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Ihr Nachbar
Zeitung für die Nachbarn des Solvay-Werks in Bad Wimpfen – Winter 2013
Neues Solvay-Logo:
Nachhaltige Wissenschaft
Rohstoff-Anlieferung
Symbol für ein neues
Unternehmen,
Seite 2
Mit frischen Konzepten
zum wirtschaftlichen
Erfolg,
Seite 3
Schiffsanleger wird
2014 modernisiert,
Seite 4
Investition
Liebe Nachbarinnen und
Nachbarn,
Solvay plant neue
ETFBO-Anlage
in Bad Wimpfen
die Solvay-Gruppe feiert in diesem Jahr ihren
150. Geburtstag. Die Geschichte des Werks in Bad
Wimpfen reicht sogar fast 200 Jahre zurück. In
unserer schnelllebigen Welt ein unglaublich langer Zeitraum.
Tradition ist einerseits der Blick zurück, auf das Vergangene.
Andererseits ist Tradition eine Verpflichtung, sich permanent zu
verändern. Die Bereitschaft und die Fähigkeit zum Wandel ist eine
Voraussetzung dafür, dass auch „alte“ Unternehmen modern und
international wettbewerbsfähig sein können. Das Werk in Bad
Wimpfen ist ein gutes Beispiel dafür. Die Sole-Gewinnung des frühen 19. Jahrhunderts war auf Dauer nicht zukunftsfähig.
Sole war gestern, Spezialchemie ist die Gegenwart – und auch
die nähere Zukunft. Ich will nichts beschönigen: Globaler Wettbewerb, fallende Preise oder steigende Energiekosten stellen uns
vor immer neue Herausforderungen. Bad Wimpfen ist aber ein
strategisch wichtiger Baustein der weltweiten Solvay-Gruppe. Und
mit innovativen Spezialitäten wie dem Fluor-Baustein ETFBO, für
den wir 2014 eine neue Anlage bauen, oder neuen Typen des Lötflussmittels NOCOLOK® hat das Werk eine Expertise aufgebaut,
die für die Sicherung des Standortes wichtig ist – und eine stabile
Plattform für die nächsten Jahre bildet.
Die Fluor-Spezialität ETFBO ist weltweit gefragt. Um den Bedarf langfristig decken zu
können, plant der Geschäftsbereich Special Chemicals in Bad Wimpfen eine neue Anlage. Rund fünf Millionen Euro werden für den Neubau bereitgestellt. Im Oktober 2014
soll die Anlage in Betrieb gehen.
Als einziger Anbieter auf dem Markt hat
Solvay ein industrielles Herstellungsverfahren für ETFBO entwickelt. In Bad Wimpfen wurde ETFBO seit 2006 für Versuchsund Forschungszwecke hergestellt. Um den
nach der Entwicklung steigenden Bedarf zu
erfüllen, wurde die bestehende Anlage auf
einen kontinuierlichen Betrieb umgestellt.
Die dafür erforderliche Genehmigung der
Behörden erhielt das Werk im Sommer dieses Jahres. „Die Nachfrage steigt aber weiter rasant. Um mit der Entwicklung in den
nächsten Jahren Schritt halten zu können,
planen wir eine zusätzliche Anlage“, erklärt Werkleiter Hans-­Peter Wickel. „Bad
Wimpfen hat das nötige Know-how und
die Erfahrung im Umgang mit dem FluorBaustein“, erläutert Wickel den Grund für
die Standortentscheidung. Ein weiterer Vorteil: Das Werk kann ein bestehendes Gebäude mit vorhandener Infrastruktur für
die neue ­ETFBO-Anlage nutzen. Das verkürzt die Bauzeit und senkt die Kosten.
„Mit der neuen Anlage können wir auch
langfristig den industriellen Bedarf decken
und haben noch Reserven, um flexibel und
schnell liefern zu können“,
betont W
­ ickel.
Weitere Informationen:
www.solvay.de/badwimpfen
Es grüßt Sie herzlich
ETFBO wird in Wirkstoffen für Arzneien und
Pflanzenschutzmittel verwendet und steigert
deren Wirkungsgrad bei vermindertem Einsatz.
Hans-Peter Wickel, Werkleiter
Neue NOCOLOK®-Anlage in China
Produktion markt- und kundennah ausbauen
Solvay baut seine NOCOLOK®-Produktion weiter aus. Im Osten Chinas baut Lansol Fluorchemicals eine neue Anlage zur Herstellung
des Lötflussmittels. Lansol ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Solvay und dem chinesischen Chemieunternehmen Sinochem
­Lantian. Neben Onsan und Bad Wimpfen ist es die dritte NOCOLOK®-Anlage. Die Kosten liegen bei rund fünf Millionen Euro. Der
Grundstein wurde im Juli dieses Jahres gelegt. Im Sommer 2014 soll die Anlage an den Start gehen. Horst Kröger, Manager B
­ usiness
Development and Strategy des Geschäftsbereiches Special Chemicals, erklärt die Hintergründe.
Was bedeutet die Investition für Solvay?
Horst Kröger: Die neue ­Solvay-Gruppe
will weiter wachsen, und dazu investieren
wir in den Märkten, die Wachstum versprechen. Mit dem Lötflussmittel ­NOCOLOK®
sind wir weltweit führend. Unser Ziel ist es,
diese Position auszubauen und Marktanteile zu sichern. Das können wir er­reichen,
indem wir in der Nähe unserer Kunden
weitere Kapazitäten aufbauen.
Warum investiert Solvay in C
­ hina?
Blick in den Alltag: Schülerin im Labor von Solvay in Bad Wimpfen.
Nachwuchsförderung
In China wächst der Markt für stationäre
Klima­anlagen rasant. Dadurch bieten sich
für unsere neuen ­NOCOLOK®-Typen enorme Chancen. Mit der neuen Anlage will
Solvay den schnell wachsenden Automobilmarkt und das Segment für stationäre Klimaanlagen in China bedienen. Die Investition stärkt das Geschäft insgesamt. Insofern ist das auch eine gute Nachricht für unsere Standorte in Bad Wimpfen und Korea.
Welche Rolle spielt künftig Bad Wimpfen?
Rund 40 Prozent der Umsätze des Geschäftsbereiches Special Chemicals werden mit Produkten erzielt, die in Deutschland hergestellt werden. Die Werke in
Schulkooperation
mit Otto-KlenertRealschule
Mit
der
Otto-­K lenertRealschule in Bad Friedrichshall hat das Solvay-Werk Bad
Wimpfen im Juli dieses Jahres
eine Kooperations­vereinbarung
geschlossen. „Wir arbeiten
schon seit Jahren eng zusammen“, bestätigt Personal- und
Ausbildungsleiter Jörg Laumann. „Mit dem Vertrag soll
die Zusammenarbeit aber weiter vertieft werden.“ Dazu gehören Unterrichts­besuche, Werkführungen, Praktika oder Laborprojekte. Außerdem fördert
Solvay mit Materialien und Geräten den Unterricht und stellt
Onsan,
­K orea,
und auch der neue
Standort in China
sind auf Menge und
Standardtypen ausgelegt. Bad Wimpfen ist und bleibt der
Standort für hochwertige Spezialitäten. Das Werk hat Horst Kröger, Solvay
die Erfahrung und Special Chemicals
auch das Know-how
ist unverzichtbar, um überhaupt neue
Standorte bauen zu können.
Ein Video zum Thema
NOCOLOK® finden Sie im
Web unter:
www.youtube.de/solvayde
Weitere Informationen
auf Englisch:
www.nocolok.com
sich im Rahmen von Berufsinformationstagen vor. Ziel ist es,
junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern, sie
frühzeitig an Berufe der Chemie­
industrie heranzuführen und sie
besser auf die Ausbildung vorzubereiten. Auch zu anderen
allgemein- und berufsbildenden Schulen der Region wie dem
Hohenstaufen-­Gymnasium und
der Ludwig-Fronhäuser-Schule
(GHWRS) in Bad ­Wim­pfen
pflegt Solvay seit Jahren enge
Kontakte.
Spatenstich: Im Osten Chinas ­entsteht zurzeit die dritte ­NOCOLOK®-Anlage.
Sie soll das Geschäft weltweit stärken.
Ihr Nachbar
Zeitung für die Nachbarn der deutschen Solvay-Werke – Winter 2013
Logos an Wahrzeichen, wie
dem Schornstein in Rheinberg,
machen weit­hin sichtbar:
Solvay verändert sich.
Bad Wimpfen
Bad Hönningen
Hannover
Neues Solvay-Logo:
Symbol für ein
neues Unternehmen
Der Zusammenschluss von Rhodia und Solvay ist einer der bedeutendsten Meilensteine in der 150-jährigen Geschichte der SolvayGruppe. Entstanden ist ein neues Unternehmen: doppelt so groß, weltweit präsenter, mit neuer Vision – und mit anspruchsvollen
Zielen. Das neue Logo gibt der Solvay-Gruppe ihr Gesicht.
Die Gruppe hat sich viel
vorgenommen. Ihr erklärtes Ziel: eine Führungsrolle in
nachhaltiger Chemie übernehmen. „Wir arbeiten ständig daran, ein WeltklasseChemieunternehmen zu sein,
das nachhaltig und verantwortungsvoll handelt“, sagt
Dr. Andreas Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der
­SOLVAY GmbH. Das neue Erscheinungsbild steht für die
hohen Ansprüche und den
weitreichendsten Unternehmensumbau in der Firmengeschichte. „Ob Mitarbeiter,
Kunden, Lieferanten oder die
Nachbarn unserer Werke – alle
Personen, mit denen Solvay zu
tun hat oder die für die Gruppe
wichtig sind, sollen sehen, dass
sich Solvay verändert“, betont
Dr. Meier. An den deutschen
Standorten läuft zurzeit das
Facelifting. Ob Schilder, Wegweiser, Schornsteine oder Flag-
gen – spätestens im Frühjahr
2014 ist das neue Logo überall
zu sehen.
Das Video „Die neue SolvayGruppe“ im Web:
www.youtube.de/
solvayde
Die neue Solvay-Gruppe
• ca. 29.000 Mitarbeiter weltweit
• 111 Standorte in 55 Ländern
• ca. 12,4 Mrd. Euro Umsatz (2012)
• 13 Zentren für Forschung und Entwicklung
mit rund 1.900 Mitarbeitern
• 300 neue Patente pro Jahr
Bernburg
Freiburg
• Solvay in Deutschland: ca. 3.000 Mitarbeiter an
neun Standorten, ca. 1,6 Mrd. Euro Umsatz
Rheinberg
Neue Broschüre
Ausbildung bei Solvay
An acht Standorten in Deutschland bildet Solvay rund 200 junge Menschen in acht Berufen aus. Um engagierte und qualifizierte
Nachwuchskräfte für einen Einstieg bei Solvay zu gewinnen und
ihnen Wege für eine Karriere aufzuzeigen, wurde die Ausbildungsbroschüre neu aufgelegt und erweitert. Auf 24 Seiten stellt Solvay
seine Standorte vor, informiert über Berufsfelder, Entwicklungsperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung.
Weitere Informationen zum Thema Ausbildung und eine pdf-Version
zum Download finden Sie unter:
www.solvay.de/ausbildung
chüre
s
o
r
B
e
Neu
Die Solvay-Gruppe feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. „Es gibt nicht viele börsennotierte Unternehmen, die
eine derart lange Tradition haben und nach 150 Jahren so erfolgreich sind. Darauf können wir stolz sein“, betont Solvays Vorstandsvorsitzender Jean-Pierre Clamadieu (unten rechts). Höhepunkt der Feier waren zwei Jubiläumswochen im Oktober in Brüssel. Rund
18.000 Zuschauer erlebten eine außergewöhnliche, multikulturelle Show mit mehr als 50 Artisten aus aller Welt. Die Show spiegelte
die Vielfalt der Solvay-Gruppe und ihre internationale Ausrichtung wider. Unter den Gästen waren auch das belgische Königspaar
und der EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso (unten links).
Interaktive
Broschüre
online:
www.solvay.de/
ausbildung
Ausbildung bei Solvay
für Schulabgänger
Ihr Nachbar
Solvay unterstützt
Nachhaltigkeits­
initiative
Um das Prinzip der
Nachhaltigkeit voranzutreiben, bündelt
die Chemische Indus­
trie ihre Kräfte. Mit
der Ini­tiative Chemie3, die der Wirtschaftsverband VCI, die Gewerkschaft IG BCE und der ­Arbeitgeberverband BAVC gegründet haben, arbeitet erstmals eine Branche daran, Nachhaltigkeit
als Leitbild zu verankern. 12 Leitlinien sollen Chemieunternehmen und ihren Beschäftigten Orientierung geben bei Investitionen, Energiefragen oder Sozialpartnerschaften. „­Solvay lebt den
Grundgedanken der Nachhaltigkeit schon seit vielen Jahren. Und
als VCI-Mitglied ist es für uns selbstverständlich,
die Initiative zu unterstützen“, betont Dr. ­Andreas
Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der
­SOLVAY GmbH.
www.chemiehoch3.de
Zeitung für die Nachbarn der deutschen Solvay-Werke – Winter 2013
Kunststoff aus
Cellulose
Auf der weltweit größten Kunststoffmesse ‚K’ in Düsseldorf hat
Solvay Acetow im Herbst dieses Jahres einen Kunststoff aus dem
nachwachsenden Rohstoff Cellulose vorgestellt: Ocalio™.
Ocalio™ (chemisch: Celluloseacetat) kann erdölbasierte
Kunststoffe ersetzen und steht
nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung.
Als
hochwertiger Kunststoff ist Ocalio™ ideal für den anspruchsvollen Verpackungsmarkt –
insbesondere für Kosmetik-Verpackungen. Das neue Produkt
und Wege zur Vermarktung
wurden sowohl in Freiburg als
auch in Lyon (Frankreich) entwickelt. Die Geschäftseinheit
Acetow beschäftigt weltweit
rund 1.350 Mitarbeiter und
hat ihren Sitz in Freiburg. Das
Hauptprodukt ist Celluloseacetat für Zigarettenfilter.
Weitere
Informationen:
www.ocalio.com
© Almgren - Fotolia.com
Nachhaltige Wissenschaft
Mit frischen Konzepten zum wirtschaftlichen Erfolg
Die Vereinten Nationen gehen
davon aus, dass im Jahr 2050
neun Milliarden Menschen auf
der Erde leben werden – rund
zwei Milliarden mehr als heute. Werden wir dann unser Leben so weiterführen können
wie bisher?
Wissenschaft und gesunder Menschenverstand sagen „Nein“. Daher hat sich
­Solvay das Ziel gesetzt, innovative Chemie zu entwickeln,
um eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen,
die künftige Generationen bewältigen müssen. Solvay investiert 261 Mio. Euro in Forschung und Innovation (F&I)
und beschäftigt in diesem Bereich weltweit 1.900 Mitarbeiter. Zusätzlich hat die Gruppe
Partnerschaften mit namhaften Forschungsinstituten in der
ganzen Welt aufgebaut. Vier
Beispiele veranschaulichen die
Innovationsfelder der SolvayGruppe.
Projekt 1
Projekt 2
Sanierung von
Unterwasserrohr­leitungen
„Seed Booster“ –
Pflanzenwachstum und Ertragskraft verbessern
Im Meer liegen über tausende von Kilometern korrodierte, sanierungsbedürftige Rohrleitungen. Gemeinsam mit einem Großkunden hat der Geschäftsbereich Specialty Polymers eine innovative Lösung entwickelt. Ein fluorierter Kunststoff aus ultrabiegsamem Polyvinylidenfluorid (PVDF) wird in die Rohrleitungen eingeführt, dehnt sich aus und passt sich der Rohrleitung an. Der
neue Kunststoff ist bereits intensiv erprobt worden.
Projekt 3
Die Märkte des Geschäftsbereiches Novecare
erstrecken sich von Kosmetik bis zu Beschichtungen. Seine mehr als 2.000 Produkte wurden von
mehr als 250 Forschern weltweit entwickelt, die
in Shanghai, Brasilien, Europa und Nordamerika tätig sind. Novecare ist vor allem auf Agrochemie spezialisiert und hat langjährige Erfahrung mit Pflanzenschutz-Rezepturen. Vor etwa
sechs Jahren begannen die Entwickler, die Wir-
kung von Polymeren auf den Wasserhaushalt
von Böden zu erforschen. Im Mittelpunkt stand
die Frage, wie sich Polymere für die Behandlung
von Saatgut nutzen lassen, um die Ertragskraft
und das Wachstum der Pflanzen zu verbessern.
Nach unzähligen Labortests stand fest, dass sie
die Keimung beschleunigen und den Ertrag steigern. Die neue Rezeptur kann die Keimfähigkeit
um 10 bis 15 Prozent steigern.
Projekt 4
HighTech-Textilien
Mit emana® füllt der Geschäftsbereich Fibras eine Nische für funktionale, komfortable,
vielseitige und leistungsstarke Kleidung. emana® ist eine Faser auf Polyamid-Basis, in die
ein Mix aus Biokristallen eingebettet ist. Der
Wirkmechanismus ist einfach: Der menschliche
Körper gibt Energie als Wärme ab. Die bioaktiven Kristalle im emana®-Gewebe absorbieren
die Wärme und strahlen Fern-Infrarot-Strahlen
aus, die mit dem Körper reagieren, die Blutzirkulation fördern und so die sportliche Leistung
verbessern. Die Kleidung verbessert zudem das
Hautbild und büßt selbst nach häufigem Waschen nichts von ihrer Wirkung ein. emana® ist
in strengen klinischen, wissenschaftlich untermauerten Versuchen getestet worden. Hersteller
von Sportbekleidung schätzen die Faser, weil sie
die Muskelleistung erhöht und den Sauerstoffverbrauch reduziert. Kosmetikhersteller nutzen
ihre Eigenschaft, die Collagensynthese anzuregen und Cellulite-Anzeichen zu reduzieren. Und
Hersteller von Pharmaprodukten setzen auf die
narbenreduzierende Wirkung der Faser.
Accoya® – Leistungsfähigkeit von Holz steigern
Die Nachfrage nach langlebigen, biobasierten
Materialien steigt. Der Solvay-Geschäfts­bereich
Acetow mit Hauptsitz in Freiburg konzentriert
sich auf Lösungen für die Produktion von acetyliertem Holz. Acetow ist weltweit führend in
der Produktion des biobasierten Polymers Celluloseacetat. Die Technik der Holzacetylierung
ist schon seit mehr als 80 Jahren bekannt, wird
allerdings erst seit einigen Jahren kommerziell
genutzt. Die in London ansässige Firma Accsys
hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich acetyliertes Holz in großen Mengen herstellen lässt.
Accoya®-Holz ist außerordentlich robust und
formstabil; ein Anstrich auf Accoya® hält viermal länger als auf unbehandeltem Holz. Das
Holz für die Accoya®-Herstellung stammt aus
nachhaltiger Forstwirtschaft und die Rezeptur
für die Acetylierung ist absolut umweltverträglich.
Ihr Nachbar
Zeitung für die Nachbarn des Solvay-Werks in Bad Wimpfen – Winter 2013
Rohstoff-Anlieferung
Schiffsanleger wird 2014 modernisiert
Ein Großteil der Rohstoffe wie Flussspat, Schwefelsäure und Oleum gelangt über den Neckar zum Werk nach Bad Wimpfen. Solvay
nutzt dafür zwei eigene Anlegestellen, die jeweils für feste und flüssige Güter ausgelegt sind.
„Das Schiff ist das sicherste und wirtschaftlichste Transportmittel“, betont Christian
Hamel, Technischer Leiter im
Werk Bad Wimpfen. „Der Oleum-Anleger entspricht aber
nicht mehr den aktuellen wasserrechtlichen Anforderungen
und muss modernisiert werden.“ Das betrifft vor allem
die Stahlpfähle, an denen die
Schiffe anlegen. „Diese sogenannten Dalben sind nach
Vorschriften, die für uns Ende
2014 wirksam werden, nicht
mehr hoch genug. Sie werden
durch höhere ersetzt“. Dafür
werden Löcher vorgebohrt und
mit Kies gefüllt. Die Dalben
werden aber nicht mit einer
Ramme in den Boden getrieben, sondern mit einem speziellen Vibrationsverfahren eingearbeitet. „Mit dieser Methode kann die Geräuschentwicklung minimiert werden“, kündigt Hamel an. Darüber hinaus
wird ein zweiter Steg gebaut.
Eine ­Sicherheitsmaßnahme,
damit Besatzungsmitglieder
das Schiff im Notfall auf zwei
Wegen verlassen können. Eine
Sig­nalanlage weist künftig darauf hin, dass ein Schiff Gefahrstoffe transportiert. Insgesamt investiert Solvay rund
400.000 Euro in den Umbau
des Anlegers. Im Herbst dieses Jahres hat das Werk die Genehmigungsunterlagen eingereicht. Nachdem das Genehmigungsverfahren für die
Umbauten voraussichtlich im
Frühjahr 2014 erfolgreich abgeschlossen sein wird, sollen
die Bauarbeiten im Juni 2014
beginnen und etwa bis August dauern. „In der Zeit kann
nur ein Schiff pro Woche entladen werden, sonst sind es bis
zu zwei“, sagt Hamel. „Um das
Werk kontinuierlich mit dem
Rohstoff versorgen zu können,
weichen wir nach Bedarf auf
Bahn-Kesselwagen aus.“ Der
Radweg, der direkt am Anleger verläuft, kann auch während der Bauarbeiten befahren
werden.
Der Schwefelsäure-Anleger des Solvay-Werks soll ab dem Frühjahr modernisiert werden.
Jubiläum
Ausbildung
Bad Wimpfen feiert
150. Geburtstag
der Solvay-Gruppe
Anerkennung für Wimpfener Azubis
Im Jahre 1863 legte der belgische Chemiker Ernest Solvay den
Grundstein zu einem Unternehmen, das heute weltweit zu den
führenden seiner Branche gehört. Mit einem Open-Air-Sommerfest und Live-Musik feierten rund 200 Mitarbeiter des ­Solvay-Werks
in Bad Wimpfen und ihre Angehörigen Anfang Juli den runden
Geburtstag. „Wir können uns über das Erreichte freuen“, sagte
Werkleiter Hans-Peter Wickel. „Es gibt nicht viele börsennotierte
Unternehmen, die eine derart lange Tradition haben
und immer noch so erfolgreich sind.“ Weltweit feierte die Solvay-Gruppe ihr Jubiläum (s. auch Seite 2).
Zweifache Ehre für Ann Madelaine Schäfer. Die 23-jährige
Chemikantin wurde vom Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg (AGV Chemie) als „Top Azubi Chemie
2013“ ausgezeichnet. Neben
ihren herausragenden Leistungen in der Ausbildung würdigte der Verband auch ihr ehrenamtliches Engagement. Als
IHK-Ausbildungsbotschafterin
warb Schäfer in den Schulen
der Region für die duale Aus-
bildung. Zudem ist sie als ehrenamtliche Betriebssanitäterin im Solvay-Werk im Einsatz
und arbeitet in der Freiwilligen
Feuerwehr. Mitte September
zeichnete der Arbeitgeberverband Schäfer und drei weitere Preisträger in Baden-Baden
aus. Auch im IHK Bezirk Heilbronn-Franken war Schäfer die
Beste ihres Jahrgangs.
Neben Ann Madelaine Schäfer machte noch ein weiterer Auszubildender aus Bad
Weitere Informationen in Englisch: www.solvay150.com
Von der IHK als bester Azubi Baden-Württembergs ausgezeichnet: Tobias
Stojan
Betriebsratsvorsitzender Jürgen Danner (links) und Werkleiter Hans-Peter
Wickel begrüßten die Solvay-Mitarbeiter beim Sommerfest Anfang Juli.­
„Top Azubi Chemie 2013“: Ann Madelaine Schäfer mit Thomas Mayer,
Hauptgeschäftsführer der Chemie-Verbände Baden-Württemberg bei der
Preisverleihung Mitte September in Baden-Baden.
Wimpfen mit Top-Leistungen
auf sich aufmerksam: Tobias Stojan schloss im Sommer
seine Ausbildung zum Elektroniker (Fachrichtung Betriebstechnik) als Jahrgangsbester des IHK-Bezirks Heilbronn-Franken ab. Von der
IHK wurde er dafür ausgezeichnet. Mehr noch: Der
22-Jährige ist auch der beste
Azubi in Baden-Württemberg.
Ende November nahm Stojan
die Urkunde als Landesbester
in Friedrichshafen entgegen.
„Der Titel Top-Azubi sowie
die IHK-Auszeichnung von Tobias Stojan zum Landesbesten
unterstreichen einmal mehr
die Qualität der Ausbildung
bei Solvay“, sagt Jörg Laumann, Personal- und Ausbildungsleiter in Bad Wimpfen.
Rund 1.200 junge Menschen
beginnen jedes Jahr eine Ausbildung oder ein duales Studium in den 440 Chemieunternehmen Baden-Württembergs.
Insgesamt werden derzeit fast
3500 Azubis ausgebildet.
Weitere
Informationen:
www.solvay.de/
karriere
www.chemie.com
Ausbildung
Rekord: Neun Azubis starten ins Berufsleben
Eine Frau und acht Männer haben in diesem Jahr
ihre Ausbildung im ­Solvay-Werk in Bad Wimpfen
begonnen. Dazu gehören vier Chemikanten, ein
Chemielaborant, ein Industriemechaniker, ein
Elektroniker (Fachrichtung Betriebstechnik), eine
Fachkraft für Lagerlogistik und eine Industriekauffrau. „Das ist der größte Ausbildungsjahrgang. So
viele Azubis hatten wir noch nie“, sagte Jörg Laumann, Personal- und Ausbildungsleiter in Bad
Wimpfen. Damit beschäftigt das Werk mit seinen
rund 300 Mitarbeitern insgesamt 24 Auszubildende (Quote: 8%). „Der Bedarf an Nachwuchskräften ist unverändert hoch“, bestätigt Laumann. Im
nächsten Jahr will Solvay sieben Ausbildungsplätze besetzen.
Weitere Informationen zur Ausbildung
bei Solvay:
www.solvay.de/ausbildung
Impressum
Herausgeber:
Solvay Fluor GmbH
Hans-Böckler-Allee 20
30173 Hannover
Ausbildung bei Solvay in Bad Wimpfen: Der Bedarf an Nachwuchskräften ist unverändert
hoch.
ViSdP:
Dirk Schulte
SOLVAY GmbH
Hans-Böckler-Allee 20
30173 Hannover
dirk.schulte@solvay.com
Fotos:
Accsys, Fotolia, Johannes Kefferpütz,
René Reichard, Solvay-Archiv, Didier
Vandenbosch
Druck:
Schenkelberg –
Die Medienstrategen GmbH,
Österholzstraße 9 · 99428 Nohra
Adresse:
Solvay-Werk Wimpfen
Carl-Ulrich-Straße 34
74206 Bad Wimpfen
Solvay-Nachbarschaftstelefon
07063 510
Fast 6.000 Starter und rund 10.000 Zuschauer sorgten für einen Rekord
beim 5. Firmenlauf der „Heilbronner Stimme“. Auch das Solvay-Werk in Bad
Wimpfen zeigte in diesem Jahr wieder Flagge. „Der Firmenlauf hat seinen
festen Platz in unserem Kalender“, sagte Werkleiter Hans-Peter Wickel.
14 Mitarbeiter gingen in vier Teams über die fünf Kilometer lange Strecke
durch die Innenstadt an den Start. Das Team Solvay 1 mit Harald Krüger,
Franz Vondenhof, Timo Harrer und Christian Hamel landete auf Platz 9.
www.stimme-firmenlauf.de
Zur
Online-Ausgabe
www.solvay.de/
badwimpfen
info.wimpfen@solvay.com
Gestaltung:
Ahlers Heinel Werbeagentur GmbH,
www.ahlersheinel.de
Redaktion:
Nicole Dinter
Dirk Schulte
Holger Ulrich
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