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BAU 2015 - Bauindustrieverband Berlin

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www.bauindustrie-bb.de
März
3/2015
Fahrzeuge
Baustoffe
Baumaschinen
Offizielles Organ des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
Kommentar
WOHNUNGSBAU
Mehr W ohnraum in Berlin zu angemessenen Preisen
Berlin wächst. Nach Jahren einer
moderaten Einwohnerentwicklung
erlebt die Hauptstadt aktuell einen
Wachstumsschub. In den letzten
vier Jahren sind 170.000 neue Bewohnerinnen und Bewohner nach
Berlin gezogen. Das freut mich,
denn 120.000 Arbeitsplätze sind
entstanden, wir sind attraktiv für
Zuwanderung aus dem In- und
Ausland, die Lebenserwartung
steigt und es werden immer mehr
Kinder in unserer Stadt geboren.
Bis 2030 rechnen wir mit einem
Zuwachs von mindestens 250.000
Menschen. Das entspricht der
Größe eines zusätzlichen Berliner
Stadtbezirks.
Dieses Wachstum der Bevölkerung
hat zu einem angespannten Wohnungsmarkt geführt. Der Wohnungsleerstand ist Geschichte, die Mietund Kaufpreise steigen rasant. Um die
große Wohnungsnachfrage zu befriedigen, müssen in den nächsten zehn
Jahren über 100.000 neue Wohnungen entstehen. Unsere Aufgabe ist es
also, den Wohnungsneubau in erheblichem Maße zu steigern und auch zu
fördern. Um dies zu erreichen muß es
möglich sein, zügig Baurecht zu
schaffen. Gleichzeitig müssen wir die
Grundlagen für die soziale und technische Infrastruktur in den Wohnquartieren legen. Kinder brauchen Kitas
und Schulen, Anwohnerinnen und Anwohner eine gute Anbindung an den
öffentlichen Nahverkehr. Das sind
große Herausforderungen an die
wachsende Stadt.
Der Wohnungsneubau erfordert eine starke Allianz aller Akteure. Wir haben bereits wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Im Rahmen des
Bündnisses mit den Berliner Bezirken
sorgen wir mit zusätzlichem Personal
beim Senat und den Stadtentwicklungsämtern in den Bezirken dafür,
daß Planungs- und Genehmigungsverfahren zügig durchgeführt werden.
Mit den wohnungs- und bauwirtschaftlichen Verbänden haben wir ein
Bündnis geschlossen und Neubauzahlen und Anteile für preisgünstigen
Wohnraum bei größeren Projekten
vereinbart. Besondere Partner bei der
Wohnraumversorgung von Haushalten
mit mittleren und geringen Einkommen sind natürlich die städtischen
Wohnungsbaugesellschaften. Mit ihnen haben wir eine offensive Strategie
zur Bestandserweiterung vereinbart.
Darüber hinaus unterstützen wir mit
unserer Wohnungsbauförderung die
privaten und städtischen Wohnungsbauunternehmen beim Neubau von
mietpreisgebundenen Wohnungen.
Mit dem Berliner »Modell der kooperativen Baulandentwicklung« geben wir einen klaren Orientierungsrahmen, in welchem Umfang die
jeweiligen Vorhabenträger an den Folgekosten ihrer Projekte – wie zum Beispiel dem notwendigen Neubau von
Kitas und Schulen – beteiligt werden
und wie hoch der Anteil preisgünstiger Wohnungen in dem Gesamtprojekt zu sein hat. Damit stellen wir die
Praxis beim Abschluß städtebaulicher
Verträge für Wohnungsneubauvorhaben auf eine berlinweit einheitliche
Basis und schaffen Verfahrenssicherheit bei den Bauherren und den beteiligten Verwaltungen. Dies schafft
Transparenz und beschleunigt die Verfahren. Mit Blick auf die Bevölkerungsprognose ist schnelles Entscheiden, Planen und Bauen dringend notwendig. Flächen für Wohnungsneubau
gibt es in der Stadt genug. Größere
Potentiale für den Wohnungsneubau
sehe ich auf ehemaligen Militär-, Verkehrs-, Industrie- und Gewerbeflächen.
Andreas Geisel
Senator für Stadtentwicklung und
Umwelt, Berlin
Neben der Nachverdichtung im Bestand müssen auch neue Bauflächen
im Rahmen des Flächennutzungsplans erschlossen werden.
Wir arbeiten permanent an einer
weitreichenden Strategie, um bezahlbaren Wohnraum in unserer Stadt sowohl quantitativ als auch qualitativ zu
verbessern. Wohnungsneubau und die
Mietensicherung im Bestand sind
dabei zwei Seiten ein und derselben
Medaille. Berlin ist eine Mieterstadt.
Um die Rechte der Mieterinnen und
Mieter zu stärken, haben wir die Kappungsgrenzenverordnung und das
Zweckentfremdungsverbotsgesetz
eingeführt. Wir haben zudem den
Kündigungsschutz bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen ausgeweitet. Wir müssen der steigenden Nachfrage nach Wohnungen,
die auch die Mieten immer stärker unter Druck setzt, mit einer aktiven Mietenpolitik begegnen. Berlin muß bezahlbar bleiben für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Nur
ein Wohnungsmarkt, der eine ausreichende Zahl von Wohnungen für alle
Bevölkerungsgruppen bereithält, ist
sozial und sichert die Vielfalt in unserer Stadt.
Andreas Geisel
Bergtour der Superlative
Unimog 1300 L als fahrendes Zuhause.
Seit Mai 2013 ist ein Mercedes-Benz Unimog 435 des Typs
1300 L die »Honeymoon Suite« von Jennifer (37) und Peter
Glas (42) unterwegs. In ihrem fast 29 Jahre alten Unimog sind
sie vor mehr als eineinhalb Jahren losgezogen, um die Welt zu
entdecken.
Bitte lesen Sie dazu
den Bericht auf den
Seiten 5 und 6.
März 2015
3
Inhalt
DGFM
Fa h r z e u g e
GERÄTETRÄGER
Durch den Himalaya
5
MERLO
Wohnungsbau aber wieviel und wie?
14
DÖRKEN
RÜCKFAHRKAMERASYSTEME
Abgestimmt auf den Einsatzzweck 19
BA U 2 0 1 5
BOSCH POWER TOOLS
Trend Zweit-Merlo
Neue Maßstäbe
15
KNEER SÜDFENSTER
21
F o r s c h u n g s p ro j e k t
WDVS
Rückbau, Recycling und Verwertung 22
Auszeichnungen
Kompakt und kraftvoll auf dem Dach 7
FÖRDERPREIS
STOCRETEC
Festliche Veranstaltung
Komfort und Sicherheit
16
24
E DV
BAUSOFTWARE
Pro j e k t e
BIM im Tiefbau
25
SPEZIALTIEFBAU
Bauindustrie
BAUKONJUNKTUR
Rein muß er sein
8
Dezember 2014
DR. HAHN
Anker-Schraube
WIRTSCHAFT
10
Wir wollen die Spiele!
NEMETSCHEK BAUSOFTWARE
Aufmaß und Abrechnung
11
CAPAROL
Natürlich dämmen mit Hanf
12
Caparol und Forbo auf den Messen
»Zukunft Lenensräume« und »Lebensräume für Wohnen im Alter«
13
27
BAUWIRTSCHAFT
Umfahrung Schwarzkopftunnel
18
German Design Award 2015
März 2015
Kurznachrichten
28
RECHT
Intermat 2015
KLEEMANN
4
26
20
Folgen von Kalkulationsfehlern
29
Wer bietet was/Impressum
30
Offizielles Organ des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
Fahrzeuge
GERÄTETRÄGER
Mit dem Unimog dur ch den Himalay a
Bergtour der Superlative: Unimog 1300 L als fahrendes Zuhause.
• Basis ist ein Unimog 1300 L mit
seiner überragenden Geländetauglichkeit.
• Seit 21 Monaten und bisher
mehr als 30.000 km unterwegs
in der Welt – auf unbestimmte
Zeit.
Seit Mai 2013 ist ein MercedesBenz Unimog 435 des Typs 1300 L
die »Honeymoon Suite« von Jennifer
(37) und Peter Glas (42) unterwegs. In
ihrem fast 29 Jahre alten Unimog sind
sie vor mehr als eineinhalb Jahren losgezogen, um die Welt zu entdecken.
Ausreichend Bodenfreiheit,
Traktion und Leistungsreserven
Auf ihrer Fahrt zum und durch den
indischen Subkontinent und Nepal
durften sie in den letzten zwölf Monaten spektakuläre Abenteuer erleben. Dennoch warteten die bisher
größten Herausforderungen erst im
Nordwesten Indiens auf sie. Die Zufahrtswege zum Indischen Himalaya
sind nur in den Sommermonaten
geöffnet. Wenige der 4000er- und keiner der 5000er Pässe ist von November bis Mai passierbar. Es wundert
Neugierige Schulkinder in Kaza, wo Jennifer und Peter für einige Zeit in einer
Schule tätig waren.
nicht, daß die Regionen Ladakh, Spiti
und Kinnaur oft auch als »Little Tibet«
bezeichnet werden. Das schroffe
Hochgebirge, überraschender Schneefall und Erdrut sche machen die
Straßen in diesem Teil der Welt zu Off-
road-Pisten vom Feinsten. Vorausgesetzt, man ist mit einem Fahrzeug unterwegs, das ausreichend Bodenfreiheit, Traktion und vor allem Leistungsreserven – auch in Höhen von 5.400 m
- hat.
Offroad-Freude in einer Sandwüste bei Leh in Ladakh.
März 2015
5
Fahrzeuge
Kategorie »Sonderfahrzeuge« gekürt
wurde, überrascht nicht. Die beiden
Weltreisenden können sich dieser
Wahl nur anschließen und sind sehr
dankbar, daß sie den berüchtigten
Leh-Manali-Highway und die sehr anspruchsvolle Fahrt durch das Spiti Valley mit dem für sie zuverlässigsten und
geländegängigsten Gefährt der Welt
meistern durften.
Seine großartige Reise will das
Paar nach Südostasien fortsetzen.
Ein Ende ist immer noch nicht abzusehen. Weitergehende Informationen und Reisegeschichten können unter www.glaarkshouse.com
sowie auf Facebook unter »Glaarkshouse« verfolgt werden.
Abenteuerliche Fahrt durch
das Spiti Valley in Himachal Pradesh.
Höchste befahrbare Straße
der Welt
»Wir sind vielleicht nicht die Schnellsten mit unserem 7-Tonnen-Zuhause,
aber wir kommen überall hin und vor
allem über jeden Paß!« Und so bezwangen Jennifer und Peter in ihrem
Unimog gleich mehrere Superlative:
Die höchste befahrbare Straße der
Welt, den zweit- und den dritthöchsten Paß der Welt und die vielleicht
schlechteste Straße der Welt – aber
Letzteres ist nur eine ganz subjektive
Vermutung.
Daimler Presseabteilung
Nutzfahrzeuge
Jennifer und Peter vor ihrem
Glaarkshouse in Südindien.
Bester Geländewagen
des Jahres 2014
Daß der Unimog von den Lesern der
Fachzeitschrift »Off Road« zum besten
Geländewagen des Jahres 2014 in der
Off Road Award »Geländewagen des Jahres 2014« für Mercedes-Benz Unimog.
Fotos: Daimler
Rechtes Foto, v.l.n.r.: David Böhler (Produktmanagement Unimog) und Achim Vogt
(Leiter Entwicklung Unimog hochgeländegängig und Fahrerhaus) bei der Preisverleihung.
6
März 2015
BAU 2015
BOSCH POWER TOOLS
K ompakt und kr aftv oll auf dem Dach
Die 18 Volt-Akku-Stichsäge von Bosch für Profis.
Anpaßarbeiten von Dachlatten
oder für das Einbringen von Dämmschichten, Ausschnitte für Fenster,
Zuschnitt von Konstruktionshölzern – die vielfältigen Einsatzgebiete von Stichsägen im Dachbau
stellen Handwerker vor besondere
Herausforderungen, denn sie finden direkt auf dem Dach oder auf
dem Gerüst statt.
Die GST 18 V-LI S Professional
mit Stabgriff
Die Stabgriff-Version GST 18 V-LI S
Professional wurde für das Sägen von
unten optimiert und eignet sich zum
Beispiel für das Herstellen von Ausschnitten in Holzwerkstoffen, Dreischichtplatten oder Leimholz. Dabei ist
eine komfortable Handhabung gewährleistet, denn mit nur 282 mm
Länge und 2,4 kg Gewicht ist die GST
18 V-LI S Professional die kompakteste Akku-Stichsäge der 18 Volt-Klasse. Eine Griffmulde am Stabgriff ermöglicht Handwerkern, besonders
nah am Werkstück zu arbeiten, das
Gerät besser zu führen und dadurch
präzise Ergebnisse zu erzielen. Dazu
trägt auch der geringe Griffumfang
Fotos: Bosch
Mit zwei neuen Akku-Stichsägen
der 18 Volt-Klasse ermöglicht Bosch
Dachdeckern, Zimmerern und Holzbauern jetzt kraftvolle, schnelle Schnitte und kabellose Flexibilität zugleich.
Die GST 18 V-LI S Professional ist die
erste 18 Volt-Stichsäge von Bosch mit
Stabgriff, die GST 18 V-LI B Professional die optimierte Bügelgriff-Variante.
bei. Wird das Gerät ausgeschaltet,
bleibt das Sägeblatt dank Schnellstop-Funktion sofort stehen. Dadurch
ist das Werkstück zuverlässig vor Beschädigung durch ungewolltes Nachlaufen geschützt. Die GST 18 V-LI S
Professional ist zudem mit einer zuschaltbaren LED-Leuchte ausgestattet.
Verbesserte Bügelgriff-Stichsäge
GST 18 V-LI B Professional
Mit der Bügelvariante GST 18 V-LI B
Professional ersetzt Bosch die bisherigen Sägen der 14,4 und 18 Volt-Klasse. Sie ist wie die Stabversion besonders kompakt und mit 2,4 kg sehr
leicht. Dank ihrer optimierten Getriebeuntersetzung erreicht die Säge eine
bis zu 30% schnellere Schnittge-
schwindigkeit als das bisherige Modell. Auch die Kapazität der Schnitttiefe wurde gegenüber den Vorgänger-Sägen optimiert. Mit 120 mm ist
sie ebenfalls 30% höher.
Beide Sägen bieten mit ihrem 18
Volt Akku-System mit 4,0 Ah-Akku
schnellen Sägefortschritt bei langer
Laufzeit – unabhängig vom Stromnetz.
Mühelos lassen sich Schnitte selbst in
dickeren oder härteren Materialien
wie Massivholz oder Metall fertigen.
Dank CoolPack-Technik können die
Akkus auch bei intensiven Anwendungen ihre Kapazität voll ausschöpfen, ohne zu überhitzen. Darüber hinaus werden Maschine und Akku
durch die Electronic Motor Protection
(EMP) und Electronic Cell Protection
(ECP) vor Überlastung geschützt und
haben so eine längere Lebensdauer.
Die Batterie-Ladezustandsanzeige
gibt jederzeit Auskunft über die noch
zur Verfügung stehende Energie.
www.bosch-professional.de
März 2015
7
BAU 2015
STOCRETEC
Rein muß er sein
Beschichtungssysteme für Wände, Decken und Böden im Reinraum.
Je sensibler die Fertigungsbereiche in der Industrie, desto höher
sind die Ansprüche an die Beschichtungen für Wände, Decken
und Böden. Ein bayerischer Meßund Prüfgerätehersteller stand genau vor dieser Herausforderung,
ein neues Fertigungsgebäude zu
errichten, welches sogar die hohen Anforderungen an Reinräume
erfüllt.
Eingesetzt wurden spezielle StoCleanroom-Systeme aus Epoxidharz
(StoCretec, Kriftel). Sie reduzieren
Kleinstpartikel in der Raumluft und
beugen somit hohen Ausschußraten
sowie Qualitätseinbußen vor. Die Pro-
Was ist ein Reinraum?
In einem Reinraum wird die Konzentration luftgetragener Teilchen so gering wie nötig gehalten, um schädliche
Auswirkungen auf das Produkt, den
Prozeß oder auch die Ausrüstung zu
vermeiden. Neben der Zuluftqualität
und -einbringung, den Oberflächen
sowie dem Personal haben die im
Raum befindlichen Betriebsmittel wie
Wände, Decken, Türen und Böden
maßgeblich Einfluß auf dessen Reinheit. Ob Betriebsmittel reinraumtauglich sind, wird zum Beispiel durch Parameter wie das Ausgasungsverhalten, die Reinigbarkeit oder die ESDEigenschaften bestimmt. Für den
Reinraum im Neubau des bayerischen
Sorgfältige Reinigung:
Untergrundvorbereitung mit Hochdruckwasserstrahlen.
Industriebetriebes wurden für Wände
und Decken das StoCleanroom Wall/
Ceiling System 1 und für den Boden
das StoCleanroom Floor System 1
(beide StoCretec) verwendet.
Wässrige Beschichtung für Wände
und Decken
Vor dem Auftragen des Cleanroom
Wall/Ceiling Systems 1 mußten Wände
und Decken zuerst mit Hochdruckwasserstrahlen gereinigt werden. Auf
den sauberen Untergrund wurde die
wässrige, emissionsarme Grundierung
StoPox WG 100 aufgebracht und, im
nächsten Schritt, im Beton vorhandene Löcher geschlossen sowie Schalgrate bis 10 mm beigespachtelt (wässriger Epoxidharz-Spachtel StoPox WS
50). Mit dem EP Spachtel StoPox WB
50 konnten anschließend Poren und
Lunker durch eine Kratzspachtelung
sowie eine anschließende vollflächige
Feinspachtelung verschlossen werden. Nach dem Abschleifen von
Spachtelgraten bildete die wässrige
Versiegelung StoPox WL 100 in zwei
Lagen die Schlußschicht. Sie wurde
vom Fraunhofer IPA auf Reinraumtauglichkeit geprüft und ist nachweislich für Reinraumklasse 4 nach DIN
EN ISO 14644-1 geeignet.
Bodenbeschichtung mit
StoPox BB OS
Für die Bodenbeschichtung fiel die
Wahl auf das StoCretec Cleanroom
Floor System 1 bestehend aus den
duktion unter Reinraum-Bedingungen
ist für viele Fertigungsunternehmen
Voraussetzung, um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen und dabei hohe Ausschußraten und Qualitätseinbußen zu vermeiden – so auch
für einen Industriebetrieb im südostbayerischen Raum, welcher spezielle
Meß- und Prüfgeräte entwickelt und
produziert. Zur Erweiterung der Produktionskapazitäten wurde unter genauester Beachtung der festgelegten
Reinraum-Anforderungen ein neues
Fertigungsgebäude mit einer Größe
von rund 33.000 m2 errichtet.
Nach dem Verschluß von Lunker und Poren an Decken und Wänden:
Applizieren der Feinlage mit StoPox WB 50.
8
März 2015
BAU 2015
Rein- und sauberraumtaugliche
Epoxidharzsysteme
In den an den Reinraum angrenzenden Bereichen kamen ESD-Bodenbe-
Fotos: StoCretec
Epoxidharzen StoPox GH 205 und StoPox BB OS. Nach einer sorgfältigen
Untergrundvorbereitung durch Kugelstrahlen erfolgte der Auftrag der
Grundierung StoPox GH 205. Für einen
glatten, ebenen Untergrund sorgte die
Zwischenschicht StoPox GH 205 als
Kratzspachtelung. Das Aufbringen der
Verlaufbeschichtung StoPox BB OS als
letzte Schicht erfolgte mittels Rakel.
Die Epoxidharz Beschichtung StoPox
BB OS eignet sich besonders aufgrund ihrer hohen mechanischen und
chemischen Widerstandsfähigkeit
sowie ihres geringen Ausgasungsverhaltens für die Anwendung in Reinräumen. Sie wurde vom Fraunhofer
IPA auf Reinraumtauglichkeit geprüft
und hat einen Nachweis der Eignung
für Reinraumklasse 4 nach DIN EN
ISO 14644-1.
Frisch aufgebracht:
Entlüftung der Epoxidharz-Beschichtung StoPox BB OS.
Der Bau in Daten:
Objekt:
Neubau Fertigungsgebäude
Planer:
ssp Architekten, München
Verarbeiter:
Gebr. Hörner GmbH, Schwäbisch
Gmünd
Ausführung: 2013-2014
Produkte:
Wall/Ceiling System 1:
Grundierung: StoPox WG 100
Spachtel:
StoPox WS 50, StoPox WB 50
Versiegelung: StoPox WL 100
Cleanroom Floor System 1:
Grundierung/Spachtel:
StoPox GH 205,
StoQuarz 0,3-0,8 mm
Beschichtung: StoPox BB OS
In zwei Schichten:
Aufbringung des Wasserlackes StoPox WL 100 im Airless-Spritzverfahren.
schichtungen mit StoPox KU 613 zum
Einsatz, um die empfindlichen Bauteile
vor elektrostatischen Entladungen zu
schützen. Viele Fertigungsunternehmen stellen ihre Produkte unter Reinraumbedingungen her, um die gewünschte Qualität und Funktionsfähigkeit der Produkte sicherzustellen
und dabei hohe Ausschußraten und
Qualitätseinbußen zu vermeiden. StoCretec bietet aufeinander abgestimmte rein- und sauberraumtaugliche
Epoxidharzsysteme sowohl für horizontale Deckbeschichtungen (Cleanroom Floor Systeme) als auch für die
Beschichtung von Wand- und Deckenflächen (Cleanroom Wall/Ceiling Systeme).
Zum Cleanroom Floor Sortiment
zählen außerdem ableitfähige
Systeme, Systeme mit hoher Was-
März 2015
serdampfdiffusionsfähigkeit oder
mit Pharmaterrazzo-Optik, aber
auch rißüberbrückende Bodenbeschichtungen für LAU- und HBVAnlagen.
www.stocretec.de
9
BAU 2015
DR. HAHN
Frage. »Wir sind der Messeleitung
München für die effektive Unterstützung in dieser Angelegenheit sehr
dankbar.«
Anker-Schr aube
Dr. Hahn setzt seine Patentrechte erfolgreich durch.
Mit einer einstweiligen Verfügung sorgte der Mönchengladbacher Hersteller von Türbeschlägen dafür, daß ein spanischer Aussteller Teile seines Sortiments von
seinem Messestand auf der BAU in
München entfernen mußte. Dabei
ging es insbesondere um AnkerSchrauben, mit denen einzelne
Türbänder befestigt waren. Diese
neuartige Befestigungslösung
wurde von Dr. Hahn gemeinsam
mit fischer (fischer Dübel) entwickelt und genießt als europäisches Patent EP 2 185 827 B1 einen Schutz vor Nachahmern.
Auf Verletzungen reagieren
Dr. Hahn verfolgt Verstöße gegen
das Anker-Schrauben-Patent mit aller
Konsequenz. Schon in der Vergangenheit wurden verschiedene Unternehmen abgemahnt und verklagt, um den
Vertrieb der Anker-Schrauben einzeln
oder in Kombination mit Türbändern
zu unterbinden. In der Folge müssen
diese ihre Lieferanten offenlegen, gegen die Dr. Hahn dann ebenfalls entsprechende juristische Schritte einleitet. »Was wäre ein Patent wert, wenn
man nicht auf Verletzungen reagieren
würde«, stellt Meyer die rhetorische
Die Direktbefestigung mit dieser
Spezial-Schraube ist die bislang
neueste Evolutionsstufe in der
Befestigungstechnik für Türbänder.
Mit Einführung der neuen Hahn
Serie 60 AT können Türenbauer
das innovative Befestigungselement auch für Türelemente aus
Aluminium- und Stahlprofilen nutzen. Das Hahn-Band wird direkt
mit der Anker-Schraube auf das
Profil geschraubt. Das Befestigungsmittel ist für nahezu alle
gängigen, wärmegedämmten Systemprofile geeignet.
Klaus Weiss, www.dr-hahn.de
»Wir verfolgen die Nachahmungen
und Patentverletzungen auf allen
Märkten, auf denen Dr. Hahn vertreten ist, sehr aufmerksam«, berichtet
Eckhard Meyer, Dr. Hahn Geschäftsführer Vertrieb/Marketing. »Die Hahn
Anker-Schraube ist eine bahnbrechende Neuerung im Türenbau, die eine deutliche Steigerung der Effizienz
in der Werkstatt bringt und durch ihre
Einfachheit besticht.«
10
Anker-Schraube, 74 mm, Niro.
Dr. Hahn in Daten:
Die Dr. Hahn GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches Familienunternehmen
der Bauzuliefererbrache. An den Standorten Mönchengladbach und Erkelenz
hat man sich auf Türbänder für Türen im Objekt- und Wohnungsbau spezialisiert. Mit rund 380 Mitarbeitern erwirtschaftete Dr. Hahn im Jahr 2013 einen
Umsatz von ca. 55 Mio. €. Rund 70% der Produktion wird exportiert, Abnehmer
sind neben Mittel- und Osteuropa auch Kunden in Asien, Kanada und den
USA. Das Unternehmen gilt in seiner Produktnische - Bänder für Türen aus
Aluminium-, Stahl- und Kunststoffprofilen - als Weltmarkt- vor allem aber als
Innovationsführer. Dr. Hahn ist allein in Deutschland Inhaber von über 80 aktiven technischen Schutzrechten.
Diese geschützten Entwicklungen haben den Türenbau heutiger Prägung in
den letzten Jahrzehnten maßgeblich beeinflußt. Dr. Hahn hat eine Reihe technischer Innovationen für Türbänder patentieren lassen sowie prämierte Designkonzepte für dieses eher unscheinbare Bauteil entwickelt.
Auf der Grundlage dieser und weiterer Patente hat Dr. Hahn zahlreiche
Neuerungen rund um den Türenbau entwickelt und dem Unternehmen technologische Alleinstellungsmerkmale beschert. Dazu zählen beispielsweise
spezielle Befestigungstechniken, die es erleichtern, selbst sehr schwere Türen
ohne Aushängen vertikal wie horizontal in alle Richtungen zu justieren. Dr.
Hahn hat zudem das erste 180° öffnende verdeckt liegende Türband für Aluminiumtüren erfunden. Mit dem Hahn Türband 4 inductio steht eine weitere
Welt-Innovation vor der Markteinführung in 2015.
März 2015
Abb.: Dr. Hahn
Türband 4 befestigt
mit Anker-Schraube.
BAU 2015
NEMETSCHEK BAUSOFTWARE
A ufmaß und Abr echnung
Einfache und detaillierte Mengenermittlung mit »NEVARIS®«.
Wie in allen Anwendungsbereichen
ist Nevaris® auch in der Bauabrechnung prozeßorientiert. So gliedert sich
der Prozeß „Abrechnung« in die Prozeßschritte »Mengen ermitteln«,
»Rechnung erstellen«, »Rechnung verwalten«, »Rechnung bearbeiten«, prüfen und senden. »Mengen ermitteln«
steht aber auch in der Prozeßkette
»Angebots-LV« zur Verfügung, z.B. um
die Mengen für eigenerstellte Leistungsverzeichnisse zu berechnen.
Natürlich kann das Aufmaß genauso
gut verwendet werden, um die sog. VA
(das heißt voraussichtlichen Abrechnungs-)-Mengen für die Kalkulation
aufzumessen.
Erfassung mit Positionsblöcken
Bei der Erfassung des Aufmaßes arbeitet man in sog. Positionsblöcken,
also Gruppen von zusammengehörenden Aufmaßzeilen. Jeder Positionsblock beinhaltet Informationen wie LVPosition, Leistungszeitraum, Zugehörigkeit zu Rechnung, AufmaßblattNummer. Er kann aber auch beliebige
weitere Merkmale wie Topologie, Bauabschnitt, Kostenträger, Bauherr, etc.
Abb.: Nemetschek
Nemetscheks vielseitige Bausoftware »NEVARIS®« wächst und
wächst und ein Blick auf den Entwicklungsstand lohnt stets. Diesmal gilt die Aufmerksamkeit Aufmaß und Abrechnung.
Aufmaßberechnung mit Nevaris®.
tragen. Nach all diesen Begriffen läßt
sich das Aufmaß nun filtern und sortieren. Das ist z.B. auch für das Kopieren von Aufmaßzeilen sehr nützlich.
Man läßt sich beispielsweise alle Aufmaßzeilen der 2. Abschlagsrechnung
im Bereich Erdgeschoß anzeigen,
markiert dann gewünschte Zeilen und
kopiert diese in das 1. OG.
Obwohl man es beim Arbeiten mit
dem Nevaris ® -Aufmaß fast nicht
merkt, handelt es sich dabei um ein
Aufmaß nach REB 23.003. Die Aufmaßadressen werden automatisch im
Hintergrund gebildet. Der Anwender
muß sich auch nicht mit Formelnum-
mern und Kennzeichen und Wertefeldern »herumschlagen«, sondern gibt
sein Aufmaß in einer »völlig natürlichen« Art und Weise ein – gerade so,
als würde das Aufmaß auf einem Aufmaßblock erfaßt.
Navigationsstruktur.
Hier noch einmal übersichtlich die
wesentlichen Funktionen:
• Erfassen von Aufmaß und Text in
sog. Positionsblöcken.
• Positionsblöcke tragen die Information: Position, Leistungszeitraum,
Zugehörigkeit zu Rechnung ...
Aufmaßblatt, und beliebige weitere
Merkmale wie Topologie, Bauabschnitt, Kostenträger, Bauherr ...
• Verwendung von Rechenformeln,
Variablen und Mengenverweisen
möglich.
• Normspezifische Formelkataloge
nach REB 23.003 und bei Bedarf
auch nach ÖNORM B2114, A2063
(in Österreich).
• Grafische Darstellung der Formelkataloge.
• Verwendung der Mengenermittlung
für Angebot, Kalkulation und Abrechnung.
• Alternative Sortierung nach Orten,
Positionen und weiteren frei erfaßbaren Merkmalen.
www.bausoftware.de
www.nevaris.com
Übersicht der Rechnungsmengen.
März 2015
11
BAU 2015
CAPAROL
Natürlich dämmen mit Hanf
Ein Highlight auf der BAU kommt von Caparol.
Gute Nachrichten für alle BAUBesucher: Auf der Weltleitmesse
für Architekten, Materialien und
Systeme präsentierte Caparol eine
richtungsweisende Neuentwicklung, die das energieeffiziente
Bauen im wahrsten Sinne nachhaltig verändert. Das erste Fassadendämmsystem mit einer Dämmplatte aus natürlichen Hanffasern feierte in München Premiere.
Dahinter stecken mehr als zwölf
Jahre gemeinschaftliche Forschungsund Entwicklungsarbeit der DAW-Firmengruppe (DAW SE) sowie Erfahrungen mit zahlreichen Testgebäuden
in ganz Europa. Das Fassadendämmsystem verwendet den natürlichen
Rohstoff Hanf und wartet mit einem
nachhaltigen Gesamtkonzept auf. Neben besten bauphysikalischen Eigenschaften und effektiver Wärmedämmung überzeugen vor allem die regionale, ökologische Produktion und die
positive Kohlendioxidbilanz bereits
während des Herstellungsprozesses.
Die Ergebnisse der Versuchsauswertungen sind ebenso positiv ausgefallen wie die Reaktionen von Fachleuten, Verarbeitern und potentiellen
Käufern. Alle Architekten, Planer, Bauhandwerker und Gebäude-Energieberater, die bei der Markteinführung
des neuen Capatect Hanf-Fassadendämmsystems dabei waren, sind herzlich eingeladen sich zu informieren.
»Hanffaser-Dämmplatten sind pure
Natur am Haus. Schon auf dem Feld
entzieht die Pflanze der Atmosphäre
deutlich mehr Kohlendioxid, als im Zuge ihres Anbaus, der Ernte, der Verarbeitung und auf dem Transportweg
freigesetzt werden«, sagt Caparol-Projektleiter Volker Tank. Die Ökobilanz
des in Österreich angebauten BioNutzhanfs, der bis zu 1,50 m tief im
Erdreich wurzelt und nebenbei auch
die Bodenfruchtbarkeit verbessert,
fällt daher vorbildlich aus. Darüber
hinaus liefert die Caparol-Schwestergesellschaft Synthesa zum schadstofffreien Ausdämmen von Wand- und
Deckengefachen im Holzrahmen- und
Holzfertigbau sowie zur Zwischensparrendämmung im Dachbereich lo-
12
se gewirkte Hanf-Dämmmatten, die
über ähnlich erfreuliche Produkteigenschaften verfügen wie die festen,
formstabilen Dämmplatten aus natürlichem Nutzhanf.
Nachhaltig nachwachsend
Seit über 10.000 Jahren wird Hanf
als Kulturpflanze weltweit geschätzt.
Der landwirtschaftliche Anbau von
rauschmittelfreiem Nutzhanf ist seit
1995 wieder zugelassen. An genügend
Nachschub mangelt es nicht, denn die
multifunktionale Nutzpflanze legt ein
wahres Turbo-Wachstum an den Tag.
Hanf wächst auf dem Feld viermal
schneller als Nadelbäume im Wald, ist
absolut pflegeleicht und kommt völlig
ohne Dünger aus. Die Dämmstoffproduktion steht somit auf gesunden
Füßen. Noch schöner: Der Anbau von
Nutzhanf erfordert keinerlei Pflanzenschutzmittel. Die Fasern der fertigen
Naturdämmplatten brauchen auch keinen chemischen Schutz vor Schädlingsbefall und Fäulnis. Gegen Feuchtigkeit und ihre Folgen wirkt das exzellente Rücktrocknungsvermögen der
Hanffasern, deren kapillare Struktur
proaktiv für eine ausleitende Verteilung
und kurzfristige Verdunstung sorgt.
Die Natur wirft sich in Schale
Im neuen Capatect Hanf-Fassadendämmsystem sind alle Komponenten
so präzise aufeinander abgestimmt,
daß die diffusionsoffene Dämmplatte
und das mineralische Putzsystem vortrefflich miteinander harmonieren.
Natürlich ist man
sich bei Caparol bewußt, daß jede s
Dämmaterial seine
Besonderheiten
hat; das gilt auch
für Nutzhanf und
März 2015
Das Capatect Hanf-Fassadendämmplattensystem ist eine gemeinschaftliche Entwicklung mehrerer Unternehmen der DAW-Firmengruppe.
die neue Fassadendämmplatte aus
natürlichen Hanffasern. Deshalb werden Maler-, Stuckateur-, Zimmererund andere Bauhandwerksbetriebe,
die das neue Fassadendämmsystem
anbieten wollen, in der fachgerechten
Verarbeitung ausführlich geschult. Attraktive Vermarktungshilfen gehören
selbstverständlich mit zum Service.
Praxisgerechte Plattenformate
Zu 88% besteht die neue Fassadendämmplatte aus natürlichen Hanffasern und zu 12% aus reißfestem Stützgewebe. Aus ihrem ökologischen
Charakter macht sie keinen Hehl. Sie
duftet intensiv nach frisch gemähter
Wiese. Nimmt man die Neuentwicklung in die Hand, fühlt sie sich griffsympathisch, biegbar, oberflächenfest
und formstabil an. Auf punktuellen
Druck reagiert sie flexibel und stellt
die Fasern an der gedrückten Stelle
unverzüglich in die Ausgangsposition
zurück. Die Hanfplatte wird von Caparol mit stumpfem Kantenprofil im
Format 80 cm Breite und 62,5 cm
BAU 2015
keine Vorder- und keine Rückseite, so
daß Verwechslungen bei der Montage
auf dem Baugerüst ausgeschlossen
sind. Überhaupt werden Fachhandwerker erfreut sein, wie unkompliziert
sich die Hanffaserplatte an der Fassade beschichten läßt. Von erfahrenen
Anwendungstechnikern ist zu hören,
daß sich die Applikation näherungsweise mit Mineralwolldämmplatten
vergleichen läßt. Caparol hat dafür einen diffusionsoffenen mineralischen
Systemputz vorgesehen, der besonders schlagfest ist und selbst größeren Hagelkörnern standhält.
Höhe angeboten. Die maximale Dämmstärke beträgt 20 cm, wobei die 2 cm
dicken Lamellen objektspezifische
Abstufungen von 2 bis 20 cm ermöglichen.
Bauphysikalisch überlegen
Der Wärmedurchgangskoeffizient
der diffusionsoffenen HanffaserDämmplatte kann bereits in unbeschichtetem Zustand weißen Polysty-
roldämmplatten Paroli bieten. Um die
Montage am Gebäude zu erleichtern
und zu beschleunigen, stattet Caparol
jede Hanffaserdämmplatte ab Werk
mit drei Bohrlöchern aus. Für Anpassungen auf der Baustelle stehen spezielle Bohrwerkzeuge bereit.
Sicherheitsplus eingebaut
Der Clou: Die Neuentwicklung läßt
sich beidseits verputzen; es gibt also
Ausführliche Informationen
Näheres über das neue Capatect
Hanf-Fassadendämmsystem steht in
der lesenswerten Broschüre »Inspirierende Oberflächen«. Hanf-Infos findet
man auch auf der Caparol-Website
und können darüber hinaus auch bei
der Caparol Farben Lacke Bautenschutz GmbH angefordert werden.
www.caparol.de
K onzepte für W ohlbefinden, Orientierung, Anr egung
Zwei Messen stellen Gestaltungslösungen vor.
Dazu Andreas Gradinger, zuständig
für den Bereich Health and Care bei
Caparol: »Die Gestaltungs-Kooperation sowie das gewerkeübergreifende
Lösungsangebot für Boden, Wand und
Ausstattung haben unsere Kunden interessiert aufgenommen. Unsere Präsentation bei den bisherigen Altenpflegemessen in Nürnberg und Hannover waren überaus erfolgreich und
wir freuen uns auch diesmal auf große
Resonanz beim Fachpublikum.«
»Zukunft Lebensräume«
Die Frankfurter Fachmesse »Zukunft
Lebensräume« und der damit verbundene Kongreß wurden im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und lockten zahlreiche Experten an. Auch 2015
werden dort vom 29. bis 30. April Gestaltungskonzepte für Bauen, Wohnen
und Gesundheit in der Zukunft vorgestellt. Auf der branchenübergreifenden Messe der Bau-, Wohnungs- und
Pflegewirtschaft findet sich der Caparol-/Forbo-Messestand in Halle VKE 4,
Stand Nr. C01.
Fotos: Caparol
Vom 24. bis 26. März präsentieren die Firmen Caparol und Forbo
bei der Fachmesse Altenpflege in
Nürnberg das mehrfach prämierte
Konzept »Lebensräume für Wohnen im Alter« (Halle 1, Stand B77).
Es basiert auf wissenschaftlichen
Forschungsstudien und Erfahrungswissen aus der Altenpflegepraxis.
Caparol und Forbo präsentieren sich attraktiv auf einem
gemeinsamen Stand der Öffentlichkeit.
Die »Lebensräume« beinhalten Farbund Materialkombinationen speziell
für die Innenraumgestaltung. Naturstimmungen bilden die Basis für die
Farbzusammenstellungen. Es entstehen Raumatmosphären, die Wohlbefinden, Anregung und Orientierung
geben. Das beeinflußt den Pflegealltag positiv. Die »Lebensräume«-Broschüre sowie der dazugehörige Farbfächer bieten Nutzern eine fundierte
Grundlage zur Planung.
Das Konzept ist bisher mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Aktuell wurde das Gestaltungskonzept
beim German DesignAward 2015 vom
Rat für Formgebung bedacht. Bereits
März 2015
im Januar 2014 konnte sich das Medium zu den Siegern beim Management
& Krankenhaus Award 2014 in der Kategorie »Bauen & Einrichten« zählen.
Im Juni 2013 erhielten die »Lebensräume« den Health Media Award.
Die Erkenntnis, Innenräume ansprechend zu gestalten und dabei
die kognitiven und visuellen Einschränkungen älterer Menschen
zu berücksichtigen, überzeugt. Auf
Grundlage der »Lebensräume«
sind bereits mehrere Objekte gestaltet.
www.caparol.de
www.forbo-flooring.de
13
BAU 2015
DGFM
W ohnungsbau - aber wieviel und wie?
Mehr bezahlbarer Wohnraum muß dringend gebaut werden.
In Deutschland wird dringend
mehr bezahlbarer Wohnraum für
mittlere und untere Einkommensschichten benötigt. Die DGfM präsentierte dazu auf einer Pressekonferenz während der BAU drei
neue Studien. Das Pestel-Institut
Hannover zeigt auf, wieviel Bedarf
an bezahlbarem und sozialem
Wohnraum besteht und wie privates Kapital zur Bedarfsdeckung
aktiviert werden kann. Die ARGE
für zeitgemäßes Bauen und die
TU Darmstadt belegen in bisher
unveröffentlichten Studien, daß
Mauerwerk als Wandkonstruktion
für die Schaffung kostengünstiger
und nachhaltiger Wohnungen im
Mehrgeschoßbau ausgezeichnet
geeignet ist.
Günther. Dazu müsse eine Verbesserung der Rahmenbedingungen geschaffen werden: »Das kann durch die
Anpassung der Abschreibungssätze
an den realen Werteverlust, einen zumindest temporär steuerlichen Anreiz
für bezahlbaren Mietwohnungsbau
sowie die Bereitstellung von Baugrundstücken durch die Kommunen
passieren.«
prozentigen Kostenvorteil gegenüber
Holzkonstruktionen.«
Hohe Nachhaltigkeit während
des gesamten Lebenszyklus
Neben den Kostenvorteilen überzeugt Mauerwerk auch hinsichtlich
seiner Nachhaltigkeit. Das verdeutlichen die Ergebnisse neuer Studien der
TU Darmstadt, die Prof. Dr.-Ing. Carl-
Alarmierende Zahlen –
große Defizite
Wie brisant die aktuelle Situation
inzwischen aussieht, belegt Dipl.-Ök.
Matthias Günther, Vorstand des Pestel-Instituts Hannover, anhand einer
neuen Studie. Danach fehlen speziell
in den Ballungszentren und Hochschulstädten heute rund 500.000 Wohnungseinheiten. Außerdem benötigen
wir insbesondere durch die hohen Zuwanderungsraten einen jährlichen
Wohnungsneubau von mindestens
250.000 Wohnungseinheiten. Will man
den Defizitbestand in den nächsten
zehn Jahren abbauen und gleichzeitig
den aktuellen Neubedarf abdecken,
müßten ab sofort jährlich rd. 300.000
Wohnungseinheiten neu gebaut werden. Das betrifft insbesondere bezahlbare Mietwohnungsbauten für mittlere Einkommensgruppen und die Errichtung neuer Mietsozialwohnungen.
»Zuletzt wurden bundesweit nur
12.000 neue Mietsozialwohnungen
pro Jahr gebaut, gleichzeitig fallen
aber jährlich rund 70.000 bis 100.000
Wohnungseinheiten aus der Sozialbindung heraus. Somit brauchen wir
schon eine drastische Erhöhung der
Bauzahlen, um wenigstens den aktuellen Stand zu halten«, forderte
14
Abb.: ARGE Kiel
Seit 2007 werden in Deutschland zu
wenig Wohnungen gebaut. Die daraus
resultierende Wohnraumknappheit
wird ein zunehmend sensibles Problem für die Politik von Bund, Ländern
und Kommunen. Grund genug für die
Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (kurz
DGfM), zu diesem Thema eine Pressekonferenz auf der BAU 2015 in München zu veranstalten.
Die Untersuchungen der ARGE zeigen deutlich, daß Mauerwerk hinsichtlich
der Herstellungskosten einen klaren Kostenvorteil gegenüber Beton und
Holzbau besitzt.
Mauerwerk kostengünstiger als
andere Bauweisen
Daß die Auswahl von Baustoffen
und Bauweisen für das kostengünstige Bauen eine Rolle spielt, macht eine
Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e.V.
(ARGE) aus Kiel deutlich. Dazu wurde
unter anderem ein Vergleich der Herstellungskosten für Wandkonstruktionen unterschiedlicher Bauformen vorgenommen. Es stellte sich auf der Basis von mehr als 400 ausgewerteten
Objekten heraus, daß Mauerwerk
großes Potential hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit aufweist. »Im Medianwert fallen die Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche mit Wandkonstruktionen aus Mauerwerk im Vergleich zu Beton 2 bis 3,8% günstiger
und zum Holzbau mit 4,7 bis 6% deutlich niedriger aus«, faßte ARGE-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Dietmar Walberg die Ergebnisse des Vergleichs
zusammen. »Zudem sind die Außenwände aus Mauerwerk bei Mehrfamilienhäusern im direkten Vergleich zu
Stahlbeton ungefähr 11% kostengünstiger und besitzen sogar einen 15-
März 2015
Alexander Graubner auf der BAU vorstellte. »Wir haben unsere Untersuchungen auf Basis der im Auftrag von
Bundesregierung und DGNB entwickelten Bewertungssysteme für das
nachhaltige Bauen vorgenommen, um
größtmögliche Neutralität zu gewährleisten«, erklärte Prof. Graubner gleich
zu Beginn. »Es hat sich in der aktuellen Studie zur Nachhaltigkeit von
Mehrfamilienhäusern gezeigt, daß die
Wände aus Mauerwerk in allen Wirkungsindikatoren durchgängig bessere ökobilanzielle Ergebnisse erzielen
als die Wandkonstruktionen der Vergleichsvariante aus Stahlbeton«. Für
alle in der Baupraxis üblichen Wandkonstruktionen aus Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton oder Leichtbeton
könnte die hohe Nachhaltigkeitsqualität von Mehrfamilienhäusern aus
Mauerwerk objektiv und transparent
dokumentiert werden.
Ein Download der drei brandneuen Studien von der DGfM-Pressekonferenz ist von der Website
möglich.
www.dgfm.de
BAU 2015
DÖRKEN
rutschhemmende Oberfläche sorgt für
ein sicheres Handling auch bei Nässe
und ermöglicht so eine zeit- und kostensparende Verlegung.
Neue Maßstäbe
Foto: Peter Knaak
Delta Maxx war das Highlight des Messe-Auftritts.
Geeignet für
Minustemperaturen bis -10° C
Ein Vorteil für die Verlegung in der
kalten Jahreszeit ist der optimierte integrierte Selbstkleberand zur sofortigen wind- und wasserdichten Verbindung der Bahnen. Die Bahn ist dazu
an beiden Rändern mit einer doppelten Klebezone ausgerüstet. Die Verbindung erfolgt also Klebemasse in
Klebemasse und haftet damit sofort.
Dabei wurde erstmals ein kälteunempfindlicher Spezialklebstoff in einem besonders breiten Funktionsbereich eingesetzt. Die neue patentierte Technologie ermöglicht eine zuverlässige Verklebung auch bei widrigen Witterungsverhältnissen und Minustemperaturen bis -10° C. Sie
schafft damit auch in diesen kritischen
Strongestman-tested: Bei der Disziplin
»Truck Pull« mußte Daniel Wildt einen
LKW in Bewegung setzen. Zum Einsatz
kam hier Delta-Maxx X, das in einer
Bahnenbreite von 1,50 m die 12,5 t
problemlos meisterte.
Das neue Flaggschiff der DeltaMaxx-Familie stellte die Dörken GmbH
& Co. KG, Herdecke, auf der BAU 2015
in München vor. Delta Maxx X setzt
Maßstäbe, was die Durchsturzsicherheit, die Belastbarkeit und die Reißkraft des Materials und die Kaltklebekraft der Überlappungs-Verklebung
anbelangt. Die neue Unterdeckbahn
besteht aus einem sehr robusten und
stabilen Trägervlies und der bewähr-
Fotos: Dörken
• Die neue Delta-Maxx X setzt
Maßstäbe in Sachen Durchsturzsicherheit, Belastbarkeit
und Reißkraft.
• Die hohe Dehnfähigkeit des Materials ist ein echtes Sicherheitsplus beim Hineintreten oder
Hineinstürzen in die Bahn.
• Eine neue patentierte Technologie ermöglicht die zuverlässige
Verklebung der Überlappungsbereiche auch bei Minusgraden.
ten elastischen Polyurethan-Deckbeschichtung, die dem hoch diffusionsoffenen Material seine wesentlichen
Funktionsmerkmale verleiht: Wasserdichtheit auf der einen und hohe Atmungsaktivität auf der anderen Seite.
Die besondere Leistungsfähigkeit des
Trägervlieses aus Polyester-EndlosFasern ist das Ergebnis eines speziellen Fertigungsverfahrens. Für den
Dachhandwerker, der die äußerst robuste und mechanisch extrem belastbare Bahn einsetzt, bedeutet das: ein
Höchstmaß an Sicherheit bei der Verarbeitung - auch bei Dächern mit
großen Lattweiten.
Auch für Großformatziegel
Die neue Bahn hat eine Reißkraft
von 500 N/5 cm in Längs- und Querrichtung. Das Material ist damit in
höchstem Maße durchtrittsicher und
erfüllt auch die Auflagen der DIN
4426 für Großformatziegel. Ein weiteres Sicherheitsplus beim Hineintreten
oder gar Hineinstürzen in die Bahn ist
die hohe Dehnfähigkeit des Materials,
ohne daß die Beschichtung Schaden
nimmt und die Funktion dadurch beeinträchtigt wird. Die besonders
März 2015
Bereichen den gleichen Sicherheitsstandard wie für die Bahn selbst.
Delta-Maxx X ist mit einem sd-Wert
von unter 0,15 m nach EN ISO 12572
für den Einsatz in voll gedämmten Dächern geeignet und entspricht dem
ZVDH-Produktdatenblatt Unterdeckbahnen Klasse UDB-A. Damit kann
die Bahn auch als Behelfsdeckung
eingesetzt werden. Sie bietet einen
hohen Widerstand gegen Hagelschlag
(bis 130 km/h) und ist so ein zusätzliches Schutzschild unter der harten
Bedachung. Das Material hat zudem
den Schlagregentest Unterspann- und
Unterdeckbahnen der TU Berlin bestanden und erfüllt damit die erhöhten
Anforderungen zur Alterung gem.
ZVDH-Produktdatenblatt, Tabelle 1.
Die Bahn ist schwer entflammbar B1
nach DIN 4102 und temperaturbeständig von - 40° C bis + 80° C. Sie ist
ab sofort als 1,50 m breite Rollenware
im Baustoff- und Bedachungsfachhandel erhältlich. Die Rollenlänge beträgt 50 m; das Rollengewicht 16 kg das entspricht einem Flächengewicht
von 210 g/m2.
www.doerken.de
15
BAU 2015
KNEER SÜDFENSTER
K omf ort und Sicherheit für alle Ansprüche
Innovative Fenstertechnik und intelligente Zutrittssysteme bei Haustüren.
Kneer-Südfenster, einer der leistungsstärksten Anbieter hochwertiger und energieeffizienter
Fenster, Hebe-Schiebe-Türen und
Haustüren, stellt innerhalb seines
gesamten Produktprogramms Neuheiten vor – für zeitgemäßen Komfort und für höchste Sicherheit.
Das Familienunternehmen deckt
dabei die ganze Bandbreite innovativer Fenster- und Türtechnik in Verbindung mit intelligenten Zutrittssystemen ab, bis hin zur Vernetzung mit
moderner Haustechnik. Denn Komfort
macht in Zukunft nicht mehr vor der
Haustür halt und auch Fenster und
Terrassentüren wollen anspruchsvolle
Bauherren heute in die intelligente
Steuerung einbeziehen. Nicht zuletzt,
um damit barrierefreie Lebensräume
zu schaffen und Haus und Wohnung
für die Zukunft fit zu machen.
Vernetzung von Fenstern, Türen
und Sonnenschutz
Mehr Komfort bei hoher Sicherheit
bietet Kneer-Südfenster konkret durch
intelligente Öffnungssysteme, elektro-
Fenster von Kneer-Südfenster bieten schon in der Standardversion
einen guten Einbruchschutz.
motorisches Bedienen von HebeSchiebe-Türen mit großen Formaten
oder durch elektrisch steuerbare Raffstores und Oberlichter. Gesteuert werden sie drahtlos auf Basis eines FunkBussystems, bedient über Tablets oder
Smartphones. Dabei sind Kunden auf
kein bestimmtes System festgelegt.
Die Steuerung läßt sich über entsprechende Schnittstellen mit den gängigen Haustechnik-Systemen verbinden.
Kneer-Südfenster bietet für alle
Ansprüche kompetente Beratung und stattet
die Fenster und
Türen in Kooperation mit einem
Spezialisten für
Gebäudesteuerung nach individ u e l l e n Wü n schen aus. Flex i b l e Ve r n e t zungs- und Bedienungsmöglichkeiten sorgen
auch für die Gestaltung barrierefreier Lebensräume für Menschen mit Handicap. Bauherren,
Architekten und
Planern stehen
bei Kneer-Südfenster enorm
viele Möglichkeiten offen,
denn die gezeigten Systeme eignen sich sowohl
für Neubau, Sanierung und
auch zur Nachrüstung.
16
März 2015
Haustüren mit zuverlässiger
Sicherheitstechnik und
komfortablen Zutrittssystemen
Auch bei den hochwertigen Hauseingangstüren von Kneer-Südfenster
steht neben attraktivem neuen Design
moderne Sicherheitstechnik im Vordergrund. Hier zeigt das Unternehmen, daß sich Haustüren elektromotorisch komfortabel öffnen und verriegeln lassen und barrierefreie Zutrittssysteme den Bewegungsspielraum
vergrößern. Dazu gehören Lösungen
wie das Öffnen mit persönlichem Fingerabdruck, dem Fingerprint-System,
sowie das selbsttätige Abschließen
bzw. die Mehrfachverriegelung per
Automatik-Schloß. Höchsten Komfort
eröffnet der berührungslose Zugang
über einen vollautomatischen Drehtürantrieb, der per Funk gesteuert wird.
Sicher und komfortabel die Haustür
öffnen mit dem Fingerprint-System
von Kneer-Südfenster.
Ausgestattet sind die Haustüren von
Kneer-Südfenster schon in der Standard-Ausführung mit zusätzlichen Sicherungen wie zum Beispiel dem pa-
Fotos: Kneer
BAU 2015
Elektronisch steuerbare Raffstores, passend zu den Fenstern gleich mit eingebaut,
sorgen per Knopfdruck komfortabel für Verschattung und Sichtschutz.
Neue Haustüren in attraktivem Design
– beispielsweise im »Graffiti-Stil« –
werden von Kneer-Südfenster
individuell mit modernster Sicherheitstechnik und barrierefreien
Zutrittssystemen ausgestattet.
tentierten Keilfalz – er verhindert, daß
die Tür nach innen gedrückt werden
kann und erfüllt RC 2-Kriterien. Mit
Aktionshaustüren in allen Materialien
unterstützt Kneer-Südfenster den Einbau komfortabler Technik durch attraktive Preise.
Fenster mit RC 3-Widerstandsklasse für Einbruchschutz
Kneer-Südfenster erhöht auch mit
einbruchhemmenden Fenstern die Sicherheit in Sachen Einbruchschutz.
Erstmals hat das Unternehmen Fenster mit RC 3 Prüfzeugnis im Pro-
gramm. Diese Widerstandsklasse für
erhöhten Einbruchschutz setzt ein hohes Maß an Fachwissen, hohe Qualität und handwerkliches Know-how
voraus. Der Hersteller hat die anspruchsvolle Prüfung erfolgreich bestanden.
Mit diesen einbruchhemmenden
Fenstern sind Bauherren und Renovierer auf der sicheren Seite, denn mit
ihnen lassen sich wirksam Einbrüche
verhindern. Angesichts sprunghaft
steigender Einbruchszahlen besteht
auch akuter Handlungsbearf. Über
4 0% der Einbruchsversuche
werden heute
schon durch mechanische Sicherungen verhindert. Auch die
Kreditanstalt für
Wiederaufbau
(KfW) hat auf die
steigende Zahl
von Wohnungseinbrüchen reagier t und berücksichtigt den
Einbau von einbruchhemmenden Bauteilen in
entsprechenden
Förderprogrammen. Fenster von
Kneer-Südfenster sind schon
in der Standardversion mit einem hohen Sicherheit sst andard ausgerüstet
und bieten damit
einen guten Einbruchschutz.
Fenster mit RC
3-Klasse
erschweren das
Aufbrechen
noch
einmal
deutlich, da sie
einem EinbruchMärz 2015
versuch länger widerstehen – umso
sicherer sind Haus und Wohnung. Sie
halten dem Angriff mit einem zweiten
Schraubendreher und einem Brecheisen bzw. Kuhfuß mindestens fünf
Minuten stand. Der erhöhte Einbruchschutz wird in einigen Bundesländern
von polizeilichen Beratungsstellen
deshalb ausdrücklich empfohlen – vor
allem in Gegenden, in denen eine
wirksame Kontrolle durch eine wachsame Nachbarschaft fehlt.
www.kneer-suedfenster.de
17
Projekte
SPEZIALTIEFBAU
Umf ahrung Schw arzkopftunnel
BAUER Spezialtiefbau GmbH bohrt in härtestem Gestein.
Die Bauer Spezialtiefbau GmbH
führt in einer Arbeitsgemeinschaft mit
den Firmen Alfred Kunz Untertagebau,
Baresel GmbH, Schälerbau Berlin und
der Leonhard Weiss GmbH & Co. KG
die Spezialtiefbauarbeiten aus. Für
Bauer ist dies aktuell der größte Inlandsauftrag mit einem Umfang von
43 Mio. €. Die Bauzeit der neuen
Bahnstrecke reicht von Herbst 2013
bis Ende 2017. Die wesentlichen Arbeiten von Bauer Spezialtiefbau werden im Herbst 2015 abgeschlossen
sein.
Schwarzkopf im Spessart
Das Projekt »Umfahrung Schwarzkopftunnel« verfolgt mehrere Ziele.
Zum einen genügt der im Jahre 1856
gebaute Schwarzkopftunnel nicht
mehr den heutigen Anforderungen;
Personenzüge – darunter auch der ICE
– können den Tunnel nur mit einer gedrosselten Geschwindigkeit von 70 km/h
passieren. Zum anderen brauchen
Güterzüge auf dem steilen Anstieg
von Aschaffenburg in Richtung Würzburg bis Heigenbrücken zusätzliche
Schiebeloks, um die Steigung zu überwinden. Zusätzlich wird es auf neu geschaffenen Strecken aufgrund der gewählten Bauweise in Teilabschnitten
zu einer deutlichen Reduzierung der
Lärmemissionen kommen. Dazu wird
die Anzahl der täglich fahrenden Züge
auf der Gesamtstrecke durch den neu
geschaffenen Teil deutlich steigen.
Offene Bauweise
Beim Bau der vier neuen Tunnel
führt Bauer Spezialtiefbau über weite
Strecken jene Bereiche aus, die nicht
bergmännisch, sondern in offener
Bauweise hergestellt werden. Größte
Tunnel – bergmännisch hergestellt –
sind dabei die beiden etwa 2.700 m
langen Falkenbergtunnel, die gleichsam den Schwarzkopftunnel ersetzen.
Die drei weiteren Tunnel sind eine
Neukonzeption und sorgen für eine
künftig flachere Steigung.
Fotos: Bauer
Zwischen Würzburg und Frankfurt entsteht – im Auftrag der
Deutschen Bahn mit ihrer Baugesellschaft DB ProjektBau GmbH –
eine neue Bahntrasse für einen
Streckenabschnitt, der die Passage durch den Schwarzkopftunnel
ersetzen soll.
Die Baugruben für die in offener
Bauweise hergestellten Tunnelabschnitte werden mit Pfahlwänden und
Verbauwänden gesichert. Außerdem
wird für die Bahndämme der neuen
Zugtrasse eine insgesamt 50.000 m
umfassende Pfahlgründung (Dammgründung) im SOB-Verfahren ausgeführt. Dazu kommt eine Bodenvernagelung auf einer Länge von 550 m
entlang den Bestandsgleisen sowie
Aussteifungen und Verankerungen.
Diorit, Gneis und Bundsandstein
Die Bodenverhältnisse verlangen
den Maschinen und dem Bohrwerkzeug alles ab. Die Herstellung der
Pfähle mit Durchmessern zwischen
900 und 1.500 mm erfolgt im harten
Diorit, in Gneis und Bundsandstein.
Sie reichen bis in eine Tiefe von 25 m,
wo sie bis zu 5 m in Fels eingebunden
werden. Zum Einsatz kommen zwei
Bauer-Drehbohrgeräte der Typen BG
40, zwei BG 28 und eine BG 20, vier
Ankerbohrgeräte und einige Nagelbohr- und Spritzbetongeräte.
Um die bergmännischen Arbeiten
der Tunnelherstellung vorzubereiten,
wurden für die Tunnelportale Baugruben und Spritzbetonwände mit einer
Höhe bis zu 30 m erstellt. Diese Arbeiten führte neben der Bauer Spezialtiefbau GmbH größtenteils die ebenfalls zur Bauer Gruppe gehörende
SPESA Spezialbau und Sanierung
GmbH aus. Für die Spesa zählen die Arbeiten am Projekt »Umfahrung Schwarzkopftunnel« – darunter vor allem
Spritzbetonverbau mit Bodennägeln,
Böschungssicherung mit Spritzbeton
und Bodennägel – zu den größten
Aufträgen der Firmengeschichte. Bislang wurden alle Spritzbetonarbeiten
im Naßspritzverfahren mit Manipulator und verschiedenen Trägergeräten,
wie Teleskopstapler oder Bagger, ausgeführt. Für die Boden- und Felsnägel
wurden Kleinbohrgeräte und Bagger
mit Anbaulafetten eingesetzt. Gebohrt
wurde je nach Untergrund und Nageltyp mit hydraulischem Außenhammer
oder Imlochhammer.
Bauer findet man auch auf YouTube https://www.youtube.com/
BAUERGruppe oder bei Facebook
unter https://www.facebook.com/
BauerAGgroup.
www.bauer.de
18
März 2015
Fahrzeuge
RÜCKFAHRKAMERASYSTEME
Abgestimmt auf den Einsatzzw eck
Rückspiegelmonitor für Baumaschinen, Anschlußkabel für Anhänger ...
Entscheidend ist, ein System zu haben, das die individuellen Anforderungen an Funktion und Anwendung tatsächlich erfüllt. Carlights.de stellt daher Rückfahrkamerasystem-Lösungen
für spezielle Ansprüche zusammen
und berät bei der Auswahl. So gibt es
beispielsweise ein System, das besonders gut für Baumaschinen, Großfahrzeuge und Transporter geeignet ist
und eines, das spezifisch für den Betrieb am Anhänger entwickelt wurde.
Auch für besonders raue Umgebungen gibt es Lösungen mit Kameramodellen, denen weder Schmutz, noch
Regen oder extreme Kälte etwas anhaben können. »Nicht jedes Rückfahrkamerasystem eignet sich auch
für jede Anwendung«, erklärt Christian
Jurtz, Geschäftsführer von Carlights.de.
»Für den Einsatz in Kippern, Mischern
und anderen Baumaschinen, wo der
normale Rückspiegel keine Funktion
mehr hat, empfehlen wir beispielsweise Systeme wie unser CM-ARSRFS2
mit Rückspiegel-internem 4,3“-TFTMonitor.« Hier entfällt der normale
Monitor auf dem Armaturenbrett, das
System kann unsichtbar ins Fahrzeug
integriert werden. Angebracht wird
das Rückspiegel-Display mittels einfacher Snap-on-Montage. Die normale
Spiegelfunktion des Rückspiegels ist
bei diesem System so lange vorhanden, wie der Monitor nicht aktiv ist.
Beim Einlegen des Rückwärtsganges
schaltet sich dieser hinzu und zeigt
das Bild der Rückfahrkamera. Geregelt wird der Monitor über ein OSD-
Menü. Das Display verfügt über eine
LED-Hintergrundbeleuchtung mit einer hohen Auflösung von 1.440 x 274
Pixel und einer Helligkeit von 350 cd.
Zwei Videoeingänge via Cinch sind
ebenfalls vorhanden. Über unterschiedliche Anschlußmöglichkeiten ist
zudem auch ein Dauerbetrieb möglich.
Robuste Kamera mit
Erfassungswinkel von 120°
Im Set ist die robuste Aufbau-Rückfahrkamera IR18 enthalten, die die
Anforderungen der Schutzklasse IP68
erfüllt. Mit ihrem Standfuß, dem
Schutzdach aus Edelstahl und dem
Gehäuse aus massivem Aluminiumdruckguß ist sie ebenfalls sehr gut für
den Einsatz an Baumaschinen geeignet. »Zusätzlich ist eine Spezialbeschichtung mit Lotuseffekt aufgetragen, die das Abgleiten von Wassertropfen ermöglicht und so vor Korrosion schützt«, erläutert Jurtz. Die inklusive Halter 72 x 77 x 52 mm große
Rückfahrkamera ist mit einem 1/3
Sharp Color-Sensor ausgestattet, der
einen Erfassungswinkel von 120° ermöglicht. Die Kamera verfügt über eine Auflösung 628 x 582 Pixel und ein
Farb-TV-System mit einer Auflösung
von 420 TV-Linien.
Monitor mit vier Eingängen und
speziellem Anschlußkabel
Eigens für den Betrieb am Anhänger
hat Carlights dagegen das Rückfahrsystem CM-AHRFS1 entwickelt. Dank
eines speziellen Trailer-Anschlußkabels ist die Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Anhänger über ein 2 mSpiralkabel trennbar. Die Gesamtlänge
des Kabels beträgt 25 m, 8 m davon
sind für das Zugfahrzeug verfügbar,
15 m für den Anhänger. Der im Set
enthaltene 7"-TFT-Monitor CM-MRFS72
kann in einem Spannungsbereich von
12 bis 24 V betrieben werden, wodurch sich das System in sämtlichen
Fahrzeugklassen einsetzen läßt – sei
es im PKW, Wohnmobil oder Transporter, an LKW, Land- oder Baumaschi-
März 2015
nen. Das entspiegelte TFT-Panel verfügt wie im vorherigen Set über eine
LED-Hintergrundbeleuchtung und eine aufsetzbare Sonnenblende, was
auch in hellen Fahrerkabinen eine klare Darstellung sowie bei schwierigen
Lichtverhältnissen eine tadellose Farbund Kontrastwiedergabe ermöglicht.
Komplettiert wird das System für Trailer wiederum durch die robust gefertigte Rückfahrkamera IR18.
Kamera mit
Scheibenwischer und Heizung
Für den Einsatz an Fahrzeugen in
besonders rauen Umgebungen wird
dagegen die Doppel-Shutter-Kamera
CM-DSKRFK empfohlen. Sie ist mit
zwei Kameramodulen ausgestattet,
von denen das eine mit einem Winkel
von 150° den Nahbereich und das andere mit einem Winkel von 53° den
Fernbereich erfaßt. Die Module sind
jeweils mit einem CCD Super HADIISensor von Sony mit einer Auflösung
von 320.000 Pixeln bestückt und sorgen so für eine besonders gute Bildwiedergabe und Übersicht hinter dem
Fahrzeug. Da es besonders in rauen
Umgebungen vorkommen kann, daß
sich beispielsweise aufgewirbeltes
Regenwasser, Schmutz oder Schlamm
auf dem Schutzglas festsetzen, wurde
ein Shutter, also eine automatische
Schutzklappe mit Scheibenwischer
verbaut. Diese Klappe verfügt über eine Öffnung für das zweite Kameramodul, das so immer einen freien Blick
auf den Bereich hinter dem Fahrzeug
hat. »Legt man jetzt den Rückwärtsgang ein, öffnet sich der Shutter und
gibt so auch den Blick für das erste
Kameramodul und damit die Sicht auf
den Nahbereich frei«, erläutert Jurtz.
Zusätzlich wird bei jedem Öffnen und
Schließen des Shutters die Glasscheibe über den Scheibenwischer
gereinigt. So werden auch Verschmutzungen entfernt, die über die das Loch
für die Fernsicht-Kamera eingetreten
sind.
Fotos: Carlights.de
Der Markt für Rückfahrkameras
und -systeme ist mittlerweile stark
umkämpft und die meisten Anbieter locken Kunden mit niedrigen
Preisen. Die Käufer übersehen dabei jedoch häufig, daß die Systeme
nicht so einfach vergleichbar sind
und es nicht nur darauf ankommt,
mit dem billigsten Modell nach
Hause zu gehen.
Für den Betrieb am Hänger
entwickeltes Carlights-System.
www.carlights.de
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Intermat 2015
KLEEMANN
German Design A w ar d 2015
Kleemann-Backenbrecher MOBICAT MC 110 Z EVO.
Für den Backenbrecher MC 110
Z EVO erhielt Kleemann den German Design Award 2015 und damit
den zweiten Designpreis für einen
mobilen Brecher. Eine ExpertenJury hat den Backenbrecher aus
Göppingen in der Kategorie
»Transportation and Public Design«
ausgezeichnet für seine ebenso
erstklassige wie innovative Gestaltung und Technik.
Frische und moderne Optik
Kleemann hat durch die Integration
spezialisierter Produktdesigner in den
Entwicklungsprozeß diese Aspekte
von Anfang an in die Konzeption der
Anlage eingebunden. Das Ergebnis
überzeugt: Rein äußerlich hebt sich
der neue Backenbrecher durch eine
frische und moderne Optik ab. Zudem
ist die Anlage durch Form- und Farbgebung ausgesprochen übersichtlich
und klar gegliedert. Aber das intelligente Design der MC 110 Z EVO bietet noch weitere Vorzüge im Arbeitsalltag. Otto Blessing, Leiter Entwicklung und Konstruktion bei Kleemann,
erklärt die Feinheiten: »Das neue Design ist deutlich wartungsfreundlicher
als andere Maschinen dieser Klasse.
Alle Funktionsbereiche sind gut zugänglich, deshalb ist das Handling
einfach. Dieser Umstand trägt indirekt
zu einer hohen Betriebssicherheit bei.
Fotos: Kleemann
Der German Design Award zeichnet
hochkarätige Produkte aus, die wegweisend in der deutschen und internationalen Designlandschaft sind. Bewertet werden dabei unter anderem
Ergonomie, Funktionalität und Bedienbarkeit, Gebrauchswert, Innovationsgrad, Langlebigkeit, ökologische Verträglichkeit, technische Qualität, technische Funktion, Fertigungstechnik
und -qualität.
So müssen für Wartungs- und Einstellarbeiten große Schutz- oder Designabdeckungen nicht komplett entfernt werden. Statt dessen werden sie
lediglich gelöst und geschwenkt. Darum besteht kein Bedarf mehr, den
Brecher ohne Schutzeinrichtungen zu
betreiben.«
Rüstzeiten drastisch reduziert
Ein anderer Vorteil zeigt sich beim
Aufbau des Brechers auf einer neuen
Baustelle. Dank der klugen Gestaltung
konnte Kleemann die Rüstzeiten drastisch reduzieren. Der Umbau von der
Transport- zur Betriebsstellung dauert
durch die integrierten Trichterwände
und klappbare Seitenbänder nur wenige Minuten. Ein Merkmal, das die
Lohnunternehmen sehr schätzen. Einen spürbaren Beitrag zur Reduzierung der notwendigen Kraftstoffe lei-
20
März 2015
stet der sparsame Brecher-Direktantrieb in Kombination mit elektrischen
Antrieben für Förderrinnen, Bänder
und Vorsieb. Damit kann man die Anlage extrem wirtschaftlich betreiben –
und das mit enormen Leistungsreserven. Das bestätigen Kunden aus verschiedenen Ländern und Marktsegmenten. Nicht zuletzt punktet die MC
110 EVO bei der Beschickung und
Materialförderung. Das Continuous
Feed System (CFS) schafft eine ausgesprochen gleichmäßige Befüllung des
Brechraums und trägt so zu einer signifikanten Leistungssteigerung bei.
Diese und weitere Merkmale des
Kleemann-Brechers haben die Experten-Jury überzeugt, so daß der
mobile Brecher den German Design Award 2015 erhalten hat. Damit gehört er zu den wenigen Produkten aus insgesamt 2.250 Einreichungen, die prämiert wurden.
Dabei ist er in bester Gesellschaft:
unter anderem wurde auch das
neue Motorrad BMW R Nine T, der
aktuelle Audi TT und Kindersitze
von Recaro in der Kategorie »Transportation and Public Design« ausgezeichnet. Die Gewinner und ihre
Produkte wurden bei einem Festakt am 13. Februar 2015 in Frankfurt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Intermat, Paris, 20.04.-25.04.2015,
Stand 5a J 124
www.kleemann.info
Intermat 2015
MERLO
Tr end Z w eit-Merlo
Die Heeb-Schwarz GmbH hat
102 Jahre Erfahrung im Baugeschäft. Einsätze mit Merlo Teleskopstaplern prägen über zwei
Jahrzehnte davon. Bei der Spezialisierung des Unternehmens auf
den Service für Hallenbauer und
Winzer der Rhein-Main-Region
setzt es auf eine Technologie-Mischung, die immer mehr Fans findet: ein Merlo Roto stellt den Kran
und ein zweiter kleinerer den Radlader.
Seit 102 Jahren erfüllt die HeebSchwarz GmbH aus Lonsheim, 30 km
südlich von Mainz gelegen, die Wünsche von Bauherren der Rhein-MainRegion. In nun vierter Generation verbindet das Bauunternehmen Traditionsbewußtsein mit einem Gespür für
Technologie-Trends. 1992 war es einer
der ersten deutschen Käufer von Merlo Teleskopmaschinen. Heute verwendet es die Geräte in einem Mix mit
kontinuierlich wachsender AnhängerGemeinde: ein drehbarer Merlo Kran
im Team mit einem Starrahmen-Modell als kräftigen Radlader.
Michael Schwarz, Geschäftsführer
der Heeb-Schwarz GmbH, sagt: »Teleskopstapler sind heutzutage in der
Baubranche gang und gäbe. Vor zwei
Jahrzehnten sah das ganz anders aus.
Zu der Zeit, da wir das erste Mal über
einen Merlo nachdachten, suchten wir
eigentlich einen Knicklenker. Das System Teleskopmaschine war komplettes Neuland. Daß es die klügere Wahl
ist und bleibt, erleben wir tagtäglich in
unseren Einsätzen.«
Heeb-Schwarz spezialisierte sich für
seine Kunden aus dem Hallenbau unter anderem auf Fundamente. Zudem
war das Unternehmen nach eigener
Aussage erstes im Gebiet, das Fenster
und Öffnungen mit dem Betonschneide-Verfahren anbot. Die Aufgabe des
1992 angeschafften Merlos Nummer
eins, einem P 30.11 XS, war das Bewegen von Fertigteilen auf den Baustellen. Schwarz über Merlo: »Der Teleskop bringt mir im Vergleich zu an-
deren Technologien einen Ladevorteil.
Was ich mit ihm hochhebe, kann ich
auch verfahren. Zusätzlicher Pluspunkt: Investiere ich in einen neuen
Merlo, erziele ich für meinen gebrauchten stets gute Wiederverkaufswerte. Ich sehe die Geräte als rentable
Kapitalanlage.«
Chefsache bei Heeb-Schwarz: Merlo Kran stellt Weintanks aus Edelstahl von bis
zu 1,8 t Gewicht um.
März 2015
Fotos: Merlo
Bauunternehmer belegt Trend zum Merlo-Mix:
1. Teleskop ein Kran und 2. ein Radlader.
Anpassung in Grün: Mit ausgefahrenen
Abstützungen mißt der 360° drehbare
Roto von 4 t Hubkraft knapp 5 m.
Sechs Merlo Maschinen hatte
Schwarz innerhalb seiner TeleskopLaufbahn. Aktuell arbeiten bei ihm ein
endlos drehbarer Roto 40.25 MCSS
und P 32.6 L Plus mit einer Bauhöhe
von zwei Metern. Einen Wettbewerbsvorteil durch seine Merlos erlebte der
Geschäftsführer besonders in der
Phase, da sich das Unternehmen zur
Jahrtausendwende vollständig auf
den Hochbau einstellte. »Gezielt plane
ich Merlo Baustellen. Viele Kundenaufträge kamen und kommen nur
dank der schnell verfügbaren Teleskop-Technik zustande. Bei mir spielt
sie ihr Geld wieder ein.«
Die Region um Lonsheim kennzeichnet der Weinanbau. Schwarz ist
mit seinem Know-how inklusive der
Merlo Krane und Teleskopstapler eine
gefragte Adresse bei Winzern. In ihren
Gasthäusern assistiert er bei Umbauten. Als Chefsache bezeichnet er seine
Qualifizierung auf das bisweilen gefährliche Umstellen von Weintanks,
die bis zu 1,8 t wiegen. Im 15köpfigen
Unternehmen sind außer dem Geschäftsführer drei Mitarbeiter auf die
Merlo Bedienung eingestellt. Schwarz
zur Anwendung: »Unsere Maschinen
mit starrem Rahmen müssen bei Radlader-Arbeiten hart ran. Die Zwei-Meter-Bauhöhe der kleinen Modelle läßt
uns in niedrigen Durchfahrten gut
rangieren. Ideal für unsere Zwecke ist
die Verbindung des großen Rotoren
mit dem Kompaktmodell.«
Burkhard Bauer, Regional-Verkaufsleiter bei Merlo Deutschland, sagt:
»Seit 23 Jahren hält uns Michael
Schwarz die Treue. Er war einer der ersten Kunden, die an das System Merlo
Teleskopmaschine geglaubt haben.
Mit seinem aktuellen Produktmix liegt
er voll im Trend. Große als Krane eingesetzte Rotoren oder Panoramics
werden vielerorts durch wendige
Kompakt-Teleskopstapler ergänzt. Die
Kleinen ersetzen Radlader von 0,6-m3Schaufelvolumen. Und das mit einer
Reichweite und Hubhöhe, die Endkunden immer wieder positiv überraschen.«
Intermat, Paris, 20.04.-25.04.2015,
Stand E5 E 003
www.merlo.de
21
Forschungsprojekt
WDVS
Rückbau, Recy cling und Verw ertung v on W D V S
Zusammenfassung des Fraunhofer IBP/FIW-Berichts.
Möglichkeiten der Wiederverwertung von Bestandteilen des
W DVS nach dessen Rückbau
durch Zuführung in den Produktionskreislauf der Dämmstoffe
bzw. Downcycling in die Produktion minderwertiger Güter bis hin
zur energetischen Verwertung.
Hintergrund und Zielsetzung
Zur Wärmedämmung von Außenwänden sind Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) seit mehr als vier Jahrzehnten die mit Abstand meistgenutzte Option. Seit den 1970er Jahren
spielen dabei Dämmstoffe aus expandiertem Polystyrol (EPS) eine wesentliche Rolle - heute kommt das Material
bei rund 80% aller WDV-Systeme zum
Einsatz. Vor diesem Hintergrund und
mit Blick auf die Tatsache, daß inzwischen viele WDVS der ersten Generation vor der Revision stehen, untersucht die Studie, die im Rahmen der
Antragsforschung der Initiative Zukunft Bau entstanden ist, im ersten
Teil folgende zwei Fragen:
Grundlagen und Status quo
Im ersten Schritt klärt die Studie
über den Projektablauf seit 2012 auf
und legt die Methodik der Arbeit offen. Danach führt sie die nationalen
und europaweiten rechtlichen Rahmenbedingungen auf, die für alle Fragen rund um Rückbau und Recycling
von Wärmedämmverbundsystemen
relevant sind. Es folgen Definitionen
sowie Begriffsklärungen, die das Verständnis der Arbeit erleichtern und
Einblicke in technische Grundlagen
zum Thema WDVS geben.
kommen von 4.440 kt Kunststoffabfall
im Jahr 2011 beziffert die Studie den
Anteil von expandierten Polystyrol aus
dem Baubereich mit 42 kt pro Jahr auf
weniger als ein Prozent.
Als Basis für weitere Berechnungen
nutzt die Studie unter anderem Mengenangaben de s Fachverbande s
WDVS, nach denen zwischen 1960 bis
2012 bundesweit insgesamt 900 Mio. m2
Wärmedämmverbundsysteme verbaut
wurden. Etwa 720 Mio. m2 davon entfallen auf EPS-Systeme. Abhängig von
der Dicke des Dämmstoffs ergibt sich
daraus eine Gesamtmasse zwischen
646 und 1.570 Kilotonnen (kt). Hinzu
kommen weitere verbaute WDVSKomponenten wie Kleber (2.822,4 kt),
Armierungsmörtel (2.880 kt), Armierungsgewebe (130 kt) und Oberputz
(2.160 kt). Befestigungsmittel wie die
rund 2,6 Mrd. Dübel schlagen mit 46,9
kt Metall von und 6,7 kt Kunststoff zu
Buche. Zur Einordnung des Anteils
von EPS lagen Zahlen aus dem Jahr
2011 zugrunde. Von insgesamt ca.
11.860 kt verarbeiteten Kunststoffwerkstoffen kamen 2.780 kt im Baubereich zum Einsatz, hauptsächlich für
Kunststoffprofile und -rohre. EPSDämmstoffe in WDV-Systemen kommen auf einen Anteil von 64 kt im Jahr
2011. Mit Blick auf das gesamte Auf-
was die Arbeit erleichtert und beschleunigt. Allerdings vermischen sich
beim konventionellen Rückbau die
unterschiedlichsten Fraktionen, so
daß für die Trennung und Rückgewinnung verwertbarer Materialen zusätzlicher Aufwand nötig wird. Favorisiert wird deshalb der selektive
Rückbau, der zwar arbeitsintensiver
ist, aber eine rechtzeitige Trennung
der einzelnen Fraktionen ermöglicht.
Umfangreiche Praxistests am Fraunhofer IBP zeigen die Vor- und Nachteile einzelner Varianten des selektiven Rückbaus von WDV-Systemen
auf. Vier Optionen wurden dabei betrachtet: manuelles, maschinelles und
thermisches Entschichten sowie Abfräsen. Eine allgemein vorzuziehende
Handlungsempfehlung wird nicht gegeben, doch die umfangreiche Dokumentation der Untersuchungen erleichtert die Entscheidung für eine jeweils geeignete Methode.
Ein häufiger Rückbaugrund ist die
Tatsache, daß ältere WDV-Systeme
aktuellen Erfordernissen nicht mehr
entsprechen. Im Sinne der Abfallver-
Rückbau und Ertüchtigung:
Praxis und Empfehlungen
Bei den derzeit üblichen Methoden
zum Rückbau von Gebäuden wird üblicherweise zwischen konventionellem
und selektivem Rückbau unterschieden. Ersterer ist durch den Einsatz von
schweren Maschinen gekennzeichnet,
• Was geschieht mit dem Dämmstoff
nach der Nutzungsphase?
• Wird er einer weitergehenden Verwertung zugeführt?
Nach dieser Bestandsaufnahme erarbeitet das Papier im zweiten Teil
Prognosen und Empfehlungen für
• eine Systemweiterentwicklung von
WDVS auf der Basis von EPS
• Rückbauverfahren und
• Verwertungsmöglichkeiten.
Im Blick haben die Autoren dabei
besonders die einschlägigen Regelungen und Verordnungen auf EU-Ebene.
Der Hauptfokus der Untersuchungen
liegt auf dem weitestverbreiteten
Dämmstoff EPS, auch wenn sich einzelne Teilergebnisse auch auf andere
Materialen übertragen lassen.
22
März 2015
Forschungsprojekt
Verwertung:
Möglichkeiten und Grenzen
Drei Möglichkeiten zur Verwertung
von EPS-Abfällen aus WDV-Systemen
stehen laut der Studie prinzipiell zur
Verfügung: die werkstoffliche, die rohstoffliche und die energetische Verwertung. Vor allem die letztgenannte
Option ist dabei von großer praktischer Bedeutung, während die anderen perspektivisch nur eingeschränkt
nutzbar sind. Die werkstoffliche Verwertung (Recycling) wird nach der bevorstehenden Gefahreneinstufung von
HBCD nurmehr ein Schattendasein
führen. Bislang konnte WDVS-Abfall
beispielsweise zu »EPS-Recyclingplatten« mit bis zu 100% Recyclinganteil verarbeitet werden, die etwa für
die Fußbodendämmung oder als Drainageplatten für die Perimeterdämmung einsetzbar sind. Das wird künftig nur mehr mit Alt-EPS ohne das
Flammschutzmittel möglich sein, für
die übrigen Bestände ist dann nur
noch eine energetische Verwertung
möglich. Als Beispiel einer rohstofflichen Verwertung führen die Autoren
das CreaSolv®-Verfahren zur »selektiven Extraktion« von Polystyrol mit Hilfe
organischer Lösungsmittel an. Vorteile
sind hier die Trennung des gelösten
Polystyrol-Polymers vom Flammschutzmittel HBCD und die Rückgewinnung von Brom in einem separaten
Prozeß. Allerdings ist dieses Verfahren
kommerziell bislang nicht nutzbar.
Ent sprechend große Bedeutung
kommt deshalb der energetischen
Verwertung von ausgedientem EPS zu.
Dafür können die kommunalen Anlagen zur Müllverbrennung genutzt
werden und die teilweise Rückgewinnung der eingesetzten Produktionsenergie spricht ebenso für das Verfahren. Die Studienergebnisse zum Thema »energetische Verwertung« gehen
auf einen Großversuch zur Verbrennung von EPS und XPS gemeinsam
mit festem Restmüll zurück. Die Demonstration im Müllheizkraftwerk
Würzburg ergab, daß der Anteil von
EPS-oder XPS-Abfällen aus technischen Gründen 2% des gesamten
Brenngutgewichts nicht überschreiten
sollte. Die gemessenen Schadstoffkonzentrationen lagen unter den
Grenzwerten.
Prognosen und Fazit
Die Recherchen im Rahmen der
Studie belegen ein sehr geringes Abfallaufkommen von EPS aus Wärmedämmverbundsystemen. Ein Grund
dafür sind die Lebenszyklen der bestehenden WDVS, die ursprüngliche
Annahmen teils weit überschreiten.
Dennoch wird das Rückbauvolumen
natürlich in den kommenden Jahren
und Jahrzehnten steigen. Eine verläßliche Zahlenbasis für die zu erwartenden EPS-Mengen gab es bislang
nicht, weshalb die Studienautoren ein
eigenes Prognosemodell auf der Basis
des verfügbaren Datenmaterials entwickelten. Daraus ergeben sich steigende E P S-Rückbaumengen aus
WDVS, die perspektivisch bis 2050
eine Größenordnung von 50 kt pro
Jahr erreichen könnten. Das entspräche etwa der zu erwartenden Jahresproduktionsmengen von EPS für
WDVS und ist mit den bestehenden
Kapazitäten zur Müllverbrennung
leicht beherrschbar. Daher stelle die
energetische Verwertung für die kommenden 10 bis 20 Jahre eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Verwertungsmethode dar.
Die Ertüchtigung bestehender Systeme durch »aufdoppeln« bewerten
die Wissenschaftler als Methode mit
dem geringsten Abfallaufkommen und
Abb.: FV WDVS
meidung wird in diesem Fall die »Aufdopplung« empfohlen. Der bestehende Wärmeschutz wird dabei nicht demontiert, sondern durch eine zusätzliche Dämmschicht ertüchtigt. Die Nutzungsdauer des WDVS könne so auf
einen Zeitraum von 40 bis zu 120 Jahren ausgedehnt werden.
Die ausführliche Broschüre kann beim
Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. abgefordert werden
(E-Mail: info@heizkosten-einsparen.de).
geben ihr den Vorzug vor etwaigen
Rückbauoptionen. Der Rückbau wird
damit allerdings nur hinausgeschoben, weshalb die Entwicklung rückbaufreundlicher Befestigungssysteme
angeregt wird. Sie empfehlen zudem
eine herstellerübergreifenden Positivkennzeichnung von EPS zur Unterscheidung von HBCD-haltigem und
HBCD-freien EPS sowie die Entwicklung eines entsprechenden Schnelltests für den verläßlichen Einsatz auf
der Baustelle. Ebenfalls sinnvoll sei die
Entwicklung fortgeschrittener Techniken, Maschinen und Werkzeuge für
den selektiven Rückbau von einfachem wie aufgedoppelten WDVS.
Auch alternative Fügetechniken wie
temporäre Klebstoffe oder textile
Fügetechniken wie z.B. Klettverschlüsse könnten den Rückbau erleichtern.
Langfristig melden die Wissenschaftler Forschungsbedarf bei der Weiterentwicklung rohstofflicher Verwertungsverfahren wie der selektiven Extraktion an. Auch künftig sei mit steigenden Preisen für Erdöl, dem maßgeblichen EPS-Rohstoff, zu rechnen
und im kommerziellen Maßstab könnten solche Verfahren die natürlichen
Ressourcen langfristig deutlich schonen.
Zusammenfassend verorten sie
den künftigen Fokus von Forschung und Entwicklung auf die
Bereiche Befestigungstechnik,
Aufdopplung und Rückbau, Kennzeichnung, Erkennung und Analyse von HBCD und die Weiterentwicklung von Recyclingverfahren.
Ludger Egen-Gödde
www.heizkosten-einsparen.de
März 2015
23
Auszeichnungen
FÖRDERPREIS
F estliche Ver anstaltung
In den zurückliegenden 30 Jahren erhielten 26 der besten Forschungsarbeiten ihres Jahrgangs
den Förderpreis Beton. Die aktuelle Auszeichnung ging an Dr.-Ing.
Colin Giebson, Bauhaus-Universität Weimar. In seiner Arbeit über
die Alkali-Kieselsäure-Reaktion
erkannte das Preisgericht einen
wichtigen praxisbezogenen Beitrag zur Verbesserung der Dauerhaftigkeit von Verkehrsflächen.
Die festliche Verleihung des Cemex
Förderpreis Beton 2014 fand am 29.
Januar 2015 in Köln statt. Neben dem
Vorstand und Führungskräften der
Cemex Deutschland AG, der Stifterin
des Preises, und den Mitgliedern der
Preisgerichtsjury waren Vertreter der
Bauindustrie, der Forschung, von Verbänden und Fachmedien bei der Feierstunde im Hotel im Wasserturm zugegen.
ist mit 20.000,- € dotiert und wird seit
1984 alle zwei Jahre vergeben.
Rüdiger Kuhn, der Vorstandsvorsizende der Cemex Deutschland AG,
begrüßte die Gäste, die Jury und den
Preisträger zum Festakt in Köln. Er unterstrich, daß Cemex als auslobendes
Unternehmen über die Wahl des
Preisgerichts sehr erfreut sei: »Die
Forschungsarbeit von Dr. Giebson ist
ein wichtiger praxisnaher Beitrag zur
Lösung eines aktuellen Problems der
Betonbauweise, der AKR-Schädigung.
Mit dem Förderpreis Beton wollen wir
junge Wissenschaftler und Baupraktiker ermutigen, in eben dieser Weise
Forschung und Anwendbarkeit miteinander zu verbinden.«
Der Juryvorsitzende Prof. Dr.-Ing.
Harald Budelmann, iBMB TU Braunschweig, lobte das hohe wissenschaftliche Niveau des gekürten Wettbewerbsbeitrags. In der Begründung der
Das Foto zeigt von links nach rechts: die Jurymitglieder Prof. Christoph Gehlen,
Prof. Rolf Breitenbücher, Prof. Harald S. Müller, Prof. Jochen Stark (ehem. Jurymitglied), Prof. Michael Raupach, den Preisträger Dr. Colin Giebson, das Jurymitglied Prof. Michael Ludwig, den Vorstandsvorsitzenden der Cemex Deutschland AG
Rüdiger Kuhn sowie Prof. Harald Budelmann, Vorsitzender der Jury.
Auf der Preisgerichtssitzung im Juni
2014 hatte die mit renommierten Professoren der Baustoffkunde besetzte
unabhängige Jury den Beitrag von
Dr.-Ing. Colin Giebson – »Die AlkaliKieselsäure-Reaktion in Beton für
Fahrbahndecken und Flugbetriebsflächen unter Einwirkung alkalihaltiger
Enteisungsmittel« – aus zwölf hervorragenden Wettbewerbsbeiträgen ausgewählt. Der Cemex Förderpreis Beton
24
Jury heißt es: »Auf der Basis einer tiefgreifenden thermodynamischen Analyse und mittels intelligent angelegter
experimenteller Untersuchungen werden die Schädigungsmechanismen
bei Verwendung unterschiedlicher
Enteisungsmittel widerspruchsfrei
aufgeklärt. Des weiteren werden mit
Hilfe des Vergleichs von Praxisergebnissen an Betonflächen mit eigenen
Untersuchungen an nachgestellten
März 2015
Fotos: Cemex Deutschland
Cemex Deutschland verleiht Förderpreis Beton 2014.
Hinweis:
Ab Juni 2015 können Interessenten die Ausschreibungsunterlagen
für den Cemex Förderpreis Beton
2016 anfordern.
Ansprechpartner:
Peter Lyhs, Director Product Technology der Cemex Deutschland AG,
peter.lyhs@cemex.com, Tel. 0211/
4470-1372.
Betonen für die Praxis wertvolle Erkenntnisse zu den Prüfmethoden für
die zuverlässige A-priori-Beurteilung
des AKR-Schädigungspotentials von
Betonzusammensetzungen erarbeitet.
Die Arbeit stellt damit einen hervorragenden Beitrag zur Beherrschung eines aktuellen Problems der Betonbauweise dar, der beispielgebend für die
Ableitung unmittelbaren Praxisnutzens aus der wissenschaftlichen Forschung ist. Das Preisgericht sieht in
der Arbeit einen wichtigen Beitrag zur
Verbesserung der Dauerhaftigkeit von
Verkehrsflächen aus Beton.«
Nach der feierlichen Preisübergabe
sprach der Autor Walter Kohl als Gastredner zum Thema »Mehr leben und
weniger gelebt werden – Kraftquellen
in mir«. Peter Lyhs, Director Product
Technology der Cemex Deutschland
AG, verantwortet den Wettbewerb für
das auslobende Unternehmen. »Mit
dem Cemex Förderpreis Beton wollen
wir die Wertschätzung der Betonbauweise steigern, wir wollen nachweisen, welche Innovationsfreudigkeit die
Betonbauweise hat«, erklärt er. »Auch
im Segment Verkehrsflächen ist eine
ständige stoffliche und konstruktive
Weiterentwicklung erforderlich. Unser
Preisträger 2014 leistet einen wertvollen, sehr anwendungsbezogenen Beitrag, durch den wir die komplexen
Einflußfaktoren der Alkali-Kieselsäure-Reaktion besser verstehen und in
der Folge vermeiden können.«
www.cemex.de
EDV
BAUSOFTWARE
Jetzt mit BIM starten
anstatt warten
B I M im T iefbau
BRZ-Mittelstandsseminar mit
Schwerpunkthema B I M für
Hoch- und Tiefbau
Die Methode BIM bietet effizientere Prozesse in allen Bauphasen.
Wer sich frühzeitig mit der Methode
beschäftigt, kann entscheidende
Wettbewerbsvorteile erzielen. Im
März 2015 finden die BRZ-Mittelstandsseminare »Building Information Modeling für bauausführende
Unternehmen« statt. Die Seminare
vermitteln wichtige Grundlagen, beleuchten die wesentlichen Aspekte
der Umsetzung und zeigen in Praxisberichten, wie BIM bereits heute
erfolgreich eingesetzt wird.
BRZ-Mittelstandsseminar 2015
am 6. + 7. März 2015, Hamburg.
Infos und Anmeldung unter
www.brz.eu/bim-seminare
Eine Mengenermittlung für alle Bauphasen.
Eine Besonderheit: Das System ist
für den Einsatz im Tiefbau vorgedacht
und ermöglicht die einfache und
schnelle regelbasierte Erstellung von
3D-Volumenkörpern beispielsweise
für Kalkulation oder Abrechnung.
Schlanke Prozesse
und Liquiditätssicherung
Die BIM-Lösung für den Straßen–
und Tiefbaubau ist eine Gemeinschaftsentwicklung von BRZ und islkocher.com, dem Spezialanbieter für
Aufgabenstellungen von Straßen- und
Tiefbauunternehmen mit Sitz in Siegen. »Modellbasiertes Arbeiten im
Tiefbau gewinnt immer mehr an
Bedeutung«, so Frank Kocher, Gründer
und treibende Kraft von isl-kocher.com.
Beispielhaft führt Kocher an: »Die derzeitige Praxis der mehrfachen Mengenermittlung in unterschiedlichen
Detaillierungsgraden stellt einen
großen Kostenfaktor dar, der die
ohnehin knappen Margen der
Straßen- und Tiefbaubetriebe stark
belastet.« Zudem berge jede neue Erfassung Fehlerpotential, vor allem
dann, wenn unterschiedliche Beteiligte mit unterschiedlichen Methoden zu
Werke gehen. Langwierige Meß- und
Prüfvorgänge verzögern auch alle anschließenden Prozeßschritte. »Im ungünstigsten Fall führt das sogar zu gravierenden Liquiditätsengpässen aufgrund einer verspätet erstellten Schlußabrechnung«, ergänzt Johannes Lunz,
Geschäftsführer der BRZ Deutschland
GmbH. Die gemeinsame 5D-BIM-Lösung für den Straßen- und Tiefbau biete »Baubetrieben jeder Größenordnung
entscheidende Vorteile durch die einfache Erstellung und die durchgängige
Arbeit im digitalen Modell.«
Exakte Mengen
bereits in der Angebotsphase
Die Modellerstellung erfolgt wahlweise auf Basis der gelieferten Daten
des Meßgeräts oder unkompliziert
selbst erstellt aus 2D-Plänen. Bereits
in der Kalkulationsphase erfolgt der
Zugriff auf exakte Mengen. Bei Ausschreibungen lassen sich hier wertvolle Vorteile sichern, da Angebote wesentlich exakter kalkuliert und schneller erstellt werden. Für die Arbeitsvorbereitung werden die Mengen im Modell nach einzelnen Arbeitsabschnitten geplant. Diese Informationen werden als exakte Bestellmengen für die
Beschaffung oder die Erstellung eines
Bauzeitenplans genutzt. Zudem ist der
Export von Daten für die satellitengestützte Maschinensteuerung über
GPS möglich. Im Projektcontrolling
kommt die fünfte Dimension des Modells zum Tragen. Zu jeder Zeit lassen
sich die im Modell ermittelten Sollmengen, -kosten und -zeiten mit den
Ist-Werten abgleichen.
Foto: BRZ
Building Information Modeling
speziell für den Tiefbau: »BRZ.BIMTiefbau« ermöglicht modellbasierend eine Prozeßoptimierung über
alle Phasen im Tiefbauprojekt. Von
der Mengenermittlung in der Kalkulation und Angebotserstellung
über die Arbeitsvorbereitung bis
hin zu Projektcontrolling und Abrechnung lassen sich Mengen,
Zeiten und Kosten in einem einzigen 5D-Datenmodell durchgängig
abbilden und steuern.
Frank Kocher, Geschäftsführer von
isl-kocher.com (rechts) und
BRZ-Geschäftsführer Johannes Lunz.
Leichte Abrechnungen
Auf Basis der vom Auftraggeber zur
Verfügung gestellten Daten und 2DPläne werden je nach Bedarf 3D-Modelle des Bauwerks, digitale Geländemodelle, Querprofile und Absteckdaten für beliebige Vermessungsgeräte
und 3D-Maschinensteuerungen erzeugt. So wird beispielsweise auch die
Berechnung von Erdmassen im Aufund Abtrag entscheidend erleichtert.
Die vollständige Konformität zu den
Regelungen für die Elektronische
Bauabrechnung (REB) vereinfacht
und beschleunigt die Prüfung und ermöglicht die schnellere Rechnungsabwicklung und hat damit positive
Auswirkungen auf die Liquidität im
Bauunternehmen. Die Flächenberechnungen erfolgt dabei über die
grafische Mengenermittlung. »Selbst
komplexe Abrechnungen werden dadurch einfach wie Malen nach Zahlen«, so Frank Kocher.
Baufortschritt erst
simulieren dann live steuern
Ausgangspunkt ist auch im Kanalund Rohrleitungsbau das 3D-Modell,
das gegebenenfalls innerhalb kürze-
März 2015
ster Zeit und »intuitiv nahezu ohne Expertenwissen direkt aus PDF-Dateien
erstellt wird«, erläutert Frank Kocher.
Die erzeugten 3D-Modelle entsprechen den Anforderungen von EN
1610, DIN 4124 und VOB. So gelingt
eine extrem schnelle Mengenprüfung
bereits in der Kalkulationsphase. Zudem lassen sich beispielsweise die Simulation des Baufortschritts, die Verwaltung von Fertigstellungsgraden,
die 3D-Baggersteuerung oder die
schnelle Abrechnung und Prüfung
über ein einziges Datenmodell abbilden. Ein Alleinstellungsmerkmal ist, so
Frank Kocher, »daß das Modell zur
Kalkulation, zur Ermittlung von Bestellmengen und für die GPS-Maschinensteuerung die realen Baukörper
berücksichtigt, zur Prüfung und Abrechnung jedoch virtuelle Abrechnungskörper, zum Beispiel nach laufenden Metern ausgibt.« Für eine weitere vereinfachte Kommunikation ohne Mißverständnisse werden unterschiedliche Abrechnungsvorschriften
der Auftraggeber im Programm hinterlegt und bei zukünftigen Aufträgen
ganz einfach wiederverwendet.
Starke Partner in Sachen BIM
Seit rund 25 Jahren beschäftigt sich
Frank Kocher mit der Optimierung der
Abläufe im Bauprozeß. In der engen
Kooperation mit BRZ sehen beide
Partner einen weiteren wichtigen
Schritt, um die Baubetriebe im
Straßen- und Tiefbau entscheidend zu
unterstützen, effizienter und damit
profitabler zu arbeiten. Für BRZ bedeutet die strategische Partnerschaft
mit isl-kocher.com eine wertvolle
Komplettierung des Portfolios im
Kompetenzfeld BIM.
www.brz.eu/de
25
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
BAUKONJUNKTUR
Dezember 2014: Baugew erblicher Umsatz
10 P r ozent unter Vorjahr esniv eau
Der baugewerbliche Umsatz lag
im Dezember 2014 in fast allen
Sparten unter Vorjahresniveau. Allein der Bereich »sonstiger Tiefbau« konnte einen Zuwachs von
6,3 Prozent verzeichnen und der
Straßenbau schließt den Monat
wie im Vorjahr. Weiter rückläufig
war der Auftragseingang im
Straßenbau. Hier kam es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang von 48,8 Prozent.
Bauhauptgewerbe Berlin-Brandenburg
Geleistete Arbeitsstunden
Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,3
Prozent auf 4,515 Millionen Stunden.
Insgesamt wurden bis Dezember in
der Region 66,669 Millionen Stunden
geleistet. Das entspricht einem Plus
von 3,4 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. In der kumulierten Betrachtung kam es im Gesamtjahr 2014
nur im Bereich öffentlicher Hochbau
zu einem leichten Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden (-0,7 %), in allen anderen Bereichen wurde mehr
gearbeitet.
Bauarbeitsmarkt
Die Lage auf dem Bauarbeitsmarkt
hat sich im Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat verbessert. Die Baufirmen beschäftigten insgesamt 36.982 gewerbliche Arbeitnehmer. Das sind 2,0 Prozent mehr als
im Dezember 2013. Im Vergleich zur
Vorjahresperiode arbeiteten von Januar bis Dezember 1,8 Prozent mehr
gewerbliche Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe.
Baugewerblicher Umsatz
Der baugewerbliche Umsatz lag im
Dezember 2014 mit 673 Millionen
Euro um 10,6 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats, was unter anderem dem Einbruch im Wirtschaftsbau (-18,6 %) und im öffentlichen Hochbau (-15 %) geschuldet ist.
Einzig im Bereich sonstiger Tiefbau
konnte ein Zuwachs von 6,3 Prozent
verzeichnet werden. Der Straßenbau
weist im Vergleich zum Vorjahresmonat keine Veränderungen aus.
In der kumulierten Betrachtung fällt
das Gesamtergebnis positiv aus. Der
baugewerbliche Umsatz in der Region
Berlin-Brandenburg liegt von Januar
bis Dezember mit 4,4 Prozent erneut
über dem Vorjahresumsatz. Lediglich
im öffentlichen Hochbau (-5,0 %) und
26
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.
im Wirtschaftsbau (-0,2 %) wurde im
Gesamtjahr ein negatives Ergebnis erzielt.
Auftragseingang
Der Auftragseingang lag im Dezember insgesamt bei 269 Millionen Euro
und stieg somit um 10,2 Prozent zum
Vergleichsmonat des Vorjahres. Dennoch kam es in der differenzierten Betrachtung im Vergleich zum Vorjahresmonat im Dezember zu einem Auftragsrückgang im Bereich Straßenbau
März 2015
(-48,8 %), im Wirtschaftsbau (-22,4 %)
und im öffentlichen Bau (-8,5 %). Im
Gesamtergebnis hat sich der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe
von Januar bis Dezember 2014 um 1,3
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessert. Und das, obwohl
die Bereiche des öffentlichen Baus im
Gesamtjahr 2014 weniger Aufträge
verzeichnen konnten als im Vorjahr.
Tina Lohmann-Wolters
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
WIRTSCHAFT
W ir w ollen die Spiele!
Nachhaltig und gerecht, so würden
die Olympischen und Paralympischen
Sommerspiele in erster Linie sein,
würde das IOC den Wünschen des
Berliner Senats folgen und die Bundeshauptstadt als Austragungsort nominieren. »Wir wollen die Spiele – weil
sie für eine moderne Stadt wie Berlin
eine einmalige Chance bieten,« sagte
Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer
des Bauindustrieverbands. In der Tat,
Vergleichszahlen aus London zeigen,
daß in Berlin mit Investitionen in die
gesamte Infrastruktur in Höhe von
2,5 Mrd. Euro gerechnet werden kann.
Das würde während der Bauphase
15.000 bis 20.000 Arbeitsplätze schaffen bzw. sichern. Die Länder Berlin
und Brandenburg würden enorm von
den Olympischen und Paralympischen
Sommerspielen profitieren. Im vor-
Foto: Tina Lohmann-Wolters
Der Bauindustrieverband BerlinBrandenburg unterstützt die Interessensbekundung des Berliner
Senats bei der Bewerbung um die
Ausrichtung der Olympischen und
Paralympischen Sommerspiele im
Jahre 2024. Eine Entscheidung für
Berlin hätte jahrelange positive
wirtschaftliche Effekte für die gesamte Region und würde 15.000
bis 20.000 neue Arbeitsplätze
schaffen und sichern – allein in der
Bauausführung. Gemeinsam mit
Arbeitssenatorin Dilek Kolat, dem
Einzelhandelsverband BerlinBrandenburg und dem Deutschen
Hotel- und Gaststättenverband
Dehoga sprach sich der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
im Roten Rathaus zu Berlin für die
Austragung der Spiele aus.
und nachgelagerten Bereich kann mit
dem Faktor 2,5 kalkuliert werden, was
einem zusätzlichen Investitionsvolumen von 6,25 Mrd. Euro entspricht
und noch einmal mindestens genauso
viele Arbeitsplätze wie beim eigentlichen Bauen schaffen oder sichern
würde. Somit würden die Spiele in der
Bauwirtschaft insgesamt 30.000 bis
40.000 Arbeitsplätze schaffen oder sichern. »Wir sind ein bekennender
Gegner der Schwarzarbeit und unsere
Mitgliedsunternehmen arbeiten mit
Löhnen deutlich über dem Mindestlohnniveau von 8,50 Euro pro Stunde«,
erklärte Axel Wunschel.
Welche Effekte die Olympischen
Spiele für eine Region haben, läßt sich
am Beispiel München ablesen: Seinerzeit hat München eine U-Bahn be-
kommen, ohne die die Entwicklung
der Stadt in den letzten Jahrzehnten
gar nicht möglich gewesen wäre.
Der Bauindustrieverband BerlinBrandenburg spricht sich nicht zuletzt
deshalb für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele aus, da
Sportstätten und Infrastruktur in Berlin vorhanden sind und diese ohnehin
saniert werden müssen. Auch die Barrierefreiheit sei an öffentlichen Orten
ein wichtiges Thema und müsse
ohnehin realisiert werden. Warum
nicht im Rahmen der Olympischen
und Paralympischen Sommerspiele.
»Dieses stünde der Kulturhauptstadt
Berlin gut zu Gesicht«, so Wunschel
abschließend.
Tina Lohmann-Wolters
Geburtstage leitender Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen im März 2015
Annett Papert, Geschäftsführerin
Dipl.-Ing. Manfred Wacker, Techn. Geschäftsführer
Marko Lehmann, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Thilo Warlich, Niederlassungsleiter
Brigitte Spruch, Geschäftsführerin
Dipl.-Ing. Theo Reddemann, Geschäftsführer
Harald Großkinsky, Geschäftsführer
Dr.-Ing. Giselher Grenzdörfer, Geschäftsführer
Bw. VWA Ralf Behn, Prokurist
Dipl.-oec. Rainer Koßmann, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Makis Karagiannis, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Henry Schöne, Prokurist
Eric Bloc, Geschäftsführer
Roland Osiander, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Manfred Trömel, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Uwe Freitag, Techn. Leiter
Angelica Tauchert, Geschäftsführerin
KURO Kunststoff-Rohr-Zentrale GmbH
STRABAG Rail GmbH, Direktion Bahnbau
PORR Deutschland GmbH, Zweigniederlassung Berlin
HOCHTIEF Building GmbH, Niederlassung Berlin
Helmuth Spruch Bauunternehmung GmbH
Echterhoff Bau GmbH, Zweigniederlassung Berlin
Gebrüder Kemmer GmbH
EUROVIA Verkehrsbau Union GmbH
HOCHTIEF Building GmbH, Niederlassung Berlin
Echterhoff Bau GmbH, Zweigniederlassung Berlin
Schälerbau Berlin, Nl. der August Reiners Baunternehm. GmbH, Bremen
Sersa GmbH, Technisches Büro Berlin
Eric Blok Tief- und Straßenbau GmbH
BMA Baureparaturen, Modernisierungs- und Ausbau GmbH
mib märkische ingenieurbau GmbH, Hauptverwaltung
mib märkische ingenieurbau GmbH, Hauptverwaltung
GRAMETKE & Co. GmbH, Tiefbauunternehmen
04.03.1968
05.03.1955
06.03.1970
07.03.1963
12.03.1950
14.03.1963
14.03.1960
15.03.1957
15.03.1961
18.03.1950
20.03.1964
22.03.1957
23.03.1950
24.03.1957
27.03.1951
29.03.1963
31.03.1954
Präsidium/Geschäftsführung
RA Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V., Hauptgeschäftsstelle
27.03.1960
März 2015
27
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
KURZNACHRICHTEN
V B L - Alle F r aktionen sind sich einig!
Der Bauindustrieverband BerlinBrandenburg begrüßt die Einigkeit
der Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses zum Thema Verkehrslenkung Berlin (VLB). Auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen waren die seit langer Zeit
vom Bauindustrieverband BerlinBrandenburg geforderten Schritte
zur Diskussion zwischen den Parteien gekommen.
Eine Mahnwache der Bauwirtschaft
vor der Berliner Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt im Oktober vergangenen Jahres hatte auf
die massiven Auswirkungen des Investitionsstaus in der Bundeshauptstadt
hingewiesen. Seit dem sind zielführende Gespräche mit allen Beteiligten
geführt sowie ein Workshop zur Steigerung der Antragsqualität veranstaltet worden.
Den Worten folgen nun Taten – darüber freut sich der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg und erklärt
aber auch noch einmal die Dringlichkeit, die Einigkeit der Fraktionen beim
Thema VLB zu nutzen und die notwendigen Schritte schnell im Ausschuß für Bauen, Wohnen und Verkehr zu diskutieren. »Es ist wichtig,
daß das Thema jetzt nicht hinten angestellt wird, sondern schnell die
möglichen Wege zur Verbesserung
der Genehmigungsverfahren eingeleitet werden«, sagte Axel Wunschel,
Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands.
Tina Lohmann-Wolters
Bauwirtschaft erw artet Br anchennachwuchs auf
der Messe W AS S E R B E R LI N I N T E R NAT I O NAL
Begeistert und interessiert sollen sie
werden, die »Mitarbeiter von morgen«.
Dafür präsentiert sich der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg mit
einem Gemeinschaftsstand von Unternehmen der Wasserwirtschaft und
zahlreichen Aktionen auf der WASSER
BERLIN INTERNATIONAL – der Leitmesse der Wasserwirtschaft. In der
Zeit vom 25. bis zum 27. März finden
zahlreiche Angebote statt, die den
Austausch zwischen Unternehmen
der Wasserwirtschaft und Nachwuchskräften fördern.
www.wasser-berlin.de/WASsERLEBEN/
Tina Lohmann-Wolters
25 Jahr e Bauindustrieband Berlin-Br andenbur g
»P r estige-Objekte« der Bauwirtschaft
Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider hatte es
bereits in ihrer Rede beim Neujahrsempfang und Auftakt des Jubiläumsjahres des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg betont: Zum Wiederaufbau der Länder Berlin und Brandenburg hat
die Bauwirtschaft einen entscheidenden Beitrag geleistet.
Diesem Beitrag, den jedes einzelne
Mitgliedsunternehmen geleistet hat,
möchte der Bauindustrieverband anläßlich seines 25jährigen Jubiläums
eine ehrende Bühne geben und ruft
dazu auf, Bilder der schönsten Projekte einzusenden.
Denn in 25 Jahren ist viel passiert!
Bestimmt gibt es realisierte Bauprojekte, an das sich die Unternehmen
gerne erinnern, auf das Sie mit Stolz
blicken. Der Verband würden gern den
Beitrag der vergangenen 25 Jahre der
Unternehmen des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg zum Wiederaufbau zeigen!
Wo hat ein Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau Ost
geleistet?
Der Bauindustrieverband BerlinBrandenburg bittet um Einsendung
von Bildmaterial – gern auch in der
vorher-/nachher Ansicht – zusammen
mit einer kurzen Beschreibung des
Projektes (Baujahr, Standort, kurze
Projektbeschreibung) und einer Zusammenfassung der Gründe, die dieses Projekt zu einem besonderen
»Prestige-Objekt« machen, bis zum 15.
März 2015 an tina.lohmann-wolters@bauindustrie-bb.de. Die Qualität
der Bilder sollten 300 dpi nicht unterschreiten.
Der Bauindustrieverband freut
sich auf spannende Geschichten!
Tina Lohmann-Wolters
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März 2015
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
RECHT
F olgen v on K alkulationsf ehlern im Angebot
Wer ein Angebot im Rahmen einer Ausschreibung abgibt, ist
daran gebunden und erhält mit Zuschlag den Auftrag zu den von ihm
erklärten Bedingungen. Dies ist
keine Besonderheit der öffentlichen Auftragsvergabe.
Bei allen Verträgen gilt: »Wer einem
anderen die Schließung eines Vertrages anträgt ist an den Antrag (bis zum
Ende der Annahmefrist) gebunden, es
sei denn, daß er die Gebundenheit
ausgeschlossen hat«, § 145 BGB. Wer
sich an sein Angebot nach Zuschlagserteilung gleichwohl nicht binden lassen möchte und zum Beispiel die Ausführung verweigert, ist zum Schadensersatz verpflichtet. Das ist nicht immer
fair, zumal dann nicht, wenn der öffentliche Auftraggeber erkannt hat,
daß er einen Zuschlag auf ein nicht
auskömmliches Angebot erteilt hat,
etwa wenn es erheblich unter der eigenen Kostenschätzung liegt. Auch
vergaberechtlich ist die Zuschlagserteilung auf einen unangemessen
niedrigen Preis nicht zulässig (§ 16
Abs. 6 VOB/A). Auf diese Vorschrift
kann sich der falsch kalkulierende
Bieter jedoch nicht berufen.
Was ist aber, wenn der öffentliche
Auftraggeber vor Zuschlagserteilung
sicher weiß, daß das von ihm für den
Zuschlag in Betracht kommende Angebot falsch kalkuliert wurde, etwa
weil der Bieter nach Angebotsabgabe
- aber vor Zuschlag - ausdrücklich
darauf hingewiesen und gebeten hat,
das Angebot nicht zu werten. Mit einer solchen Fallkonstellation beschäftigt sich der Bundesgerichtshof (BGH)
in seinem Urteil vom 11.11.2014 (Az. X
ZR 32/14). Dort hatte der Bieter der
Vergabestelle vor Zuschlagserteilung
mitgeteilt, daß er die falsche Abrechnungseinheit verwendet hat. Dies
ignorierte die Vergabestelle und erteilte diesem Bieter den Zuschlag, weil er
das weitaus günstigste Angebot abgegeben hatte. Nachdem der Auftragnehmer erklärte, den Auftrag nicht
auszuführen, erklärte die Vergabestelle den Rücktritt und beauftragte
einen anderen Bieter, der den Auftrag
schließlich zu einem weitaus höheren
Preis ausführte. Die Differenz forderte
die Vergabestelle als Schadensersatz.
Der Bundesgerichtshof lehnte diesen Anspruch ab. Die Bezuschlagung
des offen kommunizierten falsch kalkulierten Angebots stelle eine unzulässige Rechtsausübung dar. Der öffentliche Aufraggeber verletze das allgemeine Rücksichtnahmegebot, wenn
er den Zuschlag auf ein offenkundig
erkanntes, unrichtig kalkuliertes Angebot erteilt. Er kann daher auch keinen Schadensersatz fordern. Zwar
dürfe das Rücksichtnahmegebot nicht
dazu führen, daß sich Bieter unter einem Vorwand von ihrem Angebot lösen können, nur weil sie eine besonders günstige Kalkulation nach Angebot s abgabe nachträglich reuen.
Gleichwohl dürfe sich die Vergabestelle treuwidrig nicht der Erkenntnis
verschließen, wenn ein Angebot von
einem ganz erheblichen Kalkulationsirrtum beeinflußt war. Hierfür hatte die
Vergabestelle in diesem Fall auch hinreichend Indizien. Denn das nächsthöhere Angebot lag mehr als 170.000 Euro
über dem des falsch Kalkulierenden.
Eine Verpflichtung, aus Rücksichtnahme auf die Interessen des Bieters von
der Zuschlagserteilung abzusehen,
greift nicht erst dann, wenn dessen
Rechtsanwalt Martin Wittjen
Telefon: 0331/7446-146
wirtschaftliche Existenz bei der Erteilung des Zuschlages auf dem Spiel
steht. Entscheidend ist, daß zwischen
dem Wert der für den Auftraggeber erbrachten Leistungen und dessen Gegenleistung eine unbillige Diskrepanz
herrscht, so daß der Auftraggeber den
irrig kalkulierten Preis billigerweise
nicht mehr als auch nur im Ansatz
äquivalentes Entgelt für die zu erbringende Leistung auffassen kann, so der
BGH.
Auf auffällig preislich »zu günstige«
Angebote können und sollten Vergabestellen einen Zuschlag nicht erteilen; zumal dann nicht, wenn ihnen
auch noch ausdrücklich mitgeteilt
worden ist, daß der angebotene Preis
wegen unrichtig übernommener Abrechungseinheiten nachvollziehbar
falsch kalkuliert wurde. Eigentlich eine
Selbstverständlichkeit und ein Gebot
der Fairneß. Merkwürdig, daß ein an
Recht und Gesetz gebundener öffentlicher Auftraggeber sich das erst vom
Bundesgerichtshof sagen lassen muß.
RA Martin Wittjen, Bauindustrieverband
Berlin-Brandenburg e.V., Geschäftsstelle Potsdam
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.
Hausadresse:
Karl-Marx-Straße 27, 14482 Potsdam
Postanschrift:
Postfach 60 15 62, 14415 Potsdam
Telefon:
0331/74 46-0, Fax: 0331/74 46-166
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Gründung:
9. Mai 1990
Präsident:
Dipl.-Ing. Marcus Becker, Geschäftsführer Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH,
Kronprinzendamm 15, 10711 Berlin, Telefon: 030/81 03 10-402, Fax: 030/81 03 10-411
Vizepräsident:
Dipl.-Ing. Wolfgang Frey, Geschäftsführer TRP Bau GmbH,
Stahnsdorfer Straße 107, 14513 Teltow, Telefon: 033 29/60 44-0, Fax: 033 29/60 44-11
Hauptgeschäftsführer: RA Axel Wunschel, Telefon: 0331/74 46-142, Fax: 0331/74 46-166
Pressesprecherin:
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März 2015
29
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ISSN 1435-1714, A 46108,
18. Jahrgang
Verbreitung:
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