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ja Wissenschaft-Technik-Geschlecht 5 ECTS, 2 SemStd Termine

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Für weitere Informationen und Anmeldung siehe:
http://sts.univie.ac.at/lehre/erweiterungscurriculum/
Susanne Öchsner
230135 UK
Prüf.imm: ja
Wissenschaft-Technik-Geschlecht
5 ECTS, 2 SemStd
Termine:
Vorbesprechung: DI 03.03.2015 13.45-15.45
DI wtl von 17.03.2015 bis 28.04.2015 13.45-15.45
DI wtl von 19.05.2015 bis 23.06.2015 13.45-15.45
Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien;
Inhalt:
Welche Rolle spielt Geschlecht in Wissenschaft und Technik? Sind das nicht völlig
unterschiedliche Dinge ohne Zusammenhang? Wissenschaft wird oft als wertneutral
verstanden, basierend auf objektiven Fakten und somit frei von gesellschaftlichen Einflüssen.
Technikproduktion auf der anderen Seite sucht Lösungen für ein gesellschaftliches Problem
und gestaltet Artefakte und Infrastrukturen, die vermeintlich rein auf wissenschaftliche
Prinzipien und materielle Notwendigkeiten zurückzuführen sind und sich im besten Fall an
Nutzungsbedürfnissen orientieren. Diese haben aber kein Geschlecht, oder etwa doch?
Arbeiten aus der Wissenschafts- und Technikforschung haben gezeigt, dass gesellschaftliche
Vorstellungen von Geschlecht durchaus in die Wissenschafts- und Technikproduktion
einfließen und Wissenschaft die Welt nicht nur beschreibt, sondern auch Wirklichkeiten
produziert. Insbesondere die Naturwissenschaften haben einen großen Einfluss darauf, was
wir als weiblich und was als männlich denken können und welche Attribute wir damit
verbinden. Auch Technikentwicklung ist oft untrennbar mit Geschlecht verbunden, denn hier
fließen Vorstellungen von Bedürfnissen, Potenzialen und Einschränkungen der Geschlechter
mit ein. Andererseits 'verkörpern' die so hergestellten Artefakte und Infrastrukturen dann oft
wieder diese Werte und Normen, und beeinflussen so das soziale Zusammenleben.
Ziele:
Das Ziel der Lehrveranstaltung ist eine kritische Auseinandersetzung mit den
Zusammenhängen von Wissenschaft, Technik und Geschlecht. Wir werden uns im Laufe des
Semesters anhand ausgewählter Beispiele (wie etwa des Wissens über Skelette, Eizellen und
Hormone und der technischen Entwicklung von Rasierapparaten und Computersoftware)
aktuelle und historische Orte, Objekte und Praktiken von Wissensproduktion ansehen. Wir
werden uns auch mit Inklusions- und Exklusionsmechanismen befassen, um zu einem
grundlegenden Verständnis davon zu gelangen, in welchem Spannungsverhältnis
Wissenschaft, Technik und gesellschaftliche Vorstellungen stehen.
Für weitere Informationen und Anmeldung siehe:
http://sts.univie.ac.at/lehre/erweiterungscurriculum/
Kay Franziska Felder
230137 UK
Prüf.imm: ja
Körper, Wissen, Gesellschaft
5 ECTS, 2 SemStd
Termine:
Vorbesprechung MO 02.03.2015 17.00-19.00
MO wtl von 16.03.2015 bis 27.04.2015 17.00-19.00
MO wtl von 18.05.2015 bis 15.06.2015 17.00-19.00
Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Inhalt:
Im Zusammenhang mit Fragen rund um die menschliche Natur und das Wesen unseres Seins
kommt medizinischem und biologischem Wissen eine besondere Bedeutung zu. Zusammen
mit der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung von Wissenschaft vollzog sich ein
Prozess der Medikalisierung: Immer mehr körperliche Vorgänge und Zustände werden nun
durch wissenschaftliche und biomedizinische Konzepte erklärt und andere Vorstellungen des
menschlichen Körpers treten dabei oftmals in den Hintergrund. Wissen über den Körper
beeinflusst dabei nicht nur wie wir über den menschlichen Körper denken, sondern auch wie
wir
uns
selbst
wahrnehmen
und
dadurch
unsere
Welt
erleben.
Wissenschaftliches und medizinisches Wissen wird somit zu einer dominanten Form uns
selbst als Menschen zu verstehen. Medizin beeinflusst allerdings nicht nur Gesellschaft,
sondern ist auch selbst in einem kulturellen und historischen Kontext verortet und
Veränderungen unterworfen. Gesellschaftliche Werte und Vorstellungen fließen dabei in
stetige Ausverhandlungsprozesse rund um medizinisches Wissen und dessen praktische
Umsetzung
ein. Aktuelle Beispiele wie Reproduktionsmedizin oder
NichtRaucherInnenschutz machen dabei deutlich, dass Medizin untrennbar mit gesellschaftlichen
Dimensionen und Macht verbunden ist: Für die Ausübung staatlicher Macht und
Regulierung spielt die Kontrolle und Formung von Körpern eine unverzichtbare Rolle. Dabei
prägen Vorstellungen über Gesellschaft und wie diese sein soll die Art und Weise wie
gesundheitspolitische Interventionen konzeptualisiert werden und in welcher Weise
Individuum und Gesellschaft Verantwortung für Gesundheitsfragen tragen.
Dieser einführende Universitätskurs beschäftigt sich aus Sicht der Wissenschaftsforschung
damit, wie Körper erkannt, geformt und gelebt werden. Körper und Medizin werden dabei als
Beispiel herangezogen um zu zeigen, wie wissenschaftliches Wissen, soziale Identitäten und
Macht zusammenhängen. Dabei soll diskutiert werden inwiefern medizinisches Wissen nicht
einfach eine 'objektive' Repräsentation der Realität darstellt, sondern sozial geformt und in
einen jeweiligen kulturellen Kontext eingebettet ist. Einen Schwerpunkt werden
beispielsweise die Bedeutung und Konsequenzen von Kategorien wie Sex und Gender in der
Produktion medizinischen Wissens darstellen. Einen weiterer Schwerpunkt wird darauf
gelegt werden, wie medizinisches Wissen und medizinische Technologien soziale Identitäten
und soziale Beziehungen formen und verändern. Des Weiteren werden gemeinsam
historische Zusammenhänge erforscht und dabei untersucht wie sich die Medizin und
gesellschaftliche Machtverhältnisse dabei verändert haben.
Methoden:
Im Rahmen des Kurses werden unterschiedliche didaktische Methoden zur Anwendung
kommen. Ein wichtiger Bestandteil ist die gemeinsame Lektüre und Diskussion von Texten.
Über den Verlauf des Semesters werden sich Inputs der Lehrveranstaltungsleiterin mit
unterschiedlichen Beiträge der Studierenden ergänzen. Im Rahmen des Kurses ist eine
Exkursion geplant. Voraussetzungen für den Zeugniserwerb sind Anwesenheit, Mitarbeit, das
Erbringen kleinerer Reflexions- und Arbeitsaufgaben sowie das Absolvieren einer
Abschlussprüfung.
Für weitere Informationen und Anmeldung siehe:
http://sts.univie.ac.at/lehre/erweiterungscurriculum/
Anna Pichelstorfer
230138 UK
Prüf.imm: ja
Werte und Bewertungen (in) der Wissenschaft
5 ECTS, 2 SemStd
Termine:
Vorbesprechung: 04.03.2015; MI 04.03.2015 12.00-13.30 Ort: Seminarraum STS, NIG
Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien; MI 11.03.2015, 18.03.2015 und 25.03.2015
12.00-14.00 Ort: Seminarraum STS, NIG Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien;
MI wtl von 22.04.2015 bis 03.06.2015 12.00-14.00 Ort: Seminarraum STS, NIG
Universitätsstraße 7/Stg. II/6. Stock, 1010 Wien
Inhalt:
Wissenschaft gilt gemeinhin als wertfrei. Sie solle sich um 'Fakten' kümmern, während die
Gesellschaft für 'Werte' zuständig sei. Es zeigt sich aber, dass diese strikte Unterscheidung in
vielen Kontexten sowohl politisch als auch epistemologisch problematisch geworden ist.
Werte und Bewertungen spielen auf vielfache Weise eine Rolle in und für die Wissenschaft.
Ethische Standards und Normen werden für die Forschung definiert um Betrug und
Fälschung zu vermeiden. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass wissenschaftliche Praxis nicht
nur durch bestimmte Werte und Normen geprägt ist, sondern auch selbst eine Reihe von
(Be)Wertungen vornimmt. So klassifiziert(e) und ordnet(e) sie zum Beispiel Geschlechter,
Rassen, Körper. Wissenschaftliche Entwicklungen werfen eine ganze Reihe von ethischen
Fragestellungen auf: Wie soll gesellschaftlich mit neuen Wissenschaften und Technologien
(z.B. Biotechnologie, Nanotechnologie) umgegangen werden? Und wollen wir sie überhaupt?
Und nicht zuletzt stehen die Bewertung und der gesellschaftliche Wert von Wissenschaft im
Zentrum aktueller politischer Diskussionen - Stichwort Wissensgesellschaft und
Ökonomisierung der Wissenschaft.
Ziele:
In diesem Universitätskurs wollen wir diese Entwicklungen kritisch beleuchten und
herausarbeiten, auf welch vielfältigen Weisen Wissenschaft durch Werte und Bewertungen
geprägt ist und diese prägt. Zentrale Fragen des Kurses sind unter anderem:
- Welche Werte und Normen werden für Akteure zum Handlungsmaßstab, gerade in einer
Zeit in der Wissenschaft zunehmend von Medien, Politik und Wirtschaft abhängig wird?
- Wie hängen öffentliche Werte, politische Entscheidungsfindung und wissenschaftliche
Expertise zusammen?
- Wer darf bei gesellschaftlichen Werteentscheidungen mitsprechen?
- Wie, wo und durch wen wird der Wert von Wissenschaft verhandelt, bestimmt und messbar
gemacht?
Methoden:
Es werden dazu grundlegende Konzepte und Ansätze der Wissenschaftsforschung vorgestellt
und gemeinsam diskutiert, ausgewählte wissenschaftliche Texte zum Thema gelesen, sowie
eine Reihe historischer und aktueller Beispiele analysiert. Voraussetzungen für den
Zeugniserwerb sind durchgehende Anwesenheit, aktive Beteiligung an den Diskussionen und
Arbeitsaufgaben und die positive Absolvierung der schriftlichen Abschlussprüfung.
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