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2/2014
Landesverband
Bayern
BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V.
Nachrichten München
 BDB Bayern setzt Beschlüsse bei
Delegiertenversammlung um
 Neues aus den Bezirksgruppen
 Hochschule Augsburg passt sich der Nachfrage an
Vorwort
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wozu braucht man Öffentlichkeitsarbeit?
Für die einen ist es rausgeworfenes Geld, für die anderen unabdingbare Notwendigkeit.
Sollte das Produkt nicht Werbung genug sein?
Und doch sehen wir immer – oder zumeist – gut bekannte Produkte auf den Werbeplakaten.
Eine bekannte Waschmittelfirma hat sogar nach dem Krieg –
als das beworbene Produkt aus Materialmangel nicht einmal
hergestellt werden konnte – Werbung gemacht, um nicht in
Vergessenheit zu geraten.
Heute gibt es das Produkt wieder zu kaufen, die Strategie war
erfolgreich.
Im Messewesen heißt es: Macht Werbung, solange es dir gut
geht.
Und genau das tut der Landesverband Bayern jetzt! Mit der
Einrichtung der Geschäftsstelle in der Erika-Mann-Straße 11 in
München wurde in Zusammenarbeit mit der Bezirksgruppe
München eine Basis für die geplante Öffentlichkeitsarbeit geschaffen.
Zu dem Büro, besetzt durch Frau Lioba Gieles, gehören repräsentative Räume für Sitzungen, Veranstaltungen, Treffen usw.
Hier werden künftig auch weiterhin Seminare und Weiterbildungen angeboten.
Hier werden die Vorstandssitzung des Landesverbandes und
der Bezirksgruppe München abgehalten.
Hier können Mitglieder des BDB kostenfrei Räume für Besprechungen anmieten.
Und endlich stehen repräsentative Räume für Treffen mit Politik und Wirtschaft zur Verfügung.
Eingeladen sind nun auch explizit Fachingenieure der Richtungen Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektrotechnik zur Netzwerkveranstaltung „BDB Speed-Networking U(m)40“.
Die Veranstaltung steht im Zeichen des überregionalen Austausches junger, um 40-jähriger, selbständiger Planer im Bauwesen.
Zielgruppe sind Architekten, Ingenieure und vor allem Fachingenieure diverser Disziplinen. Als Vorbild dient das Speed-Dating, wo sich an einem interdisziplinär gemischten Vierer-Tisch
die Kollegen je 2-3 Minuten vorstellen (Geschäftsfelder, Kernkompetenzen, Wirkungskreis etc.) um dann nach einem Zeitzeichen die Sitzposition zu 3 neuen Gesprächspartnern zu
wechseln.
In After-Work-Atmosphäre soll der Netzwerk-Abend dann ausklingen.
Synergien können unter den Teilnehmenden entdeckt sowie
berufspolitisch relevante Themen ausgetauscht werden. Termin für die erste Veranstaltung ist der 17.07.2014 im forum
baucultur. Anmeldungen werden unter: verwaltung@bdb-bayern.de entgegengenommen.
Lassen Sie uns gemeinsam am öffentlichen Auftreten und der
Darstellung unseres Verbandes in Wirtschaft und Politik arbeiten.
In diesem Sinne,
Ihre Marion Bartl (Landesverband Bayern)
Ihr Christoph Messow (Bezirksgruppe München)
Der BDB war stets ein gesuchter und gewünschter Gesprächspartner und hat in berufspolitischen Belangen viel mitgespielt
– aber als Landesverband und Bezirksgruppe München immer
als Gast.
Jetzt kann der BDB einladen und sich in München mit einem
neuen und selbstbewussten Auftreten positionieren.
BDB-Nachrichten 2/2014
3
Inhalt
Herausgeber:
BDB-Nachrichten München
Michael Götz, Matthias Manghofer
Verlag:
Gebr. Geiselberger Mediengesellsch. mbH
Anzeigenabteilung
Tel.: 0 89 / 36 04 74-10
E-Mail: bdb.nachrichten@gmx.de
Redaktion BDB-Nachrichten:
Dipl.-Ing. Georg Gaßner
Tel.: 0 81 31 / 53 93 50, Fax: 53 93 51
gassner@bdb-muenchen.de
Architekt Christoph Messow
Architektin Christa Schicker
Redaktion Landesverband:
Architektin Marion Bartl
Lioba Gieles M.A.
10
16
Freie Redakteure:
Architekt David Meuer
Dipl.-Ing. (FH) Milko Falke
Dipl.-Ing. Franz Sogerer
Architekt Heinz Künzer
Dipl.-Ing. Klaus Schneider
Juan Pedro Nardi
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Redaktionsschluss für nächste A
­ usgabe:
15.08.2014
20
Titelbild:
ADAC-Zentrale München –
Bild: ADAC
23
25
30
4
BDB-Nachrichten 2/2014
Inhalt
3Vorwort
6
Ehrenvorsitzender Heinz Künzer
Bakschisch, die Korruption ein Krebsübel für jede Gesellschaft
7
BDB Bildungswerk – Baumeisterseminare
8
Ein Verband – viele Facetten von Dr. Peter Burnickl
9
BDB Bayern – Bezirksgruppentermine
BG München
BG Bayreuth
10 Landesverband Bayern: Landesverbandstag 2014
Eröffnung der Geschäftsstelle
Öffentliche Kundgebung
Bayerischer Abend – 60 Jahre BDB Bayern und BG München
16 Landesdelegiertenversammlung 2014
19 Die VOF-Vergabepraxis von Dr.-Ing. Dietrich Kappler
Beiträge der Bayerischen Bezirksgruppen:
20 BG München: Jahreshauptversammlung
23 BG Bayreuth
25 BG Regensburg
30 BG Würzburg
31 Hochschule Augsburg
Bau+Immobilie 14 – Positionen, Strategien und Perspektiven für Planungsund Bauunternehmen
33 BG Regensburg
Süße Brückenkonstruktionen machen der Steinernen in Regensburg
Konkurrenz
34Impressum
I
Hochschule Augsburg
Fassade und Sonderanforderungen: Brand – Einbruch – Erdbeben
und Wind
III
Fachingenieur/Fachplaner Fassade: HS Augsburg startet im Herbst
zusätzlichen Kurs
IV
QualitätsManagement im Planungsbüro
35 BDB Nachrichten Journal
BDB-Nachrichten 2/2014
5
BDB-Kompakt . Bayern
Landesverband
Mehrwert
Bakschisch, die Korruption ein Krebsübel für jede Gesellschaft.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Jahre 2008 habe ich in der Allgäuer
Zeitung diese Glosse von W. Wagner
über Bakschisch gelesen:
Vorstandsvorsitzender (V-V):
Hallo, Herr Müller, wie gehen die
Geschäfte in Bakschisch?
Auslandschef (A-Ch): sehr mühsam
Herr Dr. von Schneid, sehr mühsam.
V-V: Aber die Republik Bakschisch ist
doch offen für Geschäfte aller Art.
A-Ch: Leider auch für unsaubere
Geschäfte, Herr Dr. von Schneid.
V-V: Was muss ich da hören?
A-Ch: Die Regierung von Bakschisch
ist total bestechlich. Ohne Schmieren
läuft da gar nichts. Ich darf ja nicht
bestechen, das ist illegal. Aber die
Anderen tun es einfach.
V-V: Das ist ja ungeheuerlich.
A-Ch: Leider, aber wir brauchen
trotzdem Ergebnisse, Aufträge und
Abschlüsse. Als Auslandschef muss
ich mit den Landessitten leben.
V-V: Wunderbar gesagt, Herr Müller.
Gute Rückreise nach Bakschisch aber
immer sauber bleiben.
A-Ch: Jawohl, immer sauber bleiben.
Ich hoffe der Verfasser verzeiht mir
die Kopie, ich kann nicht widerstehen,
denn er beschreibt punktgenau die
Situation, wie es bei dem Thema
Korruption abläuft. Da gibt es nichts
was es nicht gibt, sowohl im Ausland
als auch leider immer öfter im Inland.
Transparency International hat einen
Korruptions-Index. Deutschland steht
auf Platz 15 gefolgt von UK Platz 20,
USA Platz 22, Israel Platz 30, Nigeria
Platz124 und Russland auf Platz 154.
Bestens liegen Dänemark, Schweden,
Niederlande und Schweiz.
Also sauber bleiben, aber wie?
"Die Macht schläft mit dem Geld"
sagt ein altes Sprichwort. Wir wissen
wie es aussieht, wenn das Sprichwort
gelebt wird. Korruption das Krebsübel
jeder Gesellschaft, es diskreditiert die
öffentlichen Dienste, zerstört Anstand
6
im Geschäftsverkehr. Korruption lastet
auf betroffenen Volkswirtschaften wie
klebriger Schleim an dem viele Anteile
der Erlöse ehrlicher Arbeit hängen
bleiben. Der Schleim gewinnt Macht.
Bestechung und Vorteilsgewährung
im internationalen Geschäftsverkehr
sind weit verbreitete Realitäten. Auch
die Wirtschaft in Europa, bisher noch
mehrheitlich sauber, leidet zunehmend
unter Verwahrlosung der Sitten. Es ist
nicht so, als gäbe es auf einer Seite
Bösewichte mit dunklen Geschäften
die unter sich bleiben, es schwappt
über und kann jeden erreichen.
In der Welt sind die Bedingungen
sehr rau geworden. Wer ins Geschäft
kommen will, wird mit immer direkterer
Erpressung konfrontiert. Es wird sehr
diskret zu verstehen geben, dass man
besser Aufträge bekommt, wenn man
„Provisionen“ zahlt. Die Ehrenmänner
sind nicht korrupt, sie lassen sich nur
ihre Unbestechlichkeit teuer bezahlen.
Korruption ist Missbrauch anvertrauter
Macht zu privaten Nutzen und Vorteil,
definiert Transparency International.
Die Initiative geht vom Amtsträger
des Auftraggebers aus. Der Druck auf
Unternehmen zu zahlen um nicht von
der Auftragsvergabe ausgeschlossen
zu werden. Wer nicht zahlt, fügt sich
dennoch häufig in das Spiel, zeigt den
Amtsträger nicht an, weil man an eine
„Üblichkeit“ der nützlichen Abgaben
(NA) glaubt. Noch bis in die achtziger
Jahre waren im Export NA`s sogar als
steuerlich absetzbar geduldet.
Kann von Unternehmen erwartet
werden, dass man in Ländern, wo
Aufträge nur durch Bestechung zu
erlangen sind, verzichtet und das
Geschäft den Konkurrenten überläst?
Ja, das darf man erwarten! Es klingt
weltfremd, aber vor Korruption darf
man nicht ducken. Es gilt hinzusehen,
wo man Unregelmäßigkeiten vermutet,
wenn sich Zusammenhänge erahnen
lassen, obwohl sich keiner beschwert
und keiner darüber spricht und es
auch schwer zu beweisen ist. Leider
wird darauf oft reagiert wie das Bild
der drei Affen; nichts sehen, nichts
hören, nichts sagen. Wer hat den Mut
dazu? Denn es könnte bedrohliche
wirtschaftliche Nachteile haben, wenn
Machtverhältnisse dagegen stehen.
Gute Geschäftsbeziehungen, auch
der Leistungswettbewerb, leben vom
Vertrauen auf saubere Verhältnisse.
Korruption zerstört und vergiftet dieses
Vertrauen. Aus Misstrauen entwickeln
sich immer kompliziertere Formen des
Wettbewerbs- und Vergabewesens in
dem sich, weil so kompliziert, wieder
Möglichkeiten der Manipulation bieten.
Da sind dann besonders spezialisierte
Auswahlkriterien die zur gewünschten
Richtung weisen, dabei kleinen Büros
oder Firmen in diesem System immer
seltener Auftragschancen geben.
Weder parlamentarische Kontrolle
noch „Integritätsprogramme“, wie das
gerühmte Ethik-Management, oder die
ausgefeilten Vergaberichtlinien, noch
die Compliance-Managementsysteme,
werden die Korruption eindämmen.
Es ist kein Armutsphänomen, Armut
macht die Menschen zu Opfern des
Systems. Es ist auch nicht der Stil des
Mittelstandes, wie es fälschlich gerne
vermutet wird, es ist vorrangig der
Machtmissbrauch verantwortungsloser
Inhaber mächtiger Positionen. Egal ob
in der unteren oder oberen Etage,
man findet sie immer. Führungskräfte
mit dieser kriminellen Energie sind die
Sache des Staatsanwaltes. Der ist zur
Zeit sehr beschäftigt. Was berichtet
wird, auch zu prominenten Baustellen
und wir für bedauerliche Einzelfälle
halten, ist meist erst die Spitzen des
Eisbergs. Es treibt die Schamröte ins
Gesicht.
Baumeister, Architekten, Ingenieure
sind als die Treuhänder des Bauherrn
in sehr besonderer Weise verpflichtet
auf Integrität der am Bau Beteiligten
und auf Transparenz geschäftlicher
Abläufe zu achten. Dieses besondere
Vertrauensverhältnis des Treuhänders
ist die beste Strategie gegen etwaige
Korruptionsversuche. Bauherrn wollen
das Vertrauensverhältnis. Sie nehmen
ihre Architekten und Ingenieure als
Treuhänder an und achten bei der
Auswahl der ausführenden Firmen
ganz aufmerksam auf deren gute
Reputation. Wenn aber Gremien die
Funktion des Bauherrn haben, ist das
Vertrauen schwerer herzustellen. Da
sind die Entscheidungsabläufe und
Interessen viel unübersichtlicher. Die
Transparenz kann vernebelt werden.
Es ist wahr, dass insbesondere am
Bau immer wieder korrupte Akteure
ein sehr ergiebiges Aktionsfeld finden.
Unser Berufsstand wird sich damit
niemals abfinden. Wir werden dort, wo
wir können Fehlentwicklung deutlich
aufzeigen und hoffentlich auf unserem
gebiet Abhilfe schaffen.
Jede Zeit stellt eigene Aufgaben
und braucht ihre eigenen Antworten.
Baumeister-Architekten werde zu dem
vorbeschriebenen Thema die Antwort
mit Klarheit und Verlässlichkeit ihrer
Arbeit geben.
Heinz Künzer
kuenzer-architekt@t-online.de
BDB-Nachrichten 2/2014
BDB Bayern – Weiterbildung
BDB-BILDUNGSWERK
BAUMEISTERSEMINARE
Seminare Herbst 2014
Termin
Themen/Referenten
16./17.10.2014
Gebühr
Wärmebrückenberechnung
Referenten: Johannes Ranzmeyer, Dipl.-Ing. (FH)
Barrierefreies Bauen
nach Art. 48 BayBo und DIN 18040
23.10.2014
Referent:
Walter von Wittke, Dipl.-Ing. (FH)
250,- € für BDB Mitglieder
400,- € für Nichtmitglieder
150,- € für BDB Mitglieder
300,- € für Nichtmitglieder
Brandschutz: Bauen im Bestand
– eine schwierige Angelegenheit
Referent:
21.11.2014
Joseph Messerer,
Dipl.-Ing. (FH) Branddirektor a. D.
150,- € für BDB Mitglieder
300,- € für Nichtmitglieder
Frank Kosterhon, Rechtsanwalt und
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
A U S B L I C K
Frühjahr 2015
Schallschutz in Gebäuden
W Ü N S C H E
U N D
A N R E G U N G E N
Liebe Kollegen,
gerne nehmen wir Ihre Wünsche und Anregungen für aktuelle Seminarinhalte entgegen.
Bitte melden Sie sich hierzu bei uns in der Geschäftsstelle in Nördlingen.
Ihr
V E R A N T W O R T L I C H
Dipl.-Ing. (FH) Alban Faußner, 1. Vorsitzender Baumeisterseminare e. V.
Kerschensteinerstr. 35, 86720 Nördlingen
A N M E L D U N G
U N D
I N F O R M A T I O N
Gabriele Bissinger
Tel: 09081/2597-0; Fax: 09081/2597-25
E-Mail: info@bdb-donau-ries.de
BDB-Nachrichten 2/2014
7
Landesverband Bayern
Ein Verband –
viele Facetten
Synergien zwischen Architekten und Ingenieuren im
BDB sinnvoll nutzen
Der Fokus des BDB liegt seit vielen Jahren auf allen Gewerken
der Architekten und Fachplaner. Die stetig steigenden Anforderungen der Normen, Richtlinien und Vorschriften, die steigenden Energiekosten und der wachsende Nachhaltigkeitsfokus erfordern einen immer größeren und komplexeren
Technikanteil in den Gebäuden. Architekten und Ingenieure
sind gefordert, diesen steigenden Anforderungen gerecht zu
werden und dennoch die architektonischen Belange der Bauherren sowie den eigenen Anspruch zu erfüllen. Aus diesem
Grund ist eine starke Zusammenarbeit wichtiger denn je. Und
hier liegt der große Vorteil unseres Verbands.
Die Kompetenz der Planungsbeteiligten und deren fachlicher
Austausch beeinflusst maßgeblich den Projekterfolg. Komplexe Bauherrenkonstellationen mit langen Entscheidungswegen und häufigen Umplanungen sowie der steigende Anspruch an Dokumentationen und immer kürzer werdenden
Bauzeiten bringen die sowieso schon ausgelasteten Projektteams an ihre Grenzen. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass Mitglieder und potentielle Mitglieder die Qualität der
Baubranche durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten verbessern. Der regelmäßige Austausch und gegenseitiges Verständnis über die komplexen Zusammenhänge von Architektur, Statik, Brandschutz, Versorgungs- und Elektrotechnik
können den Planungsbeteiligten das Leben erleichtern und
Fehlern vorbeugen. Wunderschöne, herausragende Gebäude,
die jedoch kaum nachrüstbar und somit unflexibel sind, sollten der Vergangenheit angehören.
Aber wie schafft man es nun, das Interesse von Fachingenieuren am BDB zu wecken? Es ist klar, dass es viele Synergien
und ähnliche Problemstellungen bei allen Planungsbeteiligten
gibt. Aus diesem Grund versuchen viele (häufig zeitraubende,
wenig fokussierte und qualitativ schlechte) Schulungen am
Markt, uns das Leben zu erleichtern. Häufig wird gerade dies
nicht erreicht und Geschäftsführer müssen sich über verschwendetes Geld und Mitarbeiter über nicht genutzte Arbeitszeit ärgern. Im BDB könnten durch Arbeitsgruppen und
das aktive Mitwirken der Mitglieder genau diese Themen besser bearbeitet werden.
Doch es geht auch um den Nachwuchs. In der Elektrotechnik
zum Beispiel gibt es nur sehr selten einen für die Baubranche
zugeschnittenen Studiengang. Fachingenieure ohne Berufserfahrung in der Baubranche haben kaum eine Möglichkeit den
Einstieg zu schaffen, da kaum Hintergrundwissen in ihrem
Studium vermittelt wird. Ein Großteil der sowieso sehr wenigen Absolventen zieht die Großindustrie als Arbeitgeber vor,
8
da Jobs mit wenig Eigenverantwortung und vermeintlich vielen Vorzügen bei Berufseinsteigern sehr attraktiv sind. Den
jungen Ingenieuren wird oft zu spät oder gar nicht bewusst,
dass es noch andere berufliche Herausforderungen mit herausragenden Möglichkeiten am Arbeitsmarkt gibt. Gerade
hier sollte die Möglichkeit genutzt werden, enger mit Architekten und Ingenieure zusammen zu arbeiten. Denn das Interessante ist ja: In welchen Branchen hat man heute noch die
Möglichkeit, beim Ende eines Projekts voller Stolz vor dem
Ergebnis zu stehen und zu wissen, dass dieses herausragende Gebäude viele Jahrzehnte überdauern wird und man
maßgeblich beteiligt war? Herausragende Gebäude mit ihren
Höhen und Tiefen, den Baustellenterminen und der enormen
Kostenverantwortung vermitteln hier sicherlich ein befriedigendes Gefühl beim Projektende. Gerade diese Emotionen
müssen vermittelt werden, um jungen Architekten und Ingenieuren die großartigen Chancen und Freuden unseres Berufsstandes aufzuzeigen.
Leider sprechen die Eintrittszahlen von jungen Fachingenieuren dafür, dass der BDB unter ihnen bisher wenig Interesse
schürt. Häufig werden beispielsweise auf Websites Fachingenieure erst gar nicht angesprochen. Trotzdem sind sie aus der
Baubranche nicht wegzudenken. Ziel für einen ausreichenden
Nachwuchs sollte es sein, hier pro-aktiv und geschlossen aufzutreten. So sollte es eine größere Rolle spielen, Freude über
den fachlichen Austausch und das perfekte Ergebnis zu empfinden als sich dem hektischen Alltag geschlagen zu geben.
Häufig beklagen sich Architekten über die mangelnde Qualität
und Zeit der Fachplanerkollegen. Aus wirtschaftlichen Gründen bearbeiten Ingenieure häufig viele Projekte gleichzeitig
und sind daher fast täglich in Jour-Fixe-Termine involviert. Die
Ingenieure wiederum stoßen selten auf großes Verständnis für
die Platzansprüche und Kosten der technischen Anlagen. Gerade diese Probleme können am besten im Austausch gelöst
werden und schaffen so neue Chancen.
Mein Fazit: Synergien können und sollten genutzt werden. Der
BDB ist hierzu eine geradezu perfekte Plattform.
Autor: Dr. Peter Burnickl
Dr. Peter Burnickl ist BDB-Mitglied, Wirtschafts- und Elektroingenieur
Geschäftsführer der Burnickl Ingenieur GmbH
und der first base seger & burnickl consulting GmbH
BDB-Nachrichten 2/2014
BDB Bayern – Bezirksgruppentermine
München
Vorstandssitzungen und Fachgespräche im „ forum baucultur, 3. Stock, Erika-Mann-Str. 11,
80636 München an der S-Bahn-Station „Hackerbrücke“
Vorankündigung
Für alle BG´s
Sprint im Dialog: Auch in diesem Jahr findet wieder die Fachveranstaltung für Gutachter,
Sachverständige und Planer „Sprint im Dialog“ in Kooperation mit dem BDB statt. Wir bitten,
die Termine im Internet auf den Seiten www.bdb-muenchen.de und www.bdb-bayern.de zu
verfolgen. Sofern Ihre E-Mail-Adresse dem BDB bekannt ist, werden Sie über die Veranstaltung auch per E-Mail-Einladung informiert.
Vorankündigung
02.11.-09.11.2014
Für alle BG´s
Fachexkursion Peking – Faszination China
Erleben Sie auf Wunsch zusätzlich unser Anschlussprogramm zum Weltwunder „TerrakottaArmee“ und zum sagenumwobenen „Shaolin-Kloster“.Unsere einmalige Kombination aus
einem touristischen Programm und einem Fachprogramm für Mitgliederinnen, Familienangehörige und Freunde. (Reisedienst Bartsch)
Bayreuth
Bei Interesse Kontaktaufnahme mit Dr.-Ing. Hans-Günter Schneider, Tel.: 0921/33399, siehe
auch www.bdb-bayreuth.de
25.07.2014
Freitag, 14.00 Uhr
Besichtigung der Restaurierungsarbeiten am „Schloss Thurnau“, Herr Karittke und der
Kastellan Herr Wirth erläutern die Baumaßnahmen und führen uns durch die historischen
Räume. Treffpunkt: Schlosseingang in Thurnau
26.-30.09.2014
5-tägige Architektur-Studienreise nach Breslau und Krakau
Über Görlitz und Schloss Fürstenstein nach Breslau, Oppeln, Krakau – Rückreise über Görlitz.
3 bzw.4*Hotel: 2x Krakau und 2x Breslau, Führungen, Mittagsimbiss und Abendmenue inklusive. – BDB-Mitglieder und Partner 599,00 E p. P. im DZ, Gäste 625,00 E p. P. im DZ, Einzelzimmerzuschlag: 110,00 E. Die Reise findet statt. Wenige Plätze sind noch frei.
Nov. 2014
geplant
Tagesseminar zur HOAI 2013 und ENEV 2014
Im Transmar-Travel-Hotel, Bindlach
Fachbericht
Zukunft der Dachentwässerung:
Design am Dach
Bis vor Kurzem hatten Architekten und Hauseigentümer nur
wenige Möglichkeiten, die Dachentwässerung zu gestalten.
Zwar gab es zahlreiche funktionale Lösungen in unterschiedlichen Materialausführungen, doch ein richtiger Blickfang war
nicht dabei. Jetzt hat Grömo, seines Zeichens Spezialist für
Dachentwässerungskomponenten, mit der ersten Design-Linie
eine Möglichkeit geschaffen, die Dachentwässerung ästhetisch
und funktional zu einem Stilelement der Fassade zu machen.
Funktionalität und Ästhetik
Den Anfang machte im vergangenen Jahr die Design-Regenwasserklappe. Bereits der Prototyp der Klappe erhielt im Jahr
2012 den reddot Design Award sowie 2013 den ifDesign Award
und wurde vom Rat für Formgebung für den German Design
Award 2014 nominiert. Die Regenwasserklappe zeichnet sich
neben einer verbesserten Funktionalität und Montierbarkeit vor
allem durch ihr ansprechendes Design aus. Der leicht zu bedienende Tipp-Verschluss erleichtert dem Hausbesitzer die Entnahme und Reinigung des innen liegenden Siebes. Unterschiedliche Materialvarianten wie (vorbewitterter) Zink, Kupfer, Alu­­minium und UGINOX FTE ermöglichen Gestaltungsflexibilität.
Zur Design-Linie gehören inzwischen auch ein Rinnenwinkel
BDB-Nachrichten 2/2014
und ein Wasserfangkasten. Beide Elemente überzeugen, wie
die Regenwasserklappe, durch eine ästhetische Gestaltung
und sind zugleich einfach und rasch montierbar.
Ausblick: Licht als Element
Als Ergänzung zu den formschönen Elementen der DesignReihe wird es in der Zukunft Rinne und Rohr in Ovalform geben. Anfang des Jahres wurden diese Innovationen bereits auf
zwei Messen präsentiert und fanden großen Zuspruch. Das
Besondere daran: nicht nur die neue ovale Form begeistert,
sondern auch die LED-Beleuchtung, welche Rinne und Rohr
bei Dämmerung und in der Nacht strahlen lässt.
Die Zukunft der Rinne
Dachentwässerung in der Zukunft bedeutet Ästhetik und
Funktionalität, hochwertige Materialien und gute Montierbarkeit. Als Gestaltungselement kommt der Dachentwässerung
in Zukunft besonders bei modernen Gebäuden eine wichtige
Rolle zu. Grömo bietet neben der Design-Linie auch ein Standard-Produktsegment und eine Manufaktur-Linie an und deckt
mit seiner Angebotspalette sämtliche Bereiche des Dach­
entwässerungsmarktes ab.
9
Landesverband Bayern
Eröffnung der Geschäftsstelle des BDB Bayern und der Bezirksgruppe München
Ein Abend am Gleismeer
Der Ausblick aus den Glasfronten des forum baucultur ist durchaus imposant. In München zwischen Hackerbrücke
und Donnersberger Brücke direkt an den Gleisen gelegen, fällt dem Besucher natürlich zuerst das Gleismeer auf,
d. h. die vielen Schienen von Fern- und Nahverkehrszügen, die zum nahe gelegenen Münchner Hauptbahnhof füh­
ren. Besonders in der Abendstimmung hat es etwas Beruhigendes, auf die stetig vorbeifahrenden Züge zu blicken.
Der Ausblick aus den Glasfronten des forum baucultur ist
durchaus imposant. In München zwischen Hackerbrücke und
Donnersberger Brücke direkt an den Gleisen gelegen, fällt
dem Besucher natürlich zuerst das Gleismeer auf, d. h. die
vielen Schienen von Fern- und Nahverkehrszügen, die zum
nahe gelegenen Münchner Hauptbahnhof führen. Besonders
in der Abendstimmung hat es etwas Beruhigendes, auf die
stetig vorbeifahrenden Züge zu blicken.
Gleichzeitig ist der Arbeits- und Loungeraum des forum baucultur durchaus ein Stück interessanter (Innen-) Architektur.
Da sind die beiden Arbeitsräume, passender Weise heißen sie
„Hacker“ (wegen des Blicks zur Hackerbrücke) und „Gleismeer“, und auch die Loungemöbel samt der „Speisewagensitze“, in denen man es sich auch mal bequem machen kann.
Nicht zuletzt soll der Lichtvorhang erwähnt werden, der je
nach Wunsch in allen erdenklichen Farben leuchten kann.
Wenn der BDB da ist, wird er natürlich auf orange gestellt.
Mai 2014 die Geschäftsstelle, die seit Anfang des Jahres dort
ansässig ist, feierlich eröffnet. Gekommen waren um die siebzig Gäste aus dem BDD Bayern, der Bezirksgruppe München
– als Mitgastgeber und Miteröffner – der Geschäftsstelle, aus
dem BDB-Präsidium sowie aus der Politik.
Die eigentliche Geschäftsstelle des BDB Bayern liegt freilich
einen Stock höher. Allerdings haben BDB-Mitglieder durch die
Partnerschaft des BDB Bayern mit dem forum immer freien
Eintritt und die Möglichkeit, nach Voranmeldung die Räumlichkeiten samt Infrastruktur zu nutzen.
Die Begrüßung und Moderation der Veranstaltung übernahm
die Landesvorsitzende Marion Bartl. Die Gäste würdigten in
ihren Grußworten v. a. den besonderen Ort und lobten das
gute Gespür des BDB Bayern, seine erste ständige und zentrale Geschäftsstelle ausgerechnet dort zu eröffnen.
In diesem Ambiente residiert nun der BDB-Landesverband
Bayern mit der Bezirksgruppe München und es wurde am 29.
BDB-Präsident Hans Georg Wagner sagte es in seinem Grußwort auf besondere Weise: „Wenn man hier hereinkommt,
meint man, man müsste eigentlich in der Bundesgeschäfts-
Die Vorsitzende des BDB Bayern Marion Bartl
BDB-Präsident Hans Georg Wagner bei seinem Grußwort
10
BDB-Nachrichten 2/2014
Landesverband Bayern
Stadtrat Hans Dieter Kaplan begrüßt die Gäste
Helmut Zenker, Präsident des BDB Baden-Württemberg
stelle sein.“ Selbst der BDB-Präsident war beeindruckt. Präsi-
Weiterhin begrüßte Helmut Zenker, der Präsident des BDB
Baden-Württemberg, die Anwesenden und überbrachte seine
Glückwünsche an den BDB Bayern. Den Abschluss der Grußworte machte Christoph Messow, der betonte, dass dies auch
für die Bezirksgruppe München ein großer Tag sei, da auch sie
nun endlich eine feste und langfristige Geschäftsstelle in den
Räumen des BDB Bayern habe. Dies bedeute ein großes Plus
an Kontinuität und Mitgliederservice, sagte der Vorsitzende
der Bezirksgruppe München.
dent Wagner betonte außerdem, wie wichtig diese neue Geschäftsstelle im Zuge der Strukturreformen im BDB ist. In
Berlin werde über die Bundesgeschäftsstelle viel Berufspolitik
betrieben. Immer wieder kommt es zu Gesprächen zwischen
dem BDB-Präsidium und Bundesministern oder anderen Politikern. Um das auch in Bayern betreiben zu können, ist eine
repräsentative Geschäftsstelle äußerster wichtig.
Besonders gefreut hat sich der BDB Bayern auch über den
Besuch von Stadtrat Hans Dieter Kaplan, der die Landeshauptstadt München nicht nur zur Eröffnung der Geschäftsstelle,
sondern auch für die am nächsten Tag stattfindende Kundgebung vertrat. In seinem Grußwort sprach er von der Entwicklung des Arnulfparks, also des dortigen Viertels, das erst vor
Der Abend wurde abgerundet von einem Buffet mit allerhand
bayerischen Kleinigkeiten und der Musik der Allgäuer Musikgruppe „Quergestreift“, die mit leichtem Jazz und einer beeindruckenden Auswahl an Instrumenten die Veranstaltung ausgezeichnet begleitete.
wenigen Jahren baulich für Geschäfts- und Wohngebäude er-
Marion Bartl
schlossen wurde. Trotz der Wohnungsknappheit in München
Landesvorsitzende
sei es nicht immer so einfach, die Bevölkerung für den Bau von
neuen Quartieren zu gewinnen. In vielen Fällen dauere es lange,
bis sie akzeptiert würden. Auch deshalb war es dem Stadtrat
ein Anliegen, engere Kontakte zum BDB zu knüpfen. Denn besonders Architekten und Ingenieure sind durch ihre Nähe zur
Bevölkerung in der Lage, das Meinungsbild der Menschen gegenüber neuen Bauwerken zu beeinflussen.
Lutz Heese, der Präsident der Bayerischen Architektenkammer, war auch gekommen, um den BDB Bayern persönlich zur
Eröffnung der Geschäftsstelle zu beglückwünschen. In seiner
Ansprache würdigte er die von jeher engen Beziehungen zwischen der Architektenkammer und dem BDB und äußerte den
Wunsch, dass diese durch den neuen Anlaufpunkt noch weiter vertieft würden.
BDB-Nachrichten 2/2014
Trio „Quergestreift“ aus dem Allgäu
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Landesverband Bayern
Öffentliche Kundgebung zum BDB Landesverbandstag 2014
Der BDB auf dem Weg in neuen Bahnen
Der Landesverbandstag 2014 des BDB Bayern wurde mit einer öffentlichen Kundgebung eingeläutet. Unter dem
Motto des Jahresleitthemas des BDB „Stadt•Land•Wohnen – bezahlbar und zuhause“ durften die anwesenden
BDB Mitglieder einer Reihe von Grußworten beiwohnen, sowie einen Fachvortrag von Professor Georg Sahner von
der Hochschule Augsburg hören.
Mittlerweile ist die Öffentliche Kundgebung schon eine Traditionsveranstaltung zum Landesverbandstag des BDB Bayern.
Sie war in diesem Jahr natürlich besonders interessant, da der
Landesverbandstag in der Landeshauptstadt München ausgetragen wurde und als Ort das Haus der Architektur in der
Bayerischen Architektenkammer zur Verfügung stand.
So waren auch Vertreter aus den höchsten Ebenen unter den
Gästen.
Die Landesvorsitzende Marion Bartl sah in ihrer Begrüßung
den BDB – wie den kürzlich als Zwergplant kategorisierten
Pluto – mit der neuen Geschäftsstelle und den neuen Strukturen im Landesvorstand auf neuen Bahnen.
Jedoch auch der Bund bewegt sich immer schneller durch die
politische Landschaft, wie der BDB-Präsident Hans Georg
Wagner berichtete. Ihm sei die Freundschaft zum BDB Bayern
sehr wichtig, weshalb er trotz einer Einladung zum Inselkongress nach Venedig lieber nach München gekommen sei. Er
zeigte den Anwesenden vor allem die Ausmaße seiner berufspolitischen Arbeit: Das Bundespräsidium führt immer wieder
eingehende Gespräche mit Vertretern der Großen Koalition,
zuletzt beispielsweise mit Bundesjustizminister Heiko Maas
über die gesamtschuldnerische Haftung von Architekten und
Ingenieuren. Bei dem neuen Bau-Staatssekretär im BMUB,
Gunther Adler, wirbt der BDB für die Anerkennung des sozialen
Wohnungsbau. Auch das Thema altersgerechtes Wohnen ist
eines der zentralen berufspolitischen Themen des BDB-Präsidiums. Wagner stellte klar, dass es wegen der Überalterung der
Gesellschaft immer noch einen enormen Nachholbedarf gibt
und bisher nur ein Bruchteil der bald nötigen altersgerechten
Wohnungen zur Verfügung steht. Weiter gratulierte er dem BDB
Bayern für die Professionalisierung und stellte klar, dass die
Mitgliederbetreuung natürlich eine außerordentlich wichtige
Aufgabe der BDB-Führung ist. An den Vertreter des Bayerischen Innenministeriums, Friedrich Geiger, gerichtet wünschte
er sich auch in Bayern eine noch bessere Zusammenarbeit.
Der Ehrenvorsitzende des BDB Bayern, Heinz Künzer, schlug
im Anschluss den Bogen von der Vergangenheit des BDB als
Sinnbild des baumeisterlichen Denkens im Wiederaufbau
nach dem Krieg bis zur Gegenwart. Dieses baumeisterliche,
d. h. ganzheitliche, Denken am Bau sei bis heute das Erfolgsrezept, sagte der ehemalige Landesvorsitzende. Er forderte in
seiner Rede in Bezug auf die Gegenwart eine besondere Sorgfalt mit der Energiewende, da sonst der Prozess nicht in die
12
BDB-Präsident Dipl.-Ing. (FH) Hans Georg Wagner
Dipl.-Ing. Heinz Künzer, Ehrenvorsitzender des BDB Bayern
richtige Richtung gehen könne. „Die Energiewende muss ordentlich gestaltet werden, sonst spielen wir mit dem Erbe unserer Kinder“, sagte er. Er sehe, dass viele Angelegenheiten
schön gezeichnet würden, auch wenn sie nicht nur Vorteile
hätten. Ein weiterer zentraler Punkt für ihn war, dass Fachleute
wie die Ehrenämtler des BDB trotz aller Fachqualitäten einfach als Lobbyisten wahrgenommen und so nicht ausreichend
gehört würden. Hier wünschte er sich von den anwesenden
Vertretern der Politik und der Kammern ein Umdenken.
Schließlich werde ja in der Gegenwart die Vorsorge für ein
nachhaltiges Wirtschaften getroffen.
BDB-Nachrichten 2/2014
Landesverband Bayern
Als Vertreter des Bayerischen Innenministeriums und der Obersten Baubehörde war Ministerialdirigent Friedrich Geiger ins
Haus der Architektur gekommen. Zu Anfang seines Grußwortes
überbrachte er zunächst die Grüße von Innenminister Herrmann
und brachte die Hochachtung der Behörde für den BDB zum
Ausdruck. Er führte aus, dass auch für die Oberste Baubehörde
die Förderung von Wohneigentum eines der größten Anliegen
sei. Besonders bedauerlich sei die Abwanderung vom Land in
die Städte. „Das Ziel der bayerischen Staatsregierung ist die
Förderung von gleichmäßigen Wohnverhältnissen“, sagte er
und bekräftigte damit das Jahresleitthema des BDB. Er stelle
den anwesenden Architekten und Ingenieuren in Aussicht, dass
auch die Städtebauförderung des Landes Bayern wie die des
Bundes erhöht werde. Schließlich gelten für die Oberste Baubehörde Architekten und Ingenieure als wichtige Partner, denn
die Behörde habe bis zu 5.000 Bau- und Erweiterungsprojekte
pro Jahr allein im öffentlichen Bau. Somit soll die Zusammenarbeit untereinander weiterhin gut gestaltet und besonders freiberufliche Architekten besser integriert werden.
Stadtrat Hans Dieter Kaplan, Vertreter der Landeshauptstadt
München
Der Vertreter der Landeshauptstadt München, Stadtrat Hans
Dieter Kaplan, stellte in seiner Begrüßungsrede die Ethik im
Wohnbau in den Mittelpunkt. „Es geht beim Wohnbau nicht
nur um Ästhetik und Qualität, sondern auch um Ethik,“ sagte
Dipl.-Ing. Lutz Heese, Präsident der Bayer. Architektenkammer
len der Landeshauptstadt, den BDB auch weiterhin als kompetenten Gesprächspartner zu sehen.
Ministerialdirigent Dipl.-Ing. Architekt Friedrich Geiger, Leiter der Abt.
Staatlicher Hochbau in der Obersten Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr
der SPD-Politiker. Er spielte damit v. a. auf die Bezahlbarkeit
von Wohnraum an und forderte, dass 30 % in München sozia­
ler Wohnungsbau sein sollte. Mit den von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Programmen wie der Mietbremse sei er guter Hoffnung, dass die richtigen Ansätze
gemacht würden. Allerdings stellte er auch klar, dass diese
Instrumente das Problem nur begrenzen, aber leider nicht lösen könnten. Obwohl auch Architekten und Ingenieure diese
schwerwiegenden Herausforderungen nicht von heute auf
morgen meistern könnten, müssten auch sie alles Mögliche
dafür tun. Er schloss mit den Grüßen des neuen Oberbürgermeisters von München, Dieter Reiter, und bekräftigte den WilBDB-Nachrichten 2/2014
Natürlich durfte auch der Hausherr nicht fehlen und so sprach
der Präsident der Bayerischen Architektenkammer, Lutz
Heese, ebenfalls ein Grußwort. Heese bedankte sich eingehend für die Freundschaft zwischen der Architektenkammer
und dem BDB, er würdigte den Verband als verlässlichen
Partner in berufspolitischen Fragen, besonders auch durch
die Arbeit, die der BDB-Präsident in Berlin mit der Bundesregierung macht. Das Baumeisterideal und die erfolgreiche Zusammenarbeit von Architekten und Ingenieuren im BDB seien
für ihn eine der besonderen Leistungen des BDB. Schließlich
könne man oft die Arbeit von Architekten und Ingenieuren
nicht vollständig voneinander trennen. Außerdem leiste der
BDB Großes, indem er die Impulse aus den Berufsverbänden
und der Kammer nach außen hin verständlich mache. Der oft
als Überregulierung wahrgenommene hohe Standard im Bauwesen, müsse als positive Sache an die Menschen getragen
werden und europaweit vereinheitlicht werden, so der Kammerpräsident.
13
Landesverband Bayern
Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayer. IngenieurekammerBau
Von einer guten Zusammenarbeit zwischen Kammer und BDB
sprach auch der Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und bis dato jüngstes BDB-Mitglied, Heinrich Schroe­
ter. Auch er stellte den BDB als Vorbild heraus, weil er sowohl
Architekten als auch jede Art von Ingenieuren integriere und so
die Grundsteine für eine erfolgreiche Zusammenarbeit lege.
Weiter zeigte er sich erfreut, dass der Balthasar-NeumannPreis wiederbelebt wurde und nun wieder in Würzburg verliehen wird. Zu seiner kürzlich beantragten BDB-Mitgliedschaft
sagte Schroeter, dass er sich in der großen Nachfolge von Karl
Kling und Heidi Aschl als ehemalige Kammerpräsidenten, die
beide BDB-Mitglieder sind, dazu eingeladen fühlte, ein Zeichen zu setzen.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete der Fachvortrag von
Professor Georg Sahner von der Hochschule Augsburg. Professor Sahner ist Leiter des Studiengangs Energie Effizienz
Design (E2D). Das Ziel dieses Studiengangs ist es, eine
Schnittstelle zu bilden zwischen den Bereichen Architektur und
Bauingenieurswesen. An zwei Beispielen in Augsburg zeigte er
auf praktische und anschauliche Weise, wie die Energiewende
sinnvoll umgesetzt werden könnte. Leider werde oft zu viel und
unnötig energetisch saniert, sodass die Kosten den Nutzen
weit übersteigen. Aus ökologischer Sicht ist es durchaus eine
Überlegung wert, ob man wirklich sanieren muss oder ob es
nachhaltigere Möglichkeiten gibt. Der Einzelfall müsse betrachtet werden. Auch Sahner plädierte damit für eine Energiewende, die moderat, auf dem Boden der Tatsachen und verträglich umgesetzt werden müsse. Ganz wichtig ist dafür, dass
sich alle am Projekt Beteiligten frühzeitig zusammensetzen und
vor allem kreativ arbeiten dürfen. Gerade das käme in der Ausbildung von Ingenieuren oft zu kurz. Denn schließlich sei der
Bau auch Kultur. „Im Endeffekt muss man Bauprojekte kultivieren“, folgerte Sahner. Da sei es ganz wichtig, dass bestimmte
Menschen Schnittstellen bildeten, sodass nicht nur Planer und
Ingenieure, sondern auch Handwerker und alle anderen am
Bau Beteiligten gut zusammenarbeiten könnten.
14
Prof. Dipl.-Ing. Georg Sahner von der Hochschule Augsburg bei
seinem Fachvortrag
Nach diesen Ausführungen forderte der stellvertretende Landesvorsitzende Mario Mirbach in seinem Schlusswort einen
gemäßigten und verantwortungsvollen Umgang mit dem Budget der Bauherren und bezog sich dabei auf die Ausführungen
von Prof. Sahner. Beim Dank an die Referenten hob Mirbach
den Präsidenten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
Heinrich Schroeter hervor und begrüßte die jährliche Einladung zum Verbändegespräch. Mit einem Augenzwinkern bezeichnete Mirbach sich und die Landesvorsitzende Marion
Bartl als einzige Architekten in der vergangenen Verbändegesprächsrunde gleichermaßen als Gesprächspartner als auch
als Zielscheibe.
Stellv. Landesvorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Mario Mirbach
Der BDB als Mischverband hat sich über die Jahrzehnte gerade
dies zur Aufgabe gestellt, die am Planungsprozess beteiligten
an einen Tisch zu führen und für gegenseitiges Verständnis zu
werben. Das lebt der BDB und dafür setzt er sich ein.
Marion Bartl
Landesvorsitzende
BDB-Nachrichten 2/2014
Landesverband Bayern
Bayerischer Abend am Landesverbandstag – 60 Jahre BDB Bayern & BG München
Bayerische Gemütlichkeit und allerlei Dank
Zu einem Landesverbandstag gehört auch ein gemütlicher Teil. Diesen beging der BDB Bayern am Abend des 30.
Mai im Restaurant Königlichen Hirschgarten in München.
Bild links: Landesvorsitzende Marion Bartl mit dem Ehrengast ByAK-Präsident Lutz Heese – Bild Mitte: Christoph Messow und Marion Bartl bei
ihrer Begrüßung – Bild rechts: Stellv. Landesvorsitzender Mario Mirbach im Gespräch
Leider machte das Wetter den Gästen einen Strich durch die
Rechnung und so konnte der Sektempfang leider nicht im
schön gelegenen, grünen Biergarten der Gaststätte stattfinden. Stattdessen trafen sich Delegierte, Mitglieder der Bezirksgruppe München und Gäste in der Herzogstub‘n, wo sie
schon eine Augsburger Formation um Eugen Bersenkowitsch
mit frischer bayerischer Musik erwartete.
Die Abendveranstaltung galt aber nicht nur dem Rahmenprogramm zum Landesverbandstag, sondern wollte auch das
60-jährige Jubiläum des Landesverbands Bayern und der Bezirksgruppe München gebührend feiern. In entspannter Atmosphäre begrüßten die Landesvorsitzende Marion Bartl sowie
der Bezirksgruppenvorsitzende Christoph Messow die Gäste
und erinnerten an die vergangenen 60 Jahre. Christoph Messow
betonte in seiner kurzen Ansprache, dass die Bezirksgruppe
München eigentlich in diesem Jahr schon 61 Jahre zählt, aber
es ihr nichts ausmache, noch mal mit dem Landesverband zu
feiern. Er erinnerte an die schweren Zeiten für die Baumeister
nach dem Krieg, er würdigte die Aufbauarbeit, die in ganz
Deutschland erfolgte und erinnerte daran, dass der BDB genau
in dieser Zeit und in diesem Geist seine Wurzeln hat. Architek-
ten und Ingenieure, nicht nur aber selbstverständlich auch in
Bayern, gaben Deutschland ein neues Gesicht und schafften
die Voraussetzung für die Größe des BDB in der heutigen Zeit.
Als Menühöhepunkt servierte das Personal des Königlichen
Hirschgarten ein gut bayerisches Menü rund um ein in dunklem Bier gebratenen Spanferkel. Nachdem im letzten Jahr
durch den großen Baumeistertag wenig Gelegenheit war, besondere Mitglieder zu ehren, waren an diesem Abend gleich
eine ganze Reihe hochverdienter Menschen ausgesucht worden. Der Programmpunkt bekam eine weitere Bedeutung, da
an dem Abend der Präsident des BDB, Hans Georg Wagner,
selbst die Auszeichnungen mit übergeben konnte. So erhielten die Mitglieder der Gruppe „Zukunft BDB“ David Meuer,
Mario Mirbach, Stefan Vogl, Alois Strohmayr, sowie in Abwesenheit Christa Schicker, Jutta Graf, Ingo Blatter und Lutz
Hesse jeweils eine Balthasar-Neumann-Medaille des Landesverbands. Mit der Silbernen Bundesnadel wurden ausgezeichnet Milko Falke – der von seiner Bezirksgruppe München
damit überrascht wurde – Alois Strohmayr aus Augsburg und
Stefan Vogl aus Regensburg. Die Goldene Bundesnadel ging
an Gregor Diekmann für seine herausragenden Verdienste im
Vorstand des BDB Bayern, an Hans-Günter Schneider aus
Bayreuth, Hans-Reiner Waldbröl aus Würzburg, Dietrich
Kappler aus Nürnberg und Michael Knörnschild aus Coburg.
Besonderen Dank sagte die Vorstandschaft des BDB Bayern
der Ehefrau des BDB-Präsidenten Wagner, Michaela von
Wittke, für ihren Einsatz am Landesverbandstag sowie Lioba
Gieles von der Geschäftsstelle mit einem natürlich orange gehaltenen Blumenstrauß.
Der Abend klang fröhlich aus und der Eine oder Andere wagte
es sogar, das Tanzbein zu schwingen.
BDB-Präsident Wagner und Vorstand für Finanzen Walter von Wittke
bei den Ehrungen
BDB-Nachrichten 2/2014
Marion Bartl
Landesvorsitzende
15
Landesverband Bayern
Landesdelegiertenversammlung 2014
Umsetzung von Münster: Der neue Landesvorstand
Zum ersten Mal seit dem Baumeistertag 2013 und seinen weitreichenden Veränderungen hat der Landesverband
Bayern die Vorstandsmitglieder nach der neuen Struktur gewählt.
Der erste Tag des Landesverbandstags ist satzungsgemäß
dominiert von Regularien, jedoch begeistert die Landesvorsitzende Marion Bartl mit ihrem umfassenden Geschäftsbericht.
Nach einer formellen Entlastung des gesamten Landesvorstandes erläutert der Stellvertretende Landesvorsitzende Mario Mirbach die neue Struktur des Landesverbands anhand
diverser Organigramme.
Auf massives Einwirken der AG Zukunft in Bayern konnte bundeseinheitlich in Form von Stabstellen die ehemaligen Referate-Struktur weitgehend erhalten bleiben. So werden die
Ressorts Architektur und Ingenieurwesen in jeder Gliederungsebene besetzt. Hierunter bilden sich die ehemaligen Referate Unternehmertum, Studenten aber auch Freischaffende
und Angestellte ab, die jeweils für sich als Architekten oder
Ingenieure subsumiert werden können. Die Ressorts für Architektur und Ingenieurwesen soll auf Landesebene mit je einem
Leiter sowie 1-2 Stellvertretern und je einem Vorstandsmitglied aus den jeweiligen Kammern besetzt werden.
In Bayern werden zwei weitere Ressorts neu strukturiert – eines für Öffentlichkeitsarbeit und eines für Studium und Weiterbildung. Die Bezirksgruppen sind frei in der Wahl der zu besetzenden verbleibenden Ressorts, der Landesverband regt
jedoch an, ebenso die Öffentlichkeitsarbeit zu besetzen – ergänzt mit einem Ressort für Weiterbildung oder/und Veranstaltungen. So kann die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand der
Bezirksgruppen auf mehreren Schultern verteilt werden.
Der ebenso aus Bayern gewünschte persönliche überregionale Kontakt innerhalb der Ressorts wird in Form eines „BDBForums Berufspolitik“, das zweimal jährlich stattfinden wird,
abgebildet. Dem erweiterten Vorstand, werden vier Bezirksgruppenvertreter aus den Regionen Bayerns angehören.
Diese verbessern wechselseitig den Austausch der Landesverbands- und der Bezirksgruppenebene.
Die neue Struktur sieht ebenso Berater vor, die vom Landesvorstand vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung
bestätigt werden. Der Landesverband setzt künftig folgende,
ständig dem erweiterten Landesvorstand angehörige Positionen ein: Behördenvertretung, Europaangelegenheiten, Fachberatung HLSE. Hinzu kommen ohne Wahl, sozusagen „qua
Amt“, der Vertreter des Baumeisterseminars und der Ehrenvorsitzende Heinz Künzer.
Im Anschluss zur Strukturreform erläutert Mario Mirbach die
geplante Arbeitsweise und umreisst dabei die wiederkehrenden Versammlungen zum berufspolitischen Austausch und
Arbeiten.
16
Der Landesvorstand –
Walter von Wittke, Mario Mirbach und Marion Bartl
In Stichworten sind folgende Versammlungen vorgesehen:
* BDB Landesverbandstag (LVT)
Teilnehmer: Delegierte, Landesvorstand
Turnus: alle 2 Jahre
Termin: Mitte Juni
* BDB Neujahrsforum – Klausur zur Festlegung des Jahres­
programmes und Austausch unter den Funktionsträgern des
Landesverbandes.
Teilnehmer: Landesvorstand, BG-Vorsitzende, Ressortleiter,
AG-Vorsitzende, Berater
Turnus: jährlich, 3. Januarwoche
* BDB Kammerarbeit
Teilnehmer: LV-Ressortleiter, Kammervertreter, Kammer-AG
und Ausschussmitglieder
Turnus: 2x jährlich im unmittelbaren Vorfeld des BDB Forum
Berufspolitik, freitagvormittags
* BDB Forum Berufspolitik
Teilnehmer: Ressortleiter, Kammervertreter, Kammer-AG und
Ausschussmitglieder, Berater
Turnus: 2 mal jährlich, Anfang März, Anfang September (je
ausreichend vor Antragsfrist VV ByIK-Bau und VV ByAK),
freitagnachmittags
Neu werden folgende Veranstaltungsreihen künftig im BDBLandesverband Bayern sein:
Parlamentarischer Abend
Mario Mirbach skizziert die Idee eines parlamentarischen
Abends, in dem Politiker in ungezwungener Runde im Rahmen eines Kamingesprächs mit den Verbandsvertretern im
BDB-Nachrichten 2/2014
Landesverband Bayern
Ausstausch stehen. Geplant sind 6 Veranstaltungen im Jahr in
der Geschäftsstelle München. Christoph Messow gibt zu Bedenken, dass so München und die anliegenden Bezirksgruppen stark bevorteilt sind und dass so eine Veranstaltung regionaler organisiert werden muss. Zur Organisation soll die
Zuständigkeit an die AG Politdialog übergeben werden.
Netzwerkveranstaltung „BDB Speed-Networking U(m)40“
Die geplante Netzwerkveranstaltung steht im Zeichen des
überregionalen Austausches junger freiberuflicher, selbstständiger Planer im Bauwesen.
Der BDB lädt Architekten, Ingenieure und vor allem Fachingenieure diverser Disziplinen zum Netzwerken ein. Als Vorbild
dient das Speed-Dating, wo sich an einem interdisziplinär gemischten Vierer-Tisch die Kollegen je 2 bis 3 Minuten vorstellen (Geschäftsfelder, Kernkompetenzen, Wirkungskreis etc.),
um dann nach einem Zeitzeichen die Sitzposition zu 3 neuen
Gesprächspartnern zu wechseln. In After-Work-Atmosphäre
soll der Netzwerk-Abend dann ausklingen.
Ziel der Veranstaltung ist eine Plattform zum Austausch und
der Vernetzung junger selbständiger im Alter unter oder knapp
über 40 – „U(m)40“. Synergien können unter den Teilnehmenden entdeckt sowie Neumitglieder für den Verband gewonnen
werden. Termin für die erste Veranstaltung ist der 17.07.2014
im forum baucultur. Anmeldungen werden unter: verwaltung@
bdb-bayern.de entgegengenommen.
Es ist geplant „BDB U(m)40“ jährlich mit bayernweit wechselnden Veranstaltungsorten stattfinden zu lassen.
Der Landesvorstand des BDB Bayern wird künftig mit
folgenden Personen besetzt sein:
Im Amt bleibt der Landesverbandsvorstand:
Landesvorsitzende ist Marion Bartl, 1. Stellvertreter Mario Mirbach und Vorstandsmitglied für Finanzen ist Walter v. Wittke.
Neu besetzt wurden:
Ressort für Architektur
Unter der Leitung von David Meuer werden als Vertreter Michael Glodschei und der Kammervertreter Klaus Neisser besetzt.
Die Delegierten bei der Abstimmung
Ressort Ingenieurwesen
Das Ingenieurressort wird unter der Leitung von Ulrike Steinbach mit ihren Vertretern Josef Goldbrunner mit Milko Falke
und dem Kammervertreter Walter Muck geführt.
Ressort Studium und Weiterbildung
Ludwig Vanderpoorten wird für die Leitung des Ressorts Studium und Weiterbildung gewählt. Zusammen mit Thomas Traut
als Stellvertreter wird er sich bemühen, mehr Kontakt zu den
Studenten aufzubauen bzw. zu vertiefen. Dazu wird Ludwig
Vanderpoorten für die nördlichen und Thomas Traut um die
südlichen Universitätsstädte als Ansprechpartner fungieren.
Ressort Öffentlichkeitsarbeit
Zum ersten Mal erhält der Landesvorstand auch ein Ressort
Öffentlichkeitsarbeit. Silke Bausenwein wird einstimmig zur
Ressortleiterin gewählt. Stefan Vogl und Volker Schmidt werden sie unterstützen.
Vier Bezirksgruppenvertreter
Für die vier großen Regionen werden außerdem Bezirksgruppenvertreter gewählt. Für den Süden (Oberbayern) ist Christoph Messow Bindeglied zwischen Landesvorstand und Bezirksgruppen. Im Norden (Franken) wird die Hans-Günter
Schneider sein, für den Osten Stefan Vogl (Oberpfalz und Niederbayern) und für den Westen Reiner Schlientz (Schwaben).
Berater
Berater Behördenvertretung
Da viele Mitglieder Angestellte im öffentlichen Dienst sind,
wurde Alexander Betz (Regensburg) als deren Ansprechpartner gewählt.
Berater in Europaangelegenheiten
Europa wird auch für Architekten und Ingenieure immer wichtiger und so hat die Delegiertenversammlung Dr. Dietrich
Kappler aus Nürnberg zum Berater für Europaangelegenheiten gewählt.
Die Delegierten in der Mitgliederversammlung
BDB-Nachrichten 2/2014
HLSE Fachingenieure
Schließlich möchte der BDB Fachingenieuere, die seit jeher im
Verband willkommen sind, besser integrieren, deshalb hat
sich Dr. Peter Burnickl aus Regensburg zum Berater für HLSE
Fachberater wählen lassen.
17
Landesverband Bayern
Neuer Landesvorstand: Der neu gewählte Landesvorstand (1. Reihe v. l.) Ulrike Steinbach, Marion Bartl, Silke Bausenwein, (2. Reihe v. l.) Reiner
Schlientz, David Meuer, Walter von Wittke, Dr. Hans-Günter Schneider, (3. Reihe v. l.) Mario Mirbach, Stefan Vogl, Christoph Messow, Walter
Muck, Klaus Neisser, Thomas Traut
Weitere anstehende Wahlen betreffen den zweiten und dritten
Kassenprüfer, deren Mandat auslief. David Meuer stellt sich
nicht erneut zur Wahl, weil er nun im Landesvorstand ist. So
werden Josef Goldbrunner (Ingolstadt) neu als Kassenprüfer
eingesetzt und Karlheinz Hutner (Augsburg) für eine weitere
Amtszeit von vier Jahren bestätigt.
Nach den Wahlen verabschiedet der Landesvorstand die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder feierlich und übergibt ihnen eine BDB-Uhr. Ein herzlicher Dank für ihren Einsatz gebührt Josef Goldbrunner als Ingenieurereferent, Reiner
Schlientz als Architektenreferent, Gregor Diekmann als Referent für Studenten und Absolventen, Georg Gaßner als Unternehmerreferent und Alban Faußner als Vorsitzendem des Baumeisterseminars.
Außerdem dürfen die Delegierten die ersten Blicke auf die
neue Webseite, die im Laufe des Sommers online geht, werfen
und ihnen wird das neue Layout der Visitenkarten des BDBBayern vorgestellt. Die Geschäftsstelle im forum baucultur haben die meisten der Anwesenden schon am Vorabend kennengelernt. Der Newsletter des BDB Bayern wird als weiteres
Mittel des Mitgliederservice vorgestellt, jedoch schon in einer
ersten Ausgabe im April verschickt.
Vertreter der Bezirksgruppen vor. Aus den Veranstaltungen einiger Bezirksgruppen werden die Besten vorgestellt. Beispielsweise ist die Bezirksgruppe Regensburg mit ihrer „Architektur
im Kino“-Reihe immer sehr erfolgreich, Augsburg ist Kooperationspartner eines Architekten- und Ingenieuretags vor Ort,
Bayreuth führt regelmäßig erfolgreich Baustellenbesichtigungen durch, München bietet regelmäßig ein Seminar zu aktuellen Rechtsthemen an und Ingolstadt hat sich durch die Veranstaltung „espace + goût“ hervorgetan. All diese Veranstaltung
laufen in der jeweiligen Bezirksgruppe sehr gut und sind somit
vielleicht überregional interessant. Bei Interesse erhalten Mitglieder gern Auskunft in der Geschäftsstelle oder bei den einzelnen Bezirksgruppen. Mit einem Gruppenfoto des neuen
Vorstands und einer kurzen konstituierenden Sitzung mit den
Neugewählten schließt am Samstag­nachmittag nicht nur die
Delegiertenversammlung, sondern der gesamte Landesverbandstag 2014 in München.
Der BDB Bayern dankt allen herzlich, die am Gelingen der Veranstaltung mitgewirkt haben, aber besonders den Sponsoren:
Grömo aus Marktoberdorf, Würth aus Künzelsau, BetonMarketing Süd aus Ostfildern und Planer am Bau aus Dürnau.
Mario Mirbach
Stellv. Landesvorsitzender
Einen weiteren Service, der den einzelnen Bezirksgruppen und
damit allen Mitgliedern zugute kommen soll, stellen einzelne
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© Fotograf: Juan Pedro Nardi
BDB-Nachrichten 2/2014
Landesverband Bayern
Die VOF-Vergabepraxis ist revisionsbedürftig
Für die Vergabe von Architektenleistungen durch die öffentliche Hand gilt die VOF (Verdingungsordnung für freiberufliche
Leistungen) analog zur Vergabe von Bauleistungen nach der
VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen). Die VOF setzt
die von der EU vorgegebenen Rahmenbedingungen zur Vergabe in nationales Recht um und gliedert das Verfahren in
zwei Stufen:
Stufe 1: Auswahlverfahren
Stufe 2: Zuschlagsverfahren
Die Handhabung der VOF im Einzelnen stößt in der Praxis immer wieder an ihre Grenzen und wiederholt auch auf Kritik.
Dies ist an der zunehmenden Zahl von Rügen und Nachprüfungsverfahren bei den von den Ländern dafür eingerichteten
Vergabekammern ablesbar.
In Stufe 1 liegt es im Ermessen des Bauherren bzw. Auslobers,
ob er für die Auswahl alle möglichen Kriterien in seine Bekanntmachung zur Bewerbung aufnimmt oder nur die Mindestanforderungen, und wie hoch er die Messlatte für die erfolgreiche
Auswahl legt. Diese kann entweder durch Punktebewertung
oder – Falle von Gleichwertigkeit der Bewerber – durch Losverfahren getroffen werden.
In Stufe 2 bestehen drei Wege zur Beauftragung des Bewerbers, der am besten geeignet erscheint. Wenn der geistig
schöpferischen Qualität der höchste Wert beigemessen wird,
ist aus Architektensicht folgende Prioritätenfolge für das Zuschlagsverfahren wünschenswert:
A Architekten-Wettbewerb nach GRW (Grundsätze und
Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens) oder RPW
(Richtlinien für Planungswettbewerbe).
B Mehrfachbeauftragung von Lösungsvorschlägen (Planungsleistungen außerhalb eines Wettbewerbs).
C Verhandlung ohne Planungsleistung auf der Basis historischer Projekte.
BDB-Nachrichten 2/2014
Im AKG – Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen im BDA e.V. (dem auch Nicht-BDA-Mitglieder angehören) hat sich eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema gebildet.
Sie hat in Form eines Positionspapiers Vorschläge an die Auftraggeberseite zur Verschlankung und Vereinfachung von
VOF-Verfahren erarbeitet. Dazu werden auch Muster zur Bewertungsmatrix Stufe 1 und Stufe 2 angeboten. Die Bearbeitung befindet sich in der Schlussredaktion, die Veröffentlichung des Positionspapiers wird noch in diesem Jahr erfolgen.
Ziel ist es, Auslober dafür zu sensibilisieren, die Anforderungen möglichst knapp und der Aufgabe angemessen zu stellen,
um auch die Grundlagen für Entscheidungen besser verständlich zu machen. Dabei sollen auch die Chancen kleiner und
mittlerer Büros im Auswahlverfahren verbessert und bei Planungsleistungen außerhalb eines Wettbewerbs klare Regelungen für eine angemessene Vergütung/Honorierung definiert
werden. Vergabeentscheidungen ohne Planungsidee zum
konkreten Projekt sollten die Ausnahme bleiben.
Dr.-Ing. Dietrich Kappler, Regierungsbaumeister – Architekt BDB, Hersbruck
19
BG München
Jahreshauptversammlung der Bezirksgruppe München
Nicht das Hofbräuhaus, sondern das forum baucultur diente in diesem Jahr als Ort für die Jahreshaupt­
versammlung der Bezirksgruppe München. Die Adresse ist einigen Mitgliedern schon als Veranstaltungsort der
Seminare der Bezirksgruppe bekannt. In einer zügigen Sitzung informierte der Vorstand die Anwesenden über die
neuesten Entwicklungen im Bundes- und Landesverband sowie in der Bezirksgruppe München.
Nach der Begrüßung der Mitglieder gab der Vorsitzende
Christoph Messow den Formalien entsprechend die Tagesordnung bekannt.
Geschäftsbericht des Vorsitzenden Christoph Messow:
Rückgang der Mitgliederzahlen
Der Trend zu einem allgemeinen Rückgang der Mitgliederzahlen hält nach wie vor an. In der Bezirksgruppe München gibt
es derzeit genau 269 Mitglieder. Da die Mitgliederzahlen schon
seit Jahren sinken, wurden auf dem Baumeistertag 2013 weitreichende Veränderungen beschlossen. Die Hauptziele sind,
die berufspolitische Arbeit zu stärken und die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren. Dazu war zum Jahreswechsel eine Beitragserhöhung notwendig.
Auf Bundesebene wurden bereits einige Beschlüsse
umgesetzt
Die Mitgliederdaten werden derzeit aktualisiert und verbessert. Herr Messow bat deshalb die Mitglieder, soweit nicht
schon geschehen, ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen. Nicht nur
aus der Bezirksgruppe kommen mittlerweile viele Informationen über E-Mail. Sie kommen dadurch nicht nur schneller und
aktueller und nicht zuletzt kostengünstiger bei den Mitgliedern
an. Die Geschäftsstelle mit Lioba Gieles (gieles@bdb-muenchen.de) nimmt Ihre Adressen gern an.
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Außerdem ist derzeit eine neue Internetseite in Bearbeitung.
Ziel ist es, die sog. Corporate Identity (CI) zu verbessern, sowie den Auftritt des Bundes sowie der Landesverbände und
Bezirskgruppen zu vereinheitlichen. Sie wird voraussichtlich
im Laufe des Sommers online gehen.
Als weitere Maßnahme wurde der Balthasar-Neumann-Preis
wiederbelebt und er wird in diesem Jahr erstmalig nach der
Pause wieder in Würzburg verliehen.
Die eher komplizierte Struktur der Referate wird nun durch flexiblere Arbeitsgruppen ersetzt. Diese können z. B. auf Gesetzesänderungen viel schneller reagieren, was in der heutigen
Zeit durchaus geboten ist.
Das BDB Bildungswerk wurde schon 2013 zugunsten einer
stärkeren Bildungsarbeit in Landesverbänden und Bezirksgruppen aufgelöst. Die freigewordenen Gelder fließen in Bayern beispielsweise an das Baumeisterseminar in Nördlingen.
Auch in München werden mehr von der Bezirksgruppe organisierten Seminare stattfinden.
Personell wird mehr Wert auf Service und Außenwirkung des
Verbands gelegt. Hierfür nahm bereits Anfang Oktober letzten
Jahres Tobias Hintersatz (hintersatz@baumeister-online.de)
seine Arbeit als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und für den
Geschäftsführer auf. Seit 1. April kümmert sich außerdem
BDB-Nachrichten 2/2014
BG München
Straße 11. Dies hat zur Folge, dass es nun einen dauerhaften
Ansprechpartner für die Mitglieder gibt und sie verschiedene
Verwaltungs- und kommunikative Arbeiten übernimmt.
Desweiteren wurden die Fortbildungsveranstaltungen ausgeweitet, einige Fachveranstaltungen sind für dieses Jahr noch
in Planung.
In den Kammern sind respektiv David M. Meuer und Milko
Falke sehr aktiv und setzen sich für die Interessen des BDB
ein.
Veranstaltungen und Messen der BG München
Konkret finden folgende Veranstaltungen statt:
 Seminare mit Anwaltskanzlei Maierwoelfert
 Fachforum mit Fa. SPRINT GmbH
Baumeistertafel
Jahresabschlussessen
In Vorbereitung befinden sich:
Malte Harlinghausen (harlinghausen@baumeister-online.de) in
der Bundesgeschäftsstelle ausschließlich um interne Kommunikation und Mitgliederverwaltung. Schon im letzten Jahr
wurde die Öffentlichkeitsarbeit spürbar intensiviert. Besonders in den digitalen Medien (Facebook – www.facebook.
com/BDB.Bund), Webseite, Pressemitteilungen) ist der BDB
viel aktiver.
Schließlich wurde eine kostenlose Hotline für Mitgliederfragen
eingerichtet, deren Nummer u. a. auf der neuen Servicecard
für Mitglieder oder im internen Bereich von www.baumeisteronline.de zu finden ist.
Umsetzungen im Landesverband Bayern
Seit dem 7. Januar 2014 ist die Geschäftsstelle in der ErikaMann-Straße 11 in München besetzt. Lioba Gieles (verwaltung@bdb-bayern.de) kümmert sich seitdem in Vollzeit um die
Mitgliederinformation, die Öffentlichkeitsarbeit und alle anderen anfallenden Verwaltungstätigkeiten.
Außerdem werden auch im Landesverband Bayern die Referate zugunsten von Arbeitsgruppen entfallen. Diese Maßnahme wird zum ersten Mal am diesjährigen Landesverbandstag am 30. und 31. Mai in München umgesetzt.
 Einweihung der Geschäftsstelle am 29. Mai
 Delegiertenversammlung Landesverband Bayern am
30./31. Mai
 Bayerischer Abend zum 60-jährigen Bestehen der
BG München und des Landesverbands Bayern am
30. Mai 2014
 BAU 2015 in Zusammenarbeit mit Bund und Landesverband Bayern
In der folgenden Diskussion kam die Frage aus, ob man eine
Mitgliederbroschüre erstellen könnte, in der sich alle Mitglieder vorstellen und ihre Schwerpunkte vorstellen kann. Grundsätzlich ist es so, dass alle Mitglieder der BG München, sich
auf der Webseite der Bezirksgruppe (www.bdb-muenchen.de)
vorstellen können. Der Vorstand lud alle Mitglieder ein, dies zu
nutzen.
Der Geschäftsbericht des Vorsitzenden Christoph Messow
endete mit der Danksagung an seine Vorstandskollegen und
dem Landesverband und einem Schweigemoment für alle im
letzten Jahr verstorbenen Mitglieder der Bezirksgruppe.
Durch den Beitritt des Landesverbands im forum baucultur in
der Erika-Mann-Straße 11 in München haben alle BDB-Mitglieder die Möglichkeit, die Räume für Besprechungen, Tagungen oder als Arbeits- und Aufenthaltsräume zu nutzen.
Nach vorheriger Anmeldung können Mitglieder die Infrastruktur sowie die für Mitglieder kostenlosen Fachveranstaltungen
des forums ohne Einschränkungen nutzen. (Informationen auf
www.baucultur.de)
Neuerungen aus der Bezirksgruppe München
Ebenfalls seit dem 7. Januar beherbergt die Geschäftsstelle
des Landesverbands auch die der Bezirksgruppe München.
Offizielle Adresse für die BG ist also auch die Erika-MannBDB-Nachrichten 2/2014
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BG München
Bericht der Kassenprüfer
Kassenprüfer Hermann Hampele bestätigte, dass die Kasse
von Dieter Schacherl sehr gut geführt wird, weswegen die
Kassenprüfung sehr schnell erledigt war. Es wurden keine Unregelmäßigkeiten festgestellt und alle Buchungen waren nachvollziehbar. Hermann Hampele beantragte die Entlastung des
Vorstands, die einstimmig beschlossen wurde.
Wahlen
Wilhelm Batz fungierte als Wahlleiter. Alle Wahlen wurden per
Akklamation durchgeführt.
Zunächst wurde Dieter Schacherl als Schatzmeister einstimmig bestätigt. Die Wahl nahm er an. Ferner wurden nach der
neuen Satzung Berater statt der bisher üblichen Referatsleister gewählt. Für das Ressort Architekten bekam David M.
Meuer, für Ingenieure Milko Falke, für PR (BDB Nachrichten
München) Georg Gaßner und für die Webseite Franz Sogerer
das Vertrauen der Versammlung.
Für die Entsendung zu Landesverbandstagungen und Baumeistertage hat die Bezirksgruppe München nach wie vor
sechs Delegierte. Einstimmig gewählt wurden Christoph
Messow, Christa Schicker, Dieter Schacherl, David M. Meuer,
Milko Falke und Georg Gaßner.
Nach einem kurzen Grußwort von Hausherr und Geschäftsführer des forum baucultur, Dr. Christoph Maier, beendete der
Vorstand die Sitzung und es ging zum geselligen Teil der Veranstaltung über.
Die Baumeistertafel – einmal ganz anders
Für die Baumeistertafel hatte sich die BG München auf den
ersten Blick einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht. Durch die
Neuerungen in der Bezirksgruppe war es den Vorstandsmit-
versammlung, sondern auch die anschließende Baumeistertafel im in der Erika-Mann-Straße statt. Dies war erst einmal neu
für alle Beteiligten.
Als kulinarische Spezialität passte sich die Bezirksgruppe
München an das außergewöhnliche Ambiente an und servierte spanisch-orientierte kleine Köstlichkeiten, die leicht im
Stehen oder im Sitzen gegessen werden konnten. Ob „albóndigas“ (Hackfleischbällchen in Tomatensoße), „pollo al limón“
(Hühnchen in Zitrone), „tortilla de patata“ (eine Art Kartoffel­
omelette) oder „flán“ zum Nachtisch, alles gebührte leicht und
sommerlich an, auch wenn sich das Wetter in München nicht
danach richtete.
Der große Raum des forums verwandelte sich daher nach der
Mitgliederversammlung in eine Art Lounge, wobei auch Sitzgelegenheiten vorhanden waren. Der Kontrast zum Hofbräuhaus als traditionellem Ort für die Baumeistertafel konnte
– durchaus im positiven Sinn – nicht größer sein. Durch die
variable Atmosphäre an Stehtischen oder normalen Tischen
war es immerhin leicht, mit verschiedenen Gesprächspartnern
Neuigkeiten auszutauschen oder Bekanntschaft zu schließen.
Nach dem Essen wurden auch in diesem Jahr wieder langjährige Mitglieder mit Urkunde und Treuenadel geehrt. Zu jedem
Geehrten nannte der Vorsitzende Christoph Messow einige
Eckdaten seiner Karriere und seinen besonderen Verdienst für
den BDB. Da wurden auch ein paar Anekdoten erzählt und
das Ganze hatte eine sehr persönliche Note. Geehrt wurden
für 60 Jahre Mitgliedschaft Gerd Ringeling, der leider verhindert war, für 50 Jahre Helmut Gassner, Andreas Schneider und
Werner Leitensdorfer, für 40 Jahre Otto Burghart, Manfred
Westermeier (beide leider nicht anwesend), sowie Rüdiger
Schönenfeld und – last but not least – Heidi Aschl. Sie alle haben für ihre Treue und ihre Verdienste die Anerkennung der
gesamten Bezirksgruppe verdient.
Der Abend klang in fröhlicher Runde aus und der Ort des forum baucultur wurde sehr positiv aufgenommen.
gliedern ein Anliegen, die neue Geschäftsstelle und das forum
baucultur gebührend einzuführen und bekannt zu machen.
Aus diesem Grund fand nicht nur die diesjährige Jahreshaupt22
Der Vorstand der Bezirksgruppe München bedankt sich bei
allen, die an diesem schönen Abend anwesend waren und
mitgewirkt haben.
Gaßner/Gieles
BDB-Nachrichten 2/2014
BG Bayreuth
Infos aus der Bezirksgruppe Bayreuth
Turnusgemäß standen bei der Mitgliederversammlung am 17.
Febr. 2014 Neuwahlen zum Vorstand der Bezirksgruppe an.
Hierbei wurden die Vorgaben im Landesverband Bayern umgesetzt. Bewährte Mitglieder sind durch neue Mitglieder ergänzt: Vorsitzender Dr.-Ing. Hans-Günter Schneider, stellvertretender Vorsitzender Dipl.-Ing. (FH) Klaus-Dieter Rauh,
Vorstandsmitglied für Finanzen Dipl.-Ing. (FH) Ralph Werner,
Ressortleiter Architektur Dipl.-Ing. (FH) Helmut Dörnhöfer,
seine Stellvertreterin Dipl.-Ing. (FH) Mahela Bär-Frisch, Ressortleiter Ingenieurwesen Dipl.-Ing. (FH) Georg Schröppel, Berater Beamte Dipl.-Ing (FH) Hans Wurdack.
Mitgliederversammlung – gemeinsames Essen
Vorstand von links nach rechts: Georg Schröppel, Mahela Bär-Frisch,
Klaus-Dieter Rauh, Norbert Höflich, Dr. Hans-Günter Schneider,
Helmut Dörnhöfer, Ralph Werner, Hans Wurdack (fehlt auf dem Bild)
Nach 20 Jahren als Vorstandsmitglied für Finanzen hat Bernhard Stangl sein Amt an Ralph Werner übergeben. Bernard
Stangl gilt der Dank der Bezirksgruppe für sein langjähriges
Engagement! Auf Antrag der Bezirksgruppe wurde ihm vom
Landesverband die Balthasar-Neumann-Medaille in Bronze
verliehen. Bernhard Stangl steht als Ansprechpartner in der
Geschäftsstelle auch zukünftig zur Verfügung.
Die Geschäftsstelle der Bezirksgruppe ist weiterhin im Ingenieurbüro Karl Müller angesiedelt. Dem Geschäftsführer Norbert
Bauernfeind gilt dafür unser besonderer Dank!
Verabschiedung Bernhard Stangl (links), Dr. Schneider
BDB-Nachrichten 2/2014
Dr. Schneider (links), Referent Sanierung Festspielhaus, Ulrich Seiler
Nach der Wahl gab es, wie üblich, ein gemeinsames Essen,
bevor Kollege Ulrich Seiler in unterhaltsamer Weise über die
von ihm erstellte Kostenschätzung zum Instandsetzungsbedarf des Bayreuther Festspielhauses berichtet hat. Über viele
Jahre hat sich ein Finanzbedarf von über 40 Mio. Euro aufgebaut. Das Festspielhaus ist seit dem letzten Jahr eingerüstet.
Nach monatelangen Diskussionen ist die Finanzierung der Instandsetzung nunmehr gesichert. Und es können vermutlich
am Ende der Festspielsaison 2014 die Bauarbeiten beginnen.
Knapp 20 Personen haben an der Monatsveranstaltung am
17. März 2014 zum Thema „Berufshaftpflicht“ teilgenommen.
Referent Berufshaftpflicht Daniel Mauss
23
BG Bayreuth
Teilnehmer Berufshaftpflicht
Die Veranstaltung ist auch bei Kollegen der Architekten- bzw.
Ingenieurekammer auf Interesse gestoßen. Daniel Mauss hat
zahlreiche Themen, die mit der Berufshaftpflicht zusammenhängen, erläutert. Er konnte auch auf günstige Prämienmodelle hinweisen. Der Vortrag ist bei den Teilnehmern auf reges
Interesse gestoßen. Die Kontaktdaten von Herrn Mauss habe
ich an interessierte Bezirksgruppen weitergeleitet.
Bei der Abendveranstaltung am 28. April 2014 zum Thema
„Dachflächenentwässerung nach der DIN EN 12056 und DIN
1988-100 für Flachdächer“ fanden sich 21 Zuhörer ein. – BDBMitglieder und Gäste der Architekten- und Ingenieurekammer.
Als Referent konnte H. Demischew, Fa. Geberit Pfullendorf,
gewonnen werden, der den Zuhörern das Regelwerk vorstellte
und die Besonderheiten bei der Planung von Regenentwässerungsanlagen, sowohl als Freispiegelentwässerung als auch
als Druckströmungsentwässerung erläuterte. Letztere bietet
Vorteile hinsichtlich der Anzahl der Entwässerungseinläufe
und der Leitungsquerschnitte.
Ein Teil des Vortrages befasste sich mit der Notentwässerung
von Flachdächern, deren Notwendigkeit in der Norm festgeschrieben ist.
Ein für alle Beteiligte interessantes Thema, dass sowohl die
Architekten und Bauingenieure als auch die Haustechnikingenieure betrifft.
Der Vortrag fand wie immer in der angenehmen Atmosphäre
im Bayerischen Hof in Bayreuth statt. Die Teilnehmer wurden
dankenswerterweise vom Vortragenden zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
Die geplante Studienreise nach Breslau und Krakau vom 26.
bis 30. September 2014 findet statt. Bis jetzt haben wir 24 Anmeldungen. Einige Plätze sind noch frei. Gäste aus anderen
Bezirksgruppen sind herzlich willkommen!
Die aktuellen Veranstaltungshinweise finden Sie hier im Heft
unter „Bezirksgruppentermine“ und auch auf unserer Homepage www.bdb-bayreuth.de unter „Aktuelles“.
Referent Dachentwässerung, H. Demischew
Dr. Hans-Günter Schneider
Teilnehmer Dachentwässerung
24
BDB-Nachrichten 2/2014
BG Regensburg
Berichte aus der Bezirksgruppe Regensburg
Zusammenfassung zur Exkursion nach Würzburg am 9. Mai 2014. Zum 6. Mal begeistern wir das Kinopublikum
mit Dokumentationen über Architektur. Erstmals gibt es ein Jahresprogramm mit Übersicht der Termine 2014.
Exkursion nach Würzburg
Wir freuen uns über eine gelungene Exkursion in die schöne
Metropole Unterfrankens. Mit unserer Exkursionsleiterin und
gebürtigen Würzburgerin Silke Bausenwein starteten wir frühmorgens mit dem Zug in die Residenzstadt.
Unser erstes Ziel war der neu umgebaute Kulturspeicher, ein
zum Kunstmuseum und Kulturzentrum umgebautes Speichergebäude. Zwei Kollegen des Würzburger Büros Brückner &
Brückner erklärten uns die technisch kniffeligen Umbauarbeiten. Großer Wert wurde dabei auf den sorgsamen Umgang mit
der vorhandenen Bausubstanz gelegt. Neue Elemente werden
dabei sehr gelungen mit der historischen Hülle des ehemaligen Industriebaus kombiniert, ohne den Charme des Alten zu
zerstören.
Direkt neben dem Kulturspeicher befindet sich das Würzburger Heizkraftwerk. Dieses wurde im Jahr 2006 einer umfas-
Besichtigung des Kulturspeichers
senden Modernisierung unterworfen. Im Zuge der Umstellung
von Kohle auf Gas wurde auch die Fassade des Gebäudes
neu gestaltet. Die Fassade wurde mit großformatigen Metallwinkeln verkleidet, die je nach Blickwinkel in kupfernen und
silbernen Farbtönen erscheinen. Das wechselnde Farbspiel
verleiht dem, im städtebaulichen Kontext recht wuchtig wirkenden Baukörper, eine leichte Eleganz und erinnert optisch
Neue Fassade des Heizkraftwerks
Würzburger Residenz
Stephanie Sauer, Büro Brückner & Brückner über die Fassadengestaltung des HK-Werk
Unsere Exkursionsteilnehmer der BG Regensburg, BG Ingolstadt und
BG Würzburg
BDB-Nachrichten 2/2014
25
BG Regensburg
an Kupferspulen, wie sie beispielsweise auch in Stromgeneratoren vorkommen.
wir das Exkursionswochenende bei einer Sektprobe der dort
ansässigen Sektkellerei Höfer ausklingen.
Neben weiteren Führungen und Vorträgen über die historische
Architektur Würzburgs, wie dem Kiliansdom und der Würzburger Residenz, kam auch der kulinarische Genuss nicht zu
kurz. So durften wir im staatlichen Residenzweinkeller den
Lieblingswein J. W. Goethes testen. Dazu gehört natürlich
eine typisch fränkische Brotzeit.
Architektur im Kino 2014
Zu Beginn des Jahres wurde es architektonisch im Kino. Mit
unseren Architektur-Filmen stießen wir in diesem Jahr wieder
auf sehr großes Publikumsinteresse. Bei einigen Vorstellungen
musste der Kinosaal noch mit Klappstühlen erweitert werden,
um genügend Platz anbieten zu können. Die beliebte Filmreihe
gibt es nun bereits zum 6. Mal in Folge.
In Zusammenarbeit mit den Kinos im Andreasstadel werden
zu Jahresbeginn, wöchentlich immer Mittwochs um 19:00 Uhr,
Dokumentarfilme zum Thema Architektur präsentiert. Es handelt sich in erster Linie um Porträts bedeutender Architekten,
die Entstehung berühmter Bauwerke und Themen aus der Architekturgeschichte. Im Anschluss der Filme gibt es die Gelegenheit bei einem Glas Bier oder Wein in der Kinokneipe den
Filmabend zu reflektieren und weitere Diskussionen einzuleiten.
Historischer Weinkeller der Residenz
Die Filmreihe soll unsere Baukultur verständlich machen und
einem breiten Publikum Einblick in die Baukunst und die Wissenschaft des Bauens gewähren. Organisatoren sind der
BDB-Regensburg und Kinos im Andreasstadel.
Das ausführliche Programm der Filmreihe gibt es zum Nachlesen auf unserer Webseite www.architektur-im-kino.de.
Vorstellung des Projekts „Bürgerbräu“ durch Roland Breunig, Büro
Archicult
Jahresprogramm 2014
Wie Sie sicherlich schon festgestellt haben, nehmen die Aktivitäten des BDB Regensburg kontinuierlich zu. Wir freuen uns
sehr, unseren Mitgliedern nun zum ersten Mal eine Gesamtübersicht der geplanten Veranstaltungen, Exkursionen etc. zu
Beginn des Jahres zur Verfügung stellen zu können. Das Programm wurde Anfang des Jahres in Form eines Faltblatts an
die Mitglieder der BG Regensburg/Oberpfalz/Niederbayern
versandt. Wir bedanken uns herzlich bei Ludwig Vanderpoorten für die gelungene grafische Umsetzung der Broschüre.
Ausklang im Bürgerbräu mit Sektprobe der Sektkellerei Höfer
Im Areal Bürgerbräu informierte uns Architekt Roland Breunig
über sein ehrgeiziges Projekt, aus der stillgelegten Brauerei
ein interessantes Mischgebiet mit Kleingewerbe, Gastronomie
und Kultureinrichtungen zu entwickeln. Anschließend ließen
26
Viele Termine sind schon fixiert, bei einigen bitten wir Sie, den
Termin unserer Internetseite zu entnehmen, www.bdb-regensburg.de. Wir freuen uns über Anregungen und neue
Ideen – kontaktieren Sie uns einfach per Mail, Fax oder Telefon oder kommen Sie zu unseren monatlichen Treffen!
Volker Schmidt
Öffentlichkeitsarbeit
BDB Regensburg
BDB-Nachrichten 2/2014
BG Regensburg
Erweiterungsneubau und Umbau der Grund- und
Hauptschule Lenting
Energiebedarf, Pädagogik, neue Schulmodelle und demografische Veränderungen – der bayerische Schulbau steht vor einem Projektvolumen (im Jahr 2013 gab allein das Kultusministerium, also ohne die Sachaufwandsträger, für Baumaßnahmen
39,4 Mio. Euro aus) wie zuletzt in den 1960er und 70er Jahren.
Überraschend ist dabei, dass neben den (zu erwartenden) rigideren energetischen Bedingungen vor allem eine sich zunehmend verändernde, pädagogisch orientierte Lernkultur
zum Anlass für bislang nicht bekannte, durch den Bau selbst
zu lösende Fragestellungen wird.
Dass deshalb die Nachhaltigkeit der Schulen früherer Jahrzehnte oft nicht mehr gegeben ist, zeigt ein Projekt in der
oberbayerischen Gemeinde Lenting (Lkr. Eichstätt) bei Ingolstadt. Dort war in den Jahren 1959-1977 in insgesamt drei jeweils eigenen Bauabschnitten ein Schulzentrum mit Dreifachturnhalle entstanden, dessen Funktionalität mittlerweile mit
starken Einschränkungen verbunden war: Die Räume in den
verschiedenen Ebenen wurden über lange, nicht beheizbare
und relativ viele Treppen miteinander verbunden. Für den
räumlichen Bedarf der Schule stand nicht mehr genügend Fläche zur Verfügung (die demografischen Veränderungen konnte
natürlich niemand voraussehen!). Ausweichflächen, wie etwa
eine für größere Versammlungen dienende Aula, fehlten. Behindertengerecht nutzbar waren zudem bislang nur das Unterund Erdgeschoss des Altbaus im ersten Bauabschnitt von
1959. Der vorhandene Pausenhof erschien mittlerweile unansehnlich und war als Aufenthaltsbereich für Schüler wenig einladend und letztlich wurde das für 23 Klassen mit fünf Fachund zwei Mehrzweckräumen angelegte Raumprogramm zu
klein, als mit der modernen Umbenennung zur „Mittelschule“
Platz für die M-Züge und das Ganztagsmodell geschaffen
werden musste.
Wie so oft, war es dabei die beabsichtigte energetische Ertüchtigung der jüngeren Bauabschnitte, die zum Anlass für eine
eingehende Untersuchung und schließlich der tiefgreifenden
Veränderung der Gesamtanlage wurde. Mit den Überlegungen
wurde immer klarer, dass eine nur unwesentliche Erhöhung der
Investition bei nachhaltiger Planung (eine Generalinstandsetzung hätte rund 95 % der fiktiven Neubaukosten betragen, wie
ein unabhängiges Ingolstädter Architekturbüro in seiner Kostenschätzung feststellte) einen bedeutenden Qualitätszuwachs
der ganzen Einrichtung zur Folge haben würde – nach einem
VOF-Verfahren wurde Schulplaner Wolfgang Obel aus Donauwörth mit der Planung und Ausführung beauftragt.
Was waren die Kernpunkte des Entwurfs? Der Baukörper der
ehemaligen Hauptschule – ehemals Bauabschnitt II von 1972
– sollte aus den o. a. wirtschaftlichen Gründen durch einen
Neubau ersetzt werden (im älteren Bauabschnitt I ging es dagegen nur um kleinere Umbauten, da die Funktionalität einfach zu verbessern war und das existierende Raumklima als
positiv bewertet wurde). Als konzeptionelle Schwerpunkte erhielten das Raumklima und die Qualität der Raumluft, der
BDB-Nachrichten 2/2014
27
BG Regensburg
Sonnenschutz und die raumakustischen Bedingungen ebenso
eine besondere Bedeutung wie der umsichtige und schonende Umgang mit den ökologischen Ressourcen nach dem
Niedrig-Energie-Standard. Schließlich galt es, die Erkenntnisse moderner Pädagogik in einer sich verändernden Gesellschaft umzusetzen: Die Schule entwickelt sich zunehmend zu
einem Ort, der von der reinen Bildungsstätte immer mehr zum
Lern- und Lebensraum wird („Ganztag“, „Inklusion“); flexible
Modelle in der Unterrichtsgestaltung, zunehmender Einfluss
der Architekturpsychologie in Bezug auf Architektur, Raumakustik und -farbe, der Einbezug soziologischer und erziehungswissenschaftlicher Erkenntnisse (in welcher Atmosphäre werden möglichst optimale Lernbedingungen für
Kinder erreicht? Wie erleben die Nutzer ihre Umgebung? Wie
verändern Familienstruktur, Migration und moderne Kommunikation die Schule, welche Chancen – auch baulich – und
Risiken sind damit verbunden?).
Wie im Schulbau nicht unüblich, mussten alle Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb durchgeführt werden. Die
Ausführung begann am 2. August 2010 mit dem Aufstellen
von Unterrichtscontainern für die neun Klassen der Mittelschule. Das Ziel, alle Arbeiten (es ging um eine Nettogrundrissfläche von 1.320 m² im Erweiterungsbau) bis zum September des folgenden Schuljahres abzuschließen und auch
abzurechnen (Förderung nach Konjunkturprogramm II, FAGFAZR und FAG+) sein), konnte eingehalten werden.
Zum Entwurf: Die Schule erhielt einen neuen Mittelpunkt, die
zentrale Pausenhalle. Der zweigeschossige, lichtdurchflutete
Daten
Bauherr:
Architekt:
Entwurf:
Landschaft: Standort:
Kurzbeschreibung:
Gemeinde Lenting
Rathausplatz 1, 85101 Lenting
Obel und Partner
Freie Architekten BDB
Teutonenweg 10, 86609 Donauwörth
www.obel-architekten.de
Wolfgang Obel
Mitarbeit: Franz Weiß
Bauleitung: Jochen Wich-Glasen
Landschaftsarchitekten
Becker + Haindl
www.becker-haindl.de
Ernst-Rauwolf-Str. 1. 85101 Lenting
energetische Sanierung und konzeptionelle Veränderungen am Bauabschnitt I
von 1958/59
Erweiterungsbau mit Pausenhalle, Klassenräumen, Fachsälen für Naturwissenschaften, Technik, Kunst, Musik; Verwaltungs- und Funktionsräume;
Lehrerzimmer und -bibliothek
Kubatur:
17.750 m³
Nutzfläche:
2.750 m²
Energiebedarf: 78 kWh/m²a (Endbedarf)
199 kWh/m²a (Primärbedarf)
Materialien:
Stahlbetonwände, außenliegende Dämmung mit Hinterlüftung, Faserzementplatten
schwimmender Estrich mit Trittschallund Wärmedämmung; Natursteinbelag
thermisch getrennte Pfosten-Riegel-Aluund Holzprofile mit Isolierverglasung
Stahlbetondach mit hinterlüftetem AluGleitbügeldach
Ausgewählt für die Architektouren 2013
Publikationen: Bayerische Staatszeitung, 22.06.2012
Raum verbindet Alt- (in Nord-/Südrichtung) und Neubau (im
rechten Winkel dazu), ist Begegnungs- und Funktionsraum in
einem – es werden Anklänge an den Marktplatz deutlich – und
steht mit dem angrenzenden, dazu zu öffnenden Mehrzweckraum für Veranstaltungen der Schulgemeinde zur Verfügung.
Die Rolle von Musik, Theater und Kunst wird (neben der Bibliothek!), so Architekt Obel, in der Zukunft von wachsender
Bedeutung für die ganzheitliche Bildung und Erziehung des
Kindes werden. Ebenso wurden auch die Klassenräume mit
flexibel einsetzbaren Schulmöbeln und Whiteboards nach
dem Rat von Schulpädagogen eingerichtet.
Die Flure – bislang als Verkehrswege und für den Brandschutz
von grundlegender Bedeutung – wurden als breite, vertikal immer wieder aufgebrochene und durch Stege mit den im oberen Stockwerk liegenden Klassenzimmern verbundene Zonen
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BDB-Nachrichten 2/2014
BG Regensburg
angelegt. Sie können als „Lernlandschaften“ nicht nur in die
verschiedenen Formen des Unterrichts integriert werden, sondern werden wohl auch schnell von Kindern aller Altersstufen
durch ihre warme Farbgebung (wie in den hellen Unterrichtsräumen wurde viel Holz verwendet), ihre Lichtreflexe durch
das aus Oberlichtern dringende Tageslicht und durch den
Wechsel von Durchgangs- und Sitzbereichen sicher schnell
„erobert“. Die brandschutztechnischen Auflagen lassen sich
mit Fluchtbalkonen erreichen, die von den Dächern abgehängt (dabei thermisch getrennt!) sind.
Neben dieser in den Sommermonaten willkommenen Verschattung ist das Raumklima von großer Bedeutung für die
Vermittlung von Bildung und den Erwerb von Kompetenzen.
Eine dezentrale Lüftungsanlage (die Geräte sind in die Außenwände vor den Klassenbereichen integriert), aber auch die
Bauteilaktivierung – ein geschlossener Kreislauf lässt Wasser
durch die Stahlbetondecken fließen, was durch im Sommer
kühle, im Winter warme Flächen die Behaglichkeit fördert –
tragen erheblich dazu bei. Beinahe behutsam ist, ganz ähnlich
zum Klima, die Aufgabe Schallschutz angegangen worden: in
einer Schule ein durchaus anspruchsvolles Problem. Ihm
wurde mit einer besonderen Behandlung der inneren Oberflächen mittels Vertäfelung und Schränken begegnet (Außenwände: Zementfaserplatten auf Mineralwoll-Wärmedämmung
mit Hinterlüftung). Beheizt wird die Schule mit einer die natürlichen Ressourcen nutzenden Geothermie-Anlage, vor allem
aber sollte der schonende Umgang mit der Umwelt bereits im
Entwurf angelegt werden: Vor- und Rücksprünge im Baukörper des Neubaus wurden vermieden, die Fenster wurden als
thermisch getrennte Pfosten-Riegel-Konstruktion (Aluminium/
BDB-Nachrichten 2/2014
Holz) mit Isolierverglasung ausgeführt. Ein effektiver, günstiger
Unterhalt des Gebäudes war erklärtes Ziel des Planer-Teams
– ebenso wie die Einhaltung des Gesamtbudgets, das mit ca.
10,5 Millionen Euro um rund 300.000 Euro unter den geschätzten Baukosten lag.
Zu einer angenehmen Lern- und Aufenthaltsatmosphäre gehört ebenfalls die ansprechende Gestaltung der unmittelbaren
Umgebung. In dieser Absicht ist der Schulhof gestaltet worden, der an ein griechisches Theater erinnert. Er kann für die
Pausen oder als offener Raum für im Freien stattfindende Unterrichte genutzt werden – sowohl von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung.
Eine hochwertige Ausstattung in allen Räumen – nicht nur in
Klassen- und Fachräumen, im Lehrerzimmer und im Sekretariat, sondern auch in den WC-Bereichen – bedeutete für die
Gemeinde Lenting zwar die größte jemals durchgeführte Baumaßnahme. Man ist dort jedoch überzeugt, die beachtliche
Summe gut zum Besten – in die Zukunft der Kinder – investiert
zu haben.
29
BG Würzburg
BG Würzburg berichtet
Am 07.04.2014 fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen für alle zu besetzenden Posten statt.
Die Veranstaltung war mit 22 BDB-Mitgliedern ausreichend besucht. Nach den Rechenschaftsberichten und dem Kassenbericht nebst Prüfung wurde unsere bisherige 2. Vorsitzende,
Alexandra Bauer-Chesauan, gebührend verabschiedet. Ihr gilt
für ihren über viele Jahre unermüdlichen Einsatz für den BDB
in der BG, dem LV und auch im Bund unser besonderer Dank.
Unsere Bezirksgruppe hat derzeit 160 Mitglieder, abzüglich
der Kündigungen zum Jahresende. Wir hoffen, unsere Zahlen
zu halten!
Unser Jahresprogramm hatte eine Reihe interessanter Veranstaltungen gebracht, weitere sind geplant. Vom Vortrag über
modernen Brückenbau (Büro Schlaich-Bergemann-Partner)
bis zur Besichtigung des ZAE – Forschungs- und Verwaltungsgebäudes reichten bisher unsere Aktivitäten. Natürlich
fehlen auch gesellige Veranstaltungen nicht wie unser traditionelles Spargelessen am 23.05.14 auf der Hallburg bei Volkach.
Am 10. und 11. Mai konnten wir die BG Regensburg des BDB
zu ihrer Exkursion in Würzburg begrüßen. Unter Führung von
Frau Kollegin Bausenwein haben sie Würzburger Bauwerke
und Kunstschätze besichtigen können. Es war ein schöner
Besuch und wir danken für euer Kommen.
Liebe Alex, wir nehmen dich beim Wort, dass du auch in Zukunft uns weiter gesonnen bleibst. Ein großer Applaus und ein
entsprechender Blumenstrauß rundeten unseren Dank ab.
Dank gesagt wurde auch all denen, die zusammen mit der
Vorstandschaft an der Organisation und am Gelingen unserer
Veranstaltungen mitgewirkt haben.
Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:
1. Vorsitzender: Dipl.-Ing. (FH) Hans-Reiner Waldbröl –
Bauingenieur
2. Vorsitzender: Herr Dipl.-Ing. (univ.) Ernst Höring – Architekt
Schatzmeister: Baudirektor Georg Stephan – Architekt
Als 2. Vorsitzenden darf ich an dieser Stelle unseren Kollegen
Ernst Höring herzlich begrüßen. Er tritt die Nachfolge von Alex
Bauer-Chesauan an. Wir freuen uns auf deine aktive Mitarbeit.
30
Am 25.06.2014 steht uns in Würzburg ein großes BDB-Ereignis bevor. Nach vielen Jahren kommt der Balthasar-NeumannPreis, der vom BDB ausgelobt wird, wieder ins Haus. Wir sind
stolz darauf, dass diese Verleihung im Fürstensaal der Würzburger Residenz stattfindet. Alle interessierten BDBler sind
herzlich eingeladen.
GLÜCKWUNSCH –
unser Ehrenvorsitzender Hans Paul Glück feierte seinen
90. Geburtstag am 10.05.2014.
Bis ins hohe Alter war er mit großer Leidenschaft als selbständiger Ingenieur für Tiefbau und Baustatik im Einsatz, von 1959
bis 2005 betreute er zahllose private und öffentliche Bauprojekte. Am 10.05.2014 feierte Hans Paul Glück seinen 90. Geburtstag. Er baute am Anfang Brücken über die neuen Autobahnen A3 und A7, später plante er intensiv für das
Universitätsbauamt. 16 Jahre war Glück der Vorsitzende der
Bezirksgruppe des Bundes Deutscher Baumeister und damit
im öffentlichen Leben in Würzburg präsent. Er wird geschätzt
für seine Witze, die er gern erzählt und damit sein blendendes
Gedächtnis demonstriert.
Die BG Würzburg hat Hans Paul Glück sehr viel zu verdanken.
In 16 Jahren als Vorsitzender hat er enorm viel für unseren
Verband geleistet.
An dieser Stelle Glückwunsch von seinem BDB, von seiner
Bezirksgruppe, verbunden mit den besten Wünschen für Gesundheit und Wohlergehen. Sonst sagte er immer: VIEL
GLÜCK VOM GLÜCK. Jetzt noch etwas von mir.
Ganz persönlich habe ich meinem ersten (und einzigen) Chef
sehr viel zu verdanken. Er hat aus mir erst einen richtigen Bauingenieur gemacht.
Hans-Reiner Waldbröl
Vorsitzender BDB – BG Würzburg
BDB-Nachrichten 2/2014
Hochschule Augsburg
Bau+Immobilie14 – Positionen, Strategien und
Perspektiven für Planungs- und Bauunternehmen
Tagung des Instituts für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg
schreibt das Risiko mit den Worten des Controllers „Risiko ist
die Möglichkeit einer Planabweichung“ und macht den Zuhörern bewusst, dass eine Planabweichung auch in die positive
Richtung gehen kann. „Die Zukunft kann nicht voraus gesagt
werden“, bedauert Gleißner und stellt daher Prognose-Instrumente wie Risikoanalyse und Risikosimulationen („Monte
Carlo-Simulation“) sowie die Dreiecksverteilung zur Abschätzung von Kalkulationsrisiken vor. Dr. Gleißner macht deutlich,
dass es nicht nötig ist, hohe Risiken einzugehen um eine hohe
Rendite zu erhalten. Die große Herausforderung sei das Abwägen zwischen Ertrag und Risiko. Risikomanagement ist
kostspielig und diese sogenannten Risikokosten sollten langfristig finanziell gedeckelt sein und gerade auch von der Baubranche in Zukunft unbedingt mit einkalkuliert werden.
Unternehmen Zukunft
Ulrich Rudolph, Technischer Direktionsleiter Ed. Züblin AG Bayern/
Systembau und Dr. Werner Gleißner, FutureValue Group AG, schilder­
ten Instrumente aus Analyse und Praxis zur strategischen Planung in
Bau- und Planungsunternehmen bei der Tagung Bau + Immobilie 14.
Zukunftsmusik in der Baubranche
Wie stellen sich Planungs- und Bauunternehmen den Herausforderungen der Zukunft? Welche Instrumente stehen im Risikomanagement zur Verfügung? Wird BIM bei Großprojekten
auch in Deutschland Status Quo?
Spezialisten aus Analyse, Unternehmensführung, Management und Planung trafen sich am Freitag, den 09. Mai 2014,
am Institut für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg
zur jährlichen Tagung Bau + Immobilie, um Positionen, Strategien und Perspektiven für Planer und Bauunternehmer auszuloten und zu diskutieren.
Prognose-Instrumente des Risikomanagement
Dr. Werner Gleißner, FutureValue Group AG, Leinfelden-Echterdingen, definiert mit wenigen Worten das Ziel jeder Unternehmensstrategie, nämlich „langfristig erfolgreich zu sein“
und verweist auf die Schlüsselrolle der Erfolgsfaktoren. Robuste Unternehmensstrategie bedeute aber auch, kompetent
mit nicht kalkulierbaren Risiken umzugehen. Gleißner beBDB-Nachrichten 2/2014
Ulrich Rudolph, Technischer Direktionsleiter der Ed. Züblin
AG, Direktion Bayern/Systembau, Stuttgart, nimmt Bezug auf
Dr. Gleißners Ausführungen und ergänzt, dass trotz Vorsorge
und Abwägen Projekte schiefgehen können („Flop-Projekte“).
Rudolph gibt einen kurzen Überblick über die differenzierte
Unternehmensstrategie der Ed. Züblin AG, zu der neben finanziellen Faktoren auch nicht finanzielle Faktoren wie die
Flexiquote sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören. Rudolph stellt den FuE-Bericht der Ed. Züblin AG vor und
erläutert die stufenweise Umstellung der Planungsprozesse
von 3D über 4D auf 5D, also die Weiterverarbeitung der dreidimensionalen geometrischen Planungsdaten mittels Integration der vierten zeitlichen Dimension, um den Bauablaufplan
zu erstellen, sowie der weiteren Daten- und Prozessverarbeitung in der fünften Dimension, wie z. B. das Ableiten von Massen. Eine der großen Herausforderungen der Zukunft sieht Rudolph in der Personalentwicklung, um dem Fachkräftemangel
in der Baubranche zu entgegnen.
Nachfolgestrategien für Architekten und Ingenieure
Rudolphs Prognose hinsichtlich Fachkräftemangel kann Toni
C. Plonner, UnternehmerPlan FamilyConsultans, München,
zustimmen. Plonner berät Inhaber von Planungsbüros bei der
Geschäftsübergabe an Partner, die das Büro nach alters- oder
krankheitsbedingtem Ausscheiden des Inhabers weiterführen.
Sei es früher noch die Regel gewesen, dass Kinder oder nahe
Verwandte das Unternehmen übernehmen, so würden in die
Mehrzahl der Büros inzwischen externe Partner einsteigen.
Dies könnte auch eine attraktive Perspektive für angehende
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Hochschule Augsburg
Sowohl externe Besucher aus Bau- und Immobilienbranche als auch Studierende besuchten am 9. Mai 2014 die Tagung Bau + Immobilie 14 an
der Hochschule Augsburg. Fotos: Hochschule Augsburg, Institut für Bau und Immobilie
denen skeptischen Debatten. Inzwischen
ist CAD Standard, für BIM sagt Przybylo
eine ähnliche Entwicklung voraus, macht
aber deutlich, dass noch vielfältige Hürden zu nehmen sind und ein gutes
Change-Management Bedingung für eine
reibungslose Einführung von BIM im Unternehmen ist. Prof. Dr. Elisabeth Krön,
Leiterin des Instituts für Bau und Immobilie und Initiatorin der Tagung, zeigt sich
nach einigen Detailfragen in der anschließenden Diskussionsrunde gespannt auf
den Stand der BIM-Einführung in fünf
Jahren.
Vortragende und Initiatoren (v.l.n.r.): Toni C. Plonner (Unternehmer Plan, München), Jakob
Przybylo (Obermeyer Planen + Bauen, München), Ulrich Rudolph (Ed. Züblin, Stuttgart), Prof.
Manfred Schnell und Prof. Dr. Elisabeth Krön (beide Hochschule Augsburg); es fehlt: Dr.
Werner Gleißner.
Ingenieure und Architekten sein. Eine Übergabe soll ca. 10
Jahre im Voraus geplant werden. Wer zu lange zögert verpasst
häufig den richtigen Zeitpunkt der Übergabe, was zur Folge
haben kann, dass sich die Auftragslage verschlechtert und
damit auch der Marktwert des Büros sinkt.
Was hält BIM für die Planungsprozesse der Zukunft bereit?
Dazu erläutert Jakob Przybylo, Fachbereichsleiter BIM + Digi-
Master Projektmanagement Bau und
Immobilie
Die Tagung Bau und Immobilie widmet
sich in jährlicher Folge den Vertiefungsthemen des Weiterbildungsmaster Projektmanagement Bau und Immobilie mit wechselnden
Schwerpunkten. Der berufsbegleitende Masterstudiengang
richtet sich an Architekten und Ingenieure, die in leitenden Positionen tätig sind oder in Zukunft Führungs- und Projektleitungsaufgaben anstreben. Nächster Start ist Ende September
2014, Bewerbungsschluss ist am 30. Juni.
Weitere Infos zum Studium unter www.hs-augsburg.de/ibi
tal Optimization bei OBERMEYER Planen + Beraten GmbH,
den aktuellen Stand der BIM-Diskussion aus Sicht eines mit
Planung und Umsetzung von Großprojekten erfahrenen Planungsbüros. Er prognostiziert, dass Deutschland dem Beispiel Englands folgen wird und für Großprojekte den Einsatz
von BIM verpflichtend einführen wird. Przybylo erinnert an die
Einführung des CAD vor gut 20 Jahren und die damit verbun32
BDB-Nachrichten 2/2014
BG Regensburg
Süße Brückenkonstruktionen machen der Steinernen in
Regensburg Konkurrenz
Erst mit dem Schlussstein wird der Bogen stabil.
Sehen, Bauen und Verstehen – in abwechslungsreichen Stationen eines spannenden Brückenparcours machten Statiker
und Architekten die Grundlagen des Brückenbaus für ein breites Publikum erleb- und begreifbar. Ca. 200 Kinder, Jugendliche
und Familien entwickelten sich beim Welterbetag am 1. Juni
2014 im Regensburger Salzstadel zu wahren Brückenbaumeistern. Phantasievolle Konstruktionen aus Holzstäbchen, Papier,
sogar welche zum Naschen machten der „Steinernen“ in Regensburg Konkurrenz. Die Regensburger Architekturvermittle-
Timon ist stolz auf seine Waffel-Brücke und freut sich schon aufs
verdiente Naschen.
Wolfgang Kugler (BG Regensburg) gibt statische Tipps für süße
Brückenkonstruktionen.
Mit Holzstäbchen und Papier Brücken zu bauen macht den
Besuchern des Welterbetags sehr viel Spaß.
Silke Bausenwein (BG Regensburg) erklärt die raffinierte
Leonardobrücke. – Fotos von „Architektur vor Ort“
rinnen von Architektur vor Ort (Silke Bausenwein, Ingrid Westerboer und Stephanie Reiterer) wurden von TANO, dem
Treffpunkt Niederbayern/Oberpfalz der Bayerischen Architektenkammer sowie Mitgliedern der Bezirksgruppe Regensburg
des BDB (Bund deutscher Baumeister) Regensburg unterstützt.
Silke Bausenwein
Beim Bau der Leonardobrücke hilft die ganze Familie zusammen.
BDB-Nachrichten 2/2014
BG Regensburg
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Vorschau
BDB-Nachrichten München
Journalteil 3/2014
Redaktionsschluss: 34. KW
Anzeigenschluss: 35. KW
nGebäudeautomation
nHochwasser-/Überflutungsschutz
nKlima/Heizung/Lüftung
nRegenwassernutzung/
Versickerung
nSolartechnik
34
BDB-Nachrichten 2/2014
Hochschule Augsburg
Fassade14 am Donnerstag, 27. Februar 2014:
Fassade und Sonderanforderungen: Brand – Einbruch –
Erdbeben – Wind
Tagung des Instituts für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg in der Handwerkskammer für Schwaben,
Augsburg
Ausverkauftes Haus
Die Fassade unter Beanspruchung zahlreicher Sonderanforderungen stand im Fokus der diesjährigen Fassadentagung,
die am Donnerstag, 27. Februar 2014, in der Handwerkskammer für Schwaben stattfand. Jürgen Schmid, Präsident der
Handwerkskammer, Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk, Präsident der Hochschule Augsburg sowie Hans Zimmermann, 1.
Vorsitzender des UBF e. V., begrüßten die zahlreichen Gäste.
„Ausverkauftes Haus“, freute sich Schmid mit Blick in das bis
auf den letzten Platz besetzte Auditorium. „Wir freuen uns,
wieder Gastgeber der renommierten Fassadentagung sein zu
dürfen.“ Prof. Dr. Schurk sagte in seinem Grußwort, er assoziiere die Schlagworte Brand, Einbruch, Erdbeben und Wind
spontan mit Katastrophen. Die Fassade hätte als äußere Hülle
eines Gebäudes auch die Aufgabe, den darin befindlichen
Personen vor solchen Katastrophen Schutz zu bieten.
Prof. Dr. Elisabeth Krön sowie Prof. Dr. Armin Schwab, beide
vom Institut für Bau und Immobilie der Hochschule Augsburg,
hatten die Tagung konzipiert und führten die Gäste durch das
Tagungsprogramm. Die Besucher durften sich auf acht hochkarätige Fachvorträge aus Forschung und Entwicklung, Planung und Realisierung sowie Normung und Baurecht freuen.
Forschung und Entwicklung
Prof. Dr. Hans Ruscheweyh, Ruscheweyh Consult GmbH, Aachen, referierte über Windlasten und Windcharakteristiken an
Fassaden sowie über Belüftung und Regenschutz von Doppelfassaden. Mit dem Windcharakteristik-Verfahren stellte Ruscheweyh ein Prinzip vor, das die Windgeschwindigkeit an
verschiedenen Stellen der Fassade ermittelt und es damit ermöglicht, die Steuerung von außenliegendem Sonnenschutz
entsprechend zu verfeinern.
Über praktische Erfahrungen mit sprengwirkungshemmenden
Fassaden berichtete Franz Heger, Josef Gartner GmbH, Gundelfingen. „Eine Fassade muss die Schockwellenenergie
durch Bewegung oder permanente Verformung ihrer Hauptkomponenten absorbieren und ableiten“, hielt Heger als Anforderung an die Fassade hinsichtlich Explosionsschutz fest.
Die Bewertung der Explosionsschutzleistung erfolgt unter anderem mittels Experimenten in der Schockröhre. Anhand von
Videos demonstrierte er die Prüfung von Fassaden auf einem
Versuchsgelände in den USA, wo vor den Testfassaden Bomben gezündet und deren Auswirkungen untersucht werden.
Heger beschrieb die praktische Umsetzung der Erkenntnisse
BDB-Nachrichten 2/2014
aus Forschung und Entwicklung, wie z. B. der Einbau von laminierten Glasscheiben, verstärkten Rahmen sowie Spezialverbindungen und übertragende Befestigungen. Eine ganze
Reihe von realisierten internationalen Projekten machte deutlich, welch jahrelange Erfahrung und Tüftelei hinter derartigen
Spezialkonstruktionen steckt.
Erwin Schöffendt, Hilti Deutschland AG, stellte in seinem Vortrag das Vorgehen bei Anwendung und Bemessung von Dübeln unter seismischer Beanspruchung vor, also bei Belastungen, die bei einem Erdbeben auftreten. Er machte dabei auf
die Notwendigkeit seismischer Bemessung bei internationalen Projekten aufmerksam und betonte, dass Sicherheit nur
dann gewährleistet ist, wenn im Planungsprozess auch die
Dübel entsprechend bemessen werden.
Prof. Dr.-Ing. Christian Schuler, Hochschule München, war
kurzfristig in Vertretung für Prof. Dr.-Ing. Ömer Bucak angereist. Er stellte sein Spezialgebiet „Schäden, Forschung, Qualitätskontrolle thermisch vorgespannter Glasscheiben mittels
spannungsoptischer Methoden“ vor und wusste mit diesem
spannenden Thema auch zum Ende der Veranstaltung die Besucher noch zu fesseln. Schadensursachen an ebenen und
gebogenen vorgespannten Glasscheiben kommt er mit Hilfe
von Polarisationsfiltern auf die Spur. Diese machen, auf die
Glasscheiben aufgelegt, die Oberflächenspannung der
Scheibe sichtbar. Sobald ein Phasenunterschied auftritt ist die
Vorspannung nicht homogen und kann zum Schaden führen.
Diese Spannungsinhomogenität beruht laut Schuler auf dem
Herstellungsprozess der Biegung. Druckpunkte des Ofens auf
der Glasscheibe würden die Inhomogenität verursachen. Als
Lösungsansatz hierfür schlägt Prof. Schuler unter anderem
eine durchgängige Produktionsüberwachung vor.
Projektberichte
Aldrik Lichtwark, kadawittfeldarchitektur Aachen, stellte in seinem Projektbericht die Hülle des Hauptbahnhof Salzburg vor.
Er sei zunächst überrascht gewesen, dass er bei der Fassadentagung über eine Dachkonstruktion berichten sollte. Aber
in Anbetracht dessen, dass das Dach in seiner Funktion als
„Fünfte Fassade“ alle Bauteile schützend überspannt, hätte
das Projekt seinen logischen Platz im Rahmen dieser Veranstaltung. Lichtwark erläuterte, dass die denkmalgeschützte
Fachwerkkonstruktion des Bahnhofs erhalten und geschützt,
die historische Halle aber zugleich für eine zeitgemäße Nutzung erneuert werden sollte. Erreicht wurde dies mit dem EinI
Hochschule Augsburg
im Rahmen eines Brandschutznachweis sei, zwischen Anforderungen an tragende bzw. raumabschließende Bauteile zu unterscheiden. Bei tragenden Komponenten liegt das Schutzziel darin,
die Standsicherheit des Gesamttragwerkes nicht
zu gefährden. Bei nichttragenden Komponenten
sind die Schutzziele zum einen die Vermeidung
einer großflächigen Brandausbreitung über die
Fassade. Zum anderen soll verhindert werden,
dass der zweite Rettungsweg über Leitern an der
Außenwand unpassierbar wird. Problem aber
auch Chance für ausgefeilte Sonderlösungen sei
die exakte Unterscheidung tragender und nichttragender Bauteile einer Fassade.
Trends bei der Normung und Prüfung sicherheitsrelevanter Anforderungen an Fassaden stellte
Prof. Ulrich Sieberath, Leiter des ift Rosenheim,
vor. Sieberath umriss unter anderem die Inhalte
der überarbeiteten DIN EN 13830. So werden beispielsweise Doppelfassaden in die Produktnorm aufgenommen
und eine Definition für ähnliche Bauarten eingeführt. Die absoluten Beschränkungen für Durchbiegung im Widerstand gegen
Windlast und Eigenlast werden durch neue Regelungen ersetzt
und kommen dem aktuellen Architekturtrend zu immer breiteren und größeren Scheiben entgegen. Sicherheit gegen Angriffe
von außen fasste Sieberath mit den Schlagworten Einbruchhemmung, Schutz vor Beschuss sowie Explosionshemmung
zusammen. Er betonte, wie wichtig das nötige Fachwissen des
Planers sei um überhöhte Anforderungen zu vermeiden und
damit Kosten sowie Wartungsaufwand zu begrenzen.
Vortragende und Moderatoren der Tagung Fassade 14 (v.l.n.r.): Prof. Dr. Armin
Schwab, Prof. Dr.-Ing. Hans Ruscheweyh, Franz Heger, Prof. Dr.-Ing. Christian
Schuler, Lutz Battran, Prof. Dr. Elisabeth Krön, Aldrik Lichtwark, Erwin Schöffendt,
Dr.-Ing. Daniel Pfanner, Prof. Ulrich Sieberath – Foto: IBI Hochschule Augsburg
bau weitgespannter Dachbänder, Folienkissendächern sowie
einer Membrane als Dacheindeckung. Windkanalversuche
unterstützten die Entwicklung der Dachbänder. Projektspezifische Brandschutzmaßnahmen erarbeiteten kadawittfeldarchitekten mit exakten Schutzzieldefinitionen sowie mit Simulationen von Räumzeiten und Brandszenarien. Die Abtragung
der hohen Schneelasten in Salzburg übernehmen luftgefüllte
Folienkissendächer, deren Innendruck sich je nach Last entsprechend reguliert.
Dr.-Ing. Daniel Pfanner, Bollinger + Grohmann Ingenieure,
Frankfurt, berichtete über Gebäudehüllen mit besonderen Anforderungen. In der Deichmann Bibliothek in Oslo/Norwegen
beispielsweise sollte durch die Fassade zum einen besonders
viel Tageslicht in das Gebäudeinnere dringen, zum anderen die
Besucher und die bibliophilen Werke aber auch vor direkter
Sonneneinstrahlung geschützt sind. Erreicht wird dieses Ziel
mit einer Triple-Skin-Fassade, aufgebaut aus einer äußeren
Schutzhülle, einer hochleistungsfähigen thermischen Mittelschicht sowie der Innenhülle, die wie ein Vorhang funktioniert
und das Tageslicht zerstreut. Ergebnis ist ein Raumerlebnis mit
sehr hohem Tageslichtkomfort. Hoher Tageslichtkomfort war
ebenfalls ein Entwurfsziel des KT Headquarters in Seoul /Südkorea, welches mit einer vollverglasten Fassade erreicht
wurde. Hier ermöglicht ein natürlich belüftetes, kompaktes
Doppelfassadensystem, Solarerträge im Sommer zu begrenzen und Wärmeverluste im Winter zu minimieren.
Normen und gesetzliche Vorschriften
Lutz Battran, Brandschutzingenieur, Versicherungskammer
Bayern, erläuterte die Umsetzung bauaufsichtlicher Brandschutzanforderungen an der Fassade. Battran zitierte die
Schutzziele für Fassaden aus der Bayerischen Bauordnung,
nach der Außenwände und Teile der Außenwände so ausgebildet werden müssen, dass eine Brandausbreitung ausreichend lang begrenzt wird. Er wies darauf hin, wie wichtig es
II
„Großartige Veranstaltung“
Die Aussteller der begleitenden Fachausstellung waren mit
dem Interesse der Besucher hochzufrieden. Neben Akquisition von Aufträgen und der Information von Planern sehen sie
die Schwerpunkte der Tagung auch als Gradmesser für zukünftige Themen der Industrie und Fertigung. Manche Anregung hätte man von dort schon erhalten, weiß ein Mitarbeiter
der Firma Saint-Gobain zu berichten. Durchwegs positive
Rückmeldungen gaben auch die Besucher. „Wir besuchen die
Tagung jedes Jahr. Dabei schätzen wir einerseits den fachlichen Input durch die hervorragenden Fachvorträge, nutzen
den regelmäßigen Termin aber andererseits auch als Absolvententreffen unseres Jahrgangs. Man trifft außerdem alles
und jeden, der im Fassadenbau Rang und Namen hat. Eine
prima Plattform fürs Netzwerken im Rahmen einer großartigen
Veranstaltung“, freuen sich J. Hartleb und A. Mendner, Absolventen des Studiums Fachingenieur Fassade Jahrgang 2009.
„Wir kommen wieder!“
Zur Tagung erschien ein Tagungsband, der die Vorträge bzw.
Textbeiträge der Referenten enthält. Der Tagungsband „Fassade14 – Fassade und Sonderanforderungen“ kann beim Institut für Bau und Immobilie unter www.hs-augsburg.de/ibi
käuflich erworben werden.
BDB-Nachrichten 2/2014
Hochschule Augsburg
Fachingenieur/Fachplaner Fassade – Institut für Bau und
Immobilie der Hochschule Augsburg startet im Herbst
zusätzlichen Kurs
Der berufsbegleitende Weiterbildungsstudiengang Fachingenieur/Fachplaner Fassade startet dieses Jahr ausnahmsweise
mit einem zusätzlichen Kurs im September. Zum Wintersemester können noch einmal 25 Studierende mit der in Fachkreisen hoch angesehenen Weiterbildung zum Fachingenieur
Fassade und zum Master Projektmanagement mit Schwerpunkt Fassade beginnen.
In Zukunft Start zum Wintersemester – Gewinn für den
Master Fassade
Das berufsbegleitende Studium startete bisher regulär Ende
April. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet das auf berufsbegleitende Weiterbildung spezialisierte Institut aber bereits im
September dieses Jahres den nächsten Start an. „Wir hätten
sonst knapp die Hälfte der Bewerber auf nächstes Jahr vertrösten müssen“, erläutert Institutsleiterin Prof. Dr. Elisabeth
Krön. „Zwei Jahrgänge innerhalb eines Kalenderjahres werden
aber die Ausnahme bleiben. Das Studium zum Fachingenieur/
Fachplaner Fassade wird dann in Zukunft immer zum Wintersemester parallel zu unseren beiden anderen Studiengängen
beginnen. Der individuelle Studienablauf lässt sich damit noch
reibungsloser gestalten. Ob mit den Modulen Master Basis
oder mit der Vertiefung Fassade begonnen wird: Studierende,
die den Master Projektmanagement Vertiefung Fassade absolvieren, können nahtlos weiterstudieren. Wir schaffen damit
zusätzliche Synergien und hoffen, noch mehr FachingenieurAbsolventen als bisher für einen Fassaden-Master begeistern zu können.“
Master Projektmanagement Vertiefung Fassade –
Management-Qualitäten für Fassadenspezialisten
Studierende mit einem ersten Studienabschluss als Dipl.-Ing.
oder Bachelor of Engineering in Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau und verwandter Disziplinen können in fünf
berufsbegleitenden Semestern den Abschluss „Master of Engineering in Project Management Vertiefung Fassade“ erreichen. Das Masterstudium richtet sich an Projektleiter und
Führungskräfte in der Fassadenplanung sowie im Fassadenbau. Neben dem technischen Know-how des Fachingenieurs Fassade erwerben die Masterkandidaten zusätzlich wichtige Schlüsselqualifikationen im Bauvertragsrecht, der Be­
triebs­wirtschaft, sowie der Gesprächs- und Verhandlungsführung. Die Teilnehmer bauen zudem ihre Kenntnisse in internationaler Projektabwicklung im englischsprachigen Ausland aus.
Mit einem frei wählbaren fassadenspezifischen Thema mit Bezug zum eigenen beruflichen Umfeld schließen die Studierenden das Studium mit der Masterthesis im fünften Semester ab.
BDB-Nachrichten 2/2014
Praxisnahe Ausbildung: Übungen am 1:1-Modell beim FassadenWorkshop im Rahmen des berufsbegleitenden Weiterbildungs­
studiums Fachingenieur / Fachplaner Fassade am Institut für Bau
und Immobilie der Hochschule Augsburg
Foto: Hochschule Augsburg, Institut für Bau und Immobilie
Zertifikatsstudium Fachingenieur/Fachplaner Fassade –
technisches Know-how für Fassadenspezialisten
Integraler Bestandteil des Fassaden-Masters ist das Zertifikatsstudium Fachingenieur/Fachplaner Fassade. Teilnehmer des Masterstudiums besuchen das Zertifikatsstudium als
Vertiefungssemester. Es kann aber auch unabhängig vom
Masterprogramm in zwei Semestern absolviert werden. Das
berufsbegleitende Zertifikatsstudium richtet sich neben den
Ingenieuren auch an Techniker und Meister der einschlägigen Fassadenbaugewerke. In den einzelnen Seminaren, die
alle 4 Wochen am Freitagnachmittag sowie am Samstag
ganztägig stattfinden, erwerben die Teilnehmer fundierte
Kenntnisse in Fassadenkonzeption, Bauphysik und technischer Gebäudeausrüstung, Material und Tragwerk sowie zu
Kosten und Abwicklung von Projekten.
Infoveranstaltung – Offene Seminare im Juli
Studieninteressierte können an den Offenen Seminaren am
Freitag, 4. Juli 2014, ab 16 Uhr, sowie alternativ am Samstag,
26. Juli 2014, ab 9 Uhr, teilnehmen. Interessierte können in
den Unterrichtsräumen Platz nehmen und den Seminarbetrieb
live erleben. Institutsleiterin Prof. Dr. Krön gibt Informationen
zu Zulassung, Anforderungen und Studieninhalt. Anmeldeschluss zum Studienstart Ende September ist der 25. Juli
2014. Die Teilnahme am Offenen Seminar ist kostenfrei. Das
Weiterbildungsstudium kostet 2.450,- Euro pro Semester. Die
Seminare finden im Brunnenlechgässchen 1, 86161 Augsburg, statt. Um Anmeldung zur Infoveranstaltung bei Frau Monika Bader unter Tel.: 0821 – 5586 3148 oder fachingenieurfassade@hs-augsburg.de wird gebeten.
Weitere Informationen unter www.hs-augsburg.de/ibi
III
Planer am Bau
QualitätsManagement im Planungsbüro:
48-Stunden-Programm
In 48 Arbeitsstunden zum individuellen QM-Handbuch – QualitätsStandard Planer am Bau
Viele Architektur- und Ingenieurbüros scheuen den vermeintlich zu hohen Aufwand der Einführung und Zertifizierung eines
QualitätsManagement-Systems – trotz der erkannten Vorteile
für die interne Büro-Organisation und die Außendarstellung gegenüber potenziellen Kunden. Die Initiatoren des QualitätsVerbunds Planer am Bau, die Bauingenieure Dr.-Ing. Knut Marhold
und Dr.-Ing. E. Rüdiger Weng, haben dieses Problem erkannt
und ein 48-Stunden-Programm zur Erarbeitung eines QMHandbuchs – dem ersten Schritt zum QM-System – entwickelt.
Langjährige Erfahrung bei Umsetzung
Basis dafür war die Erfahrung aus den inzwischen 13 IntensivWorkshops, über die hier bereits berichtet wurde und an denen schon mehrere BDB-Mitglieder teilgenommen haben. Der
BDB Landesverband Bayern ist seit 2012 Kooperationspartner des QualitätsVerbunds Planer am Bau, BDB-Mitglieder
aus Bayern erhalten vergünstige Konditionen beim Einstieg.
Schritte zum QM-Handbuch nach dem Standard Planer am Bau
1. Zwingend erforderlich ist die Mitgliedschaft im QualitätsVerbund Planer am Bau. Nur so kann ein Planungsbüro an
der kostengünstigen Verbundzertifizierung teilhaben.
2. Sie erhalten dann ein Muster-Handbuch mit vielen Beispielen und Umsetzungsvorschlägen. Lesen Sie insbesondere
die Vorbemerkungen aufmerksam durch – vorher! Das
Handbuch basiert auf Word und enthält automatische Verknüpfungen, z. B. für ein Inhaltsverzeichnis.
3. Stellen Sie ein QM-Team zusammen und bestimmen Sie
einen Projektverantwortlichen.
4. Füllen Sie die Kriterien-Checkliste aus. So erhalten Sie einen Überblick über die geforderten Kriterien und Ihren individuellen Status.
5. Arbeiten Sie jetzt Kapitel für Kapitel des Muster-Handbuchs
durch, binden Sie Ihre eigenen Vorlagen und Checklisten
ein oder passen Sie die Muster auf Ihr Büro an.
6. Einige Kapitel sind schnell und einfach zu erledigen. Bearbeiten Sie sie trotzdem sorgfältig. Schließlich wird Ihr QMHandbuch später nicht nur von Ihnen und Ihren Mitarbeitern gelesen, sondern vielleicht auch von (potenziellen)
Kunden.
7. Wo Sie nicht weiterkommen oder wenn Sie Fragen haben,
können Sie sich (fast) immer an den QualitätsVerbund wenden – per E-Mail, telefonisch oder auf Wunsch auch via
Skype.
8. Fragen werden sich insbesondere bei Kapitel 2 im Bereich
Serviceziele/Servicerouten ergeben. Scheuen Sie sich
nicht: Fragen Sie!
IV
9. Etwas aufwändiger, aber extrem wichtig für Produktivitätsfortschritte sind die Kapitel 3 und 4 (Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen). Nehmen Sie sich Zeit für die
intern notwendige Diskussion.
10.Besonderen Wert legt der Zertifizierer auf die Bereiche
Schulung, Kundenzufriedenheit sowie Marketing und Vertrieb. Denn dort wird die Wirkung nach außen – zu Ihren
Kunden – festgelegt!
Fertig!
Damit sind Sie dann fertig, zumindest mit dem ersten Entwurf
Ihres Handbuchs. Aber das ist auch die wichtigste Basis für Ihr
QM-System und für Ihre Büro-Produktivität. Nun sollten Sie
das Handbuch Ihren Mitarbeitern vorstellen, deren Feedback
berücksichtigen und einarbeiten. Denn nur so ist sichergestellt,
dass die festgelegten Regeln auch von allen eingehalten werden. Anschließend mailen Sie Ihr Handbuch an den QualitätsVerbund. Hier wird geprüft, ob alle Voraussetzungen für eine
erfolgreiche Zertifizierung erfüllt sind und erhalten ggf. weitere
Änderungsvorschläge. Geben Sie dann das QM-Handbuch im
Büro frei und führen damit Ihr QM-System offiziell ein.
Die Urkunde besiegelt die Zertifizierung
Parallel leitet der QualitätsVerbund den Zertifizierungsprozess
ein und organisiert den Audit-Termin. Auch im Audit erfahren
Sie weitere wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung Ihres
QM-Systems und Ihres Planungsbüros. Etwa vier bis sechs
Wochen nach dem Audit erhalten Sie Ihre Urkunde direkt vom
TÜV Rheinland und sind damit offiziell zertifiziert. Auf Wunsch
vermittelt der QualitätsVerbund auch Studenten, die bereits
bei einem unserer Klausur-Wochenenden erfolgreich einem
Büro bei der Erarbeitung geholfen haben, zur Unterstützung.
Und wenn Sie gar nicht weiter wissen: anrufen + fragen!
www.planerambau.de
Der „QualitätsStandard Planer am Bau“ kann auf der InternetSeite www.planerambau.de eingesehen werden. Der QualitätsVerbund Planer am Bau organisiert die Auditierung, stellt
einen Umsetzungsleitfaden zur Verfügung, berät bzw. betreut
die Büros auf dem Weg zum Zertifikat und hält den Kontakt
zum externen Zertifizierer, dem TÜV Rheinland. Auf der WebSite finden Interessierte auch Porträts der bereits zertifizierten
Büros sowie weiteres umfangreiches Informationsmaterial.
QualitätsVerbund Planer am Bau
Brunnenwiesen 9 · 73105 Dürnau · Tel. 07164.1498350 · Fax 07164.146089
info@planer-am-bau.de · www.planer-am-bau.de
BDB-Nachrichten 2/2014
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