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Kiezblatt | www.ole-kreins.de
Kiezblatt
TRAM 21 ist nun vollständig barrierefrei
F
ür die Fahrgäste der Tram
21 gibt es gute Nachrichten: Auf der Linie werden
nun ausschließlich barrierefreie
Fahrzeuge eingesetzt. Die alten
hochflurigen Tatra-Straßenbahnen
wurden durch niederflurige Bahnen ersetzt. Damit wird die Linie
den Erfordernissen verschiedener
Nutzergruppen, wie Menschen mit
Kinderwagen, RollstuhlfahrerInnen und im Gehen eingeschränkter
Personen gerecht. Zur Nutzung der
Bahnen müssen nun keine Treppen
mehr erklommen werden.
Von großer Bedeutung ist die
Neuerung gerade auch für Rummelsburg, wo das Fahrgästeaufkommen in jüngster Zeit stark
zugenommen hat. Die Niederflurfahrzeuge verfügen im Vergleich
zu den hochflurigen Vorgängern
nämlich über ein erhöhtes Platzangebot. Darüber hinaus wurde
die Betriebszeit bis auf 00:00 Uhr
verlängert, zuvor wurde der Betrieb
teilweise bereits um 22:43 Uhr in
Richtung Schöneweide bzw. sogar
ab 22:21 Uhr in Richtung Lichtenberg eingestellt.
KONTAKT
Bürgerbüro
Heinrichstr. 1
10317 Berlin
Öffnungszeiten:
Mo. u. Di.: 10-16 Uhr
Do.:
10-18 Uhr
Fr.:
10-14 Uhr
Telefon
030 21471612
Telefax
030 23252229
Internet: www.ole-kreins.de
E-Mail:
buergerbuero@ole-kreins.de
Facebook:
www.facebook.com/ole.kreins
IMPRESSUM
Herausgeber/ Redaktion:
Ole Kreins
Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Niederkirchnerstr. 5
10117 Berlin
Druck: wirmachendruck.de
Die Tram 21 verbindet Lichtenberg mit Friedrichshain und Rummelsburg.
Für Fahrgäste vom Bahnhof Lichtenberg (Abb.) ist sie daher eine wichtige
Verbindungslinie Richtung Westen und Süden. Foto: Anne Meyer
Durch die nicht vollständig abgeschlossenen
Umbaumaßnahmen der Deutschen Bahn an den
Brücken in der Karlshorster Straße wird es auch 2015 und 2016
wieder zu Linienunterbrechungen
kommen. Die BVG wird diese zu
Erneuerungen einzelner Gleisabschnitte nutzen.
Im Zuge der Erneuerung des
Bahnhofs Ostkreuz soll die Tram
21 zudem durch die Sonntagsstraße
direkt ans Ostkreuz angeschlossen
werden und dann weiter Richtung
Rummelsburg fahren. Zusätzlich
wird dann ein 10-Minuten-Takt
mit der Tram zum Ostkreuz eingerichtet. Voraussichtlich 2018 wird
der Umbau abgeschlossen sein. Die
verbesserte Anbindung des Knotenpunktes durch die Straßenbahn
trifft auch beim Fahrgastverband
IGEB auf breite Zustimmung.
Insgesamt wird das Nahverkehrsangebot durch diese Maßnahmen
für Lichtenberg deutlich verbessert.
Zuvor nicht barrierefreie Streckenabschnitte werden so in Zukunft
für Menschen, die auf einen barrierefreien Zugang angewiesen sind,
verfügbar und attraktiv sein.
Der Ausbau der Barrierefreiheit
auf der Linie 21 steht im Gesamtzusammenhang der Strategie des Senats, bis 2017 alle Tram-Linien zu
100% barrierefrei anbieten zu können, wie das bei den BVG-Bussen
bereits geschehen ist. Dann wird
die Beschaffung der 138 FLEXITYTrams für insgesamt 440 Millionen
Euro als Ersatz für die Tatra-Hochflufahrzeuge abgeschlossen sein.
Birgit Monteiro ist neue
Bezirksbügermeisterin von Lichtenberg
B
irgit Monteiro (SPD) wurde
am 22.01.2015 von der Bezirksverordnetenversammlung zur neuen Bezirksbürgermeisterin von Lichtenberg gewählt. Sie
erhielt im zweiten Wahlgang die nötige Mehrheit.
Damit kann die erfolgreiche Arbeit der Zählgemeinschaft unter
Führung der SPD gemeinsam mit
CDU und Grünen fortgesetzt werden. Besonderes Augenmerk will
Monteiro auf barrierefreies Bauen
und eine dezentrale Unterbringung
von Flüchtlingen legen. Zuvor engagierte sie sich im Berliner Abgeordnetenhaus als arbeitsmarkt- und
behindertenpolitische Sprecherin
der SPD-Fraktion sowie als Geschäftsführerin des Verbandes für
sozial-kulturelle Arbeit. Von 20012006 war sie Bezirksverordnete in
Birgit Monteiro (45) ist die neue
Bezirksbürgermeisterin
von
Lichtenberg. Foto: Marcel Gäding
Lichtenberg und vertrat zuletzt als
Lichtenberger Wahlkreisabgeordnete die Interessen des Bezirks auf
Landesebene. Im neuen Amt kann
sie auf diese reichhaltige Erfahrung
zurückgreifen.
Sie folgt damit Andreas Geisel
(SPD), der als Bezirksbürgermeister
ausschied, nachdem er am 11. Dezember 2014 vom Abgeordnetenhaus zum Senator für Stadtentwicklung gewählt wurde. Geisel war es
seit 2011 gelungen, Lichtenberg zu
einem attraktiven Bezirk zu entwickeln. Durch seine berlinweit anerkannte Wohnungsbaupolitik konnte
eine Vielzahl von Bauprojekten realisiert werden, um dem Zuzug gerecht zu werden. Sein Leitbild des
familien- und kinderfreundlichen
Bezirks will Monteiro konsequent
fortführen.
für den Weitlingkiez, Friedrichsfelde,
das Gensinger Viertel und Rummelsburg
Nachrichten Ihres wahlkreis-Abgeordneten Ole Kreins, MdA | AUSGABE 01/2015
Altglasentsorgung in
Lichtenberg muss bürgerfreundlich sein
S
Liebe
Nachbarn!
M
ein Name ist Ole
Kreins und ich bin
Ihr direkt gewählter
Abgeordneter im Berliner Abgeordnetenhaus. Dort vertrete ich
die Interessen von Friedrichsfelde, dem Weitlingkiez, dem
Gensinger Viertel und Rummelsburg. Mit dieser Stadtteilzeitung möchte ich Sie über die
politischen Themen informieren, die für unsere Kieze besonders wichtig sind. Damit bekommen Sie auch einen Einblick in
meine parlamentarische Arbeit.
Die Themen in dieser Ausgabe
sind u.a. die Abschaffung der
Hausglastonnen, die Wohnungsbaupolitik, das Nahversorgungsproblem im Gensinger Viertel
und die Bezirksbürgermeisterwahl.
Als
Wahlkreisabgeordneter
verstehe ich mich als „Anwalt“
Ihrer Interessen vor Behörden
und der Berliner Politik. Für
Ihre Anliegen bin ich daher immer ansprechbar.
Nutzen Sie dazu die Kontaktbox auf der letzten Seite. Beachten Sie auch die Beratungsangebote in meinem Bürgerbüro
auf der zweiten Seite. Ich freue
mich, mit Ihnen ins Gespräch zu
kommen.
Ihr Ole Kreins, MdA
eit Anfang 2014 läuft in vielen
Kiezen Lichtenbergs, Treptow-Köpenicks und MarzahnHellersdorfs ein Pilotprojekt für
die Altglasentsorgung. Die Hausglastonnen wurden durch zentrale
Container ersetzt. Damit weicht
man vom bewährten Holsystem ab,
wobei die Glastonnen aus den Hinterhöfen abgeholt werden. Stattdessen sollen die BürgerInnen nun
ihren Glasmüll zu zentralen Sammelcontainern bringen. Weite Teile
von Friedrichsfelde sind betroffen.
Der Unmut vieler Anwohner­
Innen wächst. Für ältere und gehbehinderte Menschen sind lange Wege
für die Entsorgung ihres Altglases
schlicht nicht zumutbar. Zwar soll
eine zentrale Glastonne nicht weiter als 300 m vom Wohnort entfernt
sein, aber das ist bloß eine unverbindliche Orientierung. Oft sind die
Container sehr viel weiter entfernt,
mitunter bis zu einem Kilometer.
Das Pilotprojekt erzeugt vor allem
Nachteile für die BürgerInnen. Es
ist daher zu fragen, was diese Maßnahme rechtfertigt und wer sie initiiert hat?
Die Wiederverwertung von Altglas für die Industrie ist kommerziell organisiert. Dafür verantwortlich
ist das Duale System Deutschland
(DSD). Der Berliner Senat kann
hier also nur mittelbar Einfluss
üben. So wurde die Umstellung durch das DSD auch ohne
Absprache mit dem Berliner Senat
vorgenommen. Begründet wurde der Schritt mit der schlechten
Qualität des Berliner Altglases. Die
Industrie könne es kaum verwenden. Durch das häufige Umladen
würden die Glasscherben zu kaum
aufbereitbaren Kleinstpartikeln zerrieben. Außerdem würden zu oft
Fremdstoffe in die Tonnen eingeführt. Das einseitige Vorgehen des
Dran am Thema: Im November 2014 diskutierte Ole Kreins (r.) mit dem
Umweltexperten der SPD-Fraktion Daniel Buchholz (l.) zum Pilotprojekt
in der Altglasentsorgug in Berlin. Foto: Bartylla.
DSD irritiert und die angeführten
Gründe können bei näherem Hinsehen nicht überzeugen. Bereits im
Frühjahr des letzten Jahres fanden
Anhörungen von Sachverständigen
im Abgeordnetenhaus statt. Es wurde ersichtlich, dass die Hausglastonnen nicht zentrale Ursache für die
schlechte Altglasqualität sind. Die
Zerreibung der Scherben zu Kleinstpartikeln wird wesentlich durch sog.
Pressmüllfahrzeuge verursacht. Der
Einführung von Fremdstoffen kann
durch kleinere Einwurflöcher und
abschließbare Deckel begegnet werden. Letztlich gehen nicht wenige
betroffene BürgerInnen dazu über,
ihr Altglas über den Hausmüll zu
entsorgen. Das bedeutet, dass das
Altglas dem Kreislauf der Wirtschaft
letztlich entzogen wird und höhere
Entsorgungskosten entstehen.
Bereits am 20. März 2014 wurde
daher ein, wesentlich von der SPDFraktion geschriebener Antrag,
der sich für die Wiederherstellung
des Holsystems und einer detaillierten Bewertung des angeblichen
Nutzens aus dem Pilotprojekt ausspricht, einstimmig beschlossen. Im
Frühjahr 2015 soll die Evaluierung
dem Abgeordnetenhaus vorliegen.
Zurück zum bewährten System
Ole Kreins erklärt dazu: „Ich erkenne im Vorstoß des DSD hauptsächlich Erleichterungen für das
DSD selbst, da die Leerung von wenigen zentralen Containern Kosten
sparen würde. Umgekehrt werden
den Bürgerinnen und Bürgern unnötig lange Wege aufgebürdet und
eine Verbesserung der Altglasqualität wird so auch nicht erreicht. Ich
fordere daher das DSD auf, zum
bewährten System zurückzukehren
und werde mich weiter dafür politisch einsetzen. Ich hoffe, dass die
Hausglastonnen bereits in der ersten
Jahreshälfte 2015 wieder aufgestellt
werden.“
2
Kiezblatt | www.ole-kreins.de
Lichtenberg vorn
beim Wohnungsbau
A
uch in Lichtenberg steigen
aufgrund der Wohnraumknappheit die Mieten seit
Jahren. Jeden Monat sind ca. 300
Zuzüge zu verzeichnen. Mietsteigerungen und die Umwandlung
in Eigentumswohnungen nach Sanierung sind Entwicklungen, die es
jungen Familien aber auch älteren
MieterInnen zunehmend schwerer
machen, eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden oder in
dieser bleiben zu können.
Andreas Geisel (SPD), ehemaliger Bezirksbürgermeister und jetziger Stadtentwicklungssenator, hat
die Wichtigkeit der Themen Wohnungsbau und bezahlbare Mieten
für den Bezirk Lichtenberg früh
erkannt.
Das von ihm im April 2012 initiierte „Bündnis für Wohnen in
Lichtenberg“ bringt Akteure der
Wohnungswirtschaft mit bezirklichen Planungsstellen zusammen.
So können Wohnungsbauvorhaben
schneller geprüft, bearbeitet und genehmigt werden.
Mit diesem Beschleunigungsprogramm für Wohnungsbau ist
Lichtenberg berlinweit ganz vorn
mit dabei. Allein im Jahr 2014 wurden im Bezirk 2.223 Wohnungen
genehmigt. Diese Zahl markiert
einen neuen Rekord. Dieser Wohnraumneubau bildet ein Gegengewicht zu steigenden Mietpreisen,
denn wenn schnell genehmigt und
gebaut wird, steht mehr Wohnraum
zur Verfügung und die Situation auf
dem Wohnungsmarkt entspannt
sich.
In Lichtenberg gibt es auch weiterhin noch ein großes Potenzial
an möglichen Baufeldern für neue
Wohnungen - insgesamt geht das
bezirkliche Stadtplanungsamt laut
„Bezirksentwicklungsplan
Wohnen“ von bis zu 8.500 Wohnungen
aus, die in den nächsten Jahren in
Lichtenberg neu entstehen könnten.
Ole Kreins dazu: „Für Lichtenberg als wachsenden Bezirk ist das
eine große Chance. Es muss jedoch
bei allen Planungen auf eine Ausgewogenheit des Wohnungsangebotes geachtet werden. Bezahlbarer
und angemessener Wohnraum auch
in begehrten Lagen ist die soziale
Grundlage eines solidarischen und
lebenswerten Quartiers – auch für
Familien und MieterInnen mit geringem Einkommen. Neben dem
Wohnungsbau müssen dann natürlich auch das Wohnumfeld und die
Infrastruktur entsprechend mit entwickelt werden.“
Aber auch dort geht der Bezirk
voran. Es geht um Grünanlagenpflege und -neugestaltung, Fuß- und
Radwegesanierung, um Sanierung
von Kita- und Schulgebäuden sowie
um Neubau oder Neuausstattung
von Kinderspielpätzen. Hier nimmt
Lichtenberg beispielsweise den Spitzenplatz unter allen Berliner Bezirken ein. Nirgendwo sonst gibt es
mehr Spielfläche pro EinwohnerIn.
3
Kiezblatt | LICHTENBERG AKTUELL
Das Gensinger Viertel braucht einen Supermarkt –
Aktiv werden für die Nachbarschaft
S
Fahrradwracks raus aus
dem öffentlichen StraSSenraum
Auf eine Schriftliche Anfrage von Ole Kreins teilte der Berliner Senat mit,
dass in 2014 insgesamt 2.566 sogenannte „Fahrradwracks“ oder auch
„Schrottfahrräder“ im Auftrag der Ordnungsämter durch die Berliner
Stadtreinigung entfernt und entsorgt wurden. In Lichtenberg waren es
im gesamten Jahr 2014 nur vier Räder. Es ist nicht klar, ob es bedeutet,
dass nur wenige Fahrradwracks in Lichtenberg vor sich hinrotten oder
ob sie bloß nicht entfernt bzw. gemeldet werden. Falls Sie zu Beginn
der neuen Fahrradsaison „Fahrradwracks“ im öffentlichen Straßenraum
(z.B. an Bahnhöfen oder Einkaufscentern) sehen – melden Sie dies an das
Ordnungsamt (Tel.: 030/90296-4310) oder im Bürgerbüro von MdA Ole
Kreins. (Foto: Anne Meyer)
Neuer Gedenkort Rummelsburg
A
m 12. Januar 2015 wurde der
„Informations- & Gedenkort
Rummelsburg“ eingeweiht. Auf Informationstafeln und über eine App
für Smartphones wird die Nutzung
des Geländes von der Kaiserzeit bis
1989 dargestellt. Ab 1879 bis in die
Zeit der Weimarer Republik Arbeitslager für Waisen und Arme,
wurde es im Nationalsozialismus
ausgebaut zur „Sammelanstalt für
Asoziale und Kranke“.
Zu DDR-Zeiten war dort das
zentrale Männergefängnis von Berlin untergebracht. Im Mittelpunkt
stehen 18 Biografien ehemaliger
Arbeitshaus-Insassen und Häftlinge
des DDR-Gefängnisses. Die Dauerausstellung unter freiem Himmel ist
zu finden in der Hauptstr. 8.
Hartz-IV
Beratung
SOZIALBERATUNG
Sprechstunde Ole
Kreins
Sprechtstunde Kevin
Hönicke
An jedem 4. Montag im Monat
zwischen 13 und 16 Uhr findet im Bürgerbüro von MdA
Ole Kreins (Heinrichstraße
1) eine kostenlose Beratung
zum Sozialgesetzbuch II statt.
Die Beratung wird von Andreas Wallbaum vom „Hartzer
Roller“
durchgeführt.
An jedem 3. Donnerstag im
Monat zwischen 10 und 12 Uhr
findet im Bürgerbüro von MdA
Ole Kreins (Heinrichstraße 1)
eine kostenlose Sozialberatung
zum Sozialgesetzbuch II und
III statt. Die Beratung wird von
Blaschka Brechel (BVV-Fraktion
Lichtenberg) durchgeführt.
MdA Ole Kreins bietet regelmäßig Bürgersprechstunden im
Bürgerbüro (Heinrichstraße 1)
an. Die Anmeldung erfolgt persönlich im Bürgerbüro oder telefonisch unter 030/21471612.
Bitte bringen Sie notwendige Unterlagen und Dokumente zur Sprechstunde mit.
Der Bezirksverordnete Kevin Hönicke bietet regelmäßig
Sprechstunden im Bürgerbüro (Heinrichstr. 1) an. Anmeldungen können über das Bürgerbüro erfolgen, sind aber nicht
erforderlich. Bitte bringen Sie
notwendige Unterlagen und Dokumente zur Sprechstunde mit.
Nächste Termine:
Montag 23.02. und Montag
23.03.
Nächste Termine:
Donnerstag 19.02. und Donnerstag 19.03.
Nächste Termine:
Montag 09.02. Dienstag 24.02.
und Montag 23.03. je 16-18 Uhr.
Nächste Termine:
Freitag 20.02. und Freitag 20.03.
je 16-17.30 Uhr.
eitdem Ende 2012 der REWESupermarkt dicht machte,
hat das Gensinger Viertel ein
Nahversorgungsproblem. Den AnwohnerInnen fehlt eine wohnortnahe, fußläufig erreichbare Einkaufsgelegenheit. Erst am S-Bahnhof
Friedrichsfelde Ost befinden sich
die nächstgelegenen Supermärkte.
Da das Viertel auch von vielen älteren Menschen bewohnt wird,
hat dieser Umstand großen Einfluss auf die Lebensqualität – ganz
zu Schweigen von gehbehinderten
Menschen.
Trotz intensiver Bemühungen hat
sich bisher kein Betreiber finden
lassen. Selbst das Angebot des Vermieters des alten REWE-Standortes
nur noch die Nebenkosten zu verlangen, fand keinen Widerhall. Potenzielle Interessenten verweisen
immer wieder auf die zu geringe
Kaufkraft und die schlechte Anbindung.
Ole Kreins begann bereits 2013
damit, die Chancen für die Entwicklung des Forum Kalinkas zu
einem neuen Nahversorgungszentrum auszuloten. Das Ensemble
aus ehemaligem Restaurant, Supermarkt und Jugendclub ist im Verfall begriffen. Seine Anfrage an den
Berliner Senat ergab, dass Pläne zur
Entwicklung eines Supermarktes
Der Koggebrunnen markiert das Zentrum des verfallenden Forum Kalinka im Gensinger Kiez. Bald sollen 74 Townhouses entstehen. Das Nahversorgungsproblem wird so aber noch nicht gelöst. Foto: Anne Meyer
auf dem Gebiet aufgegeben wurden.
Aufgrund der mangelnden Nachfrage potentieller Betreiber und Investoren entschloss man sich dazu,
ein Wohngebiet zu planen. Damit
würde zumindest das Wohnumfeld
wieder attraktiver, auch für die bereits dort lebenden Menschen.
Der gefundene Investor Hanseatische Immobilien Treuhand will am
genannten Standort ab Mitte diesen
Jahres 74 Townhouses bauen. Kreins
Was passiert mit den
Ackerbürgerhäusern?
I
n Höhe der Einbecker Straße 76
stehen seit Jahren zwei Ruinen
und gammeln vor sich hin.
Der letzte Stand ist nunmehr, dass
die beiden Ruinen im Frühjahr 2015
abgerissen werden sollen und ein
Wohnhaus mit 60 Wohneinheiten
gebaut werden soll.
Die beiden Häuser, sog. Ackerbürgerhäuser oder auch Kutscherhäuser
standen unter Denkmalschutz und
waren ein Teil der Geschichte in
Friedrichsfelde.
Die SPD Lichtenberg hatte versucht die beiden Baudenkmale zu
erhalten. Aber leider waren die Bemühungen nicht erfolgreich, trotz
städtebaulichen Vertrags und gerichtlicher Auseinandersetzungen.
Damit geht ein Zeugnis der
Lichtenberger Vergangenheit für
immer verloren. Es bleibt zu hoffen,
dass im Jahr 2015 etwas Gutes entsteht und der Eigentümer, wie versprochen, eine Tafel an dem Neubau
anbringt, der an die alten Ackerbürgerhäuser erinnern soll.
Unmittelbare Gefahr soll von den
Gebäuden derzeit nicht ausgehen.
Bei Verschlechterungen wird die
SPD-Fraktion in der BVV Lichtenberg schnell handeln.
Jutta Feige
(Bezirksverordnete)
Initiative, auch eine Fläche für den
Supermarktbau freizuhalten wurde
auch von der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung beschlossen. Der Investor lehnte dies
jedoch ab. Schließlich unterbreitete
der damalige Bezirksbürgermeister
Geisel (SPD) potenziellen Supermarktbetreibern ein attraktives Angebot für den Standort Gensinger
Str. 83. Das zwischenzeitliche Interesse von ALDI an dem genannten
Standort wurde aber im Juni 2014
zurückgezogen. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen des Unternehmens gingen davon aus, dass ein
Einzugsgebiet von 13.000 bis 20.000
Einwohnern notwendig wäre, um
einen sich rentierenden Supermarkt zu betreiben. Weil das Gensinger Viertel aber nur über 4.135
Einwohner verfügt und zusätzliche
Fahrkundschaft kaum gewonnen
werden könnte, lehnte ALDI ab.
Gespräche zwischen Ole Kreins
und AnwohnerInnen ergaben eine
neue Perspektive. Ende Juni 2014
wurde der Verein „Gemeinsam fürs
Gensinger Viertel e.V.“ gegründet.
Initiator ist Steffen Lange, der im
Gensinger Viertel lebt und arbeitet.
Zum Zweck des Vereins sagt Lange:
„Wir engagieren uns gemeinsam ehrenamtlich für den Gensinger Kiez.
Unser Ziel ist, eine lebenswerte
Umgebung mitzugestalten, denn
unser Viertel lebt von und mit den
Menschen, die hier wohnen.“
Ole Kreins unterstützt die Initiative und ist Gründungsmitglied des
Vereins. Neben seines Engagements
wird er auch seine Befugnisse als
Abgeordneter einbringen. So kann
er den Verein bei nötigen Auskünften von Behörden unterstützen,
Anfragen an den Senat richten und
Gesprächspartner vermitteln.
Bunter Wind weht weiter in
Lichtenberg
W
öchentliche Demonstrationen zur Stimmungsmache
gegen
Flüchtlinge, um Vorurteile und
Ausgrenzung zu verfestigen, sind
allen spätestens durch die Abendnachrichten bekannt. Aber nicht nur
in Dresden finden solche Demonstrationen statt. Nein, auch im Bezirk Lichtenberg finden wöchentlich
in der Nähe von Unterkünften für
geflüchtete Menschen Demonstrationen statt.
Bei den Organisatoren handelt es
sich dabei nicht um besorgte BürgerInnen, sondern um bekannte
Menschen aus dem rechten Spek-
trum beziehungsweise von rechten
Parteien. Jede Woche wollen sie auf
solchen Demonstrationen Angst,
und Fremdenfeindlichkeit verbreiten, um Hass in der Bevölkerung zu
schüren und sich zu profilieren.
Die Initiative „Bunter Wind für
Lichtenberg“ stellt sich diesen Demonstrationen und solchen Tendenzen glücklicherweise weiter
entgegen und organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Bündnis
für Demokratie und Toleranz in
Lichtenberg, bunte und laute Gegendemonstrationen.
Kevin Hönicke (Bezirsverordneter)
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