close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Dantons Tod and Woyzeck pdf ebook 40hg1 free By

EinbettenHerunterladen
Neue EU-Aktionsprogramme
Schwerpunkt Chancengleichheit
Mag.a Michaela Petz-Michez, M.E.S. MBA
Fachabteilungsleiterin a.i. Landes-Europabüro
Leiterin Verbindungsbüro des Landes Salzburg zur EU
Woher das EU-Geld kommt I
Die drei zentralen Geldquellen:
• „traditionelle Eigenmittel“
– v.a. Zölle, die bei der Einfuhr aus Drittstaaten anfallen
• Anteil an den Mehrwertsteuereinnahmen eines Landes
– normalerweise ca. 0,3 Prozent
• Ein kleiner Prozentsatz des Bruttonationaleinkommens
– nach dem Grundsatz der Solidarität und
Zahlungsfähigkeit
– in der Regel ca. 0,7 Prozent
– wichtigste Einnahmequelle der EU
Woher das EU-Geld kommt II
Quelle: EU-Kommission
Wofür das Geld ausgegeben wird:
der Mehrjährige Finanzrahmen (MFR)
Quelle: EU-Kommission
Wofür das Geld ausgegeben wird
94% des EU-Haushalts werden für Projekte in den
EU-Mitgliedstaaten verwendet, z.B. für
– Städte und Regionen
– Infrastruktur
– Landwirtschaft
– Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt
– Studierende, Wissenschaft und Forschung
– Nicht-Regierungsorganisationen und öffentliche Einrichtungen
Quelle: EU-Kommission
Der Weg zu einer EU-Finanzierung I
1.) Finanzhilfen
•
•
•
•
meist auf Basis einer „Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen“
Vorgabe bestimmter Projekte bzw. Ziele
glaubhafte Darstellung der Ziel-Erreichung notwendig
die Finanzhilfen werden von lokalen und regionalen Behörden vergeben
2.) öffentliche Aufträge
•
•
Vergabe im Rahmen einer „öffentlichen Beschaffung“
„Bestellung“ von Dienstleistungen oder Waren, um den laufenden
EU-Betrieb sicher zu stellen
Finanzhilfen
1.) Struktur- und Investitionsfonds & Agrarbeihilfen
•
•
entspricht ca. 80% des EU-Haushalts
d.h. GAP, Landwirtschaftsfonds (ELER) + Leader, Regionalfonds (EFRE,
ETZ-Europäische territoriale Zusammenarbeit), Kohäsionsfonds,
Europ. Sozialfonds (ESF), Europ. Meeres- und Fischereifonds (EMFF)
•
Verwaltung auf nationaler/regionaler Ebene;
hier erfolgt auch die Förder-Einreichung
2.) zentral in Brüssel verwaltete Programme (ca. 20%)
•
•
•
Forschung, Entwicklung und Innovation (v.a. HORIZONT 2020)
Bildung und Ausbildung (v.a. ERASMUS+)
Verkehr, Infrastruktur & Energie (v.a. CEF-Connecting Europe Facility)
•
Antragstellung direkt bei der EU-Kommission bzw. bei Exekutivagenturen
Der Weg zu einer EU-Finanzierung II
Wichtige Punkte, die bei einem
Förderantrag beachtet werden müssen:
•
europäische Dimension; Beitrag zu den EU-Zielen bzw. europäischer Bezug
•
Transnationalität: gemeinsames Projekt mit PartnerInnen aus anderen
Mitgliedstaaten oder Partnerländern (Ausnahmen z.B. bei Struktur- und
Sozialfonds)
•
Innovation: Neuartigkeit des Projekts (kann aber auf Ergebnissen früherer
Projekte aufbauen bzw. diese weiterentwickeln)
•
Multiplikationsfähigkeit: Ergebnisse praxistauglich und ggf. auch in
anderen Mitgliedstaaten verwendbar
•
ausreichende Finanzmittel, da vorerst meist Zwischenfinanzierung des
Projekts erforderlich
•
Vollständigkeit: nur vollständig ausgefüllte (Online)-Formulare werden
bearbeitet
•
Pünktlichkeit: verspätete Einreichungen werden nicht berücksichtigt
im Detail:
EU-Förderprogramme
nach Politikbereichen
Das Prinzip der Gleichstellung von
Männern und Frauen sowie die
Nicht-Diskriminierung gehören
zu den EU-Grundwerten
(Art. 3 des EU-Vertrags & Art. 8 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union)
Grundwerte müssen sich auch in
Fördermaßnahmen widerspiegeln
UnionsbürgerInnenschaft I
Programm für „Rechte, Gleichstellung und UnionsbürgerInnenschaft“
= Zusammenfassung der früheren Programme „Grundrechte“, „Daphne“
(Gewaltprävention) sowie zu Nicht-Diskriminierung und Gleichstellung
• Budget: rund 440 Mio. EUR
• Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern
• Förderung des Grundsatzes der Nicht-Diskriminierung (Geschlecht,
Rasse, ethnische Herkunft)
• Kampf gegen Gewalt an Frauen, Kindern & Jugendlichen
• Bekämpfung von Rassismus, Homophobie und anderer Formen der
Intoleranz
• Schutz der Privatsphäre und von personenbezogenen Daten
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32013R1381&from=EN
UnionsbürgerInnenschaft II
Beispiele – unmittelbar bevorstehende Ausschreibungen:
• Förderung von Projekten zur Unterstützung von Mitgliedstaaten,
welche die Gleichstellung der Geschlechter in nationalen Programmen
und politischen Initiativen voran treiben
• Förderung von Projekten zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt
gegen Frauen, Jugendliche und Kinder bzw. von Projekten, die zur
Bewusstseinsbildung beitragen
http://ec.europa.eu/justice/grants1/upcoming-calls/index_en.htm
UnionsbürgerInnenschaft III
Programm: Europa für Bürgerinnen und Bürger
Ziele des Programms: Wissen über die EU, ihre Geschichte und die
Integration vergrößern, die UnionsbürgerInnenschaft fördern und die
Voraussetzungen für mehr BürgerInnenbeteiligung verbessern.
• Budget: rund 186 Mio. EUR
• Förderschiene europäisches Geschichtsbewusstsein und europäische
BürgerInnenschaft:
Sensibilisierung für die Geschichte u. die gemeinsamen Werte der EU
• Förderschiene Demokratisches Engagement und BürgerInnen:
Stärkung d. demokratischen BürgerInnenbeteiligung auf Unionsebene
• Wer soll durch das Programm angesprochen werden?
lokale und regionale Behörden, gemeinnützige Organisationen, zivilgesellschaftlicher Organisationen, Kultur-, Jugend, Bildungsund Forschungseinrichtungen etc.
http://www.europagestalten.at
Forschung und Entwicklung I
Horizont 2020: Das weltweit größte grenzüberschreitende
Forschungs- und Innovationsprogramm
Säule I:
Wissenschaftsexzellenz
Säule II:
Führende Rolle
der Industrie
Genderthemen als
Querschnittsmaterie
der EU-Forschungspolitik
Geschlechtergleichstellung in
Teams und in
Aufsichts- u.
Leitungsgremien
Säule III:
Gesellschaftliche
Herausforderungen
Gleichstellung der
Geschlechter ist
dabei ein
Schlüsselelement
Forschung und Entwicklung II
Gesamtbudget Horizont 2020: rund 80 Mrd. EUR;
Detail-Ziele auf Genderebene u.a.
• Förderung von Forschung zu geschlechtsbezogenen Themen
• Forscherinnen und Forscher sollen bei Projekten gleichermaßen
begünstigt werden
• ausgewogenen Beteiligung von Frauen u. Männern auf allen Ebenen
• Geschlechterverhältnis im Forschungsteam soll bei Punktegleichstand den Ausschlag für oder gegen Förderung geben
• Frauenanteil in beratenden Gremien soll von 40% auf 50%
angehoben werden
• NEU: Einbeziehung von Gendertrainings in erstattungsfähige Kosten
https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/sites/horizon2020/files/FactSheet_Gender_2.pdf
Beschäftigung & Soziales
EU-Programm für Beschäftigung u. soziale Innovation (EaSI)
• 920 Mio. EUR bis 2020
• 61% für Beschäftigung & soziale Solidarität („Progress“):
Unterstützung der Mitgliedstaaten bei Reformen und neuen
Konzepten
• 18% für EURES (=„EU-weites AMS“): Information, Beratung
und mehr Mobilität der Arbeitskräfte
• Mikrofinanzierung (21%): Vergabe von mehr Darlehen,
Entwicklung eines Marktes für Sozialinvestitionen, leichterer
Zugang von Sozialunternehmen zu Finanzierungen
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=629&langId=de
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=1081&langId=de
Beschäftigung & Soziales
Feststellung der EU-Kommission:
Österreich soll bei der Verwendung von
Mitteln v.a. auf mehr Gleichstellung
und auf die Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Segmentierung des
Arbeitsmarktes achten.
Tourismus
Schwerpunkte v.a. orientiert an der Europa 2020-Strategie:
• Innovation
• Ressourcen-Schonung
• Soziale Integration & Verbesserung der Qualifikation
• Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern
• Stärkere Beachtung von Gender-Aspekten
• Budget: der Tourismus-Sektor ist bezüglich Fördermittel eine
klassische „Querschnittsaufgabe“ (z.B. ELER, EFRE)
http://www.bmwfw.gv.at/Tourismus/Tourismusfoerderung/Seiten/AllgemeineTourismusf%C3%B6rderungundEU-Kofinanzierung.aspx
Kultur
„Kreatives Europa“ – Rahmenprogramm für Kultur- und Kreativsektor
• Ökonomische/gesellschaftliche Zielsetzungen
• Beitrag zu Wirtschaftswachstum, Beschäftigung und
Chancengleichheit
• Kulturpolitische Zielsetzungen, z.B.
• Förderung der kulturellen & sprachlichen Vielfalt
• Schaffung europäischer Netzwerke & Kooperationen
• Förderung von Talenten, Professionalisierung
• Entwicklung & Erprobung neuer Geschäftsmodelle
• Stärkung der Finanzkraft des Sektors
Ziel: Unterstützung von europaweit 250.000 KünstlerInnen und
Kulturschaffenden; Gesamtbudget bis 2020: rund 1,3 Mrd. EUR
http://ec.europa.eu/programmes/creative-europe/index_en.htm
Bildung
„Erasmus+“: Programm für allgemeine u. berufliche Bildung,
Jugend und Sport
• Bis 2020 stehen über 14 Mrd. EUR zur Verfügung
• für mehr Mobilität bei Bildung und Hochschulbildung
• für mehr Kooperationen, Partnerschaften u. Allianzen
• für mehr Aktivitäten im Jugendbereich
• für eine „europäische Dimension“ im Sport
• Mehr als 4 Mio. Menschen sollen von Erasmus+ profitieren
http://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/index_de.htm
Die Wirkung von Erasmus:
Die Wahrscheinlichkeit, längere Zeit arbeitslos zu werden, ist nur
halb so groß wie bei Menschen, die nicht zu Studium bzw. Ausbildung
im Ausland waren. 5 Jahre nach dem Abschluss ist die
Arbeitslosenquote noch immer um 23% niedriger.
Quelle: Europäische Kommission; http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-1025_de.htm
Kontakt
in Salzburg:
Landes-Europabüro
Waagplatz 1 a
5020 Salzburg
E: europabuero@salzburg.gv.at
T: 0662 8042 3301
in Brüssel:
Salzburger Verbindungsbüro
zur EU in Brüssel
107, Rue Frédéric Pelletier
B-1030 Brüssel
E: bruessel@salzburg.gv.at
T: +32 2 7430760
Wichtige EU-Programme kompakt beschrieben…
…im Salzburger EU-Förderleitfaden
für die Periode 2014 bis 2020:
http://www.salzburg.gv.at/leitfaden_eu-foerderungen
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
74
Dateigröße
435 KB
Tags
1/--Seiten
melden