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BITKOM-Presseinfo MWC 23 02 2015 final

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Presseinformation
Erstmals mehr Umsatz mit mobilem Internet als mit
Handy-Gesprächen
 Geschäft mit mobilen Datendiensten steigt 2015 in Deutschland
auf 10,3 Milliarden Euro
 Wachstum bei Smartphone- und Tablet-Absatz verlangsamt sich
auf hohem Niveau
 Steiler Anstieg des Datenvolumens in den Mobilfunknetzen
Bundesverband
Informationswirtschaft,
Berlin, 23. Februar 2015
Telekommunikation und
neue Medien e.V.
Das mobile Internet wird Handy-Telefonate in diesem Jahr als wichtigsten
Umsatzbringer im deutschen Mobilfunkmarkt ablösen. So wird der
Umsatz mit mobilen Datendiensten voraussichtlich um 6,3 Prozent auf
10,3 Milliarden Euro ansteigen. Der Umsatz mit Handy-Gesprächen sinkt
dagegen um 8 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Mit mobilen
Datendiensten wird somit erstmals mehr umgesetzt als mit mobilen
Sprachdiensten. Das hat der Digitalverband BITKOM auf Basis aktueller
Berechnungen des European IT Observatory (EITO) heute in Berlin
Albrechtstraße 10
10117 Berlin
Tel.: +49.30.27576-0
Fax: +49.30.27576-400
bitkom@bitkom.org
www.bitkom.org
Ansprechpartner
Angelika Pentsi
Pressesprecherin
bekanntgegeben. „Wir erleben in diesem Jahr eine bedeutende
Tel.: +49.30.27576-111
Umwälzung auf dem Mobilfunkmarkt“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied
a.pentsi@bitkom.org
Jens Schulte-Bockum. „Das mobile Internet ist zur treibenden Marktkraft
Nick Kriegeskotte
geworden.“ Befördert wird der Boom der mobilen Datendienste vor allem
Bereichsleiter
durch die Verbreitung von Smartphones und Tablets. Schnelle
Telekommunikations- und
Medienpolitik
Übertragungsstandards wie LTE, soziale Netzwerke und Apps sowie die
Tel.: +49.30.27576-224
Digitalisierung der Industrie verstärken die Entwicklung. Gleichzeitig
n.kriegeskotte@bitkom.org
werden Handy-Gespräche durch Flatrates immer günstiger. Das führt zu
Dr. Axel Pols
Verschiebungen im Mobilfunkgeschäft. Das Umsatzplus bei den mobilen
Chefvolkswirt
Datendiensten in Höhe von 600 Millionen Euro kompensiert allerdings
Tel.: +40.30.27576-120
nicht die Verluste bei den mobilen Sprachdiensten in Höhe von 900
Millionen Euro. Schulte-Bockum: „Die Anbieter stehen unter enormem
Wettbewerbs- und Preisdruck.“
Der Absatzanstieg bei Smartphones und Tablets schwächt sich 2015
nach zuletzt teils zweistelligen Wachstumsraten ab. Den Prognosen
a.pols@bitkom.org
Präsident
Prof. Dieter Kempf
Hauptgeschäftsführer
Dr. Bernhard Rohleder
Presseinformation
Erstmals mehr Umsatz mit mobilem Internet als mit Handy-Gesprächen
Seite 2
zufolge werden in diesem Jahr 24,6 Millionen Smartphones in
Deutschland verkauft. Das ist ein Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Der Smartphone-Umsatz fällt um 1,2 Prozent auf 8,2 Milliarden
Euro. Bei Tablet-Computern legen die Verkäufe um 4,6 Prozent auf 9,1
Millionen Stück zu. Der Umsatz steigt um 3,6 Prozent auf 2,6 Milliarden
Euro. „Smartphones und Tablets haben sich bei den Verbrauchern
durchgesetzt und der Absatz wächst auf dem erreichten hohen Niveau
weiter“, sagte Schulte-Bockum. Neue Smartphones, Tablets und
Mobilfunklösungen werden ab dem 2. März auf dem Mobile World
Congress in Barcelona vorgestellt.
Als Folge der verstärkten mobilen Internetnutzung steigen auch die
Datenmengen in den deutschen Mobilfunknetzen steil an – von rund 370
auf voraussichtlich 480 Millionen Gigabyte. Damit wachsen auch die
Anforderungen an die Infrastruktur. „Wir begrüßen sehr, dass das
Bundeskabinett vor kurzem den Weg für die Versteigerung der 700Megahertz-Frequenzen geebnet hat“, sagte Schulte-Bockum. Jetzt sei es
wichtig, dass diese Frequenzen schnell freigemacht werden, damit die
Verbraucher auch in dünn besiedelten Regionen möglichst bald von einer
Mobilfunkabdeckung mit 50 Megabit pro Sekunde und mehr profitieren.
Angesichts der hohen Dynamik im Markt seien zudem weitere
Anstrengungen für den mobilen Breitband-Ausbau nötig. „Damit dürfen
die Netzbetreiber, die schon viele Milliarden Euro in die Netze gesteckt
haben, nicht allein gelassen werden.“
Der Erfolg der digitalen Wirtschaft wird laut BITKOM entscheidend davon
abhängen, wie gut bestimmte Übertragungsqualitäten abgesichert werden
können. Viele neue Dienste wie zum Beispiel im Umfeld von Industrie 4.0
benötigen nicht besonders hohe Bandbreiten, sondern geringe
Latenzzeiten und gesicherte Verbindungsqualitäten. Deshalb müsse ein
differenziertes Netzmanagement möglich sein. Schulte-Bockum:
„Netzbetreiber müssen Qualitätsdienste mit garantierten
Leistungsmerkmalen anbieten dürfen.“
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Erstmals mehr Umsatz mit mobilem Internet als mit Handy-Gesprächen
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Hinweis zur Methodik: Den Marktprognosen liegen Untersuchungen des European
Information Technology Observatory (EITO) zugrunde. EITO liefert aktuelle Daten zu den
weltweiten Märkten der Informationstechnologie, Telekommunikation und
Unterhaltungselektronik. EITO (www.eito.com) ist ein Projekt der Bitkom Research GmbH in
Zusammenarbeit mit den Marktforschungsinstituten IDC und GfK.
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400
Direktmitglieder. Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140
Milliarden Euro und stehen für Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern
zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200 Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie
bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen
Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen Medien oder der
Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 76 Prozent der
Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, 10 Prozent kommen aus Europa, 9
Prozent aus den USA und 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich
insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des
Bildungssystems und eine zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
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