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- Förderverein Biosphäre Schaalsee eV

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Bericht des Vorstandes
zur Mitglieder- Jahreshauptversammlung am 24.02.2015
- Jahresbericht 2014 -
Der Städte- und Straßenbau in Deutschland verbraucht in einem Jahr eine Fläche von über 100
Fußballfeldern (siehe „Bodenatlas 2015“). Dieser Boden geht nicht nur der Landwirtschaft, sondern
auch der Natur verloren. Tiere und Pflanzen haben immer weniger Platz. Die Ökosysteme stehen
unter Druck.
Umso wichtiger sind Großschutzgebiete wie Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks,
auch als „Nationale Naturlandschaften“ bezeichnet. Sie erhalten bzw. entwickeln wertvolle
Lebensräume für Mensch und Natur.
Der Förderverein sieht sich mit seinem ehrenamtlichen Engagement als einen wichtigen Partner des
Amtes für das Biosphärenreservat Schaalsee im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee. Beide stellen
sich der heutigen gesellschaftlichen Herausforderung, Naturschutz und menschliche Nutzung im
UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee als Modellregion zu vereinen.
Einen seiner verlässlichen und engagierten Unterstützer der Aktivitäten findet der Verein nun schon
seit 20 Jahren in der riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG mit der Betriebsstätte Dodow. Ganz
herzlichen Dank!
Gerade dieses verlässliche Miteinander vieler Partner ist die Grundlage für eine nachhaltige
Regionalentwicklung und ein Grundanliegen des „Man and Biosphere“-Programms der UNESCO, so
auch für das Biosphärenreservat Schaalsee.
Der Vereinsvorstand bedankt sich aber auch ganz besonders bei den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern im Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee und dessen Amtsleiter, Klaus Jarmatz.
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Jahresbericht 2014
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Durch die gute Zusammenarbeit kann das gemeinsame Anliegen, das UNESCO-Biosphärenreservat
Schaalsee weiter zu entwickeln, effektiv verfolgt werden.
Für seine Aktivitäten konnte der Verein auch im vergangenen Jahr wieder die Hilfe vieler
Institutionen gewinnen. Dazu gehören das Amt Zarrentin, das Staatliche Amt für Landwirtschaft und
Umwelt Westmecklenburg, der Landkreis Ludwigslust-Parchim sowie die Städte Zarrentin am
Schaalsee und Gadebusch.
Bewährte und erfolgreiche Partnerschaften wurden auch mit Unternehmen, Stiftungen und Vereinen
fortgeführt. Ein ganz besonderer Dank gilt hier wiederum der riha WeserGold Getränke GmbH & Co.
KG und dessen Betriebsstätte in Dodow mit Frank Jehring an der Spitze, aber auch der Stiftung
Biosphäre Schaalsee, der Hanns R. Neumann Stiftung, der Engelbert und Hertha Albers-Stiftung, der
Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE), der Stiftung Unternehmen Wald, der
Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für die Region Ludwigslust/Hagenow, dem
„Commerzbank-Umweltpraktikum“ der Commerzbank, der Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH, dem
Alte Schule e.V., der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln eG, dem Poltische Memoriale e.V. M-V, dem
Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“ und der Hass+Hatje GmbH.
Bezüglich der Mitgliedszahl des Vereins gab es im Jahr 2014 sieben Austritte. Andererseits konnten 3
Förderer und 5 neue aktive Mitglieder dazu gewonnen werden. So unterstützen nun mehr 178
Personen und Einrichtungen den Verein mit ihrer aktiven oder fördernden Mitgliedschaft.
Es sind insbesondere die Fördermitgliedschaften der ansässigen Unternehmen wie Gut Gallin,
ReformKontor GmbH & Co. KG, BLOCK Menü GmbH, Bettenwelt GmbH & Co. KG, Alter Gutshof
Demern, Bioenergie Neuhof GmbH & Co. KG, ReFood GmbH, Baumpflege Sievers, Trakehner Hof
Valluhn, VARIOVAC PS Systempack GmbH, HOF SCHAALSEE Zieger, Fischhaus - Hotel am Schaalsee,
Gläserne Meierei GmbH, Personenschifffahrt "Schaalseetour" und Grün 22 Gartenbau, die den
Verein unterstützen. In diesem Verbund wird es auch in Zukunft möglich sein, zum Schutz und zur
nachhaltigen Entwicklung des Biosphärenreservates Schaalsee beizutragen.
Neben der hauptamtlichen Geschäftsstelle des Vereins sind es vor allem die ehrenamtlich
engagierten Personen, die das Vereinsleben ausmachen.
Bedanken möchte sich der Vorstand hier insbesondere bei Herrn Dr. Udo Schwarzenberger, Dörte
Kiehn, Marianne Reichelt, Martina und Erhard Schade, Reiner Schmahl, Monika Rux, Torsten Wäder,
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Jahresbericht 2014
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Bärbel Leuschner, Frank Hermann, Hans-Peter Anders, Gerd Schriefer, Klaus Jarmatz sowie Bodo
Schömer, Anna Habicht, Gunnar Koech, Bettina Gebhard und Wiebke Krause.
Der Bericht des Vorstandes gibt nun einen Überblick zu den im Jahr 2014 durchgeführten Projekten
und Aktivitäten, mit denen der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. das UNESCOBiosphärenreservat Schaalsee gefördert und damit seine Satzungsziele verfolgt hat.
Öffentlichkeitsarbeit
Wesentlicher Teil der Arbeit des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V. ist eine kontinuierliche
Öffentlichkeitsarbeit: Zum einen, um das Ansehen des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee in
unserer Gesellschaft zu fördern, aber auch um neue Interessenten und Mitglieder zu gewinnen. So
gab es wieder regelmäßige Berichterstattungen in Zeitungen und anderen Medien. Die Internetseite
des Vereins www.biosphaere-schaalsee.de mit dem Veranstaltungskalender wurde regelmäßig
aktualisiert. Auf verschiedenen externen Veranstaltungen informierte der Förderverein zusammen
mit dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee über das Biosphärenreservat.
Solche Veranstaltungen waren:
- der Bauernmarkt in Rögnitz
- die drei Landmärkte auf dem Arche-Hof in Kneese
- Hoffest Gläserne Meierei Dechow
- Hoffest auf dem Hof Schaalsee, Waschow
- die Veranstaltung „LaubFeuer“ im Dammereezer Park
- der Klostermarkt „Weihnachten“ in Zarrentin am Schaalsee
Das GUT DRAUF-Wochenende für Jugendliche
Die drei Erlebnistage für junge Leute zwischen 11 und 15 Jahren fanden vom 9.-11. Mai 2014 in Groß
Thurow im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee statt. 22 Jugendliche ruderten und segelten mit
dem Wikingerschiff WikThor auf dem Ratzeburger See, sammelten mit einer Wildnispädagogin
Kräuter, bereiteten grüne Smoothies, alkoholfreie Cocktails und eine kulinarische Festtafel zu. Zu den
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Jahresbericht 2014
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Fragen „Was schmeckt mir und was ist gesund für mich?“ führten die Jugendlichen Videointerviews
per Handy durch. In Spielen ging es um viel Bewegung, gesunde Ernährung, Suchtprävention,
Entspannung und Genießen. Die Unterbringung erfolgte in der Jugendbegegnungsstätte in Groß
Thurow. Das Wochenende organisierte der Förderverein Biosphäre Schaalsee e. V. aus Zarrentin in
Zusammenarbeit mit dem Alte Schule e.V. aus Buchholz. Das GUT DRAUF-Wochenende ist
gleichzeitig ein Projekt für die Initiative GUT DRAUF-Region Mecklenburg-Vorpommern. Hier soll
gesunde Ernährung und sinnvolle Freizeitgestaltung an die Schulen, Sportvereine und Jugendclubs
transportiert werden. Unterstützt wurde das Freizeitwochenende für Jugendliche im letzten Jahr von
der Stiftung Biosphäre Schaalsee und dem Gemeinschaftsprojekt „Commerzbank-Umweltpraktikum“
der Commerzbank und der Nationalen Naturlandschaften.
Der KinderFerienSpaß-Biosphäre
Der KinderFerienSpaß-Biosphäre fiel das erst Mal in seiner 17-jährigen Geschichte aus. Der Grund
war eine Erhöhung des Mietpreises der Unterkunft, die finanziell nicht aufgefangen werden konnte.
Kräuterführungen
Unser Vereinsmitglied, Heilpraktikerin und Kräuterexpertin Anna Habicht bot wieder mehrstündige
Kräuterführungen unter den Bezeichnungen „Kraftquelle Grün“ (6. April 2014), „Schlemmen im
Grünen“ (11. Mai 2014), „Sonnenanbeter“ am (1. Juni 2014), „Heilkraut oder Giftpflanze?“ (13. Juli
2014), „Heilpflanzen selbst sammeln“ (3. August 2014), „Welche Heilpflanze kann helfen?“ (24.
August 2014), „Schlemmen im Grünen“ (28. September) und „Kräuter unter Schnee und Eis“ (2.
November 2014) an. Essbare Pflanzen am Aussehen, Geschmack und Geruch unterscheiden,
natürliche Wintervorräte an Beeren, Pilzen und Wurzeln zulegen, Lieblingspflanzen für die eigene
Küche entdecken sowie die Heilkraft und Mythen von Bäumen, waren die originellen Inhalte der
Wanderungen. Hier gab es wieder einen großen Zulauf an Interessenten.
Zwei weitere Kräuterführungen fanden am 12. April und 30. August 2014 mit unserem
Vereinsmitglied Erhard Schade und dessen Frau Martina auf Kampenwerder statt. Gesucht wurden
vitaminreiche Kräuter gegen Frühjahrsmüdigkeit, Schnupfen, Husten und Unwohlsein. Auch auf die
Geschichte der Stintenburg-Insel und der Klopstock-Eiche wurde eingegangen. Die Kräuterführung
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folgte in Erinnerung an den im Jahr 2010 verstorbenen Kräuterexperten Horst Lafferenz und dessen
frühere Kräuterroute.
Vogelkundliche Radtour mit Reiner Schmahl am 18. Mai
Tausende von Zugvögeln wie Gänse und Kraniche rasten jährlich im UNESCO-Biosphärenreservat
Schaalsee. 262 Vogelarten sind dort nachgewiesen, darunter viele Sing- und Wasservogelarten. Auf
einer geführten Radtour mit dem Ornithologen und Vereinsmitglied Reiner Schmahl konnten
Interessierte am 18. Mai 2014 spannende, kuriose und überraschende Fakten und Geschichten über
die gefiederte Tierwelt erfahren. Die dreistündige Tour startete am Informationszentrum PAHLHUUS
in Zarrentin am Schaalsee und führte über Schaalmühle nach Bantin und dort am Hammerbachtal
entlang bis zum Boissower See, von dort nach Schaliß (Schaalsee) und am Kalkflachmoor vorbei
zurück zum PAHLHUUS.
Führung durch die Tier- und Pflanzenwelt an der Schaalequelle
Wer weiß schon immer, was in der Natur blüht, kreucht und fliegt, singt und schnattert? Einen
unterhaltsamen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt am Schaalsee konnten Interessierte auf einer
Führung mit Rolf Ziebarth, Vorstandsmitglied des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V., am 26.
April 2014 erhalten. Seine zweistündige Wanderung führte von der Schaalequelle in die Wälder um
Zarrentin. Dabei wusste er als langjähriger Revierförster auch die eine oder andere Anekdote zu
erzählen.
Naturkundliche Führungen mit Bodo Schömer
Auf einem Spaziergang am Schaalsee erschließen sich selten die Vielfalt und Eigenheiten der Tiere
und Pflanzen gleich auf den ersten Blick. Welche Schlangenarten gibt es in der Region? Welche ist die
kleinste Fledermaus? Ist die Spitzmaus eine Maus? Wer mehr entdecken und wissen wollte, konnte
an der naturkundlichen Führung mit dem Naturexperten Bodo Schömer am 14. September 2014
teilnehmen. Die zweistündige Exkursion führte um den Kirchensee und durch das Naturschutzgebiet
Strangen, wo sich Erlenbruchwald und Magerrasen abwechseln.
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Mitgliedertreffen auf dem Kastanienhof
Ein Mitgliedertreffen fand am 2. September letzten Jahres auf dem Kastanienhof in Bülow (bei
Rehna) statt. Hier trafen sich Mitglieder des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V. zu einem
lockeren Austausch von Meinungen, Anregungen und Gedanken zur Vereinsarbeit. Das
Vereinsmitglied Dirk Endrulat und sein Partner Hajo Kahl führten durch ihren mit der Regionalmarke
„Biosphärenreservat Schaalsee - Für Leib und Seele“ ausgezeichneten Hof. Ein romantischer Garten
auf über 5.000 m² Fläche, mit altem Baumbestand und Gemüsebepflanzung prägt das Anwesen.
Moorwanderungen bei der SEE-PFERD-TOUR
Mit der wiederholten Verstärkung des hauptamtlichen Teams durch Bodo Schömer konnte der
Verein in der letzten Saison innerhalb der SEE-PFERD-TOUR wiederum die Umweltbildung verlässlich
und auf hohem Niveau realisieren. Neben kurzweiligen Führungen in der Informationsausstellung im
PAHLHUUS gab er sehr anschauliche und spannende Einblicke in das Kalkflachmoor hinter dem
Infozentrum. 1.343 Teilnehmende der SEE-PFERD-TOUR wurden so über den 700 m langen Holzsteg
geführt. Der Moorlehrpfad macht den einzigartigen Lebensraum des Kalkflachmoores für Besucher
erlebbar. Typisch sind die ausgedehnten Vorkommen der Binsenschneide, die an den hohen
Kalkgehalt des Bodens bestens angepasst ist. Doch auch besondere Vogelarten wie Eisvogel,
Kolbenente oder Rohrweihe lassen sich mit etwas Glück vom Moorlehrpfad aus beobachten.
Außerdem erhält der Besucher während seiner Wanderung durchs Moor auf Informationstafeln
interessante Einblicke in die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte des Moores. Besonders mit
Geschichten über Tiere und Pflanzen des Moorgebietes begeisterte Bodo Schömer die
Teilnehmenden und fand so Anerkennung in den vielen Eintragungen im Gästebuch des PAHLHUUS’.
Die 16. FahrradTour-Biosphäre
Auf der 38 km langen 16. FahrradTour-Biosphäre am Pfingstsonntag, den 8. Juni 2014 konnten die
Teilnehmer nicht nur die abwechslungsreiche Landschaften des UNESCO-Biosphärenreservates
Schaalsee erleben, sondern auch mit einem kleinen Fragespiel an Stationen mehr über die Region
erfahren. Dazu gehörten die Stationen Klein Salitzer Milchschäferei, Café Neuendorf – hier gab es
frisch gebackenes Brot, Neuenkirchener Niederung und Café & Bistro Seeblick Lassahn mit
beeindruckender Panoramasicht auf den Schaalsee. Start und Ziel war das Café Forsthof Kneese.
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Veranstalter war der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. in Kooperation mit dem Amt für das
Biosphärenreservat Schaalsee und dem Café Forsthof Kneese. Die riha WeserGold Getränke GmbH &
Co. KG und dessen Betriebsstätte in Dodow unterstützten ihn dabei.
Der 16. ApfelTag
Am 19. Oktober 2014 drehte sich am Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin wieder alles um
den Apfel. Zu Gast war der Pomologe Jens Meyer. Er bestimmte 99 Äpfel und Birnen. Wer wollte,
konnte aus seinen eigenen Äpfeln - auch größere Mengen - naturbelassenen Apfelsaft vom Gutshaus
Hermannshagen e.V. pressen lassen. Im PAHLHUUS-Medienraum wurden 50 Apfelsorten ausgestellt.
Drei regionale Kindergärten stellten Bastel- und Malarbeiten zum Thema Apfel aus. Auf dem
Apfelmarkt gab es viele köstliche und interessante Sachen wie Kartoffelpuffer mit Apfelmus,
Apfelkuchen, frischen Apfelsaft, Apfel-Käse-Baguette, heißer Apfeltee, Apfelchips, Apfelessig,
Apfelmarmeladen und Apfelbäume. Veranstalter des 16. ApfelTages war der Förderverein Biosphäre
Schaalsee e.V. in Kooperation mit dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee. Unterstützt wurde
er von der riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG und dessen Betriebsstätte in Dodow sowie dem
Amt Zarrentin.
Das 11. „LaubFeuer – Der Dammereezer Park im Fackellicht“
Bereits zum 11. Mal lockte die Veranstaltung „LaubFeuer“ in den Dammereezer Park im UNESCO
Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Lampions, Fackellichter, Lagerfeuer und die Feuerkünste
des Zwillingspaares „The Fire-Devils“ tauchten den Park in warmes gemütliches Licht. „Partner der
Biosphärenreservate“ Elbe und Schaalsee boten regionale Köstlichkeiten und Handwerksprodukte
an. Mit dabei war auch ein Scherenschleifer, der sein altes Handwerk live präsentierte. Das
Festprogramm beinhaltete Parkführungen, Lampionbasteln, Laternenumzug, Schmieden, Ponyreiten,
Tontassen bemalen, Holzdrechseln, Slackline balancieren und Baumklettern. Musikalische Highlights
waren die Auftritte der Sängerin Anke Gohsmann gemeinsam mit Wolfgang Kniep und der Band
„Step by Step“ der Hagenower Werkstätten. Veranstalter waren wieder der Förderverein
Dammereezer Park e.V. in Zusammenarbeit mit den Schutzgebietsverwaltungen und Fördervereinen
der Biosphärenreservate Schaalsee und Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern sowie der
Dammereezer Feuerwehren.
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Das Theater im PAHLHUUS
Seit über 15 Jahren bringt das Theater im PAHLHUUS (TiP) in Zarrentin am Schaalsee viele Kinder zum
Lachen und Staunen. Ursprünglich gegründet, um das kulturelle Angebot im UNESCOBiosphärenreservat Schaalsee zu erweitern, hat sich das Theater zu einem nicht mehr
wegzudenkenden Freizeitangebot für Kinder ab vier Jahre in der Schaalsee-Region entwickelt. Wieder
wurden für jeden ersten Mittwoch in den Monaten Februar bis Dezember unter der künstlerischen
Beratung von Dörte Kiehn landesweite Puppenbühnen verpflichtet. Das waren diesmal das Tandera
Theater, die Puppentheater Schlott, das Wicht-Theater, das Figurentheater Winter, die
Puppenspielerin Uta Gumm, das A mano Theater, das Figurentheater Schnuppe, das Theater
Maskotte, das Theater Randfigur und das Dorftheater Siemitz. Bis zu 70 Theatergäste nahmen pro
Veranstaltung teil. Den Unterstützern des Theaters möchte der Förderverein Biosphäre Schaalsee
e.V. herzlichen Dank ausrichten. Dieser gilt dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee, der
Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für die Region Ludwigslust/Hagenow, der
Puppenspielerin und Initiatorin des TiP, Dörte Kiehn aus Testorf sowie der riha WeserGold Getränke
GmbH & Co. KG und dessen Betriebsstätte in Dodow, dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, dem Amt
Zarrentin und der Stadt Zarrentin am Schaalsee. Neben der Bereicherung des regionalen
Kulturangebotes ist das TiP sicherlich ein weiteres Mittel, eine frühe, langjährige Beziehung zum
Anliegen des Biosphärenreservates über das Informationszentrum PAHLHUUS aufzubauen.
Der Biosphäre-Schaalsee-Markt
Der Regionalmarkt am PAHLHUUS mit Erzeugern, Kleinkünstlern, Kinderprogramm,
Gesundheitsvorträgen, Lesungen und Moorführungen ist inzwischen eine feste Instanz am
Informationszentrum PAHLHUUS in Zarrentin am Schaalsee. Seit 15 Jahren ist er eine Adresse für
regionales Einkaufen. 41 Direktvermarkter boten im vergangenen Jahr monatlich Frischfleisch,
Räucherware, Fisch, Gemüse, Liköre, Stauden, Mosaikkunst und vieles mehr an. Darunter sind viele
Bioprodukte bzw. Angebote, die mit der Regionalmarke "Biosphärenreservat Schaalsee - Für Leib und
Seele" ausgezeichnet sind. Die Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH stellte für die Besucher das „MarktCafé“ bereit und unterstützte das Kulturprogramm. Veranstalter des Biosphäre-Schaalsee-Marktes ist
der Förderverein in Kooperation mit dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee sowie mit
Unterstützung des Amts Zarrentin und der riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG und dessen
Betriebsstätte in Dodow.
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Unterstützung bei der Erneuerung der Ausstellung im PAHLHUUS
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1998 hat sich das PAHLHUUS zum ersten Anlaufpunkt für Touristen der
Mecklenburger Schaalseeregion und damit zu einem wichtigen Imagefaktor für die Region
entwickelt. Ein wichtiger Bestandteil des Informationszentrums ist die Ausstellung über das UNESCOBiosphärenreservat Schaalsee. Im Winter 2013/2014 wurde die Ausstellung von der Hamburger mgp
ErlebnisRaumDesign GmbH komplett neu gestaltet. Es wurde getüftelt, gemalt und gebaut, Texte
geschrieben und ins Englische übersetzt. Am 5. April 2014 folgte die Eröffnung für die breite
Öffentlichkeit, einen Tag zuvor für geladene Gäste. Die neue Ausstellung trägt den Titel
„BioSphärenReservat“, ein Begriff in dem gleich drei Worte stecken: Leben, Raum und Bewahren.
Diese Themen werden aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachtet, den Besucher erwarten z.B.
eine Astronaut, ein Tunnel des Lebens, ein digitales Bilderbuch – und noch vieles mehr.
Die Projektleitung oblag dem Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee. Die Finanzierung der neuen
Ausstellung erfolgte mit Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Stiftung
Biosphäre Schaalsee, die Stiftung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin für die Region
Ludwigslust/Hagenow, die Cemex Kies und Splitt GmbH, riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG
und dessen Betriebsstätte in Dodow sowie die Hanns R. Neumann Stiftung.
Fotoausstellung “Natur und Grenze”
Vierzig Jahre lang verlief mitten durch den Schaalsee die innerdeutsche Grenze. Die unüberwindbare
Barriere aus Stacheldraht und Minen trennte die Menschen und brachte ihnen Tod und Leid.
Mauerbau und Mauerfall sind nicht nur prägende Ereignisse der deutschen Geschichte. Sie haben vor
allem das Leben vieler Menschen in Ost und West nachhaltig beeinflusst. Das Erinnern als Mahnung
an diese Zeit, an das Leben an und mit der innerdeutschen Grenze, aber auch an das tödliche
Grenzregime ist eine Aufgabe, der sich das GRENZHUS in Schlagsdorf widmet. Mit der Ausstellung
„Natur und Grenze“ wird nun ein weiterer Aspekt der Grenzgeschichte und des Grenzlandes in den
Fokus öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt – die Entwicklung vom einstigen Todestreifen zur
Lebenslinie, die sich heute als Grünes Band auf 1.393 km durch ganz Deutschland zieht. Durch den
angeordneten geringen Nutzungsdruck und die gesteuerte dünne Besiedlung im Schatten der Grenze
bildete sich mitten in Deutschland ein Streifen naturnaher Landschaftsräume, in der viele seltene
Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum fanden. Auch in der Schaalseelandschaft war das der Fall.
Experten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erkannten sehr früh den
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Wert des Grenzstreifens für den Naturschutz. Auf ihre Initiative hin verabschiedeten Naturschützer
aus Ost und West im Dezember 1989 eine Resolution, in der die Ziele des Projektes erstmals benannt
wurden – die Schaffung eines deutschlandweiten Biotopverbundes und die Bewahrung einer
lebendigen Erinnerungslandschaft. Auf der Westseite der Grenze wurde schon im Jahr 1961 der
Naturpark Lauenburgische Seen gegründet. Auf der Ostseite wurde dann gleich nach der
Grenzöffnung im Jahr 1990 der Naturpark Schaalsee ausgewiesen. Die mecklenburgische
Schaalseelandschaft gehört damit zu den 14 Gebieten, die mit dem Nationalparkprogramm unter
Schutz gestellt und als „Tafelsilber der deutschen Einheit“ in den Einigungsvertrag eingebracht
wurden. Das Grüne Band ist als schützenswerter Raum im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee
mehrfach gesichert. Zusammen mit den Flächen des Zweckverbandes „Schaalsee-Landschaft“ sind
etwa 2/3 des Grünen Bandes im Eigentum von Naturschutzinstitutionen. Entlang der ehemaligen
Grenze befinden sich heute sieben Naturschutzgebiete (Goldensee, Kammerbruch, Kiekbuschwiesen,
Lankower See, Mechower See, Techin, Strangen, Niendorf-Bernstorffer Binnensee). Sie wurde bereits
im Jahr 1990 mit der Verordnung für den Naturpark Schaalsee ausgewiesen. Zur Erfüllung des
ehrgeizigen Zieles, mit dem Grünen Band einen deutschlandweiten Biotopverbund zu schaffen,
wurde im Biosphärenreservat Schaalsee ein wichtiger Beitrag geleistet. Dem Vorbild Deutschlands
haben sich inzwischen viele europäische Länder angeschlossen. Das Grüne Band endet nicht mehr an
den Grenzen der Bundesrepublik sondern, zieht sich als „European Green Belt“ durch ganz Europa.
Mit einer Gesamtlänge von über 8.500 km verläuft es durch 24 europäische Staaten. In der
Fotoausstellung „Natur und Grenze“ werden Landschaftsbilder südlich von Lübeck
Biosphärenreservat Dömitz an der Elbe vom Gestern und Heute nebeneinander gestellt. Was als
erstes deutlich wird: Der direkte Grenzstreifen selbst war alles andere als ein Segen für die Natur.
Zäune, Stacheldraht, blanker vegetationsfreier Boden, Beton – wie eine tiefe Wunde in der
Landschaft wirkt der Grenzstreifen auf den Fotos, besonders aus der Perspektive der Luftaufnahmen.
Mit viel Aufwand wurde die Landschaft im Bereich des Grenzstreifens freigehalten, um Sicht und
Schussfreiheit für die Grenzsoldaten zu gewährleisten. Erst im wenig genutzten Hinterland der
Grenze, in der sogenannten Sperrzone, hatte die Natur eine Chance. Heute hat sich die Natur ihren
Platz zurückerobert. Wer annahm, die Natur brauche 100 Jahre, um sich von all dem Gift im Bereich
des Grenzstreifens frei zu machen, wurde durch die Natur eines Besseren belehrt. Außerdem fällt
beim Vergleich der Bilder von Gestern und Heute auf, dass dort, wo einst der Kolonnenweg zum
Patrollieren der Grenze verlief, heute oftmals ein Wanderweg durch die Landschaft führt. Der
Wanderweg um den Kirchensee bei Zarrentin am Schaalsee z.B. zählt heute zu den beliebtesten
Wanderwegen im Biosphärenreservat Schaalsee. In der Kneeser Niederung, in der einst ein
Grenzturm stand, erwartet die Touristen heute ein Beobachtungsturm mit einem einmaligen Blick in
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die freie Landschaft. Ebenso am Mechower See und am Röggeliner See. Den Menschen der Region ist
es gelungen, die Mecklenburger Schaalseeregion vom touristischen Niemandsland zum Insidertipp
für Naturfreunde zu entwickeln. Mit Rücksicht auf die Natur – so dass sich auch heute Eisvogel, Adler
und Kranich am Schaalsee wohlfühlen. Die UNESCO würdigte diese Leistung mit der Anerkennung der
Mecklenburger Schaalseeregion als internationales Biosphärenreservat. Damit ist es Teil eines
internationalen Weltnetzes, in dem hausragende Landschaften in 119 Ländern dieser Welt vereint
sind.
Sanierung Stover Mühlenbach
Im Rahmen der Sanierung des Stover Mühlbaches will das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee
die Lebensbedingungen für wandernde Fische und Wasserwirbellose verbessern. Für die Beurteilung
der ökologischen Durchgängigkeit des Baches, das heißt die Erfassung und ökologische Bewertung
der im Jahresgang auf- und abwandernden Wasserwirbellosen (Makrozoobenthos) , und die Prüfung
geplanter Maßnahmen beauftragte der Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. das Institut biota
GmbH aus Bützow. Anschließend wurden der bestehende Aalfang am Auslauf des Röggeliner Sees
sowie eine Verrohrung zurückgebaut. Eine Effizienzkontrolle ca. 4 Monate später ergab, dass eine
Angleichung der dortigen Biozönosen (Lebensgemeinschaften von Lebewesen innerhalb eines
Biotops) im Unter- und Oberwasser stattgefunden hat, die ökologische Durchgängigkeit somit
gewährleistet ist. Eine weitere Untersuchung soll nach etwa 1,5 Jahren folgen.
Kleingewässerrenaturierung im Woitendorfer Wald
Der Woitendorfer Wald ist ein relativ großes zusammenhängendes Waldgebiet in der sonst recht
waldarmen Landschaft im nördlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee. Die dortigen
nährstoffreichen Böden sind für die Landwirtschaft bestens geeignet. Deshalb wurde der Wald im
Laufe der Jahrhunderte immer mehr zurück gedrängt. Ursprünglich waren etwa 80% der
Schaalseeregion von Wald bedeckt. Heute sind es nur noch 18%. Die Rotbuche ist die von Natur aus
meist vorkommende Art. Sie ist im Woitendorfer Wald auch heute noch auf großer Fläche zu finden.
Mit seinen vielen Kleingewässern übernimmt der Wald aber nicht nur wichtige Speicherfunktionen
für das benachbarte Moor und den Röggeliner See, sondern dient auch als Kranichbrutrevier. Die
Kleingewässer drohen allerdings immer mehr trocken zu fallen. Eine Verbesserung ist nur durch eine
Wasserrückhaltung in den Kleingewässern zu erreichen. Bereits im 19. Jahrhundert angelegte
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Entwässerungsgräben wurden geschlossen. Dazu sind bereits im Jahr 2012 unter fachlicher
Betreuung durch das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee 28 Überlaufschwellen an den
dortigen Kleingewässern gebaut worden. Um eine bessere Wasserrückhaltung im Wald zu erreichen,
ist an mehreren Stellen der Anstau des zentralen Grabens realisiert worden. Der auf Moorboden
gegründete Wald kann sich so wieder auf lange Sicht erholen und ein wichtiger Lebensraum für den
selten gewordenen Sumpfporst, die Glockenheide, die Sumpfheidelbeere oder den Kranich werden.
Im Jahr 2013 sind Restarbeiten an dem Projekt durchgeführt worden. Darüber hinaus wurden
Gewässeruntersuchungen insbesondere am Ablauf des Waldgebietes zum Röggeliner See
durchgeführt. Die Beprobung wurde 2014 weiter fortgeführt. Finanziert wurde das Projekt durch das
Land Mecklenburg-Vorpommern und die Europäische Union.
Errichtung einer Besucher-Aussichtsplattform in der Neuenkirchener
Niederung
Die Renaturierungsarbeiten in der Kneeser Niederung wurden im Jahr 2013 vom Amt für das
Biosphärenreservat Schaalsee abgeschlossen. Das Projektgebiet umfasste neben der Kneeser
Niederung auch die Moorrinne von Klein Salitz bis zum Neuenkirchener See, die sogenannte
Neuenkirchener Niederung. Ziel dieses Projektes war es, naturnahe Wasserstände
wiederherzustellen. Vor allem ging es um die Anhebung der Wasserstände in den Mooren: Schwarzes
und Weißes Moor, Bruderhorst, Neuenkirchener Niederung und Kneeser Niederung sowie um die
ökologische Verbesserung der bachbegleitenden Erlen-Eschenwälder. Jedes aufgezählte Biotop stellt
für sich auch einen wertvollen Lebensraum für Kraniche und andere geschützte Tier- und
Pflanzenarten dar. Durch die Renaturierung des Gebietes wurden einige Fehlentwicklungen der
Vergangenheit wieder korrigiert und die Lebensbedingungen u.a. für Rotbauchunke und Laubfrosch
verbessert. Kiebitz, Weißstorch und Bekassine sollen sich wieder ansiedeln. Für Wachtelkönig und
Rohrdommel soll der Lebensraum erweitert werden. Um den Landschaftsraum weiterhin als offene
Landschaft für entsprechende Tier- und Pflanzenarten vorhalten zu können, ist durch das Amt für das
Biosphärenreservat Schaalsee eine Beweidung in dem Gebiet geplant. Für die Naturbeobachtung soll
auf einer natürlichen Geländeerhebung in der Niederung bei Neuenkirchen eine BesucherAussichtsplattform eingerichtet werden. Kraniche und viele Wasservogelarten lassen sich dann von
dieser exponierten Lage sehr gut ungestört beobachten. Für die Umweltbildung und -beobachtung
wird dies ein hoher Zugewinn. Die Zuwegung ist über einen vorhandenen Wanderweg gegeben.
Flächeneigentümer für die Stellfläche der Beobachtungseinrichtung ist der Zweckverband
„Schaalsee-Landschaft“. Die Bereitstellung von Stellplätzen für Besucher-Pkw erfolgt in der Ortschaft
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Neuenkirchen. Bei dem Beobachtungsstand handelt es sich um eine Plattform aus Holz für eine
Gruppenstärke von ca. 25 Personen. Für den Sichtschutz wir eine Palisade gebaut. Vier Stützen in den
Ecken, gegründet auf Einzelfundamenten, bilden die Tragkonstruktion. Für die langfristige
Beständigkeit des Materials, soll eine neue Technologie mit Essig getränktem Holz zum Einsatz
kommen. Hierfür sind im vergangenen Jahr die Planungen und die Baugenehmigungen realisiert
worden. Eine Umsetzung des Projektes wird in 2015 erfolgen.
Jahresbaumgarten auf dem Meiereigelände Dechow
Seit 1989 ernennt das Kuratorium „Baum des Jahres“ in Berlin regelmäßig den Baum des Jahres. Dem
Kuratorium gehören namhafte Persönlichkeiten und wichtige Natur- und Umweltverbände an. Mit
der Jahresbaumernennung sollen Baumarten bekannter gemacht werden, auf ihre ökologische
Bedeutung und mögliche Gefährdung hingewiesen werden. Der Förderverein Biosphäre Schaalsee
e.V. hat diesen Gedanken aufgegriffen und einen Jahresbaumgarten ins Leben gerufen. Ermöglicht
wird dies durch ein Public Private Partnership mit der Gläsernen Meierei GmbH in Dechow am
Röggeliner See, die dafür das notwendige Areal zur Verfügung stellt und die Pflege sowie Aufsicht
übernehmen wird. Bei der Pflege soll sie durch die JuniorRanger (Kinder im Alter von 8-12 Jahren)
unterstützt werden. Die Gläserne Molkerei ist Mitglied im Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V. und
mit der Regionalmarke „Biosphärenreservat Schaalsee – Für Leib und Seele“ ausgezeichnet. Im
Dezember letzten Jahres pflanzten Vereinsmitglieder und Mitarbeiter der Gläsernen Meierei 27
verschiedene Jahresbäume. Jedes Jahr soll der aktuelle Jahresbaum folgen. Ferner soll ein Lehrpfad
errichtet werden. Über jeden Baum informiert dann eine Infotafel. Die Besucher des
Jahresbaumgartens können sich dann intensiver mit den Baumarten beschäftigen. Darüber hinaus
wird er für die Umweltbildung mit den JuniorRangern genutzt. Gefördert wird das Projekt
Jahresbaumgarten von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank eG Wismar und der Stiftung
Unternehmen Wald aus Hamburg mit Ihrem Partner Bronchicum.
Bildband „25 Jahre vom Naturpark zum UNESCO Biosphärenreservat
Schaalsee“
Unter der journalistischen Begleitung von Dirk Endrulat begannen die Arbeiten zur Herausgabe eines
Bildbandes aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der geschützten Mecklenburger Schaalseeregion.
Sein Konzept umfasst ein feinfühliges Porträt des UNESCO-Biosphärenreservates Schaalsee.
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Jahresbericht 2014
13/14
Aussagekräftige und stimmungsvolle Bilder sollen in Verbindung mit begleitenden Texten den Leser
in die einzigartige Welt des Biosphärenreservates entführen und seine Sinne und Empfindungen für
die Region sensibilisieren. Die Bildsprache ist ehrlich aber ästhetisch. Historische Themen werden
durch Zeichnungen illustriert. Die Texte von Dirk Endrulat sind sachlich, lassen aber einen dem
Thema angemessenen literarischen Stil oder eine Prise Humor nicht vermissen. Die charakteristische
Schaalseelandschaft wird auf einer Rundreise dargestellt. Menschen, Tiere und Pflanzen sollen in
ihrem komplexen Miteinander gezeigt und geschildert werden. Erscheinen soll das Buch im Mai
2015.
Viele Projekte führt der Förderverein in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Institutionen
und Akteuren der Region durch. Durch eine breite Netzwerkarbeit sind Ergebnisse erzielt worden, die
sonst so nicht möglich gewesen wären. Herzlichen Dank für die angenehme und vertrauensvolle
Kooperationsarbeit in der nun fast 25-jährigen Vereinsgeschichte, die der Förderverein Biosphäre
Schaalsee e.V. auch in Zukunft mit allen Beteiligten gerne fortführen möchte. Ein besonderer Dank
geht hier nochmals an das Amt für das Biosphärenreservat Schaalsee mit Klaus Jarmatz.
Zarrentin am Schaalsee, im Februar 2015
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Jahresbericht 2014
14/14
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