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- Baukultur Bonn

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Führungen der WERKSTATT Baukultur Bonn
Frühjahr 2015
immer samstags
immer um 13 Uhr
immer kostenfrei
1975 – 2015
40 Jahre
Europäisches
Denkmalschutzjahr
März:
14.03.: Die Integrierte Gesamtschule Beuel (Siegburger Straße 321)
21.03.: Der Sportpark Nord (Kölnstraße 250)
28.03.: Der Schürmann-Bau (Deutsche Welle) (Ecke Heussallee/Kurt-Schumacher-Str.)
April:
04.04.: --- keine Führung --11.04.: Die Didinkirica Bauten (Ecke Rosenthal/ Am Johanniskraut)
18.04.: Architektur der 1960/70er Jahre in Dottendorf (Dottendorfer Str. 41)
25.04.: 40 Jahre Bonner U-Bahn (Bonner Loch/Bahnhofsvorplatz)
Mai:
02.05.: Das Bürgermeister-Stroof- Haus (Adelheidisstraße 3, Vilich)
09.05.: Postmoderne in der Südstadt (Hotel Bristol, Ecke Prinz-Albert-Straße)
1975-2015: Die Werkstatt Baukultur Bonn feiert 40 Jahre Europäisches Denkmalschutzjahr!
"Eine Zukunft für unsere Vergangenheit": Unter dieses Motto hatte der Europarat das Europäische
Denkmalschutzjahr gestellt, das er für 1975 ausgerufen hatte und das in zahlreichen europäischen
Ländern mit Ausstellungen, Kolloquien und Kampagnen begangen wurde. Der Begriff "Zukunft" war
zu Beginn der 1970er Jahre erstmals im kritischen Licht erschienen. Nach der Boom- und
Expansionseuphorie der Wiederaufbau- und Wirtschaftswunderzeit wurde damals angesichts von
Ölpreisschock und den "Grenzen des Wachstums" erstmals deutlich, was künftige
Herausforderungen sein würden. Eine der bis heute wirkmächtigen Entwicklungen war ein
wiedererwachendes Interesse an historischem kulturellem Erbe. Ganz besonders Baukunst und
Städtebau des 19. Jahrhunderts, die lange Zeit verschmäht worden waren, wurden in ihren
Qualitäten wiederentdeckt und positiv neu bewertet. Das Engagement, das zahlreiche
Privatpersonen, Vereine und Bürgerinitiativen seit den 1960er Jahren gezeigt hatten, fand letztlich
mit dem Denkmalschutzjahr seine Krönung. 40 Jahre später ist die staatliche Denkmalpflege ein nicht
mehr wegzudenkender Akteur geworden, das zivilgesellschaftliche Engagement in Deutschland ist
ungebrochen stark. Ein Blick im Abstand von 40 Jahren zeigt aber auch die Qualitäten der damals
neugebauten Architektur: Was um 1975 als abschreckendes Gegenbild genutzt wurde, um ältere
Bauten positiv darzustellen - also Bauten wie Stadthaus, Südüberbauung oder Bonner Loch -, gehört
nun einer abgeschlossenen Epoche an und muss von einer jüngeren Generation seinerseits in seinen
gestalterischen Qualitäten neu entdeckt werden. So wie es gelungen ist, die Baukunst des
Historismus für moderne Wohnzwecke zu vitalisieren, sollte es doch auch mit den damals
hochmodernen Neubauten gelingen. Die Werkstatt Baukultur Bonn feiert das 40. Jubiläum des
Europäischen Denkmalschutzjahres mit einem Führungsturnus zu thematisch ausgewählten Bauten
und lädt dazu ein, sich auf Entdeckungsreise zu begeben und über Wertzuschreibungen
nachzudenken.
Samstag, 14. März 2015 um 13 Uhr
Die Integrierte Gesamtschule Beuel
Treffpunkt: Vor dem Haupteingang (Siegburger Straße 321)
Vor kurzem ist mit dem Gebäude der Kölner Musikhochschule erneut ein Bauwerk der 1970er Jahre
in der Region unter Denkmalschutz gestellt worden. Das dort verantwortliche Kölner Büro BAUTURM
hat wenig später mit der Gesamtschule in Beuel ein weiteres außergewöhnliches Bildungshaus
entworfen, das mit seinen roten Metallfassaden schon auf den ersten Blick auffällt. Die Führung
widmet sich dieser speziellen Ästhetik der Zeit um 1980 und erschließt das Innenleben der Schule mit
ihren "Klassenhäusern" und "dorfartigen Plätzen".
Samstag, 21. März 2015 um 13 Uhr
Der Sportpark Nord
Treffpunkt: Haupteingang Stadion (Kölnstraße 250)
Der Sportpark entstand von 1967 bis 1970 nach Plänen des Bonner Architekten Ernst van Dorp sowie
des Gartenarchitekten Wolfgang Darius. Er ersetzte die Sportanlagen der Stadt Bonn in der Gronau
am Rande des Parlaments- und Regierungsviertels, die der Bund 1966 für den Bau neuer
Parlamentsgebäude von der Stadt für 90 Millionen DM erworben hatte, aus denen der Bau des
Sportparks finanziert wurde. Das Gelände war zuvor als Müllkippe genutzt und vor dem Bau des
Stadions abgesenkt worden. Gemeinsam mit dem südöstlich angrenzenden Wohnpark Lindenhof
wurde der Sportpark als Teil einer Gesamtkonzeption zur städtebaulichen Aufwertung des Bonner
Nordens gebaut.
Samstag, 28. März 2015 um 13 Uhr
Der Schürmann-Bau (Deutsche Welle)
Treffpunkt: Ecke Heussallee/Kurt-Schumacher-Str.
Anfang der 1980er Jahre beschloss der Bundestag, Abhilfe für die beengten Platzverhältnisse im
Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“ zu schaffen. In einem der größten Architektenwettbewerbe
der deutschen Nachkriegszeit setzte sich 1983 schließlich der Entwurf des Kölner Architekturbüros
Schürmann durch. Bis zu seiner Fertigstellung 2002 musste das Gebäude einiges über sich ergehen
lassen. Geplant als Abgeordnetenbürohaus dient es heute als Hauptsitz der Deutschen Welle. Direkt
am Rhein gelegen ist dieses Gebäude eines der Hauptzeugnisse des Regierungsumzuges.
Samstag, 11. April 2015 um 13 Uhr
Die Didinkirica Bauten
Treffpunkt: Ecke Rosenthal/ Am Johanniskraut
Das auffallende Gebäudeensemble im Bonner Norden bestehend aus vier mehrgeschossigen,
terrassierten und um einen Innenhof gelegenen Bauriegeln ist eine Besonderheit in Bonn. Dort wo
bis 1969 noch die Loe-Kaserne stand, wurden 1976 die „Didinkirica Bauten“ fertiggestellt. Im
Innenhof dieser kann man seit 1978 verschiedene Reste des Römerlagers erkunden. Seit kurzem wird
über eine Verdichtung und Modernisierung der Anlage diskutiert, was diese in ihrer
Erscheinungsform zu verändern droht.
Samstag, 18. April 2015 um 13 Uhr
Architektur der 1960/70er Jahre in Dottendorf
Treffpunkt: Vorplatz Ortszentrum (Dottendorfer Str. 41)
Im Mittelpunkt steht das Dottendorfer Ortszentrum, ein auf das Jahr 1975 zurückgehender Entwurf
des Bonner Architektenpaares Stephan und Ursula Legge, dessen Zukunft zurzeit unklar ist. Unter
seiner verschachtelten Dachlandschaft bietet der Bau Platz für verschiedene Funktionen, bis ins
Detail ist er planvoll gestaltet worden. Einige Eindrücke aus benachbarten Straßen und ein Blick auf
die in den sechziger Jahren erweiterte Kirche St. Quirinus vervollständigen die Führung.
Samstag, 25. April 2015 um 13 Uhr
40 Jahre Bonner U-Bahn
Treffpunkt: Bonner Loch (Bahnhofsvorplatz)
2015 feiert die Bonner Untergrundbahn 40 Jahre Bestehen. Ein besonderer baukultureller Schatz sind
ihre Haltestellen aus der damaligen Zeit, beispielsweise Universität/Markt, Juridicum oder
Heussallee. Sie sind bis heute im zeittypisch technisch-futuristischen Design weitgehend unverändert
erhalten. Stellenweise erinnern sie gelegentlich sogar an Raumschiffe! Auch die oberirdischen
Haltestellen haben einiges zu bieten, z.B. die Sonnenschirm-Ästhetik. Zwischen Science-Fiction und
Münchener Olympia-Zelt: Wer Freude an den 1970er Jahren hat, sollte diesen Anlagen einen zweiten
Blick gönnen. Die Führung lädt ein, über alte und neue baukulturelle Werte nachzudenken, gerade
auch in dem Wissen, dass für den U-Bahnbau viel historische Bausubstanz geopfert wurde.
Samstag, 02. Mai 2015 um 13 Uhr
Das Bürgermeister-Stroof- Haus
Treffpunkt: Adelheidisstraße 3, Vilich
Das ehemalige Wohn- und Amtshaus Leonard Stroofs, dem ersten Bürgermeister der 1808
gegründeten Gemeinde Vilich, ist mittlerweile eine Beueler Kulturstätte und auch ein geschütztes
Denkmal der Stadt Bonn. Die Entwicklung des Hauses geht zwar bereits auf das 15. Jahrhundert
zurück, erhielt seine besondere Gestaltung aber erst um 1800 durch den Einfluss Stroofs. Darüber
hinaus glänzt das Gebäude nicht nur als Geschichts- und Architekturdenkmal, sondern auch durch
viele weitere Besonderheiten, die in der Führung eingehendere Betrachtung finden werden.
Samstag, 09. Mai 2015 um 13 Uhr
Postmoderne in der Südstadt
Teffpunkt: Hotel Bristol, Ecke Prinz-Albert-Straße/Poppelsdorfer Allee
Die Südstadt zählt heute zu den begehrtesten Wohnlagen der ehemaligen Bundeshauptstadt und ist
mit ihrem umfangreichen historistischen Bauerbe ein Ensemble, das in Deutschland seinesgleichen
sucht. Doch die heute hohe Wertschätzung der Südstadt unterlag Schwankungen. Entstanden als
gehobene bürgerliche Wohngegend im 19. Jahrhundert, stand das Viertel nach dem Zweiten
Weltkrieg zur Disposition und war vom Abriss bedroht. Im Zuge des Europäischen
Denkmalschutzjahres 1975 und damit einhergehendem bürgerlichen Engagements wurde der
kunsthistorische Wert des Viertels einer breiten Öffentlichkeit und der Politik vermittelt. In der Folge
wurden ein Großteil der Häuser restauriert und Baulücken im Stil der Postmoderne geschlossen.
Weitere Informationen unter: www.baukultur-bonn.de
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