close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Feldbauratgeber 2015

EinbettenHerunterladen
Sorry, aus Krankheitsgründen ist diese
akin wieder einmal eher dünn.
In zwei Wochen, wenn die nächste
Ausgabe erscheint, wird das wieder
besser. Versprochen!
Einzelverkaufspreis: 1 Euro
Selbstdruckausgabe
Nummer 24 des 41.Jahrgangs am 24.November 2014
Die
heutige
Jugend —
aber die
andere
Die heutige Jugend...” —
dieses Lamento ist ein paar
Tausend Jahre alt und wird
von Generation zu Generation weitervererbt. Und in
jeder Generation hat es ganz
bestimmte Konnotationen und Färbungen. Unvergessen bleibt uns da
zum Beispiel Otto König, der in den
70ern via TV ernsthaft bezweifelte,
daß die Menschheit das Jahr 2000
erleben würde, weil die damalige
heutige Jugend so verantwortungslos
und verweichlicht sei, daß sie das
Überleben unserer Gesellschaft nicht
werde sichern können.
“
Die heutige heutige Jugend ist quasi
das Gegenteil davon. Diese Jugend
hat wieder Ideale und will in den
Kampf ziehen — sollte man meinen,
wenn man dieser Tage den Fernseher
aufdreht und vor allem den Boulevard liest. Horden von mitteleuropäischen Jugendlichen ziehen in den
Dschihad! Die muß man aber sofort
einsperren; auch wenn sie 14 Jahre
alt sind, denn die Gesellschaft weiß
sich offensichtlich nicht anders zu
helfen. Und denjenigen von diesen
Massen — die sich dann bei genauerem Hinsehen als doch nicht ganz so
massenhaft herausstellen —, die
schon ins “Kalifat” gefahren sind,
läßt man gleich mitteilen, daß sie zu
Hause schon der Strafrichter erwartet, sollten sie lebend zurückkehren.
Ja, so kümmert sich die Republik um
ihren Nachwuchs. Aber, einem
christlichen Gott sei Dank, das sind
ja gar nicht “unsere” Jugendlichen.
Das sind die Kinder von den Anderen, den Fremden, denen aus der
Unterschicht. Denen muß man ja
keine Hoffnungen geben, die kann
man ruhig fertigmachen. Thomas
Schmidinger sei gedankt, als er in
einer Fernsehdiskussion erwähnte,
daß sich in der Beratungsstelle, in
der er sich engagiert, auch nichtmigrantische Eltern gemeldet hätten,
deren Kinder Begeisterung für IS
und Co. zeigen. Nur ging das halt leider in der Debatte unter und der hier
geborene Mittelstandsbürger kann
das überhören.
zenenwechsel. Am Wiener
Alsergrund wird demnächst
eine
Suchtberatungsstelle
eröffnet. Riesenwirbel im Grätzel —
natürlich auch ordentlich angeheizt
von FPÖ und ÖVP: Man könne das
doch nicht in der Nähe von Schulen
machen, so der Tenor des Protests
von Anrainern. Achja? Einmal abgesehen davon, daß in Wien fast überall
viele Schulen sind und daß es nicht
sinnvoll wäre, eine niederschwellige
Einrichtung an der Höhenstraße oder
beim Friedhof der Namenlosen zu
situieren, wo die Klientel wohl nicht
so leicht hinfindet, stellt sich die
Frage: Warum eigentlich nicht in der
Nähe von Schulen? Das seien “die
S
Sorgen der Bürgerinnen und Bürger,
allen voran die der Eltern um ihre
Kinder, die sie vor dem Kontakt mit
Junkies und Drogen bewahren wollen”, so der Herr Gudenus von der
FPÖ. Ja, klar, weil die Jugendlichen,
die dort in die Schulen gehen, würden ja sonst nie und nimmer in
Gefahr geraten, suchtkrank zu werden. Sicher, denn zu so einer Beratungsstelle kämen ja sicher nur
erstens Erwachsene und zweitens
von wo ganz anders in diesen braven
bürgerlichen Bezirk. Daß die eigenen
Kinder vielleicht einmal ein Drogenproblem haben könnten und es ganz
sinnvoll sein könnte, wenn in der
Nähe eine Beratungsstelle ist — auf
die Idee kommt der gemeine Mittelstandsspießer gar nicht. Denn auch
hier gilt: Das sind doch nicht unseren
Jugendlichen!
So sieht das Lamento in unseren
Tagen also aus: “Diese heutige
Jugend der Anderen...” Und um die
muß man sich auch gar nicht mehr
kümmern und die muß man auch
nicht mehr verstehen. Weil um die ist
es nicht schad! Wegsperren oder
sonst irgendwie aus dem Blickfeld
mit ihnen!
Die Beschäftigung des Spießers mit
der heutigen Jugend kann sich so auf
das wohlige Gruseln beim Lesen der
nächsten
Krone-Schlagzeile
beschränken. Und wenn sich das
alles irgendwann gesellschaftlich
doch nicht mehr ausgeht, bleibt ihm
immer noch die Befriedigung, es
immer schon gewußt zu haben.
Bernhard Redl
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Ö
Zivilcourage zahlt
sich (nicht) aus
Über die Nicht-Folgen eines rassistischen Übergriffs
m 1. Februar 2013 gab
es den Ball der Burschenschaften in Wien
und große Demonstrationen dagegen. A. war
mit
einer
Gruppe
von
Freund*innen ebenfalls dabei. Sie
machten sich gegen Mitternacht
auf den Heimweg. Auf der Höhe
des Parlaments lief ein Mann mit
dunkler Hautfarbe, verfolgt von
einer Gruppe schwarzgekleideter
Männer die Straße entlang. Auf
der Stadiongasse hatten sie ihn
eingeholt, warfen ihn zu Boden
und traten auf ihn ein. A. und eine
zweite Person näherten sich den
vermeintlichen Nazis mit erhobenen Händen und schrien ”Aufhören”. Die Gruppe schwarzgekleideter Männer hatte mittlerweile
Schlagstöcke ausgepackt. In der
ersten Konfusion konnte der
Mann, der zu Boden geworfen
wurde, flüchten. Die Gruppe stürzte sich nun auf A. und die zweite
Person. A. wurde zu Boden
geworfen und mit Schlägen traktiert. Die inzwischen angekommene Polizei hatte keine Eile, die
Angreifer von A. und der zweiten
Person zu entfernen. Das Ergebnis: A. hatte eine stark blutende
Kopfwunde und musste genauso
wie die zweite Person ins Spital
gebracht werden. Die Polizei weigerte sich die Rettung zu rufen.
Inzwischen hat sich herausgestellt
wer die Angreifer sind: Securities
des Volksgartens, der Firma ”Ante
Portas”. Ein Security hatte zuvor
noch ”Scheiß Zecken, mischts
euch nicht ein” geschrien. A. wird
ins Krankenhaus gebracht und
seine Kopfwunde wird genäht.
Einige Tage später stellt sich heraus, dass A. auch einen Nasenbeinbruch erlitten hat. Er muss
A
drei Tage ins Krankenhaus und
wird unter Vollnarkose operiert.
Securities mauern
Hätten die Angreifer nun eine Strafe bekommen, wäre der Vorfall
eine spektakuläre Geschichte,
aber nichts weiter. Doch so ist es
nicht. Die schlampige Arbeit der
Polizei hatte zur Folge, dass offenbar nicht die Daten von allen
Angreifern aufgenommen wurden
und sie nicht klar die Personen
identifiziert haben, die für die Verletzungen von A. verantwortlich
sind. Und das obwohl die Polizei
daneben stand, als die Person
noch auf A. drauf saß. Ante Portas
gibt sich als liebes, nettes Security-Unternehmen mit sozialarbeiterischen Touch. Man will anders
sein als all die anderen Unternehmen mit schlechtem Ruf und rassistischer Tür-Policy. Tja. Das
Unternehmen hat bis jetzt weder
eine Entschuldigung geäußert
noch irgendetwas getan, um diesen Vorfall aufzuarbeiten. Wussten sie nichts davon? Die
beschuldigten Securities hingegen
mauern, wie wir es sonst nur von
der Polizei kennen. Die Folge: Das
Verfahren wird trotz der Aussagen
eines einzelnen sehr bemühten
Polizisten (muss ja auch mal
gesagt werden!) abgebrochen.
Über bleibt A., der die Kosten für
Medizin und Krankenhausaufethalt alleine tragen muss, keine
Entschädigung bekommt und mit
den Folgen eines gewalttätigen
Übergriffs leben muss. Die Täter
bleiben völlig unbelangt. Sie sind
offenbar nach wie vor im Dienst
von Ante Portas.
Für seine Zivilcourage wurde A.
also auch noch bestraft.
(Blog Schmetterlingsammlung/gek.)
Quelle: http://schmetterlingssammlung.net/2014/10/21/zivilcourage-zahlt-sich-nicht-aus/
2
5.November 2014
Gedanken
zum
Gedenken
Zur Kundgebung zur
Erinnerung an die
Novemberpogrome am
ehemaligen Aspangbahnhof
eit vielen Jahren organisiert
die
Initiative
Aspangbahnhof
mit
unermüdlichem Engagement eine Mahn- und
Gedenkkundgebung anlässlich des
Jahrestages des Novemberpogroms
1938. Jährlich rufen viele Organisationen, aber auch Privatpersonen zu
dieser Veranstaltung auf und einige
sind ebenfalls mit Redebeiträgen
vor Ort vertreten. Die Bedeutung
der Arbeit der Initiative Aspangbahnhof ist vor dem Hintergrund,
dass der 9. November kein offizieller Gedenktag in Österreich ist,
umso größer. Es gilt die Frage zu
stellen, warum nicht auch das offizielle Österreich diesen Tag mit
einer Gedenkfeier an die Opfer des
Novemberpogroms begeht? Ein
offizieller Gedenktag würde verlangen, dass an den in der österreichischen Gesellschaft tief verwurzelten Antisemitismus erinnert und
dass die heutigen antisemitischen
Tendenzen thematisiert werden.
S
In der Nacht vom 9. auf den 10.
November 1938 brannten die
Nationalsozialisten
zahlreiche
Synagogen in ganz Wien nieder.
Viele Geschäfte und Wohnungen,
die im Besitz von Menschen waren,
die von den Nationalsozialistinnen
und Nationalsozialisten als Jüdinnen und Juden definiert wurden,
wurden geplündert und zerstört.
6547 Juden wurden in Wien verhaftet, 3700 davon in das Konzentrationslager Dachau deportiert.
Es gibt mehrere Gründe, den 9.
November als Gedenktag an die
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Opfer des Nationalsozialismus stärker im Stadtgedächtnis zu verankern.
Der ausschlaggebendste Grund ist
wohl, dass das Novemberpogrom
kein Verbrechen war, das an einem
weit entfernten Ort, wie etwa Auschwitz, begangen wurde. Diese Verbrechen fanden hier in Wien statt. Niemand kann behaupten, nichts davon
gewusst oder gesehen zu haben. Die
damalige Gesellschaft hat in den
meisten Fällen widerstandslos den
Verbrechen an ihren jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn zugesehen.
Viele haben auch bereitwillig an den
Schikanen, Plünderungen und Zerstörungen mitgewirkt. Gleichgültigkeit gegenüber ihren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie
das bewusste Wegschauen waren
ebenso gängige Reaktionen.
Antisemitismus war und ist in der
österreichischen Gesellschaft stark
verwurzelt. Ressentiments, Ablehnung und Hass gegenüber der jüdischen Bevölkerung gab es lange vor
dem Nationalsozialismus. Unmittelbar nach dem ”Anschluss” 1938
wurde die Gewaltbereitschaft der
nicht-jüdischen
Bevölkerung
gegenüber ihren jüdischen NachbarInnen sichtbar. Stille Zeugen davon
sind die Fotoaufnahmen ‚straßenwaschender‘ Jüdinnen und Juden in den
Märztagen 1938. Diese niederträchtige Demütigung, die vielerorts in
Wien zu sehen war, ging in den meisten Fällen auf die Initiative von eifrigen österreichischen Nazis zurück,
die dazu nicht erst von der
Parteiführung aufgefordert werden
mussten.
Die Auseinandersetzung mit der
Ermordung von über 65.000 österreichischen Juden und Jüdinnen darf
dementsprechend nicht erst mit Auschwitz beginnen, sondern muss an
Erinnerungsorten in unserem heutigen Lebensumfeld anknüpfen. Einer
dieser für die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung
zentralen Schauplätze in Wien ist der
ehemalige Aspangbahnhof. Von hier
wurden in den Jahren 1939 bis 1942
zehntausende Menschen, die von den
Nationalsozialisten als Jüdinnen und
Ö
Juden definiert wurden, in die Vernichtungslager im besetzten Polen
und im heutigen Weißrussland
deportiert und dort in den meisten
Fällen unmittelbar nach ihrer
Ankunft ermordet. Der Vernichtung
der europäischen Jüdinnen und
Juden ging eine schrittweise Entrechtung und Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung voraus. Diese
Radikalisierung geschah inmitten der
damaligen Gesellschaft.
5.November 2014
und andere Formen der Ausgrenzung
zu setzen. Ein friedlicher antifaschistischer Protest aus der Zivilgesellschaft ist vor allem dann notwendig,
wenn das offizielle Österreich nicht
entschieden gegen das Erstarken von
rechtsextremen Tendenzen auftritt.
Isabella Riedl, Geschäftsführerin
Verein GEDENKDIENST
(Text zur Verfügung gestellt von der
Initiative Aspangbahnhof)
Zudem ist es von zentraler Bedeutung, die nationalsozialistischen Verbrechen nicht als ‚Naturkatastrophe‘
erscheinen zu lassen, sondern als
Verbrechen, die Menschen an anderen Menschen verübt haben. Die
Geschichte der Opfer kann nicht
erzählt werden ohne ihre MörderInnen zu benennen und die Umstände
ihres Todes zu beleuchten. Es gilt,
die Motive und Ideologien, die hinter
den Taten der TäterInnen standen, zu
verstehen, um diesen, wann immer
sie heute auftauchen, entschieden
entgegentreten zu können.
Ideologische und weltanschauliche
Konzepte des Faschismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus sind nach der Befreiung Österreichs durch die Alliierten keineswegs aus den Köpfen der Bevölkerung verschwunden. Nicht nur in
Österreich, sondern auch in vielen
anderen europäischen Staaten, war
insbesondere in den letzten Jahren
ein Erstarken der extremen Rechten
zu beobachten. Besonders in Zeiten
wirtschaftlicher Krisen und steigender Armut ist unseres Erachtens die
Gefahr besonders groß, dass rechtsextreme Parteien wieder an Zulauf
gewinnen. Umso dringlicher scheint
es daher, dieser Entwicklung offen
und entschieden entgegenzutreten.
Die Aufforderung “Niemals vergessen!” muss stetig mit der Verpflichtung einhergehen, die aktuellen politischen Geschehnisse und Entscheidungen kritisch zu betrachten und zu
hinterfragen. Wir sind verpflichtet –
wann immer es nötig ist - ein starkes
zivilgesellschaftliches
Zeichen
gegen Rassismus, Antisemitismus
3
Mahnwache
und Kundgebung
NIEMALS VERGESSEN!
Nie wieder Faschismus!
“In den Jahren 1939 - 1942
wurden vom ehemaligen
Aspangbahnhof
zehntausende
österreichische Juden in
Vernichtungslager
transportiert und kehrten
nicht mehr zurück”
Sonntag, 9. November 2014,
15 Uhr
Gedenkstein vor dem
ehemaligen Aspangbahnhof
Platz der Opfer der
Deportation (bei Ecke A.Blamauerg./Aspangstr.),
1030 Wien
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Wien / Initiativen
5.November 2014
hängte einen Bilderzyklus auf, in dem auch eine Karikatur seiner “Hexenverbrennung” am Augartenspitz
2012 enthalten war und stellte alles ins Internet.
Die Freunde
des Augartens
kämpfen weiter
Ein neuer Brandanschlag im Mai 2014 zerstörte das Zelt
und das Hauserl.
Von den Brandschutzexperten wurde eindeutig Brandstiftung festgestellt. Brandbeschleuniger waren gefunden worden. Wir hatten keine entzündbaren Dinge in
dem Hauserl und Zelt, was auch bei der Einvernahme
bezeugt wurde. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt
erstattet. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Wir sehen die Brandstiftung als Ergebnis der Hetzpropaganda von ÖVP und FPÖ.
D
ie Geschichte vom Augarten-Widerstand
von den Freunden des Augartens und dem
Josefinischen Erlustigungskomitee geht
unverdrossen weiter.
Dass wir 2010 von der Polizei unfreiwillig von den
Bäumen gepflückt wurden, wissen mittlerweile alle, die
sich dafür interessieren. Leider konnte der Sponsor, ein
Oligarch aus der ehemaligen DDR, sich trotz 15.000
Unterschriften mit dem Konzertkristall ein Denkmal setzen .Die fadenscheinige Begründung war, dass unsere
Sängerknaben unbedingt einen Probenraum für unsere
Sängerknäblein just auf diesem Areal erhalten müssten.
Unsere Kundgebungen gehen trotzdem weiter und wir
haben viele Mitstreiter.
Wir wehren uns gegen weitere Verbauung und Privatisierung. Wir kämpfen seit Jahren für freie Durchwegung
vom Augartenspitz bis zum Haupteingang. Wir wollen
mehr Blumen für die Bienen, den wilden Auwald für
Dachs, Fuchs Hasen und alle anderen freilebenden
Tiere, und vor allem Ruheoasen für uns Bürger. Wir
wollen auch eine freie Durchwegung des Englischen
Gartens, der eingezäunt ist. Private Autos sollen im
Augarten nichts zu suchen haben. Gesittete Radfahrer
stören nicht. Wichtig ist uns ein gutes Verhältnis zu
Stadtgemeinde und Burghauptmannschaft sowie zur
Sängerknaben-GmbH.
Seit der Zwangsräumung hatten wir auf der Dammwiese ein Zelt und ein kleines rotes Hauserl als Geräteschuppen. Im Zelt hielten wir unsere Treffen ab, gaben
Informationen weiter, veranstalteten Kundgebungen,
Konzerte und andere Unterhaltungen. Dies störte einen
ehemaligen Trittbrettfahrer unseres Protestes, der sich
als Provokateur betätigte. Nach einem Brandanschlag
bekam er 2012 von der Polizei einen unbefristeten
Platzverweis, er hielt sich aber nicht daran. Er drohte mit
einer Racheaktion gegen die Freunde des Augartens, das
Josefinische Erlustigungskomitee und die Bürgergärten
hinter dem Filmarchiv. Alle Aktivisten werden von ihm
“gestalkt”. Er verleumdet uns, erstattet skurrile Anzeigen bei der Polizei, wobei er unbegründete Behauptungen aufstellt. Dazu kommen verbale und tätliche Angiffe.
Bitte unterstützt unsere gute Sache mit Wort und Tat und
seid friedlich, wie wir!
Christine Schwed-Ramström
Links:
http://www.baustopp.at
http://www.erlustigung.org
Auf unserer Bühne der “Sängerraben” hat er 2013 eigenmächtig eine Holzpyramide aufgestellt , die er mit diversen Falschinformationen und Karikaturen bestückt. Er
4
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Initiativen / Debatten
Zu Sexismus bei
Nackt-Aktionen
Tierrechtsaktivist MARTIN BALLUCH vom “Verein gegen Tierfabriken”
machte sich auf seinem Blog Gedanken darüber, wie mit dem
Sexismusvorwurf in Folge von Nacktaktionen umzugehen ist. Diese
Frage mag zwar in der Tierrechtsszene besonders relevant sein, da
dieses Mittel dort sehr beliebt ist, dennoch könnten sich auch
andere Sparten des politischen Aktivismus damit
auseinandersetzen:
5.November 2014
rung eines Wesens nur aufgrund seines Geschlechts umfasst. Andere
wiederum empfinden Sexismus
lediglich dort verwirklicht, wo er auf
den
Machtverhältnissen
einer
menschlichen Gesellschaft beruht,
d.h. Sexismus kann es z.B. nur gegen
Frauen geben.
ei Diskussionen habe ich
innerhalb des Lagers der
AktivistInnen folgende Positionen angetroffen:
B
- Aktionen, in deren Rahmen weibliche (menschliche) Körper nackt
präsentiert werden, seien immer
sexistisch, weil sie das sexistische
Rollenbild von Frauen als Sexobjekten fördern oder sogar instrumentalisieren.
- Nackaktionen seien dann nicht
sexistisch, wenn gleich viele Männer
wie Frauen daran teilnehmen, bzw.
nicht mehr Frauen als Männer, weil
die Geschlechter dann gleich behandelt werden.
ind politische Nacktaktionen auf der Straße sexistisch? Zugegeben, in der
österreichischen
Tierrechtsbewegung zumindest scheint das kaum ein Thema zu
sein, jedenfalls gab es dazu meines
Wissens intern kaum Diskussionen.
Ich möchte nicht anregen, dass sich
das ändern sollte, fast im Gegenteil,
ich möchte Verständnis dafür
wecken, dass man auch in so heiklen
Fragen mit guten Gründen sehr verschiedener Ansicht sein kann, was zu
mehr Toleranz gegenüber anderen
Meinungen führen könnte.
stInnen bieten, eigene Vorstellungen
zu realisieren. Dabei gibt es praktisch keine Beschränkungen, mit
Ausnahme des KZ-Vergleichs und
einer Thematisierung des Schächtens, die jeweils politisch heikel sind
und daher nicht einfach so im Namen
des VGT vorgebracht werden können. Deshalb gibt es immer wieder
Nacktaktionen ”des VGT”, auch
wenn dazu kein breiter Konsens in
der Gruppe oder zwischen den VGTGruppen bestehen muss. Im Sommer
2014 wurden nackte Personen z.B. in
Fleischtassen in ganz Österreich präsentiert.
Beim VGT gibt es immer wieder einzelne Personen, die die Idee einer
Nacktaktion haben und diese im
Rahmen des Vereins umsetzen.
Unsere Aktionen werden nicht topdown angeordnet. Der VGT möchte
mehr eine Unterstützung für Aktivi-
Auf dem heurigen Tierrechtskongress gab es auch einen Workshop
zur Frage von Sexismus und Nacktaktionen. Die Diskrepanz beginnt
dabei schon bei der Definition, was
Sexismus ist. Manche sehen den
Begriff so, dass er jede Diskriminie-
S
- Nacktaktionen werden sexistisch,
wenn dabei nackte Frauen eine
Opferrolle einnehmen, z.B. als
geschlachtete Delfine. Die Kombination von nackter Frau und Opfer fördere das Rollenbild.
Nacktaktionen seien nicht sexistisch, wenn keine sexuelle Komponente in der Darstellung des nackten
weiblichen Körpers mitschwingt,
wenn er also entsexualisiert ist. Das
sei bei der Darstellung einer nackten
Frau als geschlachteter Delfin der
Fall.
Nacktaktionen seien nur sexistisch, wenn die Körper der nackten
Menschen, die daran teilnehmen, den
gesellschaftlichen Schönheitsidealen
entsprechen, also keine korpulenteren oder älteren Personen dabei sind.
- Nacktaktionen seien immer dann
nicht sexistisch sondern legitim,
wenn sie politischen Protest transportieren und die beteiligten Personen, egal welchen Geschlechts, freiwillig und aus eigener Überzeugung
auftreten. Unter diesen Umständen
http://www.martinballuch.com/zu-sexismus-bei-nacktaktionen-ein-workshop-am-tierrechtskongress
5
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
könne die Nacktaktion auch durchaus sexuellen Charakter haben, wie
z.B. bei einem sich sexuell präsentierenden Pärchen unter dem Motto
”Liebe wärmt besser als Pelz”.
Alle diese Positionen haben gute
Argumente für sich, vertreten werden sie jeweils von Männern und
Frauen, die sich dazu Gedanken
gemacht haben und sich von Sexismus distanzieren. Mit welcher
Berechtigung könnte man eine dieser
Ansichten verabsolutieren und die
anderen 5 als diskriminierend aus
K o m m e n t i e r t e
P r e s s e s c h au
NEOlogik
Die Junos, die Jugendorganisation
der NEOS, macht schon wieder
von sich reden. Während vor kurzem die Mutterpartei auf Antrag der
Junos die Forderung nach der
Legalisierung von Cannabis als
Parteiforderung
akzeptieren
mußte, kommt jetzt bei den JungNEOS wieder der ökonomische
Neoliberalismus zu Ehren. So
lesen wir in einem “Presse”-Interview mit dem frisch gebackenem
Junos-Chef Douglas Hoyos, daß
seine Organisation in ihrem Programm doch ziemliche Hämmer
festgelegt habe: “Etwa, dass der
Vermieter den Mieter jederzeit
ohne Grund kündigen können soll,
mit dreimonatiger Vorlaufzeit.
Angst, dass der Vermieter dann
alle drei Monate Druck macht und
die Miete erhöht, hat Hoyos nicht.
Im Gegenteil: Das Modell würde
Mieten günstiger machen, weil
durch raschere Kündigungen mehr
Wohnungen auf dem Markt wären.”
Diese Logik teilt auch Hoyos:
“Unbefristete Verträge sind hier
eine der größten Gefahren”, zitiert
ihn
das
Blatt..
Nachdem diese Aussage per Twitter heftig kritisiert wurde, mahnten
Presseschau
einer sozialen Bewegung ausschließen? Natürlich kann eine Gruppe
innerhalb der Tierrechtsbewegung
eine dieser Positionen im Konsens
übernehmen und sich selbst daran
binden. Aber anderen Gruppen, die
das anders sehen, deren Aktivitäten
vorzuschreiben und sie deshalb z.B.
von Kongressen oder Veranstaltungen auszugrenzen, ließe sich das
wirklich vertreten?
5.November 2014
fall bedeutet, ist gar nicht so klar.
Und das gilt nicht nur für Sexismus,
sondern auch für andere Diskriminierungsformen, man denke z.B. an
den Israel-Palästina Konflikt. Deshalb wäre es vielleicht manchmal
angebracht, den Positionen anderer
MitstreiterInnen in einer sozialen
Bewegung mit ein bisschen mehr
Toleranz zu begegnen. Niemand von
uns hat die Wahrheit gepachtet. (gek.)
Der VGT distanziert sich von Sexismus, darin sind sich alle einig. Aber
was das im konkreten Anwendungs-
die NEOS ein, man möge doch
nicht die NEOS mit den Junos vermengen. Nur: Der Ex-JVPler, BWLStudent und Adelssproß Douglas
Hoyos-Trauttmansdorff war bis Mai
dieses Jahres Sprecher der NÖLandesorganisation der Mutterpartei und ist dort jetzt Finanzreferent.
Als Junos-Chef folgt er Nikolaus
Scherak nach, der allerdings selbst
die Nachfolge Hoyos als NÖ-Landessprecher
angetreten
hat.
Sprich: Die NEOS und die Junos
haben sich derart selbst miteinander vermengt, daß man Aussagen
der Jugendorganisation sehr wohl
als NEOS-Aussagen ansehen darf.
http://diepresse.com/home/4585420
Eingesparter
IHS-Chef
Ein Opfer des eigenen Sparwillens
wurde jetzt Christian Keuschnigg,
bislang Chef des IHS. Der muß
sich jetzt nämlich selbst einsparen,
denn das Kuratorium des “Instituts
für höhere Studien” konnte sein
Konzept der Umgestaltung des
Instituts aus Spargründen einfach
nicht akzeptieren — worauf
Keuschnigg nach nur zwei Jahren
im Amt den Hut nahm. Denn das
IHS, das zwar einstens als sozialwissenschaftliches Institut gegründet worden war, in den letzten Jah6
ren medial aber nur mehr als
Kampforgan der Austeritätspolitik
wahrzunehmen war, sollte nach
den Ideen des bisherigen Chefs
ganz spezielle Einsparungen im
Personalbereich erfahren. Das liest
sich im “Kurier” so: “Die Abteilung
Politik wäre abgeschafft, die Soziologie abgespeckt worden – nicht,
weil beide schlecht seien, sondern
da man sich auf die Kernkompetenz, die Wirtschaft, konzentrieren
sollte, sagte der Wissenschaftler.
Das IHS müsse ein Exzellenzinstitut sein.” Allerdings hatte der Chef
auch anderswo schon gespart,
nämlich an seiner eigenen Präsenz: “In Kritik geriet Keuschnigg
auch, weil er wegen seines Lehrauftrags in St. Gallen nur drei Tage
pro Woche in Wien war. Dorthin
wird der Professor für Finanzen
nun Vollzeit zurückkehren.”
Auch darf Keuschnigg im Kurier
seine Überzeugungen darstellen:
“Mein Credo ist die soziale Marktwirtschaft. Außerdem werde ich
nichts vertreten, was keine Grundlage in der akademischen Forschung hat”. Und auch das Wort
“Subventionen” höre er nicht gern:
“Das ist ein Preis für Gegenleistungen”, zitiert er das Blatt.
Ja, jetzt wissen wir wenigstens,
daß Herr Keuschnigg weiß, was
mit dem Wort “Subventionen”
gemeint ist — auch wenn er das
Wort nicht mag: Geld, daß die
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
öffentliche Hand für gesellschaftliche Leistungen bereitstellt. Und
man versteht, warum er das Wort
nicht mit seinem Institut in Zusammenhang sehen wollte — weil Subventionen sind für ihn ja wohl ein
Institut des Kommunismus und
sowas hätte er für sein Institut ja
nie annehmen können...
http://kurier.at/wirtschaft/unternehmen/92.879.387
Presseschau
Nicht nach dem
Geschmack Gaucks
und Fischers
Zu links ist übrigens auch das
deutsche Bundesland Thüringen —
zumindest, wenn es nach dem in
letzter Zeit etwas auffällig gewordenen deutschen Bundespräsidenten geht. Joachim Gauck paßt es
nämlich nicht, daß dort nach den
5.November 2014
Wahlen im September über eine
rot-rot-grüne Regierungsmehrheit
nachgedacht wird — und damit ein
Mitglied der Linken (die im Landtag
nun mehr Mandate als SPD und
Grüne zusammen hat) auf dem
Sessel des Regierungschefs kommen könnte — und die CDU, die
seit der Wiedervereinigung dieses
Amt innegehabt hätte, in die Opposition müßte.
Gaucks lautstarke Einmischung
Initiative hat keine Chance”. Und aus diesem Zitat
macht auch noch das boulevardeste der Schweizer
Blätter, der “Blick” eine Headline. Das wird also
nichts werden.
Allerdings liegt das nicht zuletzt daran, daß die
Eidgenossen erst im Februar dieses Jahres eine
recht ähnliche, wenn auch nicht gar so rigorose
Initiative der SVP mit hauchdünner Mehrheit angenommen hatten und dies zu erheblichen Mißstimmigkeiten mit der EU geführt hatte. Auch dies habe
der ECOPOP-Initiative den Wind aus den Segeln
genommen, meint der Blick.
Die Ecopop-Gegner werden also wahrscheinlich
den Sieg davon tragen. Daher ist das Mißgeschick
mit den Einbahn-Plakaten (siehe Faksimile aus WoZ
42/2014) wohl verschmerzbar.
Schweiz: Einbahn Ecopop
m 30.November kommt in der Schweiz wiedermal eine Frage zur Abstimmung, die es in
sich hat: Die Ecopop-Initiative will die Zuwanderung in die Eidgenossenschaft stoppen. Das kennen wir zwar schon von diversen Schweizer Initiativen, doch diese will vordergründig jeden Rassismus
und jede kulturelle Angstmache vermeiden und
argumentiert mit Umweltschutz. Denn für noch mehr
Leute sei kein Platz in diesem Land: “Es wird eng in
der Schweiz. Wir Schweizer sind ein wohlhabendes
Volk und konsumieren deshalb viel. Bereits in der
Vergangenheit haben wir dabei weite Teile unseres
Landes mit Häusern und Strassen verbaut. Es nützt
keinem, wenn die Schweiz 10 Millionen Einwohner
hat. Wir werden
damit nur etwas vom
Schönsten schädigen, das wir haben:
Unsere Natur und
unsere Lebensqualität. Deshalb fordert
die Ecopop-Initiative
eine Begrenzung der
Netto-Zuwanderung
von 0,2 % der ständigen Wohnbevölkerung.”
Beruhigenderweise dürfte diese Initiative kaum eine Mehrheit
bekommen,
denn wenn man
Google
mit
der
Frage nach Ecopop
belästigt, findet man
so gut wie keine
Website, die die
Kampagne toll findet. Selbst deren
bekanntester Initiator läßt sich zitieren
mit “Die Ecopop-
A
7
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
in diese Frage wird aber auch im
Mainstream nicht immer goutiert.
So kommentiert Florian Gathmann
im “Spiegel”: “Dass Joachim Gauck
mit der Linkspartei ein Problem hat
und die Linke mit dem Bundespräsidenten, ist bekannt. Und es überrascht niemanden beim Blick auf
die Biografie des Staatsoberhaupts
und die Genese der Partei. Es ist
auch sein gutes Recht, dass Joachim Gauck weiterhin eine
bestimmte Sicht auf die Linke hat.
Das steht jedem Bürger zu. Aber
es steht dem Bürger Gauck nicht
zu, diese Meinung als Staatsoberhaupt öffentlich zu vertreten. ... Im
Schloss Bellevue tritt der Bürger
hinter das Amt zurück, das hat
Gauck rasch gelernt. Vor allem,
dass er überparteilich sein muss.
So hat sich Gauck in den gut zweieinhalb Jahren als Bundespräsident auch verhalten: Er ist ein politisches Staatsoberhaupt, das sich
in Debatten einmischt oder sie
anstößt: Flüchtlinge, Deutschlands
Rolle in der Welt, Integration sind
wichtige Themen Gaucks. Nun
übertritt er die Grenzen seines
Amtes. Und noch mehr: Er greift
indirekt sogar in den Prozess der
Regierungsbildung in Thüringen
ein, denn dort läuft zurzeit eine
Befragung unter den SPD-Mitgliedern: Die Sozialdemokraten im
Freistaat müssen entscheiden, ob
sie ihrer Partei die Aufnahme von
Koalitionsverhandlungen
und
damit wohl eine Regierung mit
Linke und Grünen erlauben.”
Diese Abstimmung ist mittlerweile gelaufen und ergab trotz
(oder vielleicht auch: wegen)
Gauck eine saftige Mehrheit von
fast 70% für rot-rot-grün — und
das, obwohl die SPD genauso wie
bisher der CDU den Juniorpartner
hätte machen können. Aber offensichtlich will das dort kaum mehr
wer.
Bei Diskussionen in den sozialen Netzwerken über Gaucks Verhaltn kam auch immer wieder der
Hinweis, daß doch Gauck maßgeblich von SPD und Grünen als Bundespräsident aufs Schild gehoben
worden war — daß die das 2012
machten, war schon damals als
Presseschau
eher seltsam empfunden worden,
jetzt aber erst recht. Nur: Maßgebliche Meinungen der deutschen
Bundesparteien der SPD und der
Grünen sehen in der Linken nach
wie vor ein weitaus größeres Übel
als die CDU. Deutlich wurde das
durch ein Statement in der “taz”
über grüne Koalitionsmöglichkeiten
von Joschka Fischer, der als elder
statesmen sich ja kaum mehr ein
Blatt vor den Mund nehmen muß:
“Also ist jetzt die Frage SchwarzGrün, was ja in Hessen auf einem
guten Weg scheint, oder Rot-RotGrün, was jetzt in Thüringen ausgetestet werden soll. ... Ich bin
überzeugt davon, dass zum Beispiel bei einer Steuerpolitik mit der
Linkspartei und der SPD zusammen die Leute auch in Zukunft
schreiend davonrennen werden.
Dasselbe gilt für die Außenpolitik.
Wie soll das mit der Linkspartei
denn gehen?”
Und das kommt von einem Politiker, der früher selbst als Linksradikaler verteufelt worden ist...
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/joachim-gauck-warnung-vor-bodo-ramelow-inthueringen-a-1000583.html
KurzURL: http://tinyurl.com/akin24spon1
https://taz.de/!148732/
Ungarn:
Zensur? Unnötig!
Ebenfalls fragt sich der “Spiegel”,
was denn aus den als Zensurgesetze angesehenen Bestimmungen in Ungarn geworden ist, die
2010 in der ganzen EU für Aufregung gesorgt hatten. Denn nach
den formellen Protesten aus den
oberen Etagen der Miteuropäer
veranlaßte die Orbán-Regierung
zwar einige Änderungen, doch die
waren meist “eher kosmetischer
Natur. So etwa gilt die Pflicht zu
ausgewogener Berichterstattung
nicht mehr für Journalisten privater
Print- und Internetmedien, der
Quellenschutz für Journalisten
wurde verbessert, Sanktionsmöglichkeiten im Falle einer ‘Verletzung
der Privatsphäre’ wurden abgeschwächt”, faßt das Magazin die
8
5.November 2014
Zugeständnisse Orbans zusammmen. Jedoch “Parallel zum Gesetz
wurde 2010/2011 eine mächtige
staatliche
Medienaufsichtsbehörde gegründet, besetzt vor allem mit Orbán
treuen Funktionären. Zugleich
musste ein Drittel der 3400 damals
bei Radio, Fernsehen und Nachrichtenagentur MTI Beschäftigten
gehen — unter den Journalisten
traf es vor allem die unabhängigen
Köpfe.”
Und wie sieht es heute aus?
Der Spiegel interviewte einen
Redakteur des staatlichen Senders
Duna TV (der lieber nicht namentlich genannt werden wollte. “Ich
gehe jeden Tag mit einem Gefühl
der Beklemmung zur Arbeit. Oben,
auf der Ebene der Chefredakteure,
erwarten sie von uns nicht mehr,
dass wir gute Journalisten sind. Wir
sollen nur noch ausführen, was sie
vorgeben”, beschreibt dieser die
Stimmung im Sender. Und auf die
Frage, ob es Zensur gäbe, kommt
die niederschmetternde Antwort:
“Nicht direkt, denn wir machen
nichts Eigenständiges mehr, was
anschließend zensiert werden
müsste. Sämtliche Entscheidungen
über Inhalte werden oben getroffen. Eigene Ideen, eigene Kreativität sind nicht mehr erwünscht.”
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarnwas-aus-dem-mediengesetz-von-victor-orbanwurde-a-996340.html
Kurz: http://tinyurl.com/akin24spon2
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich
die Berichte auf die Online-Ausgaben
der zitierten Medien. Zeitungsleser: -br-
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Ukraine-Buch
mit Defiziten
Peter Strutynski (Hg.)
Ein Spiel mit dem Feuer.
Die Ukraine, Russland
und der Westen.
Papy Rossa Verlag, Köln 2014.
216 Seiten. 13,30 Euro
as Buch bietet interessante Einblicke und
Informationen,
läßt
jedoch wichtige Bereiche, wie die Herrschaft
der Oligarchen, ziemlich unbeleuchtet. Pikanterweise kommt in
dem von Linken geschriebenen
Buch die — sicher kleine — ukrainische Linke kaum vor.
Die Meriten des Buches liegen
vor allem darin, detailliert zu zeigen, was die westlichen Interessen
an der Ukraine sind; wie an allen
Ecken und Enden schamlos interveniert wird; wie der Vormarsch der
Nato nach der Wende 1989 über
die Bühne geht; was eine Assoziierung der ökonomisch wackeligen
Ukraine an die EU bedeutet. Und
diese imperialistische Expansion in
den Osten wird begleitet von einem
gigantischen
manipulativen
Medienapparat.
Leider hats sichs damit auch
schon weitgehend. Der Herausgeber, der bekannte deutsche Friedensaktivist Peter Strutynski, sagt
selbst, was die Crux des Buches
ist: “...die landes- oder kulturgeschichtlichen Aspekte mögen vielleicht zu kurz kommen”. (S.17)
D
Bücher
Und so wird von etlichen AutorInnen suggeriert, daß der “Maidan” vor allem eine ausländische
Sache war — wenn nicht gar ein
“Staatsstreich” oder ein “faschistischer Putsch” (siehe etwa S. 41 ff)
— hier ähneln sie den bürgerlichen
Ideologien, die keine Verständnis
für interne gesellschaftliche Prozesse aufbringen.
Ausgewogen hingegen zeigt der
Beitrag von Kai Ehlers (S. 80ff), wie
der Maidan tatsächlich entstanden
ist, wie er schließlich “politisch enteignet” wurde und es zur Bildung
einer rechten, neoliberalen Regierung kam — durchsetzt mit rechtsextremen Elementen. Fundiert und
differenziert ist auch das Kapitel
von Norman Paech “Wem gehört
die Krim? Die Krimkrise und das
Völkerrecht” (S.65 ff).
5.November 2014
Es herrscht in dem Buch eine
einseitige, dominant geopolitische
Betrachtungsweise vor. Diese führt
auch dazu, daß das Putin-Regime
keiner harschen Kritik unterzogen
wird: “Vergessen” werden die
Morde, der Krieg in Tschetschenien, die zahllosen Einschränkungen
demokratischer Freiheiten, die
Wahlfälschungen etc. Es entsteht
eine Art Revival der “Lagertheorie”:
weil es völlig richtig ist, gegen
NATO & Co zu sein, “muß” man mit
Putin sein — der oft so behandelt
wird, als ginge es noch um die
degenerierte Sowietunion und
nicht um einen autoritären, kapitalistischen Staat mit neoimperialen
Aspirationen.
Die “Lösung” des Ukarine- Konflikts wird vor allem auf der “oberen
Ebene” anvisiert: Verhandlungen,
Sicherheitsgarantien, ev. Neutralitätsstatus der Ukraine, Föderalisierung etc. So wie über die in der
Ukraine sehr wohl existierenden
sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und die Linke (im Westen
wie im Osten der des Landes)
kaum etwas zu erfahren ist, wird
auch nix über Alternativen “von
unten” gesagt. Gerade die wären
jedoch jetzt mehr denn je zu
beachten: nach den diversen
Wahlen droht ein “deal” zwischen
Obama, Merkel, Putin und den Oligarchen der West- und Ostukraine
mit den entsprechenden “Spar”programmen für die Bevölkerung.
Alles in allem: man/frau sollte
das Buch lesen, aber sich dessen
bewußt sein, was in ihm ausgespart bleibt.
Hermann Dworczak
mit diesem Namen existiert.
In akin 22/2014 brachten wir einen Kommentar
über die Schaffung eines offiziellen Feiertags mit der
Bezeichnung “Tag des Verteidigers der Ukraine”, der
dort ab sofort am 14.Oktober gefeiert wird. Inhaltlich
ist der Kommentar richtig, als Autor haben wir aber
versehentlich Matthias Reichl angegeben. Dieser
hatte allerdings nur einen ungezeichneten Kommentar, den er geschickt bekommen hatte, uns weitergeleitet, wodurch der Eindruck entstand, der Text wäre
von ihm. Von wem der Text wirklich stammt, wissen
wir leider immer noch nicht.
Errata
Der Teilnehmer der AfP-Veranstaltung in OÖ, der
dort als Abgeordneter “Panajotis Kladis” angekündigt
worden war und der damit den selben Namen trägt
wie der Mörder eines Albaners, heißt wahrscheinlich
wirklich so. Da es aber keinen Abgeordneten zu griechischen Parlament dieses Namens gibt, war von
unserem Autor vermutet worden (akin 23/2014), es
handle sich um einen Decknamen. Mittlerweile hat
uns unser Autor aber mitgeteilt, daß griechischen
Quellen zufolge tatsächlich ein Abgeordneter der
“Goldenen Morgenröte” in einem Regionalparlament
Die Redaktion
9
Termine
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Änderungen bitte uns bekanntzugeben!
Telefonnummern
ohne Vorwahl sind Wiener
Festnetz-Nummern.
Ständiges
und Treffpunkte
ARCHIVE, INFOLÄDEN, BUCHHANDLUNGEN U.Ä.
INFOLÄDEN: Wels: 4600 Spitalhof
3, Tel.07242/910432; Mi, Do 14-18,
Fr 14-22, Sa 11-14, infoladenwels@liwest.at; Korneuburg: IL
Kamtschatka Zivild.berat., Bücher,
Zeitschr., j. 1.u.3. Mi i.Mon. 15,3016,30. 2100 Laaer Str. 6; IL Linz:
Treibsand Rudolfstr.17, Di, Fr, Sa 16
- 20h, http://www.kv-treibsand.at.tf;
IL Salzburg: Lasserstr.26, Di+Do 1620h, So 13-19h. infoladen.salzburg@gmx.net; IL Bregenz, AJZ
Between,
Bahnhofstr.47,
05574/44379, juzbuch@gmx.at
EKH (1100, Wielandg. 2-4): Que(e)r
Mittwochs-Beisl 18,30-24h. Infol.X:
Mi-Do 14-20, Fr, Sa 14-22h. VOLXbibliothek Do 16 - 20 h. www.meduser.net/~ekh; HausBibliothek, Do
16-20h,
www.meduser.net/~ekh/bibliothek.html
PrekärCafe .j. 1. Di im Monat 20h
Disk.; ab 18h. 1010 Wipplingerstr.23/Stiegenabg.
Buchhandlung ”Libreria Utopia”.
1150, Preysingg. 26-28, Mo-Fr ab
15h, Sa ab 12h. Infos radicalbookstore.com
Anarchistische Buchhandlung Wien,
Oelweing. 36/5, 1150; Di & Mi, 1820h & j. 1.&3. Sa i. Monat, 12-16:30
Anarchistische Bibliothek jed. Mo 18
- 20h oder nach Absprache. 1080 Lerchenfelder Str.124-126/Hof 3/Tür 1a,
http://a-bibliothek.org
Archiv d soz. Beweg., Mi u.Fr 1720h, Kontakt www.bibliothek-vonunten.org,
archiv.wien@gmx.at,
1010 Wipplingerstr.23
Marxer Lesestube (Zeitungen, Sachbücher) Do 17-18h, auch vorher und
nachher. 1030 Marxerg. 18 (Ecke
Gärtnerstr.), Tel. 0681 1027-8815
ARBEITSLOSE
aha - Arbeitslose helfen Arbeitslose:
2. oder 1. Do. im Monat, Khevenhüllerstr
4,
4020
Linz
http://www.vereinaha.at/Infoabende.htm
”Aktive Arbeitslose Österreich”:
Offenes Treffen mit Beratung jeden
4. Do ab 16 Uhr Café Müller, Pay-
Hinweise
erg.14/Yppenplatz 2, 1160; SzbgRegionalgruppe: J. 4. Mi.i.Monat,
Beisl im ABZ, Kirchenstraße 34,
Salzburg. Telef Beratung 0676
3548310, http://www.aktive-arbeitslose.at. Online-Rechtsinformation:
http://www.arbeitslosennetz.org
AMSand, Beratung jeden Donnnerstag, 18-20h, Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070, http://amsand.net
AMSEL: J. 2. Do (werktags) von 1720h im Infoladen Schwarzes Radieschen Steinfeldgasse 2, 8020 Graz
http://www.amsel-org.info
”Zum Alten Eisen?”, Do, 16:30-18h
Uhr, Gasthaus Dormann, Wimmerg.
9
(Ecke
Jahng.),
1050,
http://www.zum-alten-eisen.at
DEMOS
Critical Mass (aka Radldemo),
http://www.criticalmass.at/; Wien, j
3. Freitag i Mon 16:30, Schwarzenbergplatz, 17h Abfahrt.; Graz, j letzt
Freitag i Mon – 16:30 Südtirolerplatz; Innsbruck, j. letzt Freitag i
Mon, 17:00, Maria-TheresienStraße; Linz, j. letzt Freitag i Mon,
Treffpunkt 16:30 Hauptplatz, Abfahrt
17h; Salzburg, j. letzt Freitag i Mon,
17h Kurpark vor Kongresshaus
FRAUEN:
FLMZ, Währingerstr. 59/ St.6, T+F
4085057, Plenum: j.1. Do, 18:30,
2.St; FZ-Beisl: Do-Sa ab 19h, Plenum: j.2.u.4. Di 18h, Eingang Prechtlgasse, ARGE Dic ke Weiber, Treffen
jed. 2. Freitag im Monat, 17,30;
T4028754; Beratungs-, Therapie- &
Bildungszentr.f. Immigrantinnen,
T4086119, http://www.peregrina.at;
V. Förderung femin. Handwerkerinnen, T4084443
Frauensolidarität, feministisch-entwicklungspolitisch: Bibliothek &
Dokumentation 1090 Senseng.3,
Tel.3174020-400, Öffnungszeiten
Mo-Di 9-17h, Mi-Do 9-19h, Fr 914h. netz: www.frauensolidarität.org
Archiv der Frauen- u.Lesbenbewegung Stichwort, 1040 Gusshausstr.20/1A+B, Tel. 812 98 86, e-mail:
office@stichwort.or at, geöffnet Mo
+ Di 9-14h, Do 14-19
FRIEDEN
Arge WDV, argewdv@verweigert.at,
535 91 09, Fax 5327416. 1010 Schotteng. 3a/1/4/59. Wehrdienstverweig.
u. Zivild.berat. Mo 18h, Deserteursu. Flüchtl.berat. Mi 18h; www.deserteursberatung.at/; Tel. 533 72 71;
Rechtsberatung bei dring. Fällen:
0699/ 112 25 867, solidaritaetsgruppe@chello.at
Wr.Friedensbew., Plenum jed. 1. Di.
i. Mon. 19h, Lokal Rotpunkt, 1050
Reinprechtsdorfer Str. 6
Solidar-Werkstatt (vormals friwe),
Waltherstr. 15, 4020 Linz, T.
0732/771094, F. 0732/797391, office@solidarwerkstatt.at,
http://www.solidarwerkstatt.at
PARTEIEN
Bezirksgr.: BG2 j. 1. u. 3. Mi,19h,
Galerie Vor Ort, 1020 Wohlmutstr.14;
BG3 j.1.u.3. Mi 19h, Esteplatz 7/1A;
BG4 1. Mi, 20h, 1040 Favoritenstr.22; BG5 Di 19,30 1050 Zentag.
39/1 BG6 1.u.3.Mi 19,30 Sopherl am
Naschmarkt, 1060 Linke Wienzeile
34, BG7 j. unger. Wo. Do Cafe Kultur, Westbahnstr.21; BG8 j. Mi 19h,
Kochg. 16, Tel.403 36 69; BG9 j. 1.
u.3. Mi 19h, Pramerg.19, 3.Mi auf
Anfrage Tel.92 50 712; BG10 jed Mi,
19h, Pernerstorferg. 42; BG11 GrünRaum Leberberg, Mi u.Do 16-19h,
sowie Fr 9 bis 12h. 1110 Rosa Joch-
mann Ring 5/28; BG12 j. 2. u. 4. Do,
19h, 1120 Ehrenfelsg.2; BG13 jed 2.
Mi, 19,30, Gh Yildiz, Auhofstr.80,
BG14 Linzer Straße 251 - Mi 16-18h,
BG15, Do, 19h, Krimhildplatz 10.;
BG16, jed. 2. Die 19h im Lokal der
BG 8 1080 Blindeng.5/2 Infos
0664/831 75 20, BG17 Di, 19,30,
Hernalser Hauptstr.49; BG19, Mi,
19h, Barawitzkag. 16; BG20, j. 1., 3.
+ 4. Mi, 19,30; Hannoverg.13; BG21
j.Mi 18,30, Brünner Str.26-32/5,
BG22 j. 1.+3. Di, 19,30 Wagramerstr. 117/1, BG23 Mi, 20h, Atzgersdorf, Kirchenpl. 7, Init. Grüner SeniorIn. j.1.u.3.Di, 17h, 1070 Lindeng.
40
GAJ: Wien: Plenum Fr 19h, 1070,
Lindeng.
40,
T52125242,
www.gajwien.at; Wr.Neustadt Fr 15h
Roseng.9; Stmk: Fr 15h Graz Paulustorg. 3. Tirol Mo 19h Grünes Büro
Ibk., Adamg.13-15; Vlb.: 6800 Feldkirch Pf73; GRAS Uni Wien trifft
sich jed. Mo zum basisdemokratischen Plenum, Infos aktiv@gras.at
SLP: 1200 Pappenheimg.2/1, T.
5246310, F. 5246311; Treffen: jew.
Mi 18,30 GH Zypresse, 1070 Westbahnstr.35a/ Kaiserstr.; Uni-Gruppe
Di, 18,30 Cafe Safran, 1040 Gusshausstr.20, Di 18,30 Pizzeria La Piazza, 1200 Gaußplatz 7; Graz, Mi 18h
im Stockwerk Jakominiplatz 18;
Linz, Mo 18h Alte Welt, Hauptpl.4;
Szbg, Mi 18,30, Shakespeare,
Hubert-Sattler-G. 3/Mirabellplatz;
NÖ: nicht regelmäßig, Infos
slp@slp.at, Gmunden jew. Mi, 18h
im Wiener Cafe, Esplanade
KPÖ: Linz, Treffpunkt Cafe KPÖ,
Mi 18h, Melicharstr.8
Polit. Bezirksini. PolDi-Politik
Direkt am 1. oder 2.Mo im Mon, 19h
Uhr, Cafe Sperlhof, 1020 Große
Sperlg. 41. http://poldi.mond.at,
Nachfragen: 319 44 86 o. poldi
news@mond.at
SONSTIGES
LICRA - Internat. Liga gg. Rassismus & Antisem., NGO, Jour fixe j. 1.
und 3. Mo im Mo, 19:30, Rep.Club,
1010, Rockhg.1/Cafe Hebenstreit
WILI-Wr. Lehr.In.Ini j. 1. Mi. 19:30
KIV, 1020 Odeong.1/Gr. Mohreng.
Wuk-Inforunde: j. 1. Mi. i. Mo. 18h.
Permakultur, Selbstversorg., Tauschkreise, Veganes; 1090 Währ. Str.59
RKL & Aktionskom. gg. Sozialabbau: Vorstadt-Zentrum, Gußhausstraße 14/3, 1040, So von 16-22h,
Soli-Cafe Di 18h
Kostnixladen virtuell: www.geldlos.at - real: im vekks. 1050 Zentag.26, Mo, Do, Fr jew. 15-20h. ebda:
WEGzehr & Kost-Nix-Kino jed. 1.
Do im Mon., kochen ab 14h, ab 20h
filme und vokü
AUGE/UG Büro, Termine /Themen:
http://www.auge.or.at, Mi., Ort: Belvedereg. 10/1, 1040; KIV/Unabh.
Gewerksch. Gemeindebed., KIVClub Odeong.1/ Eingang Ecke Mohreng., 1020, kiv@kiv.at
VIRUS Di, 20h WUK-Umweltb.,
1090 Währ.Str.59, Eisenstiege
Pankahyttn, jeden Dienstag ab 20h
Stammtisch. 1150 Johnstraße
45/Halle, www.pankahyttn.isdrin.at
Bikekitchen ReparierBAR: Donnerstag Selbsthilfewerkstatt: 16-20h
/ Community: 20-24h, jd. 1.Fr im M.
16-20h Rad-Werkstatt nur für Frauen, Lesben und Transgender. 1150
Goldschlagstr.8. Gebrauchte Ersatzteile sind vorhanden.
Offenes Treffen des ehem. Speaker10
5.November 2014
scorner gg Schwarzbunt j. 1. Do im
M., 19 Uhr Käuzchen, 1070 Gardeg./Neustiftg.
Anlaufstelle zur gewerkschaftlichen
Unterstützung
undokumentiert
Arbeitender (UNDOK): ÖGB-Haus
Catamaran 1. Stock, 1020 Johan
Böhm Platz 1, U 2 Station Donaumarina
Derzeitiges
Alle Macht den Konzernen?
Welche Gefahren stecken hinter dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen EU
und USA. Info-Tour NÖ zu
TTIP
und
CETA siehe
http://www.attac.at/termine
Donnerstag, 6.11.
Amerlinghaus, Vortrag & Disk:
Festung Europa? Bewegungsfreiheit für alle überall! 1070
Stiftg.8
Gänserndorf,
AK-Festsaal,
19h, attac-Veranst.: Alle Macht
den Konzernen? Welche
Gefahren stecken in TTIP und
CETA
Depot, 19h, Vortrag: Schuld
und Vergebung im Leben verurteilter NS-Täter. 1070 Breite
Gasse 3
Freitag, 7.11.
AAI, Konferenz bis 9.11.:
Reclaiming Palestine - Empowering the Marginalized. 1090
Türkenstr.3, Info: www.dar-aljanub.net
Stadtflanerie mit Gerald Grassl: Friedhof der Namenlosen.
Kosten 7,—, Beginn 15 Uhr,
Anm. erforderlich Tel. 332 26
94
und
office@aktionsradius.at
OKAZ, 19h, Freiräume im Hinterzimmer: Wiener Sub- und
Populärkultur 1955 - 1976.
Heinrich Deisl referiert zumThema & liest aus seinem Buch:
Im Puls der Nacht” , anschl.
Disk. 1040 Gußhausstr.35
Samstag, 8.11.
Wiener Rathaus, Wappensaal,
19h, 35 Jahre HOSI - Wien Festakt. Verbindliche Anmeldung an Tel. 216 66 04, oder
office@hosiwien.at
Cafe Sperlhof, Extrazimmer,
17h, Gruppe Klassenkampf
zeigt einen Film über Karl
Liebknecht, Vortrag: 100 Jahre
nach Ausbruch des 1. Weltkrieges - die Lehren aus dem
Verrat der Sozialdemokratie.
Imperialismus und Krieg heute! 1020 Große Sperlgasse
41
Hinweise
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
Sonntag, 9.11.
Platz der Opfer der Deportation, 15h, Gedenkstein vor dem
ehemaligen Aspangbahnhof.
Mahnwache und Kundgebung:
Niemals vergessen, nie wieder
Faschismus! 1030 Leon Zelman Park/Aspangstraße
Volkstheater,
19,30,
Gedenksoiree zu Pogromen in
Deutschland und Österreich:
Ich bin Zeuge. Karten zu 11,—
/16,— euro.
Montag, 10.11.
Ab 10 Uhr Einweihung einer
Gedenktafel vor dem Gymnasium 1130 Fichtnergasse 15,
zur Erinnerung an die ermordeten SchülerInnen, LehrerInnen und BewohnerInnen in
den umliegenden Gassen.
Hietzing, ab 17,30 Gedenken
an die Pogrom-Nacht 1938 vor
der Stele in der Eitelbergergasse/Neue Weltgasse
Breitenseer Lichtspiele, 18,30,
ein Film von Erwin Wagenhofer: Alphabet. Im Anschluß an
den Film Disk. mit Georg
Könne/Grünes Mitglied im
Stadtschulrat.
Politica: The Beginning & The
Taksim Commune: Gezi Park
and the Uprising in Turkey.
1070 Stiftg.8
ebd, 19h, Treffen Solikomitee
Widerstand i Griechenland
(Seminarplanung, Bericht v.
Treffen in Hamburg)
Donaucitykirche, 19h, TonDiaschau zum 70. Todestag
der
Feuerwehrleute
und
Widerstandskämpfer Plakholm
und Zak: Und ich fürchte den
Tod nicht. 1220 Donaucitystr.2/U 1 Kaisermühlen
Mittwoch, 12.11.
Depot, 19h, Podiumsdisk:
Kunstförderung öffentlich vs
privat?
NIG, 18,30, Vortrag: Frauenbewegungen im sozialen Kampf
um gesellschaftliche und
staatliche Demokratisierung
am Beispiel Mexikos. 1010
Universitätsstr.7
Salzburg, Stadtwerke Designforum, 19,30, JBZ-Buchpräs.
und Disk: Demokrat. Geld &
faire Steuern. Struberg.26
Donnerstag, 13.11.
Depot, 19h, Disk. mit pro und
contra: Die Kunst von der
Steuer abzusetzen.
Depot, 19 - 22h, kinokis mikrokino zu Sex(arbeits)politiken.
Filme & Diskussionen
Rep.Club, 19h, Buchpräs.:
MALI - eine Spurensuche.
1010 Rockhg.1
Schwechat, Fellmayerscheune, 19h, attac-Veranst. zu
TTIP und CETA: Alle Macht
den Konzernen?
Dienstag, 11.11.
Freitag, 14.11.
RadioCafe, 19h, Disk: Die
Waffen nieder! Organisiert die
Welt! 150 Jahre Friedensnobelpreisträger Alfred Hermann
Fried und 100 Jahre Friedensbewegung in Österreich. 1040
Argentinierstr.30a, Eintritt frei
bei Anmeldung im Kartenbüro,
Tel. 501 70-377 und radiokulturhaus.ORF.at
Depot, 19 bis 22,30: Fortsetzung von Do, ab 19h Sexworkers, ab 19,30 Politiken der
Sexarbeit und Politiken der
Migration. Globale Strategien
der Entrechtung? ab 21h Film,
1070 Breite Gasse 3
Rep.Club, 19h, Buchpräs.:
Systemfehler: Spaltungsrhetorik als Entpolitisierung der
Ungleichheit. Mit Alexandra
Weiss, Sonja Ablinger und
Jörg Flecker. 1010 Rockhg.1
Amerlinghaus, 19h, Frauen
lesen Frauen und Hansjörg
Liebscher. 1070 Stiftg.8
Salzburg, Univ. bis 16.11. Entwicklungstagung: Neue geopolitische Verhältnisse und die
Zukunft der Entwicklungspolitik. Infos Paulo Freire Zentrum
Linz, AK-Bildungshaus Jägermayrhof, Seminar bis 15.11.:
Frauen in Funktionen Betriebsrat, Personalvertretung. Anmeldung auge@ug-
Amerlinghaus, 20h, Literatur
und Kleinkunst mit Richard
Weihs und Hilde Schmölzer:
Dunkle Liebe eines wilden
Geschlechts - Georg und Margarethe Trakl. 1070 Stiftg. 8
Depot, 19h, Hakan Gürses:
Plätze des Protests und NeoBonapartismus. Arabischer
Frühling, Gezi-Park oder Maidan sind Namen von Protesten. 1070 Breite Gasse 3
IWK, 18,30, Irene Messinger:
Scheinehe als unerforschte
weibliche Flucht- und Überlebensstrategie in der NS-Zeit.
1090 Bergg.17
Aktionsradius, 19h, Vortrag
und Disk. mit Raphael Schönborn: Selbstbestimmt leben
mit Demenz. 1200 Gaußpl 11
Amerlinghaus, 20h, Cinema
5.November 2014
oegb.at, Tel. 505 19 52-0
Linz, Grünes Haus, 16h,
Green Lectures: Neues Geld Alternative Währungen in der
Praxis. Landgutstr.17
Samstag, 22.11.
Samstag, 15.11.
Montag, 24.11.
ekh, 21h, kein Bock auf NAZIS
- Fest. 1100 Wielandg.2-4
Salzburg, Infoladen, 20h, Beisl
mit Flaggenparade und Essen.
Lasserstr.26
Steyr, Museum Arbeitswelt,
15-17h, Politik und Zeit - Zeitpolitik. Anm: steyt@gruene.at
Sonntag, 16.11.
Amerlinghaus, 20h, Cinema
Politica: BAS! Beyond the Red
Light. 1070 Stiftg.8
Evang.Pfarrgemeinde, 16h,
Adalbert
Krims:
Barack
Obama:
Friedensnobelpreisträger und Kriegspräsident. 1150 Schweglerstr.39
Neue Gedenksteine für Opfer
der Shoa, Wir gedenken: Berta
und Emil Feldmann, 1030,
Khunngasse 5, 10 Uhr; Otto
und Lina Simmel, 1030, Reisnerstraße 34, 11 Uhr; Familie
Friedländer, 1030, Esteplatz 5,
14 Uhr (www.steinedesgedenkens.at)
ekh, 20h, Vortrag und Solikonzert über Antiknastkämpfe in
Süditalien.
Dienstag, 25.11.
Mittwoch, 26.11.
NIG, HS III, 18,30, Gernot
Stimmer: Die Demokratien in
Lateinamerika in der Legitimitätsfalle. 1010 Universitätsstr.7
Ebensee, Zeitgeschichtemuseum, 19h, Disk: Direkte
Demokratie und Bürgerbeteiligung.
Kircheng.5,
Info
www.memorial-ebensee.at
Montag, 17.11.
Donnerstag, 27.11.
Amerlinghaus, 19h, Rechtshilfetreffen der BettelLobbyWien.
1070 Stiftg.8
Salzburg, Robert Jungk Bibliothek, 19,30, Buchpräs. und
Disk: Nachhaltigkeit versus
Resilienz: Krisenfeste Gesellschaften? Struberg.18
AK Bildungszentrum, Konferenz bis Freitag: Wie politisch
ist interkulturelle Bildung. 1040
Theresianumg. 16, Infos
www.politischebildung.at
Dienstag, 18.11.
Aktionsradius, 19h, Film und
Disk: Pflegealltag im Verborgenen. Film von Herbert Link:
Mehr als ich kann. Anschl.
Margarete Endl im Gespräch
mit Bärbel Danneberg. 1200
Gaußplatz 11
Grünes Haus, 17h, Disk: Age
and the City - die Zukunft des
Alters in der Stadt. 1070 Lindeng.40
Mittwoch, 19.11.
Freitag, 28.11.
Buchhandlung ChickLit, 19h,
Eva Geber präsentiert ihr
neues Buchüber : Emma Adler
- die berühmten Frauen der
französischen
Revolution,
erschienen 1906. Anschl. Diskussion, 1010 Kleeblattg.7
Cafe Korb - Art Lounge, 19,30,
Performance: Eine fremde
Stadt! nach Jura Soyfer. 75.
Todestag des Autors und 80
Jahre 12. Februar 1934. 1010
Brandstätte 9
Samstag,. 29.11.
Amerlinghaus, Filmclub Afrika,
19,30, Film: Baara - der
Lastenträger/Mali 1978.
NIG, HS III, 18,30, Vortrag von
Jens Kastner: Zapastismus
und Demokratisierung. 1010
Universitätsstr.7
Amerlinghaus, 10 - 17h, Seminar: Die Linke in Griechenland.
Veranstalter sind das Komitee
“Solidarität mit dem Widerstand in Griechenland” und
labournet-austria. Infos Hermann
Dworczak,
Tel.
0676/972 31 10
Donnerstag, 20.11.
Sonntag, 30.11.
ekh, 20h, Politdiskubeisl zum
Sonnwendviertel. 1100 Wielandg.2-4
Österr.Orientges.,
18-20h
Seminar: Politischer Islam u.
Salafismus. Eintritt 6,-, erm. 3,1010 Dominikanerbastei 6/6
Cafe Korb - Art Lounge, 19,30,
Film von Eva Brenner/Stefan
Schwietert: Der Schatten ist
lang - Jura Soyfer und seine
Zeitgenossen. Anschl. Disk.
mit Eva Brenner und Rudi Gelbard. 1010 Brandstätte 9
11
Letzte Worte
akin Nummer 24 des 41.Jahrgangs
5.November 2014
Braucht wer eine Fahne?
Neulich auf Facebook:
Ankündigungstext auf sga.monarchisten.org: “Nach der Kundgebung der böhmischen, mährischen und
schlesischen Monarchisten vom 28. Oktober am Prager Wenzelsplatz gibt es auch hier in Österreich nach
mehrjähriger Pause wieder einen Protestzug gegen die aufoktroyierte Republik.”
Auf Anfrage nach dem genauen Kundgebungsort teilten die Monarchisten via Facebook mit: “Die genaue
Adresse/Route folgt, sobald wir grünes Licht von der Behörde haben. Fest steht: Innere Stadt.”
Verständlich, denn wie schon Ferdinand I. anläßlich der Revolution von 1848 sagte (oder gesagt haben
soll): “Ja, dürfens denn des?” Man muß schon vorher die Behörde fragen, wo man demonstrieren darf,
bevor man es verkündet. Zumindest, wenn man die k.u.k.-Mentalität hochhalten möchte...
VORSICHT: kleingedrucktes!
Die aktuellen informationen verstehen sich als wöchentliches diskussions-, mitteilungs- und nachrichtenblatt mit einem termin- und
veranstaltungskalender. Weiters
sollen ideen und informationen
möglichst vieler fortschrittlicher
gruppen, initiativen und personen
weiterverbreitet werden. Jeder
artikel drückt lediglich die meinung der unterzeichnenden autoren und autorinnen aus. redaktionsmeldungen und technische
informationen können ungezeichnet bleiben.
Bedeutung der Kürzel: “akin”
bedeutet einen Eigenbericht,
“bearb.” bezeichnen Artikel, die
ohne weitere Recherche übernommen, aber sprachlich bearbeitet
wurden, “gek.” bezeichnet reine
Kürzungen.
Die redaktion besteht auf ihrer
autonomie und behält sich daher
auch das recht vor, texte zurückzuweisen, zu kürzen oder zurückzustellen. Faschismen, sexismen,
rassismen und totalitarismen werden prinzipiell nicht gedruckt.
Texte können aber teilweise oder
komplett auch abgelehnt oder zur
späteren veröffentlichung zurückgestellt werden, wenn sie beleidi-
gend sind, nichts neues respektive
mitteilenswertes enthalten, nicht,
nur schwer oder nur einem spezialpublikum verständlich oder
rechtlich bedenklich oder überlang sind. Auch wenn durch eine
veröffentlichung ein unzumutbarer schaden eintreten könnte, den
die redaktion sich zu verantworten
außer stande sieht, kann ein
abdruck unterbleiben.
Ablehnungen können in der akin
mitgeteilt und begründet werden.
Auf verlangen einer solchen
begründung wird eine solche obligatorisch abgedruckt. Es liegt an
der redaktion, zu entscheiden, ob
ein text in eine der oben angeführten kategorien fällt. Sollte nach
längerer diskussion kein konsens
innerhalb der redaktion zu erreichen sein, entscheidet die mehrheit der anwesenden redaktionsmitglieder. Diese sind jedoch
gehalten, nach einer für alle tragbaren lösung zu suchen. Stimmberechtigte mitglieder sind nur
regelmäßige mitarbeiterInnen der
redaktion. Abgelehnte manuskripte können in der redaktion eingesehen werden.
Redaktionsschluß und öffentliche
redaktionssitzung: montag, 18h.
Jahresabonnement (min. 28
reguläre ausgaben): 60 Euro
(bei bfs-mitgliedern ist die
abogebühr im mitgliedsbeitrag
enthalten). Ausland: 60 E plus
ein bisserl einer spende; 3
Ausg. gratis zur probe. Akin
per e-Mail (als reiner text oder
pdf oder beides): für papierabon. gratis, ansonsten 30 Euro.
Auf eurem adressenetikett
steht in der obersten zeile der
ablauf eures bezahlten abos
(z.b. 14/12 = dezember 2014).
MPRESSUM: Medieninhaberin (verlegerin), herausgeberin und herstellerin: bewegung für sozialismus (föj), belvedereg. 10, 1040 wien. Nachdruck unter quellenangabe und zusendung eines belegexemplars erbeten. Reproduktionen im internet bitte unter angabe unserer webadresse oder des deeplinks sowie
benachrichtigung per mail. DVR-nummer: 0557 021.
Redaktion und postadresse: Lobenhauerng.35/2, 1170 wien. tel. 01/53-56-200 - akin.redaktion@gmx.at - archivhomepage http://akin.mediaweb.at blog https://akinmagazin.wordpress.com - https://www.facebook.com/akin.magazin - twitter @akinmagazin - radio-podcast http://cba.fro.at/series/1137
Konto: bank austria, lautend auf: föj — bewegung für sozialismus, IBAN AT04 12000 22310297600, BIC: BKAUATWW
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
20
Dateigröße
685 KB
Tags
1/--Seiten
melden