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Aktuelle Leseprobe KA 3/2015 - DWA

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In 27
.–
24
62. Jahrgang · Nr. 3 · März 2015 · 10889
Korrespondenz
Abwasser · Abfall
3/15
www.dwa.de/KA
DWA-Leitbild
Brüssel-Konferenz
der European
Water Association
Qualität fordern,
Werte schaffen
Simulation urbaner Sturzfluten
Abwasserdesinfektion
Optimierung biologischer Klärstufen
Entsorgungssicherheit für
Klärschlamm
Kennzahlen zur
Unternehmenssteuerung
25 Jahre
Auftraggeber
und
Auftragnehmer
gemeinsam
für Qualität
Gütesicherung
Kanalbau
RAL-GZ 961
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Grafiksystem für Kanal- und
Wasserversorgungsnetze
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Kanalnetz- und Schmutzfrachtberechnung (A 118, A 110)
Starkregenserien und Modellregengruppen (A 121)
Kanalinformationssystem
(EN 13508-2)
Zeichnen von Kanal-Längsschnitten
REGEN
KAREL
KANALPLOT
RUE
REBECK
RS 138
RS 153
WERT
CROSS
CROSSPLOT
CROSSPLAN
Bemessung von Regenentlastungsanlagen (A 111)
Bemessung von Rückhaltebecken
(A 117)
Bemessung von Versickerungsanlagen (A 138)
Ermittlung der Gewässerbelastung
(M 153)
Vermögensbewertung
für Kanalnetze (A 133)
Berechnung von Wasserversorgungsnetzen
Zeichnen von Wasserversorgungs-Längsschnitten
Zeichnen von Rechennetzplänen
WERTWASSER Vermögensbewertung für Wasserversorgungsnetze
FLUSS
FLUSSPLOT
LUNA
Wasserspiegelberechnungen
(1D + 2D)
Zeichnen von Längsschnitten und
Querprofilplänen
Niederschlag-Abfluss-Modelle,
Flussgebietsmodelle
Software für die Bereiche
RIVERPAC
– Flussbau
WATERPAC – Wasserversorgung
SEWERPAC – Abwasser
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der Beruf. Sie sind Bauingenieur, wir sind
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Abwasser, Abfall
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der DWA und des Güteschutz Kanalbau
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Herausgeber und Verlag:
GFA
Theodor-Heuss-Allee 17, D-53773 Hennef
Postfach 11 65, D-53758 Hennef
Telefon +49 2242 872-333, Telefax +49 2242 872-1 51
Internet: www.gfa-ka.de
Redaktionsbeirat:
1. Bauass. Dipl.-Ing. Otto Schaaf, DWA-Präsident
2. Ltd. BD Dipl.-Ing. Arndt Bock, DWA-HA
„Gewässer und Boden“
3. Prof. Dr.-Ing. Harro Bode, DWA-Vorstand
4. Prof. Dr.-Ing. Norbert Dichtl, DWA-HA
„Kreislaufwirtschaft, Energie und Klärschlamm“
5. Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Dittrich, DWA-HA
„Wasserbau und Wasserkraft“
6. Ltd. BD Dipl.-Ing. Werner Kristeller, DWA-HA
„Kommunale Abwasserbehandlung“
7. Bauass. Dipl.-Ing. Johannes Loha us,
DWA-Bundesgeschäftsführer
8. Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, DWA-Vorstand
9. Dr.-Ing. Uwe M ü ller, DWA-HA
„Hydrologie und Wasserbewirtschaftung“
10. Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken, Fachgemeinschaft
Hydrologische Wissenschaften in der DWA
11. Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp, DWA-HA
„Entwässerungssysteme“
12. Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Rosenwinkel, DWA-HA
„Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz“
13. Dr. Frank Andreas Schendel, DWA-HA „Recht“
14. StadtDir Dipl.-Ing. Robert Schmidt, DWA-HA
„Bildung und Internationale Zusammenarbeit“
15. Dr. Jochen Ste m plewski, DWA-HA „Wirtschaft“
16. Rolf Usade l , GFA-Geschäftsführer
Redaktion:
Dr. Frank Bringewski (ChR, v. i. S. d. P.), Tel. +49 2242 872-1 90,
E-Mail: bringewski@dwa.de
Dipl.-Volksw. Stefan Bröker, Tel. +49 2242 872-1 05,
E-Mail: broeker@dwa.de
Anzeigen:
Christian Lange, Tel. +49 2242 872-129, E-Mail: anzeigen@dwa.de
Monika Kramer, Tel. +49 2242 872-130
Sekretariat:
Annette Wollny
Tel. +49 2242 872-1 38
E-Mail: wollny@dwa.de
Erscheinungsweise: monatlich
vierteljährliche Beilage KA-Betriebs-Info
Anzeigenpreise: Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 44
vom 1. Oktober 2014.
Satz, Druck, Bindung: Bonner Universitäts-Buchdruckerei,
Justus-von-Liebig-Straße 6, D-53121 Bonn
Bezugspreis: Der Verkaufspreis ist durch den DWA-Mitglieds­­bei­
trag abgegolten. DWA-Mitglieder, die Mehrexemplare der KA erwerben möchten oder die sich für die Zeitschrift KW – Korrespondenz
Wasserwirtschaft als kostenlose Mitgliederzeitschrift entschieden
haben, können die KA zusätzlich für 109,50 Euro zzgl. Versandkosten bestellen.
Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen, vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages
in ­irgendeiner Form – durch Photokopie, Mikrofilm oder irgendein anderes Verfah­ren – reproduziert oder in eine von Maschinen, insbesondere von Datenverarbeitungsmaschinen verwendbare Sprache übertragen oder übersetzt werden. Von
einzelnen Beiträgen oder Teilen von ihnen dürfen nur einzelne Vervielfältigungsstücke für den persönlichen und sonstigen eigenen Gebrauch hergestellt werden. Die Weitergabe von Vervielfältigungen, gleichgültig zu welchem Zweck sie hergestellt werden, ist eine Urheberrechtsverletzung. – Der Inhalt dieses Heftes wurde sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und ­Verlag
für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für ­eventuelle
Druckfehler keine Haftung. Insbesondere unterliegen die Angaben in Industrieund Produktberichten nicht der Verantwortung der Redaktion.
Richtlinien zur Abfassung von Manuskripten können beim Redaktionssekretariat angefordert werden.
Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier mit 100% Recyclingfasern.
© GFA
D-53773 Hennef ISSN 1866-0029
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Unsere Bandtrockner und Solartrockner
bieten unseren Kunden folgende Vorteile:
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24. - 27. März 2015
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WASTE WATER Solutions
190
Inhalt
3/2015
Seite 202
Editorial
Vom 24. bis 27.
März 2015 wird
Wasser Berlin
International
wieder für vier
Tage zum
Treffpunkt der
internationalen
Wasserwirtschaft.
Die Fachmesse und der Kongress für die Wasserwirtschaft
spiegeln den gesamten Wasserkreislauf wider. Über 600
nationale und internationale Aussteller und mehr als 20 000
Besucher werden in Berlin erwartet.
Seite 225
Im F&E-Projekt
„Abwasserdesinfektion“
der Berliner Wasserbetriebe und des Umweltbundesamts wurden vier
Desinfektionsverfahren
für den Ablauf des
Klärwerks Ruhleben auf
ihre Effektivität getestet.
Diese zeigen gegenüber
den Indikatorbakterien
UV-Anlage in Bad Tölz (Foto: Bayerisches
Landesamt für Wasserwirtschaft)
E. coli und intestinale
Enterokokken eine gute Desinfektionswirkung. Für die
Elimination der besonders desinfektionsmittelresistenten
Parasitendauerstadien erwies sich nur die Behandlung mit
der Kombination Mikrosieb plus UV-Bestrahlung als
durchgehend effektiv.
DWA-Leitbild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Otto Schaaf (Köln)
Grußwort
Wo sich die internationale Wasserwirtschaft trifft:
Wasser Berlin International 2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 195
Cornelia Wolff von der Sahl (Berlin)
Berichte
Wasser Berlin International 2015:
kompakter, umfassender und strukturierter . . . . . . . . . . .
Ecomondo: künftig mehr Wasser
Zugang zu den Märkten des Mittelmeerraums . . . . . . . . .
Frank Bringewski
Ein halbes Jahrhundert für den Gewässerschutz
Abwassertechnisches Kolloquium anlässlich
des Jubiläums „50 Jahre PFI Planungsgemeinschaft“ . . . .
Reiner Boll, Richard Rohlfing, Johannes Müller-Schaper
(Hannover) und Silvio Beier (Hamburg)
Water in the Cities
Zehnte Brüssel-Konferenz der EWA . . . . . . . . . . . . . . . . .
Johannes Lohaus (Hennef)
202
204
206
209
Entwässerungssysteme
Hochauflösende Simulation von urbanen Sturzfluten
Anwendungsbeispiel: Überflutungsprüfung
für die Stadt Worms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 215
Aron Roland, Ralf Rausch, Thomas Huxhorn,
Thomas Kraus, Stefan Wallisch (Darmstadt),
Mathieu-Dutour Sikiric (Zagreb/Kroatien),
Yinglong-Joseph Zhang (Gloucester Point, VA/USA)
und Ulrich Zanke (Garbsen)
Kommunale Abwasserbehandlung
Beiträge in
KW – Korrespondenz Wasserwirtschaft 3/2015
S. Czickus, M. Wietbüscher, D. Schäfer und W. Riedel:
Neuartige Berechnungsansätze zur Überflutungsprüfung
im urbanen Raum
G. Humer, A. Reithofer, R. Klar und S. Achleitner:
Erweiterung eines 2D-Strömungsmodelles zur Berechnung von Sturzfluten – Plausibilisierung und praktische
Anwendung für die Darstellung von Gefahrenkarten und
Lösung von Planungsaufgaben in Siedlungsgebieten
K. Werk: Chancen und Anforderungen für ein gemein­
sames Vorgehen von Wasserwirtschaft und Naturschutz
bei der Gewässerrenaturierung
M. Oertel und Daniel B. Bung: Numerische Strömungs­
simulationen von Fließgewässern – Praxisanwendungen
und zukünftige Entwicklungen
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
Abwasserdesinfektion
Verfahrensvergleich in Bezug auf Indikatororganismen . . 225
Regina Gnirss, Carsten Lüdicke, Manulja Beraktschjan
(Berlin), Peter Renner, Irmgard Feuerpfeil (Bad Elster),
Halim Dizer, Regine Szewzyk und Hans-Christoph Selinka
(Berlin)
Rubriken
Spektrum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 196
Güteschutz Kanalbau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 213
Güteschutz Kanalbau – Gütezeicheninhaber . . . . U3
DIN-Normen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268
Personalien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 274
Dissertationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279
www.dwa.de/KA
191
Korrespondenz
Abwasser, Abfall
Integrale technische Optimierung ­
biologischer Klärstufen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 241
Gerd Kolisch, Inka Hobus (Wuppertal),
Klaus Alt (Düsseldorf) und Martin Armbruster (Dresden)
Kreislaufwirtschaft / Energie / Klärschlamm
Auswirkungen der sich verändernden Rahmen­bedingungen auf die Entsorgungssicherheit
für Klärschlamm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
Thomas Langenohl (Meckenheim)
Wirtschaft
Wie können Kennzahlen bei der Unternehmenssteuerung helfen? – Ein Praxisbericht aus der Wasser­
wirtschaft – Teil 2: Praxisbeispiele
Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe WI-1.2
„Benchmarking, Balanced Scorecard/Neue Steuerungsinstrumente“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 257
Forschung und Innovation
Computergestützte Simulationen
zur Abschätzung gesundheitlicher Risiken durch
anthropogene Spurenstoffe in der Wassermatrix . . . . . . . 264
Vedat Durmaz, Marcus Weber (Berlin), Johannes Meyer
und Harald Mückter (München)
DWA
Arbeitsbericht der DWA-Arbeitsgruppe WI-1.2 . . . . . . . . .
Fachgremien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Regelwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Landesverbände . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Bildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
oberen Ebenen im Report
Zusammenfassung der beiden
V i sio n
un d
S t ra te gie
G e s c h ä fts b e r e ic h e
A b te ilu n g e n
A b te ilu n g s le itu n g
M ita rb e ite r /-in n e n
ZV
ZV
ZV
ZV
ZV
ZV
Der überwiegende Teil der
Kläranlagen in
Deutschland ist
auf Nährstoffelimination
umgestellt
worden. Vor dem
Hintergrund der anstehenden Reinvestitionen der Kläranlagenbetreiber und des Anstiegs der Energiekosten ist ein
integraler Planungsansatz zur technischen Optimierung von
biologischen Reinigungsstufen zu empfehlen. Dabei können
moderne Planungswerkzeuge wie die dynamische Simula­
tion und die Strömungssimulation eingesetzt werden.
Seite 249
Der Koalitionsbeschluss
der Bundesregierung zur
Beendigung der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung und die sich
verändernden Rahmenbedingungen im Bereich der
Düngung werden einen
deutlichen Rückgang der
Foto: Akademie für Natur- und Umweltbodenbezogenen
schutz Baden-Württemberg
Klärschlammverwertung
bewirken. Wie wirken sich zurückgehende Verwertungsanteile in der Landwirtschaft und im Landschaftsbau bei
gleichzeitig sinkenden Verbrennungskapazitäten auf die
Entsorgungssicherheit aus?
Seite 257
V e rb a n d
T o p -B S C =
V o rs ta n d s e b e n e +
G e s c h ä ft s b e re ic h e
257
268
269
272
274
Seite 241
ZV
ZV
ZV
ZV
ZV
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Im Rahmen der laufenden technischen und organisatorischen Modernisierung der
Wasserwirtschaft werden von den Unternehmen auch neue organisatorische „Tools“
zur Unternehmenssteuerung und -führung auf den Prüfstand gestellt – eins davon
ist die Balanced Scorecard. Die DWA-Arbeitsgruppe WI-1.2 gibt in einem Arbeitsbericht eine umfassende Übersicht zu diesem Thema und schildert insbesondere
Erfahrungen von Wasserwirtschaftsunternehmen im Umgang mit einer kennzahlenbasierten Steuerung sowie mit dem Instrument Balanced Scorecard.
Bücher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 279
Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 280
Industrie und Technik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 281
Stellenanzeigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 284
Adressenbörse für die Abfallwirtschaft . . . . . . . . . 291
Beratende Ingenieure . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 291
KA 4/2015
Erscheinungstermin: 27. März 2015
Anzeigenschluss: 2. März 2015
Beilagenhinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 256
www.dwa.de/KA
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
Leitbild
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) steht für eine sichere und nachhaltige Wasserund Abfallwirtschaft. Sie ist gemeinnützig sowie politisch und wirtschaftlich unabhängig.
Als technisch-wissenschaftlicher Fachverband führt die DWA die Fach- und Führungskräfte der Wasser- und Abfallwirtschaft aus
Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen zusammen. Sie formuliert technische Standards, bringt
sich in die Normungsarbeit ein, unterstützt die Forschung und fördert die Aus- und Weiterbildung.
Die DWA wurde 1948 gegründet. Sie ist national und international aktiv. In Europa ist sie die mitgliederstärkste Organisation auf
ihrem Gebiet.
Umwelt und Wirtschaft im Einklang
Lösungen für unsere Gesellschaft
Die DWA bekennt sich zu ihrer Verantwortung für sauberes
Wasser, intakte Böden und reine Luft, um eine gesunde Umwelt
für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Die DWA bezieht ihre Stärke aus der Vielfalt. Sie nutzt ihr
Wissen, um Natur und Umwelt zu schützen und Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenerhalt zu meistern.
Verantwortung
Präsenz
Ein funktionierender Wasserkreislauf ist Grundlage allen
Lebens. Die DWA achtet die Umwelt und übernimmt Verantwortung. Sie setzt sich für eine nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung durch Verknüpfung der Wasserwirtschaft mit der
Energie- und Kreislaufwirtschaft ein. Arbeitsschutz und technische Sicherheit haben hierbei eine besondere Bedeutung.
Auf Bundes- und Landesebene ist die DWA mit ihren Angeboten
flächendeckend präsent. Mit wichtigen wasser- und abfallwirtschaftlichen Institutionen befindet sie sich auf nationaler und
regionaler Ebene in stetigem Austausch. Diese horizontale und
vertikale Vernetzung baut die DWA – auch interdisziplinär –
kontinuierlich aus.
Kompetenz
Internationalität
Die DWA befasst sich mit allen wasserwirtschaftlich relevanten
Themen. Ihre Kompetenz ist in der Fachwelt und in der Öffentlichkeit anerkannt. Sie ist Meinungsführer auf ihrem Gebiet.
Grundpfeiler der DWA ist ihre breite personelle Verankerung,
vom Auszubildenden bis zum Professor. Die DWA profitiert von
der Vielfalt ihrer Mitglieder.
Die DWA stellt ihre Kompetenzen auch international zur Verfügung. Sie kooperiert mit internationalen Organisationen und
Fachleuten aus dem Ausland. Ihre persönlichen und fördernden
Mitglieder unterstützt die DWA in ihren internationalen Interessen mit passenden Angeboten.
Wissen
Die DWA bündelt und verbreitet Wissen und Erfahrungen der
Fachleute aus Planung, Bau und Betrieb im Wasser- und Abfallsektor. Durch Kooperation mit Forschung und Lehre unterstützt
die DWA innovative Lösungen. Ihr Regelwerk dokumentiert
den allgemein anerkannten Stand der fachlichen Praxis, bietet
technische und rechtliche Sicherheit und dient der Aus- und
Weiterbildung.
Netzwerk
Die DWA versteht sich als Netzwerk von Fachleuten. DWAMitglieder bringen ihre Kenntnisse und ihre Erfahrungen über
ehrenamtliche Arbeit ein, können diesen Wissenspool aber
zugleich beruflich und persönlich nutzen. Die DWA stärkt diese
Kultur des Miteinanders, indem sie persönliche und fördernde
Mitglieder zusammenbringt.
Kommunikation
Mit ihren Angeboten wendet sich die DWA an ihre Mitglieder,
aber auch an Bürgerinnen und Bürger, Politik, Behörden,
Medien, Industrie, Dienstleister, Wissenschaft, benachbarte
Fachgebiete und Organisationen. Ihre Themen und Arbeitsergebnisse kommuniziert sie zielgruppenspezifisch an Fach- und
Führungskräfte sowie an die Öffentlichkeit.
Mitglieder
Die DWA ist eine lernende Organisation, die neue Erkenntnisse
aufgreift und Neuerungen unterstützt. Sie strebt an, alle in der
Wasser- und Abfallwirtschaft Tätigen als Mitglieder zu gewinnen und für die ehrenamtliche Mitarbeit zu begeistern. Sie
nimmt die demographische Herausforderung
an, will junge Menschen für Umweltberufe
interessieren und lebenslanges Lernen
für erfahrene Mitglieder fördern.
Deutsche Vereinigung für
Wasserwirtschaft, Abwasser
und Abfall e. V.
Editorial 193
DWA-Leitbild
Die DWA hat ein neues Leitbild – darüber
freue ich mich sehr, denn gerade eine so
heterogene Vereinigung wie die DWA
sollte klar darstellen, wofür sie steht,
was sie ausmacht und welche Werte ihr
wichtig sind.
Und trotzdem scheiden sich oft die
Geister, wenn sich das Gespräch um Leitbilder dreht! Für die einen sind sie
hübsch zu lesende Worthülsen, mit denen sich Institutionen, wie Unternehmen, Verbände, Behörden etc., in das
Licht rücken wollen, in dem sie sich
selbst am liebsten sehen. Die tatsächlich
gelebte Kultur spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Für die anderen sind
sie richtungsweisende Leitplanken, die
sowohl das inhaltliche als auch das ethische Selbstverständnis widerspiegeln.
Hier sind sie Basis für die Ausgestaltung
einer nachhaltigen Strategie. Sie zeigen
allen Menschen im Umfeld auf, was sie
auf allen Ebenen der Werteskala von der
Institution erwarten können und welche
Ziele angestrebt werden. Sie spiegeln das
Selbstverständnis für Mitarbeiter und
Kunden genauso wider wie für die Leitungsebene und die Geschäftspartner.
Am Text des Leitbildes selbst lässt
sich noch nicht erkennen, ob es sich eher
um Worthülsen handelt oder um tatsächlich gelebte Werte. Denn Leitbilder sind
naturgemäß auf wesentliche Kernaussagen konzentriert. Sie beschreiben abstrakt und extrem komprimiert, für welche wesentlichen Inhalte und Werte eine
Institution stehen will oder steht. Diesem
Spannungsfeld ist jedes Leitbild ausgesetzt, auch das neue DWA-Leitbild. Deshalb möchte ich Ihnen die Motivation dafür und den Anspruch an unser neues
Leitbild etwas näherbringen.
Die Entwicklung des neuen Leitbildes
begann bereits im Jahr 2012 aus der
­Diskussion in Präsidium und Vorstand.
Daraus entstand die grundsätzliche Entscheidung, die künftigen Schwerpunkte
und Entwicklungen der DWA in einem
neuen Leitbild zusammenzufassen. Das
dies nun so schnell gelungen ist, verdanken wir dem Redaktionsteam, einer
Gruppe von Ehren- und Hauptamtlichen,
die sich aus dem vielfältigen Spektrum
unserer Mitgliedschaft gebildet hat: Alt
und Jung, Betriebsleute und Wissen-
www.dwa.de/KA
schaftler, Spezialisten aus all unseren
Fachdisziplinen und den Behörden. Die
Kernfragen, die das Team zu beantworten hatte, gingen einmal um das Selbstverständnis der DWA: „Wer sind wir?“
und in einem zweiten Schritt um die
Zielsetzungen, mit denen sich die DWA
in Zukunft befassen will: „Wo wollen wir
hin?“
Der vorgelegte Entwurf wurde 2014
vom Vorstand zur Vorstellung bei der
Mitgliederversammlung in Baden-Baden
freigegeben. In der sich daran anschließenden Mitgliederbeteiligungsphase
sind keine grundsätzlichen Veränderungswünsche geäußert worden. Die eingegangenen Kommentare und Anregungen konnten wir recht einfach aufgreifen
und in die Kernaussagen des neuen Leitbildes integrieren. So konnte das neue
Leitbild in der letzten Präsidiumssitzung
2014 beschlossen werden.
Der Anfang ist damit gemacht! Die
Qualität hängt nun davon ab, wie es aufgenommen und gelebt wird und in welchem Maße es zur verbandlichen Identifikation beiträgt. Nun muss eine intensive Kommunikation in alle Bereiche der
DWA hinein stattfinden. Das Leitbild soll
aber auch die Basis für die strategische
Ausrichtung der DWA für die nächsten
Jahre sein:
●● Was wird die DWA in den verschiede-
nen Themenfeldern leisten?
●● Was kann beibehalten werden? An
welchen Stellen wäre ein Zurückfahren der Aktivitäten angebracht? Wo
ist noch mehr Engagement von Nöten?
●● Welche neuen Aktivitäten sind erforderlich, um dem selbst auferlegten
Anspruch des neuen DWA-Leitbildes
gerecht zu werden?
Antworten auf diese Fragestellungen
werden wir in den kommenden Wochen
und Monaten erarbeiten. Bis zur nächsten Vorstandssitzung im Juli 2015 in Aachen sollen entsprechende Strategieentscheidungen vorbereitet werden, die
dann in der nächsten Mitgliederversammlung vorgestellt werden. Die Inhalte sollen in der KA und KW veröffentlicht
werden, sodass alle Interessierten die
Möglichkeit haben, sich ein eigenes Bild
zu machen. Die Stärke der DWA liegt in
ihrer Mitgliedervielfalt. Das ist eine besondere Chance, die Themenschwerpunkte des neuen DWA-Leitbildes mit
spannenden und zukunftsweisenden Inhalten zu füllen.
Das DWA-Leitbild ist keine Worthülse, sondern ein Motor. Schritt eins ist gemacht – das DWA-Leitbild ist verabschiedet. Konsequenterweise folgt nun Schritt
zwei – die Kommunikation untereinander und gegenüber Dritten sowie die
strategische und perspektivische Ausrichtung der zukünftigen Aktivitäten im
Einklang mit unserem neuen Leitbild.
Zur Gestaltung dieses gemeinsamen Weges möchte ich Sie alle einladen. Machen
Sie mit! Mischen Sie sich ein! Wir alle
sind DWA!
Bauass. Dipl.-Ing. Otto Schaaf
Präsident der DWA
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
GIPS 7
Grafische Kanalnetzplanung
GIPS 7
Grafisches Informations- und Planungssystem für die Stadtentwässerung
GIPS 7 ist Teil der itwh-Softwarefamilie mit perfekt
ineinander greifenden Bausteinen.
Nutzen Sie echte Kanalnetzdaten in Form von
Ergebnisdatenbanken aus hydrodynamischen
Berechnungen mit HYSTEM-EXTRAN.
Erstellen Sie wirklichkeitsgetreue Modelle von Netzplänen
der Stadt- und Siedlungsentwässerung mit objektspezifischer
Kofiguration verschiedener Kanalarten und aller Kanalnetzelemente auf eigenen Layern.
GipsOI, die Software für die rechnergestützte Darstellung
von TV-Untersuchungen und Schadensbewertung, gibt es
als Modul in GIPS 7.
GIPS 7.3
. Aktualität:
. Unterstützung der Autodesk-Pakete der
Version 2015: AutoCAD, Map 3D und Civil 3D
. Mehr Benutzerfreundlichkeit:
. Assistent mit Filtermechanismus zur komfortablen
Erstellung von Gruppen
. Optimierte persönliche Einstellungen und Projekteinstellungen
. Neue Funktionen:
. Neue animierte Welle im Längsschnitt
. Import von Konfigurationen aus bestehenden
Modelldatenbanken (z. B. zeichnerische
Darstellung) zur besseren und schnelleren
Bearbeitung von GIPS-Projekten
. Import von Kanalstammdaten aus dem
ISYBAU Format XML-2013
Grußwort 195
Wo sich die internationale Wasserwirtschaft
trifft: Wasser Berlin International 2015
Die Wasserwirtschaft steht vor großen
Herausforderungen. Die Anpassung an
den Klimawandel, die Veränderung in
der Altersstruktur der Bevölkerung, der
Rückgang der Einwohnerzahl, die Instandhaltung der alternden Infrastruktur,
neue Schadstoffe in unseren Gewässern,
um nur einige zu nennen, erfordern einerseits innovative technische Lösungen,
andererseits brauchen wir neue Erkenntnisse von Wissenschaft und Forschung,
aber auch politisch-administrative Antworten.
Wasser Berlin International ist die
Plattform, die diesen sich verändernden
„Eckdaten“ gezielt Rechnung trägt.
Die Fachmesse und der Kongress für
die Wasserwirtschaft reflektieren als einzige spezialisierte Branchenplattform in
Deutschland den gesamten Wasserkreislauf. Wasser Berlin International 2015
präsentiert sich kompakter, umfassender
und strukturierter. Wir erwarten über
550 nationale und internationale Aussteller und rund 20 000 Fachbesucher in
Berlin.
Uns ist es besonders wichtig, den
„Puls der Zeit“ zu treffen, stets einen hohen Nutzwert zu schaffen und dabei ein
eigenständiges Profil zu zeigen. Aus diesem Grund gibt es seit Jahrzehnten einen
engen Austausch zwischen Ausstellern
und Fachbesuchern, um deren Wünsche
und Bedürfnisse möglichst exakt zu treffen. Das ist ein kontinuierlicher Prozess,
der immer wieder zu wichtigen Neuerungen führt.
In diesem Jahr ist das beispielsweise
die Hallengliederung der Fachmesse, die
sich erstmalig am Wasserkreislauf orientiert. Durch diesen 360°-Ansatz werden
einerseits die Prinzipien der Nachhaltigkeit widergespiegelt. Andererseits wird
dadurch deutlich, dass Wasser Berlin International Technologien, Dienstleistungen und technische Systeme aus allen
Bereichen der Wasserwirtschaft anbietet.
Fachbesuchern erleichtert dies die Orientierung auf der Fachmesse.
Mit Flood Management Berlin stellen
wir in diesem Jahr ein neues internationales Fachmessesegment mit begleiten-
www.dwa.de/KA
dem Symposium vor. Flood Management
Berlin beschäftigt sich mit dem vorsorgenden Hochwasserschutz, aber auch
mit dem technischen Hochwasserschutz,
dem Wasserbau und dem Krisenmanagement.
Aber die Fachmesse ist es nicht allein, wofür Wasser Berlin International
steht. Begleitet wird die Veranstaltung
traditionell von einem Fachkongress,
der diesmal unter dem Titel „Wasser
und nachhaltige Entwicklung“ vom Verein Wasser Berlin e. V. organisiert wird.
Er bietet Experten der Branche eine
Plattform für Dialog und Erfahrungsaustausch, wenn es zum Beispiel um konkrete technische Lösungen geht. Nachhaltige Wasserwirtschaft braucht mittelund langfristige Konzepte, die nur unter
Beteiligung der Wasserforschung und
im Gesamtzusammenhang der Umweltpolitik entwickelt werden können. Das
wird insbesondere dadurch deutlich,
dass die Investitionszyklen in der Wasserwirtschaft problemlos Zeiträume von
30 Jahren umfassen. Der Kongress Wasser Berlin International wird 2015 erstmals in Form eines geschlossenen Hallenforums in die Fachmesse integriert
und damit direkt in das Ausstellungsgeschehen eingebunden. Eine separate
Kongressgebühr entfällt.
Als fester Bestandteil von Wasser Berlin International richtet sich das von der
DWA organisierte „Young Water Professionals‘ Programme“ an Nachwuchsingenieure, Naturwissenschaftler und Studenten aus dem In- und Ausland. 32 internationale Teilnehmer haben in dem einwöchigen Programm die Möglichkeit, die
Messe zu besuchen, an technischen Fachexkursionen und Karriereevents teilzunehmen und ein internationales Netzwerk aufzubauen. Inzwischen haben
rund 700 internationale junge Ingenieure aus über 60 Nationen an diesem Programm teilgenommen. Im Rahmen des
Internationalen Forums richtet die DWA
außerdem bereits zum zweiten Mal die
„Young Water Professionals‘ Conference“
aus, eine englischsprachige Veranstaltung von jungen Ingenieuren für junge
Ingenieure. Weiterer Bestandteil des Internationalen Forums ist ein Planspiel für
Studenten mit dem Titel „Environmental
Management“. Des Weiteren bietet die
DWA eine eigens eingerichtete „Young
Water Professionals‘ Lounge“ in Halle
5.2a an. In der Lounge können die jungen Ingenieure internationale Kontakte
knüpfen und ihre Eindrücke von der
Messe austauschen. Aktuelle Jobangebote finden Absolventen im Jobcenter der
DWA, ebenfalls in Halle 5.2a.
All diese Details machen eins deutlich: Wenn Wasser Berlin International
2015 am 24. März ihre Tore öffnet, wird
sie wieder für vier Tage der internationale Treffpunkt für die Wasserwirtschaft
sein. Ich lade Sie herzlich ein, Wasser
Berlin International 2015 vom 24. bis 27.
März 2015 als Businessplattform, Innovationsplattform und Informationsplattform zu nutzen.
Ihre Cornelia Wolff von der Sahl
Projektleiterin
WASSER BERLIN INTERNATIONAL
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
196 Spektrum
Kosten für die Dichtheitsprüfung von Abwasserleitungen
sind steuerlich absetzbar
Die Überprüfung der Funktionsfähigkeit
einer Anlage (Dichtheitsprüfung einer
Abwasserleitung) durch einen Handwerker und damit die Erhebung des unter
Umständen noch mangelfreien Ist-Zustands kann ebenso eine steuerbegünstigte Handwerkerleistung sein wie die
Beseitigung eines bereits eingetretenen
Schadens oder vorbeugende Maßnahmen zur Schadensabwehr. Dies hat der
Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom
6. November 2014 (Az. VI R 1/13) entschieden.
Der Kläger beantragte in der Einkommensteuererklärung 2010 für eine Dichtheitsprüfung der Abwasserleitung seines
privat genutzten Wohnhauses vergeblich
eine Steuerermäßigung nach § 35a Abs.
3 Einkommensteuergesetz (EStG) für die
Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungsund Modernisierungsmaßnahmen. Das
Finanzamt war der Auffassung, dass die
Dichtheitsprüfung – wie die vom TÜV
oder anderen autorisierten Fachkräften
durchzuführende Sicherheitsprüfung einer Heizungsanlage im Gegensatz zu einer Wartung der Heizungsanlage – mit
einer Gutachtertätigkeit vergleichbar sei.
Nach Randnummer 12 des Schreibens
des Bundesministeriums der Finanzen
(BMF) vom 15. Februar 2010 (BStBl. I
2010, 140; ersetzt durch BMF-Schreiben
vom 10. Januar 2014, BStBl. I 2014, 75,
Rdnr. 22) seien aber Aufwendungen, bei
denen eine Gutachtertätigkeit im Vordergrund stehe, nicht nach § 35a EStG begünstigt. Das Finanzgericht (FG) gab der
daraufhin erhobenen Klage hingegen
statt.
Dies hat der BFH nun bestätigt. Das
FG habe die Dichtheitsprüfung der Abwasserleitungen des privat genutzten
Wohnhauses zu Recht als steuerbegünstigte Handwerkerleistungen im Sinne
des § 35a Abs. 3 EStG beurteilt. Denn die
Dichtheitsprüfung der Abwasserleitung
habe der Überprüfung der Funktionsfähigkeit einer Hausanlage gedient und sei
damit als (vorbeugende) Erhaltungsmaßnahme zu beurteilen. Die regelmäßige Überprüfung von Geräten und Anlagen auf deren Funktionsfähigkeit erhöhe
deren Lebensdauer, sichere deren nachhaltige Nutzbarkeit, diene überdies der
vorbeugenden Schadensabwehr und
zähle damit zum Wesen der Instandhal-
tung. Dies gelte auch dann, wenn hier­
über eine Bescheinigung „für amtliche
Zwecke“ erstellt werde. Denn durch das
Ausstellen einer solchen Bescheinigung
werde eine handwerkliche Leistung weder zu einer gutachterlichen Tätigkeit
noch verliere sie ihren Instandhaltungscharakter.
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150209_002
A
Kommunale Klärschlammverwertung: Verbände legen
gemeinsame Eckpunkte vor
Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag für eine Beendigung der Klärschlammausbringung zu Düngezwecken
ausgesprochen. Die Umsetzung dieser
Vorgabe wird erhebliche Auswirkungen
für die kommunale Wasserwirtschaft haben. Vor diesem Hintergrund hat die
DWA gemeinsam mit weiteren Verrbänden grundlegende Positionen für eine
künftige Klärschlammstrategie formuliert.
Die „Gemeinsamen Eckpunkte zur
Klärschlammstrategie“ wurden am 20.
Januar 2015 veröffentlicht. Die Verbände
fordern in diesem Eckpunktepapier fachlich differenzierte Regelungen und betonen, dass sie zu einer verantwortungsvollen Kreislaufwirtschaft unter Wahrung eines hohen Schutzniveaus für Umwelt und Verbraucher stehen.
Das Eckpunktepapier hebt unter anderem hervor, dass qualitativ hochwertige Klärschlämme auch weiterhin landwirtschaftlich oder landschaftsbaulich
verwertet werden sollten. Ein geeignetes
Instrument für den Nachweis ist die Qualitätssicherung. Die Verbände haben zudem hervorgehoben, dass die Kapazitäten zur Verbrennung von Klärschlämmen
in der Vergangenheit deutlich ausgebaut
wurden. Es ist daher zu begrüßen, technische Verfahren zur Rückgewinnung
von Phosphor aus Klärschlammasche,
Klärschlamm oder Abwasser zu entwickeln, die zurzeit noch nicht wirtschaftlich nutzbar sind. Ziel der Rückgewinnung sollte ein tatsächlich nutzbares Produkt (zum Beispiel Düngemittel) sein,
um den Phosphor künftig auch dann wiederverwenden zu können, wenn der
Klärschlamm thermisch behandelt wird.
Zudem benötigt die Branche für Investitionen in die künftig erforderliche
Entsorgungsinfrastruktur einen verlässli-
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
chen rechtlichen Rahmen. Es wird insoweit mit Spannung die Novelle der nationalen Klärschlammverordnung erwartet.
Das gemeinsame Eckpunktepapier
wird neben der DWA unter anderem von
den kommunalen Spitzenverbänden dem
Verband kommunaler Unternehmen
(VKU), dem Deutschen Bauernverband
(DBV) sowie dem Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
unterstützt. Es wurde mit Begleitschreiben an die Bundesumweltministerin, den
Bundeslandwirtschaftsminister, die Umweltministerien der Länder sowie die
Umwelt- und Wasserpolitischen Sprecher
der im Deutschen Bundestag vertretenen
Parteien versandt.
Das Eckpunktepapier steht im Internet zum Download bereit:
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150211_003
A
Fracking – nicht zulasten
der Umwelt
Am 18. Dezember 2014 hat die Bundesregierung Vorschläge für eine Neuregelung der Fracking-Technologie vorgelegt.
Die DWA begrüßt dieses Vorhaben der
Regierung, zum Schutz der Gewässer
und der Umwelt einen strengen Rechtsrahmen für das Fracking vorzugeben und
dabei Raum zu lassen für die wissenschaftliche Erforschung der Maßnahmen
und deren Auswirkungen auf die Umwelt, sieht aber in einigen Punkten noch
Nachbesserungsbedarf. Fracking ist eine
Technik zur unkonventionellen Förderung von Erdöl und Erdgas, bei der Gestein durch Flüssigkeiten unter Druck
aufgebrochen wird. Diese Technik kann
erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben. Am 12. Februar 2015 fand in
Berlin eine Anhörung der beteiligten Ministerien mit Verbändevertretern statt.
Die DWA betont den absoluten Vorrang für das Trinkwasser und die Gesundheit als wichtigste Forderung. Daher
plädiert sie dafür, die geplanten Regelungen um die sogenannten Vorranggebiete
für die Trinkwassergewinnung zu ergänzen. Beim Fracking verwendete Stoffe
müssen offengelegt werden, und von ihnen darf keine Gefahr für das Grundwasser ausgehen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist für das Fracking generell
erforderlich. Wenn Fracking zugelassen
wird, bedarf es einer wasserrechtlichen
www.dwa.de/KA
Spektrum 197
Erlaubnis und behördlicher Überwachung.
Auf Zustimmung stößt bei der DWA
die geplante Einbindung einer unabhängigen Expertenkommission. Es ist aber
darauf zu achten, dass die Entscheidungen dieses Gremiums transparent sind.
Dazu gehört bei Mehrheitsentscheidungen auch die Veröffentlichung eines begründeten Minderheitsvotums. Die neuen Vorschriften sollten dies sicherstellen.
Klarstellungen verlangt die DWA auch
bezüglich der in der Allgemeinen Bundesbergverordnung geregelten Verpressung
des Lagerstättenwassers in Gesteinsformationen. Hierbei sollte durch die rechtlichen Vorgaben sichergestellt werden, dass
durch die Verpressung bzw. Reinjektion
keine neuen oder zusätzlichen Risiken geschaffen werden. Lagerstättenwässer weisen zumeist hohe Salzgehalte auf und
können auch weitere wassergefährdende
Stoffe wie Schwermetalle enthalten. Ergänzend muss daher vorgesehen werden,
dass die Einbringung in den selben Förderhorizont erfolgt, aus dem die Lagerstättenwässer kommen, oder jedenfalls an
einem geologischen Ort erfolgt, der mindestens einen gleich sicheren Einschluss
gewährleistet.
Die vollständige Stellungnahme der
DWA vom 20. Januar 2015 steht im Internet bereit:
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150211_002
gramms soll dann nach drei Jahren gemeinsam mit den Bundesländern geprüft
werden, ob kommunale Abwasseranlagen künftig verpflichtend Energiechecks
und -analysen durchführen müssen.
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150211_001
A
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150122_004
Novellierung der Düngeverordnung soll Nährstoffeinträge
senken
Die geplante Novellierung der Düngeverordnung wird nach Ansicht der Bundesregierung bei konsequenter Umsetzung
mittelfristig zu einem deutlichen Rückgang von Nährstoffeinträgen in die Gewässer beitragen. In einer Antwort (Bundestags-Drucksache 18/3459) auf eine
Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen bewertet sie die
effiziente und gewässerschonende Verwendung von Düngemitteln, die Anlage
von Pufferstreifen als ökologische Vorrangflächen, die Ausweitung des Ökolandbaus sowie die Optimierung des
Stickstoffmanagements als geeignete
Maßnahmen, um den Eintrag von Nährstoffen wie Phosphor oder Stickstoff in
die Gewässer zu senken.
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150119_002
A
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Brand in der Kanalisation
Bund setzt bei Energieeffizienz in Freital-Burgk
auf DWA-Arbeitsblatt
Am 2. Dezember 2014 brannte ein Kanal
Die Bundesregierung will den Energieverbrauch von Abwasserbehandlungsanlagen senken, helfen soll dabei das Arbeitsblatt DWA-A 216 „Energiecheck und
Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“.
Das Bundeskabinett hat im Nationalen
Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) beschlossen, die Durchführung von Energiechecks und Energieanalysen in kommunalen Abwasseranlagen in den kommenden fünf Jahren zu fördern. Dabei
sollen aber laut der vom Bundeswirtschaftsministerium herausgegebenen Publikation „Mehr aus Energie machen –
Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz“
explizit nur die Checks und Analysen gefördert werden, die entsprechend dem
Arbeitsblatt DWA-A 216 erfolgt sind.
Aufgrund der Ergebnisse des Förderpro-
www.dwa.de/KA
punkt noch an. Eine abschließende
Brandursache konnte noch nicht herausgearbeitet werden. Medienberichten zufolge gehen Polizei und Feuerwehr von
fahrlässiger Brandstiftung aus, denn die
Plastikauskleidung in den Rohren sei verschmort gewesen.
in Freital-Burgk (Sachsen). Aufsteigender
Qualm aus dem verrohrten Burgker Bach
hatte zu einem Einsatz der Feuerwehr geführt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der unabsehbaren Folgen
des unterirdischen Brandes wurden Anwohner von der Feuerwehr und der Polizei evakuiert. Am 3. Dezember 2014 wurde gegen 2.00 Uhr Entwarnung gegeben.
Die Absperrung des Wohngebietes sowie
der Straße wurde aufgehoben. Die evakuierten Anwohner konnten im Laufe des
Vormittags ihre Häuser wieder betreten.
Mehrmalige Spülungen des brennenden
Kanals mit Wasser dämmten den Brand
ein. Die Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Dresden sind tätig. Nach
Mitteilung der Polizeidirektion Dresden
vom 22. Januar 2015 dauerten die Ermittlungen in dem Fall zu diesem Zeit-
A
Große Anfrage zur Wirkung
der Landwirtschaft auf Wasser
und Boden
Wer eine detaillierte, aktuelle Zusammenstellung sucht, welchen Einfluss die
landwirtschaftliche Produktion auf den
Zustand der Böden und der Gewässer
hat, dem sei die 191 Seiten umfassende
Antwort der nordrhein-westfälischen
Landesregierung auf die Große Anfrage
von SPD und Grünen „Wirkungen der
Landwirtschaft auf die Ressourcen Wasser, Boden, Luft und biologische Vielfalt
in Nordrhein-Westfalen“ empfohlen
(Landtags-Drucksache 16/7576).
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150211_004
A
Einweihung der 4. Reinigungsstufe im Klärwerk Steinhäule
Auf dem Klärwerk Steinhäule in Ulm ist
die vierte Reinigungsstufe eingeweiht
worden. Die neue Stufe, eine AktivkohleAdsorptionsanlage, wurde mit 2,6 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Zusätzlich seien rund
4,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung,
EFRE, nach Ulm gegangen. Betreiber der
Kläranlage Steinhäule ist der Zweckverband Kläranlage Steinhäule mit den Mitgliedern Ulm, Neu-Ulm, Senden, Blaubeuren, Berghülen, Blaustein, Dornstadt,
Illerkirchen, Illerrieden, Schnürpflingen
und Staig. Die Kläranlage hat eine Ausbaugröße von 445 000 Einwohnerwerten. Pro Jahr werden rund 35 Millionen
Kubikmeter Abwasser gereinigt. Bei Regenwetter können in der Vorklärung und
der biologischen Reinigungsstufe maximal 2600 Liter Abwasser pro Sekunde
behandelt werden.
Insgesamt ist derzeit auf acht Kläranlagen in Baden-Württemberg eine gezielte Spurenstoffelimination in Betrieb.
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
198 Spektrum
Weitere zehn Anlagen sind in Bau oder
Planung. Nach deren Fertigstellung werden etwa 20 Prozent der gesamten Abwassermenge in Baden-Württemberg mit
einer zusätzlichen Reinigungsstufe behandelt, so das Landesumweltministerium in einer Pressemitteilung.
A
Große Qualitätsunterschiede
im IKT-Warentest
„Stutzensanierung“
Sind reparierte Stutzen dauerhaft infiltrationsdicht? Was leisten Mensch, Maschine und Materialien im Praxistest?
Das Institut für unterirdische Infrastruktur (IKT) hat einen neutralen und unabhängigen Warentest zur Stutzensanierung durchgeführt. Ergebnis: Zwischen
„sehr gut“ und „mangelhaft“ ist alles dabei. Der Test wurde von knapp 20 Kommunen in einem „kommunalen Lenkungskreis“ konzipiert. Die Finanzierung
erfolgte durch das nordrhein-westfälische Umweltministerium und Mitglieder
des Lenkungskreises. Die Ergebnisse stehen im Internet zum Download bereit:
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150129_002
A
Pflichtversicherung
gegen Elementarschäden
Der Petitionsausschuss des Bundestages
hat sich für eine Pflichtversicherung für
Gebäudeeigentümer gegen Elementarschäden ausgesprochen. Der Ausschuss
hat am 14. Januar 2015 einstimmig beschlossen, eine entsprechende Petition
dem Bundesjustizministerium zu übergeben. Die Petenten fordern darin, dass alle
Eigentümer von Gebäuden eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden
abschließen müssen, wobei die Beiträge
in den Hochrisikozonen gedeckelt oder
staatlich bezuschusst werden sollen. Zur
Begründung wird darauf verwiesen, dass
Naturkatastrophen in regelmäßigen Abständen Milliardenschäden am Eigentum
von Bürgern – insbesondere an Wohngebäuden – anrichteten. Zwar würden sich
viele Immobilieneigentümer gerne gegen
solche Schäden versichern. Da die privatwirtschaftlich organisierten Versicherungen vor den hohen Kostenrisiken zurückschrecken würden, könnten sie dies jedoch nicht. Folge davon sei, dass der Staat
und damit der Steuerzahler die Schäden,
zumindest zum Teil, kompensieren müsste. Es gebe also, so urteilen die Petenten,
im Bereich der Elementarversicherung ein
klassisches Marktversagen, das den Gesetzgeber zum Handeln zwinge. Überlegungen zur Einführung einer verpflichtenden Elementarversicherung gab es auf
Bundesebene bereits 2003. Damals wurden entsprechende Planungen jedoch
nicht weiter fortgeführt, unter anderem
aufgrund verfassungsrechtlicher Bedenken.
A
Rheinland-Pfalz:
neues Landeswassergesetz
im Kabinett beraten
Fracking ist ein wichtiges Thema im geplanten neuen Landeswassergesetz für
Rheinland-Pfalz. Der Gesetzesentwurf
wurde am 3. Februar 2015 im Kabinett
beraten. Das Land will mit dem neuen
Gesetz Fracking in Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten und Mineralwassergewinnungsgebieten generell untersagen. Das Gesetz räumt außerdem der öffentlichen Trinkwasserversorgung Vorrang vor anderen Nutzungen
ein. Durch Gewässerrandstreifen sollen
Schadstoffeinträge vermindert werden.
„Solange die mit der Fracking-Technologie einhergehenden Gefahren für
Mensch und Umwelt nicht sicher ausgeschlossen werden können, darf Fracking
mit gefährlichen Chemikalien nicht erlaubt werden. Wir nutzen daher die landesrechtlichen Möglichkeiten, um das
Grundwasser vor den Risiken des Frackings zu schützen“, sagte Landesumweltministerin Ulrike Höfken (Grüne).
Die Bundesregierung sei jahrelang nicht
aktiv geworden und die erst vor kurzem
vorgestellten Pläne der Bundesregierung
gäben Anlass zur Sorge. Unter anderem
wolle die Bundesregierung Fracking außerhalb von Wasserschutzgebieten
grundsätzlich erlauben. Geplant sei auch
eine Aufweichung des vorsorgeorientierten Gewässerschutzes zugunsten von
Fracking. „Das bedeutet eine im Wasserrecht bisher nie dagewesene Aufspaltung
des Grundwasserschutzes in Schutz- und
Schmutzgebiete“, so Höfken.
Neben Schadstoffeinträgen aus den
Abwassereinleitungen der Kläranlagen
rücken zunehmend flächenhafte Einträge in den Fokus des Gewässerschutzes –
zum Beispiel aus der Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Mit der neuen Regelung werden Schutzstreifen entlang ei-
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
nes Gewässers vorgeschrieben, wenn
durch wesentliche Einträge der gute Gewässerzustand, wie ihn die EU vorschreibt, nicht erreicht wird. „Wir setzen
jedoch vorrangig auf die Kooperation mit
unseren Landwirten“, so Höfken.
A
Aus Abwasser Öle für
die Schmierstoffindustrie
gewinnen
Die Emschergenossenschaft und die
Brain AG forschen an Möglichkeiten zur
weiteren Nutzung von Abwasser durch
biotechnologische Verfahren. Hierdurch
soll unter anderem die Energieausbeute
gesteigert sowie spezielle Öle für die
Nutzung als Hochleistungsadditive in der
Schmierstoffindustrie gewonnen werden. Die Untersuchungen werden im
Rahmen der vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) geförderten strategischen Allianz ZeroCarbFP
(ZeroCarbon Footprint) gefördert. Parallel zu den Forschungsarbeiten mit dem
Biotechnologie-Unternehmen Brain im
Bereich Abwassernutzung ist die Emschergenossenschaft Gesamtkoordinatorin der über neun Jahre laufenden und
48 Millionen Euro schweren Allianz.
Die bis heute gewonnen Erkenntnisse
sind bereits sehr vielversprechend so die
Emschergenossenschaft in einer Pressemitteilung. Aus dem Abwasser der Kläranlagen der Emschergenossenschaft
konnten Organismen isoliert werden, die
aufgrund ihrer Eigenschaft zur hohen Lipidbildung als geeignet für weitere Untersuchungen bewertet wurden. Lipide
sind Fettverbindungen. Neben speziellen
Bakterien konnte außerdem auch eine
Reihe von Hefen und Pilzen identifiziert
werden, die das Potenzial zum Energieund Rohstofflieferanten besitzen.
A
Förderung für Forschung
zu „Mikroplastik in marinen
Systemen“
Im Rahmen der Förderinitiative „Joint
Programming Initiative Healthy and Productive Sea and Oceans“ (JPI OCEANS)
werden durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung Projekte deutscher
Partner im Themengebiet „Mikroplastik in
marinen Systemen“ gefördert. Eingereichte Projektskizzen müssen einem der drei
folgenden Förderthemen zugeordnet werden: Validierung und Harmonisierung
www.dwa.de/KA
Spektrum 199
analytischer Nachweismethoden für Mikroplastikpartikel; Identifizierung und
Quantifizierung von Mikroplastikpartikeln
in marinen Systemen; Untersuchungen toxikologischer Effekte auf marine Organismen. Projektskizzen müssen bis zum 31.
März 2015 vorgelegt werden. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme ist der
Projektträger Jülich, Forschungszentrum
Jülich GmbH, beauftragt.
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150212_002
A
Studieren am Campus
der TU Berlin in Ägypten
Die ersten Absolventinnen und Absolventen der drei Masterstudiengänge des
ägyptischen Campus der TU Berlin in Al
Gouna am Roten Meer beendeten Ende
Januar 2015 ihr Masterstudium erfolgreich. 17 junge Frauen und Männer der
Studiengänge „Energy Engineering“,
„Water Engineering“ und „Urban Development“ nahmen in einer feierlichen Zeremonie im Audimax in Al Gouna ihre
Masterurkunden entgegen. An der Zeremonie nahm unter anderem der Umweltminister Ägyptens, Khaled Fahmy, teil.
Die TU Berlin hat nach eigenen Angaben
„als erste deutsche Universität einen
Campus im Ausland eingerichtet, der
technisch und rechtlich allen Qualitätskriterien der Bundesrepublik Deutschland entspricht.“ Die Außenstelle der TU
Berlin in Ägypten hat eine Fläche von
10 000 Quadratmetern und öffnete im
Oktober 2012. Sie ist eine Non-Profit Public Private Partnership (PPP), deren treibende Kraft auf ägyptischer Seite Samih
Sawiris, Chef des größten Tourismusunternehmens Ägyptens, Orascom Hotels
and Development, ist. Die Bewerbungsphase für den nächsten Jahrgang, der im
Oktober 2015 startet, läuft noch bis zum
31. März 2015.
www.campus-elgouna.tu-berlin.
de/v-menu/admission_process
A
Forschungsbündnis BioSAM:
Hefen und Bakterien als
Sensoren für Schadstoffe
im Wasser
Im Januar 2015 wurde das Forschungsbündnis „Biologische Sensor-Aktor-Systeme auf der Basis von funktionalisierten
www.dwa.de/KA
Mikroorganismen“ (BioSAM) gegründet.
Es vereint fünf Institute der TU Dresden,
darunter das Institut für Wasserchemie,
mit fünf weiteren Forschungseinrichtungen und elf Unternehmen aus der Region. Das Bündnis wird im Rahmen der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ des Bundesministeriums für Bildung
und Forschung (BMBF) für drei Jahre
mit rund sieben Millionen Euro gefördert.
Im Mittelpunkt von BioSAM stehen
lebende Mikroorganismen wie Hefen
oder Bakterien mit einzigartigen Eigenschaften, die technisch genutzt werden
sollen. So können Mikroorganismen beispielsweise für den spezifischen Nachweis von Arzneimittelrückständen oder
Schwermetallverunreinigungen im Wasser eingesetzt werden. Eine Besonderheit
dieses Ansatzes der Umweltanalytik besteht darin, dass nicht nur die Anwesenheit der Schadstoffe bestimmt, sondern
auch deren biologische Wirkung auf lebende Zellen erfasst werden kann. Zudem können Mikroorganismen als Aktoren diese Problemstoffe oft sogar abbauen oder adsorbieren. Im Fokus des Verbunds „BioSAM“ steht die Entwicklung
geeigneter Mikroorganismen. Bakterien
oder Hefen besitzen manche gewünschte
Eigenschaften von Natur aus, andere sollen mithilfe gentechnischen Designs hergestellt werden. Darüber hinaus werden
Verfahren entwickelt, diese Mikroorganismen zuverlässig in technische Systeme einzubinden.
www.unternehmen-region.de/
de/8841.php
A
Deutsches Trinkwasser erhält
wieder die Note „sehr gut“
Trinkwasser aus großen zentralen Anlagen hat in Deutschland eine sehr gute
Qualität. Das ist das Ergebnis des aktuellen Berichts zur Trinkwasserqualität,
der am 12. Februar 2015 vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht wurde.
Grenzwertüberschreitungen seien nach
wie vor absolute Einzelfälle. Selbst Nitrat, das im Grundwasser teilweise in hohen Konzentrationen auftritt – insbesondere dort, wo intensive Landwirtschaft betrieben wird –, überschreite im
Trinkwasser seit mehreren Jahren nicht
mehr den Grenzwert. Auch bei fast allen
mikrobiologischen und chemischen
Qualitätsanforderungen halten mindes-
tens 99 Prozent der überwachten Proben die strengen rechtlichen Vorgaben
ein. Grundlage sind die Meldungen der
Bundesländer an das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das UBA.
Das UBA hat im aktuellen Bericht für
die Jahre 2011 bis 2013 die Ergebnisse
der Untersuchungen aus allen größeren
Wasserversorgungen veröffentlicht –
diese versorgen rund 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Download
des Berichts:
www.gfa-news.de/gfa/
webcode/20150212_005
A
Neues Wasserlabor
für Hochschule in Sansibar
Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts
zwischen der Deutschen Gesellschaft für
Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
und UST/GeoConsult konnte das Karume Institute of Science and Technology
(KIST) nahe der Hauptstadt Stonetown
in Sansibar/Tansania mit einem neuen
Ausbildungslabor bestückt werden. Am
25. Juli 2014 fand die feierliche Übergabe des Wasserlabors samt maßgeschneidertem Curriculum statt. Entwickelt und
ausgestattet wurde das Labor mit Lehrkonzept vom Verein zur Förderung des
internationalen Wissensaustauschs e. V.
(Association for International Knowledge
Exchange „IKE“).
Auf Sansibar laufen derzeit – im Rahmen der Entwicklungspartnerschaft zwischen GIZ, dem örtlichen Wasserversorger Zanzibar Water Authority (ZAWA)
und UST/GeoConsult – mehrere Projekte im Bereich dezentraler Wasserversorgung sowie ein begleitendes Ausbildungsprogramm im Wassersektor. Die
gemeinsame Projektzusammenarbeit
läuft bis 2016 und ist Teil des develoPPP.
de-Programms, das die GIZ gemeinsam
mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen hat. Als Teil
des Ausbildungsprogramms führten die
beiden Vorstände von IKE, Dr.-Ing. Christoph Rapp und Andreas Zeiselmair, M.
Sc., einen einwöchigen Workshop für
KIST-Dozenten und ZAWA-Hydraulik-Experten durch. Das Curriculum basiert auf
dem Lehrkonzept, das von Christoph
Rapp während seines neunjährigen Forschungs- und Lehrauftrags als Leiter des
Hydromechanik-Labors an der TU München entwickelt wurde.
A
KA Korrespondenz Abwasser, Abfall · 2015 (62) · Nr. 3
Servicepaket
für DWA-Mitglieder
für alle Mitglieder
kostenlos
eine der beiden monatlich erscheinenden
Verbandszeitschriften
- KA – Korrespondenz Abwasser, Abfall
inkl. der Beilage KA-Betriebs-Info
oder
- KW – Korrespondenz Wasserwirtschaft
inkl. der Beilage gewässer-info
Zusätzliche Exemplare oder die zweite Verbands­
zeitschrift zur Ergänzung gibt es – zu günstigen
Konditionen – nur für Mitglieder
DWA-Branchenführer Wasserwirtschaft,
Abwasser, Abfall
DWA-Infostelle zu Fragen im Bereich Abwasser- und
Abfallwesen sowie Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Rechtsauskunft, Literaturrecherche
Rechtsauskunft
Mitgliederbereich im Internet
- KA oder KW online lesen
- KA oder KW im iPad®-Abo lesen
- Literaturdatenbank
- Fachwörterbücher in vielen Sprachen
- Mitgliederverzeichnis
- Arbeitsberichte und Fachinfos
zusätzlich für fördernde Mitglieder
kostenlos
Erlaubnis zur Nutzung des Logos "DWA-Mitglied"
auf Geschäftspapieren
ermäßigt
20 % Ermäßigung beim Erwerb vieler
DWA-Publikationen und beim Regelwerks-Download
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
für alle Mitarbeiter
Teilnahme an den DWA-Erfahrungsaustauschen
für Kommunen oder Ingenieurbüros
50 % Ermäßigung auf den Mitgliedsbeitrag
für Anmeldungen von Niederlassungen,
wenn der Hauptsitz bereits Mitglied ist
Günstige Konditionen für eine Umwelt-Strafrechts­-schutzversicherung für Kommunen, Kreisverwaltungen und Abwasserzweckverbände
DWA-Jahrbuch (auf Anforderung)
ermäßigt
Hydrologie und Wasserbewirtschaftung
(Zeitschrift)
DIN EN Normen Abwasser
Weitere Informationen zu einer
Mitgliedschaft finden Sie unter
http://de.dwa.de/mitglied-werden.html
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.
Theodor-Heuss-Allee 17 . 53773 Hennef . Deutschland
Tel.: +49 2242 872-123/ -140 . Fax: +49 2242 872-200
E-Mail: mitgliederbetreuung@dwa.de . Internet: www.dwa.de
2015
Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
der DWA und der European Water Association (EWA),
des BWK und der DACH-Kooperationspartner
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