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Schuldig? Ein Rentner erschießt einen Einbrecher von hinten
Die Seite Drei
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
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HF1
(SZ) Die Kreiszahl π ist, so bescheiden sie
sich gibt, ein Riesending und hat hinter
dem Komma derart viele Stellen, dass man
wahnsinnig werden könnte. Der Laie weiß,
dass es mit 3,14 beginnt und nie endet, der
fortgeschrittene Laie bringt es auf 3,14159
und noch ein paar „Zerquetschte“, wie er
dazu gern sagt. Was es mit der wirren Folge
dieser Zerquetschten auf sich hat, ist bei
pibel.de nachzulesen, wo man, wenn man
die Zeit dafür hat, die ersten zehn Millionen Stellen studieren kann. Es gibt einige
Leute auf der Welt, die es im Memorieren
der Kommastellen ziemlich weit gebracht
haben. Akira Haraguchi etwa hat im Oktober 2006 binnen 16 Stunden 100 000 Stellen rezitiert, wobei er nur hin und wieder
ein paar Reisbällchen aß sowie, versteht
sich, auf die Toilette ging. Wäre Haraguchi
ein Deutscher, würde er Schillers „Glocke“,
dieses π unter den deutschen Gedichten,
wahrscheinlich in zwei Minuten sowohl
auswendig lernen als auch aufsagen, und
das ganz ohne Reisbällchen.
Es gehört zu den Usancen der Bildungsbürger, ihrer Mitwelt und besonders der Jugend immer wieder das vor Augen zu stellen, was sie einst hatten auswendig lernen
müssen: das „Lied von der Glocke“ sowieso, aber auch Passagen aus der „Ilias“, die
Aufmarschpläne der Schlacht von Waterloo und den großen Monolog des Antonius
aus Shakespeares „Julius Cäsar“. Bei näherer Prüfung wird es dann oft recht peinlich,
weil der Bildungsbürger zwar mit Elan anhebt, aber nach „Mitbürger! Freunde! Römer! hört mich an“ schon den Faden verliert und sich in die Behauptung flüchtet,
er könne so noch den ganzen Abend weitermachen. Wie man sieht, verhält es sich mit
dem Schatz (bildungsbürgerlich: Thesaurus) des einst Gepaukten wie mit jenem
Schloss aus Uhlands Ballade „Des Sängers
Fluch“, von dem außer einer Säule nichts
geblieben ist, und „auch diese, schon geborsten, kann stürzen über Nacht“.
Die Annahme, dass unser gemeinsamer
Tresor des auswendig Verfügbaren mehr
eine Rumpel- als eine Schatzkammer ist,
hat nun eine etwas dünne, aber ganz nette
empirische Basis bekommen. Das evangelische Magazin Chrismon hat durch Emnid
eruieren lassen, was die Deutschen aus der
hohlen Hand aufsagen können. Die Hälfte
der 1004 Befragten gab an, das Vaterunser
zu beherrschen, womit das Gebet vor der
Nationalhymne (44 Prozent), dem Ersten
Gebot (26), dem Artikel 1 des Grundgesetzes (23), dem Lied „Lobe den Herren“ (21)
und der „Internationale“ (8) den Sieg davonträgt. Die christlichen Kirchen dürfen
sich über das Ergebnis freuen. Mnemotechnisch rangiert es auf einem eher bescheidenem Niveau. Anders als beim π kommt das
Komma erst an vierter Stelle, nach „Vater
unser im Himmel“, und nach dem Komma
folgen einschließlich des „Amen“ 59 Wörter. Dafür kann man mit dem Vaterunser
aber auch nicht den Umfang oder gar die
Fläche eines Kreises berechnen.
MÜNCHEN, DIENSTAG, 28. OKTOBER 2014
70. JAHRGANG / 44. WOCHE / NR. 248 / 2,40 EURO
Positives Signal
an Dobrindt
EU-Verkehrskommissar Kallas:
Mautplan geht in richtige Richtung
Berlin – Der scheidende EU-Verkehrskommissar Siim Kallas hat offenbar keine gravierenden Einwände mehr gegen die geplante Pkw-Maut für Ausländer in
Deutschland. Die Vorschläge von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt
(CSU) gingen „in die richtige Richtung“, sagte Kallas am Montag. Eine abschließende
Bewertung der Mautgesetze könne jedoch
erst seine Nachfolgerin Violeta Bulc vornehmen, die am 1. November neue Verkehrskommissarin wird. In der Vergangenheit hatte Kallas wiederholt darauf hingewiesen, dass die von Dobrindt geplante
Pkw-Maut, die unterm Strich nur Ausländer belasten soll, nicht diskriminierend
wirken dürfe. Dobrindt will den Gesetzentwurf zur Pkw-Maut noch in dieser Woche
vorlegen. Anders als geplant, sieht er nun
offenbar doch eine Mautpflicht nur für Autobahnen und Bundesstraßen vor. Zunächst hatte Dobrindt alle Straßen, also
auch Landes- und Kommunalstraßen bemauten wollen. Doch viele Bundesländer
lehnten das ab. dku
Seiten 4 und 5
Ungarns Regierung ist wieder einmal in ein schiefes Licht geraten. Seitdem der Finanzminister bekannt gemacht hat, dass er eine
Internetsteuer einführen will, wächst der Widerstand im Land. In der Nacht zu Montag protestierten Tausende in Budapest gegen
das umstrittene Gesetz; Zehntausende kritisieren die Abgabe in den sozialen Netzwerken. Die Regierung scheint davon unbeeindruckt zu sein: Bereits an diesem Dienstag soll der Gesetzentwurf im Parlament beraten werden.
FOTO: JANOS MARJAI/EPA /DPA
Protest-Netzwerk
Dämpfer für Poroschenko
Bei der Wahl in der Ukraine schneidet das Bündnis des Präsidenten schwächer ab als erwartet.
Nun muss sich der Staatschef mit Premier Jazenjuk arrangieren, der Härte gegenüber Moskau favorisiert
von cathrin kahlweit
Wien – Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in der Ukraine haben die proeuropäischen Kräfte einen eindeutigen Sieg davongetragen. Allerdings kam das Parteienbündnis des Präsidenten, Block Petro Poroschenko, auf weit weniger Stimmen als prognostiziert. Nach Auszählung von etwa der
Hälfte aller Stimmen liegt die Volksfront
von Premier Arsenij Jazenjuk mit 21,7 Prozent sogar leicht vor der Präsidentenpartei, die auf 21,4 Prozent kam. Poroschenko
hat damit anstelle der erhofften eigenen
Mehrheit einen überraschend starken Partner bekommen, mit dem er eine Koalition
eingehen muss, wenn die geplanten Reformen verwirklicht werden sollen.
Jazenjuk gilt in der Frage eines Verhandlungsfriedens mit den prorussischen Sepa-
ratisten in der Ostukraine allerdings als
wenig kompromissbereit, was das stark angespannte Verhältnis zu Russland weiter
belasten könnte. Gleichwohl hat sich das
Außenministerium in Moskau in einer ersten Reaktion auf die Wahl optimistisch gezeigt, dass die Chance, das Friedensabkommen für die Ostukraine umzusetzen, gestiegen sei.
Neben den prowestlichen Parteien von
Präsident und Premier schnitt auch die
„Selbsthilfe“ (Sampopomich) des Lemberger Bürgermeisters gut ab, der ebenfalls
als engagierter Reformer gilt. Die Gruppierung kommt nach dem derzeitigen Stand
der Auszählung auf etwa elf Prozent. Weit
schlechter als erwartet schlugen sich die
Radikale Partei des Populisten Oleh Ljaschko (er liegt bei sieben Prozent) und die Vaterlandspartei von Ex-Premierministerin
Julia Timoschenko. Sie schaffte die FünfProzent-Hürde knapp. Rechtsradikale Parteien hatten bei der vorgezogenen Neuwahl, der ersten nach dem Maidan-Aufstand, keine Chance.
Wahlbeobachter aus der Ukraine und
dem Ausland bezeichneten die Wahl am
Montag ausnahmslos als einen bedeutenden Schritt hin zur Konsolidierung der Demokratie in dem krisengeschüttelten
Land. Behörden, Regierung und Wahlkommissionen hätten sich erkennbar bemüht,
die Abstimmung in allen Landesteilen,
auch im umkämpften Osten, zu ermöglichen, sagte der Leiter der OSZE-Wahlbeobachter, Kent Härstedt, in Kiew. Die OSZE
bedauerte, dass die im März von Russland
annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim
sowie große Teile der von Separatisten kontrollierten Gebiete nicht an der Wahl teil-
nehmen konnten. Etwa 30 Abgeordnete
hätten deshalb nicht in die Werchowna Rada gewählt werden können.
Das Ergebnis zeige die Bereitschaft der
Ukrainer für einen echten Wandel, sagte
der Leiter einer Delegation des Europäischen Parlaments, Andrej Plenković. Staatliche Ressourcen sind nach Angaben aller
Wahlbeobachtergruppen kaum missbraucht worden, die mediale Berichterstattung sei lebendig und weitgehend unbeeinflusst gewesen.
Das offizielle Endergebnis wird nach
Auszählung der Direktmandate erst für
Mittwoch erwartet. Am Montag begannen
die Parteien von Präsident Poroschenko
und Premier Jazenjuk bereits mit Koalitionsverhandlungen. Für eine verfassungsändernde Mehrheit brauchen sie einen dritten Partner.
Seiten 2 und 4
HEUTE
Meinung
Die Krawalle von Köln zeigen:
Nichts hilft Radikalen mehr
als ein radikaler Gegner
4
Das Politische Buch
Joschka Fischer macht
plausible Vorschläge
zur Zukunft der EU
15
Wissen
Sondermüll an der Fassade:
Wohin mit alten Dämmplatten
aus Styropor?
16
Wirtschaft
Wenn Insider auspacken.
Das Kartellamt verhängt Strafen
in Milliardenhöhe
19
Sport
Der Karlsruher SC
wünscht sich ein
moderneres Stadion
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Medien
TV-/ Radioprogramm
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
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21044
4 190655 802404
Wer Großbritannien von Süd nach Nord
mit dem Zug durchmisst, kann sich nur
darüber wundern, dass die britische Bahn
einen eher schlechten Ruf hat. Die Züge
sind meist sauber, nicht zu voll und
schnell; die 320 Kilometer lange Reise
von London nach Manchester dauert gerade mal zwei Stunden. Wer jedoch insbesondere im Norden des Landes von Ost
nach West fährt, hat ein ganz anderes Reiseerlebnis. Die Züge sind oft überfüllt
und vor allen Dingen langsam. Sie zuckeln vor sich hin, auf den gut 50 Kilometern zwischen Leeds und Manchester
sind sie 50 Minuten unterwegs, nicht selten dauert es länger.
An diesem Montag hat die Regierung
die Entwicklung des Projekts HS3, kurz
für High Speed 3, gebilligt. Die Ost-WestVerbindungen sollen mit Milliardenbeträgen ausgebaut und modernisiert werden,
was bedeutet, dass die Reise von Leeds
nach Manchester künftig nur noch 26 Mi-
Rivalin im Norden
Neue Metropolregion soll das Gegengewicht zu London werden
nuten dauert. Finanzminister George Osborne hofft, auf diese Weise im Norden
Englands eine Art Superstadt zu schaffen, als Gegengewicht zu London. Die Region um Manchester, Sheffield, Leeds
und Liverpool hat circa neun Millionen
Einwohner, etwa so viele wie die Hauptstadt. Osbornes Superstadt trägt sogar
schon einen wenn auch sperrigen Spitznamen: ManSheffLeedsPool.
Die Idee einer Superstadt im Norden
entlang der Autobahn M62 hat der ehemalige Vizepremierminister John Prescott
erstmals 2004 in die Debatte geworfen.
Der Architekt Will Alsop hat daraufhin
ein Modell einer Megalopolis entworfen,
die sich auf 130 Kilometern Länge und 20
Kilometern Breite von Küste zu Küste er-
streckt. Unter anderem sah der Entwurf
vor, Liverpool auf Stelzen eineinhalb Kilometer ins Meer auszudehnen. Damals
trug die Superstadt in Anlehnung an John
Prescott den Spitznamen Prezzagrad.
Dass Finanzminister Osborne nun den
Kern dieser Idee wieder aufgreift, könnte
auch daran liegen, dass die Konservativen im Norden sehr unbeliebt sind. Das
Versprechen, massiv in die Region zu investieren, dürfte gut ankommen. Osborne schwebt ein vernetzter Ballungsraum
vor, in dem die Einwohner den gesamten
öffentlichen Nahverkehr wie in London
mit einer einzigen Zahlkarte nutzen können. Zur Abstimmung und Umsetzung
der Pläne hat er die Behörde „Transport
for the North“ ins Leben gerufen.
Allerdings könnte es noch eine Weile
dauern, bis die Reisezeiten tatsächlich
kürzer werden. Im Jahr 2017 soll zunächst
mit dem Projekt HS2 begonnen werden.
Dabei wird erst eine Schnellfahrstrecke
von London nach Birmingham gebaut,
von dort soll es zwei Arme nach Leeds und
Manchester geben. Der erste Abschnitt
soll 2026 fertig werden, der zweite ungefähr 2032. Eines fernen Tages soll die Verbindung gar bis Glasgow reichen. Kritiker
merken an, dass HS2 lediglich die bereits
guten Nord-Süd-Verbindungen schneller
mache und letztlich vor allem London profitiere. Deshalb solle HS3 Priorität haben.
Nun sieht es so aus, als könnte das Projekt im Norden tatsächlich ausnahmsweise Vorrang haben. Bereits im März 2015
soll ein detaillierter Plan mit Kalkulation
und Zeitplan für den Ausbau der OstWest-Verbindungen vorliegen – nur wenige Wochen vor der Unterhauswahl im
Mai.
christian zaschke
Hooligan-Aufmarsch alarmiert die Politik
Justizminister Maas verlangt nach den Ausschreitungen in Köln, die Täter „mit allen Mitteln des Rechtsstaats“ zu bestrafen
Berlin – Nach dem Aufmarsch von mehr
als 4000 Hooligans in Köln hat Bundesjustizminister Heiko Maas ein hartes Vorgehen der Justiz verlangt. „Wer Gewalt in
Deutschlands Städte trägt, der muss mit allen Mitteln des Rechtsstaats verfolgt und
bestraft werden“, sagte der SPD-Politiker.
Dabei werde „es keinerlei Toleranz geben“.
Deutschland dürfe nicht zulassen, „dass
sich gewalttätige Salafisten und Rechtsextreme gegenseitig hochschaukeln“. Am
Sonntag hatten in Köln Hooligans gegen Salafisten demonstriert. Dem Umzug schlossen sich auch viele Rechtsradikale an. Teilnehmer der Demonstration attackierten
Polizisten und zerstörten Einsatzwagen.
Dabei wurden etwa 50 Beamte verletzt, die
Ausschreitungen dauerten trotz des Einsatzes von Wasserwerfern mehrere Stunden.
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Jegliche
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte der SZ, die Eskalation der Gewalt in Köln sei besorgniserregend. Bislang hätten die Behörden im Freistaat ein
vergleichbares Zusammengehen von
Rechtsextremisten und Hooligans noch
nicht beobachtet. Falls es auch in Bayern
zu einer solchen Kundgebung kommen
sollte, würde man „mit massiver Polizeipräsenz antworten“. Es komme darauf an,
„dass die Polizei am Schluss die Oberhand
behält“. Herrmann sagte, die Behörden in
NRW seien vom Ausmaß der Demonstration „überrascht“ worden. Wie es dazu
kommen konnte, müsse jetzt „nachbereitet“ werden.
Der CSU-Politiker kritisierte damit indirekt die nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden. Aus der CDU kamen am
Montag offene Vorwürfe. Der Landesvorsitzende der NRW-CDU, Armin Laschet, sagte, es sei schon vorab erkennbar gewesen,
„dass Rechtsradikale in großer Zahl nach
Köln kommen“ würden. Daher hätte man
die Kundgebung über das Versammlungsrecht „schon im Ansatz untersagen müssen“. Bei der Demonstration sei es nicht
um Salafisten gegangen, sondern um ausländerfeindliche Parolen. „Gegen solche
Umtriebe“ müsse mit allen Mitteln des Ordnungsrechtes vorgegangen werden, sagte
Laschet. Die Christdemokraten mokierten
sich dabei vor allem über Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD). Dieser hatte erklärt, in Köln habe das Polizeikonzept „funktioniert“. So etwas angesichts 50 verletzter Beamter zu behaupten,
sei absurd, hieß es in der CDU. Auch Linke
und Grüne kritisierten den Umgang mit
der Demonstration.
Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich
von der Brutalität der Hooligans schockiert und sprach von einer „neuen Dimension der Gewalt auf unseren Straßen“. Es
sei erschreckend, welchen Zulauf die „Hooligans gegen Salafisten“ in den vergangenen Wochen bekommen hätten. Zu den
bisherigen Kundgebungen gegen Salafisten etwa in Mannheim, Frankfurt, Essen
oder Dortmund waren nie mehr als 300
Teilnehmer gekommen. Die Sicherheitsbehörden fürchten nun, dass unter dem Banner des Kampfes gegen Salafisten ein
Bündnis aus eigentlich verfeindeten Hooligans und aus Rechtsextremisten entstehen könnte. r. rossmann, b. dörries,
m. szymanski
Seiten 4 und 5
Telekom-Chef
attackiert Google
München – Die Deutsche Telekom sieht
die Macht des US-Internetkonzerns
Google mit Sorge. „Kein anderes Unternehmen in der Welt sammelt so viele Daten.
Und kein anderes Unternehmen der Welt
verwertet sie so gewinnbringend“, kritisiert Konzernchef Tim Höttges im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Das
schaffe „erhebliche Wettbewerbsverzerrungen“. Höttges rügt besonders Googles
Umgang mit Daten. vbe
Wirtschaft
Brasiliens Präsidentin
gewinnt Stichwahl knapp
Rio de Janeiro – Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat sich in der Stichwahl
knapp gegen Herausforderer Aécio Neves
durchgesetzt und sich eine zweite Amtszeit von vier Jahren gesichert. Die linksgerichtete Politikerin erreichte 51,64 Prozent
der Stimmen, ihr Gegenkandidat aus dem
Mitte-rechts-Lager kam auf 48,36 Prozent. Rousseff rief ihr Volk zu „Frieden und
Einheit“ auf und sagte der Korruption den
Kampf an. sz
Seiten 4 und 8
Mehr Hilfe für Flüchtlinge
aus Syrien gefordert
Berlin – Vor der Syrien-Konferenz an diesem Dienstag in Berlin mit mehr als 40 teilnehmenden Ländern haben Politiker und
Hilfsorganisationen mehr internationale
Unterstützung für syrische Flüchtlinge angemahnt. 50 Organisationen forderten eine Verdoppelung der Finanzhilfen und appellierten an den Westen, mehr Syrer aufzunehmen. Entwicklungsminister Gerd
Müller (CSU) sprach von einer „Jahrhundertkatastrophe“. sz
Seiten 4 und 6
Früherer Chef
der BayernLB verurteilt
München – Das Landgericht München hat
den ehemaligen Chef der Bayerischen Landesbank, Werner Schmidt, wegen Bestechung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Zudem muss er 100 000 Euro Strafe zahlen.
Schmidt hatte zugegeben, den früheren
Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider
im Zusammenhang mit dem Kauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria bestochen zu haben. sz
Wirtschaft
Dax ▼
Dow ▼
Euro ▲
Xetra 17 Uhr
8914 Punkte
N.Y. 17 Uhr
16785 Punkte
17 Uhr
1,2703 US-$
- 0,84%
- 0,12%
+ 0,0038
DAS WETTER
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NACHTS
Nach Nebel und Hochnebel teils sonnig,
teils wolkig. An der Donau und am Bodensee hält sich der Nebel örtlich den ganzen
Tag, stellenweise fällt dabei etwas Regen.
Sonst bleibt es überwiegend trocken. Zehn
bis 17 Grad.
Seite 15
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