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eingeschränkte Zusage (Stand: Februar 2015)

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Informationen
für
Auslandsumzüge
bei eingeschränkter Zusage der UKV
mit Hinweisen zur Auslandsbesoldung
Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und
Dienstleistungen der Bundeswehr
Kompetenzzentrum Travel Management
Herausgeber
BAIUDBw Kompetenzzentrum Travel Management
- TM 2.3 -
Stand Februar 2015
II
Einleitung
Ob Sie nun zum ersten oder wiederholten Mal versetzt werden, ein Auslandsumzug erfordert eine gezielte
Planung, um die zusätzliche Belastung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Sie wollen wissen, wie Sie den
Umzug am besten bewerkstelligen und welche Umzugsauslagen erstattet werden können. Diese Informationen sollen Ihnen hierbei ein nützlicher Ratgeber sein und Ihnen einige Tipps und Anregungen geben.
Die Informationen können nicht den einzelnen Umzugsfall regeln; sie geben nur allgemeine Hinweise,
sind weder Rechtsgrundlage noch gelten sie als Zusicherung im Sinne von § 38 Verwaltungsverfahrensgesetz für eine Erstattung nach Art und Höhe. Sie enthalten nur die zum Zeitpunkt des Ausdrucks geltenden Rechtsvorschriften. Die seit 01.12.2012 geltende neue Auslandsumzugskostenverordnung
ist in dieser Information berücksichtigt. Bis zu Ihrem angeordneten Dienstantritt am neuen Dienstort
bzw. der Beendigung Ihres Umzuges eintretende Änderungen der umzugskostenrechtlichen Bestimmungen, die eventuell Verbesserungen aber im Einzelfall durchaus auch Verschlechterungen in der Abfindung
bringen können, sind bei der Abrechnung des Umzuges anzuwenden.
Sollten Sie zusätzliche Fragen zu Ihrem Umzug haben, zögern Sie nicht, sich vertrauensvoll an Ihren
Umzugssachbearbeiter zu wenden. Die Anschriften und Telefonnummern finden Sie im Anhang.
Es wird um Verständnis dafür gebeten, dass die Mitarbeiter nur im Rahmen der bestehenden Rechtsvorschriften Kostenerstattungen vornehmen dürfen.
III
Inhaltsverzeichnis
1.
Voraussetzungen für die Gewährung der Umzugskostenvergütung .................................. 7
2.
Umzugsvorbereitungen v o r Erhalt der schriftlichen Umzugskostenzusage .................... 7
3.
Umzugsvorbereitungen n a c h Erhalt der schriftlichen Umzugskostenzusage ................. 8
4.
Beförderungsauslagen .......................................................................................................... 13
4.1. Besonderheiten bei eingeschränkter Zusage der UKV gemäß § 26 AUV:............................ 13
4.2. In der Wohnung gehaltene Haustiere .................................................................................. 13
4.3. Vorräte
.......................................................................................................................... 14
4.4. Beiladungen ........................................................................................................................ 14
4.5. Transportversicherung: ........................................................................................................ 14
5.
Auslagen für das Beibehalten der Wohnung im Inland nach § 26 AUV: ............................ 14
6.
Erstattung der notwendigen Garagenmiete: ........................................................................ 16
7.
Umzugspauschale, Ausstattungspauschale, Pauschale für klimagerechte Kleidung ...... 16
7.1. Allgemein .......................................................................................................................... 16
7.2. Umzugspauschale bei eingeschränkter Zusage nach § 26 AUV .......................................... 17
7.3. Pauschale für klimagerechte Kleidung (§ 21 AUV) .............................................................. 20
7.4. Besonderheit bei eingeschränkter Zusage nach § 26 Abs. 5 und Abs. 1 AUV: .................... 20
7.5. Ausstattungspauschale nach § 19 AUV ............................................................................... 21
8.
Umzugsreise ........................................................................................................................... 23
8.1. Allgemein / Pass- und Visaangelegenheiten ........................................................................ 23
8.2. Bei Bahnfahrten ................................................................................................................... 24
8.3. Bei notwendigen Schiffsreisen (in das bzw. im Ausland) ..................................................... 24
8.4. Bei Flugreisen...................................................................................................................... 24
8.5. Bei Umzugsreise mit einem Kraftfahrzeug (z.B.: eigenes Kfz, Taxi, Mietwagen) .................. 25
9.
Wohnungsbeschaffungskosten ............................................................................................ 27
10. Mietentschädigung................................................................................................................. 28
11. Widerruf der Zusage der Umzugskostenvergütung............................................................. 30
12. Rückführung aus Gefährdungsgründen............................................................................... 30
13. Wichtige umzugskostenrechtliche Vorschriften in einem Überblick.................................. 30
14. Auslandszuschlag (§ 53 BBesG) ........................................................................................... 31
15. Mietzuschuss (§ 54 BBesG)................................................................................................... 31
15.1. Rechtsgrundlagen ............................................................................................................. 32
15.2. Voraussetzung .................................................................................................................. 32
15.3. Mietobergrenzen ............................................................................................................... 32
15.4. Besonderheiten ................................................................................................................. 33
IV
15.5. Berechnung des Mietzuschusses ...................................................................................... 34
15.6. Zuständigkeit für die Bewilligung des Mietzuschusses....................................................... 34
15.7. Berechnung und Zahlung des Mietzuschusses ................................................................. 34
16. Kaufkraftausgleich (§ 55 BBesG) .......................................................................................... 35
17. Gehaltsvorschüsse ................................................................................................................. 35
17.1. Grundlagen ........................................................................................................................ 36
17.2. Voraussetzung................................................................................................................... 36
17.3. Höhe des Vorschusses ...................................................................................................... 36
17.3.1. Ausstattungsgegenstände .............................................................................................. 36
17.3.2. Gehaltsvorschuss für eine Mietkaution oder Mietvorauszahlung ..................................... 37
17.4. Rückzahlung ..................................................................................................................... 38
18. Auslandstrennungsgeld (ATG)/ Aufwandsentschädigung (AE) ......................................... 38
18.1. Grundlagen ....................................................................................................................... 38
18.2. Voraussetzung................................................................................................................... 38
18.3. Zuständigkeit ..................................................................................................................... 39
19. Auslandsschulbeihilfe ........................................................................................................... 39
19.1. Rechtsgrundlage ............................................................................................................... 39
19.2. Zweck
.......................................................................................................................... 39
19.3. Anspruch .......................................................................................................................... 40
19.4. Vorschulische Ausbildung und Erziehung .......................................................................... 40
19.5 Schulische Ausbildung........................................................................................................ 40
20. Kinderreisebeihilfe ................................................................................................................. 42
20.1. Rechtsgrundlage ............................................................................................................... 42
20.2. Zweck
.......................................................................................................................... 42
20.3. Anspruch .......................................................................................................................... 42
21. Fahrtkostenzuschuss zu Heimaturlaubreisen...................................................................... 44
21.1. Rechtsgrundlage ............................................................................................................... 44
21.2. Anspruchsvoraussetzungen .............................................................................................. 44
21.3. Höhe des Zuschusses ....................................................................................................... 44
21.4. Antragsstellung und Abrechnung ....................................................................................... 45
23. Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (übriges Ausland – ohne USA -)....... 45
23.1. Grundlage ......................................................................................................................... 45
23.2. Beihilfeanspruch ................................................................................................................ 45
23.3. Bemessungssätze ............................................................................................................. 46
23.4. Beihilfefähigkeit von Aufwendungen .................................................................................. 46
23.5. Zuständigkeit ..................................................................................................................... 47
24. Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (USA) .................................................. 48
24.1. Grundlage ......................................................................................................................... 48
V
24.2. Beihilfeanspruch ................................................................................................................ 49
24.3. Bemessungssätze ............................................................................................................. 49
24.4 Beihilfefähigkeit von Aufwendungen .................................................................................. 49
24.5. Zuständigkeit ..................................................................................................................... 51
24.6. Besonderheiten ................................................................................................................. 51
25. Sozialdienst Ausland ............................................................................................................. 53
Anhang
Ansprechpartner
Richtlinien des Auswärtigen Amtes für die Vergabe und Abrechnung von Auslandsumzügen (RLAU) vom
01.03.2000
Richtlinien des Auswärtigen Amts für die Erstattung der Transportversicherungskosten bei Auslandsumzügen
(RLTV) vom 01.01.2002
Formblätter
VI
UMZUG
1.
Voraussetzungen für die Gewährung der Umzugskostenvergütung
Voraussetzung für Ihren Anspruch auf Umzugskostenvergütung (kurz: UKV) ist die schriftliche Umzugskostenzusage, die mit der Versetzungsverfügung oder getrennt hiervon erteilt werden kann. Ohne diese schriftliche
Zusage sollten Sie im eigenen Interesse keine kostenrelevanten Umzugsvorbereitungen treffen.
Denken Sie bitte daran, dass die einzelnen Erstattungen/Zahlungen jeweils nur auf schriftlichen Antrag erfolgen, Auslagen nachgewiesen werden müssen und der Dienstweg einzuhalten ist. Die Umzugskostenvergütung
wird nach Beendigung des Umzuges gewährt. Ihre Anträge sollten Sie möglichst bald, spätestens aber vor Ablauf der auf Auslandsumzüge anzuwendenden zweijährigen Ausschlussfrist gestellt haben, andernfalls ist eine
Erstattung nicht mehr möglich.
2.
Umzugsvorbereitungen v o r Erhalt der schriftlichen Umzugskostenzusage
Vor Erhalt der schriftlichen Zusage der Umzugskostenvergütung, insbesondere dann, wenn mit einer kurzfristigen Versetzung zu rechnen ist, sollten Sie - ohne ein finanzielles Risiko einzugehen - mit folgenden Umzugsvorbereitungen beginnen:
Denken Sie rechtzeitig an das Aussondern unbrauchbarer Gegenstände und an die nächste Sperrmüllabfuhr!
Prüfen Sie, ob Ihre Hausratversicherung (HRV) ausreichenden Deckungsschutz hat und auch im Ausland gültig
ist!
Haben Sie bereits eine Adressenliste über alle Institutionen und Personen gefertigt, die bei einer Versetzung zu
benachrichtigen sind? Welche Mitgliedschaften sollten gekündigt werden?
Unabhängig davon, ob Sie eine Inventarliste mit Wertangaben für die Transportversicherung benötigen, empfiehlt es sich, eine Inventarliste zu erstellen. Die in dieser Inventarliste enthaltenen Angaben dienen neben anderen Unterlagen bei Geltendmachung von versicherungsmäßig nicht gedeckten Ersatzleistungen für Schäden
bei politischen oder militärischen Unruhen, Kernenergieunfällen, Naturkatastrophen o.ä. der Feststellung und
Bewertung des entstandenen Schadensumfangs. Auch bei Abwicklung eines Schadenfalles mit der Versicherungsgesellschaft kann die Liste von Nutzen sein. Machen Sie Fotos von besonders wertvollen Gegenständen
und verwahren Sie diese, wie auch Kaufbelege für größere Anschaffungen, in Ihrer Dokumentensammlung,
ggf. in einem Banksafe.
Steht Ihnen kurzfristig eine Versetzung bevor, sollten Sie, soweit Ihr Umzug nach den Rahmenverträgen für
Auslandsumzüge abzurechnen ist, ein Rahmenvertragsangebot, bei einem Umzug, der nicht unter die Regelung der Rahmenverträge fällt, vorab mindestens zwei Speditionsangebote unabhängig voneinander einholen,
wobei jedes Unternehmen, das zu einem Kostenvoranschlag aufgefordert wird, zur Offenlegung einer etwaigen
Kartellmitgliedschaft zu verpflichten ist.
7
3.
Umzugsvorbereitungen n a c h Erhalt der schriftlichen Umzugskostenzusage
Sobald Sie die Versetzungsverfügung mit der schriftlichen Umzugskostenzusage erhalten haben, sollten Sie
die diesen Informationen beigefügten Richtlinien des Auswärtigen Amtes für die Vergabe und Abrechnung von
Auslandsumzügen (RLAU) und die für die Erstattung der Transportversicherungskosten bei Auslandsumzügen
(RLTV) (jeweils in der derzeit gültigen Version) aufmerksam durchlesen. Sie enthalten wichtige Informationen
für Ihren bevorstehenden Umzug.
Sodann können Sie konkret mit Ihren Umzugsvorbereitungen beginnen:
Setzen Sie sich mit der Bundeswehrverwaltungsstelle oder mit Ihrer zukünftigen Dienststelle
am
neuen
Dienstort in Verbindung, um die Wohnungssituation zu erkunden und weitere für Sie notwendige Informationen
zu erhalten.
Klären Sie, ob bestimmte Einfuhrvorschriften im Gastland zu beachten sind, ob Sie Gegenstände, wie z.B. Waffen, Antiquitäten, Teppiche etc. überhaupt ein- und ausführen dürfen, welche Impf- oder Quarantänevorschriften für Haustiere gelten, welche Stromverhältnisse am neuen Wohnort herrschen, wie sich die Kindergartenoder Schulsituation darstellt.
Falls Ihnen am ausländischen Wohnort eine voll- oder teilweise ausgestattete Dienstwohnung zugewiesen wird,
prüfen Sie, welche Gegenstände nicht mitgenommen werden können.
Soweit noch nicht geschehen, lassen Sie Ihr Umzugsgut jetzt durch einen bzw. zwei Spediteuren Ihrer Wahl
besichtigen (bei Umzügen vom Inland in das Ausland). Bei Umzügen, die nach den Rahmenverträgen für Auslandsumzüge abzurechnen sind, genügt die Vorlage eines Kostenvoranschlags mit Umzugsliste und der Erklärung nach Nr. 7 RLAU (s. Anhang). Überprüfen Sie die Volumenangaben des Spediteurs in der Umzugsgutliste
genau und unterschreiben Sie diese dann mit Datum!
Bei Umzügen, die nicht nach den Rahmenverträgen abgerechnet werden, sind mindestens zwei Kostenvoranschläge von Spediteuren Ihrer Wahl vorzulegen. Neben den Angeboten örtlicher können auch Angebote deutscher Spediteure eingereicht werden. Auch auf Strecken, die nicht ausdrücklich durch die Rahmenverträge erfasst sind, kann der Spediteur ein Angebot nach Rahmenvertrag erstellen. Bei Umzügen innerhalb Europas, die
höher als nach Rahmenvertrag angeboten werden, weil nicht in oder aus der Wohnung im Inland umgezogen
wird, holt die abrechnende Stelle von Amts wegen Vergleichsangebote ein.
Die Kostenvoranschläge müssen von den Spediteuren unabhängig voneinander und ohne gegenseitige Kenntnis erstellt werden. Angebote von Unternehmen der Mutter- und Tochtergesellschaften oder von solchen, die
demselben Kartell angehören, gelten aus kartellrechtlicher Sicht nicht als unabhängig. Deshalb ist jedes Unternehmen, das zu einem Kostenvoranschlag aufgefordert wird, zur Offenlegung einer etwaigen Kartellmitgliedschaft oder der Benennung der Mutter- oder Tochtergesellschaft zu verpflichten. Bestätigen Sie dies mit der
von Ihnen unterschriebenen Erklärung nach Nr. 7 RLAU. Die Vorlage von Konkurrenzangeboten durch denselben Spediteur weisen Sie bitte als unzulässig zurück, auch wenn der Spediteur glaubt, Ihnen damit einen
Gefallen zu tun. Unentgeltliche Leistungen des Spediteurs haben Sie gegenüber der abrechnenden Stelle anzugeben.
8
Die Volumenschätzung des Spediteurs darf sich nur auf die bei Besichtigung des Umzugsgutes tatsächlich
vorhandenen Gegenstände beziehen, nicht aber auf evtl. später zu tätigende Neukäufe. Letztere sind in einer
gesonderten Liste mit Angabe des Volumens detailliert aufzuführen und durch Lieferaufträge/Kaufrechnungen
in Kopie nachzuweisen. Weisen Sie die Spediteure darauf hin, dass die Kostenvoranschläge den Richtlinien
des Auswärtigen Amtes (RLAU) bzw. den Rahmenverträgen entsprechen müssen.
Denken Sie rechtzeitig an den Abschluss einer Transportversicherung für Ihr Umzugsgut und Reisegepäck.
Falls Sie dieser Ihre Hausratversicherungssumme zugrunde legen, benötigt die abrechnende Stelle für die Abrechnung eine Kopie der Police Ihrer bestehenden Hausrat- und ggf. Spezialversicherung sowie der letzten
Beitragsquittung oder eine Bestätigung des Versicherers als Nachweis, dass diese noch gültig ist. Nähere Einzelheiten entnehmen Sie bitte den Ausführungen der RLTV, die ebenfalls dieser Broschüre beigefügt ist.
Anschriften der Versicherungsgesellschaften und Maklerfirmen, die die RLTV anwenden, finden Sie in der Anlage A zu den RLTV.
Umzugsreisen im eigenen PKW sind durch die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt und bedürfen
keiner separaten Transportversicherung.
Notwendige Impfungen lassen Sie bitte rechtzeitig vornehmen, die Kosten werden im Rahmen der Reisekostenabrechnung erstattet, wenn der Aufnahmestaat diese Impfungen zwingend vorgeschrieben hat. Impfkosten
für Ihr Haustier sind nicht erstattungsfähig.
Sobald Sie alle Kostenvoranschläge für den Transport Ihres Umzugsgutes erhalten haben, legen Sie diese mit
der erforderlichen Erklärung nach Nr. 7 RLAU der abrechnenden Stelle vor. Bitte berücksichtigen Sie dabei,
dass der Kostenvoranschlag/die Kostenvoranschläge so früh wie möglich eingereicht werden, damit rechtzeitig
vor Ihrer Auftragserteilung an den Spediteur eine Kostenprüfung erfolgen kann. Erscheinen die Kostenvoranschläge als zu hoch, muss für die Einholung eines amtlichen Vergleichsangebots oder das amtliche Nachvermessen des Umzugsgutes genügend Zeit bleiben. Bei Vorlage eines Angebots nach Rahmenvertrag wird auf
die Vorlage eines Vergleichsangebots verzichtet. Das schließt ein amtliches Nachvermessen von Umzugsgut
nicht aus. Bei Rückumzügen ist eine Besichtigung des Umzugsgutes nicht erforderlich.
Warten Sie mit der Auftragsvergabe an den Spediteur Ihrer Wahl bis Sie den Auswertebescheid erhalten haben, damit Sie wissen, welche Beförderungsauslagen als erstattungsfähig anerkannt worden sind.
Machen Sie möglichst die Richtlinien des Auswärtigen Amtes (RLAU) und ggf. die Rahmenverträge für Auslandsumzüge zum Bestandteil des Beförderungsvertrages.
Damit der Spediteur einen Abschlag auf seine Spediteurleistung erhalten kann, sobald er das Umzugsgut
zur
Beförderung übernommen hat, können Sie sofort nach Auftragserteilung die Erklärung nach Nr. 15.1 RLAU (s.
Anhang) abgeben.
Abschläge, die Sie auf Beförderungsauslagen erhalten haben, sind in angemessener Frist halb von 3 Monaten - mit der abrechnenden Stelle abzurechnen.
9
möglichst inner-
Abschläge, für die nach angemessener Zeit kein vollständiger abschließender Antrag zur Abwicklung von
Ihnen gestellt wurde, werden von Ihnen zurückgefordert. Wenn der Antrag nicht innerhalb der unter Nr. 1 genannten Zweijahresfrist von Ihnen vorgelegt wird, kann eine Erstattung nicht mehr gewährt werden, gleichwohl
ist der Abschlag von Ihnen zurückzufordern.
Überprüfen Sie Ihr Umzugsgut unmittelbar nach dessen Eintreffen auf mögliche Transportschäden und unterrichten Sie ggf. sofort Ihre Versicherungsgesellschaft. Wie Sie sich im Schadenfall verhalten sollten, ist in Nr. 9
ff. RLTV beschrieben.
Rechnungen der Spediteure müssen sofort überprüft und – soweit der Umzugsauftrag ordnungsgemäß erfüllt
ist - mit der Anerkennung nach Nr. 10 RLAU (Antrag auf Erstattung der Beförderungsauslagen für das Umzugsgut (s. Anhang) und sämtlichen Belegen der abrechnenden Stelle vorgelegt werden.
Bitte beachten Sie:
anlässlich von Kommandierungen, Abordnungen und Versetzungen von Angehörigen der Bundeswehr
sowie bei Hilfs- und Katastropheneinsätzen und Übungen der Bundeswehr kann unbegleitetes Reisegepäck als Luftfracht weltweit transportiert werden. Nach Auftragserteilung durch eine der abrufberechtigten Dienststellen übersendet die Spedition die erforderlichen Frachtdokumente (Packliste, Zolldokument für die Einfuhr in das jeweilige Einreiseland sowie eine vom Auftragnehmer erstellte Ausfüllanleitung) an den Reisenden.
Gemäß der passrechtlichen Sonderbestimmungen nach dem NATO-Truppenstatut sind die Truppe oder
die Mitglieder einer Truppe - vorbehaltlich der Erfüllung der von dem Aufnahmestaat für die Ein- und
die Ausreise einer Truppe oder ihrer Mitglieder vorgesehenen Förmlichkeiten - von Pass- und Sichtvermerksbestimmungen sowie von der Ein- und Ausreisekontrolle beim Betreten oder Verlassen des
Hoheitsgebietes eines Aufnahmestaates befreit. Für die Einreise des Soldaten genügt daher der Truppenausweis in Verbindung mit einem NATO-Marschbefehl.
In der Regel reichen diese Dokumente auch aus, um in den U.S.A. die zollrechtliche Freistellung des
unbegleiteten Luftfrachtgepäckes zu erlangen. Die Zollfreistellung erfolgt durch das U.S. Department of
Homeland Security - U.S. Customs & Border Protection (CPM) an dem Flughafen, an dem das Gepäck
die U.S.A. erstmalig erreicht. Leider bestehen für die Zollfreistellung in den U.S.A. keine einheitlichen
Regelungen über die benötigten Einfuhrpapiere. Die Bundesstaaten, vereinzelt sogar einzelne Flughäfen, geben die für die Einfuhr benötigten Dokumente vor.
10
Ergänzender Hinweis: Leisten Sie keine Barzahlungen an den Transporteur Ihres unbegleiteten Reisegepäcks für vermeintliche Zollfreistellungsgebühren.
Gemäß den Richtlinien des Auswärtigen Amts für die Erstattung der Transportversicherungskosten bei
Auslandsumzügen (RLTV)
ist für diese Transporte 12 Promille Versicherungssumme erstattungsfähig.
11
Weitere Tipps:
Kinder von Kindergarten und Schule rechtzeitig abmelden und sobald wie möglich am neuen Wohnort anmelden,
Abmeldung bei der Meldebehörde und Bescheinigung aufbewahren,
PKW abmelden,
Versorgungsbetriebe (Wasser, Strom, Gas) verständigen und jeweiligen Zählerstand ablesen (lassen),
Telefonanbieter rechtzeitig informieren,
Rundfunk- und Fernsehgebührenstelle (GEZ) schriftlich benachrichtigen,
Zeitungen und Zeitschriften ab- oder umbestellen,
Bei der Post Nachsendeantrag stellen,
Finanzamt und Bank informieren,
Mitgliedschaften in Vereinen und Versicherungen überprüfen,
Bestätigung über Schadenfreiheitsrabatt bei Ihrem Autohaftpflichtversicherer anfordern und im Reisegepäck
mitnehmen,
Passbilder sollten für alle Familienangehörigen, die an der Umzugsreise teilnehmen, in ausreichender Zahl bereitgehalten werden,
Beachten Sie bitte Bearbeitungszeiten, beispielsweise hinsichtlich der Beantragung von Visa etc.
Kümmern Sie sich rechtzeitig um die erforderlichen Dokumente
... und hier noch ein Tipp bei Rückversetzung ins Inland:
Im Umzugseifer wird leicht übersehen, dass bei Rückversetzung ins Inland alkoholische Erzeugnisse und Tabakwaren nicht zum zollfreien Übersiedlungsgut gehören. Entsprechende Zolleingangsabgaben sind nicht erstattungsfähig.
Bei Rückkehr aus dem Ausland ist für Personenkraftfahrzeuge und Motorräder die Frage zu klären, ob bei der
Einfuhr des Fahrzeugs ins Inland die Umsatzsteuer entrichtet werden muss (zuständiges Finanzamt), die jedoch nicht erstattungsfähig ist.
12
4.
Beförderungsauslagen
4.1.
Besonderheiten bei eingeschränkter Zusage der UKV gemäß § 26 AUV:
Bei einer Auslandsverwendung von bis zu acht Monaten werden die Beförderungsauslagen für bis zu 100 kg
Umzugsgut für die berechtigte Person und jede berücksichtigungsfähige Person, die an der Umzugsreise teilnimmt, erstattet.
Bei einer Auslandsverwendung von mehr als acht Monaten bis weniger als zwei Jahre werden die Beförderungsauslagen für bis zu 200 kg Umzugsgut für die berechtigte Person und jede berücksichtigungsfähige Person, die an der Umzugsreise teilnimmt, erstattet. Zum Umzugsgut gehören im Rahmen der Gewichtsgrenzen
Einrichtungsgegenstände und in angemessenem Umfang auch andere bewegliche Gegenstände, die sich am
Tage vor dem Einladen des Umzugsgutes in Ihrem Besitz befunden haben. Ein Personenkraftfahrzeug gehört
grundsätzlich nicht zum Umzugsgut. Stattdessen wird die notwendige Garagenmiete erstattet.
Ausnahme:
Die Mitnahme des Personenkraftfahrzeugs liegt im dienstlichen Interesse und die oberste Dienstbehörde hat
die Übernahme der Beförderungsauslagen zugelassen.
Hierzu ist in jedem Einzelfall von dem Berechtigten ein schriftlicher Antrag mit einer schlüssigen Begründung
und einer Kopie der Personalverfügung auf dem Dienstweg über die personalbearbeitende Stelle beim Bundesministerium der Verteidigung zu stellen.
Hinweis zum Pkw:
Führen Sie die Umzugsreise im eigenen Pkw durch, erhalten Sie Wegstreckenentschädigung
nach § 5 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 Bundesreisekostengesetz ohne Begrenzung auf den Höchstbetrag.
Der Umziehende ist verpflichtet, eine etwaige Umsatzsteuerbefreiung auf die Spediteurleistung (Beförderungsauslagen) in Anspruch zu nehmen. Auskünfte bezüglich einer möglichen Mehrwertsteuerbefreiung erteilt Ihre
zuständige Bundeswehrverwaltungsstelle. Umzüge außerhalb der Europäischen Union sind grundsätzlich
steuerfrei.
4.2.
In der Wohnung gehaltene Haustiere
Bei eingeschränkter Zusage nach § 26 AUV (dies sind alle Umzüge mit einer Dauer von mindestens
drei
Monaten
bis
unter
zwei
Jahren)
ist
die
Übernahme der Kosten für den Transport eines Haustieres nicht vorgesehen.
13
4.3.
Vorräte
Bestehen im Gastland besondere Versorgungsschwierigkeiten, können Sie Ihrem Umzugsgut auch Vorräte für
Ihren persönlichen Gebrauch beifügen, denn gegen eine angemessene Vorratshaltung ist umzugskostenrechtlich nichts einzuwenden (innerhalb der vorher genannten Gewichtsgrenzen!).
4.4.
Beiladungen
Nicht zu Ihrem Umzugsgut gehören Beiladungen für Dritte, Handelsware, Baumaterialien und Gegenstände,
die weder in der vorherigen noch in der neuen Wohnung benutzt wurden/werden.
Beiladungen sind zwar grundsätzlich zulässig, aber genehmigungspflichtig. Sofern es sich um solche von
Bundeswehrangehörigen handelt, müssen diese aber gesondert angegeben und in Rechnung gestellt werden. Weisen Sie den Spediteur schon bei der Auftragsvergabe auf dieses Erfordernis hin. Auch amtliche Beiladungen müssen gesondert in Rechnung gestellt werden, da diese nicht aus Umzugskostenmitteln bezahlt werden dürfen.
4.5.
Transportversicherung:
Natürlich wünschen Sie sich, dass Ihr Umzugsgut und Ihr Reisegepäck unversehrt in der neuen Wohnung ankommen. Zur Abdeckung des Transportrisikos sollten Sie daher eine Transportversicherung bei einem Versicherungsunternehmen Ihrer Wahl abschließen. Die Prämien, die als angemessen gelten und einen ausreichenden Versicherungsschutz darstellen und die entsprechenden Versicherungsgesellschaften entnehmen Sie
bitte den RLTV.
Ohne Versicherungsnachweis wird eine Versicherungssumme bis zu EUR 4.000,00 je angefangene 5 cbm (=
1 MWM) anerkannt.
Haben Ihr Umzugsgut und Reisegepäck aber einen höheren Wert, kann nach Vorlage einer Einzelwertaufstellung ( detaillierte Inventarliste mit Wertangaben) die Versicherungssumme bis zur doppelten Höhe anerkannt
werden, d.h. bis zu EUR 8.000,00 je angefangene 5 cbm.
5.
Auslagen für das Beibehalten der Wohnung im Inland nach § 26 AUV:
Während Ihrer Verwendung im Ausland werden Sie in der Regel die bisherige Wohnung im Inland beibehalten.
Sie können auf Antrag die notwendigen Auslagen für das Beibehalten der Wohnung im Inland erhalten.
Umfang:
wird die Wohnung auf Grund der dienstlichen Maßnahme nicht bewohnt, werden Ihnen die Kaltmiete und die
verbrauchsunabhängigen Nebenkosten (nach Vorlage Nebenkostenab-rechnung) erstattet
14
wird die Wohnung während Ihrer Verwendung noch genutzt (z.B. durch Kinder, Schwiegermutter, etc.) erfolgt
die Abrechnung anteilig nach der Personenzahl
Reichen Sie den Antrag vor Ihrer Verwendung ein, werden für die vollen Monate Ihrer Verwendung monatlich
Abschläge gezahlt. Die Monate des Beginns und des Endes der Maßnahme werden im Rahmen der Endabrechnung berücksichtigt.
Weitere Informationen über den erstattungsfähigen Umfang entnehmen Sie bitte dem beigefügten Merkblatt.
Eigenheim:
Haben Sie ein Eigenheim bzw. eine Eigentumswohnung wird die ortsübliche Miete von der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben ermittelt. Dazu reichen Sie bitte folgende Unterlagen mit dem Antrag ein:
Grundrissplan
Lageplan
Wohnflächenberechnung
Baubeschreibung und Baujahr
Angaben über die Beschaffenheit (Fenster, Türen, Balkon, Loggia, Terrasse, Keller, Dach-boden, Wärme- bzw.
Lärmschutz, Rollläden, Garage)
Ausstattung (Heizungsart, Warmwasserversorgung, Küchen- und Badausstattung, Böden, Wandfliesen, Armaturen, Einbauschränke)
Angabe des Landkreises, in dem sich Ihre Wohnung befindet
Wichtig:
Haben Sie Anspruch auf Auslandstrennungsgeld und Aufwandsentschädigung nach den
Richtlinien über die Gewährung einer Aufwandsentschädigung an Bundesbeamte (und Soldaten) in Fällen dienstlich veranlasster doppelter Haushaltsführung bei Versetzungen und Abordnungen vom Inland ins Ausland, im Ausland und vom Ausland ins Inland werden Auslagen
für das Beibehalten der Wohnung im Inland nicht gewährt !
Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Ihre Ehefrau im Inland verbleibt.
Alternativ:
Anstelle der Auslagen für das Beibehalten der Wohnung können auch die notwendigen Auslagen für das Unterstellen des Umzugsgutes erstattet werden.
15
6.
Erstattung der notwendigen Garagenmiete:
Ihnen kann die notwendige Garagenmiete für ein am bisherigen Dienst- oder Wohnort zurückgelassenes Personenkraftfahrzeug erstattet werden, sofern weder das Personenkraftfahrzeug noch die Garage anderweitig
genutzt werden.
Dies wird regelmäßig eine Garage sein, die Sie zu dem Zweck anmieten, um Ihren Pkw dort während der Verwendung im Ausland unterzustellen.
Wichtig:
Haben Sie Anspruch auf Auslandstrennungsgeld und Aufwandsentschädigung nach den
Richtlinien über die Gewährung einer Aufwandsentschädigung an Bundesbeamte (und Soldaten) in Fällen dienstlich veranlasster doppelter Haushaltsführung bei Versetzungen und Abordnungen vom Inland ins Ausland, im Ausland und vom Ausland ins Inland werden Auslagen
für das Anmieten einer Garage nicht gewährt!
Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Ihre Ehefrau im Inland verbleibt.
7.
Umzugspauschale, Ausstattungspauschale, Pauschale für klimagerechte
Kleidung
7.1.
Allgemein
Diese pauschalierten Beträge richten sich grundsätzlich nach dem Grundgehalt der Stufe 8 der Besoldungsgruppe A 13. Außerdem muss eine eigene Wohnung eingerichtet werden. Beiträge zum Beschaffen von klimabedingter Kleidung werden in Abhängigkeit des Endgrundgehalts der Besoldungsgruppe A 13 einheitlich in bestimmten Prozentsätzen gezahlt, je nachdem, ob es sich um Winter- oder Tropenkleidung handelt. Bei Versetzungen innerhalb der EU gelten besondere Regelungen.
Bereits zum Zeitpunkt, an dem Ihnen die Zusage der UKV schriftlich erteilt wird, entsteht ein Anspruch auf Umzugspauschale, Ausstattungspauschale und Pauschale für klimagerechte Kleidung. All dies wird jedoch unter
Vorbehalt gezahlt. Zuviel erhaltene Beträge müssen zurückgezahlt werden, wenn der Umzug anders als angegeben oder gar nicht durchgeführt wird.
Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 12. April 2007 sind der Beitrag zum Beschaffen klimabedingter Kleidung(jetzt Pauschale für klimagerechte Kleidung) sowie der Ausstattungsbeitrag (jetzt Ausstattungspauschale) steuerpflichtig. Die Auszahlung und Versteuerung dieser Beträge erfolgt zusammen mit der Gebührniszahlung durch Ihre gebührniszahlende Stelle.
16
Die Beiträge beantragen Sie mit dem Formblatt „Antrag auf Gewährung von
Umzugspauschale nach § 18 Auslandsumzugskostenverordnung (AUV)
Pauschale für klimagerechte Kleidung nach § 21 AUV
Ausstattungspauschale nach § 19 AUV (s. Anhang).“
7.2.
Umzugspauschale bei eingeschränkter Zusage nach § 26 AUV
Für Ihre sonstigen Umzugsauslagen, wie Wohnungsrenovierung, neue Fenstervorhänge, Trinkgelder für die
Packer, Änderung von Beleuchtungskörpern, Stecker, Adapter, Elektrokabel, Glühbirnen, Wasserenthärter für
die Geschirrspülmaschine, Rundfunk- und Fernsehantennen, notwendige Kabel und das Einstellen von Fernsehsendern und Videogeräten, Umschreiben von Personalausweisen, neue Passbilder, Umrüstungen an Pkws,
neue Mülleimer, Telefonate und Zeitungsanzeigen zur Wohnungssuche, Telefon- und Fernschreibgebühren für
Umzugsangelegenheiten erhalten Sie eine Pauschvergütung.
Nach § 14 Abs. 7 des Bundesumzugskostengesetzes (BUKG) kann die oberste Dienstbehörde die Umzugskostenvergütung allgemein oder im Einzelfall ermäßigen, soweit besondere Verhältnisse es rechtfertigen. Das
BMVg hat von dieser Ermächtigung Gebrauch gemacht und angeordnet, dass die Pauschvergütung (jetzt Umzugspauschale) nach § 26 anlässlich einer Auslandsverwendung nur einmal zu zahlen ist.
Diese einmalige Zahlung ist sowohl für den Hin- als auch für den Rückumzug bestimmt.
17
Tabelle für Umzüge bis 8 Monaten Dauer(§ 26 Abs. 5 AUV)
Innerhalb EU:
Besoldungs-/
Verheiratete /in Lebenspartner-
Unverheiratete, die am
Entgelt-
schaft lebende,
neuen Dienstort keine
gruppen
die am neuen Dienstort keine
Wohnung einrichten
Wohnung einrichten
97,43 €
49,97 €
Besoldungs-/
Verheiratete/ in Lebenspartner-
Unverheiratete, die am
Entgelt-
schaft lebende,
neuen Dienstort keine
gruppen
die am neuen Dienstort keine
Wohnung einrichten
A1 bis B 11
Außerhalb EU:
Wohnung einrichten
104,93 €
52,46 €
A1 bis B 11
Tabelle für Umzüge mit mehr als acht Monaten bis weniger als zwei Jahren Dauer
(§ 26 Abs. 1 AUV)
Innerhalb EU
Besoldungs-/
Verheiratete/ in Lebenspartner-
Unverheiratete, die am
Entgelt-
schaft lebende,,
neuen Dienstort keine
gruppen
die am neuen Dienstort keine
Wohnung einrichten
Wohnung einrichten
A1 - B 11
194,86 €
99,93 €
Außerhalb EU
Besoldungs-/
Verheiratete/ in Lebenspartner-
Unverheiratete, die am
Entgelt-
schaft lebende,
neuen Dienstort keine
gruppen
die am neuen Dienstort keine
Wohnung einrichten
Wohnung einrichten
209,85 €
104,93 €
A1 bis B 11
18
19
7.3.
Pauschale für klimagerechte Kleidung (§ 21 AUV)
Bei der ersten Verwendung an einem Auslandsdienstort mit einem vom mitteleuropäischen erheblich abweichenden Klima erhalten Sie für sich und Ihre mit an den Auslandsdienstort übersiedelnden Familienangehörigen eine Pauschale zum Beschaffen klimagerechter Kleidung. Bei einer neuen Verwendung an einem solchen
Auslandsdienstort wird die Pauschale gezahlt, wenn Sie während der letzten drei Jahre nicht an einem solchen
Dienstort Auslandsdienstbezüge oder entsprechende Bezüge einer zwischen- oder überstaatlichen Organisation erhalten haben oder am neuen Dienstort entgegengesetzte Klimaverhältnisse herrschen. Haben Sie in den
letzten 3 Jahren eine ermäßigte Pauschale erhalten, reduziert sich die neue Pauschale entsprechend. Tropenkleidung für Kinder wird nicht bezuschusst.
Die Auslandsdienstorte, für die eine Pauschale zum Beschaffen klimagerechter Kleidung gewährt wird, werden
durch das Auswärtige Amt festgelegt und können bei Ihrer abrechnenden Dienststelle erfragt werden.
Dienstorte mit extrem niedrigen Temperaturen:
Sie erhalten 1.498,95 € sowie für Ihren Ehepartner/Lebenspartner 1.498,95 € und für jedes Kind, das mit umzieht, 749,47 €.
Dienstorte mit extrem hohen Temperaturen:
Sie erhalten 749,47 € sowie für Ihren Ehegatten 749,47 €.
Wird klimabedingte Kleidung für den Berechtigten von Amts wegen bereitgestellt, ist der Betrag um 25 von Hundert zu kürzen.
7.4.
Besonderheit bei eingeschränkter Zusage nach § 26 Abs. 5 und Abs. 1 AUV:
Die Pauschale für klimagerechte Kleidung beträgt bei eingeschränkter Zusage bis acht Monate Verwendungsdauer 50 Prozent für die berechtigte Person und für jede mitumziehende berücksichtigungsfähige Person 20
Prozent der Pauschale für klimagerechte Kleidung nach § 21 AUV.
Bei einer Auslandsverwendung von mehr als acht Monaten bis unter zwei Jahren wird für den Berechtigten
selbst ein Beitrag in voller Höhe nach § 21 AUV gezahlt, für jede berücksichtigungsfähige Person 40 vom Hundert.
20
7.5.
Ausstattungspauschale nach § 19 AUV
Ziehen Sie das erste Mal ins Ausland um oder haben Sie während der letzten drei Jahre keine Auslandsdienstbezüge oder entsprechende Bezüge einer zwischen- oder überstaatlichen Organisation erhalten, wird Ihnen
eine Ausstattungspauschale gewährt. Berechnungsgrundlage: 70% Grundgehalt Stufe 8 von A13 zzgl. Grundgehalt Stufe 8 der jew. BesGrp, mind. BesGrp A 5, höchstens B3.
Bei erneutem Umzug in ein EU-Land wird keine neue Ausstattungspauschale gezahlt, wenn bereits anlässlich
einer Verwendung in einem Land der Europäischen Union mit uneingeschränkter Zusage Umzugskostenvergütung (UKV) eine Pauschale gewährt wurde.
Die Ausstattungspauschale ist unter Anrechnung der bei den vorausgegangenen Umzügen gezahlten Pauschalen zu zahlen, wenn bereits anlässlich von Verwendungen in einem Land der Europäischen Union mit eingeschränkter Zusage der UKV Pauschalen gewährt wurden.
Für die Höhe der Ausstattungspauschale sind im Wesentlichen maßgebend:
Ihr Familienstand am Tage des Dienstantritts am neuen Dienstort,
die Zahl der Kinder, für die Auslandskinderzuschlag zusteht,
ob Sie evtl. eine andere berücksichtigungsfähige Person mit in Ihre ausländische Wohnung nehmen,
ob Sie spätestens ein Jahr nach dem Tage des Dienstantritts eine Wohnung am neuen Dienstort einrichten.
Wenn Sie eine Gemeinschaftsunterkunft beziehen, erhalten Sie keine Ausstattungspauschale!
Diese einmalige Zahlung ist sowohl für den Hin- als auch für den Rückumzug bestimmt.
21
Tabelle für Umzüge bis 8 Monaten Dauer
(§ 26 Abs. 5 AUV)
Besoldungsgruppe
Entgeltgruppe
BBesG
TVöD
Berechtigte, die am neuen Dienstort keine Wohnung einrichten
Verheiratete,
Ehegatte/Lebenspartner
zieht mit um
- Verheiratete, deren
Ehegatte/Lebenspartner
nicht umzieht
- Unverheiratete
A2-A5
E2–E5
297,39 €
267,65 €
A6
E6
303,68 €
273,31 €
A7
E7
314,45 €
283,00 €
A8
E8
326,43 €
293,79 €
A9
E9
338,53 €
304,67 €
A 10
E 10
358,26 €
322,44 €
A 11
E 11
379,37 €
341,43 €
A 12
E 12
400,07 €
360,06 €
A 13
E 13
424,70 €
382,23 €
A 14
E 14
446,60 €
401,94 €
A 15
E 15
481,70 €
433,53 €
A 16
E 15 Ü
516,68 €
465,01 €
B 3 – B 11
-
552,28 €
497,06 €
22
Tabelle für Umzüge mit mehr als acht Monaten bis weniger als zwei Jahren Dauer
(§ 26 Abs. 1 AUV):
Besoldungsgruppe
Entgeltgruppe
Berechtigte, die am neuen Dienstort
BBesG
TVöD
keine Wohnung einrichten
Verheiratete,
Ehegatte/Lebenspartner
zieht mit um
-Verheiratete, deren
Ehegatte/Lebenspartner
nicht mit umzieht;
- Unverheiratete
A2 - A 5
E2–E5
1.189,54 €
1.070,59 €
A6
E6
1.214,73 €
1.093,25 €
A7
E7
1.257,80 €
1.132,02 €
A8
E8
1.305,73 €
1.175,16 €
A9
E9
1.354,10 €
1.218,69 €
A 10
E 10
1.433,06 €
1.289,75 €
A 11
E 11
1.517,47 €
1.365,72 €
A 12
E 12
1.600,29 €
1.440,26 €
A 13
E 13
1.698,81 €
1.528,93 €
A 14
E 14
1.786,41 €
1.607,77 €
A 15
E 15
1.926,79 €
1.734,11 €
A 16
E 15 Ü
2.066,72 €
1.860,05 €
B 3 – B 11
-
2.209,15 €
1.988,24 €
8.
Umzugsreise
8.1.
Allgemein / Pass- und Visaangelegenheiten
Die Einheit der Familie kann auch während der Umzugsreise gewahrt bleiben. Für die zur häuslichen Gemeinschaft gehörenden Personen (also neben Ehegatten und Kindern insbesondere Pflegekinder und unterstützungsbedürftige Eltern) werden grundsätzlich die gleichen Fahrkosten erstattet wie für Sie selbst.
Eine Umzugsreise der Familienangehörigen liegt nur dann vor, wenn diese mit dem Ziel des nicht nur
vorübergehenden Aufenthaltes an den neuen Dienstort reisen.
Ihre Familienangehörigen führen die Umzugsreise grundsätzlich mit Ihnen gemeinsam durch.
23
Bezüglich Fragen zu Pass- und Visaangelegenheiten finden Sie Informationen im BMVg-Intranet
ter: http://intranet.bmvg, dort unter Fachinformation der Unterpunkt Pass-, Visa- und Statusangelegenheiten der
Bundeswehr.
Anspruchsgrundlage für die Erstattung der entstandenen Kosten ist § 12 Abs. 1 Auslandsumzugskostenverordnung (AUV). Danach werden die Auslagen für die Umzugsreise vom bisherigen zum neuen
Dienstort erstattet.
In der Praxis bedeutet dies:
8.2.
Bei Bahnfahrten
Für Bahnfahrten von mindestens zwei Stunden werden die entstandenen Fahrkosten der 1. Klasse erstattet.
8.3.
Bei notwendigen Schiffsreisen (in das bzw. im Ausland)
Für alle Berechtigten ist eine 2-Bett-Innenkabine im Zwischen- oder Oberdeck (2. Klasse) erstattungsfähig.
Entstandene Kosten für Fahrten auf dem Land- oder Wasserweg mit regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln werden bis zur Höhe der niedrigsten Beförderungsklasse erstattet.
8.4.
Bei Flugreisen
Es besteht die Möglichkeit für Soldaten und Zivilbedienstete, die benötigten Flüge für die Umzugs- und Wohnungsbesichtigungsreise beim BAIUDBw Kompetenzzentrum Travelmanagement TM 2.3 zu beantragen.
Für alle Reisen, deren Beginn, Bewilligung und Abrechnung in Deutschland erfolgt können Sie einen ausgefüllten Flugbuchungsantrag, welchen Sie zum einen im Anhang, zum anderen in der Formulardatenbank der Bundeswehr (Formularnummer Bw-3114) finden, zusammen mit Ihrer Versetzungs-, Kommandierungs- oder Abordnungsverfügung an BAIUDBw KompZ TM 2.3 schicken. Die Vorlage der Personalverfügung ist unbedingt
notwendig; eine Flugbuchung kann sonst nicht erfolgen!
Die entsprechende Adresse bzw. Faxnummer finden Sie auf dem Antragsformular. Sie können den Antrag
auch per Lotus Notes bzw. E-Mail an die dort aufgeführten Adressen versenden. Von dort erfolgt die Weiterleitung an die Reisestelle.
Liegen die Zuständigkeiten bzw. der Beginn der Reise im Ausland und ist Ihrer ausländischen Dienststelle eine
Bundeswehrverwaltungsstelle angeschlossen, dann wenden Sie sich bitte an diese. (Bitte beachten Sie, dass
Ihr Flugbuchungsantrag in jedem Fall über KompZ TM 2.3 zur Bewilligung und erst danach zur Reiseplanung
gesendet wird. Eine Ausnahme stellt lediglich der Bereich USA/Kanada dar.)
Ist dies nicht der Fall, so ist ebenfalls das BAIUDBw KompZ TM 2.3 für Sie zuständig.
Soweit Sie diesen Service nicht in Anspruch nehmen und den Flug selbst buchen, werden
Ihnen maximal die Kosten erstattet, die angefallen wären, wenn die Flugbuchung über
BAIUDBw - Flugbuchung erfolgt wäre. Bedenken Sie, dass selbst gebuchte Flüge oftmals nicht
umbuchbar oder stornierbar sind. Entstehende Kosten bei Nichtantritt des Fluges aufgrund
Krankheit, Verkehrsstau usw. gehen zu Ihren Lasten. Flüge, die über KompZ TM gebucht werden, sind dagegen umbuchbar und stornierbar!
24
Bitte beachten Sie, dass generell Flugkosten maximal vom nächstgelegenen Flughafen des
bisherigen Dienstortes/Wohnort zum nächstgelegenen Flughafen des neuen Dienstortes erstattungsfähig sind. Eventuell anfallende Mehrkosten sind durch Sie zu tragen. Kosten werden
maximal bis zur Economy-Klasse erstattet.
Mit dem Flugbuchungsantrag haben Sie gleichzeitig die Möglichkeit, den Transport von unbegleitetem Reisegepäck zu beantragen. Folgende Gewichtsgrenzen sind dabei zu beachten:
200 kg für Sie
100 kg für Ihre/n Ehepartner/in/Lebenspartner/in
50 kg für jede weitere zum Haushalt gehörende Person (z. B. Kinder)
Alle Informationen über den gebuchten Flug bzw. zum Transport Ihres Gepäcks werden Ihnen von BAIUDBw
Flugbuchung/Reiseplanung zugeschickt.
Um Probleme beim deutschen Zoll zu vermeiden, beachten Sie bitte folgendes:
Bei der Einreise nach Deutschland wird durch den Zoll das unbegleitete Reisegepäck überprüft. Stellt
der Zoll bei dieser Überprüfung einen sehr hohen Warenwert fest (meist aufgrund der zahlreich mitgeführten und hochpreisigen elektronischen Geräte) wird seitens des Zolls eine Barsicherheit bis zur
Freigabe des Gepäcks in nicht unerheblicher Höhe verlangt. Dies führt zunächst zu erheblichen Mehraufwand auf Seiten des Rahmenvertragspartners für die Transportdienstleistung, welcher nicht durch
den bestehenden Vertrag gedeckt ist und letztlich zu zeitlichen Verzögerungen beim Transport des Gepäcks, daneben müssen ggfs. entstehende Mehrkosten an Sie weitergegeben werden. Daher sollten Sie
vermeiden, gerade teure elektronische Geräte in großer Menge im unbegleiteten Reisegepäck befördern
zu lassen.
Hinweis zum Zahlungsnachweis, falls Sie das Flugticket selbst gezahlt haben:
Wenn Sie die Tickets mit Ihrer Kreditkarte bezahlt haben, legen Sie bitte einen Kreditkartenauszug in Kopie vor.
Wenn Sie die Tickets bar bezahlt haben legen Sie bitte eine Quittung vor.
Der Aufdruck auf Flugtickets bzw. auf Fahrscheinen reicht als Nachweis nicht aus.
8.5.
Bei Umzugsreise mit einem Kraftfahrzeug (z.B.: eigenes Kfz, Taxi, Mietwagen)
werden erstattet:
25
Wegstreckenentschädigung nach § 5 Abs. 1 BRKG für die mit dem eigenen PKW zurückgelegte verkehrsübliche Fahrstrecke (z. Zt. 0,20 EUR je km) ohne Begrenzung auf den Höchstbetrag,
Straßenbenutzungsgebühren, Fähr- oder Schiffspassagekosten für das Kraftfahrzeug,
Tage- und Übernachtungsgelder für die notwendige Reisedauer für Sie und mitgereiste berücksichtigungsfähige Familienangehörige gem. §§ 6, 7 BRKG (Inland) bzw. § 3 ARV (Ausland). Als zumutbare Fahrleistung gelten 750 km pro Tag.
Erstattung bitte mit dem “Antrag auf Erstattung der Auslagen für die Umzugsreise gem. § 12AUV“ beantragen
(s. Anhang).
26
9.
Wohnungsbeschaffungskosten
Gutachterkosten, Maklerkosten, ortsübliche Mietvertragsabschlussgebühren, Kosten für Garantieerklärungen
und Bürgschaften sowie vergleichbare Kosten, die beim Auszug aus der Wohnung am ausländischen Dienstort
oder bei der Beschaffung einer neuen angemessenen Wohnung am ausländischen Dienstort anfallen, werden
erstattet.
Wird dem Vermieter einer Wohnung am neuen ausländischen Dienstort eine Kaution geleistet, wird ein unverzinslicher Gehaltsvorschuss bis zum Dreifachen de Mieteigenbelastung der berechtigten Person gewährt, die
sich bei entsprechender Anwendung des § 54 des BBesG ergibt. Der Vorschuss ist in höchstens 20 gleichen
Monatsraten zurückzuzahlen. Soweit die ortsübliche Kaution den Gehaltsvorschuss übersteigt, wird sie erstattet.
Beachten Sie aber bitte, dass dem Vermieter gegenüber bestehende Rückzahlungsansprüche an den Dienstherrn abgetreten werden müssen. Nimmt der Vermieter eine Kaution berechtigterweise in Anspruch, so müssen Sie den entsprechenden Betrag ebenfalls an den Dienstherrn zurückzahlen. Bei Aufgabe der Wohnung ist
die Kaution in der gewährten Höhe (EUR) zurückzuzahlen. Ein eventuell eintretender Kursverlust ist als
Mietnebenkosten nach § 54 BBesG abzurechnen.
Angemessen ist eine Wohnung grundsätzlich dann, wenn sie von der Lage und Ausstattung her den örtlichen
Lebensverhältnissen entspricht.
Ist die Kaution nach dem im Gastland geltenden Mietrecht auf einem Sparbuch zu hinterlegen, ist sie einschließlich evtl. angesparter Zinserträge zurückzuzahlen.
Ziehen Sie in das Inland um, werden Ihnen auf Antrag die notwendigen ortsüblichen Maklergebühren für die
Vermittlung einer Mietwohnung und einer Garage oder die entsprechenden Auslagen bis zu dieser Höhe für eine eigene Wohnung erstattet.
Die Erstattung beantragen Sie mit dem Formblatt „Antrag auf Erstattung von Wohnungsbeschaffungskosten
gem. § 16 AUV“ (s. Anhang).
Gemäß R 9.9 Abs. 2 Satz 1 Lohnsteuerrichtlinie ist die Erstattung der Auslagen (Maklergebühren) für
den Erwerb einer eigenen Wohnung bzw. eines Eigenheimes als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu behandeln.
Gewährte Leistungen werden der jeweiligen gebührniszahlenden Stelle zur Versteuerung gemeldet und
durch diese zur Auszahlung gebracht.
27
10.
Mietentschädigung
Die Miete wird Ihnen für die bisherige Wohnung bis zu dem Zeitpunkt erstattet, zu dem Sie das Mietverhältnis
mit Ihrem Vermieter frühestens lösen können; längstens jedoch für drei Monate für eine Wohnung im Inland, für
eine Wohnung im Ausland längstens für 9 Monate, wenn Sie für dieselbe Zeit Miete für eine Unterkunft am
neuen Wohnort zahlen müssen. Als Unterkunft am neuen Wohnort wird auch das Hotel anerkannt.
Die Mietentschädigung kann Ihnen nicht für eine Zeit gewährt werden, für die Sie Auslandstrennungsgeld erhalten. Mietentschädigung für eine Wohnung, für die sie Mietzuschuss gem. § 54 Bundesbesoldungsgesetz
(BBesG) erhalten ist ebenfalls ausgeschlossen.
Die vorstehenden Ausführungen gelten auch für die Miete einer Garage.
Haben Sie am neuen Dienstort im In- oder Ausland eine endgültige Wohnung angemietet und müssen Sie dafür aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten (angespannte Wohnungssituation) schon Miete zahlen,
obwohl Sie in die Wohnung noch nicht einziehen können, wird Ihnen die Miete für längstens drei Monate erstattet.
Voraussetzung ist, dass Sie für dieselbe Zeit Miete für die bisherige Wohnung oder eine vorübergehend bezogene Unterkunft (Hotel) am neuen Dienstort zahlen müssen und die hierfür zuständigeStelle
(Bundeswehrdienstleistungszentrum, Bundeswehrverwaltungsstelle im Ausland, Botschaft) bescheinigt, dass
die vorzeitige Anmietung nach Lage des Wohnungsmarktes am neuen Dienstort notwendig war.
Mietentschädigung wird Ihnen für eine Wohnung oder Garage nicht gewährt, wenn Sie diese
anderweitig vermietet haben oder anderweitig benutzen.
Besonderheiten:
Bei der Bewilligung von Mietentschädigung steht die bisherige Wohnung im eigenen Haus oder die Eigentumswohnung der Mietwohnung gleich. Anstelle der Miete tritt in diesem Fall der ortsübliche Mietwert der Wohnung oder des Eigenheimes. Der Mietwert wird von Ihrer abrechnenden Stelle in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ermittelt. Entsprechendes gilt auch für die eigene Garage.
Bemüht sich der Umziehende nicht unter Nutzung aller sich bietenden Möglichkeiten um die
Vermietung oder besteht er auf einem erhöhten Mietzins, erlischt der Anspruch auf Mietentschädigung.
Handelt es sich bei der endgültigen Wohnung am neuen Dienstort um eine Wohnung im eigenen Haus oder um
eine Eigentumswohnung, wird keine Mietentschädigung gezahlt.
28
Die Erstattung beantragen Sie mit dem Formblatt „Antrag auf Gewährung von Mietentschädigung gem. § 15
AUV“ (s. Anhang).
29
Sonderfälle
11.
Widerruf der Zusage der Umzugskostenvergütung
Wird Ihre Umzugskostenzusage widerrufen, müssen Sie sofort die notwendigen Schritte einleiten, um weitere
unnötige Auslagen der Umzugsvorbereitung zu vermeiden.
Sie haben, wenn Ihnen nicht innerhalb von sechs Monaten eine Umzugskostenvergütung für einen Umzug
nach einem anderen Ort zugesagt wird, die Pauschalen nach den §§ 18 bis 21 AUV zurückzuzahlen, soweit
Sie sie bis zur Bekanntgabe des Widerrufs der Zusage nicht bestimmungsgemäß verbraucht haben; alle Möglichkeiten zur Vermeidung von Kosten für Umzugsvorbereitungen sind zu nutzen. Andere notwendig Auslagen,
die der berechtigten Person im Zusammenhang mit dem erwarteten Umzug entstanden sind, und Schäden, die
als unmittelbare Folge des Widerrufs entstanden sind, können erstattet werden. Haben Sie den Widerruf der
Umzugskostenzusage selbst zu vertreten, sind Sie verpflichtet, sämtliche zu Lasten des Bundes übernommenen Beträge zurückzuzahlen.
12.
Rückführung aus Gefährdungsgründen
Bei erheblicher Gefährdung am ausländischen Dienstort von Leben, Gesundheit oder Eigentum des Berechtigten, kann die Rückführung Ihrer Familienangehörigen und Ihres Umzugsgutes notwendig werden. In einem solchen Fall kann die oberste Dienstbehörde die Umzugskostenvergütung in das Inland oder nach einem ausländischen Ort zusagen. Der Umfang der Umzugskostenvergütung wird im Einzelfall geregelt. Entsprechendes gilt
für die Rückkehr zum Dienstort.
13.
Wichtige umzugskostenrechtliche Vorschriften in einem Überblick
Bundesumzugskostengesetz - BUKG - vom 11.12.1990 (BGBl I S. 2682) i.d.F. vom 05.02.2009 BGBl I S. 160
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundesumzugskostengesetz (BUKGVwV) vom 02.01.1991 (VMBl S. 55)
i.d.F. vom 25.11.2004
Auslandsumzugskostenverordnung - AUV - vom 01.12.2012
Richtlinien des Auswärtigen Amts für die Vergabe und Abrechnung von Auslandsumzügen - RLAU - vom
01.03.2000
Richtlinien des Auswärtigen Amts für die Erstattung der Transportversicherungskosten bei Auslandsumzügen RLTV - vom 01.01.2002
30
BESOLDUNG
Verantwortlich für die nachstehenden Erläuterungen ist das BAIUDBw KompZ TM 1, sowie das Bundesverwaltungsamt (BVA)
Die Bezüge im Ausland setzen sich für Beamte, Angestellte und Arbeiter wie folgt zusammen:
Inlandsbezüge
Auslandsdienstbezüge (Auslandszuschlag mit Auslandskinderzuschlag und Mietzuschuss)
Kaufkraftausgleich
Wichtiger Hinweis des BVA: Bei allen Personen, die ins Ausland umziehen und dabei den deutschen Wohnsitz
aufgeben, erfolgt durch die Meldebehörde eine Sperrung des Datensatzes der Steuermerkmale beim Finanzamt. Dies hat zur Folge, dass betroffenen Personen mit Ablauf des Monats der Abmeldung in Steuerklasse 6
gesetzt werden. Um dies zu vermeiden ist ein entsprechender Antrag zeigerecht beim jeweils zuständigen Betriebsstätten Finanzamt einzureichen. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen
BVA (gebührniszahlende Stelle) in Verbindung.
14.
Auslandszuschlag (§ 53 BBesG)
Der Auslandszuschlag gilt materiellen Mehraufwand sowie allgemeine und dienstortbezogene immaterielle Belastungen der allgemeinen Verwendung im Ausland ab. Er bemisst sich nach der Höhe des Mehraufwands und
der Belastungen, zusammengefasst in Dienstortstufen, sowie des zustehenden Grundgehalts, darüber hinaus
nach der Anzahl der berücksichtigungsfähigen Personen sowie der Bereitstellung von Gemeinschaftsunterkunft
oder –verpflegung oder entsprechenden Geldleistungen.
Der Auslandszuschlag richtet sich nach der Tabelle in Anlage VI.1 zum BBesG. Bei der ersten neben dem Soldaten zu berücksichtigungsfähigen Person (Ehegatte, eingetragener Lebenspartner oder Person der der Soldat
in seiner Wohnung am ausländischen Dienstort nicht nur vorübergehend Unterkunft oder Unterhalt gewährt,
weil er gesetzlich oder sittlich dazu verpflichtet ist oder aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen ihrer
Hilfe bedarf) erhöht sich der Betrag um 40 Prozent.
Für jede weiter berücksichtigungsfähige Person (z. B. Kinder) wird jeweils ein Zuschlag nach der Tabelle in Anlage VI.2 zum BBesG gezahlt.
Die Zuteilung der Dienstorte zu den Stufen des Auslandszuschlags erfolgt durch Rechtsverordnung (Auslandszuschlagsverordnung – AuslZuschlV vom 17.08.2010).
15.
Mietzuschuss (§ 54 BBesG)
31
Der Mietzuschuss ist ein Bestandteil der Auslandsdienstbezüge und wird gewährt, wenn die Miete für den als
notwendig anerkannten leeren Wohnraum 18 % der Inlandsdienstbezüge (Grundgehalt-/Vergütung, Familienzuschlag Stufe 1, Amts/Stellenzulage) übersteigt.
15.1. Rechtsgrundlagen
§ 54 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), VMBl. 1999, Seite 13 ff
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum BBesG (BBesGVwV), GMBl 1997, Nr. 22, Seite 314 ff vom 11.7.1997
§ 15 TVöD i.V.m. § 45 zu Abschnitt VIII Nr. 8 TVöD BT-V § 44 TVöD BT-V, Abschnitt VII Nr. 13 TVöD BT-V
15.2. Voraussetzung
Notwendig ist der Wohnraum, soweit er familiengerecht, angemessen und preisgünstig ist.
Familiengerecht ist die Wohnung, wenn außer den üblichen Nebenräumen und dem Wohnzimmer für die Ehepartner und für jede weitere zum Haushalt gehörende unterhaltsberechtigte Person ein Schlafzimmer vorhanden ist. Kinder werden berücksichtigt, soweit für sie im Auslandszuschlag berücksichtigt werden.
Angemessen ist die Wohnung, wenn sie nach Lage und Ausstattung den üblichen Lebensverhältnissen entspricht. Angemessen kann auch Wohnraum sein, der nicht den eigenen Vorstellungen (z.B. Einfamilienhaus,
Innenstadtlage oder landschaftlich schöner Lage) entgegenkommt. Grundsätzlich sind auch andere Bauweisen
und größere Entfernungen in Kauf zu nehmen.
Preisgünstig ist die Wohnung, wenn zum Zeitpunkt des Dienstantritts das günstigste Angebot der Wohnraumbeschaffung genutzt wurde. Der Wohnungssuchende ist verpflichtet, alle Möglichkeiten auszunutzen, d.h. evtl.
vorhandene Vermittlungsdienste in Anspruch zu nehmen, Zeitungsinserate zu lesen und selbst aufzugeben
sowie Makler zu beauftragen. Ihm obliegt später die Nachweispflicht, dass nach Lage des Wohnungsmarktes
keine preisgünstigere Wohnung zur Anmietung frei war.
15.3. Mietobergrenzen
Für einige Auslandsdienstorte wurden Mietobergrenzen festgelegt. Diese berücksichtigen bereits den entsprechend der Dienststellung und der familiären Verhältnisse notwendigen familiengerechten Wohnraum des Bediensteten.
Ist für Ihren Dienstort im Ausland eine Mietobergrenzenregelung festgelegt, wird die Miete bis zu der jeweiligen
Mietobergrenze als zuschussfähig anerkannt.
Für folgende Auslandsdienstorte sind Mietobergrenzen festgelegt:
Europa:
32
Belgien
Brüssel
SHAPE/Mons
Lüttich/Glons
Dänemark
Karup
Frankreich
Paris
Fontainebleau
Straßburg
Le Luc
Lille
Griechenland
Larissa
Großbritannien
Northwood
Harefield
London
Yeovilton
Italien
Rom
Decimomannu
Latina
Neapel
Niederlande
Brunssum
Eibergen
Eindhoven
Enschede
Nieuw Milligen
Norwegen
Stavanger
Polen
Stettin
Bydgoszez
Portugal
Lissabon
Spanien
Madrid
Türkei
Istanbul
Izmir
USA:
Washington D.C.
New York
Reston, VA
Norfolk, VA
Goodyear, Az
Ft. Bliss, Tx
Sheppard/Wichita Falls Tx
Holloman, NM
Kann der angemietete Wohnraum nur zum Teil als notwendig anerkannt werden (zu groß und/oder zu teuer),
wird eine entsprechend gekürzte Miete bzw. der jeweilige Wert der Mietobergrenze der Berechnung des Mietzuschusses zugrunde gelegt.
15.4. Besonderheiten
Mietzuschuss kann außerdem gewährt werden:
bei einer vorübergehend bezogenen Unterkunft (Hotel/Pension)
beim Kauf einer Wohnung/eines Hauses
für eine Garage. Die Miete für eine zweite Garage kann ebenfalls berücksichtigt werden, wenn sich der Ehepartner ständig am Auslandsdienstort aufhält
Mieterhöhungen können berücksichtigt werden, soweit sie orts-/landesüblich und angemessen oder gesetzlich
vorgeschrieben sind
für verbrauchsunabhängige Mietnebenkosten, soweit sie nach dem Recht des Gastlandes vom Vermieter verlangt werden können.
Bei Angehörigen der Besoldungsgruppe A 16 und höher sowie bei Militärgeistlichen und Lehrern wird ein häusliches Arbeitszimmer zu der notwendigen Wohnungsgröße hinzugerechnet
33
Bitte beachten Sie, dass es zu Abzügen kommen kann, wenn in der Miete gewisse Nebenkosten enthalten sind, z.B. für Möblierung, Beleuchtung, Gas, Wasser, Bedienungszuschlag (bei Hotelunterbringung)
u.a..
Informieren Sie sich bitte diesbezüglich bei Ihrer mietzuschussbewilligenden Stelle.
15.5. Berechnung des Mietzuschusses
Auf den nach Abzug des gesetzlichen Eigenanteils von der anerkannten Leerraummiete verbleibenden Differenzbetrag werden 90 Prozent erstattet.
Beispiel (gilt nicht für die Berechnung des Mietzuschusses beim Kauf eines Eigenheims):
Miete ./. Abzugswerte (s. Nr. 16.4.)= 2.500,- €
Inlandsdienstbezüge: 4.000,- €
hieraus ergibt sich ein Eigenanteil in Höhe von 18 % = 720,- €
Miete ./. Eigenanteil ergibt eine Differenz in Höhe von 1.780,- €
davon 90 % Mietzuschuss = 1.602,- €
Beträgt die hiernach verbleibende Mieteigenbelastung (Miete abzügl. Mietzuschuss)
bei Besoldungsempfängern der BesGrp A 1 - A 8 und vergleichbaren Beschäftigten mehr als 20 % der Inlandsdienstbezüge/Inlandsvergütung,
bei Besoldungsempfängern ab BesGrp A 9 und vergleichbaren Beschäftigten mehr als 22 % der Inlandsdienstbezüge/Inlandsvergütung,
wird der Mehrbetrag als Mietzuschuss erstattet.
15.6. Zuständigkeit für die Bewilligung des Mietzuschusses
In den Ländern Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien und Türkei ist die Bundeswehrverwaltungsstelle im jeweiligen Land zuständig.
Ausnahme: Die Bewilligungen des Mietzuschusses für Angehörige des Militärattachéstabes obliegt dem
KompZTM Bw
Für alle anderen Dienstorte ist ebenfalls das KompZ TM zuständig.
15.7. Berechnung und Zahlung des Mietzuschusses
Die Berechnung und Zahlung des Mietzuschusses erfolgt durch die Wehrbereichsverwaltung - Gebührniswesen.
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Empfehlung:
Mit Abschluss eines Mietvertrages binden Sie sich für den fraglichen Mietzeitraum. Damit Sie sicher
sein können, dass diesbezüglich keine untragbaren Mehrkosten auf Sie zukommen, wenden Sie sich
vor Abschluss eines Mietvertrages immer an Ihre mietzuschussbewilligende Stelle!
16.
Kaufkraftausgleich (§ 55 BBesG)
Entspricht bei einer allgemeinen Verwendung im Ausland die Kaufkraft der Besoldung am ausländischen
Dienstort nicht der Kaufkraft der Besoldung am Sitz der Bundesregierung, ist der Unterschied durch Zu- oder
Abschläge auszugleichen (Kaufkraftausgleich). Beim Mietzuschuss sowie beim Auslandszuschlag für im Inland
lebende Kinder wird ein Kaufkraftausgleich nicht vorgenommen.
Der Kaufkraftausgleich wird anhand der Teuerungsziffer, welche vom Statistischen Bundesamt ermittelt und
bekannt gegeben wird, festgesetzt. Die Berechnungsgrundlage beträgt 60 Prozent des Grundgehaltes, der
Anwärterbezüge, des Familienzuschlags, des Auslandszuschlags sowie der Zulagen und Vergütungen, deren
jeweilige besondere Voraussetzungen auch bei Verwendung im Ausland vorliegen. Abweichend hiervon beträgt die Berechnungsgrundlage 100 Prozent bei Anwärtern, die bei einer von ihnen selbst ausgewählten Stelle
im Ausland ausgebildet werden.
Die Einzelheiten zur Festsetzung des Kaufkraftausgleichs regelt das Auswärtige Amt im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium der Verteidigung, durch allgemeine Verwaltungsvorschrift (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Festsetzung des Kaufkraftausgleichs nach dem Bundesbesoldungsgesetz vom 04.01.2011).
17. Gehaltsvorschüsse
BAPersBw: Frau RHS`in Karin Simon, BAPersBw I 2.2.3
mailto: BAPersBwI2.2.3@bundeswehr.org
Für:
 den Erwerb von im Ausland benötigten Ausstattungsgegenständen
 eine zu hinterlegende Mietkaution
 eine zu leistende Mietvorauszahlung
35
17.1. Grundlagen
 unverzinsliche Gehaltsvorschüsse bei der ersten bzw. erneuten Verwendung im Ausland Er- lass BMVg
vom 21.12.1994 und 08.10.1997 – S II 4 (5) – Az: 21-12-23 (Änderung vom 08.10.1997)
 unverzinsliche Gehaltsvorschüsse für die Hinterlegung einer Mietkaution bzw. zur Leistung einer Mietvorauszahlung gem. § 16 Abs. 2 Auslandsumzugskostenverordnung (AUV) i.V. m. Erlass BMVg vom 23.01.1970
- VR IV 8 – Az 21-30-00 (7)
17.2. Voraussetzung
Versetzung, Kommandierung oder Abordnung ins Ausland mit einer uneingeschränkten Zusage der UKV
und einer Verwendungsdauer von mehr als 8 Monaten Dauer.
Ausnahme: Keinen Gehaltsvorschuss erhalten Soldaten, die zum Wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft verpflichtet sind oder eine Gemeinschaftsunterkunft beziehen.
17.3. Höhe des Vorschusses
17.3.1. Ausstattungsgegenstände
Der unverzinsliche Gehaltsvorschuss bei der ersten Verwendung im Ausland mit Zusage der Umzugskos- tenvergütung (UKV) zum Erwerb von Ausstattungsgegenständen (gilt nicht für Kfz) beträgt:
 für Unverheiratete 1.533,88 €,
 für Verheiratete (deren Ehefrau mit an den ausländischen Dienstort umzieht) 2.556,46 €.
36
Wenn dies für den Antragsteller günstiger ist, kann der Vorschuss bis zur folgenden Höhe gewährt werden:
Dotierung
Ih-
Antragsteller
Ehepartner
Für
Kinder
bis
zur Für Kinder nach Voll-
des
12. endung des 12. Le-
res Dienstpos-
Vollendung
tens
Lebensjahres
bensjahres
A 1 bis A 8
1.227,10 €
1.227,10 €
122,71 €
184,07 €
A 9 bis A 10
1.687,26 €
1.687,26 €
168,73 €
255,65 €
A 11 bis A 16
2.556,46 €
2.556,46 €
255,65 €
383,47 €
B 1 bis B 11
Eine erneute Verwendung im Ausland steht der ersten Verwendung gleich, wenn eine Inlandsverwendung
von mehr als 3 Jahren vorausgegangen ist. Bei einer vorausgegangenen Inlandsverwendung bis zu 3
Jahren oder wenn sich die erneute Verwendung im Ausland unmittelbar an eine frühere Verwendung anschließt, ist die vorstehende Tabelle nicht anzuwenden. Dann verbleibt es bei den Beträgen 1.533,88 €
und 2.556,46 €.
17.3.2. Gehaltsvorschuss für eine Mietkaution oder Mietvorauszahlung
Der Gehaltsvorschuss wird für eine zu hinterlegende/hinterlegte Mietkaution auf Basis der für Sie geltenden Mietobergrenze (berücksichtigungsfähige Miete) gewährt. Das Dreifache der Mieteigenbelastung wird
als Gehaltsvorschuss gewährt.
Der darüber hinausgehende Betrag wird gem. § 16 (2) AUV vom 26.11.2012 im Rahmen der Umzugskosten erstattet und ist bei Beendigung der Auslandsverwendung durch den Antragsteller zurückzuzahlen
Sofern am ausländischen Dienstort Mietvorauszahlungen üblich sind und diese im Mietvertrag vereinbart
wurden, kann hierfür ein Gehaltsvorschuss gewährt werden. Dieser ist mit dem dafür vorgesehenen Vordruck zu beantragen. Die Stellungnahme der Bundesverwaltungsstelle ist zwingend erforderlich (im unteren
Abschnitt des Vordruckes). Der Mietvertrag ist beizufügen.
Fordert der Vermieter eine Mietvorauszahlung in Landeswährung, kann im Rahmen einer Einzelabsprache mit KompZ TM Bw auch eine Auszahlung im Rahmen einer Zahlungsermächtigung durch die
Deutsche Botschaft vor Ort erfolgen.
Wenn Sie Ihre neue Wohnung bereits zu einem Zeitpunkt anmieten, der vor dem Monat des Einzugs liegt, und Sie deshalb bereits zur Mietzahlung verpflichtet sind, handelt es sich nicht um eine
Mietvorauszahlung. Ein unverzinslicher Gehaltsvorschuss kann in diesen Fällen nicht gewährt werden.
37
17.4.
Rückzahlung
Der unverzinsliche Gehaltsvorschuss aus Anlass der ersten Verwendung im Ausland für Ausstattungsgegenstände ist während der Auslandsverwendung in maximal 19 Monatsraten (rückzahlbar
beginnend nach Ablauf von 6 tilgungsfreien Monaten) zu tilgen. Der Gehaltsvorschuss aus Anlass der
erneuten Verwendung im Ausland ist in maximal 10 Monatsraten zu tilgen.
Der Nachweis einer zweckentsprechenden Verwendung des Gehaltsvorschusses nach Nr. 2 Abs. 2
der Vorschussrichtlinien (VMBl 1976 S. 22) kann verlangt werden.
Der unverzinsliche Gehaltsvorschuss für eine Mietkaution ist während der Auslandsverwendung in bis
zu
20 Monatsraten zu tilgen. Der Vorschuss muss in monatlichen Raten von mindestens 100.- € getilgt
werden.
Der unverzinsliche Gehaltsvorschuss für eine Mietvorauszahlung ist während der Monate, für die
die Mietvorauszahlung geleistet wird, zu tilgen.
Bei vorzeitiger Beendigung der Auslandsverwendung sowie bei Beendigung des Dienstverhältnisses
sind noch nicht getilgte Vorschüsse in einer Summe zurückzuzahlen. Der Restbetrag wird von den
Dienstbezügen einbehalten.
18. Auslandstrennungsgeld (ATG)/ Aufwandsentschädigung (AE)
18.1. Grundlagen
 Bundesumzugskostengesetz (BUKG - BGBl 1990, S. 2682 i.d.g.F.)
 Auslandstrennungsgeldverordnung (ATGV - VMBl 1998, Seite 211 ff)
 Ausführungsbestimmungen zur ATGV (VMBl 1991, S. 361 ff)
 Aufwandsentschädigungsrichtlinie (AER - VMBl 1998, S. 216 ff) GMBl 2000 S. 355 ff
18.2. Voraussetzung
Mit der Gewährung des Auslandstrennungsgelds (ATG) und Aufwandsentschädigung (AE) werden
die durch eine dienstliche Maßnahme verursachte notwendigen Auslagen für die doppelte Haushaltsführung ausgeglichen.
Die Zahlung erfolgt zusätzlich zu den Dienstbezügen/der Vergütung.
38
Anspruch auf die Gewährung von ATG/AE hat nur der Berechtigte, der
 mit seinem Ehegatten oder Lebenspartner in häuslicher Gemeinschaft lebt oder
 mit einem Verwandten bis zum 4. Grad, einem Verschwägerten bis zum 2. Grad, einem
Pflegekind oder Pflegeeltern in häuslicher Gemeinschaft lebt und ihnen aus gesetzlicher
oder sittlicher Verpflichtung nicht nur vorübergehend Unterkunft und Unterhalt ganz oder
überwiegend gewährt oder
 mit einer Person in häuslicher Gemeinschaft lebt, deren Hilfe er aus beruflichen oder nach
ärztlichem, im Zweifel nach amtsärztlichem Zeugnis aus gesundheitlichen Gründen nicht
nur vorübergehend bedarf.
Andere Bedienstete (z.B. Ledige) haben keinen Anspruch auf die Gewährung von ATG/AE.
18.3. Zuständigkeit
Die Gewährung von ATG/AE bei eingeschränkter Zusage der UKV obliegt der für Sie zuständigen
gebührniszahlenden Stelle (BVA).
Fachlich zuständig für die Auslandsschul- und Kinderreisebeihilfe ist das Bundesamt
für das Personalmanagement, Referat I 2.2.3
19. Auslandsschulbeihilfe
hier: Vorschulische Ausbildung/Erziehung und schulische Ausbildung
19.1. Rechtsgrundlage
Rechtsgrundlage für die Gewährung von Auslandsschulbeihilfe ist die Verwaltungsvorschrift über
die Zahlung von Schul- und Kinderreisebeihilfen an Angehörige des Auswärtigen Dienstes im Sinne des GAD im Ausland (SKRB-VwV) vom 13. Juli 2012 (GMBl 2012, S. 655).
19.2. Zweck
Mit der Auslandsschulbeihilfe werden höhere als die im Inland gewöhnlich anfallenden Kosten der
Kinderbetreuung / des Schulbesuches erstattet.
39
19.3. Anspruch
.
Auslandsschulbeihilfe wird für Kinder gezahlt, die sich nicht nur vorübergehend im Ausland aufhalten und für die der Berechtigte Kindergeld erhält oder nur deshalb nicht erhält, weil der andere Elternteil als Berechtigter zum Bezug des Kindergeldes bestimmt worden ist. Des Weiteren besteht
ein Anspruch für Stiefkinder, die der Anspruchsberechtigte in seinen Haushalt aufgenommen hat.
Grundsätzlich werden die Kosten der kostengünstigsten geeigneten und für das Kind zumutbaren
deutschsprachigen Einrichtung am Dienstort oder in dessen Nähe erstattet (Erstattungsgrenze).
Gibt es eine solche Einrichtung nicht, werden die Kosten einer entsprechenden fremdsprachigen
Einrichtung erstattet.
19.4. Vorschulische Ausbildung und Erziehung
Der Zeitpunkt und Umfang des Anspruchs auf Auslandsschulbeihilfe zu den Kosten der vorschulischen Ausbildung und Erziehung richtet sich nach den geltenden Regelungen des Landes Berlin.
Besteht nach diesen Regelungen ein Anspruch auf Betreuung, so ist dieser Anspruch auch im
Ausland gegeben. Momentan bedeutet dies, dass ein bedarfsunabhängiger Betreuungsanspruch
mit einem Betreuungsumfang von bis 5 Stunden (Halbtags) ab dem ersten Lebensjahr besteht.
Dieser bedarfsunabhängige Betreuungsanspruch erhöht sich in den letzten drei Jahren vor der
Einschulung auf maximal 7 Stunden (Teilzeit).
Sollte bei Ihnen ein bedarfsabhängiger Betreuungsanspruch gegeben sein, so bitte ich zur Klärung
des Anspruchsumfangs im Vorfeld mit uns Kontakt aufzunehmen.
Kosten: Die letzten drei Jahre vor der Einschulung sind kostenfrei. Sie brauchen nur noch den
Verpflegungsanteil in Höhe von z.Z. 23 € monatlich zu zahlen, wenn Ihr Kind in der Einrichtung ein
Mittagessen erhält. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Sie sich mit einem einkommensabhängigen
Betrag, der sich nach dem Tagesbetreuungskostenbeteiligungsgesetz (TKBG) richtet, an den Kosten der Betreuung beteiligen.
19.5 Schulische Ausbildung
Schulbeihilfe wird zu den nachgewiesenen notwendigen und angemessenen Aufwendungen gezahlt; das heißt, nicht alle Aufwendungen sind beihilfefähig.
Erstattet werden Kosten wie z.B. Aufnahmegebühren, Schulgeld, Kosten einer Schuluniform. Die
Kosten der von der Schule vorgeschriebenen Schulbücher sind unter Anrechnung eines Eigenanteils, der von der besuchten Klassenstufe abhängig ist, beihilfefähig.
40
Aufwendungen für PCs, Laptops, Taschenrechner, Büromaterial wie Hefte, Stifte und dergleichen
sowie die Aufwendungen für Sportbekleidung sind nicht beihilfefähig!
Kosten: Für die Feststellung des Eigenanteils werden die Kosten berücksichtigt, die beim Besuch
einer vergleichbaren öffentlichen Schule des Landes Berlins entstehen würden (z.B. Lernmittel,
ergänzende Betreuung an Schulen, Verpflegung)
Besonderheiten:
1.: Hat Ihr Kind während der letzten drei Jahre eine fremdsprachige Schule besucht, so werden
auch weiterhin die Kosten für den Besuch der kostengünstigsten vergleichbaren Schule - ggf. unter Abzug eines Eigenanteils – am ausländischen Dienstort erstattet.
2.: Verbleibt das Kind mangels deutscher Schule am ausländischen Dienstort oder in dessen Nähe zur Fortsetzung der Schulausbildung im Inland (z.B. Internat), werden 80 % der Unterkunftsund Verpflegungskosten (ohne Nachweis: 192 €) im Rahmen der Auslandsschulbeihilfe erstattet,
soweit sie den vom Auswärtigen Amt festgesetzten Betrag von z.Z. 1.285 € nicht überschreiten.
Bei Unterbringung des Kindes im Eigenheim (Haus i.w.S. bzw. Eigentumswohnung) steht nur Beihilfe zu den Verpflegungskosten zu.
Ist ein Belassen Ihres Kindes im Inland beabsichtigt, wird eine Kontaktaufnahme zu Ihrem Sachbearbeiter für Auslandsschulbeihilfe dringend empfohlen. Gleiches gilt, wenn Sie Ihr Kind nach
Beendigung Ihrer Auslandsverwendung im Gastland belassen möchten.
19.6 Fahrkosten
Fahrkosten sind nur insoweit erstattungsfähig, als sie den Betrag übersteigen, der in Berlin für ein
Schülerticket im Rahmen eines Jahresabonnements nach dem jeweils geltenden Tarif des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg zu entrichten wäre.
(Schülerticket z.Z. 262 €, Geschwisterticket z.Z. 161 €)
19.7 Antragstellung und Abrechnung
Die gesamte Antragstellung erfolgt mittels Formularen.
Der Antrag auf Auslandsschulbeihilfe ist innerhalb eines Jahres nach Beendigung des jeweiligen
Schul-/Kindergartenjahres zu stellen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, bereits zu Beginn eines
jeden Schuljahres einen Abschlag auf Auslandsschulbeihilfe zu beantragen.
Der Antrag selbst sowie der Antrag auf Abschlagszahlung sind über Ihre Dienststelle beim Bundesamt für das Personalmanagement – Referat I 2.2.3 - zu stellen. Bitte legen Sie mit Ihrem Antrag Originalbelege als Nachweis Ihrer Aufwendungen vor.
41
19.8 Informationen
Informationen über die Schulsituation im Ausland und die Auslandsschulen der Bundeswehr erhalten Sie im Intranet unter www.bw-auslandsschulen.twv
sowie im Internet unter www.auslandsschulen.bundeswehr.de
Für die Online-Auftritte wird seitens des Fachreferates I 2.2.3 keine Gewähr übernommen.
20. Kinderreisebeihilfe
20.1. Rechtsgrundlage
Rechtsgrundlage für die Gewährung von Kinderreisebeihilfe ist die Verwaltungsvorschrift über die
Zahlung von Schul- und Kinderreisebeihilfen an Angehörige des Auswärtigen Dienstes im Sinne
des GAD im Ausland (SKRB-VwV) vom 13. Juli 2012 (GMBl 2012, S. 655).
20.2. Zweck
Die Kinderreisebeihilfe wird für Reisen gezahlt, die hauptsächlich der Pflege des Kontaktes zwischen dem Kind und seinen Eltern und der Ausübung des Umgangsrechtes (§ 1684 BGB) dienen.
Kinderreisebeihilfe ist ein Zuschuss des Dienstherrn zu den Kosten einer Reise Ihres Kindes von
dessen Aufenthaltsort im Inland zu Ihrem ausländischen Dienstort (Grundsatz) oder als ersatzweise Elternreise von Ihrem Dienstort im Ausland zum inländischen Aufenthaltsort des Kindes.
20.3. Anspruch
Kinderreisebeihilfe wird für leibliche Kinder des Anspruchsberechtigten gezahlt, für die ein Kindergeldanspruch eines Elternteils besteht.
Darüber hinaus für Stiefkinder des Anspruchsberechtigten, die bis zum Beginn der Auslandsverwendung im selben Haushalt lebten und einen Umzug ins Ausland aus schulischen oder anderen
persönlichen Gründen nicht durchführen.
 Kinderreisebeihilfe wird für höchstens zwei Besuchsreisen pro Kalenderjahr und Kind gezahlt.
 Zu Beginn und am Ende der Auslandsverwendung besteht eine dreimonatige Sperrfrist.
 Liegt der Anspruch auf Kinderreisebeihilfe nicht für das ganze Kalenderjahr vor, wird pro
Kalenderhalbjahr eine Kinderreisebeihilfe gewährt, ansonsten können die Kinderreisebeihilfen während des gesamten Kalenderjahres in Anspruch genommen werden.
42
 Im Einzelfall wird Kinderreisebeihilfe für eine einfache Reise aus Anlass der Aufnahme,
Fortsetzung oder Beendigung der Ausbildung gewährt. Bitte wenden Sie sich in diesen Fällen an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, Referat I 2.2.3
 Kinderreisebeihilfe wird grundsätzlich nicht für einen Zeitraum gezahlt, in dem der Berechtigte als Auslandstrennungsgeldempfänger Anspruch auf Reisebeihilfe nach § 13 Auslandstrennungsgeldverordnung hat. Hierdurch ist der Zweck der Familienzusammenführung bereits erfüllt!
Kinderreise
Als Kinderreisebeihilfe werden die Kosten der kostengünstigsten zumutbaren Beförderungsart und
–klasse auf dem kürzesten Weg - inklusive Zu- und Abgang - erstattet.
Elternreise
Alternativ können im Kostenrahmen der Kinderreise auch ersatzweise Elternreisen durchgeführt
werden.
Besonderheit: Leben zwei oder mehr Kinder in ein und demselben Land, sind mit der Elternreise in
dieses Land die Reiseansprüche der Eltern und aller in diesem Land lebenden Kinder abgegolten.
Reisekosten, die zum Besuch der Kinder, die an verschiedenen Orten in diesem Land leben, werden berücksichtigt.
20.4 Antragstellung und Abrechnung
Der „Antrag auf Gewährung einer Kinderreisebeihilfe“ (Formular) ist frühzeitig vor Reiseantritt über
Ihre Dienststelle an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr – Referat I
2.2.3 - zu richten.
Das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr erlässt bei Stattgabe Ihres Antrages einen Bewilligungsbescheid und informiert Sie über die Durchführung der Flugreise, sofern
diese durch das KompZTM des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
der Bundeswehr gebucht wurde. Nach Beendigung der Reise ist die „Zusammenstellung der Reisekosten“ (Formular) innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Reise unter Beifügung entsprechender Kostenbelege beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr – Referat I
2.2.3 - einzureichen.
43
21. Fahrtkostenzuschuss zu Heimaturlaubreisen
21.1. Rechtsgrundlage
Verordnung über den Heimaturlaub des Auswärtigen Dienstes (Heimaturlaubsverordnung) vom 3.
Juni 2002 (VMBl.2002, S. 291; BGBl. I S. 1784), zuletzt geändert durch Verordnung vom 15. Juni
2010 (BGBl. I S. 792)
21.2. Anspruchsvoraussetzungen
Anspruch auf einen Fahrkostenzuschuss zu einer Heimaturlaubsreise hat der im Ausland tätige
Bedienstete einmalig für jedes Jahr des dienstlichen Auslandsaufenthaltes, frühestens jedoch
nach einem mindestens sechsmonatigen dienstlichen Aufenthalt am Auslandsdienstort. Neben
dem Bediensteten werden die Fahrkosten folgender Personen berücksichtigt:
a) Ehepartner
b) Kinder, die bei der Gewährung des Auslandszuschlags nach § 53 Abs. 4 Nr. 2 des
Bundesbesoldungsgesetzes berücksichtigungsfähig sind
c) andere Personen, für die bei einem Umzug Reisekostenvergütung gewährt würde
(mit Ausnahme der Hausangestellten).
Der Zuschuss wird jedoch nur gewährt, wenn
 der Heimaturlaub in Deutschland ohne Reisetage mindestens zwei Wochen dauert
 der Heimaturlaub spätestens vor Ablauf von sechs Monaten nach Beendigung des betreffenden Jahres des dienstlichen Aufenthaltes angetreten wird
 nach Beendigung des Heimaturlaubes die Stehzeit im Ausland noch mindestens
drei Monate beträgt
 im
letzen
angefangenen
Jahr
des
dienstlichen
Auslandsaufenthaltes
dieser
mindestens sechs Monate dauert.
Der Zuschuss wird nicht gewährt, wenn der Bedienstete Anspruch auf Reisebeihilfe für Familienheimfahrten nach § 13 der Auslandstrennungsgeldverordnung hat.
21.3. Höhe des Zuschusses
Der Fahrkostenzuschuss wird grundsätzlich als Sachzuwendung in Form eines Fahrscheins der
zweiten Bahnklasse oder, wenn eine Flugreise notwendig ist, eines Flugscheins der niedrigsten
Flugklasse für die Fahrt vom individuellen ausländischen Dienstort nach Bonn und zurück ge44
währt. Daneben besteht für die Nebenkosten der Reise ein Anspruch auf eine Pauschale, deren
Höhe einmal jährlich vom Auswärtigen Amt festgesetzt wird.
Sollte der Bedienstete in Einzelfällen die Sachzuwendung aus persönlichen Gründen nicht in Anspruch nehmen und die Heimaturlaubsreise mit einem Kraftfahrzeug durchführen, so erhält er eine
Kilometerpauschale in Höhe von 0,30 € und keine Nebenkostenpauschale. Ggf. werden auch weitere angefallene Kosten (Übernachtungskosten, Fährkosten, etc.) erstattet, in der Gesamthöhe jedoch bis maximal zum oben angegebenen Kostenrahmen (zustehende Sachzuwendung und Nebenkostenpauschale).
Wird auf Antrag eine Sachzuwendung bereitgestellt die den Wert der zustehenden Sachzuwendung (ausländischer Dienstort - Bonn) übersteigt, so wird der Differenzbetrag bei der Abrechnung
mit der zustehenden Nebenkostenpauschale verrechnet. Ein dann ggf. noch bestehender Restbetrag ist zurückzuzahlen.
21.4. Antragsstellung und Abrechnung
Der Fahrkostenzuschuss ist spätestens ein Monat vor Reiseantritt bei der zuständigen Heimaturlaubsstelle (Bundeswehrverwaltungsstelle im Ausland bzw. dem Bundesamt für Wehrverwaltung)
zu beantragen. Der Antrag auf Abrechnung der Heimaturlaubsreise muss innerhalb von sechs
Monaten nach Beendigung der Reise bei der o.g. Stelle eingehen.
Die Auszahlung des Fahrkostenzuschusses erfolgt nach Durchführung der lohnsteuerrechtlichen
Behandlung durch die gebührniszahlende Wehrbereichsverwaltung auf das Gehaltskonto
I.
BEIHILFEN
23. Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (übriges Ausland –
ohne USA -)
23.1. Grundlage
•
Verordnung über Beihilfe in Krankheits- ,Pflege- und Geburtsfällen (Bundesbeihilfeverordnung BBhV) vom 13.02.2009 in der Fassung vom 08.09.2012
23.2. Beihilfeanspruch
Alle ins Ausland versetzten bzw. mit Zusage der Umzugskostenvergütung kommandierten/abgeordneten Mitarbeiter/Soldaten haben Anspruch wie folgt:
•
zivile Mitarbeiter der Bundeswehr für sich und ihre Familienangehörigen,
•
Soldaten (nur für ihre Angehörigen).
45
23.3. Bemessungssätze
•
für den Bediensteten
50 % (ab 2 im Familienzuschlag berücksichtigte
Kinder 70%)
•
für den Ehepartner
70%
•
für Kinder
80%
der beihilfefähigen Aufwendungen.
Für die nach deutschem Recht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversicherten, entsandten Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis bis zum 28.02.1999 begründet worden ist, erhöht
sich der Bemessungssatz für die im Ausland entstehenden, nach Anrechnung der Kassenleistung
verbleibenden Aufwendungen auf 100% der beihilfefähigen Aufwendungen.
Dies trifft nicht für Familienangehörige zu, die selbst aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses
in Deutschland in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind.
Auf die Notwendigkeit der Ausstellung eines europäischen Krankenscheins (E-Schein) durch die
deutsche Krankenversicherung wird hingewiesen. Der E-Schein dient zur Anmeldung bei der ausländischen, aushelfenden Partnerkrankenkasse.
Im Ausland entstandene Aufwendungen werden nach Ortsüblichkeit und Angemessenheit des
Gastlandes als beihilfefähig anerkannt. Dies gilt nicht für die in der BBhV festgelegten Höchstbeträge.
Bei Behandlungen in Deutschland finden die Begrenzungsregelungen der Gebührenordnungen
(GOÄ, GOZ) Anwendung. Pflichtversicherte erhalten im Inland bis auf wenige Ausnahmen keine
Beihilfe.
23.4. Beihilfefähigkeit von Aufwendungen
Aus Anlass einer Erkrankung sind wie in Deutschland beihilfefähig die Aufwendungen für
•
ärztliche u. zahnärztliche Leistungen,
•
Leistungen eines Heilpraktikers,
•
schriftlich verordnete Heilmittel,
•
schriftlich angeordnete Heilbehandlungen,
•
die Beschaffung, Reparatur, Ersatz, Betrieb und Unterhaltung schriftlich verordneter Hilfsmittel,
•
Krankenhausleistungen,
•
eine Familien- und Haushaltshilfe,
•
Beförderungskosten,
46
•
Unterkunft bei notwendiger auswärtiger ambulanter Behandlung.
Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen, die für den Ehegatten entstanden sind, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte (§ 2 Abs. 3 Einkommensteuergesetz) des Ehegatten im Vorvorkalenderjahr
vor Stellung des Beihilfeantrages 17.000,00 € übersteigt.
Hat der Ehegatte keine Einkünfte mehr und der Antragsteller erklärt, dass im laufenden Kalenderjahr die Einkommensgrenze 17.000,00 € nicht überschritten wird, kann unter dem Vorbehalt des
Widerrufs eine Beihilfe bereits im laufenden Kalenderjahr gewährt werden. (Der Nachweis hierfür
wird zu Beginn des folgenden Kalenderjahres gefordert werden).
Für eine Reihe von Fällen ist die vorherige Beantragung und Anerkennung der Beihilfefähigkeit
durch die Festsetzungsstelle erforderlich:
•
Behandlungen der ambulanten tiefenpsychologisch fundierten und der analytischen Psychotherapie bzw. Verhaltenstherapie (besonderes Antragsverfahren),
•
Aufwendungen für bestimmte Behandlungsmethoden,
•
Rehabilitationsmaßnahmen und Suchtbehandlungen (besonderes Antragsverfahren),
•
Beförderungskosten anlässlich einer Behandlung/Entbindung außerhalb des Gastlandes,
wenn eine notwendige medizinische Versorgung im Gastland nicht gewährleistet ist. Beihilfefähig sind die Kosten der Beförderung zum nächstgelegenen geeigneten Behandlungsort,
wenn die Festsetzungsstelle diese vorher anerkannt hat, es sei denn, dass eine sofortige
Behandlung (Notfall) notwendig war. Die Anerkennung der Beihilfefähigkeit ist rechtzeitig
formlos bei der Festsetzungsstelle zu beantragen. Die erforderlichen ärztlichen Unterlagen
sind beizufügen. Beihilfefähig sind nur die Kosten für die niedrigste Beförderungsklasse eines regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels auf dem preisgünstigsten Reiseweg unter Berücksichtigung möglicher Fahrpreisermäßigungen (hier: insbesondere auch
der Mitflug). Höhere Beförderungskosten werden nur berücksichtigt, wenn sie unvermeidbar waren.
•
Kieferorthopädische Behandlungen
Aufwendungen, die während eines nicht dienstlichen Aufenthaltes außerhalb des Gastlandes im
Ausland entstehen, sind nur insoweit und bis zu der Höhe beihilfefähig, wie sie bei Behandlung
im Gastland entstanden und beihilfefähig gewesen wären. Wenn Urlaub vor oder nach der Auslandsverwendung im Ausland verbracht wird, gelten die deutschen Gebührenordnungen als
Kostenobergrenze.. In diesen Fällen wird dringend der Abschluss einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung empfohlen.
23.5. Zuständigkeit
Mit Dienstantritt im Ausland wechselt die Zuständigkeit für die Beihilfebearbeitung zum
47
Bundesverwaltungsamt Dienstleistungszentrum
Beihilfestelle Bonn
Postfach 29 63
53019 Bonn
Fontainengraben 200
53019 Bonn
Übersendung der Anträge über die zuständige Bundeswehrverwaltungsstelle im Ausland.
Anmerkung: Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Bundeswehr werden sich die Zuständigkeiten für die Beihilfebearbeitung im Allgemeinen und für die Auslandsbeihilfe im Besonderen
voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2013 gravierend verändern. Bitte achten Sie auf entsprechende Veröffentlichungen im Internet-/ Intranet-Auftritt der Bundeswehr
Für eine reibungslose Abwicklung sollten auf allen Belegen eindeutig
•
der Name des Arztes,
•
das Datum der Rechnung/Verordnung,
•
Name und Vorname des Patienten,
•
die Diagnose,
•
die ärztlich erbrachten Leistungen und
•
die verordneten Medikamente
•
erkennbar sein.
Fremdwährungsbeträge sind in EURO umrechnen zu lassen.
Bei Rechnungsbeträgen über 1.000,00 € ist eine Übersetzung der wesentlichen Angaben erforderlich. Auch bei kleineren Beträgen erleichtern kurze Angaben über Art und Umfang der Behandlung
die Bearbeitung.
Eine Beihilfe kann nur bewilligt werden, wenn der Antrag (200,00 € - Mindestgrenze beachten) innerhalb einer Frist von einem Jahr nach der ersten Ausstellung der Rechnung bei der Beschäftigungs- oder Festsetzungsstelle eingegangen ist. Dem ersten Beihilfeantrag ist eine Kopie des
Krankenversicherungsscheines beizufügen.
Für Auskünfte über Behandlungsmöglichkeiten, Ärzte, Krankenhäuser am ausländischen Dienstort
stehen – soweit möglich – die jeweiligen Bundeswehrverwaltungsstellen zur Verfügung. Andernfalls kann die Unterstützungsgruppe bzw. die jeweilige Botschaft angesprochen werden.
24. Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (USA)
24.1. Grundlage
48
•
Verordnung über Beihilfe in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (Bundesbeihilfeverordnung – BBhV) vom 13.02.2009 in der Fassung vom 08.09.2012
24.2. Beihilfeanspruch
Alle ins Ausland versetzten bzw. mit Zusage der Umzugskostenvergütung kommandierten/abgeordneten Mitarbeiter/Soldaten haben Anspruch wie folgt:
•
zivile Mitarbeiter der Bundeswehr für sich und ihre Familienangehörigen,
•
Soldaten (nur für ihre Angehörigen).
24.3. Bemessungssätze
•
für den Bediensteten
50 % (ab 2 im Familienzuschlag berücksichtigte
Kinder 70%)
•
für den Ehepartner
70%
•
für Kinder
80%
der beihilfefähigen Aufwendungen.
Für die nach deutschem Recht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversicherten, entsandten Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis bis zum 28.02.1999 begründet worden ist, erhöht
sich der Bemessungssatz auf 100% der beihilfefähigen Aufwendungen.
Dies trifft nicht für Familienangehörige zu, die selbst aufgrund eines Beschäftigungsverhältnisses
in Deutschland in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind.
Im Ausland entstandene Aufwendungen werden nach Ortsüblichkeit und Angemessenheit des
Gastlandes als beihilfefähig anerkannt. Dies gilt nicht für die in der BBhV festgelegten Höchstbeträge.
Bei Behandlungen in Deutschland finden die Begrenzungsregelungen der Gebührenordnungen
Anwendung; Pflichtversicherte erhalten im Inland bis auf wenige Ausnahmen keine Beihilfe.
24.4 Beihilfefähigkeit von Aufwendungen
Aus Anlass einer Erkrankung sind wie in Deutschland beihilfefähig die Aufwendungen für
•
ärztliche u. zahnärztliche Leistungen,
•
Leistungen eines Heilpraktikers,
•
schriftlich verordnete Heilmittel,
•
schriftlich angeordnete Heilbehandlungen,
49
•
die Beschaffung, Reparatur, Ersatz, Betrieb und Unterhaltung schriftlich verordneter Hilfsmittel,
•
Krankenhausleistungen,
•
eine Familien- und Haushaltshilfe,
•
Beförderungskosten,
•
Unterkunft bei notwendiger auswärtiger ambulanter Behandlung.
Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen, die für den Ehegatten entstanden sind, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte (§ 2 Abs. 3 Einkommensteuergesetz) des Ehegatten im Vorvorkalenderjahr
vor Stellung des Beihilfeantrages 17.000,00 € übersteigt.
Hat der Ehegatte keine Einkünfte mehr und der Antragsteller erklärt, dass im laufenden Kalenderjahr die Einkommensgrenze (17.000,00 €) nicht überschritten wird, kann unter dem Vorbehalt des
Widerrufs eine Beihilfe bereits im laufenden Kalenderjahr gewährt werden. (Der Nachweis hierfür
wird zu Beginn des folgenden Kalenderjahres gefordert werden).
Für eine Reihe von Fällen ist die vorherige Beantragung und Anerkennung der Beihilfefähigkeit
durch die Festsetzungsstelle erforderlich:
•
Behandlungen der ambulanten tiefenpsychologisch fundierten und der analytischen Psychotherapie bzw. Verhaltenstherapie (besonderes Antragsverfahren),
•
Aufwendungen für bestimmte Behandlungsmethoden,
•
Rehabilitationsmaßnahmen und Suchtbehandlungen (besonderes Antragsverfahren),
•
Beförderungskosten anlässlich einer Behandlung/Entbindung außerhalb des Gastlandes,
wenn eine notwendige medizinische Versorgung im Gastland nicht gewährleistet ist. Beihilfefähig sind die Kosten der Beförderung zum nächstgelegenen geeigneten Behandlungsort,
wenn die Festsetzungsstelle diese vorher anerkannt hat, es sei denn, dass eine sofortige
Behandlung (Notfall) notwendig war. Die Anerkennung der Beihilfefähigkeit ist rechtzeitig
formlos bei der Festsetzungsstelle zu beantragen. Die erforderlichen ärztlichen Unterlagen
sind beizufügen. Beihilfefähig sind nur die Kosten für die niedrigste Beförderungsklasse eines regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels auf dem preisgünstigsten Reiseweg unter Berücksichtigung möglicher Fahrpreisermäßigungen (hier: insbesondere auch
der Mitflug). Höhere Beförderungskosten werden nur berücksichtigt, wenn sie unvermeidbar waren.
•
Kieferorthopädische Behandlungen
Aufwendungen, die während eines nicht dienstlichen Aufenthaltes außerhalb des Gastlandes im
Ausland entstehen, sind nur insoweit und bis zu der Höhe beihilfefähig, wie sie bei Behandlung im
Gastland entstanden und beihilfefähig gewesen wären. Dies gilt insbesondere für Erholungsund/oder Heimaturlaub (z.B. Stationierung in Kanada, privater Aufenthalt in den USA). Wenn Ur50
laub vor oder nach der Auslandsverwendung im Ausland verbracht wird, gelten die deutschen Gebührenordnungen. In diesen Fällen wird dringend der Abschluss einer zusätzlichen Krankenversicherung empfohlen.
24.5. Zuständigkeit
Mit Dienstantritt in den USA oder Kanada wechselt die Zuständigkeit für die Beihilfebearbeitung
zur
Bundeswehrverwaltungsstelle in den USA und Kanada
11150 Sunrise Valley Drive
Reston, Virginia 22091
Übersendung der Anträge ggf. über die Außenstellen.
Für eine reibungslose Abwicklung sollten auf allen Belegen eindeutig
•
der Name des Arztes,
•
das Datum der Rechnung/Verordnung,
•
Name und Vorname des Patienten,
•
die Diagnose,
•
die ärztlich erbrachten Leistungen und
•
die verordneten Medikamente (Aufkleber von der Packung lösen und beifügen, bzw. sog.
RX-Nr. angeben)
erkennbar sein.
Eine Beihilfe kann nur bewilligt werden, wenn der Antrag (200,00 € - Mindestgrenze beachten) innerhalb einer Frist von einem Jahr nach der ersten Ausstellung der Rechnung bei der Beschäftigungs- oder Festsetzungsstelle eingegangen ist.
Grundsätzlich wird die Beihilfe auf das Gehaltskonto überwiesen. Die Beihilfe kann jedoch auf Antrag auch in Landeswährung ausgezahlt werden. Eventuelle Kursverluste gehen dabei zu Lasten
des Antragstellers.
24.6. Besonderheiten
Es wird dringend empfohlen, die private Krankenversicherung umgehend von der Auslandsverwendung zu informieren und sich die Deckungszusage für den Bereich USA/Kanada schriftlich
bestätigen zu lassen. Dem ersten Beihilfeantrag ist eine Kopie des Versicherungsscheines beizufügen.
51
Schwankende Wechselkurse können zu Vor- und Nachteilen führen. Da der Beihilfeanspruch in
Euro besteht, werden Dollarbeträge vor der Festsetzung für:
•
bezahlte Rechnungen zu dem am Zahltag der Rechnung
•
unbezahlte Rechnungen zu dem am Tage der Festsetzung der Beihilfe geltenden amtlichen
Devisenkurs umgerechnet.
52
25. Sozialdienst Ausland
Der Auftrag des Sozialdienstes ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des Dienstherrn gegenüber allen
Angehörigen der Bundeswehr und ihren Familienangehörigen.
Der Sozialdienst besteht aus zwei Fachbereichen:
Sozialberatung Ausland
Aufgabe der Sozialberatung ist die Beratung, Information und Unterrichtung über bestehende materiellrechtliche Regelungen im sozialen Bereich.
Die Themenbereiche der Sozialberatung Ausland umfassen insbesondere
•
das Sozial- und Sozialversicherungsrecht (gesetzliche Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und
Rentenversicherung)
•
unentgeltlich truppenärztliche Versorgung im Ausland
•
Beihilfe i. V. m . privater Krankenversicherung
•
Kindergeld
•
Elterngeld / Elternzeit
•
Schwerbehindertenrecht
•
schwerer Erkrankung im Ausland
•
Dienstzeitversorgung
•
Beschädigtenversorgung
•
Fürsorge in Todesfällen
•
Alters- und Hinterbliebenenversorgung
•
Einsatzvorbereitung / Einsatzunfall
Die Beratung erfolgt im persönlichem Gespräch, telefonisch oder schriftlich .
Beachte
Bestehende Ansprüche nach dem Sozialgesetzbuch sind zur Realisierung
oder Aufrechterhaltung oftmals von bestimmten Fristen abhängig – daher
rechtzeitig einen Termin vereinbaren!
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Sozialarbeit Ausland
Aufgabe der Sozialarbeit ist die Unterstützung, Begleitung und Betreuung.
Die Themenbereiche der Sozialarbeit Ausland umfassen insbesondere
•
persönlichen Konfliktsituationen
•
Familien-, Ehe- und Partnerproblemen
•
Kontakt- und Anpassungsschwierigkeiten
•
finanziellen Problemen
•
dienstlichen Schwierigkeiten
•
Schwierigkeiten bei Versetzung und vorzeitiger Entlassung
•
Abhängigkeitserkrankungen
Die Unterstützung durch die Sozialarbeit Ausland erfolgt insbesondere durch
•
persönliche Gespräche
•
Familien- und Gruppengespräche
•
Abgabe fachlicher Stellungnahmen
•
Einleitung und Vermittlung von Nachbarschafts- und Kameradenhilfe, Erholungs- und Kurmaßnahmen, Therapien usw.
•
Hausbesuche
•
Sprechstunden
Ihre Probleme werden in jedem Fall vertraulich behandelt, auch gegenüber Ihren Vorgesetzten.
Die Zuständigkeit des Sozialdienstes Ausland ist gegeben
 zur Vorbereitung auf eine künftige Auslandsverwendung
 bei bestehender Auslandsverwendung
 bei Beendigung einer Auslandsverwendung
 bei Beendigung einer Auslandsverwendung bei zeitgleicher Beendigung des Dienst/Arbeitsverhältnisses
 bei Beendigung einer Auslandsverwendung bei zeitgleicher Beendigung des Dienst/Arbeitsverhältnisses im Ausland und Verbleib im Ausland
54
 bei schwerer Erkrankung und Todesfall während einer Auslandverwendung
 zur Beratung von Versorgungsempfängern und Rentnern mit Wohnsitz im Ausland
 zur Beratung von Hinterbliebenen von Versorgungsempfängern und Rentnern mit Wohnsitz im
Ausland
 zur Vorbereitung auf eine besondere Auslandverwendung (Einsatz) während einer Auslandverwendung (vom Ausland in den Einsatz)
Der Zuständigkeitsbereich des Sozialdienstes Ausland ist weltweit (ohne Deutschland).
Erreichbarkeit des Sozialdienstes Ausland
Postadresse
Bundeswehrdienstleistungszentrum Bonn
Sozialdienst Ausland
Euskirchener Straße 80
53121 Bonn
eMail: BwDLZBonnSozialdienstAusland@bundeswehr.org (Ansprechstelle)
Hausanschrift
Sozialdienst Ausland
Fontainengraben 150
Bonn - Hardthöhe, Gebäude 910, I. OG
Telefon
Post: 00 49– (0)228 – 12 – App
Bw
90 – 3400 - App
Ansprechpartner Sozialberatung
App 67 12 35
Herr Schmitz (Sozialberater)
(eMail: VeitSchmitz@bundeswehr.org)
Zuständigkeitsbereich: Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Polen, USA
App 67 12 31
Frau Baumann (Sozialberaterin)
(eMail: MariaBaumann@bundeswehr.org)
Zuständigkeitsbereich: Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Portugal,
Spanien, Türkei
Ansprechpartner Sozialarbeit
App 67 12 30
Frau Jürgens (Sozialarbeiterin)
(eMail: AntjeJuergens@bundeswehr.org)
Zuständigkeitsbereich: Belgien, Großbritannien, Niederlande
55
App 67 12 32
Frau Biwer (Sozialarbeiterin)
(eMail: SabineBiwer@bundeswehr.org
Zuständigkeitsbereich: Dänemark, Frankreich, Norwegen, Polen
Ansprechstelle Sozialdienst Ausland
App 67 12 33
App 67 12 15
Frau Fischbach (Ansprechstelle)
Frau Dulchinos (Vertretung Ansprechstelle)
Die Einteilung der Länder in Zuständigkeitsbereiche ist nur für Länder mit einer Bundeswehrverwaltungsstelle vor Ort festgelegt.
In allen anderen Ländern der Welt ist die Zuständigkeit innerhalb des Fachbereiches individuell.
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