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Inhaltsverzeichnis - Deutscher Beton- und Bautechnik

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* Mannheimer Lokalnachrichten
Nr. 268 / Montag, 20. November 1989
M A N N H E I M E R M O R G E N • Seih
Bei Konflikten in der Berufswelt
Wenn die Seele
nicht „mitarbeitet"
. . . wußten die TC-Blau-Goid-Casino- und
Feuerio-Präsidenten Alex Buttweiler und
Herbert Siebert genau, daß sie mit dem
Europaball ein finanzielles Risiko eingehen würden. Sie hatten angesichts der
Flut von Bällen in den Herbst- und Wintermonaten einen geringen Besuch durchaus einkalkuliert. Dennoch zeigte sich
Buttweiler angesichts der gerade 700 Besucher im Rosengarten (weit weniger bezahlten ihre Eintrittskarten) niedergeschlagen. Zwar gab's Lob von allen Seiten für die Veranstalter, aber diejenigen,
die da ungehemmtem Tanzvergnügen
frönten, waren einfach zu wenige. Doch
weder Siebert noch Buttweiler wollten
den Europaball als krassen Mißerfolg
werten, denn in ihrer Idee fühlen sie sich
bestätigt. Ob und wie es weitergeht, darüber werden die beiden Vereinspräsidenten auch mit ihren Mitgliedern reden müssen. Ihren (finanziellen) Einsatz haben sie
erst einmal verspielt. Zu wenig Werbung
und Öffentlichkeitsarbeit nannte Buttweiler einen Fehler im Vorfeld beim Namen,
denn weder vom Feuerio noch vom Tanzsportclub kam die erhoffte Zahl der Mitglieder. Aber was nicht ist, kann ja noch
werden. Schließlich sind die Mannheimer
Bürger dafür bekannt, daß sie nicht sofort
Neues akzeptieren. Ein langer Atem ist allemal gefordert.
sd
Psychosoziale Betreuungsstelle bietet Rat und Hilfe
Von unserem Redaktionsmitglied Waltraud K i r s c h - M a y e r
Als eigenbrötlerisch galt Herbert König in der Firma schon immer. I n den acht Jahren
seiner Betriebszugehörigkeit gab es jedoch nie ernsthafte Probleme - bis eines Tages
den Kollegen auffiel, daß der 42jährige nicht mehr sein Arbeitspensum bewältigte. Zunächst nahm ihm das Team bereitwillig Aufgaben ab. Als sich jedoch bei dem 42jährigen fehlerhafte Computereingaben häuften und diese die gesamte Abteilung ausbaden
mußte, schlug die Hilfsbereitschaft in Unmut um. Der Konflikt spitzte sich zu, als der
wortkarge Sachbearbeiter immer häufiger ausgerechnet dann einige Tage fehlte,
wenn es besonders viel zu tun gab. Als drohend die Kündigung im Raum stand, nahm
der eingeschaltete Vertrauensmann der Firma mit der Psychosozialen Betreuungsstelle Kontakt auf: Dieser Fachdienst steht Schwerbehinderten im Berufsleben zur
Seite, er hilft außerdem, wenn psychisch bedingte Probleme am Arbeitsplatz auftauchen.
Wenn von schwerbehinderten Berufst ä t i g e n die Rede ist, denkt man z u n ä c h s t
an Menschen m i t k ö r p e r l i c h e n E i n s c h r ä n kungen. Seelisch Behinderte sind w e i t weniger i m Bewußtsein - h ä u f i g auch deshalb, weil sie ihre Leiden zu verbergen suchen!
Die f ü r schwerbehinderte Arbeitnehmer z u s t ä n d i g e n H a u p t f ü r s o r g e s t e l l e n haben erkannt, d a ß es m i t rechtlichem Rat
und technischen Diensten (beispielsweise
zum A u s t ü f t e l n behinderten-gerechter A r beitsplätze) allein nicht getan ist. Überfordert waren die F ü r s o r g e s t e l l e n , wenn hinter einer Abmahnung oder einer drohenden K ü n d i g u n g langfristige K o n f l i k t e i m
Umgang m i t Kollegen oder Vorgesetzten
Sprechzeiten
Die Psychosoziale
Betreuungsstelle,
die H i l f e anbietet, wenn seelische Probleme zu Konflikten am Arbeitsplatz f ü h r e n ,
ist ü b e r die Telefonnummer 2 39 91 zu erreichen. Die G e s c h ä f t s s t e l l e (Tattersalls t r a ß e 35) hat folgende Sprechstunden:
montags bis freitags jeweils 9 bis 12 und
13 bis 16 Uhr, dienstags zusätzlich von 17
bis 19 Uhr.
oder auch Leistungsschwierigkeiten standen. Deshalb wurde i n Baden ein Modellprojekt ins Leben gerufen: Bislang entstanden ein Dutzend Psychosoziale Betreuungsstellen, die von verschiedenen Organisationen aufgebaut wurden. Den
Mannheimer Fachdienst t r ä g t der Badische Landesverband gegen Suchtgefahren. Der von A n f a n g an eingesetzte Psychologe Markus Hölz begann 1987 m i t
zehn Wochenstunden, seit M ä r z 1989
k ü m m e r t er sich als Ganztagskraft u m
körperlich oder psychisch Behinderte, die
i n Mannheim einer Arbeit nachgehen.
Von 1987 bis Ende Oktober dieses Jahres hat der Psychologe 88 M ä n n e r u n d
Frauen beraten, beziehungsweise langfristig betreut. I n jedem zweiten Fall standen seelische Behinderungen, die bei der
Arbeit zu K o n f l i k t e n g e f ü h r t hatten, i m
Vordergrund. Aber auch bei den körperlich Schwerbehinderten spielten stets psy-
chische Probleme eine Rolle.
Etwa ein Drittel der Klienten k o m m t
selbst. Bei einem weiteren Drittel schaltet
die H a u p t f ü r s o r g e s t e l l e den Fachdienst
e i n - meist drohen dann schon K ü n d i g u n gen. I n den restlichen Fällen nehmen Bet r i e b s r ä t e oder Vertrauensleute von Firmen, wie auch soziale Einrichtungen oder
K l i n i k e n m i t der Betreuungsstelle Kont a k t auf - so wie bei Herbert König.
Wie ging es i n diesem Fall weiter? I n
E i n z e l g e s p r ä c h e n m i t dem Psychologen
stellte sich heraus, d a ß sich der 42jährige
schon seit beinahe zwanzig Jahren i n nerv e n ä r z t l i c h e r Behandlung befindet, weil
er i m m e r m a l wieder i n seelische Tiefs abrutscht. Davon weiß aber niemand i n der
F i r m a etwas. Der ohnehin wortkarge
Sachbearbeiter hat auch keinem Kollegen anvertraut, d a ß er vor dem E i n t r i t t i n
die F i r m a wegen eines Nervenzusammenbruchs - ausgelöst durch den Tod der
M u t t e r - s t a t i o n ä r behandelt worden ist.
Nach dem K l i n i k a u f e n t h a l t war Herbert
K ö n i g eigentlich auch viele Jahre m i t sich
u n d der Umwelt e i n i g e r m a ß e n zurechtgekommen. Seine seelische Verfassung änderte sich schlagartig, als sich seine langj ä h r i g e Freundin von i h m trennte. Herbert König s p ü r t e , wie i h m die tägliche
A r b e i t ü b e r den Kopf wuchs, wollte es
aber nicht wahrhaben. I n dem M a ß e wie
seine Belastbarkeit abnahm, wuchs seine
A n g s t vor Fehlern b e i den Computereingaben - diese Furcht l ä h m t e i h n regelrecht. A l l dies sprach der 42jährige erstmals g e g e n ü b e r dem Psychologen offen
aus.
Herbert König w a r damit einverstanden, d a ß sich der Betreuungsdienst m i t
d e m Vertrauensmann der F i r m a i n Verbindung setzte. I n gem'einsamen G e s p r ä chen k a m man ü b e r e i n , den Sachbearbeiter innerhalb der F i r m a umzusetzen. Es
entsprach Herbert Königs Wunsch, seinen
Computerarbeitsplatz i m G r o ß r a u m b ü r o
zu verlassen und eine T ä t i g k e i t ohne Term i n d r u c k zu ü b e r n e h m e n . Der Sachbearbeiter zog i n die Registratur um, wo er
zwar auch teilweise am Bildschirm arbeiFortsetzung auf S. 16
Am Wochenende ging die Post ab
Unverfrorene kamen mit Moped
Hunderte von DDR-Besuchern in Mannheim / Verwaltung vorbereitet
Schon ganz nach Plan verlief das zweite „DDR-Wochenende" in Mannheim. Noch
mehr Besucher von drüben genossen die neuen Freiheiten im Westen, etliche hundert
Gäste rollten in die Stadt. I n Sonderzügen oder im eigenen Trabi kam die Karawane
an, ganz unverfrorene jüngere Brüder starteten sogar mit dem Moped in den anderen
Teil Deutschlands und ratterten mit ihrer abenteuerlichen Simson „kaltschnäuzig"
bis vor die Hauptpost am Paradeplatz.
Die hatte am Wochenende das Monopol f ü r s Begrüßungsgeld, an den Sehalvtern i n der City und beim Bahnhof wurde
fleißig ausgezahlt. Über die diensthabenden Beamten brach der S t r e ß herein, r u n d
dreißig DDR-Besucher i n der Stunde stell-ten sich f ü r den Hunderter an, der ihnen
einmal i m Jahr als Willkommensschein
•winkt.
Auch auf Ü b e r r a s c h u n g s g ä s t e , die auf
gut Glück und ohne festes Quartier hier
h ä t t e n ankommen k ö n n e n , hatte sich die
Verwaltung vorbereitet. I n der Mehrzweckhalle Friedrichsfeld, wo bereits seit
letzter Woche Übersiedler untergebracht
sind, waren f ü r den Fall der Fälle Betten
gerichtet. Doch nur vier Cottbusser f r a g ten bei der Stadt u m Nachtlager nach. Sie
hatten, von T ü b i n g e n kommend, eigentlich i n ihrem Kleinstwagen eine M ü t z e
Schlaf nehmen wollen. Die empfindliche
Kälte ließ sie dann aber doch von diesem
eiskalten Vorhaben Abstand nehmen. I n
Friedrichsfeld waren sie bestens versorgt.
E i n versprengter DDRler f a n d nachts
noch Unterschlupf i m Ü b e r s i e d l e r q u a r t i e r
inR5.
Ansonsten keine Ü b e r r a s c h u n g e n - alle f r e i w i l l i g e n Helfer w ä r e n auch an diesem zweiten Ausnahme-Wochenende wieder gern auf deutsch-deutschen Posten.
Viele Mannheimer hatten Übersiedler
ü b e r s Wochenende zu einem Ausflug eingeladen, der Verkehrsverein l u d außerd e m zu einer kostenlosen Stadtrundfahrt
ein, trotz der frostigen A u ß e n t e m p e r a t u r e n herrschte ü b e r a l l ein herzlich-warmes
Klima..
Die Mehrzweckhalle i n Friedrichsfeld,
w o noch r u n d 65 Ü b e r s i e d l e r ohne „Distanzblase" ausharren m ü s s e n , w i r d am
.Dienstag g e r ä u m t . Die Lagerleute ziehen
d a n n i n , g e m ü t l i c h e Zimmer i n der Mittels t r a ß e (ehemals Sozialamt), wo sie endlich
wieder einmal die T ü r e hinter sich zumachen k ö n n e n ,
räu
1
-ANZEIGE-
Der Turner Jimmy
dreht bei der Sonderausstellung „Historisches Blechspielzeug", die sich im Rahmen der
„Aktionswoche Spiel" präsentiert, seine Runden. Das Technische Landesmuseum sowie der
private Frankenthaler Sammler und Künstler Elmar Worgull haben die Exponate ausgeliehen. Sie sind im Lichthof der Abendakademie (bis 29. November, jeweils von 10 bis 18 Uhr)
zu sehen.
warn/Bild: Bohnert
M . \,I>7,1
Vom 22. bis 29. November:
Ausstellung zum Ausprobieren
„Aktionswoche Spiel" mit Seminaren und Mitmachzirkus
E s gibt Spiele, die bleiben von Generation zu Generation ein Hit: Der Würfel-Oldie
„Mensch ärgere dich nicht" oder das altbewährte Strategie-Spiel „Mühle" erhitzen
auch heute noch die Gemüter. Die traditionsreichen Austreiber von Langeweile haben
freilich mächtig Konkurrenz bekommen. Eltern und Erzieher vermögen kaum noch
das riesige Sortiment zu überblicken. Orientierungshilfe möchte die „Aktionswoche
Spiele" geben, deren Mittelpunkt auch in diesem Jahr wieder eine Spielzeugausstellung bildet. Zu den Veranstaltungen, die am Büß- und Bettag in R 3,13 beginnen, laden erstmals Stadtjugendamt und Abendakademie gemeinsam ein.
Die Zusammenarbeit k a m nicht von
u n g e f ä h r : Die Abendakademie hat bereits
selbst Spielmärkte organisiert. A u ß e r d e m
hat sich bei anderen Veranstaltungen wie beim Gesundheitsmarkt oder bei den
Infotagen f ü r ältere Mitbürger - die Kooperation zwischen Stadt und Volkshochschule b e w ä h r t . (In den letzten Jahren lief
die Spiel-Aktionswoche i m Jugend-Forum
an der Neckarpromenade.)
Bei- der Spielzeugausstellung vom 22.
bis 29. November i m Paul-Eppstein-Saal
der Abendakademie (täglich von 10 bis 18
Uhr) p r ä s e n t i e r e n sich mehr als 500 Spiele
u n d Spielzeuge f ü r alle Altersgruppen.
U n d da man Spiele i m wahrsten Sinne des
Wortes begreifen m u ß , heißt es deshalb
auch nirgends „bitte nicht b e r ü h r e n " . I m
Gegenteil: Die Ausstellungsstücke k ö n n e n
ausprobiert werden. Bei der Ausstellung
sollen vor allem Spiele vermittelt werden,
bei denen etwas gemeinsam geschieht, erl ä u t e r t e B ü r g e r m e i s t e r Wolfgang P f ö h l e r
bei einem Vorgespräch. E s gelte der Einsamkeit bei Computer-Spielen entgegenzusteuern, e r g ä n z t e Jugendamtschef Werner. F ü r K i n d e r g ä r t e n , Vereine oder Jugendgruppen gibt es ein besonderes Angebot: eine Wanderausstellung m i t 150 Spie-
len; Teile davon k ö n n e n auch f ü r Freizeiten ausgeliehen werden.
Workshops umrahmen wieder die
Spielzeugschau: Clown Hipolito und sein
Mitmachzirkus treten am Büß- und Bettag
u n d am Wochenende danach jeweils nachmittags auf. I n verschiedenen W e r k s t ä t ten (jeweils am Feiertag und am Wochenende) werden unter fachlicher A n l e i t u n g
Waldorfpuppen, Marionetten u n d Spiele
hergestellt.
Was bedeutet Spielen f ü r die persönliche Entwicklung? Diese Frage w i l l ein Seminar am Samstagnachmittag (25. November ab 15 U h r ) . beantworten. A m
Sonntagnachmittag geht es u m Spiele f ü r
Familienfeste und Stegreifspiele. Z u den
Arbeitskreisen f ü r Erwachsene laufen
parallel Kinderangebote, damit sich V a t i
oder M u t t i ganz u n g e s t ö r t einer Sache zu
widmen vermögen.
Tausche Lese-Lotto, gegen Lego! Ges c h ä f t e dieser A r t k ö n n e n bei der „SpielT a u s c h - B ö r s e " abgewickelt werden, die
a m Wochenende (25. und 26» November)
jeweils ab 14 Uhr vorgesehen ist. Knirpse
u n d Jugendliche d ü r f e n auch verkaufen.
Kriegs- und Horrorspiele sind allerdings
unerwünscht.
warn
Aus dem Polizeibericht
Auf einem Taxi
herumgetrampelt
M i t Blechschaden endete am Samstagabend ein Streitgespräch zwischen einem
Taxifahrer und zwei jungen M ä n n e r n . Zu
der t ä t l i c h e n Auseinandersetzung war es
gekommen, weil die beiden den Taxifahrer i n eine W a l d h ö f e r Gaststätte bestellt
hatten, sich aber dann nicht vom Platz
r ü h r t e n . Als der Fahrer das Warten leid
war, steuerte er wieder seinen Standplatz
an.
D o r t tauchten kurz darauf die beiden
M ä n n e r zu F u ß auf. I m Verlaufe des Disputs schlug das Duo auf den Fahrer ein
u n d trampelte auf dem Taxi herum, so
d a ß ein Sachschaden i n H ö h e von rund
4000 M a r k entstand. Bei einer Fahndung
n a h m e n Polizeibeamte die streitsüchtigen
alkoholisierten G ä s t e fest.
Frau schlug zu
Ebenfalls streitbar zeigte sich eine
2 0 j ä h r i g e Autofahrerin, als sie von einem
6 3 j ä h r i g e n an der Augusta-Anlage auf ihr
verkehrswidriges Verhalten angesprochen wurde: Die Uneinsichtige schlug m i t
den F ä u s t e n auf den Rentner ein. Als dieser wieder i n seinen Pkw einsteigen wollte, f u h r die junge Frau absichtlich auf i h n
zu, so d a ß der„ M a n n zwischen die Autos
geklemmt wurde u n d dabei Prellungen
a m Oberschenkel erlitt. S p ä t e r stellte sich
die F r a u der Polizei. . •
Festakt im Päui-Eppstein-Saal
Gute Zusammenarbeit mit einem Känguruh begonnen
Abendakademie-Ehrennadel für Dr. Gertraud Stoop-Wirth (Ankara) / Direktor als Komponist
Wie aus Zufällen manchmal gute, Freundschaften entstehen k ö n n e n , demonstrierte
die Abendakademie beim Festakt anläßlich ihres 90jährigen Bestehens im Paul-Eppstein-Saal in R 3,13. Dr. Gertraud Stoop-Wirth, Leiterin des Goethe-Instituts in Ankara, Türkei, erhielt aus der Hand von Roland Härtung, Verwalturigsratsvbrsitzender
der Volkshochschule, die Ehrennadel in Gold der Bildungseinrichtung. I n seiner L a u datio auf Gertraud Stoop-Wirth berichtete Heinz Ufer, pädagogischer Direktor der
Abendakademie, wie die Verbindung zu der Instituts-L«iterin mit einem überdimensionalen Känguruh in den siebziger Jahren ihren Anfang genommen hat. Das Beuteltier war Teil einer Kinderbuchausstellung, die von der Abendakademie auf eine
schriftliche Anfrage des Goethe-Instituts in Nikosia auf die Reise nach Zypern geschicktwurde.
Z u m Goethe-Institut k a m Dr.. StoopVon da an, so Ufer, habe sich' ein reger
Austausch entwickelt, den die Instituts- W i r t h i m Jahre 1958. Sie arbeitete zuDirektorin Stoop-Wirth auch i m jugosla- n ä c h s t i n Rottenburg, k a m dann i n - d e n
wischen Zagreb und i n Ankara, wo sie die Auslandsdienst nach Kairo (Ägypten), A n deutschen . Kultureinrichtungen leitete, kara (Türkei) u n d Saloniki (Griechenfortsetzte. So habe sie beispielsweise mit- land). Direktorin eines Goethe-Instituts
geholfen, die bisher größte Ausstellung j u - wurde sie erstmals 1972 i m zypriotischen
goslawischer naiver Kunst nach Mann- Nikosia. Die Arbeitsweise der K u l t u r i n s t i h e i m zu holen. Heinz Ufer hob hervor, d a ß tute demonstrierte Gertraud Stoop-Wirth
die berufliche Tätigkeit von Gertraud
scherzhaft i n ihrer Dankesrede, indem sie
Stoop-Wirth stets von Verantwortung und
den O b e r b ü r g e r m e i s t e r Gerhard Widder
P f l i c h t g e f ü h l geprägt gewesen sei. Die i n .
W ü r z b u r g gebürtige „Generalistin m i t aufforderte, i n A n k a r a die modellhafte
Tiefgang" (Ufer) studierte ab 1946 i n Er- Mannheimer Abwasserbehandlung vorzulangen und Freiburg; Germanistik, Ge- stellen. I n n ä c h s t e r Zeit w i l l die Direktoschichte, Romanistik, Kunstgeschichte r i n des Goethe-Instituts eine. Austauschu n d Philosophie. Nach, ihrer Promotion Ausstellung junger Mannheimer u n d j u n 1953 nahm Gertraud Stoop-Wirth eine Tä- ger t ü r k i s c h e r K ü n s t l e r organisieren.
Eine Geburtstagspremiere besonderer
tigkeit beim deutschen Akademischen
Austausch-Dienst i n Bonn auf. Diese A r - ' A r t hatte Abendakademie-Direktor Heinz
beit f ü h r t e sie unter anderem, nach A i x - Ufer vorbereitet. M o n i k a Deck, Christine
Blumen für Dr. Gertraud Stoop-Wirth: Roland Härtung (links) und Heinz Ufer (rechts) gratu- en-Provence, Toronto u n d i n den Norden Meyer, Christine Bender, Sabine P f e i f e r
und Gudrun Müller intonierten von Ufer
lierten der Leiterin des Goethe-Instituts in Ankara (zum Bericht).
Bild: Keese Finnlands.
komponierte „ G e b u r t s t a g s m i n i a t u r e n " f ü r
zwei Flöten,' Oboe, K l ä r i n e t t e und Fagott:
Variationen ü b e r das-Thema „Zum Geburtstag viel Freud'"./ I n G r u ß w o r t e n
wandten sich Roland' Hartung, Gerhard
Widder, Jochen Riebel, O b e r b ü r g e r m e i ster i n Frankenthal und Vertreter des
Raumordnungsverbands
Rhein-Neckar
sowie der Rektor der Fachhochschule f ü r
Technik, Professor Dietmar von Hoyningen-Huene i m Namen der m i t der Abendakademie kooperierenden Einrichtungen
an die G e b u r t s t a g s g ä s t e .
Professor G ü n t h e r Dohmen, Vorsitzender des deutschen Volkshochschulverbands, wandte sich i n seiner Festansprache energisch gegen eine Kommerzialisier u n g der Erwachsenenbildung nach amerikanischem Vorbild. Dies f ü h r e dazu, daß
sich Angebote v e r s t ä r k t an motivierte, begabte u n d z a h l u n g s k r ä f t i g e Kunden i n
den g r o ß e n Ballungszentren richten. Die
r u n d 5000 Volkshochschulen, die bundesw e i t fast ü b e r a l l vertreten seien, w ü r d e n
von r u n d 11 Millionen B ü r g e r n i m Jahr
besucht. Seit etwa 30 Jahren, so Dohmen,
nehme die Zahl der H ö r e r j ä h r l i c h u m
durchschnittlich drei Prozent zu. Dohmen
bezeichnete die rund 618 Millionen Mark,
welche die Volkshochschulen 1988 insgesamt an öffentlichen Z u s c h ü s s e n erhalten
h ä t t e n , als „eine der besten Zukunftsihvestitionen ü b e r h a u p t " .
lang
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