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Magazin
Unsere Wirtschaft
Ausgabe 10/2014
Spezial
Unternehmensförderung
Recht
Alle Kandidaten zur Wahl
der IHK-Vollversammlung
Stationärer Handel setzt
auf Beratung
Facebook: Datenschützer nach
Urteil im Hintertreffen
Verkehrslandeplatz:
Finanzierung steht
2 Inhalt
Titelthema
Kommunalpolitik und Wirtschaft bereiten den Weg
4
für Planfeststellungsverfahren zum Verkehrslandeplatz
Region
Hermann Koch GmbH feiert
100-jähriges Bestehen
IHK-Service zahlt sich (nicht nur) für
Gundermann GmbH & Co. KG in Weidhausen aus
Landkreis Kronach beteiligt sich an Kosten von
Potenzial-Analyse für ICE-Halt in Coburg
Steuerungskreis der Europäischen Metropolregion
Nürnberg tagt im Coburger Palais Edinburg
6
8
8
9
Sonderthema:
Immobilien, Bau & Architektur
Die sogenannte „Betreiberverantwortung“ gerät
für Immobilieneigentümer zur Haftungsfalle
Die Steuerschuld bei der Umsatzsteuer aus
Bauleistungen wurde umgekehrt
17–20 SPEZIAL: Im November wird die neue Vollversammlung gewählt
10
14
Standortpolitik
Amtliche Hilfe zur Interpretation des
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes
22
Alle Kandidaten zur IHK-Wahl 2014
44 Persönlichkeiten der heimischen Wirtschaft bewerben sich in sieben Wahlgruppen um einen der 32 Sitze in der
Vollversammlung der Industrie- und
Handelskammer zu Coburg. Im November wird das „Parlament der Coburger
Wirtschaft“ für die Periode 2015 bis
2018 neu gewählt. Zur Abstimmung aufgerufen sind alle Mitgliedsunternehmen
der IHK. Auf 4 Sonderseiten stellen wir
alle Kandidaten und die Modalitäten der
Wahl in Detail vor.
Tourismus
2. Gemeinsamer Tourismustag Coburger Land –
Rennsteig - Rodachtal soll Vorjahreserfolg toppen
23
Spedition Heland feiert Neubau in Neustadt
Aus- und Weiterbildung
Hummel Manufaktur bildet Industriekeramiker der
24
Fachbereiche Verfahrens- und Dekorationstechnik aus
Nachvermittlungsaktion: Ausbildungsniveau bleibt 25
in der Region durch Engagement aller Akteure hoch
IHK-Weiterbildung: Alle Termine von schriftlichen
25
Prüfungen im Jahr 2015 auf einen Blick
Existenzgründung und
Unternehmensförderung
Trend zum Online-Einkauf bringt stationären
Handel zunehmend unter Druck
6–7 Investitionsentscheidung für die Region
26
Innovation und Umwelt
IHK-Patentforum Nordbayern rückt Strategien
28
gegen Produktpiraten und Plagiatoren in den Fokus
Für 4,2 Mio. € hat die Spedition Heland
auf 6.000 Quadratmeter Betriebsfläche in Neustadt bei Coburg eine neues Logistikzentrum errichtet. Nach rund
einjähriger Bauzeit wurde es jetzt in Verbindung mit der 90-Jahr-Feier des Familienunternehmens feierlich eröffnet.
IHK-Präsident Friedrich Herdan und Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan
freuten sich in ihren Festreden über die
Investition und dankten für die Standortentscheidung zugunsten des heimischen Wirtschaftsraums. Rebhan (r.)
überreichte Inhaber Wolfgang Heland (l.)
ein Ortsschild aus der streng limitierten
„Wir-sind-Neustadt“-Edition.
International
30 Wirtschaftsjunioren weiten Jugendförderung aus
Hausmessen: Polstermöbelhersteller konstatieren
31
leichten Umsatzzuwachs und vorsichtigen Optimismus
Junge Leute sollen mit „Rückenwind . Stark ins Leben“
Recht und Steuern
Die Coburger Wirtschaftsjunioren
weiten ihre seit mehreren Jahren erfolgreiche und zwischenzeitlich auch
preisgekrönte Jugendförderung aus. In Zusammenarbeit mit der Ev. Jugendbildungsstätte Neukirchen wurde jetzt das Projekt
„Rückenwind. Stark ins Leben“ gestartet.
13 Jugendliche nahmen an dem 5-tägigen Jugendbildungscamp teil, durch das
Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Menschenführung, Verantwortung, Mut und
Ressourcenbewusstsein sowie die Werte-
Oberverwaltungsgericht schließt sich Auffassung
32
von IHKs zur Datenschutz-Haftung bei Facebook an
Bundesarbeitsgericht schwächt Arbeitgeberposition 33
gegenüber Klagen wegen Diskriminierung
Bekanntmachungen
IHK-Vollversammlungsbeschluss und
Vereinbarung über Honorar-Finanzanlagenberater
Zuwendungssatzung der IHK zu Coburg
Finanzstatut der IHK zu Coburg
Unsere Wirtschaft 10/2014
34
36
37
orientierung und Haltung ehrbaren Unternehmertums vermittelt werden sollen.
Editorial 3
IHK sorgt sich um IT-Sicherheit
in der Wirtschaft
D
as Thema Sicherheit in
der Wirtschaft steht
nicht erst seit Aufdeckung flächendeckender Spionage durch diverse
Geheimdienste und andere
„Neugierige“ bei vielen unserer
Unternehmen auf der Agenda. Es geht um gewerbliche
Schutzrechte (zum Beispiel Patente und Marken) und um die
Sicherheit der Informationstechnik. Gerade das Know-how
deutscher Unternehmen ist wegen ihrer starken Position auf
den Märkten der Welt von größtem Interesse für andere Staaten und Wettbewerber.
Wichtig ist die Erkenntnis, dass nicht nur Großkonzerne ausgespäht werden, sondern insbesondere mittelständische
Unternehmen, die das Gros unseres Wirtschaftsraumes Coburg stellen. Das hat vor allem zwei Gründe.
Erstens: Gerade unsere mittleren Firmen verfügen über viele
Patente und herausragendes Know-how bei Produkten und
Verfahren. Know-how ist der Wettbewerbsvorteil schlechthin, und deshalb finden sich sehr oft Nachahmer.
Zweitens: KMU’s haben nicht in ausreichendem Maße die personellen, technischen und finanziellen Möglichkeiten eines
Konzerns, um sich intensiv um IT-Sicherheit zu kümmern. Das
Tagesgeschäft lässt kaum Zeit für Präventionsmaßnahmen,
geeignete Schutzmechanismen, wie z. B. Sicherheitssoftware
sind nicht bekannt. Deshalb haben Marken- und Produktpiraten oft vergleichsweise leichtes Spiel.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
schätzt den Schaden für deutsche Unternehmen insgesamt
auf 50 Milliarden Euro im Jahr. Die Schäden entstehen dabei
auf verschiedensten Ebenen. Der Verlust von Informationen
und Alleinstellungsmerkmalen im Produktions- und Dienstleistungsbereich kann sich existenzgefährdend auswirken. Gerade in Zeiten zusammenwachsender Märkte wird der Schutz
geistigen Eigentums für Unternehmen zu einer großen Herausforderung. Jedes fünfte Unternehmen in Deutschland,
auch einige Unternehmen unserer Region, wurden bereits
Opfer von Industriespionage. Eine Schutzstrategie ist also
unerlässlich!
Die Informationstechnik – Server, Computer, Speicher, Peripheriegeräte – ist das am häufigsten genutzte Einfallstor für
Kriminelle zum Abgreifen wichtiger Daten. Die weltweite ITVernetzung und die steigende Bedrohungslage im Internet
erfordern deshalb speziell in mittelständischen Unternehmen Sensibilisierung für die Abhängigkeit des Unternehmens
von der Sicherheit eingesetzter Informations- und Kommunikationstechnik.
Die „e-Crime Studie 2013“ der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft KPMG dokumentiert eine hohe Betroffenheit der deutschen Wirtschaft durch Delikte der Cyber-Kriminellen. Eine Befragung von 500 Unternehmen ergab,
dass Angriffe aus dem Internet immer komplexer werden. Als
größte Gefahrenquellen werden die mobile Telekommunikation, aber besonders die Nutzung mobiler Datenträger gesehen. Mit überschaubarem Aufwand kann man die Risiken
minimieren. Gerade für mittlere Unternehmen mit beschränkten Ressourcen ist es wichtig, individuell eine angemessene
IT-Sicherheitsstrategie zu entwickeln.
Die IHK zu Coburg hat seit Februar ein Angebot, speziell zugeschnitten für ihre Coburger Firmen: Das über drei Jahre laufende Projekt „Know-how-Schutz und IT-Sicherheit für den
Mittelstand“ soll bei unseren Mitgliedsunternehmen die Kompetenzen im Bereich von Know-how-Schutz und IT-Sicherheit
stärken und damit die Zukunftsfähigkeit sichern. Das Projekt
umfasst ein Volumen von fast 300.000 Euro, es wird zu 50
Prozent durch das Bayerische Wirtschaftsministerium gefördert (die restlichen 50 Prozent finanziert die IHK zu Coburg).
Vor kurzem konnten wir aus den Händen von Herrn Thomas
Engel, Abteilungsdirektor bei der Regierung von Oberfranken,
den Förderbescheid dankbar entgegennehmen.
Allgemein formuliert, geht es in dem Förderprojekt darum,
bei Mittelständlern im Zuständigkeitsbereich der IHK zu Coburg ein klares Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig
Know-how-Schutz und IT-Sicherheit sind. Konkret steht Ihnen mit Diplom-Geograph Markus Vollmuth für die Laufzeit
des Projektes von drei Jahren ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Er ist mit Wissens- und Technologietransfer sowie mit Innovations- und Patentmanagement bestens
vertraut. Bis Ende 2016 sind verschiedene themenspezifische
Informationsveranstaltungen geplant, die Termine erfahren
Sie regelmäßig in Ihrem IHK-Magazin. Auch Erfahrungsaustausch, Qualifizierungsmaßnahmen und Workshops sind vorgesehen. Mit diesem geförderten Angebot nimmt sich die IHK
proaktiv eines wichtigen Themas an, das ganz wesentlich über
die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes mitentscheidet.
Mein Appell: Nutzen Sie das exklusive Know-how Ihrer IHK zu
Coburg in den Feldern Know-how-Schutz und IT-Sicherheit!
Ihr
Friedrich Herdan, Präsident
Unsere Wirtschaft 10/2014
4 Titelthema
Willi Kuballa (links), Geschäftsführer der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz, und Benjamin Bartsch, CDM Smith Consult GmbH, informierten im
Coburger Kreistag über den Sachstand der Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens. Rechtes Bild: Unmittelbar vor Beginn der Kreistagssitzung wurden
Kommunalpolitiker am Landratsamt mit Argumenten von demonstrierenden Befürwortern und Gegnern des Verkehrslandeplatzes in Neida konfrontiert.
ZUSTIMMUNG ZUM VERKEHRSLANDEPLATZ STEIGT
Wirtschaft erhöht Kostenbeteiligung – Landrat ändert Standpunkt – Politik ebnet Weg für Planfeststellung
Das Werben der Wirtschaft für den
Neubau des Verkehrslandeplatzes in
Meeder-Neida zeigt Wirkung: Die Zustimmung steigt. Die Coburger Kommunalpolitik hat jetzt den Weg für
das Verfahren zur Planfeststellung
frei gemacht.
dem Vorhaben mit großer Mehrheit (lediglich acht Gegenstimmen) zugestimmt.
Nach diesen Beschlüssen kann jetzt das
Luftamt Nordbayern das Planfeststellungsverfahren durchführen.
Im Rahmen dieses Verfahrens werden alle Aspekte des Infrastrukturprojektes neutral geprüft, unter anderem
der Bedarf, die Umweltverträglichkeit
und die ausreichende Berücksichtigung
möglicher Alternativen im Vorfeld. Das
Ergebnis dieser Prüfung ist offen. Benjamin Bartsch von der CDM Smith Consult
GmbH rechnet damit, dass die Bauarbei-
I
m Coburger Kreistag sprachen sich am
30. September 34 von 54 Mandatsträgern (63 %), die an der Abstimmung
teilnahmen, für die Einleitung des Planfeststellungverfahrens aus. Zuvor hatte
am 26. September der Coburger Stadtrat
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Unsere Wirtschaft 10/2014
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ten im Sommer 2017 beginnen können.
Die Finanzierung der auf 30 Mio. € veranschlagten Baukosten ist unterdessen
gesichert. 15 Mio. € schießt der Freistaat
Bayern zu, 8 Mio. € steuert die Coburger
Wirtschaft bei. Die verbleibenden 7 Mio. €
teilen sich die Stadt (5,5 Mio. €) und der
Landkreis Coburg (1,5 Mio. €).
Den Zuschuss des Freistaats sagte der
Bayerische Staatsminister des Innern, für
Bau und Verkehr, Joachim Herrmann, nach
einem Gespräch zwischen ihm und Vertretern der regionalen Wirtschaft unter
Führung des Präsidenten der IHK zu
Titelthema 5
Coburg, Friedrich Herdan, dem Oberbürgermeister der Stadt Coburg, Norbert Tessmer, des Landrates Michael Busch und
Vertretern der Verwaltung zu, das Ende
September in Kloster Banz stattfand. Der
Einigung über den regionalen Finanzierungsanteil gingen lange und intensive
Gespräche zwischen dem Vertreter der
Gesellschafterversammlung der Brose Unternehmensgruppe, Michael Stoschek, dem IHK-Präsidenten, Coburgs
Oberbürgermeister und Landrat voraus.
So werden von dem regionalen Anteil
8 Mio. € und damit mehr als die Hälfte
der Investitionskosten von den Unternehmen getragen.
Damit setzt die Wirtschaft ein deutliches Zeichen: Sie steht zu ihrer Verantwortung und nimmt einen großen Teil
der Finanzierung auf sich. So werden
die Kommunen entlastet und zugleich
der Weg hin zu einer zukunftsfähigen
Infrastruktur der Region Coburg berei-
tet. Hiervon profitieren alle Unternehmen
am Wirtschaftsstandort Coburg, die auf
einen schnellen, direkten wie auch planbaren Luftverkehrsweg angewiesen sind.
Die zum Erfolg führende Führungsrolle von IHK-Präsident Herdan wurde im
Kreistag durch den SPD-Fraktionsvorsitzenden, Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan, gewürdigt: Er spreche
der Wirtschaft für die Aufstockung ihrer
Finanzierungsbeteiligung und insbesondere dem IHK-Präsidenten für dessen
Verhandlungsgeschick „ausdrücklichen
Dank“ aus, sagte Rebhan. Er sei „überzeugt“, dass der Verkehrslandeplatz „ein
wichtiger, vielleicht sogar außerordentlich wichtiger, Baustein zur Zukunftssicherung unserer Region sein wird“.
Obwohl die politische Kontroverse erwartungsgemäß im Coburger Kreistag am
stärksten ausgeprägt war, fiel sie deutlich schwächer aus als befürchtet. Der
Stimmungswechsel zugunsten des Ver-
kehrslandeplatzes (VLP) in Meeder-Neida
zeichnete sich bereits in Demonstrationen ab, bei denen die Zahl der Befürworter deutlich die der Gegner überwog.
Exemplarisch für Standpunktveränderung im Zuge transparenter Information
über die Planung durch die Projektgesellschaft VLP steht der Coburger Landrat.
Michael Busch, dem 2008 nicht zuletzt
seine klare, öffentliche Ablehnung des Projektes ins Amt verhalf, stimmte jetzt für
die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens. Begründend verwies der Landrat
auf zurückliegende, intensive Gespräche
mit Unternehmern, die ihn zur Überzeugung gebracht haben, dass unmittelbar
anstehende und mittelfristige Standortentscheidungen vom VLP abhängen. Die
heimische Wirtschaft zahle an die Kommunen im Landkreis jährlich zwischen 30
und 40 Mio. € Gewerbesteuer, „da besteht auch ein Anspruch auf Infrastruk„
tur“, erklärte Busch.
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6 Region
Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel gratuliert Geschäftsführer Dr. Thiemo Hagedorn (links) und überreicht ihm die IHK-Ehrenurkunde
zum 100-jährigen Bestehen der Hermann Koch GmbH.
Wirtschaft feiert Tradition und Fortschritt
100 Jahre Hermann Koch GmbH in Coburg – Einweihung Logistikzentrum Heland in Neustadt
In der Coburger Wirtschaft gab es jetzt
gleich zweimal berechtigten Grund
tüchtig zu feiern: das 100-jährige
Bestehen der Hermann Koch GmbH
und die Eröffnung des neuen Logistikzentrums von Heland.
N
och vor einem Jahr drohte der Coburger Firma Hermann Koch die
Insolvenz, im September beging
der Entwickler und Hersteller von Verpackungen aus Kunststoff und technischen
Kunststofferzeugnissen für die Kosmetikindustrie sein 100-jähriges Jubiläum auf
dem Firmengelände in Creidlitz. Geladen
waren vor allem Mitarbeiter, Kunden und
Lieferanten. Der geschäftsführende Gesellschafter Dr. Thiemo Hagedorn warf einen
ungeschönten Blick auf die schwierige,
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Sprachen*
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Unsere Wirtschaft 10/2014
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jüngere Vergangenheit und blickte optimistisch in die Zukunft: Man entwickle sich jetzt in wesentlichen Punkten gut.
Lieferanten ebenso wie die 250 Mitarbeiter hätten mit dazu beigetragen, dass es
wieder aufwärts gehen kann.
Zum 1. Juli 2014 wurden die unternehmerischen Aktivitäten der Standorte Straufhain und Coburg in der neuen Hermann
Koch Europe GmbH gebündelt. Im nächsten
Schritt ist die Gründung einer AG geplant.
Das Unternehmen erwirtschaftet rund 50
Prozent seiner Umsätze in Deutschland,
die andere Hälfte im europäischen Ausland. Die Wertschöpfung beruht weniger
auf der Herstellung von Tuben und Dosen,
sondern vielmehr auf der Dekoration dieser Verpackungen. Strategisches Ziel ist,
mehr ins Premiumsegment vorzustoßen.
Region 7
Mit symbolischer Schlüsselübergabe für das Logistikzentrum vollendete der Bauträger
Goldbeck (Suhl) seinen Auftrag gegenüber Heland. Im Bild (v. l.): Wolfgang Heland, Projektleiter Michael Körber und Bauleiter Thomas Dornfeld (beide Goldbeck), Birgit Heland und
Juniorchef Christian Heland.
IHK-Präsident Friedrich Herdan gratuliert
Firmenchef Wolfgang Heland zu seinem
Neubau.
„Da können wir den Kunden einen echten
Mehrwert bieten, zum Beispiel durch individuelle Dekore“, erläutert Dr. Hagedorn.
Ein „Renner“ sei aktuell der metallisierte
Druck. „Das können außer uns nicht viele.“
Ein weiterer Vorteil, insbesondere gegenüber dem asiatischen Wettbewerb, sei die
Möglichkeit, selbst in der Serienfertigung
noch Änderungen vorzunehmen.
Das Unternehmen wurde 1914 von
Hermann Koch als Metallwarenfabrik gegründet. 15 Jahre später begann man mit
der Fertigung von Duroplastverschlüssen,
1951 folgte der Einstieg in die Spritzgießfertigung.
der am meisten unterschätzten Branchen. Herdan dankte der Familie Heland
für ihre regionale Standorttreue. „Das Familienunternehmen ist bekannt für sein
behutsames, aber kontinuierliches Wachstum, das man am besten mit Solidität umschreiben kann“, sagte er.
Neustadts Oberbürgermeister Frank
Rebhan dankte für mittlerweile 25-jährige Treue zur Großen Kreisstadt: „Gelebtes Vertrauen zwischen Politik und
Wirtschaft bildet die Basis von Verantwortung und damit auch Nachhaltigkeit.
Denn nur im Vertrauen gedeiht langfristiger Erfolg.“ Das Stadtoberhaupt brach
eine Lanze für das Coburger Land: „Es
sind die Regionen außerhalb der großen
Ballungsräume, die dem Mittelstand, der
klassischen heimischen Wirtschaft, die
besten Voraussetzungen bieten können,
wenn die Infrastruktur stimmt.“
„
Heland setzt einen Höhepunkt
Die 90-Jahr-Feier der Spedition Heland
wurde mit der Eröffnung des neuen Logistikzentrums in Neustadt bei Coburg
(„Unsere Wirtschaft“ 8-9/2014) verknüpft.
4,2 Mio. € investierte das Familienunternehmen. Inhaber Wolfgang Heland begründete die Standortentscheidung mit
der guten Verkehrsanbindung und der exzellenten Unterstützung durch die Neustadter Stadtverwaltung. Mit der größten
Einzelinvestition der Firmengeschichte setze Heland in seiner langen Tradition „sicherlich einen Höhepunkt“, sagte
er gegenüber mehreren hundert geladenen Gästen und Mitarbeitern.
IHK-Präsident Friedrich Herdan zeigte in seiner Festrede auf, dass Logistik
mehr bedeutet, als Güter „von A nach B“
zu transportieren. „Vielmehr bedarf es
eines ausgeklügelten und exakt aufeinander abgestimmten Miteinanders“, betonte er. Mit 230 Mrd. € Umsatz pro Jahr
sei die Logistikbranche drittgrößter Arbeitgeber nach Automobilindustrie und Handel in Deutschland zugleich jedoch eine
Der Spezialist für Firmenversicherungen
Unsere Wirtschaft 10/2014
8 Region
IHK-Unterstützung zahlt sich aus
Gundermann investiert erfolgreich in Energieeinsparung
Geschäftsführende Gesellschafterin Dr. Larissa Hammon
erläutert Rico Seyd, IHK-Referent Innovation und Umwelt,
Maßnahmen, die die Firma Gundermann zur Steigerung der
Energieeffizienz umsetzte.
Die IHK zu Coburg setzt sich für eine
sichere, kostengünstige und umweltfreundliche Energieversorgung ihrer
Mitgliedsunternehmen ein. „Wir bieten neben Informationen auch Erstberatungen und Veranstaltungen
unter anderem zu Energieeffizienz,
Förderprogrammen und Energiemanagementsystemen an“, erklärt Rico
Seyd, Referent Innovation und Umwelt.
D
ieser Service zahlt sich für Unternehmen in barer Münze aus, wie
das Beispiel der Firma Hilmar Gundermann GmbH & Co. KG in Weidhausen
zeigt. Bei dem Spezialisten für hochwertigen Gestellbau sowie Wohn- und Objektmöbel aus Massivholz ist Energie ein
erheblicher Kostenfaktor. „Wir waren zu
energielastig und wussten, dass wir an
dieser Stelle etwas tun müssen“, sagt
Geschäftsführende Gesellschafterin Dr.
Larissa Hammon. Diese Erkenntnis liegt
rund ein Jahr zurück, und seitdem hat
sich einiges getan.
Dr. Hammon wandte sich an die IHK
zu Coburg, schilderte die Situation und
erhielt einen geldwerten Tipp: Über die
KfW ist eine Initialberatung möglich, und
die Kosten für den Energieberater, der
die Situation vor Ort checkt, werden zu
Unsere Wirtschaft 10/2014
80 Prozent bezuschusst. Bei der Firma
Gundermann identifizierte der Fachmann
ein Einsparpotenzial insbesondere bei der
Druckluftanlage. „Das System war überdimensioniert“, erinnert sich die Gundermann-Chefin.
Die anschließende Detailberatung klärte, welche Veränderungen konkret umzusetzen sind. Mit finanziellen Mitteln
aus dem Programm zur „Förderung von
energiesparenden Technologien in Unternehmen“, mit dem hocheffiziente Querschnittstechnologien gefördert werden
(siehe Infokasten), ging es an die Realisierung: Das Unternehmen investierte
in die Erneuerung der Druckluftanlage und eine neue CNC-Steuerung. Bei
ihrer Druckluftanlage setzten die Weidhäuser auf einen Spezialisten aus dem
IHK-Bezirk: KAESER KOMPRESSOREN SE.
Als nächstes wird ein Wärmerückgewinnungs-System an den Kompressoren installiert. „Wenn man sich mit den
Fördermöglichkeiten beschäftigt, dann
zeigt sich, dass die Materie gar nicht so
kompliziert ist, wie es zunächst scheint.
Und außerdem kann man bei der IHK
nachfragen“, so Dr. Hammon.
Allein durch die Veränderungen am
Druckluftsystem spart das Unternehmen jetzt mit den neuen Kompressoren
über 50 Prozent Energiekosten! Investiert
Förderprogramm
Das Förderprogramm hocheffiziente Querschnittstechnologien gibt
es seit 1. Oktober 2012. Antragsberechtigt sind KMU mit bis zu 500
Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens 100 Mio. €. Verantwortlich für die Bewilligung der
Mittel ist das BAFA. Gefördert werden Investitionen zur Steigerung der
Energieeffizienz durch Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien.
Seit 1.1.2014 gelten einige Änderungen. Als Einzelmaßnahme werden auch
LED-Beleuchtungssysteme gefördert,
das Mindestinvestitionsvolumen bei
Einzelmaßnahmen wurde auf 2.000 €
gesenkt.
„
wurden bisher 50.000 Euro, vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind 30 Prozent Förderung
bewilligt. Nächster Einspar-Ansatzpunkt
ist die Beleuchtung. Weiteres Potenzial
tut sich bei Material- und Ablaufeffizienz
auf. „Auch dafür gibt es Förderprogramme“, betont Rico Seyd. Bei der Beantragung von Fördermitteln dürfe man keine
Angst „vor etwas Schreibarbeit und Zahlen“ haben. „Man sollte es versuchen – es
lohnt sich!“
„
Kronacher Hilfe für ICE-Halt in Coburg
Nachbarlandkreis steuert 5.000 Euro zu Potenzial-Analyse bei
Der Landkreis Kronach steuert 5.000 €
zur Potenzial-Analyse bei, die die
IHK zu Coburg für den geforderten
ICE-Systemhalt in Coburg in Auftrag geben will. Das beschloss der
Kreisausschuss einstimmig.
D
ie Fraktionsvorsitzenden von CSU
und SPD betonten die parteiübergreifende Geschlossenheit
zur Unterstützung des Vorhabens. „Wir
wollen es alle“, sagte Richard Rauh von
der SPD. Bernd Liebhardt von der CSU
unterstrich: „Wir brauchen ein starkes
Signal, dass die Region gegenüber der
Bahn zusammenhält!“ Zugleich wurde
im Kronacher Kreisausschuss gefordert,
die Anschlussverbindungen nach Coburg per Bus und Bahn zu verbessern.
IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar
Schnabel hatte dem Gremium Zweifel
an den Schätzungen der Bahn erläutert: „Wir glauben, dass es in der Region
ein deutlich höheres Fahrgast-Potenzial gibt“. Gefordert wird ein ICE-Systemhalt im Zwei-Stunden-Takt.
„
Region 9
Stärkere Vernetzung in der Metropolregion
Steuerungskreis der Europäischen Metropolregion Nürnberg tagte in Coburg
Die IHK zu Coburg war kürzlich Gastgeber der 21. Sitzung des Steuerungskreises der Europäischen Metropolregion
Nürnberg.
G
eladen waren neben dem Vorstand,
der aus den drei politischen Vorständen sowie den drei Vorständen aus dem Bereich Wirtschaft besteht,
die politischen und fachlichen Sprecher
der 7 Fachforen Tourismus, Kultur, Verkehr und Planung, Wirtschaft und Infrastruktur, Wissenschaft, Sport, Marketing
und dem Lenkungskreis Klimaschutz und
nachhaltige Entwicklung.
Siegmar Schnabel begrüßte die Sitzungsteilnehmer und betonte Coburgs
hervorragende wirtschaftliche Bedeutung: „Coburg hat eine sehr starke Wirtschaftskraft, bei der Industriedichte
befinden wir uns innerhalb der Euro-
päischen Metropolregion Nürnberg auf
Rang 2, bei der Dienstleistungsdichte
nehmen wir Rang 3 in Bayern ein. Das
heißt aber auch, dass die Region viel von
der Europäischen Metropolregion erwartet.“ Schnabel bat die EMN um Unterstützung bei der Forderung der Region
Südthüringen – Nordwest-Oberfranken
nach einem ICE-Systemhalt am Bahnhof
Coburg. Der Ratsvorsitzende Landrat Kroder ergänzte: „Trotz der herausragenden
Stellung Coburgs, lohnt sich gerade für
die Wirtschaft die Vernetzung innerhalb
der Metropolregion.“
Wichtigster Tagesordnungspunkt der
Sitzung war die Vorstellung der Projekte aus den Foren. Unter den Projekten
findet sich der Wissenschaftstag 2015
in Hof (2013 in Coburg), eine Analyse
der Wertschöpfungsketten in den Kompetenzfeldern der Europäischen Metro-
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Bayerns Mittelstand ist stark in seiner Vielfalt. Als Förderbank für Bayern unterstützen wir die Bauindustrie genauso wie den Einzelhandel und andere Branchen.
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Die Teilnehmer der 21. Sitzung des Steuerungskreises der
Europäischen Metropolregion Nürnberg (v. l.): Heinz Brenner
(Leiter des Regionalreferats Erlangen/Nürnberg der Siemens
AG), Heribert Trunk (Präsident der IHK für Oberfranken
Bayreuth), Dr. Christa Standecker (Geschäftsstelle
Europäische Metropolregion Nürnberg), Andreas Starke
(Oberbürgermeister von Bamberg), Armin Kroder (Landrat
des Landkreises Nürnberg) und IHK-Hauptgeschäftsführer
Siegmar Schnabel.
polregion Nürnberg, der Messeauftritt
auf der EXPO REAL 2015 sowie die Jahreskonferenz der Allianz pro Fachkräfte
2015.
„
Information
www.metropolregionnuernberg.de
10 Sonderthema: Immobilien, Bau & Architektur
HAFTUNGSFALLE FÜR IMMOBILIENEIGENTÜMER
Betreiberverantwortung: CAFM-Systeme und Expertenteams helfen im Dschungel aus EnEV,
Prüfungen und Dokumentationspflicht
Das Thema der Betreiberverantwortung ist für Immobilieneigentümer,
Betreiber und Nutzer schon immer
eine herausfordernde Aufgabenstellung. Daraus erwachsende Pflichten
werden häufig aufgrund der Komplexität nicht konsequent erfüllt.
Michael Jochmann,
Geschäftsleiter der
Briqq GmbH
(Coburg/Eckernförde)
D
en meisten Eigentümern fällt es
schwer, neben ihrem Kerngeschäft
die nötige Zeit und das notwendige Know-how aufzubringen, alle vorgeschriebenen Regularien zu identifizieren
und einzuhalten.
Obwohl die Gesetzeslage eindeutig ist,
erschwert die Vielfalt der einzuhaltenden Pflichten die Umsetzung immens.
Folgende Quellen sind hierfür zu be-
rücksichtigen: EU-Recht, Bundesrecht,
Landesrecht, Städte- und Gemeindeverordnungen, Genehmigungsbehörden,
Unfallversicherungsträger, technische Regeln staatlicher Ausschüsse sowie DINund VDE-Normen.
Erschwerend kommt hinzu, dass es keine Zusammenfassung der Gesetzeslage
in Literatur und Fachpublikationen gibt.
Eine vollständige Sicherung der Betreiberverantwortung in Eigenregie wird somit in der Praxis zu einem Wagnis.
Um dieses Wagnis zu umgehen, behelfen sich Eigentümer mit der Delegierung
der Betreiberverantwortung an Betreiber
oder Dienstleister. Auch diese Variante
birgt Risiken wie zum Beispiel das sogenannte Organisationsverschulden, da die
Haftung nicht ohne den Aufbau einer
Haftungskette restlos auf Dritte übertragen werden kann.
„Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“
Dieser Satz hat in diesem Zusammenhang
eine schwerwiegende Bedeutung: Kann
ein Eigentümer im Schadensfall nicht einwandfrei nachweisen, alle zur Einhaltung
der Betreiberverantwortung notwendigen Pflichten erfüllt beziehungsweise
rechtssicher delegiert zu haben, kann
er strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.
Besondere Beachtung verdienen die
Pflichten aus der zum 1. MaI 2014 in
Kraft getretenen Energieeinsparungsverordnung (EnEV 2014) in §27. Hier werden
ab 2015 aktiv Stichproben durchgeführt,
die bei einer Nichteinhaltung der Pflichten zu Bußgeldern bis zu einer Höhe von
50.000 € führen können. Im Besonderen
sind hier die Inspektionen von Klimaanlagen, die Erstellungs- und Aushangpflichten von Energieausweisen und das
Betreiben veralteter Anlagen zu nennen.
Ein Patentrezept für diese Aufgabenstellung gibt es nach nicht. Die Konsultation von Fachleuten ist dringend zu
empfehlen. Einschlägig spezialisierte
Dienstleister versammeln oft Fachleute
wie Rechtsanwälte, Versorgungs- und
Bauingenieure sowie Informatiker in interdisziplinären Teams. Als Ergänzung zur
Beratung ist die Einführung eines CAFMSystems häufig sinnvoll, das Handwerkszeug des Eigentümers zur Verwaltung
und Dokumentation aller zur Einhaltung
der Betreiberverantwortung notwendigen Pflichten ist.
„
Autor: Michael Jochmann
HARALD EICHHORN ARCHITEKT
Architekt Dipl.-Ing. Harald Eichhorn
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Sonderthema: Immobilien, Bau & Architektur 11
Computer-Aided Facility Management (CAFM)
Moderne Informationstechnik entlastet in der Liegenschaftsverwaltung
Computer-Aided Facility Management (CAFM) ist die Unterstützung
des Facilitymanagements durch Informationstechnik in Form eines
Computerprogramms, das aus einer
Datenbank und einer Anwenderoberfläche besteht. Dabei stehen die Bereitstellung von Informationen über
die Facilities und die Unterstützung
von Arbeitsprozessen im Vordergrund.
D
as Programm wird als CAFM-Software, CAFM-Anwendung oder als
CAFM-System bezeichnet. Es gibt
sogenannte integrierte Systeme, die mehrere Funktionen in sich vereinen. Diese
Anwendungen werden auch als multifunktionale Systeme (oder iCAFM-Software) bezeichnet. Anwendungen mit
nur einer speziellen Funktion werden
als monofunktionale Anwendungen bezeichnet. In der Branche wird zwischen
Client/Server- und Web-basierten Systemen unterschieden.
Zunehmend werden CAFM-Systeme
auch verstärkt zur Abbildung von Facility-Management-Prozessen verwendet. So ist es beispielsweise möglich,
von einem Gebäudenutzer (z. B. einem
Büroangestellten etc.) gemeldete Defekte (z. B. eine defekte Beleuchtung)
Neues IHK-Merkblatt
Pflichtangaben in
Immobilienanzeigen
S
als Reparaturaufträge in dem System
zu hinterlegen. Diese Aufträge können
dann von dem entsprechenden Fachbereich oder einer externen Firma eingesehen und bearbeitet werden. Es kann eine
Auftragsverfolgung eingesetzt werden,
bei der die offenen Aufträge dem Fachbereich bzw. der durchführenden Firma
wieder vorgelegt werden, falls der Auftrag nach einer bestimmten Zeitspanne
noch nicht erledigt sein sollte (Eskalierung).
Ist ein Auftrag erledigt worden, wird er
im System als erledigt vermerkt und es
kann automatisch eine Erledigungsmeldung – z. B. per E-Mail – an den Auftraggeber gesendet werden. Auf diese Weise
können Arbeitsvorgänge überwacht und
die Kundenzufriedenheit erhöht werden.
Eine Zertifizierung nach Mindeststandards im Facility Management für CAFMSysteme wird von der GEFMA nach der
Richtlinie GEFMA 444 vorgenommen. „
eit Mai 2014 muss die neue
Energieeinsparverordnung beachtet werden. Sie brachte auch
Neuregelungen zu Pflichtangaben in
Immobilienanzeigen. Die wichtigsten
Fragen zu diesem Thema behandelt
ein aktuelles IHK-Merkblatt. Es beantwortet Schlüsselfragen wie:
Wann müssen Immobilienanzeigen
Energiekennzahlen enthalten? Welche Pflichtangaben sind verlangt?
Welche Rolle spielt der Energieausweis? Was geschieht bei Verstößen
gegen Pflichtangaben? Außerdem
klärt es über Immobilienanzeigen in
ausländischen Medien sowie Pflichtangaben für ausländische Immobilien bei einer Anzeige in Deutschland
auf. Das Merkblatt enthält auch eine
Musteranzeige. Es ist über den Bereich „Recht und Steuern“ der IHK
zu beziehen.
„
Kontakt
Frank Jakobs, Tel.: 09561 7426-17
E-Mail: jakobs@coburg.ihk.de
Quelle: Wikipedia
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Unsere Wirtschaft 10/2014
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Sonderthema: Immobilien, Bau & Architektur 13
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Background stellt Sie in den Vordergrund
Architekturfotografie für Ihr Unternehmen von der Coburger Werbeagentur
Der erste Eindruck zählt. Auch bei einer
Firma. Und den verschaffen wir uns oft
über ein Foto. Image bildet sich heraus.
Jede Firma sollte sich daher sowohl im
Internet als auch in Printmedien optisch
stimmig präsentieren.
Christian Hesselbach, Mitinhaber der Werbeagentur Background, ist professioneller
Fotograf mit Leidenschaft und ausgeprägtem ästhetischen Empfinden.
Sein geschultes Auge und der versierte
Umgang mit der Technik erzielen optimale Ergebnisse, wenn es darum geht, ein
Gebäude ausdrucksstark darzustellen.
Mit seiner Vorliebe für besondere Herausforderungen und einem Blick für das Wesentliche setzt er jede Architektur ins beste
Licht. Er verblüfft mit ausdrucksstarken
Blickwinkeln und gestaltet damit die fotografische Visitenkarte eines Unternehmens.
So sprechen Fotos für ein Unternehmen.
Christian Hesselbach, Mitinhaber der
Werbeagentur Background in Coburg
„Respekt gegenüber der architektonischen Leistung ist für mich Voraussetzung für ein optimales fotografisches
Ergebnis“.
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C
o Wirtschaft 10/2014
Die Werbeagentur iinUnsere
Coburg
14 Sonderthema: Immobilien, Bau & Architektur
NEUBAU VON 10 EIGENTUMSWOHNUNGEN
Umkehr der Steuerschuld
reformiert
Umsatzsteuerrecht: Neuerungen für Bauträger
Durch das kürzlich veröffentliche, so genannte „Kroatienbegleitgesetz“ wurden Änderungen im Umsatzsteuerrecht mit Wirkung vom 31.07.2014 eingeführt,
die Bauträger betreffen.
:2+1(1 :2'$6/(%(167$'7),1'(7
,&54$)&/%03'&3453t$0#63(
Wohnungsbeispiel
N¤1FOUIPVTF
N¤8PIOøÊDIF
N¤8PIOøÊDIF
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D
ie Umkehr der Steuerschuld bei der Umsatzsteuer bei
Bauleistungen wurde neu geregelt (§ 13b Abs. 5 Satz
2 UStG-neu). Nunmehr muss der Leistungsempfänger
einer Bauleistung eine – zusätzliche – Bescheinigung des Finanzamts vorlegen, dass er nachhaltig Bauleistungen erbringt.
Die Bescheinigung erhält der Leistungsempfänger beim Finanzamt auf Antrag für drei Jahre. Der Verkauf von Grundstücken (Bauträger) fällt jedoch nicht in diese Betrachtung.
Das gleiche Verfahren gilt bei Gebäudereinigungsleistungen.
Besonders wichtig:
- eine Abtretungsregel des leistenden Unternehmers
gegenüber dem Finanzamt für Leistungen, die vor dem
15.02.2014 erbracht wurden und bei denen die Parteien
von einer Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers ausgegangen sind
- Regelungen zu Nachzahlungszinsen zu Lasten des leistenden Unternehmers
- verfahrensrechtliche Hinweise zur Abwicklung der Änderungsanträge der Leistungsempfänger
Einzelheiten für konkrete Anwendungsfälle regelt ein neues Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom
26.09.2014.
Praxistipp: Betroffene Unternehmen sollten die Rechtsla„
ge durch ihren Steuerberater prüfen lassen.
Fundstelle d. Kroatienbegleitgesetzes:
BGBl. I, Nr. 36 vom 30.07.2014
Leseversion: www. Bundesgesetzblatt.de
Fundstelle des BMF-Schreibens:
www.coburg.ihk.de und www.bundesfinanzministerium.de
Kontakt
Frank Jakobs, Tel.: 09561 7426-17
E-Mail: jakobs@coburg.ihk.de
November Tagungen, Feste & Events
Magazin
Unsere Wirtschaft
Ausgabe 10/2014
SONDERTHEMEN 2014
Unsere Wirtschaft 10/2014
Unternehmensförderung
Recht
Alle Kandidaten zur Wahl
der IHK-Vollversammlung
Stationärer Handel setzt
auf Beratung
Facebook: Datenschützer nach
Urteil im Hintertreffen
Anzeigenschluss: 15.10.2014
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Tel.: 09564 800717 • Fax: 09564 800716 • E-Mail: dagmar.strassner@t-online.de
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Recht & Steuern
Verkehrslandeplatz:
Finanzierung steht
Sonderthema: Immobilien, Bau & Architektur 15
ARCHI VIVA macht aus Gebäuden neue Wahrzeichen
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Ungewöhnliche Architektur-Konzepte von Matthias Hanstein und Lutz Wallenstein
Im Weichengereuth das BID-Gelände,
in der Bamberger Straße der SÜCKomplex – wenn man durch Coburg
fährt, bemerkt man einige auffällige und zugleich gefällige Gebäude
jüngeren Ursprungs.
I
n den beiden genannten Beispielen sind sie das Ergebnis der Arbeit
von Matthias Hanstein und Lutz
Wallenstein und ihrem Architektur-Büro
ARCHI VIVA. Das ist übrigens gerade
umgezogen in die Coburger Lossaustraße 4a. Wir nahmen das zum Anlass
für ein Interview.
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[VTBNNFO8Je fiOHEBTBO
Matthias Hanstein: Das ging schon im
Studium los. Wir haben ein paar Projekte nebenbei gemacht.
Lutz Wallenstein: Ja, und plötzlich war
das Studium beendet, aber die Projekte
noch nicht abgeschlossen. Uns blieb gar
nichts anderes übrig, als uns als Architekten selbstständig zu machen.
-VU[8BMMFOTUFJOMJOLT
QMBOUVOE.BUUIJBT)BOTUFJOSFBMJTJFSUEJF"SDIJUFLUVS1SPKFLUF
WPO"3$)*7*7"*IS5FBNCFHFJTUFSUNJUTQFLUBLVMÅSFO&SHFCOJTTFO
an. Zuerst Wohnhäuser und Sanierungen.
Dann kamen Industrie- und Gewerbebauten dazu, öffentliche Einrichtungen. Es
wurde immer interessanter, aber auch
komplizierter. Ein Highlight war zweifellos das neue zentrale Verwaltungsgebäude des SÜC-Konzerns, das wir zusammen
mit Axel Wagner geplant haben.
4JFIBCFOJOEFOMFU[UFO+BISFOKBFJ
OJHFT DIÕOF1 SPKFLUFEVSDIHFGÛISU
)FS[MJDIFO(MÛDLXVOTDI
8BTTUFIUBMTOÅDITUFTBO
Lutz Wallenstein: Danke. Schöne Projekte hatten wir eigentlich von Anfang
Matthias Hanstein: Zur Zeit sind wir
mit der Sanierung und Erweiterung
der Realschule Coburg II befasst. Für
Ebner Logistics planen wir die Erweiterung des erst kürzlich fertig gestellten
Logistikzentrums. Und für die Firma
Habermaaß den nächsten Bauabschnitt
ihrer Lagerflächen in Bad Rodach. Das
sind spannende, weil anspruchsvolle Aufgaben. Zumal unsere Auftraggeber uns
auch mit der Innengestaltung und der
Gestaltung von Außenanlagen betrauen. Das erfordert ganzheitliches Denken.
Wir mögen solche Herausforderungen.
www.archiviva.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
16
SERVICE Veranstaltungen | Seminare | Weiterbildung
Seminar Datenschutz im Personalbereich 1.0
Was ist erlaubt, zu beachten und welche Risiken
drohen?
des Monats
Im eintägigen IHK-Seminar „Datenschutz im
Personalbereich 1.0“ erhalten Unternehmen die
fachliche Basis und praktische Vorschläge zu relevanten Sachverhalten des Datenschutzes im
Personalbereich.
J
edes Unternehmen, das Mitarbeiter beschäftigt, kommt um die
Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten
zwangsläufig nicht herum. Aber nicht jede technisch und organisatorisch machbare Erhebung von Daten und Informationen ist
auch rechtlich zulässig. Gerade im Personalbereich mit seinen wichtigen und gleichzeitig sensiblen Informationen ist, um das Vertrauen der eigenen Mitarbeiter zu haben, ein rechtssicherer Umgang
mit den Daten gefragt.
Die Inhalte des Seminars „Datenschutz im Personalbereich 1.0“ sind
vielfältig. Zum einen bilden die wichtigsten rechtlichen Grundlagen
sowie aktuelle Rechtsprechungen die Basis. Zum anderen werden
auch Themen wie „Recherchen in sozialen Netzwerken“, der Umgang mit Bewerbungsunterlagen oder „Worauf ist bei der Verarbeitung von Arbeitnehmerdaten durch Dritte zu achten?“, thematisiert.
Nach einigen Skandalen in der Überwachung von Arbeitnehmern
in den letzten Jahren ist es für viele Unternehmen wichtig zu wissen,
bis wohin diese im rechtlichen Rahmen erlaubt, was bei der Beweisverwertung zu beachten ist und ab wann das Risiko zivilrechtlicher
„
und strafrechtlicher Verfolgung droht.
Erfolgsfaktor Familie
Kostenloser gemeinsamer Workshop der oberfränkischen IHKs
Arbeitswelten, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
ermöglichen, erleichtern Arbeitgebern die Sicherung qualifizierter Kräfte.
L
ängst bieten viele Firmen flexible Arbeitszeitmodelle und/oder
-orte, halten Kontakt während Elternzeiten und/oder fördern
Kinderbetreuung. Beim kostenlosen Workshop der oberfränkischen IHKs am Montag, 3. November 2014, im Bildungszentrum
Kloster Banz, Bad Staffelstein (17:00 – 20:00 Uhr), werden innovative und praktikable Instrumente einer familienfreundlichen Personalpolitik vorgestellt. Erläutert wird auch, wie Arbeitgeber intern
und extern die Werbetrommel für familienorientierte Maßnahmen
rühren sollten, um sowohl die eigene Belegschaft als auch potenziell zukünftige Kräfte zu sensibilisieren, wie attraktiv sie als familienfreundliches Unternehmen sind.
Sofie Geisel, Projektleiterin des DIHK-Unternehmensnetzwerks „Erfolgsfaktor Familie“ leitet den Workshop, der sich an Unternehmerinnen, Unternehmer und Personalverantwortliche richtet. Details
entnehmen Sie bitte dem Flyer auf der Homepage der IHK zu Coburg im Bereich Veranstaltungen: www.coburg.ihk.de – Anmeldeschluss ist der 27. Oktober 2014.
„
Anmeldung:
Sandra Hanke, Tel.: 09561 7426-72
E-Mail: sandra.hanke@coburg.ihk.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
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Zeitmanagement in der Ausbildung - Zeit gewinnen durch effiziente Planung
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Word-Bausteine: Serienbriefe
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Persönliche Prioritäten verwirklichen und eigene Werte leben gesundes Gleichgewicht aller Lebenswerte
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Personal / Führung
Zeitmanagement und Führung
21. Oktober 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Assessment-Center erfolgreich durchführen
21. + 22. Oktober 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 370,00 €
Erfolgreich Führen! Grundlegende Führungsaufgaben und -instrumente:
Modul 3, 4. + 5. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 370,00 €
Stellenbeschreibung mit Anforderungsprofil - Präzise Informationsgewinnung,
vergleichbarer Formulierungsstand, mühelose Aktualisierung
5. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Erkennen Sie Ihren Kunden/Mitarbeiter/Kollegen mit Hilfe von
INSIGHTS MDI®“
10. + 11. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 370,00 €
Recht
Einführung in das Betriebsverfassungsgesetz
15. Oktober 2014, 09:00 bis 13:00 Uhr, Preis: 110,00 €
Datenschutz im Personalbereich 1.0
7. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Lebensmittelhygieneschulung gemäß § 4 Lebensmittelhygiene-Verordnung
10. November 2014, 09:00 bis 13:00 Uhr, Preis: 110,00 €
Internetrecht / Social-Media-Recht: Internetauftritte und Social-MediaAuftritte modern, aber auch rechtssicher betreiben“
12. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Sekretariat
Kommunikation und Korrespondenz
6. + 7. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 370,00 €
Vertrieb / Marketing
Verkaufstraining für den Innendienst
22. Oktober 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Junge Kunden gewinnen und langfristig binden
27. Oktober 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Junge Kunden 2.0
28. Oktober 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Beschwerdemanagement Wie aus reklamierenden Kunden Stammkunden werden
4. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
Telefonisches Nachfassen von schriftlichen Angeboten - wie geht das?
6. November 2014, 09:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 185,00 €
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Kontakt
Dirk Schmidt, Tel.: 09561 7426-24, E-Mail: dirk.schmidt@coburg.ihk.de
IHK-Wahl 2014
in Coburg 17
17
Wahlgruppen und Sitzverteilung
Wahlgruppe 1:
Industrie
Bezirk Stadt Coburg:
Bezirk Landkreis Coburg:
15 Sitze
4 Sitze
11 Sitze
Wahlgruppe 2:
Einzelhandel
Bezirk Stadt Coburg:
Bezirk Landkreis Coburg:
5 Sitze
2 Sitze
3 Sitze
Wahlgruppe 3:
Großhandel
Bezirk Stadt Coburg:
Bezirk Landkreis Coburg:
2 Sitze
1 Sitz
1 Sitz
Wahlgruppe 4:
Kreditinstitute, Verlage,
Versicherungswesen 4 Sitze
Stadt und Landkreis Coburg
32
Wahlgruppe 5:
Handelsvertreter und
Dienstleistungen
4 Sitze
Sitze
Stadt und Landkreis Coburg
Wahlgruppe 6:
Speditions- und
Verkehrsgewerbe
Stadt und Landkreis Coburg
1 Sitz
Wahlgruppe 7:
Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
1 Sitz
Stadt und Landkreis Coburg
NUR WER MITMACHT, ENTSCHEIDET AUCH MIT
Neuwahl der IHK-Vollversammlung im November
Im Dezember 2014 endet die Amtszeit der im Jahre 2010 gewählten,
ehrenamtlich tätigen Vollversammlungsmitglieder der Industrie- und
Handelskammer zu Coburg. Die Vollversammlung der IHK ist deshalb für
die Wahlperiode 2015 bis 2018 neu
zu wählen.
D
ie Wahl der 32 Vollversammlungsmitglieder erfolgt auf der Grundlage des IHK-Gesetzes und der
Wahlordnung der IHK zu Coburg. Der
für die Wahl der Vollversammlung verantwortliche Wahlausschuss hat dazu
in der Juli-Ausgabe dieser Zeitschrift
die notwendige Bekanntmachung zur
Wahl veröffentlicht.
Rund 8.000 IHK-zugehörige Unternehmen können vom 5. November bis
zum 18. November 2014 die IHK-Vollversammlung neu wählen. Innerhalb der
vom Wahlausschuss der IHK zu Coburg
gesetzten Frist vom 2.-22. September
2014 sind in den 7 Wahlgruppen insgesamt 44 Wahlbewerbungen eingegangen.
Der Wahlausschuss hat in der Sitzung
am 23.09.2010 gem. §11 Abs. 3 und Abs.
5 der Wahlordnung die 44 eingegange-
nen Wahlbewerbungen geprüft und für
gültig befunden. Auf den folgenden Sonderseiten stellen wir Ihnen die Kandidaten vor, die entsprechend ihrer Branche
und ihrem Geschäftssitz in 7 Wahlgruppen eingeteilt (siehe Grafik) und zum Teil
einzelnen Wahlbezirken zugeordnet sind.
Die Wahlunterlagen werden am Ende Oktober an alle IHK-Mitgliedsunternehmen
per Post verschickt.
werden die Stimmen ausgezählt und das
Wahlergebnis vom Wahlausschuss festgestellt. Die Bekanntmachung erfolgt in
der Dezember-Ausgabe dieser Zeitschrift.
Über das Wahlergebnis wird auch auf der
Internetseite der IHK zu Coburg (www.
coburg.ihk.de) informiert.
Die neue Vollversammlung wird erstmals im Januar 2015 zusammentreten.
Das „Parlament der Coburger Wirtschaft“
vertritt die Interessen der gesamten gewerblichen Wirtschaft der Region. Als
Diese enthalten:
• ein Anschreiben, das auf die Bedeutung
repräsentatives Abbild der Wirtschaft geder Wahl aufmerksam macht mit Hin- währleistet die Vollversammlung, dass die
IHK die ihr übertragenen Aufgaben mit
weisen zum Ablauf der Stimmabgabe
• einen Wahlschein, der von einem Wahl- größtmöglicher Praxisnähe löst und dem
berechtigten des Unternehmens (z.B. Interesse aller ihr zugehörigen UnternehInhaber, Geschäftsführer, Vorstand
men gegenüber Kommunen, regionalen
oder Prokurist) zu unterschreiben ist
Stellen sowie der Staats- und Bundes• einen Stimmzettel mit der Liste aller
regierung dient.
Kandidaten einer Wahlgruppe bzw.
Die Mitarbeit in der Vollversammlung ereines Wahlbezirks
folgt ehrenamtlich. Durch Ihre Wahlbetei• einen Stimmzettelumschlag
ligung entscheiden Sie also nicht nur über
• einen Rücksendeumschlag
die Vertretung Ihrer Interessen mit, sondern
unterstützen auch das freiwillige EngageDie Wahl erfolgt per Briefwahl. Die voll- ment von Unternehmerinnen und Unterständigen Wahlunterlagen müssen bis
nehmern für unser Gemeinwesen. Deshalb:
zum 18. November um 16 Uhr bei der
Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch
IHK eingegangen sein. Am 19. November – nur wer mitmacht, entscheidet auch mit! „
Unsere Wirtschaft 10/2014
18 Region
Wahlvorschläge Vollversammlung
4
32
Sitze
Wahlgruppe
11
Industrie
Stadt Coburg
Landkreis Coburg
Herdan, Friedrich
Vorsitzender
der Geschäftsführung
Langenstein & Schemann GmbH,
Hahnweg 139,
96450 Coburg
Carl, Frank
Geschäftsführender
Gesellschafter
Carl-Mühle GmbH & Co. KG,
Uferstr. 4,
96253 Untersiemau
Dr. Hammon, Larissa
Geschäftsführende
Gesellschafterin
Hilmar Gundermann GmbH & Co. KG,
Sportplatzstr. 7,
96279 Weidhausen
Kaeser, Thomas
Vorstandsvorsitzender
KAESER KOMPRESSOREN SE,
Carl-Kaeser-Str. 26,
96450 Coburg
Dietz, Matthias
Geschäftsführer
Federnfabrik Dietz GmbH,
Am Floßgraben 10,
96465 Neustadt
Martin, Peter
Geschäftsführer
Martin Metallverarbeitung GmbH,
Am Hummelsberg 6,
96237 Ebersdorf
Kapp, Martin
Geschäftsführer
KAPP Werkzeugmaschinen GmbH,
Callenberger Str. 52,
96450 Coburg
Dressel, Jochen
Geschäftsführer
Wöhner GmbH & Co. KG
Elektrotechnische Systeme,
Mönchrödener Str. 10,
96472 Rödental
Dr. Munzer-Bukhari, Iris
Geschäftsführerin
fm Polstermöbel Munzer GmbH,
Sportplatzstr. 25,
96279 Weidhausen
Landwehr, Rainer
Geschäftsführer
Dietze & Schell Maschinenfabrik
GmbH & Co. KG,
Karchestr. 1,
96450 Coburg
Fehn-Dransfeld, Barbara
Geschäftsführende
Gesellschafterin
HEUNEC Plüschspielwarenfabrik
GmbH & Co. KG,
Am Moos 11,
96465 Neustadt
Popp, Jürgen
Geschäftsführer
Zöllner-Wiethoff GmbH,
Röntgenstr. 3,
96465 Neustadt
Friedenstab, Rainer
Geschäftsführer
Friedenstab Plastik GmbH,
Am Bahnhof 8-12,
96472 Rödental
Schink, Stephan
Geschäftsführender
Gesellschafter
Schink Blechbearbeitung und
Metallbau GmbH & Co. KG,
Dorfstr. 20,
96476 Bad Rodach
Gottfried, Christian
Geschäftsführer
Adolf Gottfried Tonwerke GmbH,
Tonwerkstr. 3,
96269 Großheirath
Schneider, Frank
Geschäftsführender
Gesellschafter
Franz Schneider GmbH & Co. KG,
Siemensstr. 13,
96465 Neustadt
Grosch, Harald
Geschäftsführer
Habermaaß GmbH,
August-Grosch-Str. 28-38,
96476 Bad Rodach
Stammberger, Erik
Geschäftsführender
Gesellschafter
Willi Schillig
Polstermöbelwerke GmbH & Co. KG,
Am Weinberg 20-22,
96237 Ebersdorf-Frohnlach
Otto, Jürgen
Geschäftsführer
Brose Fahrzeugteile GmbH & Co.
Kommanditgesellschaft,
Ketschendorfer Str. 38-50,
96450 Coburg
Unsere Wirtschaft 10/2014
IHK-Wahl 2014
in Coburg
Wahlvorschläge Vollversammlung
32
Sitze
1
1
2
Wahlgruppen
Einzelhandel
Großhandel
3
Einzelhandel
Stadt Coburg
Einzelhandel
Landkreis Coburg
Großhandel
Stadt Coburg
Bätzoldt, Erik
Geschäftsführender
Gesellschafter
Bätzoldt OHG,
Neustadter Str. 10-12,
96450 Coburg
Otto, Lars-Jörg
Prokurist
Schuhhaus Christian Appis,
Coburger Str. 2,
96476 Bad Rodach
Dr. Engel, Andreas
Geschäftsführender
Gesellschafter
Leise GmbH & Co. KG,
Rosenauer Str. 117,
96450 Coburg
Münstermann, Klaus Peter
Geschäftsführer
GALERIA Kaufhof GmbH,
Mohrenstr. 17-19,
96450 Coburg
Schulze, Wolfgang
Geschäftsführender
Gesellschafter
Einrichtungshaus Schulze
GmbH & Co. KG,
Rudolf-Diesel-Str. 2,
96472 Rödental
Prodinger, Hans-Joachim
Geschäftsführender
Gesellschafter
Prodinger OHG,
Rosenauer Str. 115,
96450 Coburg
Ptok, Katrin
Prokuristin
Georg Kaspar e.K.,
Markt 12-13,
96450 Coburg
Stache, Markus
Inhaber,
Markus Stache e.K.,
Heubischer Str. 10-14,
96465 Neustadt
Worsch, Andreas
Geschäftsführender
Gesellschafter
Modehaus Matzer & Worsch
GmbH & Co. KG,
Mauer 12a/14a,
96450 Coburg
Großhandel
Landkreis Coburg
Bauer, Detlef
Geschäftsführender
Gesellschafter
Bauer GmbH & Co. KG,
Im Rödengrund 1,
96472 Rödental
Reinsbach, Arno
Geschäftsführer
Carl Brandt GmbH & Co. KG,
Carl-Brandt-Str. 4,
96489 Niederfüllbach
Unsere Wirtschaft 10/2014
IHK-Wahl 2014
in Coburg
20
4
4
Wahlvorschläge Vollversammlung
11
32
Sitze
Kreditinstitute, Verlage,
Versicherungsgewerbe
Wahlgruppen
Kreditinstitute, Verlage, Versicherungsgewerbe
Handelsvertreter und Dienstleistungen
Speditions- und Verkehrsgewerbe
Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe
Handelsvertreter und
Dienstleistungen
Speditions- und
Verkehrsgewerbe
Beil, Detlef
Geschäftsführer
DS Marketing und PR GmbH,
Lossaustr. 4a,
96450 Coburg
Ehrlich, Reinhard
Inhaber
Ehrlich EDV-Beratung,
Am Steinig 43,
96274 Itzgrund
Möller, Michael
Inhaber
Funk Taxi Möller
Michael Möller,
Heimatring 7,
96450 Coburg
Dr. Eberhardt, Ulrich
Vorstand
HUK-COBURGRechtsschutzversicherung AG,
Willi-Hussong-Str. 2,
96444 Coburg
Kupek, Rolf
Geschäftsführer
Kupek GmbH,
Cortendorfer Str. 94,
96450 Coburg
Scheler, Harald
Prokurist
Schenker Deutschland AG,
Creidlitzer Str. 140,
96450 Coburg
Dr. Faber, Martin
Vorstand
Sparkasse Coburg-Lichtenfels,
Markt 2-3,
96450 Coburg
Dr. h.c. Michelbach, Hans
Inhaber
Hans Michelbach,
Casimirstr. 11,
96450 Coburg
Gremmelmaier, Wolfgang
Vorstand
VR-Bank Coburg eG,
Mohrenstr. 7a,
96450 Coburg
Müller, Uwe
Inhaber
Moneymentor Uwe Müller e.K.,
Am Schießstand 13e,
96450 Coburg
Glauben, Bernd
Inhaber
Prestige Hotel & Gastronomie GmbH
Romantik Hotel Goldene Traube,
Am Viktoriabrunnen 2,
96450 Coburg
Lochner, Stephan
Abteilungsdirektor
Commerzbank AG,
Hindenburgstr. 2,
96450 Coburg
Ott, Ingrid
Inhaberin
Ingrid Ott
Verlag und Werbeagentur,
Lindenstr. 37,
96472 Rödental
Rose, Thomas
Inhaber
Gasthof „Goldene Rose“
Inh. Thomas Rose e.K.,
Coburger Str. 31,
96271 Grub am Forst
Unsere Wirtschaft 10/2014
Gaststätten- und
Beherbergungsgewerbe
Veranstaltungen | Seminare | Weiterbildung SERVICE 21
Weiterbildung
Safe the Date
Zertifikatslehrgänge
Elektronische Geschäftsabwicklung am Beispiel der eRechnung
Projektmanager/in
Projektarbeit - Stellen Sie doch gleich die richtigen Weichen!
Oktober 2014 bis April 2015, Preis: 1.395,00 € zzgl. Prüfungsgebühr
QM-Auditor/in (IHK)
Oktober 2014, Preis: 495,00 € zzgl. Prüfungsgebühr
Ausbildung zum/zur TOP-Verkäufer/in im Außendienst
November 2014 bis Januar 2015, Preis: 595,00 € zzgl. Prüfungsgebühr
Kontakt
Dirk Schmidt, Tel.: 09561 7426-24, E-Mail: dirk.schmidt@coburg.ihk.de
Innovation und Umwelt
Geschäftsprozess-Sicherheit am Beispiel der elektronischen Rechnung
21. Oktober 2014, 13:00 bis 16:30, kostenfrei
12. IHK Patenforum Nordbayern
19. November 2014, 13:30 bis 18:00 Uhr, Preis: 50,00 €
Kontakt
Markus Vollmuth, Tel.: 09561 7426-56, E-Mail: markus.vollmuth@coburg.ihk.de
International
Die digitale Betriebsprüfung durch die Zollverwaltung
5. November 2014, 9:00 bis 16:00 Uhr, Preis: 180,00 €
Informationsveranstaltung 3 Länder in 3 Stunden Montagearbeiten in Österreich, Tschechien und der Schweiz
19. November 2014, 14:00 bis 17:00 Uhr, Preis: 40,00 €
Lieferantenerklärungen
10. Dezember 2014, 9:00 bis 16:00 Uhr, Preis: 180,00 €
Kontakt
Elisabeth Löhr, Tel.: 09561 7426-14, E-Mail: loehr@coburg.ihk.de
Tourismus
Die IHK zu Coburg informiert am 21. Oktober 2014 über
„Geschäftsprozess-Sicherheit am Beispiel der elektronischen
Rechnung“. Bestandteil der kostenfreien Veranstaltung ist
eine Live-Demonstration.
D
er elektronische Austausch von Daten und Informationen zwischen Unternehmen und Behörden gewinnt immer mehr an
Bedeutung. Vor diesem Hintergrund können sich Unternehmen im Oktober einen Überblick über die elektronische Geschäftsabwicklung am Beispiel der eRechnung verschaffen.
Rund 32 Milliarden Rechnungen werden in Deutschland pro Jahr
ausgetauscht. Der Anteil elektronischer Rechnungen beträgt zurzeit
weniger als 10 Prozent. Dabei liegen die Sicherheits- und Einspareffekte, die sich durch den Versand elektronischer Rechnungen ergeben, auf der Hand: So spart die eRechnung Porto und Papier, zudem
ermöglicht sie die problemlose und vor allem sichere Weiterverarbeitung der Rechnungsdaten. Alleine im Jahr 2012 haben Unternehmen
in Europa durch zu spät beglichene Rechnungen oder Zahlungsausfälle insgesamt ca. 350 Mrd. Euro verloren.
Die Veranstaltung „Geschäftsprozess-Sicherheit am Beispiel der
elektronischen Rechnung“ findet am Dienstag, den 21. Oktober
2014, von 13:00 bis 16:30 Uhr, in der IHK zu Coburg, Schloßplatz 5,
96450 Coburg, Saal I statt. Die Teilnahme ist kostenfrei und findet im
Rahmen des Projektes „Know-how-Schutz und IT-Sicherheit für den
Mittelstand“ statt. Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ge„
fördert.
Anmeldung und Information
Markus Vollmuth, Tel.: 09561 7426-56
E-Mail: markus.vollmuth@coburg.ihk.de
Modernes Housekeeping in Pensionen und Hotels:
So werden die Zimmer zur Visitenkarte!
20.10.2014, ganztags, Preis: 100,00 €
Kontakt
Sandra Hanke, Tel.: 09561 7426-72, E-Mail: sandra.hanke@coburg.ihk.de
Recht
Unterrichtung nach § 33c GewO für Automatenaufsteller, Unterrichtung
03. November 2014, 10:00 bis 15:00 Uhr, Preis: 155,00 €
Erfinderberatungstag, Einzelberatungen
11. November 2014, 14:00 bis 17:00 Uhr, kostenfrei
Sachkundeprüfung „Geprüf. Finanzanlagenfachmann/-frau“ (IHK)
26. November 2014, 8:30 bis 12:00 Uhr, Preis: 280,00 – 365,00 €
Kontakt
Frank Jakobs, Tel.: 09561 7426-17, E-Mail: jakobs@coburg.ihk.de
Seminarreihe für Händler
HBE thematisiert „E-Commerce“
Auch den Handelsverband Bayern (HBE) beschäftigt das Thema
„E-Commerce“ sehr. Er bietet jetzt eine Seminarreihe an, an der nicht
nur HBE-Mitglieder teilnehmen dürfen:
• 15. Oktober 2014 – „E-Commerce Kompakt“
• 16. Oktober 2014 – „Regionales Online Marketing“
• 17. Oktober 2014 – „Suchmaschinenmarketing“
Information
www.hv-bayern.de
Existenzgründung und Unternehmensförderung
Tagesseminar für Existenzgründer/innen
6. November 2014, 9:00 bis 16:00 Uhr, Preis: 50,00 €
Kontakt
Susanne Stammberger, Tel.: 09561 7426-11, E-Mail: stammberger@coburg.ihk.de
Veranstaltungsort:
IHK-Zentrum für Weiterbildung,
Schloßplatz 5a, Eingang Allee,
96450 Coburg
(wenn nicht anders ausgewiesen)
Weitere Informationen zu allen
Veranstaltungen:
www.coburg.ihk.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
22 Standortpolitik
ONLINE-INFORMATIONEN ZU PFLICHTEN
VON KRAFTFAHRERN
Bundesamt hilft Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz zu interpretieren
Wirtschaft wirbt für ICE-Systemhalt
Ein intensives Gespräch mit der Parlamentarischen
Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und
digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, führten kürzlich
IHK-Präsident Friedrich Herdan und Vollversammlungsmitglied Hans Michelbach in Berlin. Gemeinsam warben
sie um Unterstützung für die Einrichtung eines
ICE-Systemhalts in Coburg. Herdan und Michelbach
betonten, die kürzlich beauftragte Potenzialanalyse
werde die Wirtschaftlichkeit des ICE-Systemhalts im
Zwei-Stunden-Takt nachweisen. Sobald ihre Ergebnisse
vorliegen, soll ein verkehrspolitisches Gespräch mit den
Spitzen von Verkehrsministerium und Deutscher Bahn
anberaumt werden.
Die Vertreter des Bund-LänderArbeitskreises Berufskraftfahrerqualifikationsrecht (BLAK BKrFQ)
haben Anwendungshinweise zu den
Pflichten des Fahrpersonals nach dem
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) erarbeitet.
D
ie Anwendungshinweise zur Auslegung der Vorschriften des BKrFQG
und der Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV) sollen
sowohl dem Fahrpersonal und den Unternehmen als auch den für die Anwendung
des Gesetzes zuständigen Behörden eine
Hilfestellung für die tägliche Arbeit bieten und eine einheitliche Rechtsanwendung ermöglichen.
Die aktuellen Anwendungshinweise
(Stand: Juli 2014) orientieren sich am
Aufbau des BKrFQG und enthalten neben
Begriffsbestimmungen und Informationen zum grundsätzlichen Anwendungsbereich der gesetzlichen Regelungen auch
Auslegungshinweise zu den gesetzlichen
Ausnahmetatbeständen. Ein Anhang umfasst zahlreiche konkrete Beispiele und
deren Bewertung im Hinblick auf die Anwendbarkeit des BKrFQG.
Das Bundesamt für Güterkraftverkehr
(BAG) hat die „Anwendungshinweise zum
Berufskraftfahrerqualifikationsrecht“ auf
seiner Website veröffentlicht.
„
Information
www.bag.bund.de
Kontakt
Rico Seyd, Tel.: 09561 7426-46,
E-Mail: seyd@coburg.ihk.de
Chancen für den eigenen Fuhrpark
IHK-Logistikveranstaltung: „Mobiler SiFaT LKW-Fahrsimulator“ als Attraktion in Creidlitz
Der Fahrermangel der heimischen
Transportwirtschaft wird von Tag zu
Tag offensichtlicher und dies sowohl
im gewerblichen Güterkraftverkehr
wie auch im Werkverkehr.
I
m Werkverkehr ergibt sich der erhöhte Fahrerbedarf vor allem auf Grund
der Aufstockung der Fahrzeugflotten von Handel und Industrie, die wieder vermehrt Kontrolle über ihre Logistik
bekommen möchten. Um offene Stellen
schnell besetzen zu können, kooperieren Unternehmen im Idealfall mit loka-
Unsere Wirtschaft 10/2014
len Akteuren (IHK, Agentur für Arbeit,
Volkshochschule etc.). Hohes Potenzial
bietet auch die Ausbildung Jugendlicher
zum Berufskraftfahrer.
In Kooperation mit lokalen Akteuren
informiert die IHK zu Coburg am Donnerstag, 16. Oktober 2014, von 14:00 bis
17:00 Uhr in der DB Schenker-Geschäftsstelle in Coburg ( Creidlitzer Str. 140) zum
Thema, insbesondere zu Förderprogrammen und einem aktiven Fuhrparkmanagement. Die Veranstaltung bietet darüber
hinaus die Möglichkeit, einen mobilen
SiFaT LKW-Fahrsimulator zu testen. Die
SiFaT LKW-Simulator-Trainings und -Schulungen sind abgestimmt auf Berufskraftfahrer. Sie nutzen durch den Einsatz der
Simulatoren High-Tech-Übungsmöglichkeiten, die aus der Ausbildung von Piloten und Kapitänen bekannt sind.
Die Kosten pro Teilnehmer betragen
30,00 €. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt,
Anmeldungen sind bis 13. Oktober 2014
„
möglich.
Kontakt
Sandra Hanke, Tel.: 09561 7426-72
E-Mail sandra.hanke@coburg.ihk.de
Tourismus 23
08
:20
01
90
TOURISMUSREGION RÜCKT ZUSAMMEN
2. Gemeinsamer Tourismustag Coburger Land – Rennsteig – Rodachtal
Regionalmanagement Coburger Land,
Tourismus Coburg und Initiative Rodachtal laden mit der Kreisstelle des
Hotel- und Gaststättenverbands (BHG)
und der IHK zu Coburg zum „2. Gemeinsamer Tourismustag Coburger
Land – Rennsteig – Rodachtal“ ein.
D
ie Veranstaltung, die im Vorjahr mit
großem Erfolg ihre Premiere feierte, findet in diesem Jahr am Mon-
tag, 3. November 2014, ab 14:30 Uhr in
der Gerold-Strobel-Halle von Bad Rodach
statt. Das Fachtreffen richtet sich an alle
Akteure aus Tourismus, Hotellerie, Gastronomie, Freizeit, Sport und Kultur und
Einzelhandel aus der Region Coburg und
den benachbarten Thüringer Gebieten.
„Gemeinsam mit unseren Partnern aus
Thüringen und der Region Coburg wollen wir die Ärmel hochkrempeln und
die Entwicklung der „grenzenlos fränkischen“ Tourismusdestination vorantreiben“, sagt Regionalmanager Stefan
Hinterleitner und bedankt sich dabei bei
der IHK zu Coburg für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Unter dem Motto „Bei uns bleibt jeder Gast und Kunde
freiwillig gern am Haken“ gibt es neben
interessanten Beiträgen zu Aktivitäten
des Tourismusverbands Franken und
der Thüringer Tourismusgesellschaft
auch Informationen zu den touristischen
Marketingschwerpunkten 2015/16 von
Tourismus-Chef Michael Amthor.
In drei Workshops gibt es BestPractice-Beispiele, Tipps und Anregungen sowie die Möglichkeit, zusammen
mit Fachleuten Produkte und Projekte
für das eigene Unternehmen zu erarbeiten. Auch für das leibliche Wohl wird in
Form von regionalen Spezialitäten bestens gesorgt – diesmal steht der Fisch
im Mittelpunkt.
„
Anmeldung
Tourismus Coburg, Tel.: 09561 898021
E-Mail: info@tourist.coburg.de
!RBEITSBÍHNENs4ELESKOPSTAPLERs'ABELSTAPLERs3ICHERHEITSSCHULUNGEN
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Leas
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Serv
HALLEN
Industrie- und Gewerbehallen
Information
www.region-coburg.de/tourismustag
Programm
von der Planung und Produktion bis zur
14:30 Uhr
Come-Together
15:00 Uhr
Begrüßung
15:15 Uhr
Marketing mit Tourismusverband Franken e.V. und Thüringer Tourismus GmbH,
Vertreter der beiden Organisationen im Gespräch
16:00 Uhr
Regionale Schwerpunktthemen 2015/16, Vortrag: Michael Amthor
16:30 Uhr
Workshops
• Gemeinsam passgenaue touristische Angebote und Produkte entwickeln
• Wie werden wir zur grenzenlosen ServiceQ-Region?
• Der Einzelhandel als Premium-Partner der Tourismusentwicklung
18:15 Uhr
Berichte aus den Workshops und Diskussion im Plenum
19:00 Uhr
Fisch- und Salatbuffet mit fränkischen Weinspezialitäten
schlüsselfertigen Halle
Wolf System GmbH
94486 Osterhofen
Tel. 09932/37-0
gbi@wolfsystem.de
www.wolfsystem.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
24 Aus- und Weiterbildung
Angelika Huber ist Auszubildende im Bereich Verfahrenstechnik, hier verputzt sie das Modell
der „Küssenden Kinder“, bevor dieses dann gebrannt und danach von Kollegen in der
Dekorationstechnik farblich bemalt wird.
Tatjana Hopp braucht beim Dekorieren viel Geschick und
eine ruhige Hand: Sie zeichnet die Gesichter der Hummelfiguren und erweckt sie so erst zum Leben.
WICHTIGES QUALITÄTSMERKMAL: „MADE IN GERMANY“
Die Hummel Manufaktur bildet gewerblichen Nachwuchs in den Bereichen Verfahrenstechnik und Dekorationstechnik aus
Als Franz Goebel im Jahr 1934 die
liebevollen Kinderdarstellungen der
Franziskanerschwester Maria Innocentia Hummel entdeckte, erkannte
er das Potenzial: Er vereinbarte mit
dem Kloster Sießen, wo M. I. Hummel lebte, einen Lizenzvertrag, ließ
nach ihren Bildvorlagen in seiner Porzellanfabrik in Oeslau diese als Keramikfiguren modellieren – und legte
damit den Grundstein für eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte. Figuren wie der Wanderbub und viele
Andere traten ihren Siegeszug an, der
sie um die ganze Welt und bis nach
Nordamerika führte.
W
egen Umstrukturierungen im
Hause und den diversen Auswirkungen am Markt wurde
2008 die Herstellung der Hummelfiguren
von der Firma Goebel eingestellt. Ab 2009
nahm Jörg Köster von der Höchster Porzellanmanufaktur die Fertigung der weltweit beliebten Hummelfiguren unter dem
Firmennamen „Manufaktur Rödental“ in
Rödental wieder auf. Die Herstellung der
original M. I. Hummelfiguren am Standort Rödental ist inzwischen zum unverkennbaren Markenzeichen für „Made in
Germany“ bei diesen Artikeln geworden.
Köster musste aber im August 2013 Insolvenz aus unterschiedlichsten Gründen anmelden. Ein knappes halbes Jahr
später stiegen neue Investoren ein: Dr.
Peter Kapitza, Claus-Peter Wahner (ehemaliger Geschäftsführer der W. Goebel
Porzellanfabrik), Dr. Nikolas Metz (Inhaber der Sammlergalerie München) und
Peter-Paul Schmidt-Fischer. „Wir wollen
Hummel wieder zum Erlebnis machen, besonders wichtig ist dabei das Qualitätsmerkmal „Made in Germany“, produziert
Unsere Wirtschaft 10/2014
in reiner Handarbeit und von Mitarbeitern mit sehr langer Produktionserfahrung am Produktionsstandort Rödental“,
erklärt Geschäftsführer Dr. Kapitza, zuständig für Marketing und Vertrieb. Dafür
braucht das Unternehmen insbesondere fähige Fachkräfte und dies auch für
die Zukunft.
Aktuell sind 50 Mitarbeiter bei dem
Unternehmen beschäftigt, das seit November 2013 als „Hummel Manufaktur“
firmiert. Auch drei Auszubildende wurden in die neue Firma mit übernommen
und haben in diesem Jahr ihre Prüfungen mit Auszeichnung abgeschlossen.
Eine dieser Auszubildenden in der Hummel Manufaktur ist Angelika Huber. Sie
erlernte den Beruf der Industriekeramikerin Verfahrenstechnik. „Mich haben
die handwerkliche Arbeit, die alte Technik und das figürliche Gestalten sehr gereizt“, sagt die 21-Jährige. Das Arbeiten
im Hummel-Team macht ihr Spaß. „Das
sind alles super Kollegen, die mir immer
helfen, wenn ich Fragen habe.“
Eine weitere Auszubildende war Tatjana Hopp. Um diesen Beruf in dieser Firma zu lernen ist sie extra von Meißen
hier her gezogen.
Für Leslie-Ann Röser war es schon immer Wunsch, den Beruf des „Hummelmalers“ zu erlernen und sie hat die Prüfung
auch als Jahrgangsbeste in diesem Berufsbild abgeschlossen.
Alle drei Damen haben einen unbefristeten Facharbeitervertrag der Firma
angeboten bekommen und diesen auch
sehr gern unterschrieben.
Bei der Hummel Manufaktur werden
Industriekeramiker Verfahrenstechnik
(für die Weißfertigung) und Industriekeramiker Dekorationstechnik (Dekorieren/Bemalen der Figuren) ausgebildet.
„Die Ausbildung in der Hummel Manufaktur ist so angelegt, dass die Azubis
nicht nur in ihrem jeweiligen Bereich
ausgebildet werden, sondern auch alle
anderen Bereiche intensiv kennenlernen.
Wir bilden bereichsübergreifend aus und
deshalb ist der Lehrstoff sehr umfangreich. Mit Sicht auf die Zukunft und um
Verständnis für alle Bereiche zu schaffen, wurde die Ausbildung der einzelnen
Berufe gegenüber der vergangenen Ausbildung erweitert und bereichsübergreifend angelegt“, erklärt Produktionsleiter
Peter Hohenstein. Gesucht ist Nachwuchs
mit dem nötigen Engagement, Kreativität und Geschick. Junge Leute, die eine
Ausbildung bei der Hummel Manufaktur absolvieren wollen, durchlaufen vorab einen eigens dafür angelegten Test.
Im September dieses Jahres sind wieder junge Leute als Auszubildende bei der
Hummel Manufaktur ins Berufsleben gestartet. Für dieses Lehrjahr wurden fünf
Azubi eingestellt. Für die nächsten Jahre sind weitere Einstellungen im Ausbildungsbereich geplant.
Im kommenden Jahr sollen weitere sechs
Auszubildende eingestellt werden, kündigt
Geschäftsführer Dr. Peter Kapitza an. Aktuell sieht er das Unternehmen auf einem guten Weg. „Es wäre wirklich schade gewesen,
wenn dieses Handwerk und die M. I. Marke Hummel einfach verschwunden wären.“
Die Berufsschule findet in Blockbeschulung in Selb statt. Dennoch wird
für beide Berufsbilder im Unternehmen
auch betrieblicher Unterricht gegeben.
Die Ausbildung ist nach drei Jahren abgeschlossen. Danach stehen verschiedene
Weiterbildungswege offen: unter anderem
zum Industriemeister oder Fortbildungen in den Bereichen Produktentwicklung und Gestaltung.
„
Aus- und Weiterbildung 25
Weiterbildungsprüfungen 2015
Termine für schriftliche Prüfungen
Prüfungsteil
Termin
Ausbildereignungsprüfung
schriftlicher Teil
07.04.2015
05.05.2015
01.09.2015
Geprüfte
Betriebswirte
Wirtschaftliches Handeln und 11./12.06.2015
betriebliche Leistungsprozesse 12./13.11.2015
Geprüfte
Bilanzbuchhalter
Führung und Management
im Unternehmen
18./19.06.2015
19./20.11.2015
Prüfungsteil A
19.03.2015
24.09.2015
Prüfungsteil B
20./23./27.03.2015
25.09./ 28.09./
02.10.2015
Im Gespräch erläuterten Vertreter von Arbeitsagentur, Bildungsbüro, Handwerkskammer und IHK mögliche Ausbildungsoptionen und
gaben wertvolle Tipps.
Geprüfte Fachkaufleute
Einkauf und Logistik
21./22.04.2015
19./20.10.2015
Geprüfte Fachkaufleute
für Marketing
24./25.02.2015
02./03.11.2015
Erfolgreicher Endspurt
Prüfungsteil A
22.04.2015
07.10.2015
Ausbildungsniveau in der Region bleibt hoch
Prüfungsteil B
29.04.2015
14.10.2015
Trotz demografischen Wandels bilden Industrie, Handel und Gewerbe im Wirtschaftsraum Coburg weiterhin stark aus. Mit 750 Ausbildungsverhältnissen,
die bei der IHK zu Coburg für das neue Ausbildungsjahr eingetragen sind, wird das Vorjahresniveau (753)
knapp gehalten.
Geprüfte Fachwirte
für Versicherungen
und Finanzen
Geprüfte
Handelsfachwirte
23./24.03.2015
17./18.09.2015
Geprüfte
Industriefachwirte
Handlungsspezifische
Qualifikationen
Geprüfte
Industriemeister
fachrichtungsübergreifende 29./30.04.2015
Basisqualifikationen/
05./06.11.2015
grundlegende Qualifikationen
Geprüfte
Industriemeister,
Fachrichtung Metall
Handlungsspezifische
Qualifikationen
Geprüfte Technische
Betriebswirte
Wirtschaftliches Handeln und 05./06.03.2015
betrieblicher Leistungsprozess 05./06.10.2015
Geprüfte Technische
Fachwirte
04./05.05.2015
09./10.11.2015
Management und Führung
12./13.03.2015
12./13.10.2015
Technische Qualifikationen
02.03.2015
21.09.2015
Handlungsspezifische
Qualifikationen
22.05.2015
09.12.2015
Wirtschaftsbezogene
Qualifikationen
Geprüfte
Wirtschaftsfachwirte
30./31.03.2015
26./27.10.2015
18.03.2015
22.10.2015
Handlungsspezifische
Qualifikationen
16./17.04.2015
16./17.11.2015
Schriftliche Anmeldungen zu den Prüfungen bitte spätestens
drei Monate vor dem jeweiligen Prüfungstermin.
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Terminübersicht übernehmen wir keine Garantie; bei sehr geringer Teilnahme findet
eine Prüfung ggf. nicht statt.
D
azu hat auch die Nachvermittlungsaktion beigetragen. Sie fand Ende September statt, um jungen
Leuten ohne Lehrstelle zu einem Angebot zu verhelfen und zugleich Unternehmen zu unterstützen, ihre
angebotenen Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Eingeladen waren über 60 Jugendliche,
die noch keinen Ausbildungsvertrag haben. Vertreter von
Agentur für Arbeit, Stadt Coburg, Handwerkskammer für
Oberfranken und IHK informierten über mögliche Ausbildungsoptionen, sichteten die Bewerbungsunterlagen und
gaben wertvolle Tipps. „Jedem Jugendlichen wurden Ausbildungsangebote unterbreitet und zum Teil auch gleich
verbindlich vereinbart“, resümiert Rainer Kissing, Leiter
Berufliche Bildung bei der IHK zu Coburg.
„
Kontakt
Rainer Kissing, Tel.: 09561 7426-29
E-Mail: kissing@coburg.ihk.de
Kontakt
Stefanie Grzeszyk, Tel.: 09561 7426-23
E-Mail: stefanie.grzeszyk@coburg.ihk.de
Ihr Seervver ist ein Nerver?
IT-Networkss macht Systeme sicher.
DATENTECHNIK PRO
www.it-networks.de / 0 95 63-72 62 52-0 / Rödental / Nürnberg
Unsere Wirtschaft 10/2014
26 Existenzgründung und Unternehmensförderung
STATIONÄRER HANDEL SETZT AUF BERATUNG UND SERVICE
Neue Studie: „Handel im Mittelstand: Wohin geht die Reise?“
Wie blickt der mittelständische deutsche Handel in die Zukunft? Welche
Erwartungen haben kleinere und
mittlere Handelsbetriebe und wie
wappnen sie sich für zukünftige Herausforderungen?
D
iesen Fragen widmet sich die neue
Studie „Handel im Mittelstand: Wohin geht die Reise? – Status quo
und Perspektiven des KMU-Handels in
Deutschland“.
Das ECC Köln hat in Kooperation mit
der IHK zu Coburg sowie 24 Industrieund Handelskammern rund 400 Einzelhändler – schwerpunktmäßig kleine und
mittlere Unternehmen (KMU) – befragt.
Dabei zeigt sich: Aktuell betreiben sechs
von zehn Händlern keinen eigenen OnlineShop und planen dies auch in Zukunft
nicht. Haupthinderungsgründe sind der
zeitliche Aufwand und die anfallenden
Kosten. Rund acht Prozent der Händler
sind dabei online gar nicht präsent und
verfügen nicht einmal über eine Unternehmenswebsite. Obwohl knapp die Hälfte
der befragten Händler in sozialen Medien
aktiv ist – insbesondere zur Verbreitung
von Produktinformationen – bleibt in Sachen Online-Präsenz des Einzelhandels
also noch Luft nach oben.
Serviceoffensive gestartet
Der Frequenzrückgang im stationären
Handel beschäftigt auch die kleinen und
mittleren Händler. Schon jetzt beobachten
60 Prozent der Befragten mit Geschäftsstellen in Innenstädten eine rückläufige
Kundenfrequenz. Unter den in Vororten
ansässigen Händlern trifft dieses Problem rund jeden Zweiten. Die Mehrheit der
Befragten plant jedoch aktiv zu werden,
um auch in Zukunft Kunden ins stationäre Geschäft zu locken. Dabei setzen sie
vor allem auf die Stärken des stationären Einzelhandels: Hochwertige Beratung
sowie ein emotionales Einkaufserlebnis.
Diese Services sehen die Studienteilnehmer als klaren Vorteil und blicken entsprechend positiv in die Zukunft: Rund
63 Prozent glauben nicht, dass OnlineShops dem stationären Handel in puncto Einkaufserlebnis zukünftig das Wasser
reichen können.
Erwartungen
Rund 94 Prozent der befragten Händler
erwarten, dass die Bedeutung mobiler
Endgeräte zunehmen wird, zum Beispiel
durch Mobile Payment in stationären
Geschäften (48 %). Dennoch verfügen
aktuell nur 44 Prozent über eine mobil
optimierte Website. Zudem glaubt nur
jeder Zweite, dass ausschließlich Händler, die auf Multi-Channel-Kundenansprache setzen, dauerhaft erfolgreich
sein werden.
Das ECC Köln ist Experte für den Handel im digitalen Zeitalter. Eingebunden
in das renommierte IFH Köln (Institut
für Handelsforschung) untersucht das
ECC Köln den E-Commerce bereits seit
1999.
„
Studie im Detail: www.coburg.ihk.de
Kontakt
Susanne Stammberger, Tel.: 09561 7426-11
E-Mail: stammberger@coburg.ihk.de
Vergabetag Bayern
Veranstaltung in München
D
er zweite Vergabetag Bayern findet am Mittwoch, 15. Oktober
2014 von 10:00 bis 16:30 Uhr
in der IHK-Akademie München statt.
Die Veranstaltung knüpft an die bei
der ersten Veranstaltung diskutierten
Europäischen Vergaberichtlinien, die
im Frühjahr in Kraft getreten sind, an
und analysiert deren Auswirkungen
auf das nationale Vergaberecht. Neben Fachvorträgen aus Bundes- und
Landeseinrichtungen bietet der Vergabetag den Teilnehmern die Möglichkeit, in praxisnahen Workshops mit
Experten über aktuelle vergabepolitische Themen zu diskutieren und Tipps
für die eigene Vergabepraxis bzw. die
Teilnahme an Ausschreibungen zu erhalten. Die Teilnahmekosten belaufen
sich auf 140,00 € (netto).
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Unsere Wirtschaft 10/2014
Angelique Wagner
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Handlungsempfehlungen sind unsere Geschäftskundenberater dabei an Ihrer Seite – und das an
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28 Innovation und Umwelt
IHK FREUT SICH ÜBER FÖRDERBESCHEID
Der Freistaat Bayern trägt die Hälfte der Kosten des IHK-Projekts „Know-how-Schutz und IT-Sicherheit für den Mittelstand“: IHK-Präsident
Friedrich Herdan nimmt von Thomas Engel (2. v. l.), Abteilungsdirektor bei der Regierung von Oberfranken, den Förderbescheid über 147.000 €
entgegen. Mit im Bild IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel und Projektverantwortlicher Markus Vollmuth.
Kontakt
Markus Vollmuth, Tel.: 09561 7426-56, E-Mail: markus.vollmuth@coburg.ihk.de
Produktpiraten fordern Hersteller heraus
Innovationen sichern: Einladung zum 12. IHK-Patentforum Nordbayern
Die IHK zu Coburg lädt herzlich zum
12. IHK-Patentforum Nordbayern ein.
Es findet am Mittwoch, 19. November 2014, von 13:30 Uhr bis 18:00
Uhr, im Pfarr- und Dekanatszentrum
St. Augustin, Obere Klinge 1a, 96450
Coburg statt.
I
nnovationen erfordern oft jahrelange
Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
Ohne den Schutz des geistigen Eigentums würde sich ein solcher Aufwand für
Unternehmen nicht lohnen. Patentschutz
ist daher eine wesentliche Rahmenbedingung für erfolgreiche Innovationen; denn
nur so ist gewährleistet, dass die Früchte
des Aufwands auch denjenigen zu Gute
kommen, denen sie zustehen. Vor diesem
Hintergrund können sich Unternehmen
im November in Coburg einen Überblick
über das Thema „Gewerbliche Schutz-
Unsere Wirtschaft 10/2014
rechte“ verschaffen. Wer etwas Besonderes anbieten kann, hat einen erheblichen
Wettbewerbsvorteil. Wirtschaftlich erfolgreiche Ideen und Entwicklungen werden
aber schnell Nachahmer finden. Ob dieser
Gefährdungslage ist es umso wichtiger,
sich aktiv mit Know-how-Schutz auseinander zu setzen – und zwar bevor ein
Schaden entsteht bzw. ein Produkt oder
eine Dienstleistung entwickelt wird. Ein
effektives Vorgehen gegen Plagiate ist
mit Hilfe gewerblicher Schutzrechte wie
Patente oder Marken möglich.
Mit verschiedenen finanziellen Fördermöglichkeiten unterstützt der Gesetzgeber zudem Unternehmen sowohl dabei,
die FuE-Intensität zu steigern, als auch in
der Absicherung originärer Erfindungen.
Sind Schutzrechte gesichert, hilft Unternehmen die regelmäßige Patentüberwachung: dadurch werden Neuentwicklungen
frühzeitig erkannt und die potenzielle
Verletzung bestehender Rechte vermieden. Zudem können eigene Einsprüche
rechtzeitig vorbereitet werden.
Allen Schutzrechten gemeinsam ist
das Verbietungsrecht, d.h. Rechte-Inhaber verfügen über die ausschließliche
Nutzungsbefugnis. Unternehmen haben
also die Möglichkeit, Dritten den Nachbau und die gewerbliche Benutzung des
geschützten Produkts zu untersagen.
Darüber hinaus können sie mit Rechtsmitteln Auskünfte über die Urheber gefälschter Waren durchsetzen und deren
Beschlagnahmung und Vernichtung durch
den Zoll veranlassen.
Über all dieses und vieles Weitere zum
Thema informiert das 12. IHK-Patentforum Nordbayern im Detail. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 €.
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30 Wirtschaftsjunioren
UNIORENKREIS
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Die nächsten Termine
21.10.14
Vortrag Förderlandschaft
LfA Bayern
30.10.14
Stammzellentypisierung
12./13.11.14 Wirtschaftstage Sparkasse
Coburg-Lichtenfels
18.11.14
Diskussionsforum Nachwuchs
19.11.14
Schüler als Bosse
01.12.14
Firmenbesuch SOMSO
„Persönlichkeit & Motivation“ war ein Themenblock im Ferienprogramm, in dem die
Teilnehmer unter anderem an ihrer Bühnenpräsenz arbeiteten.
STARK INS LEBEN
Ferienprogramm stärkt den Rücken für die Berufswahl
13 Jugendliche nutzten die Chance und
machten sich stark fürs Leben. Kopf,
Herz und Hand vereinend lernten die
Teilnehmer des Pilotprojektes „Rückenwind . Stark ins Leben“ den Umgang
mit Anforderungen, Herausforderungen und Chancen, berichtet Elke
Gillardon.
Ingolstadt-Besuch mit Erkenntnisgewinn
Rund 4,5 Tage braucht das Rohöl aus Triest nach
Ingolstadt durch die TAL (Transalpine Ölleitung) und legt
dabei eine Strecke von 465 km zurück. Egal aus welchen
Teilen der Erde der Kunde seinen Kraftstoff möchte, die
Raffinerie Gunvor erfüllt diesen Wunsch. Die Coburger
Junioren nahmen die Einladung der WJ Ingolstadt gerne
an und erlebten neben einer der leistungsstärksten
Raffinerien Europas eine nicht alltägliche Stadtführung
durch das historische Ingolstadt.
D
er Initiatorin des Projekts ist es
mit dem Arbeitskreis Bildung der
Wirtschaftsjunioren Coburg ein
Anliegen, junge Menschen gut auf das
Leben und das zukünftige Berufsleben
vorzubereiten. Das 5-tägige Jugend-Bildungscamp der Wirtschaftsjunioren Coburg vermittelte neben Sozialkompetenz,
Teamfähigkeit, Menschenführung, Verantwortung, Mut, Ressourcenbewusstsein die Werteorientierung und Haltung
ehrbaren Unternehmertums. Die idealen Rahmenbedingungen hierfür bot
die Evangelische Jugendbildungsstätte
Neukirchen. Gemeinsam mit den Referenten und Experten der Wirtschaftsjunioren stimmte das Pädagogen-Team
um Peter Dienst das Erlebnis- und Erfahrungsprogramm für die Schülerin-
nen und Schüler der Schulen aus dem
Stadt- und Landkreis Coburg passgenau
ab. Themen wie bspw. Businessknigge,
Bewerbung, Kommunikation, Präsentation, interkulturelles Leben, ökologische
Kreislaufwirtschaft, Work-Life-Balance,
Unternehmertum haben die RückenwindTeilnehmer in ihrem Verhalten gefordert
wie gefördert. In der Auseinandersetzung mit alltäglichen Situationen und
Aufgaben übten sie den Transfer spielerisch, erlebten die Bedeutung der Inhalte praktisch und lebensnah.
Lernen darf Spaß machen, resümierte
Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der
Stadt Coburg und freute sich über das
gelungene Pilotprojekt. Zusammen mit
Rainer Kissing von der IHK zu Coburg, Eltern, Wirtschaftsjunioren und Referenten nahm Tessmer an der Feierstunde zur
Übergabe der Teilnehmer-Zertifikate teil.
„Rückenwind . Stark ins Leben“ konnte
dank der Unterstützung vom Bayerischen
Kulturfonds und der Niederfüllbacher
Stiftung durchgeführt werden.
„
Kontakt
Uwe Müller, Tel.: 0178 1686989
E-Mail: u.mueller@moneymentor.de
Grillfest auf Fuhrmanns „Fränkischer Alm“
Auf Norbert Fuhrmanns „Fränkischer Alm“ in der Nähe von Bad Staffelstein trafen sich
zahlreiche Wirtschaftsjunioren aus Coburg und Lichtenfels zum Sommerausklang. Ob
sportlich beim Bogenschießen, gemütlich am Lagerfeuer sitzend oder genüsslich am
reichhaltigen Grillbuffet labend, es wurde bis in den späten Abend hinein gefeiert und
ausgiebig genetzwerkt.
Unsere Wirtschaft 10/2014
International 31
POLSTERMÖBLER
VORSICHTIG OPTIMISTISCH
Die Bayerische Polstermöbelindustrie steigerte im 1. Halbjahr 2014 ihre Verkaufserlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 2%
auf rund 255 Mio. €. Die Branche sei für den weiteren Geschäftsverlauf in diesem Jahr vorsichtig optimistisch, berichtete der Verband der
Deutschen Möbelindustrie anlässlich der Hausmessen (28. September bis 1. Oktober). Mehr als 20 Unternehmen der Region präsentierten
ihre neuesten Designs, Trends und Innovationen. Unser Bild zeigt Thomas Berg (l.), den Geschäftsführer von f+s Polstermöbel (Weidhausen),
mit IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel im Showroom des Unternehmens. Derzeit fertigen in Bayern mit dem Polstermöbelcluster
Oberfranken mehr als 2.600 Menschen Polstermöbel (ausführliche Infos in der November-Ausgabe).
Kontakt Elisabeth Löhr, Tel.: 09561 7426-14, E-Mail: loehr@coburg.ihk.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
32 Recht und Steuern
DATENSCHÜTZER
IM HINTERTREFFEN
IHK-Auffassung zur Haftung bei
Datenschutzverletzungen
auf Facebook-Fanseiten bestätigt
Ist eine Firma, die eine Fanpage betreibt, mitverantwortlich für Datenschutzverletzungen durch Facebook?
Nein, hat ein Gerichtsurteil nun bestätigt. Der Datenschutz kann nicht
auf das einzelne Unternehmen abgewälzt werden.
B
ei Facebook sind derzeit rund 20
Millionen Deutsche aktiv. Die Kommunikationsplattform ist für viele
Unternehmen, auch in der Coburger Region, ein wichtiges Medium, um sowohl
Mitarbeiter als auch Kunden zu gewinnen
und sie zu halten. Die datenschutzrechtlichen Fallstricke sind wenigen bewusst.
Bei einer Klage in Schleswig-Holstein ging
es nun darum, ob Unternehmen datenschutzrechtlich eine Mitverantwortung
haben, wenn Betreiber sozialer Netzwerke die Daten von Besuchern ihrer Fanpages umfangreich und unerlaubterweise
„tracken“: also aufzeichnen, unter anderem für Werbezwecke auswerten und
weiterverwenden.
Nein, lautet das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Schleswig vom
4. September. Es bestätigt damit die Entscheidung aus der ersten Instanz: Unternehmen können datenschutzrechtlich
nicht zur Verantwortung gezogen werden, wenn Facebook über die von ihnen
betriebenen Fanpages Nutzerdaten trackt
und verarbeitet. „Die Entscheidung hat
Signalwirkung“, sagt der Datenschutzbeauftragte Frank Jakobs der IHK zu Coburg.
„Schließlich haben die Unternehmen keinerlei Einfluss und Kontrolle darüber, was
Unsere Wirtschaft 10/2014
Facebook mit den erhobenen Daten tut.
Grundsätzlich ist hier die Politik aufgerufen, dringend nicht nur das europäische Datenschutzrecht zu überarbeiten,
sondern zeitgleich internationale Standards zum Datenschutz zu verhandeln.“
Vorläufig mehr Rechtssicherheit
Was auch immer jeder Nutzer bei Facebook tut, wird über die Verkehrs- und
Inhaltsdaten aufgezeichnet und in die
USA weitergegeben – für sogenannte Reichweitenanalysen. Experten warnen: Wer einmal ein Plugin genutzt und
Daten eingestellt hat, muss befürchten,
monatelang von dem Unternehmen getrackt zu werden.
Daher war das Einholen von Rechtssicherheit wichtig: Den Musterprozess
hatte die IHK in Kiel für ihr Tochterunternehmen im Bereich Weiterbildung
geführt und sich damit auch vor ihre Mitgliedsunternehmen gestellt. Es ging um
eine Verfügung der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde, das Unabhängige
Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), die das Bildungswerk
der IHK in Schleswig-Holstein verpflichten wollte, die betriebene Facebook-Fanpage unter Androhung hoher Bußgelder
sofort zu deaktivieren.
Jakobs stellt fest: „Betreiber von Facebook-Fanpages gewinnen mit diesem
Urteil vorläufig mehr Rechtssicherheit sollte das ULD nicht Revision beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.“ Der
IHK-Rechtsexperte Marcus Schween aus
Kiel meint: „Wenn überhaupt, müsste
sich die Aktion der Datenschützer gegen
Facebook selbst richten.“
„
OVG Schleswig - Urt. v. 04.09.2014,
Az: 4 LB 20/13
Kontakt
Frank Jakobs, Tel.: 09561 7426-17
E-Mail: jakobs@coburg.ihk.de
Nur mit Spezialerlaubnis
Kreditvermittung Wohnimmobilien
Vermittler von Wohnimmobilienkrediten, Immobilienmakler und
Hausverwalter müssen sich auf
neue Vorschriften einstellen
D
ie Wohnimmobilienkreditvermittlungsrichtlinie der EU, die
am 21.03.2014 in Kraft getreten ist, sieht vor, dass Vermittler von
Krediten zur Finanzierung des Kaufs
einer Immobilie ab dem 21.03.2016
folgende Voraussetzungen erfüllen müssen:
- eigene gewerberechtliche Erlaubnis (in Deutschland künftig in § 33 i
Gewerbeordnung)
- Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung
- Nachweis der besonderen Sachkunde in Form einer Sachkundeprüfung
- Eintragung in ein bundesweites Register
- verstärkte Informations- und Aufklärungspflichten
- verstärkte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden in der EU bei
grenzüberschreitend tätigen Vermittlern
Das Bundeswirtschaftsministerium
bereitet für diesen Herbst einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der Richtlinie vor.
Auch für Immobilienmakler und
Hausverwalter plant die Bundesregierung neue Regulierungen. Sie
betreffen Sachkundenachweise als
Tätigkeitsvoraussetzungen und Änderungen an der Honorierungspraxis. Ein Gesetzentwurf wurde am
1. Oktober 2014 beschlossen.
„
Recht und Steuern 33
Designrecht
Das Wichtigste zum
Nachschlagen
D
as neue Designgesetz ist Anfang 2014 an Stelle des bisherigen Geschmacksmustergesetzes
getreten. Nicht nur die Bezeichnung
„Design“ ist neu, sondern auch zahlreiche Anpassungen an die europäischen Vorgaben sind es. Das Werk
kommentiert den gesamten Komplex
des Designrechts: etwa Schutzgegenstand und -voraussetzungen,
Entstehung und
Schutzdauer,
Schutzwirkung
und -beschränkung, Inhaberrechte, nicht
eingetragene
Designmuster.
Für die Neuauflage wurde es komplett überarbeitet
und auf den neuesten Rechtsstand
aktualisiert. Autor Thorsten Rehmann
ist Patentanwalt und Vorsitzender
des bisherigen Geschmacksmusterausschusses der Patentanwaltskammer.
„
Thorsten Rehmann: „Designrecht“, 39,80 €
inkl. MwSt., 2. Auflage 2014. Buch. XII, 158 S.
Kartoniert, C.H.BECK ISBN 978-3-406-66726-8
BAG ändert Rechtssprechung
Geltendmachung von Ansprüchen wegen Diskriminierung erleichtert
Will ein Bewerber Ansprüche wegen Diskriminierung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
(AGG) geltend machen, kann dies
auch durch Klageerhebung geschehen. Dabei genügt zur Einhaltung der
Zweimonatsfrist der rechtzeitige Eingang der Klage bei Gericht.
D
ies hat das Bundesarbeitsgericht
(BAG) in einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden und seine
bisherige Rechtssprechung aufgegeben.
Eine Fachangestellte für Bäderbetriebe,
die sich bei einem Betreiber für Hallenund Freibäder auf eine ausgeschriebene
Stelle beworben hatte, wurde nicht eingestellt, weil der Arbeitgeber aufgrund
ihrer Erkrankung an multipler Sklerose
die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit bezweifelte. Die Geltendmachung der
Ansprüche, Entschädigung in Höhe von
4.500 € und Schadensersatz für Fahrtkosten von 90 €, machte sie durch Einreichung einer Klage geltend, die innerhalb
der Zweimonatsfrist bei Gericht einging,
dem Arbeitgeber aber erst nach Fristablauf zugestellt wurde.
In seiner Begründung weist das Gericht darauf hin, dass es sich bei der Frist
von zwei Monaten (Paragraf 15 Abs. 4
Satz 1 AGG) um eine materiell rechtliche Ausschlussfrist handele. Diese könne auch durch Klageerhebung gewahrt
werden. Ausreichend sei der rechtzeitige Eingang der Klage bei Gericht, wenn
die Klage demnächst zugestellt werde.
Das ergebe sich aus der Anwendung von
Paragraf 167 Zivilprozessordnung (ZPO).
Wer mit der Klage die stärkste Form der
Geltendmachung von Ansprüchen wähle, müsse sich darauf verlassen können,
dass mit der rechtzeitigen Einreichung
der Klage bei Gericht die Frist gewahrt
sei. Die gegenteilige Entscheidung der
Vorinstanz sei daher aufzuheben. Da die
für die Sachentscheidung notwendigen
Tatsachenbewertungen nicht erfolgt waren, verwies das Gericht den Prozess zur
abschließenden Entscheidung zurück an
die Vorinstanz.
(Urteil des Bundesarbeitsgerichts – BAG – vom
22. Mai 2014; Az.: 8 AZR 622/13)
Praxistipp: Für Ansprüche nach dem
AGG gilt, dass mit der rechtzeitigen
Einreichung der Klage die Frist gewahrt
ist. Anspruchsgegner müssen sich in
derartigen Fällen mit inhaltlichen Fragestellungen auseinandersetzen, die Geltendmachung einer Fristversäumnis ist
„
danach aussichtslos.
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Unsere Wirtschaft 10/2014
34 Bekanntmachungen
Beschluss der Vollversammlung
Vereinbarung
der IHK zu Coburg vom 17. Juli 2014
Übertragung der Erlaubnis-, Aufsichts- und Registerzuständigkeit für die
Honorar-Finanzanlagenberater auf die Industrie- und Handelskammer für
München und Oberbayern
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Coburg hat gemäß § 4
Satz 2 Nr. 6, § 10 Absatz 1 Satz 1, 1. Alt. IHK-Gesetz in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Satz 2
Buchstabe g) der Satzung der IHK zu Coburg Folgendes beschlossen:
Die Industrie- und Handelskammer zu Coburg überträgt ihre Aufgaben gemäß §§ 34 f,
34 g, 34 h, 11 a GewO, der Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV) –
mit Ausnahme der Zuständigkeit zur Durchführung der Sachkundeprüfung – der
Verordnung zur Durchführung der Gewerbeordnung (BayGewV) auf die Industrie- und
Handelskammer für München und Oberbayern entsprechend dem als Anlage beigefügten Aufgabenübertragungsvertrag.
Die vorstehende Aufgabenübertragung auf die IHK für München und Oberbayern wurde
vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie mit Schreiben vom 03.09.2014, Aktenzeichen IV/3 – 4911d/14/3 gemäß § 11 Absatz 2
Nr. 4 IHKG in Verbindung mit Art. 1 Absatz 1 AGIHKG genehmigt.
Die Aufgabenübertragung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt der
Industrie- und Handelskammer zu Coburg „Unsere Wirtschaft“, Ausgabe 10/2014
bekannt gemacht.
Coburg, 12. September 2014
Siegmar Schnabel
Hauptgeschäftsführer
Steuerschuldnerschaft bei Metallhandel:
Übergangsfrist eingeführt
Massive Proteste der Wirtschaft wirken
D
as so genannte „Kroatienbegleitgesetz“ erweitert die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers, d. h. des Kunden eines Unternehmens, auf edle und unedle Metalle,
Tablet-Computer, Spielekonsolen, Selen und Cermets. Aufgrund
der massiven Proteste der Wirtschaft, auch der IHK-Organisation, gilt eine Übergangsfrist für die Anwendung der Regelungen.
Danach wird es bis zum 31.12.2014 nicht beanstandet, wenn die
Vertragspartner für Leistungen, die bis zum 31. Dezember 2014
erbracht werden, einvernehmlich noch von der Steuerschuldnerschaft des leistenden Unternehmers nach § 13a Abs. 1 Nr. 1 UStG
ausgehen. Ausnahme: Lieferungen von Gold, soweit sie bereits
vor dem 1. Oktober 2014 unter § 13 b Abs. 2 Nr. 9 UStG fielen.
Diese Übergangsfrist und andere Klarstellungen sowie Beispiele für div. Abrechnungsvorgänge finden sich in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 26.09.2014. Die
IHK zu Coburg stellt es im Internet (Geschäftsfeld Recht/Steuer„
recht) zur Verfügung.
Information www.coburg.ihk.de
Unsere Wirtschaft 10/2014
Präambel
I.
Artikel 3 des Gesetzes zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über
Finanzinstrumente (Honoraranlageberatungsgesetz) siedelt die Zuständigkeit für das
Führen des Registers von Honorar-Finanzanlagenberatern (im Folgenden „Registerzuständigkeit“ genannt) bundesweit bei den Industrie- und Handelskammern an. Das
Honoraranlageberatungsgesetz ergänzt und erweitert damit das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts vom 06.12.2011
(BGBl I 2011, S. 2481), welches den Erlaubnistatbestand des „Finanzanlagenvermittlers“
in die Gewerbeordnung (GewO) eingeführt hatte.
Weitere Zuständigkeitsregelungen hat der Bundesgesetzgeber im Gegensatz zu den Bestimmungen des Versicherungsvermittler- und -beraterrechts (§§ 34d, 34e GewO) nicht
getroffen, sondern deren Festlegung dem Landesgesetzgeber überlassen (§ 155 Absatz
2 GewO).
Die Gewerbeordnung enthält in dem durch Artikel 3 des Honoraranlageberatungsgesetzes geregelten Honorar-Finanzanlagenberaterbereich für das stehende Gewerbe weitere
Befugnisse wie das Auskunfts- und Nachschaurecht (§ 29 GewO), Erlaubnis- und Aufhebungsverfahren (§ 34h GewO) sowie Stellvertretung in besonderen Fällen (§ 47 GewO).
Industrie- und Handelskammer zu Coburg
Friedrich Herdan
Präsident
Vereinbarung über die Übertragung der Aufgaben der Register- und
Erlaubnisbehörde sowie weiterer Zuständigkeiten nach dem Gesetz zur Förderung und Regulierung einer Honorarberatung über Finanzinstrumente (Honoraranlageberatungsgesetz) (BGBl I 2013, S. 2390) sowie künftiger Änderungen in
Verbindung mit der Verordnung über die Finanzanlagenvermittlung (FinVermV)
in der jeweils aktuellen Fassung, derzeit vom 04.07.2013 (BGBl I 2013, S. 1981),
sowie der Verordnung zur Durchführung der Gewerbeordnung (GewV) in der jeweils aktuellen Fassung, derzeit vom 09.02.2010 (GVBl 2010, S. 103), zuletzt
geändert durch GVBl 2012, S. 666
Die mit den dargestellten Aufgaben zusammenhängenden Zuständigkeiten, insbesondere diejenigen für die Entgegennahme und Überprüfung der Prüfungsberichte und Negativerklärungen (§ 24 FinVermV) sowie das Durchführen der Aufgaben nach §§ 13a bis
13c GewO, werden im Folgenden als „Erlaubniszuständigkeit“ bezeichnet.
II.
Die bayerischen Industrie- und Handelskammern haben sich für eine Lösung aus einer
Hand ausgesprochen und auch die Übernahme der Erlaubniszuständigkeit angeboten.
Für die bis zum 1. August 2014 festzulegende Erlaubniszuständigkeit nach § 34h Absatz 1
GewO und die damit zusammenhängenden Aufgaben steht eine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung noch aus. Um die rechtzeitige Umsetzung einer bereits im Rahmen von §§ 34d/e/f GewO praktizierten erfolgreichen Verbundlösung auch für den Fall
der Übertragung zusätzlicher Aufgaben im Bereich „Honorar-Finanzanlagenberater“ auf
die Industrie- und Handelskammern sicherzustellen, sehen es die Vertragsparteien als
notwendig an, die in Betracht kommenden weiteren Zuständigkeiten, welche sich primär aus der bayerischen Gewerbeverordnung ergeben, in ihren künftigen Planungen zu
berücksichtigen und unter der Bedingung der möglichen Aufgabenfestlegung in dieser
Vereinbarung zu verankern, ohne jedoch damit die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung vorwegzunehmen.
Sollte die Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) in die Finanzanlagenvermittlungs- und Honorar-Finanzanlagenberatungsverordnung (FinHonV) geändert werden, so hat dies keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Vertrages. Es wird jedoch in
diesem Fall die „Finanzanlagenvermittlungsverordnung“ durch die „Finanzanlagenvermittlungs- und Honorar-Finanzanlagenberatungsverordnung“ ersetzt.
III.
Die positiven Erfahrungen einer Verbundlösung in den Bereichen Versicherungsvermittler und -berater sowie Finanzanlagenvermittler haben gezeigt, dass es zur einheitlichen
und effizienten Anwendung der neuen gesetzlichen Bestimmungen sinnvoll ist, die Aufgaben der Erlaubnis- und Registerbehörde (Verwaltungsverfahren) zu zentralisieren. Das
bayerische Verbundsystem soll deshalb auch im Bereich der Honorar-Finanzanlagenberater Anwendung finden und dabei die Zuständigkeiten für die Registerführung sowie
für die von der Bayerischen Staatsregierung übertragenen weiteren Aufgaben regeln.
Die Zuständigkeit für die Durchführung der Sachkundeprüfung bleibt von dieser Vereinbarung unberührt.
Bekanntmachungen 35
GewO und erteilt bei Bestehen der Erlaubnisvoraussetzungen nach §§ 34h Absatz
1 Satz 4, 34f Absatz 2 GewO die Erlaubnis.
e. 1Die IHK München überwacht die Honorar-Finanzanlagenberater, führt die Verfahren zur Rücknahme oder zum Widerruf der Erlaubnis durch, bearbeitet verwaltungsgerichtliche Klageverfahren einschließlich deren Vertretung und ist auch für
die Ein- und Austragungen im Gewerbezentralregister zuständig. 2Sie trifft ferner
die Entscheidungen für entsprechende Vollstreckungsmaßnahmen nach dem
Bayerischen Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetz (VwZVG) in der
jeweils geltenden Fassung.
f. 1Die IHKs unterstützen die IHK München im Einzelfall, z. B. bei der Sachverhaltsermittlung über Antragsteller/innen und Honorar-Finanzanlagenberater (unabhängig ob mit oder ohne Erlaubnis nach § 34h Absatz 1 GewO) ihres
Kammerbezirks. 2Dies betrifft insbesondere Auskünfte über die/den Gewerbetreibende(n) (z. B. Beitragsrückstände) sowie Recherchen über die/den Gewerbetreibende(n) vor Ort.
IV.
Auf der Grundlage der vorstehenden Überlegungen schließen die
•
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•
•
•
IHK für Oberfranken Bayreuth
IHK zu Coburg
IHK Nürnberg für Mittelfranken
IHK für Niederbayern in Passau
IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim
IHK Schwaben
IHK Würzburg-Schweinfurt
(nachfolgend IHKs)
mit der IHK für München und Oberbayern
(nachfolgend IHK München)
folgende
Vereinbarung
§ 1 Übertragung der Aufgaben
(1) Gemäß § 10 Absatz 1 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) übertragen die IHKs vorbehaltlich der Vereinbarung in § 1 Absatz 2 ihre jeweiligen Rechte und Pflichten aus der (unter der
Bedingung der möglichen Übertragung der Erlaubniszuständigkeit auf die IHKs) Erlaubnis- und Registerzuständigkeit für die Honorar-Finanzanlagenberater auf die IHK
München.
(2) Nicht übertragen wird die Zuständigkeit für die Durchführung der Sachkundeprüfung.
Diese Zuständigkeit verbleibt bei der jeweiligen bayerischen Industrie- und Handelskammer.
(3) Die IHK München erledigt die ihr nach dieser Vereinbarung übertragenen Aufgaben nach Maßgabe der jeweils gültigen Fassung der für die (unter der Bedingung der
möglichen Übertragung der Erlaubniszuständigkeit auf die IHKs) Erlaubnis- und
Registerzuständigkeit von Honorar-Finanzanlagenberatern geltenden Vorschriften.
§ 2 Verfahren
Die IHKs wirken beim Vollzug der übertragenen Aufgaben mit. 2Für die Aufgabenverteilung zwischen den IHKs und der IHK München gelten folgende Grundsätze:
1
1. 1Die IHKs können Anträge auf Registrierung von Antragstellern/Antragstellerinnen
ihres Kammerbezirks entgegennehmen. 2Dies gilt auch für die Entgegennahme von
Mitteilungen im Sinne der Bestimmungen der §§ 34h Absatz 1 Satz 4, 34f Absatz 6
GewO. 3In beiden Fällen leiten die IHKs diese unverzüglich nach Prüfung der Vollständigkeit an die IHK München weiter.
2. 1Antragsbezogen können die IHKs die Antragsteller/Antragstellerinnen ihres Kammerbezirks informieren und beraten. 2Zu diesem Zweck stellen sie den Antragstellern/
Antragsstellerinnen Antragsunterlagen der IHK München zur Verfügung. 3Informationsmaterial zum Thema „Honorar-Finanzanlagenberater“ wird in Absprache mit den
IHKs erstellt, jedoch können die Verbundkammern auch eigenes Informationsmaterial
zur Verfügung stellen.
3. Die IHK München führt die Registrierung der Honorar-Finanzanlagenberater (inklusive der Personen im Sinne der §§ 34h Absatz 1 Satz 4, 34f Absatz 6 GewO) durch.
4. Für den Vollzug der Erlaubniszuständigkeit werden zudem folgende Grundsätze vereinbart (sollte die Erlaubniszuständigkeit von der Bayerischen Staatsregierung bei
den IHKs angesiedelt werden):
a. 1Die IHKs können Anträge auf Erlaubnis von Antragstellern/ Antragstellerinnen
entgegennehmen. 2Im Übrigen gilt § 2 Nummer 1 Satz 3 der Vereinbarung.
b. Werden Beendigungsmitteilungen im Sinne von § 10 Absatz 2 FinVermV vom Versicherungsunternehmen an die Verbundkammer geschickt, so leitet diese die Mitteilungen unverzüglich an die IHK München weiter.
c. Sind bzw. werden der jeweiligen IHK weitere Umstände bekannt, welche die Zuverlässigkeit oder die geordneten Vermögensverhältnisse des/der Antragstellers/
Antragstellerin bzw. des/der Erlaubnisinhabers/ Erlaubnisinhaberin (auch als gesetzlicher Vertreter einer juristischen Person) fraglich erscheinen lassen (insbesondere Mitteilungen über Verurteilungen auf Grund der Anordnung über
Mitteilungen in Strafsachen), so sind diese Tatsachen unverzüglich an die IHK
München weiterzuleiten.
d. Die IHK München prüft anhand der vorgelegten Antragsunterlagen die jeweiligen
Tatbestandsvoraussetzungen, entscheidet über den Antrag nach § 34h Absatz 1
5. 1Die IHK München erteilt im Rahmen des gesetzlich Zulässigen auf Antrag Dritter bzw.
des Honorar-Finanzanlagenberaters schriftliche Auskünfte aus dem Register. 2Dies
gilt auch für Anfragen von Behörden.
§ 3 Einrichtungen, Betrieb und Haftung
(1) 1Die IHK München bedient sich bei der Führung des Vermittlerregisters gemäß § 11a
Absatz 1 Satz 4 GewO namens und im Auftrag der IHKs der in § 32 Absatz 2 des Umweltauditgesetzes bezeichneten gemeinsamen Stelle. 2Diese ist für den technischen
Aufbau, den Betrieb sowie die erforderliche Anpassung und Weiterentwicklung der
Registeranwendungen verantwortlich. 3Dies gilt gegebenenfalls auch für Erweiterungen des Registers, die im Zusammenhang mit der Erlaubniszuständigkeit vorgenommen werden. 4Die IHKs treten insoweit sämtliche Ansprüche an die IHK München ab.
5
Im Gegenzug verpflichtet sich die IHK München, die Ansprüche der IHKs durchzusetzen. 6Eine weitergehende Haftung der IHK München besteht nicht.
(2) 1Die IHK München erledigt die ihr im Rahmen der Übertragung der Registerzuständigkeit übertragenen Aufgaben mit der größtmöglichen Sorgfalt und nach bestem
Wissen und Gewissen auf Grundlage der ihr von den Antragstellern/Antragstellerinnen und den gegebenenfalls von den IHKs zur Verfügung gestellten Unterlagen,
Daten und sonstigen Informationen. 2Satz 1 gilt auch für die Erlaubniszuständigkeit,
soweit diese auf die IHKs übertragen wird. 3Die Haftung wegen Fahrlässigkeit wird
ausgeschlossen. 4Dies gilt nicht bei einer Verletzung vertragswesentlicher Hauptpflichten (Kardinalpflichten).
(3) Die Haftung wird auf den typischerweise entstehenden Schaden begrenzt.
§ 4 Finanzierung
Die Kosten für die Errichtung der registerführenden Stelle trägt die IHK München. 2Bei
Übertragung der Erlaubniszuständigkeit auf die bayerischen Industrie- und Handelskammern gilt dies auch für die in diesem Zusammenhang stehenden Kosten. 3Die IHK
München erhebt zur Deckung dieser Kosten von den Antragstellern/Antragstellerinnen
Gebühren und Auslagen nach Maßgabe ihrer Gebührenordnung.
1
§ 5 Dauer und Kündigung der Vereinbarung
(1) 1Diese Vereinbarung tritt vorbehaltlich von § 10 dieses Vertrages mit Vertragsunterzeichnung durch die jeweils übertragende IHK in Kraft. 2Sie gilt unbefristet und kann
unter Einhaltung einer einjährigen Frist zum Jahresende von der jeweiligen IHK bzw.
der IHK München gekündigt werden. 3Die Kündigung bedarf der Schriftform.
(2) Die Kündigung der Vereinbarung durch eine der IHKs bzw. gegenüber einer IHK berührt das Verhältnis zwischen den anderen IHKs und der IHK München nicht.
(3) 1Nach der Beendigung des Vertragsverhältnisses tritt die ursprüngliche gesetzliche
Zuständigkeit wieder in Kraft. 2Die IHK München übergibt der nach dem Honoraranlageberatungsgesetz sowie der FinVermV für die Registrierung zuständigen IHK alle
Unterlagen, die es ermöglichen, die Aufgaben der im Sinne der genannten Vorschriften zuständigen Stelle zu erledigen. 3Wurde die Erlaubniszuständigkeit und weitere damit im Zusammenhang stehende Aufgaben vom bayerischen Verordnungsgeber
auf die bayerischen Industrie- und Handelskammern übertragen, so gelten die Pflichten der IHK München auch für diese Aufgaben. 4Zum Zeitpunkt der Beendigung des
Vertragsverhältnisses noch nicht abgeschlossene Verfahren werden von der IHK
München vollständig abgewickelt.
§ 6 Datenschutz
Soweit die IHKs mit dieser Vereinbarung Aufgaben auf die IHK München übertragen,
handelt es sich um eine Funktionsübertragung. 2Die Vertragsparteien erheben, verarbeiten und nutzen personenbezogene Daten auf der Grundlage und unter Beachtung der
jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen.
1
Unsere Wirtschaft 10/2014
36 Bekanntmachungen
§ 7 Mediationsklausel
Die Parteien verpflichten sich, im Falle einer sich aus diesem Vertrag ergebenden oder
sich darauf beziehenden Streitigkeit vor Klageerhebung bei einem ordentlichen Gericht
(oder Schiedsgericht) eine Mediation nach den Bestimmungen des IHK-MediationsZentrums der IHK München durchzuführen.
§ 8 Schriftform
Änderungen dieser Vereinbarung bedürfen der Schriftform. 2Änderungen des Schriftformerfordernisses bedürfen ebenfalls der Schriftform. 3Mündliche Nebenabreden zu
dieser Vereinbarung wurden nicht getroffen.
1
§ 9 Salvatorische Klausel
Soweit einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung unwirksam sind oder unwirksam
werden, wird dadurch die Gültigkeit des Inhalts der Vereinbarung im Übrigen nicht berührt. 2Die Registerzuständigkeit soll nach dem Willen der IHKs in jedem Falle auf die
IHK München unabhängig von der Verlagerung weiterer Zuständigkeiten übertragen
werden.
1
Zuwendungssatzung
der IHK zu Coburg
Präambel
Die Vollversammlung der IHK zu Coburg hat am 17.07.2014 gemäß § 4 des Gesetzes
zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom
18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes zur
Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften
vom 25.07.2013 (BGBI. I. S. 2749), i.V.m § 20a des Finanzstatuts der IHK zu Coburg vom
17.07.2014 die nachstehende Zuwendungssatzung erlassen. Die folgenden Regelungen
gelten für Zuwendungen der IHK an Dritte aus Mitteln des von der Vollversammlung
der IHK zu Coburg beschlossenen Wirtschaftsplans.
§ 1 Zuwendungsbegriff und Bewilligungsvoraussetzungen
§ 10 Genehmigung
1
Die Aufgabenübertragung (durch die IHKs) sowie die Aufgabenübernahme (durch die
IHK München) bedürfen eines Beschlusses der Vollversammlung der jeweiligen IHK.
2
Diese Vereinbarung bedarf ferner der Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi). 3Die Vereinbarung
sowie der entsprechende Beschluss nach Satz 1 sind von der jeweiligen IHK sowie der
IHK München nach Genehmigung auszufertigen und zu veröffentlichen.
§ 11 Inkrafttreten
1
Die Übertragung der Registerzuständigkeit tritt zum 1. August 2014 in Kraft.
Sofern die Erlaubniszuständigkeit bis zum 1. August 2014 übertragen wird:
2
Dies gilt auch für die von der Bayerischen Staatsregierung übertragene
Erlaubniszuständigkeit.
(1) Zuwendungen werden nach dieser Satzung, den ergänzenden ZuwendungsRichtlinien der IHK und unter Beachtung des für die IHK geltenden Rechts gewährt.
Zuwendungen sind freiwillige finanzielle Leistungen an Stellen außerhalb der IHK
zur Erfüllung bestimmter Zwecke, die im IHK-Interesse unter Beachtung von § 1 IHKG
erfolgen.
(2) Zuwendungen dürfen nur solchen Empfängern bewilligt werden, bei denen eine
ordnungsgemäße Mittelbewirtschaftung gesichert erscheint, und die in der Lage
sind, die Verwendung der Mittel bestimmungsgemäß nachzuweisen. Eine Anfinanzierung von Vorhaben, deren Gesamtfinanzierung nicht hinreichend gesichert ist,
ist unzulässig.
(3) Bei Zuwendungen von mehreren Stellen, die dasselbe Projekt betreffen, hat der Zuwendungsempfänger im Antrag an die IHK sämtliche bereits genehmigte und geplante Zuwendungen zu benennen. Eine Überfinanzierung ist zwingend zu vermeiden.
Sofern die Erlaubniszuständigkeit nach dem 1. August 2014 übertragen wird:
3
Die Übertragung der weiteren Zuständigkeiten tritt einen Tag nach Inkrafttreten der
Bestimmungen in Kraft, welche die Erlaubniszuständigkeit auf die bayerischen Industrieund Handelskammern überträgt.
§ 2 Art und Höhe der Zuwendung
(1) Die IHK fördert sowohl Projekte (Projektförderung) als auch Institutionen (Institutionelle Förderung):
1. Projektförderungen sind Zuwendungen zur Deckung von Ausgaben des
Zuwendungsempfängers für einzelne abgegrenzte Vorhaben.
2. Institutionelle Förderungen sind Zuwendungen zur Deckung eines nicht
abgegrenzten Teils der Ausgaben oder – in besonderen Ausnahmefällen –
der gesamten Ausgaben des Zuwendungsempfängers.
(2) Die Zuwendung ist auf einen Höchstbetrag zu begrenzen. Die Zuwendung wird zur
Vollfinanzierung oder Teilfinanzierung des zu erfüllenden Zwecks unter Berücksichtigung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bewilligt, und zwar
- mit einem festen Betrag der zuwendungsfähigen Ausgaben
(Festbetragsfinanzierung),
- nach einem bestimmten Vomhundertsatz oder Anteil der zuwendungsfähigen Ausgaben (Anteilsfinanzierung) oder
- zur Deckung eines Fehlbetrags, den der Zuwendungsempfänger nicht
durch eigene oder fremde Mittel decken kann (Fehlbetragsfinanzierung).
(3) Die Zuwendung darf nur zur Erfüllung des in der Bewilligung bestimmten Zwecks
verwendet werden. Die Zuwendung ist wirtschaftlich und sparsam zu verwenden.
(4) Soweit die Umsatzsteuer nach § 15 des Umsatzsteuergesetzes als Vorsteuer abziehbar ist, gehört sie nicht zu den zuwendungsfähigen Ausgaben.
§ 3 Antragsverfahren
Für die Bewilligung einer Zuwendung bedarf es grundsätzlich eines schriftlichen Antrags. Die formalen Anforderungen an den Antrag einschließlich der erforderlichen
Nachweise und Unterlagen sind in den Zuwendungs-Richtlinien der IHK zu regeln.
§ 4 Bewilligung
(1) Zuwendungen werden schriftlich bewilligt. Bewilligungen erfolgen durch Zuwendungsvertrag oder durch Zuwendungsschreiben; die Zuwendungs-Richtlinien der IHK
sind Bestandteil der Bewilligung und dieser beizufügen.
Unsere Wirtschaft 10/2014
Bekanntmachungen 37
(2) Die Bewilligung enthält insbesondere die genaue Bezeichnung des Zuwendungsempfängers, Art und Höhe der Zuwendung und genaue Bezeichnung des Zuwendungszwecks. Weitere Einzelheiten regeln die Zuwendungs-Richtlinien.
(3) Ermäßigen sich nach der Bewilligung die in dem Finanzierungsplan veranschlagten
Ausgaben, erhöhen sich die Deckungsmittel oder treten neue Deckungsmittel hinzu,
so kann die IHK die bewilligte Zuwendung nachträglich angemessen reduzieren.
Wurde der Betrag schon ausgezahlt, gilt § 8 dieser Satzung entsprechend.
§ 5 Auszahlung der Zuwendung und Mittelabruf
(1) Die Zuwendung soll im engen zeitlichen Zusammenhang mit der genehmigten
Förderung stehen. Der Abruf der Zuwendung durch den in der Bewilligung benannten
Zuwendungsempfänger hat dann zu erfolgen, wenn die Verwendung für den
bestimmten Zweck unmittelbar bevorsteht.
(2) Bei der Förderung längerfristiger oder mehrjähriger Vorhaben sollen nach Möglichkeit nur Teilbeträge ausgezahlt werden.
§ 6 Überwachung und Nachweis der Verwendung
Der Zuwendungsempfänger hat der IHK eine antragsgemäße Mittelverwendung entsprechend der Bewilligung nachzuweisen. Die formalen Anforderungen an den Verwendungsnachweis des Zuwendungsempfängers sowie die Überwachungs-und
Dokumentationspflichten der IHK sind in den Zuwendungs-Richtlinien zu regeln.
§ 7 Fälle von geringer finanzieller Bedeutung
In Fällen von geringer finanzieller Bedeutung kann die IHK in den Zuwendungs-Richtlinien Verfahrenserleichterungen für das Antragsverfahren und für den Nachweis der
Mittelverwendung zulassen. Ein Fall von geringer finanzieller Bedeutung ist in der Regel
anzunehmen, wenn der Gesamtbetrag der Zuwendung bei institutioneller Förderung für
ein Wirtschaftsjahr oder bei einer Projektförderung pro Jahr und Zuwendungsempfänger insgesamt nicht mehr als 10.000,- € beträgt.
§ 8 Rückforderung der bewilligten Zuwendung
(1) Die bewilligte und ggf. bereits ausgezahlte Zuwendung kann von der IHK nach Maßgabe der Zuwendungs-Richtlinien ganz oder teilweise zurückgefordert werden, wenn
1. die Zuwendung durch unrichtige oder unvollständige Angeben erwirkt worden ist;
2. die Zuwendung nicht oder nicht mehr für den vorgesehenen Zweck verwendet
wird;
3. in der Bewilligung definierte (auflösende) Bedingungen (z. B. nachträgliche Ermäßigung der Ausgaben oder Änderung der Finanzierung) eingetreten sind;
4. die Zuwendung nicht alsbald nach Auszahlung zur Erfüllung des Zuwendungszwecks verwendet wird oder
5. Auflagen nicht oder nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfüllt wurden.
(2) Die Rückforderung bedarf der Schriftform. Sie erfolgt durch Bescheid. Bei einer
Zuwendung, die in mehreren Teilbeträgen für ein Gesamtvorhaben ausbezahlt wird,
kann die gesamte Zuwendung zurückgefordert werden.
(3) Im Falle der Rückforderung einer Zuwendung unterliegt diese der Verzinsung ab
Empfang der Zuwendung und ist vom Zuwendungsempfänger der IHK zu erstatten.
Der Erstattungsanspruch ist mit 5 Prozent/Jahr über dem Basiszinssatz zu verzinsen.
In begründeten Fällen kann von der Verzinsung ganz oder teilweise abgesehen werden.
Finanzstatut
der Industrie- und Handelskammer zu Coburg
Die Vollversammlung der IHK zu Coburg hat in der Sitzung am 17.07.2014 vorbehaltlich
der Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gemäß den §§ 3 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des
Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18.12.1956 (BGBI. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften vom 25.07.2013 (BGBl. I, S. 2749) das
nachfolgende Finanzstatut beschlossen.
Teil I: Anwendungsbereich
§ 1 Anwendungsbereich
(1) Das Finanzstatut regelt die Aufstellung und den Vollzug des Wirtschaftsplans
(Wirtschaftsführung) sowie die Rechnungslegung und die Abschlussprüfung der IHK.
(2) Richtlinien zur Ausführung des Finanzstatuts werden von Präsident und Hauptgeschäftsführer der IHK erlassen. Soweit von der IHK keine eigenen Richtlinien erlassen
werden, gelten die Muster-Richtlinien zur Ausführung des Finanzstatuts des DIHKArbeitskreises Kaufmännisches Rechnungswesen und Controlling.
Teil II: Allgemeine Vorschriften zum Wirtschaftsplan
§ 2 Feststellung der Wirtschaftssatzung und des Wirtschaftsplans,
Geschäftsjahr
(1) Die Vollversammlung stellt den Wirtschaftsplan durch die Wirtschaftssatzung fest.
Die Wirtschaftssatzung bestimmt über die Beiträge und darüber, bis zu welcher Höhe
Kredite aufgenommen und Verpflichtungen zur Leistung von Investitionsausgaben in
künftigen Jahren (Verpflichtungsermächtigungen) eingegangen werden dürfen. Der
Hauptgeschäftsführer und der Präsident legen den Entwurf der Wirtschaftssatzung
und des Wirtschaftsplans so rechtzeitig der Vollversammlung vor, dass diese darüber
vor Beginn des Geschäftsjahres Beschluss fassen kann. Die Wirtschaftssatzung wird
gemäß § 12 der Satzung der IHK veröffentlicht.
(2) Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
§ 3 Bedeutung und Wirkungen des Wirtschaftsplans
(1) Der Wirtschaftsplan dient der Planung und Deckung des Ressourcenbedarfs, der zur
Erfüllung der Aufgaben der IHK im folgenden Geschäftsjahr (Planungszeitraum) voraussichtlich notwendig ist. Der Wirtschaftsplan bildet die Grundlage für die Wirtschaftsführung der IHK.
(2) Der Wirtschaftsplan ermächtigt die zuständigen Organe, Ressourcen aufzunehmen,
anzuschaffen, einzusetzen und zu verbrauchen. Durch den Wirtschaftsplan werden
Ansprüche oder Verbindlichkeiten weder begründet noch aufgehoben.
§ 4 Bestandteile des Wirtschaftsplans
(1) Der Wirtschaftsplan gliedert sich in eine Plan-GuV und einen Finanzplan.
(2) Dem Wirtschaftsplan sind als Anlagen die Personalübersicht und eine gesonderte
Zusammenstellung der übernommenen Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen, die zu Aufwendungen in künftigen Geschäftsjahren führen können,
beizufügen.
§ 5 Vorläufige Wirtschaftsführung
Ist der Wirtschaftsplan zu Beginn des Geschäftsjahres noch nicht festgestellt, dürfen
Aufwendungen zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen, im Übrigen nur im Rahmen
der Ansätze des Wirtschaftsplans des Vorjahres, geleistet werden.
§ 9 In-Kraft-Treten
Diese Zuwendungssatzung tritt am 01.01.2015 in Kraft; sie gilt nur für Zuwendungen,
die ab Inkrafttreten dieser Satzung erfolgen.
IHK zu Coburg, den 17.07.2014
§ 6 Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit
(1) Bei Aufstellung und Ausführung des Wirtschaftsplans sind die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.
(2) Für alle Auftragsvergaben sind die von der Vollversammlung beschlossenen Beschaffungsregeln zu beachten, sofern sich nicht Abweichendes aus höherrangigem Recht
ergibt.
Teil III: Aufstellung des Wirtschaftsplans
Friedrich Herdan
Präsident
Siegmar Schnabel
Hauptgeschäftsführer
§ 7 Inhalt, Gliederung und Erläuterung des Wirtschaftsplans
(1) Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres stellt die IHK einen Wirtschaftsplan auf. Die
Plan-GuV ist auszugleichen.
(2) In der Plan-GuV und im Finanzplan sind alle Erträge und Aufwendungen, der zur Verwendung in der Plan-GuV vorgesehene Gewinn-/Verlustvortrag und die Rücklagen
Unsere Wirtschaft 10/2014
38 Bekanntmachungen
veränderungen sowie Einzahlungen und Auszahlungen in voller Höhe und getrennt
voneinander anzusetzen und auszuweisen. Zuwendungen Dritter sind besonders auszuweisen. Notwendige Verpflichtungsermächtigungen sind anzusetzen.
(3) Die Plan-GuV ist nach dem in Anlage I beigefügten Muster zu gliedern.
(4) Der Finanzplan ist nach dem in Anlage II beigefügten Muster zu gliedern. Wenn
Verpflichtungen zu Lasten zukünftiger Geschäftsjahre eingegangenen werden sollen
(Verpflichtungsermächtigung), sind diese zu der Maßnahme darzulegen.
(5) Die wesentlichen Posten der Plan-GuV und des Finanzplans sind, insbesondere
soweit sie von den Vorjahreszahlen erheblich abweichen, zu erläutern.
(2) Das Rechnungswesen bildet unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der IHK vollständig ab.
Die Buchführung ist nach dem als Anlage VI beigefügten IHK-Kontenrahmen zu
gliedern.
§ 8 Größere Baumaßnahmen
(1) Größere Baumaßnahmen liegen dann vor, wenn das Volumen 5 v.H. der Summe der
geplanten Aufwendungen überschreitet.
(2) Derartige Baumaßnahmen sind in ihrer Gesamtheit von der Vollversammlung zu
beschließen. Dies gilt auch dann, wenn sie sich über mehrere Jahre erstrecken. Verbindliche Grundlage ist eine Kosten- und Finanzierungsübersicht. Eine erneute
Beschlussfassung ist notwendig, wenn sich das Volumen der Baumaßnahme um
mehr als 10 v.H. erhöht.
§ 15 Jahresabschluss, Anhang mit Plan-/Ist-Vergleich des Wirtschaftsplans und
Lagebericht
(1) Die IHK stellt innerhalb des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres für das vergangene
Geschäftsjahr einen Jahresabschluss, einen Anhang zum Jahresabschluss und einen
Lagebericht unter sinngemäßer Anwendung der Vorschriften der §§ 238 bis 257, 284
bis 286 und 289 des Handelsgesetzbuches sowie Artikel 28, 66 und 67 EGHGB auf.
(2) Der Jahresabschluss der IHK besteht aus der Bilanz, der GuV und der Finanzrechnung.
Die Bilanz ist nach dem als Anlage III, die GuV nach dem als Anlage IV und die Finanzrechnung nach dem als Anlage V beigefügten Muster zu gliedern .
(3) In den Anhang ist ein Anlagenspiegel und ein Plan-/Ist-Vergleich der Pläne nach den
§§ 2 bzw. 10 sowie 9 aufzunehmen.
(4) Im Lagebericht sind der Geschäftsverlauf und die Lage der IHK im abgelaufenen Geschäftsjahr so darzustellen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Er hat eine ausgewogene und umfassende Analyse des
Geschäftsverlaufs und der Lage zu enthalten. Darüber hinaus ist im Lagebericht auf
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres einzugehen. Die voraussichtliche Entwicklung der IHK ist mit ihren wesentlichen Chancen
und Risiken zu beurteilen und zu erläutern.
§ 9 Gesonderte Wirtschaftspläne für bestimmte Einrichtungen
Für unselbständige Einrichtungen der IHK, die sich zu einem erheblichen Teil aus eigenen
Erträgen oder zweckgebundenen Leistungen Dritter finanzieren, sind gesonderte Wirtschaftspläne zulässig; die Vorschriften dieses Finanzstatuts sind anzuwenden. Die gesonderten Wirtschaftspläne sind dem Wirtschaftsplan der IHK beizufügen.
§ 10 Nachtragswirtschaftsplan
(1) Der Wirtschaftsplan ist zu ändern, wenn sich GuV oder Finanzrechnung erkennbar
gegenüber dem Wirtschaftsplan erheblich verändert. Eine erhebliche Veränderung
liegt dann vor, wenn das Volumen des Erfolgs- oder Finanzplans um mehr als 10 v.H.
überschritten wird. Die Vollversammlung kann bei Verabschiedung des Wirtschaftsplans weitergehende Anforderungen zur Notwendigkeit, den Wirtschaftsplan zu ändern, beschließen.
(2) Die Regelungen des § 2 Absatz 1 gelten mit der Maßgabe entsprechend, dass die
Vollversammlung eine geänderte Wirtschaftssatzung und gegebenenfalls einen
Nachtragswirtschaftsplan bis zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres beschließt.
Im Rahmen eines Nachtragswirtschaftsplans kann ein positives Ergebnis geplant
werden.
Teil IV: Ausführung des Wirtschaftsplans
§ 11 Gesamtdeckungsprinzip, Deckungsfähigkeit
(1) Alle Erträge dienen, soweit nichts anderes bestimmt ist, zur Deckung aller Aufwendungen (Gesamtdeckungsprinzip).
(2) Zweckgebundene Mehrerträge sind nur für damit verbundene Mehraufwendungen
zu verwenden.
(3) Personalaufwand und alle übrigen Aufwendungen sind jeweils für sich deckungsfähig. Sie können insgesamt für gegenseitig deckungsfähig erklärt werden. Aufwendungen für einzelne Zwecke können von der Deckungsfähigkeit ausgenommen
werden.
(4) Investitionsauszahlungen können für gegenseitig deckungsfähig erklärt werden.
§ 12 Vollständigkeit und Abweichungen vom Wirtschaftsplan, Übertragbarkeit
(1) Erträge sind rechtzeitig und vollständig zu erheben.
(2) Der angesetzte Personalaufwand und alle übrigen Aufwendungen dürfen bis zu
10 v.H. der Planwerte überschritten werden, soweit Deckung vorhanden ist. Bei fehlender Deckung bedürfen auch Überschreitungen der Planwerte bis zu 10 v.H. der Genehmigung der Vollversammlung.
(3) Außerplanmäßige Aufwendungen und außerplanmäßige Investitionsauszahlungen
dürfen geleistet werden, wenn sie unabweisbar oder für die Aufrechterhaltung der
Betriebsfähigkeit unumgänglich notwendig sind. Sie bedürfen der Genehmigung der
Vollversammlung.
(4) Mehrauszahlungen für im Finanzplan veranschlagte Einzelvorhaben bedürfen der
Genehmigung der Vollversammlung, sofern keine Deckungsfähigkeit gegeben ist.
(5) Planansätze für Investitionen sind übertragbar bis zum Ende des auf die Bewilligung
folgenden zweiten Geschäftsjahres.
Teil V: Buchführung, Rechnungslegung und Controlling
§ 13 Buchführung, Inventar
(1) Die IHK führt ihre Bücher nach den Regeln der kaufmännischen doppelten Buchführung; soweit sich aus diesem Finanzstatut nichts anderes ergibt, gelten sinngemäß
die Vorschriften des ersten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches
in ihrer jeweils gültigen Fassung. Bei der Anwendung sind die Aufgabenstellung und
die Organisation der IHK zu beachten.
Unsere Wirtschaft 10/2014
§ 14 Eröffnungsbilanz
Für die beim Übergang auf die kaufmännische doppelte Buchführung aufgestellte
Eröffnungsbilanz gelten die Sondervorschriften, die in den Richtlinien zur Ausführung
des Finanzstatuts geregelt sind.
§ 15a Einzelvorschriften zum Jahresabschluss
(1) Die Nettoposition ergibt sich als Unterschiedsbetrag zwischen Vermögen und Schulden unter Berücksichtigung von Rücklagen zum Stichtag der Eröffnungsbilanz. Sie
kann bei erheblicher Änderung der aktuellen Verhältnisse beim unbeweglichen Sachanlagevermögen im Vergleich zum Eröffnungsbilanzstichtag angepasst werden. Sie
darf im Regelfall nicht größer sein als das zur Erfüllung der Aufgaben der IHK notwendige, um Sonderposten (siehe Abs. 4) verminderte unbewegliche Sachanlagevermögen.
(2) Die IHK hat eine Ausgleichsrücklage zu bilden. Diese dient zum Ausgleich aller ergebniswirksamen Schwankungen und kann bis zu 50 v. H. der Summe der geplanten
Aufwendungen betragen. Sie soll 30 v. H. nicht unterschreiten. Die Bildung zweckbestimmter Rücklagen ist zulässig. Sie sind in der Bilanz als „andere Rücklagen“ auszuweisen. Der Verwendungszweck und der Umfang sind hinreichend zu konkretisieren,
wie auch der Zeitpunkt der voraussichtlichen Inanspruchnahme.
(3) Ergebnisse können auf neue Rechnung vorgetragen werden. Sie sind spätestens im
zweiten der Entstehung folgenden Geschäftsjahr den Rücklagen zuzuführen oder im
darauf folgenden Geschäftsjahr für den Ausgleich der Plan-GuV heranzuziehen .
(4) Zuweisungen und Zuschüsse der öffentlichen Hand oder anderer Zuschussgeber
für Investitionen in aktivierte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in
der Bilanz auf der Passivseite als „Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen“ vermindert um den Betrag der bis zum jeweiligen Bilanzstichtag
angefallenen Auflösungsbeträge auf die mit diesen Mitteln finanzierten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auszuweisen.
(5) Bei der Erstellung des Jahresabschlusses kann ein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns/Bilanzverlusts berücksichtigt werden.
§ 16 Controlling, IKS
(1) Die IHK richtet eine Kosten- und Leistungsrechnung (Kostenarten-, Kostenstellen-,
Kostenträgerrechnung) ein, die eine betriebswirtschaftliche Kalkulation sowie eine
betriebsinterne Steuerung und Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Leistungsfähigkeit der IHK erlaubt. Dazu sind der Struktur der IHK entsprechende Kostenstellen
und ihren Leistungen entsprechende Kostenträger zu bilden. Die Kosten sind nachprüfbar aus der Buchführung herzuleiten und verursachungsgerecht den Kostenstellen und Kostenträgern zuzuordnen. Die Kosten- und Leistungsrechnung ist ein
wichtiger Bestandteil des Controllingsystems. Ihre Ergebnisse sind den Entscheidungsträgern in Form eines empfängerorientierten Berichtswesens in regelmäßigen
Abständen zur Verfügung zu stellen.
(2) Die IHK richtet ein für ihre Verhältnisse angemessenes Internes Kontrollsystem (IKS)
ein.
Teil VI: Abschlussprüfung und Entlastung
§ 17 Prüfung, Vorlage und Feststellung des Jahresabschlusses, Verwendung des
Bilanzgewinns/Bilanzverlustes, Entlastung sowie Veröffentlichung
(1) Die IHK hat den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung, den Anhang und den Lagebericht sowie die Ordnungsmäßigkeit der Wirtschaftsführung
Bekanntmachungen 39
einschließlich der Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit, prüfen zu lassen. Bei der Prüfung sind die Prüfungsrichtlinien der zuständigen
Rechtsaufsichtsbehörde sowie sinngemäß die §§ 317, 320, 321 und 322 des Handelsgesetzbuches und sinngemäß der § 53 Absatz 1 des Haushaltsgrundsätzegesetzes zu
beachten.
(2) Die Prüfung gemäß Absatz 1 wird von der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag errichteten unabhängigen Rechnungsprüfungsstelle für die Industrieund Handelskammern durchgeführt. Die Rechnungsprüfungsstelle legt zeitgleich den
Prüfungsbericht der Rechtsaufsichtbehörde und der IHK vor. Grundlage für die Prüfung durch ehrenamtliche Rechnungsprüfer ist insbesondere der Bericht der Rechnungsprüfungsstelle; weitere zusätzliche Prüfungshandlungen aus besonderen
Anlässen bleiben ihnen unbenommen.
(3) Die Vollversammlung stellt den Jahresabschluss fest und beschließt über die Verwendung des Bilanzgewinns/Bilanzverlusts.
(4) Die Vollversammlung erteilt die Entlastung für die Wirtschaftsführung. Das Verfahren regelt die IHK-Satzung.
(5) Der Jahresabschluss ist in dem für die Veröffentlichung von Satzungsrecht vorgesehenen Medium oder im Internet zu veröffentlichen. Zulässig ist auch eine verkürzte Form.
Teil VII: Ergänzende Vorschriften
§ 18 Beauftragter für die Wirtschaftsführung
(1) Soweit der Hauptgeschäftsführer die Aufgabe nicht selbst wahrnimmt, ist bei der IHK
ein Beauftragter für die Wirtschaftsführung zu bestellen. Der Beauftragte ist dem
Hauptgeschäftsführer unmittelbar zu unterstellen.
(2) Dem Beauftragten obliegen die Erstellung des Entwurfs des Wirtschaftsplans sowie
die Bewirtschaftung der Mittel. Er ist bei allen Maßnahmen von finanzieller Bedeutung zu beteiligen.
(3) Der Beauftragte für die Wirtschaftsführung soll eingreifen, wenn die Liquidität gefährdet ist, die Erträge erheblich hinter den Planwerten zurückbleiben oder ein Nachtrag erforderlich wird. Wenn die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen es
erfordert, kann der Beauftragte für die Wirtschaftsführung es von seiner Einwilligung (vorherigen Zustimmung) abhängig machen, ob Aufwendungen geleistet oder
Verpflichtungen eingegangen werden.
(4) Dem Beauftragten obliegt die Erstellung des Jahresabschlusses inklusive Anhang.
§ 19 Nutzungen und Sachbezüge
(1) Nutzungen und Sachbezüge dürfen Beschäftigten der IHK nur gegen angemessenes
Entgelt gewährt werden, soweit nicht durch Gesetz, Dienstvertrag, für den öffentlichen Dienst allgemein geltende Vorschriften oder im Wirtschaftsplan etwas anderes bestimmt ist.
(2) Personalaufwendungen, die nicht auf Gesetz, Dienstvereinbarungen oder auf Dienstvertrag beruhen, dürfen nur geleistet werden, wenn dafür Mittel bereitgestellt werden, die im Wirtschaftsplan besonders zu erläutern sind.
§ 20 Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken, Beteiligungen
(1) Zum Erwerb, zur Veräußerung und zur dinglichen Belastung von Grundstücken ist die
Einwilligung der Vollversammlung einzuholen, soweit diese Rechtsgeschäfte nicht
bereits nach dem Wirtschaftsplan vorgesehen sind.
(2) Zur Eingehung oder Veräußerung von Beteiligungen ist die Einwilligung der Vollversammlung einzuholen. Beteiligungen sind Anteile an Unternehmen des privaten
Rechts, die dazu bestimmt sind, dem gesetzlichen Auftrag der IHK durch Herstellung
einer dauerhaften Verbindung zu diesem Unternehmen zu dienen. Bei Beteiligungen
mit mehr als 50 v.H. der Anteile ist für die Angelegenheiten von wesentlicher Bedeutung der Gesellschaft das Beschlussrecht der Vollversammlung der IHK nach § 4 Satz
1 IHKG sicherzustellen.
2. niederschlagen, wenn feststeht, dass die Einziehung keinen Erfolg haben
wird oder wenn die Kosten der Einziehung außer Verhältnis zur Höhe des
Anspruchs stehen;
3. erlassen, wenn die Einziehung nach Lage des einzelnen Falles für den Anspruchsgegner eine besondere Härte darstellen würde; das Gleiche gilt für
die Erstattung oder Anrechnung von geleisteten Beträgen.
(2) Regelungen in anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
§ 23 Geldanlagen
Bei Geldanlagen ist auf eine ausreichende Sicherheit zu achten; sie sollen einen
angemessenen Ertrag bringen und für den vorgesehenen Zweck in Anspruch
genommen werden können.
Teil VIII: Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 24 In-Kraft-Treten/Geltungsdauer
Das Finanzstatut gilt erstmals für das Geschäftsjahr 2015. Gleichzeitig tritt das
Finanzstatut vom 10.07.2006 in der geltenden Fassung außer Kraft. Mit In-Kraft-Treten
dieses Finanzstatuts wird die Ausgleichsrücklage gemäß § 15 Absatz 3 des Finanzstatuts
alter Fassung in die Ausgleichsrücklage gemäß § 15a Absatz 2 des Finanzstatuts neuer Fassung umgewidmet. Die Liquiditätsrücklage ist bis spätestens 31. Dezember 2019
zu verwenden.
Coburg, 17.07.2014
Friedrich Herdan
Präsident
Siegmar Schnabel
Hauptgeschäftsführer
Das vorstehende Finanzstatut wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft
und Medien, Energie und Technologie mit Schreiben vom 03.09.2014 Aktenzeichen IV/3
– 4911d/14/4 gemäß § 11 Absatz 2 Nr. 1 IHKG in Verbindung mit Art. 1 Absatz 1 AGIHKG
genehmigt.
Das Finanzstatut wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt der Industrie- und
Handelskammer zu Coburg „Unsere Wirtschaft“, Ausgabe 10/2014 bekannt gemacht.
Coburg, 12. September 2014
Friedrich Herdan
Präsident
Siegmar Schnabel
Hauptgeschäftsführer
§ 20a Zuwendungen
Zuwendungen sind freiwillige finanzielle Leistungen an Dritte (Stellen außerhalb der IHK)
zur Erfüllung bestimmter Zwecke, die unter Beachtung von § 1 IHKG und den Grundsätzen des staatlichen Haushaltsrechts erfolgen.
§ 21 Änderung von Verträgen, Vergleiche
Die IHK darf zu ihrem Nachteil Verträge nur in besonders begründeten Ausnahmefällen aufheben oder ändern und Vergleiche nur abschließen, wenn dies für sie zweckmäßig und wirtschaftlich ist.
§ 22 Veränderung von Ansprüchen
(1) Die IHK darf Ansprüche nur
1. stunden, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für den
Anspruchsgegner verbunden wäre und der Anspruch durch die Stundung
nicht gefährdet wird;
Unsere Wirtschaft 10/2014
40
Anlage I Finanzstatut: Plan Gewinn- und Verlustrechnung (Plan GuV)
Anlage III Finanzstatut: Bilanz
Plan
Plan
Ist
Lfd. Jahr Vorjahr
Euro
Euro
Euro
1. Erträge aus IHK-Beiträgen
2. Erträge aus Gebühren
3. Erträge aus Entgelten
4. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Leistungen
5. Andere aktivierte Eigenleistungen
6. Sonstige betriebliche Erträge
- davon: Erträge aus Erstattungen
- davon: Erträge aus öffentlichen Zuwendungen
- davon: Erträge aus Abführung an gesonderte Wirtschaftspläne
Betriebserträge
7. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
8. Personalaufwand
a) Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und Unterstützung
9. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände
des Umlaufvermögens, soweit diese die in der IHK üblichen Abschreibungen überschreiten
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon: Zuführungen an gesonderte Wirtschaftspläne
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis
11. Erträge aus Beteiligungen
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon: Erträge aus Abzinsung
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon: Aufwendungen aus Aufzinsung
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
16. Außerordentliche Erträge
17. Außerordentliche Aufwendungen
Außerordentliches Ergebnis
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
19. Sonstige Steuern
20. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
21. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr
22. Entnahmen aus Rücklagen
a) aus der Ausgleichsrücklage
b) aus anderen Rücklagen
23. Einstellungen in Rücklagen
a) in die Ausgleichsrücklage
b) in andere Rücklagen
24. Bilanzgewinn/Bilanzverlust
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte,
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3. Geleistete Anzahlungen
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich
Bauten auf fremden Grundstücken
2. Technische Anlagen und Maschinen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
3. Beteiligungen
4. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligigungsverhältnis besteht
5. Wertpapiere des Anlagevermögens
6. Sonstige Ausleihungen und
Rückdeckungsansprüche
Anlage II Finanzstatut: FINANZPLAN
Hinweis: Die Nummerierung der Positionen entspricht der in der Finanzrechnung
1.
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor außerordentlichem Posten
2.a) +/- Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens
2.b) - Erträge aus Auflösung Sonderposten
3. +/- Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen,
Bildung Passive RAP (+) / Auflösung Aktive RAP (+),
Auflösung Passive RAP (-) / Bildung Aktive RAP (-)
Positionen 4. – 8. entfallen im Plan
9. = Plan-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
immateriellen Anlagevermögens
13. - Auszahlungen für Investitionen des immateriellen
Anlagevermögens
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Finanzanlagevermögens
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
16. = Plan-Cashflow aus der Investitionstätigkeit
17a. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten
17b. + Einzahlung aus Investitionszuschüssen
18. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten
19. = Plan-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
20.
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes (Summe der Zeilen 9, 16 und 19)
Plan
Plan
Ist
Lfd. Jahr Vorjahr
Euro
Euro
Euro
PASSIVA
AKTIVA
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh,- Hilfs- und Betriesbsstoffe
2. Unfertige Leistungen
3. Fertige Leistungen
4. Geleistete Anzahlungen
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen
Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs verhältnis besteht
4. Sonstige Vermögensgegenstände
III. Wertpapiere
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Sonstige Wertpapiere
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstuten und Schecks
C. Rechnungsabgrenzungsposten
D. Aktiver Unterschiedsbetrag
aus der Vermögensverrechnung
31.12. 31.12.
Lfd. VorJahr jahr
31.12. 31.12.
Lfd. VorJahr jahr
Euro Euro
Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Nettoposition
II. Ausgleichsrücklage
III. Andere Rücklagen
IV. Bilanzgewinn/-verlust
B. Sonderposten
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für
Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
2. Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen
3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
5. Verbindlichkeiten
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
6. Sonstige Verbindlichkeiten
E. Rechnungsabgrenzungsposten
41
Anlage IV Finanzstatut: Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
Anlage VI Finanzstatut: Kontenrahmen
Lfd. Jahr Vorjahr
Euro
Konten Konten
klasse gruppe
Euro
0
1. Erträge aus IHK-Beiträgen
2. Erträge aus Gebühren
3. Erträge aus Entgelten
4. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Leistungen
5. Andere aktivierte Eigenleistungen
6. Sonstige betriebliche Erträge
- davon: Erträge aus Erstattungen
- davon: Erträge aus öffentlichen Zuwendungen
- davon: Erträge aus Abführung von gesonderten Wirtschaftsplänen
Betriebserträge
7. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe u. bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
8. Personalaufwand
a) Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung
9. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens
soweit diese die in der IHK üblichen Abschreibungen überschreiten
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon: Aufwendungen aus Zuführung an gesonderte Wirtschaftspläne
Betriebsaufwand
Betriebsergebnis
11. Erträge aus Beteiligungen
12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
- davon: Erträge aus Abzinsung
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
- davon: Aufwendungen aus Aufzinsung
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
16. Außerordentliche Erträge
17. Außerordentliche Aufwendungen
Außerordentliches Ergebnis
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
19. Sonstige Steuern
20. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
21. Gewinn/Verlustvortrag aus dem Vorjahr
- keine Position in der Eröffnungsbilanz 22. Entnahmen aus Rücklagen
a) aus der Ausgleichsrücklage
b) aus anderen Rücklagen
23. Einstellungen in Rücklagen
a) in die Ausgleichsrücklage
b) in andere Rücklagen
24. Bilanzgewinn/Bilanzverlust
1
2
3
4
Anlage V Finanzstatut: FINANZRECHNUNG
Lfd. Jahr Vorjahr
Euro
1.
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor außerordentlichem
Posten
2a. +/- Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände
des Anlagevermögens
2b. - Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
3. +/- Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)
[bspw. Abschreibung auf ein aktiviertes Disagio]
5. +/- Verlust (+)/Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens
6. +/- Abnahme (+)/Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus
IHK-Beiträgen, Gebühren, Entgelte und sonstigen Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
7. +/- Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus IHKBeiträgen, Gebühren, Entgelte und sonstigen Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionsoder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
8. +/- Ein- (+) und Auszahlungen (-) aus außerordentlichen Posten
9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
11. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens
13. Auszahlungen für Investitionen des immateriellen Anlagevermögens
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen
16. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit
17 a.) + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten
17 b.) + Einzahlungen aus Investitionszuschüssen
18. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten
19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
20.
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes
(Summe der Zeilen 9, 16 und 19)
21. +
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
22. =
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Konten-Bezeichnung
5
Euro
6
7
8
9
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
frei
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche
Rechte und Werte
024
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände
03
frei
04
Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen von immateriellen Vermögensgegenständen
05
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
06
frei
07
Technische Anlagen und Maschinen
08
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
09
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Finanzanlagen
10
frei
11
Anteile an verbundenen Unternehmen
12
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
13
Beteiligungen
14
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
15
Wertpapiere des Anlagevermögens
16
Sonstige Ausleihungen und Rückdeckungsansprüche
17
frei
18
frei
19
frei
Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzung
Vorräte
20
Hilfs-, und Betriebsstoffe
21
Unfertige Leistungen
22
Handelswaren
23
Geleistete Anzahlungen auf bezogene Lieferungen u. Leistungen
24
Forderungen aus IHK-Beiträgen, Gebühren und Entgelten
25
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
26
Sonstige Vermögensgegenstände
27
Wertpapiere des Umlaufvermögens
28
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks
29
Aktive Rechnungsabgrenzung
298
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Eigenkapital, Sonderposten und Rückstellungen
30
Nettoposition
31
frei
32
Rücklagen
33
Gewinn-/ Verlustvortrag
34
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag
35
Sonderposten
36
frei
37
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
38
Steuerrückstellungen
39
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzung
40
frei
41
frei
42
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
43
Erhaltene Anzahlungen
44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
45
frei
46
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
47
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
48
Sonstige Verbindlichkeiten
49
Passive Rechnungsabgrenzung
Erträge
50
Erträge aus IHK-Beiträgen
51
Erträge aus Gebühren
52
Erträge aus Entgelten
53
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
54
Sonstige betriebliche Erträge
55
Erträge aus Beteiligungen
56
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
57
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
58
Außerordentliche Erträge
59
Erträge aus Zuschüssen aus Wirtschaftsplan an gesonderte Wirtschaftspläne *)
Betriebliche Aufwendungen
60 - 61 Materialaufwand **)
60
Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
61
Bezogene Leistungen (für die betriebliche Leistungserstellung)
62 - 64 Personalaufwand
62
Gehälter
63
frei
64
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
65
Abschreibungen
66 - 70 Sonstiger betrieblicher Aufwand
66
Sonstige Personalkosten
67
Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Rechten und Diensten Dritter
68
Aufwendungen für Kommunikation und den sonstigen laufenden Betrieb
69
Aufwendungen für Mitgliedschaften und Sonstiges, sowie Wertkorrekturen
und periodenfremde Aufwendungen
Weitere Aufwendungen
70
Betriebliche Steuern
71
frei
72
frei
73
frei
74
Abschreibungen auf Finanzanlagen u. Wertpapiere des Umlaufvermögens u.
Verluste aus entsprechenden Abgängen
75
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
76
Außerordentlicher Aufwand
77
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
78
frei
79
Zuschüsse an gesonderte Wirtschaftspläne *)
Ergebnisrechnungen
80
Eröffnung und Abschluss
81
Verrechnungskonten Eröffnungsbilanz (VerrEB)
frei für Kostenrechnung
01
02
*) sind zu konsolidieren
**) Aufwand, der unmittelbar mit der betrieblichen Leistungserstellung zu tun hat. Zur betrieblichen Leistungserstellung gehören z.B. die Aufgaben der Berufsbildung, Carnets,
Veranstaltungen etc.
42 Bekanntmachungen
Unsere Wirtschaft
Magazin der IHK zu Coburg
Zahlreiche Arbeitsjubilare bei Wöhner in Rödental
Zu zahlreichen Arbeitsjubiläen bei der Wöhner GmbH & Co. KG (Rödental) gratulierte
IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel (2. v. r.). 40 Jahre wertvolle Dienste leistete der
langjährige Geschäftsführer Alex Büttner, der vor vor kurzem in Ruhestand ging. 45 Jahre
zum Betrieb gehörte Bernd Mandel, 40 Jahre Dieter Wronna und Werner Oestreich. Für
25-jährige Tätigkeit wurden Silvia Höhn, Angelika Berthold, Daniela Dröws und Anja
Schäftlein geehrt. Verabschiedet wurden Manuela Werner, Marie-Therese Gerlach (20 Jahre
im Unternehmen) und Konrad Heimrich (18 Jahre).
Arbeitsjubiläen
40 Jahre
Reinhard Mauer, Drahtseiler
bei DIEPA Drahtseilwerk Dietz GmbH & Co. KG, Neustadt bei Coburg
25 Jahre
Detlef Blenklein, Vorarbeiter
Horst Püschl, Außenmonteur
bei Werkzeugmaschinenfabrik WALDRICH COBURG GmbH, Coburg
Reiner Mühlbradt, Elektrikermeister
bei Hermann Koch GmbH, Coburg
Martina Daberkow, DV Anwenderdienste und myMISTRAL
bei Schenker Deutschland AG, Coburg
Martin Dehler
bei Federnfabrik Dietz GmbH, Neustadt
Bettina Mundt, Auslandskorrespondentin
bei Brückner Automation GmbH & Co. KG, Coburg
Stephan Schneider, Fabrikateprüfer
bei PRYSMIAN Kabel und Systeme GmbH, Neustadt bei Coburg
HR-Eintragungen
Neueintragungen
A k b B GmbH, Hintere Wilhelmstr. 6, 96237 Ebersdorf b. Coburg
Schleifenheimer Architekturbüro GmbH, Alexandrinenstr. 14, 96450 Coburg
Versicherungsbüro Carl GmbH, Eichenweg 6, 96237 Ebersdorf b. Coburg
NAHKLAR Finanzmakler UG (haftungsbeschränkt), Hutäcker 2, 96472 Rödental
Nota GmbH, Vorderer Floßanger 29, 96450 Coburg
HCS Medienwerk GmbH, Steinweg 51, 96450 Coburg
Frankentronik e.K., Hauptstr. 14, 96242 Sonnefeld
Z-Alpha GmbH, Baltenweg 5, 96450 Coburg
G&F Transport UG (haftungsbeschränkt), Anger 2, 96242 Sonnefeld
Löschungen
SEN-ECON GmbH, Oberer Pelzhügel 26 a, 96450 Coburg
OWR Reisebüro GmbH, Markt 12, 96476 Bad Rodach
Inge-Glas Verwaltungs-GmbH, Dieselstr. 7, 96465 Neustadt b. Coburg
S-Presso Spezialitätenversand e.K., Gauerstadter Berg 25, 96479 Weitramsdorf
Unsere Wirtschaft 10/2014
Herausgeber
Industrie- und Handelskammer zu Coburg
Schloßplatz 5, 96450 Coburg
Postfach 2043, 96409 Coburg
Telefon 09561 7426-0, Fax 09561 7426-50
(Standortpolitik, Zentrale Dienste, Recht,
Ausbildung)
und 09561 7426-15
(Weiterbildung, Existenzgründung und Unternehmensförderung, Innovation und Umwelt,
International)
E-Mail: ihk@coburg.ihk.de
Internet: http://www.coburg.ihk.de
Leitung und Verantwortung für den Inhalt
Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel
Chef vom Dienst
Christian Broßmann
Fotos (sow. n. anderw. ausgewiesen)
H. Rosenbusch (Coburg),
G. Weber (Neustadt), IHK zu Coburg
Beilagenhinweis
Dieser Ausgabe liegt eine Informationsbroschüre der Firma Otte Immobilien GmbH (Coburg)
bei. Wir bitten um freundliche Beachtung.
Erscheinungsweise
10-mal jährlich
(Doppelausgaben Jan/Feb und Aug/Sep)
Bezugspreis
Kostenlos für IHK-Zugehörige,
im Übrigen 18,40 € pro Jahr.
Der Bezug erfolgt im Rahmen der grundsätzlichen Beitragspflicht als Mitglied der IHK.
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag
von 7.30 bis 16.30 Uhr
Freitag von 7.30 bis 15.00 Uhr
Weitere Termine n. pers. Vereinbarung
Anzeigenbetreuung
Dagmar Straßner
Telefon 09564 800717
E-Mail: dagmar.strassner@t-online.de
Verlag
w e b e r - kommunikation
Öffentlichkeitsarbeit und Mediengestaltung
Heckenweg 10, 96465 Neustadt b. Coburg
Telefon 09568 9418-11, Fax 9418-17
E-Mail: notes@weber-kommunikation.de
Internet: www.weber-kommunikation.de
Bankverbindung: VR-Bank Coburg eG
IBAN DE 19783600000001558269
BIC GENODEF1COS
Druck
DCT GmbH, Nicolaus-Zech-Str. 64a,
96450 Coburg, Telefon 09561 83 45-0
Mit Verfasser-Namen bzw. Initialen gezeichnete Artikel
geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck von Beiträgen nur mit vorheriger Zustimmung des Herausgebers. Beiträge unserer Zeitschrift,
in denen Erzeugnisse von Firmen besprochen werden,
dienen der Information der Leser, um über Neuheiten
auf diesem Gebiet aufzuklären. Eine Garantieerklärung
für Produkte und Firmen ist damit nicht verbunden.
Für den Anzeigenteil wird keine Haftung übernommen.
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9,7–4,5, innerorts 18,3–5,9, kombiniert 12,8–4,9; CO2-Emission 299–129 g/km; CO2-Effizienzklassen G–A+. Alle Angaben
wurden nach dem Messverfahren RL 80/1268/EWG ermittelt. Bitte fahren Sie verantwortungsbewusst: on- wie offroad.
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