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Dienstag, 20. Januar 2015
Kreis Gießen · Hüttenberg · Langgöns · Linden · Pohlheim
Nummer 16 - Seite
39
An Wurzeln erinnern
Bund der Vertriebenen feiert in Leihgestern Altvaterball
L i n d e n (gbp). »Unsere Vorfahren haben
den Altvaterball begonnen und dann in unsere Hände gelegt, damit wir ihn weiter fortführen«, hielt am Samstag Roland Jankofsky,
Vorsitzender der Ortsgruppe Kleinlinden/
Leihgestern des Bundes der Vertriebenen
(BdV), fest. In der Leihgesterner Volkshalle
traf man sich zum mittlerweile 51. Altvaterball. Über viele Jahre gab es solche Bälle in
zahlreichen Orten im Landkreis, doch hat
sich diese Veranstaltung in Leihgestern als
einzige in der Region erhalten.
Erster Stadtrat Norbert Arnold sprach ein
Grußwort, und zum Tanz spielten die Altvatermusikanten unter der Leitung von Thorsten Pfeifer auf. Traditionell waren Schicksals- und Mondscheinwalzer Höhepunkte des
Abends; ebenso die Tombola mit rund 400
Preisen. Jankofsky dankte allen Spendern,
den Helfern als Werber der Preise und dem
Team um Jennifer Kirsch, das für die Bewirtung sorgte. Beeindruckend war auch die Altvater-Kulisse auf der Bühne.
Jankofsky blickte auf die bisherige Geschichte der beliebten Tanzveranstaltung zurück, die ihren Namen dem Berg Altvater
verdankt, der mit 1490 Metern höchsten Erhebung des Mährisch-Schlesischen Gebirgszugs. »Wir nennen diese Tanzveranstaltung
Altvaterball, weil viele der Gründungsväter
und -mütter aus der Altvaterregion kommen«, erläuterte der Vorsitzende. An der Stelle des damaligen Aussichtsturms auf dem
Altvater stehe nun ein Fernsehturm, doch ein
Nachbau des Altvaterturms – »schöner als
das Original« – stehe heute im thüringischen
Lehesten. »Diesen Nachbau können wir der
Langgönser Ortsgruppe verdanken«, lobte
Jankofski.
Er erinnerte daran, dass die Altvaterregion
ihm, seiner Familie und vielen anderen Menschen das Leben gerettet habe. »Denn vor
fast 70 Jahren flüchteten wir und das ganze
Dorf mit Pferden und Wagen vor der heranrückenden Kriegsfront in die Altvaterregion.« Dort überlebte man bis Kriegsende. Mit
dem Ball erinnere man an die gemeinsamen
Wurzeln. »In den rund 69 Jahren haben wir
uns hier fest eingewurzelt, haben Blätter entfaltet und Früchte getragen; die Wurzeln unserer Vorfahren jedoch nicht vergessen und
schon gar nicht verleugnet.«
Die Altvatermusikanten spielen in der Volkshalle zum Tanz auf.
Gastronom Bernd Martini
blickt auf 60 Jahre zurück
Kummer übernimmt von Klee
L i n d e n (pm). Seinen 60. Geburtstag hat
der bekannte Event-Gastronom Bernd
Martini gefeiert. Wenn es den Begriff nicht
schon gäbe, so hätte er für
den unermüdlichen Leihgesterner wohl geschaffen
werden müssen. Seit über
30 Jahren gilt er als Mann
vom Fach, ob als Wirt im
»Café am Türmchen« in
Gießen oder im Sportheim
der TSG 1893 Leihgestern.
Dieses trägt schon seit fast
zwei Jahrzehnten seinen
Bernd Martini Namen und wurde als
»Martini’s« auch nach seinem Rückzug unter diesem Namen bis heute fortgeführt.
Vor allem durch seinen Partyservice, sein
Eventmanagement und sein 25-jäjriges
Wirken als Wirt und Mitorganisator des
Lindener Stadtfestes wurde der Neu-Sechziger weithin bekannt.
(Foto: Archiv)
Wechsel an Spitze des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg
»Hanse«-Treffen
eine 30-jährige Tradition
L i n d e n (pm). Alljährlich am zweiten
Freitag des neuen Jahres lädt Familie
Zieglschmidt zum geselligen Miteinander
eines originellen Personenkreises ein. Bei
den meisten ist »Hans« tatsächlicher Namensbestandteil, der kleine Rest ist kurzerhand »eingehanst« worden.
Der Grundstein für diese Treffen wurde
1984 beim Winzerfest/Handballturnier in
Nierstein gelegt, als etliche »Hanse« die
»dritte« Halbzeit an der Weintheke verbrachten. Vom folgenden Jahr an wurde der
Rhein-Wein mit dem selbstgemachten Äbbelwoi getauscht.
Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte veränderte sich zwar die Stammtischbelegung,
doch die »Ur-Hanse« Hans Fischer, Hans
Karl Zieglschmidt, Hans-Ludwig Mehl,
Hans Alfred Strack, »Hans« Dieter Velten
und »Hans« Ulrich Lepper bilden heute
noch den harten Kern der Truppe, die sich
seit Jahrzehnten im Handballsport engagiert. Mit im Boot sind auch Hans Peter
Müllejans und »Hans« Edmund Kauss. Mit
»Hans« Günther Jakobi ist der ehemalige
Trainer der Oberliga-Mannschaft des TV
Großen-Linden seit 1993 mit von der Partie. Der in Jena beheimatete »Hans« Stefan
Klerner und »Hans« Michael Appelt sind
weitere aufstrebende Nachwuchskräfte im
illustren Teilnehmerfeld.
Auch diesmal wurden wieder unter anderem Äbbelwoi aus Zieglschmidts Gärkeller
und Handkäs’ mit Musik serviert. Beim Erzählen von Geschichten und Witzen, beim
Anschauen von Fotos vergangener Treffen
und bei Gesang verflog die Zeit im Nu. Anlässlich des 30-jährigen Bestehen des Treffens hat die Gruppe 300 Euro gesammelt;
das Geld soll dem Förderverein Soziale
Dienste zugute kommen.
Diebe nehmen Karten
und Geld aus Bus mit
H ü t t e n b e r g (pm). Unbekannte Diebe
haben in der Nacht auf Samstag in Hörnsheim einen im Dorfgraben 3 abgestellten
Mercedes-Bus durchwühlt. Die Täter drangen in den braunen »Viano« ein und durchsuchten sämtliche Ablagen. Sie griffen sich
eine Kreditkarte, eine EC- und eine Krankenversichertenkarte sowie eine noch nicht
bekannte Menge Bargeld. Wie genau die
Diebe die Schlösser des Mercedes umgehen
konnten, steht derzeit noch nicht fest. Die
Ermittler der Wetzlarer Polizei suchen Zeugen, die Angaben zu den Tätern oder zum
Verbleib der Beute machen können. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Telefonnummer 0 64 41/91 80 entgegen.
L a n g g ö n s / G i e ß e n (gge). Lang anhaltender Beifall folgte am Sonntag auf die Abschiedsrede von Karl-Heinz Klee. Der langjährige Vorsitzende des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg (SHS) war auf eigenen
Wunsch von seinem Posten zurückgetreten.
Der Holzheimer sagte dem Vorstand aber
weiterhin seine Unterstützung zu. Die
Hauptversammlung im evangelischen Gemeindesaal in Oberkleen erhob ihn zum Ehrenvorsitzenden. 20 Jahre lang hatte er an
der Spitze des SHS gestanden.
Dafür erhielt Klee am Sonntag außerdem
die Friedrich-Knoche-Gedächtnismedaille.
Zum Ehrenvorstandsmitglied wurde Ingrid
Schaum (Frauenchor Hochelheim) ernannt,
die nach 28-jährigem Engagement als
Schatzmeisterin aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.
Folglich standen auch Wahlen im Mittelpunkt der Versammlung. So wurde der seitherige Vize Klaus Kummer (Frohsinn Hüttenberg) zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Seine beiden Stellvertreter sind Thomas
Laux (Eintracht Leihgestern) und Hartmut
Schmidt (Liederkranz Cleeberg). Neu im
Amt des Schatzmeisters ist Norbert Magel
(Germania Steinbach). Ihn vertritt der bisherige Beisitzer Uwe Degen vom Gesangverein
Harmonie
Watzenborn-Steinberg.
Als
Schriftführerin wurde Karena Müller (Frauenchor Jugendfreund Watzenborn-Steinberg)
bestätigt. Neu auf dem Posten der Stellvertreterin ist Kathinka Tamm vom gleichen
Verein. Sie löst Pauline Futschig (Liederkranz Rechtenbach) ab, die noch als Beisitzerin fungieren möchte. Weitere Beisitzer
sind Carmen Viehmann (Harmonie Rechten-
Der neue Vorsitzende Klaus Kummer (Mitte)
verabschiedet Ingrid Schaum und KarlHeinz Klee.
(Foto: gge)
(Foto: gbp)
bach), Cornelia Kummer (Frauenchor Hochelheim) und Gernot Stein (Victoria Garbenteich). Alle Wahlen gingen einstimmig über
die Bühne.
Kummer ging in seiner Antrittsrede auf die
personellen Probleme der Chöre ein und appellierte an die Delegierten, diesem Trend
entgegenzuwirken. Es gelte, verstärkt auf
den unterschiedlichsten Ebenen für den
Chorgesang zu werben. Mögliche Instrumente könnten Schulungen, Seminare und die
Eröffnung neuen Liedgutes sein.
Zuvor hatte der neue Ehrenvorsitzende
Klee den Vereinen für die vertrauensvolle
Zusammenarbeit gedankt. Dabei hob er besonders den ehrlichen und achtungsvollen
Umgang miteinander hervor. Eine zufriedenstellende Kassenlage bilanzierte Hartmut
Schmidt in Vertretung von Ingrid Schaum.
Bundeschorleiter Dieter Schäfer (Liederkranz Dornholzhausen) informierte über
Kurse und Angebote und würdigte in diesem
Zusammenhang die gute Zusammenarbeit
mit dem Solmser Sängerbund.
Zu Beginn hatte Karena Müller den Jahresbericht verlesen. Das diesjährige Bundeswertungssingen findet am 18. und 19. April
in Langgöns statt. Ausrichter im Jahr 2016
(16. und 17. April) ist der Gesangverein Jugendfreund Watzenborn-Steinberg.
»Winter-Blume« schließt
Insolvenzverfahren: Traditionsgeschäft macht spätestens zum 31. März dicht
L i n d e n (agl). In Linden geht spätestens
am 31. März eine Tradition zu Ende: Das Geschäft »Winter-Blume« an der Zufahrt zum
Kuhn-Center in Linden-Forst macht dicht.
Dies teilte am Montag Insolvenzverwalter
Holger Käs von der Gießener Kanzlei Völpel
& Partner im Gespräch mit der Gießener
Allgemeinen Zeitung mit. 2010 war das Unternehmen nach Linden-Forst umgezogen,
insgesamt gibt es den Betrieb jedoch bereits
seit 40 Jahren. Adelheid und Gerhard Winter
hatten ihn einst gegründet.
Der alte Standort befand sich in der Bahnhofstraße in Großen-Linden. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Januar eröffnet, in-
formierte Käs. Derzeit sind neben den beiden Inhaberinnen Claudia Winter und Anne
Hoffmeister auch zwei Teilzeitkräfte in dem
Geschäft tätig. Außerdem wirken die Eltern
sowie Ehrenamtliche aus Kirchengemeinde
und Stadtmission und Freunde der Familie
mit. Käs sprach am Montag von einem »nach
wie vor sehr hohen persönlichen Einsatz«
der Familie Winter.
Was die Zukunft der Räumlichkeiten betrifft, so erläuterte er: »Wir suchen jemanden, der den Betrieb vielleicht in dieser Form
fortführen wird.« Es könne aber auch sein,
dass die Räumlichkeiten anderweitig genutzt
werden. »Es gibt in der Regel externe und
interne Ursachen für ein Insolvenzverfahren«, ging Käs auf die Hintergründe ein. Mit
dem Umzug in den Tannenweg habe man
sich einen ganz anderen Zuspruch erwartet
und entsprechend groß die Räumlichkeiten
geplant.
Was die aktuelle Situation betrifft, so seien
Gutscheine nicht mehr einlösbar, da jeder
Gutschein-Besitzer ein Gläubiger sei, und
keiner der Gläubiger dürfe gegenüber den
anderen einen Vorteil haben. Gutscheininhaber können ihre Forderungen bei dem Insolvenzverwalter anmelden. Gegenwärtig wird
der Geschäftsbetrieb auch im Insolvenzverfahren vollumfänglich fortgeführt.
Mix-Dur richtungsweisend
Erfolgreiche Premiere des neuen Chores erfreut Eintracht Watzenborn-Steinberg
Po h l h e i m (bf). Eine Rückschau auf das
vergangene Jubiläumsjahr und Personalwechsel im Vorstand standen am Freitag im
Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung
des Gesangvereins Eintracht 1869 Watzenborn-Steinberg. Vorsitzender Jürgen Schäfer
dankte Brigitte Hasl und Susanne Sommer
für zehnjähriges Singen in dem erst zwölf
Jahre alten Gemischten Vereinschor und
überreichte Hasl den »Violinschlüssel«.
Den Geschäftsbericht erstattete Günther
Dickel. Im Jahr des 145-jährigen Bestehens
fanden 17 Veranstaltungen der verschiedensten Art statt, darunter das Chorwochenende
in Salmünster, die Ausrichtung des Beratungssingens des Sängerkreises Gießen und
das Weißbierfest.
Für das Ergebnis der Chorifeen, die beim
Wettbewerbssingen in Hüttenberg erstmals
in der großen Gemischten Chorklasse angetreten waren und auf Anhieb den zweiten
Klassenpreis ersangen – Helga Schmidt berichtete – gab es von der Versammlung Applaus. Den Bericht aus der Abteilung Män-
nerchor trug Jürgen Schäfer vor. Den musikalischen Leitern der beiden Eintracht-Chöre, Torsten Schön und »Vize-Dirigent« Gert
Schön, wurde für ihre Arbeit gedankt.
Beim Adventskonzert feierte der neue
Klangkörper Mix-Dur mit 75 Stimmen »in
Eintracht« Premiere. Dies wurde vom Vorstand als höchst erfreulich, wenn nicht gar
»richtungsweisend« bezeichnet. Der Blick
auf die Statistik zeigt, dass es bei fünf Neuzugängen neun Abgänge gab, die Mitgliederzahl sinkt dadurch auf 241. Im Männerchor
singen 41 Aktive und bei den Chorifeen
48 Frauen und Männer.
Insgesamt fanden 74 Singstunden statt.
Vorstand und Ehrenrat besuchten 57 Jubilare und acht Senioren. Bei den vier Großprojekten haben 90 Vereinsmitglieder, zum Teil
mehrfach, mitgewirkt.
Nach dem Kassenbericht von Rechnerin
Roswitha Kauer und dem Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet. Bei
den Vorstandswahlen kam es zu folgendem
Ergebnis: Der stellvertretende Vorsitzende
Matthias Sommer, Erste Rechnerin Roswitha
Kauer und Beisitzerin Susanne Horn wurden
wiedergewählt, neu als Beisitzer sind Ingrid
Berk, Conny Häuser, Helga Schmidt und Andrea Plitsch. Abteilungsleiter des Männerchors ist nun Jürgen Schäfer. Dank ging an
die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder
Hans-Jürgen Achtner, Walter Mohr, Peter
Schenecke und Kerstin Westbrock.
Da die Eintracht ihre Mitglieder mit der
Quartalszeitung »Zwischentöne« und der
Website www.eintracht-steinberg.de informiert und die Sänger zusätzlich in ihren Abteilungsversammlungen,
per
RundmailService, einer Infotafel, und seit neuestem
mit einer »WhatsApp«-Gruppe auf dem Laufenden gehalten werden, war die Jahreshauptversammlung nach anderthalb Stunden beendet, jedoch mit Hinweis auf die anstehenden Termine: Am 22. März findet zum
zehnten Mal »Musik & Büfett« statt, am
14. Mai wird das 20. Weißbierfest gefeiert.
Ende November begeben sich die Chorifeen
auf Konzertreise nach Schweden.
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