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Lüneburger rasen zum Doppelsieg

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Montag, 23. Februar 2015 · Nr. 45
Mit Blaulicht durchs Studium
Berufs-Informations-Börse lockt mehr als 600 Schüler ins Lüneburger Johanneum
rast Lüneburg. Was sie später
mal beruflich machen will, weiß
Isabell Berndt noch nicht. Eine
Option für die 15-jährige Schülerin des Bernhard-RiemannGymnasiums in Scharnebeck
ist aber die Polizei: „Das ist ein
interessanter Beruf, da gibt es
verschiedene Bereiche, in denen man viel mit Menschen zu
tun hat.“ Wie ihre Freundinnen
Jennifer Kupsch (15) und Anna
Habig (14), die in die 10. Klasse des Lüneburger Johanneums
gehen, sieht sich Isabell Berndt
beruflich gesehen noch „orientierungslos“. Deshalb informierte sie sich wie mehr als 600
andere Schüler am Sonnabend
bei der Berufs-InformationsBörse im Johanneum.
60 Aussteller aus
Norddeutschland
Organisiert hatten die Messe, bei der rund 60 Aussteller
von Universitäten, Fachhochschulen und Unternehmen um
Nachwuchs warben, bereits
zum neunten Mal Eltern von
Schülern unter Leitung von
Claudia Bitti. Konzipiert war
die Börse erneut für Schüler ab
der 9. Klasse – vor allem von
Gymnasien, aber auch von anderen Schulformen. „Eine tolle
Sache“, fanden beispielsweise
Jennifer, Isabell und Anna, die
sich von den Polizisten Arne
Schmidt und Holger Fagien
unter dem Motto „Mit Blaulicht durchs Studium“ über die
Karrierechancen bei der niedersächsischen Polizei informieren
ließen. Sie erfuhren, dass die
Polizei ein duales Studium mit
Fast wie im Modehaus: Jennifer, Isabell und Anna (v.l.) lassen sich von Holger Fagien (l.) und Arne Florian Grassegger (l.) erklärt Jacob Lamprecht (13) und seiner Mutter Dörte die FunkSchmidt polizeilich einkleiden.
Fotos: be tionsweise eines 3-D-Druckers.
den Schwerpunkten Verwaltung und Wirtschaft anbietet,
das in zwei Jahren an einer
Fachhochschule zu absolvieren
ist. Holger Fagien: „Da gibt es
die Zugangsberechtigung für
das dreijährige Studium. Niedersachsen stellt nur noch für
den gehobenen Dienst ein. Wir
brauchen Beamte, die schnell
und flexibel reagieren können.
Nach dem Studium werden
die Interessenten gleich Kommissar.“ Auf ganz besondere
Art machte sein Kollege Arne
Schmidt den Mädchen den
Polizeiberuf mit Blick auf einen gerade äußerst erfolgreich
angelaufenen Hollywood-Film
schmackhaft:
„Handschellen
sind im Moment total angesagt.“
Jacob Lamprecht ist 13 Jahre
alt, geht in die 8. Klasse des Jo-
hanneums und hat bereits ungefähre Vorstellungen, was er mal
beruflich machen will: „Entweder werde ich Lehrer, oder ich
mache was mit Chemie oder
Technik.“ Der Lehrer-Wunsch
hat seinen Grund: „Um es besser zu machen als meine Lehrer.“ Doch die Technik dürfte es
ihm nun angetan haben, nachdem er sich am Stand der Ostfalia Hochschule für angewandte
Lucia Linhsen (l.), Auszubildende beim Lüneburger IndustrieelektronikSpezialisten Sieb & Meyer, zeigt Paula Steinhauer (18), wie man richtig
lötet.
Wissenschaft genau ansah, wie
ein 3-D-Drucker funktioniert.
Begleitet wurde er von seiner
Mutter Dörte – und er war nicht
der Einzige, der in Begleitung
kam, Mitorganisatorin Claudia
Bitti: „Die Börse wird immer
mehr von Schülern genutzt, die
mit ihren Eltern kommen.“
Einen konkreten Berufswunsch hat Justus Etfleisch
noch nicht, der in die 12. Jahrgangsstufe der Herderschule
geht: „Ein Studium im naturwissenschaftlichen Bereich aber
reizt mich“, sagt der 17-Jährige,
der davor aber noch einen freiwilligen Dienst in Neuseeland,
Australien oder Großbritannien
absolvieren will. Er könne sich
aber auch etwas im technischen
Bereich vorstellen, nachdem
er sich von Ausbilder Alexander Neubauer vom Lüneburger
Lüneburger rasen zum Doppelsieg
Gleich zwei Teams aus der Hansestadt gewinnen die Landesmeisterschaft der Mini-Formel 1 in Wolfsburg
rast Lüneburg. „Zusammen
schaffen wir das.“ Das Motto
hatte der Rennstall Lusio vor
der Landesmeisterschaft der
Mini-Formel 1 in Wolfsburg
ausgegeben – und steuerte damit auf Erfolgskurs. Lenny,
Hanno, Clemens und Jan vom
Gymnasium Oedeme holten
sich am Sonnabend erstmals
den Titel „Formel 1 in der Schule“ in ihrer Altersklasse. Und
auch das „Senior-Team“ Dark
Chance aus Oedeme holte sich
den Lorbeer-Kranz, wurde wie
bereits 2014 Erster.
Die kleinen Flitzer sind
kaum größer als ein iPhone,
kommen aber mit der Gaspatrone im Heck auf mehr als 80
Stundenkilometer, der kleine
Flitzer aus dem Rennstall Lusio
bringt es sogar auf 100 km/h.
Seit Monaten halten die MiniRennautos 84 Schüler aus ganz
Niedersachsen und Bremen in
Atem. Für den Nordmetall-Cup
haben sie konstruiert, gerechnet, gefräst und dem großen
Finale entgegengefiebert: In der
Wolfsburger Autostadt wurde
am Sonnabend die Landesmeisterschaft der „Formel 1 in der
Schule“ ausgetragen. Das Team
Dark Chance des Gymnasiums
Oedeme aus Lüneburg fuhr auf
Sie haben alles richtig gemacht: Jan, Hanno, Lenny und Clemens holten
sich mit ihrem 100 km/h schnellen Mini-Flitzer den niedersächsischen Titel in der Juniorenklasse (11 bis 14 Jahre).
Foto: t&w
Platz 1 aus Niedersachsen bei
den über 14-Jährigen. Die zweite Mannschaft der Lüneburger
Schule war ebenso erfolgreich:
Das Team Lusio wurde niedersächsischer Sieger der Juniorenklasse (11 bis 14).
Mit dem Wettbewerb bringt
die Nordmetall-Stiftung seit sieben Jahren die Themen Technik
und Wirtschaft als spannendes Projekt in die Schule. Der
Nordmetall-Cup ist Teil einer
weltweiten Meisterschaft, für
die Schüler ein handflächengroßes Formel-1-Auto am Computer konstruieren, dann aus einem Holzblock fräsen und im
Wettkampf auf die Rennstrecke
schicken. Seit Herbst 2014 haben sich Schüler zwischen 11
und 19 Jahren aus ganz Norddeutschland auf ihr jeweiliges
Landesfinale vorbereitet. Es
gewinnt aber nicht einfach der
schnellste Wagen, sondern die
beste Gesamtleistung. Dazu gehören auch das Marketingkonzept und die Präsentation vor
einer Fachjury.
In Niedersachsen und Bremen haben es dieses Jahr 22
Schülerteams aus elf Schulen
bis ins Finale geschafft – mehr
Schulen denn je und ein Mädchenanteil von knapp zwölf
Prozent. Bei den Ü14-Teams
ging Platz 2 an das Gasoline Racing Team von der Schillerschule Hannover. Den dritten Platz
erreichte das Team Highlander
der Oberschule am Falkenweg
aus Sande. Bei den Junioren
ging Silber an das Team Green
Lion und Bronze an Light
Night Storm, beide Ökumenischen Gymnasium zu Bremen
Zur Deutschen Meisterschaft
von „Formel 1 in der Schule“
am 9. Mai fährt jeweils der Landessieger in der Klasse Ü14 und
der Junioren-Klasse.
Lasertechnik-Spezialisten LAP
über das per Laser berührungsfreie Messen informieren ließ,
das beispielsweise in der Luftfahrtindustrie für Rotorblätter
eingesetzt wird.
Claudia Bitti zieht ein positives Fazit: „Wir hatten 60 Aussteller unter anderem aus Lüneburg, Braunschweig, Emden,
Hannover, Lübeck und Wismar,
inklusive der Vorträge insgesamt 90 Angebote – so viele wie
noch nie. Die Aussteller waren
alle zufrieden und hatten gute
Gespräche. Die Schüler seien
sehr interessiert gewesen und
hätten sehr offen nachgefragt,
zuvor waren sie verhaltener.
Es ist schön zu hören, dass die
Schüler die Berufs-Informations-Börse als wichtig einstufen, denn für sie veranstalten
wir diese Messe.“
Fit für den
Arbeitsmarkt
lz Lüneburg. Die Industrieund Handelskammer (IHK)
Lüneburg-Wolfsburg
informiert Berufstätige aus Handel,
Dienstleistung und Industrie
am Mittwoch, 11. März, von 16
Uhr an über die ganze Bandbreite der Weiterbildungsmöglichkeiten. Am Standort Lüneburg erfahren Interessierte
kostenfrei, welche beruflichen
Bildungswege vorstellbar sind.
Das Angebot reicht von Seminaren über Zertifikatslehrgänge bis hin zu Fortbildungsprüfungen mit IHK-Abschluss.
Weiterbildungsberaterin Esther
Dimitriadis stellt finanzielle
Fördermöglichkeiten vor und
erläutert Möglichkeiten zur Recherche passender Angebote
in den entsprechenden Datenbanken. Anschließend beantwortet sie Fragen der Teilnehmer. Anmeldungen bis 2. März
bei Johanna Worpenberg unter
74 21 54 oder unter www.
ihk-lueneburg.de im Internet.
In die Ausbildung investieren
Georg-Sonnin-Schule erhält 5785-Euro-Spende für überbetriebliche Ausbildung
kre Lüneburg. Es ist ein schönes Erbe, das die Innung für Informationstechnik hinterlässt:
5785,10 Euro übergaben jetzt
der ehemalige Innungsobermeister Heinz Arthur Kleiske
und sein Stellvertreter Rüdiger
Stieler an Hermann Rollwage,
Schulleiter der Georg-SonninSchule (BBS II). Die Innung
war Ende 2014 aufgelöst worden (LZ berichtete). Der Überschuss kommt nun der Ausbildung junger Lehrlinge im
IT-Handwerk zugute.
,,Eine tolle Summe, aber ein
trauriger Anlass“, bedankte
sich Hermann Rollwage für die
Spende, mit der die Ausbildung
der Azubis unterstützt werden
soll. Das ergibt aus Sicht von
Kleiske auch Sinn: ,,Die Informationstechnik, zu der auch
weite Teile der Unterhaltungselektronik gehören, ist eine
schnelllebige Branche, in der
sich in immer kürzer werdenden Abständen immer gravierendere technische Änderungen
vollziehen.“ Stieler findet: ,,Die
Herausforderung besteht darin,
in der Ausbildung mit dieser
Entwicklung Schritt zu halten.“
Finanziert werden soll mit
dem Geld eine internetbasierende und parallel zu anderen
Aktionen laufende Ausbildungsmaßnahme. Der Vorteil:
Es können relativ viele Azubis
über einen langen Zeitraum
gefördert werden. „Schon mit
wenig finanziellem Aufwand
kann Ausbildern, Lehrern und
Lehrlingen die Möglichkeit verschafft werden, sich jederzeit
auf Lernplattformen zu begeben, die multimedial und zum
Teil interaktiv die gerade in der
überbetrieblichen
Lehrlingsunterweisung und der Berufsschule vermittelten Lerninhalte
vertiefen, ergänzend behandeln
oder wiederholen“, erklärt
Kleiske. ,,Das ist effektiver, als
das mühsame Stöbern in Büchern und sonstigen Quellen.“
Neben der dreieinhalbjährigen Ausbildung in Betrieb
und Berufsschule müssen die
angehenden Informationselektroniker mit dem Schwerpunkt
Geräte- und Systemtechniker
sieben überbetriebliche Lehrgänge absolvieren.
Schulleiter Hermann Rollwage (l.) freut sich über die Spende, die ihm
Heinz Arthur Kleiske, Rüdiger Stieler und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Lüneburg, Dr. Rüdiger Jeske (v.l.), überreichen. F: kre
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