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Der Havelländer vom 26. Februar 2015

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MAZ
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Der Havelländer
Do, 26.02., 19 Uhr
OLIVER
BOTTINI
7
Lesung & Signierstunde
im MAZ Media Store
Eintritt: 5 € • Reservierung: direkt im Media Store •
veranstaltungen@MAZ-online.de • 0331 2840-136
Donnerstag,
26. Februar 2015
Zu viele
Schlaglöcher,
zu viel Schnee
IHRE REDAKTION
Redaktion: 0 33 22/25 47 12
Leserservice: 0 33 22/25 47 46
Anzeigen: 0 33 22/25 47 31
Falkensee – Eva Kalich wohnt im
Neubaugebiet an der Spandauer
Straße von Falkensee und ärgert
sich über den Zustand der Pestalozzistraße. „Die Löcher in der
Straße wurden zwar schon zugeschüttet, kommen aber immer wieder. Wie reagiert die Stadt?“, fragt
sie und hofft auf eine dauerhafte
Lösung. Die Stadtverwaltung Falkensee bedankt sich für jeden Hinweis über eventuell wieder entstandene Schlaglöcher. Diese werden dann umgehend geschlossen.
Ein grundhafter Ausbau der Pestalozzistraße ist derzeit jedoch nicht
geplant und im Masterplan für die
Haupterschließungsstraßen auch
nicht mit einem Termin benannt,
teilt die Pressestelle mit.
Der Winter ist noch nicht zu
Ende, mit Schnee ist noch zu rechnen, deshalb hat Brigitte Kerl aus
Falkensee eine Frage zum Winter-
GUTEN TAG!
Marlies Schnaibel
Marlies.Schnaibel@MAZ-online.de
Abkürzung
mit System
A
ls ich neulich in einem
Gespräch von meiner kleinen Wohnung in einem
WBS-70-Block erzählte, wunderte
sich die junge Kollegin aus dem
Westen: „Du hast einen WBSSchein?“ Nein, hab ich nicht, ich
hatte ja auch nicht vom WBSSchein, sondern von WBS-70
gesprochen. Da tun sich eben
auch 25 Jahre nach der Wende
Abkürzungswelten auf. Das eine
ist ein Wohnberechtigungsschein,
das andere eine Wohnungsbauserie; das eine ist eine Westerrungenschaft, das andere eine Osterrungenschaft, wenn man so
will. WBS ist dabei nicht die einzige Abkürzung mit Ost-West-Gefälle. In Spandau gibt es einen
ASK, einen aktiven Arbeitskreis
Spandauer Künstler, in der DDR
kannte man den ASK als Armeesportklub. In Dallgow fährt man
an einer LPG vorbei, das ist für
den gelernten DDR-Bürger eine
Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, für den Kreuzberger ein Biomarkt und die Dallgower wissen, da kann man Erdgas
tanken. Dabei war der „Aküfi“
wohl systemunabhängig. Den
Abkürzungsfimmel hat es bei den
Deutschen schon immer gegeben.
POLIZEIBERICHT
Ladendieb
gestellt
Elstal – Sicherheitsleute im Outletcenter Elstal haben am Dienstagnachmittag einen Mann geschnappt, der in zwei verschiedenen Geschäften Socken und Parfüm gestohlen hatte. Polizeibeamte nahmen dem Tatverdächtigen die gestohlenen Sachen weg
und übergaben diese wieder den
Geschäften. Der Mann, der aus
Polen stammt, wurde vorläufig
festgenommen. Da er keine Papiere bei sich hatte, musste seine
Identität geklärt werden. In seiner
Vernehmung durch die Kriminalpolizei bestritt der Mann den
Diebstahl. Gestern wurden Zeugen vernommen. Die Ermittlungen dauern an.
Fahrzeuge
aufgebrochen
Ketzin – In der Nacht zum Dienstag sind in Ketzin in der Potsdamer Straße auf dem Parkplatz
eines Hotels insgesamt vier Firmenfahrzeuge aufgebrochen
worden. Bei den Transportern
wurden die Seitenscheiben eingeschlagen und aus dem Inneren
mehrere Werkzeuge gestohlen
worden. Wie hoch der Schaden
insgesamt ist, konnte noch nicht
abgeschätzt werden.
SORGENTELEFON
03322/25 47 14
Vorfreude auf die Hochzeit
Daniela Knodel hat sich als pinkfarbenes
Glücksbärchen verkleidet. Die 26-Jährige aus
Tremmen wird am Sonnabend den Ketziner
Jens Imker heiraten. Mit ihren drei Schwestern
und acht Freundinnen feierte Daniela Knodel
Angebot hatten die Mädchen Küsse und Umarmungen. Die lustige Truppe bot wandernd
von Tür zu Tür auch Fenster- oder Schuhputzen als Dienstleistung an, um die Partykasse etFOTO: TANJA M. MAROTZKE
was aufzufüllen.
Gedenkstein wird aufpoliert
Falkensee erinnert an den Rittergutsbesitzer und Finkenkrug-Gründer Ehlers
Von Marlies Schnaibel
Falkensee – Biogener Bewuchs
nennen die Fachleute das, was
dem Gedenkstein für Bernhard
und Ottilie Ehlers passiert ist.
„Das heißt, Algen und Moos haben dem Stein zugesetzt“, erklärt
Guntram Kretschmar. Der Bildhauer aus Müggendorf in der Prignitz hat den Stein vom Finkenkruger Friedhof abgeholt und restauriert ihn in diesen Tagen. Am
12. April soll er wieder stehen.
Bernhard Ehlers war der letzte Rittergutsbesitzer von Seegefeld gewesen und hatte auf seinem Besitz
die Kolonie Finkenkrug geschaffen.
Am 12. April vor 750 Jahren
wurde Seegefeld das erste Mal urkundlich erwähnt. 1923 hatte sich
der Ort mit der Nachbargemeinde
Falkenhagen zusammengeschlossen und war in dem neuen Namen
Falkensee aufgegangen.
„Es ist ein Gedenkstein an den
Koloniegründer“, sagte Pfarrerin
Anneliese Hergenröther. Der
Stein lag die letzten Jahre neben
der Kapelle auf dem Friedhof in
der Rembrandtstraße. Mit den Jahren war der fast 100 Jahre alte
Stein allerdings stark verwittert.
„Auch ohne Ortsjubiläum hätte
was passieren müssen“, sagte die
Pfarrerin. Nun ist die Restaurierung ein Gemeinschaftswerk. Neben der Kirchengemeinde und der
Stadt setzt sich vor allem der Förderverein des Falkenseer Museums für den Stein ein. Der Verein
hatte Spenden gesammelt, um die
etwa 6000 Euro Restaurierungskosten aufbringen zu können. „Eh-
NEUERÖFFNUNG
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OUTUNG- & JAHRESWAGEN
FÜR J
daher ihren Jungesellinnenabschied. Ausgerüstet mit einem Bollerwagen, in dem sich unterschiedliche Gute-Laune-Macher befanden,
zogen die Mädels voller Vorfreude auf die bevorstehende Hochzeit durch die Straßen. Im
lers hat ein Stück Seegefelder und
damit Falkenseer Geschichte geschrieben“, sagte Gabriele Helbig, Leiterin des Museums. „Er
hatte die Vision, aus landwirtschaftlicher Fläche Bauland zu machen, damit legte er den Grundstein für die Neuzeit – und hat gut
daran verdient.“
Unterstützt wurde der Förderverein bei seiner Arbeit durch Thomas Bolze, der ein Steingutachten
erstellte. Bolze, dessen Vater lange Pfarrer an der Falkenhagener
Kirche war, hatte in Falkensee bereits bei der Restaurierung des Encke-Steins fachliche Hilfestellung gegeben. Nun untersuchte er den
Stein, der von
Guntram
Kretschmar
in der Prignitz aufgearbeitet
wird. Das passiert mit Zurückhaltung und Sorgfalt. „Der Stein ist
ein Travertin“, erklärte der gelernte Steinmetz Kretschmar, der
nach seiner Lehre an der Dresdner
Kunsthochschule studierte. Mit
Bürste und dann mit feinem
Dampfreiniger hat Kretschmar
das grüne Zeug nun entfernt. Jetzt
will er Stück für Stück die Verletzungen des Steins heilen. „Sichtbare Abplatzungen
und Risse
werden mit
Restaurierungsmörtel
geschlossen“,
erklärte er. Damit wird er
Bernhard Ehlers:
Berliner
Kaufmann im Finkenkruger Sommersitz.
Von Königsberg nach Finkenkrug
1848 war Bernhard Ehlers in Königsberg als Sohn eines Weingroßhändlers
geboren worden. Später zog er nach
Berlin und war dort als Kaufmann
erfolgreich. 1884 heiratete er Ottilie
Herold.
Das Rittergut Seegefeld kaufte
Bernhard Ehlers 1888, das Gelände
erstreckte sich südlich der Bahnlinie
bis nach Finkenkrug.
Mit dem richtigen Gespür fürs Geschäft trennte er sich auf 90 Hektar
am Haltepunkt Finkenkrug von der
Landwirtschaft. Er machte Acker- und
Weideflächen zu Bauland und ließ ein
gitterartiges Straßennetz anlegen.
1893 hatte der Landrat die Genehmigung für die „Anlegung einer Kolonie
von 30 Villen“ erteilt.
Für eine Million Reichsmark verkauft
Ehlers schließlich sein Rittergut mit
einer Fläche von 657 Hektar an die
Deutsche Ansiedlungsbank.
In der Villa Tusculum in der Finkenkruger Parkstraße lebte Ehlers bis zu
seinem Tode 1919. Keines der fünf
Kinder wollte jedoch das Grundstück
behalten, es wurde später verkauft.
auch an der eingemeißelten,
kaum noch lesbaren Schrift arbeiten. Hier sind Namen, Lebensund Sterbedaten von Bernhard
und Ottilie Ehlers vermerkt. „In
den Originalstein wird nicht eingegriffen, die Schrift wird also nicht
tiefer gemeißelt“, sagte der Fachmann. Er wird abgeplatzte Stellen
ersetzen, um die Konturen zu
schärfen. Danach wird entschieden, ob eventuell mit dezenter
Farbe die Inschrift betont wird. Anschließend soll der Stein wieder
nach Finkenkrug kommen, allerdings hat der Steinexperte Bolze
vorgeschlagen, den Stein künftig
nicht liegend, sondern aufrecht zu
platzieren.
Auf dem Finkenkruger Friedhof
gibt es ein Ehrengrab, das für Pfarrer Otto Voigt, bei Bernhard Ehlers
ist es kein Ehrengrab, sondern
eine Ehrentafel. Auch wenn es
sich um den Original-Grabstein
handelt. Der stand jedoch bis 2004
auf dem einstigen Privatgrundstück von Ehlers, wo das Ehepaar
auch beerdigt war. Als das Grundstück verkauft und neu bebaut
wurde, hatte der Museumsverein
den Stein gesichert und er wurde
auf den Finkenkruger Friedhof gebracht.
Für das Falkenseer Museum ist
der Einsatz für den Ehlers-Stein in
diesem Jahr nicht der einzige Kontakt zu der Familie. Im Herbst werden im Museum Arbeiten von Ottilie Ehlers-Kollwitz (1900 bis 1963)
zu sehen sein. Die Tochter von Ottilie und Bernhard Ehlers war die
Schwiegertochter von Käthe Kollwitz und als Grafikerin und Buchillustratorin erfolgreich.
dienst und bezieht sich dabei auf
die Antwort der Stadtverwaltung,
die diese der Falkenseerin Manuela Thiesfeld gegeben hatte.
Die Leserin aus der Hamannstraße
hatte monierte, dass Räumfahrzeuge der Stadt den Schnee von
der Straße auf die zuvor gereinigten Gehwege schieben. Damit
würden die Anwohner bestraft,
die natürlich überhaupt Schnee fegen beziehungsweise die das sehr
früh erledigen.
Falkensees Baudezernent Thomas Zylla hatte damals geantwortet, dass die Räumfahrzeuge den
Schnee an den äußeren rechten
Fahrbahnrand schieben. Dabei
könne es vorkommen, dass ein
Teil des Schnees auf bereits geräumte Gehwege fällt.
Hier hakt Brigitte Kerl noch einmal nach: „Das kann doch nicht
die Antwort sein“ Dabei geht es ja
auch um Versicherungsfragen.
Wer haftet denn dafür, wenn jemand auf dem zuvor gereinigten
Gehweg ausrutscht. Wenn die
Grundstückseigentümer morgens
zur Arbeit fahren, denken sie ja, es
ist alles in Ordnung und können
nichts daran ändern, dass die
Räumfahrzeuge der Stadt den
Schnee wieder auf den Gehweg
schieben.“ Mit der Antwort „da
könne die Stadtverwaltung nichts
tun“, will Brigitte Kerl sich nicht
zufrieden geben und hofft, dass im
Rathaus nach einer Lösung gesucht wird. Auf erneute Nachfrage
der MAZ äußerte sich die Stadt jedoch nicht zu dem Thema.
Mende verlässt
die CDU-Fraktion
Wustermark – Mit sofortiger Wirkung hat der Wustermarker Kommunalpolitiker Roland Mende (63)
die CDU-Fraktion der Gemeindevertretung verlassen. Das gab er
am Dienstagabend bekannt. Der
Christdemokrat will sein Mandat
im Gemeindeparlament behalten
und als fraktionsloser Abgeordneter weiterarbeiten. Damit verliert
die Zählgemeinschaft aus CDU,
SPD und Grünen eine Stimme, behält allerdings die absolute Mehrheit. „Das Machtgehabe der Zählgemeinschaft mache ich nicht
mehr mit“, begründete Mende.
28.02.2015
von 10-20 Uhr
IN HOPPEGARTEN!
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