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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (25.02.2015)

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Luftabwehr: Wie Wimpern das Auge schützen
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HF1
71. JAHRGANG / 9. WOCHE / NR. 46 / 2,40 EURO
3,4 Prozent
mehr für Metaller
Pilotabschluss
im Südwesten
Böblingen – Der erste große Tarifabschluss in diesem Jahr beschert den 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ein Lohnplus von 3,4 Prozent.
Zudem gibt es für Januar bis März dieses
Jahres eine Einmalzahlung von 150 Euro.
Nach sechzehnstündigen Verhandlungen
einigten sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall am frühen
Dienstagmorgen auf diesen Pilotabschluss, der den anderen Tarifbezirken zur
Übernahme empfohlen wurde. Werden die
2013 ausgehandelten Prozente bis April
eingerechnet, beläuft sich das Lohnplus in
diesem Jahr auf 3,6 Prozent. Bei Inflationsprognosen von 0,3 Prozent blieben den Beschäftigten damit rund drei Prozent mehr
Geld in der Tasche übrig, erklärte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf. Die IG Metall war
mit einer Forderung von 5,5 Prozent mehr
Lohn in die Verhandlungen gegangen, die
Arbeitgeber hatten nur die Hälfte angeboten. Allerdings hatte die IG Metall von Anfang an mit Urabstimmung und langen
Streiks gedroht. sz
Wirtschaft
STADTANSICHT VON LUXEMBURG. FOTO: JOSE-FUSTE, RAGA/LAIF; GRAFIK: SZ
(SZ) Die Fastenzeit ist am schönsten direkt
vor der Fastenzeit. Dann wirft sie ihr mildes Licht bereits auf die vom anstehenden
Verzicht noch gänzlich unberührten Taten
des Fastenbereiten. Ja, er war mit der hübschen Kollegin zu lange auf dem Faschingsball (aber alles ganz harmlos, Schatz). Ja, er
sitzt mit den Kumpanen am Tresen des
Gasthofs zum Schluckspechterl und wäre
vielleicht besser drei, na ja vier Weißbier
früher heimgekehrt zu Frau und Kind;
aber hey, so jung kommen wir nie wieder
zusammen. Und ja, vielleicht ist es ein bisschen extrem, eine Megasize-Packung Tortilla Chips zu mampfen und dabei bis lang
nach Mitternacht drei Folgen „The Walking Dead“ hintereinander anzuschauen,
nur um sich in der Früh seitens der Gemahlin anhören zu müssen: Um einen Zombie
zu sehen, brauche sie, leider, keine hirntoten Fernsehserien. Aber groß war das
schlechte Gewissen nicht, denn man weiß
vor Aschermittwoch: Bald kommt ja die
Fastenzeit, und alles wird gut.
Der zum Verzicht Entschlossene sieht
sich als den Typ Mann, der am Ende vieler
Wochen der Entsagung und des männlichen Sports beben wird vor wiedergewonnener Virilität und Spannkraft. Er sieht
schon sich selbst um die Ostertage vor
sich, einen, dem Disziplin und Ertüchtigung zurück in die stonewashed Jeans von
1997 verhelfen und dessen trapezförmigem Oberkörper die Damen erschauernd
nachblicken werden. Und noch besser: Der
Harry und der Clemi und all die anderen
Kumpels werden nicht sein, was er sein
wird: ein neuer Mensch, ein Phoenix aus
der Asche des Alltags und des Übergewichts. Die Fastenzeit erlaubt es dem Fastenden, sich moralisch erhaben über seine
Mitmenschen zu fühlen – was ja in
Deutschland für viele die stärkste aller
Triebkräfte ist. Er sieht herab von der
Wolke höherer Einsicht und gesunder
Lebensführung auf all die anderen, die weiterhin willensschwach und ziellos im
Morast ihrer Süchte und Begehrlichkeiten
herumkrebsen.
Das nicht so Schöne an der Fastenzeit
ist, dass man irgendwann auch fasten
muss. Die Freunde und Kollegen, der Harry und der Clemi, haben jede Menge Spaß,
und man hockt trüb dabei. Es gibt daher eine Reihe von Tipps zum alternativen Fasten, also jenseits von Bier, Zigaretten, Gummibärchen. Die einen raten zum Verzicht
auf Elektronik; aber das sind Typen, die
selbst wahrscheinlich nicht mal wissen,
wie man einen Laptop einschaltet, und außerdem könnte man dann nicht mehr „The
Walking Dead“ sehen. Aus sehr frömmelnden Kreisen kommt die Forderung, bis Ostern auf körperliche Zuwendung selbst der
sittsamsten Art zu verzichten; die haben
leicht reden, für sie ändert sich dadurch ja
nichts. Ach. Noch so lange fasten. Man hat
bereits, gefühlt, eine Ewigkeit aller irdischen Freuden entsagt. Und doch sind nun
erst sieben Tage vorbei.
MÜNCHEN, MITTWOCH, 25. FEBRUAR 2015
„Hirntod ist Kriterium
für Organ-Entnahme“
Neuer Schlag gegen Luxemburg
Banken und Kanzleien aus dem Großherzogtum sollen Hunderten deutschen Kunden geholfen haben,
Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Fahnder durchsuchen bei einer Razzia die Commerzbank
München – Das Großherzogtum Luxemburg steht im Mittelpunkt einer neuen großen Steueraffäre. Nach Recherchen von
Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR begannen mehr als 150 deutsche Staatsanwälte, Steuerfahnder und Kriminalbeamte am
Dienstag mit einer ersten Razzia gegen
mutmaßliche Steuerbetrüger sowie ihre
mutmaßlichen Luxemburger Helfer. Die
Aktion war monatelang vorbereit worden.
Im Zentrum der Razzia stand die Commerzbank. Strafverfolger und Fahnder
durchsuchten die Zentrale in Frankfurt.
Mitarbeiter der Luxemburger Tochter der
Commerzbank stehen im Verdacht, in großem Maßstab Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Schwerpunkte
der Durchsuchungen waren das Rheinland, Hessen und Rheinland-Pfalz. Die
Staatsanwaltschaft Köln ermittelt in meh-
reren hundert Fällen wegen Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung. In einigen Verfahren geht es auch
um den Verdacht der Geldwäsche. Die Commerzbank erklärte, es handele sich um
„Altfälle“, die man selbst untersuchen werde. Man kooperiere mit den Ermittlern.
Die ursprünglich für Dezember geplante Aktion war verschoben worden, weil die
Generalstaatsanwaltschaft in Luxemburg
ein Rechtshilfeersuchen deutscher Strafverfolger abgelehnt hatte. Die deutschen
Strafverfolger wollten einen Luxemburger
Vermögensverwalter durchleuchten, der
eine wichtige Rolle spielt. Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) wirft Luxemburg mangelnden
Willen vor, diesen Fall gemeinsam aufzuklären. Die Luxemburger Generalstaatsanwaltschaft erklärte, man brauche mehr In-
formationen aus Deutschland. Die Affäre
dreht sich um fragwürdige Offshore-Geschäfte. Luxemburger Banken, Vermögensverwalter und Anwälte sollen weltweit Tausenden Klienten geholfen haben, Vermögen in Briefkastenfirmen in Panama und
anderswo zu verstecken und so den Fiskus
zu betrügen. Schätzungen zur Höhe des
Fluchtgeldes reichen von mehreren hundert Millionen bis zu einer Milliarde Euro.
Grundlage des Verfahrens ist ein Datensatz, den die Finanzbehörden in NRW für
fast eine Million Euro gekauft haben. Die
Unterlagen, die zu der Razzia führten, sind
nur ein kleiner Teil einer weitaus größeren
Datenmenge, die der SZ vorliegt. Diese
Sammlung betrifft Tausende Offshorefirmen und ihre wahren Eigentümer aus aller
Welt. Der Datenbestand umfasst Zigtausende Seiten mit geheimen Verträgen und
Urkunden sowie mehr als hunderttausend
vertrauliche E-Mails. Die Unterlagen stammen von der Mossack Fonseca Group, ein
in Panama ansässiger, weltweit agierender
Anbieter von Briefkastenfirmen, mit Niederlassungen in 33 Ländern.
Luxemburg war in den vergangenen Monaten bereits wegen der Luxemburg-Leaks-Affäre in den Schlagzeilen. Ein internationaler Zusammenschluss von Medien
hatte aufgedeckt, wie Konzerne in Luxemburg ihre Steuerzahlungen auf ein Minimum reduziert hatten. Der heutige EUKommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der als Premierminister Luxemburgs
dieses System mitgetragen hatte, betonte
in diesem Zusammenhang stets, dass alle
Vereinbarungen legal gewesen seien. Eine
EU-Behörde prüft dies gerade.
bbr, bob, ley,ok
Seiten 2 und 3
HEUTE
Meinung
Europa muss weiter um
Griechenland kämpfen –
aber nicht um jeden Preis
4
Politik
Ein neues Islamgesetz in
Österreich elektrisiert
deutsche Konservative
7
Panorama
Allen Zderad ist blind. Durch ein
Implantat hat er nun einen Teil der
Sehkraft zurückerhalten
8
Wirtschaft
Einfach zu kompliziert: Warum
Smartphones Digitalkameras
vom Markt drängen
22
Sport
Der einstige Bayern-Stürmer
Mario Mandzukic wird bei
Atlético Madrid gefeiert
23
Medien, TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel & Schach
Familienanzeigen
27,28
13
26
12
18
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31009
4 190655 802404
Der einst so kluge Wickie und das Bienenpaar Maja und Willi haben sich stark verändert. Computer kontrollieren heute ihre Bewegungen. Ihre alten, noch von
Hand gezeichneten Vorfahren wurden bereits vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen verbannt. Nun folgt Heidi. Auch das
Alm-Mädchen, das schon Generationen
von Kindern begleitet hat, wurde optisch
und inhaltlich abgeflacht. Es ist dröger geworden, kindischer, langweiliger.
Beim ZDF und dem Kinderkanal klingt
das freilich so: Nach Wickie und Biene Maja präsentiere sich nun auch Heidi „im frischen Look und mit neuem Sound“, wie es
in der Pressemitteilung heißt. Erstmals
zu sehen am Ostermontag, 8 Uhr, im Zweiten. Schon jetzt sind die Twitter- und Facebook-Kommentare nahezu ausnahmslos
negativ („Finger weg“, „Euch ist auch
nichts heilig“). Doch ZDF-Redakteurin Susanne Rieschel schwärmt, sie sei „ganz
verliebt in die neue Heidi“, die sich sicher
Berge voller Langeweile
Das ZDF ersetzt Heidi durch ein digitales Alm-Mädchen
durchsetzen werde. Die ursprünglichen,
Anfang der 1970er-Jahre entstandenen
Zeichentrickserien wanderten ins Archiv.
Doch nicht nur Eltern, die auf die öffentlich-rechtlichen Kanäle gesetzt haben, weil ihnen Kontinuität wichtig ist,
sind unzufrieden. Enttäuscht sind auch
Kinder: Von heute auf morgen sehen sie
sich einem computeranimierten Wickie
gegenüber, der seinen Vater „Paps“
nennt, dessen Wikinger-Mutter Kochhandschuhe benutzt und dessen Dorf Flake nur noch von Stereotypen statt von Typen bevölkert wird. Majas ehemaliger Buffo-Charakter Willi ist zum unsympathischen Besserwisser mutiert und Heidi
lässt sich ab sofort von Rock-Jodler Andreas Gabalier besingen, während sie sich
laut ZDF für die „schutzbedürftige Bergwelt einsetzt“. Im Wohnzimmer sorgt so
etwas permanent für Aufregung.
Natürlich geht es ums Geld: Vor sieben
Jahren hatte sich das belgische Studio 100
die Rechte an Heidi, Maja, Wickie und
zahlreichen anderen Familienprogrammen besorgt – aus dem heruntergewirtschafteten Pool des Medienunternehmens EM.TV. Finanziell war das ein guter
Zeitpunkt: Die Rechte waren günstig zu
haben und die Figuren bereits in vielen
Ländern etabliert. Im digital überarbeiteten Look, mit aufgepeppten Songs und allerlei Merchandising-Beiwerk lässt sich –
in Kooperation mit dem ZDF und internationalen Partnern – so etwas gut vermarkten. Praktisch, dass auch Freizeitparks in
Belgien und den Niederlanden zum Studio-100-Reich gehören, ebenso wie der
Holiday Park in Haßloch („Majas Blütensplash“). Die ursprünglichen Serien sind
zwar noch auf DVD erhältlich, doch auch
die vertreibt Studio 100. Da bleibt ein gewisses Misstrauen, welches auch bei Nils
Holgersson angebracht sein dürfte, dem
neuesten Studio-100-Projekt. „Bei uns
trägt Nils eine Skater-Hose“, sagt eine Mitarbeiterin.
Josef Göhlen, 83, hat beim ZDF den UrWickie, die Ur-Maja und die Ur-Heidi Anfang der 1970er-Jahre entwickelt. Er sieht
den „Charme“ seiner alten Figuren „dem
Kommerz und der Plattitüde geopfert“.
Gegen Neuauflagen habe ja niemand was,
sagt er, „aber, bitte, wenn schon, dann
nicht nur vorhandenes Gutes abcovern“.
Wäre die tägliche Enttäuschung im Wohnzimmer nicht gar so groß, man könnte
meinen, es handele sich um eine Einzelmeinung.
martin zips
Mehrheit im Bundestag für Griechenland-Hilfe gilt als sicher
Union und SPD signalisieren Zustimmung, nachdem sich Athen gegenüber seinen Geldgebern auf Reformplan verpflichtet hat
Berlin – Der Bundestag wird der Verlängerung der Griechenland-Hilfen voraussichtlich mit großer Mehrheit zustimmen. Das
Parlament will am Freitag darüber abstimmen. In der Unionsfraktion gibt es zwar
Vorbehalte, trotzdem wird erwartet, dass
eine breite Mehrheit der Abgeordneten
von CDU und CSU für die Griechenland-Hilfe votieren wird. Auch die SPD signalisierte
Zustimmung. Fraktionschef Thomas Oppermann sagte, er sei zuversichtlich, dass
die Antrag im Bundestag „eine große Mehrheit bekommt“.
Am Dienstagnachmittag hatten die Finanzminister der Euro-Länder in einer Telefonkonferenz beschlossen, den Antrag
der griechischen Regierung auf Verlängerung des laufenden Kreditprogramms formal zu bewilligen. Vor dem endgültigen Be-
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www.sz-content.de
Jegliche
schluss müssen noch nationale Parlamente zustimmen, unter ihnen der Bundestag.
Das Hilfsprogramm sollte eigentlich am
28. Februar auslaufen, es wird nun um vier
Monate verlängert. Athen soll in dieser Zeit
alle vorgesehenen strukturellen Reformen
und die Auflagen zur Haushaltssanierung
abarbeiten. Erst wenn die Experten der
Kreditgeber von Internationalem Währungsfonds, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank bestätigen, dass alles erfüllt ist, zahlen die Euro-Länder das noch
ausstehende Geld aus, insgesamt handelt
es sich dabei um knapp 15 Milliarden Euro.
Die Zeit bis zum 30. Juni soll zudem genutzt werden, um ein neues Hilfsprogramm vorzubereiten. Ziel ist es, Griechenland in die Lage zu versetzen, wieder selbständig wirtschaften zu können.
Die Zustimmung der Euro-Finanzminister war möglich geworden, weil die Regierung von Premier Tsipras fristgerecht eine
Reform-Agenda nach Brüssel geschickt
hatte, die von den Kreditgebern akzeptiert
wurde. Tsipras verpflichte sich darin, auch
zahlreiche frühere Forderungen umzusetzen, welche die Vorgängerregierungen
noch abgelehnt hatten. Die von der Linkspartei Syriza geführte Koalition konzentriert sich darauf, das Steuersystem zu modernisieren sowie verstärkt gegen Korruption und Schmuggel vorzugehen. Sie will
die Mehrwertsteuer vereinheitlichen und
das Spezialregime auf den Inseln abschaffen. Dort gilt je nach Ware und Dienstleistung ein um die dreißig Prozent niedrigerer Steuersatz. Athen will außerdem Vermögende stärker besteuern. Zugleich sol-
len alle noch verbliebenen Steuersubventionen gestrichen werden, darunter auch die
in Griechenland verbreitete Steuer zugunsten Dritter. Damit wurden bisher zum Beispiel Kinokarten für Beamte des Finanzministeriums subventioniert. EZB-Präsident
Mario Draghi erklärte, die Vorschläge vermittelten den Eindruck, ausreichend umfassend zu sein, um als ein „gültiger Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Abschluss der Prüfung zu dienen“.
Tsipras hat seine Agenda eng mit pro-europäischen Parteien wie Potami abgestimmt. Er will sich deren Unterstützung
und vor allem die Parlamentsmehrheit sichern, falls sich eigene Parteifreunde vom
linken Syriza-Flügel bei künftigen Abstimmungen verweigern. c. gammelin,
r. roßmann
Seiten 4 und 5
Berlin – Der Nationale Ethikrat spricht
sich für den Hirntod als Voraussetzung für
die legale Organ-Entnahme aus. Zu dieser
einstimmigen Haltung kommt das Gremium in seiner am Dienstag veröffentlichten
Stellungnahme „Hirntod und Entscheidung zur Organspende“. Der Ethikrat bestätigt damit die Grundlage des deutschen
Transplantationsrechts, nach dem eine Organentnahme nur möglich ist, wenn der
Spender hirntot ist. sz Seiten 4 und 6
US-Gericht soll Streit
über Welfenschatz klären
Berlin – Im Streit um den legendären Welfenschatz haben die Erben jüdischer Kunsthändler Deutschland verklagt. Sie werfen
der Bundesrepublik vor, den mittelalterlichen Kirchenschatz nicht herauszugeben,
obwohl es sich um NS-Raubkunst handele.
Ihr Bostoner Anwalt Nicholas M. O’Donnell
sagte, er habe die Klage beim Bundesgericht in Washington eingereicht. Die Kläger schätzen den Wert auf mindestens 220
Millionen Euro. sz Seite 4, Feuilleton
Amoklauf
in Tschechien
Prag – Ein bewaffneter Mann hat am
Dienstag in der osttschechischen Kleinstadt Uherský Brod acht Menschen erschossen. Laut Innenminister Milan Chovanec starb auch der Schütze, laut einem Medienbericht wurde er von einem Sonderkommando der Polizei erschossen. Offenbar eröffnete der Mann in einer Gaststätte
das Feuer. Bei der anschließenden, eineinhalbstündigen Schießerei gab es mehrere
Verletzte. afp
Panorama
Fußball-WM 2022
soll im Winter stattfinden
Doha – Die Fußball-Weltmeisterschaft in
Katar soll im November und Dezember
2022 stattfinden. Das empfiehlt eine Arbeitsgruppe des Weltfußball-Verbandes
Fifa. Die endgültige Entscheidung trifft
das Exekutivkomitee im März in Zürich.
Sollte dieses den Vorschlag bestätigen,
droht ein Konflikt mit großen europäischen Fußball-Ligen. Sie wollen eine Unterbrechung des heimischen Saisonbetriebs
auf jeden Fall verhindern. sz
Sport
Dax ▲
Dow ▲
Euro ▲
Xetra 17 Uhr
11197 Punkte
N.Y. 17 Uhr
18173 Punkte
17 Uhr
1,1340 US-$
+ 0,61%
+ 0,31%
+ 0,0010
DAS WETTER
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8°/ -10°
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NACHTS
Im Norden und Westen sehr wechselhaft,
dabei kann es regnen oder schneien. Auch
im Südwesten und in Nordbayern sind
Schauer möglich. In der Lausitz und im äußersten Südosten bleibt es meist trocken.
Ein bis acht Grad.
Seite 13
Die SZ gibt es als App für Tablet
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