu besonderem Elan
in den bereits laufenden Proben. Natürlich liegt es den
Akteuren am Herzen, sich von
der besten Seite zu zeigen und
an ihren Sitzungen ein Pro-
gramm der Spitzenklasse zu
bieten. Feiern möchten die
Kolpinger natürlich mit allen Jecken und insbesondere
mit ihrem Publikum. Viele
Gäste sind der Spielgemeinschaft schon seit Jahrzehnten treu und sie haben eine
hohe Erwartungshaltung.
Die wird sicherlich in dieser
Session erfüllt werden. So
wird auch das Prinzenpaar
selbst es sich nicht nehmen
lassen auf den „Bunten Abenden§ der Spielgemeinschaft
am 31. Januar, 6. und 7. Februar 2015 zur guten Stimmung beizutragen und aktiv
ins Geschehen einzugreifen.
Die beiden Vollblut-Kolpinger sind schon seit Jahren ein
Garant für karnevalistische
Showeinlagen der Spitzenklasse.
storben und wurde auf dem
jüdischen Friedhof in Kaldenkirchen beigesetzt). Dabei gelang dem größten Teil
der Familie die Flucht erst
mit dem letzten Schiff, dass
1941 den Hafen in Lissabon
Richtung USA verließ.
In Gedenken an die Vertreibung der Hinsbecker Juden durch die Nationalsozialisten sollen auf der Neustraße acht Stolpersteine für
folgende Personen verlegt
werden:
- Philipp Sanders, geflohen
1941, gestorben 13.1.1952 in
Parasmus/USA
- Pauline Sanders geb.
Schuster, geflohen 1941, gestorben 20.9.1971 in Parasmus/USA
- Erna Stern geb. Sanders,
heiratete Alfred Stern
(*26.5.1895 in Bad Neustadt
+1978 in New York), floh 1940
mit ihrem Mann, gestorben
1.12.1989 in Parasmus/USA
- Herta Kösterich geb. Sanders, heiratete 1936 in Wies-
baden Hermann Kösterich (*
um 1909), floh 1938 mit ihrem
Mann,
gestorben
10.1.1997 in Parasmus/USA
- Jacob Sanders, geflohen
1941, gestorben im Mai 1951
in New York/USA
- Sara Sanders geb. Reich,
gestorben 8.7.1935 in Hinsbeck
- Else Landauer geb. Sanders, heiratete 1932 in Frankfurt Arthur Landauer
(*25.10.1895 in Tuttlingen
+Februar 1988 in New York),
floh 1937 mit ihrem Mann
und ihrer Tochter Ursula
(*1932/33 in Tuttlingen), gestorben 1998 in New York/
USA
- Lothar Sanders flüchtete
bereits 1935, also vor der
Kristallnacht, nach New
York, gestorben 17.10.1992
in New York/USA. Seine
Verlobte Ruth (Liselotte)
Tasche (*7.8.1911 in Krefeld
+10.11.2004 in New York)
folgte ihm am 26.9.1937, wo
sie am 30.9.1937 heirateten.
Acht Stolpersteine in Hinsbeck
In Gedenken an die Hinsbecker Opfer
VON HEINZ KOCH
Hinsbeck. Die beiden
während der NS-Zeit auf der
Neustraße in Hinsbeck
wohnhaften jüdischen Familien entkamen zwar der Vernichtung, wurden aber
durch die NS-Regierung
vertrieben und sahen ihre
Heimat nicht wieder. In Gedenken an diese Opfer werden am Sonntag, 9. November, um 14 Uhr, vor ihrem
früheren Haus, Neustraße 18,
acht Stolpersteine durch den
Künstler und Initiator dieser Aktion, Gunter Demnig,
verlegt. Im Anschluss wird
vor Ort eine kleine Gedenkfeier stattfinden, die von
Schülern der früheren Comeniusschule in Hinsbeck
mitgestaltet wird sowie mit
musikalischen Beiträgen
von Ulli Windbergs. Die Organisation hat der Verkehrsund Verschönerungsverein
(VVV) Hinsbeck übernommen. Hierzu sind alle Bürger
herzlich eingeladen.
Im Ort Hinsbeck hatte sich
nach allen bekannten Unterlagen bis Ende des 19. Jahrhunderts nie eine jüdische
Familie niedergelassen. Die
Gebrüder Philipp (geboren
1869) und Jacob Sanders (geboren 1871) beide Viehhändler, waren wohl die ersten in
Hinsbeck ansässigen Juden.
Sie stammten aus Kaldenkirchen, wo ihre Eltern Salomon Sanders (Metzger) und
Adelheid, geborene Vasen,
mit ihren elf Geschwistern
zur jüdischen Gemeinde gehörten. Philipp Sanders
kaufte am 23. November
1899 von Anna Maria
Schmitz, geborene Wenkums, das an der Neustraße
gelegene Wohnhaus mit einem rund 1.000 Quadratmeter großen Garten. Philipp
zog bereits 1899 in dieses
Haus ein, ein Jahr später folgte ihm sein Bruder Jacob.
Philipp Sanders heiratete
um 1902 Pauline Schuster
(geboren 1875 in Nordheim/
Rhön). Im Juli 1903 wurde
ihre Tochter Erna geboren
und im April 1910 ihre Tochter Herta, beide in Hinsbeck.
Jacob Sanders heiratete im
Juni 1900 Sara Reich (geboren 1873 in Eubigheim/Mosberg). Ihre Tochter Else wurde im Jahr 1903 geboren und
im Jahr 1908 ihr Sohn Lothar, beide in Hinsbeck. Die
Gebrüder Sanders waren
sehr erfolgreich im Viehhandel tätig, bereits 1907 hatten
sie die Kaufsumme des Hauses zurückgezahlt. Ihr Einkommen lag deutlich höher
als bei den anderen Hinsbekker Viehhändlern. Daneben
waren sie auch persönlich
geachtet und beliebt, sie führten in Hinsbeck ein normales Leben. Lothar war ein
begeisterter Sportler und
lange Jahre Mitglied des
Turnvereins. Beide Familien
gehörten zur israelischen
Gemeinde Kaldenkirchen
Trotz des offenbar guten
Ansehens der Familien Sanders in der Gemeinde wirkte
sich der von offizieller Seite
organisierte Judenhass auch
in Hinsbeck aus. So fand 1938
auch hier die „Reichskristallnacht“ statt, aber erst
einige Tage später als im restlichen Reich. Randalierende
Mitglieder der aus ungefähr
60 Mann bestehenden Hinsbecker SA warfen die Fensterscheiben des SandersHauses ein und verwüste-
Wohnhaus der beiden jüdischen Familien in Hinsbeck während
der NS-Zeit
ten die Wohnung. Die Bewohner wurden, noch in
Nachtbekleidung, aus dem
Haus in Richtung „Heide“
getrieben. Ein Nachbar, der
helfen wollte, holte sein Gewehr, doch wurde er von
seiner Frau und von einem
SA-Mann daran gehindert.
Vor Tagesgrauen klopften
die Flüchtlinge verängstigt
bei ihren gegenüber wohnenden Nachbarn an. Da die
SA-Leute verschwunden
waren, schlichen sie in ihr
verwüstetes Haus zurück.
Doch nicht alle machten
hier mit. Der Maler und Anstreicher Johannes Schmitz,
ein Freund des Sohnes Lothar Sanders, renovierte deren Wohnung und setzte
umgehend die zerstörten
Scheiben neu ein. Über den
Metzgermeister Josef Berten,
einen Geschäftsfreund von
Philipp Sanders, stand sogar im „Stürmer“, dem größten Juden-Hetzblatt, im August 1939, unter der Rubrik
„Kleine Nachrichten, Was
das Volk nicht verstehen
kann“, zu lesen: „Der Metzgermeister Josef Berten in
Hinsbeck bei Lobberich
(Rheinland) begrüßte am 17.
Juni 1939 vor seinem Laden
in der Hermann-GöringStraße den Juden Philipp Israel Sanders mit den Worten: ‚Na, Philipp, wie geht es
Dir denn noch?‘ Daraufhin
betrat der Jude den Laden
des Metzgermeisters.“ Eine
damals nicht ungefährliche
Aktion.
Die beiden jüdischen Familien hatten jedoch die Zeichen der Zeit erkannt und
konnten zwischen 1935 und
1941 fliehen (Sara Reich war
bereits 1935 in Hinsbeck ge-
Adventskalender für
Kirche und Bibliothek
Kaldenkirchen (hws). Ein Adventskalender „Kaldenkirchen“ ist im Pfarrbüro Sankt Klemens und in den beiden
Apotheken für 12 Euro zu erwerben.
Hinter den Türchen verbergen sich Gewinne in Form
von Geldpreisen oder Warengutscheinen, die dem Kirchbauförderverein zur Verfügung gestellt wurden. Jeder
Kalender hat eine Nummer, die sich als Gewinnnummer
heraus stellen kann.
Wer gewonnen hat, kann dies ab 1. Dezember dem Infokasten entnehmen. Sie werden auch im Internet
www.stclemens-kaldenkirchen.de
oder
www.kbfvst.clemens-kaldenkirchen.de veröffentlicht und
können im Pfarrbüro abgeholt werden.
Der Erlös ist für die Renovierung des Kirchturms und
den Erhalt der historischen Birgitten-Bibliothek gedacht.
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Seite 14
Brüggener SPD zuversichtlich
in die neue Wahlperiode
Brüggen. In einer Klausurtagung steckte die Ratsfraktion der SPD jetzt ihre
Ziele für die gerade begonnene Wahlperiode ab und
formulierte Schwerpunkte
der zukünftigen Arbeit. Mit
der neu gebildeten Fraktion
gehen die Sozialdemokraten
selbstbewusst in die Diskussionen der kommenden Jahre. Der nicht ausgeglichene
Haushalt und die seit Jahren
fehlenden Jahresabschlüsse
sind nach Meinung der SPD
eine deutliche Hypothek.
„Mit dem von uns gerade
vorgelegten Zeitplan sind
wir aber jetzt hoffentlich auf
dem richtigen Weg“, so Thomas Jäger. Eine solide Finanzplanung und eine klare
Prioritätensetzung sind aus
SPD-Sicht die zwingende
Voraussetzung, um in einem
überschaubaren Zeitrahmen wieder den Haushaltsausgleich zu erreichen. Leider hätten viele in Verwaltung und Rat zu lange auf die
Finanzierung aus Grundstücksverkäufen gesetzt.
„Insofern müssen wir umdenken und eine echte Konsolidierung erreichen“, forderte Fraktionschef Gottfried Optenplatz.
Im Bereich Bauen und
Wohnen plädiert die Fraktion für eine verstärkte Entwicklung in den Innenbereichen. Ein weiteres Ausdehnen in die Außenbereiche
oder gar großflächige Neubaugebiete sind schon wegen der gesetzgeberischen
Einschränkungen schwierig.
„Deshalb muss unser Augenmerk auf der Aktivierung
oder Reaktivierung von In-
nenflächen liegen, die nach
Möglichkeit attraktiven und
preiswerten Wohnraum
bieten“, erläuterte Optenplatz. Anhand aktueller
Vorhaben im Gemeindegebiet werde allerdings deutlich, dass hier sehr genau auf
ein verträgliches Miteinander geachtet werden müsse.
Im ÖPNV sehen die Sozialdemokraten Verbesserungspotential. Ein Modell
eines Bürgerbusses könnte
im Rahmen des Leader-Projektes durch EU-Mittel gefördert werden, die Anbindung an den Bahnhof Boisheim solle realisiert werden.
Der
Dorfinnenentwicklungsplan für Bracht hat für
die SPD Priorität. „Die gesammelten Ideen werden
von engagierten Bürgern
diskutiert und müssen dann
Schritt für Schritt umgesetzt
werden“, ist Optenplatz sicher. Die Veränderungen an
den Fußgängerzonen in
Brüggen und Bracht sollten
intensiv bewertet werden,
ebenso die Entwicklung im
Einzelhandel und an der Einkaufsmeile Borner Straße.
Die Nebenbetriebe der
Gemeinde, Gemeindewerke,
Mehrzweckhalle und die neu
zu gründende Netzgesellschaft, müssten bei der Haushaltsbetrachtung einbezogen werden, „denn hier sind
große Summen auf lange Zeit
gebunden“, so Georg Rumi.
Gleiches sehen die Sozialdemokraten auch für die Altenheim GmbH, hier müsse
die Umstrukturierung vernünftig gestaltet werden, vor
allem im Hinblick auf die
bestehenden Arbeitsverträge der Mitarbeiter. Probleme sieht die SPD im Hinblick
auf die Unterbringung der
größer werdenden Anzahl
der Flüchtlinge und Asylbewerber. Eine bisher praktizierte dezentrale Unterbringung, die weiterhin von der
SPD gewünscht wird, stößt
mittlerweile an Grenzen der
Akzeptanz in der Bevölkerung.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Brachter Depot soll Naturschutzgebiet bleiben
Neuer Regionalplanentwurf ohne Ferienpark
Brüggen. Die Aufregung
in der Burggemeinde war
groß, als im Februar dieses
Jahres im Rat die Pläne für
einen Ferienpark im Brachter Depot präsentiert wurden. Ein Ferienpark mit bis
zu 400 Ferienhäusern und
unter anderem einer Tierklink, 50 Millionen Euro Investitionsvolumen und bis
zu 300.000 Besucher jährlich waren im Gespräch.
Was für einige als eine sehr
gute wirtschaftliche Option angesehen wurde, wurde von vielen Bürgern als
Ausverkauf am Naturschutz und dem ländlichen
Charakter der Gemeinde
gesehen. Es beteiligten sich
mehr als 300 Menschen an
einer Unterschriftenaktion
der Brüggener Grünen gegen einen Ferienpark.
Ruhe kehrte ein, als Zweifel an der Seriosität des Investors aufkamen. Die Idee
zum Bau eines Ferienparks
wurde vor sieben Monaten
von der Tagesordnung genommen, aber nie mehrheitlich abgelehnt.
v.l.n.r: Angelika Verkaar, Dr. Jens-Christian Winkler und Ulrich
Siebert vor dem Depotgelände. Foto: Grüne
Es blieb immer die Option, die Pläne für einen Ferienpark im Depot wiederzubeleben. Diese Option wird,
wenn es nach den Wünschen der Düsseldorfer Bezirksregierung geht, zukünftig nicht mehr bestehen.
Auf eine Anfrage der Grünen Fraktionsvorsitzenden
Angelika Verkaar antwortete die Bezirksregierung
jetzt, dass die Darstellung
des Munitionsdepots Brüggen im noch gültigen Regionalplan Düsseldorf als Allgemeiner Siedlungsbereich
mit der Zweckbindung Ferieneinrichtungen im neuen Entwurf gestrichen wurde. In der Begründung heißt
es, dass sich zum einen die
Umsetzung eines Ferienparks im verbleibenden Planungszeitraum nicht mehr
realisieren lässt, zum anderen haben naturschutzrechtliche Belange an Gewicht zugenommen. Der im
Depot vorhandene Biotopverbund habe herausragende Bedeutung.
„Wir freuen uns über die
guten Neuigkeiten aus Düsseldorf und darüber, dass
wir mit unseren Argumenten richtig lagen“, so der
Vorsitzende der Brüggener
Grünen, Dr. Jens-Christan
Winkler.
Über drei Jahre setzen wir
uns bereits für den Erhalt
und die Weiterentwicklung
des Naturschutzgebietes
ein“, ergänzt Verkaar. „Das
Depot mit seiner einzigartigen Biotop- und Artenvielfalt ist ein wichtiger Bestandteil im gemeindeübergreifenden
Naturpark
Schwalm-Nette.“
Derzeit wird die Verfahrens- und Öffentlichkeitsbeteiligung zum Planentwurf
in Düsseldorf vorbereitet.
„Wir werden das Verfahren weiter verfolgen“, verspricht Verkaar.
Schulbetreuung benötigt mehr Platz
Brüggen (bei). Die katholische Grundschule in Born
benötigt mehr Raum für Betreuung, die Finanzen der
Gemeinde lassen einen Anbau aber nicht zu. Eine Alternative wäre es, den Gruppenraum des DRK zu nutzen, das nur einmal in der
Woche dort ist. Claudia Nölkes, Schulleiterin in Born,
schlug bei der Sitzung des
Schulausschusses vor: „Wir
haben 149 Kinder in sieben
Klassen. Ein Raum wird vom
Roten Kreuz genutzt. Wir
haben seinerzeit Räume an
den Kindergarten und an
den Jugendtreff abgetreten.
Nun benötigt unsere Schulbetreuung aber auch einen
Raum, in dem Materialien
gelagert werden können und
die Betreuung stattfinden
kann.“
Das Betreuungsangebot
wird stark in Anspruch genommen. Derzeit sind es in
Spitzenzeiten 70 Kinder, für
die die drei kleinen zur Verfügung stehenden Räume
einfach zu wenig sind. Ein
Architektenvorschlag für
einen Dachausbau liegt mit
300.000 Euro weit über den
in den Haushalt eingestellten 100.000 Euro für eine
Maßnahme.
„Wir können in einer kleinen Schule nicht alles realisieren, was in großen Schulzentren möglich ist. Eine
Warteliste ist eine gerechtfertigte Option“, vertrat
Bürgermeister Frank Gellen
nach einem Vorschlag aus
den Fraktionen, es gab aber
noch einen weiteren Vor-
schlag: der Einbau einer
Schiebewand. Diese würde
ermöglichen, dass das DRK
und auch die Schulbetreuung Dinge im Raum lagern
könnten.
Geld solle in die Hand genommen werden, dafür
wurde es ja schließlich auch
eingestellt, meinte Wilfried
Bouscheljong, Leiter des
Amtes für Schule, Sport und
Kultur. Es wird in Kürze einen Ortstermin in der
Grundschule zu dieser Problematik geben.
Heimatfreunde treffen sich
Bracht. Der nächste Heimatabend der Brachter Heimatfreunde findet Donnerstag, 13.
November, ab 19 Uhr statt. In
der Ratsstube Hamers, Marktstraße 7, wird Stefan Kessels
von der „Diskothek WeißeMühle in Bracht“ erzählen und
passende Bilder dazu zeigen.
Alle interessierten Bürger sind
zu dem Heimatabend herzlich eingeladen.
CDU unterstützt Coenen
GROSSE
Kreisdirektor soll Landrat werden
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Brüggen. Die CDU Brüggen entschied nach dem Besuch von Dr. Andreas Coenen überzeugt, ihm Unterstützung für den Kreisparteitag am 8. November und
seiner Kandidatur zum
Landratskandidaten zuzusichern. Die CDU-Vorsitzende Claudia Wolters erläuterte: „Eine Hauptaufgabe ist
die Umsetzung des Masterplanes für den Kreis Viersen.“ In den vergangen Monaten seien die verschiedenen Generationen sowie die
Wirtschaft im Kreis Viersen
befragt worden, wie der
Kreis sich weiter entwickeln
solle. Es gelte, die wirtschaft-
liche Entwicklung nach vorne zu bringen, aber auch bei
den Themen Arbeitsplätze,
Umwelt, Natur und Tourismus neue Impulse zu setzen.
„Andreas Coenen ist durch
seine bisherige Tätigkeit als
Kreisdirektor dafür prädestiniert. Er hat offenes Ohr
für Belange der ländlichen
Region und wird sich im
Rahmen seiner Möglichkeiten für Optimierung der Probleme der ländlichen Regionen einsetzen.“
Andreas Coenen arbeitet
seit 2002 beim Kreis Viersen
und ist seit 2009 Kreisdirektor. Er vertritt den Landrat
hauptamtlich bei der Lei-
Foto: privat
tung der Kreisverwaltung
und der unteren staatlichen
Verwaltungsbehörde.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
Das Chilly sagte „Danke“
Köche aus Zwickau zum zweiten Mal zu Gast
VON BIRGIT EICKENBERG
Amern. Das Jugendzentrum Chilly überzeugt durch
sein umfangreiches Angebot
für Kinder und Jugendliche.
Dies ist aber nur, durch engagierte Sponsoren und Fördermitglieder möglich. Und
nun war es an der Zeit, diesen Menschen „Danke“ zu
sagen.
Ein festlich gedeckter
Tisch, vier beschürzte und
äußerst zuvorkommende
Jugendliche beim Empfang
der 20 Gäste, die ihnen die
Mäntel abnahmen und ein
Glas Sekt offerierten - so begann ein kulinarischer
Abend. Lara Foersching, Nikolas Dohmen, Max und
Anna-Lena Thönissen wurden vorab geschult, wie eingedeckt und serviert wird
und nahmen ihre Aufgaben
sehr ernst. Sponsoren und
Freunde des Jugendtreffs
waren eingeladen, ein Menue aus Thymianpastete mit
Oliven-Rosmarin-Krusti,
Lachsroulade an convierter
Lauchseezunge, Cappuccino
vom Hokkaidokürbis, Txogitxa Beef und Mangoparfait
an weißer Chilimousse, zu
genießen. Leiterin Astrid
Krol: „Wir möchten uns heute bei den Menschen bedanken, die uns helfen, das Jugendzentrum auf breite Füße
zu stellen.“
20 Sponsoren und Mitglieder des Fördervereins genossen einen kulinarischen Abend im
Jugendzentrum Chilly. Foto: Birgit Eickenberg
Dieser Abend war ein Teil
der zweiten Front-CookingAktion des Chilly. „Über eine
Online-Kochgruppe habe ich
Ideen gesucht, um mit Kindern zu kochen. Dabei lernte
ich Steve Düring und Carsten Weiß aus Zwickau kennen. Die beiden Köche waren
von der Idee direkt begeistern und haben sich extra
Urlaub genommen, um hier
eine Woche mit den Kindern
und Jugendlichen gemeinsam und ehrenamtlich zu
Die GN jetzt auch auf Facebook
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
arbeiten“, strahlt Astrid
Krol. Am ersten Tag gab es
ein Coaching gemeinsam mit
Kollegen anderer Einrichtungen. Thema: Wie kann
man zeitsparend, kostengünstig und gesund die Kinder versorgen, die als erste
Anlaufstelle nach der Schule
das Jugendzentrum haben?
Mit gemeinsamem Vorbereiten und Kochen wurde der
zweite Tag verbracht. Mit
Kindern und Jugendlichen
kochte die Mannschaft am
dritten Tag und erklärte, wie
Gruselsnacks für Halloween
selbst hergestellt werden
können. Diese landeten dann
am Freitag bei einer Halloween-Party auf dem Grill.
„Wir sind sehr dankbar für
die großzügigen Spenden, die
unsere beiden Köche mitgebracht haben“, die Einrichtungsleiterin dankte auch
dem Landwirt Törschen, der
stets das Chilly unterstützt.
Das Chilly ist auch Schülercafé für die Pausen in der
benachbarten Förderschule.
Mit Monica Försching-Weber, die ehrenamtlich regelmäßig 120 Mahlzeiten für die
Kinder zubereitet und zwei
Honorarkräften für das
Schülercafé wird hier ein
Halt für die Jugendlichen
geboten. Das Chilly bietet
unter anderem Kinoabende,
ein offenes Tanzangebot, eine
Jugendkneipe und einen Proberaum an, der nach Absprache genutzt werden kann.
Infos unter www.chillyamern.de.
„Wichtiger örtlicher Arbeitgeber“
Schwalmtaler SPD bei QTM und Unirobot
Schwalmtal. Die Reihe ihrer Besuche bei heimischen
Unternehmen setzte die
Schwalmtaler SPD jetzt mit
einem Besuch der QTM Service GmbH und der Unirobot Maschinen und Service
GmbH fort. „So mancher
Schwalmtaler dürfte QTM
und Unirobot nicht kennen.
Bei ihren Kunden, die weltweit vertreten sind, sind sie
aber in jedem Fall ein Begriff.
Umso mehr freuen wir uns,
dass QTM und Unirobot dem
Standort Schwalmtal treu
sind“, stellte Dr. Marco Kuhn,
Vorsitzender der Schwalmtaler SPD, fest.
Begrüßt wurden die
Schwalmtaler SPD-Mitglieder von Geschäftsführer Josef Hermanns, der über die
Geschichte der Unternehmen
informierte, deren Ursprung
vor mehr als 30 Jahren die
damalige Firma Woschik und
Partner bildete. Die Firma
QTM wurde in ihrer aktuellen Form im Jahre 2003 gegründet. Ende 2008 bezog sie
das neue Firmengebäude mit
einer Größe von rund 5.000
Quadratmetern. Seit dem
Jahre 2009 arbeiten QTM und
Unirobot in Waldniel unter
einem Dach.
Ihre Kunden finden die beiden Unternehmen nicht nur
in Deutschland und Europa,
sondern auch in Übersee. Vor
allem mittelständische Hersteller von Verpackungen für
Lebensmittel oder Kosmetika. Zum Kerngeschäft zählen
der Service, die Generalüberholung und die Weiterentwicklung gebrauchter Stanzmaschinen.
Wie
die
Schwalmtaler Sozialdemokraten erfuhren, sind mitunter sogar ältere Fabrikate der
früheren Brüggener Wupa
darunter. „Manche Maschine ist 30 bis 40 Jahre alt. Wenn
sie unsere Halle wieder verlässt, ist sie aber nicht nur
optisch wie neu. Sämtliche
mechanischen Verschleißteile sind dann überprüft und
gegebenenfalls ausgetauscht
worden, so dass die Maschi-
ne aktuellen Anforderungen
entspricht. Und gibt es keine
Ersatzteile mehr, werden die
benötigten Komponenten
selbst hergestellt“, berichtete Hermanns.
Erfreut zeigten sich die
Schwalmtaler Sozialdemokraten darüber, dass das
Unternehmen nach der vor
kurzem erfolgten Einstellung
von vier Mitarbeitern inzwischen fast 50 qualifizierte
Mitarbeiter beschäftigt und
damit zu den wichtigen ortsansässigen Arbeitgebern
zählt. „Mitarbeiter, die nicht
nur im Schwalmtaler Firmengebäude tätig sind, sondern auch auf Montageeinsätzen bei Kunden in der ganzen Welt“, erläuterte Hermanns. Die SPD nahm die
dringende Bitte mit, die Frage der Breitbandanbindung
weiter zu thematisieren.
„Unsere heimischen Unternehmen sind auf ausreichende Breitbandübertragungsraten angewiesen, für uns
steht dieses Thema deshalb
auf der politischen Agenda
nach wie vor ganz oben“, stellte Marco Kuhn klar.
Wasserzähler werden
abgelesen
Schwalmtal. Die Schwalmtalwerke AöR liest in der Zeit
vom 14. bis 27. November die Wasserzähler im Versorgungsgebiet ab. Eigens hierzu wurden Mitarbeiter eingestellt, die sich auf Wunsch durch eine Ableseberechtigung
- gültig in Verbindung mit dem Personalausweis - legitimieren können. Auskunft bei Fragen erteilen Frau Mariano
und Frau Küppers unter den Telefonnummern 02163/946132 und -137.
Seite 15
Pastor Karl-Willi Koerschgens
40 Jahre in Schwalmtal
Schwalmtal (fjc). Es war
der 4. November 1974, als
damals der junge Kaplan
Karl-Willi Koerschgens Pfarrer von St. Michael in Waldniel wurde. Es war zu dieser
Zeit noch keineswegs üblich,
dass ein Priester von erst 35
Jahren eine so große Pfarre
übernahm.
Schnell lebte er sich ein
und war gerade mit allem in
und um St. Michael vertraut,
da kamen neue Herausforderungen auf ihn zu: 1980
wurden die Pfarrstellen in
St. Jakobus Lüttelforst und
in St. Mariä Himmelfahrt
Waldnieler Heide frei und
nicht wieder neu besetzt;
erstmals machte sich in
Schwalmtal ein beginnender
Priestermangel bemerkbar.
So wurde Pastor Koerschgens ganz einfach auch der
Pfarrer für diese beiden weiterhin selbständigen Gemeinden. Das bedeutete
nicht nur, in drei Kirchen
heilige Messen feiern, Kinder taufen, Erstkommunion
feiern, trauen und beerdigen,
sondern auch dreimal Sitzungen mit Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat, dreimal Verwaltungsarbeit und vieles mehr. KarlWilli Koerschgens meisterte
es mit Bravour. Ihm zur Seite standen damals immer
noch ein Kaplan und einige
Geistliche, die bei den Gottesdiensten mithalfen.
In den folgenden zehn Jahren machte sich dann immer
mehr der gravierende Priestermangel bemerkbar, der
es nicht mehr möglich machte, jede Pfarre mit einem eigenen Pfarrer zu versorgen.
Als dann im Jahre 1990 auch
die beiden Amerner Pfarren
und Dilkrath neu besetzt
werden mussten, berieten
das Bistum Aachen und Pastor Koerschgens, wie diese
Situation zu lösen sei, und
heraus kam dabei etwas,
was heute überall üblich ist:
Die Gemeinschaft aller sechs
katholischen Gemeinden in
Schwalmtal, damals „Pfarr-
verband Schwalmtal“ genannt. Zusammen mit Pastor Wilhelm Kursawa, den
er schon aus Kempener Kaplansjahren kannte, wagte
er den Schritt, nun alle sechs
Pfarren gemeinsam zu verwalten und schrittweise zusammen zuführen. Ein visionärer Schritt, der damals
vielfach ungläubig belächelt
wurde, der aber zukunftsweisend war.
Pastor Karl-Willi Koerschgens ist 2002 in die „zweite
Reihe“ getreten, an seine Stelle trat Pastor Thorsten Aymanns, der jetzt zusammen
mit Pastor Wilhelm Kursawa die Gemeinschaft leitet.
Am 1. Januar 2010 wurde
aus dem Pfarrverband - oder
wie es zuletzt amtlich hieß,
der „Gemeinschaft der Gemeinden“ - die neue Pfarrei
„St. Matthias Schwalmtal“,
der Karl-Willi Koerschgens
auch weiterhin als Priester
zur Verfügung steht, und in
der er nach seinen Kräften
immer noch mithilft, sei es
bei den Gottesdiensten wie
auch bei der Erstellung des
Pfarrbriefes. Am 22. Dezember letzten Jahres konnte der
in Breyell geborene Geistliche sein 75. Lebensjahr vollenden. Aus gesundheitlichen
Gründen musste jetzt von
einer größeren Feier zu seinem 40-jährigen Ortsjubiläum abgesehen werden.
Pfarrer i. R. Karl-Willi
Koerschgens ist jetzt 40 Jahre
in Schwalmtal als Priester
tätig. Foto: Franz-Josef Cohnen
Gedenkfeier zur
Reichspogromnacht
Schwalmtal (fjc). Eine kleine jüdische Gemeinde hat es
in Waldniel noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts
gegeben. 1818 wird von 45
Mitgliedern berichtet, 1885
waren es noch 29, aber 1932
wohl nur noch neun Personen in drei Familien. Als Synagoge diente ein Haus an der
Pumpenstraße, wo aber
nach 1920 kein Gottesdienst
mehr stattfand. Das Gebäude wurde verkauft und ist
somit 1938 nicht zerstört
worden. Nach 1945 galt es
als verfallen und hat heute
einem neuen Wohnhaus
Platz gemacht. 1932 schloss
man die Restgemeinde an
Kempen an. Heute zeugen
noch der jüdische Friedhof
am Häsenberg und eine Gedenkplatte in der Pumpenstraße am Rathaus von der
früheren jüdischen Gemeinde in Waldniel.
Zur Mahnung und Erinnerung an die tragischen
Ereignisse der Reichspogromnacht von 1938 findet
am Sonntag, 9. November,
11 Uhr, in der evangelischen
Kirche Waldniel, Lange
Straße, ein ökumenischer
Gottesdienst statt. Anschließend besucht man die
Gedenktafel in der Pumpenstraße und den jüdischen
Friedhof am Häsenberg.
Seite 16
Brüggen / Schwalmtal / Niederkrüchten
25 Jahre „Kneipe zur Tenne“
Birth (bei). Die „Kneipe zur
Tenne“ feiert 25-jähriges Jubiläum. Entgegen dem Trend
des Kneipensterbens hält
sich dieser beliebte Treffpunkt in Birth. Das ist vor
allem auch dem Inhaber Herbert Meeßen zu verdanken,
der die Gaststätte seit drei
Jahren führt.
„Ich habe ein sehr aktives
Leben geführt. Als Rentner
bin ich nicht zu gebrauchen“, ist sich der 68-jährige
Meeßen sicher. „Ich versuche der Kneipe ein modernes
Gesicht zu geben. Die Historie der Gaststätte ist super
schön, aber das reicht heutzutage nicht mehr.“ Modern
wird die Tenne auch durch
drei Bildschirme, auf denen
die Champions League, die
Fußball-Bundesliga, Formel
1, Golf oder Boxen über Sky
übertragen wird. Viele Gast-
mit dem leckeren Geflügel
kann er also vorweisen. Der
gebürtige Erkelenzer und
ehemaliger Borussia-Spieler
Lewis Holtby kommt laut
Meeßen immer wieder deswegen in die Tenne.
Er sorgt für Programm,
Abwechslung, Erlebsnisgastronomie. Die CountryLine-Dancers treffen sich
wöchentlich bei ihm, er bietet kulinarisch orientierte
Ausritte mit einem Hauch
von Abenteuer an. Entweder im Sattel oder auf dem
Planwagen, den „St. Martin“
Willi Wolters führt. Mit dem
Planwagen können sich Gäste als Gruppe auch gegen
eine kleine Gebühr abholen
lassen. Einen kostenlosen
Abholservice bietet Herbert
Meeßen durch die Kooperation mit dem Taxidienst
Stapper an. Ab acht Perso-
Herbert Meeßen ist mit Leib und Seele Wirt. Foto: Birgit Eickenberg
wirte sind nach der Gebührenerhöhung von Sky wieder von diesem Service abgegangen, doch in der Tenne
gibt es Menschen, die das
Angebot sehr zu schätzen
wissen und Herbert Meeßen
unterstützen.
„Ohne die Menschen hier,
würde das alles nicht mehr
gehen. Durch das sehr rege
Vereinsleben gibt es sehr viel
Rückhalt im Ort. Die Tenne
ist der Treffpunkt der Bürger“, bedankt sich Meeßen.
„Wir sehen uns nicht als
Restaurant, aber als Kneipe,
wo man gut essen kann.“ Die
Spezialitäten sind Steaks.
Jeden Donnerstag gibt es
Hähnchen. 30 Jahre belieferte Meeßen den „Fuchsbau“
im Hardter Wald mit Hähnchen, Erfahrung im Umgang
nen werden die Gäste zu
Hause abgeholt und später
auch wieder zurück gebracht. So steht einem vergnüglichen Abend nichts
mehr im Wege.
Tennen-Ausflüge in den
Elmpter Wald sind sehr beliebt. Mit dem Planwagen
geht es zu einer romantischen Lichtung. „Die teilnehmenden Damen wissen es
sehr zu schätzen, dass es dort
tatsächlich eine Toilette
gibt“, lacht der Wirt. Der
Gesangverein trifft sich „bei
Herbert“ und in unregelmäßigen Abständen gibt es
Live-Musik. Freitag, 28. November findet ab 19 Uhr ein
Tupp-Turnier statt. Das Jubiläums-Festbankett für geladene Gäste wird am 29.
November veranstaltet.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Symbole der Hoffnung im November
Trost statt Vertrösten
VON JOACHIM BURGHARDT
Niederkrüchten. Düster,
trüb und grau: „Der November ist für viele Menschen
ein trauriger Monat, sie mögen ihn nicht“, weiß Martina Taruttis. Miese Stimmung, schlechte Laune - da
kämen nicht nur zu Anlässen wir dem Volkstrauertag
Gedanken über Tod und Sterben auf. „Doch wer genau
hinsieht, entdeckt auch jetzt
in der Natur Symbole der
Hoffnung“, sagt die Trauerbegleiterin aus Niederkrüchten.
Ihr Blick geht zu welkenden Blättern und zu verblühten Stauden: „Ist das
nicht schön?“, fragt sie, lächelt, nimmt einen Zweig in
die Hand und sagt: „Diese
Farben, herrlich, dabei hat
in der Natur das große Sterben begonnen.“ Mit dem
Sterben kennt sie sich aus,
steht die Trauerbegleiterin
doch Menschen in Abschiedssituationen bei, ist
Initiatorin der TrauDichReisen für Menschen in Verlusts i t u a t i o n e n
(www.traudichreisen.de), dazu
Buchautorin, Bestattungsberaterin und Trauerforscherin.
Begleitung von Trauernden, Reisen mit Trauernden,
Bücher für Trauernde, Seminare für Trauerbegleiter - all
das ist Taruttis’ Welt. Trieft
da nicht allenthalben Trübseligkeit, blinzelt da nicht
Martina Taruttis sieht in herbstlicher Natur Symbole der
Hoffnung
Betroffenheit aus allen Blikken? Martina Taruttis schüttelt den Kopf und lacht: „Ach,
Trauer ist eine Phase, die einen zwar ganz schön runterziehen kann, aber es geht
immer ums Leben, ums Weiterleben, genau da will ich
helfen.“
Ihre Hilfe ist nötig, weil die
Menschen, erzählt sie, verlernt haben, vor anderen zu
weinen, weil sie sich klammern an erstarrte Rituale
und vorgegebene Termine:
„Allerheiligen zum Beispiel
oder Allerseelen, da rennen
alle zu den Gräbern auf dem
Friedhof, und dann im November auch noch mal, doch
solche Tage helfen den Menschen eigentlich nicht.“
Zwar gehe auch sie in dieser Zeit auf den Friedhof,
„der Familie zuliebe“. Aber
wer trauere, der brauche
Trost und Halt vor allem an
den Tagen, die in seinem Leben eine Rolle spielen: „Silvester und Neujahr, wenn
die Frage aufkommt, wie
schaffe ich dieses Jahr, in dem
ich zum ersten Mal allein bin,
das ist so ein Knackpunkt.“
Solche Erfahrungen haben
ihr Menschen in „abschiedlichen Lebensprozessen“
anvertraut, ob „nach dem
Scheitern einer Partnerschaft, nach dem Aus im Beruf oder nach dem Tod des
Partners“. Denen steht sie
bei, versucht sie zu wappnen für die KnackpunktTage. Gesteht ihnen auch
Nähe zu: „Manchmal ist eine
Umarmung sinnvoll, aber
nur, wenn sie erwünscht
ist.“ Taruttis reagiert auf die,
die sich ihr anvertrauen: „Es
geht auch um Trost, vertröstet werden wir oft genug.“
Im Gespräch sucht Taruttis den Blickkontakt. Erzählt
und lässt erzählen: „Ich bin
eben eine Erzähltante!“ Gestikuliert mit dem Becher in
der Hand, schafft es irgendwie, dass der Kaffee nicht
überschwappt. Wirkt quirlig und strahlt doch Ruhe
aus. Lächelt oft und lacht viel:
„Lachen befreit die Seele!“
Sieht schlank aus und zart
und dabei doch so stark.
Woher kommt sie, diese
Stärke, mit der sie Trauernden in ihren Schwächen
hilft? „Du musst die Einstellung, den Willen zum Leben
haben“, meint sie schlicht.
Freunde, Bücher und Musik
„querbeet“ und Reisen - davon zehrt die Taruttis.
Diese Einstellung, diesen
Willen zum Leben vermittelt sie Trauernden: „Wenn
mir eine Witwe sagt, sie
wolle nie mehr eine Beziehung, antworte ich ihr, dass
ich mir nie eine Tür im Leben
verschließen, dass ich mir
immer eine Tür zum Leben
offenhalten würde.“
Abschied sei die Voraussetzung für einen Neuanfang
- das zeige schon die Natur,
die Taruttis so mag: „Ich
schöpfe da selber Kraft.“
Selbst jetzt im Herbst, im
November, wenn draußen
„das große Sterben begonnen“ hat. „Aber die Farben
leuchten, im Winter glänzt
Reif auf den Pflanzen“, sagt
Taruttis, „und im Frühjahr
lebt alles wieder auf.“ Gedanken daran helfen auch im
traurigen Monat November.
Spinnennetz und Puppenkleider
Die Kreativa überzeugte mit riesigem Angebot
Niederkrüchten (bei).
Auch die diesjährige „Kreativa“, bei der Bürger ihre
Kunst und ihre Hobbies vorstellten, wurde rege besucht.
In der Begegnungsstätte
wurde eine große Zahl an
Dekorationsartikel und jahreszeitlichem Schmuck präsentiert. Bereits im Eingangsbereich
wurden
selbstgeflochtene Weidenkörbe bestaunt. Die unterschiedlichen Farben und
Einsatzmöglichkeiten der
Körbe fanden guten Anklang. Hans Hermanns betreibt dieses Hobby und benötigt für einen großen Korb
etwa fünf bis sechs Stunden,
bis das Prachtstück fertig ist.
Hans Tüffers aus Lobberich
hatte eigentlich nie etwas
mit Metallverarbeitung zu
tun, bis seine Frau mit einem
recht kostspieligen MetallSpinnennetz nach Hause
kam. „Das hat mich aufgeregt, denn das hätte ich besser machen können“, grinst
er. So fertigt er nun seit 2009
Dekorationsartikel aus Kupfer, detailreich und wunderschön. Das Spinnennetz hat
er auch nachgebaut, mit einer Spinne darin, deren Körper ein Stein ist. Eine Fliege
sitzt ihr gegenüber. Seine Sachen bot er zu humanen Preisen an. Anja Kofferschläger
und ihre Freundin nähen
sehr gerne. Sie bietet auch
mittwochs im katholischen
Pfarrheim in Niederkrüchten Nähkurse an, Patchwork
und Bekleidung. Was man
auf der Nähmaschine sonst
noch fertigen kann - beispielsweise bunte Kulturta-
schen, zeigten sie an ihrem
Stand. Ein Stand weiter wurden gefilzte Adventkränze
gezeigt. Riesig, bunt, flauschig schön. Martina Föhlisch
aus Süchteln kreiert diese.
„Ich habe sie in einem Geschäft gesehen und mich darin verliebt. So begann ich zu
filzen und jetzt bin ich süchtig danach“, lacht sie. „Das
sind richtige Stimmungsma-
cher.“ Seidentücher, Perlenschmuck, Patchwork, Drahtschmuck, Tischläufer, Tonlampen, Schmuck-karten,
Tischwäsche, Puppenbekleidung, Adventdeko, Glasmosaike und Gestecke - die Auswahl war riesig. Nach dem
Stöbern stärkten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen in der angrenzenden
Caféteria.
Ein abwechslungsreiches Angebot fanden die Besucher in der Begegnungsstätte vor. Foto:
Birgit Eickenberg
Grefrath
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
„Bahnwahn“ gewinnt
Stimmungsvolles Bürgerund Polizeifest
Erfolg beim zehnten Quattrolon
VON MANFRED BAUM
Grefrath. Seit nunmehr
einem Jahrzehnt hat der Reformationstag der evangelischen Christen in der Niersgemeinde noch eine andere
Bedeutung bekommen. Es ist
der Tag des „Quattrolon“ der
über drei Jahrzehnte alten
Königsgarde der Antoniusschützen, die im kommenden Jahr wieder ein großes
Schützenfest feiern werden.
Im Nachhinein kann man
diese Idee, als genial bezeichnen, denn alljährlich gibt es
mehr als 40 Anmeldungen
zu dieser „sportlichen Gaudi.“ Doch aus organisatorischen Gründen können nicht
mehr Teams (eine Mannschaft besteht aus fünf Spielern) angenommen werden.
Dass dabei alljährlich auch
für einen guten Zweck gespendet wird, ist sozusagen
das Sahnehäubchen des
Quattrolon, der meist in den
frühen Morgenstunden des
1. November endet. So auch
in diesem Jahr. Alljährlich
gibt es, so Hauptmann Jür-
Warten auf den Start beim 10. Quttrolon Foto: Manfred Baum
gen Rücker „einen neuen
Wettkampf“. Das war in diesem Jahr die Astra-Pond
Ducks Challenge - eine Art
Enten-Wettblasen. Die Enten
hatten unterschiedliche
Punkte unterhalb ihres Körpers. Sie waren nicht sichtbar und flossen in die Wertung mit ein. Phasenweise
hätte man meinen können,
man befände sich im Gladbacher Borussiapark, so gut
war die Stimmung. Die Bierkistenstaffel erfordert Ge-
schick, Glück, Können und
ein gutes Gemeinschaftsgefühl, denn für fünf Spieler
standen nur vier Kisten zur
Verfügung und der in Wertungsabschnitte unterteilte
Parcours musste in einer
Maximalzeit bewältigt werden.
Danach wurde es in den
Grefrather Traditionsgaststätten „Haus Kempges“ am
Markt und Bürgerhof am
westlichen Ende der Hohe
Straße klassisch, denn geför-
dert waren die Kegler und
Schützen. Jeder Kegler hatte
drei Wurf auf neun Kegel und
auf die Vollen mit Kranz. Auf
dem Schießstand der Antoniusschützen im Bürgerhof
wurde klassisch auf Ringe
geschossen.
Toll sind auch immer die
Namen der Teams. Da war
viel Ideenreichtum vorhanden. „Hauptsache et scheppert“, oder „Bauer sucht
Frau“ im Kampf gegen „Nette Niersnixen“ oder „Prilblumen“.
Der Kegelclub Bahnwahn
gewann am Ende mit 140 von
160 möglichen Punkten vor
dem Freundeskreis „Geliebt
wie geduldet“ und der
„Spätschicht“.
Einen großzügigen Anteil
am Spendenaufkommen von
rund 1.500 Euro haben die
drei beteiligten Gaststätten,
so dass sicher 1.000 Euro an
das evangelische Altenheim
in Oedt fließen werden und
der Rest der IG Jugendheim
(Pfarrheim in Grefrath) zum
Erhalt dieses Heimes übergeben werden.
Baumschnitt auf dem
Friedhof in Oedt
Gedenkfeier am
Volkstrauertag
Oedt. Auf dem Gelände des Friedhofs St. Vitus Oedt werden in den kommenden Wochen umfangreiche Baumschnittarbeiten durchgeführt. Diese Arbeiten sind notwendig, um
Besucher des Friedhofs vor herabfallenden Ästen und umknickenden Baumstämmen zu schützen. In der Regel können
Bäume, an denen Schäden festgestellt werden, durch baumpflegerische Maßnahmen noch für mehrere Jahre erhalten
bleiben. Allerdings müssen einige Bäume, insbesondere
mehrere Birken, komplett beseitigt werden, da eine Standsicherheit aufgrund von Pilzbefall nicht mehr gewährleistet
ist. In Einzelfällen kann es durch die Arbeiten zu Einschränkungen oder Beeinträchtigungen durch Lärm und Sägemehl
kommen. Die Friedhofsverwaltung, telefonisch zu erreichen
unter 02158/2251, bittet um Verständnis.
Mülhausen (maba). Die zentrale Gedenkfeier der Gemeinde Grefrath findet am 16. November auf dem Ehrenfriedhof in Mülhausen statt. Erstmals zu einer „verschobenen Uhrzeit“, nämlich um 12.15 Uhr. Der Grund ist die
Messe mit Bischof Mussinghoff aus Aachen und dem sich
anschließenden Gespräch in Oedt. Die Messe beginnt um
zehn Uhr in der Vituskirche.
Die Gedenkansprache hält in diesem Jahr Pfarrerin Barbara Münzenberg von der evangelischen Kirchengemeinde. Musikvorträge und Gesang gibt es vom Musikverein,
dem Trommlercorps Einigkeit aus Vinkrath und dem MGV
Liederkranz aus Grefrath. Treffpunkt für die Teilnehmer ist
die Einmündung der Grasheider Straße in die Hauptstraße
in Mülhausen.
Zug immer nur in einem Ortsteil?
Grefrath (maba). Bürgermeister Manfred Lommetz
hat sich Gedanken über die
Karnevalszüge in Grefrath
gemacht.
Er hält die Abwechslung
der Züge von Grefrath,
Oedt und Vinkrath im DreiJahres-Rhythmus für sinnvoll und kann sich dabei
auch eine Übernahme der
Reinigungskosten vorstellen.
GKK-Vorsitzender Jupp
Nilges: „Wir praktizieren
das bereits mit dem Kinderkarnevalszug in Vinkrath. Doch Oedt möchte
seinen Zug am Nelkensamstag behalten.“
Wie geht es weiter?
Investititionsstau von rund 750.000 Euro im Moorenbau
Oedt (maba). Vor mehr als
36 Jahren, am 22. Januar 1978
um genau 15 Uhr, wurde die
Oedter Albert-Mooren-Halle von Bürgermeister Josef
Lepers mit einem großen
Unterhaltungsprogramm
eröffnet. Die GN sind noch
im Besitz der Originaleinladung. Eine Halle, die den abgerissenen Saal Streit ersetzen sollte. Eine Halle, die jedoch viel zu groß dimensioniert ist, die in die Jahre gekommen ist und die eine Vielzahl von Nebenräumen besitzt. Errichtet wurde sie
auch teilweise auf dem Gelände der früheren Oedter
Tennisplätze. Rund ein halbes Dutzend Pächter hat die
Halle gesehen, die lange Zeit
von der Sport-und Freizeit
GmbH mit betreut wurde in
den gut 36 Jahren. Nicht alle
Pächter erwiesen sich als
verantwortungsbewusst,
was sich auch im Zustand
der Halle niederschlug. Und
nicht alle Räumlichkeiten
werden genutzt. So gibt es
im Keller zum Beispiel eine
anheimelnde Bar, die kaum
genutzt wurde. Die in die
Jahre gekommene und ungepflegte Halle, oft im Fokus
politischer Gespräche, ist
dennoch zur Heimat zahl-
reicher Vereine geworden.
Inzwischen liegt der Investitionsstau bei satten rund
750.000 Euro, so Michael
Köhler vom Grefrather Bauamt, im Gespräch mit den
GN. Auch er lobt den Einsatz
von Christian Karpenkiel.
Die Mängelliste ist enorm
lang. So ist zum Beispiel die
Klimaanlage defekt und
längst abgeschaltet. Die Beschallungsanlage ist nicht in
Ordnung. Doch vielfach
bringen Künstler ohnehin
ihre eigene Anlage mit. Unter anderem müsste die Heizungsanlage müsste erneuert werden, ebenso die Elek-
Seite 17
troanlagen, die Lichttechnik
und die Toilettenanlagen.
Energiesparmaßnahmen
müssten durchgeführt werden. Die Möglichkeiten zum
Dimmen des Lichts in der
Halle müsste erneuert werden, ebenso wie die Wärmedämmung im Dachbereich
und die äußere Treppenanlage. Im Etat stehen 350.000
Euro für die Sanierungsmaßnahmen, die allerdings mit
einem Sperrvermerk versehen sind. Angelaufen ist
nach dem Wassereinbruch
jetzt eine Teildachsanierung.
Ein kleiner Funken Hoffnung?
Oedt /Kreis Viersen
(maba). Was für ein Jubiläumsfest der Polizei-Gewerkschaft im Mooren-Bau:
Die 25. Auflage begeisterte
die rund 400 Besucher im
vollbesetzten Saal der Albert-Mooren-Halle restlos,
denn die Ordnungshüter
hatten keine Kosten und
Mühen gescheut, zum Jubiläum die Besucher mit einem dreistündigen Showund Unterhaltungsprogramm der Spitzenklasse
zu verwöhnen.
Der Vorsitzende der GdPKreisgruppe Viersen, Ralf
Robertz gab den festlich gestimmten Besuchern im
Rahmen der Begrüßung ein
paar ernste Worte mit auf
den Weg: Dieses Fest ist auch
stets ein Anlass für Bürger
und Polizei gewesen, sich
auszutauschen.
cher mit Spitzenleistungen
der Akrobatik, mit Musik,
Tanz und mit Comedy verwöhnt. Moderator Jörg
Hammerschmidt
überzeugte dabei als „verbindlicher Mittler“ zwischen
den Showauftritten - und
sorgte selbst als Angela
Merkel und Udo Lindenberg
für Lacher.
Zweifellos der größte Augenschmaus war das ShowBallett „Die Ruhrgarde“ mit
wahrlichen „Magic Moments.“ Auf Rollschuhen
„flog“ das Duo Rollecsos
über die Bühne. Das war
Artistik in Perfektion, und
Zugaberufe hallten durch
den Saal. Die Sängerin Natalie Grant sang sich rasch
in die Herzen der Besucher,
und feurig sowie spektakulär unterhielt die LimboShow von Santos, die süd-
Ein vielfältiges und buntes Programm begeistere die Zuschauer,
wie hier die Ruhrgarde. Foto: Manfred Baum
Ralf Robertz erklärte:
„Umbrüche, Wechsel und
Neuerungen kennzeichnen
heute unser gesellschaftliches und politisches Leben.
Davon sind auch wir als Polizei hier im Kreis Viersen
betroffen.“ Der aktuelle und
noch zu erwartende Personalmangel führe in der
Kreispolizeibehörde Viersen zwangsläufig zu strukturellen Veränderungen.
Auf der herbstlich dekorierten Bühne wurden die Besu-
amerikanisches Flair in den
Mooren-Bau brachte. Kurz
vor dem 11.11., an dem bekanntlich im Rheinland die
sogenannte „fünfte Jahreszeit“ beginnt, schaffte es die
30 Musiker umfassende
Show- und Bigband „De
Bajaasch“ kölsche Lebensfreude an der Niers zu platzieren. Die Band kam an, der
Saal tobte, da waren der
Dom, der Rhein, der Karneval und echte kölsche Lebensfreude ganz nah.
125 Jahre St. Martin
in Grefrath
G r e f r a t h
(maba). Der Vorsitzende des St.
Martinsverein
Grefrath, Helmut Thoenes,
hat die GN wissen lassen, dass
es anlässlich des
125. Geburtstages des Martinszuges in Gre- Johannes Horrix Repro: Manfred Baum
frath keine Festveranstaltung und kein Feu- Gegründet hat den Martinserwerk geben wird. Man verein Grefrath der frühere
werde stattdessen zu Weih- Hauptlehrer der Grefrather
nachten die Kinder der Gre- Volksschule Johannes Horfrather Tafel und die vom rix, der auch Namensgeber
Grefrather Sozialamt be- der früheren Katholischen
treuten Kinder beschenken. Grundschule war.
Viersen
Seite 18
Partizipation im Mittelpunkt
Gäste aus Tunesien, die in ihrer
Heimatstadt Aïn Draham im
Bereich der Jugend- und
Sozialarbeit tätig sind, wurden
am Mittwoch von Bürgermeister Günter Thönnessen (r.)
im Viersener Stadthaus
empfangen. Paul Fülbier (2.v.r.),
Leiter des Jugendamtes,
informierte die Besucher unter
anderem über das deutsche
System der Kinder- und
Jugendhilfe und die Partizipation junger Menschen in
Viersen. Foto: Stadt Viersen
Acht junge Erwachsene
aus Tunesien, die seit letztem Wochenende mit zwei
Begleitern zu Gast in Viersen sind, wurden am vergangenen Mittwoch von
Bürgermeister Günter Thönnessen im Stadthaus am
Rathausmarkt empfangen.
Der einwöchige Aufenthalt
steht unter dem Motto
„Fachkräfteaustausch Partizipation“.
„Es ist die wichtigste Aufgabe für jede Gesellschaft,
jungen Menschen eine Perspektive zu geben“, sagte der
Bürgermeister bei seiner Begrüßung. Dabei gebe es
durchaus Parallelen zwi-
schen beiden Ländern, auch
wenn die Probleme in
Deutschland sicher andere
seien als in Tunesien. „Der
Umgang der Kulturen miteinander, die Toleranz zwischen den Religionen, Verständnis für andere politische Systeme: das sind die
großen Themen dieses Jahrhunderts. Ich hoffe, dass Sie
gute Erfahrungen und Eindrücke mit in ihre Heimat
nehmen“, so Günter Thönnessen.
Die jungen Gäste kommen
aus der Kreisstadt Aïn Draham im Nordwesten von
Tunesien. Sie dort arbeiten
ehrenamtlich oder hauptamtlich in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen. Unter
anderem haben sie in ihrer
Heimat schon ein Jugendparlament aufgebaut. Die
Partizipation, die Einbeziehung junger Menschen in
Entscheidungsprozesse, ist
für sie genauso wie in Viersen ein großes Thema. Federführend für den Besuch ist
das Evangelische Jugendheim Süchteln (EVVE) unter
der Leitung von Peter Varevics.
„Das Projekt läuft seit dem
letzten Jahr“, berichtete Paul
Fülbier, Leiter des Jugendamtes der Stadt Viersen. „Es
wurde zunächst gefördert
vom Auswärtigen Amt, das
im Rahmen des ‚Arabischen
Frühlings‘ die Entwicklung
demokratischer Strukturen
in diesen Ländern unterstützt. Neben der Stadt Viersen sind auch Köln und Bonn
an diesem Projekt beteiligt.
Der aktuelle Austausch des
EVVE wurde aus Landesmitteln, kommunalen Mitteln
und Mitteln des EVVE-Trägers finanziert.“
Neuer Verein in
Süchteln gegründet
Süchteln (maba). In Süchteln gibt es einen neuen Verein, der aus zwei bestehenden gebildet wurde. Es ist
der Süchtelner Heimat- und
Verschönerungsverein. Er
setzt sich zusammen aus
dem bisherigen Süchtelner
Verschönerungsverein und
den Süchtelner Heimatfreunden. Der Verschönerungsverein wurde bereits
vor genau 120 Jahren, im Jahr
1894 gegründet. Damals hatte die „Stadt im Grünen“ bereits 9000 Einwohner. Der
Gründer war der Unternehmer und Fabrikbesitzer Wilhelm Ling (geboren 1843,
gestorben 1892), der auch
Stadtverordneter war. Es
gibt heute auf den Süchtelner Höhen sogar einen stattlichen Gedenkstein, der an
Ling erinnert.
Der langjährige Süchtelner Bürgermeister Josef
Steinbüchel (1920-1945) war
viele Jahre erster Vorsitzender. Schon im Jahr 1954 hat
der Verein einen „Tag des
Baumes“ ins Leben gerufen.
Er hat auch ein Süchtelner
Heimatlied herausgegeben.
Paul Rossie führte den Verein, der früher auch Süchtelner Heimatblätter herausgegeben hatte, von 1957 bis
1964. Alljährlich lädt er am
Heiligen Abend auf den Süchtelner Ehrenfriedhof ein.
Mit rund 30 Jahren ist der
Verein „Heimatfreunde
Süchteln“ wesentlich jünger. Die Heimatfreunde betreuen seit vielen Jahren das
schmucke kleine Heimatmuseum in der Süchtelner
Altstadt. Geführt wurde der
Verein zuletzt von Erhard
Braun, der Ortsbürgermeister in Süchteln und nunmehr auch Vorsitzender des
neuen Vereins ist.
Stellvertretender Vorsitzender ist Ulrich Weinsheimer. Gregor Mackes ist erster Geschäftsführer und
Peter Gartz erster Schatzmeister. Der bisherige Vorsitzende des Verschönerungsverein Heinz-Leo Seegers ist zum Beisitzer gewählt worden.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Sparkassenkalender 2015
Preisträger des Fotowettbewerbs ausgezeichnet
Grenzland. Der Fotowettbewerb für den Sparkassenkalender 2015 ist beendet;
die Sieger stehen fest. Der in
einer Online-Wahl ermittelte Hauptpreis für das Bildmotiv mit den meisten Stimmen ist ein Samsung Galaxy
S5; die anderen Gewinner
dürfen sich über jeweils 150
Euro freuen. In den Räumen
der Sparkasse Krefeld wurden jetzt die Preisträger geehrt: Gisela Fußhöller (Krefeld), Dunja Soubai (Grefrath), Klaus Brechnitz
(Rheurdt), Andrea Lorscheider (Issum), Johanna Terporten (Brüggen), Laura Kossing
(Krefeld), Andrea Lorscheider (Issum), Dunja Soubai
(Grefrath), Benjamin Knob-
Die Preisträger des diesjährigen Fotowettbewerbs. Foto:
Sparkasse
loch (Krefeld), Jörg Gitzelmann (Krefeld) und Kerstin
Lentz (Viersen). Das Titel-
blatt des Kalenders zieren
Motive von Christian
Schlender (Krefeld), Denise
Ingenlath (Tönisvorst), Tabea Arens (Krefeld) und
Claudia Schön (Issum).
Seit drei Jahren veranstaltet die Sparkasse Krefeld in
der Kundschaft Fotowettbewerbe. Aus der Menge der
eingesandten
Schnappschüssen werden die zwölf
Monatsmotive für die begehrten Fotokalender der
Sparkasse
ausgewählt.
Nach den Motivthemen
„Gärten am Niederrhein“
(Kalender 2013) und „Bilder
mit dem Sparkassen-S“
(2014) waren diesmal
„Sprünge“ gefragt. Seit 28.
Oktober liegen die Kundenkalender in den Geschäftsstellen der Sparkasse Krefeld zur Ausgabe bereit.
Paul Schrömbges soll es für die CDU machen
Mackes tritt von der Parteispitze zurück
VON MANFRED BAUM
Viersen/Süchteln. Der erste Beigeordnete der Stadt
Viersen, Dr. Paul Schrömbges, ist der Kandidat der CDU
Viersen für die Bürgermeisterwahl im September des
kommenden Jahres. Der gebürtige Kaldenkirchener, der
dort auch Vorsitzender des
TSV Kaldenkirchen ist, lebt
heute mit seiner Familie in
Willich, wo er auch dem Rat
der Stadt Willich angehört.
Seit gut einem Dutzend
Jahren ist Schrömbges im
Dienst der Stadt Viersen.
Gegen ihn kandidierten Paul
Mackes (CDU-Vorsitzender)
und Ralf Robertz (Ratsmitglied und Vorsitzender der
GdP im Kreis Viersen). Die
mit Abstand größte Erfahrung in der Kommunalverwaltung hat Paul Schrömbges. Nach dem ersten Wahlgang sah im Süchtelner Josefshaus nicht so aus, als ob
Schrömbges die Wahl zu seinen Gunsten entscheiden
könne, denn da führte Paul
Mackes relativ klar mit 68 zu
60 Stimmen gegenüber
Schrömbges. Nur auf 27
Stimmen kam Ralf Robertz.
Eine Stichwahl wurde erforderlich.
Die sah dann Schrömbges
vor Mackes mit 79 zu 77 Stimmen. Ein sicherlich knappes
Ergebnis. Aber auch die
zweite Niederlage für Paul
Mackes im Kampf um den
Bürgermeisterstuhl in der
Kreisstadt, denn auch gegen
den derzeitigen Amtsinhaber Günter Thönnessen unterlag Mackes vor fünf Jahren.
Die CDU in Viersen scheint
gespalten. Nach der Wahl
kündigte Mackes an, dass er
den Vorsitz der Partei abgeben werde. sodass sich die
CDU um einen neuen Parteichef kümmern muss. Paul
Schrömbges erklärte nach
seiner Wahl als CDU-Kandidat für den Bürgermeisterposten, dass er sein Ratsmandat in Willich niederlegen werde.
Er kündigte weiter an,
dass er auch einen Wohnortwechsel
vornehmen
werde, sollte er die Wahl im
kommenden Jahr zu seinen
Gunsten entscheiden können. Er werde dann mit seiner Familie nach Viersen
ziehen. Seine fachlichen
Qualitäten zweifelt niemand an. Zudem ist er ein
Verwaltungsmensch mit
dem man „reden kann“. Er
hat stets ein offenes Ohr für
die Sorgen und Nöte der
Menschen und immer eine
ruhige, verbindliche und
menschliche Art gezeigt. Er
ist ein Kenner und Förderer
der Kulturlandschaft in
Viersen und kennt sich bestens in der Schullandschaft
und im Sport aus.
Nicht wenige Viersener
sind der Ansicht, dass die
CDU Viersen damit eine gute
und richtige Wahl getroffen
hat. Auch die Aussichten die
Wahl zu gewinnen, nach
mehr als einem Jahrzehnt
mit Bürgermeister Günter
Thönnessen (SPD) an der
Spitze, sind nicht schlecht,
denn die Wahlen in Viersen
(Kommunalwahl, Landtag
und Bundestag) hat die CDU
stets für sich entscheiden
können. Paul Schrömbges
steht für bürgerorientierte
Arbeit, aber auch für einen
hohen Sachverstand und für
das Gefühl für Heimat und
das Machbare.
Dr. Paul Schrömbges (r.) ist der Kandidat der Viersener CDU
für den Bürgermeisterposten. Archiv-Foto: Manfred Baum
418 Zuzüge im Oktober
Viersen wächst weiter
Viersen. Die Einwohnerzahl
der Stadt Viersen ist im Oktober erneut gewachsen. Vor allem die hohe Zahl von Zuzügen sorgte dafür, dass aus
75.012 Menschen am Monatsanfang 75.116 am Monatsen-
de wurden. Die Zahlen stammen aus der amtseigenen Fortschreibung der Stadt, sie können sich durch die Fortschreibung des Landesamtes für Information und Technik noch
geringfügig ändern. Nach der
städtischen Statistik sind im
Oktober 418 Menschen nach
Viersen gezogen, während 277
die Stadt verlassen haben. Geboren wurde 64 Viersener,
dem standen 76 Sterbefälle
gegenüber. Außerdem gab es
Statusänderungen und Registerbereinigungen, die mit einem Minus von 25 Personen in
das Zahlenwerk eingingen.
Auf 36.084 männliche Einwohner kamen Ende Oktober
39.032 weibliche.
Orgelkonzert in St. Cornelius
Dülken. Zu einem Orgelkonzert mit Professor Stefan
Engels lädt die Katholische
Pfarrei am Sonntag, 9. November, 16.30 Uhr, in die Pfarrkirche St. Cornelius, Dülken ein.
Aufgeführt werden Werke
von J.S. Bach und R. Schumann. Der Eintritt ist frei.
Sport
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Der TVL ist nicht zu stoppen
Starker Auftritt wird mit zweitem Platz belohnt
VON THORSTEN ZIMMERMANN
Handball/Oberliga. TV
Lobberich - TV Jahn Hiesfeld 32:31 (18:13). Das Tomasik-Team schreibt seine
Erfolgsstory in der Oberliga
weiter fort und verbucht mit
dem 32:31-Heimsieg über
den TV Jahn Hiesfeld nicht
nur die nächsten zwei Zähler. Der TVL behält auch in
einer umkämpften Schlussphase eines Spitzenspiels
kühlen Kopf.
Die Zuschauer des TV Lobberich werden aktuell Woche für Woche für ihr Kommen belohnt. In allen Partien boten die Gastgeber bisher spannenden und temporeichen Handball, der mit
Blick auf die Tabelle zudem
auch sehr erfolgreich ist. Mit
Ausnahme der Partie gegen
den TV Aldekerk, der als einziges Team der Liga noch
souveräner auftritt, konnte
noch kein Gegner die RotWeißen stoppen. So biss sich
auch der TV Jahn Hiesfeld,
als Zweiter in der WernerJaeger-Halle angetreten, insbesondere im ersten Durchgang die Zähne an einer gut
Christopher Liedtke und der TVL sorgten am Wochenende für
ein weiteres Ausrufezeichen. Foto: Josef Rütten
positionierten Lobbericher
Defensive aus. Bis auf 18:11Tore sollten sich die Gastgeber absetzen, ehe Hiesfeld
überhaupt merklich an der
Partie teilnahm. Lobberich
verzückte in dieser Zeit mit
gradlinigem Tempohandball.
Doch in der Oberliga ist es
schwierig, einen Gegner
über die komplette Spielzeit
wirklich auszuschalten, zudem haben die Gäste in den
bisherigen Spielen bewiesen,
dass sie keinesfalls zur Lauf-
kundschaft der Liga gehören. Im Gegenteil - der TV
Jahn schaffte es bereits in den
letzten Minuten der ersten
Hälfte, endlich seine massierte Defensive zu stabilisieren und noch vor der Hälfte den Rückstand mit 18:13Treffern ansehnlicher zu gestalten. Dies sollte der Beginn einer Aufholjagd sein,
die bis zum 23:23-Ausgleich
führte und beim 26:27-Führungstreffer per Siebenmeter durch Artur Groß, der
sich in der Folge noch schwer
verletzen sollte, ein HappyEnd zu finden schien.
Doch die Gastgeber treten
aktuell als gefestigtes Team
auf und hat in Benedikt und
Christopher Liedtke zwei
Spieler, die in der CrunchTime immer für die entscheidende Situation gut sind. So
war es auch dieses Mal. Erst
klaut Christopher Liedtke
dem Hiesfelder Angriff drei
Mal in Folge den Ballbesitz
und bringt den TVL durch
Gegenstöße wieder nach vorne. Doch die Gäste kommen
noch einmal zurück und
markieren den 31:31-Ausgleichstreffer. Dann war es
Benedikt Liedtke vorbehalten, mit einem spektakulären
Abschluss für den Schlusspunkt in dieser unterhaltsamen Partie zu sorgen.
Damit steht Lobberich mit
nunmehr 10:2-Punkten auf
dem alleinigen zweiten Tabellenrang und freut sich auf
das nächste Spiel bei der HSG
Bergische Panther.
Tore: Stefan Pietralla 8/3,
Christopher Liedtke 7, Benedikt Liedtke, Dennis Föhles je 6,
Jochen Schellekens 3, Marcel
Schatten, Kevin Barbee je 1.
Chiquinho: „Das war nicht meine Mannschaft“
Derby zwischen Amern und Viersen steht an
VON BJÖRN DICKMANNS
Fußball/Landesliga. Der
VfL Repelen verließ am Ende
gegen den SC Union Nettetal
den Platz als verdienter Sieger. Vor knapp 100 Zuschauern schoss der Aufsteiger die
Tore in der 23. und 42. Minute. Union kam nie ins Spiel
und musste in der 72. Minute den dritten Treffer hinnehmen. „Das war keine gute
Leistung, die Mannschaft hat
mich heute enttäuscht. Man
kann ein Spiel verlieren, aber
nicht so“, kommentierte der
Coach des SCU.
Sein Team ließ jegliche
Laufbereitschaft und Aggressivität vermissen. „Der
Gegner hat genau das in die
Waagschale geworfen und
es hat heute gegen uns gereicht.“ Nun hat der SCU ein
spielfreies Wochenende vor
der Brust und kann sich mit
voller Konzentration auf die
letzten beiden Aufgaben gegen Kleve und 1.FC Mönchengladbach vorbereiten.
„Da ist es jetzt nicht mehr so
schwer, sich zu motivieren.
Das sind die beiden Spitzenklubs der Liga, die allerdings
auch ihre Schwächen haben.
Nach der schwachen Vor-
Für die VSF Amern geht es nach dem Sieg gegen den GSV Moers
in der Tabelle wieder nach oben. Foto: Josef Rütten
stellung werden wir in zwei
Wochen eine Mannschaft auf
den Platz schicken, die das
wieder gut machen wird“,
so Chiquinho. Verzichten
Küchen
muss er dabei auf Orhan
Özkaya, der kurz vor Ende
in Repelen die Rote Karte sah.
Amerns Max Kapell markierte nach Vorlage von
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Leuth
May 15
F: 0 2157- 8140
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Rene Jansen das erste Tor
gegen den GSV Moers schon
in der 14. Minute. Kurz nach
der Pause nutzte Kosta
Agathagelidis einen Abwehrfehler und legte den
zweiten Treffer für die
Schwalmtaler nach. Damit
hat Amern den Kontakt ans
Mittelfeld der Liga hergestellt und freut sich auf das
anstehende Derby gegen den
1. FC Viersen. „Wir haben
das Spiel gegen Moers verdient gewonnen, waren die
bessere Mannschaft. Zurzeit spielen wir nicht mehr
den großen Offensivfußball,
stehen eher etwas tiefer und
versuchen, aus einer guten
Ordnung zu spielen. Das
scheint bislang der richtige
Ansatz in unserer Situation
zu sein“, sagte Amerns Trainer Rainer Bruse.
Der 1. FC Viersen hatte
spielfrei und steigt erst jetzt
mit dem Heimspiel gegen die
VSF Amern wieder ein. Beide Teams liegen nur zwei
Punkte auseinander, wobei
der FC ein Spiel weniger auf
dem Konto hat.
„Wir wollen weiter punkten und erhoffen uns auch
in Viersen erfolgreich zu
sein“, so Bruse.
Seite 19
Tante Lucies Tagebuch
Fast schon logisch, dass die
Welt der Borussen derzeit
rosarot erscheint. Besonders
bei den Herrschaften am Tresen. Die feiern Trainer Lucien
Favre für seine tolle Arbeit:
„Den Rekord von Hennes
Weisweiler hat er geknackt
und ich möchte wetten, dass
noch mehr Superlative hinzukommen werden“, sagt
der Mann neben Tante Lucie. Dank harter Arbeit entwickeln sich die Fohlen in
dieser Saison zum argen Bayern-Verfolger, klar, dass die
Erwartungshaltung riesig ist.
„Diesmal ist die direkte Qualifikation für die Champions
League endgültig machbar,
kaum vorstellbar, dass die
Mannschaft sich nicht unter
den Top-Teams halten wird“,
ist auch der Herr am Ende
des Tresens überzeugt. Einer
drückt wieder auf die Euphoriebremse: „Lasst uns die
Partie am Wochenende in
Dortmund abwarten, dort
wird sich zeigen, wie gefestigt die Truppe ist.“ Und ob
danach munter vom ganz
großen Wurf weitergeträumt
werden darf…
VVV Venlo vor schwerem
Gang zu Topteam NEC
Fußball/Venlo (op). Vor
dem Auswärtsspiel bei Tabellenführer NEC Nijmegen
hat sich VVV Venlo in letzter
Minute ein verdientes Remis
in Eindhoven erspielt. Durch
den Treffer des eingewechselten Abdelaziz Khalouta
kurz vor dem Abpfiff von
Schiedsrichter van den Heuvel gelang den Gästen ein 2:2
(1:0), das Trainer Maurice
Steijn vor der Partie vermutlich gefallen hätte.
Nach dem Spielverlauf
beim Nachwuchs von PSV
Eindhoven dürfte er sich aber
über viele vergebene Chancen geärgert haben. Denn
sonst hätte seine Elf nach der
frühen Führung durch Mittelstürmer Melvin Platje (18.)
schon bis zur Pause die Partie entschieden haben können. So erzielte Farshad Noor
nach knapp 70 Minuten den
Ausgleich, als die Hintermannschaft von VVV den
Ball nicht aus der Gefahrenzone brachte. Das 2:1 durch
Boljevic stellte dann den
Spielverlauf sogar auf den
Kopf. Doch anders als in den
letzten Partien schafften die
Venloer diesmal ein zweites
Tor zum verdienten Unentschieden. Das wird ihnen so
leicht beim aktuellen Tabellenführer NEC nicht gelingen.
Der Abstieger aus der Ehrendivision steht punktgleich
mit Mitabsteiger Roda JC
Kerkrade mit 31 Punkten aus
zwölf Spielen an der Spitze
der Jupiler League. Der direkte Wiederaufstieg ist das erklärte Ziel 50 Kilometer maasabwärts von Venlo. VVV
muss dabei vor allem auf den
erstligaerfahrenen Stürmer
Sjoerd Ars aufpassen, der in
der laufenden Saison bereits
zwölf Mal ins gegnerische Tor
getroffen hat. Mit 18 Punkten
dümpeln die Venloer derzeit
auf Tabellenplatz neun. Und
das nächste Heimspiel findet
dann wieder gegen den aktuellen Vierten, FC Volendam,
statt. Keine leichten Aufgaben also für die SchwarzGelben.
Lobberich verliert Punkte
am grünen Tisch
Handball/Oberliga (tz). Der TV Lobberich hat die beiden hart
erkämpften Punkte vom Heimsieg gegen Lank wieder abgeben
müssen. Die Gäste hatten nach der Partie Einspruch gegen eine
Entscheidung der Schiedsrichter eingelegt, die nachweislich als
Regelfehler belegt und in der Verhandlung auch als derartiger
eingestuft wurde. Damit schrumpft das Punktekonto des Oberligisten wieder auf einen Zähler zusammen. Das Wiederholungsspiel ist für den 20. November 2014 festgesetzt worden.
Sport
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Hinsbeck dreht
das Spiel in Bracht
Fußball / Kreisliga B. TSF
Bracht II - Rhenania Hinsbeck II 2:3 (2:1). Durch die
Tore von Peter van den Broek
und Daniel Schmitz führten
die Hausherren zur Pause
mit 2:1. Für Hinsbeck hatte
nur Michael Lückertz getroffen. Doch die Gäste drehten
das Spiel im zweiten Durchgang, Norman Linden traf
zum Ausgleich und wiederum Michael Lückertz kurz
vor Ende zum vielumjubelten Siegtreffer der Gäste.
SC Waldniel II - Sportfreunde Leuth 4:1 (2:1). Der
SC Waldniel behielt am Ende
im Heimspiel gegen Sportfreunde Leuth die Oberhand.
Max Miazek (11. Und 28.),
Manuel Rötten (61.) und Phil-
ten brachte die Hausherren
in Führung, Nettetals Philipp Schmitz hatte für die
Gäste kurz vor der Pause
den Ausgleich parat. Grefrath ist am Sonntag in
Amern zu Gast, Union schon
am Freitag in Schaag. Derzeit bleibt der SVG somit
auf dem letzten Rang der
Tabelle.
BSV Leutherheide - SUS
Schaag 4:2 (1:1). Am Ende
war das Ergebnis eine klare
Angelegenheit für den BSV.
Christian Sprenger entwikkelte sich dabei zum Spieler
des Spiels. Glatte drei Treffer
erzielte der Kicker aus Leutherheide. Sven Engelbrecht
und Niclas Hoff trafen für
SUS Schaag, BSV-Spieler
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ip Petridis (80.) markierten
die Treffer für die Schwalmtaler. Julien Evers erzielte
schon nach zwei Minuten die
Führung der Gäste, die allerdings nicht lange Bestand
hatte. Leuth fällt damit auf
den 14. Rang zurück und
muss sich mit Abstiegskampf anfreunden.
SV Grefrath II - SC Union
Nettetal II 1:1 (1:1). In einer
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Minute den Schlusspunkt.
Schon am Freitag erwartet
der SU den SC Union Nettetal II zum Derby um 19.45
Uhr. Leutherheide spielt am
Sonntag daheim gegen BW
Niederkrüchten.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Dülken siegt im Derby gegen Kaldenkirchen
Brüggen unterliegt Tabellenführer Hüls
Fußball/Kreisliga A (ms).
SV Grefrath - Viktoria Anrath 2:0 (0:0). In der ersten
Halbzeit schaffte es keine der
beiden Mannschaften ein Tor
zu erzielen. Das änderte sich
in Durchgang zwei. In der 59.
Minute traf Daniel Obst zur
Führung für Grefrath, ehe
Christoph Stauten nur drei
Minuten später den 2:0-Siegtreffer erzielte. Die Gäste kamen auch zu ihren Chancen,
ließen diese jedoch liegen und
unterlagen am Ende dem
Team von Trainer Peter Jacobs. Dieser fand, dass es „alles
in allem ein verdienter Sieg
war“. Am kommenden Spieltag müssen die Grefrather
beim Tabellenzwölften Anadolu Krefeld ran. Dort erwartet Jacobs eine „bessere Leistung, sonst gehen wir dort
baden.“ Mit einem Sieg gegen
Anadolu wäre bei Patzern
der Konkurrenz sogar der
vierte Tabellenplatz drin.
Hülser SV - TuRa Brüggen
4:0 (3:0). Nach der Niederlage in der Vorwoche erwartete der Tabellenführer die Gäste aus Brüggen. Schon nach
einer Minute trafen die Gastgeber zur Führung. Drei Minuten später verhalf Dominik Strötzel den Gastgebern
mit seinem Eigentor zum 2:0,
ehe die Hausherren in der 15.
Spielminute das 3:0 nachlegten. Nach zwei Wechseln der
Gäste kehrte die Stabilität
Trotz 2:0-Vorsprung verlor der TSV Boisheim (blaue Trikots) am Sonntag sein Heimspiel gegen
Union Krefeld. Fotos: Josef Rütten
zurück und es wurde ein ansehnliches Spiel, allerdings
ohne nennenswerte Torchancen auf beiden Seiten. Die einzige gefährliche Torchance in
der zweiten Halbzeit nutzten die Hülser zum 4:0-Endstand. TuRa-Trainer Klaus
Hammann befand: „ Das Spiel
war nach 15 Minuten quasi
schon gelaufen.“ Und doch
boten die Gäste Paroli, auch
wenn sie kein Tor erzielten.
Am 12. Spieltag geht es gegen
den TSV Boisheim, dann erwartet Hammann eine Reaktion und einen Sieg.
Dülkener FC - TSV Kaldenkirchen 2:0 (0:0). Die
TURA Brüggen - VSF
Amern II 2:1 (1:0). Lutz
Widdra und Robin Cüsters
sorgten schnell für klare Verhältnisse, durch den Treffer
von Sven Metze blieb die
Partie allerdings bis zum
Ende offen. Amern schaffte
jedoch nicht mehr die Wende, Brüggen verließ das Feld
als Sieger. Amern spielt nun
daheim gegen den SV Grefrath II und will wieder Punkte einfahren.
SV Blau-Weiß Niederkrüchten - DJK Fortuna Dilkrath II 0:1 (0:0). Das Derby
war lange Zeit offen, es gab
Chancen auf beiden Seiten,
doch am Ende gab es nur
einen Treffer. Kevin-Christopher Brüren schaffte in der
75. Minute den einzigen Treffer des Tages und bescherte
seiner Fortuna damit drei
Punkte. Dilkrath schafft damit vorerst den Sprung auf
den fünften Platz der Tabelle.
TIV Nettetal - SW Elmpt
5:1 (1:0). TIV Nettetal schaffte ein deutliches Ausrufezeichen und besiegte SW Elmpt
am Ende deutlich mit 5:1. Die
Tore erzielten Saloh Keskin,
Ercan Ervysal (3) und Sasa
Rakic, für die Elmpter Gäste
traf Tim Hendrikx. SW Elmpt
bekommt es nun im Heimspiel mit dem SV Vorst zu
tun, TIV spielt bei Rhenania
Hinsbeck II.
Dülkener gingen mit breiter
Brust in das Spiel gegen den
TSV Kaldenkirchen, die Gäste waren durch den Trainerwechsel hochmotiviert.
Nach torloser erster Hälfte
war es Florian Verhaag, der
per Eigentor in die eigenen
Maschen traf und dem DFC
somit zur Führung verhalf.
(68.). In der 90. Minute legte
die Heimelf das 2:0 durch
Patrick Hinz nach und sicherte sich so drei Punkte.
Stefan Krahnen, Trainer des
Dülkener FC: „Kaldenkirchen war bis zur 70. Minute
die bessere Mannschaft,
doch dann haben wir die
Kurve gekriegt und letztendlich noch gewonnen.“ Kaldenkirchen verlor somit erneut und muss nächste Woche gegen Anrath definitiv
punkten, um aus dem Tabellenkeller zu klettern. Nach
zwei Siegen in Folge haben
sich die Dülkener einen Vorsprung erarbeitet, den es am
nächsten Spieltag gegen
Bockum „mit viel Kampf“
auszubauen gilt.
TSV Boisheim - Union
Krefeld 2:4 (0:0). Nach der
Niederlage in der Vorwoche
wollten die Gastgeber wieder punkten. Nach einer torlosen ersten Halbzeit war es
Daniel Schrörs, der die Boisheimer in der 57. Minute in
Front brachte. Nur fünf Minuten später erhöhte Nico
Berger auf 2:0. Zu diesem
Zeitpunkt drehten die Gäste
auf und trafen drei Minuten
später zum Anschlusstreffer. In der 73. Minute glichen
sie aus, sieben Minuten vor
dem Ende drehten sie das
Spiel komplett zur 3:2-Führung. Anschließend hatte der
TSV gute Chancen auf das
Unentschieden, mit einem
Konter in der Nachspielzeit
fingen sich die Gastgeber
dann das Tor zum 4:2- Endstand. John Hesen, Trainer
des TSV Boisheim: „Diese
Niederlage war sehr unglücklich. Nach der Führung
waren wir unkonzentriert
und unachtsam und haben
uns so unnötige Tore gefangen.“ Das nächste schwere
Spiel für die Boisheimer steht
in Brüggen an. Dort erwartet Hesen einen „offenen
Schlagabtausch von ungefähr gleich starken Mannschaften mit hoffentlich besserem Ende für uns.“
Dilkrath rückt vor
Bracht bot dem Spitzenreiter lange Paroli
Fußball/Bezirksliga. Fortuna Dilkrath - SV Budberg
3:1 (1:0). Dilkrath feierte einen verdienten Sieg und
schob sich so auf den fünften
Tabellenplatz vor. Zwar
zieht der VfB Uerdingen an
der Tabellenspitze einsam
seine Kreise, zu den Verfolgern dürfen sich die Fortunen aber spätestens seit Sonntag hinzuzählen. Thommy
Offermanns schoss Dilkrath
in Front (24.), in der 73. Minute gelang den Gästen nach
einem Eigentor von Robert
Scherer der schmeichelhafte
Ausgleich. Boubacar Coulibaly sorgte wenig später für
die erneute Führung, Thommy Offermanns machte in
der Nachspielzeit mit dem
3:1 dann alles klar. Am kom-
menden Samstag ist Dilkrath
in Schwafheim zu Gast.
vom Platz. Sonntag steht das
Derby bei den TSF Bracht an.
Rhenania Hinsbeck - SV
Scherenberg 3:2 (2:0). Wichtige Punkte gegen den Abstieg sicherte sich Rhenania
Hinsbeck im Duell gegen den
Mitaufsteiger aus Scherpenberg. Philipp Bongartz (9.),
Janosch Derendorf (45.) und
Lukas Hansen (93.) trafen für
die Hauserren, die Gäste kamen erst in den Schlussminuten zu eigenen Toren. Zuvor mussten Hinsbecks Defensive und insbesondere
Torhüter Michael Vieten
wahre Schwerstarbeit verrichten. Auch Dank eines gehaltenen Handelfmeters gingen die Hausherren am Ende
etwas glücklich als Sieger
SC Waldniel - VfL DJK
Willich 3:4 (2:2). Hin und
her ging es für den SC Waldniel, am Ende reichte es nicht
zum Ausbau der eigenen
Erfolgsserie.
Jan Beerens (7.), Stefan
Heinrichs (32.) und Andre
Jansen (62.) trafen für die
Schwalmtaler, doch auch
die Gäste aus Willich zeigten sich abschlussstark. So
kassierte die Mannschaft
von Trainer Hans Weecks in
der Nachspielzeit den Gegentreffer zum 3:4 und verließ den Platz ohne Punkte.
Waldniel muss am kommenden Spieltag zum Vorletzten nach Linn.
VfB Uerdingen - TSF Bracht
3:2 (1:1). Teuer verkauften sich
die TSF Bracht beim unangefochtenen Spitzenreiter in
Uerdingen. Pascal Wüsten
markierte nach zehn Minuten die Brachter Führung, vor
der Pause kamen die Hausherren zum Ausgleich. Auch
nach dem Wechsel lieferte die
Mannschaft von Trainer Markus Steffens eine saubere Leistung ab, zog am Ende trotzdem den Kürzeren. Pascal
Wüsten glich die zwischenzeitliche Führung der Gastgeber aus, in der Schlussminute führte dann eine fragliche Schiedsrichterentscheidung zum 3:2-Sieg für den VfB.
Am Alster Kirchweg empfangen die TSF am Sonntag
Rhenania Hinsbeck.
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Sport
Schaag souverän gegen Leuth
Kreisliga C1: Oberkrüchten besiegt Bracht deutlich
Fußball/Kreisliga
C1
(ms). SuS Schaag 4 - Sportfreunde Leuth 2 4:1 (0:0).
Nach einer torlosen ersten
Halbzeit waren es die Gastgeber, die durch Dariusz
Kunik zwei Minuten nach
Wiederanpfiff in Führung
gingen. Robert Orlowski
(64.) und Lukasz Kaczmarek (70.) erhöhten auf 3:0,
ehe Alexander Grohs drei
Minuten vor Ende den einzigen Treffer der Gäste
schoss. Erneut Robert Orlowski traf in der 90. Minute
zum 4:1-Endstand.
Dülkener FC 2 - TSV Kaldenkirchen 2 1:2 (0:0). Bei
Mannschaften versuchten
es vergeblich in der ersten
Halbzeit ein Tor zu erzielen.
Sören Brüster traf für die
Gäste in der 61. Minute zum
1:0. Dadurch ließen sich die
Gastgeber aber nicht aus
der Fassung bringen und
erzielten nur sechs Minuten
später den Ausgleich durch
Phillip Deutges. Sebastian
Beckmann schoss die Kaldenkirchener in der 70. Minute in Front und machte
damit drei Punkte klar.
rung brachte. Doch die Gäste konnten das Spiel durch
die Tore von Kevin Kiefer (70.,
73.) noch drehen und nahmen am Ende drei Punkte
mit nach Hause.
TuRa Brüggen 3 - Borussia Oedt 2 6:1 (3:0). Die Brüggener gewannen gegen den
Tabellenzweiten eindrucksvoll mit 6:1. Schon in der ersten Halbzeit erzielten sie
durch Sebastian Kons (16.,
32.) und Philipp Zanders (26.)
drei Tore. In der 57. Minute
erhöhte Niklas Bien auf 4:0,
ehe die Oedter drei Minuten
später den Ehrentreffer erzielten. Sebastian Kons
machte mit seinen Tore drei
(84.) und vier (86.) den 6:1Sieg der Brüggener klar.
TIV Nettetal 2 - TuS St.
Hubert 2 3:1 (1:1). Schon nach
sechs Minuten verwandelte
Simon Hein einen Strafstoß
sicher zur Führung der Gäste. Doch die Hausherren
antworteten in der 23. Minute mit dem Treffer von Ali
Akkan. Ioan Pop markierte
in der 67. Minute die Führung der Gastgeber, die Bujar Jasari durch sein Eigentor in der 71. Minute noch
auf 3:1 erhöhte.
SV Vorst 2 - Rhenania
Hinsbeck 3 1:2 (0:0). Es dauerte bis zur 60. Minute, ehe
Max Jansen die Gastgeber
durch sein Eigentor in Füh-
TVAS Viersen - VSF
Amern 3 3:3 (2:2). Nach 26
Minuten traf Marcel Klingen zur Führung der Gäste.
Nur vier Minuten später
glich Hüseyin Onat aus, ehe
Fotios Nikolaou in der 35.
Minute das 2:1 für die Hausherren erzielte. Fünf Minuten später glichen die Amerner durch Ricardo Jörissen
ebenfalls aus. Im zweiten
Durchgang brachte Marcel
Klingen die Gäste erneut in
Front (55.). Doch Burcin Kesiciler glich zehn Minuten
später aus.
DJK Oberkrüchten - TSF
Bracht 3 5:1 (3:0). Delano Scholz traf nach zehn Minuten zum 1:0, nur vier Minuten später erhöhte Christian Rein auf 2:0, ehe erneut
Delano Scholz in der 40. Minute das 3:0 markierte. Nach
dem Seitenwechsel bugsierte Konstantinos Labrianidis den Ball zum 4:0 über die
Linie (51.). In der 70. Minute
schoss Steffen Buchholz den
Ehrentreffer der Brachter.
Sechs Minuten vor Ende der
Partie traf erneut Konstantinos Labrianidis zum 5:1Endstand.
Unions Damen weiter ungeschlagen
Damen-Fußball/Nettetal.
Die 1. Damenmannschaft des
SC Union Nettetal hatte die
Zweitvertretung von SuS
Schaag zu Gast, die es den
Gastgeberinnen nicht leicht
machte. Nur dank der tollen
Torwartleistung von Sophie
Peters konnten sie im ersten
Durchgang einen Gegentreffer verhindern. Der einzige
Torschuss von Marie van de
Weyer führte zu einer
schmeichelhaften 1:0-Pausenführung. Im zweiten
Spielabschnitt zeigten die
Nettetalerinnen dann endlich ihr Können. Lea Steinbergs, erneut Marie van de
Weyer und Ricki Terporten
erhöhten auf 4:0. Schaag erspielte sich zwar noch einige
gute Möglichkeiten, die aber
lediglich noch zu einer 1:4-
Ergebnis-Korrektur reichten. Damit bleibt die neu gegründete Damen-Mannschaft nach neun Pflichtspielen weiterhin ungeschlagen
und hofft, diese Serie gegen
SC Waldniel auch weiter
fortsetzen zu können.
SC Union: Außenpfosten rettet für U17-Mädels
Mädchen-Fußball/Nettetal. U17-Niederrheinliga. 1.
FC Mönchengladbach - SC
Union 0:0. Die Nettetaler
Mädchen präsentierten sich
gegen die leicht feldüberlegenen Gladbacherinnen
kampfbereit, konnten aber
nicht alle Torschüsse verhindern. Bereits nach drei Minuten klatschte der Ball an
den Außenpfosten, aber an-
sonsten war spätestens bei
Torfrau Vicki Kall Schluss.
Torlos ging es in die Pause.
Im zweiten Durchgang
wurde das Spiel offener und
es ergaben sich Chancen auf
beiden Seiten. Zu Beginn zeigte sich der 1. FC druckvoller.
Doch in den letzten 20 Minuten ging ihnen ein wenig die
Puste aus und auch sie mussten dem hohen Spieltempo
Tribut zollen. Isa Pricken
hatte zwei Minuten vor dem
Schlusspfiff mit einem fulminanten Schuss aus 22
Metern noch den Siegtreffer
auf dem Fuß, doch der Ball
ging knapp am Pfosten vorbei. So blieb es beim spielgerechten Remis.
Bereits in der Vorwoche
war das Nettetaler U17Team bei Bayer Wuppertal
zu Gast. Im ersten Durchgang
zeigte man sich überlegen,
doch es wurden zahlreiche
Chancen vergeben und lediglich Hiba Awida gelang mit
ihrem ersten Saisontreffer
das zwischenzeitliche 1:1. In
einer schwachen zweiten
Hälfte gab das Mittelfeld dann
aber das Spiel völlig aus der
Hand und es setzte eine ordentliche 1:4-Schlappe.
Seite 21
Leutherheides Zweite
geht in Krefeld unter
Fußball/Kreisliga C2 (ms)
TSV Boisheim 2 - DJK Fortuna Dilkrath 3 3:0 (1:0).
Anton Kaminskij brachte die
Gastgeber mit seinem Tor in
der 20. Minute auf die Siegerstraße. Im zweiten Durchgang erhöhte Melvin Risse
auf 2:0 (49.), ehe Tim Bescanon sieben Minuten vor
Schluss zum 3:0 traf. Den
Gästen blieb ein Tor verwehrt.
DJK Oberkrüchten 2 - SuS
Vinkrath 2 1:3 (0:2). Nach 20
Minuten fiel der erste Treffer
der Partie. Kevin Büssen
netzte zur Führung der Gäste ein, sieben Minuten später legte Mark-Gerrit Brandhoff das 2:0 nach. In der 61.
Minute kamen die Hausherren durch den Treffer zum
2:1 wieder ran, doch dadurch
ließen sich die Vinkrather
nicht aus der Fassung bringen. Patrick Schneider erzielte in der dritten Minute der
Nachspielzeit das 3:1 und
konnte sich über drei Punkte
freuen.
TVAS Viersen 2 - SC Waldniel 3 3:0 (1:0). Das einzige
Tor der ersten Halbzeit erzielte Patrick Kaiser in der
14. Minute. Im zweiten
Durchgang erhöhte Burak
Dilber auf 2:0 (57.), Suleyman Karakas machte den
Sack in der 90. Minute endgültig zu. Trotz einiger Chancen trafen die Gäste nicht
und fuhren am Ende niedergeschlagen nach Hause.
TSV Kaldenkirchen 3 Sportfreunde Leuth 3 4:0
(2:0). Nach einer torlosen
Anfangsphase war es Volker Schmitz, der in der 38.
Minute die Führung für Kaldenkirchen markierte. Kasimir Euen legte nur eine Minute vor der Halbzeit das
2:0 nach. Eine Minute nach
Wiederanpfiff traf Andreas
Goeritz zum 3:0 und nur
drei Minuten später bugsierte Maurice Lisges den
Ball zum 4:0-Endstand über
die Linie.
Borussia Oedt - SV Grefrath 3 3:0 (1:0). Bereits nach
acht Minuten erzielte Sven
Pascher die Führung für die
Gastgeber. Danach passierte lange Zeit gar nichts, bis
Patrick Stroben anfang der
zweiten Halbzeit auf 2:0 erhöhte (50.). Das Spiel blieb
bis zum Ende spannend. Mit
seinem Treffer zum 3:0 in der
87. Minute machte Kevin
Eichberg den Sack zu und
hielt die Punkte auf dem eigenen Platz.
VfL Willich 5 - SuS Schaag
3 6:1 (1:1). Die Gäste aus Schaag gingen in der 33. Minute durch David Bielstein in
Führung, in der zweiten
Halbzeit brachen sie dann
ein. Willich drehte auf und
machte mit fünf Treffern das
halbe Dutzend bis zum
Schlusspfiff voll.
SuS Krefeld 4 - BSV Leutherheide 2 8:0 (3:0). Die
Gäste aus Leutherheide gingen in Krefeld unter. Schon
in der ersten Halbzeit kassierten sie drei Tore. In
Durchgang zwei waren es
sogar fünf.
FC Lobberich/Dyck - TuS
St. Hubert 3 3:0 (1:0). Bevor
das erste Tor gefallen war,
musste der Schiedsrichter
auf beiden Seiten jeweils einen Spieler des Feldes verweisen. Adam Przegenda
verwandelte einen Strafstoß
in der 45. Minute sicher zur
Führung der Dycker. Diese
legten durch Tobias Pollmer
in der 78. Minute das 2:0 nach,
ehe Sebastian Moslmani den
3:0-Endstand in der 85. Minute markierte.
Hallen-Kreismeisterschaft
der Fußball-Mädchen
Mädchenfußball/Nettetal
(ww). Am Sonntag traten in
der Sporthalle Süchtelner
Straße in Lobberich die U15Mädchen zur Ermittlung des
Hallen-Kreismeisters bei den
Fußball-Juniorinnen an. Die
Organisation und Turnierleitung an diesem Tag hatte
die Jugendabteilung von
Spiel und Sport Schaag übernommen. Am Vormittag gab
es bereits spannende Spiele
mit folgenden Ergebnissen:
1. Linner SV, 2. SV Niersia
Neersen, SC Bayer Uerdingen, 4. VfL Willich, 5. OSV
Meerbusch.
Somit haben sich für die
Zwischenrunde am 7. Dezember die Mannschaften
des Linner SV und SV Niersia Neersen qualifiziert.
Am Nachmittag traten
dann die Mannschaften der
Gruppen A und B an. Hier
konnten sich die jeweiligen
Gruppenersten für die Zwi-
schenrunde am 7. Dezember
ebenfalls qualifizieren. Vor
zahlreichen Zuschauern und
einer perfekten Organisation
durch den Verein SuS Schaag
gab es folgende Ergebnisse:
Gruppe A: 1. Thomasstadt
Kempen, 2. TSV Kaldenkirchen, 3. Tura Brüggen, 4. FC
St. Hubert.
Gruppe B: 1. SC Union
Nettetal, 2. Teutonia St. Tönis, 3. SV Vorst, 4. TSF Bracht.
In der Zwischenrunde besiegte Thomasstadt Kempen
Teutonia St. Tönis mit 4:0,
der SC Union Nettetal gewann 2:1 gegen den TSV
Kaldenkirchen. Das Spiel um
Platz 3 gewann der TSV Kaldenkirchen mit 1:0 gegen
Teutonia St. Tönis. Im Endspiel besiegte Thomasstadt
Kempen die Mannschaft des
SC Union Nettetal mit 3:0.
Beide Mannschaften qualifizierten sich damit für die
Zwischenrunde.
Sport
Seite 22
TSV läuft
Rückstand hinterher
Handball/Verbandsliga (tz). TV Oppum - TSV Kaldenkirchen 31:25 (15:8). Der TSV Kaldenkirchen konnte in der
Partie beim starken Team des TV Oppum nicht sein volles
Leistungsvermögen abrufen und lag nach einer dominant
geführten ersten Hälfte der Gastgeber bereits beim Seitenwechsel mit 15:8-Treffern im Rückstand. Diesen Rückstand
vermochte das Team von Dirk Rahmel im zweiten Durchgang nicht mehr aufzuholen. Dennoch zeigte die Mannschaft Moral und biss sich in die Partie. Mehr als etwas
Ergebniskosmetik war jedoch nicht mehr möglich, am Ende
siegte der TV Oppum verdient mit 31:25-Toren.
Spende für die Jugendkasse
Kaldenkirchen (hws). Der Reinerlös beim Pfarrfest in
Kaldenkirchen betrug 3.845,25 Euro. Er wird in diesem Jahr
der Jugendkasse des TSV Kaldenkirchen zugute kommen.
Unterstützen Sie die
Naturschutzprojekte der
Deutschen Otter Stiftung!
Informationen unter:
Deutsche Otter Stiftung
OTTER-ZENTRUM
29386 Hankensbüttel
Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
Kto. 16 312 530, BLZ 269 513 11
TVL II verpasst ersten Punktgewinn nur knapp
Handball/Bezirksliga (tz).
TuS Treudeutsch Lank II TV Lobberich II 30:28
(16:16). Die Zweitvertretung
des TV Lobberich war nah
dran am ersten Punktgewinn der neuen Spielzeit,
doch am Ende sollte es auch
im fünften Spiel nicht ganz
erreichen. Nach einem ausgeglichenen Spiel, das mit
einem 16:16-Unentschieden
in die Halbzeit ging, wurde
die Partie gegen eine starke
Lanker Reservemannschaft
knapp mit 30:28-Toren verloren. Damit verbleibt der
TVL weiter punktlos auf
dem vorletzten Tabellenplatz, doch im kommenden
Heimspiel sollen endlich die
ersten Zähler eingefahren
werden. Dort erwarten die
Rot-Weißen die Vereinigte
Turnerschaft aus Kempen,
die lediglich ihr Saisonauftaktspiel gegen den TV Vorst
II siegreich gestalten konnte.
SV Straelen II - Turnerschaft Grefrath 19:33 (9:17).
Die Turnerschaft Grefrath
ruft momentan jede Woche
ihr Potential ab und stellt
ihre Gegner vor schier unlösbare Aufgaben. So sollte
es auch am letzten Spieltag
gegen den SV Straelen II sein.
Die TSG dominierte in diesem eigentlich unbeliebten
Auswärtsspiel in der Blumenstadt spätestens ab Mitte der ersten Hälfte das Spiel
und schickte den Gegner bereits mit einem überdeutlichen 9:17-Rückstand in die
Pause. Wie in den Vorwoche
war die Partie also mehr oder
minder zur Halbzeit entschieden. Den zweiten
Durchgang ließen die Gäste
nun etwas ruhiger angehen,
dennoch stand am Ende ein
klares 19:33-Endergebnis auf
der Anzeigetafel. Damit verteidigte Grefrath zudem die
Spitzenposition, doch die
beiden Konkurrenten aus
Krefeld ließen ebenfalls nicht
federn.
Turnklub Krefeld - Turnerschaft Grefrath II 31:22
(14:8). Der Turnklub Krefeld
gewann, als zweites verlustpunktfreies Team der
Bezirksliga, seine Heimpartie gegen die Grefrather
Zweitvertretung ebenfalls
souverän mit 31:22-Toren
und bleibt dem Tabellenführer ebenfalls auf den Fersen
wie auch die Uerdinger Reserve, die mit 32:28-Treffer
gegen Linn die Oberhand
behielt. Doch bei Grefrath II
wird trotz der Niederlage
und bisher 4:6-Punkten keiner nervös, viel mehr freut
man sich auf das vereinsinterne Derby am kommenden Spieltag, wenn aus offizieller Sicht die zweite
Mannschaft den Tabellenführer Grefrath I in der
Sporthalle an der Bruckhauser Straße empfängt.
TV Vorst II - ASV Süchteln
II 34:20 (17:12). Eine deutliche Niederlage setzte es für
die zweite Mannschaft des
ASV Süchteln im Auswärtsspiel bei der Oberligareserve
des TV Vorst. Die Gäste fanden zu keinem Zeitpunkt in
der Defensive ein Mittel gegen die stark aufspielenden
Angreifer der Gastgeber und
kassierten in beiden Halbzeit siebzehn Gegentreffer.
Die eigene Offensive konnte
hier nicht mithalten und am
Ende unterlag Süchteln deutlich mit 34:20-Treffern und
wartet weiterhin auf den ersten doppelten Punktgewinn
der Saison. Dieser soll im
Heimspiel gegen den TV
Schiefbahn, der mit 4:4-Punkten auf dem neunten Tabellenplatz rangiert, eingefahren werden.
www.deutsche-otter-stiftung.de
TSV-Reserve ärgert
sich über Schiri
Handball/Kaldenkirchen. TV Oppum II - TSV II.
Herren 32:24 (14:15). Die
Kaldenkirchener Reserve
trat zum Spitzenspiel der
Kreisliga A beim Tabellenführer in Oppum an und
begann furios. Bereits nach
sieben Minuten hatten sich
die Blauen mit 3:7 abgesetzt
und provozierten eine Auszeit auf Oppumer Seite. Leider musste man ab Mitte
der ersten Halbzeit auf Kai
Ebus verzichten, der sich im
Zweikampf verletzte. Die
körperlich wesentlich stärkeren Gastgeber kamen danach bis zur Pause auf 14:15
heran. Der TSV startete auch
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
gut in den zweiten Spielabschnitt, konnte sich leicht
absetzen und bis zur 50.
Minute den Kontakt zum
Spitzenreiter halten.
Dann kippte das Spiel
durch zweifelhafte Schiedrichter-Entscheidungen zu
Gunsten der Oppumer. Die
Kaldenkirchener Spieler
setzten nun alles auf eine
Karte und verloren alles,
konnten aber mit erhobenem Haupt das Spielfeld
verlassen.
Tore: Noel Marx (7), Niclas Schomm (5), Steffen Hartstock (4), Thomas Heyer (3),
Tom Terhaag, Christian
Jahnke (je 2), Kai Ebus.
Grefraths Zweite
tut sich schwer
Handball/Bezirksliga Frauen (tz). DJK Germania Oppum - Turnerschaft Grefrath II 14:10 (6:4). Die zweite Damenmannschaft der Turnerschaft Grefrath tut sich als
Aufsteiger weiter schwer in der Bezirksliga. Auch die fünfte
Partie der neuen Saison ging für die TSG verloren. Dieses Mal
unterlag das Team auswärts bei der DJK Germania Oppum
mit 14:10-Toren. Das nächste Spiel bestreitet Grefrath beim
DJK TuS St. Hubert.
TSV III feiert
hitzigen Derbysieg
Handball/Kaldenkirchen. TSV III - TV Lobberich IV
32:21 (15:8). In einem zeitweise hitzigen Spiel starteten die
Kaldenkirchener Senioren aus einer starken Defensive heraus mit einer 8:3-Führung (15.). Der Gegner kam zwar über
Tempo bis auf 10:8 heran, doch in den letzten 7 Min. setzte
sich der TSV mit schönem Spiel wieder auf 15:8 ab. Nach
dem Wechsel konnten die Lobbericher auf 17:14 verkürzen,
aber die Blauen hielten dagegen, setzten sich über die erste
und zweite Welle auf 28:16 ab und die Messe war gelesen.
Am Ende stand ein verdienter Derby-Sieg für den TSV.
Tore: Niclas Schomm (9), Esko Bahn (7), Thomas Endberg
(6), Björn Sievers, Chris Thieme (je 3), Carsten Kreetz, Andre
Gurrath (je 2)
Waldniel II fertigt Lank ab
Handball/Landesliga
Frauen (tz). TV Korschenbroich - Turnerschaft Grefrath 26:20 (10:11). Eine Halbzeit lieferte die Turnerschaft
Grefrath gegen die starke
Mannschaft des TV Korschenbroich einen großen
Kampf und führte sogar
beim Seitenwechsel knapp
mit 10:11-Toren. Doch im
zweiten
Spielabschnitt
schwanden merklich die
Kräfte und Korschenbroich
konnte sich mit einer größeren Effizienz im Angriff ent-
scheidend absetzen. Folglich
gewann die Gastgeberinnen
die Partie am Ende mit 26:20Toren und bleiben mit 8:2Punkten weiter in Lauerstellung hinter dem verlustpunktfreien Spitzenreiter
aus
Anrath.
Grefrath
rutscht dagegen mit 4:6Punkten auf den sechsten
Tabellenplatz ab und empfängt am kommenden Spieltag mit dem Sportclub aus
Waldniel das nächste Team
aus der Verfolgergruppe.
SC Waldniel - TuS Treudeutsch Lank II 27:17 (15:11).
Keine große Mühe hatte der
Sportclub Waldniel in seinem Heimspiel gegen das
abgeschlagene Schlusslicht
TuS Treudeutsch Lank II. Die
Gastgeberinnen setzten sich
souverän mit 27:17-Toren
durch und behaupteten damit ihren vierten Tabellenplatz.
DJK Adler Königshof ASV Süchteln II 22:15 (8:7).
Eine Halbzeit lang konnte der
ASV Süchteln II am Sonntagmittag gegen die DJK Adler Königshof die Hoffnung
auf eine Überraschung am
Leben halten und boten bis
zum 8:7-Halbzeitstand erfolgreich Paroli. Im zweiten
Spielabschnitt setzten sich
die Krefelderinnen jedoch
erfolgreich ab und entschieden die Begegnung mit 22:15Toren für sich. Nun geht es
für den ASV im nächsten
Heimspiel gegen den Verbandsligaabsteiger aus Lobberich.
Dülken wird deklassiert
Süchteln schafft die Wende nicht
Handball/Verbandsliga
Männer (tz). VfB Homberg SG Dülken 35:14 (18:7). Der
neue Tabellenführer schlägt
den Tabellenletzten. Diese
Schlagzeile dürfte eigentlich
nur die wenigsten überraschen, aber was sich den
Zuschauern in der Homberger Sporthalle bot war schon
fast mehr als nur ein Klassenunterschied.
Hombergs
Handballer dominierten die
SG Dülken nach Belieben und
lagen bereits nach kurzer Zeit
mit 11:3-Treffern in Führung.
Diesen Vorsprung bauten die
Gastgeber bis zum Seitenwechsel auf 18:7-Tore aus
und hatten die Partie damit
bereits vorentschieden. Doch
wer jetzt in der zweiten Hälfte ein Aufbäumen der Gäste
aus Dülken erwartete, wurde leider enttäuscht. Homberg wich keinen Zentimeter
von ihrer Spielweise ab und
deklassierte die Dülkener am
Ende mit 35:14-Toren. Natürlich gilt es für die SGD nicht
sich an solchen Kontrahenten zu messen, da dürfte möglicherweise schon eher der
kommende Gegner, die Moerser Adler HSG mit bisher
zwei Pluspunkten, in diese
Kategorie fallen.
Handball/Landesliga
Männer (tz). SV Straelen ASV Süchteln 26:23 (17:13).
Zwei unterschiedliche Halb-
zeiten sahen die Zuschauer
bei der Partie zwischen dem
SV Straelen und dem ASV
Süchteln. In der ersten Halbzeit lieferten sich beide
Teams ein temporeiches
Spiel mit vielen Chancen auf
beiden Seiten. Bis zum 8:8Zwischenstand schenkten
sich beide Teams nichts, erst
danach schafften es die Gastgeber sich noch vor dem Pausenpfiff deutlich bis auf
17:11-Treffer abzusetzen. In
dieser Phase kassierte der
Süchtelner Spielertrainer
Boris Jovanic eine Rote Karte
und schwächte seine Farben
damit nachhaltig. Dennoch
steckte der ASV nicht auf und
verkürzte bis zum Pausen-
pfiff noch zum 17:13-Halbzeitstand. Letzten Endes
schaffte es die Gäste im zweiten Durchgang jedoch nicht
diesen Ausfall effektiv zu
kompensieren. Zwar hielt
sich Süchteln immer in
Schlagdistanz, doch die
Wende sollte dem ASV nicht
mehr gelingen. So siegte
Straelen nach einer wenig
ansehnlichen Hälfte, in der
die beiden Abwehrreihen
dominierten, mit 26:23-Toren. Damit fällt Süchteln mit
nunmehr 5:5-Punkten auf
den achten Tabellenrang
zurück und strebt im Derby
gegen St. Tönis am kommenden Wochenende unbedingt
wieder einen Sieg an..
TVL-Mädels tauen nach der Pause auf
Jugendhandball/Lobberich. Weibliche B1-Jugend HSG Rheydt-Geistenbeck
34:12 (19:7). In einem langsamen und über weite Strekken behäbigen Spiel verschenkten die Lobbericher
Mädchen oft leichtfertig den
Ball und spielerische Vorgaben wurden selten umgesetzt. Trotzdem waren die
Weichen gegen die schwachen Gäste schnell auf Sieg
gestellt. In der zweiten Halbzeit lief es dann etwas besser
und im Angriff wurden eini-
ge sehenswerte Treffer herausgespielt. Die Gegnerinnen zeigten kaum Gegenwehr, so dass Lobberich einen leichten Sieg erzielte und
sich alle Spielerinnen in die
Torschützenliste eintragen
konnten.
Tore: Carolin Baaken (6),
Nele Rottwinkel (5), Isabelle Inkmann (5), Chiara Rosati (4), Anna Koessl (3),
Kyra Mannheim (3), Anna
Cremers (3), Lea Blümke (2),
Pia Klein (2), Johanna Perau.
Sport
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Neues aus dem Grefrather Eissportzentrum
Eigene Rundenzeiten per Transponder überprüfen
Grefrath (maba). Vieles ist
neu im Grefrather Eissportzentrum. Seit dem 1. November ist der 400-Meter-Aussenring geöffnet. Die große
Neuerung dort ist eine elektronische Tempomessanlage, unterstützt durch die
Sparkasse Krefeld. Die Besucher können dort sehen, wie
schnell sie auf dem 400-Meter-Ring unterwegs sind.
Weitere Neuerung und
Verbesserung: Zu den Abendlaufzeiten montags und
mittwochs, jeweils ab 20
Uhr zahlen Kinder nur 2
Euro und Erwachsene 3,50
Euro.
Die weitere Besonderheit:
Montags von 19 bis 20 Uhr
und mittwochs von 16.30
bis 17.30 Uhr werden in Kooperation mit dem EC Gre-
Die neue Tempomessanlage mit Geschäftsführer Bernd
Schoenmackers und Hartmut Stevens von der Sparkasse. Fotos:
Manfred Baum
Jan Nösemes ist der neue Koch im Eissportzentrum.
frath kostenlos Transponder an alle interessierten
Eislauffans ausgegeben, so
dass jeder seine individuellen Rundenzeiten auf der
riesigen LED-Wand angezeigt bekommt.
Im Panoramarestaurant,
das sonn- und feiertags geöffnet hat gibt es eine neue
Seite 23
Taekwondo: Neue Lizenz
für Trainer Pistel
Taekwondo/Nettetal.
Nach erfolgreicher Teilnahme am ETU-Coach-Seminar
erhielt Björn Pistel von der
TG Nettetal die Coach-Lizenz der Europäischen Taekwondo Union. Sie berechtigt ihn, während der nächsten zwei Jahre Athleten auf
internationalen Turnieren
zu betreuen und zu coachen.
Schwerpunkt des dreitägigen Seminars in Düsseldorf, wo sich Top-Trainer
aus ganz Europa trafen, waren Regelkunde und Auslegung der neuen Wettkampf-
regeln sowie die immer stärkere Ausrichtung auf Olympia und die damit verbundene Professionalisierung
der Turnierstruktur. Seminarleiter waren Chakir Chelbat und Philip Bouedo, die
Kampfrichter auf Welt- und
europäischer Ebene ausbilden und maßgeblich an der
heutigen Ausrichtung des
Olympischen Taekwondo
mitwirkten. Mit der erworbenen Lizenz hofft Björn Pistel, seine Athleten weiterhin auf internationaler Ebene unterstützen zu können.
Speisenkarte und einen neuen Koch. An den vier Spieltagen von Holiday on Ice ist
das Restaurant zusätzlich
geöffnet - am Donnerstag,
27.November. bereits ab
16.30 Uhr, an den weiteren
Tagen bis zum 30.November von 17.30 Uhr, 12.30 Uhr
und 11.30 Uhr an.
Vereine stellten sich bei „Kids in Action“ vor
Brüggen (bei). Unter dem
Motto „Kids in Action“ kamen 210 Besucher in die
Burggemeindehalle, um sich
über das sportliche Vereinsangebot für Kinder zu informieren. An der vom Gemeindesportverband mit Unterstützung des KreisSportBundes Viersen organisierten Veranstaltung nahmen
die Vereine Gut Schuss Brüggen, Jungblut Born, LSV
Brüggen-Schwalmtal, Ponyexpress-Club
BrüggenBracht, Squash-Tigers Brüggen, Tennisgemeinschaft
Brüggen, TuRa Brüggen und
die Turn- und Sportfreunde
Bracht teil.
In der Burggemeindehalle
gab es nicht nur Informationsstände der Vereine.
Sportangebote wurden in
Aktion vorgestellt und die
Kinder konnten sozusagen
in ein Angebot „hineinschnuppern“.
Klaudia
Schleuter (KreisSportBund)
nannte als Ziel, den Sport an
die Kinder heranzutragen.
„Möglichst schon im Kindergarten sollten die Kids eine
Lieblingssportart entdecken
können“, erwartet sie. Das
Pilotprojekt startete in Brüggen, weil „hier die Gemeinschaft der Vereine im Sportverband gut funktioniert“.
Benita Weiß (TuRa): „Das
schöne ist, dass die Vereine
sich untereinander zusam-
Ein bunt gemischtes Sportangebot gab es für Kinder in und um
die Burggemeindehalle. Foto: Birgit Eickenberg
mengetan haben. Es gibt keinen Konkurrenzgedanken,
wir haben ein gemeinsames
Ziel.“
Als Beispiel sei die Abteilung Taekwondo bei Jungblut Born erwähnt. Thomas
Schneider ist Träger des siebten Dan, Abteilungsleiter
und Trainer mit Bundestrainerlizenz. Als Landeslehrwart ist er für die Ausbildung der Trainer zuständig.
„Taekwondo ist als olympische Disziplin anerkannt.
Wir haben 25 feste Mitglieder“, sagt er stolz. Hier trainieren die Mitglieder unterschiedlichsten Alters gemeinsam. Bei Partnerübungen wird natürlich darauf
geachtet, dass der Gegner in
etwa gleich alt und gleich
groß ist. Jeden Donnerstag
findet von 18 bis 19.30 Uhr
das Training in der Burggemeindehalle statt.
Kerstin Becker, Fußballtrainerin bei TuRa, informiert, dass es gerade beim
Kinderfußball sehr auf das
Engagement der Eltern ankommt. „Es mangelt nicht
an interessierten Eltern, die
die Mannschaften trainieren
wollen. Das Problem sind
eher die Arbeitszeiten der
Väter, so dass auch das Training der jüngeren Spieler auf
spätere Zeiten verlegt werden muss“, äußert sie sich
zum Trainer-Problem in den
unteren Ligen.
„Für eine zukünftige Veranstaltung überlegen wir
gemeinsam, wie wir mehr
Kinder erreichen können um
den ‚Kids in Action‘-Tag
dann eventuell jedes Jahr
oder alle zwei Jahre vom
Gemeindesportverband organisiert durchzuführen“,
teilte Benita Weiß anschließend noch mit.
TuS-Läufer: Erfolgreiche
Halbmarathonis
Björn Pistel (2.v.l.)ist nun Inhaber der Coach Lizenz der
Europäischen Taekwondo Union. Foto: privat
TVB: Freude über
neue Trikots
Basketball/Breyell. Über
einen kompletten Satz neuer
Wendetrikots in den Farben
grün und weiß freute sich
die männliche U16-Basketball-Mannschaft des TV
Breyell. Rüdiger Wagner,
kaufmännischer Leiter des
Nettetaler Unternehmens
Lueb & Schumacher, übergab den Jungs die Trikots
während einer Trainingseinheit in der Sporthalle an
der GS Breyell. Natürlich
wurden die neuen Trikots
sofort für ein Mannschaftsfoto anprobiert. Als Dankeschön überreichten die Spieler ein Trikot mit der Nummer 41, der Trikotnummer
von Dirk Nowitzki, auf der
alle Spieler unterschrieben
hatten. Rüdiger Wagner
zeigte sich sichtlich beeindruckt und versicherte, dass
es einen angemessenen Platz
in den Geschäftsräumen finden wird.
Laufsport/Oedt. Die Krickenbecker Seen erlebten beim
Halbmarathon des LC Nettetal zugleich die Kreismeisterschaften über die 21,1 km mit den Aktiven des TuS Oedt und
die nutzten die Gelegenheit, um in der direkten Nachbarschaft mit drei Titeln und zwei zweiten Plätzen erfolgreich zu
sein. Christian Kappenhagen in der M35 (1:40:51 Stunden),
Thomas Höffner in der M45 (1:34:05), Bernd Wenzel (1:33:43)
in der M50 bei den Herren sowie Angelika Kappenhagen in
der W55 nach 1:48:31 Stunden sicherten sich jeweils die
Meisterschaft für den Kreis Niederrhein West. Martina Bauer
als Zweite nach 1:44:20 in der W50 und Lothar Mutert in
1:40:05 hinter dem Sieger in der M55 rundeten erfolgreiche
Bild für die Blau-Roten aus der Niersgemeinde ab.
Tontauben-Schießen: Hans Finken holt Doppel-Gold
Schießsport/Nettetal
(ww). Einen großen Erfolg
erzielten die Schützen der
Nettetaler Gilde bei den Deutschen Meisterschaften des
BDS im Tontauben-Schießen
im thüringischen Suhl.
Nachdem sich drei Schützen aus der Nettetaler Gilde
bei der Landesmeisterschaft
im Juni qualifiziert hatten,
konnten diese bei den Deutschen Meisterschaften antreten. Dabei wurden uner-
wartet ganz tolle Erfolge erzielt. Der Nettetaler Hans
Finken, wohnhaft in Schaag,
holte in der Superseniorenklasse zweimal den 1. Platz
im Skeet und Trap. Dafür
wurde Hans Finken zwei-
mal mit der Goldmedaille
ausgezeichnet. In der Klasse
Vorderschaftsrepetierer
Skeet holte er den 6. Platz.
Thomas Kempkens, Nettetal, trat erstmalig in der
Altersklasse an. Dabei erziel-
te er mit dem Vorschaftsrepetierer im Skeet den 6. Platz,
mit der Flinte im Skeet den
16. Platz und im Trap erreichte er immerhin noch den
20. Platz. Ralf Lehnen trat in
der Schützenklasse an und
erreichte folgende Ergebnisse: Mit dem Vorderschaftsrepetierer wurde er Fünfter,
im Trap erzielte er einen hervorragenden 7. Platz und im
Skeet wurde Ralf Lehnen auf
Rang 13 eingestuft.
Grenzland
Seite 24
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Brand im Kinderdorf
175 Jahre Kirchenchor St. Peter-Hinsbeck
Herrenhaus „Haus Clee“ betroffen
Teil 2: Neugründung und Übergangszeit
Waldniel (hei). Arbeit für
die Feuerwehr am Mittwochnachmittag. Um kurz
nach 15 Uhr löste eine Brand-
meldeanlage in Haus Clee im
Kinderdorf Bethanien aus. In
einem Aufzug-Raum unmittelbar unter dem Dach
brannte ein Motor.
Die Schwestern konnten,
teils mit Hilfe der Wehrleute
das Gebäude unverletzt verlassen, die Feuerwehr löschte die Flammen schnell. Allerdings ist das komplette
Dachgeschoss durch Rauch
stark in Mitleidenschaft gezogen worden und musste
ausgiebig gelüftet werden.
Die Feuerwehr war mit
beiden Löschzügen und insgesamt mehr als 35 Wehrleuten im Einsatz.
„Näher dran“ - am
Menschen und am Alltag
Konzert am 9. November
Mariä
Himmelfahrt,
Waldnieler Heide, tritt die Band
„augen-blicke“ am 9. November
auf. Foto: Franz-Josef Cohnen
Schwalmtal (fjc). Neues
geistliches Liedgut steht im
Mittelpunkt der Band „augen-blicke“, die in Waldnieler Heide beheimatet ist und
auch in der dortigen Kirche
regelmäßig die monatlichen
modern gestalteten Gottesdienste, bekannt als „Mitneuen-Augen-sehen-Messen“, begleitet.
Jetzt, nach zwei Jahren,
lädt die Gruppe wieder zu
einem großen Konzert mit
neuen geistlichen Liedern
verschiedener Autoren ein.
Am Sonntag, 9. November,
will man in der Kirche St.
Mariä Himmelfahrt, Waldnieler Heide, ab 17 Uhr „näher dran!“ sein, denn so lautet der Titel des diesjährigen
Konzertes. Dabei hat das
Thema „näher dran“ eine
doppelte Bedeutung: Zum
einen wird Auftrittsort der
Gruppe näher bei den Zuhörern sein, aber auch die Lieder sind so ausgewählt, dass
Alltagserfahrungen und Begegnungen die Menschen
einander näher bringen und
näher zu Jesus kommen lassen. Wie immer ist das Konzert zum Zuhören und Mitsingen gedacht. Die Lieder,
ihre Texte und die Dekoration sollen einladen, sich als
Gemeinschaft näher zu kommen und die Botschaft Jesu
näher an sich heranzulassen. Der Gemeindeausschuss
von St. Mariä Himmelfahrt
lädt nach dem Konzert zur
Begegnung bei Brot, Dip und
Getränken ein.
VON HEINZ KOCH
Hinsbeck. Im Jahre 1840
löste sich unter dem neuen
Pfarrer Peter Mathias Josten
(geboren 1801, gestorben
1858, Pfarrer von 1838 bis
1858) der gemischte Chor
auf. An seiner Stelle gründete sich am 22. November
1840 der Männergesangverein Hinsbeck. Dieses ist
gleichzeitig das Gründungsdatum des Chores;
Chorleiter war weiterhin
der Lehrer Johann Gerhard
Bontenackels, seit 1840 unterstützt von Wilhelm Bremenkamp (geboren 1817,
gestorben 1891, Lehrer von
1840 bis 1887). Nach dem
Tod von Johann Gerhard
Bontenakels 1847 übernahm Wilhelm Bremenkamp alleine die Chorleitung, die er bis 1851 inne
hatte. Weitere Chorleiter
waren von 1851 bis 1865
der Organist an der Hinsbecker Pfarrkirche, Johann
Mathias Stapper und von
1865 bis1869 der Lehrer
August Schmalohr (geboren
1825, gestorben 1907, Lehrer in Hinsbeck von 1848 bis
1891). Schmalohr begeisterte den Chor für die Kirchenmusik und leistete für die
damalige Zeit Hervorragendes. Unter seiner Leitung
sang der Chor auch zur Einweihungsfeier des neu er-
Der Hinsbecker Kirchenchor beim Jubiläum 1890. In der linken Mittelgruppe links am Tisch
sitzend Pfarrer Heinrich Hennigmann Foto: Heinz Koch
bauten Gotteshauses im
Jahre 1866. Doch die Begeisterung für die Kirchenmusik ließ nach. Bereits im Jahr
1869 wählte sich der Chor
den neuen Organisten Johann Neles (geboren 1839,
gestorben 1906) zum Dirigenten; von nun an widmeten sich für die nächsten 10
Jahre Chor und Dirigent nur
noch der weltlichen Musik.
Im Februar 1880 baten
Pfarrer Dr. theol. Emil Lepicque (geboren1827, gestorben
1899, Pfarrer von 1872 bis
1885) und der Kirchenvorstand den Männergesang-
Horst Lübke trat
aus der FDP aus
Grefrath (maba). Horst
Lübke, langjähriger Fraktionsvorsitzender der FDP im
Grefrather Gemeinderat, ist
nach gegensätzlichen Auf-
fassungen über die Politik in
der Gemeinde Grefrath, die
er mit seinem Nachfolger
Werner Mülders hatte, aus
der Partei ausgetreten.
verein, auch den Kirchengesang wieder aufzunehmen.
Diesem Wunsch kam der
Chor gerne nach. Seitdem
steht die „musica sacra“ im
Vordergrund des Kirchenchores, woran sich bis heute
nichts geändert hat. Fast 22
Jahre führte Johann Neles
den Chor als Dirigent. Unter
seiner Leitung konnte der
Verein 1890 unter der
Schirmherrschaft des neuen
Pfarrers Heinrich Hennigmann (geboren 1831, gestorben 1898, Pfarrer von 1885
bis 1898) sein 50jähriges Bestehen feiern.
Diabetiker treffen sich
Lobberich. Die Diabetiker Selbsthilfegruppe Nettetal lädt
Mitglieder und Interessierte aus Nettetal und Umgebung
zum Erfahrungsaustausch am Mittwoch, 12. November,
um 19.30 Uhr, in den Konferenzraum der Städtischen Krankenanstalten Nettetal, Sassenfelder Kirchweg 1, ein.
NRW IST SCHÖN!
Damit das so bleibt, schützen wir seit über
25 Jahren, was wir lieben: unsere Heimat NRW!
Wir fördern den ehrenamtlichen Einsatz für die
Naturschönheiten und Kulturschätze und helfen,
damit Denkmäler restauriert, Museen eingerichtet
und Naturschutzgebiete dauerhaft gesichert
werden. Helfen auch Sie und werden Sie Mitglied
im Förderverein der NRW-Stiftung!
SCHWANEN-APOTHEKE
IN BAD MÜNSTEREIFEL
Interessiert? www.nrw-stiftung.de
„Orte des gemeinsamen Lernens“ erfolgreich
Umstellung erfolgreich verlaufen
Mord am Niederrhein
Grenzland. Zu einer Krimi-Lesung mit Musik lädt
Arnold Küsters am Freitag,
14. November, 20 Uhr, in
die „schlafkultur“ in Viersen, Bruchweg 27 ein. Der
gebürtige Breyeller stellt bei
kultiger Musik der Band
„Hier geht was“ seinen inzwischen siebten Roman
vor. Nach fünf NiederrheinKrimis hat er nun mit „Endstation Allgäu“ seinen zweiten Allgäu-Roman abgeliefert. Dabei geht es wie bei
„Ein Knödel zu viel“ wieder
um Morde, die am Niederrhein und im Allgäu ihre
Ursachen und Spuren haben. „Aber es geht es auch
um die Besonderheiten der
beiden Gegenden. Der PiperVerlag spricht von „culture
clash“, denn dort treffen
zwei Welten aufeinander“,
so Küsters. In seinem neuen
Krimi folgt eine ahnungslose Journalistin einem Interviewpartner vom Niederrhein zu einem ganz besonderen Trip ins Allgäu. Und
auch der Humor kommt
dabei nicht zu kurz, dafür
sorgen die Kemptener Kommissare Carsten Jakisch,
dessen Vorfahren vom Niederrhein stammen, und Robert Mayr, der sich mehr
um seine Martina als um die
Aufklärung der Morde kümmert.
Karten zum Preis von 12
Euro gibt es bei der „schlafkultur“, Vorbestellung und
weitere Infos unter 02162/
503928.
Brüggen (bei). Die Kreuzherrenschule und die Gesamtschule wurden zu „Orten des gemeinsamen Lernens“ umgestellt. So können
Schüler mit und ohne Bedarf
an sonderpädagogischer
Unterstützung im Klassenverband oder in einer Lerngruppe unterrichtet werden.
Dem Schulausschuss der
Gemeinde beschrieben Rosemarie Rüther, Leiterin der
Gemeinschaftsgrundschule
„Kreuzherrenschule“ und
Wolfgang Jöres, Leiter der
Gesamtschule, die derzeitige Arbeitsweise in den Schulen. In der Kreuzherrenschule werden aktuell 20 Schüler
mit sonderpädagogischem
Förderbedarf unterrichtet.
„Eltern haben nun die Wahlmöglichkeit, ihr Kind an einer Förderschule oder an ei-
ner allgemeinen Schule anzumelden“, so Rosemarie
Rüther. Dabei geht es nicht
nur um Kinder mit körperlichen Behinderungen. Auch
Lernbehinderungen, Sehbehinderungen, sozial-emotionale Kompetenzstärkung,
Sprachbehinderungen und
Hörstörungen erfordern einen zusätzlichen Materialund Hilfsmitteleinsatz. „So
viel Personal gibt es in der
ganzen Bezirksregierung
Düsseldorf nicht, die den
Bedarf - wie wir es wünschen würden - decken können“, bedauert Rosemarie
Rüther. „Eine sehr große Aufgabe, die auf uns zugekommen ist“, nannte es Wolfgang Jöres. Vor der Umstellung erhielten bereits fünf
Kinder eine integrative Förderung an der Gesamtschu-
le. Nun sind der Schule acht
Schüler vom Schulträger zugewiesen worden. Dies berechtigt dazu, die Gesamtklassengröße um zwei Kinder herunterzufahren. „Die
Eltern müssen einen Antrag
auf gemeinsames Lernen
stellen und unsere Lehrer
möchten sich vorab über den
Unterricht dieser Kinder an
der Grundschule informieren, um den Bedarf und den
Materialaufwand vorher
planen zu können“, so Jöres
in Bezug auf den Wechsel
von der Grund- zur Gesamtschule. „Wichtig ist für uns,
gemeinsame Lernerlebnisse
erfahrbar zu machen.“ Er
konnte aber von positiven
Erfahrungen für alle Kinder
im Bereich des sozialen Lernens berichten. An der Gesamtschule wurde eine Fach-
konferenz Förderpädagogik
eingerichtet. Beide Schulen
haben ein Inklusionskonzept
entwickelt, welche über bei
Interesse bei dem jeweiligen
Sekretariat erhältlich ist.
Grenzland-Nachrichten
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GrenzlandNachrichten
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Grenzland
Weihnachtsnoten und schwarze Katzen
Beliebte vorweihnachtliche Vorstellung der Künstlergruppe „Bunte Gans“
VON JOACHIM BURGHARDT
Oedt. Vergilbte Notenblätter auf dem Tisch, Holzund Linolschnitte auf der
Werkbank, große Bilder und
schlanke Säulen in der Ecke:
Mitten in den Vorbereitungen ist die Künstlerin Nada
Vitz. Am kommenden Wochenende nämlich, da stellt
sie gemeinsam mit ihren
Kollegen von der Oedter
Künstlergruppe Bunte Gans
im alten Rathaus Oedt aus.
Rund um die vorweihnachtliche Ausstellung sind etliche Überraschungen geplant. Überraschend schon,
dass bei Vitz alte Weihnachtslieder und schwarze
Katzen zusammenkommen.
„Ich drucke auf alte Notenblätter von Weihnachtsliedern Silhouetten von Tieren,
zum Beispiel Katzen“, klärt
sie auf. Ihre kleinen Kunstwerke wie diese Drucke gehören zu den originellen
Ausstellungsstücken.
Auffällig ist allemal die
Vielfalt bei den Vorbereitungen, zum Beispiel im Kunsthaus VV in Oedt: Während
Freut sich mit ihren Kollegen von der Bunten Gans auf viele
Besucher: Nada Vitz
in Vitz’ Atelier Drucke und
Malereien zu sehen sind, ist
der Raum nebenan, das
Reich von Dörthe Versin,
von allerlei Schmuckkunst
geprägt. „Wir und die anderen Künstler wollen den Besuchern viel Abwechslung
bieten“, verspricht Vitz.
Und Folgendes ist geplant:
15 Mitglieder der Künstlergruppe „Bunte Gans“, die
seit fünf Jahren immer wieder in Oedt für originelle
Aktionen sorgt, stellen in der
Jugendstilvilla, also im alten
Rathaus Oedt, JohannesGirmes-Straße 21, aus, und
zwar am Samstag, 8. November, von 11 bis 19 Uhr
und am Sonntag, 9. November, von 11 bis 17 Uhr aus.
An beiden Tagen zeigt übrigens ab 14 Uhr der Heimatverein im Untergeschoss der
Villa seine Sammlung zur
Geschichte Oedts. Die Künstler zeigen Malereien und
Mosaiken, Holz-, Stein- und
Metallskulpturen, Glasar-
beiten, Druck- und Fotografiken. Laut Vitz ist „manches Weihnachtliche dabei,
aber auch viele Kunstwerke,
die nicht nur in diese Jahreszeit passen.“ Drinnen Kunst
zum Bestaunen, draußen
ebenso, aber nicht nur: „Feuerschalen und Glühwein
sorgen für stimmungsvolles
Ambiente, dazu gibt’s mediterrane Speisen und natürlich Musik“, kündigt die
Künstlerin an. Sie selbst wird
für zauberhafte Klänge auf
dem Hang, einem Schweizer
Instrument, sorgen, zudem
ist am Samstag um 18 Uhr
eine Feuershow im Park geplant
(www.buntegans.de). „Wir freuen uns auf
die Begegnungen und die Gespräche mit den Besuchern“,
verrät Vitz und macht sich
wieder ans Drucken. Diesmal ist es keine Katze, die sie
aufs Notenblatt presst. „Es
wird noch andere Tiermotive geben“, deutet sie an und
lächelt. In der vorweihnachtlichen Ausstellung im
alten Rathaus sollen eben
manche Überraschungen
geboten werden.
Zum 9. Mal „Young Talents“
Viersen. Young Life, das
von Bürgermeister Günter
Thönnessen initiierte Jugendprojekt der Stadt Viersen, und
das Hubert-Vootz-Haus haben den Aufruf zur Teilnahme an der neunten Ausgabe
des Wettbewerbs „Young
Talents“ veröffentlicht. Bis zu
zwölf Bands können bei dem
Wettstreit um Geldpreise und
einen Auftritt beim Festival
„Eier mit Speck“ dabei sein.
Bewerben dürfen sich Bands
mit drei oder mehr Musikern,
die ein eigenes Musikprogramm von mindestens ei-
ner halben Stunde Dauer spielen können. Coverbands
werden nicht berücksichtigt.
Der Altersdurchschnitt der
Musiker darf nicht über 25
Jahren liegen. Mindestens ein
aktives Bandmitglied muss
aus dem Kreis Viersen stammen oder im Kreis Viersen
wohnen. Eine Bewerbung
sollte eine kurze Beschreibung der Band und ihrer
Musik, ein Foto und ein Demoband oder eine Demo-CD
umfassen. Die Bewerbung
muss bis spätestens 12. März
2015 bei Birgit Zerres, Stadt-
haus Viersen, Rathausmarkt
1, 41747 Viersen, Zimmer 107,
vorliegen. Frau Zerres beantwortet auch Fragen zur Teilnahme am Wettbewerb: Telefon 02162 101218, E-Mail
birgit.zerres@viersen.de.
Am 13. März 2015 tritt
dann die Jury zusammen, die
die zwölf Bands auswählt,
die beim Young Life Band
Contest auftreten dürfen. Die
ausgewählten Bands werden
auf drei Vorrunden verteilt,
die am 10., 11. und 17. April
2015 in der Rockschicht, Bahnhofstraße 55, stattfinden. An
diesen Abenden wählen die
Jury (ein Musikjournalist, ein
Musiker, ein Konzertveranstalter und ein Mitarbeiter
der Stadt Viersen) und das
Publikum die Tagessieger. Die
drei Tagessieger und die beste zweitplatzierte Band der
Vorrunden treten am 30. Mai
2015 zum Finale in der Festhalle an. Alle Finalisten erhalten Geldpreise, die Siegerband darf am 24. Juli 2015 bei
„Eier mit Speck“ auftreten.
Für die Bands ist die Teilnahme an dem Wettbewerb kostenlos.
Singen macht Freu(n)de
Dilkrath/Lüttelbracht
(fjc). Ursprünglich wollte
der MGV „Laetitia“ Lüttelbracht unter Beteiligung der
Sänger von der Dilkrather
„Concordia“ ein gemeinsames Konzert in der neuen
Brüggener „Burggemeindehalle“ zum Besten geben. Das
finanzielle Risiko jedoch, das
die Lüttelbrachter hätten
eingehen müssen, schreckte
ab. Für Vereine dieser Größenordnung scheint der Kostenrahmen dort zu überfordern. So nahm man gerne
das Angebot der Dilkrather
an, den Saal von Haus Toerschen für diese Veranstaltung zu nutzen. Getreu dem
Motto des Konzertes „Singen macht Freu(n)de“ nutze
man die Freundschaft mit
der „Concordia“, um zu zei-
gen, dass „Freunde“ gemeinsam auch „Freude“ beim
Singen erleben können.
Nun ist es am kommenden
Sonntag, 9. November, soweit: Um 16 Uhr werden die
beiden Chöre, unterstützt
durch die Solistin Patricia
Maria de Miguel (Sopran),
mit
ihrem
locker-beschwingten Konzert zum
Jahresabschluss im Haus
Toerschen, Dilkrath, Boisheimer Straße 61, beginnen (Einlass ab 15.30 Uhr). Das Programm wird von den beiden
Chören im Wechsel und auch
gemeinsam gestaltet sowie
abgerundet durch den Gesang der Sopranistin.
Eintrittskarten zum Preis
von 8 Euro sind bei den Sängern, aber auch vor Ort, erhältlich.
Katastrophale Zustände
Alte B509 und Radweg desolat
Grefrath (maba). Der Zustand der alten B509 von Grefrath nach Mülhausen ist katastrophal. Die Straße, die
heute im Besitz der Gemeinde Grefrath ist, besteht hauptsächlich aus Flickwerk. Da sei
Handlungsbedarf dringend
angesagt, findet auch Bauamtsleiter Dr. Michael Räp-
pel. Und das ist nicht die einzige Straße in der Niersgemeinde, die nach einer Sanierung schreit. Nicht viel besser sehen die Umstraße, besonders im Bereich der Zufahrt zur Post/Getränkemarkt aus, sowie der Rathausvorplatz in Höhe des Feuerwehrgerätehaus. Nun ist
auch noch der viel befahrene
Radweg von Grefrath nach
Mülhausen dazu gekommen.
Allein rund 400 Schüler aus
Grefrath auf ihrem täglichen
Weg zur Liebfrauenschule
und zurück benutzen den
Radweg. Er ist zur Felderseite
hin völlig weggebrochen und
stellt eine große Gefahr dar.
Räppel rechnet damit, dass
eine Sanierung der finanziell
leidgeprüften Gemeinde die
stattliche Summe von rund
120.000 Euro verschlingen
könne. Dem gegenüber steht
die Diskussion über einen mit
rund 300.000 Euro zu Buche
schlagenden Kunstrasenplatz in Grefrath.
Seite 25
Swabedoo ist überall
Amern. „Swabedoo ist
überall“ heisst die neue Ausstellung der Galerie - Der
Turm
der
Gemeinde
Schwalmtal in SchwalmtalAmern, Dorfstraße 1.
30 international bekannte Künstler wie Anatol, Felix Droese, Lorenzo Pompa,
Michael Kortländer, Jörg
Eberhard, Lea Lenhard,
Martin Goppelsröder und
andere, haben sich mit dem
Märchen „Die kleinen Leute
von Swabedoo“ beschäftigt.
ihre Ideen zu diesem Märchen umzusetzen.
Entstanden sind zahlreiche spannende Werke in den
unterschiedlichsten Techniken von der Malerei über
die Fotografie und Objektkunst bis zur Bildhauerei.
Diese besondere Ausstellung sollte man sich fest in
den Terminkalender eintragen. Die Vernissage ist am
Sonntag, 9. November, von
15 bis 18 Uhr.Weitere Öffnungszeiten sind an den
Diese anrührende, zum
Nachdenken über gesellschaftliche Zusammenhänge anregende Geschichte ist
der Ausgangspunkt für die
Arbeiten der Künstler. Diese hatten den Auftrag, frei
Sonntagen 16. und 23. November, jeweils von 11 bis
17 Uhr.
Eine Veranstaltung im
Rahmen des Kulturprogramms der Gemeinde
Schwalmtal.
Vor 50 Jahren: Lehrer
Johannes Ziemons verstorben
Dilkrath /Leuth (fjc). Vor
jetzt genau 50 Jahren verstarb in seinem letzten
Wohnort Andernach der
ehemalige Dilkrather und
Leuther Hauptlehrer Johannes Ziemons im 74. Lebensjahr. Geboren war er am 27.
April 1891 in Andernach.
Offensichtlich hatte er zunächst eine Anstellung in
Odenkirchen gefunden,
denn dort legte er ausweislich seiner Personalkarte die
erste Lehrerprüfung am 20.
Januar 1912 ab. Seit dem 1.
April 1913 war er als Lehrer
an der Dilkrather Volksschule beschäftigt, hier absolvierte er am 19.12.1916
seine zweite Lehrerprüfung. Zeitweise leitete er
auch den Kirchenchor von
St. Gertrudis in Dilkrath
und betätigte sich in der
kirchlichen Jugendarbeit.
Ab dem 1. Mai 1933 ist
seine Anstellung in Essen
eingetragen. In den letzten
Kriegsjahren wurde er mit
Essener Schülern in den
Osten evakuiert, wo er diese auch unterrichtete. Von
1945 bis 1955 war Johannes
Ziemons dann Hauptlehrer
und Schulleiter in Leuth.
Über eine längere Zeit unterrichteten damals zusammen mit ihm die Lehrpersonen Magda Bohnen aus Kevelaer, Carl Maria Brohl und
Gertrud Bohnen aus Dil-
Hauptlehrer
Johannes
Ziemons. Repro: Franz-Josef
Cohnen
krath. In Leuth wurde er
1955 in den Ruhestand verabschiedet.
Johannes Ziemons wird
als strenger, aber gerechter
Lehrer beschrieben, der bei
den Schülern durchweg beliebt war, wie übereinstimmend ehemalige Schüler aus
Dilkrath und auch aus Leuth
berichten, die ihn noch gekannt hatten. Er war musikalisch hochbegabt und
hatte sehr gute Unterrichtsmethoden. Auch von seinem
Lehrpersonal erwartete er
stets vollen Einsatz.
Nach seiner Pensionierung zog er wieder in seine
Heimat Andernach, wo er
am 4. November 1964 verstarb; am 9. November
wurde er in Essen-Haarzopf
beerdigt.
AutoNews
Seite 26
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Fahrtipps für den Herbst
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Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
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Sicher durch Dunkelheit, Wind, Sturm und Regen
Langsam aber sicher nähert sich der Herbst. Bodennebel breiten sich in der
Landschaft aus. Die Sonne
verschwindet jeden Tag ein
bisschen früher. Die Farben
des Herbstes verzieren die
Bäume. Schön zu sehen, Doch
für die Verkehrsteilnehmer
in manchen Fällen gefährlich. Die besten Tipps, um
sicher durch den Herbst zu
fahren.
Zu den größten Gefahren
für Autofahrer zählen die
schlechte Sicht in der frühen
Dämmerung, Nebel, Laub auf
dem Asphalt und Nieselregen. Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme: für einwandfreie Beleuchtung am
Fahrzeug sorgen, egal ob es
sich dabei um ein Auto, Fahrrad oder Motorrad handelt.
Darüber hinaus sind im
Herbst auch gut sichtbare
Fußgänger - zum Beispiel mit
Reflektoren oder heller Klei-
Nicht nur das Laub auf dem Asphalt ist im Herbst ein
Risikofaktor für die Verkehrsteilnehmer. Foto: dmd/ADAC
dung ausgestattet - sicherer
unterwegs.
Hinter dem Steuer sollte
man bei einer abendlichen
Fahrt nicht vergessen, so
früh wie möglich das Abblendlicht einzuschalten. Bei
Nebel heißt es: Vom Gas gehen und ebenfalls die Lich-
ter einschalten. Auf keinen
Fall jedoch das Fernlicht. Die
starken Lichtstrahlen werden von den Wassertröpfchen reflektiert und verschlechtern die Sicht. Wer
zum Herbstanfang noch seine Scheibenwischer überprüft, ist bei Nebel und Re-
gen mit einer besseren Sicht
unterwegs und kann in jeder Situation schneller reagieren. Auch stärkere Windund bisweilen sogar Sturmböen können eine Fahrt ungemütlich und unsicher
machen. Daher gilt: Runter
mit der Geschwindigkeit,
konzentriert fahren und auf
plötzliche Windstöße gefasst
sein. Vor allem beim Überholen von größeren Fahrzeugen treten sie kurz vor dem
Einscheren auf, wenn das
schnellere Auto den Windschatten verlässt. Dasselbe
gilt für das Ende von Waldschneisen und Brücken.
Allerdings gefährdet das
herbstliche Wind-Sturmund-Regen-Szenario Fahrzeuge nicht nur beim Fahren.
Beim Parken sollte man, sofern möglich, Plätze unter
Bäumen meiden. Herabfallende Äste können zu erheblichen Schäden führen. (dmd)
Vorsicht, fallende Blätter
Das herbstliche Schmuddelwetter und das Laub, das
von den Bäumen fällt, können unseren Pkw ganz schön
zusetzen. Bleibt zum Beispiel altes Laub länger auf
dem Lack liegen, so kann die
darin enthaltene Gerbsäure
hässliche Flecken auf dem
Lackkleid hinterlassen, die
weder in der Waschstraße
noch mit einer gründlichen
Handwäsche zu entfernen
sind. Haben sich diese hartnäckigen Flecken erst einmal
gebildet, dann hilft in der
Regel nur eine gründliche
Aufbereitung mit speziellen
Polierpasten. Um es erst gar
nicht so weit kommen zu
lassen, kann man den Wagen aber auch mit einer Spezialkonservierung versehen.
Sie verhindert die Lackalterung wirkungsvoll und hält
Angriffe durch verrottendes
Laub und anderen Umwelteinflüssen vom Lack fern.
Sorgfältige Aufbereitung
Für eine Lackkonservierung wird das Auto in meh-
Autohaus W. Schouren OHG
Katersfeld 6, 41379 Brüggen
Tel. 02157 / 7164 , Fax: 02157 / 872209
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Öffnungszeiten
Verkauf : Mo.- Fr. 08.00 bis 18.00 Uhr, Sa. 09.00 bis 13.00 Uhr
Service / Ersatzteilverkauf Mo.-Fr. 08.00 bis 16.45 Uhr, Sa. 09.00 bis 13.00 Uhr
reren Schritten aufbereitet
und zum Schluss mit der
Schutzbeschichtung versehen. Die Beschichtung sorgt
dafür, dass UV-Strahlen, Regen und Umweltschmutz
den Lack kaum mehr angreifen können, mehr Informationen dazu gibt es unter
www.lackkonservierung.de.
Das Auto sieht im Alltagsbetrieb einfach gepflegter aus,
der Wiederverkaufswert
bleibt höher. Und selbst hartnäckiger Fliegenschmutz
kann sich nicht mehr festsetzen - er lässt sich ohne Reiniger, ohne Fliegenschwamm
oder andere Hilfsmittel einfach nur mit klarem Wasser
und einem Schwamm oder
Tuch abwaschen. Für die
Reinigung zwischendurch
genügt das kleinste Programm der Waschstraße,
Wachse oder Polituren kann
man sich sparen. Angenehm
für die regnerische Herbstzeit ist auch eine Schutzbeschichtung für die Scheibe,
die Wasser einfach abperlen
lässt und verhindert, dass
Eine Lackkonservierung kann den normalen Alterungs-prozess
durch Wetter, UV-Licht und Umweltschadstoffe wesentlich
verlangsamen und macht die regelmßige Pflege viel einfacher.
Foto: djd/Classic Motor Farm
sich Schmutz wie zum Beispiel Fliegensekrete festsetzt.
Bereits bei Geschwindigkeiten ab circa 60 km/h perlt das
Regenwasser durch den
Fahrtwind einfach ab, die
Scheibenwischer können öfter mal ausgeschaltet bleiben. Bei starkem Regen kann
sich die Frontscheibe sogar
selbst reinigen.
So bleiben Autositze länger schön
Tropfendes Eis oder eine
gut geschüttelte Coladose:
Wer Kinder hat, kennt die
kleinen Unfälle, die die Polstersitze im Pkw schnell alt
aussehen
lassen.
Der
Schmutz dringt dann tief ins
Polster ein und lässt sich nur
mit hohem Aufwand wieder entfernen. Eine Stoffversiegelung sorgt dafür, dass
Verschmutzungen an der
Oberfläche bleiben und sich
problemlos mit etwas Wasser wieder entfernen lassen.
Unter
www.lackkonservierung.de
gibt es mehr Informationen
über diese Art, den Innenraum des Autos zu schützen. (djd/pt)
AutoNews
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Seite 27
Wildwechsel im Herbst: Verkehrsrisiko liebestolle Tiere
Im Ernstfall heißt es: richtig reagieren
Tauchen aus dem Nichts auf: Wildtiere am Straßenrand. Foto: dmd/ADAC
Herbst. Die Tage werden
kürzer. Die Libido der Waldbewohner steigt. Die Konsequenz: jedes Jahr unzählige
Waldtiere, die ihr Leben lassen - und rund 3000 verletzte
Verkehrsteilnehmer
durch Wildwechsel-Unfäl-
le. Wie man im Ernstfall am
besten reagiert.
Immer im Herbst und im
Frühjahr steigt das Risiko
von Wildunfällen. Fuchs,
Schwein, Hirsch und Co tauchen wie aus dem Nichts aus
dem Wald auf und kreuzen
die Fahrbahn. Wer in so einem Moment hinter dem
Steuer nicht schnell genug
oder falsch reagiert, bringt
sich genauso wie das Wild in
Gefahr. Und die ist am größten in der Zeit der Dämmerung, also früh morgens oder
abends, wenn die Sonne wieder sinkt. Entlang besonders
riskanter Strecken warnen
zwar
Wildwechsel-Verkehrsschilder. Nichtsdestotrotz ist es besser, auch an
anderen Stellen während
diesen Tageszeiten mit erhöhter Aufmerksamkeit unterwegs zu sein, vor allem
entlang von Wald- oder Feldrändern. Springt unvermittelt ein Tier vor die Karosserie heißt die goldene Regel:
abblenden, bremsen und
hupen.
Das verminderte Licht
soll vermeiden, dass das Tier
geblendet von den Scheinwerfern regungslos mitten
auf der Straße stehen bleibt.
Das Hupen soll nicht nur
das bereits auf der Fahrbahn befindliche Tier, sondern auch mögliche Nachfolger vertreiben. Viele
Wildtiere leben und bewegen sich in Gruppen. Ist es
bereits zu spät, sollte man
das Lenkrad gut festhalten,
bremsen und geradeaus
weiterfahren. Wer versucht
auszuweichen, bringt sich
noch mehr in Gefahr, da er
Winter-Checkliste: So startet das Auto
rundum geschützt in die kalte Zeit
Im Winter ist das Auto den
härtesten Bedingungen ausgesetzt. Die Kälte nagt an
dem von Salzablagerungen
geplagten Blech. Die Scheiben sind von außen vereist
und von innen beschlagen.
Getrockneter
Matsch
dämpft das Licht der Scheinwerfer, die gerade in der
dunklen Jahreszeit viel öfter
im Einsatz sind. Und so weiter. Diese Tipps helfen, das
eigene Gefährt ohne vermeidbare Probleme durch
den Winter zu bringen.
Das Wichtigste vorneweg:
der Reifenwechsel. Wer im
Oktober zum Kreuzschlüs-
sel greift - oder greifen lässt
und darauf achtet, dass die
gesetzlich vorgeschriebene
Mindestprofiltiefe von 1,6
Millimetern stimmt, ist
schon mal auf einer sehr sicheren Seite.
Der nächste Blick sollte
unter die Motorhaube gehen.
Im Winter sind Scheibenwischer sehr oft im Einsatz.
Ohne Frostschutzmittel versagen jedoch die Dienste der
Waschanlage. Also auf jeden
Fall einfüllen und sofort danach probeweise betätigen.
So fließt der Frostschutz aus
dem Speicherbehälter in die
Zuleitungen und verhindert
später, dass sie zufrieren und
den Einsatz des Mittels blokkieren.
Auch die Dichtungen an
den Türen sollten gut gewappnet in die kalte Jahreszeit starten. Spezielle Pflegemittel verhindern, dass sie
an den Türen anfrieren. Oder
aber man schmiert sie mit
Talkum oder Glyzerin ein.
Die Türschlösser werden am
besten mit einem Grafitspray gegen den Frost geschützt. Und nicht vergessen: Der Enteiser-Spray für
den Notfall gehört auf keinen Fall ins Handschuhfach.
Während der Fahrt durch
die schneebedeckten Straßen
sollte man regelmäßig die
Scheinwerfer prüfen. Durch
getrockneten Matsch auf der
Oberfläche verlieren sie bis
zu 60 Prozent ihrer Leuchtkraft. Ebenso schützt eine regelmäßige Unterbodenwäsche vor Angriffen des Salz.
Und wer das Blechkleid des
Gefährts dann auch noch mit
einer Wachsschicht überzieht, am besten schon vor
Anbruch des Winters, erhöht den Schutz und steigert die Chance, mit einem
rundum unversehrten Auto
wieder in den Frühling zu
starten. (dmd)
dadurch auf der Gegenfahrbahn mit einem Fahrzeug
kollidieren könnte. Oder in
abschüssigen Straßengräben landen. Ist es doch geschehen, rät der ADAC sofort den Warnblinker ein-
zuschalten, die Warnweste
anzuziehen und das Warndreieck aufzustellen. Der
nächste Schritt ist, eventuell verletzte Personen zu
versorgen und die Polizei
zu informieren. (dmd)
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Wochenenddienste
Seite 28
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Gottesdienste
Katholische Pfarren
Apotheken-Bereitschaft
Apotheker Tipp
Amern, St. Anton:
Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 19 Uhr hl. Messe.
Amern, St. Georg: Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Boisheim, St. Peter:
Samstag: 18.30 Uhr Wortgottesdienst.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Born, St. Peter:
Samstag: keine hl. Messe. Sonntag: 9.45 Uhr Wortgottesdienst.
Bracht, im Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Bracht, St. Mariä Himmelfahrt:
Samstag: kein Gottesdienst.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Breyell, St. Lambertus: Samstag: 17.15 Uhr gemeinsame Vorabendmesse.
Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Brüggen, St. Nikolaus: Samstag: 17.30 Uhr hl. Messe. Sonntag: 17 Uhr hl.
Messe zum Gedenken an die Reichsprogromnacht in der evang. Kirche.
(anschl. Gang zum jüdischen Friedhof an der Herrenlandstraße.
Dilborn, Kapelle Schloss Dilborn:
Samstag: 17 Uhr hl. Messe.
Dilkrath, St. Gertrudis:
Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10 Uhr Wortgottesdienst.
Dornbusch, St. Maria Hilfe der Christen: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Herz-Jesu: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe und Kinderkirche.
Dülken, St. Cornelius: Samstag: 18 Uhr hl. Messe. Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Dülken, St. Cornelius im Altenheim, Heesstraße 2:
Samstag: 16.30 Uhr hl. Messe.
Dülken, Vikarie St. Ulrich:
Sonntag: 11 Uhr Familienmesse, 15 Uhr hl. Messe der vietn. Gemeinde.
Elmpt, St. Laurentius: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse im Altenheim.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Grefrath, St. Laurentius: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10.30 Uhr Kinder- und Familienmesse.
Hinsbeck, St. Peter: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Kaldenkirchen, St. Clemens:
Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Leuth, St. Lambertus: Samstag: 17.45 Uhr Wortgottesdienst (anschl. St.
Martinszug). Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Leutherheide, St. Peter und Paul: Sonntag: 8.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, St. Sebastian: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Lobberich, Alte Kirche: Sonntag: keine hl.Messe.
Lüttelbracht, St. Maria Helferin:
Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 8.30 Uhr BBB-hl. Messe.
Lüttelforst, St. Jakobus: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, St. Heinrich: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: keine hl. Messe.
Mülhausen, im Kloster: Sonntag: 8 Uhr hl. Messe.
Niederkrüchten, St. Bartolomäus:
Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10.15 Uhr hl. Messe.
Oberkrüchten, St. Martin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe.
Oedt, Altenheim: Samstag: 16 Uhr hl. Messe.
Oedt, St. Vitus: Samstag: keine Vorabendmesse.
Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe, 11 Uhr Kleinkindergottesdienst.
Overhetfeld, Kapelle an der Heiden: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Schaag, St. Anna:
Samstag: keine Vorabendmesse. Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln, Johanniskirche: Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst.
Süchteln, St. Clemens: Samstag: 18.15 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 8 Uhr hl. Messe, 10.30 Uhr hl. Messe.
Süchteln-Vorst, St. Franziskus: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Maria Helferin: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Maria Hilf (Altenheim):
Samstag: 9 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Notburga: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Peter: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen, St. Josef: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Viersen, St. Remigius: Sonntag: 11 Uhr hl. Messe.
Viersen-Helenabrunn, St. Helena: Samstag: 17 Uhr Gemeindemesse.
Vinkrath, St. Josef:
Samstag: 9 Uhr hl. Messe zur Eröffnung des Ewigen Gebetes.
Sonntag: 9 Uhr Familienmesse.
Waldniel, Altenheim: Sonntag: 10.30 Uhr Wortgottesdienst.
Waldniel, St. Michael: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe.
Sonntag: 9 Uhr hl. Messe, 11.15 Uhr hl. Messe.
Waldnieler Heide, St. Mariä Himmelfahrt:
Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse. Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Nettetal/Brüggen/Niederkrüchten/Schwalmtal
dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 7. November 2014
Nette-Apotheke
Johannes-Cleven-Str. 4, 41334 Nettetal, 02153/1398485
Samstag, 8. November 2014
Rosen-Apotheke
Hochstr. 36, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153/2121
Sonntag, 9. November 2014
Engel-Apotheke
Hauptstr. 36, 41372 Niederkrüchten-Elmpt (Elmpt), 02163/81194
Montag, 10. November 2014
Neue Grenz-Apotheke
Bahnhofstr. 52, 41334 Nettetal (Kaldenkirchen), 02157 3048
Mittwoch, 12. November 2014
Schwanen-Apotheke
Mittelstr. 56, 41372 Niederkrüchten, 02163/47575
Donnerstag, 13. November 2014
Elefanten-Apotheke
Hubertusplatz 18, 41334 Nettetal (Schaag), 02153 71040
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen:
Süchteln, Dülken, Viersen, dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 7. November 2014
Marcus-Apotheke
Venloer Str. 2-6, 41751 Viersen, 02162/266490
Samstag, 8. November 2014
Apotheke am Lindenplatz
Hochstr. 15, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/70020
Sonntag, 9. November 2014
Windmühlen-Apotheke
Moselstr. 14-16, 41751 Viersen (Dülken), 02162/55674
Montag, 10. November 2014
Bären-Apotheke
Lindenallee 4a, 41751 Viersen (Dülken), 02162/55393
Dienstag, 11. November 2014
Remigius-Apotheke
Loehstr. 11-13, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/29060
Mittwoch, 12. November 2014
Rotering’sche Löwen-Apotheke
Hauptstr. 133, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/13678
Donnerstag, 13. November 2014
Adler-Apotheke
Hauptstr. 94B, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/13187
Freitag, 14. November 2014
Irmgardis-Apotheke
Tönisvorster Str. 27, 41749 Viersen (Süchteln), 02162/6517
Notdienstbereite Apotheken in den folgenden PLZ-Bereichen:
Grefrath, Oedt und Kempen,dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 7. November 2014
Apotheke am Markt
Breite Str. 6, 47906 Kempen (St. Hubert), 02152/6700
Dienstag, 11. November 2014
Concordien-Apotheke
Concordienplatz 4, 47906 Kempen, 02152/52784
Mittwoch, 12. November 2014
Enger-Apotheke
Engerstr. 13, 47906 Kempen, 02152/52717
Freitag, 14. November 2014
Apotheke im Arnoldhaus
Arnoldstr. 13, 47906 Kempen, 02152/1489485
Marien-Apotheke
Hohe Str. 15, 47929 Grefrath, 02158/2346
Telefonischer Abruf
Weiterhin können auch die bundesweit einheitlichen Notdienstservices der
ABDA genutzt werden: Unter der Nummer 0800 00 22 8 33 sind die
notdiensthabenden Apotheken rund um die Uhr abrufbar. Aus dem Festnetz
ist der Anruf unter Tel. 0800 00 22833 kostenlos, per Mobiltelefon ohne
Vorwahl unter Tel. 22833 kostet jeder Anruf pro Minute sowie jede SMS 69
Cent.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abda.de/notdienst.html.
Drüsenfieber: Infektion
beim Küssen
Glückwünsche
KALDENKIRCHEN
08. November: Horst Groll, Van-Alpen-Straße 9, 88 Jahre
09. November: Klara Dröger, Am Frankenkamp 1, 93 Jahre
13. November: Martha Vaessen, Ravensstraße 4, 86 Jahre
LOBBERICH
10. November: Rudolf Beutler, Reiherstraße 23, 86 Jahre
BREYELL
10. November: Margareta Hauser, Vorbruch 61a, 86 Jahre
10. November: Karl Jakobs, Natt 3, 83 Jahre
11. November: Hermann-Josef Busch, Leutherheide 22, 83 Jahre
13. November: Marianne Wulf, Heinrich-Houben-Straße 17, 91 Jahre
Häufig erkranken wir an einer bestimmten Krankheit, die aber aufgrund
ihrer unspezifischen Symptome nicht
immer erkannt wird. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber ist dies insbesondere der Fall, wenn kleinere Kinder
betroffen sind. Entweder bleibt das
Drüsenfieber gänzlich unentdeckt oder
wird als „banaler“ Infekt identifiziert.
Das ist auch völlig in Ordnung, denn
behandelt wird die Viruserkrankung
symptomatisch, da es bekanntlich
gegen Viren kaum wirkungsvolle Medikamente gibt.
Bei älteren Kindern, Jugendlichen
oder Erwachsenen zeigen sich die
Symptome in der Regel ausgeprägter. Oft kündigt sie sich mit Müdigkeit
und Abgeschlagenheit an, dazu gesellen sich Unlust und Depression,
manchmal auch Appetitlosigkeit und
Übelkeit. Nach zehn bis 20 Tagen
kommen die eigentlichen Symptome
zum Vorschein, die der Erkrankung
auch ihren Namen gegeben haben:
Fieber und geschwollene Lymphknoten. Der Kinderarzt und Internist
Emil Pfeiffer berichtete 1889 erstmals davon. Das Fieber hält über
einen Zeitraum von zirka drei Wochen an. Die Lymphknoten insbesondere am Hals können sehr dick
werden, auch Drüsen im Bauch- oder
Brustraum können betroffen sein.
Bei jedem zweiten schwillt die Milz
nach ein bis zwei Wochen an. Vier von
fünf Patienten entwickeln eine sogenannte starke Angina mit sehr geschwollenen und geröteten Mandeln.
Einer von fünf Betroffenen hat eine
Lebervergrößerung. Selten treten
schwerwiegende Komplikationen wie
Herzmuskel-, Herzbeutel-, Gehirnoder Hirnhautentzündung auf.
Die Erkrankung wird durch das Eppstein-Barr-Virus hervorgerufen, das
zur Familie der Herpesviren gehört. Es
ist weit verbreitet: Bis zum 30. Lebensjahr trägt es etwa jeder Zweite in sich.
Es verbreitet sich über Speichel. Deswegen wird die Erkrankung auch als
Kusskrankheit bezeichnet. Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen ist
ebenfalls möglich. So geben Eltern
das Virus häufig an ihre Kinder weiter.
Erkrankte brauchen Ruhe und viel
Schlaf. Das Fieber kann durch Zäpfchen - auch homöopathische - oder
durch Wadenwickel gesenkt werden.
Die Einnahme von Antibiotika ist bei
einer Virusinfektion nicht sinnvoll, jedoch gibt es eine pflanzliche Alternative, die sowohl gegen Bakterien als
auch gegen Viren und Pilze hilft. Tabletten, die Kapuzinerkressenkraut und
Meerrettichwurzel enthalten, oder eine
Tinktur aus Kapuzinerkresse helfen
dem Körper bei der Abwehr der Eindringlinge.
Ihr Apotheker berät Sie gerne!
Ärzte-Bereitschaft
Ärztlicher privater Notdienst Niederrhein
0180 10 19246 oder
0178 88 19246
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Gottesdienste Evangelische Gemeinden
Amern: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst.
Bracht: Sonntag, 10.30 Uhr Tauf-Gottesdienst.
Breyell: Sonntag, kein Gottesdienst.
Brüggen: Sonntag, 17 Uhr ökumenischer Gedenkgottesdienst an die Reichsprogromnacht (anschl. Gang zum jüdischen Friedhof an der Herrenlandstraße).
Dülken: Samstag: 18 Uhr ökumenischer Gedenkgottesdienst an die Reichsprogromnacht. Sonntag, 10.45 Uhr Gottesdienst.
Elmpt: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst.
Grefrath, Friedenskirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Hinsbeck: Sonntag, 10.30 Uhr Gottesdienst und Kindergottesdienst.
Kaldenkirchen: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Lobberich: Sonntag, 12 Uhr Kindergottesdienst.
Niederkrüchten: Sonntag, kein Gottesdienst.
Oedt, Versöhnungskirche: Sonntag, kein Gottesdienst.
Süchteln: Sonntag, 9.30 Uhr Gottesdienst in der Stadtkirche, 11 Uhr Gottesdienst in der Johanniskirche (Rheinische Kliniken).
Viersen, Kreuzkirche: Sonntag, 10 Uhr Gottesdienst.
Waldniel: Sonntag, 11 Uhr Gottesdienst.
Waldniel, Altenheim (Schillerstr. 28): Samstag kein Gottesdienst.
Kirchliche Nachrichten
Adventsgestecke basteln
Kaldenkirchen (hws). Die Frauengemeinschaft der Katholischen Pfarrgemeinde lädt ein, Adventsgestecke selbst zu basteln am Dienstag, 18. November, um
19.30 Uhr, im Convent.
Erlös für die Pfarre
Leuth. Beim Pfarrfest kam ein Reinerlös von 4.723,25 Euro zusammen. Der
Betrag kommt der Pfarre zugute und wird zum Teil für die Kinder-/Jugendarbeit
verwandt.
Tipps und Trends
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Seite 29
Der GN-Kinotipp: Nightcrawler
Lou Bloom (Jake Gyllenhaal) lebt zurückgezogen in
Los Angeles und hält sich
mehr schlecht als recht mit
kleinen Diebstählen über
Wasser. Nach erfolglosem
Bemühen um einen anständigen Job, beginnt er als freier Kameramann für einen
TV-Nachrichtensender zu
arbeiten.
Sein Spezialgebiet: lokale
Verbrechen und Unfälle.
Dabei muss er nicht nur
möglichst als erster am Tatort sein, je näher und schonungsloser er mit seiner Kamera das Geschehene dokumentiert, desto besser kann
er die Bilder verkaufen.
Der äußerst ehrgeizige
Lou lernt schnell und findet
zusehends Gefallen an dem
skrupellosen Geschäft der
„Nightcrawler“, bei dem
jedes gefilmte Verbrechen
bares Geld bedeutet und
© 2014 Concorde Filmverleih GmbH
In weiteren Rollen brillieren Rene Russo (Thor The Dark Kingdom), Bill
Paxton (Edge of Tomorrow,
2 Guns) und der britische
Schauspieler Riz Ahmed in
seiner ersten großen Hollywood-Rolle.
Kinostart: 13. November
2014 im Concorde Filmverleih
Auch diese Woche verlosen die GRENZLAND-NACHRICHTEN zusammen mit den Kempener Lichtspielen
wieder 3 x 1 Kino-Freikarte für einen Kinobesuch Ihrer
Wahl.
„In welcher Stadt werden
die Verbrechen bei Nacht gefilmt?“
Opfer Mittel zum Zweck
werden.
Die Nachrichtenchefin
Nina (Rene Russo) ist begeistert von dem Einsatz des
neuen Freelancers. Doch sie
ahnt nicht, wie weit Lou - in
seinem Drang nach Anerkennung - bereit ist zu gehen. So hat man Jake Gyllenhaal noch nie gesehen!
In dem kompromisslosen
Medienthriller Nightcrawler stellt der Star aus Brokeback Mountain und Prisoners einmal mehr seine
Wandlungsfähigkeit unter
Beweis: Als rastloser Kameramann ohne moralische Skrupel zeigt er sich
von seiner gefährlichsten
und unberechenbarsten
Seite. Der gefeierte Drehbuchautor Dan Gilroy (Das
Bourne Vermächtnis) liefert mit Nightcrawler ein
schonungsloses Regiedebüt
ab, das tief unter die Haut
geht.
Wenn Sie die richtige Antwort wissen, können Sie uns
am Montag, 10. November 2014, um 11.00 Uhr unter der
Telefonnummer 02241/260 412 erreichen.
Die ersten drei Anrufer, die die richtige Antwort wissen, gewinnen je eine Freikarte. Falls Sie eine Kinokarte
gewonnen haben, wird diese an der Kinokasse für Sie
hinterlegt. Pro Haushalt ist nur ein Anruf zum Gewinnspiel gestattet. Mitarbeiter der Rautenberg Media & Print
Verlag KG und deren Angehörige dürfen am Gewinnspiel nicht teilnehmen.
Der GN-Fernsehtipp:
Altersglühen - Speed Dating für Senioren
© WDR/Georges Pauly, honorarfrei
13 Menschen zwischen
Ende 60 und Mitte 80: Sie
haben schon vieles erlebt in
ihren Leben. Jeder hat seine
ganz eigenen Hoffnungen,
Wünsche, Konflikte und Probleme. Was sie eint, ist die
Sehnsucht nach Nähe - nach
einem liebenden, liebenswerten Partner und der etwas ungewöhnliche Weg,
den sie gewählt haben, um
ihrer Einsamkeit zu entkommen: ein Speed Dating. Sie
wagen sich also zu einer
Veranstaltung, bei der sich
jeweils ein Mann und eine
Frau gegenübersitzen und
nur sieben Minuten Zeit haben, einander kennenzulernen und öffnen sich mutig in
immer neuen Konstellationen einem fremden Gegenüber. Ertönt ein Glöckchen,
rückt die Frau einen Tisch
weiter - zum nächsten Gespräch und zum nächsten
Mann, der noch ein Fremder
ist und so viel mehr werden
könnte.
Es ist eine Konstellation,
die Mut erfordert, und nicht
jeder fühlt sich auf Anhieb
wohl in diesem Rahmen. Johann Schäfer (Mario Adorf)
würde am liebsten gleich
wieder nach Hause gehen,
doch hat er seiner geliebten
Frau kurz vor ihrem Tod
versprechen müssen, nicht
lange alleine zu bleiben. Entschieden unwillig macht
sich auch Kurt Mailand (Jörg
Gudzuhn) auf den Weg zum
Speed Dating, vorangetrieben von seinem Freund und
Laubenmitbewohner Volker
Hartmann (Michael Gwis-
dek). Der pensionierte Lehrer Helge Löns (Matthias
Habich), der russische Romantiker Sergej Stern (Victor Choulman) und der lebensfrohe Ex-Museumswärter Hartmut Göttsche (Jochen Stern) - mit 84 der Senior der Runde - komplettieren das Männeraufgebot.
Dass die Frauen in der
Überzahl sind, liegt an Hilde
Matysek (Ilse Strambowski):
Sie ist die Mutter des Veranstalters (Regisseur Jan Georg Schütte) und will sich
einmal anschauen, was ihr
Sohn beruflich so macht. Alle
anderen Frauen haben sich
offiziell für das Speed Dating
angemeldet, und das aus
ganz unterschiedlichen Erwägungen. Clara Bayer (Angela Winkler) sucht einen
Begleiter für eine Russlandreise, die ehemals gut betuchte Edith Wielande (Christine
Schorn) einen Partner mit
deutlich mehr Geld, als sie
mittlerweile hat. Die Ex-Verlegerin Martha Schneider
(Hildegard Schmahl) sehnt
sich nach Berührung, Christa Nausch (Brigitte Janner)
nach einem Mann, der in jeder Hinsicht vitaler ist als
ihr Gatte. Und während Leni ihrer Kragenweite findet sich
Faupel (Gisela Keiner) doch eher nicht bei einem
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10.05.2010 12:07:16 Uhr
Selbstgedichtetes vorträgt, Speed Dating - oder etwa
geht Ex-Karrierefrau Maria doch?
Koppel (Senta Berger) lieber
Mittwoch, 12. November
auf Distanz: Ein Partner nach 2014 um 20.15 Uhr im Ersten
SCHENKE
LEBEN,
SPENDE
BLUT.
Trauer
Seite 30
Statt Karten
Behaltet mich so in Erinnerung,
wie ich in den schönsten Stunden meines Lebens
mit euch allen zusammen war.
Danke
möchten wir allen sagen, die sich in stiller Trauer mit uns verbunden
fühlten und ihre Anteilnahme in so vielfältiger Weise zum Ausdruck
brachten.
Annie
Peter und Claudia
mit Jurij
Nettetal-Kaldenkirchen, im November 2014
Klaus Runia
* 16. März 1938
† 5. Oktober 2014
Das Sechswochenamt ist am Samstag, dem 15. November 2014,
um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Clemens zu Kaldenkirchen.
Bestattungen Hauser - Helgers, Nettetal
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
Magazin
Seite 31
zeitgeist
Seite 32
zeitgeist 107... das grauen ging um
Nettetal (sp). Gar grauslich und gespenstisch ging
es am vergangen Freitag zu,
dem Halloween Abend, als
vielerorts zahlreiche Untote
und Gespenster ihr Unwesen trieben. „Trick or treat“,
forderten die Kinder hämisch, um Süßigkeiten einzuheimsen. Andernfalls
drohte allerhand Schabernack. Auch im Umfeld „Am
Wasserturm“ in Lobberich
ging es nicht mit rechten Din-
gen zu, dort gab es ein Spukhaus, in dem so manchen das
Fürchten gelehrt wurde.
Ob „Freddy Krüger“, „Jigsaw“, ein Schlächter mit der
Kettensäge oder eine dämonisch zum Leben erwachte
Vogelscheuche. Der ein oder
andere Besucher fühlte sich
versucht, panikartig die
Flucht zu ergreifen, als er im
mit Nebelschwaden durchtränkten „House for Sale on
Elmstreet“ den unheimli-
chen Begegnungen ausgeliefert war. Auch Delikatessen
wie abgehackte Klauenfinger (Plätzchen mit Mandeln
und Schokolade) wurden gereicht. Wer kann dazu schon
„Nein!“ sagen?! Man darf
gespannt sein auf den Spuk
im nächsten Jahr, verspricht
das Team vom Horror House
rätselhaft grinsend.
Fotos: Susanne Peters,
Frank Hohnen und Heike
Ahlen
Freitag, 07. November 2014 / Nr. 45
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Seele and Geist
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