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Ausgabe vom 28.02.2015

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Samstag, 28. Februar 2015
AZ 8355 Aadorf
Nr. 25 / 42. Jahrgang
/
Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Elgg, Hagenbuch und Hofstetten – Lokalzeitung für die Gemeinde Aadorf
Redaktion: 052 511 27 27 / 052 511 27 29, Fax 052 511 27 28, Mail: redaktion@elgger-zeitung.ch – Inserate 052 511 27 19, Mail: verkauf@elgger-zeitung.ch, Fax 052 366 12 84, Mail: info@elgger-zeitung.ch
HEUTE AKTUELL
Diskussionsabend
ELGG – Der Gemeinderat lud die Bevölkerung zu einem Gespräch im Werkgebäude ein.
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Notfälle
Vielfalt
Gewinner
Geburtstag
ELGG – Der Verein Elgg und Umgebung
organisiert den Kurs «Notfälle bei Säuglingen und Kleinkindern» im Schulhaus
Elgg.
AADORF – Florin Rutschmann zog mit
seinem Vortrag in Aadorf die Zuhörenden in seinen Bann, als er über die Vielfalt der Heuschrecken berichtete.
ELGG – Kaspar Oppliger aus Elgg gewann mit einem ausgeklügelten Mechanismus, den Uhrmacherlehrlingswettbewerb von Cartier.
AADORF – Die Raiffeisenbank Aadorf
feierte mit vielen illustren Gästen aus
Politik und Wirtschaft ihren Geburtstag.
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Zum Elgger Suppentag
Am Sonntag, 8. März, findet in der Reformierten
Kirche Elgg um zehn Uhr
ein ökumenischer Gottesdienst statt. Anschliessend
wird im Werkgebäude
eine Suppe serviert. Bitte
beachten Sie auch das Inserat vom nächsten Dienstag.
ELGG – Das Thema des Gottesdienstes lautet: «Weniger für uns. Genug
für alle.» Nach dem traditionellen Suppenzmittag besteht Gelegenheit zum
gemütlichen Beisammensein mit Kaffee
und Kuchen. Der Erlös des Suppentags
kommt in diesem Jahr einem Projekt
von «HEKS» in Basilien zugute. Im Na-
men der katholischen und reformierten
Kirchgemeinden und des Vereins ElggDritte Welt laden wir Sie herzlich zum
diesjährigen Suppentag ein.
Ein Land mit extremen
sozialen und ökonomischen
Gegensätzen
Brasilien ist ein riesengrosses Land voller
Gegensätze. Man findet einzigartige Naturschönheiten wie das Amazonasgebiet
und die Busch- und Baumsavannen des
Cerrado. Doch sind die Biodiversität und
die Lebensgrundlagen der Menschen
vielerorts gefährdet. Durch die Ausbreitung grossflächiger Soja-, Zuckerrohrund Eukalyptusplantagen sowie durch
die Rinderzucht, die viel Weideland
beansprucht, bleibt vielen Menschen zu
wenig Land, um ihre Selbstversorgung
zu sichern. Der Übernutzung der Böden
Die Guarani-Kaiowá sind ein indigenes Volk.
geht die Abholzung der Wälder voraus.
Das führt nicht nur zu Umweltproblemen, sondern auch zu immer heftigeren
sozialen Auseinandersetzungen. Oft
werden Menschen, die seit Generationen auf ihrem Land leben systematisch
vertrieben, weil sie keine Landtitel besitzen. Landhungrige Grossgrundbesitzer
und multinationale Konzerne machen
Landrechte geltend, die ihnen eigentlich
nicht zustehen. Kommt es zu Klagen vor
einem Gericht, urteilen die Richter oft
im Sinne des Stärkeren.
Sicherung der
Lebensgrundlagen für die
Guarani-Kaiowá
Die Guarani-Kaiowá leben in Mato
Grosso do Sul auf engstem Raum, umzingelt von riesigen Soja- und Zuckerrohrfeldern. Sie haben nicht genügend
Land, um sich zu ernähren und sind auf
staatliche Hilfe in Form eines monatlichen Warenkorbs angewiesen. Etwa
8000 Jugendliche und junge Erwachsenen arbeiten unter sehr schlechten Bedingungen als ZuckerrohrschneiderInnen oder in den Ethanolfabriken. Ihre
Zukunftsaussichten sind miserabel. Entsprechend hoch ist die Suizidrate. Dramatisch ist auch die Ernährungssituation
der Kinder: Jährlich sterben 41 von 1000
Kindern an Unter- oder Fehlernährung.
GrossgrundbesitzerInnen und transnationale Konzerne bauen auf dem angestammten Land der Guarani-Kaiowá
in grossen Monokulturen Soja für den
Export und Zuckerrohr für die Produktion von Agrotreibstoffen an. Obwohl
bereits in der Verfassung von 1988 das
Land der indigenen Bevölkerung identifiziert und registriert wurde, geht der
Guarani-Kaiowá-Mädchen beim Spiel.
Landraub durch die Agrarlobby und die
transnationalen Konzerne ungebremst
weiter. Mehr als die Hälfte der Gewaltkonflikte und Ermordungen im Rahmen
von Landkonflikten mit indigenen Bevölkerungsgruppen in Brasilien betrifft
die Guarani-Kaiowá. Zwischen 1983
und 2011 wurden in Mato Grosso do Sul
mehr als 200 indigene MenschenrechtsverteidigerInnen umgebracht.
Einstehen für gerechtere
Lebensgrundlagen in Mato
Grosso do Sul
In diesem Jahr unterstützen wir ein Projekt des HEKS. Das Hilfswerk arbeitet
mit der brasilianischen Partnerorganisation FIAN (Food First International Network) zusammen. Den Guarani-Kaiowá
wird beim Kampf um ihr angestammtes
Land geholfen. Das Projekt begünstigt
Bilder: zVg.
rund 6000 Personen in 38 Gemeinden.
Da es sich um ein Pilotprojekt handelt,
muss zunächst Aufbauarbeit geleistet
werden. Es geht darum, die Ernährungssituation zu verbessern. Traditionelle
Saatgutsorten sollen wieder verwendet
werden. Weil viele Guarani-Kaiowá die
alten Sorten und Anbaumethoden nicht
mehr kennen, ist es wichtig, das vorhandene Wissen zu sichern und in den Gemeinden wieder bekannt zu machen.
Damit die Bevölkerung ihre Rechte
einfordern kann, wird im Rahmen des
Projekts Rechtshilfe geleistet. Das Projekt wird zusammen mit der nationalen
Universität von Mato Grosso do Sul
durchgeführt.
Wie jedes Jahr bitten wir Sie, das Suppentagprojekt grosszügig zu unterstützen. Die Menschen in einer armen
Region Brasiliens sind auf unsere Hilfe
FELIX SCHRÖTER
angewiesen.
Der Kirchplatz wurde zur Begegnungszone
Akkurat mit den ersten
wärmenden Strahlen der
Frühlingssonne erstrahlt
auch der Kirchplatz beim
Eingang zur katholischen
Kirche Aadorf in schönstem Glanz. Für die Neugestaltung wurde höher als
budgetiert, nämlich mit
277’000 Franken abgeschlossen.
AADORF – Rupert Hermann, Vertreter der Bauherrschaft und Sami Tairi,
Bauführer der Firma Toldo, strahlen
mit der Sonne um die Wette. Beim
Anblick der Neugestaltung, für dessen
Gelingen sie Wesentliches beigetragen
haben, macht sich bei ihnen offensichtliche Genugtuung breit. Was nämlich
in der fast dreimonatigen Bauphase
entstanden ist, berechtigt durchaus zur
Freude und Zufriedenheit.
Der Aadorfer Kirchplatz, ideal auf einer leichten Höhe gelegen, war wohl
bisher keineswegs ein Hingucker. Nun
sieht der Platz von rund 2’000 Quadratmetern, westlich, südlich und nördlich
der katholischen Kirche neugestaltet,
um einiges reizvoller aus. Der Spagat
zwischen Funktionalität und Erscheinungsbild konnte zudem aufs Beste
gewahrt werden.
Keine Punktlandung
Von der Schulstrasse her führt ein
granitsteinerner Treppenaufgang zu
einer kleinen Parkanlage, wo drei Sitzbänke zum Verweilen einladen. Neun
frisch gesetzte Platanen sind wohl
noch zu jung, um bereits Schatten
spenden zu können. Doch dies wird
sich allmählich ändern, wiewohl auch
für die übrigen 23 Feldahorne, die den
Platz säumen.
Dass der rollende Verkehr nicht fern
gehalten werden konnte, ist verständlich. Für die Velos bietet ein gedeckter
Veloständer einen Unterstand, derweil
insgesamt rund 25 Autos am Rande
des Platzes abgestellt werden können.
Dass die vorgesehenen Kosten um gut
17’000 Franken überschritten wurden
Rupert Hermann (li.) und Sami Tahiri vor der Parkanlage, von wo sich ein eindrucksvoller Blick übers Unterdorf oder auf die Westseite der katholischen Kirche bietet.
Bild: Kurt Lichtensteiger
und schliesslich mit 277’000 Franken
zu Buche stehen, wird mit der nordseitig nötigen Kieskofferung und der
total erneuerten Treppe begründet.
Obwohl damit eine angesagte Punktlandung nicht eingetroffen ist, kann
von einem durchaus gefälligen Werk
gesprochen werden.
KURT LICHTENSTEIGER
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