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Leseprobe zum Titel: DER SPIEGEL Nr. 9/2015

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In diesem Heft
Titel
56 Klimawandel Der verheizte Planet –
Bestandsaufnahme des kollektiven
Versagens vor dem entscheidenden
Klimagipfel in Paris
64 Globalisierung SPIEGEL-Gespräch mit
der Autorin Naomi Klein über den größten
Feind des Klimas: den Kapitalismus
Medien
85 Manipulationen schocken Pressefoto-Jury /
Schreibt „Bunte“ von „Gala“ ab?
86 Autoren In seinen Drehbüchern
verarbeitet Peter Zingler seine Erfahrungen
als ehemaliger Krimineller
89 Presse Interview mit „Wirtschaftswoche“Chefredakteurin Miriam Meckel
über den geplanten Umbau des Magazins
Deutschland
12 Leitartikel Warum sich die deutsche
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Parteiendemokratie reformieren muss
Marinehubschrauber nicht seetauglich /
CSU stellt Mindestlohn infrage /
Grüne für höheren Dieselpreis / Kolumne:
Der schwarze Kanal
Euro Was passiert, wenn Griechenland aus
der Währungsunion ausscheidet?
Zeitgeschichte Wie Kanzler Kohl 1990
trickste, um Griechenland
keine Reparationen zahlen zu müssen
Strom Seehofer pokert um jeden Leitungsmast – und torpediert die Energiewende
Einwurf Was man über die Beine von FDPWahlsiegerin Katja Suding denken darf
Militär Die Regierung will 500 Millionen
ausgeben, verschleiert aber den Grund
Ermittlungen Wurden Parlamentarier in
Thüringen bestochen?
Quereinsteiger Der Politikprofessor
Dietmar Herz berichtet im SPIEGELGespräch über seine kuriosen Erfahrungen
in der Erfurter Landespolitik
Medizin Das unmenschliche Geschäft mit
Sterbenskranken
Religion Wie konservative Christen und
rechte Populisten kooperieren
Asyl Das Schicksal minderjähriger
Flüchtlinge in Bayern
Berlin Der schwierige Kampf gegen die
Hütchenspieler
Bildung Sparprogramm in Deutschland –
griechische Schulen kürzen Lehrergehälter
Strafjustiz Schuldig trotz Freispruch:
Straßburg rügt deutsche Richter
Gesellschaft
Ausland
92 Die iranische Anwältin Nasrin Sotude
94
98
102
104
Sport
gegen Ex-Fußballprofi René Schnitzler
dem täglichen Wahnsinn bei Real Madrid
begegnet
111 Computersport Die weltbesten Spieler
locken ein Massenpublikum an
Wissenschaft
112 Gefährliches Sexspielzeug / Hässlich,
114
118
120
122
Figur wird zum Playmobil-Verkaufshit
70
74
75
77
78
82
Farbige Seitenzahlen markieren die Themen von der Titelseite.
aber praktisch – Triumph der Datenbrille /
Petunien als Gentech-PR
Internet Linguisten erforschen Emojis,
die bunte, neue Weltsprache der Gefühle
Psychologie Der britische Wissenschaftsautor David Adam hat ein Buch über
Zwangsstörungen geschrieben – vor allem
über seine eigenen
Umwelt Sägen, Benzin, Giftspritzen –
wie sich genervte Gartenbesitzer störender
Bäume entledigen
Tiere Im Mittelalter wurden Schweine
oder Hunde vor Gericht gestellt, wenn sie
etwas verbrochen hatten
Der verliebte Emoji,
gelb und gut gelaunt, stammt
aus Japan, jetzt erobert er die
Welt. Zusammen mit seinesgleichen bildet das Lachgesicht ein Alphabet der Gefühle, ohne das kaum noch ein
Chat auskommt. Seite 114
Kultur
124 Brief-Hinterlassenschaft des angriffs-
140
lustigen Journalisten Hunter S. Thompson /
Frauenprotest in der Türkei wegen
der Ermordung einer Studentin / Kolumne:
Mein Leben als Frau
Fernsehen Die US-Serie „Orange Is
the New Black“ über die Sitten in einem
Frauengefängnis
Kino Julianne Moores Oscar-verdächtige
Rolle als Alzheimer-Patientin
Comics Das seltsame Leben des
„Asterix“-Miterfinders Albert Uderzo
Pop Oasis-Gründer Noel Gallagher
im SPIEGEL-Gespräch über Ruhm und
Paranoia
Buchkritik Milan Kunderas neuer Roman
8
129
142
143
144
146
Briefe
Bestseller
Impressum
Nachrufe
Personalien
Hohlspiegel / Rückspiegel
126
68 DGB ruft Bahngewerkschaft zur Mäßigung
auf / Ex-Politikerduo soll Tarifstreit
der Lufthansa schlichten / Volkswagens
amerikanischer Albtraum
Industrie Eine neue Roboter-Generation
treibt die Automatisierung voran
Soziales Der DGB will gegen Ausnahmen
bei der Rente mit 63 klagen
Infrastruktur Städte und Kommunen sollen
mehr investieren – aber wie?
Einzelhandel Unzureichende Kontrollen
bei angeblich nachhaltigem Holz
Konzerne Sony sucht verzweifelt Anschluss
an die Zukunft
Wohnen Ob die Mietpreisbremse greift,
entscheidet sich an einer einzigen Zahl
Drehbuchautor, saß zwölf
Jahre lang im Gefängnis,
bevor er mit Fernsehkrimis
Erfolg hatte. Seine Autobiografie wurde jetzt verfilmt –
ein Lebensweg, der mit einer
harten, elternlosen Kindheit
begann. Seite 86
108 Fußball Wie Trainer Carlo Ancelotti
47 Eine E-Mail und ihre Geschichte Der ganz
Wirtschaft
Peter Zingler,
107 Mega-Event Cricket-WM / Prozessauftakt
46 Sechserpack: Zunge raus / Martin-Luther-
alltägliche Antisemitismus
48 Agrarwende Ein grüner Landwirtschaftsminister legt sich mit Massentierhaltern an
54 Homestory Familiärer Kleinkrieg um die
Bildschirmzeiten der Kinder
über ihre Rolle in dem Film „Taxi“ /
Ultraorthodoxe Frauenpartei in Israel
Ukraine Der verzweifelte Kampf um
Debalzewe und die Folgen
Dänemark Wie zwei Männer radikale
Dschihadisten auffangen
Libyen Der „Islamische Staat“ baut seinen
Einfluss in dem Bürgerkriegsland aus
Global Village Ein US-Unternehmer
verkauft Luxus-Vans mit integriertem Büro
oder Spa – für das Leben im Dauerstau
132
134
136
Wegweiser für
Informanten:
www.spiegel.de/
briefkasten
Naomi Klein,
Aktivistin und Autorin, fordert eine Abkehr vom Kapitalismus, um die Welt vor einer
katastrophalen Erwärmung
zu retten: „Die physikalische
Wahrheit können wir nicht
verändern, aber die politische
Wirklichkeit.“ Seite 64
DER SPIEGEL 9 / 2015
7
Briefe
„Mir kommt ein alter Spruch in den Sinn:
Eine Unze Frieden ist mehr wert als eine Tonne Sieg.“
Lis Jäger, Mauer (Bad.-Württ.)
Klar positionierter Artikel
100 Jahre nach Beginn des Ersten und 70
Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs
hätte kaum jemand geglaubt, dass so eine
Konfrontation noch mal auf unserem
Kontinent eskalieren würde. Interessen,
falscher Stolz und Machtstreben auf der
einen Seite, Ohnmacht der Opfer und
Vertriebenen auf der anderen Seite. Was
bleibt, ist verbrannte Erde, wofür nur?
Die Revolution des Westteils der Ukraine
(offensichtlich durch die USA und die EU
unterstützt) gegen die gewählte Regierung
in Kiew wird letztlich als legitim betrachtet; die Revolution des Ostteils der Ukraine
(eventuell von Russland unterstützt) gegen
die dann durch Revolution an die Macht
gekommene neue Regierung wird vehement als illegitim betrachtet. Die anscheinend voreingenommene Haltung des Westens kommt auch darin zum Ausdruck,
dass Putin für alle drei anderen Parteien
von vornherein als Schuldiger feststand.
Rainer Szymanski, Grünheide (Brandenb.)
Rainer Truöl, Stockach (Bad.-Württ.)
Sarah Rubal, Rodgau (Hessen)
Hauptargumentation zur Legitimation des
Krieges ist seitens der Separatisten und
Russlands der Schutz der russischen Minderheit vor Diskriminierung und rassistischen An- und Übergriffen. Meine Frau ist
ethnische Russin aus Donezk, wir waren
oft dort. In der Familie sowie im Freundeskreis gab es bis Anfang 2014 niemals
ein Gefühl von Diskriminierung aufgrund
einer russischen Herkunft. Und auch im
Alltag gab es keinerlei Probleme oder Animositäten zwischen den „richtigen Ukrainern“ und der „russischen Minderheit“.
Diese Art von dumpfer Propaganda ist auf
niedrigstem Niveau, funktioniert aber
nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch
und ist dazu fähig, eine monströse Mordmaschine in Gang zu setzen (zu halten).
Die Ukraine wird mittelfristig ein Bauernopfer de luxe. Zu gefährlich für den Westen, wenn ein Turm, der König oder gar
die Dame fallen würde.
Selten – wenn überhaupt – ist in der deutschen Mediendebatte der schwedische
Denkansatz zur Prostitution so zutreffend
zusammengefasst worden wie hier.
Raffaele Ferdinando Schacher, Goldach (Schweiz)
Christian Berg, Schwedische Botschaft, Berlin
Nur dann, wenn Putin den Landweg zur
Krim erobert hat, kann er sie auch ausreichend versorgen. Die Kämpfe werden sich
sicher bald nach Süden verlagern.
Die Legalisierung der Prostitution hat eindeutig ihr Ziel verfehlt, aber man kann
immer noch die Richtung ändern. Ein Versuch wäre es wert, denn schlimmer kann
es hier diesbezüglich nicht mehr werden.
Ein Bauernopfer de luxe
Nr. 8/2015 In einem Land gleich nebenan – UkraineKrieg: Europas Angst vor dem Flächenbrand
Hans-Martin Kaup, Lage (NRW)
Chapeau, Cordula Meyer, für diesen Leitartikel, der das einzig vernünftige Modell
zur Prostitution propagiert, nämlich das
nordische Modell.
Isabel Busch, Bonn
Sie bringen in wenigen Zeilen alles auf
den Punkt, was es zum System Prostitution
und dem neuen Gesetz zu sagen gibt.
Isabelle Terrones, Hürth (NRW)
Nachdem ich die Bundeskanzlerin und den
französischen Präsidenten gemeinsam in
Kiew gesehen habe, fühle ich als in Berlin
geborener Wahlösterreicher erstmals so
etwas wie „Stolz, ein Europäer zu sein“.
Die Sowjetunion scheiterte an einer – gemessen an ihrem Herrschaftsanspruch – zu
schwachen wirtschaftlichen Basis. Jetzt
macht Putin denselben Fehler. Je mehr
Land er erobert, desto mehr Kostgänger
werden sich an ihn wenden. Die Ukraine
sollte sich – statt aussichtslos gegen überlegenes Material zu kämpfen – auf ihren
Westteil zurückziehen und mit westlicher
Hilfe ein blühendes Land aufbauen, sodass
die Separatisten eine Mauer bauen müssen,
um ihr Volk zu behalten. Der Rest ist Geduld. Wir Deutsche kennen das doch.
Thomas Pierburg, Linz
Martin Stemmrich, Essen (NRW)
Seit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk von 1918 waren die meisten Abkommen über diese Region lediglich Fotografien der aktuellen Machtverhältnisse. Mit
„Minsk II“ ist das nicht anders. Da kann
Kiew noch so viel „Autonomie“ gewähren,
Putin wird sich die Gebiete nicht wieder
nehmen lassen. Eine Lösung wäre eine
Volksabstimmung unter Uno-Kontrolle. Es
wird wohl auf eine Teilung hinauslaufen.
Lächerliche Behauptungen
Bert Wenzlawski, Oer-Erkenschwick (NRW)
Nr. 7/2015 Das neue Gesetz hilft den Prostituierten
wenig
Nr. 3/2015 Das Regime von Baschar al-Assad hat die
Pläne für den Bau einer Atombombe nicht aufgegeben
Ihr Vorschlag führt schlichtweg dazu, dass
bigotterweise alle Männer, die Prostituierte
aufsuchen, kriminalisiert werden – es sei
denn, sie gehen ins Ausland, wo sicherlich
genau deswegen der brutale Menschenhandel noch verstärkt blühen wird.
Dr. Jürgen Broschart, Hamburg
Eine gesellschaftliche Aufwertung der
Prostitution, eine Entkriminalisierung und
Verbesserung der Arbeitsbedingungen von
Prostituierten sind dringend erforderlich.
Ich hoffe sehr, dass wir diese Form der
Dienstleistung irgendwann als das akzeptieren, was es ist: ein ehrliches Geschäft.
Dr. Sven Thomsen, Essen
Gewalt gegen Frauen und die Ausbeutung
von Prostituierten wird man am besten bekämpfen können, wenn Prostitution legal
ist und die rechtliche Position von Prostituierten gegenüber ihrem Zuhälter so stark
ist wie die von anderen Arbeitnehmern.
Die Ukraine wird so oder so immer mit
Russland verbunden bleiben. Dazu ist im
Großen Vaterländischen Krieg zu viel russisches Blut für die Befreiung Kiews und
Charkows geflossen.
Mohammad Javad Zarif, der Außenminister der Islamischen Republik Iran, hat erklärt, dass uns derartige Behauptungen
lächerlich erscheinen. Sie werden meist
aufgestellt, um Angst vor den friedlichen
iranischen Atomprogrammen zu verbreiten, obwohl Iran mehrmals erklärt hat,
dass es niemals von der friedlichen Nutzung der Nuklearenergie abweichen wird.
Warum werden in dem Artikel andere Länder der Region, die 200 atomare Sprengköpfe besitzen und eine Bedrohung für die
Welt darstellen, nicht erwähnt?
Über den klar positionierten Artikel habe
ich mich sehr gefreut, insbesondere weil die
meisten großen Wochenzeitungen um das
Thema herumeiern oder gar den Sexkauf
und die damit verbundenen Grausamkeiten
verharmlosen beziehungsweise ignorieren.
Karl Romstedt, Blankenfelde-Mahlow (Brandenb.)
Huschang Mohammadi, Botschaft Iran, Berlin
Dr. Renate Walther, Mühl Rosin (Meckl.-Vorp.)
Klaus Spiegel, St. Ingbert (Saarl.)
8
DER SPIEGEL 9 / 2015
Peter Schneider, Berlin
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