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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (18.02.2015)

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In der Prügelzone: Toni Kroos als Metronom und Motor bei Real Madrid
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WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
HF1
(SZ) In der Welt gibt es immer wieder kurze
Zeitabschnitte, in denen bestimmte Dinge
nicht passieren. Es kommt vor, dass es
über einen längeren Zeitraum nicht regnet. Es kann geschehen, dass es einen Winter lang kaum Schnee in Garmisch gibt.
Und es ist durchaus möglich, wenn auch
sehr, sehr selten, dass man eine Weile lang
nichts von Günter Grass hört. Eine solche
Periode erleben wir im Augenblick zum
Glück nicht, denn Günter Grass hat sich
jetzt mit zwei sehr interessanten Einlassungen zu Wort gemeldet, von denen die zweite noch interessanter ist als die erste. Aber
der Reihe nach. Zunächst warf Grass der
Bundeskanzlerin vor, sie missachte die junge Schriftstellergeneration. Nun möchten
Menschen, die sich zu Grass nicht dergestalt hingezogen fühlen wie andere, entgegnen, die Kanzlerin habe augenblicklich ja
auch eine Menge mit Griechenland und
der Ukraine um die Ohren. Versöhnlich gestimmte Menschen sagen: Die Agenda der
Kanzlerin deckt sich nun einmal nicht mit
der Agenda von Günter Grass, deshalb werden die jungen Schriftsteller wohl noch
eine Weile warten müssen. Länger jedenfalls als auf den Dritten Weltkrieg.
Denn der Dritte Weltkrieg, sagte Grass
vor einigen Tagen, habe längst begonnen.
Nun hatten viele gehofft, dass sich Günter
Grass zumindest in diesem Punkt ausnahmsweise mal irrt. Immerhin ist Grass
fast hundert Jahre alt und während so langer Zeit begehen die meisten Menschen wenigstens einen Irrtum. Leider wurde Grass’
Prognose inzwischen von Antje Vollmer bestätigt. Der Dritte Weltkrieg habe, so Vollmer zur Neuen Westfälischen, „an verschiedenen Fronten“ begonnen. Das deckt sich
leider Gottes mit der Einschätzung von
Papst Franziskus, der sagte, der Dritte
Weltkrieg habe „in Abschnitten“ begonnen. Man darf ja nicht vergessen, dass
auch viele Romane von Günter Grass in
Abschnitten begonnen haben, die sich
dann zu größeren Kapiteln ausweiteten
und sehr dicke Bücher wurden. Aber das
ist natürlich nur ein Scherz und als solcher
eigentlich auch unangebracht.
Der Dritte Weltkrieg ist ja eine ernste Angelegenheit. Der Gedanke an ihn ist schon
sehr alt und tauchte wohl zum ersten Mal
nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs
auf. Immer wenn mehr als drei oder vier
gigantische Unerfreulichkeiten die Welt in
Atem halten, behelfen sich die ohnmächtigen Mahner mit dem Verweis auf den Dritten Weltkrieg, der entweder in der Luft
liegt, demnächst dräut oder schon längst
im Gange ist, ohne dass es jemand merkt.
Aber die jungen Schriftsteller haben den
Dritten Weltkrieg noch nicht bemerkt, sie
beschäftigen sich noch immer mit der NSAAffäre und warten, dass sich die Bundeskanzlerin endlich bei ihnen meldet. Und
wir warten darauf, dass Günter Grass mal
bitte mit dem Unsinn aufhört, vor Ausbruch des Dritten Weltkriegs keinen großen Roman mehr schreiben zu wollen.
MÜNCHEN, MITTWOCH, 18. FEBRUAR 2015
71. JAHRGANG / 8. WOCHE / NR. 40 / 2,40 EURO
Sicherheitspolitik
„ohne Tabu“
Bundesregierung erarbeitet
Weißbuch für die Bundeswehr
Berlin – Die Bundesregierung strebt eine
Neuorientierung ihrer Sicherheitspolitik
an. Damit soll unter anderem auf das russische Vorgehen in der Ukraine sowie auf die
Bedrohung durch die Dschihadisten-Miliz
Islamischer Staat (IS) reagiert werden, kündigte Verteidigungsministerin Ursula von
der Leyen (CDU) am Dienstag bei der Auftaktveranstaltung für das neue Weißbuch
an. „Starre Handlungsmuster“ soll es in
dem Dokument nicht geben, „aber auch
kein Tabu“. Es legt die Grundsätze der deutschen Sicherheitspolitik fest. Das Weißbuch soll nach Angaben der Ministerin im
Sommer 2016 vom Kabinett verabschiedet
werden. Bis dahin sind ausführliche Beratungen geplant, an denen außer dem Verteidigungsressort auch andere Ministerien wie die für Auswärtiges, Inneres oder
Entwicklung, aber auch externe Fachleute
sowie Bürger beteiligt werden. Das aktuelle Weißbuch stammt aus dem Jahr 2006.
Damals galt in der Bundeswehr noch die
Wehrpflicht und Russland als „herausgehobener Partner“. sz
Seite 5
Politiker werben um
Vertrauen der Juden
Separatisten-Kämpfer der Donezker Volksarmee schlachten einen zerstörten ukrainischen Panzer in der Nähe der Gemeinde Wuhlehirsk aus. In etwa zehn Kilometer
Entfernung, in der Stadt Debalzewe, überrollten die Separatisten die ukrainische Armee.
FOTO: BAZ RATNER/REUTERS
Separatisten nehmen Debalzewe ein
Trotz Waffenstillstands besetzen Aufständische einen großen Teil der strategisch wichtigen
Stadt im Osten der Ukraine. Die anhaltenden Kämpfe gefährden das Abkommen von Minsk
von stefan braun und
frank nienhuysen
Berlin/München – Nur wenige Tage nach
dem Beginn der Waffenruhe hat im strategisch wichtigen ostukrainischen Debalzewe eine Entscheidungsschlacht begonnen, die das Abkommen von Minsk stark
gefährdet. Schwer bewaffnete Separatisten drangen am Dienstag tief in die Stadt
ein, in der sich bis zu 8000 ukrainische Soldaten befinden sollen, und erklärten Debalzewe weitgehend für erobert. „Nur ein
paar Wohnviertel noch, dann haben wir
den Ort vollständig unter Kontrolle“, sagte
Separatistenführer Eduard Bassurin. Der
Generalstab der ukrainischen Armee
sprach dagegen lediglich von einem „bestimmten Teil“, den „illegale, bewaffnete
Gruppierungen“ erobert hätten.
Unklar ist, ob die Offensive das Minsker
Abkommen bereits wertlos gemacht hat.
Bundeskanzlerin Angela Merkel drängte
Russlands Staatschef Wladimir Putin und
den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Telefonaten zur Einhaltung
der Abmachung. Alle Seiten vermieden,
vom Ende des Waffenstillstands-Prozesses zu sprechen. Das Schicksal von Debalzewe war in Minsk nicht eindeutig geklärt
worden. Vielmehr hatte Putin in den Verhandlungen darauf bestanden, die Waffenruhe möglichst spät beginnen zu lassen. In
einem Pressestatement nach dem Gipfel
hatte er indirekt zu einer militärischen Klärung der Verhältnisse aufgerufen.
Der Kiewer Armeesprecher Andrij Lyssenko widersprach zwar Rebellenangaben,
nach denen sich Dutzende ukrainische Soldaten ergeben hätten. Doch auch inner-
halb der ukrainischen Streitkräfte gab es
unterschiedliche Aussagen, etwa darüber,
ob die Soldaten in Debalzewe komplett eingeschlossen seien oder sie doch über einen
Kanal Nachschub erhielten. Debalzewe ist
ein Eisenbahnknotenpunkt zwischen den
von den Separatisten gehaltenen Städten
Donezk und Luhansk und deshalb für die
Kriegsparteien so wichtig. Sie wollen offensichtlich durch Gebietsgewinne Fakten
schaffen und so den Verlauf jener Linie beeinflussen, von der auch die ukrainische
Armee mit Beginn der Waffenruhe Abstand halten muss.
Am Dienstag hätten Separatisten und
die ukrainische Armee gemäß der Minsker
Vereinbarung eigentlich mit dem Abzug
schwerer Waffen beginnen sollen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sollte den Abzug
beobachten, doch die Separatisten verweigerten den Inspektoren den Zugang. Mit
den Kämpfen um Debalzewe sind auch die
weiteren Schritte des Minsker Abkommens gefährdet, etwa der Austausch von
Gefangenen.
Dass die Lage in dem Ort am Ende die
Vereinbarung von Minsk in Gefahr bringen könnte, war nach Informationen der
SZ allen Beteiligten der Verhandlungen
klar gewesen. Teilnehmer berichteten,
dass Separatisten und Moskau zunächst eine Zwei-Wochen-Frist bis zur Waffenruhe
verlangt hätten. Da sie zuvor den Abzug
der ukrainischen Truppen von Debalzewe
gefordert hatten, war klar, dass sie nun um
die Zeit feilschten, die sie noch für eine militärische Offensive bekommen würden.
Mehr als 60 Stunden waren schließlich für
Kiew inakzeptabel.
Seiten 4 und 7
HEUTE
Die Seite Drei
Warum der SPD heute junge,
aufmüpfige Abgeordnete wie einst
im „Netzwerk Berlin“ fehlen
3
Meinung
Der griechische Premier Tsipras
doziert in Brüssel. Er sollte
daheim aufräumen
4
Panorama
Das Hauptquartier der
Pariser Kriminalpolizei
versinkt in Skandalen
8
Wissen
Lang lebe die Datei:
Wie digitale Inhalte
haltbar gemacht werden
14
Medien
„Meine Tochter Anne Frank“ –
ein Dokudrama aus der
Perspektive des Vaters
TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel & Schach
Familienanzeigen
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31008
4 190655 802404
Die Stadt Sotschi hat den Olympischen
Winterspielen nicht nur eine Herde weißer Elefanten zu verdanken. So werden
die Stadien spöttisch genannt, die nach
derlei Großereignissen oft leer zurückbleiben. Die Kaukasus-Region wird nun auch
von vormals in diesen Breiten unbekannten Insekten heimgesucht. Nach Erkenntnissen der Behörden wurden mindestens
zehn Schädlingsarten mit den Pflanzen
eingeschleppt, die zur Begrünung der eilig gebauten Olympiastadt aus dem Ausland geliefert wurden.
Zwei davon haben bereits verheerenden Schaden angerichtet. Der Buchsbaumzünsler trägt seinen Namen, weil er
wie ein Lauffeuer in kürzester Zeit ganze
Wälder entlaubt. Eine Lieferung von
Buchsbäumen aus Italien, mit denen die
Grünstreifen an den Straßen und vor den
Hotels bepflanzt wurden, war mit den
nimmersatten Raupen befallen. Buchsbäume wachsen aber auch im subtropi-
Nur nicht zünseln
Ein importierter Schädling bedroht die Buchsbäume von Sotschi
schen Sotschi, es gibt sogar einen ganzen
Wald davon im Kaukasus-Naturreservat.
Über ihn hat der Schädling sich nun hergemacht. Der Buchsbaumwald liegt nur wenige Kilometer von der Küste entfernt
oberhalb der Stadt, seit 1931 steht das
mehr als 300 Hektar große Gebiet unter
Naturschutz. Touristen und Bewohner
der Stadt gingen hier winters wie sommers zwischen den immergrünen Bäumen spazieren. Seit im September die
grün-schwarzen Raupen in zehn Tagen alles kahl gefressen haben, ragen die dürren Äste nackt in den Himmel.
Ein neu aufgetauchter roter Rüsselkäfer hat es auf tropische Gewächse abgesehen. „Wenn wir nichts unternehmen, haben wird bald keine Palmen mehr“, sagte
der oberste Umweltschützer der Stadt,
Wladimir Ostapuk, der Agentur Ria.
Die Umweltschützer geben sich noch
ein Jahr, um den Wald zu retten, doch die
Rettung ist kompliziert: Weil er in einem
geschützten Gebiet liegt, darf keine Chemie eingesetzt werden. Zudem ist Sotschi
ein Kurort, man kann schlecht die Wälder
ringsum mit Pestiziden einnebeln. Weil
Experimente mit anderen Insekten, die
dem Zünsler den Garaus machen sollen,
bisher keinen Erfolg versprechen, könnte
am Ende doch nur das Gift bleiben. Experten schätzen die Kosten auf mehr als sieben Millionen Euro. Das Umweltministerium arbeitet bereits an einer Gesetzesänderung. Ostapuk geht das nicht schnell genug: „Wir müssen den Ausnahmezustand
ausrufen“, fordert der Umweltreferent.
Doch dazu ist allein der Präsident befugt.
Das Phänomen passt gut in das in Russland derzeit beliebte Erklärungsmuster,
dem Ausland die Schuld an allem Schlechten zu geben. Folgerichtig mutmaßte
denn auch der Umweltminister Sergej
Donskoj, die Schädlinge könnten absichtlich eingeführt worden sein und verlangte Ermittlungen durch den Generalstaatsanwalt. Solche Ideen sind nicht neu: Während des Ersten Weltkriegs machte
Deutschland die Franzosen für den Befall
mit Kartoffelkäfern verantwortlich. Im
Zweiten Weltkrieg behauptete die NS-Propaganda, amerikanische Flugzeuge würden die Schädlinge abwerfen – eine Geschichte, die die DDR später übernahm.
Ostapuk glaubt nicht daran. Der Befall sei
eher eine Folge schlampiger Kontrollen:
„Zu den Spielen musste eilig alles bepflanzt werden, da hat niemand mehr
richtig geprüft.“
julian hans
Hektische Verhandlungen zwischen der EU und Athen
Mit neuen Angeboten versuchen die Euro-Länder, Griechenland zur Verlängerung des Kreditprogramms zu bewegen
Brüssel – Nach den am Montagabend überraschend schnell abgebrochenen Verhandlungen über Griechenlands Zukunft in der
Euro-Zone bemühten sich beide Seiten am
Dienstag, doch noch einen Kompromiss zu
finden. „Wir müssen jetzt zwei Forderungen vereinen“, sagte der französische Finanzminister Michel Sapin nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Brüssel.
„Wir müssen das laufende Kreditprogramm für Griechenland verlängern und
es gleichzeitig so ändern, dass dessen Wahlergebnis berücksichtigt wird“.
Sapin zufolge besteht durchaus Hoffnung auf eine Einigung. Griechenland und
die Euro-Partner hätten sich rein inhaltlich angenähert. Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis habe mündlich zugesichert, die im laufenden Kreditpro-
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www.sz-content.de
Jegliche
gramm vereinbarten Verpflichtungen zu
respektieren. Er habe die Rückzahlung aller Kredite versprochen. Er werde nicht einseitig Verpflichtungen aufkündigen und
wolle dafür sorgen, dass Griechenland im
Jahr 2015 einen Primärüberschuss von
1,5 Prozent im Haushalt erwirtschafte. Ob
diese Zusagen auch schriftlich bestätigt
werden, blieb am Dienstag offen.
Am Montagabend war das zweite Treffen der Finanzminister aus den Euro-Ländern zur weiteren finanziellen Zusammenarbeit mit Griechenland nach nur einer
Stunde beendet worden. Varoufakis hatte
die Forderung der Euro-Partner, das bis
28. Februar laufende Kreditprogramm bis
zum Sommer zu verlängern, als „absurd“
zurückgewiesen. Daraufhin hatten die Euro-Länder der neuen Regierung von Premi-
er Alexis Tsipras ein Ultimatum gestellt.
Sie müsse sich entscheiden, ob sie eine Verlängerung des Kreditprogramms wolle
oder nicht. Wenn ja, müsse sie dies schriftlich beantragen. „Diese Woche haben wir
noch Zeit“, sagte Euro-Gruppen-Chef Jereon Dijsselbloem. Zugleich boten die Länder der griechischen Regierung mehr Flexibilität an, um die nötigen Reformen selbst
auszuwählen. Wichtig sei es, dass am Ende
das Reformziel insgesamt erfüllt werde,
sagte Dijsselbloem. Zugleich gebe es rote Linien, die nicht überschritten werden dürften, etwa die Reform des Rentensystems.
EU-Diplomaten bestätigen, dass Griechenland, die Europäische Kommission
und die Euro-Länder bereits am Dienstag
„auf verschiedenen Ebenen“ miteinander
arbeiteten, um dafür zu sorgen, „dass in
den kommenden Tagen eine Anfrage zur
Verlängerung des Kreditprogramms eintrifft“.
Bundesfinanzminister
Wolfgang
Schäuble forderte Athen zu einer baldigen
Entscheidung auf. Es sei weiter offen, „ob
Griechenland überhaupt ein Programm
will oder nicht“. Er warnte davor, dass „eine schwierige Situation“ entstehen könne,
wenn das laufende Kreditprogramm nicht
ordnungsgemäß beendet werde. „Am 28.,
24 Uhr, is over“, sagte er mit Blick auf das
näher rückende Datum. Es habe keinen
Sinn zu spekulieren, was danach komme.
EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici schloss am Dienstag den Austritt Griechenlands aus der Währungsunion aus.
„Es gibt keinen Plan B“, sagte der Franzose.
cerstin gammelin Seiten 2 und 4
München – Nach den antisemitischen Gewalttaten werben Politiker und die Jüdische Gemeinschaft dafür, dass Juden in
Deutschland bleiben. Justizminister Heiko
Maas sagte den Juden größtmöglichen
Schutz zu. Der Präsident des Zentralrates
der Juden, Josef Schuster, sagte, er vertraue der Regierung und den Behörden.
Der Historiker und Israel-Experte Michael
Brenner sprach von einer Frustration europäischer Juden. sz
Seiten 4 und 6
Mohammed-Karikaturist
will weitermachen
Stockholm – Nach den Anschlägen von Kopenhagen hat sich der schwedische Künstler und Mohammed-Karikaturist Lars
Vilks in der Süddeutschen Zeitung geäußert. Die Taten, bei denen zwei Menschen
getötet wurden, hätten ihn erschüttert, sagte er. Er war vermutlich Ziel der ersten Attacke am Samstag. Seine Arbeit als Künstler
will er nicht aufgeben. Es wäre ein Desaster, „jetzt einen Schritt zurückzutreten
und vorsichtiger zu werden“. sz Seite 7
Kartellamt bremst
Edekas Expansionskurs
München – Das Bundeskartellamt in
Bonn droht Deutschlands größtem Lebensmittelhändler Edeka damit, die geplante
Übernahme des Konkurrenten Tengelmann zu untersagen. Durch einen Zusammenschluss der beiden Supermarktketten
käme es vor allem in Berlin, München und
einzelnen größeren Städten NordrheinWestfalens zu einer zu starken Marktkonzentration, teilte die Behörde am Dienstag
mit. sz
Wirtschaft
Kliniken beklagen
überfüllte Notaufnahmen
Berlin – Immer mehr Patienten gehen am
Wochenende oder an Feiertagen ins Krankenhaus, statt sich an den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte zu wenden. Das führt nach Angaben der Kliniken
zu überfüllten Notfallambulanzen und langen Wartezeiten. Die Krankenhäuser beklagen, dass diese Entwicklung ihre wirtschaftliche Existenz bedrohe, weil Behandlungen nicht ausreichend vergütet würden. gwb
Seite 5
Dax ▼
Dow ▼
Euro ▲
Xetra 17 Uhr
10872 Punkte
N.Y. 17 Uhr
17973 Punkte
17 Uhr
1,1394 US-$
- 0,47%
- 0,26%
+ 0,0044
DAS WETTER
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NACHTS
Die Nebel- und Hochnebelfelder in den Mittelgebirgen, zwischen der Alb und dem Allgäu bringen örtlich Sprühregen. Glättegefahr! Im Norden, Osten, Südwesten und in
den Alpen wird es freundlicher. Null bis
acht Grad.
Seite 13
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