close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

als PDF

EinbettenHerunterladen
„Vernetzte Fahrzeuge –
Komfort- und Sicherheitsgewinn um welchen Preis?“
Dokumentation des 21. Berliner Mobilitätssalons
„Vernetzte Fahrzeuge – Komfort- und Sicherheitsgewinn um welchen Preis?“
Am Montag, den 2. Juni, fand in der Landesvertretung
Sachsen-Anhalt der 21. Mobilitätssalon zu dem Thema
„Vernetze Fahrzeuge – Komfort- und Sicherheitsgewinn
um welchen Preis?“ statt.
Dr. Holger Krawinkel | Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
Herr Dr. Krawinkel, Geschäftsbereichsleiter Verbraucherpolitik – Verbraucherzentrale Bundesverband, betonte in
seinem Grußwort die Dringlichkeit sich proaktiv mit dem
digitalen Verkehr und dessen Folgen auseinanderzusetzen.
So erleichtere das vernetzte Auto nicht nur unser Leben
und erhöhe die Sicherheit sondern steigere als Bestandteil der vernetzten Welt die Effizienz des Gesamtsystems.
Den Herausforderungen die damit verbunden seien
müsse man sich heute stellen. Diese zeichnen sich unter
anderem durch Engpässe im Datenvolumen und damit
verbundenen Investitionen in die Dateninfrastruktur, ungeklärten Verantwortlichkeiten zwischen Mensch und
Fahrzeug sowie regulatorischen und datenschutzrechtlichen Hürden aus.
Die Impulse des Mobilitätssalons setzten sich zusammen
aus den Erfahrungsberichten aus dem Forschungsprojekt
TEAM sowie der kritischen Darstellung des Status-Quo
aus der Perspektive des ACE und aus Verbrauchersicht.
EU-Projekt TEAM (Tomorrow‘s Elastic Adaptive Mobility)
Dr. Ilja Radusch | Fraunhofer FOKUS Kompetenzzentrum ASCT
Automotive Services and Communication
Technologies
Einführung in das Thema
Marion Jungbluth |
Teamleiterin Energie und Mobilität Verbraucherzentrale Bundesverband
(vzbv)
In Ihrer Einführung in das Thema fokussierte Frau Jungbluth, Teamleiterin Energie und Mobilität – Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), die positiven Aspekte,
die das vernetzte Fahrzeug der Gesellschaft bringt.
Dr. Ilja Radusch | Fraunhofer FOKUS - Kompetenzzentrum ASCT
Automotive Services and Communication Technologies
Marion Jungbluth | Teamleiterin Energie und Mobilität Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
Herr Dr. Radusch, Frauenhofer Fokus, berichtete von
den Erfahrungen aus dem EU-Forschungsprojekt TEAM,
in dem es um die Vernetzung von Maschine und Raum
geht, also nicht nur die Autos untereinander kommunizieren, sondern darüber hinaus auch Fahrer, Reisende
und Infrastruktur. Hauptziel des Projektes sind die Erhöhung von Sicherheit und Effizienz im Verkehr. Das Projekt läuft in fünf europäischen Ländern und ist mit 120
Fahrzeugen im Feldtest.
Impressum
ACE Auto Club Europa e.V.
Abteilung Verkehrspolitik – Hauptstadtbüro
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
Bild und Schrift: ACE und InnoZ;
Inga Deibel (Text), Janine Rettig (Fotos)
2
„Vernetzte Fahrzeuge – Komfort- und Sicherheitsgewinn um welchen Preis?“
Big Data vs. Datenschutz – Die Herausforderungen des vernetzten FahrzeugMatthias Knobloch | Abteilungsleiter
Verkehrspolitik Hauptstadtbüro des ACE, Generalsekretär,
EAC European Automobile Clubs
Matthias Knobloch, Abteilungsleiter Verkehrspolitik –
Hauptstadtbüro des ACE und Generalsekretär, EAC European Automobile Clubs skizzierte den schleichenden
Einzug der Technik in das Auto in den letzten Jahrzehnten.
Connected Cars aus Verbrauchersicht
Ulrich Kelber |
Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister der Justiz und für
Verbraucherschutz, MdB
Den Apell an den Datenschutz griff Herr Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium
der Justiz und Verbraucherschutz, MdB, in seinem Impuls auf. Es gäbe eine Reihe offener Fragen zu dem „rollenden Computer, der in Echtzeit Daten überträgt“, wie
beispielsweise die Frage der Datenhoheit, die Sicherung
der Daten gegenüber Eingriffen und dem sparsamen
Umgang mit den gesammelten Daten.
Herr Kelber betonte positiv, dass sich bereits der 52.
Deutsche Verkehrsgerichtstag mit der Frage der Datenhoheit von Fahrzeugdaten auseinandergesetzt hat.
Matthias Knobloch | Abteilungsleiter Verkehrspolitik Hauptstadtbüro des ACE, Generalsekretär, EAC European Automobile Clubs
Er betonte in seinem Vortrag neben dem Problem der
Vielzahl an nicht transparent gesammelten Daten auch
die neue Dimension der Datenverarbeitung. Er mahnt,
dass analog zu den sozialen Netzwerken auch im Mobilitätsbereich ein Bewusstsein geschaffen werden müsse
für die vielen, intransparent gesammelten Daten.
Einen ersten Anstoß zu dem Problem gab die Debatte
um eCall, das automatische Notrufsystem in Fahrzeugen
der europäischen Kommission.
Der ACE fordert diesbezüglich eine höhere Transparenz
zu der Datengenerierung und -verwendung und das die
Datenhoheit bei den Nutzern verbleibt.
Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister der Justiz und für
Verbraucherschutz, MdB
Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister der Justiz und für
Verbraucherschutz, MdB
Diskussion
Nach den Impulsen entstand eine rege Diskussion mit
den etwa 60 Teilnehmern des Salons, in der es unter anderem um die nächsten drängenden Schritte in Punkto
Erhöhung der Sicherheit ging und darum welchen Beitrag ein Datenschutz-Label dazu haben könne.
Die Diskutanten stellten sich der Frage wie man den
Verbraucher vor Produkten und Dienstleistungen, die er
nicht beurteilen kann schützen könne und das Prinzip
der Datensparsamkeit umsetzten könne.
Valentin Jahn | Innovationszentrum für Mobilität
und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
3
„Vernetzte Fahrzeuge – Komfort- und Sicherheitsgewinn um welchen Preis?“
Moderator Valentin Jahn vom InnoZ fasste zusammen,
dass die Impulse und Diskussion ein wichtiger Bestandteil seien um die vielen offenen Fragen und Probleme
transparent zu machen und Lösungen voranzutreiben.
Es bleibe die Frage offen wie Innovationen vorangetrieben werden können ohne dass der Verbraucher auf der
Strecke bleibe.
Valentin Jahn | Innovationszentrum für Mobilität
und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
Die Politik sei hier gefragt um Leitplanken zu setzen und
Gesetzte voranzutreiben. Aber auch der Verbraucher
muss verstehen, dass zu einem vernünftigen Produkt
auch ein Datenschutz gehöre. Kritische Rückfragen kamen bezüglich der Eingriffsmöglichkeiten von Kommunen und Politik auf die „Routenoptimierung“ der kommunizierenden Autos sowie die Rolle von Fußgängern
und Radfahrern im vernetzten Straßenverkehr. Auch
Haftungsfragen bei Unfällen mit einem autonomen
Auto seien Dinge, die zukünftig noch zu klären sind.
Alle Präsentationen finden Sie unter
www.ace-online.de/salon oder www.innoz.de.
Vorankündigung
Der 22. Berliner Mobilitätssalon wird im Oktober 2014 um 18.30 Uhr
stattfinden.
Die detaillierte Einladung folgt.
4
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
4
Dateigröße
2 167 KB
Tags
1/--Seiten
melden