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Entgiften - Kneippbund

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KNEIPP SPEZIAL
Entgiften
FOTO: © ROMAN GORIELOV - FOTOLIA
Ein ganzheitlicher Prozess,
dem ein einzelnes Kraut nicht gewachsen ist
Viele Menschen nutzen vor allem das Frühjahr und die Fastenzeit, um Ihren Körper zu
entgiften und wieder neue Energie und Lebensfreude zu tanken. Auch beim ganzheitlichen
Prozess des Entgiftens spielen die fünf Kneipp-Säulen eine wesentliche Rolle.
 Text: Dr. Martin Spinka
D
inge, die uns nicht gut tun, werden
scheinbar wie magisch von uns angezogen. Man könnte meinen, es
gleiche einem Wunder, dass wir nicht
Dr. Martin Spinka
Kneipp-Landesvorsitzender
Oberösterreich, Kneipparzt
Wahlarzt für Allgemeinmedizin
Spezialgebiet Naturheilkunde
Experte TEM und HRV
Friedensplatz 1, 4020 Linz
E-Mail: office@spinka.at
www.spinka.at
4
03/2015
schon längst vor lauter schädlichen Einflüssen tot umgefallen sind. Dieses Wunder heißt Mensch – wie man auch aus
der Werbung einer Versicherung immer
wieder hört. Ja – wir sind tatsächlich bewundernswerte Wesen! Weil wir offenbar einiges aushalten und uns an unsere
Umgebung recht gut anpassen können.
Verwunderlich ist aber, dass wir Wesen sind, die sich ihren giftigen Cocktail
selbst brauen, die sozusagen ihre Umwelt
und ihren Lebensraum konsequent selbst
„vergiften“.
„Wie im Großen, so im Kleinen …“
Da wir sehr schlau sind, fällt uns immer
wieder irgendetwas ein, was die Kata-
strophe abwendet – zumindest momentan
und bis jetzt. Die Gesundheit unseres Leibes, also unseres Körpers, unserer Seele
und unseres Geistes, ist nichts anderes als
eine kleine Welt, in der wir leben. Wie wir
mit unserem Leib umgehen, spiegelt wider, wie wir mit unserer Umwelt umgehen – und umgekehrt.
Mit unserer Umwelt meine ich in diesem
Zusammenhang nicht nur die Erde, auf
der wir leben, sondern auch alle ihre Lebewesen und natürlich auch unsere Mitmenschen. Es scheint uns zur Gewohnheit geworden zu sein, in einem Nebel
der Gleichgültigkeit unserer Umwelt gegenüber zu vegetieren. Aber auch in einer
hohen Achtlosigkeit uns selbst gegenüber.
HORIZONTE DES GLAUBENS
Auf die Schnelle geht da gar nichts …
Früher war Entgiften ein ganzheitlicher Prozess durch und durch. Die
Griechen sprachen von „Diata“. Die Wortverwandtschaft zu „Diät“ ist
nicht zufällig. Diata umfasste einen meist wochenlangen Aufenthalt in einer entsprechenden Heilsanstalt – man würde es heute noch am ehesten
Kureinrichtung nennen können – in der man fastete, schwieg, Heilkräuter
zu sich nahm, Bäder und Massagen genoss und vor allem viel schlief. Im
Schlaf sollte dem Heilsuchenden dann der Gott Asklepios (= der Gott der
Heilkunst) erscheinen und ihm sagen, was er tun müsse, um wieder von der
,,
Beim Entgiften sollte man nicht nur an »Schlackenstoffe« denken, die sich im Zwischenzellraum
ablagern, sondern vor allem auch auf die Gedanken
und Gefühle achten, die oft viel mehr »vergiftet«
sind als uns bewusst ist.
,,
Krankheit – vom Gift – frei zu werden. Sollte der Patient Probleme mit der
Deutung dessen gehabt haben, was Asklepios da sagte, dann standen Priester und Philosophen zur Seite, um den Heilstraum zu deuten. Ich könnte
hier auch schon wieder aufhören, weil das Konzept der „Diata“ so vollständig ist, dass es dazu keine weiteren Worte benötigt. Kurz zusammengefasst:
Um zu entgiften braucht es Zeit, Schlaf, Fasten, Schweigen und eine Übersetzungshilfe, sollte man mit Symptomen während des Entgiftens nicht zurechtkommen.
Die Prioritäten beim Entgiften liegen für mich ganz klar bei den geistigseelischen Aspekten. Die körperlichen Anteile sind nützliche Begleiter.
Wenn Sie entgiften, dann denken Sie bitte nicht nur an „Schlackenstoffe“,
die sich im Zwischenzellraum ablagern, sondern achten Sie auf Ihre inneren und äußeren Haltungen. Achten Sie auf Ihre Gedanken und Gefühle –
diese sind oft viel mehr „vergiftet“ als uns bewusst ist.
Die fünf Kneipp-Säulen als Schlüssel zum Erfolg
Wenn Sie entgiften, dann halten Sie sich an den Leitfaden der fünf Säulen
von Pfarrer Sebastian Kneipp und es wird eine runde Sache. Bewerten Sie
die fünf Säulen dabei auch so wie Kneipp: Für ihn war die Säule der Lebensordnung die Bedeutendste. Im Rahmen dieser Säule können wir in aller Ruhe (vielleicht sogar Stille) über unseren Lebensstil, unsere Beziehungen und unsere Spiritualität nachdenken.
Wasser ist das Lösungsmittel in der Entgiftung
Ein Beispiel soll die Bedeutung des Wassers verdeutlichen: Wenn wir eine
Entgiftungskur starten, dann sollten wir uns überlegen, was wir mit unserem Kaffeehäferl zu Hause machen, wenn wir es zu lange stehen gelassen
haben und sich am Boden des Häferls ein brauner, ausgetrockneter Belag
festgesetzt hat. Ja genau – wir weichen es mit Wasser ein. Im Wasser löst p
FOTO: © CASEJUSTIN - FOTOLIA
Wenn ich über Entgiftung schreibe, dann werden Sie von mir kein einzelnes Kraut erfahren, über das ich wunderbare Heilsgeschichten und Erfahrungen erzähle. Keine Einreibung, die Sie zweimal anwenden und alles ist
wieder gut. Nein – all das möchte ich nicht schreiben, weil ich davon überzeugt bin, dass es mehr braucht, um Giftstoffe loszuwerden bzw. diese erst
gar nicht aufzunehmen.
ext: Mag. Dr. Helga Scheibenpflug
T
Mit Mut und Kraft
das Leben wagen!
„Als ich klein war, saß ich am Boden neben meiner
Mutter und fragte sie immer wieder: ‚Was machst du,
Mama?’ Sie antwortete: ‚Ich sticke.’ Ich sah die Arbeit, die sie machte, von unten an und dachte mir, alles
sei ein Durcheinander. Sie lächelte bei meinen Bemerkungen und ersuchte mich, spielen zu gehen; wenn ich
zurückkäme, sagte sie, könne ich auf ihrem Schoß sitzen und anschauen, was sie mache.
Als ich auf ihrem Schoß saß und mir ihre Arbeit anschaute, war ich ganz begeistert über die schöne Landschaft, die sie gestickt hatte. Liebevoll sagte sie: ‚Mein
Kind, von unten schaut alles ganz verworren aus, aber
ich hatte einen Entwurf, dem ich folgte.’
In meinem Leben und im Lauf der Jahre habe ich immer wieder den Blick zum Himmel gehoben und oft
gefragt: ‚Lieber Gott, was machst du?’ Er antwortete
immer wieder: ‚Ich sticke mit dir dein Leben.’ Spontan erwiderte ich: ‚Von hier unten schaut alles so verworren aus!’ Da hörte ich im Innern eine Stimme, die
zu mir sagte: ‚Nun, eines Tages wirst du von oben die
Stickerei deines Lebens sehen und verstehen.’“ (von
Unbekannt)
Auch wenn alles noch so verworren aussieht, die Perspektive fehlt, es keinen Ausweg zu geben scheint,
wagen wir es dennoch, unser Leben täglich mutig anzupacken! Vergessen wir nicht: Wir sehen alles nur
von einem sehr eingeschränkten Blickwinkel aus. Vertrauen wir, dass unser Lebensmuster sich zum Guten
entwickelt. Dieses Vertrauen ins Leben ist getragen
vom Wissen um einen liebenden Gott, der in allen Situationen mit uns auf dem Weg ist. Wagen wir kraftvoll zu leben mit Mut und Zuversicht, auch wenn es
im Augenblick noch so dunkel ist! Eines fernen Tages
werden wir das Stickmuster unseres Lebens verstehen.
www.lebenssinn.or.at
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KNEIPP SPEZIAL
TIPP
Waschungen – für einen
guten Start in den Tag
Nicht nur im Rahmen einer Entgiftungskur,
auch zur Kreislaufanregung bei morgendlichen
Anlaufschwierigkeiten und zur Anhebung des
Leistungspegels im Leistungszentrum des Gehirns können frühmorgendliche Waschungen
gute Dienste leisten.
Waschungen stellen eine milde Form der hydrotherapeutischen Reize dar und eignen sich
besonders als Heimanwendung. Je nach gewaschenem Körperteil unterscheidet man Oberkörper-, Unterkörper- und Ganzwaschungen.
Sie werden in der Regel am Morgen vom warmen Bett aus durchgeführt (etwa 1/2 Stunde
vor dem Aufstehen). Mit einem gut saugenden
Waschlappen oder einem grobporösen Leinen,
das man vierfach faltet, wird dabei in raschen
Zügen ein Wasserfilm auf die Haut gebracht.
Den Eimer mit kaltem Wasser und den Lappen
am besten bereits am Vorabend bereitstellen.
Ablauf: Den Waschhandschuh in das bereitgestellte Wasser tauchen, leicht ausdrücken und
ruhig, aber rasch vom kleinen Finger der rechten Hand bis hinauf zur Armkugel fahren, den
Waschhandschuh wenden und dann innen am
Arm hinab bis zur Hand fahren. Das Gleiche am
linken Arm wiederholen, nochmals ins Wasser
tauchen und leicht ausdrücken und dann mit
der einen Seite des Lappens über die Brust und
umgedreht über den Rücken fahren (= Oberkörperwaschung). Analog dazu funktioniert die
Unterkörperwaschung (rechts Bein, linkes Bein,
Bauch). Beides zusammen ergibt die Ganzwaschung. Danach nicht abtrocknen, sondern sofort wieder zudecken und noch etwa 1/2 bis
1 Stunde nachruhen.
Wir brauchen beim Entgiften unbedingt
normale Mengen Wasser. Ich rede hier
von 1 Liter pro 20 Kilogramm Körpergewicht. Das sind bei einem Menschen
mit 70 Kilogramm 3,5 Liter, die er täglich trinken sollte. Verwenden Sie Wasser gemäß einer alten traditionellen Regel: innen und außen! Beginnen Sie den
Tag mit Waschungen, unterbrechen Sie
den Alltag mit Gesichtswaschungen und
beenden Sie den Tag mit (ansteigenden)
Bädern oder Teilbädern. Ansteigend in
der Wärme sollten sie deshalb sein, weil
Sie durch die Wärme „die Dinge in Gang
bringen“. Sie können bei der Anwendung
von Wasser – innen wie außen – auch Zusätze einsetzen. Aus dem Trinkwasser
wird dann der Tee. Das Bad erhält weitere
Wirkkomponenten zum Beispiel durch
die Zugabe von Heublumen(extrakt). Mit
Wechselgüssen, die man in die morgendliche Dusche einbaut, bringt man die „Humores“ (die Säfte) in Wallung und Bewegung. Kneipp stellte sich die Schlacken
und Giftstoffe vor allem dort vor, wo die
Säfte still stehen. Dort passiere nämlich
dasselbe wie in einer Pfütze, die lange
still steht – das Wasser wird modrig, faulig und Giftstoffe lagern sich ab. Die Säfte
müssen in Bewegung bleiben!
,,
„Ent-wickeln“ Sie Ihre Entgiftungsfähigkeit mit Wickeln und anderen
Hausmitteln
Hier stehen natürlich jene Organe und
Systeme, die unmittelbar mit der Entgiftung unseres Leibes zu tun haben, im Vordergrund des Interesses. Eine Klasse für
sich ist da der Leberwickel. Er ist wohlbekannter und fixer Bestandteil jedes vernünftigen Entgiftungsprogrammes. Weniger bewusst ist uns, dass auch der Darm,
die Lymphe und die Niere sowie sämtliche Häute (die Haut und die Schleimhäute) ununterbrochen Entgiftungsarbeit
leisten. Deshalb sollten wir während eines Entgiftungsprozesses diese Systeme
und Organe ebenfalls pflegen.
Wenn Sie während der morgendlichen
Dusche etwas Anregendes für Ihre Nieren tun wollen, dann wenden Sie einen
ansteigenden Lumbalguss an. Ab und
zu einmal ein Bauchsalzwickel regt die
Durchblutung der Bauchregion und der
FOTO: © WILKE
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sich der Schmutz auf und wir können das
Häferl mühelos reinigen. So ist das auch
in unserem Körper.
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FOTO: © WESENZART, NINA DOELLE, TANN
Kneipp-
Kneippanwendungen wie
z. B. Wickel, Waschungen,
ansteigende (Teil-)Bäder
oder Wechselgüsse sind
eine wertvolle Unterstützung beim Entgiften.
,,
Bauch­organe an und fördert so ihren Entgiftungsprozess.
Auch eine Lymphkompression kann hier
ein guter Helfer sein. Diese kann selbst
aber nur durch dementsprechende lymphabflussfördernde Strümpfe unterstützt
werden. Sie können sich aber auch bei
einem ausgebildeten Masseur die professionelle Anlage eines Kompressionsverbandes gönnen – Sie werden es lieben.
Eine weitere sinnvolle Möglichkeit ist das
Schröpfen – ob blutiges Schröpfen angesagt ist oder trockenes, entscheidet der
Fachmann bzw. die Fachfrau.
Wer „Gift“ isst, macht sich selbst
zur Mülldeponie
Du bist, was du isst. Daraus folgt, dass
wir den Entgiftungsvorgang natürlich
sehr gut unterstützen können, indem wir
auf „Gift“-haltige Ernährung verzichten.
Das betrifft nicht nur die Lebensmittel
selbst, sondern auch die Zubereitung. Am
einfachsten geht das durch begleitetes (!)
Fasten. Bedenken Sie stets, dass es auch
beim Fasten Kontraindikationen gibt (u.a.
Niereninsuffizienz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leberfunktionsstörungen,
Diabetes, Augenerkrankungen, erhöhte
KNEIPP SPEZIAL
Harnsäure, psychische Störungen, Krebs, Suchterkrankungen, Erkrankungen der Verdauungsorgane, Demenz) und z. B.
auch Kinder, Stillende und Schwangere nicht fasten dürfen.
Ziehen Sie daher stets Experten zurate.
Beim Fasten gönnen wir dem Darm und den großen Verdauungsdrüsen einmal eine Pause. Das tut beim Entgiften deshalb gut, weil der Verdauungsvorgang sehr viel Energie bindet. Diese wollen wir aber auf die Entgiftung konzentrieren.
Es wird im Allgemeinen vergessen, dass nicht nur äußerlich
zugeführte Toxine den Körper belasten, sondern auch chronische Entzündungen – und der Darm tut sich leichter, diese
vor sich hin brodelnden Entzündungen zu heilen, wenn er
einmal Verdauungsruhe hat. Der Darm sollte dabei möglichst leer sein, d.h. wir essen wesentlich weniger. Unsere
Nahrung entspricht einer Schonkost. Wir achten darauf, dass
der Darm auch leer bleibt, indem wir regelmäßig über den
Mund, also von oben, mit Abführsalzen und von unten, also
über ein Darmrohr durch Einläufe, abführen und ausleiten.
Bitterstoffe sind während einer Entgiftung Gold wert, weil
sie so breite Wirkung haben. Die anfallenden und gelösten
Giftstoffe sollten gebunden werden, um leichter über den Kot
ausgeschieden werden zu können. Da gibt es viele Möglichkeiten. Zeolith hat sich bewährt und ist in aller Munde. Ich
habe aber auch sehr gute Erfahrungen mit der wirksamen
grünen Heilerde gemacht.
Kommen Sie in Bewegung, damit beim Entgiften
etwas in Bewegung kommt
FOTO: © CLIPAREA.COM - FOTOLIA
Regelmäßige Bewegung leistet auch beim Entgiften gute
Dienste! Durch regelmäßiges Ausdauertraining zum Beispiel
können Sie nicht nur Ihr Herz-Kreislauf-System auf Trab
halten, sondern auch den Fettstoffwechsel verbessern und
Depots, in denen sich besonders gerne „Müll“ ablagert (vor
allem solche Gifte, die besonders gerne mit Fett verbunden
sind), entlasten. So werden alle fettlöslichen Toxine, die nicht
über die Leber abgebaut werden können, im Fettgewebe abgelagert. Ist dieses Fettgewebe voll, dann geht’s an die Nerven – und das kann uns dann ziemlich auf die Nerven gehen.
Achten Sie darauf, sich beim Training nicht zu überfordern.
Dazu können wir die Kneipp’sche Nasenatmung anwenden:
durch die Nase ein- und ausatmen bei geschlossenem Mund.
Gelingt das, dann laufen wir nicht so­leicht G
­ efahr einer
Überforderung.
Eine zusätzliche Leibesübung
wäre z. B. auch eine gute „Aufwärmübung“ vor dem Spaziergang oder dem Laufen, nämlich das Reiben der Nierenlager
(Achtung: Diese liegen höher
als gedacht, nämlich etwa parallel zur letzten Rippe – siehe
Bild) mit Ihren Handflächen.
Sie mobilisieren dadurch nicht
nur Energie, sondern regen auch
Ihre Nierentätigkeit an – und
die Niere ist schließlich ein sehr
p
wichtiges Entgiftungsorgan.
Entgiftung. Stärkung. Neue Energie!
„
Achtung - Fette
schmelzen und Gifte
werden frei!
... diese müssen aus
Ihrem Körper raus.
„
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g!“
hti
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KNEIPP SPEZIAL
Gegen alles und für jeden ist ein
Kraut gewachsen
Eine relativ milde Anwendung ist das
Räuchern. Hier greifen Sie am besten auf
Altbewährtes zurück – auf den Weihrauch.
Ans Herz möchte ich Ihnen das Tausendguldenkraut legen. Es wirkt wärmend
und trocknend, die Geschmackskombination von bitter und scharf ist selten. Dadurch wirkt es aber schnell, heftig und anhaltend. Die Festlegung von Dosierung
und Applikationsform sollte Spezialisten
vorbehalten sein. Es ist besonders für jene
Programm-
TIPP
mit Dr. Hans Gasperl
Jeden Samstag
um 14.35 Uhr bei
Dr. Hans Gasperl, Kneipparzt und Vizepräsident des Österreichischen Kneippbundes, zeigt in der Sendung „Einfach
gut leben“ bei ServusTV jede Woche
ganz einfache, aber wirksame Möglichkeiten, die dabei helfen, gesund und zufrieden zu bleiben – sei es durch Wasser, Bewegung in der Natur oder durch
genussvolle Ernährung und heimische
Kräuter und Pflanzen.
Unter http://www.servustv.com/at/
Videos/Alle-Videos-zu-Sendungen/
Einfach-gut-leben können Sie die
Videos bereits gelaufener Sendungen
ansehen.
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FOTO: © 123RF - HEIKE RAU
Das stimmt wohl so. Setzt man allerdings
Kräuter in therapeutisch wirksamen Dosen ein, was auch nötig ist, um einen Entgiftungsvorgang zu unterstützen, dann
sollte man sich bewusst sein, dass man
mit hochwirksamer Medizin arbeitet und
dabei immer auch mögliche Nebenwirkungen auftreten können. Deshalb kann
und will ich Ihnen hier keine Rezepte
zum Eigenversuch geben. Ich möchte
aber schon etwas über Kräuter sagen, die
vielleicht nicht in aller Munde sind, die
aber unter fachkundiger Begleitung den
Entgiftungserfolg gut unterstützen.
meine Gedanken zu den sieben Wurzelfallen (bekannter
unter dem Begriff Todsünden) äußern. Sie scheinen
mir eine gute Orientierung
zu sein und geben uns einen
Leitfaden, wo „Vergiftungen“ von Körper, Geist und
Seele herkommen könnten.
,,
,,
Ich meine nämlich, dass unsere Geisteshaltung und unsere Gefühle, also unser Seelenleben, maßgeblich dazu
beitragen, welche innere
Haltung wir zu den uns schädigenden Dingen einnehmen
bzw. wie wir zu Noxen und
Toxinen stehen.
Das Zinnkraut
(Ackerschachtelhalm) hemmt
Verschlackung, fördert die Milz
und wirkt blutreinigend.
Menschen geeignet, die phlegmatisch und
gleichzeitig leicht nervös sind. Auch die
Engelwurz hat eine gute giftaustreibende
und blutreinigende Wirkung. Das Klettenlabkraut ist der Kehrbesen für die
Schleimhäute. Ehrenpreis wirkt vor allem
in Kombination mit dem Klettenlabkraut
blutreinigend. Auch die Brunnenkresse
kann gute Dienste leisten – diese sollte
man intensiv aber nicht länger als vier
Wochen nutzen, weil dann Überreizung
bis hin zur Entzündung entstehen kann.
Auch die Wegwarte möchte ich hier erwähnen, weil sie besonders für cholerische und melancholische Konstitutionen
geeignet ist. Natürlich hat auch das Zinnkraut – Kneipps Liebling – seinen Platz
während einer Entgiftung. Es hemmt Verschlackung, fördert die Milz und wirkt
blutreinigend.
Die Kunst, lebendig zu leben
Wer die Kunst, lebendig zu leben, versteht,
braucht sich um all die vorangegangenen
Empfehlungen keinen Kopf machen. Vermutlich wird eine Entgiftung nur dann
gelingen, wenn man sich auch auf diesen
Prozess einlässt. Das bloße Schlucken
von „Entgiftungspillen“ wird nicht helfen.
Ohne auf dem Gebiet der Theologie ein
Experte zu sein, möchte ich hier trotzdem
Wenn bei den sieben Wurzelfallen von den Haltungen
Hochmut (Eitelkeit, Übermut), Geiz (Habgier), Zorn
(Wut, Rachsucht), Wollust
(Ausschweifung, Genusssucht, Begehren), Völlerei
(Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht), Neid (Eifersucht, Missgunst) und Faulheit (Feigheit, Ignoranz,
Trägheit des Herzens, übertriebene Trübsinnigkeit) die Rede ist, dann finden wir
sehr gut heraus, wo unsere Fallen sind.
Dabei können uns Momente der Stille
und eine Beruhigung des Alltags helfen.
Ein maßvolles Leben während der Entgiftungszeit zu führen, beschleunigt die Entgiftung nicht nur, sondern macht sie wahrscheinlich erst möglich. Alles, was zu viel
ist, „vergiftet“ uns – wir alle kennen den
Spruch „Die Dosis macht das Gift“. Dazu
zählt auch ein Zuviel an Stress. In der
Lebensordnung geht es vor allem darum,
dass wir uns Gedanken über unseren Lebensstil machen, unsere Beziehungen und
unsere Haltung zur Schöpfung. Dadurch
gelingt es, achtsamer mit uns selbst und
unseren Mitmenschen umzugehen.
Wenn Sie Ihr Leben einfach so weiterführen wie bisher und zur Entgiftung
­irgendwelche Mittel einnehmen, werden
Sie wenig bewirken und ändern können.
Vielmehr müssen wir darauf achten, dass
­unser Leib (Körper, Seele, Geist) noch
besser lernt, mit Giften, Toxinen, N
­ oxen
und belastenden Umweltbedingungen
umzugehen, denn: „… das Bakterium
(Gift) ist nichts, das Terrain (auf das es

trifft) ist a­ lles …“.
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