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Heute am Himmel: Dienstag, 24. Februar 2015

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astronomie.info - Am Himmel
http://news.astronomie.info/
Heute am Himmel: Montag, 2. März 2015
Der helle "Abendstern" ist der Planet Venus. Der Mond läuft auf Jupiter zu. Ganymed
vor der Jupiterscheibe. Gegenseitige auffällige Bedeckungen von Jupitermonden.
Relativ einfache Beobachtung von geostationären Satelliten.
Der Goldene Henkel oben am Mondterminator war am Sonntagmorgen
um 1:30 Uhr deutlich zu erkennen. Foto von Eva-Maria Zschorn,
Dresden.
Planeten
Venus fällt unmittelbar bei Sonnenuntergang auf und ist für rund drei Stunden am
Abendhimmel zu bewundern. Mit zunehmender Dämmerung strahlt der Planet scheinbar
immer heller. Unser innerer Nachbarplanet dominiert den Abendhimmel bis 20¾ Uhr, wo
er im Westen untergeht. Venus (-4.0 Grössenklassen hell) hält sich im Sternbild Fische
auf. Die Venusscheibe ist zu 86% beleuchtet und ihr Durchmesser beträgt 12".
Mars ist am frühen Abend noch für zwei Stunden rechts unterhalb der viel helleren Venus zu
sehen. Er ist 1.3 Grösse hell und weist noch einen Winkelabstand von der Sonne von
26° auf.
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Nach dem engen Treffen im Februar zieht Venus dem Mars am Abendhimmel
davon. Die Positionen von heute Abend sind zum Zeitpunkt der nautischen
Abenddämmerung verbunden (Sonne 12° unter Horizont).
Jupiter. Der Gasriese Jupiter kann am frühen Abend mit dem Teleskop anvisiert werden. Er
kulminiert um 22¾ Uhr in 57° Höhe und geht morgen Dienstag um 6¼ Uhr im
Westnordwesten unter. Jupiter (im Sternbild Krebs) weist eine Helligkeit von -2.5 Grösse
auf. Um 22 Uhr, Reihenfolge der Jupitermonde: Europa-(GanymedJupiter)-Io-Callisto. Die Objekte innerhalb Klammern stehen besonders nahe
beisammen. Morgen um 6 Uhr: Europa-(Jupiter-Io)-Ganymed-Callisto. Teleskope zeigen
auf der Jupiterscheibe Wolkenbänder. Ebenso ist manchmal die bekannteste der
Wolkenformationen zu erkennen, der Grosse Rote Fleck. Die Elongation von Jupiter
beträgt 153°.
Durch ein Teleskop lassen sich die Licht- und Schattenspiele des Jupitermondes
Ganymed beobachten. Um 23:46 Uhr beginnt Ganymed direkt vor der Jupiterscheibe
durchzulaufen. Um 2:05 Uhr betritt sein Schatten die Planetenscheibe. Er beendet um
3:22 Uhr den Durchgang vor Jupiter. Um 5:44 Uhr verlässt sein kleiner Schatten Jupiter.
Die Erde liegt nur wenig von der Äquatorebene des Gasplaneten Jupiter entfernt. Weil
die Jupitermonde in dieser Ebene um Jupiter kreisen, kommt es zu gegenseitigen
Bedeckungen der Monde, wie beispielsweise diese Nacht. Der Jupiter-Mond Ganymed
bedeckt dabei den Mond Europa teilweise. Die Bedeckung dauert 294 Sekunden. Bei
Mitte dieses Ereignisses um 19:45 Uhr wird die kombinierte Helligkeit der beiden Monde
mit 0.3 Grösse fast unmessbar kleiner sein. Die beiden Monde verschmelzen scheinbar
2.2 Jupiter-Radien von der Planetenscheibe entfernt. Das Schauspiel kann durch ein
Teleskop beobachtet werden. Die vorgängige langsame Annäherung der Monde ist auch
mit einem Fernglas zu verfolgen.
Das folgende Ereignis führt zu starkem, auffälligen Helligkeitsverlust: Nach der teilweisen
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Bedeckung von Europa durch Ganymed, bedeckt auch der Schatten des Jupiter-Mondes
Ganymed den Mond Europa teilweise. Die Verfinsterung dauert 8 Minuten. Die Helligkeit
von Europa wird bis zur Finsternismitte um 21:25 Uhr 1.6 Grössenklasse markant
reduziert sein, was auch im Fernglas bemerkt werden kann.
Und noch ein Ereignis: Der Jupiter-Mond Ganymed bedeckt auch noch den Mond Io total. Die Bedeckung dauert 6 Minuten. Bei Mitte dieses Ereignisses am Dienstag um
5:08 Uhr wird die kombinierte Helligkeit der beiden Monde mit 0.6 Grösse geringfügig
kleiner sein. Die beiden Monde verschmelzen scheinbar 1 Jupiter-Radien von der
Planetenscheibe entfernt - also recht nahe am hellen Jupiter.
Saturn verfrüht seinen Aufgang im Ostsüdosten auf morgen Dienstag um 1½ Uhr. Der
Ringplanet (0.5 Grösse) kann morgens im Sternbild Skorpion gefunden werden. Die
Saturnringe erscheinen durch ein Teleskop weit geöffnet (Erhebung 25°).
Dämmerungszeiten, Horizonthöhen vom Mond, der Planeten und des Kometen
C/2014 Q2 in der Nacht vom Montag auf den Dienstag. Der Komet C/2014 Q2 ist
zwar etwa 6½. Grösse hell, aber heute nicht einfach zu beobachten. Beobachtung
lichtschwacher Objekte führt man am besten zu den mit dem am oberen Bildrand
mittels blauem Balken markierten Zeitintervall durch.
Mond
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Mond hinter Windrad in Zerbst/Anhalt: Die Aufnahme vom Abend des 28. Februar
zeigt ganz links den Jupiter und links oberhalb der Gondel des Windrades Castor
und Pollux aus den Zwillingen. Rechts is Orion zu sehen. Bis Sonntagabend hat
sich der Mond dem Jupiter weiter genähert, wie dies auf dem untenstehenden Foto
erkennbar ist. Aufnahme von Axel Krötzsch. Daten: Canon 600D; 13 Sekunden
belichtet, Brennweite 29mm, Blende 4, ISO 400.
Der zunehmende Mond ist um 22½ Uhr 53° hoch im Süden zu sehen. Er befindet sich im Sternbild
Krebs und verschwindet morgen Dienstag um 5¾ Uhr im Westnordwesten von der Himmelsbühne.
Der Mond ist zu 93% beleuchtet.
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Mondhalo mit Jupiter über dem sog. Brautlachenberg,
Niederbayern. In der Nacht auf Dienstag holt der Mond
den Jupiter ein und nähert sich bis auf 6°. Fotografiert
am 1. März 2015 von Werner Priller.
Der Mond läuft bis zum Morgen (3. März) am Planeten Jupiter (-2.5 Grösse) vorbei. Die nächste
Annäherung findet um 5½ Uhr statt. Der Abstand zwischen den Gestirnen beträgt dann 6°. Die
Himmelsobjekte stehen zu dieser Zeit 6° über Horizont. Himmelsanblick um 5½ Uhr nach Westen.
Morgen Dienstag um 4:36 Uhr bedeckt der zunehmende Mond den Stern Acubens (α Cancri).
Wenn der Stern von 4.3 Grösse am dunklen Mondrand verschwindet, steht er rund 9° über
Horizont. Das Ende der Sternbedeckung lässt sich nicht beobachten. Für das Mitverfolgen dieses
Schauspiels sollte mindestens ein Fernglas verwendet werden. Die angegebenen Zeiten beziehen
sich auf einen Ort etwas nördlich von Würzburg. Sie können für andere Orte im deutschsprachigen
Raum um bis zu 30 Minuten variieren. Genaue Kontaktzeiten finden Sie hier.
Sonne
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Sonnenuntergang am 2. März
Sonnenaufgang am 3. März
Sonnenauf- und -untergangszeiten für den deutschsprachigen Raum können aus
den Graphen abgeleitet werden: Die regenbogenfarbigen Linien verbinden die
geografischen Orte mit gleichzeitigem Sonnenauf-, bzw. Untergang.
Die Sonnenfleckenrelativzahl ist 66, entsprechend einer
niedrigen Aktivität. Diese Zahl ist ein Mass für die
Sonnenaktivität. Sie ist definiert als 10 x Anzahl der
Fleckengruppen (4) + Anzahl aller Sonnenflecken innerhalb
der Gruppen (26). Bitte beachten Sie, dass für die sichere
Beobachtung der Sonnenflecken eine Spezialausrüstung
erforderlich ist.
Geostationäre Satelliten
Aktuelle Ansicht der Sonne
Beste Tage: Die Beobachtung von geostationären Satelliten ist heute relativ einfach möglich.
Geostationäre (TV-)Satelliten erscheinen uns üblicherweise nicht viel heller als Pluto. Einige dieser
weit entfernten Satelliten können heute Nacht aber für wenige Minuten so hell werden, dass sie
sogar gerade noch von blossem Auge zu sehen sind. Für die Suche ist ein Fernrohr und etwas
Geduld empfehlenswert. Dabei wird ein Sternenfeld beobachtet, in dessen Richtung die
geostationären Satelliten in den Erdschatten verschwinden. Die Satelliten - rund alle 5 Minuten
einer oder auch in Gruppen - ziehen langsam durch dieses Sternenfeld, hellen auf und
verschwinden im Erdschatten. Details und Koordinaten für diese Flares von geostationären
Satelliten.
Sternkarte
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Sternkarte für heute Abend gezeichnet für Süddeutschland, Schweiz und
Österreich.
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Sternkarte für morgen früh um 6 Uhr.
Ereignisse am Himmel für die folgenden 24 Stunden von astronomie.info/CalSky.com. Zeiten in
offiziell gültiger Zeitzone für D, A und CH für einen Ort nördlich von Würzburg (50° Nord, 10° Ost).
Stundenbruchteile weisen auf stark ortsabhängige Zeiten hin. (astro!nfo/CalSky.com), 2.3.2015
Copyright © 2015, alle Rechte vorbehalten. Der gesamte Inhalt darf
ohne vorherige Zustimmung nicht reproduziert werden. Impressum.
www.astronomie.info URL: http://www.astronomie.info/hah Version: 02.03.2015 07:00 Uhr
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