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Kinderseite - Kneippbund

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Für Eltern & Gro
Vom richtigen Umgang mit Zucker
Zucker konserviert, ist Geschmacksverstärker und Genussmittel und liefert ca.
4 kcal pro Gramm an Energie. Er wird nicht nur in Süßigkeiten verarbeitet,
fast alle industriell gefertigten Lebensmittel enthalten Zucker. Vom Frankfurter
Würstel über Senf und Ketchup, von der Pizza über Gemüsekonserven bis hin
zur Packerlsuppe, sogar im Streichkäse finden sich Zucker auf der Zutatenliste,
oft unter Begriffen wie Maltodextren, Maltose, Glukosesirup, Mannose u.v.m.
In den letzten 150 Jahren hat sich der jährliche Prokopfverbrauch an Zucker
verzwanzigfacht!
Nicht nur Diabetiker müssen sich vor dieser Zuckerflut in Acht nehmen, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche. Zucker ist für das Übergewicht
mitverantwortlich, das mit vielen schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Die stark schwankenden Zuckerspiegel im Blut als Folge der Zuckerflut wirken sich negativ auf den gesamten Stoffwechsel aus und auch der
Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum in jeglicher Form und Karies ist bekannt. In der Wissenschaft wird kontrovers diskutiert, ob Zucker süchtig macht
und ob Zucker mit dem Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) von Kindern zusammenhängt. Auch in der Krebsforschung gibt es Initiativen, bei Krebserkrankungen auf eine zuckerarme Kost zu setzen.
Besonders bedenklich v.a. für Kinder ist der häufige Konsum zuckerhaltiger
Getränke: ½ Liter Limonade kann 40 – 55 g Zucker enthalten (das entspricht ca.
10 – 14 Stk. Würfelzucker!), aber auch ½ Liter Apfelsaft enthält ca. 50 g Zucker.
Milchprodukte sollte man bezüglich des Zuckergehalts ebenfalls genau prüfen:
Mit gesundheitsbezogenen Angaben werden z. B. angereicherte Joghurtdrinks
angeboten, die pro kleinem Fläschchen mehr als 12 g Zucker (= 3 Stk. Würfelzucker) aufweisen! Der 200-g-Becher Vanillejoghurt schlägt mit 15 g (= ca.
4 Stk. Würfelzucker) zu Buche.
Für Kinder sind maximal 35 g Zucker (9 Stk. Würfelzucker) pro Tag tolerabel –
mit dem in Lebensmitteln versteckten Zucker wird dieser Wert sehr leicht und
häufig überschritten. Bitte bedenken Sie: Wir brauchen überhaupt keinen zugesetzten Zucker, um gesund zu bleiben.
Es ist unrealistisch, Kinder ganz von Schoko & Co. fernhalten zu wollen.
Aber ein vernünftiger Umgang ist dringend nötig:
3 Achten Sie auf die Nährwertangaben
auf den Lebensmitteln, wo der Zucker
ausgewiesen sein muss, aber auch auf
die Größe der angegebenen Portion.
Oft werden die Angaben nur für 100 g
des Lebensmittels gemacht, man isst
aber z. B. 200 g pro Portion!
3 Kakao bereitet man nicht mit sehr zuckerreichen Instant-Kakao-Sorten zu, sondern
mit hochwertigem Kakaopulver – dann hat
man selbst im Griff, wie viel man zuckert.
3 Süßigkeiten sollten für das Kind nicht
ständig unbeaufsichtigt erreichbar sein.
3 Frisches Obst sollte immer griffbereit sein
und täglich gegessen werden. Es enthält
zwar natürlich auch Zucker, zusätzlich aber
viele Vitamine, Mineral-, Schutz- und Ballaststoffe, die das Kind zur gesunden Entwicklung braucht. Außerdem befriedigt es
den Gusto auf „Süßes“ auf natürliche Weise.
3 Als Getränke dienen sehr gut Wasser,
Mineralwässer oder ungesüßte Früchtetees.
3 Bereiten Sie die Jause selbst zu und geben Sie kein Geld mit – das Jausengeld
wird oft für Süßigkeiten ausgegeben.
3 Es ist sehr wichtig, Kindern Lebensmittel mit wenig oder keinem Zucker
schmackhaft zu machen!
3 Kuchen und Kekse sollten einem Tag
der Woche (z.B. Sonntag) vorbehalten
sein.
3 Joghurt und Topfen kauft man „natur“
und süßt, wenn nötig, mit wenig Marmelade.
22
03/2015
3 Das Frühstücksbrot kann mit etwas Käse
oder Schinken serviert werden, es muss
nicht immer Marmelade sein.
3 „Zuckerfreie“ Tage sind empfehlenswert!
3 Belohnen Sie Ihr Kind nicht mit Süßem oder
bestrafen Sie es nicht mit Entzug von Süßigkeiten, das führt absolut in die falsche
Richtung.
3 Verzichten Sie auf Süßigkeiten als „Mitbringsel“.
3 Nach dem Genuss von Süßem den Mund
ausspülen und gründlich die Zähne putzen.
für
Stefan beim
Beim Frühstück fällt
Stefan auf, dass irgendetwas anders ist
als sonst. Es ist sehr still
in der Küche, kein Radio
spielt, die Mama sagt auch
nicht viel. „Was ist denn
heute los?“, fragt Stefan
besorgt. Die Mama sieht
Stefan an und da erkennt er
sofort den Grund: Sie hat eine dicke Backe. „Oh, Mama hast du Zahnweh?“ Die
Mutter nickt: „Ja, ich muss heute gleich
einen Termin beim Zahnarzt ausmachen.“
„Mama, ich begleite dich“, schlägt Stefan
vor, denn er hat schon oft gehört, dass
ein Zahnarztbesuch bei Zahnschmerzen
auch den Erwachsenen Angst macht. Er
ist neugierig, ob das wirklich wahr ist.
Am Nachmittag gehen sie gemeinsam
zum Zahnarzt. Ein bisschen still ist die
Mama schon. Beim Zahnarzt setzt sie
sich auf einen großen bequemen Sessel.
Sie bekommt einen Umhang umgebunden. „Bitte den Mund aufmachen“, sagt
der Herr Doktor freundlich. Stefan darf
die Hand von der Mama halten und beobachtet alles ganz genau. Mit einem
kleinen Spiegel und einem spitzen Häk-
Diese Jause sieht nicht nur lustig aus,
sondern schmeckt auch richtig gut:
Pumuckl
Zutaten für 1 Stück:
½ Vollkornweckerl, etwas Butter
2 Scheiben Wurst, 1 Salatblatt (gewaschen)
¼ Karotte, 1 Scheibe hart gekochtes Ei
½ Radieschen oder ½ kleine Tomate
2 TL Frischkäse, 1 kleine Essiggurke
Zubereitung:
1. Vollkornweckerl mit Butter bestreichen,
mit Wurst belegen und auf dem Salatblatt anrichten. Karotte raspeln und als
Haare anordnen.
2. Ei als Mund, Radieschen oder Tomate als
Nase und Frischkäse mit Gurkenscheiben
als Augen auflegen.
Ki nd er
Zahnarzt
Text:
Maria Hammer
chen kontrolliert der Zahnarzt die Backenzähne. Er klopft zart
auf einen Zahn, da zuckt
die Mama ein wenig.
„Ah, da haben wir schon
den Übeltäter, den Zahn
muss ich aufbohren und
eine Plombe machen.“
Neugierig schaut Stefan
zu, wie der Herr Doktor mit
dem surrenden Bohrer arbeitet. Die Mama
macht keinen Mucks. Nach dem Bohren
reicht die Assistentin dem Arzt ein Glasblättchen mit einem kleinen Häufchen: Es
ist die Füllung für den aufgebohrten Zahn.
„So, jetzt machen wir noch ein Röntgenbild
und schauen, ob die Zahnwurzeln der Zähne in Ordnung sind.“
Die Mutter steigt vom Zahnarztstuhl, sie
schaut sehr erleichtert aus. Nun darf Stefan auf den Stuhl und der Zahnarzt schaut
mit Spiegel und Häkchen seine Zähne an.
„Sehr schön geputzt, alles in Ordnung“, lobt
er Stefan.
Am Abend erzählt Stefan seinem Bruder
Felix genau, was er beim Zahnarzt gesehen hat. „Vielleicht werde ich auch einmal
Zahnarzt“, sagt Stefan, bevor er sich ins
Bett kuschelt und einschläft.
W e iß t d u …
... warum es so wichtig ist,
dass du gut auf deine Zähne achtest?
Gesunde Zähne zaubern dir nicht
nur ein schönes Lächeln ins Gesicht, du brauchst sie auch beim
Essen zum Zerkleinern der Nahrung. Deine Milchzähne fallen
zwar ungefähr zwischen dem 6.
und dem 12. Lebensjahr aus, doch
dann wachsen deine bleibenden
Zähne. Trotzdem musst du schon
auf deine Milchzähne ganz besonders gut achtgeben. Sie sind
Platzhalter für die bleibenden
Zähne und es ist wichtig, dass
sie möglichst bis zum Ausfallen
gesund sind, damit du dann auch
gesunde und gerade bleibende
Zähne bekommen kannst.
Hast du gewusst, dass es eine
Krankheit gibt, die deine Zähne
bedroht? Sie heißt Karies und
wird durch Bakterien in deinem
Mund verursacht. Die Bakterien
ernähren sich am liebsten von
Zucker, der vor allem in Süßigkeiten und in süßen Speisen und
Getränken, z. B. in Limonaden, in
großen Mengen vorkommt. Wenn
du viel Süßes isst und trinkst, vermehren sich diese schädlichen
Bakterien. Sie wandeln den Zu-
cker aus dem Essen in Säure um,
die deine Zähne angreift. Dadurch
entsteht dann ein Loch im Zahn.
Wenn die Zerstörung des Zahnes
fortschreitet,
kann das sehr
wehtun und
dazu führen,
dass du deinen Zahn vorzeitig verlierst.
Du
kannst
einiges
tun,
um dich vor
Karies zu schützen. Besonders
wichtig ist, dass du mindestens
zweimal am Tag deine Zähne
gründlich putzt und dabei darauf
achtest, dass du alle Speisereste
entfernst – auch die, die sich zwischen deinen Zähnen festgesetzt
haben. Zweimal im Jahr solltest
du deinen Zahnarzt besuchen.
Und wenn du dann auch noch darauf achtest, dass du nicht zu viel
Süßes isst und trinkst und nach
dem Essen deinen Mund gut mit
Wasser ausspülst, machst du es
den bösen Karies-Bakterien ganz
schön schwer.
ILLUSTRATIONEN: JIN CHO YOUN, MA
Da stimmt doch was nicht ganz ...
Aus:
ESSperimente 3
Verlag Johannes Heyn
Siehe auch S. 46
Schau dir die beiden Bilder von Stefan
und seiner Mama genau an. Sie sind
nur auf den ersten Blick ganz gleich.
Findest du die 5 Unterschiede?
Schreibe uns die 5 Unterschiede und dein Alter auf eine Karte (Österr. Kneippbund, Kunigundenweg 10, 8700 Leoben) oder per E-Mail (office@kneippbund.at).
Vielleicht helfen dir deine Eltern beim Schreiben. Einsendeschluss: 31. März 2015.
Der Gewinner erhält ein schönes Buch und 2 weitere Gewinner bekommen Duschund Sprudelbäder. Viel Spaß beim Suchen!
03/2015
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