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Genießen - ReformhausKurier

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GENIESSEN
FRÜHLINGSMENÜ
Wenn die Tage wieder länger werden, steht
uns der Sinn nach leichten Gerichten mit
viel frischem Gemüse. Wie wäre es mit dem
Lieblingsmenü von Barbara Rütting? Vegan,
vollwertig und extrem lecker
B ä r l a u c h - S up p e
REZEPT S. 20
18
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
GENIESSEN
G e b r a t e n er S p a r g e l
m i t R u c o l a u n d Wa l nü s s e n
REZEPT S. 22
19
GENIESSEN
R h a b a r b er m ou s s e
20
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
REZEPT S. 23
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Zur natürlichen
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B Ä R L AU C H - S U P P E
4 Portionen / ca. 45 Minuten
1 Stange Lauch
1 Möhre
¼ Knollensellerie
2 Kartoffeln
1 Lorbeerblatt
0,3 l Gemüsebrühe
1 Bund Bärlauch
1 EL Öl
Streuwürze zum
Abschmecken
Cashewsahne nach Belieben
ZUBEREITUNG:
TIPP: Auf dieselbe Weise
bereite Barbara Rütting
Sauerampfersuppe zu.
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MÄRZEhrenkirchen
2015 l Reformhaus
Kurier
K_03/15
1. Lauch, Möhre, Knollensellerie, Kartoffeln klein schneiden.
2. Mit dem Lorbeerblatt ca. 20
Minuten in der Gemüsebrühe
köcheln lassen.
3. Bärlauch in Streifen schneiden und im Öl kurz dünsten.
4. Die Hälfte des Bärlauchs
mit der Suppe pürieren. Wer
mag, kann die Suppe durch ein
feines Sieb streichen.
5. Mit Streuwürze abschmecken
und mit den restlichen Bärlauch-Streifen servieren.
6. Ein Klacks schaumig geschlagene Cashewsahne krönt diese
Suppe.
21
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Für die Bio Süßlupinen „Kernies“
werden die hochwertigen Kerne
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Vegetarisch
gesund genießen
ZUBEREITUNG:
1. Der weiße Spargel wird geschält, der holzige Teil entfernt.
Der grüne wird nicht geschält,
nur der untere holzige Teil wird
entfernt.
2. Spargel in Olivenöl mit
Streuwürze unter häufigem
Wenden ca. 10 Minuten braten.
Mit Rucola, Tomaten und Walnüssen anrichten.
TIPP: Dazu passt Baguette
oder Ciabatta.
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Gesund genießen – gewusst wie!
z Eine regional und saisonal ausgerichtete vegane
Ernährung ist ideal für Mensch, Tier und Umwelt.
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Barbara Rütting
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diesem Buch ihre Lieblingsmenüs vor – vegan,
vollwertig und den Jahreszeiten entsprechend.
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wie man auch mit Messer und Gabel die Umwelt
schützen und guten Gewissens genießen kann.
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Rezepte & Verwendungs-Tipps unter: www.reformkontor.de
„So, liebe Freunde,
und nun vergesst
mal (vorübergehend) alles, was
wir Ernährungsleute so von uns
geben. Hört auf,
euch auf die
Waage zu stellen
und Kalorien zu
zählen. Sensibilisiert euren Körper,
horcht in ihn hinein, esst das, was
ihr esst, mit Liebe
und Dankbarkeit,
gönnt euch Ruhe
beim Essen und
genießt es!“
1 kg weißer oder grüner
Spargel
Olivenöl
Streuwürze
1 Handvoll Rucola
1 Handvoll Walnüsse
1 Handvoll Tomaten
z Reformhaus® Sonderausgabe „Vegan & vollwertig“ von Barbara Rütting
Barbara Rütting
Das Reformhaus®, seit mehr als 125 Jahren das führende Fachgeschäft für ganzheitliche Gesundheit, ist
wie die vegetarische Bewegung aus der Lebensreformbewegung Ende des neunzehnten Jahrhunderts
hervorgegangen. Seit dieser Zeit setzt sich die Reformhausbranche als Wegbereiter für eine vollwertige
Vegan & vollwertig
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Die Rezepte stammen
aus dem Buch
Barbara Rütting,
„Vegan & Vollwertig”,
nymphenburger Verlag,
978-3485014304,
20 Euro
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CASHEWSAHNE
4 Personen / ca. 20 Minuten
4 Personen / ca. 2 Minuten
300 g Rhabarber
¼ l Rhabarbersaft
1
8 l Apfelsaft
1 Stück Vanilleschote
ca. 5 g Agar-Agar
Cashewsahne zum Garnieren
Cashewkerne
Wasser
ZUBEREITUNG:
1. Rhabarber in Stücke schneiden.
2. Mit Wein, Apfelsaft und Vanilleschote weich dünsten.
3. Vanilleschote entfernen und
Rhabarber pürieren.
4. Mit Agar-Agar einmal aufkochen lassen.
5. In Portionsschälchen füllen
und kalt stellen.
6. Mit der Cashewsahne servieren.
G
L
ZUBEREITUNG:
Die gleiche Menge Cashewkerne und Wasser fein gemixt
ergibt eine sahneähnliche
Konsistenz. So fest wie Schlagsahne aus Kuhmilch wird sie
allerdings nicht.
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Rezepte: Barbara Rütting/Marita Koch/ Judith Ottersbach
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mit Tomaten und geröstetem Sesam
24
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
GENIESSEN
gewürfelte
Tomaten
MARITA KOCH
ist unsere RezeptEntwicklerin und
Food-stylistin.
Cashewcreme
Linsen-Spirelli
Babyspinat
Tomatenmark
Kokosöl aus
dem Glas
Sesamsaat
pflanzliche Milch
Gewürze
Knoblauch, Ingwer,
Zwiebeln
MÄRZ 2015 l Reformhaus Kurier
25
LE
KO
C
HSCH
U
GENIESSEN
ZUTATEN
Zutaten
(für 3–4 Portionen):
❍ Salz
❍ 250 g HOLO
Linsen-Spirelli aus
100 % roten Linsen
❍ 3–4 EL HOLO
geschälte Sesamsaat
❍ 200 g Zwiebeln
❍ 2–3 Knoblauchzehen
❍ 15–20g Ingwerknolle
❍ 40 g Vitaquell
Kokosöl nativ (aus
dem Glas)
❍ 4 TL gem. Kurkuma
❍ 2–3 TL Thai Currypulver
❍ 30 g Tomatenmark
❍ 1 Packung (400 ml)
gewürfelte Tomaten
❍ 200–250 g frischer
Babyspinat
❍ 50 g naturARTen
Cashewcreme
❍ 150 ml pflanzliche
Milch (z.B. Soja- oder
Hafermilch)
Nach Belieben: etwas
Zitronensaft
Außerdem: 1 Wok mit
Deckel oder 2 große
Pfannen mit Deckel
1 Portion (bei 4 Portionen) enthält durchschnittlich: Energie
2013 kJ (481 kcal);
25,7 g EW; 46,8 g
KH; 20,9 g Fett; 10,8
g Ballaststoffe; 0 mg
Cholesterin; 3,9 BE
1
1
2
Inzwischen den
Sesam in einem
Wok goldgelb anrösten,
anschließend zum
Abkühlen auf einen
Teller geben.
EXPERTENTIPPS
„Im Januar 2014 überzeugten
wir uns im süd-französischen
Avignon persönlich von der
hohen Qualität der HOLO
Linsen-Spirelli: Die einzigen
Zutaten sind vermahlene Bio-Linsen und Wasser. Die Masse wird nicht
erhitzt, sondern nur unter Druck durch
die Pasta-Matritzen gepresst. Danach
bekommen diese außergewöhnlichen
Spirelli viel Zeit, um zu trocknen. Diese
schonende, traditionell-handwerkliche
Herstellung bewahrt optimal die reichhaltigen Nährstoffe und das feine Aroma
der Linsen.“
3
2
Franziska Jeihsing, Einkauf ReformKontor
„Die Cashewcreme verfeinert
Smoothies, Soßen, Suppen
und macht sie schön cremig.
Übrigens wird es basisch verstoffwechselt, sodass es dazu
beitragen kann, den Säure-Basen-Haushalt im Körper im Gleichgewicht
zu halten.“
Frank Friedrich (naturARTen)
26
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
In einem Topf 1,5 l
Wasser mit einem
gut gehäuften TL Salz
aufkochen, bis es richtig
sprudelt. Linsen-Spirelli
zugeben, umrühren,
aufkochen und auf kleiner Stufe mit geschlossenem Deckel knapp
4 Min. bissfest garen.
Linsen-Spirelli dann
sofort in einen Durchschlag abgießen und
vorsichtig mit kaltem
Wasser abschrecken, sie
können dabei komplett
abkühlen.
3
Zwiebeln schälen,
waschen, halbieren
und in feine Würfel
schneiden. Knoblauch
abziehen. Ingwer
schälen. Kokosöl im
Wok erhitzen. Zwiebeln auf mittlerer Stufe
darin etwa 5 Min. glasig
andünsten. Knoblauch
dazu pressen, Ingwer
dazu reiben. Kurkuma,
2 TL Curry, 1 TL Salz
einrühren, bis sich alles
verbunden hat.
Tomatenmark einrühren
und alles leicht anbraten. Mit 200 ml Wasser und gewürfelten
Tomaten ablöschen,
aufkochen und auf kleiner Stufe mit geschlossenem Deckel etwa 5
Min. köcheln lassen.
MARKE
MIT DIESEN
ZUTATEN HABEN
WIR GEKOCHT:
4
Inzwischen Spinat
waschen und in
einem Durchschlag
kurz abtropfen lassen.
Spinat tropfnass in die
Currysoße geben, alles
aufkochen und den Spinat mit geschlossenem
Deckel auf kleiner Stufe
kurz zusammenfallen
lassen.
4
In Ihrem Reformhaus® finden Sie
die Zutaten für das Pasta-Gericht
HOLO
✗ Pasta
di lenti Spirelli
5
Inzwischen
Cashewcreme mit
pflanzlicher Milch in
einem Mixbecher zu
einer cremigen „Sahne“
mixen.
6
5
6
Linsen-Spirelli, falls
sie zusammenkleben
sollten, noch mal kurz
mit kaltem Wasser abbrausen, auflockern und
abtropfen lassen.
„Cashewsahne“ erst
kurz vor dem Servieren
in die Currysoße einrühren. Linsen-Spirelli
zugeben und darin erwärmen. Dabei mit Salz,
Curry und nach Belieben mit etwas Zitronensaft abschmecken.
HOLO Linsen-Spirelli werden auf traditionell-handwerkliche Weise in einer
kleinen Manufaktur in Südfrankreich hergestellt. Da
auf der gleichen Produktionsanlage Hartweizen-Pasta
mit Ei entsteht, finden Sie
auf der Spirelli-Verpackung
den Allergenhinweis „Kann
Spuren von Gluten und Ei
enthalten“. Die Umstellung
auf eine glutenfreie Produktion ist bald erreicht. Bitte
achten Sie bei Glutenunverträglichkeit bis dahin auf
die Packungshinweise.
✗
Vitaquell
KOKOS Öl nativ
HOLO
✗ Sesam
Saat geschält
✗
naturARTen
Cashewcreme
MÄRZ 2015 l Reformhaus Kurier
27
WOHLFÜHLEN
SERIE:
VITAMINE
ESSEN
Wofür ist es gut?
Vitamin D
Wenn es hart auf hart geht, braucht der
Körper vor allem Vitamin D. Die fettlöslichen Substanzen der Vitamin-D-Gruppe steuern den Kalzium- und Phosphat-Haushalt und sind damit für stabile
Knochen und Zähne verantwortlich.
Knochenerweichung und Knochenentkalkung (Osteoporose) sind typische Folgen
eines Vitamin-D-Mangels.
Wo steckt es drin?
Gut drei Viertel seines Bedarfs kann
der Körper selbst bilden, allerdings
nur in Verbindung mit Sonnenlicht.
Dreimal die Woche 10 bis 15 Minuten
im Freien bei Sonnenschein können
dafür bereits ausreichen. Sonnenarme
Zeiten lassen sich überbrücken, da
der Körper Vitamin D speichert. Der
klassische externe Vitamin-DLieferant ist Fisch und Leber.
Wer braucht viel?
Gutverpackte Babys,
Stubenhocker, ältere
Menschen und dunkle
Hauttypen bekommen
eventuell nicht genug
Sonnenlicht ab, um ausreichend Vitamin D zu bilden.
Auch Sonnenschutzmittel
erschweren dem Körper
die Produktion.
Text: Dieter Ott; Rezept: Judith Ottersbach
DAS SCHMECKT
28
Was essen?
Nur wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte
Vitamin-D-Mengen.
Neben fettem Fisch
sind dies vor allem
Milch, Eier, Pilze und
Avocados. Gerade
bei Milch kann der
Vitamin-D-Gehalt
jedoch jahreszeitlich
stark schwanken.
SCHNELLES PILZ-BROT
100 g Pilze, 1 Knoblauchzehe,
1 EL Öl, frische Petersilie,
1 Scheibe Brot
Die Pilze putzen, Knoblauchzehe schälen und klein würfeln. Das Öl in einer Pfanne
erhitzen. Die Pilze mit dem
Knoblauch darin anbraten.
Auf einer Scheibe Brot
anrichten und mit Petersilie
garnieren.
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
Wie viel brauchen wir?
Der tägliche Vitamin-D-Bedarf liegt
bei Erwachsenen bei 20 Mikrogramm.
Langfristige Überdosierungen von mehr
als 100 Mikrogramm täglich können
gesundheitsschädlich sein, sind auf
natürlichem Weg mit Sonnenlicht allerdings nicht zu schaffen.
GENIESSEN
UNSERE KOLUMNE RUND UM DIE VEGETARISCHE ERNÄHRUNG
DR. MARKUS
KELLER
Fleischlos im
Mittelalter
ist Leiter des Institus für alternative
und nachhaltige
Ernährung in
Gießen; Autor von
„Vegetarische
Ernährung“ (Ulmer
Verlag).
Mit dem Verzicht auf Fleisch grenzten sich im Mittelalter „besondere“
von „gewöhnlichen“ Christen ab
E
ntstanden war der Vegetarismus auf dem indischen Subkontinent:
Hinduismus, Buddhismus
und Jainismus eint das wichtige
Prinzip des Ahimsa („Nicht-Verletzen“), es fordert Gewaltlosigkeit
und untersagt das Verletzen oder
Töten von Lebewesen. Auch bei
Pythagoras, dem Begründer des
westlichen Vegetarismus, spielten
religiöse Überlegungen eine Rolle.
Bei Plutarch kamen Gedanken des
Tierwohls hinzu. Spätere Philosophen, wie Gaius Musonius Rufus
und Apollonios von Tyana, propagierten Vegetarismus als Teil einer
asketischen Lebensweise. Diese
Gedanken griffen Kirchenlehrer
der jungen christlichen Kirche auf.
Fleischverzicht bedeutete immer
auch eine Zügelung von Trieb
und Leidenschaften. Während der
Vegetarismus in der Bevölkerung
Europas damals keine Rolle spielte,
war Fleischabstinenz eine wichtige
Verhaltensweise, die „besondere“ Christen von „gewöhnlichen“
unterschied.
„Den Fehler der Schlemmerei vermeiden“
Obligatorisch war der Fleischverzicht während der Fastenzeiten
(u. a. 40 Tage vor Ostern) sowie bei
38
Reformhaus Kurier l MÄRZ 2015
öffentlicher Buße. Rabanus Maurus
(um 780–856), Mainzer Erzbischof
und Abt des Klosters Fulda, bezog
die Notwendigkeit des Fleischverzichts nicht nur auf die Mönche,
sondern auf alle Büßer, „damit
sie den Fehler der Schlemmerei
vermeiden“ und im Hinblick auf
die Speisen stets Maß walten lassen
und sich nicht der Leidenschaft
hingeben.
Für Kranke und Handwerker war Fleisch erlaubt
Ab dem 4. Jahrhundert entstanden
die ersten christlichen Klöster, der
Verzicht auf Fleisch gehörte meist
zum Mönchsleben dazu. In der
Benediktsregel, verfasst 529 durch
Ordensgründer Benedikt von Nursia (um 480–547), heißt es: „Alle,
mit Ausnahme der sehr Schwachen
sowie der Kranken, sollen sich vom
Fleisch der Vierfüßler enthalten“
(Geflügel und Fisch waren demnach nicht verboten). Auch bei den
Cluniazensern, die die Benediktsregel besonders streng auslegten, war
Fleischverzehr allein den Kranken
vorbehalten. Die Mitte des 11. Jahrhunderts niedergeschriebenen
Klostergewohnheiten berichten,
dass die Kranken, die Fleisch
verzehrten, von den fleischabstinenten Brüdern auf der Kranken-
station räumlich streng abgeschirmt
wurden. Kranke, die Fleisch aßen,
mussten sich kenntlich machen, indem sie einen Stock trugen und sich
die Kapuze aufsetzten, wenn sie sich
auf dem Klostergelände bewegten.
Noch weiter gingen die Zisterzienser. So heißt es im Exordium Cistercii: „Die Speisen im Kloster sollen
immer und überall ohne Fleisch
und Fett sein, außer für die Schwerkranken und für angestellte Handwerker.“ Nach einem Beschluss der
obersten Ordensversammlung von
1157 durften weder ein Abt noch
ein Mönch des Zisterzienserordens
außerhalb der Krankenstation
Fleisch essen. Wenn jemand diesem
Verbot zuwidergehandelt hatte,
sollte er für jeden einzelnen Fleischkonsum drei Tage bei Wasser und
Brot fasten. Diese Beispiele zeigen,
dass der klösterliche Fleischverzicht
vor allem der Beherrschung der
Leidenschaften und dem Streben
nach dem paradiesischen Urzustand dienen sollte. Siegessicher
gingen die Zisterzienser davon aus,
dass Gott beim Jüngsten Gericht
die wirklichen Mönche des Heiligen
Benedikt an ihrem Mageninhalt
erkennen würde …
Wie es mit dem Vegetarismus
weiterging, lesen Sie beim nächsten
Mal.
Ihr
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